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Der I(U)ra-Mythus 56—78 V. Nerigal und Erelkigal 74—79 VI. IStar's Höllenfahrt 80—91 VII. Adapa und der Südwind 92—101 VIII. Der itana-Mythus 100—115 IX. Das Gilgamff(Nimrod)-Epos 116—278 X. Ia(?) und Atar-hasls(?) 274—291 XI. Der König von Kütha 290—301 Commentar 302 ff. Vorbemerkungen. Dies Buch ist eine Frucht vieler Sommer, die ich nicht ohne Widerstreben abstosse. Es kann Niemand damit weniger zufrieden sein als ich selbst. Wer sich mit den poetischen Texten der Assyro-Babylonier ernstlich befasst hat, wird mich verstehen. Indes, wenn wir Assyriologen mit dem Feilbieten unsrer Pro- dukte warten wollten, bis sie fallreif werden und unsre eigene und Aller uneingeschränkte Zufriedenheit herausfordern, würden wir alle darüber hinsterben. Ein jedes Werk von Assyriologen, auch den besten, ist und wird lange noch vergleichbar bleiben einem Feld mit Hopfenstangen, von denen sehr viele zwar an- nähernd oder durchaus correct und grade, viele aber, nach allen Richtungen hin, schief stehen. Das kann nicht anders sein. Und so bleibt Einem, will man auch für Andere arbeiten, Nichts übrig, als den Widerwillen gegen die unvermeidlichen Mängel seiner eigenen Erzeugnisse niederzukämpfen, und in der Hoff- nung oder Ueberzeugung , dass sie durch deren Vorzüge be- schattet werden, dem stets auf der Lauer liegenden Splitterrich- ter und dem, der auf höherer Warte steht, freiwillig reichlichen Stoff zu berechtigter und zu unberechtigter Kritik auszuliefern. Die folgenden Bogen sind vor Mehr als einem Jahre in die Hände des Setzers gelangt und die ersten von ihnen vor etwa einem Jahre gesetzt worden. Durch verschiedene Um- stände, am Wenigsten durch meine Schuld, hat sich der Druck über das gewöhnliche Mass hinaus in die Länge gezogen. So liegen zwischen dem Reindruck des ersten und des letzten Bo- gens der Texte beinahe volle 12 Monate. Die unvermeidliche Folge dieser langen Druckzeit musste sein , dass sich während des Drucks meine Ansichten über manche Einzelheiten der X Vorbemerkungen. Uebereetzung und auch der Texte verschoben und sich nun in den späteren Bogen Allerlei etwas anders als in den früheren darstellt. Besonders sei hier darauf hingewiesen, dass es mir jetzt äusserst wahrscheinlich dünkt , dass E 2589 und E 8590 (Verfluchung der Hure und Schilderung der Totenwelt; auf p. 16 fF. bei Haupt Nimrodepos), von Haupt fragend zu Tafel III, von mir unten vermutungsweise zu Tafel VII des Gilgamis-Epos gerechnet, zu Tafel II gehört. Ich konnte das noch in einer Note zu p. 186 und p. 188 erwähnen, muss hier aber meine Gründe dafür angeben. In Col. Illb Z. 29 (s. u. p. 138) heisst es näm- lieh: „Warum, Ja-6aw/(?), verwünschest du die Hure, das Freu- denmädchen?" und in E 2589 Obvers Z. 2 und E 8590 Obvers Z. 5, im Anfang einer 3ten Columne (s. u. p. 186): „trieb (her- vor), die Hure, das Freudenmädchen, ihre (?)... zu verfluchen". Andererseits erzählt lu-bam(>) in Tafel II Col. IVa Z. 15 ff. (u. p. 140) einen schrecklichen Traum und E 2589 und E 8590 Revers mit dem 2ten Teil einer 4ten Columne (s. u. p. 188 ff.) enthalten eine Schilderung der Unterwelt von einem Augenzeugen (s. die letzten 2 Zeilen), also etwa von einem Wiedererstandenen oder Einem, der geträumt hat, oder einem Toten, der sie einem Träumenden erzählt hat. Daraus ergiebt sich mit grosser Wahr- scheinlichkeit, dass K 2589 und E 8590 Obv. vor Col. Illb und deren Rev. hinter Col. IVa von Tafel II einzuordnen sind. Dar- nach böte also letzterer den Schluss des nach Tafel II Col. IV von la-bani(?) geträumten Traumes und dieser Traum gleich im Anfang seiner neuen Laufbahn wiese wohl auf sein tragisches Ende hin, nicht, wie ich bisher glaubte, auf den Zug gegen ffunibaba. Es ist recht wohl möglich, dass hiernach E 2589 und E 8590 oder doch Eins von Beiden sich als Ergänzungs- stück an eins der bisher bekannten Fragmente mit Tafel II Col. III f. anschliesst. Was mich früher von dieser so nahelie- genden Eingliederung abhielt, war vor Allem die erste bez. 4te Zeile von E 2589 bez. E 8590, indem die Nominativform faya(ä)du mich dazu verleitete, die folgende Verfluchung in den Mund des Jägers zu legen , während doch der Col. Illb von Tafel II eine Verfluchung der Hure durch Ia-bani(?) vorausgegangen sein musste. Allein wenn ich auch nicht im Stande bin, die Zeile in unwiderleglicher Weise zu ergänzen, so ist es doch durch- aus unsicher, ob mya{a)du wirklich Nominativ ist oder nicht, Vorbemerkungen. xi und jedenfalls hindert also Nichts, die folgenden Worte fa-bani(?) in den Mund zu legen. Recht wohl möglich, dass der Ver- fluchung der Hure eine des Jägers — beide zusammen haben ihn ja aus seiner Welt in eine ihm fremde , in der er sich elend fühlt, gelockt — durch Ia-bani(?) vorausging. Davon wäre dann noch der Schluss in den ersten Zeilen des Obvers (Col. III) erhalten. Sonstige Modificierungen meiner Ansichten möge man nach dem Commentar beurteilen, ohne dessen Be- rücksichtigung ich überhaupt eine gewissenhafte Kritik meiner Uebersetzungen für durchaus untunlich halte. Was meine Transscription der Texte anbetrifft, so sei dazu bemerkt: Der Wort- bez. Satztrenner, die 2 kleinen über ein- ander stehenden Keuchen, ist im assyrischen und darnach auch im deutschen Text durch : wiedergegeben. Es wird nicht stören, dass er in der Uebersetzung gelegentlich mit dem :, dem deutschen Doppelpunkt, zusammentrifft. Die assyrischen Wiederholungszeichen habe ich im assyr. Text nach ihrem Silben wert durch min bez. ki-min angedeutet In der Uebersetzung steht dafür :dass., abgekürzt aus : dasselbe. Dem assyrischen Vorbilde gemäss bin ich bei der Unter- scheidung von t und i keineswegs consequent gewesen. Obwohl ä:m-«-m, wozu kamänu^ = hebr. rVD, wozu "ft?, su-u-u = xum-mu-u = ig^ä, Ia(ä)li = fa-pi und lami und häbiru = ^äHru und Uämi(i)ru deutlich zeigen, dass ein m der Schrift zwischen Vokalen im Assyrischen auch w gesprochen werden kann und gemeinsemitischem w als 2tem Radikal im Assyr. w, nicht tn entspricht — also rfij = assyr. naivü = Wüste(!), syr. mtö = assyr. sawähu usw. — , habe ich doch dem Herkommen ge- mäss das m der Schrift stets durch m wiedergegeben. Gapitälchen im assyrischen Text deuten dem Usus ent- sprechend Keilschriftzeichen an sich ohne Rücksicht auf deren Aussprache an und werden dann angewandt, wenn diese unbe- kannt oder unsicher ist. Buchstaben in Cursive zeigen Unsicherheit an und zwar cursive Capitälchen im assyr. Text wieder Schriftzeichen an sich ohne Rücksicht auf deren Lesung, deren Existenz in erhalte- nen oder zu ergänzenden Teilen indes nicht gesichert ist; Buch- staben in gewöhnlicher Cursive im assyr. Text Schriftzeichen mit xn Vorbemerkungen. überhaupt oder für den spec. Fall als gesichert hingenommener Lesung, von denen dasselbe gilt; solche in kleinerer Cursive Schrift- zeichen mit überhaupt oder im spec. Falle unsicherer Lesung. Cur- sive in der Uebersetzung deutet dem entsprechend deren Unsicher- heit an. Dies alles gilt nicht für die Anmerkungen. Die Uebersetzung kennzeichnet nicht absolute, sondern nur relative Gewissheit und Ungewissheit , d.h. sie unterscheidet nur, was richtig und nicht richtig ist unter der Voraussetzung, dass der von uns hergestellte assyr. Text, und zwar, wo verschiedene Lesun- gen zur Auswahl gestellt werden, beide oder die zuerst gegebene, richtig ist Ist also in einem Verse ein Wort oder ein Teil eines Wortes im assyr. Teil in Cursive gedruckt, dessen Aequi- valent im deutschen Teil aber nicht, so zeigt das an, dass dies zwar bestimmt die deutsche Uebersetzung des Wortes, aber dessen Vorhandensein an dieser Stelle nicht gesichert ist. Diese Methode war notwendig, um nicht in der Uebersetzung entwe- der eine Unterscheidung zwischen dem , dessen asssyrisches Aequivalent seiner Bedeutung nach zwar nicht zweifelhaft, aber für eine bestimmte Stelle nicht gesichert ist, und dem, von dem das Umgekehrte gilt, unmöglich oder die Anwendung noch wei- terer verschiedener Typen notwendig zu machen. Auf Bogen 18 entsprechen Silben in Petit kleinen Schrift- zeichen im Original, die Glossen andeuten. Durch die Anwendung dieser verschiedenen Typen, die ich aber nicht vermeiden konnte, ward die Herstellung des Manu- scripts sehr compliciert und man wird es darum begreifen und verzeihen, wenn durch meine Schuld falsche Typen in den Text hineingeraten oder darin stehen geblieben sind. So steht auf p. 29 in Z. 120: Dug* für Duga, und gelegentlich Ia für ia (so p. 185 in Z. 21 und Z. 28). Eckige Klammern umschliessen Ergänzungen im assy- rischen Text und deren deutsche Uebersetzung; runde im assy- rischen Text Varianten und ausser den an erster Stelle gege- benen in Betracht kommende Lesungen, ferner vor- oder nach- gesetzte Determinative und phonetische Complemente, kurz Alles, was nicht mitzusprechen ist oder bei Lesung des Textes nicht mitgesprochen zu werden braucht; in der Uebersetzung in ana- loger Weise Wörter oder Buchstaben, die mit den davorstehen- den zur Auswahl gestellt werden, oder die in dem assyr. Text Vorbemerkungen. xni nicht durch entsprechende Wörter vertreten sind, oder von denen es zweifelhaft ist, ob sie mitzulesen sind, oder zur Erläuterung Dienendes, also im Wesentlichen Solches, das im assyrischen Text neben dem in der Uebersetzung nicht mit runden Klammern Eingeklammerten nicht vertreten ist, ausserdem aber auch Aequivalente assyrischer Wörter, die in der Uebersetzung igno- riert werden können oder müssen. Bei der Andeutung des zu Ergänzenden soll ein Punkt den Raum etwa eines assyrischen mittelgrossen Zeichens und einer deutschen Silbe bezeichnen. Bei der grossen Freiheit, mit der das Metrum in vielen Texten gehandhabt wird, kann aus der Anzahl dieser Punkte jedoch nur ersehen werden, Wie- viel etwa fehlen kann, aber nicht, wenigstens bei Weitem nicht so sicher, Wieviel wirklich fehlt. Wo eine Zeile etwas nach rechts hin eingerückt ist, ent- spricht das dem Original. Die eingerückte Zeile bildet mit der vorhergehenden zusammen einen Stichos und kam nur in Folge von Raummangel in eine neue Zeile. Trotz der richtigen Beobachtungen Gukkel's und Zimmern's und ihrer Vorgänger über die metrischen Formen der assyri- schen Poesie habe ich sie vollständig ignoriert, bei der Dar- stellung des Textes, weil sie nur in einigen wenigen der von mir behandelten Texte und zwar dort ganz nach Belieben durch Lücken zwischen je zwei Hemistichen zum Ausdruck kommen und ich doch nicht Mehr geben wollte, als was in den Texten selbst steht, in der Uebersetzung aber, weil eine metrische Zwangs- jacke mich an einer möglichst wörtlichen Uebersetzung, also dem eigentlichen Zweck des Buchs, durchaus gebindert hätte. Wem diese zu formlos und unrythmisch ist, der mag seine Muse anflehn. Vielleicht hilft sie ihm, sie für feinfühligere Menschen, als ich einer bin, in schönere Formen giessen und künstlerisch verklären. Bei der Nummerierung der Verse habe ich mich, wo immer mir dies praktisch schien, an die der Textausgaben gehalten, auch wo diese sicher falsch ist. Mein Bestreben , einen correcten Text herzustellen und namentlich auch genau anzugeben, was daran sicher, was unsicher ist, haben mir die Textausgaben vielfach durchkreuzt, die sehr häufig nach dem Zusammenhang oder Zeichenfragmenten er- xiv Vorbemerkungen. schlossene, auch zweifelhafte Ergänzungen nicht von Ergänzun- gen nach Duplikaten oder überhaupt nicht von dem übrigen Texte unterscheiden. So ist es nur zu oft unmöglich, genau festzustellen, Wieviel die Originale von IV R* bieten und Wie- viel hier ergänzt ist. Und so habe ich z. B. erst aus einer freundlichen Mitteilung King's, nicht aber aus IV R*, mit Be- stimmtheit ersehen, dass die Zeichen in Urarissschrift dort auf p. 31 auf der Hinterseite des Textes zwar meist nach zwei Dupli- katen, dagegen z. B. mi in Z. 9 der Hinterseite lediglich nach nicht eindeutigen Spuren vielleicht richtig, aber pu in Z. 29 der Vor- derseite ebenfalls nur nach Spuren, übrigens nicht richtig ge- lesenen, falsch ergänzt ist. Dort steht nach King und, wie mir Zimmern mitteilt, auch nach Alfr. Jeremias, bi[ ]=, was wohl zu 6i-[n]t ergänzt werden darf. Vgl. die Additions zu IV R2 31. Bei allem Respect vor Haupt's Publikation des GilgamiS- Epos kann man doch nicht behaupten , dass sie geradezu eine vollkommene Leistung darstellt, wie man wohl annimmt Haupt hat sich durch eine erneute Collation in den Beiträgen zur Assyriologie I selbst zu übertreffen gesucht. Er hätte uns einen grossen Dienst erwiesen, wenn er uns auch seine Methode kund- getan hätte, wonach er Ergänztes als Solches genau kenntlich macht Haupt klammert vielfach das, was jenseits der Bruch- •linie steht, ein und kennzeichnet dies damit als ergänzt, oder klammert es nicht ein, aber giebt dann eine Note dazu, die dasselbe besagt. Darnach müsste man nun consequenter Weise schliessen, dass Alles was jenseits der Bruchlinie nicht in Klammern und ohne jene Note dazu steht, auf dem Original auch noch vorhanden ist, etwa, so könnte man denken, unter- halb des oberen Bruchrandes. Und darin könnte uns Mancher- lei bestärken, so p. 33 Z. 16 f. , wo an in Z. 16 vor der Bruch- linie nicht, wohl aber a-bi davor in der folg. Z. in Klammern eingeschlossen ist, oder p. 36 Z. 1, wo /u, das auf keinem Du- plikat vorhanden ist, jenseits der Bruchlinie steht, da es sich im „ vollständigen Text" p. 49 in Z. 197 (der Tafel VI) ohne Klammern findet, oder p. 37 Z. 13, wo wir a vor der Bruch- linie lesen, während eben dies a, allerdings schraffiert, auf p. 42 und inlVR1, und in Umrissschrift in IV R* im Text erscheint, oder p. 47 Z. 138 (ebendort), wo der untere Teil von us und das ganze ma, die in IV W 42 Col. IV, 7 im Text stehn, jenseits Vorbemerkungen. xy der Bruchlinie stehn und zu einer Ergänzung von ma jeden- falls kein ausschlaggebender Grund vorliegt. Indes andererseits bietet IV R* sowenig wie IV R1 jenes Zu, das Haupt in den Text stellt, und Haupt jenes ma nicht auf p. 34. Also bleibt wohl nur die Annahme übrig, dass Alles jenseits der Bruch- linie wenigstens im Princip als ergänzt anzusehn ist. Aber es ist doch nicht das Richtige, dass man das erst durch eine Unter- suchung auf pro und contra feststellen kann. Aehnlfch steht es mit anderen Fällen. Auf p. 19 liest man in Z. 27 am Ende ni auf schraffiertem Grunde und dazu in d. Beiträgen zur Assy- riologie I p. 106 die Anmerkung: „Z. (!) 19 ist das ni am Schluss von Z. 27 natürlich nicht zu sehn; es hätte deshalb in [] ein- geschlossen werden können u. Also: natürlich und bloss: können (vgl. die Anm. zu p. 23 Z. 44 1. c. p. 108). Das heisst doch mit anderen Worten : Zeichen auf schraffiertem Grunde sind ergänzt und brauchen als solche nicht erst durch eckige Klammern ge- kennzeichnet zu werden. Aber die übrigen Texte machen es in zahlreichen Fällen zweifellos, dass Zeichen und Zeichenreste auf schraffiertem Grunde nicht bloss ergänzt sind. Und so ist man solchen Zeichen oder auch Zeichenresten gegenüber oft genug in Ungewissheit über ihre Existenz oder Nichtexistenz, vor Allem natürlich bei Stellen, wo man für Ergänzungen gar keinen Spielraum hat, also etwaige Ergänzungen zum Original mit Bestimmtheit zu erschliessen sind. Unter den erwähnton Umständen kann man somit oft nur vermuten, dass ein Zeichen oder der Teil eines Zeichens bei Haupt im Original wirklich vorhanden oder von Haupt ergänzt ist, und in Folge dessen dürfte mein Text des Gilgamls - Epos nicht bis in alle Einzel- heiten hinein ganz den Originalen entsprechen. Glücklicher Weise ist das nun aber für unsern Zweck belanglos. Denn wo immer Haupt nach dem Zusammenhang ergänzt haben mag, hat er dies doch fast nur in Fällen getan, wo über die Rich- tigkeit der Ergänzung kein Zweifel obwalten konnte. Fälle wie der auf p. 66 Z. 37 (Tafel X, vi, 37), wo für *[im-mu] jen- seits der Bruchlinie wohl .s[im-ma] einzusetzen ist, gehören jedenfalls zu den Ausnahmen. Weniger Anstoss braucht man daran zu nehmen, dass Haupt an nicht wenigen Stellen im „vollständigen Text" von Tafel VI und Tafel XI ganze Zeichen einsetzt, wo die Originale $vi Vorbemerkungen. nach seinen Copien der einzelnen Fragmente nur Zeichenteile oder Garnichts bieten. So hat er, allerdings schraffiertes, da auf p. 44 Z. 60, wofür auf p. 39 nur 2 senkrechte Keile nach einer schraffierten Stelle gegeben sind , oder nicht schraffiertes gi + lu = u auf p. 146 in Z. 277 gegenüber geringen Resten davon auf p. 118 in Anm. 15 oder auf p. 148 in Z. 308 ein vollständiges nicht schraffiertes ili für 3 Keile nach einer Lücke auf p. 119. Derartiges hätte vermieden werden müssen, ist in- des nicht gefährlich, da man ja die Controlle zur Hand hat, einmal bei Haupt selbst und 2tens bis zu einem gewissen Grade in IV R8. Aber es macht bedenklich wegen der nicht con- trollierbaren Texte. Denn sie lassen befürchten, dass Haupt, wenigstens, wo er ganze Zeichen mit Schraffierung giebt, gele- gentlich nur Spuren im Original gesehen hat, die sich auch noch anders als wie bei Haupt ergänzen lassen. Indes würde sich's unter allen Umständen nur um wenige Fälle handeln und für unsre Arbeit so gut wie belanglos sein. Es liegt mir fern, das grosse Verdienst Hautt's um die Publication des „Nimrod- Epos" nicht voll und ganz anzuerkennen. Weiss ich doch nur zu gut, dass ich bei dem Mangel an Uebung im Copieren die Arbeit weit schlechter gemacht hätte. Ich musste aber in mei- nem eigenen Interesse nachweisen, dass seine Arbeit nicht ganz zuverlässig ist, und ich glaube, dass ein Mann wie Haupt, der mit Vorliebe die kleinen Sünden seiner Fachgenossen regi- striert, dies am Wenigsten wird übel nehmen können. Dies Urteil bezieht sich auch auf Anderes. Nach der erneuten Colla- tion des Nimrodepos in d. llcitr. z* Assyr. I konnte man er- warten, dass die Texte nunmehr so gut wie abschliessend colla- tioniert seien und dass unter allen Umständen Zeichen, die Haupt als fraglos sicher giebt, auch fraglos sicher sind. Das habe ich früher angenommen. Aber ich habe mich getäuscht. Durch Bezold's, Rev. Johns', Fr. Küchler's und Strassmaier's Liebenswürdigkeit sind mir verschiedene noch nicht veröffent- lichte Fragmente des Gilgamis-Efos bekannt geworden, darun- ter auch K9245, worin ich ein Duplikat zu K 2756d linke Columne (auf p. 7 bei Haupt) erkannte. Dies aber zeigte, dass für Haupt's tu in Z. 8 li (schwerlich u 4- ka = ili), für Haupt's kim in Z. 10 ah und für Haupt's lum ibidem üb zu lesen ist. Und diese 3 Zeichen sind bei Haupt nicht etwa schraffiert. Vorbemerkungen. xvn Das muss Einen wegen der übrigen Texte doch etwas bedenk- lich machen. Die Eingliederung und Anordnung mancher Texte des Gilgen wtx-Epos bat mir viel Mühe und Nachdenken gemacht. Im Gan- zen dürfte meine Anordnung das Richtige treffen. Einiges bleibt sub judice. Wer nur die Splitter in des Fachgenossen Auge sieht, mag sich darüber wundern , dass in Haupt's Buch noch ein ziemliches Chaos herrscht, das allerdings kaum davon zeugt, dass Haupt seine Texte wirklich verarbeitet und in der Haupt- sache ganz verstanden hat. Aber seien wir durchaus zufrie- den mit dem von Haupt Geleisteten. Leider habe ich 2 Texte, die mir von Strassmaieb und Bezold zur Verfügung gestellt wurden , nicht mehr für meine Arbeit verwertet, von denen der eine, vielleicht zum Grilgamtä- Epos gehört — und dann wohl zu Tafel I Col. I — , und den Namen des Vaters des Helden nannte, und der andere, wie ich erkannte, zuqj Adapa- Mythus gehört. Ich benutze die mir offenstehende Gelegenheit, sie hier in Transscription so zu ver- öffentlichen, wie sie von Stuassmaier und Bezold copiert sind und zwar nach dem oben besprochenen und auch unten im Bach angewandten Transscriptionssystem. Sp. 355 (in babylonischer Schrift): « • . (1) : Jtum't; (2) : ]§a2 Uruk §us-u4 it-ta [=] von Erech er . . [ ; (3) : ]rf- ma-nis' äa2-ku-u4 ri-[=] wie Wildstiere hoch (ist oder sind) . [ ; (4) : n]am-ma tf-bu-u4 (isu)fe»M:«& [=•]•• sich erhebo(n) die Waffe [ ; (5): ]di§ tf-bu-u4 ru8-u"(-)TAB[=] . sich erhebe(n) Genosse. [; (6): ]It(d)li (oder dannüti)* äa* Uruk ina ku ? [=] Männer (oder mäch- tige) von Erech in. . [; (7): ](ilu)GilgamI§ mär9 Di§(Personenkeil) =Z^=] Gilgamß, Sohn des . [; (8): di]l i-kad(t)10-d(t)ir §1-kak[ ; (9): ]= §a* üruk su-[pu-ri =]? von Hü[rden]-Erech [; (10): ]? ?? ? ? [ K 8743: • • • 1: t]i ina b(p)u-mi-Z[a, lies: [(ilu)A-nu an-ni-t]i ina Si-mi-^u8] == l tum = ib. — 8 Sa = gar. — 3 Su = hat — 4 u = §am. — 5 Kü. — 6 »u =■ §üb. — 7 rim mit doppeltem alpu darin. — 8 dan + Mß. — 9 tüb. — io Das vierkeilige kat. — b xv in Vorbemerkungen. Als [Anu die]s vernahm ? 2: ina ug-]gat* libbi(-bi)-§u2 = im Zo]rn seines Innern ; 3 : ]mär3 Sip-ri i-§ap-par = ] schickt einen Boten; 4: m]u-du-u4 libbi(-bi) iläni rabüti = der] das Innere (Herz) der grossen Götter [kjennt; 5: ]= + uiS i-MA§ dil u5[.]; 6: ]di§ (lies vielleicht nach Z. 8 ana ilu-bit-]a = zu i]a) äar-ri ka-äa6-di = ] . dein Könige gelangen; 7: ]?-&** armarti u§-ta-bil7 = ] . ihn , „ brachte er Worte hervor" d. i. ersann er Etwas; 8: ]-gu8 ana Sar-ri ilü-bit-a = ] ihn zum Könige ja; 9: mär sip-r]i il-tap-ra = ] schickte [einen Bote]n; 10: rap-sa] uz-ni mu-du-u5 libbi(-bi) iläni rabüfti]* = der weit-] ohrige, der das Innere (Herz) der grossfen] Götter kennt; 11: ]?m§ Sami(-i) u4-kfcg)an10-§uB = ]. Himmel stellt ihn hin; 12: ]ma-la-a ul-ta§-gi-gu8 " = ]liess ihn . . tragen; 13: ]? (d. i. Rest von u = §am VJ-ba-z^ikftjg^-ma karis-ra ul-tap-pi-pä] (oder [is-su])14 = ] . . te und bekleidefte (ihn)] mit einem Trauertuch (oder Trauerkleid); 14: a-*w]a-ta i-fcab-bi-§u8 = ] spricht zu ihm [die Wo]rte; 15: [A-d(f)a-pa ana pan (i7tj)A-ni16j §ar-ri at-ta ta-lak-ma = [Ad(t)apa, vor Anu], den König, wirst du gehen und; 16: [la ti-mi-ik-ki1*] tl17-ma a-roa-ti §a-bat = Den Befehl [lass9 nicht los,] (meine) Worte halte fest; 17: [ana £ami(-f) ina f-li-ka1'] ana ba-a[b] (ilu)A-ni ina (!)ti-hi-ka = [Wenn du zum Himmel hinaufkommst], dem To[r]e Anu's dich nahst; 18: [(ilu) Tamüzu u (ilu)GiS-zi-da ina ba-ab (ilu)19]A20-ni iz-za-az-[zu21] = werd[en Tamüz und GiSzida im Tore] Anu's stehen; 19: ]?**-ka, • • • Da die Zugehörigkeit von K 3364 (bei Delitzsch Welt- scJiöpfuugsepos p. 54 f.) zum Schöpfungsepos mir durchaus nicht i 3 Keile. — 2 su = £af. — 3 TUR. — 4 u = mm. — 5 Winkelhaken. — e Ia = gar. — 7 ml = m. — 8 2 Keile. — 9 gal[-m!S]. — 10 kan = Ji. — n S. unten p. 94 Z. 15, auch p. 8G Z. 2 und p. 138 Z. 41, wo nach dem Commentar zu übersetzen: „habe (oder werde) ihren Leib „nach dir** . . tragen lassen", sowie p. 248 Z. 252 ff. — u 3 Keile vorne. — 18 kak = '«fi'ru. — u S. unten p. 94 Z. 15 f., auch p. 86 Z. 2 und p.138 Z.42, sowie p. 248 Z. 252 ff. - 15 8. u. p. 94 Z. 17. — 16 S. u. p. 96 Z. 33.— 17 bil. — 18 S. u. p. 94 Z. 18 f. — 19 S. u. p. 94 Z. 20. — 20 Erhalten 2 parallele senkrechte Keile. — 21 Oder ist hier gegen p. 94 Z. 21 Nichts und darnach vor ina bäh nur ein Gottesname zu ergänzen? — 82 Nach p. 94 Z. 21 zu ergänzen? Yorliemerkungen. xix erwiesen scheint, so habe ich auf dessen Bearbeitung verzich- tet K 3445 + Rm. 396 (zuletzt bei Delitzsch 1. c. p. 51 ff.) war allzu fragmentarisch, um für unsre Sammlung in Betracht kommen zu können. An dieser Stelle möchte ich noch ausdrücklich bemerken, was ich in den Gorrecturbogen auf p. 60 nicht mehr hinein- zwängen konnte, dass unabhängig von mir auch Zimmern die Zugehörigkeit von K 2755 zum J( C)ra-My thus erkannt hat. Zu den Noten zum und unter dem Text sei nur bemerkt, dass sich Haupt 1. c. in den Noten zum Gilgamis - Epos auf 2 Publicationen bezieht, nämlich einmal auf seine Edition des Epos p. 1 — 149, andererseits auf seine Collationen und Notizen dazu in den Beiträgen zur Assyriologiel p. 67— 78 und p. 97 — 120. Da die Zahlen, die den Ort eines Textes in dem erstge- nannten Buch bezeichnen , niemals auch nur annähernd mit denen zusammentreffen, die den Ort der Noten dazu in den Beiträgen angeben, so kann sich schon deshalb niemals ein Zweifel darüber erheben, was jeweilig mit dem 1. c. gemeint ist Was meine Uebersetzungen anbetrifft, so ist es mein gan- zes Bestreben gewesen, möglichst, und wenn es sein musste, bis zur Geschmacklosigkeit wörtlich zu übersetzen. Wie oft sich gerade in assyriologischen Werken selbst der Besten unter einer flotten — oder bombastischen Uebersetzung ein „Ich weiss nicht, was soll es bedeuten " verbirgt, davon liesse sich manche Stunde reden. Der Benutzer der keilinschriftlichen Biblio- thek muss aber genau wissen , worauf sich eine Uebersetzung gründet, genau wissen, wie sich die Sätze mit einander, die Wörter zu einem. Satze verknüpfen, soweit dies möglich, den eigentlichen Sinn einer Redensart und eines einzelnen Wortes kennen lernen usw., damit er aus den Texten Alles schöpfe, was sich daraus schöpfen lässt. Wer z. B. uznu sakänu mit „den Sinn richten (auf)" statt „das Ohr setzen, in eine bestimmte Lage bringen tt übersetzt, obgleich uznu allein nicht (!) „Sinn" und sakanu allein nicht „richten" heisst, oder abälu in Verbin- dung mit libbu mit „antreiben", obwohl es allein „antreiben" nicht heisst, und libbu dann mit „Herz", statt die beiden resp. mit „hervorbringen" und „Inneres*, oder Jcabittu als Sitz von Gemütsbewegungen mit „Gemüt" statt mit „Bauch" wiedergiebt, xx Vorbemerkungen. der — und ich selbst bin oft genug ein solcher der gewesen — unterschlägt geradezu sich und Anderen wertvolles Material zur Kenntnis der assyrischen „ Psychologie u. Denn die Assyrer kennen keinen Sinn, den sie richten könnten , kein für sich existieren- des Gemüt, kein Herz als Erreger von Willensbewegungen. Es giebt am Menschen Nichts, als was man mit den Sinnen wahr- nehmen kann, und Bauch und Ohr sind lediglich die Orte der Gedanken d. i. der inneren Rede , der Bauch auch der Sitz dessen , was wir Gemütsbewegungen nennen , das Herz nur das Organ, das bei Furchtempfindungen in Mitleidenschaft gezogen wird. Aus diesen Beispielen ersiebt man gewiss, wie notwendig es ist, immer zuerst ganz wörtlich zu übersetzen, ehe man zu umschreiben versucht, und Wieviel dem Laien oft durch eine freie Uebersetzung verloren geht, ja vorgetäuscht wird. „Druckfehler", soweit deren Erwähnung notwendig erscheint, wird man am Schluss dieses ersten Teils verzeichnet sehen. Leider finden sich — aus hier nicht zu nennenden Gründen — gerade im Anfang des Buches manche kleine Unebenheiten. Besonders unangenehm empfinde ich mil-la-a auf p. 28 Z. 116 für mi-ü-la. Unter Bogen 1 p. 1 und Bogen 2 p. 17 lautet die Norm ohne mein Verschulden: Mythen und Legenden statt: Mythen und Epen. Im Commentar zu den Schöpfungslegenden konnte und musste ich Delitzsch^ Bearbeitung der Serie tnuma ili* eben- sowohl besonders berücksichtigen, wie er darin gerade meine und Zimmern's Arbeiten darüber einer gründlichen Einzelkritik unterworfen hat. Delitzsch hat sich, wie er selbst zugiebt, im Wesentlichen darauf beschränkt, „die Stellen hervorzuheben, in denen er von uns ab weicht a, ohne, von seltenen Fällen abge- sehen, auch zu buchen, was er von uns gelernt hat. In Folge dessen erscheinen unsre Arbeiten bei ihm in einer gewiss kaum berechtigten ungünstigen Beleuchtung. Obwohl Delitzschs Aussetzungen zu einem grossen Teile gut begründet waren, hätte das doch wohl vermieden werden können und müssen. Einem Manne wie Delitzsch, mir selber und Anderen bin ich es schuldig, zu seinen Ansichten Stellung zu nehmen und man Vorbemerkungen. xxi wird es schon darum nur für selbstverständlich halten, wenn auch ich in m. Commentar zu den Schöpfungsmythen wenig- stens alle irgendwie bemerkenswerten Fälle — und ihrer sind viele — zur Sprache bringe, in denen ich wiederum meinem Vorgänger nicht beistimmen kann ; wobei ich es allerdings für nicht mehr als billig gehalten habe, auch anzuerkennen, wo ich nach mittlerweile fortgeschrittener eigener Erkenntnis seinem Denken nennenswerte Fortschritte verdanke. Es bedarf keiner Begründung, weshalb ich im ganzen Commentar gerade auf Delitzschs Handwörterbuch , in dem er seiner Vorgänger und seine eigenen bedeutenden Errungenschaften in trefflicher Weise zusammenfasst, besonders Bezug nehme. Das Buch wird man nie anders als eine hervorragende Leistung nennen können. Aber Delitzsch ist ein Mensch wie wir alle und darum ist es an sehr vielen Stellen auch einer, z. T. tiefer einschneidenden, Verbesserung bedürftig. Ich hoffe, dazu Vielerlei von Belang beigesteuert zu haben. - Dabei habe ich mich nach Kräften be- müht, Delitzsch wie Allen gerecht zu werden und darf darum erwarten, dass man wenigstens mein Streben erkennen und anerkennen wird. Wer, wie ich, in dem Kufe steht, nicht immer sine ira et studio urteilen zu können, weil er rücksichts- los genug ist für Versuche, die Dinge gerade so darzustellen wie sie sind, darf dies allerdings nicht zu fest von Allen hoffen und wird sich darum Manchen gegenüber wohl mit der Quittung begnügen müssen, die ihm sein gutes Gewissen ausstellt. Zwei- fellos werde ich manches kleine Verdienstchen übersehen und nicht registriert haben. Absichtlich und wider besseres Wissen ist das aber nirgends geschehen, wo es der Anstand und die Gerechtigkeit erfordert hätten. Der zweite Teil dieses Bandes, der schon seit vielen Jah- ren in Bearbeitung ist, wird eine Auswahl aus den religiösen Texten aller Art, Hymnen , Zaubertexten, Ritualtexten usw. bringen, ferner aus den Ometitcxten, den astrologisch-astronomi- schen Texten und Sonstigem , wie z.B. Sprichwörtern , das in den anderen Bänden keine Stelle finden konnte. Ich hoffe sehr, dass derselbe in absehbarer Zeit wird erscheinen können. Zum Schluss danke ich Zimmern für manche wertvolle Be- merkung, die er mir zu den Correcturbogen gemacht hat, xxn Vorbemerkungen. namentlich zu Bogen 18. Was ich von ihm habe, ist im Coni- mentar registriert. Ihm sowie den Herren Bkzold, Rev. Johns, King, Fb. Küchler und Strassmaier schulde ich wärmsten Dank für Copien und Collationen , die ich für mein Buch verwerten konnte. Marburg den 1. April 1900. Mythen und Epen. Jmmb, Mytben «ad Legenden. 2 Schöpfungsmythen. I. Schöpfangsmythen. * 1. Das Epos Inutna Uiä. Stacke von Tafel I. Tafel la.8 1. f-nu-ma f-li§ la na-bu-u ga-ma-mu 2. §ap-li§ 8am-ma3-tum Su-ma la zak-rat 3. apsü-ma ri§-tu-u za-ru-§u-un 4. ma-am-ma ti-amat mu-al-li-da-at4 gi-im-ri-§u-un 5. mt-Su-nu i§-tf-ni§ i-h(t?6)i-fcu-u-ma 6. gi-pa-ra la k(k)i-i§-§u-ra8 §u-§a-a la §1-' 7. f-nu-ma iläni la Su-pu-u ma-na-ma 8. §u-ma la zuk-ku-ru §i-ma-tu la [äg-mti] 9. ib-ba-nu-u-ma iläni ?[. . .] 10. (ilu) Lah-mu7 (ilu) La-ha-mu u§-ta-pu-u[. .] 11. a-di «ir-bu-u ?[. . .] 12. An-Sar (ilu) Ki-äar ib-ba-nu-[u . . . .]9 13. ur-ri-ku10 ümi ,sud[ ] 14. (ilu) A-nu a-"[ ] 15. An-Sar (ilu)12 [ ] Tafel Ib.18 3. [ t(-)n]a suli [ ] i Nach den unten genannten Texten. — s Nach E 5419c und 82,7 — 14, 402 Obv. Der erstgen. Text veröff. von G. Smith in den Trans- actions of the 8. of Bibl. Arch. IV auf Tafel I hinter p. 364 und Delitzsch in seinen Assyr. Lesestücken* auf p. 93, in Transscription in 8. Babyh Weltschöpfungsepos auf p. 22. Vgl. dazu Bezold, Catalogue p. 716. Der 2. Text veröff. von Pixches im Bab. and or. Record im Januarheft 1890 und in Transscription von Delitzsch, 1. c, p. 23. Zur Transscription und Uebersetzung s. zuletzt m. Kosmologie, p. 268 ff., 320 ff. und 512 f. ; Zim- mern bei Gunkel Schöpfung u. Chaos p. 401 f. und Delitzsch, I.e., p. 22 f., p. 92 und p. 116 ff. — 8 So 82, 7—14, 402. Auf K 5419c [ ] -tum mit wagerechtem Keil vor der Lücke. — 4 82, 7—14, 402 hat mu-um-ma-ahli-da-at d. i. muwallidat. — 5 S. d. Commentar. — 6 82, 7 — 14, 402 ku-zu-ru, wohl für b(k)u8suru. — i Auf 82, 7—14, 402 hinter mu u. — 8 Auf dem babylonischen(l) Duplikat 82, 7 — 14, 402 a-di % ir~b[u-u] = adi irbü. Könnte auch adl irbü gelesen werden. S. die letzte Zeile von Tafel II nach dem (assyrischen) Fragment K 292. — 0 Z. 11 und 12 von K 5419c müssen in 82, 7—14, 402 eine Zeile gebildet inuma HiS Tafel I. 3 L Schöpfangsmythen. 2. Das Epos inuma ilis. Stocke von Tafel I. Tafel Ia. Als droben der Himmel [noch] nicht benannt war(d), drunten die Feste noch nicht geheißen, Apeü (der Ocean), der Allererste, der sie erzeugte, [and] die Urform Tiämat, die sie alle gebären liess, ihre Wasser zusammen sich mischten, . . bäume sich nicht verbanden, ein Bohrdickicht nicht . . ., als von den Göttern (noch) nicht Einer entstanden war, (k)einen Namen genannt, (k)ein Schicksal [bestimmt hatte], da wurden die Götter gebildet, da entstanden [zuerst] Lahmu und Lahämu. Bis sie groß geworden [...], wurden AnSar und KiSar [....] gebildet Es längten sich Zeiten, .[ ,] [. . .] Anu [ ] AnSar [ ] Tafel Ib. [. . . . au]f den Straßen [ ], haben, da dort Z. 12 mit u-ri-ki = ur-ri-ku im Anfang von Z. 18 anf K 5419c beginnt. — 10 8. Anm. 9. — n Nach 82, 7—14, 402 Z. 13 (ilu) A-num a[ ], auf K 5419c Z. 14 {ilu) A-nu und ein Zeichenrest, der aber nicht zu a zu ergänzen ist. — 12 In Z. 14 von 82, 7 — 14, 402: . . (ilu) A-num. Vor (üu) liest Pinches o-na, das nach Delitzsch sehr unsicher. Ebenso ist nach ihm An-Sar unwahrscheinlich. Möglich, dass Z. 15 von K 5419c nicht der Z. 14 von 82, 7-14, 402 entspricht. Jene Z. könnte in Z. 13 von 82, 7—14, 402 gestanden haben. Erhalten sind noch unsichere Spuren von Z. 15 dieses Texte. — 13 Nach 81, 7 — 27, 80 Obv. und K 3938 Obv. veröff. von Delitzsch in Transscription I.e. auf p. 25 und p. 27; ersterer Text nach seiner und Pinches' Copie. S. Be- zold, Cataiogue, p. 578 u. 1801 f. Meine Transscription nach einer von mir collationirten Copie Bezold's. Der Text ist so schlecht erhalten, daß Manches, auch von dem, was ich in m. Transscription nicht als frag- lich bezeichnet habe, falsch sein mag. Auch bleibt fraglich, wie viel rechts am Ende der Zeilen zu ergänzen. Zur Uebersetzung s. Zimmekn , 1. c, p. 402 f. und Delitzsch, I.e., p. 122 f. 1* 4 Schopfungsmythen. 4. a-ma-[lum t*w-]tal-li-ku[-ma ] 5. [Ap]su [pa]-a-§u [{-pu-äarn-ma i-ka-bi] 6. a~na [Ti-a-ma-f\u fl-li-f [im a-ma-tam i-*arkar\ 7. im-[. . . .] al-kat-su-nu [ ] 8. ur-r[w-Ji^ a-da]-la-ha-Su-nu [ ] 9. lu-uä-kal-lifc al-kat-su-nu [ ] 10. [kjii'-lu liä-Sa-kin-ma ni-iB-s[a-tu li-ilh&i] 11. [T]i-amat an-ui-ta iaa [§f-mi-5a] 12. [. J-ma ?-?-si [....] 13. [. . .] ilani [s]a(-)[. '• . • J 14. [ku-lul-]tBi it-ta-di[-ma a-ma~tum i-ea-lcar] 15. [ur-ru-Qis ni-i-nu ana [üi-su-nu i-ni-il-lik] 16. [al]-kat-su-nu lu-§um-ru-§a-a[t ] 17. [8f]-pu-ul2-ma (ilu) Mu-um-mu2 Apsü abi[-su. . .] 18. [. .]8?-ka* ma-gi-ru mi-lik mu-?[ .] 19. [a-]lik li-wa-ad al-ka-st*4-t*n4[. . .] 20. [wr-r]u-[Si]# lu-da-la-ha-at6 mu-§i§ lu-.sa-[fl£-na-a*] 21. [i§-mf-]§um-ma Apsü im-mf-ru pa-n[u-u-$u] 22. [sa lim]-ni-f-ti ik-pu-du a-wa iläni buk-[ri-sü-un] 23. [lab-bis] i-na-dir ki-[ma ] 24. [ü-tar-ra] bir-ka~a-Su i8-na-a^ fcal&adf-su] 25. [ina üi lim-ni-i-ti sa] ik-pu-du bu[-t*Ä-H-«vtt-tw] 26. [. 6u-ttÄ]-rl-äu-nu[ ] Tafel Ic7. 1. [Ti-amat a-lü-ta-*su-un i-#ir-$u-nu-ti*] 2. \jpu-uh-ru sü-ku-na-at-tna ag-gi$ lab-bat] 3. [is-hu-ru-sim-rna ilani gi-mir-su-un] 4. [adi Sa *(üu) Lah-mu u (ilu) La-fyi-mu* ib-nu-u i-da-sa <ü-Jca] 5. [im-ma az(s, §)-ru-nim-ma i-du-uS Ti-a-mat tf-bu-u-ni] 6. [Iz-zu kap-du la sa-ki-pu mu-£a u im-ma] 7. [na-§u-u tam-ha-ri na-z(s)ar-b(p)u-b(p)u lab-bu 8. [unkfnna sit-ku-nu-ma i-ban-nu-u §u-la-a-ti] i Meine Copie bietet ]?ur, d. i. Winkelhaken + bi, nach Zimmern zu ku zu erg. Delitzsch : Jeu. — 2 So Zimmern. — 3 Winkelhaken + ka = mub ? (so Delitzsch). — 4 So nach Zimmern. — 5 Für lü-dalfyat wie babafu für frabsu in Tafel III, 136? — 6 Meine Copie bietet in mit Schraffirung, Delitzsch hat ü. Vgl. zu der Stelle V R 16, 47: nui(nüi) kakkadi. — 7 Rev. von 82, 7—14, 402, 81, 7—27, 80 u. K. 8988, ergänzt Inuma flu, Tafel I. 5 haben die Sach[e berjaten [und ]u. [Ap]8ü [that] seinen [Mun]d [(auf) und spricht,] [sagt] zu [Tiäma]t, der Herrlichfen, die Rede:] *.[....] ihren Weg [. . .] Eiflends will ich] sie [ver]wirren [und ,] will ihren Weg verderben [und ]. Die Stimme „werde gesetzt* und Weh[e mög' werden]/ Als [TJiämat Solches [vernahm], [..]????[. ] [. . .] die Götter, [d]ie [ ] warf einen [Fluc]h hin [und spricht die Rede:] „[Eilendjs [wollen wir] ge[gen sie ziehen]! Ihr Weg soll ungangbar werden [ ]\a Indem Mummu [antwortete [und?] Apsü, [seinen(m)] Vater, [. . . te], [. .]-?- . der Willfährige den Rat ? [. .] : „[A]uf, erfahre ihren Weg [...]! [Eilen]ds soll er verwirrt, wie die Nacht gemfacht werden !]" Da ihn Apsü [hörte], erglänzte [sein] Antl[itz], [weil] er [Bö]ses sann den Göttern, [ihren] Erstgebornen]. [Wie ein Löwe] ergrimmt er, w[ie ], [es beben] seine Kniee, es schwankt [sein] Haupt, [ob des Bösen, das ihre] Erstgebornen] sannen, [. ] ihre [Erstgebojrnen [ ]. Tafel Ic. [Tiämat, ihre Mutter, verfluchte (haßte?) sie,] [schaart zusammen und wüthet ingrimmig.] [Nachdem sich ihr zugewandt haben die Götter sie alle,] [gehn sogar die, die Lahmu und Lahämu geschaffen, an ihre Seite,] [verfluchen den Tag und erheben sich Tiämat zur Seite,] [wüthen, planen, Tags und Nachts nicht ruhend,] [nehmen auf den Kampf, rasen und wüthen,] [rotten sich zusammen und bereiten Feindseligkeiten.] nach Tafel II and III. Meine Transscription nach der Transscription von Delitzsch, 1. c, p. 24 u. 26 f. S. zur Transscription und Uebers. Zim- mern, I.e., p. 403 f. und Delitzsch, I.e. p. 70 f., 96 f., u. p. 123 ff. — 8 So etwa zu ergänzen mit Rücksicht auf Taf. II und III, falls in diesem Stücke zum ersten Male von den Vorbereitungen der Tiämat die Rede ist und im Folgenden der Dichter erzählt 6 Schöpfungsmythen. 9. [ura-rau Hu-typjur1 pa-ti-fcat ka-la-ma] 10. [u§-rad-di kak-ki la mah*-ri it-ta-lad mu§-mah-hM] IL [zafe-tu-ma §in-ni la pa-du-u at-ta-M] 12. [im-tu ki-ma da-mi zu-mur-su-nu uS-ma-al-li] 13. [uäumgalli na-ad-ru-u-ti pul-ha-a-ti u-§al-bi§-ma] 14. [mf-lam-m]f u§-t(M)aä-§a-a [f-]li-i§ u[m-da§(s)-.s(Ä)arfft f) '] 15. [a-mf]r-§u-nu §(s)i(a)r-ba-ba lig-ha[r-mi-im] 16. [zu-]mur-§u-nu li§-d(t,t)ah-hi-d(t)am-ma la i-ni-'-u i[rat-su-un] 17. [u§-]ziz ba-aS-mu mu§-ruä§i u (ilu) [La-ha-mi] 18. [ut-ga]lli ur-idimnri4 gir-tab-galu[(galu(-lu))] 19. [ümt(-ml)] d(t)a-ap(b)-ru-tf ha-galu(-galu(-lu)) u ku[-sa-rik-ku] 20. [na-.v]i kak-ku la pa-du-u la a-di-ru [ta-ha-za] 21. [gab-Sa] tt-rf-tu Sa la mah-ra §i-[na-ma] 22. ap(b)-p(b)u-na-ma5 i§-tfn ß-rlt kim(a) §u-a-ti u[§-tab-§i] 23. i-na iläni bu-uk-rf-§a §u-ut i§-ku-nu[-§i pu-ufe-ru] 24. u-Sa-aS-fci (ilu) Kin-gu ina bi-ri-§u-nu §a-a-§u [uS-rab-bi] 25. a-li-kut raah-ri pa-an um-ma-ni mu-'-ir-ru-fo pu-u[&-ri6] 26. na-a§ (i§u) kakki ti-i§(z, s)-b(p)u-tu di-ku-u a-«a[-an-tij 27. §u-ut ta-am-ha-ru ra-ab-§ik-ka-tu-tu 28. ip-fcid-ma [fca-]tui§-§u u-§f-§i-ba-a§-§u ina [kar-ri] 29. a(d)-di7 ta-a-ka ina puhur iläni u-§ar-bi-ka 30. ma-li-kut iläni gim-ra[-at]-su-nu fca-fofc[-ka u§-mal-li] 31. lu-§u-ur-ba-ta-(m)a ha-M-ri f-du-u at-ta 32. li-ir-tab-bu-u zik-ru-ka Üi *oä8 [. .-uk(W-kfo)i*] 33. id-din(§um)-ma tup-Smäti i-ra-at-Su10 u-§at-mi-i&u 34. ka-at Vib[It-]ka la in-nin-na[-a li-kun §i-it pi-i-ka] i Vielleicht, aber wegen der Variante ha-bür in Tafel III, 81 kaum, Ideogramm oder sumer. Wort mit unbekanntem assyr. Aequivalent. Zur ganz fraglichen Lesung rukku s. die Anm. zu Z. 32. — a Für eine Le- sung mtfi 8. die „Beweisführung" bei Delitzsch (Handwörterbuch, p. 403 f.) trotz Tafel IV, 30: kakku la mo-aft-ra, wofür allerdings Delitzsch auf p. 81 des Weltschöpfungsepos mifyra (so) liest! Indes — dort könnte mafyra Permansiv sein. — s Nach Delitzsch nicht ganz sicher. Ob sil zu lesen? Dies empfiehlt sich auch deshalb, weil wir hier statt eines Präsens ein Präteritum erwarten. — 4 Entspricht uh-bat -f Pluralzeichen. Wohl so, nicht kaM sigüti zu lesen, da hiermit ur-bat ohne folg. Plural- zeichen wechselt und die Annahme bedeutenderer Varianten, wie es sigüti für sigü eine wäre, wenn möglich, zu vermeiden ist — 5 Auf 82, 7 — 14, Inuma flii, Tafel I. 7 [Die Mutter des Nordens, die Alles bildet(e),] [fugte dazu unwiderstehliche Waffen, gebar Biesenschlangen.] [Spitz sind sie an Zähnen, schonungslos . . .]. [Hit Gift wie mit Blut füllte sie ihren Leib.] [Wüthende Drachen bekleidete sie mit Grausen,] bdud sie [mit schrecklichem Gleiß]en, . [. . sie] wie . [.]. :,Ihr [(An)bljick soll den (die, das) . . . vernichten!] Ihr[Le]ib soll . ., [ihre] B[rust] soll man nicht zurückstoßen !a] [Sie stjellte hin Molche, wüthende Schlangen und [Lahämu's,] [Ri]esen[-ümu's], tolle Hunde und Skorpionmenschen, treibende [ümu's], Fischmenschen und W[idder,] die schonungslose Waffen [truge]n, [die Schlacht] nicht fürchteten. [Gewaltig] „von Befehlen", de[nen] nicht zu begegnen, insgesammt elf mfachte] sie jene Brut Unter den Göttern, ihren Erstgebornen, die er [ihr] ge[schaart], erhöhte sie Kingu, [machte ihn groß] unter ihnen. Yoranzugehn vor dem Heere, den Befehl über die Sch[aar;] das Erheben der Waffe(n) zu beginnen , den Ea[mpf] zu erregen, des Streites Ober . . . schaft legte sie in seine [Han]d und setzte ihn auf ein(e)(n) . . . : „Deine Formel hab' ich gesprochen, dich groß gemacht in der Schaar der Götter, [dich bele]hnt mit der Herrschaft über die Götter, sie all[e]. (Nun) sollst du der Größte sein, du mein . . . Buhle, groß mache man deinen Namen auf dem ganzen [. .]!" Dann gab sie (ihm) die Schicksalstafeln, that sie an seine Brust. :„Du, dein Befe[hl] werde nicht gewandelt, [feststehe, was aus deinem Munde ausgeht] \u 402 -ta. — 6 S. Delitzsch, I.e., p. 30 zu p. 28 Z. 4. — 7 Nach Pin- ches and Delitzsch fehlt di in 82, 7—14, 402. — 8 Zeichen kak, auch = kalü. — 9 Eine Ergänzung zu ru-uk-ki wird durch Oftop(a>)xa nahegelegt, falls dies = Opo -f genta = u{m)mu-rüka. Möglich, daß ein Wort rukku Aehnliches oder dasselbe wie bu(a)b(p)ur bezeichnete und somit Ummu-fyu(a)b(p)ur Aehnliches oder dasselbe wie Opop(a>)xa. Die bei- den Wort er lassen sich natürlich nicht zusammenbringen. Oder lies mit K 2100, IV, 8 (üu) I-nu-uk-ki = (ilu) Anunndki? — 10 So statt su auf 82, 7 — 14, 402. — li Delitzsch hat an der entsprechenden Stelle von Tafel II u[ m]e-ib, S. A. Smith si(?)-#. §i könnte einem Theil von sat und Mi entsprechen. 8 Schöpfungsmythen. 35. in-na-nu (ilu) Ki(-i)n-gu §u-u§-feu-u Zi-fcu-u [(ilu) a-nu-ti] 36. ina iläni [ma-rJi-i-Su1 si-ma[-tu i§-ti-mu] 37. ip-sa pi-i-ku-nu (ilu) girru* [li-ni-ih-fea] 38. na'du34 kit(d)-mu-ru-ma ma-ag-§a-ru li§-[rab-bi-ib5] Stocke von Tafel II. Tafel IIa.6 1. [gab-i§a tf-ri-tu sa la ma-har iä-na-ma] 2. [ap(b)-p(b)u-un-na-ma f§-tfn ß-rft kima Su-a-ti u§-tab]-§i 3. [i-na iläni bu-uk-rf-§a §u-ut ii§-ku-nu-§i pu-u]h-ra 4. [u-Sa-aS-lti (ilu) Kin-gu ina bi-ri-§u-un sa-a-Su u§]-rab-bi 5. [a-li-kut mah-ri pa-an um-ma-ni mu-'-ir-ru]-tu puhri 6. [na-aS (i§u) kakki ti-i$(z, s)-b(p)u-ti di-ku-u] a-na-an-ti 7. ßu-ut tam-ha-ri ra-ab-!§ik-k]a-tu-u-ti 8. [ip-fcid-ma ka-tu§-Su u-§f-§i-ba-a§-§u] ina kar-ri 9. [ad-di ta-a-ka ina puhur iläni u]-sar-bi-ka 10. [ma-li-ku-ut iläni gi-mir-§u-nu fca-tuk-ka] u§-mal-li 11. [lu-u-Sur-ba-ta-ma ha-'-ri f-du-u at-]ta 12. [li-ir-tab-bu-u zik-ru-ka ili Uli1 . .]-uk(ty-k(fc)i8 13. [id-din-sum-ma tup-gimäti i-ra-at-su] u[-§a]t-mf-fh 14. [ka-ta fcibit-ka la in-nin-na-a] li-kun ?i-it pi-i-ka 15. [in-na-an-na (ilu) Kin-gu &u-u§-l£u]-u lf-fcu-u (ilu) a-nu-ti 16. [an iläni märi-sa] §i-ma-ta i§-ti-mu 17. [fp-£u pi-ku-nu] (ilu) girru9 li-ni-ih-ha 18. [na'du ina kit-mu-ri] ma-ag-Sa-ra li§-rab-bi-ib 19. [i$-mi-ma (ilu) An-.sar Sa Ti-a-wa-]tu rabi§ dal-hat l An den Parallelstellen -Sa. -$u gewiß für -sa. — 2 Im Text (ilu) GiS-bar, Var. (ilu) Bil-gl Zu girru = Feuer s. IV R 9,49— 51a, wo mu-bar (= aelterem gii-bar) = girru. Zuerst von Delitzsch in seinem Handwörterbuch verwerthet. Delitzsch' s Lesung Gibil an unserer Stelle ist ein Residuum aus seiner ersten sumerischen Periode. Der Feuergott heißt Bilgi. — 8 Geschr. im-tlk. Durch Nr. 8493 (nach K 5268) bei BrCnnow, IAst (im-ttk = gasru) wird wegen d. folg. magsaru die Le- sung ga$ru nahegelegt. Allein nach dem Auszug bei Bezold, Catalogut unter K 5268 entspricht hier assyr. gas-ru hin-ga. — 4 Wie hier in Tafel I nach 82, 7—14, 402 folgt auch in Tafel III Z. 52 nach 88, 4—19, 13 Jdt(d)mur- direkt auf na'du. Nach K 3938 steht hier ina dazwischen. — Inuma flu, Tafel I— II. 9 Als nun Kingu erhöht war und [Anu's Würdo] empfangen hatte, bestimmten sie die Schicksale] (unter) den Göttern, ihren [Eind]ern: „Wenn euer Mund sich (auQthut, [soll] er das Feuer [beruhigen], soll furchtbar im Kampf die Macht [bezwingen] \u Stocke von Tafel II. Tafel IIa. Gewaltig „von Befehlen", denen nicht zu begegnen,] insgesammt elf ma]ch[te sie jene Brut] Unter den Göttern, ihren Erstgebornen, die er ihr geschaa]rt, erhöhte sie Kingu, machte ihn] gross [unter ihnen]. Voranzugehn vor dem Heere, den 6efeh]l über die Schaar, das Erheben der Waffe(n) zu beginnen], den Kampf [zu erregen], {des Streites Ober .] . schaft legte sie in seine Hand und setzte ihn] auf ein(e(n)) . . . :„ Deine Formel hab' ich gesprochen], dich gross gemacht [in der Schaar der Götter], dich] belehnt [mit der Herrschaft über die Götter, sie alle]. (Nun) sollst du der Größte sein, d]u [mein . . . Buhle,] groß mache man deinen Namen auf dem ganzen .] . . ! Dann gab sie ihm die Schicksalstafeln], that sie [an seine Brust.] Du, dein Befehl werde nicht gewandelt], feststehe, was aus deinem Munde ausgeht !a Als nun Kingu erhöht wa]r und Anu's Würde empfangen hatte, bestimmten sie die Schicksale [den Göttern, ihren Kindern]: „Wenn euer Mund sich (auf)thut], soll er das Feuer beruhigen, soll [furchtbar im Kampf] die Macht bezwingen a ! [Da An§ar hörte, daß Tiäma]t in gewaltigem Aufruhr, 5 Schluß (kr Tafel. — 6 Nach K 4832 Obv., ergänzt nach Tafel I u. III, veröff. mit Keilschrifttypen von S. A. Smith in s. Miscellaneous Texts, p. 8 il in Transscription von Delitzsch, I.e. p. 28. Nach p. 71 bei Delitzsch L c. „dürfte" vor unserer ersten Zeile „nicht sehr viel fehlen". Delitzsch bezeichnet sie als Z. 9. Darnach könnte davor nicht der ganze Passus Z. 1 — 20 von Tafel Ic (vgl. Tafel III) gestanden haben, was einigermassen befremdet. Die Annahme, dass K 4832 Obv. den Schluß der ersten Tafel nach einer anderen Vertheihmg enthält, scheint ganz unstatthaft. Zur Uebersetzung s. Zimmern, 1. c, p. 404 f. — 7-8 S. Anmm. z. Taf. Ic, Z. 32. — 9 S. Anm. zu Taf. Ic, Z. 37. ' 1 0 Schöpf ungftmythen. 20. [stm-$u im-hof-nta1 §a]-pat-su it-tag-ka 21. [ ] la na-t(b)i ka-ras-su 22. [a*na (ilu) A-nim ma-r]i-Su §a-gi-ma-§u uS-tah-ha-ah 23. [al-ka-ma ma-ri di-ku-]u tu-ku-un-tu 24. [ ]-b(p)u-§u i-t(d)a§-§i* at-ta 25. [at-ta-ma rnarri] Apsfl ta-na-ra 26. [u a-na-ku Ti-a-maytim* a-li raa-har-§a Tafel IIb.4 Obvers. 1- [An-sar and] ma-ri-§u [{ilu) A-nim i]-zak-kar 2. [(/7m) A-num] an-nu-u ia-äu-[#]a fcar-ra-di 3. [§a ru-ba-a *'-flw5]-ka-a-§u la ma-har tf-bu-gu 4. [a-lik-]ma mut-ti§ Ti-amat i-ziz-za at-ta Revers. 5. f. . .]? kab-ta-tas libbu(-bu)-us li(u)p(b)-p(b)u-u§ 6. [sum-ma . . . tna] la §i-ma-ta a-mat-ka 7. [ ]?-ni at-m[-§im-ma Si-i lip-pa-a§-ha 8. [i«-mW-]ma8 zik-ri abi§u An-§ar 9. [. . har-r]a-an-£a-ma u-ru-ah-Sa uS-tar-di 10. [ijp-rib~ma] (ilu) A-num mf-ku-uS Ti-a-ma-ti i-äl-'-am-ma 11. [ul i-K-'-o ma-har-sa7] i-tu-ra ar-kig 12. [ abiJ-Su An-Sar 13. [ i]-zak-kar-§u Tafel IIa* 1. [iä-mf-raa] (ilu) [Marduk] a-mat a-bi-§u 2. [f*-]li-i§ libba(-ba)-§u-ma »-na a-bi-§u i-zak-kar 3. [bf]-lum iläni si-mat iläni rabüti 4. Sum-ma-ma aoa-ka niu-tfr gi-mil-li-ka-an 5. a-kam-mf Ti-amat-ma u-bal-lat ka-a-Su-un 6. §uk-na-ma pu-uh-ra Su-tf-ra i-ba-a §im-ti i So im Anschluß an Delitzsch. — a Möglich auch lim. — a Nach Delitzsch dafür ba]l am Wahrsch. — 4 Nach 79,7—8, 178, veröff. von Delitzsch in Transscription , 1. c. , p. 30. Der Zeile 1 gehen auf dem Original 3 Zeilenreste vorher. Zur Transscription und Uebersetzung s. Delitzsch, 1. c, p. 72 f., p. 98 und p. 132 ff. — - 5 Erg. nach Delitzsch, 1. c. p. 72 u. 98. — e So nach p. 30 bei Delitzsch, der nach p. 73 und Inuma ÜiS, Tafel II. 11 [schlug er seine Scham und] biß seine [Li]ppe, [ ] nicht . . sein Bauch, . . te [zu Anu], seinem [Sohne,] sein lautes Kufen. [:* Auf, mein Sohn], den Kampf [zu errege] n, [....] seinen [. •] . erhebe du! [Du, mein Sohn], wirst Apsü (den Ocean) töten [und ich] iann der [Tiäma]t entgegentreten. Tafel IIb. ObV€T8. [Ansar sjpricht [zu] seinem Sohne [Anu:] [„Anu], du hier, (mein) mächt[ig]er Gewaltiger, [d]essen [Kräf]te [groß] sind, dessen Ansturm unwiderstehlich, [geh du hin] und tritt vor Tiämat hin, Bevers. [daß] ihre Leber [. . .], ihr Herz „aufathme". [Wenn sie trotzig ist und] deine Bede nicht hört, sprich zu ihr [...]?., daß sie (dann) sich beruhige*. Nachdem er den Befehl seines Vaters Anäar [gehört], [suchte er] ihren [We]g [au/], verfolgte ihren Pfad. [Es näherte sich] Anu und sieht forschend in's . . der Tiamat, [da kann er ihr nicht begegnen], kehrte zurück. [ ] 8ein(em) [Vater] AnSar, [ ] spricht zu ihm : Tafel IIa [Da Marduk] die Rede seines Vaters [hörte], [frojhlockte sein Herz und er spricht zu seinem Vater: „[He]rr der Götter, Schicksal der großen Götter! Wenn (wirklich) ich als euer Rächer Tiämat bewältige(n soll) und euch errettein), so schaart euch zusammen und macht hervorragend . . . mein (des) Schicksals) : p. 98 anfallender Weise vor zihri [Arnim] liest. — 7 Erg. nach Tafel III, 53. — s Nach K 4832 Rev. und K 292. Ersterer Text veröff. von S. A. Smith , Mise. Text* , p. 9 und in Transscription von Delitzsch , 1. c, p. 29, letzterer ib. p. 31 in Transscription. Zur Transscription undUeber- setzung s. Zimmern, I.e., p. 406 und Delitzsch, I.e., p. 74, 100 und 134 ff. — 9 Delitzsch ähnlich: [itf?]li$. 12 Schöpfungsmythen. 7. ina Up-§u-(uk)kfn-na-ki mit-ha-riS ha-diS tiS-ba-ma 8. fp-Su pi-ia ki-ma ka-tu-nu-ma §i-ma-ta lu-§i-im 9. la ut-tak-kar mim-mu-u a-ban-nu-u [a-na-ku]1 10. a-a i-tur a-a i-in-nin-na-a sf-fcar Sfap-ti-ia]1 Tafel III.3 1. [8An-§ar pa-a-gu8] i-pu-§am-ma 2. [a-na (ilu) Ga-ga §(8)uk(k)alli]-§u a-ma-tu i-zak-kar 3. [(ilu) Ga-ga §(s)uk-kal-]lum mu-tib ka-bit-ti-ia 4. [a-na (ilu) Lah-mu u (ilu) La-h]a-mu ka-a-ta lu-u§-pur-ka 5. [ti-rit libbi(bi)-ia€] ti-iz(s, §)-bu-ru tt-lf-' 6. [ ] §u-bi-ka ana mah-ri-ka 7. [li-il~li-ku-u-ni il]äni na-gap(b)-§u-un 8. [li-§a-nu liä-ku-nu5] ina ki-rf-1-ti li§-bu 9. [aS-na-an li-ku-luff] lip(b)-ti-lj:u ku-ru-na 10. [li-ti-tt-U1 ,]-Su-§u-nu li-Si-mu Sim-ta 11. [a-lik (ilu) Ga]-ga kud-mf-Su-nu i-ziz-ma 12. [ti-ir-tu ia u-sa-az(s) ?)-&tt4-]ru-ka §u-un-na-a ana Sa-a-§u-un 13. [An-£ar ma-ru-ku®]-nu u-ma-'-i-ra-an-ni 14. [tl-rit libbi( bi)-§u u8]-§a-az(s, §)-bi-ra-an-ni ia-a-ti 15. [um-ma Ti-a-mat a-l8]it-ta-ni i-zir-ra-an-na-§i 16. [pu-uh-ru Sit-ku-n^a-at-ma ag-gi§ lab-bat 17. is-hu-ru-Sim-ma iläni gi-mir-Su-un 18. a-di sa at-tu-nu tab-na-a i-da-£a al-ka 19. im-ma az(s, §)-ru-nim-ma i-du-uS Ti-amat tf-bu-u-ni 20. iz-zu kap-du la sa-ki-pu mu-§a.u im-ma 21. na-§u-u tam-ha-ri na-zfe)ar-b(p)u-b(p)u lab-bu 22. unkfnna(-na) §it-ku-nu-ma i-baa-nu-u $u-la-a-[ti] 23. um-rau Hu-b(p)ur9 pa-tl-fcat ka-la-[ma] 24. u§-rad-di ka-ak-ki la mah-ri it-ta-lad mus-mah[-hf] 25. zafe-tu-ma §in-ni la pa-du-u at-ta-['-i] l Erg. nach Tafel III, 63 f. — 2 Nach K 3473 + 79, 7—8, 296 + Rm. 615, veröff. von S. A. Smith in s. Miscell. Texts auf p. 1 ff . und in Transscription von Delitzsch, I.e., p. 32 ff., und 88, 4—19, 13 (nebst K 8575) veröff. in Transscription von demselben, ibidem, p. 36 ff. Der Ob- vers von 88, 4—19, 13 (Z. 47—77 der III. Tafel) hat mir in einer Kopie TtEZOLD's vorgelegen. Ergänzungen meist nach Tafel I u. II. Zu den Inuma flia, Tafel H— HI. 13 Wenn ihr in UpSukkfnaku freudig zusammensitzt, mög', wenn mein Mund sich (auf)thut, ich an eurer Statt die Schicksale bestimmen! Mög' nicht geändert werden, was immer ich schaffe, mög' nicht zurückgehn, nicht gewandelt werden ein Befehl mei- ner Ii[ppe(n)]!tf Tafel III [An§ar] that (auf) [seinen Mund], spricht [zu Gaga], seinem [Boten], die Rede: 9[Gaga, Bot]e, der meiner Leber wohlthut, [zu Lahmu und Lahjämu will ich dich senden. [Den Befehl meines Herzens] kannst du vernehmen. [ .] bringe dir vor dich. [Es sollen kommen die Oött]er, sie alle, „die Zunge machen", beim Gastmahl sich setzen, [Waizen(brod) essen], Wein bereiten, [es steige] ihr [.] . und sie mögen ein Schicksal bestimmen ! [Auf (denn), Ga]ga, tritt vor sie hin, [den Befehl, den ich] dir [kundth]ue, verkünde ihnen: [.AnSar, eu]er [Sohn], hat mich gesandt, [den Befehl seines Herzens] mir kundgethan. [Nämlich: „Tiämat], unsre [Mu]tter, hat uns verflucht, [schaar]t [zusammen] und wüthet ingrimmig. Nachdem sich ihr zugewandt die Götter, sie alle, gehn sogar die, die ihr geschaffen, an ihre Seite, verfluchen den Tag und erheben sich Tiämat zur Seite, wüthen, planen, Tags und Nachts nicht ruhend, nehmen auf den Kampf, rasen und wüthen, rotten sich zusammen und bereiten Feindseligkeiten]. Die Mutter des Nordens, die Alle[s] bildet(e), fugte dazu unwiderstehliche Waffen, gebar Riesenschlangen], Spitz sind sie an Zähnen, schonungslos ..[.], früheren Erklärungen 8. Bezold, Catalogue unter K 3473, zur Transscrip- tion nnd Uebersetzung Zimmern , 1. c. , p. 407 ff. und Delitzsch , 1. c, p. 74 ff., p. 100 ff. und p. 136 ff. — 3 Erg. nach dem Folgeweiser von K 292 (SchluB von Tafel II) : Än-iar pa-a-st* i-pu[ — 4 S. Z. 14. — 5 Erg. nach Z. 133. — 6 Erg. nach Z. 134. — 7 Erg. nach Z. 137. — 8 S. Z. 71 ff. — 9 S. d. Anm. zu Tafel Ic, Z. 9. 14 Schöpfungsmythen. 26. im-ta ki-ma da-mi zu-mur-Su-nu u§-ma-al[-li] 27. uäumgalli na-ad-ru-u-ti pul-ha-a-ti u-5al-biS[-ma] 28. mi-lam-mi uS-t(d, t)a§-§a-a Hi§ um-da§(s) ['Hs)ad(t, f)1] 29. a-mir-Su-nu §(s)i(a)r-ba-ba li§-har-[mi-im] 30. zu-mur-Su-nu lig-d(t, t)ah-hi-d(t)am-ma la i-ni-'-u i-rat-su-[un] 31. u§-ziz ba-a3-mu mu§-ru£-£u u (ilu) La-ha[-mi] 32. ut-gal-lam ur-idimmu2 a gir-tab-galu(-galu)[(-lu))] 33. umi(-mi) d(t)a-ap(b)-ru-ti ha-galu(galu(-lu)) u ku-8a-rik[-ku] 34. na-a§ (i§u) kakki la pa-di-i la a-di-ru ta-h[a-za] 35. gab-£a tf-ri-tu Sa la ma-har si-na-a[-ma] 36. ap(b)-p(b)u-un-na-n}a ß-tin ß-ri-tum kim(a) §u-a-tu u8-tab[-§i] 37. i-na iläni bu-uk-ri-äa §u-ut i[g]-kun-Si [pa-ub-ra] 38. u-Sa-aS-^i (ilu) Kin-gu ina bi-ri-[§u-un sa-a-äu* u]§-rab[-bi] 39. a-li-kut niah-ri pa-an um-ma-ni [mu-'-ir-ru-tu puhri] 40. [na-a§] (i§u) kakkf ti-is(z, s)-b(p)u-tu ti-[bu-u4 a-na-an-ti] 41. [§u-ut] tam-ha-ri ra-ab-§ik-[ka-tu-u-ti] 42. [ip-^id-]ma fca-tuS-Su u-§(-§i-[ba-a§-§u ina kar-ri] 43. [ad-di] ta-a-ka ina puhur il[äoi u-§ar-bi-ka] 44. [ma-l]i-ku-ut iläni gi-mir[-§u-un fea-tuk-ka u8-mal-li] 45. [lu-u-§]ur-ba-ta-ma fea-'-i[-ri 1-du-u at-ta] 46. li-ir-tab-bu-u zik-ru-ka £[li kaHb . . -uk(W-k(tyi]6 47. id-din-gum-ma tap-SimAti i-ra-[at-su u-Sat-mf-fh]7 48. ka-ta tibit-ka la in-nin-na-a [li-kun §i-it pi-i-ka] 49. in-na-nu (ilu) Ein-gu Su-uS-ku-u [11-feu-u (ilu) a-nu-ti] 50. an iläni märi-§a §i-ma-ta ig-t[i-mu] 51. fp-Su pi-ku-nu (ilu) girru8 li-ni-ih-[ha] 52. na'du ina9 kit-mu-ri raa-ag-sa-ri li§-rab-bi-i6 53. a§-pur-ma (ilu) A-nu-um ul i-ll-'-a nia-har-§a 54. (ilu) Nu-g(d)ira-mup i-dur-ma i-tu-ra ar-ki§ 55. (u)'10-ir (ilu) Marduk ab(p)~k(k)al-lu iläni ma-ru-ku-un 56. ma-ha-ri§ Ti-amat libba(-ba)-§u a-ra ub-la l S. d. Anm. zu Tafel Ic, Z. 14. — s S. d. Anm. zu Z. 18 ibidem. — 8 Nach S. A. Smith's und Delitzschs Edition ist zwischen -un und -us kein Platz für ia-a-iu, das Tafel I und 88, 4-19, 18 für Taf, 111,96 bieten. Aber nach Zimmern ist der Zwischenraum dafür groß genug. — fnuma flu, Tafel III. 15 mit Gift wie mit Blut fül[l]te sie ihren Leib. Wüthende Drachen bekleidete sie mit Grausen, belud sie mit schrecklichem Gleißen, . . [.] sie wie . . . :„Ihr (An)blick soll den (die, das) . . . vernichten] ! Ihr Leib soll . ., ih[re] Brust soll man nicht zurückstoßen \u Sie stellte hin Molche, wüthende Schlangen und Lahä[mu's], Riesen-ümu's, tolle Hunde und Skorpionmenschen, treibende ürnu's, Fischmenschen und Widde[r], die schonungslose Waffen trugen, die Sch[lacht] nicht fürchteten. Gewaltig „von Befehlen a, dene[n] nicht zu begegnen, insgesammt elf ma[ch]te sie jene Brut. Unter den Göttern, ihren Erstgebornen, die er ihr gefschaart], erhöhte sie Kingu, [mjachte ihn gros[s] unter [ihnen]. Voranzugehn vor dem Heere, [den Befehl über die Schaar], [das Erheben] der Waffen zu beginnen, sich zu [erheben im Kampf], [des] Streites Ober . [. schaft] [legte sie] in seine Hand und setzte ihn auf ein(e(n)) . .]. :„Deine Formel [hab' ich gesprochen], [dich groß gemacht] in der Schaar der Gött[er], [dich belehnt] mit [der He]rrschaft über die Götter, [sie] alle. [(Nun) sollst du der] Größte sein, [du, mein] . . . Buh[le], groß mache man deinen Namen a[uf dem ganzen . .!u] Dann gab sie ihm die Schicksalstafeln, [that sie an seine] B rufst]. :„Du, dein Befehl werde nicht gewandelt, [feststehe, was aus deinem Munde ausgeht!"] Als nun Kingu erhöht war und [Anu's Würde empfangen hatte], bestimmten sie] die Schicksale den Göttern, ihren Kindern: „Wenn euer Mund sich (auf)thut, soll er das Feuer beruhig[en], soll furchtbar im Kampf die Macht bezwingen a. Ich entsandte Anu; der vermag nicht, ihr zu begegnen. Nug(d)immud fürchtete sich und kehrte zurück. Da befahl ich (er) Marduk zu gehn, dem Allweisen unter den Göttern, eurem Sohn. Det Tiämat zu begegnen, trieb sein Herz zu gehen. 4 S. Z. 98. — 6 u. 6 S. die Anmm. zu Tafel Ic, Z. 32. - 7 S. d. Anm. zu Z. 33 ibid. — 8 S. d. Anm. zu Z. 87 ibid. — 9 S. )al-[lu iläni ma-ru-ku-un] 114. ma-ha-ris Ti-amat [libba-(ba)-su a-ra ub-la] 115. lp-gu pi-i-Su [i-ta-ma-a a-na ia-a-ti] 116. £um-nia-ma a-na-ku m[u-tfr gi-mil-li-ku-un] 117. a-kani-mf Ti-amat-raa [u-bal-lat ka-5u-un] 118. Suk-na-a-nia pu-uh-ru su[-tf-ra i-ba-a sim-ti] 119. i-na Up-Su-(uk)kfn-na-ki [mit-ha-ris ha-dis tiS-ba-ma] l S. d. Anm. zu Tafel Ic, Z. 18. — 2 Das Zeichen ha, dessen Name küa. — 3 S. d. Anm. zu Tafel Ic, 32. — 4 Delitzsch liest na. — 6 S. d. Inuma flis, Tafel III. 19 Sie stellte hin Molche, wüthende Schlangen und Lahämu's, Riesen-ümu's, tolle Hundo und Skorpionmenschen, treibende ürau's, Fischmenschen und Widder, die schonungslose Waffen trugen, die Schlacht nicht fürchteten. Gewaltig „von Befehlen0, denen nicht zu begegnen, insgesammt elf machte sie jene Brut. unter den Göttern, ihren Erstgebornen, die er ihr geschaart, erhöhte sie Kingu, machte ihn groß unter ihnen. Toranzugehen vor dem Heere, den Befehl über die Schaar, das Erheben der Waffen zu beginnen, sich zu erheben im Kampf , des Streites Ober . . . schaft legte sie in seine Hand und setzte ihn auf ein(e(n)) . . . :„Deine Formel hab1 ich gesprochen, dich groß gemacht in der Schaar der Götter, dich belehnt mit der Herrschaft über die Götter, sie alle. (Nun) sollst du der Größte sein, du mein . . . Buhle, groß mache man [deinen] Namen [auf dem ganzen . . !"] Dann gab sie ihm die Schicksalstafeln, [that sie an seine Brust] :„Du, dein Befehl werde nicht [gewandelt, feststehe, was aus deinem Munde ausgeht!"] Als nun Kingu erhö[ht war und Anu's Würde empfangen hatte], [bestimmten sie] die Schicksale] den Göttern, ihren Kindern: „Wenn euer Mund sich aufthut, [soll er] das Feu[er beruhigen], [soll] furchtbar im Kampf die Ma[cht bezwingen"] ! Ich entsandte Anu; der v[ermag] nicht, [ihr zu begegnen]. Nug(d)immud fürchtete sich und k[ ehrte zurück]. Da befahl ich(er) Marduk zu gehn, dem Allweis[en unter den Göttern, eurem Sohn:] Der Tiämat zu begegnen [trieb sein Herz zu gehen]. Indem sein Mund sich (auf)thut, [redet er zu mir]: „Wenn (wirklich) ich als [euer] Rjacher] Tiämat bewältige(n soll) und [euch errette(n)], so schaart euch zusammen und m[acht hervorragend . . . mein (des) Schicksal(s)] : Wenn ihr in UpüSukktnaku [freudig zusammensitzt,] Anm. zu Taf. Ic, 37. — ß S. d. Anmm. zu Z. 38 ibidem. — 7 S. d. Anm. zu Z. 55. 2 * 20 Schöpfungsmythen. 120. fp-Su pi-ia ki-ma kfa-tu-nu-ma Si-ma-tu lu-§im-ma] 121. la ut-tak-kar [mim-mu-u] a-ban-nu-u [a-na-ku] 122. a-a i-tur a-a in-nin-na-a sf-fcar ßap-ti-ia] 123. hu-um-ta-nim-ma Si-inat-ku-nu ar-hi§ [§i-ma-8u] 124. lil-lik lim-hu-ra na-kar-ku-nu [dan-nu] 125. ig-mu-ma (ilu) Lah-ha1 (ilu) La-ka-mu is-s[ti-w na-ra-ru]2 126. (ilu) I-gi-gi nap-har-Su-nu i-nu-fcu mar-s[i-i§] 127. mi-na-a nak-ra a-di ir-Su-u §i-? [. .] 128. la ni-i-di ni-i-ni Sa Ti-amat f-p[ls-sa] 129. ikfo g)-§a-§u-nim-ma il-lak[-ku-ni] 130. iläni rabüti ka-li-Su-nu mu-$im-[mu Si-ma-ti] 131. i-ru-bu-ma mu-ut-tiS An-Sar im-lu-u [. .-*«*] 132. in-ni§-ku a-hu(-)8u a-hi ina pukri [ie-si-is-m] 133. li-Sa-nu iS-ku-nu ina ki-rf-f-ti [ug-bu]4 134. ag-na-an i-ku-lu ip(b)-ti-ltu [ku-ru-na5] 135. §i-ri-sa mat-fcu u-sa-an-ni [*wr-ra6-]Su[-un] 136. §i-ik-ru ina Sa-tM ha-ba-§u zu-uni[-rf] 137. ma-'-diS f-gu-u [. . -Su^-äu-un i-tf-il-[li]7 138. a-na (ilu) Marduk mu-tfr gi-mil-li-su-nu i-Sim-mu §im[-tu] Tafel IV.8 1. id-du-Sum-ma pa-rak ru-bu-tum 2. raa-ha-ri-iS ab-bi-f-Su a-na ma-li-ku-tum ir-mf 3. at-ta-raa kab-ta-ta i-na iläni ra-bu-tum 4. Si-raat-ka la Sa-na-an ßi-kar-ka (ilu) A-nura 5. (ilu) Marduk kab-ta-ta i-na iläni ra-bu-tum 6. Si-mat-ka la Sa-na-an sf-kar-ka (ilu) A-num 7. iS-tu ümi(-mi)-im-ma la in-nin-na-a fci-bit-ka 8. Su-u§-fcu-u u §u-us-pu-lu Si-i lu-u ga-at-ka l So S. A. Smith u. Delitzsch. — * Erg. nach Nr. 240 der von Wincklkr u. Abel her. Tafeln von El-Amarna, Obv. 13 und Rev. 4: ilsi resp. iUü naräru. S. h. d. Adapamy thus. — 3 Lies aliü oftt? Das u von d^u in dieser Verbindung (vor folg. Vokal) lang ? — 4 Ergänzt nach Z. 8. — 5 Ergänzt nach Z. 9. — 6 So ergänzt im Anschluß an Delitzsch , 1. c, pp. 79 und 103. — 7 S. o. Z. 10. — 8 Nach 82—9—18, 3737, veröffent- licht von Budge in den Proceedings of the S. of Bibl. Arch X auf Tafel 17—22 hinter p. 86 und in Transscription von Delitzsch, 1. c. auf p. 39 ff., Inuma flis, Tafel III— IV. 21 mög1, wenn mein Mund sich (auf)thut, [ich] an e[urer] Statt [die Schicksale bestimmen]; mög' nicht geändert werden, [was immer] ich schaffe, mög' nicht zarückgehn, nicht gewandelt werden ein Befehl [mei- ner Lippe(n)]!" Eilt (drum) und [bestimmt ihm] schleunigst euer Schicksal, daß er hingehe, begegne eurem [gewaltigen] Feinde". Da (das) Lahmu und Lahämu hörten, rief[en sie: „Hilfe!",] schrieen die Igigi allesammt heft[ig]: „ Was hat sich geändert, bis daß sie . [. .] bekam(en) ? Wir verstehen nicht der Tiämat Th[un].* Sie . . . und geh[en hin], die grossen Götter, sie alle, die [die Schicksale] bestim[men], traten hinein vor Ansar, füllten [sein Getntteh], kässten sich einer den andern, [traten hin] in einer Schaar. Sie „machten Zunge", [setzten sich] beim Gastmahl, aßen Waizen(brot), bereiteten [Wein]. Der süße Most verkehrte ihr[en Sinn]; indem sie sich einen Rausch trinken, schwellet* (sie) die Lei[ber]* Sie wurden sehr müde, es stie[g] ihr [. .] (und) sie bestimmen Marduk, ihrem Bächer, das Schick[salJ. Tafel IV. Nachdem sie ihm eine fürstliche Kammer hingesetzt, ließ er sich seinen Vätern gegenüber zur Königsherrschaft nieder. :,Du bist (nun) der Geehrteste unter den großen Göttern, dein Schicksal ist ohne Gleichen, dein Gebot ist Anu. Marduk, du bist (nun) der Geehrteste unter den großen Göttern, dein Schicksal ist ohne Gleichen, dein Gebot ist Anu; von Stund9 an soll dein Geheiß nicht geändert werden, soll Erhöhn und Erniedrigen „deine Hand sein", K 3437 und Rm 641, veröffentlicht von G. Smith in d. Transactions of ihe 8. of Bibl. Ar eh. IV auf Tafel 6 und 6 hinter p. 364 und von Delitzsch in 8. Lesestücken* auf p. 97 ff. und „mit Benützung von 79, 7—8, 251 u. K 5420ca in Transscription 1. c, p. 41 ff, und Rm 2. III, 83, veröffentlicht in Transscription von demselben, 1. c, auf p. 45. Literaturangaben s. bei Bezold, CakUogue unter K 3437. Zur Transscription und Uebcrsetzung s. zuletzt meine Kosmologie, p. 278 ff. und p. 329 ff., Zimmern, 1. c, p. 410 ff. und Delitzsch, 1. c, pp. 80 ff., 139 ff. 22 Schöpfungsmythen. 9. lu-u ki-na-at si-it pi-i-ka la sa-ra-ar «i-fcar-ka 10. ma-ani-raa-an i-na iläni i-tuk-ka la it-ti-ifc 11. za-na-nu-tum ir-sat pa-rak iläni-raa 12. a-§ar sa-gi-su-nu lu-u ku-un as-ru-uk-ka 13. (ilu) Marduk at-ta-ma mu-tfr-ru gi-mil-li-ni 14. ni-id-din-ka sar-ru-tum kis-sat kal gim-ri-f-ti 15. ti-sam-ma i-na pu-hur lu-u sa-ga-ta a-mat-ka 16. kak-kf-ka a-a ib(p)-b(p)al-tu-u li-ra-i-su na-ki-ri-ka 17. bf-lum §a tak-lu-ka na-piS-ta-§u gi-mil-ma 18. u ilu sa liin-ni-f-ti i-hu-zu tu-bu-uk nap-sat-su 19. us-zi-zu-ma i-na bi-ri-Su-nu lu-ba-su is-tfn 20. a-na (ilu) Jlarduk bu-uk-ri-su-nu 3u-nu iz-zak-ru 21. §i-mat-ka bf-lum lu-u mah-ra-at iläni-raa ; 22. a-ba-tum u ba-nu-u ki-bi li-ik-tu-nu 23. fp-£a pi-i-ka li-'-a-bit lu-ba-Su 24. tu-ur ki-bi-sum-ma lu-ba-su li-iS-lim 25. ifc-bi-raa i-na pi-i-su (i)'-a-bit lu-ba-§u 26. i-tu-ur ik-bi-sum-ma lu-ba-su it-tab-ni 27. ki-ma si-it pi-i-su i-mu-ru iläni ab-bi-f-su 28. ih-du-u ik-ru-bu (ilu) Marduk-ma sar-ru 29. u-us-si-pu-su (isu) hafta (i?u) kussä u palä(-a) 30. id-di-nu-Su kak-ku la ma-ah^ra d(t)a-'-i-b(p)u za-a-a-ri 31. a-lik-ma Sa Ti-amat nap-sa-tu-us pu-ru-'-ma 32. sa-a-ru da-mi-sa a-na pu-uz-ra-tum li-bil-lu-ni 33. i-Si-mu-ma sa (ilu) Bil Si-ma-tu-us iläni ab-bi-f-§u 34. u-ru-uh su-ul-mu u tas-mf-i us-ta-as-bi-tu-us har-ra-nu 35. ib-£iro-ma (i§u) kaStu kak-ka-su u-ad-di 36. mul-mul-lum us-tar-ki-ba u-kin-su ma*-at(d, t)-nu 37. iS-Si-ma (isu) mitta3 im-na-Su u-sa-hi-iz 38. (i§u) kastu u (masku) i£-pa-tum i-du-us-su il-lu-ul 39. iül-kun bi-ir-fcu i-na pa-ni-Su 40. nab-lu mus-tah-mi-tu zu-mur-su ura-ta-al-la 41. i-pu-u§-ma sa-pa-ra sul-mu-u kir-bi-is Ti-amat l Bei Delitzsch auf p. 31» ma-ali-ra, p. 81 mijira! — 2 BrixiK und Delitzsch bieten ha. Aber d. Z.. siebt aus wie das für ma in Z. 118. Inuma flu, Tafel IV. 23 soll feststehn, was aus deinem Munde ausgeht, ohne Unbestän- digkeit dein Gebot (sein), soll Keiner unter den Göttern deine Grenze überschreiten! Versorgung (ist) das Begehr der K*mmer(n) der Götter, (drum) soll zur (die) Stätte ihrer(s) . . (an) deine(r) Stätte be- stimmt sein. Marduk, du, unser Rächer. dir geben wir die Königsherrschaft über das ganze All insgesammt. Sitzest du (drum) in der Versammlung, soll dein Wort hochstehn, sollen deine Waffen nicht . . ., sollen deine Feinde fällen. Oh Herr, wer dir vertraut, dessen Leben schone, doch auch ein Gott, der Böses ergriff, gieß' aus dessen Leben." Dann stellten sie zwischen sich ein Kleid, sprachen zu Marduk, ihrem Erstgebornen: „Dein Schicksal, o Herr, steh' vor (dem) der Götter! Vernichten und schaffen befiehl, so soll es werden ! Wenn dein Mund sich aufthut, soll das Kleid vergehen ! Befiehl ihm wieder, so soll das Kleid (wieder) ganz sein!" Da befahl er mit seinem Munde, da verging das Kleid. Er befahl ihm wieder, da ward das Kleid (wieder) geschaffen. Wie die Götter, seine Väter sahen, was aus seinem Munde ausging, freuten sie sich, huldigten: „Marduk ist König", gaben ihm dazu noch Scepter, Thron und palü-J?cww, schenkten ihm eine unwiderstehliche Waffe, die die Feinde . . . t :„Auf, schneide ab der Tiämat Leben und die Winde mögen ihr Blut in's Verborgne entführen!" Nachdem die Schicksale Bel's die Götter, seine Väter, bestimmt hatten , ließen sie ihn einen Heils- und Glückspfad als Weg einschlagen. Er machte einen Bogen zurecht, bestimmte ihn zu seiner Waffe, lud sich einen Speer auf und bestimmte ihn zur . . ., erhob die „Gotteswaffe" (?) und ließ seine Rechte sie packen, hängte Bogen und Köcher an seine Seite. Er machte vor sich einen Blitz, füllte mit loderndem Feuer seinen Leib. Er richtete ein Netz her, umMittlings-Tisimat umschließen zu lassen, — s Ideogramm (i?u) kakku-ilv = „Gotteswaffe" V 24 Schöpfungsmythen. 42. irbittim(-tira) säri us-tM§-bi-ta a-na la a-$f-f mi-im-mf-§a 43. Suta iltana Sadä amurra1 44. i-du-uS sa-pa-ra uS-tafc-ri-ba ki-i§-ti abi-§u (ilu) A-nim 45. ib-ni im-kul-la 2§ära lim-na2 ml-ha-a a-Sam-§u-tum 46. 3im-tab-taba(-ba) ini-imina im-sulia4 im-nu-di5-a8 47. u-Sf-§a-am-nia s^äri Sa ib-nu-u si-bit-ti-Su-un 48. kir-biS Ti-amat Su-ud-lu-hu ti-bu-u arki-su 49. i§-Si-ma bl-lum a-bu-ba (iau) kakka-Su rabä(-a) 50. (i§u) narkabta si-kin la mah-ri ga-lit-ta ir-kab 51. is-mid6-sim-ma ir-bit na-a§-ma-df i-du-u£-i§a i-lul 52. [stsi] la pa-du-u ra-hi-§u mu-up-par-Sa 53. [ ]-ti sin-na-§u-nu na-sa-a im-ta 54. [ka-ma-ra wfa7]-u sa-pa-na lam-du 55. [la ad-ru ^-Jr/J-z(s)a ra-aS-ba tu-fcu-un-tum 56. §u-mf-la [u im-na /a]-a i-pat-t[u . . f]n-di8 57. na-ab[-fa;>-fc'-.vft . .]-ti pul-ha-ti ha-lip-ma 58. mf-lam-mi-su sa(i)h[-puö aö]-pi-ir ra-Su-us-Su 59. us-tf-Sir ma[-J«Ä;-su u]r-ka-Su u-Sar-di-raa 60. a§-ri§ Ti-amat [sa a^-]gat pa-nu-us-§u i§-kun 61. ina §ap-ti [. .] u-kal-lu 62. §am-mi-im ta-m[ij-i ta-mf-lh rit-tu§-i§u 63. i-na ümi(-mi)-§u i[-dul]-lu-§u iläni i-dul-lu-Su 64. iläni abi-su i-d[u]l-lu-§u iläni i-dul-lu-gu 65. it-hi-ma bf-lum kab-lu-uS Ti-a-ma-ti i-bar-ri 66. §a (ilu) Kin-gu ha-'-ri-sa i-si-'-a ml-k(Wi-Su 67. i-na-at-tal-ma f-si ma-lak-Su l Zur Lesung s. Z. f. Assyr., X, 336 ff. — 2 Bedeutet dasselbe wie imfhulla. Nach Delitzsch , I. c, p. 64 , weil das Versmaß störend, nicht mitzulesen. Aber ganz feste Versregeln giebts in assyr. Poesie nicht und eine Glosse im Text wäre denn doch sehr befremdlich. — 8 Vielleicht assyrisch zu lesen ; etwa : sär arba'i sär silri sara isä (oder däliha) sära äl sanän (oder lä salma). Delitzsch will (1. c, p. 64) dem Rhytnius zu Inuma Üis, Tafel IV. 25 ließ es die vier Windseiten einnehmen, damit Nichts von ihr entkäme , nach Süden, nach Norden, nach Osten, nach Westen brachte er an ihre Seite das Netz hinan, das Geschenk seines Vaters Anu. Er schuf einen Orkan, einen bösen Wind, einen Sturm, ein Wetter, einen Vierwind, einen Siebenwind, einen Wirbelwind, einen nicht einzuholenden Wind, ließ die Winde hinausfahren, die er geschaffen, die sieben; um Mütlings-Ti&mak zu verwirren, erheben sie sich hinter ihm. Es erhob der Herr den Sturm, seine große Waffe, bestieg den Wagen, ein unwiderstehliches Werk, den fürch- terlichen. Davor spannte er das (ein) Viergespann, schirrte es daran, [Pferde], schonungslos, niederfegend, flüchtig. Ihre [. .]en Zähne tragen Schaum (Gift), [sie verstehe]n [niederzuwerfen], wissen niederzuschmettern, [fürchten nicht die Schla]cht, sind furchtbar im Kampf, . . en links [und rechts ni]cht [..].. . [Er . .] . [sein] Gewfand], bekleidet sich mit Grausen, [be]deckt sein Haupt mit seinem niederschmetternden] Gleißen. Er richtete [seinen] W[eg], verfolgte seine [Stjraße, auf den Ort der Tiämat, [die ergr]immt war, richtete er sein Antlitz. Mit der Lippe hält er [. .], ein Kraut des 8escb[wör]ens packt er mit seiner Hand. Da l[au]fen sie um ihn herum, laufen um ihn herum die Götter, ]a[u]fen um ihn herum die Götter, seine Väter, laufen um ihn herum die Götter. Es nahte sich der Herr, sieht prüfend ins Innere der Tiämat, blickt forschend nach dem . . Kingu's, ihres Buhlen. Wie er (ihn) ansieht, wird sein Denken verwirrt, Liebe im resp. mru nur an erster Stelle lesen, an den übrigen aber als Determinativ betrachtet wissen. Warum nicht auch an erster? — 4 So nach V A. Th. 244, Col. III, 3? Cf. II R 43, 26 de. — 5 Oder silima = Salmu (Delitzsch). — 6 So nach Delitzsch. — 7 So auch Delitzsch. — 8 So G. Smith. Delitzsch, I.e. m. — 9 So auch Delitzsch. Vgl. d. Prismainschrift Sanherib's V, 56 : äpira ra(ä)süa. 26 Schöpfungsmythen. 68. sa-pi-ih (f-ma-äu-ma si-ha-ti fp-sit-su 69. u iläfni] rf-su-§u a-li-ku i-di-Su 70. i-mu-ru [.]am-d(t)a a-§a-ri-du ni-til-Su-un i-gi 71. [i]*-d(t)i-? Ti-amat ul u-ta-ri ki-sad-sa 72. i-na Sap-t[i] Sa lul-la-a u-kal sar-ra-a-ti 73. [.]-?-ta-?-?-ru Sa bf-lura iläni ti-bu-ka 74. [a.sv-r]tt-u§-Su-un ip-hu-ru §u-nu aS-ruk-ka 75. [is-§i-]ma bf-lum a-bu-ba (isu) kakka-§a rabä(-a) 76. [ana Ti-]amat Sa ik-mi-lu ki-a-am i§-pur-§i 77. [at-ti .sa ra-]ba-a-ti Mi§ na-§a-a-ti[-ma] 78. [u-bi-lu ii66«](-ba)-ki-ma di-ki a-na-an[-ti] 79. [iläni ri-si-i-ki sa] abi-Su-nu i-d(t)a-a|V-*w-fHa] 80. [ ]-su-nu ta-zi*-ri rf-i-[. .] 81. [tu-sä-a£-ki (ilu) Kin-g]u a-na ha-'-ru-tJi-ma]. 82. [ ]-£u a-na pa-ra-a§ (ilu) anu(-nu)-ti 83. [ lim-]ni-i-ti ti-§f-'-f-ina 84. [a-na ilän]i abf-f-a li-raut-ta-ki tuk-tin-ni 85. [lu-s]a-an-da-at am-mat-ki lu rit-ka-su §u-nu (isu) kakki-ki 86. fn-di-im-ma a-na-ku u ka-a-si i ni-pu-u§ §a-aS-ma 87. Ti-amat an-ni-ta i-na §f-mi-Sa 88. mah-hu-tiS i-tf-mi u-Sa-an-ni ti-in-sa 89. is-si-nia Ti-amat Sit-mu-ri§ 1-li-ta 90. sur-siS raa-al-ma-liS itt-ru-ra iS-da-a-[§a] 91. i-man-ni Sip-ta it-ta-nam-di ta-a-[Sa] 92. u iläni sa tahazi u-Sa-Mu §u-nu (isu) kakkt-§u-[un] 93. in-nin-du-ma Ti-amat ab(p)k(k)allu iläni (ilu) Marduk 94. sa-aS-mß it(d)-lu-b(p)u8 fcit-ru-bu ta-hia-zi-iS 95. u§-pa-ri-ir-ma bf-lum sa-pa-ra-äu u-Sal-rai-si 96. im-hulMu §a-bit ar-ka-ti pa-nu-us-su5 um-daS-Sir 97. ip-tl-ma pi-i-Sa Ti-amat a-na la-'-a-ti-su6 98. im-hul-la uS-tf-ri-ba a-na la ka-tam Sap-ti-sa 99. iz-zu-ti Sari kar-sa-Sa i-sa-nu-ma 100. in-ni-KUT libba(-ba)-sa-ma pa-a-£a us-p(b)al-ki l Die Erg. paßt nicht ganz zu den von Delitzsch gesehenen Spuren. Diese würden auf eine Erg. zu Kr, ur, il oder iS führen, die aber un- wahrscheinlich wäre. D(t)(~i$u mit s nach Metssxkr-Romt, Bauinschriften Inuma flis, Tafel IV. 27 wird sein Verstand gesprengt, löst sich sein Thun. Und auch die Gött[er], seine Helfer, die ihm zur Seite gingen, (da) sie das [.] . . des Führers sahen, ward ihr Blick verwirrt. Aber Tiäraat . . ., wendet ihren Nacken nicht, „hält* auf voller Lipp[e] Treulosigkeiten. :„Es [.]? . ? ? en die Götter dein, des Herren, Aufetehn. Sie haben sich von ihrem [Platze her] versammelt, sie (sind) an deinem Platze." [Da erhob] der Herr den Sturm, seine große Waffe, und [der Tijämat, die erzürnt war, also entbot er ihr: „[Du, die du gro]ss geworden, hoch emporgehoben bist, deren [Herz getrieben hat], den Kamp[f] zu erregen — [die Götter deine Helfer, die] ihren Tätern trotfzen], ihre [ du], verfluchtest (haß(t)est?) ..[..], [hast Kingju zur Stellung eines Buhlen [erhöht], [hast] ihn dem Gebot der Göttlichkeit [ ], [. . est . . .], trachtest nach [Bö]sem, bestimmtest [den Götter]n, meinen Vätern, deine Bosheit, — [mög'] dein Heer n[a]ngeschirrt werden44, deine Waffen „ange- bunden" ! Steh, ich und du, wir wollen kämpfen"! Als Tiämat Solches hörte, ward sie wie wahnsinnig, verlor den Verstand. Es schrie Tiämat auf, . . t heftig, „bis auf die Wurzel" erzitterten gleichmässig ihre Beine. Sie sagt einen Zauberspruch her und wirft [ihre] Formel hin, und auch die Götter der Schlacht, sie feien ihre Waffen. Als (dann) hintraten Tiämat und der Allweise der Götter, Marduk, zum Kampfe vordrangen, zur Schlacht sich nähern, als der Herr ausgestreckt hatte und sie mit seinem Netze um- schlossen , ließ er den Orkan, der sich hinten befand, vor sich los. Als Tiämat ihren Mund öffnete, soweit sie's konnte, ließ er den Orkan hineinfahren, daß (sie) ihre Lippe nicht schlösse. Wie er mit grimmigen Winden ihren Bauch belastete, ihr Inneres (Herz) . . ward, sie ihren Mund weit aufsperrte, Sanheribs, p. 105, Anm. 12. — 2 Var. zir. — 3 Dklitzsch; it-tib-bu von tibü (S. 146). — 4 Im Original si -f- lu, sicher Fehler für hvl. Das Duplikat bietet hitl. — 5 Var. -sa = sie. 28 Schöpfungsmythen. 101. is(z)-s(z)uk(W mul-mul-la i&-ti-pi ka-ras-sa 102. kir-bi-ga u-bat-ti-fca u-gal-lit libba(-ba) 103. ik-mi-gi-ma nap-ga-tag u-bal-li 104. ga-lam-ga id-da-a fli-ga i-za-za 105. ul-tu Ti-amat a-lik pa-ni i-na-ru 106. ki-is-ri-ga up-tar-ri-ra pu-hur-ga is-sap-ha 107. u iläni rl-su-u-ga a-li-ku i-dl-sa 108. it-tar-ru ip-la-ku u-si(a)k-ki-ru ar(al)-kat-su-un 109. u-gf-§u-ma nap-ga-tug f-tf-ru 110. m-ta la-mu-u na-par-gu-dig la lf-M 111. [f]-sir-gu-nu-ti-ma (i$u) kakki-gu-nu u-gab-bir 112. sa-pa-rig na-du-ma ka-ma-rig ug-bu 113. ?-du tup(b)-fca-a-ti ma-lu-u du-ma-mu 114. gf-rit-su na-gu-u ka-Iu-u ki-g(s)uk-kig 115. u ig-tfn ig-rft nab-ni-ti gu-ut pul-ha-ti i-sa-nu 116. 1mil-la-a g(k)al-lM a-li-ku ka-[. .]-ni-ga 117. it-ta-di §ir-rl-l-ti i-df-gu-[nu . .] 118. ga-du tufc-nia-ti-gu-nu ga-pal-gu [.]-?-ms2 119. u (ilu) Kin-gu ga ir-ta(6)-bu-u [. .]ina [Mi]-gu-un 120. ik-mi-gu-ma it-ti (ilu) Dwga8(-ga) Ma-a[. i]m-hi-gu 121. i-kim-gu-ma tup-gimäti la si-[m]a-ti-gu 122. i-na k(fc)i-gib-bi ik-nu-ka(n)m-ma ir-[t]u-[u]g4 it-inu-uh 123. ig-tu liru-ni-(-f)gu ik-mu-u i-sa-du 124. a-a-bu niut-ta-'-du u-ga-pu-u gu-ri-gam 125. ir-nit-ti An-gar Mi na-ki-ru ka-li-ig ug-zi-zu 126. ni-is(§, z)-mat (ilu) Nu-g(d)im-niud ik-gu-du (ilu) Marduk fcar-du 127. Mi iläni ka-mu-tum si-bit-ta-gu u-dan-nin-ma 128. §i-ri-ig Ti-amat sa ik-inu-u i-tu-ra ar-ki-ig 129. ik-bu-us-ma bl-lum ga Ti^a-ma-tum i-gid5-sa 130. i-na mi-t(d)i-su la pa6-di-i u-nat-7-ti mu-uh-ha 131. u-par-ri-'-ma us-la-at da-mi-ga 132. sa-a-ru il-ta-nu a-na pu-uz-rat ug-ta-bil 133. i-mu-ru-ma ab-bu-gu ih-du-u i-rf-su 134. gi-di-f sul-ma-nu u-ga-bi-lu(-)su-nu a-na sa-a-gu l Var. Tf + senkr. Keil, nach Zimmern = ti-la[l = g(k)all[ü. — 2 So BrixiE und Delitzsch. Ich las mi S. Delitzscii nach m. Kosmologie [ik-bu Vj-uif. Aber bu scheint nicht vorherzugehen. Ich las sf -f- dem Winkel- haken. — 3 Zeichen für düru. S. Z. f. K, II, 422. — 4 Diese Lesung scheint Inmna flis, Tafel IV. 29 senkte er den Speer, zerschlag ihren Bauch, durchschnitt ihr Inneres, zerschnitt das Herz. Er bezwang sie und vernichtete ihr Leben , warf ihren Leichnam hin und stellt sich darauf. Nachdem er Tiämat, den Führer, getötet, ward ihre Streitmacht zersprengt, ihre Schaar zersplittert, zitterten auch die Götter, ihre Helfer, die ihr zur Seite gingen, fürchteten sich, wandten ihren Rücken (Weg). Da sie sich davonmachen, um das Leben zu erhalten, werden sie umschlossen, daß sie nicht fliehen können. [Er schjloß sie ein und zerbrach ihre Waffen, ins Netz werden sie geworfen, sitzen im Garne, füllen den (die, das) . . der (Welträume mit Geheul, tragen seinen Zorn, werden in einen Kerker eingeschlossen. Auch den elf Geschöpfen, die sie mit Grausen beladen, einer Rotte von Teufeln, die ihr .[. .] . gingen, legte er Stricke an, [. .] ihr[e] Kräfte (?Arme), und [•]?.. sie nebst ihrem Widerstand unter sich. Auch Kingu, der [. . üb]er ihnen groß geworden, bezwang er und [r]echnete ihn zu Dtiga ...[.], entriß ihm die Schicksalstafeln, die ihm nicht zuka[m]en, siegelte (sie) mit dem Siegel und nahm (sie) an seine Bru[s]t. Nachdem er seine(n) Feind(e) bezwungen und niedergemacht, den furchtbaren Gegner t, Ansar's Obmacht über den Feind gänzlich errichtet, und Nug(d)immud's Absicht erreicht hatte der gewaltige Marduk, da verstärkte er gegen die bezwungenen Götter seine Haft, kehrte zur Tiämat, die er bewältigt, zurück. Nachdem der Herr auf den „Grund" der Tiämat getreten, spaltete er das Schädeldach mit der schonungslosen „Gotteswaffe"(?). Er durchschnitt die Adern ihres Bluts, und ließ es den Nordwind ins Verborgne entführen. Da (das) seine Yäter sahen, freuten sie sich, jauchzten, ließen ihm Gaben und Geschenke bringen. nach meiner Collation sicher. — 5 So zu lesen, falls die Uebersetzung „Nachdem der Herr auf den Grund der Tiämat getreten" einen Sinn ein- schließen kann. Lesung i-mis-sa oder i-rid(t)-sa auch möglich. — 6 So kann statt bar der Edition gelesen werden. — 7 So nach Zimmern, I.e., p. 413. 30 Schöpfungsmythen. 135. i-nu-uh-ma bf-lum äa-lani-tu-uS i-bar-ri 136. (siru)ku-p(b)ul u-za-a8-zu i-ban-na-a nik-Ja-a-ti 137. ih-pi-si-ma ki-ma mwiu b(p)ar3-d(t)M a-na Sinä-§u 138. nri-is-lu-us-sa is-ku-nam-ma sa-ma-ma u-s(z)a-al-lil 139. iS-du-ud p(b)ar-ku rna-a§-sa-ru u-sa-a§-bit 140. mi-f-Sa la §u-sa-a su-nu-ti um-ta-'-ir 141. §ami(-f) i-bi-ir aS-ra-tum i-hi-tam-nia 142. uS-tam-hi-ir rni-ih-rat apsi4 Su-bat (ilu) Nu-g(d)itnmud 143. im-su-uh-nia bl-lum Sa apsi bi-nu-tu-u§-£u 144. IS-k(g)al-la tam-§i-la-Su u-ki-in I-Sara(-ra) 145. fs-k(g)al-la I-§ara(-ra) §a ib-nu-u Sa-ma-mu 146. (ilu) A-nuni (ilu) Bfl u ilu-bit-a ma-ha-zi-Su-un uS-ram-ma Anfang von Tafel V.5 1. u-ba-a§-§im man-za-za an iläni rabüti 2. kakkabi tam-§il-Su-n[u] (iramiru)ma-SiG u^-zi-iz 3. u-ad-di Satta fMi7-i§(s, z)-ra-ta u-ma8-as-sir 4. 12 arhi kakkabi 3 (ta[-a]-an) us-zi-iz 5. ii§-tu ümi(-mi) §a §atti u§-§[i- .] ana9 u-su-ra-ti 6. u-gar-Sid man-za-az (ilu) Ni-bi-ri ana ud-du-u rik-si-Su-un 7. a-na la i-pi& an-ni la i-gu-u tna-na-ma 8. man-za-az (ilu) Bil u ilu-bit-a u-i[i]w it-ti-Su 9. ip-tl-ma abullf ina si-lf ki-lal-la-an 10. äi-ga-ru ud-dan-ni-na ^u-mi-la u im-na 11. ina ka-b(p)it-ti-£a-ma is-ta-kan 1-la-a-ti 12. (ilu) Nannaru(-ru) u$-ti-pa-a mu-sa il<(k)-ti-pa 13. u-ad-di-§um-ma su-uk-nat mu-Si a-na ud-du-u ünii(-mi) 14. ar-hi-§am la na-par-ka-a ina a-gf[-(| u-sir l Möglicherweise sirkup(b)u zu lesen. — 2 So sicher nach meiner Collation. — 8 Oder mas(s). — 4 Im Original kein bi vor su wie in der Edition Budge's. — 5 Nach K 3567 + K 8558 und K 8526, veröffentlicht von G. Smith in d. Transact. of the Soc. of Bibl. Arch. IV hinter p. 364 auf pl. 2 und z. T. darnach von Delitzsch in seinen Lesestücken a auf p. 94, endlich von demselben in Transscription, 1. c, auf p. 46 ff. K 3567 4- K 8558 habe ich selbst nach d. Original copirt, K 8526 nach einer Copie Bezolds. Zur Transscription siehe meine Kosmolwßie, p. 288 und p. 290 und Delitzsch, 1. c, auf p. 85 f., zur Uebersetzung und Erklärung Inuma füg, Tafel IV-V. 31 Dann ruhte der Herr aus, besieht prüfend ihren Leichnam, theilt den Rumpf und schafft kunstreiche Werke. Er zerschlug sie wie (mit) einem . . . nünu in zwei Theile, stellte ihre Hälfte auf, machte sie zur Decke, dem Himmel, schob einen Riegel (vor), stellte Wächter hin und befahl ihnen, ihre Wasser nicht hinauszulassen. Er durchschritt den Himmel, besah die Oerter und stellte sich dem Ocean gegenüber, der Wohnung Nug(d)im- mud's. Nachdem (dann) der Herr des Oceans Gestalt gemessen, errichtete er ein „Großhaus" gleich ihm, (nämlich) ESara, ließ das „Groß haus" Esara, das er (als) (Himmels) Wölbung gebaut, Anu, Bei und ia (als) ihre Stadt bewohnen. Anfang von Tafel V. Er bereitete Standörter für die großen Götter, Sterne, ihr Ebenbild, die „TierJcreisgestirne" stellte er hin. Er machte kenntlich das Jahr, zeichnete die Bilder, zwölf Monate, (je) drei Sterne stellte er hin. Nachdem er die Tage des Jahres . (die) den Bilder(n) . . [.], legte er fest hin den Standort Jupiters, um ihre Schranken kenntlich zu machen. Damit keiner fehle, noch sich versehe, setzte er BePs und ia's Standort zugleich mit ihm fest. Er öffnete Thore an beiden Seiten, machte fest einen Verschluß zur Linken und zur Rechten. In deren Centrum legte er die (Himmels)Höhn, ließ den Neumond aufstrahlen, unterstellte (ihm) die Nacht Er machte ihn als Nachtkörper kenntlich, um die Zeit kenntlich zu machen, . . (ihn) monatlich ohne Aufhören mit einer Eönigsmütz[e]. m. Kosmologie, p. 289 und 291, u. p. 347 ff., Zimmern, 1. c, p. 414 f., De- litzsch, 1. c, p. 108 f. u. p. 148 ff. S. ferner Bezold, Catalogue zu K 3567 auf p. 545. — 6 Delitzsch : lu-ma-si, was möglich ist und sich dem Versmaß besser fügt. Doch s. m. Kosmologie, p. 47. Möglich, daß lu (so gut wie udu) im Sum. = immiru und lumaH ein Compositum von Zu = immiru und maH. — 7 Nach Delitzsch eher etwa ina ili, was nach m. Copie ausgeschlossen scheint. — 8 Fehlt im Duplikat. Cf. Tafel I, 4 und uma'ir neben u'ir aus ua'ir, umassir neben ussir aus u'assir. — 9 Vor u?uräti in K 8526 senkrechter Keil. 32 Schöpfungsmythen. 15. i-na ris arhi-ma na-pa-hi i[-na ma]l-ti 16. fcar-ni na-ba-a-ta a-na ud-du-u yb(p)[u-u] zu erg. sein. — Da gab auch = tafa nach V R 38, 34 u. 61 taf} mit luh wechselt, luh aber = galadu ist, mit galädu galätu (und fcalütu ? cf. syr. Q3p) wechselt, endlich kuiid(t)u etwas Aehnliches wie ilu = „Gott", ku~ Ud{t)tu wie iUum = „Göttin", wenn nicht dasselbe , bedeutet (III R 66, 06t. e, 34 f. und Rev. f. 27 f), hebr. 1TO = „Furcht" aber auch „Götze", so wage ich in VR 21,7 h die Erg. zu ku-u[l-lu-tu] und die Deutung „schrecklich", „gefürchtet". Darnach wäre dann auch in K 8522 zu lesen. Delitzsch^ Erg.: ep$et hat Nichts für sich. — 4 So wegen VR 21, 11; käru in einem Wörterverzeichnis zu Vers 5. Delitzsch liest auffallender Weise tnu-kil. — 5 So mit Delitzsch. — 6 So gegen Delitzsch 1. c. p. 151 Anm. 1. 8. Z. f. Keilschr. II, 423 f. 3* 36 Schöpfungsmythen. / 20. Sa ina Sipti-Su fllitim(-tim) is-su-Jm na-gap(b) liin-nu-ti 21. (ilu) Sa(ga)-zu mu-di-1 libbi(-bi) iläni Sa i-bar-ru-u kar-Su 22. i-pß lim-ni-f-ti la u-Si-§u-u it-ti-Su 23. mu-kin puljri Sa iläni [mu-fi-ib] libbi(-bi)-Su-un 24. mu-kan-nig la ma-gi[-rl .] 25. mu-Si-Sir kit-ti [ .] 26. Sa sa-ar-ti [. .] U's[s, m, n, l)at{f, d)-[ ] 27. (ilu) (min d. i.) Marduk | (ilu) Zi-si ?-[.] mu-Saf-ßK-a1 to- Jcum-ma-tu*] 28. mu-uk-kiS Su-h(m)a(u)r-ra-tu [na-si~ib #a-p(b)u-ti]9 29. (ilu) (min d. i.) Marduk | (ilu) Suh-kur4 Sal-SiS5 na-sih [a-a-bi\* 30. mu-[5(ip]-pi-ih a-di-Su-nu [ ] 31. m[u-bal*]-li [tiap7-S]ar rag[-^t ] Revers. 3. [. . .]-? (kakkabu) [. . Sa ina Sami(-l) Su-pu-u]8 4. lu-u §a-bit riSu-arkät ri[-$u ar-kat #a ip-pa-fö-sw]9 5. ma-a Sa kir-biS Ü-amat i-tfb-bi[-ru la a-nt-Jw]10 6. Sum-Su lu (ilu) Ni-bi-ru a-hi-zu [Jdr-bi(S)]n 7. Sa kakkabi Sa-ma-mi al-kat-su-nu li-k[i-in]12 8. tdma ?f-l-ni li-ir-ta-a iläni gim-ra-Su-un 9. lik-mf Ti-amat ni-§irl*-ta-Sa li-si-ife u lik-ri 10. ah-ra-taS14 niSi la-ba-riS ümi(-mf) 11. liS-Si16-ma la uk-ta-li li-bi-il ana §a-a-ti 12. aS-Su aS-ri ib-na-a ip-ti-fea dan-ni-na 13. bf-fl mätäti Sumi-Su it-ta-bi a-W16 (ilu) Bil 14. zik-rf (ilu) I-gi-gi im-bu-u na-gap(b)-Su-un 15. iS-mf-ma ilu-bit-a ka-bit-ta-Su i-tf-fn-gu l So ergänzt wegen ei in Zi-si = tibü. — 2 So ergänzt wegen si-si = suTcammumu. — 8 Ergänzt nach K 2107 (s. Delitzsch, Wörterbuch, p. 204 und 1. c, p. 155) , wo Zi-si als Name Marduk' 8 = näsih Sap(b)üH (s. m. Kosmologie, p. 863). — 4 Zeichen kil-kir, auch = hur\ hier wohl so zu lesen, weil „Feind" sonst = kur. — 5 So 6. Smith. Unverständlich we- gen Z. 5 ff. — 6 Erg. ebenfalls nach K 2107, wo suh-kik = muballü ayabi. — 7 Erg. nach demselben Text (wo *t(?)-KiR = muballü napfrar ayabi und = näsib raggx) und Craig, Bdigious Texte, I p. 10, 6. Gf. Anm. 4.-8 Erg. nach V R 21, 28 ff. — 9 Versuchsweise erg. nach V R 21, 35 ff. — 10 Erg. nach VR 21, 44 ff. Vielleicht wegen Z. 46: bil = nö&» £mma flis, letzte (?) Tafel. 37 „Der durch seine reine Besprengung alle Bösen „herausriß"! 3a(ga)-zu: „Der das Herz der Götter kennt, der den Bauch prüft", den Uebelthäter bei sich nicht ungestraft lässtu, der die Götter versammelt a, „der ihr Herz [erfreut] ", der die Unbotmäjßigen] beugt [ ]a, der Gerechtigkeit zurechtbringt", „[ ]", der Ungerechtigkeit . . [. ]u. Marduk | Zi-si .[.]: „Der [das Schweigen aufetehn] läßt", 9 9 „der die Stille vertreibt", [„der die Düstemiss losreißt"]. Marduk | Suh-kur drittens: „Der [die Feinde] losreißt", „der ihre Verträge [zertr]ümmerttf, „[ ]a, „der [al]le Bös[en vernicht]ettf, „[ ]a. Revers. [...]. das [. .] -gestirn, [das am Himmel aufstrahlt]. Mög' er packen den Hinterkopf, den [Hinter]ko[pf , den er er- blickte] ! „Siehe, der Mittlings-Ti&mat bezwinfgt, ohne zu ermatten], sein Name sei Nibiru, (d.i.) Packer [der K(k)irbi(§)]. Der Sterne des Himmels Bahnen bestimm'] er, weide wie Schafe die Götter, sie alle! Er bewältige Tiämat, bedränge und beenge ihr Leben, bis zur Zukunft der Menschen, bis zum Alter der Tage nehm' er (es) fort, (be)haitf (es) nicht zurück, bring' (es) fort für die Zukunft !a Weü er die „Stätte" gebaut, die „Feste" gebildet, hieß ihn „Herr der Länder" der Vater Bei. Da die Namen, die die Igigi, sie alle, nannten, ia hörte, ward seine Leber erheitert: zu ergänzen : [^rurma la t-nu-ftu]. — n Erg. nach V R 21, 51. — 12 Erg. nach V R 21, 56. — 13 Nach der Edition Smith' 8 und Delitzsch^ wech- selt in dieser Zeile na-sir-ta- mit ni-?ir-ta-. <&, auch = napistu, in V R 21, 67 = na-[. .], in Verbindung damit, daß säku und karü sonst napistu als Object haben (V R 2, 54), hier aber anscheinend mit nasirtu oder msiriu verbunden werden, führt zu der Annahme, daß wenigstens nach einer Ueberlieferung in Z. 9 napistaöa stand. Ist nasirta- wirklich über- liefert ? — 14 80, nicht dhratis, nach V R 34, II, 48 ? — 15 So vielleicht statt des an und für sich auch möglichen lis-lim- (Delitzsch). — 16 So Smith ohne Fragezeichen. Delitzsch nur 8pitze eines senkrechten Keils. 38 Scböpfung8mythen. 16. ma-a Sa abi'-Su u-§ar-ri-hu zik-ru-u-§u 17. §u-u ki-ma ia-a-ti-ma ilu-bit-a lu-u Sum-Su 18. ri-kis par-§Ma ka-li-§u-nu li-bil-nia 19. gim-ri tl-rf-ti-ia §u-u lit-tab-bal 20. ina zik-ri Han§ä(-A-AN) iläni rabüti 21. han§ä(-A-AN) Sumfcti-§u im-bu-u u~§a-ti-ru al-kat-su 22. li-i^ab-tu-ma mah-ru-u li-kal-lim 23. fn-fcu mu-du-u mit-&a-riS lim-tal-ku 24. li-§a-an-ni-ma a-bu u% ma-ri ü-Sa-lji-iz 25. §a (amilu)ri'i u na-fci-di li-pat-ta-a uz-na-Su-un 26. li-ig-gi-raa a-na (ilu) Btl iläni (ilu) Marduk 27. mät-su lid-di§-§a-a §u-u lu SaUma 28. kf-na-at a-mat-su la i-na-at fci-bit-su 29. §i-it pi-i-Su la u§-tf-pi-il ilu a-a-um-ma 30. ik-ki-lim-mu-ma ul u*tar-ra ki-Sad-su 31. ina sa-ba-si-Su uz-za-gu ul i-mah-^ar-§u ilu ma-am-man 32. ru-u-fcu libba(-ba)-Su Su-'-id(t, t) ?-?[. .] 33. [bil] an-ni u fciMa-ti ma-har-Su i-ba-'f-avj 2. Ein anderer Schöpfungsmythus.* Siptu: 1. bitu fl-lim bit iläni ina a£-ri 11-lim ul i-pu-ug 2. fca-nu-u ul a-$i i-§i ul ba-ni 3. li-bit-ti ul na-da-at na-al-ban-ti ul ba-na-at 4. bitu ul f-pu-ug alu ul ba-ni 5. alu ul 1-pu-uS nam-maS-Su-u ul Sa-kin4 6. Ni-ip-puru ul i-pu-u§ I-kur ul ba-ni 7. U-ruk ul 1-pu-uS I-(min d. i.)ana ul ba-ni 8. ap-su-u ul f-pu[-u§5] Iridu ul ba-ni i Texte ad + ui-su. Bisher (auch von Delitzsch) admi-su gelesen und „sein Sohn" gedeutet, was dem Verständnis Schwierigkeiten bereitet. Diese werden gehoben, wenn man Mf, wie oft erforderlich, als Plural- zeichen auffaßt Delitzsch dem gemäß auf p. 114: „seine Väter(?)u. — s So Q. Smith. Nach Delitzsch wagerechter Keil (sonst = ina). — 8 Nach 82, 5-22, 1048. Einleitung zu einer Beschwörung. Veröff. in Trans- Inuma üii, letzte (?) Tafel. Mythos II. 39 „Siehe, er, dessen Namen seine Väter herrlich gemacht, der soll wie ich, ia sein Name sein! Alle meine Gebote soll er überbringen, und meine Befehle insgesammt soll er übertragen a ! Mit dem Namen „Fünfzig" nannten die großen Götter seine fünfzig Namen, machten seinen „Weg" hervorragend. :„Sie mögen festgehalten werden und der „Erste" möge (sie) offenbaren, der Weise (und) der Kundige mögen (sie) zusammen überdenken ! Es erzähle (davon) der Vater und lehre (sie) auch den Sohn, öffne des Hirten und des Hüters Ohren ! Mög' er sich freuen über den HERRN der Götter Marduk, daß (er) sein Land üppig gedeihe(n lasse), ihm selbst es wohlgeh' ! Fest ist sein Wort, nicht gewandelt wird sein Befehl; was aus seinem Munde kommt, verändert(e) kein Gott Blickt er böse an, wendet er seinen Nacken nicht; bei seinem Zürnen, seinem Grimme tritt ihm kein Gott entgegen. Sein mitleidig Herz [. .], (aber) [wer] Sünde und Frevel [thut], ist vor ihm stin(kend]a. 2. Ein anderer Schöpfungsmythus. Beschwörung: Ein heiliges Haus, ein Haus der Götter, war an heiliger Stätte nicht gemacht, ein Rohr nicht entsprossen, ein Baum nicht gebaut, Ziegelsteine nicht hingelegt, eine Ziegelform nicht gebaut, ein Haus nicht gemacht, eine Stadt nicht gebaut, eine Stadt nicht gemacht, Gewimmel nicht hin(ein)gesetzt, Nippur nicht gemacht, Ekur nicht gebaut, Uruk (Erech) nicht gemacht, Eana nicht gebaut, der Ocean nicht gemacht, lridu nicht gebaut, scription von Pinches im J. R. A. S. 1891 , p. 400 f. und auf zwei dazu gehörigen Tafeln in Heliogravüre. Von einer sumerischen „Uebersetzung" begleitet, die fraglos secundär, nicht das Original ist. L. c. übersetzt von demselben auf p. 394 f. Zuletzt übersetzt von Zimmern, I.e., p. 419 f. Siehe auch dessen Angaben, 1. c, p. 419. — 4 Pinches sa-as-su. Im Sum. entspr. gar, welches sonst = sakänu. — 6 Im Original ausgelassen. 40 Schöpfungsmythen. 9. bitu fl-lum blt iläni Su-bat-su ul fp-§f-ft 10. nap-^ar ma-ta-a-tu tam-tum-ma 11. i-nu §a ki-rib tam-tim ra-tu-um-ma 12. ina ümi(-mi)-§u Iridu 1-pu-uS1 (I-)(min d. i.)S(S)akkila8 ba-ni 13. (I-)(min d. i.)S(S)akkila §a ina ki-rib ap-si-i Lügal-dü-aza- ga(-ga) ir-mu-u 14. Bäbilu(Ki) i-pu-[u§]8 (I-)S(S)ak-ila Suk-lul 15. iläni (ilu) A-nun-na-ki mit-ha-rii§ i-pu-u§ 16. alu 11-lum Su-bat tu-ub libbi(-bi)-§u-nu §i-ri§ im-bu-u 17. (ilu) Marduk a-ma-am ina pa-an mf-f ir-ku-us 18. i-pi-ri ib-ni-ma it-ti a-mi i§-pu-uk 19. iläni ina §u-bat tu-ub libbi(-bi) ana §u-§u-bi 20. a-ml-lu-ti ib-ta-ni 21. (ilu) (min d.i.) Aruru zl-lr a-mf-lu-ti it-ti-§u ib-ta-nu • 22. b(p)u-ul §iri £i-kin na-pi§Mi ina §f-f-ri ib-ta-ni 23. (min d. i.) Idiglat u (min d. i.) Puratta ib-ni-ma ina as-ri5 ig- ku-un 24. Sum-§i-na ta-bi§ im-bi 25. uS-Su6 [u-7]d(t)i-it-ta ap-pa-ri ka-na-a u fc(k)i-§u6 ib-ta-ni 26. ur-fci-it §f-rim ib-ta-ni 27. ma-ta-a-tum ap-pa-rl a-pu-um-ma 28. lit-tu pu-ur-§a ml-ru la-ali-ru pu-had-sa im-mir su-pu-ri 29. ki-ra-tu u fc(k)i-Sa-tu-ma 30. a-tu-du §(s)ap-pa-ri iz(§)-z(§)a-az(§)-ru-§u 31. [b]i-lum (ilu) Marduk ina pa-at tam-tim tam-la-a u-mal-li 32. [. . n]a 8a-pa na-ma-la8 iS-ku-un 33. [. . .] uä-tab-§i 34. [ka-na-a ib-t]a-ni i-$a ib-ta-ni 35. [ ] ina* a§-ri ib-ta-ni 36. [li-bü-tu id-di na10]-aln-ban-tu ib-ta-ni i Im Original rS doppelt. — 2 S. Z. /*. Assyr. VII, 174. — 8 Im Original ausgelassen. — 4 So, nicht pi-i$% das Pinches gieht. — 6 Pinches bietet ina a&ri. Ich konnte von ina Nichts sehen. — e Nach Pincites* Copie Sa. — 7 Fehlt im Original. Nach V R Nr. 32, 4, 61 hat gi-SI-kak, welches hier = d\t)ittu^ das Aequivalent ud(t)iUu. Ward ein Auslassen Mythus IL 41 ein heiliges Haus, ein Haus der Götter, sein Wohnbau nicht ge- die Länder zumal (sie waren) Meer, [macht, da die Mitte des Meers ein Wasserbecken war, — damals ist Iridu gemacht worden, (E-)§(S)akkiIa gebaut worden, (E-)S(S)akkila, das mitten im Ocean Lugal-du-azaga bewohnte, Babel gemacht, (E-)S(S)akkiIa vollendet worden, (und) die Götter, die Anunnaki, (die) er zusammen gemacht, „die heilige Stadt", „eine Wohnung, die ihrem Herzen wohl- thut", nannten sie (sie) mit hohem (Namen). Marduk fügte einen Baldachin vor dem Wasser, baute Erde und schüttete (sie) neben den Baldachin hin. Um die Götter in einer Wohnung, die ihrem Herzen wohlthäte, wohnen zu lassen, baute er die Menschen, baute Aruru Menschensamen mit ihm, baute er (sie) Vieh des Feldes, Lebewesen auf dem Felde, baute er (sie) den Tigris und den Euphrat und legte (sie) hin an einen Ort, nannte ihre Namen in guter Art, baute Grass, den Halm der Wiese, Rohr und Wiesengestrüpp, baute das grüne Kraut des Feldes, die Länder, die Wiesen und das 8chilf,(.) d(D)ie Wildkuh, ihr Junges, das Wildkalb, das Mutterschaf, ihr Junges, das Lamm der Hürde,(.) d(D)ie Haine und die Wälder,(.) d(D)er Ziegenbock, der Gazellenbock . . ten ihn(m). Marduk, der [H]err, füllte im Bereich des Meeres eine Werft auf, [. .]. Schilf und machte einen Rohr stand, ließ einen [. . .] entstehen, [ba]ute [Bohr], baute Holz, baute [ ] an einem Orte, [legte Ziegelsteine hin], baute eine [Zie]gelform , des u durch das vorhergehende u in su begünstigt? — 8 So, nicht -a pa~ na-ma la. Dem Worte a-pa entspricht hier giS-gi, wie in Z. 27, und dem W. namäla pa-rim wie II R 27, 7d: wa(!)[. .]. — 9 So, nicht i-na, wie Pinche* bietet. — 10 Ergänzt nach Z. 3. — n al noch zu sehen. 42 Schöpfungsmythen. 37. \Utati t-pu-us alftni ib-ta-ni 'J 38. [alani i-pu-us nam-maä-gu-u iS-t^a-kan 39. [Ni-ip-pu-ru f-pu-u§ I-kur ib-ta-ni8] 40. [U-ruk i-pu-ug I-ana ib-ta-ni4] (Schluß der Legende Anhang. DT 4L* 1. f-nu-ma iläni ina pu-uji-ri-§u-nu ib-nu-u [kul-la-tu] 2. u-ba-a§-§i-rau [&i*6]-ru-mi ik-§u-[rt* dan-ni-nu] 3. u-§a-pu-u [§ik-na-]at na-pi§-ti u[ ] 4. b(p)u-ul $iri [u-ma-am] §iri u nam-ma§-§f-f [uli1 ib-uu-u] 5. f ]-? a-na Sik-na-at na-pi§-ti [. . id-din-uu] 6. [a-na b(p)u-ul (ilu)] §tri u nam-ma£-§f-f ali u-z(§)a-'[-/-^M . .] 7. [b(p)u-ul (ilufriri pu-u]b-ri nam-ma£-ti gi-mir nab-ni-ti[. . . .] 8. [. . . .] §a i-na pu-u^-ri kim-ti-a u[$ . . . .] 9. [t-tf-ft]-i-ma (ilu) Nin-igi-azag äinä §u-^a[-rf ib-na-a] 10. [i-na pu]-uh-ri nam-ma§-ti u§-tar-ri-i[h nab-nit-8u-un*\ (Polgen vier unver- i Ergänzt nach dem sum. uru mu-un-dim ] 3. [. .]-a ki-ma [. . .]u§-tak-tu-u i-(fc)kib(p)-§u (ilu) Bil 4. wi4-i»r-du[-w] illüti mi ma-fear-Su 5. fp-sft (ilu)Bil-u-ta i-na-at-ta-la i-na-su 6. a-gl-1 bi-lu-ti-§u na-al-ba-a§ ilu-ti-§u 7. tup-§imäti ilu-[t]i-§u (ilu)Za-a it-ta-na*-tal-ma 8. it-ta-na-tal-ma a-bi iläni ili Dur-an-ki 9. uk(fc, g)-su* (ilu)Bil-u-ti i§-§a-bat ina libbi(-bi)-Su l Geschr. : Ligatur aus an = ilu + f[N + lil wie in Col. I Z. 7. Ergänzung zu (ilu) I[siar (Ligatur aus an = ilu + Sur-diI) wegen der Masculina in Z. 2 u. 4 nicht möglich. — 2 Diese sind möglicher, aber nicht wahrscheinlicher Weise Bruchstücke einer Legende. — 8 Nach K 3454 + K 3936, Col. II und 111, veröff. von Edw. Habpeh in den Bei- Mythen von Zu, dem Sturmvogel. 47 Nicht weiss ich des LtBbu [ ]." In Z. 26 liest man : ]mi[ = ]Wasser[.) Revers. • • • [.] . tat seinen Mund (auf) und [spricht] zu Bjel] : „Lass . . en eine Wolke, ein Wetter [ ], [halte] dein Lebenssiegel vor dir, fahr' hinab und tö[te] den Laböu". Er liess eine Wolke . . en, [. . . .] ein Wettejr], [hielt] sein Lebenssiegel vor sich, fuhr hinab und [tötete] den LabI)u. Drei Jahre, 3 Monde, einen Tag und [. Stunden] geht dahin vom LAßbu das Blut [seines . . .] III. Mythen von Zu, fom Sturmvogel. I. Der Raub der Schicksalstafeln. • • • und auch die Befehle [al]ler Götter setzte er fest . . er, berührte er, schi[ck]te er Zu. Wie er [. .].[.. .] vollendet hatte, näherte (er) sich ihm Bei. Das Glänze[n] des reinen Wassers vor ihm, „das Thuna der HEKRschaft sehen seine Augen; die Mütze seiner Herrschaftswürde, sein göttliches Gewand, seine göttli[c]hen Schicksalstafeln sieht Zu. Wie er den Vater der Götter sieht, den Gott von Duranki, „fa$st(e) eiM Gier nach der HEKRschaft in seinem Herzen. trägen zur Assyrioiogie II, 467 ff. u. 511 f. transscribiert , übersetzt und commentiert von den», ibidem p. 408 ff. S. dazu Bezold, Catalogue p. 535 zu K 3454. — 4 Nach Harper *a(?). — 5 Oder at, wegen Z. 8 wohl na; aber Z. 10 lässt an at denken. — 6 Oder kus. 48 Mythen von Zu, dem Sturmvogel. 10. (ilu) Za-u it-ta-aHa-al-ma a'bi iläl]i i'i Dur-an-ki 11. uk(k, g)-*« (ilu)Bil-u-ti i?-sabat i -na libbi(-bi)-Su 12. lul-ki -ina tup-Slmäti iläni a-na-ku 13. u t( ri-f-ti Sa iläni ka-li-£u-nu la-uh-mu-um. 14. lu-ufc-Jbn-ma (i§u) kussä(-a) lu-b(-li par-sf 15. lu-ma-'-ir kul-lat ka-Ii-äu-nu (ilu) I-gi-gi 16. ik-pu-ud-ma libbaf-ba-)fiu tu-lfu-un-ta 17. ni-rib k(k)i-i§-9i §a it-ta-at-ta-lu u-k>-a-a rf-Si umi(-mi) IS. f-DU-ma (ilu)Bil i-ra-mu-ku mi fllnti 19. Sah tu ma i-na (isu)kussl a-gu-äu Sak-nu 20. tup-Simäti ik-Su-da ka-tuS-[£u] 21. (ilu)Bil-u-ti il-tf-ki na-du-u [par-sf]' 22. (ilu)Zu-u ip-pa-riS-ina Sadü-us-sfu ik-«*1] 23. it-ta-at-bak Sa-har-ra-tum Sa-kin k[u-u-lu'] 24. a-bu ma-Hk-Su-nu s(/-üt(.]or (Uu)Bi[l] 25. [i(fc)j4]-is-sa iä-ta-pa[. .) na-mur-rat-s[u] 26. [t-]la-a-ti is-sa-na-[ai-§a]-ru a-na !i[i-mi-.su]" 27. [(ilu)A-]nu-um pa-a-§u i[-pu-äam]-ma i-kab-b[i] 28. li-zak-]ka-ra a-na iläni mari-äu 29. [a-a-]u (ilu)Za-a li-nar-ma 30. [i-na] d(t)a-ad(t)-mf li-Sar-bi Sumi-äu' 31. [gu-gal"]la is-su-u mär (ilu)A-nim 32. [(ilu)A-num t6]i-ma a-na Sa-Su-ma i-7,ak-kar-gu 33. |{iin)Ada|d,(l gugalla is-su-u mär (ilu)A--nim 34. [(üu)A-num* t]f-ma a-na äa-Su-raa i-zak-kar-äu 35. [at-ta ga#]-ni (ilu)Adad t(d)a-pi-nu a-a i-ni-' ka-bal-ka 36. [m-ir (iln]u)Za-a i-na (isu) kakki-ka 37. |su-mi-ka" lils-]ir-bi i-na pu hur iläni rabnti 88. |iiiü l'i-rit il1!]äni ahi-ka ma-hi-ra i tar-Si 39. Ilib-sii-ma]" lib-ba-nu-u parakki 40. |in;i kib-rat ils]r-bit-ti äi-tak-ka-na ma-ha-zf-ka i Erg. .eh Z. 18. — s Erg. nach Z. 49. Vielleicht t'*(I- )-*((■) »s(s, t, i) xu losen. — s S. x. B. h. die Sintflutgeschichte Z. 133 ( OilgamtK-Epos Tafel XI) —4 Dirltaum nach Hakckr p. Dil für ki wohl ausreichend. — 5 Oder «. til. vier tum, — e S. Z. 32 + 78. — '< Qeachr. mu, auch = sumu. 1. Der Raub der Schicksalstafeln. 49 Wie Zu den Vater der Götter sieht, den Gott von Duranki, Jasst(e) er* Gier nach der HERRschaft in seinem Herzen: „Ich, ich will die Schicksalstafeln der Götter an mich nehmen und die Befehle aller Götter „erfassen", will einen Thron . . . , über die Gebote herrschen , alle Igigi zumal regieren. u Da sein Herz den Angriff geplant, wartet er im Eingang des (Götter)palastes , den er gesehn, auf den Anfang des Tages. Wie Bei sich (nun) mit reinem Wasser wäscht, auf den Tron gestiegen ist, seine (Eönigs)Mütze aufgesetzt hat, bemächtigte er sich der Schicksalstafeln mit seifner] Hand, nahm die HERRschaft an sich, das „ Hinwerfen u [der Gebote]. Als (dann) Zu (fort)flog und bergwär[t$ . . te], „ergoss sich Stille", wird die Stfimme] „gesetzt". Ihr Vater und Berater, der . [.] . Be[l] . . . [.]te den (Götter)[pa]last sei[nen] Glanz, die [Gö]ttinnen we[n]den sich zu [seinem] Bef[ehl]. [A]nu t[at] seinen Mund (auf) und sprich[t], [sajgt zu den Göttern, seinen Kindern: B[We]r will Zu erschlagen und [in] den Wohnplätzen seinen Namen gross machen"? Den [Anfüh]rer riefen sie, den Sohn des Anu; [Anu] spricht zu ihm, ihm den [Bejfehl. [Ada]d, den Anführer, riefen sie, den Sohn des Anu; [Anu] spricht zu ihm, ihm den [Bejfehl: „[Du, Gewaltiger, furchtbarer Adad ! Mög' dein Angriff nicht zurückweichen ! [Erschlage] Zu mit deiner Waffe! [Götter, (Dann) [soll dein Name] gross sein in der Schaar der grossen sollst du [unter den Göttjern, deinen Brüdern, keinen Rivalen haben , [sollen] (Götter)kammern [entstehen und] erbaut werden, [in den] 4 [Räumen] lege deine Städte hin, -f Nf, auch = su. — b Erg. nach Z. 33. — 9 Nach Harter p. 511 kaum Platz für Soviel. — 10 Erg. nach Z. 35. im = Adad und nicht Rämän nach Z. f. Assyr. XIII, 319. — n S. o. Z. 29. Aber der Strich vor (t/u) Za-a in Z. 80 passt nicht recht zu dieser Erg. — 12 S. Z. 30. — 18 S. Z. 81 ff. Jauuii, Mythen «. Epea. 4 50 Mythen von Zfl, dem Sturmvogel. 41. [ma-ha-zu-k^a li-ru-bu a-na I-kur 42. [Sit-ra-ah]1 i-na mah-ri iläni-ma gaS-ru lu-u §um-ka 43. [(Uu)Adad] i-pu-la ki-bi-ta 44. [ana (ilu)A-nim]1 abl-§n a-ma-ta i-zak-kar 45. [a-bi a-na §a-a]*d la (a)'(a)-ri li-hi§ man-nu 46. [a-a-u ka-pam (ilu)Zi-i i-na iläni märi-ka 47. [tup-STmätji1 ik-§u-da fca-tu§-§u 48. [(iluJBilu-u-tpa il-tHp na-du-u par-$l 49. [(ilu)Zu-u iPp-pa-riS-raa Sa-du-us-su ik-*u 50. [?-Si ?i-it p]M-i-§u ki-i iläni D[ur-a]2n-ki 51. 52. 53. sa .... r]*u im-mi tp-it-ti-iS]1 u -§]Hi ilä[ni i-Sah-hu-hu]8 (ilu)il-nt*fw ana (ilu)Adad la a-la-ka ifc-bi]* 54. 55. 56. 57. 58. 59. 60. . . is-su-u ma-rat (ilu)A-nim\* (üu)A-num tl-ma a-na §a-§i-ma i-zak-kar-gf]8 (ilu)I^-tor8 is-su-u rnärat (i7u)ii-mm]s (ilu)A-num tf-ma a-na §a-§i-ma i-zak-kar-§t]8 at-ti gartir-tu (il\i)Is-tar t(d)a~pi-it~tu a-a i-ni-' fca-bal-ki]8 ni-ri (ilu)Za-a i-na (i§u) kakki-ki]8 §umi-ki li-ir-bi i-na pu-hur iläni rabüti]8 61. [i-na bi-rit iläni ahi-kt ma-hi-ra i tar-Si-i] 8 62. 63. 64. 65. 66. 67. 68. 69. lib-§u-ma lib-ba-nu-u parakki]8 i-na kib-rat ir-bit-ti §i-tak-ka-ni ma-^a-zf-ki]8 ma-&a-zu-ki li-ru-bu a-na I-kur]8 §it-ra-ht i-na mah-ri iläni-ma ga§-ru lu-u §um-ki]8 (ilu) Ls-tar i-pu-la ki-bi-ta]3 a-na (ilu)A-nim abi-sa a-ma-tum i-zak-kar]8 a-bi a-na Sa-ad la '-a-ri li-hiS man-nu]8 a-a-u ka-am (ilu)Zi-i i-na iläni märi-ka]8 l S. Z. 85 ff. - 2 S. Z. 73 ff. — s Erg. nach Z. 31 ff. ; märat Anim in Z. 54 und 56 und IHar in Z. 56 erg. nach Z. 76. Vielleicht — 8. Z. 77 f. — Bchliesst sich Z. 56 sofort an Z. 53 an. 1. Der Raub der Schicksalstafeln« 51 sollen [deijne [Städte] in Ekur hineinkommen, [sei du herrlich] vor den Göttern und gewaltig sei dein Name!" [Adad] antwortete die Rede, spricht [zu Anu], seinem Vater, die Worte: [„Mein Vater, zum Berjge, (zu dem man) nicht geht, wer soll eilen ? [Wer (ist) w]ie Zu unter den Göttern, deinen Kindern? [Der Schicksalstafel]n hat er sich mit seiner Hand bemächtigt, hat [die HERRschajft an sich genommen, das „Hinwerfen" der Gebote. [Zu i]st (fort)geflogen und ist bergwärts . . t [Was aus] seinem [Mu]nde [ausgeht, ist . .] wie (bei) den Göt- tern von Duranki. [Wer ....]., wird [wie] E[rde] (geachtet), [aber] sein((e)n) [ n] die Götter". [Anu befahl Adad nicht zu gehen]. [. . . riefen sie, die Tochter Anu's] ; [Anu spricht zu ihr, ihr den Befehl]. [Etar riefen sie, die Tochter Anu's]; [Anu spricht zu ihr, ihr den Befehl] : „[Du, Gewaltige, furchtbare lätar, mög' dein Angriff nicht zu- rückweichen !] [Erschlage Zu mit deiner Waffe!] [(Dann) soll dein Name gross sein in der Schaar der grossen Götter] , [sollst du unter den Göttern, deinen Brüdern, keinen Rivalen haben] , [sollen (Götter)kammern entstehen und erbaut werden], [in den 4 Räumen lege deine Städte hin], [sollen deine Städte in Ekur hineinkommen], [sei du herrlich vor den Göttern und gewaltig sei dein Name!a] [IStar antwortete die Rede], [spricht zu Anu, ihrem Vater, die Worte]: [Mein Vater, zum Berge, (zu dem man) nicht geht, wer soll eilen ?] [Wer (ist) wie Zu unter den Göttern, deinen Kindern?] 52 Mythen von Zu, dem Sturmvogel. 70. [tup-§imäti ik-§u-da ^-tuS-Su]1 71. [(ilu)Bil-u-ta il-tf-fci na-du-u par-§]M 72. [(ilu)Zu-u ip-pa-riS-ma Sa-du-us-su ik]1-** 73. [?-§i §i-it pi-i-§u ki-i ü^äni Dur-an-ki 74. [sa . . . . ru ipm-ml ti-it-ti-i§ 75. [u . . . .]f?-Su iläni i-Sah-hu-hu 76. [(ilv^A-num1 ana (ilu) Is-t]ar* la a-la-ka ifc-bi 77. [(Uu)Bara is-s]'u-u b(p)u-nu (ilu) E-tar 78. [(ilu)A-num tP-Jma a-na Sa-§u-ma i-zak-kar-§u 79. [at-ta ^a].svl-ru (ilu) bara t(d)a-pi-nu a-a i-ni-' ^a-bal-ka 80. [m'-tr]1 (ilu)Za-a i-na (i§u)kakki-ka 81. [Sumi-ka]1 li-ir-bi i-na pu-hur iläni rabüti 82. [i-n]a bi-rit iläni ahi-ka ma-hi-ra i tar-§i 83. [l]ib-§u-ma lib-ba-nu-u parakkt 84. i-na kib-rat ir-bit-ti Si-tak^ka-na ma-ha-zi-ka 85. ma-ha-zu-ka li-ru-bu a-na I-kur 86. §it-ra-ah i-na ma-har iläni-ma ga§-ru lu-u §um-ka 87. (üu)baba i-pu-la lp-bi-ta 88. a-na (ilu)A-nim abi-§u a-ma-tura i-zak-kar 89. a-bi a-na Sa-ad la '-a-ri li-hi§ man-nu 90. a-a-u ka-am (ilu)Zi-i i-na iläni märi-ka 91. tup-§imäti ik-Su-da fca-tuS-Su 92. (ilu) Bil-u-ta il-tf-ki na-du-u par[-§f]8 93. (ilu)Zu-u ip-pa-riS-rna Sa-du-us-su i[k-*u]s 94. [.J-?-Si §i-i[t] p[i-i-§u ki-i iläni Dur-an-ki]8 95. [.sa . . . . -ru im-raf ti-it-ti-iS]8 96. [u Su iläni i-Sah-hu-hu]3 97. [(ilu)-4-nwm ana (üu)Bara la a-la-ka ifc-bi]8 • • • l Zu den Ergg. a. Z. 47 ff. — 2 Doch gewiss so , schwerlich zu (ilu) 1. Der Raub der Schicksalstafeln. 53 [Der Schicksalstafeln hat er sich mit seiner Hand bemächtigt], [hat die HERBschaft an sich genommen, das „Hinwerfen" der Gebotje. [Zu ist (fort)geflogen und] ist [bergwärts .] . t. [Was aus seinem Munde ausgeht, ist . . wie (bei) den Göttjern von Duranki. [Wer , w]ird wie Erde (geachtet), [aber] sein((e)n) [....].. n die Götter*. [Anu] befahl [der Et]ar nicht zu gehen. Bari [rie]fen sie, das Eind der Etar. [Anu] spricht zu ihm, ihm den [Befjehl: „[Du Gewaltiger, furchtbarer Baha, mög' dein Angriff nicht zurückweichen ! [Erschlage] Zu mit deiner Waffe. (Dann) soll [dein Name] gross sein in der Schaar der grossen Götter , sollst du [un]ter den Göttern, deinen Brüdern, keinen Rivalen haben. [sollen] (Götter)kammem entstehen und erbaut werden, in den 4 Räumen lege deine Städte hin, sollen deine Städte in Ekur hineinkommen, sei du herrlich vor den Göttern und gewaltig sei dein Name!" Baba antwortete die Rede, spricht zu Anu, seinem Vater, die Worte: „Mein Vater, zum Berge, (zu dem man) nicht geht, wer soll eilen ? Wer (ist) wie Zu unter den Göttern, deinen Kindern? Der Schicksalstafeln hat er sich mit seiner Hand bemächtigt, hat die HERRschaft an sich genommen, das „Hinwerfen" der Geb[ote]. Zu ist (fort)geflogen und [ist] bergwärts . [.] t. Was aus [seinem] M[unde] ausgehft, ist] . . [wie (bei) den Göt- tern von Duranki]. [Wer , wird wie Erde (geachtet)], [aber sein((e)n) n die Götter]". [Anu befahl Bara nicht zu gehen]. di-tar = (üu) Daya(ä)nu = „der Richter" zu ergänzen, falls vor LA t]ab zu lesen. — s Zu den Ergg. s. Z. 48 ff. 54 D«r Raub der Schicksalstafeln. Schluss von Col. 111. • u ka-am (il[u) Zi-i1 ] a-na-ku-ma [al-lak ] u ka-am [(ilu)Zi-t1 ] i§-mu-ma [iläni sa Nin-igi-azcuj* ka-ba-a-$u] it-tar-ru [ ] (ilu)Nin-igif-azag pa-a-§u i-pii-§am-ma i-fcab-bi] a-na (ilu)A-(nim a-raa-tum i-zak-kar-gu8] • 2. Die Ueberlistung des Zu (?). 4 Obvers. 2. (ilu) (min d. i.) Lugalbanda ana sadi(-i) a-Sar ru-u-fci [ ü-lik) 4. ina §adi(i) Sa-a-bi [ ] 6. um-mu ui aS-bat-su-raa ul[ ] 8. a-bi ul a-§ib-Su-ma it-ti-Su ul[ ] 10. afc-ru mu-du-§u [ul a-sib-su] 12. §a a-mat libbi(-bi)-Su a-mat ul [i-kdb-bi-#u] 14. i-na libbi(-bi) ra-ma-ni-Su a-mat u[s . . . .] 15. a-na i§-$u-ri si-ma-a-tu [lu-up-pu-us']* 16. a-na (ilu)Zi-i si-ma-a-[tu 2u- up-pu-ccv ] 5 17. ag-§at-8U tu[. .] 19. al-ti (ilu)Zi-i mär (ilu)Zi-i 20. ina ta-kul-ti lu-§f-Si-ib 21. (min d.i.) (ilu)In(n)a (min d.i.) (ilu)Ningufn(n)a 23. ul-tu Sa-di-i i-ta-ra-a 25. sin-niS-tu it-pi§-tu um-mu §a ana si-ma-a-ti §aknat(-at) 27. (ilu)Siri8 (min min d. i.) ^inniätu itpistu urarau §a ana simäti Saknat6 l Zur Erg. s. Z. 90 o. — 2 Zur Erg. s. Z. 2 v. u. - 3 Nach K 7592 etc. Obv. Z. 16 (Craig, Religious Texts I p. 29) hat Marduk Zu einmal be- zwungen, vielleicht also im Verlauf unserer Erzählung. — 4 Nach E 4G28, veröff. in IV R* *• 2, u, zweisprachig. S. dazu Bezold, Catalogue p. 649. Die Ueberlistung des Zü(?). 55 Sekluss von Col. III. • • • Aber wie [Zu ]? Ich [soll gehen ]? Aber wie [Zu ]? Da [die Götter] hörten [von Ninigiazag seine Rede], zitterten sie [ ]. Ninigi[azag tat seinen Mund (auf) und spricht], [sagt] zu lihmj A[nu die Worte]: • • • 2. Die Ueberlistung des Zu (?). Obvers. Lugalbanda [ging fort ] zu einem Berge, einem fernen Orte; auf dem Berge Säbu [ ]. Die Mutter weilt nicht bei ihm and [. . .] nicht [... .]. Der Vater weilt nicht bei ihm und [ ] nicht bei ihm . Ein Wertgeschätzter,, sein Bekannter, [weilt nicht bei ihm]. Ein Vertrauter von ihm [spricht], kein Wort [zu ihm]. In seinem eigenen Herzen . [. . . er] die Worte: „Dem Vogel [will ich tun], was gehörig ist! Dem Zu [will ich tun, was] gehörig ist! Sein Weib .[..], das Weib des Zu, den Sohn des Zu, will ich beim Mahle sitzen lassen a. In(n)a (und) Ninguln(n)a holt er (drauf) vom Berge her. Die weise Frau, die Mutter, die „ hingesetzt ", um (eu tun) was gehörig ißt, Suis, die weise Frau, die Mutter, die „hingesetzt", um (au tun) was gehörig ist, — 5 Im Sumer. entspricht a-ba-ni-aga(~a)\ aga = iptSu und zu a-ba- als Exponenten des Optativs s. Brünnow, List p. 548. — 6 Möglich, dass dafür sumerisch zu lesen. 56 Die Ueberli8tung des Zü(?). 28. nam-zi-is-sa uk(k, g)-nu-u ib-bi1 29. nim2-si-is-sa mf-su kas-pa u [huräsu3] 30. ina §i-kar iz-za-zu ta-§i-[la-ti]4 31. ina §i-kar u§-§a-bu r[i-sa-a-ti] ... Bevers. 2. ina ^afe-ka-di[-§u ] ft-ia-a-ra u-[t*]M 4. (min d. i.) [ . ]?-mu-du-li-i ku-ba-ra ina ri-Si-§u i§-kun 6. ul-tu fcin-ni (ilu)Zi-i it-bi-ma Folgeweiser: [ki] nig nu-zu kura(-ra)-gl ki-gub mu-un-ag! IV. Der I(U)ra-Mythus. e Stuck 1. 7 ... 2. a rik ram-ni-is (i$u) kakki-[s]u [ ] 3. a-na banH ik-ta-bi ki-ma säri* zi-^i?[.] PA-ta hi ? tu l Im Sum. zagin-K (= dur). S. IV R8 15*, 54 f. — 2 Im Text lam. Aber s. Kl 1890 Z. 3 :] luli-fw = mim-si-i-tum (s. Meissner, Supplement h. p. 16) (und misu in unsrer Zeile). — 3 Nach d. sumer. gu$ki(n) == ftu- räsu. — 4 Nach d. sum. ka-ni = tmiltu (IV R 13, 26 f.). — 5 = [a5ar] SadI Sa lä idü manzazu fpuS. — 6 Nach den unten gen. von Edw. Har- fer in den Beiträgen zur Assyr. II, 477 ff. u. 516 ff. und den von King in d. Zeitßchr. f. Assyr. XI p. 54 ff. veröff. Texten sowie dem bisher unveröff. Fragm. K 2755 nach einer Copie von Rev. C. Johns. Nicht berücksichtigt sind der am erstgenannten Orte p. 501 veröff. Text Rm 79, 7—8, 36 und der von M. Jastrow in den Publications of the University of Penn- sylvania, Series in Philology etc. Vol. I, No. 2 (A Fragment of the Ba~ bylonian "I>iJbbara"-Epic) veröff. Text, da beide zu fragmentarisch sind und es zudem von beiden, namentlich aber von dem zuerst genannten zwei- felhaft ist, ob sie überhaupt zu unsrer I( U)ra -Legende gehören. Was Der I(ü)ra-Mythus. Stück I. 57 ihr Miscbkrug (ist) (aus) blankem Lazurstein, ihr Waschkübel reines Silber und [Gold]. Im Rauschtrank steht Froh[locken], im Rauschtrank sitzt das J[auchzen]. Revers. • • • Auf [seinen] Kopf s[etz]te er [die(den, das) ] von . . . -Holz, den(die, das) [-]... (und) den(die, das) . . . legte er auf sein Haupt, und erhob sich aus dem Neste des Zu. Einen unbekannten [Ort] des Berges machte er zum Standort. IV. Der I(U)ra-Mythns. Stack i. . . von selbst [se]ine Waffe [ ].a Zum Fünften sprach er: »Wie ein Wind wehe .[.]...!" die Anordnung anbetrifft, so kann es mit Harpek nicht zweifelhaft sein, dass K 1282 den Schluss der Legende bildet. Weiter muss K 8571, wel- ches die Zuteilung der Sieben an I(U)ra erzählt, vor K 2019 eingeordnet werden , wonach sie sich bereits in seinem Gefolge befinden (Col. IV, 22). Gehört endlich das von Jastrow verüff. Fragment, das allem Anscheine nach von den Verheerungen des I(U)ra handelt, zu dieser Serie, so wäre dasselbe somit jedenfalls vor K 1282 einzuordnen und vermutlich nach K 8571, da anzunehmen ist, dass l(U)ra sein Zerstürungswerk nicht ohne die Sieben vollbrachte. Ueber dessen Stellung zu K 2619 könnte man dann aber nichts Sicheres sagen. — S. zur Transscription und Ueber- setzung sowie zum Inhalt IIarfkr 1. c. p. 425 ff. und King 1. c. p. 53 und p. 60 ff. — 7 Nach K 8571 Obv., veröff. von Harper I.e. p. 499. — s Oder im? 58 Der I(U)ra-Mythus. 4. si§§u(-§u) u-ma-'-ir Mi§ u Sap-li§ ba-'-am-raa la1 fa-gam-tnil man-ma 5. 8iba(-tt) (fc)gab-ba(-) fwa(-)mi i-9i-in-§u(-)ma(-)?-tum ta-zi-ta 6. id9-lu 8si-mat (ilu)Sibitti-Sunu nap-har-gu-nu i-Sim-mu (ilu) A-num 7. i-Wm4-§u-nu-ti-raa ana (ilu)I(U)ra(-ra) fcar-rad il[äni] lil-li-ku i-da-ka 8. ki-i §a ni§i d(t)arad(t)-mf hu-b(p)ur-Si-na imta-ka im~ba?b-u-Jcu 9. ub-lam-ma libba(-ba)-ka a-na Sa-kan ka-mar-ri 10. §al-mat ka^kadi a-na Su-mut-ti §um-fcu-tu b(p)u-ul (ilu) $iri 11. lu-u (i§u)kakki-ka Iz-zu-ti Su-nu-ma lil-li-ka i-da-ka 12. §u-nu fz-zu-ma l^a-bu-u (isu)kakki-Su-un 13. i-ta-mu-u a-na (ilu)I(U)ra(-ra) tl-bi i-ziz-ma 14. [.]*sal-taG ki-i Si-i-bi ir-ki Ja7-mf ina a-lam 15. ki-i §fr-ri la-'-iS Za7-mi ina biti 16. ki-i la a-lik §iri ni-ik-ka-la-a a*-sin-nis 17. ki-i Sa ta-ha-za la ni-du-u ni-ip-la-[J]a ni-ki9-su 18. a-lak10 siri Sa it(d, t)-lu-ti ki-i Sa11 [? a-]sin-nu im-ma 19. a-Sib ali lu-u ki-[i . . . .]ak-la 20. *a*l2-ku ina pi-i /a[il8-fc14 ]? ft*)at15-su 21. a-na a-lik §iri a-ki[ ]?-su 22. Sa a-Sib ali lu[-w ]-su 23. a-na a-lik §iri a-ki[ ]-na 24. a-kal ali Wft16-lu-u[ J-ri 25. §i-kar na-a§(-)pi-[ ]-d(t)i. 26. ümu rabü11 f ]?18 (Folgte vielleicht i Harper 8ü. — 2 Harper mi(?). — 3 Harper hierhinter noch dil(?). — 4 Harper pul(?). Naheliegendes ki5 (ikis = er schenkte) wegen des folgenden -sunüti (und nicht -mnüti) unwahrscheinlich. — 5 Oder fcut? — 6 Nach Harper vielleicht nik. — 7 Vielleicht nach Harter su. — « Har- per Sa(V). — 9 Harper bietet m(V). — 10 Oder lies Wc V Jedenfalls wird wegen des Parallelismus mit Z. 19 pa-( Sa-ru-ru-Su lu-8aro*-Jbü8 [ ] 2. §a i$-$i Su-ru-as-su lup(b)[. .]Li§-ma 3. la i-Sam-mu-}ia pi-ri[.]?4[.]§u 4. Sa i-ga-ri i-§i-is-8u lu-&u-ut-ma lit(d, t)[-r«-ra.ri]-Sa-a-Su 5. a-na §a-bat §arri iläni lu-'-ir-ma Jca[. .].*t-if-st* 6. iS-ml-Su-ma ku-ra-du (ilu)I(U)ra(-ra) 7. a-mat (ila)I-§um ik-bu-§u ki-i u-lu 5am-ni lli-§u it-tf-ib 8. u ki-a-am i^-ta-bi fcu-ra-du (ilu)I(U)ra(-ra) 9. Tam-tim Tara-tim Su-bar-ta6 Su-bar-tu6 A§-Sur-a A§-§u-ru 10. I-la-ma-a I-la-mu-u 11. Ka§-§a-a Ka§-§u-u 12. Su-ta-a Su-tu-u 13. Ku-ta-a Ku-tu-u 14. Lu-ul-lu-ba-a Lu-ul-lu-bu-u 15. ma-a-ta ma-a-ta bitu bitu a-mf-lum a-mMum 16. aha aha la i-gam-mi-la-ma li-na-ru a-ha-mf§ 17. u ar-ka Ak-ka-du-u lit-ba-am-raa 18. nap-har-§u-nu li-§am-kit-ma li-ir-ma-a na-gab(p)-§u-un 19. ku-ra-da (ilu)I(U)ra(-ra) ana (ilu)I-§um a-lik mah-ri-Sa a- nia-tu i-zak-kar 20. a-ük-ma (ilu)I-§um a-mat tafc-bu-u mi-§i ma-la libbu(-bu)-uk 21. (ilu)I-Sum a-na (Sadü) Sar-sar9 Sadl(-i) iS-ta-kan pa-ni-§u 22. (ilu)Sibitti-§unu kar-rad la Sa-na-an 23. i-§(s)ap-pi-su arki-§u 24. a-na (§ad u) Sar-sar6 §adi(-i) ik-ta-§ad fcu-ra-du l Oder Um. — a Oder lies u ? lu-u dann ein Wort für sich ? — 8 Oder lies 8tfy oder lü? Oder zu u, oder luh oder ga zu erg.? — 4 Harpeb. erg. zu jpi-rt-tft-flfu and übers, „sein Keim". — 5 Geschr. Su-BAB-ta resp. Der I(U)ra-Mythus. Stück II. 67 [den ...]...[. ,]est du, [die . . . .]e auf ihren Lagerstätten [. . Jest da. • • • Cd. IV. [Von] SuL-PA-f seinen Glanz will ich fallen machen [. . . .]. Yom Baume will ich seine Wurzel .[..]., dass sein . . [.] nicht (üppig) wachse. Von der Wand will ich ihr Fundament vernichten, dass ihr % [Ober] teil ins Wa[nken komme]. Zur Wohnung des Königs der Götter will ich ziehen und ihn .[..]. ." Da ihn der Gewaltige I(U)ra hörte, waren ihm die Worte, die zu ihm ßum sprach, angenehm wie Oel, und also sprach der Gewaltige I(U)ra: „Das Meer(land) soll das Meer(land), Mesopotamien Mesopotamien, Assyrien Assyrien, den Elamiter der Elamiter, den Eossaeer der Kossaeer, den Beduinen der Beduine, den Nordländer der Nordländer, den Lul(l)ubaeer der Lul(l)ubaeer, ein Land das (andere) Land, ein Haus das (andere) Haus, ein Mensch den (andern) Menschen, ein Bruder den Bruder nicht verschonen und sollen einander erschlagen ; aber hernach soll der Akkadier sich erheben und soll sie alle niederstrecken und sie insgesammt niederwerfen a ! Der Gewaltige I(U)ra sagt zu Kum, der vor ihm hergeht, die Worte : „Geh' hin, Bum, die Worte, die du gesprochen, — »genüge der Fülle deines Herzens« !" Bum „setzte" sein Antlitz auf den Berg SarSar, (während) die Sieben, die Gewaltigen ohne Gleichen, hinter ihm her (den Staub) aufwühlen. (Ars) zum Berge Saräar der Gewaltige gelangte, 4u, Wegen des zagehörigen S(S)ubarü sicher 8ubarta(u) zu lesen. — 6 Oder fft-fri oder Tufri oder Sar-fri usw. 5* 68 Der I(U)ra-Mythus. 25. i3-§i-ma tät-su i-ta-bat §ad&(-a) 26. äadä(-a) (S&dtySar-sar1 im-ta-ni fcafc-kar-§a 27. Sa ki§-ti (i§u) haSurri uk-tap-pi-ra gu-up-nu-äa 28. [. .-fc]u f-mf ki-i tum*- ? Stuck III.8 Obvers. 1. ul-tu (ilu)I(U)ra(-ra) i-nu-hu ir-?4[.\ . . .] 2. iläni gi-mir-§u-nu aS-ri pa-[aJ6-#u ] 3. (ilu)I-gi-gi u (ilu)A-nun-na-ki kul-lat-su-nu illaku [ ] 4. (ilu)I(U)ra(-ra) pa-a-3u ipu§-ma ana Jfcaj-b[a . . i-zak-kar] 5. feu-la-ma nap-har-ku-nu a-m[a-tf]-ia6 [St-mt4-]in-n[i] 6. min-df-ma ana-ku ina hi-ti niah-ri-i ah-su-sa limuttim(-t[im)] 7. libbi(-bi) a-gu-ag-ma nl§i a-sap-pan 8. ki-i Srgir §M-ni «Vi*7 pa-ni8 u-Sü-li ina p(b)it-fci 9. ki-i la za-feip $ip-pa-9tu a-na na-ka-si ul u-ma-akft, g) 10. ki-i Sa-lil mäti kina u rag-gi ul n-mas-sa-a u-§am-fcat 11. ina pi-i lab10-bi na-'-ri ul ik-ki-mu §a-lam-tu 12. u a-Sar ? ? [. .]-'-b(p)u §a-nu-u ul im-da*-§u 13. la (ilu)I[-8um . .]siK-ri-ia mi-nu-u ba-Si-ma 14. a-wa [ .]-f-nu-ku-nu a-a(-)in-na 15. a-?[ ]? sf-nu fcut-rfn-na 16. (ilu)I-[§um pa-a-§u] ipuS-ma i-fcab-bi 17. a-na fcu[-ra-di (ilu)I(U)ra(-r]a) a-ma-tl i-zak-kar 18. fcu-ra-du [(ilu)I(ü)ra(-ra) ....]? fca-ba[-a-a] 19. min-dl-ma [ ] 20. ina ümt(-fw[i) an-ni-i ] l Oder gifri oder Ti-ti oder Sar-fri usw. — a Oder tak etc. — 8 Nach K 1282, veröff. von Harper I.e. p. 491 ff. u. 519 f. und Bu. 91—5—9, 186 sowie Bu. 91—5—9, 174, veröff. von King in d. Zeitschr. f. Assyr. XI, 54 ff. S. Bezold, Catdlogue p. 258 zu K 1282. — 4 Var. rt-u[. — 5 Oder Der I(U)ra-Mythus. Stück II— HI. 69 erhob er seine Hand, packte den Berg; rechnete den Berg SarSar (als) seinen Boden, von dem Waide von HaSurru-Bäumen brach er ab seine Weinstöcke. [ ]. war er gleich wie . . StOck III. Obvers. Nachdem I(U)ra sich beruhigt ..[....], beugen sich die Götter sie alle nieder, fürfchten sich ....], gehen die Igigi und Anunnaki insgesammt [ ]. I(ü)ra tat seinen Mund (auf) und [sagt] zu ..[.]: „Merkt auf, ihr allzumal, meine Wo[rte], [hört] mic[h]: Nachdem ich ob früherer Sünde Böses ausgedacht, (indem) mein Herz ergrimmt ist und ich die Menschen nieder- werfe, wie ein Mietling des Kleinviehs das Vorderschaf aus dem „(Lehm)- bautf heraufhole, wie Einer, der die Baumpflanzungen nicht gepflanzt hat, nicht ablasse, (sie) abzuhauen, wie Einer, der ein Land plündert, den Gerechten und den Schlechten nicht . ., niederschlage; aus dem Maule des brüllenden Löwen reissen sie nicht einen Leichnam und wo ..[..]. . ein Anderer nicht . . ., nicht I[§um . .] mein . ., was ist er und zu [ ] euer [.] . . [ ] . sind beladen mit Weihrauch". I[Sum] tat [seinen Mund] (auf) und spricht, sagt zum Ge[waltigen I(U)r]a die Worte: „Gewaltiger [I(U)ra ....]. [meine] Rede: „Nachdem [ ], an [diesem] Tage (aber) [ ]a erg. as ? paSbu = „werden besänftigt". — 6 Var. amäti-ia. — 7 Geschr. lu + nit; Var. lu allein, = immiru = „Schaf", „Lamm". S. Anm. 8. — 8 Var. ii = päni. Möglich , dass hier lu -f gl = lulimu = „Vorder- schaf", „Leitschaf". — 9 Var. a zwischen pa und t. — 10 Var. la. 70 Der I(ü)ra-Mythns. 21. iS-mf-[£u-ftta ku-ra-du (üu)l(ü)ra(-ra)\ 22. [*]i-i ttmt[(-mt) mab-ri-i ] f*[; . . J 23. i-ru-u[m-ma n]i-ta[. . . .] 24. [i]s-si-ma [(ilu) . . . i-dib~b]u-ub [....] 25. [.]äu ni§i [..... .]i-Sa-kag [....] 26. [JPluralz. ?[. . Ja an[. .]ma ra di§[. . . .] 27. [.]?-* ki-i ar-*[t-i]a ba-'-[i . . .] 28. [u] rubü('\x) (mäta) Akkadö(ni) dan-na-8u ta-a[. . . .] 29. i§tin(-la) sibit li-pu[-t*-su] ki-i[. . . .] 30. aläni-Su a-na kar-mi u §a-[d]a-§u ta-§ak-kan [ana . . .] 31. Sal-lat-su ka-bit-tu ta-Sal-lal a-na ki-rib Su-[an-na(A7)] 32. il&ni mäti Sa iz-nu-u tu-sal-la-am ana ru-?[. .] 33. (ilu) ?trul u (ilu) nisaba li-Sir-ru . . . a-u[a is-Sidi] 34. Sadäni hi-§ib-§u-nu tam-tu tu-?[a- . §a ] 35. kir-bi-f-tum Sa uä-tafc-ri-ba [ ] 36. padänu* [ ] 37. bUu [ ] (Folgten noch Bevers. 1. Sa-na-at la ni-bu ta-nit-ti btli rabi(-f) (ilu)3 [ .] 2. Sa (ilu)I(U)ra(-ra) i-gu-gu-ma ana sa-pan mätäti [. . . . pa- ni-Xu4] 3. i§-ku-nu 4. (ilu)I-§um ma-lik-Su u-ni-^u-§u-ma i-zif-iVsu . .]6 5. ka-§ir kara-mf-Su ana kabti iläni (ilu)Marduk märi ana* 6. i-na ssu mu-gi u-§ab-ri-§u-ma ki-i §a ina mu-na-at-t[i i-ru7] 7. a-a-am-ma ul [i-tnur] 8. f-?-§u-ma ul u-rad [?] a-na fli[-#ii] 9. [.]?-ma (ilu)I(ü)ra(-ra) ira-da-har pa-ni-[.sw] l Ge8chr. an 4- gir (= Sipu). Kann auch den Flurengott bezeichnen. — 2 öder sipu = „Fuss" ? — s Oder lies ilv [+ Pluralzeichen ] = Gött[er ....]? — 4 Oder etwa uzunsu = „sein Ohra zu erg. — Der I(U)ra-MythuB. Stuck III. 71 [Da ihn] hörte [der Gewaltige I(U)ra], [. . te er w]ie (in) [früherer] Zeit [....].[.. .], ging hinein [ ], [ri]ef [. . (und) rejdet [...]: „[.] . die Leute [ ] wird machen [. . .] [. .].[..].. [.] ..[...] [.] . wie in Zukun[ft] such[e . . .] [Auch] den Grossen von Akkadü, seine Gewalt wirst du [...]. [Seine] ein (oder) sieben Nachkommen wie [. . wirst du . . .] . Seine Städte wirst du zu Wüsteneien und seinen Be[r]g [zu . .] machen. Seine schwere Beute wirst du nach Su[an(n)a] als Beute bringen. Die Götter des Landes, die erzürnt waren, wirst du versöhnen zu . . [. .]. Das Feld und der Weisen mögen (dann) . . . vo[n Neuem] gedeihen ! Die Berge [mögen] ihren Reichtum, das Meer [seine] ..[...]! Die Fluren, die verwüstet waren [ ]! Der Weg [ ] ! Das Haus [ ]! 1 Zeile oder 2). Revers. Jahre ohne Zahl [hatte] die Furchtbarkeit des grossen Herrn, des [ ], da{ss) I(U)ra zürnte und auf das Niederwerfen der Länder [. . . . sein Antlitz] „setzte", I§um, sein Berater, ihn beruhigte und [seinen] Gri[mm . . .]. (Der) welcher seine Schriftstücke verfasst dem Hochgeehrten der Götter, Marduk, dem Sohne, [d]em [. . .], liess (sie) ihn in der Kühle der Nacht sehen und, wie er am Morge[n erwachte], [sah er] Niemanden. . . ihn und kommt nicht zu [ihm] herab. [.] . . I(U)ra, war (vor) [ihm] willkommen, 5 Jedenfalls wohl irgend eine Form von iztzu = „grimmig sein" zu erg. — s tur (= märü) -f Dil = aplu, tnäru oder sumu nach V R 23, 82. — 7 Oder etwa ein anderes Wort für „aufstehen** oder „erwachen11. 72 Der I(U)ra-Mythus. 10. [a-matl (ilu)]I-§um a-lik mah-ri-§u i-#>2 11-xfu] 11. [üäni* na]p-har-§u-nu i-na-ad-du it-ti-§[u] 12. [u ki]4-a-am ifc-ta-bi ku-ra-du (ilu)I(U)ra(-ra) 13. [ga za-\bma-m §a-a-§u i-na-du ina a-£ir-ti-Su lik-tam-ml-ra higallu 14. [u §a ] u-§am-sa-ku a-a i-§i-in-na fcut-rin-na 15. [§a . .] .fo-ml u-Sar-bu-u li-bll kib-ra-a-t[i] 16. [. .]§a ta-nit-ti fcar-ra-du-ti-ia i-di(a)b-bu-bu 17. ma-hi-ra a-a ir-gi 18. (amllu) zammf(i)ra §a i-gar-ra-hu ul i-ma-ti ina Sip-ti 19. fli Sani u rubi li-tib at-mu-Su 20. (amila) tupSarra Sa ih-ha-zu i-Sl-ti6 ina nak-ri i-kab-bit tna7?[.] 21. ina a-Sir-ti um-ma-ni a-§ar ka-a-a-an su-mf i-zak-ka-rt* 22. u-zu-un-§u a-pi-it-ti 23. ina blti a-§ar tup8-pu Sa-a-§u Sak-nu (ilu)I(U)ra(-ra) lu a- gu-ug-ma 24. li§-gi-§u (ilu)Sibitti-Sunu 25. patar §ip-ti ul i-ti-hi-§u ga-lim-tu Sak-na-as-su 26. za-ma-ru §a-a-§u a-na ma-ti-ma li§-§a-kin-ma li-kun ga-du ul-la* 27. ma-ta-a-ti nap-har-§i-na lig-ma-ma li-na-du kur-di-ia 28. niSi kal10 d(t)a-ad(t)-mf li-mu-ra-ma li-Sar-ba-a §u-rai l Nach der Photographie hierfür genügender Platz. — 2 Oder lies i-lu und dann im Folg. ü-l[u] = „des glänzenden (herrlichen) Gottes ? ? — 3 S. o. p. 68 Z. 2 ff. — 4 S. o. p. 66 Z. 8. — 5 S. Z. 26. — 6 Var. t-AM[t(?). Der I(ü)ra-Mythus. Stück m. 73 [die Rede] Bum's, der vor ihm herzog, war i[hm] angenehm. [Die Götter], ihre [Gesjammtheit, fürchten sich mit ih[m], [und al]so sprach der Gewaltige I(ü)ra: „[Wer] jenen [Ge]sang fürchtet, in seinem Tempel möge Ueber- fluss angehäuft werden, [aber wer] (ihn) „fortschafft*, soll keinen Weihrauch riechen! [Wer . .] meinen Namen gross macht, soll die (Welt)räum[e] beherrschen , [. .jwer von der Furchtbarkeit meiner Gewaltigkeit redet, soll Keinen haben, der (ihm) widersteht! Ein Sänger, der (ihn) laut singt, soll nicht im Strafgericht sterben , (und) dem Könige und dem Grossen soll seine Rede ange- nehm sein ! Ein Tafelschreiber, der (ihn) erlernt, wird dem Feinde entrinnen, wird in .[.] geehrt sein, (und) im Tempel des Volk(heer)s, wo man beständig meinen Namen nennt, werde ich sein Ohr öffnen. Im Hause, wo selbige Tafel hingelegt ist, möge I(U)ra ergrim- men und mögen die Sieben niedermetzeln — der Degen des Strafgerichts wird ihm nicht nahe kommen, Un- versehrtheit ist ihm gemacht. Jener Gesang mög' immerdar „gemacht werden", möge bis in (ferne) Zukunft bestehen! Die Länder, ihre Gesammtheit, mögen (ihn) hören und meine Gewalt fürchten! Die Leute aller Wohnplätze mögen (ihn) lesen und meinen Na- men gross machen !a — 7 So nach Pincheh: ml -+- LTfoder n[a. Harter: an[. — 8 So nach King in Z.f. A. XI p. 53 u. p. 50. - 9 Harter ti schraffirt; dafür LA oder Li nach 1 R 58 Col. X, 4 (gadu tittu)? — 10 Fehlt in Bu. 91—5—9, 186. * * 74 Nörigal und EreSkigal. V. Nerigal und Ereskigal.1 Obvers. Stflck I.1 1. i-nu-ma i-lu iS-ku-nu kM-rf-f-ta 2. a-na a-lia-ti-§u-nu I-rf-ß-ki-i-ga-a-al 3. i§-pu-u-ru ma-a-ar Si-i-ip-ri 4. ni-i-nu-u lu nu-[u]r-ra-da-ak-ki 5. u at-ti ul ti-li-in-na-a-Si 6. §u-u-up-ri-im-ma li-il-gu-u ku-ru-um-ma-at-ki 7. i§-pu-r[a]-a[m] I-[ri-i]§-[k]i-i-ga-al Nam-ta-a-ra §u-uk-k|a- l]a-[§]a 8. i-la-am-[m]a N\am-ta-ru] a-[n]a [S]a-mM §i-i-ru-u-ti 9. i-ti-ru-t*[6 a-sa-ar a.s]-b(p)u-ma i-la-nu 10. u-pa-r[a ]ru[.]-ma Nam-[t]a-a-[r]a 11. ma-ar §i[-i-ip-]ri-i[m a-Ja-(|is-[§]u-n|u] ra-a-bi-i-ti (Folgen eine Reihe verstümmelter Zeilen. In Z. 14 liest man davon getrennt bi-[f]l-ti-Su = „seine Herrin", in Z. 15 i-ba- Stflck II.3 • • • (Erhalten Beste von 3 Zeilen, von denen die 4. um-ma [i-la §a i-na pa-ni ma-ar4] §[i]-ip-ri-ia la-a it-bu[-u] 5. a-na mu-u[-M&-&i-*a &]t-l[a]-o[.^S]u-um-ma lu-u-du-uk-§u 6. il-li-ka-am-ma Nam-ta-ru i-d[a]-ab-bu-ub a-na i-la-ni 7. il-su-§u-nia i-la-nu i-da-ab-bu-bu it-ti-§u mu-u-/[«] 8. a-mu-ur-ma i-la §a i-na pa-ni-ka la it-bu-u 9. li-fci-f-gu a-na ma-h[a]-ar bf-il-ti-ka 10. im-nu-§u-nu-ti-ma Nam-ta-ru i-lu ar-ku-u gu-b(p)-u-ulj 11. [i]a-a-nu-§u i-lu [§]a i-na pa-ni-ia [l]a it-bu-u i Nach Bruchstücken einer in El-Amarna gefundenen Tafel, veröff. von U¥/aolD'Bvdg^ {Tellel-Amarnap. 140 f. u. PI. 17) und Winckler-Abel (Thontafelfund von El-Amarna p. 164 f.) und sorgfältigst collationiert von Knudtzon in den Beiträgen zur Assyriologie IV, p. 130 ff. — 2 Nach Bu. Nörigal und EreäkigaL Obvers. Stuck I— II. 75 V. Nfrigal und Ereskigal. Obvers. StOck I. Als die Götter ein Gastmahl bereiteten, sandten sie zu ihrer Schwester EreSkigal einen Boten: „Wenn wir (auch) zu dir [hi]nabgehn, kommst (kamst) du doch nicht zu uns herauf. (Drum) sende hin, dass man dein Backwerk hole"! Da entsandtje] E[re]§[k]igal [ihjren Botschafter] Namtäru, und N[amtäru] stieg z[u]m gewaltigen [H]immel empor, ging hine[in (an) den Ort, (wo)] die Götter [sa]ssen. Sie . . [. en ] . [.] Nam[t]a[r]u, den Bo[te]n i]bre[r] ältesten [Schweste]r, vielleicht a-k[a-l]a = „Essen" („essen") und durch ein(?) Wort a[k]-ki ut-ta-a[b]-ba-as == „ weint (und) heult a.) Stock II. • • • erste mit (*7m)bit[-, also wohl ilu-bit[-a = i[a begann.) nämlich: [„Den Gott, der vor] meinem [Bo]ten nicht aufstan[d], [br]ing[e i]hn zu [mir], dass ich in töte" ! Es ging hin Namtäru, r[e]det zu den Göttern. Nachdem sie ihn gerufen, bereden sie To[d] mit ihm: „Siebe, den Gott, der nicht vor dir aufstand, nimm ihn mit v[o]r deine Herrin"! Da Namtäru sie musterte, . . t ein hinten (sitzender) Gott. „[Wjo ist er, der Gott, [djer [nieh]t vor mir aufstand?" 88 — 10—13, 69 Obv. , veröff. von Bezold - Bitdge 1. c. — 8 Nach dem früher im Museum von Gizeh, jetzt im Berliner Museum befindlichen Frag- ment VA. Th. 2710 + VA. Th. 1611 + VA. Th. 1613 + VA. Th. 1614, veröff. von Wisckleb-Abel 1. c. — 4 S. zur Erg. Z. 11. 76 Nßrigal and EreStrigal. 12. [. . il]-la-ak Nam-ta-a-ru [. . . .]-l-im1-§u (Folgen Reste von 8 Zeilen. Am Ende von Z. 14: i-l]u ar-ku-u ist [e]r?, von Z. 17: ma-ar Revers. Stock I.8 1. li-i-fef a-na I-ri-i§-ki-gal i-ba-a[fc ] 2. a-na pa-ni ilu-bit-a a-bi-Su i-maB(-)ra-an[ ] 3. u lu ba-la-ta-an-ni la-a pa-al[-§a-a-ta ] 4. a-na-an-di-na-ak-ku 7 u 7 a-m[i ] 5. it-ti-ka a-na a-la-ki (ilu) [4. . . (ilu) . . . (ilu) . . ba (ilu) Mu-ta-ab-ri-ga4] 6. (ilu)Sa-ra-ab-da-a (tfw)[4Ra-a-bi-i-§a (ilu)T(D)i-ri-id(t, t) (ilu)I- fu*-tu4] 7. (4[il]u)6 Bi-i-f[n7-na (ilu)Si-i-da-a-na (ilu)Mi-fei-it (ilu)Bi-f-fl- tti(^)8-ri4] 8. (ilu)Um-ma (il[u)4Li-i-ba4 ] 9. it-ti-ka [lil-li-ku ik-su-ud-ma (üu)Nirigal a-na baj-a-bu 10. I-ri-iS-ki-gal i-Sa-si a-n[a]9 a[-ti-i10 pi-ta-]a11 ba- ab-ka 11. u[b]-bi ru-um-mi-ma a-na-ku lu-ru-u-ub a-na raa-h[ar b]i-l- il-ti-ka 12. I-ri-iS-ki-gal a-na-ku §a-ap-ra-ku il-li-ik-ma a-tu-u 13. ifc-ta-bi a-na Nam-ta-ri Hu i§-tl-in i-na bi-i ba-a-bi iz-za-^[a] 14. al-ka-raa b(p)u-w-ri-[§]u-ma li-ru-ub u-sa-[am-m]a Nam-ta- a-r[u] 15. i-mu-ur-gu-ma ha-a-di-du an-ni-i§ k[a . . u]m ifc-ta-a-b[i] 16. a[-na bf-f-f]l-ti-§u bi-f-il-ti [i-lu S]a i-na ar-ha-a[-m18] 17. pa-a-[wM-tt-tt12 iZ-l]i-ku-ma [i-na pa-ni18-]ia la it-bu-u 18. Su-ri-ba14(-).*[u i]I-la-ka lu-u(-)du-[ttfc-*u] 19. u-^a-am-ma Nam-ta-ru i[s ....]? lr-6a bi-i-li 20. a-na bi-tu a-ha-ti-[k]a-ma mu ? ? ? ? ur §i-i-it-ta-ka l Knüdtzon erg. zu ffl-i-im-sfu = * seinen [B]efehla. Mit Rücksicht auf das Folgende i-rf]-Mm-8u = „bekam] Mitleid mit ihm" wohl nicht ausgeschlossen. — a Nach VA. Th. 2710 + VA. Th. 1611 + VA. Th. 1614, veröff. von Winckler-Abel 1. c. p. 164 f . — s Nach Knüdtzon hier ein Trennpunkt. Aber kann ein assyr. Wort mit ran[ anfangen? — Nörigal and EreSkigal. Obvers. Stück II. Revers. Stack I. 77 [. . ge]ht hin Namtäru [....].. ihn. =] der hinten (siteende) [Go]tt, von Z. 15 : ]ia-a-nu-[S]u =] wo §i-i]p-ri-i-§a = Jihren [Bo]ten.) Revers. StQck I. „Nimm zu EreSkigal . . [ ]". Vor Ia% seinen Vater . . . . [ ] und mr mochten leben". „Fürch[te dich] nicht! [. . ] Ich will dir geben 2 mal 7 . . [ ] mit dir zu gehen: [...,...,.. bu, Mutabrifeu], Sarabdü, [Rä(a)bi(i)§u, T(D)irid(t, t), Ilütu], Bl[nnu], Sidänu, Mifcit, Bel-ub(p)ri], Ummu (und) [Libu .' . .] [mögen] mit dir [gehen!" Als Nerigal gelangte zum T]ore der EreSkigal, spricht er zu[m] Wfächter: „ Oeffn]e dein Tor! Mach1 das T[a]u los, dass ich hineingehe. Vo[r] deine [H]errin EreSkigal bin ich gesandt". Es ging der Wächter hin (und) sagte zu Namtäru : „Ein Gott stehft] im Eingang des Tors. Geh* hin, prüf [i]hn genau, dass er (dann) hineingehe!" Da ging Namtäru hinafus]. (Da) sah ihn der [....]. sagt[e] z[u] seiner [Her]rin : „Meine Herrin! [Der Gott, d]er in vorma- ligen] Monat[en] [hingi]ng und [vor] mir nicht aufstand". „Bring* ih[n] herein ! [ g]eht, will ich [ihn] tö[ten]" ! Es ging hinaus Namtäru .[....].: „Geh' hinein, mein Herr, zum Hause [dei]ner Schwester und dein . . . ! 4 Erg. nach Rev. Stück II , 2 ff. — 5 Oder d(f)ib(p) ? — 6 Kncdtzon [a-n]n(?). — 7 Ders. t[i. — 8 Oder ar(?). — 9 Knudtzon i[ar](?). — 10 Erg. nach Z. 12. — n Knudtzon ?(?)]a. — ia So von Knvdtzon (nach Rev. Stück II, 21 ?) erg. — is S. o. Obvers Stück II, 8. - u iu-ri-ba von i[n durch den Trennponkt geschieden. 78 Nerigal und Ereskigal. 21. [. . . . tn]a [(i]lu) Nirigal li-ib[-bi-k]a li-ih-da-an-ni (Folgt noch eine Zeile mit Stück II.1 • • • 1. [. . .]a-l[a] i[d(t, t)-n]a-a i[a]-a-6a ? ? ?b[u 1* 2. [(ilu) . . ba i-na §a-al-i§i (ilu)Mu-ta-ab-ri-ga i-na rl-1-bi-fi] 3. [(ilu)Sa-r]8a-ab-da-a i-na ha-an-§i (ilu)Ra-a-bi-i-?a i-na §i-iS-§i (ilu)T(D)i-ri-[i]d(t,t) 4. [i-n]a si-1-bi-i (ilu)l-fu4-tu i-na sa-ma-ni-i (ilu)Bi-f-fn-na 5. i-na ti-Si-i (ilu)Si-i-da-na i-na IS-ri-i (ilu)Mi-fci-it 6. i-na il-tMn-§M-ri-i (ilu)Bi-i-fl-w[6(|^)]-ri i-na Si-i-in-Sf-i-ri-i 7. (ilu)Um-ma i-na §a-la-SM-ri-i (ilu)Li-i-ba i-na fr-bi-Sf-f-ri-i 8. ba-a-bi il-ta-ka-an hu-d[uÄ]-w/a6-a-Sa i-na ta-ar-ba-§[i] it- ta-ki-is 9. (ilu)Nam-ta-ra ?a-a-bi-§u {i-i-u\& i-§a-ka-an ba-ba-a-tu 10. lu pu-ut-ta-a a-nu-um-ma a-na-ku a-la-as-su-ma-ku-u-nu-si 11. i-na li-ib-bi bi-i-ti i§-§a-ba-at I-rl-ß-ki-i-gal 12. i-na Sa-ar-ti-§a u-ki-id-di-da-aS-Si-im-ma iS-tu ku-us-si-i 13. a-na ga-a-ag-g[a-r]i ga-ga-as-sa a-na na-ka-si 14. la-a ta-du-ka-an-ni a-hu-a-a a-ma-ta lu-u^-ba-a-ku 15. i§-roi-§i-i-ma (ilu)Nfrigal ir-nia-a ga-ta-a-§u i-ba-ak-ki ut- [t]a-ha-as 16. at-ta lu mu-ti-ma a-na-ku lu aS-Sa-at-ka lu-§f-f§-bi-it-ka 17. §ar-ru-ta i-na ir-§M-ti ra-pa-a§-ti lu-uS-ku-un tu-up-pa 18. §a ni-nii-f-fci a-na ga-ti-ka at-ta lu bi-Mu 19. a-na-ku lu bi-il-tu (ilu)Nirigal is-mM-ma an-na-a ga-ba-Sa 20. [i]8-ba-si-ma u-na-aS-Sa-afc-Si di-i-im-ta-Sa i-ka-ap-pa-ar 21. mi-i-na-ani-ma tf-rl-§i-in-ni iS-tu 7 ar-ha-ni ul-lu-ti 22. a-du ki-na-an-na l Nach Bu. 88—10—13, 69 Rev., veröff. von Bezold-Budgk I.e. — 3 So Knvdtzon. Jedenfalls nach dem Folgenden vor Z. 2 und gewiss gerade in Z. 1. (ilu) . . . ina mafirl (ilu) . . . ina Sani d. i. „. . . im ersten, ... im zweiten" zu erg. — 8 So doch wohl trotz anscheinend kaum Nerigal und Ereftigal. Revers. Stück I— II. 79 [ ] . Nerigal, [de]in Her[z] freue sich unsrerl Nirigal in der 2ten Hälfte.) Stock II. . • • • [• • •] t i [. . . .]ba im dritten, Mutabrifcu im vierte[n], l§ar]abdö im fünften, Rä(a)bi(i)$u im sechsten, T(D)irid(t, t) [i]m siebenten, Ilütu im achten, Bin na im nennten, Sidänu im zehnten, Mifcit im elften, Bel-u[b(p)]ri im zwölften, Umrau im dreizehnten, Libu im vierzehnten Tore stellte er hin. Ihren ..[.]• schlug er ab auf dem Hoffe]. Dem Namtäru, seinem Krieger, giebt er den Befehl: „Die Tore sollen geöffnet werden! Nun werde ich(, ich) auf euch losfahren\u Im Innern des Hauses packte er EreSkigal, bog sie an ihrem Haar vom Trone nieder zum Erdbo[de]n, um ihr Haupt abzuschlagen. ^Erschlag* mich nicht, mein Bruder! Ich will dir „eine Rede" sagen a. Da sie Nerigal hörte, lösten sich seine Hände. Sie weint (und) h[e]ult : „Du sollst mein Gatte (sein), ich will dein Weib (sein). Ich will dich ergreifen lassen die Königsherrschaft in der weiten Erde. Ich will die Tafel der Weisheit in deine Hand legen. Du sollst der Herr, ich will die Herrin (sein)a. Da Nerigal diese ihre Rede hörte, [e]rgriff er sie, küsst sie, wischt ab ihre Tränen. :„Was auch immer du von mir gewünscht hast seit vergangenen Monaten bis 80u. ausreichenden Raums nach Rev. Stück I, 6 zu erg. Knudtzon nur : [(üu) B]a. — « Oder d(f)ib(p)? - 5 Oder lies t[um]7 — 6 Oder 6o. — 7 „Waa hier zu sehen ist, kann von etwas Gestrichenem herrühren u (Knudtzon). 80 ßtar's Höllenfahrt. VI. Btar's Höllenfahrt.1 Obvers. 1. A-na lr§it lä täri* fcafc-ka-ris[. . . .] 2. (ilu)ßtar märat (ilu)Sin u-zu-un-Sa [ig-kun4] 3. i§-kun-ma märat (ilu)Sin u-zu-u[n-§a . . .] 4. a-na bit(i) f-t(d)M Su-bat (ilu)Ir[-kal-la5] 5. a-na biti §a f-ri-bu-§u la a-§u-[u5] 6. a*na fcar-ra-ni 3a a-lak-ta-sa la ta-a-a[-rat5] 7. a-na biti §a 1-ri-bu-äu zu-um-mu-u nu-|u-ra*] 8. a-§ar fpru b(p)u-b(p)u-u8-su-nu a-kal-§u-nu ti-i[t~t«5] 9. nu-u-ru ul im-ma-ru ina f-tu-ti a§-[bu5] 10. lab-Su-ma kima i§-§u-ri §u-bat kap-[pi5] 11. fli (iflu) dalti u (i$u) sikkuri 8a-p(b)u-uh fp-ru 12. (ilu)IStar a-na bäb ir§it lä täri* ina ka-Sa-di-Sa 13. a-na (amtlu) iAuQ ba-a-bi a-ma-tura iz-zak-kar 14. (amilu) pUu6(-)mM pi-ta-a ba-ab-ka 15. pi-ta-a ba-ab-ka-ma lu-ra-ba a-na-ku 16. ^ura-ma la ta-pat-ta-a ba-a-bu la ir-ru-ba a-na-ku 17. a-mah-ha-a? dal-tum sik-ku-ru a-§ab-bir 18. a-mah-ha-as si-ip-pu-nia u-§a-bal-kat (i§u) daläti 19. u-§f-fl-la-a mi-tu-ti äkilati bal-tu-ti 20. fli bal-tu-ti i-nia-'-du mi-tu-ti 21. (amilu) pitü* pa-a-Su i-pu-us-ma i-fcab-bi 22. iz-zak-ka-ra a-na rablti(-ti) (ilu) 13-tar 23. i-zi-zi bf-fl-ti la ta-na-da-a§-Si 24. lu-ul-lik Sumi-ki lu-§a-an-ni a-na Sar-ra-ti (ilu)l[rfS-7k]i-gal l Nach K 162, K 7600 (u. K 7601), veruff. zuletzt in IV Ru.2 p. 31. s. die Anmerkungen dazu in den Additions zu IV R8 auf p. 8. S. zur Ueber- setzung zuletzt A. Jeremias in Roscher's Lexikon d. gr. u. röm. My- thologie III p. 258 ff. Zu früheren Arbeiten darüber s. Bezolu, Catalogue p. 42 f. unter K 162. — 2 Wohl so, türi, nicht tärat, wie man nach II R 32, 19 gh(: kur-[nu-g]i-a = ir&t la ta-r[i] (oder ra[i])) zu lesen pflegt, wegen K 1451 Rev. 3(V) : (ilu)In-nu-gi = ü ir$üim bil lä *[«- .]. Da täru, nicht aber iäriu oder tayärtu, auch „Erbarmen" heisst, wird der in Istar's Höllenfahrt. 81 VI. Istar's Höllenfahrt Obvers. Auf das Land ohne Bäckkehr, die Erde [....] [„setzte"] Etar, die Tochter Sin's, ihr Ohr. Es „setzte« die Tochter Sin's [ihr] Oh[r . . .] auf das düstere Haus, die Wohnung Ir[kalla's], auf das Haus, dessen Betreter nicht (wieder) hinausge[ht], auf den Weg, dessen Begehen ohne Umk[ehr] (ist), auf das Haus, dessen Betreter des L[ichts] entbehrt, wo Erdstaub ihre Nahrung, Le[hm] ihre Speise, sie Licht nicht schauen, in Düsternis sit[zen], sind bekleidet wie ein Vogel mit einem Flüg[el]tuch, auf Tür und Riegel lagert Erdstaub. Wie Etar am Tor des Landes ohne Bückkehr anlangt, spricht sie zum Pförtner des Tores die Worte: „Pförtner da! öffne dein Tor! Oeffne dein Tor, auf dass ich hineinkomme ! Wenn du dein Tor nicht öffnest und ich nicht hineinkomme, zerschmeiss' ich die Tür, zerbrech' ich den Riegel, zerschmeiss' ich die Schwelle und verrück' ich die Türen, bring' ich hinauf die Toten, essend, lebendig, sollen mehr als die Lebend 'gen die Toten sein". Der Pförtner tat seinen Mund (auf) und spricht, sagt (also) zu der grossen Etar: „Steh! meine Herrin, wirf sie nicht hin! Ich will hingehn und deinen Namen der Königin E[re§k]igal künden«. der Unterwelt hausende „Herr ohne gi = t[a- .]", d. i. doch wohl der „Herr ohne Erbarmen ", bil lä täri heissen und darum wohl auch die Un- terwelt, „das Land ohne gia irfü lä täri. Giebt es überhaupt ein Wort tärtu mit stat constructus bez. absolutus tärat neben tayärtu? — 3 Hier- hinter bei Delitzsch Lesestuke* p. 110 noch t-d»[, wohl nach Tafel VII (?) CoL IV 28(33) des Gügantis-Epos (s. h.) ! — * S. Z. 3. — 5 Ergänzt nach Gilgatnü'EposL c. Z. 29 (34) ff . — 6 kak (= sikkatu) + ni-gab =p%tü oder muiilü sikkatiy also ni-gab = pttü oder mustlü? — i S. Anm. 1 auf p. 82. JaaMn, Mythen m. Epen. 6 82 Istaf s Höllenfahrt. 25. i-ru-um-ma (amilu) pitü iz-zak-k[a]-r[a ana (iluJIriS^ki-gal] 26. an-ni-tu(-)mi-i a-ha-ta-ki (ilu)B-tar i[ ] 27. nu-KiL-tu Sa kip-pi-i rabüti d(t)a-[ ] 28. (ilujW-ki-fgal] an-ni-[t]a i-[na Sl-mi-Sa] 29. ki-ma ni-kis (isu) bi*-[w]i* i-ru-[ ] 30. ki-ma Sa-b(p)at(d, t) ku-ni-ni is(§, z)-Ii-[ ] 31. mi-na-a libba(-ba)-Sa ub-la-an-ni mi-na-a kab-t[a-as-sa id- Jca-an-ni] 32. an-ni-tu(-)mi-i a-na-ku it-ti-[Sa us-.sab-ma] 33. ki-ma akalf a-kal titu ki-ma Sikari a-Sat-[ti mi8] 34. lu-ub-ki a-na it(d)li Sa i-zi-ba (sinniStu) hi[-ra-ti-Su-un] 35. lu-ub-ki a-na (sinniStu) ardäti Sa ina sün (amilu) ha-i-rl- Si-n[a . .] 36. a-na (amilu) sihri la-ki-i lu-ub-ki Sa ina la ümi-Su tar-[.] 37. a-lik (amilu) pim pi-ta-aS-Si ba-ab-[ka] 38. up-pi-is-si-ma ki-ma par§i la-bi-ru-t[i] 39. il-lik (amilu) jMü ip-ta-aS-Si ba-ab-[Su] 40. ir-bi bi-il-ti Kütü(Ki) li-riS-fA:t4l 41. Skal ir§it lä täri5 li-ih-du ina pa-ni-ki 42. iStin(-fn) bäbu u-Si-rib-Si-ma um-ta-§i it-ta-bal agä rabä(-a) Sa fcafckadi-Sa 43. am-mi-ni (amilu) p'uü ta-at-bal agä rabä(-a) Sa ka^kadi-ia 44. ir-bi bi-il-ti Sa (ilu)Bilit irsitim(-tim) ki-a-am parat-Sa 45. Sanä(-a) bäbu u-Si-rib-Si-ma um-ta-§i it-ta-bal in-§(z)a-ba-tl Sa uzni-Sa 46. am-mi-ni (amilu) fitn ta-at-bal in-s(z)a-ba-ti Sa uzni-ia 47. ir-bi bi-il-ti Sa (ilu)Bilit ir§itira(-tim) ki-a-am parsi-Sa 48. SalSu(-Su) bäbu u-si-rib-Si-ma um-ta-§i it-ta-bal (abnu) irim- müti Sa kiSädi-Sa i So, nicht Nin-kigal, zu lesen wegen No. 82, 2, 7 u. 29 der Amarna- Tablets her. von Bezold u. Bitdge sowie Winckler-Abel El-Amarna No. 234 Rev. 1 u. No. 239a 4 u. 6 (s. o. p. 74 ff.). Vgl. 82—8—16, 1 Obv. 27 her. v. S. A. Smith Mise. Texts p. 25 (Nin = irü) und, da nin = „Herrin" „Königin", iri(i)su — äarratum (Königin) VR 28, 31 ab. Grie- Istar's Höllenfahrt. 83 Es ging der Pförtner hinein und spri[c]h[t zu Ereäkigal] : „Diese da (ist) deine Schwester Etar . [ .] , die . . . (in) der grossen „Freudenstätten" . [ ]". A[ls] Ere§ki[gal] di[e]s [vernahm], . . [. te] sie [ ] wie wenn eine Tama[ris]ke abgehauen wird, . . [. te J wie wenn ein Kuninu-rohr abgeschlagen wird. :„ Was hat ihr „Inneres (hervorgebracht", was hat [ihren] Bau[ch bewegt] ? Diese da, [soll ich] mit [ihr mich setzen], statt Speisen Lehm essen, statt Rauschtrank [Wasser] trin[ken], über die Männer weinen, die [ihre] Ga[ttinnenJ verliessen, über die Mädchen weinen, die von den Lenden ihr[er] Buhlen über den zarten Kleinen weinen, der vor seiner Zeit . [.]? Geh' hin, Pförtner, öffne ihr [dein] Tor! Behandle sie nach den alte|n] Gesetzen". Der Pförtner ging hin (und) öffnete ihr [sein] Tor. :„Komm herein, meine Herrin ! Kntü jauchze d[ir] zu, der Palast des Landes ohne Rückkehr „freue sich vor dir!" In ein Tor führte er sie hinein und . . ., nahm fort die grosse Tiara ihres Hauptes. :„ Warum, Pförtner, nahmst du fort die grosse Tiara meines Hauptes?" „Komm herein, meine Herrin ! Der Herrin der Erde, also (sind) ihre Gesetze". In ein zweites Tor führte er sie hinein und . . ., nahm fort die Gehänge ihrer Ohren. :„ Warum, Pförtner, nahmst du fort die Gehänge meiner Ohren?" „Komm herein, meine Herrin! Der Herrin der Erde, also (sind) ihre Gesetze *. In ein drittes Tor führte er sie hinein und . . . , nahm fort die Halsketten ihres Nackens. chische Transscription 'EQ£G%i,yal (Zaubertext). Statt des sumerischen Iriskigal auch das assyrische Allatu möglich. — 2 So nach King. — 3 Iriskigal isst anscheinend von der Tafel der himmlischen Götter. Die Toten dagegen essen Erdstoff und trinken Wasser. — 4 S. die f. Z. und IV R* 17 Rev. 11. — 5 Oder ist sumerisch, Ig(k)alkurnugi(a) zu lesen? 6* 84 Btar's Höllenfahrt. 49. am-ml-ni (amilu) pitü ta-at-bal (abnu) irimmäti 3a kiS&di-ia 50. Ir-bi bi-ll-ti §a (ilu)Bflit-fr?itim(-tim) ki-a-am par?i-Sa 51. rfbü(-u) bäbu u-§f-rib-§i-ma um-ta-^i it-ta-bal du~di-na-tf Sa irti-ga 52. am-ml-ni (amilu) pitü ta-at-bal du-di-na-tf §a irti-ia 53. ir-bi bl-ll-ti §a (iIu)Bilit-fr9itim(-tim) ki-a-am par§i-ga 54. hanSu(-§u) bäbu u-§f-rib-$i-ma um-ta-$i it-ta-bal §ib-bu aban alädi Sa kabli-§a 55. am-mf-ni (amilu) pitü ta-at-bal §ib-bu aban alädi §a kabli-ia 56. ir-bi bf-fl-ti §a (ilu)Bilit-fr$itim(-tim) ki-a-am par?i-§a 57. §(s)i§§u(-§u) bäbu u-§f-rib-Si-ma um-ta-?i it-ta-bal Simir(f)1 fcäti-Sa u äipi-Sa 58. am-mf-ni (amilu) pitü ta-at-bal Sfmir(i)1 fcäti-ia u Sipi-ia 59. ir-bi bi-fl-ti §a (ilu)Bilit-fr§itim(-tim) ki-a-am par$i-§a * 60. 8ibü(-u) bäbu u-Sf-rib-Si-ma um-ta-si it-ta-bal §u-bat bul-ti §a zu-um-ri-§a 61. am-mf-ni (amilu) pitü ta-at-bal su-bat bul-ti Sa zu-um-ri-ia 62. fr-bi bl-ll-ti §a (ilu)Bilit-frsitim(-tim) ki-a-am panji-Sa 63. i§-tu ul-Ia-nu-um-ma (ilu)K-tar a-na fr§it lä täri u-ri-du 64. (ilu)Irf§-ki-gal i-mur-Si-nia ina pa-ni-§a ir-'-ub(p) 65. (ilu)Etar ul im-ma-lik f-lf-nu-ug-§a u§-bi 66. (ilu)Irß-ki-gal pa-a-Sa i-pu-u§-ma i-fcab-bi 67. a-na (ilu)Namtäri s(§)uk(k)alli-sa a-ma-t[t riSi-ka a-na (magkujhal-zi-^i uz-na Su-kun 19. f bi-Ü-ti (ma§ku) hal-zi-fcu lid-nu-ni mi ina libbi(-bi) lu-ul- ta-ti 20. (ilu)Irß-ki-gal an-ni-ta ina gf-mi-ga 21. tam-ha-a? süni-Sa taS-§u-ka u-ba-an-§a 22. tf-tfr-Sa-an-ni f-riS-tum la i-ri-§i 23. al-ka (amilu) A^a'-äu-na-mir lu-zir-ka iz-ra rabä(-a) 24. akalt (i$u) Ipinnf ali lu a-kal-ka 25. (karpatu) ha-ba-na-at ali la ma-al-ti-it-ka 26. ?illi dari lu-u man-za-zu-ka 27. as-kup-pa-tu lu mu-§a-bu-u-ka 28. S(s)ak(fc, g)-ru u z(?)a-mu-u lim-ha-^u li-it-ka 29. (ilu)trß-ki-gal pa-a-§a i-pu-u§-ma i-feab~bi 30. a-na (ilu)Namtäri s(§)uk(k)alli-§a a-raa-ta iz-zak-kar 31. a-lik (ilu)Namtäru nia-ha-a? I-g(k)al-gi-na8 32. (abnu) askuppäti za-'-i-na §a (abnu) PA-Plur. 33. (ilu)A-nun-na-kh gu-?a-a i-na (i§u) kussi ^urä^i su-sib 34. (ilu)B-tar mi baläti su-luh-Si-ma li-fca-aS-§i ina mah-ri-ia 35. il-lik (ilu)Namtäru im-ha-as I-g(k)al-gi-na8 36. (abnu)askuppfcti u-za-'-i-na §a (abnu) PA-Plur. 37. (ilu)A-nun-na-ki u-gf-^a-a ina (isu)kussi hurägi u-Sf-Sib 38. (ilu)B-tar mi baläti is-luh-Si-ma il-l^a-aä-§i 39. iStin(-ln) bäbu u-§f-§i-£i-ma ut-tf-ir-gi §u-bat bul-ti Sa zu- um-ri-Sa 40. Sana(-a) bäbu u-gf-9i-§i-ma ut-tf-fr-§i §f-mir fcäti-§a u £ipi-§a 41. §al§a(-§a) bäbu u-§f-§i-§i-ma ut-tf-fr-Si s§ib-bu aban alädi §a feabli-äa 42. rlbü(-u) bäbu u-§f-?i-§i-ma ut-ti-ir-§i du-di-na-tf Sa irti-Sa 43. han§u(-£u) bäbu u-§f-§i-§i-ma ut-tf-ir-§i (abnu) irimmäti 8a kisädi-Sa l S. oben p. 87 Anm. 8.-2 Vielleicht assyrisch, Ikattu-hnu = „gerechter Palast" zu lesen, als Wohnung der Anunnaki, der Richter lätar's Höllenfahrt. 8fr Halte hoch „deine Häupter", „setze* das Ohr auf den Habri- fcu(-schlauch)!* :„ Wohlan, oh Herrin, man gebe mir den Halziku(-schlauch), dass ich Wasser daraus trinke!" Als EreSkigal dies vernahm, schlug sie ihre Lende, biss ihren Finger. :„Du hast von mir einen Wunsch gewünscht, (den man sich) nicht wünschen (darf). Geh', A$ü§unamir, ich will dich verwünschen mit der grossen Verwünschung : Die Speisen (in) den Schöpfwerken der Stadt seien deine Speise ! Die (Oel)krüge der Stadt seien dein Trank! Der Schatten der Stadtmauer sei dein Standort! Eine Steinplatte sei dein Sitz! . . . und Entbehrung (Durst) sollen deine Kraft zerschlagen !tf EreSkigal tat ihren Mund (auf) und spricht, sagt zu Namtäru, ihrem Boten, die Worte: „Geh hin, Namtäru, schlag1 an den Eg(k)algina*, klopf an die Steinplatten von . . . stein! Führ' die Anunnaki heraus, setz' sie auf den goldenen Tron ! Besprenge Etar mit dem Wasser des Lebens und nimm sie von mir toeg\u Es ging Namtäru hin, schlug an den Eg(k)algina, klopfte an die Steinplatten von . . . stein, führte die Anunnaki heraus, setzte sie auf den goldenen Tron, besprengte Btar mit dem Wasser des Lebens und nahm sie mit. Durch ein Tor führte er sie hinaus und gab ihr zurück das Schamtuch ihres Leibes. Durch ein zweites Tor führte er sie hinaus und gab ihr zurück die Spangen ihrer Hände und ihrer Füsse. Durch ein drittes Tor führte er sie hinaus und gab ihr zurück den Gebärsteingürtel ihrer Hüften. Durch ein viertes Tor führte er sie hinaus und gab ihr zurück die Brustschilder ihrer Brust Durch ein fünftes Tor führte er sie hinaus und gab ihr zurück die Halsketten ihres Nackens. der Unterwelt (?). 90 fttar's Höllenfahrt. 44. g(s)i§gu(-gu) bäbu u-gi-si-gi-ma ut-tf-fr-gi in-§(z)-ba-tf ga uz- [ni-ga]1 45. sibQ(-u) bäbu u-gf-§i-gi-ma ut-tf-fr-gi a-gu-u ra-ba-a Sa fcafc- k[adi»-ga] 46. gum-ma nap-ti-ri-ga la ta-ad-di-nak-kam-raa a-na ga-ga-ma tfr-r[a-£i] 47. a-na (ilu)Tamüzi ha-mfr si-ih-ruf-ti-ga] 48. mi fl-lu-ti ra-am-mf-fk gamnu tabu p[u-su-u.sy 49. ($ubätu) hussä(-a) lu-ub-bis-su raalil (abnu) ufc(k, g)ni . Um- Jw ?[. •*»] 50. [(sinniStu)] sam-fea-tf li-na-'-a kab-ta-a[s-sa] 51. [. .] (ilu)BMi-li gu-kut-ta-ga u-g(s)ak(fc)-[ft-i/l 52. [. . (abn]u) inätf(-tf) ma-la-a bir-k[a-a-ga] 53. ik-kil a-hi-ga tag-mf tam-ha-as (ilu)B(-li-li gu-kut-ta-ga ina [. .] 54. (abnu)inätf(-tl)-ga un-dal-la-a par?[i4-(sa)] 55. a-hi f-du la ta-hab-bil-an-[ni] 56. ina üraf(-mi) (ilu)Taniüzu fl-la-an-ni malil (abnu) uk(k, g)ni har5 (abnu) sämti it-ti-gu fl-la-an-ni 57. it-ti-gu ll-la-an-ni AMiLu-A-gi-Plur. u siNNigTu-A-gi-Plur. 58. mitüti li-lu-nim-nia fcut-ri-in li-i§-§i-nu l Nach King's fr. Collation pi = uenu nicht ganz erhalten. — 2 Im lext nach King sa[g. Zu erg. nach Col. I, 42 f. du. — 3 Wenn der wagerechte Keil hinter tabu richtig, Erg. zu pusui falsch. — 4 Gesctir. IStar's Höllenfahrt. 91 Durch ein sechstes Tor führte er sie hinaus und gab ihr zurück die Gehänge [ihrer] Oh[re]n. Durch ein siebentes Tor führte er sie hinaus und gab ihr zurück die grosse Tiara [ihres] Hau[ptes]. :„Wenn sie dir ihre Loslassung nicht gewährt, bring [sie] ihr wieder zurück (und) Tamüz, „den Buhlen [ihrer] Juge[nd]a, wasche mit reinem Wasser, s[albe] mit gutem Oele, zieh' ihm ein Festkleid an, dass die Flöte von Lazurstein [ihre . .] zerschmeisse , die Freudenmädchen [ihren] Bau[ch] erschüttern" \ [. .] Bflili hatte ihren Schatz vollendet], [ihr] Scho[ss] war voller [. .] Augensteine. (Da) sie die Töne ihres Bruders hörte, zerschmiss Bflili ihren Schatz in [. .], füllte mit ihren Augensteinen [die (ihre)] Katnmer[n]. :„Mein einziger Bruder, tu' nicht übel (an m[ir])! Wann Tamüz auf der Flöte von Lazurstein (fröhlich) spielt, (wer- den) sie auf d . . . von „Graustein" (fröhlich) mit ihm spielen, (werden) (fröhlich) mit ihm spielen Klagemänner und Klageweiber, (und dann) möchten die Toten hinaufsteigen und (den) Weih- rauch riechen". pa-ax[. pa-ax allerdings = par$u, aber vielleicht nur in der Bedeutung „Gebot" usw. Vielleicht phonetisch , pa-an = „Oberfläche" zu lesen. — 5 Fehlt auf K 7600. Lies 8%mi(i)ru? S. d. Bern, zu Obv. Z. 67. 92 Adapa und der Südwind. YD. Adap* und der Südwind.' Stück L» • • • 1. [fa-£]tm-tum ir-[.s]aa u[ ] 2. fci-bit-su ki-ma Ip-bit (ilu) [-4-ntm4] lu-u-ma-^ 3. uz-na rapaStum(-tum) u-Sak-lil-§u a-911-rat mäti kulb-\u-mu 4. a-na Su-a-tu ni-mi-lfa iddin-Su napigtu däritu(-tu) ul iddin-£u 5. ina ümf(-mf)-§u-ma ina §a-na-a-tifl Si-na-a-ti ap(b)-kal-lum mär Iridi 6. ilu-bit-a ki-ma sm-di ina a-mMu-ti ib-ni-^u 7. ap(b)-kal-lam fci-bit-su ma-am-man ul u-gam-sak 8. lM-um at-ra ha-si-sa §a (ila)A-nun-na-ki Su-ma 9. ib-bu il-lam fca-ti pa-Si-Su muS-ti-'-u par-?f 10. it-ti nu-ha-tim-mi nn-ha-tim-mu-ta ip-pu-u§ 11. it-ti nn-ha-tim-mi Sa Iridi ki-min 12. a-ka-la u7 mf-f §a Iridi ümi(-mi)-§am-ma ip-po-uS 13. ina ga-ti-£u Ü-ll-ti pa-ag-§u-ra i-ra£-kas8 14. u ba-lu-uä-Su pa-a3-£u-ra ul ip-pat-tar 15. (i§u) llippu u-ma-har bä'iru-tu d(t)a-ku-tu §a Iridi ip-pu-u§ 16. f-nu-mi-§u A-d(t)a-pa mär 1-ri-di 17. \9]-8ir ilu-bit-a ina ma-a-a-li ina §a-da-di 18. ümi(-mi)-Sam-ma Si-ga-ar Iridi i§-§a-ar 19. ina ka-a-ri il-li Kar-askari10 (isu) Sahhltum ir-kab-ma 20. [Sa-a-ru i]-zi-kan-ni-ma (i?o) flippi-§u ifc-fci-lip-pu11 21. [ina gi-]mu§-§i-ma (i§u) llippi-Su u-mah-har 22. ]ina tam-ti ra-pa-aS-ti i Nach den unten genannten Texten. S. dazu Zimmern im Archiv für Beligionswissenschaft II, 166 ff. — s Nach einem von Scheil in Vol. XX des Becueil de travaux (auf p. 4 f. und hinter p. 4 2er mir geschenkter Se- paratabzüge) veröff. Texte. Zur Transscription und Uebersetzung 8. ibidem p. Bf. — s So nach dem Keilschrifttext; in der Transscription tr-'-fa. — 4 Nach K 8214, 6. S. u. p. 98. — 5 Nach Scheil's Copie 1. c. mu Adapa and der Südwind. Stück I. 93 VII. Adapa und der Südwind. Stück I. • • • [Klu]gheit, einen wei[se]n und [ ]. Seinen Befehl wie den Befehl [des Ana] .... Ein weites Ohr vollendete er ihm, die Gestaltungen des Landes zu offenbaren. Selbigem, Weisheit gab er ihm, ewiges Leben gab er ihm nicht Zu selbiger Zeit in selbigen Jahren der aillweise (Sohn) von tridu, — wie einen . . schuf ihn ia unter den Menschen — der Allweise, — seinen Befehl „ schafft" Niemand „fort* — , der Kluge, der sehr Gescheite der Anunnaki, er, der Saubere, der Reine (an) den Händen, der Gesalbte, der, der auf die Gebote Acht hat, mit den Bäckern übt er das Bäckeramt aus, mit den Bäckern von Iridu dass. ; die Speise (das Brot) und das Wasser von tridu bereitet er. Mit seiner reinen Hand „bindet* er den Tisch und ohne ihn wird ein Tisch nicht „aufgelöst0. Er lenkt das Schiff, Fischerei und Joga von tridu übt er aus. Damals Ad(t)apa(, der Sohn) von tridu [.] . Ia\s) im Schlafgemach indem er zieht, giebt täglich Acht auf den Siegel von tridu. - An der hellen Ufermauer, der Neulicht-Ufermauer, bestieg er das Segelschiff und [ein Wind bjlies daher und sein Schiff zog dahin; [mit dem R]uder lenkt er sein Schiff ]im weiten Meere. — 6 a-ti fehlt im Keüschrifttext bei Scheil. — 7 So nach d. Photogra- phie. — 8 So liest Zimmern nach der Photographie ; nach der folg. Zeile gewiss mit Recht. Scheil: kut-ti. — 9 Zimmern will bar erg.; bar-sud = bar$ü oder massü eine Bezeichnung Ia(?)'s. — 10 Geschr. ud-sir. Viel- leicht Nannari oder sumerisch, ut-sir(?)1 zu lesen. — 11 So auf der Pho- tographie nach Zimmern. 94 Adapa and der Südwind. Stück II.1 • • • Obvers. 2. §u-u-tu t2[-zi-ga-am-ma §a-a-§u uMi-ba-aS-Su3] 3. a-na bi-i-t[a nu-ni]-i4 u-ga-am-§i-i-[il-sw ] 4. gu-u-tu ?[. . .]-ra-ni u(i, a)h-hf-f-ki ma-la i-[. . . .] 5. ka-a[-ap-pa]-ki lu-u-Si-bi-ir ki-ma i-na bi-i-[§]u ifc-bu[-u] .6. §a [§u-u]-ti ka-ap-pa-§a it-ti-lS-bi-ir 7 u-mi 7. [§u-u]-tu a-na ma-a-ti u-ul i-zi-ig-ga (ilu)A-nu 8. [a-na §]u-uk-ka-li-§u (ilu)I-la-ab(p)-ra-at i-§a-a[s].-si 9. [am]-mi-ni su-u-tu i§-tu 7 u-mi a-na ma-a-ti la i-zi-ga 10. §u-uk-ka-la-§u I-la-ab(p)-ra-at i-pa-al-§u bi[-M]i 11. A-d(t)a-pa ma-ar ilü-bit-a ^a §u-u-ti ka-ap-pa-Sa 12. ig-tf-bi-ir (ilu)A-nu a-ma-ta an-ni-ta i-na i§f-f-mi-[s]u 13. il-si na-ra-ru it-ti-bi i-na ku-us-si-Su su-[m-£« li-i]l-[g]u- ni-§u5 14. an-äaä ka-a ilu-bit-a §a §a-ml-f i-di il-pu-us-[.]-m[a] 15. [. . . . l[a]-a [u]§-tf-ß-Si-Su ka-a-ar-ra 16. [u-sa-dl-ba-as-su* . .-]?-*M[a]7 i-Sa-ak-ka-an-Su 17. [A-d(t)ä-pa a-na pa-ni (ilu)A-ni §]a8r-ri at-ta ta-la-ak 18. [ ] 9a-na §[a-mi-]f 19. [i-na l]-li[-ka a-na ba-a-bi (ilu)A-ni i-na tf]-h[i-k]a 20. [i-n]a ba-a-bu (ilu)A-n[i (ilu)Tamüzu (u) (ilu)Giä-zi-d]a10 21. iz-za-az-zu im-ma-ru-ka il-£[a-n]«-a-[Z]w-ka f[t(d)-lu] 22. a-na ma-a-ni ka-a f-ma-ta A-[d(()a]-pa a-na ma-an-n[i] . 23. ka-ar-ra la-ab-Sa-ta i-na ma-a-ti-ni i-lu §i-na Ija-al-[k]u-ma 24. a-na-ku a-ka-na fp-Sf-f-ku ma-an-nu i-lu si-na sa i-na ma-a-ti i Nach Berlin VA. Th. 348, veröffentlicht von Winckler u. Abel, Thontafelfund von El- Amanta p. 166 a u. b. Dazu und zur Transscription 8. Edw. J. (T.) Harper in den Beiträgen z. Assyriologie II, 418 ff., Zim- mern* ibid. p. 437 f. und Knudtzon in den Beiträgen zur Assyriologie IV, 128 ff. Zur Uebersetzung 8. Harper p. 420 ff. 1. c. und Zimmern in d. Sunday School Times vom 18. Juni 1892 p. 386 f. sowie in Gunkel's Schöpfung und Chaos p. 420 ff. Zum Inhalt siehe noch Harper 1. c. p. 423 ff. — 2 Nach Knudtzon nicht i. — 8 Erg. nach Rev. Z. 16. — 4 Nach Knudtzon ]ia sehr wahrscheinlich, also wohl auch i möglich. Adapa und der Südwind. Stack II. 95 Stück II. • • • Obvers. Da w[ehte] der Südwind [daher und tauchte ihn unter], . . [. ihn ] zum Haus[e der Fisehje. :„Südwind, [...]• m*r deinen Geifer, soviel . [. . .]? Deinen Flü[gel] will ich zerbrechen !tf Sowie er mit [sei]nem Munde gesproche[n] , wurde des [Südwin]ds Flügel zerbrochen. Sieben Tage weht(e) der [Südwinjd nicht zum Lande hin. Anu spri[c]ht [zu] seinem [Botschafter Ilab(p)rat: „[Wajrum hat der Südwind seit sieben Tagen nicht zum Lande hingeweht?" Sein Botschafter Iiab(p)rat antwortet ihm: „Mein He[r]r! Ad(t)apa, der Sohn des Ia, hat des Südwinds Flügel zerbrochen". Ais Anu diese Rede hörte, rief er: „Hülfe", stand auf auf(von) seinem Tron: „Der Süd- [wind, man möge] ihn he[rb]eiholen!a ... . Ia, der den Himmel ....[.]., lässt ihn [ ] . tragen, mit einem Trauertuch [bekleidet er ihn], macht ihm einen [.] . [.]. :„[Ad(t)apa, vor Anu], den [K]önig, wirst du gehn. [ Wenn du] zum H[imme]l [hinaufjkominst, [dem Tore Anu's dich na]h[st], werden [i]m Tore Anu'Js Tamüz (und) Gi§zid]a stehen, werden dich sehen, werden dich fr[ag]en: „M[ann]! Für wen siehst du so aus? A[d(t)a]pa! Für we[n] bist du mit einem Trauertuch bekleidet?" „Weil aus unserm Lande zwei Götter verschw[un]den sind, befinde ich mich so". „Wer sind die zwei Götter, die aus dem Lande Erg. nach Rev. Z. 17. — 5 Nach Knudtzon gehört dies Wort zu Z. 14. — s Erg. nach Z. 23 u. Rev. 6 ff. — 7 Zu erg. nach Rev. Z. 23 ? Knudtzon : ]is. — 8 So Knudtzon. — 9 Für die Ergänzungen im Folg. s. Rev. Z. 2 ff. — 10 Der Gott QiS-zi-da vermutlich derselbe wie JMw-giS-zi-da (JVw auch = „Herr"), der wie Tamüzu, der Genosse GiS-zi-da's, wenigstens zu Zeiten in der Unterwelt haust (IV R* 30 No. 2 Obv. 15 u. Rev. 3). Für giS in Nin-Gihzi-da sprach man im jüngeren Dialekt mu (IV R1 11. cc. ; II R 59, 36), woraus folgt, dass die einzelnen Teile des Namens phonetisch zu lesen sind. Dies dürfte dann auch mit GiJ-zi-da der Fall sein. 96 Adapa und der Südwind. 25. ha-al-ku (ilu)Tamüzu u (ilu)Giä-zi-da Su-nu a-&a-nri-i§ ip- pa-la-su-ma 26. i§-§i-ni-ih-hu Su-nu a-ma-ta da-mi-i]j>ta 27. a-na (ilu)A-ai i-g[a]-ab-bu-u pa-ni ba-nu-ti Sa (ilu)A-ni 28. äu-nu u-ka4a-mu-ka a-na pa-ni (ilu)A-ni i-na u-zu-zi-ka 29. a-ka-la §a rau-ti u-ka-lu-ni-ik-ku-ma 3sa-ma [a-]na iSa-mf-f i-l[i-ma] 2. a-na Sa-mf-f i-na Mi-§u a-na ba-ab (ilu)A-ni i-na tf-hi-Su 3. i-na ba-a-bu (ilu)A-ni (ilu)Tamüzu (ilu)Gig-zi-da iz-za-az-zu 4. i-mu-ru-äu-ma A-d(t)a-pa il-su-u na-ra-ru 5. ft(d)-lu a-na ma-an-ni ka-a f-ma-a-ta A-d(t)a-pa 6. a-na ma-an-ni ka-ar-ra la-ab-ga-a-ta 7. i-na ma-ti i-lu SM-na ha-al-ku-ma a-na-ku ka-ar-ra 8. la-ab-§a-ku ma-an-nu i-lu §[i]-na §a i-na ma-a-ti ha-al-ku 9. (ilu)Tarnüzu (ilu)GiS-zi-da a-fea-mi-tä ip-pa-al-sa-ma 10. i§-si-ni-ih-hu A-d(t)a-pa a-na pa-ni (ilu)A-ni §ar-ri 11. i-na ki-ri-bi-äu i-mu-ur-Su-ma (ilu)A-nu il-si-raa 12. al-ka A-d(t)a-pa am-mi-ni §a §u-u-ti ka-ap-pa-§a 13. tM-ß-bi-ir A-d(t)a-pa (ilu)A-na ip-pa-al bl-li 14. a-na bi-it bMi-ia i-na ga-a-ab-la-at ta-ani-ti 15. nu-ni a-ba-ar ta-am-ta i-na mi-§f-li in-gi-il-ma 16. §u-u-tu i-zi-ga-am-ma ia-a-§i ut-ti-ib-ba-an-ni 17. [a-n]8a bi-it nu8-ni ul-ta-am-§i-il i-na ug-ga-at li-ib-bi-ia 18. [. . s]a [l]a ta-a4-ar ip-pa-lu i-da-[. (ilu)Ta]m[üzu] l Wohl fehlerhaft für lu = tib: txbbaru sonst = „Gewand". — 2 S. Obv. Z. 2. — 8 So Habfbr; Wincklsr und Knudtzon 5t. Aber bU Adapa und der Südwind. Stück II. 97 verschwanden sind?" „Tamaz and GiSzida". Sie werden ein- ander ansehn and staunen; sie werden gute Worte za Anu s[a]gen (and) ein „schönes Antlitz Anu's werden sie dir enthüllen a. Wenn da vor Ana hintrittst, wird man dir Speise (Brot) des Todes hinhalten; iss (sie (es)) nicht Wird man dir Wasser des Todes hinhalten ; trink (es) nicht! Wird man dir ein Gewand hinhalten; zieh (es) an ! Wird man dir Oel hinhalten ; salbe dich (damit) ! Den B[e]fehl, den ich dir gegeben, „lass" nicht nlosu ; die Worte, die ich dir gesagt, sollst du festhalten !a Der Bote des Anu kam an: „Ad(t)apa hat des Südwinds Flügel zerbrochen. Lass(t) ihn zu mir bringen !a Bevers. [Den We]g (zum) [Hjimmel Hess er ihn nehmen und er stieg [z]um Himmel hin[auf]. Wie er zum Himmel hinaufsteigt, dem Tor. des Anu sich naht, stehn a(i)m Tore Anu's Tamüz und Gfözida. Wie sie ihn, Ad(t)apa sahen, riefen sie: „Hilfe! Mann! Für wen siehst du so (ms? Ad(t)apa! Für wen bist du mit einem Trauertuch bekleidet ?a „Weil aus dem Lande zwei Götter verschwunden sind, bin ich mit einem Trauertuch bekleidet*. „Wer sind die z[w]ei Götter, die aus dem Lande verschwunden sind?" „Tamüz und GiSzida". Sie sa(e)hen einander an und staun(t)en. Als Ad(t)apa vor Anu, den König, sich näherte, rief Anu, da er ihn sah: , Wohlan, Ad(t)apa! Warum hast du des Südwinds Flügel zerbrochen?" Ad(t)apa antwortet dem Anu: „Mein Herr! Für das Haus meines Herrn inmitten des Meeres fing ich Fische. Da das Meer einem Spiegel glich, wehte der Südwind daher und tauchte mich unter, . . . [z]um Hause der Fische(.) I(i)m Zorn meines Herzens(.) [. . .]. antworten: „[K]ein Erbarmen!" (Aber) . . [. Ta]m[üz] bi-ni oder bU bi-li wäre unverständlich. „Zum Hause meines Herrn u (vgl. Z. 141) mnsste ana bit lilia heissen. — * Harter a, Knudtzon: sa(!). JeoMn, Mythen n. Epen. 7 98 Adapa und der Südwind. 19. [u] (ilu)Giä-zi-[d]a [aj-mla]-1^ da-mi-ik1^* a-[na] (ilu)A-ni 20. i-ga-ab-bu-u it-tu-u[&] li-ib-ba-§u i§-§a-6a8-at 21. am-rai-ni ilu-bit-a a-mi-lu-ta la ba-ni-ta Sa Sarmf-f 22. u ir-^f-l-ti u-ki-il-li-in-Si li-ib-ba 23. ka-ab(p)-ra iS-ku-un-5u §u-u-[m]a5 i-tf-pu-us-su 24. ni-nu nri-na-a ni-ip-pu-us-[s]u a-ka-al ba-la-tf 25. li-ga-ni-Su-um-ma li-kul [a-k]a-al ba-la-ti 26. [i]l-gu-ni-§u-um-ma u-ul i-ku-ul mW ba-la-ti 27. [i]l-gu-ni-§u-um-ma u-ul il-[t]i lu4-ba-ra 28. [il]-gu-ni-§u-um-ma it-ta-al-bara§ Sa-am-na 29. [il]-gu-ni-Su-um-ma it-ta-ap-§i-iä 30. id-gu-ul-Su-ma (ilu)A-nu i§-?i-ih i-na mu-hi-su 31. al-ka Ad(t)a-pa am-mi-ni la ta-ku-ul la ta-al-ti-ma 32. la ba-al-ta-ta a a ni Si d(t)a a[. -t]i ilu-bit-a bl-li 33. ilf-ba-a la ta-k[a]-al la ta-Sa-at-ti 34. \\-i-g[a-$]u-m[a #-f]r-ra-§u a-na ga-ga-ri-§u 35. [ 6id^]w-ulKwß] Stflck III.6 (Erhalten . *] ? ? Su-u ? [7 = 2. Jifc-bi-stim-ma8 Su-u ij)(b)-p[a-la-as 3. Zw-wJ-aS-ba-ta ifc-bi-gum-ma §u-u il-la-ma[ 4. ](ilu)A-nu ana fp-§ft ilu-bit-a §a-fci§ i-si-ih-ma[ 5. iläni Sa Sami u lr§itim(-tim) ma-la ba-gu-u man-nu ki-a« am lu-su9 6. u] fci-bit-su ? ki-ma Ip-bit (ilu)A-nu man-nu u-at-tar l Knudtzon: ]zu m[a(?)-a(?)]. Aber 8. o. Obv. Z. 26 f. — 2 Aber nach Winckler, Harper und Knudtzon ku! Indes wenn auch libbaSu iz-za einen vortrefflichen Sinn gäbe (6ein ergrimmtes Herz), was könnte KV-at bedeuten? ku-at wäre keine mögliche Form und, falls KU als Ideogramm aufgefasst werden könnte, müsste es einen Lautwert mit einem Dental als letztem Radical haben — der aber nicht bekannt ist — , oder -at wäre die Endung der 3. Pers. sing. fem. gen. Aber libbu ist mascul. ! — s Oder vielleicht [b]a. — 4 So im Sinne des Schreibers dieser Tafel zu lesen. S. o. Obv. 31. — 6 So Knudtzon. — e Nach K 8214, veröff. von S. Ab- Adapa und der Südwind. Stück II — HL 99 [und] Oi§zi[d]aQ sagen [gutje [W]ort[e] z[u] Ana. Da beruhifgte] sich sein Herz and er ward „ergriffen". :„ Warum hat la einem anholden Menschen des Himmels and der Erde Inneres offenbart, ihn ansehnlich gemacht, ihm einen „Nam[e]n" gemacht? Wir, was sollen wir [ih]m machen? Speise (Brot) des Lebens holt ihm, dass er (sie (es)) esse!" Da [s]ie ihm [Spjeise des Lebens holten, ass er (sie) nicht. Da [s]ie ihm Wasser des Lebens holten, tra[n]k er (es) nicht. Da [s]ie ihm ein Gewand [hjolten, zog er (es) an. Da [s]ie ihm Oel [hjolten, salbte er sich (damit). Ana blickte ihn an und staunte über ihn. :„ Wohlan, Ad(t)apal Warum hast du nicht gegessen, nicht ge- trunken, so dass du (auch) nicht leben wirst ....[.] .a? „ia, mein Herr, befahl: „I[s]s nicht (und) trink nicht!" „Nehm[t ih]n u[nd brinjgt ihn zu seiner Erde [zurück]!" [. erbli]ckte [ihn], • • StOck III. .] . . er (aber) . [. Dann:) ] sprach er zu ihm, aber er sch[aut, „Mögst] du sitzen bleiben* sprach er zu ihm, aber er geht hinauf und [ ] Ann staunte „hoch" über das Tun ia's und [sprach: %(lhr) Götter Himmels und der Erde, soviele (ihrer) sind, wer so . ., und] seinen Befehl . wie den Befehl Anu's wer wird „grösser" machen ?a thub Stbong in den Proceedings of (he Society of Biblical Archaeology XVI p. 274 f. Zur Transscription, Uebersetzung und Erklärung 8. ibid. p. 275 ff. und Scheil 1. p. 92 c. p. 9 f. — 7 Wieviel hier und im Folgenden im Anfang und am Ende der Zeilen zu erg., nicht zu ersehen, wenigstens nicht aus Stbong' s Text und Transscription. — 8 Nach dem Keilschrift- text bei Stbong sieht's so aus, als ob sum-ma zweifelhaft wäre, während die Transscription diese Lesung als sicher erscheinen lässt. — 9 Stbong transscribiert ohne Fragezeichen dib-bak. 7* 100 Adapa und der Südwind. 7. A]-d(t)a-pa igtu i-Sid £ami(-f) ana i-lat gami(-f) 8. ip]-pa-lis-ma pu-luh-ta-§u i-mnr 9. ]?-Sa (ilu)A-nu Sa A-d(t)a-pa f-li-gu wa-? ?-ta i5-*tin 10. ]ki 3a ilu-bit-a §u-ba-ra-5u i§-kun 11. ]na bilu-as-su ana ar-kat ümi(-mi) ana §u-pi-i Sim-tu i-$[tm] 12. li-Ü]-mi A-d(t)a-pa zf-fr a-ml-lu-ti 13. J-ni-äu §ai-ti§ kap-pi §u-u-ti iä-bi-ru 14. ]a-na Samt(-l) i-lu-u Si-i lu-u ki-a-am 15. ]§arkan ul §a lim-ni§ ana nßi i§-tak-nu 16. ]mur-§u Sa ina zumri ni§i i§-tak-nu 17. ]a-tum (ilu)Nin-kar-ra-ak u-na-ah-hu 18. li\t-bi-m& si-im-mu mur-§u lis-hur 19. Üi . .] äu-a-tum ftar-ba-Su lim-fcut-ma 20. ]? §it-tum täbtum(-tum) la i-?al-lal 21. ]-lal p(b)u-u-du nu-ug libbi(-bi) mäi (Folgen 2 - Zeilenenden : VIH. Der Itana-mythus. ' Stock I.8 a. 2. iS-tu märi [n]a§r[i ] i Lies für kan u kan + u mit 3 wagerechten Keilen vorne = zak? zak » imittu = „rechte (Hand?) Seite"; ]sa imüti =] der rechten Seite? — 2 Nach den unten genannten von Edw. J. Harper in den Beiträgen zur Assyriologie II, 439 ff. u. 503 ff. und von Jastrow ibidem III , 379 ff. veröff. Texten. Nicht berücksichtigt ist davon K 8563 Rev. (?) (s. am zu- erst ang. O. p. 451 u. 509) wegen seiner fragmentarischen Gestalt und K 2606 (s. ibidem p.461f. u. 505), aus demselben Grunde und weil mir des- Der Itana-Mythus. Stück L 101 AJdapa vom Fundament des Himmels bis zu des Himmels Höhe(n) scjhaute und sah seine Furchtbarkeit). ] . ihn Anu, dass Adapa gegen ihn .... machte, ]. dass Ia „seine Bevorzugung machte", ] . seine Herrschaft bis zur (fernen) Zukunft der Tage zu ver- herrlichen bestimmte] er (als) Schicksal. Möge höjren Adapa, der „ Menschheitssame u , der mit] seinem [.] . siegend den Flügel des Südwinds zerbrach, ] zum Himmel emporstieg: „Das sei so": ] . . und was sie in böser Art den Menschen machen, ] Krankheit, die sie im Leibe der Menschen machen, ] . . Ninkarrak beruhigt, möge sich] erheben Siechtum und Krankheit möge sich (ihm) zuwenden ! auf] selbigen [. .] möge Schauder fallen und ] ? gutem Schlafe mög' er sich nicht zur Buhe legen, ] . Schulter Erheiterung des Herzens der Menschen ] ? ?-bi und : ?). VÜJ. Der Itana-mythus. i Stock I. o. • • • Von den Jungen des [A]dle[rs ]. sen Zagehörigkeit zur Jana-Legende zweifelhaft erscheinen muss, so lange die Erg. von t]a-na in Z. 7 des Obv. zu (t7u)I-ta-na höchst unsicher und zweifelhaft und eine Beziehung dieses Textes zum Inhalt der Itano-Le- gende nicht erkennbar ist. Dass der Folgeweiser auf dem Revers : nasru piiu ipuiamma ana (ilu)Samas btliäu ikdbb$\_ d. L „der Adler tat seinen Mund (auf) und spricht zu Samas, seinem Herrn" [ lautet, fällt aber je- denfalls für eine gegenteilige Ansicht ins Gewicht. Die Anordnung der 102 Der { tana-Mythus. 3. naSra libba(-ba)-§u dil[ ] 4. ik-pu-ud-ma libba(-b[a)Su ] 5. a-na adft, t)-mi Sa ru-'-a-5u a-ka-li dil[ ] 6. naSru pi-§u i-pu-uS-ma i-zak-kar ana [märi-Su] 7. märi sir müsi1 lu-ku-lu ana-ku : ?ir mütf4 libba(-b[a)-§u . .] 8. f-li-ma i-na §a-ma-mi uS-[. .] 9. ur-rad i-na ap-pi i§-$i-ma a-kal in-ft[a] Fragmente provisorisch nach Harper 1. c. p. 391 ff. y wenn freilich nicht ohne Bedenken bezüglich der Reihenfolge der 3 fraglos zusammengehöri- gen Stücke. Eine andere ist aber jedenfalls nicht erforderlich. Denn Stück III, welches den Adler im Besitz nicht nur seines Lebens son- dern vielleicht auch seiner Flügel voraussetzt, kann sehr wohl hinter Stück I gedacht werden, nach welchem dem Adler die Flügel abgeschlagen werden, da ja einerseits hier in dem uns Erhaltenen nicht erzählt wird, dass er den „Tod des Hungers und des Durstes u wirklich stirbt, anderer- seits es recht wohl denkbar wäre, dass dem Adler, etwa als Gegenleistung und Voraussetzung für den Flug mit Itana, durch diesen die Flügel wieder verschafft werden. Ja, sicher ist es nicht einmal, ob der Adler bei seinem Fluge wirklich im Besitz seiner Flügel ist. Wie auch immer die uns erhaltenen Bruchstücke zu ergänzen sind, dass bei dem Fluge der Adler den Itana oder dieser sich an ihm nicht in einer für normale Um- stände zweckentsprechenden Weise festhält, scheint sicher: Er hält ihn nicht lediglich im Schnabel oder mit den Erallen, noch auch hängt Itana an seinem Halse oder reitet auf ihm. Sicher folgt aus der Erzählung, dass beide nach unten blicken können, also mit dem Gesicht nach unten schweben, und dass Itana dabei einen Körperteil oder Körperteile ge- gen oder auf die Brust des Adlers, seine Hände gegen oder auf einen Teil seiner Flügel und wohl seine Seiten (wenn nicht Arme) gegen oder auf die Seiten (wenn nicht „Arme") des Adlers gelegt hat. Wie nun, wenn er seinen Rücken gegen (auf) die Brust des Adlers, seine Hände aber auf die Flügelstumpfe des Adlers gelegt hätte, die der der Flügel beraubte Adler durch seine Flügelmuskel bewegte und als Flügel be- nutzte? Gegen diese Auffassung eine Reliefdarstellung auf No. 18 von Pinches, Babyl and Assyr. Cyl. Seals and Signets in the Possession of Sir Henry Peak (s. dazu Harper 1. c. p. 408) anzuführen, wäre verfehlt. Denn mit dem dort auf einem fliegenden Vogel sitzenden Manne, der dessen Hals gefasst hält , kann ja nach dem Obigen Itana garnicht ge- meint sein. Andererseits lässt sich für die Einordnung von Stück II nach Stück I anführen, dass nach Stück II allem Anscheine nach Itana, um sich den Adler geneigt zu machen, sich ein Vogeljunges mitnimmt. Was bedeutet das für einen gesunden Adler, der im Besitze seiner Kräfte ist? Haben wir ihn uns aber damals in der Grube zu denken und dem Hun- Der Itana-Mythus. Stück I. 103 Der Adler . [. .] sein Herz [and ], plante und [sein] Herz [ ] die Jungen seines Gefährten zu fressen . [ ] . Der Adler tat seinen Mund (auf) und sagt zu [seinen Jungen]: „Die Jungen der Nachtschlange will ich fressen (, ich) ! Die Nacht- schlange, [ihr] Herz [ist sarglos]. Ich will hinaufsteigen, am Himmel s[pähen], hinabfahren auf den Gipfel eines Baumes und die Fruc[ht] fressen!" gertode preisgegeben, weil er unfähig ist, sich seine Nahrang selbst zu suchen, dann ist das Geschenk motiviert und zweckmässig. Wiederum scheint es wegen ihres Inhalts schwierig, Stück III vor Stuck I und II, oder gar zwischen I und II einzuordnen. Dagegen Hesse sich Stück III sehr wohl als Fortsetzung von oder doch hinter Stück II denken. Man beachte, dass Istar das Ziel des Fluges zu sein, dass auch von ihr der Traum des Itana zu handeln scheint (asbat, russunat in III a 8 f. Femi- nina; Löwen ibid. Z. 11 f. (?), Tiere der Istar). Istar aber ist die Göttin des Zeugens und Gebährens und, um Leibesfrucht zu erwirken , begiebt sich ja Itana zum Adler. Somit ergiebt sich, dass kein genügender Grund vorliegt , mit Jastrow 1. c. p. 369 ff. die von Harper zwar wohl nur in- stinktmässig gewählte, aber doch zu motivierende Reihenfolge der Stücke I, II und III zu ändern. Besonders muss man dagegen protestieren, wenn Jastrow 1. c. p. 370 im Zusammenhang damit glaubt, die von Harper so glücklich vereinigten Fragmente K 8578 Obv. u. R* 79, 7—8, 43 Obv. wieder auseinanderreissen zu dürfen. Rm 79, 7—8, 43 Obvers Z. 1 und 3 fordern ja geradezu als Ergänzung K 8578 Obv. Z. 9 und 11! Und wie Jastrow statt dessen Rm 79, 7 — 8, 43 an K 1547 anschliessen kann, weil beide „appear to concern Etana and Samas alone with the eagle omitted" (p. 371 I.e.), ist angesichts der Erwähnung des Adlers im erst- gen. Fragm. Z. 3 etwas befremdlich. Dagegen darf man die Vermu- tung Jastrow's, (p. 370 1. c), dass Zeile 1 in K 8578 Obv. (naSru ptsu[) dem Folgeweiser von K 2606 (nasru pisu usw.) entspricht , für sehr er- wägenswert halten und somit, falls dies Fragment, laut Unterschrift zur dritten Tafel einer Serie gehörig, ein Teil der Itona-Legende ist, schliessen, dass K 2606 vor K 8578 , und demnach , falls unsere Reihenfolge der 3 Stücke das Richtige trifft, zwischen Stück I und Stück II einzuordnen ist. — Zur Transscription und Uebersetzung s. 11. cc. p. 392 ff. und p. 364 ff., zum Inhalt 11. cc. p. 402 ff. und p. 369 ff. — 8 Nach dem von Jastrow L c. veröff. Fragment und K 2527 und K 1547, veröff. von Harper 1. c. p. 439 ff. u. 603 + 507. S. Bezold, Catalogue p. 451. — 4 Geschr. sir + ml Möglich, dass mi enklitische Partikel (s. Delitzsch, Handwörter- buch p. 387). Zu sir 4- mi = sir müsi (= Nachtschlange) oder = siru $a1['inu] (= die schwarze Schlange) oder = salamtu (= die Schwarze) s. II R 24, 12 ff. 104 Der Itana-Mythus. 10. ad(t,t)-mu §i-ih-ru a-tar ha-si-sa: a-na naSri abi-Su amätuni izak[ar](-ar) 11. la ta-kal a-bi §1-1- tu ga (ilu)Samaä i-ba-[ru-ka] 12. gig-par-ru ma-mit (ilu)Samag ib-bal-ki-tu-ka-ma i-bar-ru-ka [ka-.si] 13. ga i-ta-a ga (ilu)Samag it-ti-fcu: (ilu)Saraag lim-nig ina fea- at [. . . .]' 14. ul ig-ml-gu-nu-ti-ma ul ig-ma-a [zi-kir märi-gu1] 15. [u]-ri-dam2-ma 1-ta-kal mär[i (ga) §ir müsi*] 16. [. .] gu-a-ti ina fcir-bit üml(-ml): $ir [müsi* ] 17. [. .] na-gi bi-lat-su: ina ? [ ] 18. [. . .]?-ma fcin-na[-gu ] • • • b. • • • 2. 9lru i-na [fca-sa-di-sü a-na (üu)Satna§ i-zak-lcar] 3. ad-dan \i-m[u ] . 4. a-na nagri ?[ ] 5. 1-nin-na yn-ni[-ia u-tu*] 6. fcin-ni-ia u-tu i-n[a Su-kaAu-li-su] 7. sa-ap-hu ad(t, t)-mu-u-a ul [it-ti-$un ana-ku] 8. u-ri-dam-ma 1-ta-kal [ad(t, t)-ml-ia] 9. lum-nu ga i-pu-ga-an-ni (ilu)Sama[g ti-ra-a£-,su] 10. a-mag-ga (ilu)Samag gi-lt-ka lr-§i-[tum rapastum(-tum)] 11. gig-par-ru-ka gamü(-u) [ru-ku-u-ti] 12. i-na gl-ti-ka a-a-u ub-[si-i-?i] 13. 1-plg limuttim(-tim) (ilu)Zu-u mu-kil [rig limuttim-(tim)] 14. un-ni-ni ga siri [ina si~nri-$u] 15. (ilu)Samag pi-gu i-pu-ga-am-ma a-n[a §iri i-zak-kar] 16. a-lik ur-ha l-ti-[ifc gadä(-a)]6 17. uk-ta-as-si-ka rl[-ma mi-i-lu] 18. pi-tl-1-ma libba(-ba)-gu-[ma ka-ras-su .sti-tu-ut] 19. [g]u-ub-ta id-di [ina kar-gi-gu] l S. u. b. Z. 43. — 2 In der Copie kin. — 8 S. o. p. 108 Anm. 4. Der Itana-Mythus. Stück I. 105 Ein kleines Junges, ein sehr gescheites, sa[g]t zum Adler, seinem Vater, die Worte: „Friss nicht, mein Vater! Soll das Netz des SamaS [dich] fan[gen] ? Soll das Jägergarn, „der Schwur" des Samaä über dich hingehn und [dich](, dich) fangen? Wer die Grenze des SamaS überschreitet, : §ama§ [wird ihn] böse in die Hand [. . ,]u. Er hörte nicht auf sie, hörte nicht auf [die Bede seines Jungen], [fu]hr hinab und frass die Jung[en der Nachtschlange]. Jene(s) [. .] in der Mitte des Tages : die [Nachtjschlange [ ] [. .] trägt ihre Last: In . [ ] [...]. [ihr] Nest [ ] b. . Als die Schlange [herankam, sagt sie zu §ama§]: „Ich will dir Kun[de] geben [ ]. Dem Adler [war] . [ ]. Nun [erspähte er mein] Nest, erspähte mein Nest, wi[e er schwebte]. Meine Jungen waren zerstreut, [ich (war)] nicht [bei ihnen]; da fuhr er hinab und frass [meine Jungen]. Das Böse, das er mir antat, [gieb ihm zurück], Sama[S]! Dieweil, §ama§, dein Netz die [weite] Erd[e] (ist) (und) dein Jägergarn der [ferne] Himmel. Wer hat aus deinem Netz [entkommen lassen] den Uebelthäter Zu, der das [„böse Haupt] (hoch)hälta? [Als] er das Flehen der Schlange [vernahm], tat Samag seinen Mund (auf) und [spricht] z[ur Schlange]: „Geh' (deinen) Weg, zie[h' über den Berg]! Ich will dir einen [toten] Wild[ochsen] packen. Oeffne sein Innres [und dring' in seinen Bauch ein], -leg' (dir) [W]ohnunga [in seinem Bauche]! 4 So vielleicht nach Z. 6. — 5 Z. T. erhalten. — 6 Zu dieser Ergänzung und den^folgenden'siehe Z. SO ff. 106 Der Itana-Mythus. 20. [mim-mu-u] i§-su-rat §a-ma-ml [ur-ra-da-nim-ma] (Fehlt wohl 22. [na§]ru it-ti-Si-n[a ur-rad-ma] 23. [aä-äü] la i-du-u-m[a] a-[ ] 24. nu-ru-ub(p) Siri ig-tf-ni-'-i sa'-d^Ja-a-ti it-ta-na-al-lak ■ 25. a-na ku-tu-um libbi(-bi) ug-ta-ma-am-fiu2 26. a-na libbi(-bi) ina i-rt-bi-gu at-ta §a-bat-su i-na kap-pi-gu 27. nu-uk-kis kap-pi-gu ab-ri-gu u [nu-bal-l]i8-gu 28. bu-feu-un-gu-ma i(d)-di-gu ana gu-ut-ta-ti [. . ,]-u.s 29. mu-tu b(p)u-b(p)u-ti u §u(-um)-mi li-mu-ta 30. a-na zi-kir (ilu)Samag fcu-ra-di: §iru il-lik i-ti-i^ ga-da-a 31. ik-§u-ud-ma §iru a-na §i-ir [rf-i-]mi 32. ip-tf-i-ma libba(-ba)-§u ka-ra-as-su ts-tu-ut 33. gu-ub-ta id(t)(-ta)-di i-na kar-gi-gu 34. mim-mu-u i§-§u-rat ga-ma-mi u-[ri-]e7a-ma ik-ka-la gi-i-ra 35. nagru lu-mu-un-gu i-[da]-a-ma 36. it-ti märi i§-§u-ri ul ik-kal gi-i-ra 37. [n]agru pa-a-gu i-pu-ga-ma i-zak-ka-ra ana märi-gu 38. [al]-ka-nim-ma i ni-rid-ma (!)gir rimi an-ni-1 i ni-ku-la ni-nu 39. [ad(t, t)]-mu gi-ih-ru a-tar ha-si-sa [a-]na [nagri a-bi-gu a]- ma-tum i-zak-kar 40. [la] tur-rad a-bi min-di i-na libbi(-bi) rimi an-ni-1 §iru ra-bi-i§ 41. [nag]ru it-ti(-)[. . .] ? ? a4-ma-tum5 i-feab-bi 42. [. ]ra a ?[ ]ti ki i6 ik ka ? **[.] 43. [u]l ig-mi[-gu7-]nu-ti-ma ul ig-ma-a zi-kir märi-gu 44. u-r[i]-d[am]-ma it-ta-ziz ina lli ri-ml 45. nagr[u] ip-fcid gira ig-ti-ni-'-i ga pa-ni-gu u ar-[k]i-Su 46. ig-ni-' ip-kid gira iä-tl-ni-'-i ga pa-ni-gu u a[r-ki-]gu 47. sa-d(t)a-a-ta [it-]ta-na-al-lak a-na ku-tum libbi(-bi) ug-ta-ma- afw^-a8 l So nach Z. 47. — 2 Nach Harper auch sa möglich. Nach Z. 47 a. Also wohl tni oder a. — s So nach Z. 56. — 4 Jastrow bietet da. — Der Itana-Mythus. Stück I. 107 [Allerlei] Vögel des Himmels [werden hinabfahren] eine Zeile) (and) der [Adl]er [wird] mit ihne[n hinabfahren], [weil er [nicht] kennt u[nd] . [ ], wird des Fleisches Eingang erforschen, wird ... hin und her gehn, wird an (auf) das Verborgene (im) Innern .... Wenn er in's Innere hineingeht, pack' du ihn an seinem Flügel, schlag' seine Flügel, seine Schwingen und seine [. .] . ab, zerzause ihn, wirf ihn hin (und) [. .] . (ihn) in eine (Fall)grube, dass er den Tod des Hungers und des Durstes sterbe!" Nach dem Befehl Samaäfs, des Gewaltigen,: ging die Schlange hin, zog über den Berg. Da die Schlange auf den [Wild]ochsen gelangte, öffnete sie sein Innres, drang in seinen Bauch ein, „legte (sich) Wohnung" in seinem Bauche. Allerlei Vögel des Himmels f[uh]ren hinab und fressen Fleisch. Wird der Adler sein Uebel er[kenn]en und mit den Vögeljungen nicht Fleisch fressen? Der [A]dler tat seinen Mund (auf) und sagt zu seinen Jungen: „[A]uf! Wir wollen hinabfahren und das Fleisch dieses Wild- ochsen wollen (wir,) wir fressen!" Das kleine [Jun]ge, das sehr gescheite, sagt [z]u[m Adler, sei- nem Vater, die W]orte: „Fahr' [nicht] hinab, mein Vater! Wenn (nun) im Innern dieses Wildochsen eine Schlange lagert"? Der [Adl]er ..[...].. spricht die Worte: »[••]•.[••.•■] H". Er hörte [ni]cht auf [s]ie, hörte nicht auf die Bede seines Jungen, fu[h]r hinab und stellte sich auf den Wildochsen. Der Adle[r] musterte das Fleisch, erforscht was vor ihm und hin[ter] ihm, musterte wieder das Fleisch, erforscht was vor ihm und hfinter] ihm, [g]eht ... hin und her (und) ... an (auf) das Verborgene (im) Innern. 5 Jastrow bietet la, wofür wohl tu zu lesen. — 6 Hierfür in J.'s Trans- scription tmt(?). — 7 S. o. a. Z. 14. — 8 S. oben Z. 25. 108 Der Itana-Mythus. 48. a-na libbi(-[b]i) ina f-rf-bi-Su : §iru i$-$a-bat-su ina kap-pi-Su 49. tu u[p(b)] ku nf fn ni tu up(b) ku nf in ni 50. naSru p[ä-§u ipu&f-tfJ.s^-Sa-am-wa a-na $iri i-zak-kar-Su 51. r*m2-an-ni-ma kima 1-ri-Si nu-dun-na-a lut-ftm-ka 52. §iru pi-§u i-pu-§a-am-ma a-na naäri i-zak-kar-äu 53. u-niaS-§ar-ka-ma (ilu)Samaä f-lf-nu ki-i ab(p)-? ? 54. §i-rit-ka i-si(a)ti-Jiu-ra a-na mulj-hi-ia 55. Sa a-gak-ka-nu-ka a-na-ku §l-tr-ta 56. u-nak-ki-is kap-pl-gu ab-rl-äu nu-bal-l[i]-§[u] 57. [ib-fcu^-uJn-Su-ma id-[di-§u ana §u-ut-ta-tis . . . uäa] 58. [uiu-tu b(p)4]u-b(p)u-t[i u §u-um-mi Zi*-mu-ta54] c. 11. ig-dam-ra ma§-§ak-kl-ia [Sa(-yi]li6 12. as(z, s)-lf-ia i-na tu-ub libbi(-bi) iläni ig-dam-ru 13. bl-li i-na pi-i-ka li-sa-am-ma 14. id-nam-ma £am-ma Sa a-la-di 15. kul-li-man-ni-ma Sam-ma Sa a-la-di 16. b(p)il-ti u-suh-ma §u-ma Suk-na-an-ni 17. (ilu)Samaä pi-i-Su i-pu-§am-ma a-na I-ta-na i-zak-kar-Su 18. [a-*]lik ur-lja [f-7]ti-ik Sa-da-a StQck II 8 1. [naä]ruö pi-i-Su [i-pu-§am-ma a-na l0(ilu)Satnas bili-§u ikabbi10. . .] 2. [..]?? [ ] l Für [i-pu~u]8 wohl kein Raum. S. auch die Photographie. In d. Transscription ohne Klammern: naSru pa-su i-pu-aa-am-ma. — b Nach Jastrow ein Z. wie tak-par. Lies also mal mit sal darin = rirou?? — s Erg. nach Z. 28. — 4 Erg. nach Z. 29. — 5 Oder erg. t-mu-ut = „starb"? - e [Ln-m1-]li -f Pluralz. Cf. IV R» 22 No. 2, 10 f., und 60*, Der ftana-Mythue. Stück I— IL 109 Wie er in's Innere hineinging,; packte ihn die Schlange an seinem Flügel. • • H Der Adler t[at seinen] Mufnd] (auf) und sagt znr Schlange: „Erbarm dich mein ! Dann will ich dir wie einem Bräutigam ein Brautgeschenk geben \a Die Schlange tat ihren Mund (auf) und sagt zum Adler: „Wenn ich dich losliesse, wie wollte ich SamaS da droben . .? „Dein Zorn" würde sich gegen mich wenden, die (ich,) ich dir „auflegen werde den Zorn". Sie schlug seine Flügel, seine Schwingen, seifne] ... ab, [zerraujfte ihn, wa[rf ihn hin (und) . . . (ihn) in eine (Fall)grube], [dass er den Tod des H]unger[s und des Durstes stürbe]. c. ... Vollendet haben [die Befra]ger meine Trankopfer, haben meine Lä(a)mm(opf)er unter Erfreuung der Götter vollendet. Mein Herr, mög' (nun) aus deinem Munde hervorgehn, und gieb her das Kraut des Gebarens, zeige mir das Kraut des Gebarens ! Reiss' heraus mein Erzeugnis und mach' mir einen Namen (Sohn)"! Samag tat seinen Mund (auf) und sagt zu Itana: n[G]eh' (deinen) Weg, [z]ieh' über den Berg! StOck 11. Der [Ad]ler [tat] seinen Mund [(auf) und spricht zu SamaS, sei- nem Herrn, . . .]: [. ] B. Obv. 7. Vgl. V R 47, 36. — 7 S. zur Ergänzung oben b. Z. 16. — 8 Nach K 8578 -f R« 79, 7—8, 43, veröff. von Harper 1. c. p. 447 u. 507. — 9 So mit Harper. Ob etwa dafür [(il]u äamas möglich wäre? — 10 So mit Jastrow. S. o. p. 103. Wäre im Anfang d. Z. (ilu) Samas zu lesen, müsste hier nach d. Folgenden (ilu) Itana erwartet werden. — 110 Der Itana-Mythus. 3. [ad(t, t)l-]mi i^u-ri [ .] 4. [.]-ra-§u-ma [ ] 5. [mim]-mu-u Su-u i-kab-b[u-2iw-m lu-us-rni*] 6. mim-mu-u a-na-ku a-kab-bu[*-w-$tt Zt-pu-us8] 7. ina pi-i (ilu)Sama§ feu-r[a-di (ilu)I-ta-na . . . .] 8. ad(t,t)-mi i§-§u-ri [il-ki-ma ana nasri il-lik] 9. naära pi-i-§u i-pu-§a[m-ma ana (ilu)f]-ta-na i-zak-kar-äu 10. [mi-|na-a tal-li-ka[-ma . . 9(z)]a-am at-ta 11. (ilu)I-ta-na pi-i-§u i-pu-äa[m-ma ana n]a§ri i-zak-kar-Su 12. Ib-ri id-na[m]-m[a §a]*m-ma Sa a-la-di 13. [kul]-l[i]-m[anj-n[i]-m[a äa]m-ma §a a-la-di 14. [b(p)il-ti u-suh-ma §]u-ma £uk-na-an-ni 15. [a-na ka-$a-di §am-]ma §a a-la-di 16. [#a ina libbi(-bi)-su . .]? a-§u-u 17. [(ilu)8ama$ bi-li ie-kur-a\n-m 18. [a-lik ur-fea 1-ti-ife] Sadä(-a) 19. [ §am-ma §a a-l]a-d[i] StQck III.5 a. • . . 2. [...]? ?-a (ilu) [ ] 3. ni-rib §a bäbi (ilu)A-nim (ilu)Bil[ u ilu-bit-a it-ti a-harmlSs] 4. nu-u§-kf-nu 5. ni-rib §a bäbi (ilu)Sin (ilu)SamaS (ilu)Adad u (i[lu) .] 6. Jp-pir-ta ap-ti ?[ ] 7. a[-hi]-ir7 a-sa-kip[ ] 8. aä-bat ina libbi(-bi) ? ? [ ] 9. [. .] ru-u9-§u-na-at ?[ ] 10. (i$u) kussü nadi-ma ti-?-[. . . .] 11. ina £ap-la (i^u)kussi la-6[i9 . . . .] 12. at-bf8-ma a-na-ku la-6<9(-)*10(-)[- . -] 13. afc-kal-tam-ma atu-ta-ru-r[w . . .] l S. Z. 8. — 8—8 So nur anter der Voraussetzung möglich, dass Z. 1 richtig erg. ist. — 4 S. zu dieser Erg. und den folgenden Stück I c. — 5 Nach K 3651, K 8568, R» 522 und R* 2. 454 + 79, 7—8, 180, veröff. Der Itana-Mythus. Stück II— III. Hl Ein Vogel[jun]ges [ ] [.] . es (ihn) und [ ] [Was] immer (er,) er [zu mir] sprechen wirfd, will ich hören]; was immer (ich,) ich [zu ihm] sprechen werd[e, möge er tun!]a Nach der Bede SamaS's, des Gewaltigen, . . . ttana], [nahm] ein Vogeljunges [und ging zum Adler]. Der Adler tat seinen Mund (auf) [und] sagt zu ihm, [zu I]tana: LWajrum bist du hingegangen [und . .] . du?" Itana tat seinen Mund (auf) [und] sagt zu ihm, [zum Ajdler: „Mein Freund, gieb her das [Er]aut des Gebarens, [zei]ge m[ir] das [Er]aut des Gebarens \ [Beiss' heraus mein Erzeugnis und] mach' mir einen [Na]men! [Um zu erlangen das Krajut des Gebarens, [wodurch der . .] . hinausgelangt, [sagte] zu mir [SamaS, mein Herr]: „[Geh' (deinen) Weg, zieh' über] den Berg! [ das Kraut des Geb]är[ens] Stock III. a. • ■ • [...]...[. .] wir (im) Eingang des Tores Anu's, Bel's [und la's mit einander] demütig niedergefallen waren, (im) Eingang des Tores Sin's, Samaä's, Adad's und [ ], öffnete ich ... [ ], schaute, leg1 mich nieder [ ]. Sie sass inmitten . . [ ], sie war [. .] herrlich [ ]. Ein Tron war hingestellt und ..[....]. Unter dem Trone [kauerten] Löwfen]. Ich(, ich) fuhr auf, da s[prangen] die Löwen [auf]. Da erschrak ich und zittertfe . . .]a 1. c. p. 449 ff. u. 503 ff. — 6 Erg. nach Z. 35 f. unten. — 7 Var. har (auch = ^r). — 8 Var. W. — 9 Oder bat ? — 10 Z. T. erh. — n Oder ab(p). 112 Der ftana-Mythus. 14. naSru ana ga-gu-ma ana (ilu)I-ta-na [i-zak-kar-su] 15. fb-ri1 gu-pa-a bar-[. . . .] 16. al-ka lu-ug-gi-ka-ma a-na gami(-f) [äa (ilu)A-nim\ 17. ina Üi irti-ia gu-kun [>i-rt-ka*] 18. ina fli na-a§(s, z) kap-pl-ia gu-kun [kap-pf-ka-] 19. ina Üi i-df-ia gu-kun [i-df-ka*] 20. ina lli irti-gu ig-ta-kan [?i-n'-g(s)u] 21. ina fli na-a§(s,z) kap-pf-gu ig-ta-kan ka[p-pi-gu] 22. ina fli i-di-gu ig-ta-kan i-d[f-gu] 23. u-dan-nin-ma ir-ta-bi bi-lat-su: istfn(-fn) kas-pü u-ga-fci- [gu-ma8] 24. nagru a-na ga-gu-ma ana (ilu)I-ta-na iz-za-k[ar-gu] 25. du-gul fb-ri ma-a-tu ki-i i-ba-a[g-gi4] 26. 911-ub-bi tam-tum i-da-tf ga I-[itir] 27. ma-a-tum(-)mf-f li-MiD-d(t)a gadä(-a): tam-tum i-ta-ra a-na mI-f(-)[. .] 28. ganä(-a) kas-pu u-garfc[i-gu-ma8] 29. nagru a-na ga-gu-ma a-na, (ilu)I-ta-na iz-za[k-kar-gu]. 30. du-gul fb-ri ma-a-tum ki-f i-ba-ag-gi ma-a-tum(-)raf-f Mf[- • ••] 31. gal-ga kas-pu u-ga-fci-gu-ma: nagru a-na ga-gu-ma a-na (ilu) I-ta-na iz-[zak-kar-gu] 32. du-gul fb-ri ma-a-tu ki-i i-b[a-a£-gi4] 33. tam-tum i-tu-ra a-na i-ki ga (amilu)? (i§u) [kiri] 34. ig-tu f-lu-u a-na garai(-f) ga (ilu)A[-nim] 35. ina bäbi (ilu)A-nim (ilu)Bil u ilu-bit-a i-ba-'[-u] 36. nagru (ilu)t[-ta-na it-t]i a-ha-mfg u[g-kf-nu5] 37. [ nat]ru« (ilu)l-ta-n[a . .] b. 1. b(p)il-ta [ ] 2. f-zi-ib-ma [ ] 3. [.]? ina $i-?[ ] 4. [nag]ru ki-a-am [i-za-1car-.su] 5. [. t]i nu ia a ma lu [ ] i Var. [ ]diI -f- dir. — s Erg. nach Z. 20 ff. — s S. zur Erg. Z. 31. — 4 S. z. Erg. Z. 30. — ö Erg. nach Z. 4 o. — 6 Erhalten [um?)- Der It&na-Mythus. Stück Itl. 113 Der Adler [spricht, zu ihm,] zu ltana: „Mein Freund ....[....]. Auf, ich will dich tragen zum Himmel [des Anu]! Gegen meine Brust leg9 [deinen Rücken], gegen die Stümpfe meiner Flügel leg' [deine Hände], Gegen meine „Arme" leg' [deine Armeu]l Gegen seine Brust legte er [seinen Bücken], gegen die Stümpfe seiner Flügel legte er [seine] Hä[nde], gegen seine ^Arme* legte er [seine] Arm[e\ machte gewaltig und gross ward seine Last. : [Nachdem] er [ihn] eine Doppelstunde empor getragen, spric[bt] der Adler zu ihm, zu ltana: „Schau', mein Freund, das Land! Wie is[t]_ee! Blick' auf das Meer hin an den Seiten von E[kur]! Das Land da . . . einen Berg.: Das Meer ist zu Wasser . . geworden*. [Nachdem] er [ihn] eine zweite Doppelstunde emporgetra[gen], spr[icht] der Adler zu ihm, zu ltana: „Schau1, mein Freund, das Land! Wie ist es! Das Land da . [. . .]«. Nachdem er ihn eine dritte Doppelstunde emporgetragen,: spjncht] N der Adler zu ihm, zu ltana: „Schau', mein Freund, das Land! Wie i[st] es! Das Meer ist zu einem Wasserlauf eines Gärtners geworden a. Nachdem sie zum Himmel des A[nu] emporgestiegen, in's Tor Anu's, Bel's und ia's hineingekommen war[en], fielen der Adler (und) ltana [mi]t einander [demütig nieder]. [ der Adl]er (und) ltan[a. .] • • 6. • • Die Last [ ] Verlasse und [. ] Der [Adjler [sagt] also [zu ihm]: >u t ] Mythen «. Epea. 8 114 Der Itana-Mythuß. 6. [l]u-bi-la-ku-um-ma [ ] 7. [k]ima w'-ma i-[ ] 8. naSru i§-§u-ra [ J 9. ul i-ba-a§-§i f ] 10. al-ka Ib-ri [lu-us-si-ka* . . . .] 11. 12. 13. 14. 15. 16. 17. t-ti (ilu)ß-tar bilti[-ia ] na li-it (ilu)E-tar bilti[-ia ] na fli idl-ia [Su-kun i-df-ka]8 na fli na-a§(s,z) kap-pf-ia [§u-kun kap-pl-ka]8 na ili idl-§u i§-ta-kan [i-df-Su]3 na fli na-a$(s, z) kap-pl-Su [i§-ta-kan kap-pf-§u]8 §-t[fn] ana kas-pu [u-§a-ki-§u-ma]s 18. tb-r[i] nap-lis-ma ma-a-tu ki-[i i-ba-aä-äi]8 19. §a ma-a-ti i-ha-am-bu-[ sa] 20. u tam-tum rapa§tum(-tum) ma-la tar-ba-§i: 3a-na-a (ana) kas-pu [u-§a-ki-§u-ma8] 21. fb-ri nap-li-is ma-a-tum ki-i[ i-ba-a£-Si]8 22. it-tur4 ma-a-tu a-na mu-sa-ri-f ?[ ] 23. u tam-tum rapaStu(-tu) ma-la b(p)u-gi-in-ni : §al-§a kas-pu [u-§a-fci-§u-ma]8 24. Ib-ri nap-li-is ma-a-tu ki(-)i(-)§ra-BAR [ .] 25. ap-pal-sa-am-ma ma-a-tu k[i(-)i(-)§iB-BAR .] 26. u tam-tum rapa§tum(-tum) ul i-Sib-ba-a [i-na-ta] 27. ib-ri ul 1-li a-na §ami(-i): §u-kun kib-su Ju-pi[ ] 28. i§-tin kas-pu is-su-k[a-am-ma] 29. na§ru im-ku-tam-ma im-da-har-Su ina [....] 30. §a-na-a kas-pu is-su-ka[-am-ma] 31. na£ru im-fcu-tam-ma im-da-har-Su ina [..-.] 32. §al-§a kas-pu is-s[u-ka-am-ma] 33. na§ru im-feu-tam-ma im-da-har[-§u ina . . . .] 34. [.]5-tai§(s, §, z)-k(t, g)as(§, z) a-na fcafe-fca-ri [ ma] 35. [na]§ru im-^u-tam-ma im-d[a-har-§u ina . . . .] 36. [. . m]a naäru i-tar-rak: §a ^-ta-fna ..'....] i Geschr. ur. — 2 Erg. nach Z. 16 o. — 8 Erg. nach Z. 18 ff. .o. — — 4 Var. it-tu-ru. — 5 Für it (Harper p. 397) nach Harper's Pho- tographie kein Raum. Eine Ergänzung zu nu, welche nach den Spuren Der Itana-Mythus. Stück IÜ. 115 Ich [will] dich bringen [ ] [w]ie ein Hand . [ ](a). („)(0h) Adler, ein Vogel [ ]. Es giebt nicht [ ](a). („)Auf, mein Freund, [ich will dich tragen ....]! Bei ßtar, [meiner] Herrin, [ ]. nZu den Beinen" der Ktar, [meiner] Herrin, [ ]. Gegen meine nArmeu [leg' deine Arme]y gegen die Stümpfe meiner Flügel [leg' deine Hände] Ia Gegen seine nArmeu legte er [seine Arme]} gegen die Stümpfe seiner Flügel [legte er seine Hände]. [Nachdem er ihn] ei[ne] Doppelstunde [emporgetragen], :„[Mein] Freund, sieh das Land! Wi[e ist es]! Von dem Lande . . • [sein . . .] und das weite Meer (ist) so gross wie ein Hof." : [Nachdem er ihn] eine zweite Doppelstunde [emporgetragen], :„Mein Freund, sieh das Land! Wie [ist es]! Das Land ist zu einem Me)d- . . [ ] geworden und das weite Meer (ist) so gross wie ein Brotkorb." : [Nachdem er ihn] eine dritte Doppelstunde [emporgetragen], :„Mein Freund, sieh das Land! Wie . . [. ]!u „Ich sehe das Land. W[ie ] und vom weiten Meer werden [meine Augen] nicht satt. Mein Freund, ich will nicht zum Himmel aufsteigen ! : „Setze den Tritt", dass ich . [. . . . .] !a Eine Doppelstunde fiel er hinab [und] der Adler fuhr hinunter und war ihm gleich in [. . . .]. Eine zweite Doppelstunde fiel er hinab [und] der Adler fuhr hinunter und war ihm gleich in [. . . .]. Eine dritte Doppelstunde fiel er h[inab und] der Adler fuhr hinunter und war [ihm] gleich [in . . . .]. [.] . . zum Erdboden [ und] der [Ad]Ier fuhr hinunter und war [ihm] gleich in . . . .] [. .] und der Adler schlägt auf: Von Ita[na ] und der Grösse der Lücke allenfalls möglich wäre, bringt keine Erklärung. — e Kein (üu) davor. 8 116 Das GiIgamß(Nimrod)-Epos. IX. Das 6ilgamis(Nimrod)-Epo8.1 Tafel I.» Col I.8 1. [§a na]g-[b]a i-mu-r[u . . Di§-di ma*]-a-ti 2. [$a kul-la-t]i i-du-u ka-l[a-ma .]?-s[u]6 3. [. . .]§u8-ma mit-ha-riö [ ] 4. [&K-t]um ni-ml-ljd §a ka-la-a-mi7 f.] ? [. .] 5. [na]-§ir-ta i-mur-ma ka-ti-ira-tu ? [. .] 6. [u]b-la tf-f-ma Sa la-am a-b[u]-b[i] 7. [u]r-ha ru-ufc-ta il-li-kam-ma a-ni-ih u u-[. . .] 8. [. .]? i-na (abnu) nari ka-lu ma-na-ah-t[i] 9. [u-.H-p]is 8 düru ga Uruk su-pu-ri 10. [Sa I-a]n9-na fcud-du-gi §u-tum-mi 11-lim 11. [id-di tfm-roiö]-na-§u Sa ki-ma fci-f ni[.]-?-s[w] 12. [. . .]as(§, z) sa-mf-ta-Su §a la u-maS-§a-ru [. . .] i Nach den unten genannten Texten, von denen der allergrösste Teil in Autographie reproduciert ist von P. Haupt in seinem Babylonischen Nimrodepos und die Fragmente der 12ten Tafel von demselben in den Bei. trägen zur Assyriölogie I, 49 ff., womit dessen erneute Collation in den Bei- trägen zur As8yriologie I, p. 97 ff. zu vgl.; endlich Fragment 81—7 — 27,93 von dems. bei Alfr. Jeremias, Izdubar-Nimrod als Anhang. Die Copie mehrerer Fragmente verdanke ich den Herren Bezold, C. H. W. Johns, Fr. Küchlee und Strass maier. Zur Uebersetzung des Ganzen vgl. die zwar wenig gründliche, aber in Anbetracht ihrer Schwierigkeit Nachsicht verdienende nützliche Vorarbeit von Alfr. Jeremias 1. c. Das Einzelne s. u. — Der (ilu) giS-tu-bar geschriebene Name des Helden nach 82 — 5 — 22, 915 Gilgamis zu lesen. Der Name ist offenbar zusammengesetzt aus dem Gottesnamen GH, geschrieben (ilu) giS-tu und dem Perman- siv gamis, geschr. bar: Für giS-tu in dem Namen auch giS-bil* bez. ungenau giS-bil1 geschrieben (Hilfrecht, Bdbylonian Expedition I, i Plate 15 No. 26 und Y R 30, 6; s. u.) und ein Gott gis-bil* auch sonst nachweisbar (als sakkanakku d.i. Statthalter(?) der Erde IV R* 1, 42 f.). Also auch mit gis-tu in dem Namen jedenfalls dieser Gott gemeint. So- mit dürfte, da der Name Gilgamis wohl nur in die 2 Teile Gil und ga- mis zerlegt werden kann, gis-tu die Lesung Gil, der Gott also so ge- hiessen haben. Nun aber tu und bil8 beide = Uli (arfci) = („grünes) Laubwerk". Also Gii davor in dem Namen wohl Determinativ = „Holz", „Baum"; somit müssten bil2 und tu allein = gil sein. Nun ist aber für Das Gilgamß(Nimrod)-Epos. Tafel L 117 IX. Das Gilgamis(Nimrod)-Epos. Tafel I. Col. I. [Der A]l[l]es sa[h .... Lajndes, [der Jeglicbjes kannte, Sämmt[lichea .] . [.]: [er . . .] . allzumal [.....], [das Verbojrgene von Weisheit von säramtlichem [.] .[..], [Gejheimes sah er und Verborgenes .[...], [b]rachte Kunde von vor dem (Flut)st[u]r[m] , ging einen fernen [W]eg und müht sich ab und .[...], [. .] . auf eine Steintafel die ganze Mühsa[l], [liess majchen die Mauer von Hürden-Erech, [von Eajnna, dem leuchtenden, dem strahlenden Fbrrotehause, [warf er] seine [Aufechüttujng [hin], der[en] . [.] . wie Erz (ist), [. .] . [er] seine Mauer, die nicht verlassen [...], bil* gerade in der Bedeutung „Laub" die Lesung gi bezeugt, die aus älterem gil verschlissen sein kann, und tu hat die Lesungen gin und (da- raus verschlissen) gi und die Wörter gin und gil können sehr wohl mit einander verwandt sein. Möglich auch , dass die beiden Lautwerte gi und bil für bil* auf einen gemeinsamen Urwert gil hinweisen. Der Qott Gil war also zunächst ein Gott des grünen Laubes, der alljährlich, nachdem dies im Herbst zur Erde gefallen, in die Unterwelt hinabging. Vgl. den Tammite-Mythus. — Ueber den 2ten Bestandteil des Namens, gamii, läset sich Nichts sagen und dessen Ideogramm ist sehr vieldeutig. — 2 Nach den unten genannten, zumeist von Haupt 11. cc. veröff. Texten. Zur Ueber- Setzung 8. Alfb. Jeremias 1. c. p. 14 ff. und p. 45 ff. Sonst s. Bezold, Catar logue p. 472 etc. zu K 2756 etc. — Die Nummer der Tafel ergiebt sich aus der mit dem Seriennamen identischen Z. la. — 3 Nach K 2756° u. K 8584, veröff. von Haupt 1. c. p. 1, p. 6 u. p. 79 und 81—7—27, 93 Col. I, veröff. von dems. bei Jeremias 1. c. Blatt IL — 4 Erg. nach der Unter- schrift von K 2756 (s. Jeremias 1. c. Bl. IV). — 5 Doch nicht zu ffta]- aW"*M = (der) »verstand" zu erg.? — 6 Lies [i-Ji-t]* = »sah", „prüfte"? — 7 Var. -roa. — s S. Tafel XI am Ende und PL 15 No. 26, 5 ff. in Hil- precht's Babylonian Expedition Teil I ((Hu) Gis-g(b)il-ga-miS dort nach Hommel = GilgamiS] vgl. übrigens bereits Deutsche Literaturzeitung 1892 No. 36 Sp. 1168). — 9 Ean(n)a ist der Tempel der Istar in Urukr Erech. 118 Das Gitgamfi(Nimrod)-EpoB. 13. [....] ab[nu] askupp(at)u Sa ul-tu u[-mV ul-lu-ti] (Folgen Beste von 3 Zeilen; in Col. IL1 1. sit-tfn-Su ilu-ma [§ul-lul-ta-§u a-ml-lu-tu*] 2. $a-lam pag-ri-§u [ ] (Folgen Beste 7. d[u ] 8. ul i*§u [§a-ni-nam-ma 8] 9. ina p(b)u-uk-ku §[u-ut-bu-u . . .*] 10. ui(^)-tarla ? [ 8] 11. ul u-ma[§-§ar (ilu)Gilgamf§ roära ana abi-§u8] 12. [w]r-[r]a u [milsi ■] 13. £[w]-tt [rQ-'-ttt-fwa sa Uruk su-pu-ri*] 14. Su-u ri'u-[Si-na-ma u 8] 15. [ga§-]8ru [§u-pu-u mu-du-u8 ] 16. a[l] u-ma£-§ar [(ilu)Gilgamß batülta a-na s] 17. ma-rat feu-r[a-di hi-rat i/(d)-fö-»tas] 18. ta-zi-im-ta-gi-na [is-ti-nim-mu~u ilani rabüti4] 19. iläni §a-ma-mi bil Uru[k su-pu-ri] 20. tul-tab-Si ma-a-ri-ma kad(t)-ra [ ] 21. ul i-§u §a-ni-nam-ma ?[ ] 22. ina p(b)u-uk-ki §u-ut-bu-u [. . . : u6(p)-ta-la6 ] 23. ul u-ma§-§ar (ilu)Gilgamß mära ana abi-§u: ur-ra u mü§i [ ] 24. Su-u ri'tt-ma Sa Uruk [su-pu-ri] 25. Su-u ri-'-u-Si-na-ma u ?[ ] 26. gaS6-ru Su-pu-u mu-du-u [ ] 27. ul u-ma5-Sar (ilu)GilgamfS batülta a-na ?[ 7] 28. ma-rat fcu-ra-di hi-rat i[f(d)-li-ma] l Nach 81— 7— -27, 93 Col. II, veröff. von Haupt bei Jeremias 1. c. Bl. II und K 2756b linke Columne (= Z. 33 + 34a), K 2756e, K 2766f, K 4465 + Sm. 2133 Col. II und K 8584 Col. II, veröff. von Hattt, Nimrodepos resp. p. 2, p. 8 f. und p. 79 (6). — a 8. zur Erg. Taf. IX, n Das Gilgamfi(Nimrod)-Epos. Tafel I. 119 [. . . er] eine Steinplatte, die seit [vergangenen] Ta[gen] Z. 15 tt-*was-£ä[-rtt] (s. Z. 12) erhalten.) Col. IL Zwei (Drittel) von ihm ist Gott und [ein Drittel von ihm ist Mensch(lichkeit)], das Bild seines Leibes [ ] von 2 Zeilen.) • • • • [• ] Nicht hat er [(seines) Gleichen und ]. Aus dem . . wferden (sie) aufgescheucht . . .]. • • • t ] Nicht lä[s8t Gilgamß den Sohn zu seinem Vater]. [T]a[g]s und [Nachts ]. [E]r, der [Hi]rt[e von Hürden-Erech] , er, [ihr] Hirte [und ], [der 8ta]rke, [herrliche, kundige ], ni[cht] lässt [Gilgamß eine Jungfrau zu ], die Tochter eines Gewaltigen, die Buhle eines Mannes] a. Ihr Jammern [hörten die grossen Götter], die Götter des Himmels, die Herren von [Hürden]-Ere[ch] : „Du hast einen Sohn gemacht und . . [ ]. Nicht hat er (seines) Gleichen und [ ]. Aus dem . . werden (sie) aufgescheucht [. . . : ]. Nicht lässt Gilgamß den Sohn zu seinem Vater. :Tags und Nachte [ ]. Er, der Hirte von [Hürden]-Erech, er, ihr Hirte und . [ ], der starke, herrliche, kundige [ ], nicht lässt Gilgamß die Jungfrau zu . [ ], die Tochter eines Gewaltigen, die Buhle eines M[annes]". 16. — s S. Z. 21 ff. — 4 Oder erg. etwa ikbü ana (ilu)Aruru rabiti d. i. „sagten (sie) zur grossen Aruru" ? — 5 S. Z. 10. — 6 Vielleicht ?(z)ur. S. aberHAUPT's Collat. 1. c. p. 104. —7 Erg. vielleicht ba-tu-li = „Jüngling". 120 Das Gilgamfi(Nimrod)-Epos. 29. ta-zi-im-ta-Si-na iS-ti-nira-mf (ila)[-4-r«-rtt] 30. (ilu)A-ru-ru is-su-u rabitu(-tu) : at-ti (ilu)A-ru-ru tab-ni-[i (ilu)Gilgarais] 31. 1-nin-na bi-ni-i zi-kir-äu: a-na üm(-um) libbi(-bi)-äu lu-u ma[-£t-t7 üm(-um)-$u] 32. liS-ta-an-na-na-ma Uruk li§(s)-tab(p)?[. . . .] 33. (ilu)[A]-ru-ra an-ni-ta ina §t-mf-Sa: zik-ru äa (ilu)A-nim ib- ta-ni ina libbi-ga 34. [(ilu)A-Jru-ru im-ta-si k&ti-ga: tf-ta ifc-ta-ri-i§ it-ta-di ina §iri 35. [. .]a (ilu)lN-Ki-6ani ib-ta-ni ku-ra-du: i-lit-ti su-Mi fci-sir (Hu)Nin-iE 36. [. ,]bar-ür §ar-ta ka-lu zu-um-ri-Su: up(b)-p(b)u-u§ pi-ri-tu kima sin-niS-ti 37. [.]-ti-ik(k) pi-ir-ti-§u uh-tan-na-ba ki-ma (ilu) nis(d)aba 38. [ul] i-di ni§i(-Pl.) u ma-tu-ma: lu-bu-u§-ti la-bi§ kima (iln) Gira. 39. [i]t-ti §abäti-ma ik-ka-la gam-mi 40. it-ti b(p)u-lim mag-fca-a i-t(t, d)i(a)p-pa(i)r 41. it-ti nam-ma§-§i-f mi i-tab* libba(-ba)-Su 42. ga-a-a-da ha-bi-lu-amilu 43. i-na p(b)u-ut ma§-fci-i §a-a-§u u§-tam-hi-ir-&u 44. [i§tfn(-l]n) ümf(-mf) äanä(-a) u §al-§a ina p(b)u-ut maä-ki-i KI-MIN 45. [i-m]ur-5u-ma ga-a-a-du u§-ta&-ri-ru pa-nu-§u 46. [äw-ti8] u b(p)u-li-§u bi-tuS-Su i-ru-um-ma 47. [in-na]-dir uS-ha-ri-ir i-fcu-ul-ma 48. [i-gu-ug] libba(-ba)-Su pa-nu-§u ar-pu 49. [f-tf-ru-ub4] nissä(a)tu ina kar-Si-Su 50. [a-na . . . .^u-Jpi-ti pa-nu-§u maä-lu Col III* 1. ?a-a-a-d[u pa-a-Su] i-pu-u§-ma i-kab-bi izakara(-ra) [ana abi-§u]7 2. a-bfi7] i[S-tf8]n lt(d)-lu §a il-li[-ku ig-tu äa-di-im-ma9] i Oder kul — 2 Oder lies %-& = „war wohla ? — 8 Ein Teil er- halten.— 4 S. Taf. IX Col. I, 4. — 5 Trotz Taf. VIII Col. V (VI), 10 u. -rw]-um-ma §i-ma-tu u-nak-kar 3. [Sa i-n]a11 §iri '-al-du [da an12] i-mu-fci-i-gu 4. [ ] li ? ? [. .]ra pa-ni-ka 5. u[ ] i-ba-ag-gu-u ana-ku lu(-u) i-di 6. a[-wa . . . (il]u)lN-Ki-&am u h[a-rim-ti ana Ur]uk su-pu-ri 7. a-?[. . . . n]*&13(-Plur.) us(z, §)[. .]?-hu feubätu) nibifc14 8. ümi(')n[i) u mu-s]u ga16-kin i-sin-nu 9. a-ga[r . .]? az(§, s)(-)*(?)[a . . .] a-lu-u 10. u £p-*i-ri-]£ 16-ti [g]u-su-ma bi-nu-tu 11. kuzba17 ?[. . zul8]-'-n[,8a ma-]la-a ri-ga-[t]i19 12. i-na ma-[a-a-tt . .] ? ?20 [u]-gf-§u-u ra-bu-tum l S. Haupt 1. c. p. 104. — 2 S. Col. III, 40. — s Schwerlich ki-i-am = „so" zu lesen. — 4 Var. nach Haupt -a-a\ ka-ba-a-a = „meine Rede"! — 5 Fehlt im Text. — 6 In Var. (sinnistu) davor. — 7 Oder erg. zu dan[nu] = „Gewaltiger"? — 8 Oder -iu = „ihma (zuschreien ?) ? — 9 Nach K 2756, K 2756d, K 4465 + Sm. 2133 Col. V und 81—7—27, 93 Col. V, veröff. von Haupt 1. c. p. 5 f. , 7, 13 und bei Jekemias 1. c. Blatt H f. , sowie dem unveröffentlichten mir von Bezold und C. H. W. Johns freundlichst copierten Text K 9245. — 10 Nach der Gruppierung würde man auf a-na-ku mi-dan-nu schliessen. — n 8. Col. II, 34 f. — 12 8. Col. Das GügainÄ(Niinrod)-Epos. Tafel I. 120 Warum jagst du mit dem Gewimmel über das Feld hin? Auf! Ich will dich [f]ühr[en] [nach] Hürden-JSrech hinein, zu dem strahlenden (heiligen) Hause, der Wohnung Anu's und der ßtar, wo Gilgamß vollkommen an Kraft ist und wie ein Wildstier über die Männer gewaltig ist". Da sie zu ihm spricht, gefällt ihre Rede, Einen, der sein Herz kennt, sucht er, einen Freund, io-bani spricht zu ihr, [zu] der Hure: „Auf, Freudenmädchen! Lade (mich,) mich, zu dem strahlenden (heiligen), leuchtenden Hause, der Wohnung Anu's (und) der Btar, wo Gilgamß vollkommen an Kraft ist und wie ein Wildstier über die Männer gewaltig ist! Ich will ihn laden und will mächt[ig] ruf[en und] Col. V. [will 8chr]eien inmitten von Erech: „Ich bin ein Mächtiger". Wenn [ich ein]ziehe, werd' ich die Schicksale wandeln. [Der au]f dem Felde geboren ward, [mächtig ist] seine Kraft. [ ]•••[••]• dein Antlüe. . [ ] ist, ich, ich wusste (es)". B[ei . . .] /a-bani's und der H[ure nach] Hürden-[Er]ech . [.]. ten . . [. . . .] die [Ljeute . . tücher. Tags [und Nach]te wird ein Fest gemacht W[o ..]...[....]... . Und die D[irn]en — [g]ehörig sind sie an Gestalt, mit Ueberkraft . [. . sind sie b]dad]en, sind v]oll Jauchze[n]s — [vertreiben die Grossen aus dem Schl[afgemach ..]... III, 3. — 18 Oder erg. zu kal -f Pluralz. = if(d)lt „Männer" oder zu 8AL + ün + Pluralz. = zikrtti „Frauen" ? - 14 Geschr. ku-tum(= tum und ib)-LAi + Pluralz. ib und ku-ib = nibUtu (S*> 220 ; V R 39, 47 gh), ku-tüm-lal «= m[. .] und kü-tüm-bal as nibütu (V R 15, 52 ; V R 14,53). Also sum. (ku) ib-bal = (ku) ib4a(l) = nibiUu? Aber nach Delitzsch, Handwörterbuch eher = nib(i)bu. - 15 In K 2756 dafür I[a] = libbu? — 16 Erhalten ]a. — 17 Geschr. hi-li = huzbu und = utyu = „Frohlocken" ; b. Z. 17. — is 8. Z. 17 und Nebukadnezar Orot. I, 33. — 19 Var. -tum. — §0 «*u-n[tt n= „ih[r" scheint wegen des Keils dicht vor 8u ausgeschlossen. Jen*», Mythen xl Bpen. 9 X30 Das Gilgamf8(Nimrod)-£po6. 13. (ilu)fjr-Ki-fam [ia-d\Hhu ba-la-ta 14. lu-kal-lim (il[u])Gilgam!g ha-di(-)'-u-a amilu 15. a-mur ga-a-gu u*-tul pa-ni-gu 16. it(d)-lu-ta ba-ni ba(u)i-ta i-§i 17. zu- '-na [Äu-ujjgr'.ba ka-lu zumri-gu 18. dan-na f-mu-ka ili-ka i-Si 19. la sa-li-lu ga or-ra u mügi 20. (ilu)iN-Ki-6om nu-uk-ki-ra gf-rit-ka4 21. (ilu)Gilgamig (ilu)Samag i-ram-gu-raa 22. (ilu)A-nu-um (ilu)Bil u ilü-bit-a u-rap-pi5-gu u-zu-un-gu 23. la-am tal-Ii-ka ul-tu ga-di(-im)-ma 24. (ilu)Oilgamfg ina libbi Uruk i-na-at-ta-lu6 gu-na-tu-ka 25. it-bi-ma (ila)Gilgamig gu-na-ta ipasar(-ar) izakar(-ar) a-na ummi-gu 26. um-mi gattu at-tu-lu6 mu-gi-ti-ia 27. ib-gu-nim-ma kakkabi7 gami(-f) 28. kima fcH^-ru ga (ilu)A-nim im-ta-nak-ku-t[a]8 f-[l]i9 siri-ia 29. ag-gi-gu-ma [d]a-an i-li-ia 30. al-tap(b)-r(g)id(t, t) k(k)i-is-ßu-g[u]-ma ui f-lf-Ma üu-tts-su 31. Uruk ma-a-tum iz-za-az (li-[gu]10 (Ungewiss, Wieviel zu ergänzen. 32. [ ]nu ? ? ? [.]ma 33. [ dja11 ma ru [?] fli^-gu 34. [ ]M u-na-ga-fcu gipi-gu 35. [a-na-ku ki-i18] ag-ga-tf fli-guu ah15-pu-up16 35b. [. . . . at-],7ta-di-gu ina gap-li[-ki]17 36. [at-ti tul18-t]a-mah-ri-S[u]18 it-ti-ia . . 37. [(sinnistu) Ri-raat-(ilu)Bilit mu19-d]a-at ka-la-ma i-di 37b, 20izakar(-ar) ana bili*°[-Sa] 38. "[(sinnigtu) Ri-niat-(ilu)Bilit10] mu-da-at ka-la-ma i-di izakar (-ar) ana (ilu)Gilgamfg*1 l S. Epo8. Tafel II. 141 die „Bande" ia-bani's [and] sein ergrimmtes Herz kam zur Rohe. von zwei Zeilen.) Col. lVa. ] ferne möge zurückkehren den We[g . . .]! Könige, Fürsten und Grosse mögen liebe[n . .]! . . . möge schlagen sein Fell! .... möge] schütteln sein Haar! ] der Verfolger möge seinen Gürtel dir lösen! ....]. Lazurstein and Gold! ....]... möge (auf) dich pissen ! . . .] sein . . ., sein . . . hingegossen. [In ]. der Götter möge er dich(, dich) hineinbringen! möge] verlassen werden Mutter + sieben + Buhle \u .... JTa-]bani Schmerzliches seine» Bauch. ] . legt er sich alleine (schlafen), erzählt] in der Nacht sein „Schweres" seinem Freunde: [Mein Freund], Traumbild(er) schaute ich (in) meiner Nacht: Es brüllte] der Himmel, der Erdboden antwortete; gegen einen Mächtigen stehe ich. . .] ., sein Antlitz ist finster, einem ] . gleicht sein Antlitz. . . .] sein [. .] . , die Kralle eines Adlers (ist) sein Nagel. ] machte mich(, mich) mächtig. ] . . steigt hinauf. ] . taucht(e) mich unter. ] . . auf mir. ]...[.] » • • • Cd. lVb. ... • - D 1 Dem Freunde .[.].[. ]. Dein Degen, [mein] Genosse, [ ]. gende anders verteilt. S. die Anm. zu Col. II Ib. Text bei Haupt 1. c. p. 14. — s 8. Tafel V Col. (III oder) IV Z. 15. — 4 S. Haupt 1. c. p. 88. 142 Das Gilgamfl(Nimrod)-Epo8. 45. mi-Sil-ti Ü-l[i-tim ] 46. ana (ilu)Bi-ib-bi [ ] Col. F.1 • ■ ■ 40. [ Jdu tu Sa ni it(d,t) [ ] 41. [ (|a-§u-nu-ma Sumi-gu ieakaru[(ruf-ka(. . .)] 42. [. . . .]da-a-a-an (ilu)A-nun-na[-ki . . . .] 43. (ilu)Gilgamß an-ni-tu ina Sf-[rai-i-§u] 44. zik-ru §a na-a-ri ib-ta[*ni ina libbi(-bi)-§u8] 45. mim-mu-u §l-ri ina na-ma-ri (ilu)Gilgaraß ip-tf-tt ?[. .] 46. u-§l-sa-ara-raa (i§u) pa§§üru (i§u) Mam-ma-Jcu ra-[//]«f-a] 47. raa-al-lat (abnu)sämti u-ma-al-li di§pu 48. ma-al-lat (abnu ufc(k,g)ni himftu um-tal-li 49. [ . .] ? ? M-^a-'-t-natw-wta] (il[u])Sam[a.s] u[k]-tal-lini (Eine, kaum 2 Zeilen Col VI(?)* ... (Erhalten Reste (2.) (ilu)Gilgamß pä[-Su ipuS-ma ifcabbi izakkara(-ra) ana (ilu) (3.) ft>-ri ul [ ] (4;) ul man f-ri-[i6-fi ] (5.) (ilu)lN-Ki-6am pa-a-§u tpuS-ma [ifcabbi izakkara(-ra), ana (ilu)Giigamf§] (6.) ib-ri §a ni-il-la-ka§-§u [ *] (7.) (ilu)Hum-ba-ba §a ni[-il-la-kaS-§u-wa . . . .7] (8.) (ilu)Gilgainfö pä-§u ipu§[-raa ikabbi izakkara(-ra) ana (ilu) la-Ki-dam] (9.) [i]b-ri lu ni-[ .] (Erhalten Spuren ... 9 « • -* 1 t ■ I , ■ ■ ■ t - i S. Haupt I.e. p. 75 u. p. 88. — 2 Oder ieakar(-ar) = „wird sa- gen"? — 3 Erg. nach IV R» 31, Colli, 11 (s. o. p. 86 Z. 11) und oben Taf. I, II 31 + 33 (auf p. 120 oben). — 4^S. Haupt 1. c. p. 94. — 5 So vielleicht, falls neben ^riäii und räU auch irWt gebräuchlich. Sonst viel- Das Gilgami8(Nimrod)-Epo8. Tafel II. 143 Ein Spiegel, ein glänzender .]. Dem Merkarsterne [. ] Cd. V. • • • [ i [....]. [ ] . sie und seinen Namen werden sie [dir} sagen. [....] Richter der Anunna[ki . . . .]u. Gilgamß, als [er] dies hö[rte], „schn[f in seinem Herzen] ein Bild des Flusses". Sobald Etwas vom Morgen aufleuchtete, öffnete Gilgamß . [. .], holte einen gros[sen] Tisch von liammafcu-Holz heraus, fällte einen Napf von „Graustem" mit Honig, machte einen Napf von Lazurstein voll mit Butter, belud [ ] . . un[d] Hess (ihn) die Son[ne] s[e]hen. weggebrochen.) Col. Vl(?). • . • einer Zeile, dann:) Gilgamß [tat seinen] Mund [(auf) und spricht, sagt zu Ja-bani] : „Mein Freund, nicht [ ]. Nicht die Kinder von Schwang[eren ]". ia-bani tat seinen Mund (auf) und [spricht, sagt zu Gilgamf§]: 7) Mein Freund, der, zu dem wir hinziehn werden [ ], Humbaba (ist's), [zu] d[em] wir [hinziehn werden . . .]*. Gilgamß tat seinen Mund (auf) [und spricht, sagt zu ia-bani]: „Mein [Fr]eund, wenn wir [. . en .] einer Zeile.) ... leicht zu t zu erg. (tritt* Sing, von triäti). Vorderteil des Zeichens hinter ri erhalten. — 0 Vielleicht (ilu) Humbaba (s. Z. 7) zu erg. oder ein Aequi- valent dafür. — 7 Möglicher Weise hinter ma Nichts zu ergänzen. 144 Das OflgamÄ(Nnnrod)-Epo8. Tafel IN.1 CW. la.% • . . 4. (12. 5. (13. 6.(14 7.(15. 8.(16. 9.(17. 10. (18. 11.(19. 12.(20. 13.(21. 14.(22. 15.(23, (Erhalten noch unverständliche [ i]-bir-Su8 iß-^ur [ ] i-na pa-ni-ka [ ] §a (i§u) fciSti (igu) frini [.....] kab-lam fcul-luni [pa-gar-Su4 J]i-i§-sur tap-pa-a li-8aMim [. . . iwa-]a-ta pa-gar-Sa ub-la [ni . . ,]?-in-ni5-ma ni-ip-l^i-dak-ka Sarru [ta . . . m]a ta-pa-fcid-da-na-Si Sarru [(üu)Gilgamß] pä-§u ipuS-ma ifcabbi [izakkara(-ra)] a-na (ilu)lN-Ki-^am' [ib-ri i ni]-il-li-ka a-na ikalmahhi [ana a-mat (ilu)Ni]n-sun Sar-ra-ti rabiti(-ti) l Nach K 8423, K 8658, Sm. 2097 und 80—7—19, 306, veröff. von &jtopt 1. c. p. 23, p. 20, p. 21 u. p. 80, davon Col. II nach den letzten 8 Fragmenten bei Jeremias , 1. c. Blatt I , sowie K 4474 (Col. I and II (?) Ende) und Rm. 907, veröff. von Haupt 1. c. p. 62 u. 88. Zur Uehersetzung 8. Jeremias I.e. p. 21 f. u. p. 49. Sonst s. Bezold, Catalogue p. 939 zu K 8558 u. p. 531 zu K 3423. — Sicher, weil auf Fragmenten, die sich -an einander anschliessen , erhalten , gehören zu einer Tafel die Anfänge von unsern Coli. I, II und III. Nach dem Inhalte zu schliessen ist der- selben Tafel zuzuweisen, was wir Col. II Ib nennen, nämlich K 3423 Col. b. Aber ob dies Fragment grade dort einzufügen ist, wo wir es einfugen möchten, bleibt zweifelhaft, solange es nicht ganz sicher ist, ob die unten links hiervon erhaltenen Zeilenenden ]Sad, ]bar, ]mi, ]?-du und ](üu)Gü- gamis sich mit dem rechten Columnenrest von K 4474 a-na wt[ usw. zu- sammenschliessen. Aber dies ist doch sehr wahrscheinlich, besonders, da daraus folgen könnte, dass der linke Columnenrest von K 4474 dem Schluss von Col. I angehört und sich Col. IIa nach unsrer Anordnung vorzüglich hieran anschliessen würde : Darnach wäre Bimat-Belit in Col I von Gil- gamis gebeten worden, Samas zu opfern, und sie erfüllte seine Bitte in Col. II f. bez. ff. Man kann die Vermutung wagen, dass K 8558 -f- Sm 2097 + 80—7-19, 306 (Anfänge der Coli. I-HI), K 8423 (Schluss von CoLIIf?) und K 4474 (Col. I und II Ende?) einem und demselben Exem- plare angehören. — Nach seinem Inhalt ist wohl auch Fragm. Rm. 907 Das GilgamitXNimrod)-£po8. Tafel III. 145 TaM III. Col. Ja. < . • Beate von 3 Zeilen.) [ ] schützt seinen [FJreand. [ ] vor dir. [ ] des Gedernwaldes. [ ] wird Kampf „gezeigt". [(Wer) seinen Leib] schützen [iv\U\ erhalte den Gefährten. [(Wer) das La]nd [. . .], entführt seinen Leib {der Gefahr). [(Wenn) wir . . .] . . und auf dich, o König, Acht geben, [wirst da . . . an]d auf ans Acht geben, o König". [Gilgamß] tat seinen Mund (auf) und spricht, [sagt] zu ia-bani: [„Mein Freund, auf, wir] wollen zum Grosspalast gehn, [zur Magd der Ni]n-8un, der grossen Königin, (e. p. 88 1. c.) ein Teil von Tafel III, wenn nicht etwa von Tafel IV (s. Z. 18 und Z. 21 des Fragments). Aber über dessen Platz darin ist Nichts aus- zumachen. — Schliessen wir mit Recht K 4474 an K 342S und damit an K 8558 etc. an, so ist die Reihenfolge unsrer Coli. I— III doppelt gesichert. Denn dann schliesst sich unsre Col. IIa direkt an unsre Col. Ib an, muss also der 2ten and damit die 2 andern Columnen der ersten und 3ten Col. angeboren. Aber auch ohne dies steht die Reihenfolge der 3 Columnen und damit ihr Platz auf der Tafel III fest. Denn die Gebete der Rtmat- BHü in unsrer Col. III sind natürlich hinter unsre Columne II — also in Col. III — einzuordnen, weil in Col. II im Anfang die Vorbereitungen dazu erzählt werden, und darnach steht auch unsre Col. I an richtiger Stelle. — Kriterien für die Einordnung unsrer Tafel dürfen natürlich nur den sicher zusammengehörigen Anfängen von Col. I — III entnommen wer- den. Aus dem o. p. 134 f. zu Tafel II Bemerkten folgt, dass sie der dritten oder 4ten Tafel angehören. Nun aber steht Col. VI von Taf. IV (s. p. 153 Anm.) in enger Bez. zu dem Auf. einer Col. V von Taf. III oder IV (s. p. 156). Vgl. mit Z. 3, 4 u. 6 der Col. V Z. 34, 27 + 38 , u. 28 + 37 der Col. VI : Das in der Col. V in Aussicht Gestellte ist in £po8. 16.(24.) [ana um-mi-ia mj'u-da-at ka-ia-ma i-di 17.(25.) [ ]?-ka-na a-na Sfpt-ni 18.(26.) [ ]-tQm fca-tu-us-su 19.(27.) [ ] il-la-ku ana ikalmahhi 20.(28.) [ana a-mat (ilu)Nin-sun §ar-ra]2-tum rablti(-t[i]) 21.(29.) [a-na um-mi (ilu)Gilgamti* mu-da-at ka-lal-ma* i*-di\ Col. lb* (Erhalten Zeichenspuren am Ende von Z. 45—48, in Z. 46: ] . möge er (ich) sein (werden)!; in Z. 48: 49. [(sinniitu) Ri-mat-(ilu)Biüt6 a-ma-ti] §a (ilu)Gilgamiä märi-Sa 50. [ ]-i§ i§-ti-nim-mi Col IIa.1 1.(9.) [. t]r-ru-ub 2.(10.) [. u8]-ta-la 3.(11.) [. . .] si-mat [pa]jr-ri-äa 4. (12.) [. .]? si-mat ir-tf-äa 5.(13.) ?[. . .]äu-raa a-ga-§a ap-rat 6. (14.) •??[.. m]t 10 fcafc-fca-ra i-pi-ra-ni 7.(15.) iS-[. . .] i-ti-li a-na u-ri 8. (16.) i-li a-n[a pä]n11 (ilu)Sama§ fcut-rfn-na iS-kun 9. (17.) i§-kun ä^ur-Äja1* (ina)11 m]a-har (ilu)Sama§ i-df-gu i§-§i 10.(18.) am-mf-ni taS-kun ana ma-[rt-ian *■] (ilu)Gilgamß libbi (-bi) la §a-li-la tf-mid-sa9 11.(19.) f-nin-na-ma tal-pu-us-su-ma il-lak 12.(20.) ur-ha ru-ka-ta a-Sar (ilu)Hum-ba-ba 13.(21.) kab-la §a lä i-du-u i-mah-har 14.(22.) gi-ir-ra §a la i-du-u i-rak-kab 15.(23.) a-di ümu(-mu) il-la-ku a14 i-tu15-ra 16.(24.) a-di i-kaS-§a-du a-na (i§u)fci§ti (i§u) Irini i S. Tafel I, VI, (29) f. Vielleicht statt ummia Bimat-BUü, der Name von Gilgamis'* Mutter zu erg. — 2 S. Z. 16 0. — 8 S. Anm. 1. — 4 Ev. Spuren erhalten. — 6 8. Haupt 1. c. p. 52. — 6 Das Vorhergehende vielleicht in Z. 50 zu ergänzen. — 7 S. Haupt bei Jeremias 1. c. Tafel I und Nimrodepo8 p. 20 f. u. p. 80. — 8 Teil erhalten. — 9—9 Von Haupt in seif sanier Weise offenbar falsch zusammengeschoben: Die Lücke, die er in Folge dessen hinter tna[ in unsrer Zeile 10 und vor i-nin~na~ma in Das GÜgamß(Nimrod)-£pos. Tafel III. 147 [zu meiner Mutter, kjundig alles Wissens! [ ] ... zu unsern Füssen. [......]. „landwärts* u. [ ] gehen zum Grosspalast, [zur Magd der Nin-sun], der grossen [König]in, [zur Mutter Gilgamß's, kundig alles Wissens.] » * Col Ib. ]? H-Su = ] seine 2 oder : 2mal(?) ; in Z. 47 : ]-ta li(u)b-Si = ]-na ina mah-ri-ki = ] . vor dir. Darauf:) [Rimat-Belit die Worte] ihres Sohnes Gilgamß [. .]lich (er)hörte. Col. IIa. [. t]ritt sie ein. [. sich] niedergelegt Iiatte(n). [. . . . (.)], das Zubehör ihres [Lejibes; [. . . (.)] . das Zubehör ihrer Brust [. . . (.)] . und ist bedeckt mit ihrer Königsmütze. . . [. . mit Wajsser sättigte sie den Erdboden , ... .[...] ging hinauf auf den Söller. Sie ging hinauf an[gesicht]s SamaS's, legte Weihrauch hin, legte ein Geschen[k] hin, erhob [v]or SamaS ihre Arme: „Warum hast du [mein]em Sofhne] Gilgamß gelegt, hast ihm ein Herz, das sich nicht zur Ruhe legt, „auferlegt"? Nun hast du ihn angerührt und er wird dahingehn ferne Wege (zu) dem Ort des Humbaba, sich einem Kampf, den er nicht kennt, entgegenstellen, Pfade, die er nicht kennt, reiten. Bis zum Tage, (da) er hingeht und (auch) zurück(ge)kehrt (ist), bis dass er zum Gedernwalde gelangt, unsrer Zeile 11 annehmen muss, ist nach dem Originale ganz undenkbar usw. — 10 Oder lies nU]i » „Menschen" oder i&d)]li = „Männer"??? — u Zwischen den 2 Bruchstücken K 8558 und Sm 2097 muss wenigstens in Z. 10 viel mehr Raum sein , als Haupt annimmt. In Haupt's Ausgabe reicht gar das Ende von deren erstem Teil nach K 8558 weit über den Anfang des letzten nach Sm. 2097 hinaus 1 — is S. u. Col. IIIb(?), 86. — is Ist Platz hierfür? — u Fehlt im Duplikat. — 15 Var. -tur-. 10* 148 Das Gügamß(Nimrod>Epos. 17.(25.) a-di (ilu)Hum-ba-ba d(t)a-pi-nu i-na^ru 18.(26.) n mim-ma lim-nu §a ta-zi2-ru n-kal-lafe ina m[&ti] 19.(27.) ina ömi(-mi) §a at-ta i-tu-u-rfu1 ana ka-a-gi]' 20.(28.) [£]i-ia-a(-§i) i-d(t)ur-ka (ilu)A-a kal-lat li-ha-eis-A:[a] 21.(29.) [§a]-a-äu a-na ma§(9)a(ä)ri5 Sa muH Hbba* ?[. .] 22. (30.) [. .] Simftan7 [ ] ... Cd. IIb.9 Enden der Zeilen 35 — 44, nämlich von Z. 35: ]aä oder h]ar gegen ; 36 : ? ; 37 : ]Su = jihn oder : sein ; 38 : ]su = ]ihn oder : ten] 41: ]?-ab(p); 42: ]da Col IIc(?).11 (Reste von 2 Zeilen, die nach nnsrer Einordnung also mit 45. a-na ni-[rt-&i-/-rt $a £odf(-t) i-JcaS-^ad 46. bur-sa-a-ni [ ] barränu 47. b(p)u-lira §iri ina [ (ilu)Gil]gami§ 48. u-ka-a-a-|/u tt-twa]18-mt14 49. ? ? ? [. .]?-du16 50. ? [. ] (ilu)Giigamß Col lila." 1. (amilu) pagru [$a (üu)ffutn-ba-ba ] 2. ana dft)a-a-n[t ] 3. ana si-lt [(üu)&amiH(-H) ] 4. (ilu)A-nun-na[-ki J 5. äi-ia-a i-?[ ] 6. §a-a-3a ana [ma§($)a(ä)ri §a tnßsi libba11 . . .] 7. gi-ir-ru §a [la i-du-u i-rak-kabl*\ 8. lu-pu-ut-ma [ ] 9. aä-Su i-?[ ] l Var. -nar-. — 2 Var. -zir- (iturra, inarru und tatirru vielleicht Praesentia). — 3 Nach p. 20 bei Haupt (Nimrodepos) nur ein wagerechter Keil zu sehen, also -r[u möglich. Aber nach der Gopie bei Jekbmias 1. c. 2 wagerechte Keile erhalten. Wenn dies richtig, weder ru noch etwa ra nach u möglich. — 4 Zeile 19 fehlt im Duplikat — 5 Vielleicht ma- $arüti = „Wachen" zu lesen. Doch vgl. 0. p. 80 f. Schöpfungsepos IV, 189. _ 6 Vielleicht dafür ru (r|ü]j = ru und sub(p) zu lesen. — 7 Geschr. Das Gilgamfi(Nimrod)-Epoa. Tafel III. 149 bis dass er Hambaba, den Furchtbaren, erschlägt indem er alles Böse, das du hass(t)est, im L[ande] vernichtet, an dem Tage, da du, er [zu dir] zurQck(ge)kehr[t (ist)], möge [s]ie, deine . ., Aya, die Braut, di[ch] erinnern! [I]hw den Wächtern der Nacht das Herz . [. .] [. .] Abend [. ] Col IIb. bez. h]ur oder m]ur, vielleicht i-mah-hjar1* = stellt sich en]t- sein; 39: ]§u = ihn oder: sein; 40: i-rak-k]ab10 = wird re]i- , oder: ]sa\ 43: ]ti; 44: ]tum. Col. IIc(?). Z. 43 und Z. 44 von Col. IIb identisch wären. Dann:) Zu Pä[s8en des Berges wird er gegangen, Gebirge [werden ........ wird] der Wog. „Vieh" des Feldes [wird] in [ Gil]gamß [. . .], lauern werden [auf ihn Tie]re . . • [. J • • . [ ] Gilgamß Col lila. Den Leichnam [des Hambaba ], zu richtfen ]. Nach dem Aufgang [der Sonne] hin [ ]. Die Anunna[ki . . . . ] Sie . . [. ]. Ihn den [Wächtern der Nacht das Herz . .]. Pfade, die [er nicht kennt, wird er reiten]. Rühre an und [ ] Dieweil er . [ ], an + U8AN, = Hmitän nach HR 7, 6 etc. -8 8. Haupt 1. c. p. 23. — 9 S. Col. II, 13(21) o. — 10 S. Col. II Z. 14(22) o. — n S. Haupt I.e. p. 52 und p. 23. -^ 12 S. zur Erg. Tafel IX, i Z. 8. — 13 S. Z. 47. — u S. aber Haupt I.e. p. 108, wonach mi in der Edition falsch. — 16 S. Häuft L c. p. 108. — ie 8. Haupt 1. c. p. 21. — n S. Col. II, 21(29). — 19 8. CoL II, 14(22). 150 D&s GilgamÄ(Nimrod)-Epos. 10. bar-ra-n[* ......] 11. o dft)i-[ ] 12. a-di (ilu)H[um-ba-ba d(t)a-pi-nu i-na-ra1] 13. lu-u [ürni* ] 14. lu-u [ar-fa-ni* . • . . .] 15. lu-u [sat-tum2 ] (Folgen Anfänge von 3 Zeilen, • • Col. IIIb{?)> • • 32. u-kab-bit kut-rin-n[a ] 33. (ilu)tN-Ki-6am is-sa-am-wa4 ?[ ] 34. (ilu)lN-Ki-6ant dan-nu ul-§i-m[a6 ] 35. 1-nin-na ?[ ] 36. it-ti §i-ir-fc(k)i ga {üu)[8atnas* . . . .] 37. initi fca-aS-da-a-ti [....] 38. in-di it-ta-di a-na ti-ik(fc, g)(-)u[. . . .] 39. fnfti il-fca-a [ ] • • ■ 40. u m&rat(-)iläni u-rab-ft[a-a ....]• • 41. a-na-ku (üu)lN-Ki-&am ?[.....] 42. il-tf-M a-na£ ] 43. (ilu)tN-Ki-6am a-na [. ] 44. (ilu)[G]ilgamß T[a ...... .] 45. l-[. (ilu)lN'Kiybam ?u-fei[ ] 46. Si-7[. . .]? lab-ä u[ ] 47. a-d[i ümu(-mu) il-]la-ku i[t-tu-ür-rÄ-affl-fna]8 48. [a-di] a-na (i?u) fc[i-i§-ti (i?u) irini i-kaS-§a-du]8 49. lu-u ar-J[a9-nt ] 50. lu-u §at-tf[wm ] Col ?10 (14): s]iru ?[=]Peld?[; (15): ]? ma(-)kfog,r)az-zi[; (16): ]ana gamß = Men]schen der Zaum des Gi[lgamß ; (18) : (ilu)Hu]m- l S. Col. II, 17(25). — 8 8. Col. Illb, 49 f. Vielleicht arftänt resp. Sattum in Z. 13 bez. 14 zu erg. — - 8 S. Haupt 1. c. p. 28. — 4 S. Haupt 1. c. p. 107 f. — 6 S. 1. c. p. 108. In der Edition i[t bez. tu. — e Oder, statt (üii) = „Gott" als Determinativ zu fassen und dahinter ein Gottes- Das Gilgamä(Nimrod)-Epo8. Tafel III. 15l einen We[g . .] Md.[ ], bis dass er H[umbaba, den Furchtbaren, erschlägt], seiend [Tage ], seiend [Monate ], sei's [ein Jahr ], nämlich: ina[ = in[; ?[ und ?[.) Cd. IIIb{?). • • • Sie „machte schwer" den Weihrau[ch ], rief ia-bani und . [ ]. :„ia-bani, Mächtiger, mein Frohlocken [ ]! Nun . [ ] mit dem Geschenk für [Sama§ . . . .]". Priester(herr)innen, heilige (Frauen), [. . . .]. Eine Stütse legte sie an ..[... .]. Die Priester(herr)innen nahmen [....] und die Tochter der Götter mach(t)en gr[oss ....].. :,Ich, ia-bani, .[.....]. nahm zu [ ]. ia-bani, zu [ ] [G]ilgamß nich[t ]. • [. ia-]bani, mein Begehr [ ] .[...]. nicht . [ ]! Bi[s zum Tage, (da) er hi]ngeht (und) zu[rfick(ge)kehrt] (ist), [bis er] zum [Cedern]w[alde gelangt], seien's Mon[ate ], sei's ein Jah[r ] Col ? mätill-Su[ = ]zu seinem Lande[ ; (17) : ni-]§i" ti-par (ilu)Gip> ba-ba[; (19): ]ip-tar-su-ma dil[ = y>ersperr(t)e(n) und.[; (20): name oder QilgamiS zu erg., zu iläni = „Götter" zu erg. ? Doch s. o. Co! II, 9. — 7 Vielleicht zu Si-lu = u = „und" zu erg. — 8 S. Col. II, 15 f. — 9 Nach Haupt's Edition nicht möglich. — 10 S. das Folg. bei Haupt I.e. p. 88. — ii Kaum Sacfi- = »Berge" zu lesen. — 12 S. Z. 23. 152 I>as Gilgam(I(Nimrod)-Epd8. (ilu)G]ilgamß Sarru dan[-nu* = G]ilgamß, der mäehtff^e] Kb- gamß Sarru da[n-nu* = G]ilgami§, der mä[chtige] Eönig[; Gilgamfg; (24): -]u ina al[i-Su « ]. in [seiner] Sta[dt; (26): n]ig [> (26): da-]a-a-an [= Tafel IV.5 Coi: j.« • • • Erhalten die Enden der Zeilen 37(36)— 46(45), nämlich von 37 : 40: l]kal/t= Pa]last, oder: abu]lli = Stadtjtor; 41: ]-raa; 42: • • • Cd. IV • • 35. [. . . .]? ina $üki §a Uruk [ ] 36. [. . s]u i-bi-ß dan-nu-ti(-)ma-[ ] 37. ip-ta-ra-as a-lak-ta [ ] 38. Uruk ma-a-tu iz-za-az [ili-Su8] 39. ma-a-tu pu-ufe-Iia-rat [ ] 40. i-d(t, t)a(i)p-pi-ir um-man-ni [.......] l S. Z. 22 und 25. — 2 S. Z. 20 u. 25. — s S. Z. 17. — 4 S. Z. 20 u. 22. — 5 Nach Rm 289 (+ Annex), veröff. von Haupt, 1. c. p. 22 und 81 ff. und K 8591 „Col. I", veröff. ibid. p. 27. S. zur üebersetzung Jbbe- mias I.e. p. 22. Sonst 8. Bezold, Catalogue p. 943 zu K 8591 und p. 1601 zu Rm. 289. Dass Rm 289 wohl ein grösserer Teil der 4ten Tafel ist, folgt aus den Erörterungen zu Tafel II und III oben p. 134 f. und p. 145. Die Reihenfolge der Columnen ergiebt sich mit Wahrscheinlich- keit daraus, dass der Text links von unsrer und Haitt's Columne II sich mindestens bis zum Niveau der 46ten Zeile unsrer Col. II erstreckte, also schwerlich Raum für eine Tafelunterschrift Hess, folglich nicht zu einer 6ten, sondern zu einer ersten Columne gehörte, und ferner da- raus, dass eich dieser mit Col. Ylb auf K 8591 nicht zu einem Texte vereinigen lasst. — Unsrer Columne VI folgt noch durch einen Teilstrich davon getrennt [i]-[na]p-[p]a-at-tu (i$u) kistu. Dass diese Zeile anschei- nend so endet, wie die erste Zeile von Tafel V Col. I , hat auch Haupt gesehen und auch bemerkt, dass man versucht sein könne, in jener letzten Zeile den Folgeweiser von Tafel IV zu sehen (Beiträge eur Aesyriologie I, HO). Allein er musste den Gedanken fallen lassen, weil er glaubte, dass direkt unter jener Zeile der Rand der Tafel ist, und dies wohl, weil Das Gilgwn«(Nimrod)-Epo8. Tafel III— IV. 153 nig[; (21): (i?u) fci§]ti Irini[ = ]Cedern[wal]d[ ; (22): (üo)G]il- (23): n!']§i ii-par [(ilu)Gilgamß' = Menjschen der Zaum[ des (ilu)Gilgamfg §ar4-]ru dan-nu [= Gilgamfö,] der mächtige [Kö- ßjichter [von ; (27) : ]? ?[ Tafel IV. Col I. ] ? ; 38 : ]-a-Su = ] . ihn oder ] . sein ; 39 : tu]m-Su = ] . ihn ; ]-d(t)i ; 43 : (ilu)iN-Ki-]6am = /a-Jbani ; 44 : ]-§i ; 45 : ]-ti; 46 : ]?-ri. Col. IL • • • [....] in der Strasse von Erech [ ]. [. .]• das „Tun* der Richtigkeit {und) [ ]. Er verwehrte den Weg [ ]. Das Land Erech steht [gegen ihn]. Das Land wird versammelt [ ]. Er treibt das Volk zurück [ ]. rechts davon der Rand des Fragments auf p. 28 bei Haupt verlauft. Aber die beiden Stücke auf p. 27 und auf p. 28 bei Haupt schliessen sich, wie mir Rev. C. Johns in Cambridge mitteilt, nicht an einander an, indem sich etwa Zeichenreste unten rechts von dem Text auf p. 27 bei Haupt mit Zeichenresten unten links auf p. 28 vereinigen liessen. Also liegt gar kein Grund dazu vor, in diesem letzteren Stück den unteren Teil grade einer 2ten Columne zu sehen und darum in dem auf p. 27 den einer ersten. Weiter ist unten an dem Stück auf p. 27 nach Rev. Johns gar kein Rand zu sehen, und soviel leerer Raum unterhalb der in Rede ste- henden letzten Zeile, dass jedenfalls kaum eine Zeile des Textes darauf gefolgt sein kann. Nach Rev. Johns hindert Nichts, anzunehmen, dass die Zeile der Folgeweiser einer Tafel ist und sich darunter die Tafel- anterschrift befand. Darnach hindern keine Aeusserlichkeiten , in dem Stück auf p. 27 das untere Ende von Col. VI der der Tafel V vorher- gehenden, also der 4ten Tafel zu sehen, und dessen Inhalt bestätigt diese Annahme. S. auch die Erörterungen zu K 3588 und Sm 2132 unten auf p. 180. — e 8. p. 22 und p. 81 1. c. — 7 S. p. 22 u. p. 81 f. 1. c, — 8 S. Tafel I, Col. V, 81 u. Col. VI, 28. 154 Das GilgamÄ(Nirarod)-Epos. 41. ft(d)lt ug(k, ty-tam-ma-ru [. ] 42. ki-i Sfr-ri la-'-i u-n[a ] 43. ul-la-nu-tim-ma ft(d)-lu ba-ni [. . .] uf. .] 44. arna (ilu)B-ha-ra ma-a-a-al [. . .] ti[. .J 45. a-na (ilu)Gilgamfi ki-ma ili ga-fc(k)i-[i .]? b(p)u ?[. .] 46. (ilu)lN-Ki-6ani ina bäb bit i-mu-ti ?l ip-#-rik ki-[t'6-su] 47. (ilu)Gilgamig a-na gu-ru-bi ul i-nam-din 48. i$-$ab-tu-ma ina bäb bit i-mu-ti 49. ina sü^i it-tf-ty(fc, A)*-ru u-kab-bit raa-a-[(|a 50. ? ? ?-u-b(p)u i-ga-ra i-na-ag Col III.9 . 45. [. . .] mu§(-)§a (üu)ff[um-ba-ba . . . .] 46. [(tf u) irinu*] gi-i-hu ?[ ] 47. ura-mu (ilu)Gilgamig lib[-'-at Jca-la-ma i-di*] 48. izakara(-ra) [tf-na ma]-a-[rt-ätt (ü^Gilgatnis*] 49. (sinnigtu) Ri-mat-(ilu)Bi[lit izakara(-ra) ana (üu)Gilgami$*\ 50. ma ??[..]? [ ] 51. zar-big ? [ ] Col IV.9 Lit ] 2. sab-p]a danl0-n[u ] 3. ip(b)-t[-la ina bäbi-ma [ ] 4. zar-big u-zi-zu [ 1 5. ul i-gi (i lu) In- ki-6 am [ ] 6. ug-gur-tum pi-riu-tu $(z)a[- ] 7. ina §iri a-lid-ma11 man-ma [ 1 8. iz-za-az (ilu)lN-Ki-ftam ig-[ ] 9. og-ta-kal-ma it-ta-[ -$u] 10. f-na-gu i-mi-la-a [il-la-ka di-ma-su] 11. a-ha-gu ir-ma-a l-mu-y-[gu ] 12. i§-§ab-tu-ma mit-ha-rig [ ] i Ein kleiner schräger Keil. — 2 Oder k(g)ap(b). — s S. p. 82 I.e. 4 Nach Taf. VII(V), Col. I, 42. - 5 So vielleicht nach Haupt 1. c. Ob mu and dann Erg. zu mu-da-at ganz ausgeschlossen? — 6 Nach Taf. 1, Col. VI, 29 f.: U'ü Synonym von müdü. — 7 Vielleicht grossenteils erhalten. Das Gilgamö(Nimrod)-Epos. Tafel IV. 155 Die Männer . . en [, ]. Wie ein schwaches Kindchen . [. t] er [ ]. Alsbald der Mann, schön [...]. [. . .]. Der Ehara das Schlafgemach [der ...].[..]. Dem Gilgamis wie ein . hoheJVJ Gott [.] . [. .]. ia-bani versperrte im Tor des Familienhauses „den T[ritt]u, gewährt nicht, GilgamfS hineinzubringen. Sie na(e)hmen {den Weg) in das Tor des Familienhauses hinein. Auf der Strasse . . ten sie, es drückte das Land. die Wand gerät ins Schwanken. Col III. • • • [...].. H[umbaba . . . .] [EineJ hohe [Ceder] . [ ]. Die Mutter Gilgamß's, mä[chtig alles Wissens], sagt [zu ihrem So]h[ne Gilgamß]; Rimat-Be[lit sagt zu GilgamfS]: ..•■[..].[. ]•* Qualvoll . [ .] Col. IV. • [ •] Sie pac[k]in den Mächtigen ] Er . . te im Tore und [ ]. Qualvoll . . ten sie [ ]. Nicht hat(te) ia-bani [ ]. Das lose Haupthaar . [ ]. Auf dem Felde ist er geboren und Jemand [ ]. ia-bani steht da . [ .]. Düster wird er und . . [. wird sein . . .]. Seine Augen füllen sich, [es gehen (nieder) seine Tränen]. Seine Seiten wurden schlaff, [seine] Kräfte [ .]. Gepackt wurden zusammen [ ]. — 8 Oder lies (Hu)lN-Ki-&am. In diesem Falle vor und nach ]a[ in Z. 48 anders zu erg. — 9 S. p. 83 1. c. — 10 Auch ün möglich. — n Doch nicht rit zu lesen? pirittu von parädu = „Angst". — 12 Im Text dem Anscheine nach aS. 156 Das Gilgam(*(Nimrod)-Epos. 13. [. . r]«-ma käta-Su bat1 kima ?[ ] 14. [. .] ? it-tu ina la[ ] 15. [(ilu)lN-Ki]-6am a-mat i-zak-kar [ana (UujGUgamis*] (Von der folgenden Zeile • • • Cd. F.8 1. a§-Su SuMu-mu (i$u) Irina 2. ana pul-ha-a-ti Sa niSi i-Sim-Su (ilu)Bil 3. (ilu)Hum-ba-ba rig-Doa-Su a-bu-bu: pi-i-Su an-4ni-ma ri-ura- ma4 na-p(b)is-su 4. i-Sim-mi ? ? ? rimmat (i§u) ^:iSti : man-na Sa ur-ra-du ana (i§u) fciSti-Su 5. aS-Su Sul-lu-mu •frinu: ana pul-ha-a-ti Sa niSi i-Sim-Su (ilu) Bil 6. u a-li(a)k6 (i^u) fciSti-Sn i-$ab-bat-su ?u7-,-tu 7. (ilu)GilgamfS a-na Sa-Su-m[a] iz[aka]ra(-r[a) a-na (il]u)[I]N-Ki-fam (Vom Folg. noch erh. die Enden von 5 Zeilen, nämlich: a-]fcab- • • • Col. VI} • . ■ (Erhalten Beste von Z. 24 f., von (26.) [(ilu)lN-Ki-5an» pa-a-]Su ipuS(-uS)-ma i-[fcab-bi izakkara(-ra) ana (ilu)GilgamfS] (27.) [ib-ri a-a nt/-]tar-da ina [(«>!*) klsti] (28.) [i-la~9 £«9]-t(-f-ma i-man-grjt-^a i-di-ia9] (29.) [(iln)Gil]gamfS pa-a-Su ipuS-ma ifcabbi izakkara(-ra) [ana (ilu)lN-Ki-6am] (30.) [am-mi-ni] ib-ri pi-is(z, §)-nu-kiS [ ] (31.) [l0ul i"]-tl-it-ti-ka i10-li-iwa uJ12 t[*-mt'-t-*a10] (32.) [..]????? pa-ni-ni :????? bu [ ] (33.) [. .] ? mu-du-u tu-fcu-un-tu : Sa ? ? it(t, d) ? [. . . .] l Schwerlich dafür -nu zu lesen; -Sunu = ihre. Ob der Worttrenner gemeint ist ? — s Oder (sinnistu) Bimat-Bilit zu erg. ? — 3 S. p. 22 u. p. 83 f. 1. c. — 4-4 Nicht sicher. — 6 (iptt) fehlt hier. — s Das Zeichen eig. = ldk, Jlier — l%k oder für älik steht hier älak. — 7 lu wohl ge- Das Gilgamffi(Nimrod)-Epo8. Tafel IV. 157 [. ]t wurden seine Hände . wie . [ ] [• •] [ ] [ja-]bani sagt die Worte [zu GilgamfS]: noch ]? ma a[ erhalten.) Col V. Um zu erhalten die Ceder, hat ihn Bei zur Furcht für die Menschen bestimmt, Humbaba — seine Stimme ist Sturmwind;: sein Mund i6t . . und Wind sein Atheni. Es hört ... ein Gebrüll (im) Walde,: wer da hinabgeht zu sei- nem Walde. Um zu erhalten die Ceder,: hat ihn Bei zur Furcht für die Menschen bestimmt, indem den (zu) seinem Walde Gehenden Schwäche erfassta. GilgamtS s[ag]t zu ih[m, zu] ia-bani: bi = ich] spreche ; jlibbi(-bi) *= ](mein)Herz ; ]ma ; ]di§ und ]u.) ... Col. VI. • • . Z. 24 nur ein Keil, dann:) [ia-bani] tat seinen [Mund] (auf) und s[pricht, sagt zu Gilgamß] : „[Mein Freund, wir wollen nicht] hinabgehn in [den Wald]! [Schwach sind] die [Hän]de und geläh[mt sind meine Arme].a [GilJgamlS tat seinen Mund (auf) und spricht, sagt [zu ia-bani] : „[Warum], mein Freund, [. . st du] wie ein Schwächling [...]? [Es ist (doch) k]ein Gott vorübergegangen und hat [dich (doch)] nicht [gelähmt], [. .] vor uns: [ ] [. .] . kundig des Kampfes: der ....[....] sichert durch Col. VI, 37 unten. — 8 S. p. 27 1. c. — 9 S. u. Z. 37. Das Verbum la'ü vorliegend in lä'ü = „schwach" („kümmerlich")? — 10 S. Tafel V Col. (III oder) IV, 12. - n Gegen die Spuren der Edition. — 12 Oder lä oder «im-. 158 Da» 6ilgamü(Nimrod)-£pos. (34.) [. .]? ri-?-ma ul ta-ad-d[ar . . . .] (35.) [m-]i§-ma-k(fc)f-ia w^-Si-ma §u-up[ ] . (36.) [*i-]raa li-li-su lu-u* Sa-p(bju-?[. . . ha] (37.) P]t8-§i man-gu Sa i-df-ka a lu-'-tu lit-ba-a [8a fca-tf-ka4] (38.) [.]u iz-ziz* ib-ri iö-tl-ni§ nitf-tfa-ar-io-ma6] (39.) [. .]? ub-la libba-ka1 ? tu-ku-un-tu : mu-u-tu mi-§i-ma la t[a]-pa[-lah] (40.) [dan-n]*u it-b(p)al-lu pit-fcu-du a-mMu (41.) [ina Yi-]dt*-ku pa-gar-äu i§-§ur tap-pa-a li-§al-lim (42.) [. . ,]Di§(-)fcu-ti-§u-nu §u-ma i§-tak-nu (43.) [ana Sadf(-t) a]r-fc(k)i ik-Su-du ki-lal-la-an (44.) [iz-8iz-e\u a-ma-ti-Su-nu äu-nu iz-ziz-zu Tafel V.» Col. I.10 1. iz-zi-zu-ma i-nap-pa-at-tu (i$u) feiStu l Oder ${-. — 2 Schwerlich zu ma-li-li und su-lu-u zu verb. ; malilu = „Flöte" und su/ü = „Strasse". — 8 Für [lü-t]a> nach der Edition kein Platz. — 4 S. Z. 28. — 5 Doch nicht i$-bat zu lesen? — 6 S. Z. 27. — 7 S. Haupt I.e. p. 109 u. vgl. ASSurnasisaplu I, 51 und Salmanassar Monolith Rev. 71. — 8 S. I.e. p. 109 f. — 9 Nach K 3252, K 8586, „K 8591 Col. Iltf und Sm. 1040, verüff. von Haupt 1. c. p. 24 ff., p. 57, p. 28 und p. 58. Zur Uebersetzung 8. Jeremias 1. c. p. 22 f. Sonst s. noch Bezold, Catalogue p. 517, p. 943 und p. 1457 zu K 3252, E 8586, K 8591 und Sm 1040. — Auf einem und demselben Exemplar (K 3252) er- halten sind die im Folgenden mitgeteilten Teile von Col. I, II und VI. Diese bilden einen Teil von Tafel V nach dem Folgeweiser unter Col. VI, der dem Anfang von Tafel VI entspricht. — Ueber das Fragment „K 8591 Col. II", das nach seinem Inhalt jedenfalls zu Tafel V gehört, wurde be- reits oben p. 152 f. (zu Tafel IV) gesprochen. Da darunter der Rand der Tafel zu sehen ist, sich also keine Tafelunterschrift und kein Folgeweiser darunter befand, und da der Schluss von Col. Vlsich mit dem von „K 8591 Col. II" nicht vereinigen lässt, gehört dies Fragment nicht zum Schluss der 6ten Columne, also Überhaupt nicht zur 6ten Columne. Da wir ferner mit höchster Wahrscheinlichkeit Z. 32 — 50 von Col. III und Z. 1 — 23 von Col. IV kennen und zwar als verschieden von „K 8591 Col. Das GilgamH(Nimrod)-Epo8. Tafel IV— V. 159 vor [..].. wirst du dich nicht ängs[tigen ....]. Heine [.].... e und . . [ ]! [W]ie ein Tamburin mög' [dein . . .]ge . . [t werden]! [Möge hin]au8gehn die Lähmung deiner Arme, mög' sich auch „erheben" die Schwäche [deiner Hände]! [. .] . hat sich gestellt, mein Freund. Wir werden zusammen [hinabgehn.] [. .]? hat dein Herz . den Kampf „hervorgebracht".: Vergiss den Tod und füfrchte dich] nicht! [Ein Mächtiger, ein denkender, ein achtsamer Mensch, schützt er [in der Sch]lacht seinen Leib, erhalte er den Ge- fährten ! [(Die, welche)] ihre [.] . . [. . en], machen sich einen Namen." [Zum grjünen [Berge] gelangten sie beide. [Still stand]en ihre Worte; sie standen still. Tafel V. Col I. Still standen sie und betrachten den Wald, II u (s. u.), so kann dies Fragment auch kaum der Col. III nach irgend einer Anordnung angehören, zumal sich aus Col. III, 32 (s. Col. IV, 13) er- schliessen lässt, dass auch davor Etwas gestanden hat (die Erzählung eines ersten Traums), das von dem Inhalt von „K 8591 Col. II" verschie- den ist. Ob aber das Fragment der ersten, 2ten, 4ten oder 5ten Columne zuzuweisen ist, lässt sich, soweit ich sehe, noch nicht ausmachen, wenn auch dessen Zugehörigkeit zu Col. V verhältnismässig am Nächsten liegt. — K 8586 und Sm. 1040 (HAürT l. c. p. 57 f.) gehören nach Smith zu- sammen und, da anscheinend die 2 letzten Zeilen des ersten gleich den 2 ersten des 2ten Fragments sind, und aus äusseren Gründen hält es Haupt für sehr wohl möglich, dass sie Bruchstücke einer und derselben Tafel sind (1. c. p. 57). Nach meiner Interpretation bildet aber fraglos Sm. 1040 sogar die direkte Fortsetzung von K 8586 und Sm. 1040 ist, da rechts davon der Tafelrand sichtbar ist, der Anfang einer Col. III oder IV. Also sind die beiden Fragmente Teile einer 2ten und 3ten oder einer 3ten und 4ten Columne. Nach dem Inhalt (K 8586 Z. 41: wir werden Humbaba packen) sind sie vor Tafel VI einzuordnen. Nun lassen sie sich aber, zumal wenn wir berücksichtigen, dass davor — s. o. — noch eine Traumgeschichte zu ergänzen ist, in keiner Weise in eine der Tafeln II — IV einfügen. Auch zeigen Z. 44 f. von K 8586 , dass die Helden sich 160 Das Gilgainft(Niinrod)-Epo8. 2. Sa (i§u) frini it-ta-nap-la-su mi-la-äu 3. Sa (i§u) kiSti it-ta-nap-la-sa ni-rib-§u 4. a-§ar (ilu)Hum-ba-ba it-tal-la-ku §a-j» kib-su 5. har-ra-na-*-tu äa-tf-§u-ra-ma (u-ub-bat gir-ru 6. f-ma-ru 5adü(-u) (i$u) iriai mu-§ab iläni pa-rak (ilu)Ir-ni-ni 7. [ana]1 pa-an Sadi4m-ma (i§u) Irinu na-§i hi-sib*-Su 8. ta-a-bu §il-la-Su ma-ii rt-äa-a-ti 9. [hi-it]-lu-up gi-i§-?u hi-it-lu-pat [...]? 10. [hi-it-lu]-pu (i?u) irinu (i?u) §im sa-ma-ni [. . . .] 11. [. . . .]?-b(p)aHa3 ana4 kas-pü a-an [ ] 12. [ ] §a(-)Niä ana §i-ni-pat [kas-pu a-an] (Folgen Reste Col IL* ... Davon nur Fragmente von 28(1) Zeilen erbalten. In Z. 5 liest = er geht nicht [hin; Z. 18: ](ilu)Hum-ba-ba ?[; Z. 19: ]i§-tfn cherheit zu erkennen. In Z. 22 mag : t]a ur-ka-a-ta[ = ] . hinten Col /, II, (III,) IV oder Vb*. ... (Reste von zwei 37. [7i§-ma]-a zi-kir pi-i-ßu ] 38. [«r-ri8]-ih i-ziz-za-a§-Su /a-?[ ] 39. [ur-]rad a-na feal-bi-im-ma ?[ ] nach diesen Fragmenten auf einem Zuge, also nach dem Inhalt und der Deutung der in ihnen erzählten Träume sicher gegen Qumbaba, befinden, und in Col. IV von Tafel IV sind sie noch in Erech. Also sind die beiden Fragmente in Tafel V einzuordnen und der in K 8586 Z. 49 genannte Berg ist der Berg , auf dem Rumbaba wohnt, der in Elam zu suchen ist. Nun kennen wir von Col. II nach einer Anordnung 27(1) Zeilen als ver- schieden von K 8586 und den mindestens etwa 10 davor zu ergänzenden von dem ersten Traume handelnden Zeilen. Es ist daher höchst unwahr- scheinlich, dass sich K 8586 an Col. II nach K S252 anschliesst, also zu einer zweiten Columne gehört. Wir rechnen es daher zur 3ten und somit Das Gilgamß(Nimrod)-Epo8. Tafel V. 161 beschauen von der Ceder ihre Höhe, beschauen yon dem Walde seinen Eingang, wo Humbaba einhergeht „hohen Tritts": Zurechtgemacht sind die Wegea gutgemacht ist der Pfad. Sie besehen den Cedernberg, den Wohnsitz der Götter, das Al- lerheiligste der Irnini: Tor dem Berge erhebt die Ceder ihre üppige Fülle; ihr guter Schatten ist voll „Jauchzens". [Es schlüpft] unter der . . . Strauch, schlüpft unter [...]., [schlüpfen un]ter die Ceder der .... Baum, der . . . [und . . .]. [.....].. eine Doppelstundenstrecke weit [ ] [......].. zwei Drittel einer [Doppelstundenstrecke] weit von 5 Zeilen.) Col. IL » . • • man: iä-t[in = ei[n(er); Z. 7: (ilu)Hum-b(a-ba; Z. 8: ul i\-l[ak iS-tln-ma? [=] (?e) einer (und) einer . [. 8onst Nichts mit Si- befindliche [und in Z. 23 : ]?-lu äu-u§-§u [= ] . . 60[ zu lesen sein. Cd. 1, 11, (III,) IV oder Vb. • • Zeilen erhalten.) [Er hörte] die Rede [seines] Mundes [ ], [eil]te, trat zu ihm hin . [ ] [Er ge]ht hinab zum Forst und [ ] 8m. 1040 zur 4ten Col. der Vten Tafel. Daraus und aus dem oben Be- merkten würde sich ergeben, dass Sm. 1040 Rev. von K 8586 ist. 6. auch noch die Erörterungen zu E 3588 und Sm 2132 unten auf p. 180. — 10 S. Haupt L c. p. 24. — i S. Haupt's Collation 1. c. p. 108. — 2 Doch gewiss so , nicht mit Haupt 1. c. t zu lesen. — 8 Doch nicht davor Bim (8. Z. 10) zu erg. ? sim-bal = b(p)allukku. — 4 Oder lies 1 ? Doch s. Z. 12. — 5 S. p. 25 bei Haupt 1. c. — 6 S. Haupt 1. c. p. 28. — 7 Mög- lich, aber unwahrscheinlich, dass im Anfang der ff. Zeilen Mehr und dem entsprechend am Ende Weniger zu erg. als im Folg. geschehen. — 8 Viel- leicht noch Best von bi erhalten. Mjfba vl Ep«. 11 162 Das Gilgamfs(Nimrod)-EpoB. 40. [. .] ? u-bal-la(i)p 7 naklap[a]ti' [........] 41. [.] ?* ha-lip-ma 6 §a-hi-itj: äu-nu [ .] 42. [.]?-ri(-~)i mu(-)kat(-)ri (-) it(t,d)(-)ku?[ ] 43. it-til-ta is-si-ma li-pi[ ] 44. [ana* m]a-a?-?ar ki-§a-ti i-Sfs-si: i*[. ] 45. [(il]u)Hum-ba-ba kima[.] ? ? [ ] Col. (11)111* • • • 31. [Ib-ri a-ta-mar Sanita(-ta) Su-ut-ta6] 32. fu §u-7]ut-ta Sa a-ni[u-ru ka-li$ $a-$a-at7] 33. [ina u8]-ban-ni äadf(-i) [ni-ie-zi-iz-ma] 34. [Zadü9](-u) im-fcut ?[ l0J 35. [wi-]nu ki-i "zumbi kam11 du-fc(k)f(i)[-fc*12 . .10] 36. [sa] (i)'-al-dam-ma ina ?\jri : (ilu)Gilgamis pa-su ipu£-ma ikabi1*] 37. [iza]kara(-ra) ana ib-ri-su (ilu)lN-Ki-5am §\\[-na-at-ha . . . • • -io] 38. [lbM]-ri dam-ka-at §u-na-a[t-ka 10] 39. [§]u-ut-tum §u-ku-rat [.so ta-mu-ru] 40. [l]b-ri §adü(-u) Sa ta-mu-r[u xu-u (ilu)ffuin-ba-ba] 41. [ni]-§ab-bat (ilu)Hum-ba-ba ni-[nak±kis kak-kad-su]1* 42. [u16] Sa-lam-ta-§u ana tu-i$a-ri w[i17-ttf-fa-cft] 43. [i16-]na äa H-f-ri a-[ 10] 44. [a]-na ISrä kas-pu ik-s[u-pu ku-sa-pä18] 45. [a]-na Siläsä kas-pü i§-ku-nu [nu-bat-ta18] 46. [i-]ua pän (ilu)Sama§ u-har-ru-u p(b)l9u-u-ru : ? [ 10] 47. i-ü-ma (ilu)Gilgamf§ ina lli [ 10J 48. [u]b(p)nat*°-su ut-tf-fca-a [a-na p(b)19u-u-ri] l = KL*-TiK-rD-DU-M[ß]. S. IV R1 30*1— 2b. — 2 Vor ha stand viel- leicht eine Zahl. — s Zweifelhaft, ob vor via noch ana gestanden haben kann. — 4 Ev. auch u[n zu lesen. — öS. Haupt 1. c. p. 57. — e S. Col. IV, 13. — 7 S. ibid. Z. 14. — 8 So Haupt. — 9 S. unten Z.40. — 10 So- viel kann fehlen, falls in Z. 36 zu erg., wie nach dem Tenor der Texte zu erwarten. — n Vielleicht Ideogramm für ein Wort. — 12 Aus du$afpu (HR 29 No. 3, 65) konnte bez. musste duHJcu werden. — 13 Platz für Das Gilgamis(Nimrod)-Epos. Tafel V. 163 [. .] . bekleidete) er mit sieben Hemden [ ] [.] . zieht er an und sechs zieht er aas. :Sie [ ] [•] [• ] .... rief er und . . [ ] Dem Wald[h]üter ruft er zu: „Auf [ ]lu Humbaba wie ein [.] . . [ ] * Col (II) III. • • [„Mein Freund, ich sah ein zweites Traumbild]; [aber das Tra]umbild, das ich s[ah, war ganz und gar schrecklich] : [„Auf dem „H]orna eines Berges [standen wir und] [der Ber]g fiel nieder . [ ] [Wi]r wie eine ganz kle[ine] Rohrfliege [ ], [die] auf demF[elde] geboren warda.[: Gilgamfä tat seinen Mund (auf) und spricht], [sa]gt zu seinem Freunde ia-bani : „[Dein] Tra[umbild ]• Mein [Freu]nd, schön ist [dein] Traumbifld ]. Das [TJraumbild ist kostbar[, das du sahst]. Mein [Fr]eund, der Berg, den du sahs[t, das ist Humbaba]. [Wir] werden Humbaba packen, [werden sein Haupt abschlagen,] [und] seinen Leichnam auf das Gefilde [werfen] a. [Zur Z]eit des Morgens . [ ] [N]ach (je) 20 Doppelstunden(strecken) liess[en sie (den Toten) einen Speiserest übrig], [n]ach (je) 30 Doppelstunden(strecken) machten sie [eine (Toten)- klage]. [V]or SamaS gruben sie eine Grube. : . [ ] Gilgamß ging hinauf auf [ ], schüttete sein [U]b(p)untu-Mehl [in die Grube]. * Soviel? S. Änm. 10. Möglicher Weise bezieht sich das von Z. 36 Erhal- tene auf Ia-bani(?) (s. Taf. I, v, ß und IV, rv, 7) und dann dahinter nur etwa zu erg. : Gilgamis izakkaräu = „G. sagt zu ihm". — u S. aber Haupt I.e. p. 115. — 15 S. den Schluss der Tafel. — 16 Z. T. erhalten. -r- 17 Nach Haupt' 8 Collation 1. c. ni, und dämm auch das Folg., kaum mögUch. — 18 8. Tafel XI, 300 f. u. 318 f. — 19 S. o. S. 122 Z. 9. — 20. Erg. im Text zu [k]u-kur-mal = up{b)untu nach IV R 8 Col. III, l ff. und 8 ff. 11* 164 D&s Gi]gami9(Nimrod)-£pos. 49. [§a]dü(-u) bi-i-la gu-ut-ta [ana (ilaJlN-Ki-dam1] 50. i-py-Sa-aS-gum-ma (i\u)[6ama$ Su-na-ta] Col (III)1V. ; 1. [Sadü(-u) u8]-bi-la Su[-ut-ta a-na (ikOln-Ki-fafi»4] 2. [i-p]n-ga-ag-gum-ma [(ilu)Äimatf Su-na-ta*] 3. [i-tft-i]fc S(s)a(i)r-bi il-l[ak iäru ] 4. [u]S-ni-il-gu-ma [(ilu)Gi1gafnfä ] 5. ßu-]a kima gfim gadi(-l)[ ] ina antiS [.] 6. [(ilu)G]ilgamf§ ina kin-§i fc(k)[a-mis6] u-tam-ml-da zu-feat-su 7. ßi]t-tum dal-feat nigi fli-äu im-kut 8. [ina] fcab-li-ti git-ta-gu u-fcat-ti 9. [i]t-bi-f-ma i-ta-nia-a a-na fb-ri-gu 10. [ib-]ri ul tal-sa-an-ni am-mi-ni 1-rf-ku 11. [u]l tal-pu-tan(-an)-ni am-mi-ni ga-ga-ku 12. [u]l ilu 1-ti-ifc am-mi-ni ha-mu-u giru-u-a 13. [fjb-ri a-ta-mar galulta(-ta) gu-ut-ta 14. [u6] gu-ut-ta ga a-mu-ru ka-liS ga-ga-at 15. [i]l-8Q-u gamtl(-u) fcafc-fca-ru i-ram-mu-um 16. [tfowu-(m]u) ug-&a-ri-ir u-§a-a ik-lf-tum 17. [ib-r]ik bir-fcu in-na-pi-ih i-ga-a-tum 18. [. . .]? ig-tab-bu-u iz-za-nun mu-u-tu 19. [i6-#-Z]i-im-ma ni-git-tu ib-tf-li i-ga-tu 20. [ku-ut-ru] im-tafc-fcu-tu i-tu-ur ana tu-um-ri 21. [i nt*-ri-d]am7-ma ina §iri mit-lu-ka ni-lf-' 22. [u-ri-du-nim-m\a (ilu)iN-Ki-6aw gu-ut-ta-gu u-Sam-^ar-Su nsa- kara(-ra) ana (ilu)G[ilgami§] (Erhalten noch Reste Col. F.8 Erhalten nur Anfänge der 5 Schlusszeilen, i S. Col. (III) IV, 13 u. diese Col. Z. 32 und 37 ff. — 8 S. Haupt 1. c. p. .58. — s Rest davon erhalten. — 4 S. Col. (II) III , 49 f. — 5 8. K 1285 Obv. 19 bei Craio, Religion* TexU I p. 5. — « Z. T. erhalten. — Das Gügamfl(Nimrod)-Epos. Tafel V. 165 :„[Be]rg, bring [ia-bani] ein Traumbild! Mache ihm, (o) [SamaS, Traumbild (er)] a! Cd. (III) IV. [Der Berg b]rachte [ia-bani] ein Traufmbild] ; [Samaä mjachte ihm [Traumbild(er)]. [Es zog vorüjber ein kalter Wind, es ge[ht dahin ein Wind- hauch ]. (Da) [liegte ihn [Gilgamß] hin und [ ] [E]r wie Korn des Berges [ ] in . .[.]. [G]ilgamß k[nieend] auf den Enieen stützte seinen . • . (Da) fiel ein [Sch]laf, der die Menschen verstört, auf ihn. [In] der mittleren (Nachtwache) beendete er seinen Schlaf, [s]tand auf und spricht zu seinem Freunde: „Mein [Freu]nd, hast du mich nicht gerufen? Warum bin ich aufgewacht? Hast du mich [nic]ht angerührt? Warum bin ich aufgeschreckt? Ist [nic]ht ein Gott vorübergegangen ? Warum ist mein Fleisch gelähmt? Mein [Fre]und, ich sah ein drittes Traumbild ; [a]ber das Traumbild, das ich sah, war ganz und gar schrecklich. [Es bjrüllte der Himmel, es tost der Erdboden, [der Ta]g „erstarrte0, Finsternis kam heraus. [Es bli]tzte ein Blitz auf, es ward Feuer entzündet, [...]. sättigten sich, es füllte sich der Tod. [Da 8chwan]d die Helle, schwand das Feuer. [Bauch], (der) niederfiel, wandelte sich in Sah. [Auf, wir wollen hinabgehjen und im Gefilde werden wir rat- schlagen können a. [(Da) gingen sie hinab un]d ia-bani „bringt" ihm sein Traum- bild „vor" (und) sagt zu Gplgamß] : einer Zeile.) • • Coi. r. nämlich: a-?[; ü[i = au\f\ k[a\ i[b(p); a[. 7 8. Haüpt'8 Gollation L c. p. 116. Vielleicht gehört Z. 21 noch zur Traumgeachichte. Dann etwa : [ni-nt* ntnri-dyim-ma = „wir stiegen hinab und" zu lesen. — 8 8. p. 26 bei Häuft 1. c. 166 Das Gilgamß(Nimrod>Epos. Cd. VI.1 Erhalten die Mitten der 6 Schlusszeilen. In der drittletzten du-u = warfen zu ergänzen, in der vorletzten: g]a 2 us-lat jfcakfcad (ilu)Hum-ba-ba r[a Tafel VI.2 1. im-si [bi-]-lf-f-§u ub-bi-ba bf-lf-f-§u 2. u-na-aS[-£]i-[i]A-(Ä;) k(fc, g)im-mat-su Mi si-ri-Su 3. id-di mar-Su-ti-Su it-tal-bi-§a za-ku-ti-§u 4. a-z(§)a-a-ti it-tak-li-pa8-am-ma ra-ki-is a-gu-(uh-)ha 5. (ilu)Gilgamig a-ga-§u i-tf-fp-ra-am-ma (ra-ki-is a-gu-uk-ha) 6. a-na du-un-ki sa (ilu)Gilgamß i-na it-ta-Si ru-bu-tu (ilu)Btar 7. al-kam-ma (ilu)Gilgamß lu-u ka-'-ir4) at-ta 8. [i5]n-bi-ka ia-a-Si fca-a-Su ]p-§am-ma 9. at-ta lu-u mu-ti-ma a-na-ku lu-u a§-Sa-at-ka 10. lu-§f-f§-mid-ka (i§u)narkabtu (abnu)ufc(k, g)nl u &uräsi 11. Sa ma-§a-ru-Sa hurä§a-am-ma fl-mi-§u fcar-na-a-§a 12. lu-u $a-an-da-ta üm-(m)fg ku-d(t)a-nu rabüü 13. [a]8-na biti-ni i-na sa-am-ma-ti (isu) irini fr-ba 14. [a-na] biti-ni i-na f-rf-bi-ka 15. [ . . . .7] a8-rat-tu-u li-na-aS-si-ku Sipi-ka 16. [Ztt-.fa-«A-nt7-t].s ina §ap-li-ka Sarri bflf u rubi 17. [ 7-d]a-at9 Sadi(-i) u ma-a-tu lu-u na-gu-nik-ka bil-tu i S. Haupt 1. c. p. 26. — 2 Nach K 231, K 8990, K 4579 -f D. T. 2, K 5335, K 8018, Sm. 401, Sm. 2112, Rm. 578, veröff. von Haupt 1. c. p.29 ff., und Rm. 2 (I), 197, veröff. ibidem p.150." Darnach ein „vollständiger Text" mit Variantenverzeichnis vonPiNCHEs in IV R* 41 [48] f. (mit Verwertung auch des unveröff. Textes 4579») und — ohne Verwertung von Rm 2 (I), 197 — von Haupt 1. c. p. 42 ff. Nach K 231, K 4579 -f DJ. 2 und K 8018 bereits ein Text veröff. von G. Smith in IV R1 p. 48 f. Mein Text aus praktischen Gründen im Wesentlichen im Anschluss an Haupt's „voll- ständigen Text" 1. c, obwohl dieser nicht nach „wissenschaftlichen" Grund- sätzen zusammengestellt ist. t Zur Uebersetzung s. Alfb. Jebemias 1. c. Das GilgamÄ(Nimrod>Epo8. Tafel V— VI. 167 Cd. VI. Zeile liest man:]-mu it-ta-du?[=]? warf?[y vielleicht zu it-ta- ilu)lN-Ki-frant [= vo]n 2 Adern ia-bani's[ und in der letzten =] Kopf Humbaba's ?[. Tafel VI. Er wusch seine [Wajffen, machte blank seine Waffen, liess sein Haar auf seinen Rücken fa[ll]en, warf seine schmutzigen (Kleider) ab, zog seine reinen (Kleider) an, bekleidete sich mit . . en und bindet das Wamms fest. Nachdem sich GilgamiS mit der Königsmütze bedeckt hatte, (das Wamms festgebunden,) erhob zur Schönheit Gilgamß's die Augen die „Fürstlichkeit" der Ktar. : „Wohlan, Gilgamß! Mögest du mein Buhle sein! Schenke mir deine („Leibes)[fr]uchtÄ! Mögest du mein Mann, mög' ich dein Weib sein ! (Dann) will ich dich bespannen lassen einen Wagen von Lasur- stein und Gold, dessen Bäder (von) Gold und (von) Diamant seine „Hörner". (Dann) sollst du täglich grosse Maulpferde vorspannen. [I]n unser Haus tritt ein in Wohlgeruch von Cedernholz. Wenn du [in] unser Haus hineintrittst, [sollen sie] einen Tron [. . .], deine Füsse küssen, [will ich] unter dir [sich beu]gen [lassen] Könige, Herren und Fürsten, sollen (sie) [. . . .]. von Berg und Land dir (als) Tribut bringen ! p. 23 ff« und p. 49 ff. Zu früheren Arbeiten darüber s. Bezold, Cqta- logue p. 61 zu K 231. — Die Nummer der Tafel nach der Unterschrift. — 3 Var. ba. — 4 Var. fta-im'-tr. — 5 So Haupt und IV R$. Es scheint, dass vor dem erhaltenen ]ir kein ganzes Zeichen gestanden haben kann. — 6 8. Haüpt's Collation p. 112 1. c. — 7 Nach IV R1 und IV R* weniger Platz, pur etwa für 2 Zeichen. — 8 So IV R1 und Haupt ; IV R» : s(z)a. — 9 Var. ta. Haupt's Vorschlag, zu tnan-d]a-at zu erg., naheliegend; nur üt tnandat als Status constructus zu mandattu = „Abgabe", „Gabe" wohl bedenklich. 168 Das Gilgamfa(Nimrod>Epo8. 18. [a7/»f *-k]a takfo g)8-§i-i ?ini-ka tu-'-a-ml li-li-da 19. [ x] -*tis-ti (imiru)parü li-ba-' 20. [s$sßl-b]a. ina (i§u) narkabti lu-u Sa-ru-uh la-sa-mu 21. \parü-kal] ina ni-i-ri Sa-ni-na a-a ir-§i 22. [(ilu)Gilgamß] pa-a-Su i-pu-uS-ma i-kab-bi 23. [i-zak-ka-r]a a-na ru-bu-tu (ilu)B-tar 24. [ ] ? a-na ka-a-Si a(i, u)h-&[«4-.J?-ki 25. [ ]? (-)pag-ri u ^[wj-ba-a-ti 26. [ ] ku-ru-um-ma-tiu b(p)u-b(p)u-ti 27. [ a]k-la si-mat ilu-u-ti 28. [ fwa-av-£]a-a si-mat Sarru-u-ti 29. [ ]-ri '-il 30. [ ]? §u-[h]i uS-b(p)u-uk 31. [ ta-fltf-tah]-li-pa na-ah-lap-tu 32. [. ]? ito-ha-az-ki 33. [at-ti ]? gu-ri-bu 34. (i?u) dalat ar-ka-tu[m Sa la w5-]kal-lu-u §äru u zi-i-fca 35. ikallu mu-nap-p[i-£a-a£*]kar-ra-df(i) 36. pi-i-ru [mu- 5] ku-tum-mi-§a 37. it-tu-u mu-TAp[ 5] na-§i-§a 38. (maäku) na-a-da m[u- 5] na-Si-sa 39. pi-i-lu m[u- 6] dür abni 40. ia-äu-p(b)u-u [mu- 6] mät nu-kur-ti 41. (ma§ku) äinu mu-na-[ *]? bf-li-§a 42. a-a-u ha-nif-ra[-ki sa tfa-ra-mt-t6]^6 ana da-riS 43. a-a-u al-lal-ki [§a i-li-ki ana ma-ti-ma*] i-tab-u 44. al-kim-ma lu-up-pi-[ *]? ha-ar-mi-ki 45. Sa p(b)u-d(t)i-im-ma Zwf-ta-?[. . .](-)i-di-Su 46. a-na (ilu)Tamüzi7 |ia-mi-ri ^[w^wS^-rl-ti-ki 47. Sat-ta a-na gat-ti bi-tak-ka-a tal-ti-mß-gu 48. al-lal-la bit-ru-ma ta-ra-mi-ma 49. tam-ha-§i-§u-ma kap-pa-Su tal-tl-bir 50. iz-za-az9 ina fci-Sa-tim i-Sfs-si10 kap-pi l Nach IV R1 und IV R» nur Platz für 1 , 2 u. 3 kleinere Zeichen, also in Z. 18 nur für etwa alpu = „Rind", in Z. 20 für ein Wort si-su-u, u. Z. 21 für ein Wort pa-ru-u. — 2 Zeichen tak-sum ; Var. Z. tak-par. 8 Oder \i oder b(p)il oder kum zu lesen. — 4 IVR1 bietet gegen IVR1 und Haupt 2 wagerechte Keile über einander hinter ah. — 6 Nach IVR* nur Platz für resp. 2 und 3 Zeichen, nach IV R1 gar nur für 1—2. — Das Gflgamß(Nimrod)-Epos. Tafel VI. 169 [De]ine [Rinder] sollen . ., deine Schafe Zwillinge werfen! [.....]. sollen die Maultiere kommen \ [De]in [Pferd] am Wagen ßei herrlich (im) Dahinjagen! [Dein Maultier] am Joch bekomme nicht (seines) Gleichen I* ~- — ^ — — »■ [GilgamiS] tat seinen Mund (auf) und spricht, [sag]t zur „Fürstlichkeit" der Btar: „[ .] . für dich deine . . [.] ., [ ] . des Leibes und die K[l]eider, [ ] die Brote und die Nahrung, [ das EJssen, das Zubehör der Göttlichkeit, [ den Tran]k, das Zubehör der königlichen Würde. [ ] . bindet [ .] . . . dein Sitzplatz. [ hast dich] mit einem Hemde [be]kleidet [. ] . ich werde dich packen. [Du (bist) ] . Kälte, eine /ßnte[r]tür, [die] Wind und Sturm [nicht a]bhält, ein Palast, der die(en) Gewaltigen ersch[lägt], ein Elephant, [der] seine Decke [. . . t], Erdpech, das seinen Träger . [. . t], ein Schlauch, der seinen Träger [. . t], ein Kalkstein, der eine Stadtmauer von Stein [. . t], ein Alabasterstein [der] das feindliche Land [. . t], ein Schuh, der seinen Besitzer d[rückt\ Wer (ist) [dein] Buhle, [de]n [du] in (alle) Zukunft [lieben wirst] ? Wer (ist) dein Hirtenknabe, [der dir immerdar] angenehm sein wird ? Wohlan, ich will [....] deine Hurereien ..[...] und von der Schulter will ich ihre [.] ..[..]! Tammüz, „dem Buhlen deiner J[ug]endtt, Jahr für Jahr bestimmtest du ihm Weinen. Als du den bunten Hirtenknaben(vogel) liebtest, schlugst du ihn und zerbrachst seinen Flügel. Im Walde steht er (und) ruft: „kappi" (d.i. „Mein Flügel")! 6 t]i Tor ana vielleicht nach IV R1 und IV R*. — 7 Geschr. tur-zi. Zur Lesung s. Reeueil dt travaux XVII p. 39 Anm. 1. — 8 So nach Haupt und IV R1 möglich und sehr wahrscheinlich. Aber IV R* bietet i[i für s[u. Zur Erg. s. IV R81 Col. II, 47 (o. p. 90 f.). — 9 Var. a4ib = „sitzt". — 10 Var. t'[ft; nach Haupt vielleicht zu i[b-tab-bab] » „ruft" (?) zu ergänzen. 170 Das Gilgamf5(Nimrod)-Epos. 51. ta-ra-mi-ma ni§u ga-mi-ir f-mu-ki 52. !7 u 71 tu-uh-tar-ri-iS-Su Su-ut-ta-a-ti 53. ta-ra-mi-ma sisü na-'-id fcab-li 54. i§-d(t)ah-ha zifc-ti u d(t)ir-ra-ta tal-ti-mß-Su 55. 7 kas-pü la-sa-ma tal-ti-mß-§u 56. da-la-&u u Sa-ta-a tal-ti-mß-§u 57. a-na ummi-§u (ilu)Si-li-li bi-tak-ka-a tal-ti-mi 58. ta-ra-mi-ma (arailujri'ü* ta-b(p)u-las 59. §a ka-a-a-nam-ma tu-um-ri iS-pu-kak-ki 60. ünii(-mi)-§ani-ma u-[£]a-ba-ha-ak-ki u-ni-fcf-ti 61. tam-ha-§i-£u-ma a-na barbari tu-ut-tir-ri-gu 62. u-ta-ar-ra-du-§u ka-par-ru Sa ram-ni-Su 63. u kalbi-Su u-na-a£-§a-ku &(8)ap(b)-ri-i5u 64. ta-ra-mi-ma I(i)-§u-ul-la-nu (amilu)NU (i§ti)kifi abi-ki 65. §a ka-a-a-nam-ma Su-gu-ra-a na-§ak-ki 66. ümi(-mi)-§am-ma u-nam-ma-ru pa-a§-§ur-ki 67. i-na ta-at-ta-§i-Sum-ma ta-rt4-Wk)i§-i§u 68. I(i)-su-ul-la-ni-ia k(k)i§-Su-ta-ki i ni-kul 69. u feäti-ka .sM5-tf-?a-am-ma lu-pu-ut ftar8-d(t)a-at-ni 70. I(i)-§u-uUa-nu i-fcab-bi-ki 71. ia-a-gi mi-na-a tir-rf-§i-in-ni. 72. um-mi la tf-pa-a a-na-ku la a-kul 73. Sa ak-ka-lu ak(a)li pf-§a-a-ti u lr-rl-1-ti 74. akal1 ku-u§-§i il-pl-tu jfcuö-tum-mu saw?-m[a10] 75. at-ti taS-mi-ma an-na-a /f[au-&a-a-Avu12] 76. tam-ha-si-§u a-na d(t, t)al-la-li tu-u[t-tir-ri-§u13] 77. tu-§f-i§i-bi-§u-ma ina fea-bal ma-na[-. . . .] 78. ul Mu-u mi-ih:ha ul a-rid d(t)a-ku-[. . . .] 79. u ia-a-§i ta-ram-min-ni-ma ki-i §a-Su-nu tu14-[§f-min-ni] 80. (ilu)B-tar an-na-a ina [§f-mi-sa] 81. (ilu)B-tar i-gu-gum16-ma a-na Sa-ma-mi [i-tl-la-a] i In einer Var. hinter tufüarrissu. — » Im Text bei Haupt Sab. S. aber IV R» u. Haupt's Collation 1. c. p. 112. — 8 Var. u-tuhla = „Heerde44. — 4 Oder tal? Cf. Z. 172? — 5 Nach Haupt und IV R* eher u5. Aber was könnte Subject zu einem lütUamma = „möge hejrausr lassen" sein? — 6 Oder tyir oder mur zu lesen? — 7 Oder sa (^ wag oder : die etc.) zu lesen ? — 8 Oder zi zu lesen und zi-tummu Lehnwort aus dem Sumerischen? ku = «= „Mehl44 und sumer. tum entspricht &0w)a(*|)f- datu. S. Z. 69 u. den Commentar. — 9 Oder lies u, das zum Vorherg. zu Das Gilgamfi(Nimrod)-Epos. Tafel VI. 171 Als du den Löwen liebtest, vollkommen (an) Kraft, grubst du ihm „sieben und sieben" Fallgruben. Als du das Pferd liebtest, furchtbar (im) Ansturm, bestimmtest du ihm Peitsche, „Spitze" und Geissei, bestimmtest du ihm, 7 Doppelstunden(strecken) dahinzujagen, bestimmtest du ihm „Aufwühlung" und (dann) zu trinken, bestimmtest du seiner Mutter Silili Weinen. Als du den Hirten der Heerde liebtest, der dir beständig Salz hinschüttete, dir täglich Zicklein [schlachtet, schlugst du ihn und verwandeltest ihn in einen „wilden Hund". Es verjagen ihn seine eigenen Hirtenknaben und seine Hunde beissen sein Fell. Als du Igullanu, den Gärtner deines Vaters, liebtest, der dir beständig Blumensträusse zuträgt, täglich deinen Tisch strahlen macht, erhobst du die Augen (zu) ihm und . . st ihn. : „Mein ISullänu, wir wollen meine .... essen und lass deine Hand heraus und berühre unsre . . .!" Igullänu spricht zu dir: „(Von) mir, was begehrst du (von) mir? Hat meine Mutter nicht gebacken, habe ich nicht gegessen, dass ich essen sollte Speisen von . . innen und . . innen, Speise von „ Dornen (und) Disteln", . . (und) Krau[t]?a Da du diese [seine] R[ede] hörtest, schlugst du ihn (und) verwandeltest ihn] in einen . . und setztest ihn in die Mitte eines . . [. .]. Nicht steigen herauf . ., nicht steigt (er) herab . . [. . .]. Aach mich wirst du(, mich) lieben und jenen gleich [machen] a. Als Ktar dies [vernahm], ergrimmte IStar und [stieg] zum Himmel [empor]. ziehen wäre? — 10 S. Haupt's Collation 1. c. p. 113 u. IV R». — u S. aber Haupt 1. c. p. 113 und IV R». — 12 Erg. nach Z. 178 etc. - 13 Erg. nach Z. 61. — u So Haupt, IV R1 und IV R*. S. aber Haupt 1. c. p. 113. — 15 Geschr. kat-kum. In einem Worte igugumma an dieser Stelle müsste das 2te w Svarabhakti-Vokal sein. Man ist versucht i-gu-gam- ma zu lesen; aber für eine derartige Lesung fehlt ein Beleg, igugat zu lesen = „war" oder „ist ergrimmt" scheint unstatthaft. 172 Das Gügami8(Nimrod>Epos. 82. il-lik-ma (ilu)B-tar ana pän (ilu)A-nim [a-bi-Sa1] 83. a-na pa-an (ilu)An-tum ummi-Sa il-l[i-kam-]ma ikjabi] 84. a-bi (ilu)Gilgamß it-ta-*(na-)az(9)-z(&)a-ra-an-ni 85. (ilu)Gilgamß an-df-fn-na-a pi-§a-ti-ia 86. pf-8a-ti-ia u Ir-rl-i-ti-ia 87. (ilu)A-nu pa-a-Su fpuä(-u5)-ma i-fcab-bi 88. i-zak-ka-ra a-na ru-bu-t[i] (ilu)Bt[a]r 89. a-ba-la at-ti tf-fkfo g)8-ri-i8 in4-[. .] 90. u (ilu)Gilgaraß u-man-na-a pf-§a-ti-ki 91. pl-ga-ti-ki u ir-ri-f-ti-ki _^, — * , — 92. (ilu)B-tar pa-a-§u ipu§-ma i-fcab-bi 93. izakara(-ra) a-na [(ilu)A-nim a-bi-sa] 94. a-bi a-la-a bi-nam-ma (ilu)[Gügamiä K-. .] 95. (ilu)G[ügamß «6]-mal-la-a [ ] 96. §um-ma6 [la ta-ftof-aw-naj-a^n-ni a-ftm?[ ] 97. a-mah-[#"?6 • •]? [ •] 98. a-§(s)ak[-fain 1 99. n-?[ ] 100. fli [bal-pi4i i-tna-'-du mi-tu-t%*\ 101. (ilu)A-[num pa-a-§u i-pu-aä-ma i-fcab-bi] 102. izakara[(-ra) a-na ru-bu]-ti (ilu)[I]§-[tar] 103. [9sum-tna ip-pu-u$ Sa at-ti] tfr-rf-Si-in[-ni] 104. [i(byba-as-.§a-a] 7 Sanäti p[i-i]10 105. [at-ti ana nlsi tf]w-pa-&i-t[r si-um] 106. [u ana b(p)u-u-li lu]-u£-rab-bi §amm[iu] 107. [(ilu)B-tar pa-a-äu l-pu-]u§-ma i-fcab-bi 108. [izakara(-ra) a-na (ilu)A-]nim abl-§a 109. [si-um ana nUi] ak-ku-um 110. [u ana b{p)u-u-li $am-m]i u-Sab-gi 111. \sum-ma i(b)-ba-a$-$a-a 712] Sanäti pf-i 112. [ana-ku ana nföi si-um up-tair|#-bi-ir l S. die f. Z. u. Z. 108. — a K 231 hat hier Etwas, das nach dem Anfang von in oder sab. oder rab aussieht Könnte also wohl auch der ron äs sein. — 8 Var. resp. idk(k, g) und i. — 4 So IV R» ; Haupt i[. — 5 Nach IV R1 kein Platz hierfür. — e 8. o. p. 80, 16 ff. und u. Tat X, 1, 21 f. 7 Nach IV R* nur Plate für 1 Zeichen ! — s S. IV R 31 Col. I Z. 20 (o. p. 80 f.). Darnach in Z. 99 u + du*[ (*<> IV R" ; Haupt aber tabQ Das GilgamiI(Nimrod)-Epo8. Tafel VI. 173 Es ging ßtar vor Anu [ihren Vater], gi[ng] vor Anta, ihre Mutter, and s[prioht]: „Mein Tater! Gilgamß hat mich verwünscht Gilgamß hat meine . . innen ge . . t, meine . . innen und meine . . innen". Anu tat seinen Mund (auf) und spricht, sagt zur „Fürstlichkeit]" der ßt[a]r: „Oh Schmach, du hast . [. .] geladen und Gilgamß hat deine . . innen ge . . t, deine . . innen und deine . . innen?" IStar tat ihren Mund (auf) and spricht, sagt zu [Anu, ihrem Vater]: „Mein Vater, schaffe einen Himmelsstier, [dass er Gilgamß . .^ Gplgamß] fülle [mit ] ! Wenn [du] mir den Himmelsstier [nicht schaffet ], zerechfmeiss'] ich [. .] . [ ], fwoc[A'] ich [ .], . [ • •] ich [ ], [sollen mehr] als [die Lebend'gen die Toten sein"]. A[nu tat seinen Mund (auf) und spricht], sagt [zur „Fürstlich]keita der [I]S[tar]: [„Wenn ich tue, was dn(,] du) von m[ir] begehrst, [werden] 7 Sp[reu]-Jahre [werden]. [Hast (du,) du (dann) für die Menschen Korn] gesammelt] [und für das Vieh] Kräute[r] gross gemacht" ? [IStar tajt [ihren Mund (auf)] und spricht, [sagt zu A]nu, ihrem Vater: [„Korn] häufte ich [für die Menschen] auf [und für das Vieh] machte ich [Kräutejr. [Wenn 7] Spreu-Jahre [werden werden], [habe ich für die Menschen Korn gesa]mmelt zu u-i[ü-la-a mUüti äkiluti balfütf] (s. o. p. 80 f.) zu erg. und dann auch in Z. 97 nach Z. 17 f. 1. c. ? — 9 Natürlich sind die Ergänzungen im Fol- genden Äusserst problematisch und nur als ein möglicher Versuch anzu- sehen. Falls in Z. 105 vor pa und in Z. 106 vor räb etwa li zu lesen w&re, w&re wesentlich anders zu vervollständigen. — 10 Erg. nach Z. 111. - u 3. Z. 118. - ü 8. o. Z. 104. — ls S. Z. 105 o. 174 Das Gilgamf8(Nimrod)-Epos. 113. [u ana b{p)u-u-li us-rab-bi1] §ammi 114. [ ] §[a]-a-Su (Zwei verstümmelte- 122 (?) [ *] i-?u-dam-ma (ilu)lN-Ki[-6am . . .]-§u alü 123 (?) [ 2t?-]&af-su-ma ina [. . .8u].s(-aS)-ma [ikabbi] ==[... ta]t [seinen Mund (auf)] setzt, wäre im Folgenden [izakara(-ra) ana . . .] = [sagt zu anzugliedern ist, wenn auch nicht festzustellen, wo. ... Im zwe[ite]n [.] . [ ]. Zweihundert Männer [ ] Zwischenraum.) Im dritten . . . . [ ]. ia-bani . . [. te ]. Es stieg hinauf i[a-bani ]. Der Himmelsstier vor ihm . .[. te ] Am Umfang seines Schwanzes [ ] ia-bani tat seinen Mund (auf) [und spricht], sagt [zu GilgamfS]: = Mein Freund, wir sind hervorgetreten ; (151): ki-i ni-ip-pa- = Mein Freund, ich sehe (sah)[; (153): u i-mu-fci [= und = ich[; (156): lu-u§-bat[= ich will packenfoder; lu-uz-ziz[ (158): i-na d[un-ni = mit M[acht oder: i-na §[ul-min = in (159): ?[.) IV R" nor von 3. — e Nach Haupt grösstenteils, nach IV R* ganz er- halten. — 7 Vielleicht zu (ilu)lN-Ki-KAX = ia-bani (?) zu erg. — 8 S. Z. 143. Nach IV R* ni ganz erhalten. — 9 Hierhinter in IV R», wohl irr- tümlicher Weise, ein zweites 5i. — 10 IV R* bietet das ganze Zeichen la ; nach Haupt nur teilweise erhalten. — n Schwerlich zu azag, dem ersten Teil der Ideogramme für „Gold" und „Silber", zu erg. 176 Da* Gilgamia(Nimrod)-Epo8. 167. u (ilu)Gilgamß ki-i (am[ilul) ] 168. fcar-di Si-x[it« ] 169. ina bi-rit ti-ik-kf fear-ni u ?[. . na-äü-u] 170. ig-tu a-lara i-na-ru libba(-b[a)-gu-un i-nu-hu] 171. a-na päni (ilu)Samag ?[. . . .] 172. i-ri8-fcu-nim-ma ana pa-ao (ilu)Samag[. . . .] 173. it-taä-bu ahi ki-l[al-Ia-an] 174. i-bi-ma (ilu)Ig-tar ina lli düri ga Urak 8u[-pu-ri] 175. iö-bi-it(d) kuP4-P* it-ta-di a-ru-ru-ta 176. al-lu-u (ilu)Gilgamig ga u-tft, d)ab(p)-b(p)il-an-ni 177. alä id-duk 178. ig-mf-ma (ilu)lN-Ki-feam an-na-a fct-bi-f (ilu)Ig-tar 179. ig-la-ub i-»a-ti ali-ma 180. ana päni-ga id-di5 181. u ak-ka-gi lu-u ak-gu-ud-ki-ma 182. ki-i ga-gu-ma lu-u f-pu-ug8-ki 183. ir-ri-Su lu-u a-lu-la ina a-hi-ki 184. up-tah-hi-ir (ilu)Ig-tar ki-zi7-rl-l-ti 185. (sinnigfu) «am-ha-a-ti u ha-ri-ma-a-ti 186. ina lli i-mit-ti Sa a-U-f bi-ki-ta ig-kun 187. is-si-ma (ilu)Gilgamfg um-ma-na k(k)is(g)-k(fc)it-tf-f ka-li-gu-un 188. ku-bur fear-ni-gu u8-na-,8-du man um-ma-ni 189. gflägä manu ta9-a-an (abnu)ufc(k, g)ni gi-pi-ik-gi-na 190. gin-nu u-ba-ni-i10 a-an11 ta-ah!,-ba-tu-gi-na 191. 6 oub gamni ^i-bit ki-lal-lf-fla 192. ana pig-ga-ti ili-gu (ilu)Lugal-banda(-da) i-fcig 193. u-gf-rib-ma i-ta-lal ina «r-gi ha-am-mu-ti-gu 194. ina (näru)Pu-rat-ti im-su-u fca-ti-gu-un 195. is-sab-tu-nim-ma il-la-ku-ni 196. su-fca ga Uruk rak-bu-u[-ni] 1) S. Haupt's Collation 1. c. p. 113. — a IV R* in Umrissen Lü. ii + lu = u = „und, aber". S. auch Haupt 1. c. p. 113. — 3 Oder tal. 8. o. Z. 67. — 4 S. Haupt 1. c. p. 113 und Delitzsch, Handwörter- buch unter fruppu. — 6 Var. ia(g, §) + ro[a]J(?) — 6 Var. u-H-mi-ki = „hatte Das Gügamß(Nimrod)-£po8. 177 Aber Gilgamfö wie ein [ ], gewaltig un[d ] [tragen] zwischen den Nacken die Hörner und . [. .]. Nachdem sie den Himmelsstier erschlagen, [ihr] Herz [sich be- ruhigt], . [. . . sie] vor SamaS, . . sie und vor §ama§ [....] 8etz(t)en sich die bei[den] Brüder. Da ging ßtar auf die Mauer von Hü[rden]-Erech hinauf, stieg auf die Zinne (und) „warf einen Fluch „hinu:: „. . GilgamiS, der mich gekränkt hat, hat den Himmelsstier erschlagen !" Da ia-bani diese Rede der Iätar hörte, . . . er „das rechte Stück" des Himmelsstiers und warf (es) an ihr Gesicht. : „Kriegte ich (doch) auch dich und täte dir wie ihm, würde ich seine Eingeweide an deine Seite hängen a. (Da) versammelte Btar die Dirnen, die Freudenmädchen und die Huren, „machte ein Weinen" über „dem rechten Stück" des Himmels- stiers. Giigamß aber rief die Handwerker, die (Waffen)künstler ins- gesammt ; den Umfang seiner Hörner staunen die Handwerker(8öhne) an: Dreissig Minen Lazurstein (ist) ihre Masse, 2 Finger (ist) ihre . . . 6 guh Oel, den Inhalt von beiden, schenkte er zur Salbe seines Gottes Lugalbanda, brachte (es) hinein und hängte (es) auf an der Lagerstatt seiner Herrschaft. Im Euphrat wuschen sie ihre Hände, „nahmen" (den Weg) und ziehen dahin, reiten auf der Strasse von Erech. ich dich betrachtet oder behandelt0 bez. „betrachtete1* etc. — 7 Var. it. — 8 Var. resp. % und ad\ ina'adu = „fürchten41, „staunen an*4. — 9 Fehlt in Var. — 10 Var. -]na -f a-an und zufolge IV Ra auf K 4579»: 2 manu a-[ d. i: „2 Minentf[. — n Fehlt in Var. — n Var. fta. — is Var. hi-ldl-la-an. Jemen, Mythen n. Epen. 12 178 Das Gflgamü(Nimrod)-Epo8. 197. pafe-ru ftlf1 Sa Uruk i-dag-ga-lu2-[^u-na] 198. (ilu)Gilgamß a-na mat-tap-piMa-ti4 Sa i[kcUli(-hy$ub] 199. a-ma-ta i-zak-[ka-ar] 200. man-nu-um-ma ba-ni i-na ft(d)li 201. man-nu-um-ma Sa-ru-uh i-na zik-ka-ri 202. [(ilu)Gilgamß] ba-ni i-na it(d)li 203. f(ilu) GilgamiS* äa-ru7]-uh i-na zik-ka-rf (Folgen Reste dreier Zeilen mit den Ausgängen : ]uz-zi-ni = ]unser- 207. (ilu)Oilgamß ina ikalli-Su i§-t[a8]-kan hi-du-tu 208. u-tu-lu-ma9 it(d)li10 ina ma-a-a-al mu-Si ^al-lu 209. u-tu-ul-ma11 (ilu)lN-Ki-6a«t Su-na-ta i-na-a(-tal 210. it-bi-f-ma (ilu)lN-Ki-&am §u-na-ta i-pa-a£-Sar 211. i-zak-ka-ra ana [(ilu)Gilgamß12] Ob ein Bruchstück Sm. 2194 (s. Haupt 1. c. p. 34) aus der =] . des Himmdsstiers[\ is-ro(]-f-ma (ilu)A-nu ls(üu)[I$-tar ma- ma14 a w[a16; ]-ma i-nd-da[-a =] und folgt hinterher; ]5aüruk zu (i?]u) JpSti k\a = ]Wald . [ in Tafel VI und dann zwischen Der Inhalt, soweit erkennbar, zwingt zu Nichts, nicht einmal und man auch nicht gerade zu Tafel VII (?).16 Col. la. 1. [17lb-ri a§-Su mf-na-ma a-pw-na-ma im-tal-li-ku ilfini rabuti17] . • • i Var. pdfr-ra ntii « „es versammeln sich die Leute". — 2 So Haupt auf p. 49, dürfte aber nach p. 36 lediglich von ihm erg. «ein. IV Rl und IV R* haben das Z. nicht. — s Var. bi. — 4 Var. : -ti ausgelassen. — 5 Zur Erg. s. Sanherib Bellino 9 (cf. Prisma I, 32): muttabilüiu ikalli. — e Doch nicht fN-Ki-fcm* zu erg.? — 7 S. Z. 201. — 8 So Haupt. In IV R' in Umrissen. — 9 Var. $ahli (kaum m'-b'; wegen d. Var. sa-lil zu utulma in d. f. Z.) mit gleicher Bedeutung. — 10 Var. hinter Ü(d)tt: sa ra[, nach Haupt etwa zu Sa rabsu (= welche liegen) zu erg. IV R' bietet da- für : Sa i-na[ (= welche in (auf)). — n Var. ta-Ul = „er legt sich (schla- fen, zur Ruhe)". — 12 Diese Zeile fehlt in 2 Exemplaren. — is Oder lies Das Gilgamfi(Nimrod>Epos. Tafel VI— VII. 179 Es versammeln sich die Männer von Erech, schauen [sie] (stau- nend) an. Gilgamß spric[ht] zu den Dienerinnen [seines] Pfalastes] die Worte: „Wer ist schön unter den Männern? Wer ist herrlich unter den Mannen? [OilgamlS] ist schön unter den Männern. [Gilgamfä ist herrjlich unter den Mannen. Grimm-; ]ul i-Su = ]hat(te) nicht; und ]-ti-Su = ]sein- [...].. Dann:) Gilgamß ma[c]hte in seinem Palaste ein Freudenfest Es legen sich (schlafen) die Männer, legen sich (zur Buhe) im „Schlafgemach der Nacht8. Ee legt sich (schlafen) ia-bani und sieht Traumbilder, ia-bani stand auf, „löst" die Traumbilder, spricht zu [Gilgamß]: Mitte einer Columne mit den Zeilenfragmenten : s]u Sa a-li-i[ rcd-sa'*] = [es hörtje Anu auf [IStar, seine Tochter,]; ]rit a Si [su-pu-ri] =] von [Hürden-]Erech ; ]diS tib £[a, etwa zu erg. Z. 115 und Z. 167 einzuordnen ist, erscheint höchst zweifelhaft alü in der ersten Zeile, da es verschiedene Wörter alü giebt a-li-1 zu verknöpfen braucht Tafel Vll(?). Col. la. [„Mein Freund, warum haben insgesammt die grossen Götter beraten ?] . • . hinter Anu etwa an[-na-a lta-bi-i (ilu)I8-tar] = di[ese Rede der IStar] ? S. Z. 178 o. — 14 Lies a-lim-ma als Genitiv von alü = „Himmelsstier" ? 15 S. Haupt 1. c. p. 111. Verbinde zu a-n[a = „z[uB? — ie Nach K 8588 und Sm. 2132 , veröff. von Haupt 1. c. p. 53 f. u. p. 55 f., sowie K 2589 und K 8590, veröff. von dems. ibid p. 16 f. u. p. 18 f. und K 8573 (H 14) und Sp. 297, veröff. ibid. p. 56 u. p. 68. 8. zur Uebersetznng Jeremias 1. c. p. 27, sowie p. 48 f. u. p. 55 f. Sonst s. noch Bezold Catalogue p. 546 zu K 3588 und p. 1584 zu Sm. 2132 ; p. 456 zu K 2589 u. p. 943 vu K 8690; und p. 941 zu K 8573. — Fraglos zu einer Tafel gehören CoL I b u. c. , Col. V 50 und Col. VI , weil auf 2 einander ergänzenden 12* 180 Das Gilgamtf(Nimrod-)Epo8. Col. lbl*. (Erhalten die Anfange von 2 Zeilen: 12. f-nin-n[a ] Bruchstücken erhalten. Da Ia-bani(7) in Col. VI noch lebt, in Col. in (II) einer Tafel (unsrer 8ten) aber gestorben ist, kann unser Bruchstück nicht an dieses Tafelfragment angegliedert werden, muss ihm also vorher- gehn, somit, da in Tafel IX Anfang Ia-hantsC?) Tod vorausgesetzt wird, vor die 8te Tafel eingereiht werden. Tafel I kommt nun natürlich für uns nicht in Betracht; auch Tafel II nicht, da Tafel II Col. II wegen ihres Inhalts nicht direkt oder ziemlich sofort auf die Columne I unseres Stücks folgen kann ; auch Tafel III nicht, da die erste Col. unsres Stücks deren Col. Ia unmöglich noch als Teil einer ersten Columne folgen kann. Auch zu Tafel IV kann es nicht wohl gehören, falls wir als dessen Col. VIb mit Recht „K 8591 Col. 1" bestimmt haben , da sich dies an den erhal- tenen Teil der 6ten Col. unsere Stücks nicht gut anschliessen lässt Aus inneren Gründen: Denn nach dem Anfang jenes Fragments befindet sich Ia-bani(7), zwar von Furcht gelähmt und geschwächt, auf dem Marsche und nach dem Ende dieses Stücks liegt er krank in seinem Schlafgemach. Aus äusseren: Denn sonst folgten auf etwa die 33te Zeile dieses Stücks noch allermindestens 20 Zeilen jenes Stücks und darauf mindestens noch der Folgeweiser und dann die Zeile mit der Tafelnummer, sodass sich in ungewöhnlicher Weise darunter keine Unterschrift befunden hätte, falls, die Tafel die normale Länge von ca. 60 Zeilenbreiten gehabt hätte. Be- denken ähnlicher Art würden sich nun aber gegen eine Einordnung in Tafel IV anch dann erheben, wenn wir mit Unrecht „K 8591 Col. Iu als die zweite Hälfte von Tafel IV Col. VI betrachten sollten. Denn in Col. I von Tafel IV steht doch wohl (ilu)lN-Ki-]6om (?) in der 8ten bez. 9ten Zeile vom unteren Columnenrande , könnte aber in K 3588 Col. I, nach dessen Inhalt zu schliessen, ehestens in der löten Zeile vom un- teren Hände gestanden haben. Endlich spricht Z.;42 dieser Col. (Bis ich die hohe Ceder sah [ ) gegen eine Einordnung irgendwo vor Tafel Y. Dass unser Stück nicht zu Tafel VI gehört, ist selbstredend. Nun kennen wir von Col. I unsrer Tafel die Anfänge von 1 1 -f 24 Zeilen. Zwischen der vorletzten Zeile von Sm. 2132 und der 2ten von K 3588 muss mindestens eine Zeile (wenn nicht dem Parallelismus membrorum entsprechend 2,) gestanden haben, die Worte Gilgamis's an Ia-bani (?) enthielt. Diese Zeile könnte im unwahrscheinlichsten Falle identisch mit der ersten auf K 3588 vertretenen Zeile sein, sodass also von der ersten Zeile von Sm. 2132 bis zum Schluss der Col. I mindestens 1 1 -f 24 = 35 Zeilen zu rechnen sind. Davor, im unwahrscheinlichsten Falle direkt davor, muss aber eine oder 2 Zeilen gestanden haben von der Form: nIa-bani(?) tat seinen Mund (auf) und spricht, sagt zu Gilgamii" oder ähnlich. Das wäre also die 36te (bez. 36te und 37te) Zeile vom Ende und nach der Normalgrösse Das Gilgamff(Nimrod)-Epos. Tafel VII. 181 Col. Ib. k[i und pa-£[*19 = [meine] Axt [, dann:) Nu[n ] der Tafeln unseres Epos etwa die Ute (bez. 14te und 13te) vom Anfang der Tafel an gerechnet. Nun aber können, nach den Resten zu schliessen, Z. 14, 15 und 16 und die vorhergehenden Zeilen der Col. I von Tafel V diese Formel nicht enthalten haben. Wollen wir somit dafür die Normal- grösse von ca. 50 Zeilen annehmen, so kann unser Bruchstück (nach K 3588 und Sm. 2132) nicht in Tafel V untergebracht werden. Indes könnte sie ja um ein paar Zeilen länger gewesen sein und dann stände der Einordnung ein äusserer Grund nicht entgegen. Von inneren Gründen könnte aber für eine Zusammengehörigkeit angeführt werden, dass es sich in Col. I nnsers Fragments um die Tür zu einem Walde, genannt &aftw, handelt (Z. 32 und 39), während in Col. I , II , (III), IV oder V der Tafel V der Cedernwald des Humbaba auch fralbu zu heissen scheint; dass 2) nach Z. 41 Ia-bani(?) das Holz der Tür zum Walde „20 Doppelstundenstrecken weit" angestaunt hat, was doch auf einen Marsch weit von Erech fort hindeutet und somit auf den gegen gumbaba hinzuweisen scheint; dass 3) in Z. 42 die hohe Ceder genannt wird, mit deren Beschreibung Tafel V, 1,7 beginnt; endlich 4) dass die Zuteilung des Stücks nicht zu einer Tafel V, demnach zu einer Tafel VII vorausgesetzt, die in seiner letzten Columne erzählte Krankheit (mur?u) des Ia-bani(?) doch gewiss als Ur- sache seines dann in Tafel VIII erzählten Todes betrachtet werden müsste, aber durch Tafel XII anscheinend ausdrücklich festgestellt wird , dass Ia-bani(?) nicht an einer Krankheit gestorben ist, da ihn darnach we- der Namtäru noch eine asakku, sondern die Erde „gepackt" hat. Indes sind diese inneren Gründe nicht ausschlaggebend. Allerdings ist 1) fyalbu ein 3ynonym von klstu, aber ob es damit ganz identisch, ist nicht sicher, und wir können nicht mit Bestimmtheit behaupten, dass der grosse Wald des Humbaba überhaupt Jyalbu heissen und somit mit der Tür zum fralbu in unserm Fragment eine Tür zum grossen Walde des Humbaba gemeint sein kann, vor dem die 2 Freunde im Anfang von Tafel V stehen. Auch wird der fyalbu unsers Stücks nicht als der grade des Humbaba gekenn- zeichnet. Weiter läset sich 2) die Möglichkeit nicht leugnen, dass Ia-bani(?) und Gilgamis nach unserm Epos ausser dem weiten Wege zu Humbaba auch noch andere zusammen gemacht haben. Und vielleicht findet sich in dem uns erhaltenen Teil des Epos eine Anspielung darauf. Im ersten Schmerz über ta-banCsC?) Tod, vor einer unbekannten Persönlichkeit, vor der Si- duri und vor Uh-Nimin (Tafel VIII, Col. III resp. II, 12 ff.; V (VI) 22 ff. und Tafel X, Col. I, 48 ff.; III, 17 ff.; vgl. Col. V, 8 ff. und Tafel VIII, Col. V (VI), 3 ff.), vielleicht auch vor den Skorpionmenschen (in Tafel IX zwischen Col. II, 24 und Col. III) erzählt GügamiS davon, wie er mit Ia-bani(?) zusammen 1) einen Berg (oder Berge ??) bestiegen, 2) den Hirn- 182 Du Gi]gam0(Nimrod)-Epos. 13. a-na-i[ttM ] meisstier erschlagen und 3) Humbaba getötet habe. Man wird geneigt sein, in dem Berge den des Humbaba and in dessen Besteigung seine Bestei- gung beim Zuge gegen Humbaba zu sehen. Aber warum wird die Tötung des Stiers zwischen der Bergbesteigung und der vor der Tötung des Stiers erfolgten Tötung des Humbaba erwähnt? Darf man rigoros sein, so muss man schliessen, dass die Tötung des Stiers zwischen diesen beiden Ge- schehnissen stattfand , also dass die Bergbesteigung von jener beim Zuge des Humbaba zu unterscheiden ist Und nehmen wir also an, dass die 3 Ereignisse in chronologischer Reihenfolge aufgezählt werden, müsste, da der Himmelsstier nach der Tötung Humbaba' 8 erschlagen wurde, weiter angenommen werden, dass die Ersteigung des Bergs die letzte grosse ge- meinsame Tat Beider war. Wie, wenn wir nun mit dieser den nach un- serm Stück vorauszusetzenden Zug zum balbu combinierten? Man dürfte fragen : Wozu ward der Zug denn unternommen ? Wir werden unten bemerken, dass durch den Tod Ia-banfai?) GilgamüVs Tätigkeit beim Mauerbau von Erech unterbrochen wurde. Allem Anscheine nach finden wir in Tafel I die Leute von Erech mit dieser Arbeit beschäftigt: Das «ist die Plage, unter der sie seufzen. Wie nun, wenn der in unserm Stück vorausgesetzte Zug nach dem balbu stattfand, um Baumaterial zu holen? Dann kann dieser balbu sogar mit dem des Humbaba identisch sein! Denn es liegt nieht so ganz abseits zu vermuten, dass auch der Zug gegen Humbaba von den beiden Freunden unternommen wurde, um sich für grosse Bauten, etwa die Stadttore, in den Besitz des Cedernwaldes zu setzen. In der Tat wird nun in dem sofort zu besprechenden kleinen Stück, das wir der 8ten Tafel zuweisen möchten, ein Cederntor erwähnt! Weiter setzt 3) das: „Bis ich die hohe Ceder sah" in unserm Fragment Z. 42 gewiss nicht voraus, dass Ia-bani(?) sie gerade e^en zum ersten Male, eher, dass er sie nicht gerade eben erst gesehen hat. Endlich 4) brauchen namtäru und asakku durchaus nicht mit mursu identisch zu sein, werden wohl auch in 11 R 17 (Haupt, a.s.k.t 84 f.) 45 ff. und 55 ff. davon unterschieden! Vielleicht ist mursu jede Krankheit, namtäru dagegen eine tütliche. Und asakku ist eigentlich = „Finsternis" und in übertragener Bedeutung etwa = „Unglück". Cf. y&ri. Wir wollen schliess- lich nicht eingehender über Schwierigkeiten reden, die eine Eingliederung von Col. VI unsers Fragments in Col. VI von Tafel V hervorrufen müssten. Die grösste wäre die, dass noch nach Z. 33 von Col. VI unsres Frag- ments der kranke Ia-bani(?) ina ma-a-a-li-su Epo8. Tafel VII. 183 Ic[h .] i — - ■ ■— - zu keinem gesicherten Resultat gefühlt hat, so können wir es unterlassen, hier Weiteres davon mitzuteilen. — Wenn wir nun unser Stack vorläufig Tafel VII statt entweder Tafel IV oder Tafel. V zuteilen, so lassen wir uns dazu vor Allem durch 2 Gründe bestimmen, einmal durch die oben er- wähnte Tatsache, dass bei einer Zugehörigkeit zu Tafel IV oder V dessen Columnen Raum für mehr und zwar wohl erheblich mehr als 50 Zeilen gehabt haben müssten, mit welcher Annahme man ceteris dubiis jeden- falls nicht rechnen darf, und 2ten8 dadurch, dass bei unsrer Einordnung K 8587 mit den Anfängen der ersten 9 Zeilen einer Gol. I (oder VI) sich vorzüglich einordnen liesse als Anfang der auf unser Stück folgenden, also der 8ten Tafel. — Es liegt kein Grund vor, K 2589 und K 8590 nicht dem Gilgami$-Ej>OB zuzurechnen; dass in ihnen ein Jägersmann und eine Hure auftreten , spricht aber wegen Tafel I des Epos sehr stark dafür. Sie enthalten beide die 3te und 4te Golume je einer Tafel. Ihre Einord- nung in Tafel II ist sehr gut möglich ; in Tafel III (mit jedenfalls ab- weichenden 15 Anfangszeilen der 8ten Columne) höchst unwahrscheinlich; ebenso in Tafel IV ; in Tafel V unmöglich, was von Tafel I und Tafel VI, sowie von Tafel IX— XI nicht gesagt zu werden braucht! * Dasselbe gilt von Tafel XII gegen Haupt in den Beiträgen zur Assyriölogie I, 318. Wie Haupt 1. c. das Gegenteil annehmen kann, ist mir vollkommen unverständ- lich. Bleiben also bei der doch unbestreitbaren Annahme, dass das Qil- ^amil-Epos grade 12 Tafeln umfasste, ausser Taf. II noch die Tafeln VII und VI1L Nun sagt vielleicht die Hure, in der Unterwelt angelangt, zu irgend Jemandem entweder: „Komm zu mir herab" oder „Folge mir nach" oder Beides. Wir wissen von Ichbmi(?)t dass er ins Totenreich hinab musste. Somit Hegt es sehr nahe, in dem Angeredeten Ia~bani(?) zu sehen. Dann würde er in Col. II ff. von Tafel VII oder VIII (unserm Bruchstück) noch leben. Aber in Col. II oder III von Taf. VIII ist er bereits tot. Darnach Hessen sich unsere Bruchstücke als Col. (II,) III und IV in Tafel VII einordnen. Mag sein , dass die Sehnsucht nach seiner einstigen jetzt in der Erde weilenden Geliebten J&bani(?) tötlich ward. Heisst es deshalb in Tafel XII, dass ihn weder Namtaru% noch ein Un- glück, noch der „Kauerer" des Nerigal, noch die Schlacht der Männer, sondern die Erde hingerafft habe? — Wie man längst gesehen hat, sind verschiedene Zeilen unseres Texts (IV, 29 (34) ff.) mit Z. 4 ff. von „Iftar's Höllenfahrt" (o. p. 80 f.) ganz oder fast ganz identisch. Aber das be- weist natürlich nicht, dass sie demselben Mythus angehören. Und sonst liegt kein Grund zu einer Verkuppelung vor. Während sich unser Text sehr gut in das föfyamis-Epos einschieben lässt, ist darin für die „Höllen- fahrt" anscheinend kein Platz. Delitzsch giebt auf p. 86 bez. 1 10 seiner Lesestücke * und 8 als Varianten zu Z. 4 ff. dieses Textes Varianten aus dem Parallelpassus unsers Stücks. Doch will er damit durchaus keine Zu- sammengehörigkeit behaupten. Z. 1 ibidem hat er wohl falsch — nach 184 Da« Gilgamß(Nimrod)-Epos. 14. lu-u ?[. ] 15. la-a (ilu)G[ilgamß ] 16. Sa-mi ma[h-ri-i81 ] 17. it-twi*"^ .] 18. a-ma-ti-Su iä[-mf ] 19. (ilu)Gilgamß a-m[a-ti Sa ib-ri-äü iS-mi] 20. (iiu)Gilgamfg pä[-§u ipuä(-u§)-ma ifcabbi] 21. [izakara(-ra)] ana [fb-ri-5u (ilu)tN-Ki-&am] ... Cd. Je» ... (Erbalten Zeichenreste im 28. (ilu)lN-Ki-5am pa[-a-§u ipu§-ma i-fcab-bi] 29. izakara(-ra) [ana (ilu)Gilgamß] 30. al-ka ?[ ] 31. i-na n![ ] 32. (isu) dalat (i?[u) bal-Uu ] Z. 28 (33) unsers Stücks — ergänzt. Nach meiner Meinung sind die beiden parallelen Stellen Citate in einem der beiden Texte nach dem andern oder in beiden nach einem bisher unbekannten dritten. — K 8573 (H. 14) und Sp. 297 (mit den Anfängen der ersten 7 Zeilen einer Columne) sind, was Haupt nicht bemerkt hat, Duplikate. Ihr Schauplatz ist die Mauer von Erech und was dazu gehört. Was dort geschieht, lässt sich nur raten. Vielleicht wird gebaut (S. o. p. 182). Nach Tafel I Col. I und — , was Hommel erkannt hat, — nach No. 26 bei Hilprecht, Babylonian Expedition Vol. I, I Tafel 15 hat Gilgamis nach der Sage die Stadtmauer von Erech erbaut und nach dem Ende von Tafel XI ward seine Tätigkeit beim Bau durch den Tod Ia-bani(7)8 unterbrochen. Hier- für ist auch noch anzuführen, da 88 nach Tafel XII Ia-bani(?) Gilgamii entrissen ward an dem Tage, da diesen ein Fangnetz oder Dgl. zu Boden geschlagen hatte oder schlug. Denn dieses Fangnetz befand sich nach Z. 1 der Tafel im Hause eines Zimmermanns. Ich vermute vor der Hand, dass sich die 2 kleinen Fragmente — wie vielleicht auch das unedierte mir von C. Johns freundlichst copierte Fragment K 9885, in dem wie in den genannten Fragmenten ein Cederntor erwähnt wird — auf diesen Mauerbau beziehen. Ihre Einordnung richtet sich dann nach dem Platze, den K 3588 und Sm. 2132, sowie K 2589 und K 8590 im Gilgamtf -Epos haben. Gehören beide Gruppen zu Tafel VII, so liegen sie vor der Tafel VIII und weiter vor Tafel VII, vib, wonach I<*l>ani(?) bereits krank Das Gilgamfl(Nimrod)-Epos. Tafel VII. 185 Wenn . [ ] [hätte ich], Gplgamiä ]. Des E(e)r[sten] Name(n) [ ] • • [ ] Seine Worte hö[rte ], Gilgamfö [hörte] die Wo[rte seines Freundes]. Gilgamß [tat seinen] Mund [(auf) und spricht], [sagt] zu [seinem Freunde la-bani]: • • Cd. Ic. Anfang einer Zeile). Ja-bani [tat seinen] Mun[d (auf) und spricht], sagt [zu, Gilgamß]: „Wohlan! . [ ]. In . [ ]. Die Tür [des Forstes ]. ist, und sind jedenfalls kaum in die erste Hälfte von Col. III oder die 2te von Col. IV nach irgend einer Anordnung einzuordnen, da diese von dem Inhalt von K 2589 und K 8590 eingenommen werden. Genauer würde dann weiter ihr Platz durch den Umstand bestimmt, dass das eine Du- plicat die Anfänge der ersten Zeilen einer Columne, und zwar weder einer ersten noch einer 6ten, enthält, da links davon Beste einer Columne erhalten sind. Als Fortsetzung von Col. I von K 8588 (unsrer proviso- rischen Taf. VII, I c), also als Anfang einer Col. II, kann es nicht recht ver- standen werden. Auch vor K 2589 und K 8590 Hesse es sich nach deren Inhalt nicht gut einordnen, also auch nicht als Anfang einer Col. III auffassen. Somit bliebe nur übrig eine Einordnung in Col. IV oder Col. V. Bestä- tigt sich Letzteres, so folgte aller Wahrscheinlichkeit nach die Krankheit la-baniiyys auf eine Tätigkeit am Mauerbau, was zum oben p. 184 Be- merkten vorzüglich stimmen würde. — n Erg. nach dem Folgeweiser von K 8018 bei Haupt 1. c. p. 31 und dem von K 3990 ibid. p. 36. K 8018 bietet d]8-8u m[t]-n[a . . ."]na-ma im-tal-li-ku iläni rabüti, K 3990 ib-ri 0&-8U mi-na-ma a[. — 18 S. p. 56 bei Haupt 1. c. — 19 S. Z. 49 u. — so Auch l[u u. A. möglich. — 21 S. Tafel IX, 1, Z. 22. — 22 S. Haupt's Collation 1. c. p. 115. Nach der Edition und d. Collation auch ta möglich. Statt #-fa-*$ kann auch it-ta-Ul gelesen werden. — 23 S. p. 53 bei Haupt 1. c. — 24 S. Z. 39. 186 Du Gügamis(Nimrod>Epos. 33. ipt-gu1 bat[. ] (Fehlen 3. Zeilen bis 37. (ilu)tN-Ki-[6am itola^.fpa-a-ä*]1 38. it-ti (i?u) dalti [i-(|a-ma-a ki-fi8 annli* fyis-si]* 39. (i§u) dalat bal-bi-[t]i» la h*-[si-is-tu]* 40. ba-§at uz-ni-Sa la i-ba-aÄ-Su [....] 41. a-na ßrä kas-fu as-su-fea i-?a-k[i fa-a-ba] 42. a-di (i§u) Irina Si-fea a-mu-ru- [....] 43. ul i-Su a-ha-a i§-§u-ki [....] 44. 6 gar mi-la-ki 2 gab ru-pu-ruS-ki 1 [. . . .] 45. §u-ku-ki 8a-k(8)ir-ki u Sa-gam-ma-ki [....] 46. ipu§(-ug)-ki a§-Sa-ak(g, fc)-ki ina Nippur i-*[a* . . .] 47. lu-u i-di (i§u) daltu ki-i an-nu[-u8 du-muk-ki] 48. u an-nu-u du-mufc[-$u ga t-pt-At] 49. la-a aS-Si pa-a-Su lu-u ?[ ] 50. a-ma lu(-)u-§ar-ki-i[s-ma ] Col. IIP. 1. [ ]-§u u ni-mü10-Su feul-lifc i-dl(i)-§u mut-tu 2. [ ]-ta-äu ina mafe-ri-ka 3. [ ] li-^i-a pa-ni-iS 4.(1.) [. . .] §a-a-a-du [. . . . *]a(-)ma-la libbi(-bi)-£u 5. (2.) [(ainniStu ^a-rim]-ti (sinni§tu)Jaro-ba[t • • J?-S* &~ni-ra ub-la 6.(3.) [§im-ta]-ki (sinniStu)*aro-bat-tu lu-§im-ki 7.(4.) [. . .]kur la i-fcat-tu-u ana [d]u-[u]r da-a-ar 8. (5.) [al-ki11 lu]-uz-zur-ki iz-ra rabä(-a) 9. (6.) [fa (üu)Ni]n-baT-bi$ iz-ru-u-Sa lit-bak-ki ka-a-§i 10. (7.) [. . . .]?-b(p)u-ft bit la-H-(f-)ki 11.(8.) [. . . . tfa-jram-mi-i ?[. .] §a ta-feu-ti-ki (Folgen nach E 8590 noch 14 Zeilenreste und zwar 12 : ] sa l Nach Haupt: ie -f iu ev. = al. — 2 S. Z. 49. — sZ.T. erhalten. S. Haupt's Collation 1. c. p. 115. — 4 Fehlt ev. Vielleicht auch ba-ftis-ti = „(mit) einer verständigen" zu erg. — 5 8. Z. 39. — 6 S. Z. 40. — 7 Oder Das GKJgamfs(Niinrod)-Ep©8. Tafel VII. 187 Sein Hol« . [. . ]. auf geringe Zeichenspuren.) ia-[bani er]hob [die Axt], mit der Tür [rjedet [er] wi[e (mit) einem verständigen Menschen] : „(0) Tür des Forstes, (die) nicht verständig], ihr „Ohren -Bestand" ist nicht vorhanden [. . . .]. Zwanzig Doppelstundenstrecken weit habe ich de[in gutes] Holz angestaunt Bis ich die hohe Ceder sah [. . . .], hatte dein fremdländisches Holz nicht [....]. 72 Ellen (ist) deine Höhe, 24 Ellen deine Breite, 1 [. . . .]. Dein . . , dein(en) „Bogen" und dein ...[....]. JEs ha* dich gemacht dein . . er in Nippur . . [. . .]• Wenn ich gewusst hätte, Tür, dass die[s deine Schönheit] und dies die Schönheit [deines Holzes], hätte ich die Axt erhoben, hätte . [ ], hätte einen Baldachin zusammenfügen] lassen [und ] Col III. [ ] seine [. .] und seinen Reichtum vernichte, seine Kräfte verringere! [. . ] sein [. .] . vor dir! [ ] möge hinausgehen vor ihm !a [Es . . . te] der Jäger [...]. die Fülle seines Herzens, trieb (hervor), [die Hur]e, das Freudenmädchen] , ihre [. . .] zu verfluchen. : „Dein [Schicksal], Freudenmädchen, will ich dir bestimmen, [...]. (das) nicht endigen wird bis in [a]l[l]e Zukunft ! [Wohlan! Ich will] dich verwünschen mit der grossen Ver- wünschung ! [Von Ni]n-ljar-bi§ ihre Verwünschung erhebe sich (gegen) dich (, dich) ! [....]... das Haus deines „Ueberflusses" ! [ du] wohnst . [. .] deiner . . he it. ardäti =] der Mädchen ; 13 : ]li-Sah-hi = ? oder li-sab-fei = na[k? — «Z.T. erhalten. 8. Z. 48. — 9 S. p. 18 und p. 16 bei Haupt 1. c. [Wahrscheinlich, statt hier, vor Taf . II Col Illb. einzuordnen. S. die Vorrede. — 10 Kaum ii zu lesen. — 11 S. o. p. 88 f., Z. 23. 188 Das Gilg»mß(Nimrod)-Epo8. möge verwirren ! oder ähnlich; 14: li]-bal-lil = möge] be- Töpfers; 16 : i]'-§i-i = h]abe, b]ekomme!; 17: iVflna-di ina §a-bu-ki =] der Weg sei dein 8itzplatz ! ; 19 : lu-u maoj'-za- 21 : [fak-ru u §{e)a-mH-u lim-ha-$u]8 lit-ki = [Der Trunkene und =] soll [gege]n dich schreien ! ; 23 : ] i-din-nu =] richtet(n) ; [ba]l-lil am Ende = Z. 14 von E 8590 die Zeilenenden ]-tf ; ]-nu und ]di§.) Cd. IV1. 27. (32.) 28. (33.) 29. (34.) 30. (35. 31. (36. 32. (37. 33. (38. 34. (39. 35. (40. 36. (41. 37. (42. 38. (43. 39. (44.) 40. (45.) 41. (46.) 42. (47.) 43. (48.) 44. (49.) 45. (50.) [...]???[..] ?-H ut-tfr-ra-an-[n]i [lab-sa-m]^ kima i??uri i-df-ia [r]i-dan-ni i(-)rid-dan-ni a-na bit fk-lf-ti §u-bat* (ilu)Ir- kal-la a-na biti sa f-ri-bu-§u la a-§u-u a-na harräni §a a-lak-ta-§a la ta-a-a-rat a-na biti Sa a-§i-bu-§u zu-um-mu-u nu-u-ra a-Sar fp-ru b(p)u-b(p)u-us-si-na-ma a-kal-§i-na ti-it-ti lab-äa-ma kima i§?uri su-bat kap-pi u nu-u-ra la im-ma-ra-ma ina 1-tu-ti a£-ba [i-na bit ip-r]i7 Sa f-ru-bu a-na-ku [ ]-iwa ku-um-mu-su a-gu-u [....] §u-ut a-gi-1 Sa ul-tu ümi(-mf) pa-ni i-bi-iu raäta8 [.]? ?9 (ilu)A-nim u (ilu)Bil ig-tak-ka-nu l0§u-mf-i Si-f-ri iu-pa-a i§-tak-ka-nu ka-^a-a-ti12 Ü518-tafc-fc[u-u]15 mt na- da-a-tf [i]-na bit ip-ri Sa f-ru-bu a-na-ku [a]S-bu 1-nu u la-ga-ru [a]£-bu i-sip-pu u (amilu) mah-hu [a£]-bu pa&iS-apsi Sa iläni rabüti [a-]Sib uI-ta-na a-Sib (ilu)Gira l Z. T. erhalten. — 2 S. 0. p. 88 Z. 26. — s S. ibid. Z. 28. — 4 S. pp. 19 u. 17 bei Haupt 1. c. [Wahrscheinlich, statt hier, in Tafel II hinter Col. IVa einzuordnen. Gehört wohl noch zum dort erzählten Traum lö- bani(?ys.] — 5 S. Z. 34. — 6 Var. mu-sab, Synonym von subat. — 7 S. Z. 41. — 8 Var. ma-a-tu. — 9 Nach Haupt 1. c. p. 106 könnte allenfalls vor (ilu) Bas GilgamÄ(Nimrod)-Epo8. Tafel VII. 189 netzen oder mischen ! ; 15 : ]-§u-nu §a pa-ha-ri =] ihre [. .] des biti-ki = wird] in dein Haus werfen; 18: ] harränu lu-u mu- zu-ki = sei] dein [Stanjdort ! ; 20 : ] ? §ipf-ki =] . deiner Püsse ; der Dürstende sollen] deine Beine [schlagen] ! ; 22 : il]i-ki lil-si 24:]?-du-u; 25 :]?-i-tum. — Nach K 2589 hinter Z. 11 mit l]i- ]-ri (cf. Z. 15 I.e.); ]-* (cf. Z. 16 I.e.); ]-js:i-ox?, kaum ]-ki; Col. IV. ... [...]...[..].. hat sie [m]ich verwandelt. [Bekleidet sind] wie ein Vogel meine Arme. [Fo]lge mir nach, (auf,) komm zu mir herab zu dem Hause der Finsternis, der Wohnung Irkalla's, zu dem Hause, dessen Betreter nicht (wieder) hinausgeht, zu dem Wege, dessen Begehen ohne Umkehr (ist), zu dem Hause, dessen Bewohner des Lichts entbehrt, wo Erdstaub ihre Nahrung, (Lehro)erde ihre Speise, sie wie ein Vogel mit einem Flügeltuch bekleidet sind, und Licht nicht schauen und in Düsternis wohnen. [Im Hause des Erdstau]bs, in das ich hineingegangen, [ ] . die majestätische Königsmütze, [ ] der Königsmützen, die seit den Tagen der Vorzeit das Land beherrschten, setzen [.] . . des Anu und Bei Geröstetes von Fleisch hin, setzen Gebackenes hin, trän[ken] mit Kaltem, mit Wasser von Schläuchen. [I]m Hause des Erdstaubs, in das ich hineingegangen, [w]ohnen der (Priester-)E.QTT und der (Pnesto-)Diener, [w]ohnen der „Gewaschene" und der „Verzückte", [wo]hnen die „Weltmeer-Gesalbten" der grossen Götter, [w]ohnt Itana, wohnt Gira, : ? -f ummu = „Mutter" stehn. — 10 Oder verbinde (mit Delitzsch Hand- Wörterbuch p. 658) %8takkanu-su ml sin = „setzen ihm Fleischbrühe hin" ? — n 8. Zimmern Busspsalmen p. 43 und Haupt 1. c. p. 106. — 12 Var. ka-8u-ti. — t3 Var. it-tak-ku-u = „sie giessen ausa. — H In K 8590 viel- leicht vor I- noch [tTjtt zu lesen. 190 Das Gügamf8(Nimrod)-Epo8. (Col. V.) 46. (1.) [aS-bat] Sar-rat ir$itum(-tum) (ilujlrig'-ki-gai 47.(2.) [(ilu)Bilit]-9iri8 tup8-s(ä)ar-ra-at4 lr$itim(-tim) ma-har-Sa kan-sa-at 48.(3.) [. . .]Di§-KUR*-ma il-ta-na-ag-si ina m&h-ri-Sa 49. (4.) [u-saj-jir] ri-Si-Sa i-mu-ra-an-ni ia-a-§i 50. (5.) [. . .]-ma il-fca-a an-na-a amllu Col. Va{b)(?).' 1. i-na a-mat (ilu)Samaä ta-bi[-»w ] 2. i-na abulli (ilu)Marduk [ ] 3. i-na irti Sa mi [ ] 4. 7ku-tai-li um8-tah-k[i-rt*9 ] 5. ina abulii10 (i§u) frini u[lu ] 6. (ilu)GilgamiS ?[ ] 7. u" (ilu)lN-Ki-oam [. ] (Erhalten noch Reste • • . Col. Vb(c)}> . . • 50. [ ]?-ku ka-lu mar-[$]a14-t[i ] Col VP\ 1. (18.) ^u-u9(8,z)[-^a . .]-fiu mim-mu-u at-tal-la-ku i-[ ] 2. (19.) ib-ri i-^[afw-m]ar Su-ut-ta Sa la(-)le?[ ] 3.(20.) ümu(-mu)17 Suttu iMu-lu ga-mir [ ]18 4.(21.) na-di-ma (ilu)lN-Ki-6am i§tfn(-fn) um(-um) §[a-na-a üma(-ma)] l S. p. 82 Anm. 1. - i S. IV R2 27, 29 ff.: (dingir) Nin-gistina(?\)(-na) dub-sar(-)mab[ = (ilu)BÜü-iiri tup-s(8)ar[- und II R 59, 10 f.: (tf[u)] CHstin resp. {ilu^QüQin-an-na = (tlu) BiUt-$iri. — s Im Text und Origi- nal um. — 4 Haupt im Text la, aber s. 1. c. p. 107. — 6 Wohl -i(m,n,*,*)at zu lesen und Ende einer Permansivform. — 6 S. p. 68 und p. 66 bei Haupt 1. c. und vgl. das oben gen. Fragm. K 9885. — 7 Auf dem einen Fragment müsste nach Haupt's Edition vor KU noch ein schmales Zei- hen stehn. — 8 Var. nach Haupt's Edition grösster Teil von u[-, wohl zu u-mab-tti-ru _zu erg. — 9 Oder ir zu erg. Dann Singular. — 10 Kein tno- Das GHgamfl(Nimrod)-Epo8. Tafel VII. 191 (Col. V.) [wohnt] die Königin der Erde EreSkigal. [Belit-]$iri , die Schreiberin der Erde, kniet vor ihr, [. .] . . and liest vor ihr. [Sie wandte] ihr Haupt, erblickte mich (, mich), [. . .] and nahm diesen Menschen (mit sich). Col. Va(b)(?). Auf Oeheiss des §ama£ die Hauer- . . [ ]. Im Stadttor Harduks [ ] An der „Brust* des Wassers [ ] Die Hinterseite wendeten si[e nach vorn ] Im Tore von Cedernhole . [ ] GilgamiS . [ ] und ia-bani [ ] einer Zeile.) • • • Col. Vb(c). • • • [ ] . alles Schw[ie]ri[ge ..'..] Col VI. Zerknicfkung . . .]. Alles, was ich einhergehe . [. . . .]. Mein Freund, es be[en]det das Traumbild, das nicht . [ ]a( Der Tag, da er das Traumbild schaute, wird beendet [ ], Es liegt ia-bani einen Tag, einen z[weiten Tag]; DIL zwischen dbhIH and (tsti) im Daplicat S. Haupt's Collation 1. c. p. 118. n Oder « (t?u)[ = and (Baam) [ ? Nach einer mir freundlichst mitge- teilten Copie von Stkassmaieb vor der Lücke 3 senkrechte Keile zu sehn. — i> Scheint auf dem einen Fragment nicht gestanden zu haben. — is S. p. 55 Z. 17. Auf dem Daplicat gehört die folgende Z. als Z. 17 za Col. VL — 14 Zur Hälfte erhalten. — 15 S. pp. 54 f. bei Haupt 1. c. — 16 Vielleicht Anfang von u. — 17 Var. üm(-um). — 18 Auf dem Daplicat fehlt der Teilungsstrich. 192 Das Gilgamfi(Nimrod)-Epos. 5. (22.) Sa (ilu)lN-Ki-6a«t ina ma-a-a-li-§u [ ] 6.(23.) §al-§a üma(-raa) u rl-ba-a üma(-ma) ?[a-K-tf ] 7.(24.) ha-an-Sa ^(s)i§§a(-§a) u si-ba-a 8. sa-ma-na-a ti-S[a-a8 u ß-ra-a] 9. (25.) §a (ila)lN-Ki-6am mur-9u-,sju ] 10. (26.) istfn-§frü(-u)8 u äin-Slrü(-u)8 üm[a(-ma) ] 11.(27.) (ilu)iN-Ki-6am ina ma-a-a-l[i-§u ] 12.(28.) il-si-ma (ilu)Gilgamß-m[a i*akara(-ra) ana §a-a-8u\ 13.(29.) iz-zi-ra-an-ni lb-r[i ] 14.(30.) ki-i Sa ina ki-rib ka[bli di-i-ku ul a-mat] 15.(31.) a-dur tahaza-ma [ .] 16. (32.) Ib-ri §a ina tahazi [cü-i-ku ] 17. (33.) a-na-ku ? ? [/. ] Tafel VIII.4 Col. J(?).6 1. mim-nm-u2 [Sf-i-ri i-na na-ma-ri8] i S. o. p. 78 Stück II Z. 3. — s Grossenteils erhalten. — s S. o. p. 78 Stück II Z. 6. — 4 Nach K 8564 und K 8665 (H. 6), veröff. von Haupt I. c. p. 86 und p. 74 und K. 8587 (H. 2), veröff. ibid. p. 68, sowie Sp. 299, nach Copien Strassmaier's und meines Schülers Küchler, collationiert von Zimmern. 8. Bezold, Cataloffue p. 940 zu K 8565. Die Einordnung der Fragmente K8564 und K8565 ergiebt sich aus dem oben p. 180 ff. zu Tafel VII Be- merkten: Bilden K 3588 und Sm.2132 Teile von Col. I und VI der 7ten Tafel, ist also Ja-6ant(?) in Col. VI der 7ten Tafel am Leben, ferner aber nach dem sofort zu Erörternden zwar auch noch in der einen Co- lumne unsers Stückes, aber in der anderen bereits tot, so kann das ganze Stück nur hinter Tafel VII und, da im Anfang von Tafel IX der Tod Ia-6am(?)'s vorausgesetzt wird, nur als Teil von Tafel VIII eingeordnet werden. Uebrigens ist das auch aus einem anderen Grunde recht wahr- scheinlich. Denn da , wie wir sofort sehen werden , die Columne unseres Stückes, die hinter dem Tode Ia-&ant(?)'s liegt, höchstens die 3te der zu- gehörigen Tafel ist, so müssten, falls diese die 7te Tafel der Serie wäre, zwischen dem Tode Ia-&am(?)'8 und Tafel IX Z. 1 mehr als l1/» Tafeln liegen, was recht unwahrscheinlich wäre. — In der linken Columne von Das Gilgamö(Nimrod)-Epos. Tafel VII— Vm. 193 von ia-bani in seinem Schlafgemach [ ]. Einen dritten Tag und einen vierten Tag l[iegt er ]. Einen fünften, einen sechsten und einen siebenten, einen achten, einen neu[nten und einen zehnten], von ia-bani s[eine] Krankheit [....••••]•... Einen elften und einen zwölften Ta[g ] ia-bani in [seinem] Schlafgemfach ] Da rief er Gilgamß un[d sagt zu ihm]: „Es hat mich verflucht, [mein] Freu[nd, .......}. Wie Einer, der inmitten des Ea[mpfes erschlagen ward, werde ich nicht sterben]. Ich hatte Angst vor der Schlacht und [ ] Mein Freund, wer in der Schlacht [erschlagen ward, ]. Ich • . [ ] • • • Tafel VIII. Col !(?). [Sobald] Etwas [vom Morgen aufleuchtete], K 8565, Z. 21 nennt der Redende die Matter des Angeredeten „deine Mutter". Die Leiden mit einander Redenden können nach dem Inhalt nur GilgamiS und Ichbanitf) sein. Dieser hat nach Tafel I keine Mutter, jenes Mutter aber tritt mehrfach auf. Also ist der. Angeredete GilgamiS und somit der Redende (vor seinem Tode Segnende?) ia-bani(7). Folglich ist dieser nach dieser Columue noch am Leben. Nach dejf£teh,ten Co- lumne aber ist er bereits tot. Demnach folgt diese der linken, befand sich somit mit dieser auf der Vorderseite der Tafel. Daraus folgt, dass die beiden Columnen resp. die erste und die 2te oder die 2te und die 8te Columne einer und zwar der 8ten Tafel sind. — Wenn in Z. 7 in K 8587 mur[ zu mur-fyu zu ergänzen ist, dann handelte die zugehörige Co- lumne gewiss von der Krankheit = tnur$u des la-bani^) und dann könnte das Bruchstück als Bruchstück einer ersten oder einer 6ten Columne nur hinter Tafel VII und vor Tafel VIII Col. II oder ÜI, also nur in Col. I von Tafel VIII eingefügt werden. Denn nach diesem Fragment wäre dann die Krankheit ia-6am(?)'s mindestens 1 Tag alt, aber auf dem erhal- tenen Stück von Taf. VII Col. VI begegnen wir Ia-bani('t) am ersten Krank- heitstage und in Col. II oder III von Tafel VIII ist er ja schon tot. — Ist nun die Nummerierung der Zeilen von K 8565 auf p. 74 bei Haupt Jansen, Mjtben u. Bpen. 13 194 Das Gilgamö(Nimrod)-Epos, 2. (ilu)Qil[gamß izakara(-ra) a-na tb-ri-su] 3. (ilu)JN-[Ki-5am ] 4. * [• ] 5. Sa ma-pt ] 6. u p(b)a-u7[ ] 7. mur[-?w ] 8. Epos. Cd. (I oder) IL1 • • (Erhalten noch Sparen 11. [ ka] sa-bi-ti 12. [ ]?-ka ka-a-§a 13. [ u-]rab-bu-ka ka-a-Sa 14. [ k]a (tmro*ru)2mi-ir-i-ti i « 15. [. . . ] (i§u) kl§ti .(i?u) Irini 16. [ k]a mu-äu u ur-ra 17. [ ina saht] rap-äi §a Uruk su-pu-ri 18. [ |? i-kar-ra-bu arka-ni 19. [ sad-]l[u]-ti §a Sadi8(-i) hur-sa-a-ni 20. [ J? a-ni-ü-la 21. [ ] i*-ha-bi-tu kima ummi-ka 22. [ ] §[a]-man (i§u) irini 23. [ ]-b(p)u ina uz-zi-ni 24. [ ]-li-mu du-ma-mu 25. [ ]?-§u-u §a §iri 26. [ ]?-ku ina a-hi-§a 27. [ Pu]-rat-tum 28. [ ]?-arti 29. [ Uruk ßju-pu-ri (Folgt noch Best • • • Col {II oder) IW • • • (Erhalten Beste 11. (ilu)lN-[Ki-6am i]b-ri ku-Jfa-ni [nim-ru Sa firi7]* 12. Sa mim-ma ?[. .]-du-ma ni-lu-u [§a-da-a7] 13. ni-i$-ba-tu-ma a-la-a [ni-na-ru7] 14. nu-§al-pi-tu (ilu)JIu-ba-ba §a ina (i§u) ^7§ti [(i?u) irini as-bu7] l S. p. 74 1. c. — 2 Doch nicht -k]a-lu zu lesen ? — 8 Nach Haupt1! Edition ft-i, wofür aber gewiss KiTt-t = 8adi(-%) zu lesen« — 4 Nur z.T. erhalten. — 6 S. p. 74 und p. 86 1. c. — 6 Lassen sich nicht nach Taf. X Das Gilgam«(Nimrod)-Epos. Tafel Vm. 197 Cd. (I oder) IL • • • einer Zeile.) [ dir] eine Gazelle, [ ] . dir, dir. [ m]achen dich (, dich) gross. [ d]ir Lämmer. [ ] Cedernwald. [ ii]ch (bei) Tag nnd (bei) Nacht. [ in der] breiten [Strasse] von Hürden-Erech. [ ] . huldigen hinter uns. [ we]i[t]e von Berg(en) (und) Gebirgen. [ ] . ich lege mich (zur Buhe) nieder. [ ] . . -en wie deine Mutter. [ .] 0[e]l der Ceder. f ] . durch unsre Kraft [ ] . • Gewimmer. [ ] . . des Feldes. [ ] . . an dessen Ufer [ Eu]phrat [ 1 • • [ H]ürden-[Erech] einer Zeile.) • Cd. (II oder) III. • • • einer Zeile6.) i[a-bani], mein [Pr]eund, mein jüngerer Bruder [, Panther des Feldes], der da Jegliches [. .]-te und wir bestiegen [Berge], packten und [erschlugen] den Himmelsstier, schlugen Hu(m)baba, der im [Cedern]walde [wohnte]! Col. V, Z. 6 und den Parallelstellen ergänzen. — 7 Erg. nach Taf. X Gol. V, Z. 6 ff. und den Parallelstellen. 198 Da* Gilgamfi(Nimrod)-Epo8. 15. f-nin-na mi-nu-u §it-tu Sa i?-ba-tu[-ka ka-a-gi] 16. ta-'-ad(t, t)-ram-ma ul ta-§im-[mi-in-ni] 17. u Su-u ul i-na-a§-[Si i-na-su] 18. il-pu-ut libba(-ba)-§u-ma ul i-nak-kuf-ttd1 . . .] 19. ik-tum-ma Ib-ri kima kal-la-ti [. . .] 20. kima a-rl-l i-sa-gu an[. . . .] 21. kima nlg-ti gu-ud-da-at ml2-ra-[. . §u] 22. it-ta-n[a]-as-har a-na pa-ni [/ft-n-aw] 23. i-bafc-ka-am u i-tab-bak fca-un-?[. . . ,vu] 24. i-na-sa(i)h u [.] nam-§u ? la-fcu-ti a-§a-?[ ] 25. mim-mu-[u8 Sl-i-ri ina4] na-ma-ri (ilu)G[ilgamß ] • . Col. F(7J)(?). b • • (Erhalten Spuren (1.) [ 1 ? nfeft6 (2.) [. . . a-na ga-Su-raa izakar^-ar) a-na (ilu)Gilgamß (3.) [ ]? Sa8 ma-a§-§a-ru ta-na-ra (4.) [tu-Sal-pi-it (ilu)Hu(m)-b]a9-ba §a ina (i§u) fcigtl (i§u) frini a§-ba (5.) [ina ni-ri-bi-i-ti]10 Sa Sadi(-i) ta-dukni§{ (6.) [..... a-l]a11-a ta-na-ra Sa ina §ami(-f) ur-du (7.) [!*am-mf-ni ak-la li-t]a-a-ia18 fcud-du-du pa-nu-ka (8.) [fam-mun libba(-ba)-ka fca-tju-u zi-mu-ka (9.) [u i-ba-aS-gi nissä(a)tu] ina kar-gi-X«1* (10.) [a-na a-lik ur-hl ru-fca-ti] pa-nu-ka ma§15-lu (11.) [. . . §(ß)a(i)r-ba u tam-rim k)u-um-mu-u16 pa-nu-ka (12.) [. . . kit . . . -ta-m]a ta-rap-pu-ud17 siru l nakädu ein Synonym yon na'ädu = „sich fürchten" (II R 25 No. 6), naku(i)ttu = „Angst". Möglich also, dass nakädu eigentlich = „klopfen" vom Herzen. — 2 Oder st>(6). — 3 Teil erhalten. — 4 S. Ta- fel XI, 97 etc. — 5 Nach Sp. 299, für mich freundlichst copiert von Strassmaier und Küchler und z. T. collationiert von Zimmern. — 6 Zim- mern bietet: b]i lik maii =[, Küchler ähnlich, aber nur einen wage- rechten Keil rechts am Ende, Strassmaier : b]i lik Bf fN ir. — 7 S. Ta- fel X Col. III, 1 u. 8. w. — 8 Vielleicht rechter Teil von §iru = „Feld". Das Gügamff(Nimrod)-Epos. Tafel VIII. 199 Nun — was (ist das für) ein Schlaf, der [(dich,) dich] gepackt hat? Du bist düster und höreft mich] nicht!" Aber der erheb[t seine Augen] nicht. (Da) berührte er sein Herz, aber es Uop\ft . . .] nicht. Da verhüllte er den Freund wie eine Braut [. . .]. Wie (bei) einem Löwen ist sein(e) ...[.. t]; wie (bei) einer Löwin ist [sein] .[..].. t Er we[n]det sich [seinem Freunde] zu, rauft [sein] ..[..] aus und schüttet (es) hin, reisst aus und [.] [ ] [Sobald] Etwa[s vom Morgen] aufleuchtete [. . .] G[ilgamiS . . .] • • Col. V(VI)(?). • • • einer Zeile.) [ ] . Löwe[n]. [. . . sag]t [zu ihm], zu Gilgamß: „[ ] ., der du den Wächter erschlugst, [schlugst Hu(m)b]aba, der im Gedernwalde wohnte, tötetest [in den Pässen] des Berges Löwen, erschlugst [ den Him]melsstier, der vom Himmel herun- terkam, — [warum sind] deine [Bei]ne abgezehrt, ist dein Antlitz gesenkt, [ist dein „Herz schlimm gemacht"], sind deine Gesichtszüge [zunichte] gemacht [und ist Weh] in deinem Bauche, gleicht dein Antlitz [(dem) Eines, der ferne Wege gegangen ist], haben [. . . Frost und Glut] dein Antlitz [v]erbrannt, [. . est du . . . un]d jagst du über das Feld hin?" — 08. zur Erg. Z. 24 u. — 10 S. zur Erg. Tafel IX. 1, 8 f. — 11 Zimmern : „Spuren passen also zu [a-I]a^au. — 12 S. zu den Ergg. im Folg. Tafel X, Col. II, 7 ff., Col. III, 2 ff., und Col. V, 1 ff . und oben Col. III (II), 11 ff. — 18 Nach Stbassmaier, Küchler und Zimmern hier klar ti, nicht ka. — 14 Nach Strassmaier, Eüchler und Zimmern steht im Text äu. — 15 Nach dem Text auch Mi denkbar. Aber 8. die Parallelstellen. — ie u nach Zimmern nicht sicher, könnte auch lum zu lesen sein. — 17 Nach Strassmaier und Küchler sieht das Z. dem Z. giS sehr ähnlich. 200 Dafl Gilgamn(Nimrod>EpoB. (13.) [(ilu)Gilgamß a-na §a-§w1-ma izakar(-ar)] a*-n[a* . . .] (14.) [. . . la ak-la li-ta-a-a la fcud-du-du pa-nu-u-a] (15.) pa lutn-mxm libbi(-bi) la fca-tu-u zi-mu-u-a] (16.) [la i-ba-a§-§i nissä(a)tu ina kar-Si-ia] (17.) [a-na a-lik ur-hf ru-fca-ti pa-nu-u-a la ma§-lu] (18.) [. . . S(s)a(i)r-ba u tam-rim la fcu-um-niu-u pa-nu-u-a] (19.) [la . . . Kit . . . -7ctt-ma la a-rap-pu-ud §iru] (20.) [Ib-ri Jcu-fa-ni nim-ru sa §iri] (21.) f(ilu)iN-Ki-6am Ib-ri ku-ja-ni ki-min] (22.) [Sa mim-ma . . -du-ma ni-lu-u §a-da-a] (23.) [ni-ig-bartu-ma a-la-a ni-aa-ru] (24.) [nu-§al-pi-tu (ilu)Hu(m)-ba-ba sa ina (i§u) ki§ti (i§u) irini ag-bu] (25.) [ib-ri sa it-ti-ia id-du-ku niSi] (26.) [Ib-ri sa it-ti-ia . . . -hu* ka-lu mar-§a-a-ti] (27.) [(ilu)lN-Ki-6an* Ib-ri sa it-ti-ia . . . id-du-ku ki-min] (28.) [ik-§u-udf-5w . . . sim-ti-su-ma] (29.) [6 ur-ri u (7) mu-Sa-ti ili-5u ab-ki] (30.) [a-di fci-bi-ri : -§u] (31.) [a-dur . . i& . . . : mu-ta ap-lah-ma a-rap-pu-ud §tru] (32.) [a-mat Ib-ri-ia Jcab-ta-at lli-ia] (33.) [ur-^a ru-fea-tu a-rap-pu-ud §iru : a-mat (ilu)fN-Ki-6am 1b- ri-ia ki-min] (34.) [har-ra-nu ru-fca-tu a-rap-pu-ud §iru] (35.) [ki(-)ki-i lu-us(§, z)-sil ki(-)ki-i lu-kul-ma] (36.) [Ib-ri §a a-ram-mu f-tf-mi ti-it-tis : (ilu)Ix-Ki-tam fb-ri ki-hin] (37.) [ana-ku ul ki-i §a-§u-ma-a a-ni-il-lam-ma : ul a-tf-lb-ba-a du-ur da-ar] l Oder K\ sa-st(-roa) = „ihr". — 2 Z. T. erhalten. — 8 S. Tafel VII (?) Das Gügamf8(Nimrod)-Epos. Tafel Vm. 201 Gilgamß sagt zu ihm] z[u . . .] : „ . . . , sind meine Beine nicht abgezehrt, ist mein Antlitz nicht gesenkt], ist mein „Herz nicht schlimm gemacht", sind meine Gesichts- züge nicht zunichte gemacht], ist nicht Weh in meinem Bauche], gleicht mein Antlitz nicht (dem) Eines, der ferne Wege gegan- gen ist], haben . . . Frost und Glut nicht mein Antlitz verbrannt], . . ich nicht . . . und jage ich nicht über das Feld hin?] Mein Freund, mein jüngerer Bruder, der Panther des Feldes], Za-bani, mein Freund, mein jüngerer Bruder, dass.,] der da Jegliches . . te und wir bestiegen Berge], packten und erschlugen den Himmelsstier], schlugen Hu(m)baba, der im Gedernwalde wohnte], mein Freund, der mit mir Löwen tötete], mein Freund, der mit mir alles Schwierige . . . te], 7a-bani, mein Freund, der mit mir .... tötete, dass.], es hat ihn . . . seines Schicksals erreicht]. Sechs Tage und (sieben) Nächte hab' ich über ihn geweint]. Bis begraben,: ihn]. Ich bekam Angst : Ich bekam Furcht vor dem Tode und jage über das Feld hin.] Die Sache meines Freundes liegt schwer auf mir:] Ferne Wege jage ich über das Feld hin. : Die Sache ia-bani's, meines Freundes, dass.:] Ferne Pfade jage ich über das Feld hin.] Wie, wie soll ich . . en? Wie, wie soll ich schreien?] Mein Freund, den ich liebte, ist wie Lehm(erde) geworden.: ia-bani, mein Freund, dass. .] [Werde nicht (auch) ich (, ich) wie er mich zur Ruhe legen und : nicht aufstehn (in) aller Zukunft]?" Col. V Z. 50. 202 Das Gilgamti-(Nimrod-)Epo8. Tafel IX.1 Cd. I. 1. (ilu)Gilgamfö a-na iN-Ki-fant fb-ri-Su 2. zar-bi§ i-bak-ki-ma i-rap-pu-ud ?iru 3. a-na-ku a-raat-ma ul ki-i lN-Ki-6am-ma-a 4. ni-is-sa-a-tum i-ti-ru-ub ina kar-§i-ia 5. mu-ta ap-Jarj-ma a-rap-pu-ud $iru 6. a-na* li-it ÜT8-napi§tim mär Ub(p)ar-(ilu)Tu-tu 7. ur-lja §ab-ta-ku-ma ha-an-ti§ al-lak 8. a-na ni-ri-bi-f-ti Sa äadi(-i) ak-ta-§ad mu-äi-tu 9. nfei a-mur-ma ap-ta-la^ a-na-ku 10. a§-§i rl-§i-ia4[-ma] a-na (ilu)Sin a-kar-rab 11. a-na (i[lu)I§tar ^]a-[?]di.v-ti iläni illaka(-ku) su-pu-u-a 12. [. . . .]? §ul-li-ma-in-ni ia-a-ti 13. [ina mu-ti i]t*til t[A(i)-]jfc(Ä:>7-ta-ma §u-ut-tum 14. [niii ..]?[. -]?-ß ih-ti-du ba-la-tu 15« [i]S-§i ka-a[s-9i-in-na5] a-na i-di-§u 16. i§-lu-up [nam-z(9a)-ar5] §ib-bi-Su 17. ki-ma tar-ta[-fci ana b]f-6ri-Su-nu ini-fcut 18. im-ha-as ?[.... i]-tfn[/f] u-par-ri-ir (Folgen die Anfange von 11 Zeilen, nämlich: 19: u bi-[ = und Su-um mah-r[i-i7 ■* Des Ers[ten] Name [ ; 23 : §u-um §a-ni[-i* 25: a-na dil[ = zu .[; 26 : %iu[ = Gott (Determinativ ?); 27: iu[; ... Col. 11. 1. §a Sa-di-i 51-niu-äu Ma-gu[-wm-wa] 2. ana §a-ad Ma-a-gi i-na ka-§a-[di-§u] 3. äa umi(-mi)-Sam-ma i-na-a^-^a-ru a-§i [u i-ri-hi]9 l Nach K 2360 + K3060, veröff. von Haupt 1. c.p. 59 ff., und Fragm. 80 — 7—19, 305, veröff. von demselben ibid. p. 85. Zur Uebersetzung siehe Jeremias 1. c. p. 28 ff. und p. 52. Sonst s. Bezold Cataloguc p. 436 zu K 2360. Die Nummer der Tafel nach deren Folgeweiser = Z. 1 von Tafel X. — 2 Auf 80—7—19,305 zwischen a-na und li-it ein senkrechter Das QilgamlS(Nimrod>£po8. Tafel IX. 203 Tafel IX. Col. I. Gilgamfö über seiner* Freund ia-bani weint qualvoll und jagt über das Feld hin. „Werde nicht (auch) ich (, ich) wie ia-bani sterben? Weh ist in meinen Bauch hineingezogen. Ich habe Furcht vor dem Tode bekommen und jage über das Feld hin. Zu den „Beinen" ÜT-napiätim's, des Sohnes Ub(p)ar-Tutu's, nehme ich (drum) den Weg und gehe eilends dahin. (Wenn) ich Nachts zu den Pässen des Berges gelange (und) Löwen sehe und mich fürchte, erhebe ich meine „Häupter" [und] bete zu Sin (und) zu [Ktar, dem Freudenmädchen der Götter, gehen meine Gebete : „[ ] . erhaltet mich unversehrt (mich)* ! [In der Nacht legte] er sich schlafen und e[rs]chrack vor einem Traumbild : [Löwen ...].[..]. freute(n) sich des Lebens. (Da) [er] hob er die A[xt] an seinen Arm, zog heraus [das Schwert] seines Gürtels, fiel wie ein Spee[r zwischen sie [hinein], schlug .[.... t]ötet[e], zersprengte. . [ ; 20: id-di(-)?[ = warf .[ ; 21: u§-§ir ?[ = zeichnete .[ ; 22: = Des Zweit[en] Name [ ;' ' 24: iä-§i dil?[ = erhob . [ ; 28: lis[; 29: hal[.) . • . Col. IL Von dem Berge, (dess)en Name Mäsu (ist), wie [er] zum Berge Mäsu gelanfgt], — die da täglich Hinausgehen(den) [und Hineingehen(den)] bewachen, Keil. — s Mit Delitzsch vielleicht Par- zu lesen = „Spross" (des Lebens). — 4 S. Haupt 1. c p. 116. — 5 Zur Erg. s. Tafel X Col. II, 38 f. und Tafel II Col. II, 4 f. — 6 S. Tafel X Col. II, 35. — 7 S. Z. 23 und p. 184 Z. 16 o. — s S. Z. 22. — 9 Erg. nach Z. 9. Vielleicht (üu)Sam$i „der Sonne" zu erg. 204 Da« Gilgamf»(Nimrod(-Epo8. 4. Mu-Su-nu 6u-p(b)u-uk Sami(-f) tab[. . . .] 5. gap-lig A-ra-lM i-rat-su-nn kaS-da-at 6. gir-tab-fgaliOgalnf-lu)1 i-na-a?-§a-ru bäbi-ga 7. §a ra-aS-bat pu-ul-hat-su-nu-ma im-rat-su-nu mu-tu 8. g(k)al-tu mi-lam-mu-gu-nu sa-hi-ip {mr-sa-a-ni 9. ana a-?i (ilu)Samgi(-gi) u i-rfb (ilu)Samgi(-gi) i-na-a§-§a-ru (ilu)SamSi(-gi)-ma 10. i-mur-gu-nu-ti-raa (ilu)Gilgamlg pu-luh-ta 11. u ra-gub-ba-ta i-ti-Ärtl pa-ni-gu 12. iz-ziz* tf-fn-gu-ma ik(g,fc)s-ru-ub(p) ma-har-gu-un 13. gir-tab-(galu)galu(-lu)1 ana sin(n)igti-gu i-gfs-si 14. Sa il-li-kan-na-gi gfr iläni zu-mur-gu 15. gir-tab-(galu)galu(-lu)1 sin(n)igti-gu ip-pal-gu 16. git-ta-gu ilu-ma gul-lul-ta-gu a-mf-lu-tu 17. gir-tab-fealuJgaluHu)1 zi-ka-ru i-gfs-si 18. [a-na ]? iläni a-ma-tu i-zak-kar 19. [atn-mi-ni tal-li-ik] ru-fearta ur-^a 20. [ as-ra ru-k]aK a-di mah-ri-ia 21. [ ]? ga i-bfr-si-na pa-ag-fcu 22. [ ]?-ta-ka lul-mad 23. [ ]? gak-nu 24. [ ] lul-mad5 • • • Col. III. • • 3. ina [.] ÜT-napigtim abi-ia ?[ ] 4. ga iz-zi-zu-ma ina puhur i[läni-ma ba-la-fa is-'-u6] 5. mu-ta u baläta [lu-u.s--al-sur\ 6. gir-tab-(galu)galu(-lu) pa-a-gu fpug(-ug)-[ma i-fcab-bi] 7. i-zak-ka-ru (!) a-na [(ilu)Gilgamlg] 8. ul ib-gi (ilu)Gilgamls ?[.... ma-ti-mab] 9. ga ga-di-i ma-am-ma du9-?[. . gu la . . .] l Oder assyr.: zukakip- oder akrab-amtlu zu lesen. — 2 Schwerlich mit Haupt 1. c. p. 116 i#-bat = „packte" zu lesen. — 8 S. ibidem. Im Text nu. — 4 S. ibidem. — 5 Hierhinter und vor Col. III, 3 doch wohl ein Teil des Passus in Tafel VIII Col. v (vi), 7—37 zu erg. Für das Das Gilgamfg(Nimrod)-Epo8. Tafel IX. 205 — über ihnen .[....] die „Aufschüttung" des Himmels, unten erreicht ihre Brust die Unterwelt — bewachen Skorpionmenschen sein Tor, deren Schrecklichkeit furchtbar und (d)eren Anblick(en) Tod (ist) ; ihr fürchterlicher „Schreckensglanz" wirft Berge hin; beim Hinaus(Auf)gehn der Sonne und Hinein(Unter)gehn der Sonne bewachen sie die Sonne. Als sie Gilgamß sah, Schrecklichkeit und Furchtbarkeit, ward sein Antlitz düster, stand sein Denken still und er . . te vor ihnen. Der Skorpionmensch ruft seinem Weibchen zu: „Der (da) (zu) uns kommt, Fleisch der Oötter ist sein Leib". Der Skorpionmensch, sein Weibchen, antwortet ihm: „Zwei (Drittel) von ihm (ist) Gott und ein Drittel von ihm (ist) Menschlichkeit)". Der männliche Skorpionmensch ruft, sagt [zu dem ] . der Götter die Worte: „ [Warum bist du] ferne Wege [gegangen], [hast du einen fern]en [Ort ] bis vor mich, [ ] . , den zu überschreiten schwierig (ist)? [ ] dein«? [. .] . möchte ich erfahren. [. ] . gelegen ist, [ ] möchte ich erfahren. • • • Col 111. . . . [. .] TJivnapiStim, mein(em) Vater . [ ], der (hinein)trat in die Versammlung der G[ötter und das Leben suchte] , nach Tod und Leben [will ich ihn fragen]". Der Skorpionmensch tat seinen Mund (auf) [und spricht], sagt zu [Gilgamß]: „Nicht gab es, . Gilgamß, [je ]. Vom Berge irgend Einer . [. . . nicht sein . .]. Ganze war aber auf einer Tafel mit vermutlich ca. 50 Zeüen pro Columne vielleicht kein Platz. — öS. Tafel XI, 7.-7 Oder Etwas zu erg. mit der Bedeutung: „soll er mir sagen"? — 8 S. Tafel X, n, 21. — 9 Doch nicht = Mik d. i. „ging" oder zu du-u[r-gi-§u = „seinen Weg" zu erg.? 206 Das Gügamß(Nimrod)-Epo8. 10. a-na 12 kas-pü w>-ba(-)?[ ] 11. ga-pat ik-lf-tum-ma ul i[b-ba-aä-§i nu-u-ru1] 12. a-na a-§i-f (ilu)SamSi(-Si) J[a ] 13. a-na i-rib (ilu)SamSi(-gi) [la ] 14. a-na i-rlb (ilu)Samgi(-äi) [ .] (Folgen die Anfänge ?on 7 Zeilen, nämlich: 15: u-Sl-§u-u[«= = du, wen[n; 18: tlr-ru-[t*& = du wirst hinein [gehen ; 19: dara- Col. IV. • • • 33. ina ni-is-s[a(-a)-ti ] 34. ina s(S)a(i)r-bi u ?*[ ] 35. ina ta-ni-hi [ ] 36. i-nin-na ta-[ ] 37. gir-tab-(galu)galu(-lu) [(zi-ka-ru) izakara(-ra) ana(ilu)Gi!gamß] 38. (ilu)Gilgamß i[n ] 39. a-lik (ilu)Gi[lgamß .J 40. Sadäni Ma-a-Su ?[ ] 41. Sadäni hur[-sa-jn ] 42. Sal-mf§ li-[ ] 43. abul matät[iB ] 44. (ilu)Gil[ganif§ an-ni-ta ina §f-mi-§u] 45. ana zik-ri g[ir-tab-(galu)galu(-lu) is-sa-lat ur-ha] 46. harrän (ilu)Sam§i ?[.... ] 47. 1 kas-pu ?[ ]4 48. Sarpat ik-li-tum[-roa5 ul i6-ba-a§-§i nu-ru6] 49. ul i-na[m-di-in7-.sw a-na a-mari . . su-sa arlcat-su*] 50. 2 kas-pü [i-na ka-§a-di-Su9 ] Col. V. m m • 23. 4 [kas-pu i-na ka-Sa-di-§u0 ] 24. Sa-pat i[k-ll-tum-ma ul i&-ba-aä-§i nu-ru10] 25. ul i-na[m-di-in-,vw ana a-ma-ri . $u-$a arkat-su10] l S. Col. V, 36. — 2 Eine durch Tafel X, in, 6 (u. 13) und Parallel- stellen nahegelegte Ergänzung von tam-rim nach den Spuren hinter u ausgeschlossen. — 8 Oder 1. mat + li und mat = iadl = „des Berges" ? — 4 Nach Zeile 29, 32 und 42 von Col. v liegt die Ergänzung von ina ha- iädiiu nahe. Aber dann müssten die wagerechten 3 Keile hinter ru (statt Das Gilgamfl(Nimrod)-Epo8. Tafel IX. 207 12 Doppelstunden weit das Innere . [ ]: Düster ist die Finsternis and nicht en[tsteht Licht]. Beim Aufgang der Sonne nichjt .], beim Untergang der Sonne [nicht ], beim Untergang der Sonne [ ] sie führ(t)en heraus [ ; 16: u-§(s,h)i(a)r-ri ?[ ; 17: at-ta ki[-t [hat = [ist] gu[t (schö[n) [ ; 20: 14[ oder §uk[; 21: dil[.) Col. IV. • • • Durch We[h ]. Durch Leid und . [ ] Durch Schmerz [ ]. Nun . [ ]. Der [(männliche)] Skorpionmensch [spricht zu Gilgamß]: „Gilgamß . [ ] Geh hin ! Giflgamß ] Die Berge von Määu . [ ]. Berge, Gebprge ]. Wohlbehalten möge er [ ] Das Tor der Lände[r ]\ [Als] Gilfgamß dies hörte], [nahm er] nach den Worten [des] S[korpionmenschen den Weg], [. . . er] den Pfad der Sonne . [ ]. Eine Doppelstundenstrecke . [ ]: Düster ist die Finsternis [und nicht entsteht Licht], nicht gewfährt sie ihm zu sehen . . . das hinter ihm Liegende]. [Wie er] zwei Doppelstundenstrecken [erreicht, ] Col V. ... [Wie er] vier [Doppelstundenstrecken erreicht, ]: Düster ist die Finsternis und nicht entsteht Licht], nicht gew[ährt sie ihm zu sehen . . . das hinter ihm Liegende]. 2er) auf einem Versehen yon Haupt beruhen. — 5 S. Z. 30 in Col. v. — 6 S. o. Col. in, 11 und Z. 36 u. Z. 40 in Col. v. — 7 S. Z. 28 etc. in Col. v. — 8 S. Z. 37 u. Z. 41 in Col. v. — 9 S. Col. v Z. 29, 32 u. 42. — 10 S. Z. 48 f. von Col. iv. 208 Das Gilgamfi(Nimrod)-Epos. 26. 5 kas-pu [i-na ka-8a-di-§ul ] 27. §a-pat ik-lp-tum-wa ul i6-ba-a§-§i nu-ru2] 28. u[l i]-nam-di-[in-$M ana a-ma-ri . su-sa arlcat-su*] 29. [6 kas-p]u i-[na ka-Sa-di-Su1 ] 30. §[a]-p[a]t ik-ll-tum-»»8[a ul i6-ba-a§-Si nu-ru2] 31. ul i-nam4-[d]i[-in-£w ana a-ma-ri . su-sa arkat-su2] 32. 7 kas-pu5 ina ka-§a-[di-i§u ] 33. §a-pat ik-li[-tum-roa] ul i[6-ba-aS-§i nu-ru2] 34. ul i-na|m-di-in-vsti ana a-ma-ri . su-sa arkat-su*] 35. 8 kas-pu [ina ka-§a-di-§u6 . . .] i-§ar-ra-a[h] 36. §a-pat ik-lß-tum-ma ul i6y-]bä-a§-gi nu-ru 37. ul i-na[m-di-in-.sYw ana a-ma-ri . §]*u-sa arkat-su 38. 9 kas-[pu ina ka-§a-di-§ul ] iltänu 39. [ ]-fea pa-ni-Su7 40. [§a-j3at ik-11-tum-wa ul i6-ba2-]a§-Si8 nu-ru 41. [ul i-nam-di-in-gu ana a-ma-ri2 .]§u-sa arkat-su 42. [10 kas-pu i-na ka-Sa^-di-Su 43. [ ] kit-ru-ub 44. [ ] 4 kas-pu 45. [911 kas-pu i-na ka-Sa-di-§u9 . . t]a §i10-la-am (ilu)Sam§i(-§i) 46. [12 kas-pu i-na ka-£a-di-§u] na-mlr-tu §ak-na-at 47. a-n[a .] ? kim hi11 i§-§i [s]a iläni ina a-ma-ri i-Si-ir 48. (abnu) sämtu na-Sa-at i-ni-ib-sa 49. (i§u) hu-un-na-tum ul-lu-la-at a-na da-ga-la täbat(-b(p)at) 50. (abnu) uk(k, g)nü na-si ha-as(§, z)-hal-ta 51. in18-ba na-Si-ma a-na a-ma-ri §a-a-a-ah Col VI. Nur durch Beste der letzten 13 Zeilen vertreten, aus denen sich des Wundergartens (!) fortgefahren wird. Erwähnt werden in Z. 24 l S. Z. 32. — 2 S. Z. 48 f. von Col. IV. — 8 S. aber Haupt 1. c. p. 117. — 4 S. Haupt 1. c. — 5 Haipt u. Pinches (1. c.) lesen pi ; aber nach H. pu .= gid etc. auch möglich. — 6 Diese Erg. hier ausgeschlossen, falls Haupt's Collation (1. c. p. 117) das Richtige trifft. — 7 Haupt's Zahlung von hier an um 1 zu niedrig. — 8 Nach Haupt's Edition : Fl (sie 1), nach s. Das Gilgamis(Nimrod)-£po8. Tafel IX. 209 [Wie er] fünf Doppelstundenstrecken [erreicht, ] : Düster ist die Finsternis and nicht entsteht Licht], ni[cht] gewähr[t sie ihm zu sehen . . . das hinter ihm Liegende]. W[ie er sechs Doppelstundenstrecke]n [erreicht, ]: D[tt]s/[er] ist die Finsternis u[nd nicht entsteht licht], nicht gewä[h]r[t] sie [ihm zu sehen . . . das hinter ihm liegende]. Wie [er] sieben Doppelstundenstrecken erreicht, .]: Düster ist die Finsternis und] nicht eitsteht Licht], nicht gew[ährt sie ihm zu sehen . . . das hinter ihm Liegende]. [Wie er] acht Doppelstundenstrecken [erreicht, . . .], schreit er a[uf] : Düster ist die Finsternis und nicht enjtsteht Licht, nicht gew[ahrt sie ihm zu sehen .] . . das hinter ihm Liegende. [Wie er] neun Doppelstunfdenstrecken erreicht, ] Nord(wind), [ ] . te sein Antlitz: [Düster ist die Finsternis und nicht entsjteht Licht, [nicht gewährt sie ihm zu sehen .] . . das hinter ihm liegende. [Wie] er [zehn Doppelstundenstrecken erreicht, nähert (er) sich [ .]. [ ] vier Doppelstundenstrecken. [Wie er elf Doppelstundenstrecken erreicht . .] . er den Schatten der Sonne. [Wie er zwölf Doppelstundenstrecken erreicht], entsteht Helligkeit Z[u .] . . . Bäume [de]r Götter eilt(e) er (wie ein Sturm) hin beim Sehen : „Graustein" trägt seine Frucht, lässt Beben hängen, ist gut zum Anschaun. Lazurstein trägt . . . , trägt Frucht und (die) ist begierig gesehn zu werden. Col VI. jedenfalls ersehen lässt, dass darin noch mit der Beschreibung nach Haupt (Z. 12 v. u.) eine Ceder, in Z. 25, 26, 27 und 29 Collation Si. — 9 Vielleicht in Z. 44 zu erg. — 10 Oder $i mit dem Vor- herg. zu verbinden? L. dann it-t]a-?i la-am (ilu)Samü = ging] heraus yor der Sonne ? — - n Doch nicht zu (i$u) 8a\r-mab-hi = „(grosser) Park" zu erg.? — 12 S. Haupt 1. c. p. 117. Jenatn, M/tuen iL Epen. 14 2X0 Da* GiIgamfi(Nimrod)-Epo8. kostbare Steine, nämlich in Z. 25 der uT[-£ff] = utrü- Stein, Stein, der nach dieser Zeile anscheinend wie Dornstrauch and KA[-Stein, wohl der KA-Stein, z.B. nach III B 16 No. 3, 2 und tung als „Asphalt" (Meissner -Rost, Bauinschriften Sanheribs sich stützt, ist von einem ka§(s)urrü-, nicht von KA-Stein die aSä[gi (s. Haupt 1. c. p. 117) = wie (oder: statt) Dornstraitch auch darauf hinweisen, dass der Edelsteinpark am Meere liegt, 34. (ilu)Gilgamß [ i-na i-]tai-lu-ki-Su 35. iS-§i(-)? [ kim fa] i[?-si sa]1 t/fäm]1 §u-a-tum Tafel X.8 Col 1. 1. (ilu)Si-du-ri sa-bi-tum [Sa ina te tam-ti a§-bat]8 2. aä-bat-ma [ ] 3. lp(b)-äu-§i *(fc)an4-nu fp(b)-su-§i ?[ ] 4. ku-tu-um-mi kut-tu-wa/6-ma . [ ] 5. (ilu)Gilgamfö ut-tag-gWam-ma ?[ ] 6. maä-ka la-bi§ b(p)u-?[ ] 7. i-Si Sir iläni ina &[umri-,su*] 8. i-ba-a§-äi nissä(a)tu ina [kar-Si-su7] 9. a-na a-lik ur-fel ru-fca-ti pa-nu-3u [maä-lu8] 10. 9sa-bi-tum ana ru-ki ina-aMta-la-am-ma9] 11. uS-tam-ma a-na libbi(-bi)-Sa a-ma-ta [iz-za-kar]10 12. it-ti ra-ma-ni-ga-ma Si-i [im-tal-la(i)kn] 13. mi-in-di-f-ma an-nu-u mu-na-,1S{[ ] l S. Z. 47 von Col. v. Erhalten vor Suatum ]an; vielleicht zu erg. zu an-an = iläni. — 2 Nach K 3382 + Rm 621, K 8579 (H. 7) und K 8589, veröff. von Haupt 1. c. p. 67 ff., p. 73 und p. 65 f., sowie Sp.II 726 (Col. VI Z. 38 f.) nach einer mir freundlichst von Pater Strassmaier mitgeteilten Copie. Ueber die Einordnung von K 8579 in Col. III, statt mit Haupt in Col. II, ist kein Wort zu verlieren. Sie ist schlechthin selbstverständlich. Zur Uebersetzung s. Jeremias 1. c. p. 30 ff. und p. 52 f. und Bezold, Catalogue p. 528 zu K 3382. Die Nummer der Tafel nach der Unterschrift. — 3 Ergänzt nach dem Folgeweiser von Tafel IX auf K 2360 + K 3060, nach der Copie Bezold's in s. Catalogue p. 436, Dar- nach (s. auch Haupt 1. c. p. 64) vor tämti : Sa(?) dil dil t*(?) zu lesen. (i$u) Das Gügamß(Nimrod>Epo8. Tafel IX— X. 211 in Z. 26 der sa-tu-bat « säsu- Stein, in Z. 27 der AN-Qüe-MJ- Diestel d. i. so üppig [wächst], in Z. 29 der Subü-Stein und der Johns, Deeds No. 645, Obv. 5 ein kostbarer Stein. (Send Den* p. 45) beruht auf einem Irrtum. In der Inschrift, auf die sie Rede.) In Z. 27 heisst es: kima (oder kern) (i$u) balti a (igt!) und Dies[tel. a-ab-ba = tämtu = „Meer* in Z. 26 u. 32 mag was aus Tafel X folgt Von den 2 Schlusszeilen ist erhalten; Gilgamß [wie] er [ dahingeht, nahm .[...] jenen [. . .] B[äume der] Gött[er]# Tafel X. Col. I. Siduri, die . . «9t, [die auf dem Tron des Meeres sitzt] — sie sitzt [ ]; sie haben ihr eine (Eleid)schnur gebunden, haben ihr [eine . .} gebunden . [ ] ; mit einer Hülle ist sie umhüllt und . [ , .] ; GilgamiS lief hin und her und .[........]; mit Häuten ist er bekleidet . . [ ] ; er hat Fleisch der Götter an [seinem] L[eibe] ; es ist Weh in [seinem Bauche] ; (dem) Eines, der ferne Wege gegangen ist,, [gleicht] sein Antlifes — die . . in sch[aut] in die Ferne [und] spricht zu ihrem Herzen (und) [sagt] die Worte, mit sich selber [berät] sie (, sie) [sich]: „Wenn (nun) dieser da ein ... [ ]? >*> DiL-Tf = kussü oder subtu = „Tron, Stuhl, Sitza. — 4 Nach Haupt i vorzuziehen. — 5 So vermutet auch Delitzsch Handwörterbuch p. 368 für gam bei Haupt. — e S. Tafel IX Col. II, 14. — 7 S. Tafel IX CoL I, 4. — 8 8. Z. 36 -f 43 und die Parallelstellen. — 9 S. Col. IV, 12. — 10 IV R85, 55»: amäta ana Ubbisu isdud (= „zog die Sache zu seinem Herzen*) legt eine Erg. von isadad nahe. In der Parallelstelle (Col. IV, 13) könnten die zwei wagerechten Keile hinter amäta der Rest von i[-8a-da-ad] sein. Allein nach der Prosodie gehört amäta zum Folgenden und ana libbisa zum Vorhergehenden. — n Oder -lik (Praeteritum). — is Viel- leicht zu -a[fr- zu erg. 14* 212 Das G3gamiS(Nimrod)-£po8. 14. a-a-nu-um-ma i-§i-ra ina [ ] 15. i-mur-£u-ma sa-bi-tum f-ti-dil [ftoW-Sa]1 16. bäbi-Sa i-tf-dil-ma i-ti-dü [ ]* 17. u §u-u i-§i uz-na (iln)Gilgamß a-w[a ] 18. u-S(s)ak(k)-V(k)i zu-^at-su-ma is-ta-£[an .....] 19. (ilu)Gilgamß ana Sa-Si-ma [izakara(-ra) ana sa-bit] 20. sa-bi-tum mi-na-a ta-mu-ri v[a ti-di-li babi~ki\* 21. bäbi-ki tf-di-li [tf-di-lis 4] 22. a-mah-ha§ dal-[ti-£t-ma sikkuri-ki a-$ab-birb] (Erhalten noch die Enden von 10 Zeilen, nämlich: 18: ]-ri; a-na 8a-su-ma izakara(-ra) ana (ilu)Gü]gamis = [Die . . . in Mon]at oder na]p(b) oder pa]r-ta]k) ; 24 : ]? ; 25 : ]? ; 26 : ]? ; 27 : 32. [*sa-bit a-na §a-Su-ma izakar(-ar) ana (ilu)Gilgamß] 33. [am-mf-ni ak-la li-ta-ka fcud-du-du pa-nu-ka] 34. [/wm-mun libba(-ba)-ka ka-tu-u zi-mu-u-ka] 35. [u i-ba-a£-§i nissä(a)ta ina kar-§i-ka] 36. [ana a-lik ur-hl ru-ka-ti pa-nu-ka ma3-la] 37. [. . . S(8)a(i)r-ba u tam-rim fcu-uni-mu-u pa-nu-ka] 38. [. . . Kit . . .-ta-ma ta-rap-pu-ud §iru] 39. [(ilu)Gilgamß a-na ga-Si-ma izakar(-ar) ana sa-bit] 40. [sa-bit la ak-la li-ta-a-a la fcud-du-du pa-nu-u-a] 41. [la fam-mun libbi(-bi) la fca-tu-u zi-mu-u-a] 42. [la i-ba-ä§-§i nissä(a)tu ina kar-Si-ia] 43. [a-na a-lik ur-^1 ru-fca-ti pa-nu-u-a la ma£-lu] 44. [. . . S(8)a(i)r-ba n tam-rim la fcu-um-rau-u pa-nu-u-a] 45. [la . . . kit . . .-ku-ma la a-rap-pu-ud §iru] l Nach Z. 16. — 2 S. Z. 21. — 8 S. Z. 16 f. — 4 Wenn in den Zeilen- resten links von Col. II (Haupt p. 67) ]bih, in gleicher Höhe wie Z. 19 von Col. II, der Ausgang von Z. 22 in Col. I wäre, wäre ]ri darüber der von unsrerZ.21. Dann könnte hinter ti-di-li in dieser Zeile zu $ik-ku-}ri = „Riegel" und so auch in Z. 16 ergänzt werden. Möglich aber auch, dass jenes ] Ri der Ausgang von in Zeile 19 statt sa-bit zu ergänzendem Das Gilgamß(Nimrod>Epos. Tafel X. 213 Wohin eilt er (wie ein Sturm) in [....«]? a Da ihn die . . in sah, verriegelte sie [ihr Tor], verriegelte ihr Tor und verriegelte [. . . . .]. Aber er, Gilgamß, „hatte das Ohr" z[u ], erhob sein(en) . . und leg[te (es) .....]. ' ■ ^— — ■ — ^ — ^— i— Gilgamfä [sagt] zu ihr, [zur . . in]: „. . in, was hast du gesehen, d[ie du dein Tor verriegelt hast,] dein Tor verriegelt hast [, verriegelt hast]? Ich werde [deine] Tü[r] zerschmeissen [, deinen Riegel zerbrechen], 19: ]-b(p)ir; 20: ]?-ia; 21: &]iri = F]eld; 22: ]bar d.i. [saJit sagt zu ihm, zu Gil]gamß; 23: ]?, d.i. bä]bu = T]or (oder ar]hu= ?. Die ersten 2 vielleicht zu Z. 21 u. 22 gehörig. S. o.) • • • * • [Die . . in sagt zu ihm, zu Gilgamß]: „[Warum sind deine Beine abgezehrt, ist dein Antlitz gesenkt], .(ist dein „Herz schlimm gemacht", sind deine Gesichtzüge zu- nichte gemacht] Jund ist Weh in deinem Bauche,] [gleicht dein Antlitz (dem) Eines, der ferne Wege gegangen ist], [haben . . . Frost und Glut dein Antlitz verbrannt], [. . st du . . . und jagst du über das Feld hin?]" .[Gilgamß sagt zu ihr, zur . . in:] [„. . in, sind meine Beine nicht abgezehrt, ist mein Antlitz nicht gesenkt], [ist mein „Herz nicht schlimm gemacht", sind meine Gesichts- züge nicht zunichte gemacht,] [ist nicht Weh in meinem Bauche], [gleicht mein Antlitz nicht (dem) Eines, der ferne Wege ge- gangen ist], [haben . . . Frost und Glut nicht mein Antlitz verbrannt], [. . ich nicht . . . und jage ich nicht über das Feld hin ?] (ilu)Si-du-ri (s. Z. 1) ist. Indes müsste dann ]-b(p)ir in der folg. Z. der Ausgang von Z. 20 sein, was aber kaum angängig wäre. — 5 S. Anm. 4 und IV B 31, 17 f. (o. p.80). S. auch Tafel VI 96 ff. o. p. 172. — 6 Zu den Ergg. im Folg. s. Tafel VIII, Col. ÜI (II), 11 ff. und V (VT)(?), 2 u. 7 ff., sowie diese Tafel Col. HI, 1 ff. und V, 1 ff. 214 Pas Giicmff(Ninrod>£po8. 46. [fb-ri ku-fa-ni ,,*..... nim-ru Sa $iri] 47. [(ilu)lN-Ki-5am ib-ri ku-fa«ni ki-min] 48. [Sa mim-ma . . -du-ma ni-lu-u Sa-da-a] 49. [ni-ig-ba-tu-ma a-la-a ni-na-ru] 50. [nu-Sal-pi-tu (iiu)Hu(ni)-ba-ba Sa ina (i§u) fciSti (i§u) frini aS-bu] Cd. IL Ivl' 1. [fb-ri Sa it-ti-ia id-du-ku niSi] 2. [Ib-ri Sa it-ti-ia . . . -Jeu1 ka-lu mar-ga-a-ti] 3. [(ilu)lN-Ki-6aw ib-ri Sa it-ti-ia . . . id-du-ku ki-min] 4. [ik-Su-tEpos. 2. um-Mßl-jTl1 (ilu)GilgamfS [l]i-[k]i p[a-ri-su2 . . .] 3. mt mu-ti fcäti-ka a-a il-ta-pit tu-? ? [. .]s 4. §anä(-a) §al-§a u rf-ba-a (ilu)Gilgamß li-fci pa-ri-[suj 5. ha-an-sa §(8)i§3a(-Sa) u 8ibä(-a) (ilu)Gilgamß li-fci pa-ri-[su] 6. samänä(-a) tf§ä(-a) u ßrä(-a) (iln)GilgamfS li-fci pa-ri-s[u] 7. i§tin§lrä(-a) u 5inSfrä(-a) (ilu)Gilgamß li-fci pa-ri-sfu] 8. ina §in(ä)-§u§§i (ilu)Gilgamf£ ug-dam-mf-ra pa-r[t4-st] 9. u Su-u ip-tur feabal-Su [ür-nimin] IT). (ilu)Gilgamß i(u)h-ta-ma-a$(s,z) l[ub-bu-$i-$u] 11. ina kap~pi-§u ka-ra-a u-§(s)afc(k)[-ifet-ma] 12. ÜT-napi§tim(-tim) ana ru-fci i-na-at-ta-la[-am-ma] 13. uS-tam-ma-a ana libbi(-bi)-Su a-ma-ta i[z-*ak-kar]* 14. it-ti ra-raa-ni-Su-raa §u-u iro[-tal-la(i)k] 15. mi-na-a hu-up-pu-u §a (iau) flippi [&u-ut atmi-Za7] 16. u la UAhria ra-kib [(iau) ilippu] 17. Sa il-la-kam-ma ul ia-u amilu: u im-na zi-[ka-ri ul i-sf] 18. a-na~at-ta~lam-ma ul i[a-u arnilu] 19. a-na-at-ta-lam-ma u[l ia-u si-ka-ru] 20. a-na-at-ta-lam-ma [ul ia-u Uu-ma] 21. [a-na ta]-a-Si-m[a ma-Sil] [Un-immr ana $a-§u-ma ieakara(-ra) ana Ur-napi$tint]* . . . 8 42. [*ana-ku ana §a-£u-ma azakara(-ra) ana (ilu)Gilgamß] 43. [am-mf-ni ak-la li-ta-ka fcud-du-du pa-nu-ka] 44. [lum-mun libba(-ba)-ka fca-tu-u zi-mu-u-ka] l Dafür Dach Haupt 1. c. p. 119 vielleicht ut zu lesen. Stellt um- MfS-Tf einen Pluralis fem. generis von um dar? Oder ist um Stat. con- stmctue von ümu = „Tag" ? — * S. Z. 4 ff. — 8 Nach Col. III, 41 f. und 45 f. vielleicht zu tu-l[d]-a (z. T. erhalten) zu erg. — 4 Haupt; bak. — 5 Erhalten ku[. Dies vielleicht Determinativ vor einem im Folgenden zu ergänzenden Kleidernamen. — 6 S. die Anm. zu Col. I, 11. — 7 Erg. nach Col. III, 38 f. — 8 Ergg. der Art scheinen sich aus Col. V Z. 24 zu Das Gilgamflf(Nimrod)-Epos. Tafel X. 223 „. . . , Gilgamß! [N]i[m]m eine (Schiffs)s[tange . . .]! Die Wasser des Todes berühre deine Hand nicht! . . . [. .]a ! „Eine zweite", „eine dritte" und „eine vierte (Schiffs)stan[ge] nimm, Gilgamfä!" „Eine fünfte", „eine sechste" und „eine siebente (Schiffs)staD[ge] nimm, GilgamfiS!" „Eine achte", „eine neunte" und „eine zehnte (Schifis)stan[ge] nimm, Gilgamß!" „Eine elfte" und „eine zwölfte (8chiffs)stan[ge] nimm, Gilgamfg!" Mit 120 machte Gilgamß die (Schiffs)sta[ngen] alle und er, [Ur-nimin], „löste seinen Kampf. (Da) zog Gilgamß [sein] K[leid] aus und brachte mit seinen Händen den Mastbaum in die [Höhe]. ÜT-napiStim schaut in die Ferne [und] spricht zu seinem Herzen (und) s[agt] die Worte, mit sich selber befrät] er (, er) [sich]: „Warum sind [„die mit Steinen"] des Schiffes zerschmissen und Einer, der nicht meine . . (hat), fährt in [dem Schiff]? Der (dort) kommt, (ist das) . . nicht ein Mensch : und [hat er nicht] die rechte Seite eines Ma[nnes]? Ich schaue hin: (Ist das) . [.] nicht [ein Mensch]? Ich schaue hin : (Ist das) [. .] n[icht ein Mann] ? Ich schaue hin : (Ist das) [. . nicht ein Gott] ? [M]ir [gleicht er ganz und gar]. ♦ • • [Ur-nimin sagt zu ihm, zu ÜT-napiStim] : „ • • • [Ich sage zu ihm, zu Gilgamß:] [„Warum sind deine Beine abgezehrt, ist dein Antlitz gesenkt], [ist dein „Herz schlimm gemacht", sind deine Gesichtszüge zu* nichte gemacht] ergeben: Qilgamis hurt dort Jemanden, also Ur-nimin, (von ihm) zu Ut- napistim reden und hat diesen selbst noch nicht gesehn. Falls das Fol- gende doch Frage und Antwort zwischen \]T-napistim und GilgamiS, ist die Zeile vor Z. 42 zu streichen und für anäku in Z. 42 sowie für iäii in Z. 49 und Ur-nimin in Z. 50 UT-napistim und für azakara in Z. 42 iza- kara einzusetzen. — 9 ZudenErgg. im Folg. siehe Tafel VIII Col. III (II), 11 ff. und V (VI), 7 ff. sowie diese Tafel Col. II, 7 ff. und III, lff. 224 Das Gilgamu(Nimrod)-Epos. 45. [u i-ba-a5-8i nissä(a)tu ina kar-Si-ka] 46. [ana a-lik ur-hl ru-fca-ti pa-nu-ka maS-lu] 47. [. . . S(s)a(i)r-ba u tam-rim ku-um-mu-u pa-nu-ka] 48. [. . . xit . . .-ta-ma ta-rap-pu-ud $iru] 49. [(ilu)GilgamfS izakar(-ar) ana ia-a-si]1 50. [Ur-nimin1 la ak-la li-ta-a-a la kud-du-du pa-nu-u-a] Col V. 1. [la lum-mun libbi(-bi) la fca-tu-u zij-mu-u-a 2. [la i-ba-a§-Si nissä(a)tu ina ka]r-Si-ia 3. [ana a-lik ur-hl ru-fca-ti pa-nu-u]-a la inaS-lu 4. [. . . g(ß)a(i)r-ba u tam-rim la ku-um-niu-]u pa-nu-u-a 5. [la . . fiT . . .-Ära-ma la a]-rap-pu-ud $iru 6. [Ib-ri ku-fa-ni ]? nim-ru Sa $fri 7. [(iln)tN-Ki-6an» fb-ri ku-ja-ni] ki-min 8. [Sa mim-ma . .-du-ma ni-I]u-u Sa-da-a 9. [ni-i§-ba-tu-ma a-l]a-a ni-na-ru 10. [nu-Sal-pi-tu (ilu)Hu(m)-ba-ba Sa ina (i§u)]kISti (i?u) frini aS-bu 11. \ib-ri Sa it'H-ia id-d]u-ku niSi 12. [Ib-ri sa it-ti-ia . . . -&*]t* ka-lu raar-§a-a-ti 13. [(ilu)lN-Ki-6am Ib-ri .sa it-ti-ia . . . i]d-du-ku ki-min 14. [ik-Su-ud-sw . . . Mm-ti-su-ma: 6 ur-rf u (7) mu-§a-a-ti] l-li-Su ab-ki 15. [a-di l?]i-bi-ri 16. [ ]?-Su 17. [a-dur . . ib . . . :8] mu-ta ap-l[a-ah-ma a-rap-pu-ud] §iru 18. [a-mat fb-ri-ia iai-fla-at ili-ia: ur-ha [r]u-[fc]a-t[a a-rap-pu- ud $t]ru 19. [a-mat (ilu)lN-Ki-&am] fb-ri-ia ki-min : har-ra-nu [r]u-[V|a[-a-ta ki-min] 20. [ki(-)ki-i] 1u-us(§,z)-sil ki(-)ki-i lu-kul[-wa] l S. p. 223 Anm. 8. — 2 S. Tafel VII(?) Col. V, 50. Aber die Spuren Das Gilgamls(Nimrod)-Epo8. Tafel X. 225 [and ist Weh in deinem Bauche], [gleicht dein Antlitz (dem) Eines, der ferne Wege gegangen ist], [haben . . . Frost und Glut dein Antlitz verbrannt], [. . est du . . . und jagst du über das Feld hin?]" [Gilgamß sagt zu mir] : [„Ur-nimik, sind meine Beine nicht abgezehrt, ist mein Antlitz nicht gesenkt,] Col. V. [ist mein „Herz nicht schlimm gemacht", sind meine Gesichts- züge [nicht zunichte gemacht], [ist nicht Weh in] meinem [Ba]uche, gleicht mein [Antlitz nicht (dem) Eines, der ferne Wege ge- gangen ist], haben [. . . Frost und Glut nicht] mein Antlitz [verbrannjt, [. . ich nicht . . . und] jag[e ich nicht] über das Feld hin? [Mein Freund, mein jüngerer Bruder, ]. der Panther des Feldes, [ia-bani, mein Freund, mein jüngerer Bruder^ dass. , [der da Jegliches . . te und wir bestiejgen Bergi, [packten und] erschlugen [den Himmels]stier, [schlugen Hu(m)baba, der im] Cedernwalde wohnte, [mein Freund, der mit mir] Löwen [tö]tete, [mein Freund, der mit mir] alles Schwierige [. . .]te, [ia-bani, mein Freund, der mit mir .... t]ötete, dass. , [es hat ihn . . . seines Schicksals erreicht: Sechs Tage und (sieben) Nächte] hab' ich über ihn geweint [Bis b]egraben, [. . ] .ihn. [Ich bekam Angst :] Ich bekam [Furcht] vor den Tode [und jage über] das Feld [hin]. [Die Sache meines Freundes liegt [schwer] auf mir : : [F]e[r]n[e] Wege [jage ich über das Fel]d [hin]. [Die Sache ia-bani's], meines Freundes, dass. : : [F]e[r]n[e] Pfade [dass.]. [Wie, wie] soll ich . . en? Wie, wie soll ich schreien? bei Haupt damit nicht ganz congruent. — 8 S. die Anm. zu CoL II, 7. JraasB, Mythen u. Epen. 15 226 D&s Gflgamß(Nimrod)-Epo8. 21. [fb-ri 8]a a-ram-nm i-tf-nii ti-iH& (ilu) tn-Ki-bani ib-r[i ki-min] 22. [ana-k]u ul ki-i Sa-Su-ma-a a-ni-fi-lam-ma: ul a-tf-lb-ba-a du-ur dfar1] 23. (ilu) Gilgamß ana Sa-§u-ma izakara(-ra) ana ÜT-napigtim 24. [a-wu]-um-ma lul-lik-raa ÜT-napiStim ru-fca Sa i-di(a)b-bu- bu-u§ lu-mur 25. [la* a]s3-har al-li-ka ka-li-Si-na mätäti 26. [Ja2] f-ü-it-ti-ta Sadäni niar-§u-ti 27. [Za2] f-ti-ti-bi-ra ka-li-§i-na ta-ma-a-tum 28. [u.]?-ta ta-ab-ta ul i§-bu-u pa-nu-u-a 29. [f-/S-]tf-z(9)ifc(k,g) ra-ma-ni ina d(t)a-la-b(p)u : äi-ir-a-ni-ia nissä(a)tu um-tal-li 30. [ana W4]-it sa-bit ul ak-äu-dam-ma lu-bu-u§-ti ifc-ti 31. [. .] ka-a-sa b(p)u-sa ni-§a nim-ri min-di-na a-a-la tu-ra- ha b(p)u-la ????[..] 32. [£Tr0wi]-8u-nu ak-kal maäki-§u-nu t*-t(d)a(-)ap(b)-[p(b) . . . .] 33. [ina sik'ku]-rim li-di-lu bäbi-Sa ina iddi u ku[pri . . .] 34. [. . . .]-a-Si mi-lu-la la(-)b(p)it[ ] 35. [. . . .]-a-Si pa-at(d)(-)t(d)i-,-i u-ma?[ ] 36. [ÜT-napi§tim] ana §a-£u-ma izakara(-ra) a-na [(ilu) Gilgamß] (Folgen die Mitten von 10 Zeilen, nämlich: -37: ]Gilgaml§ ni- [; 38:] iläni u amilüti [=] Götter und Menschen [; 39: abü|- [; 40 :] (ilu) Gilgamig ana lil[-li5 =] GilgamiS zu(ra) . [ . ; 41 :] . . Hefe [; 43:]? ku-uk-ku 2 §a(-)k(fe,g)i(i)m(a) [=]? 2, der wie [; 46:]? [=]? [. — Auf K 8589 erhalten die Anfänge der k(fc,g)T(i)m(a) ? [= der u ie . [; 40: ma-?[; 41: issal[; 42: na- 46: a§-§u [= weil [; 47: a-? [. Z. 43 f. unsere Textes (K3382 decken oder doch mit ihnen zusammengehören.) l 8. Haupt loc. cit. p. 119 und die Parallelstelle Col. II, 14. — 2 Oder lu(~u) zu erg.? Lu-u vorm Praeteritum verstärkt dessen prae- teritale Bedeutung; auch in irrealen Conditionalsätzen. — 3 S. Haupt Das Gilgamß(Nimrod)-Epos. Tafel X. 227 [Mein Freund, d]en ich liebte,- ist wie Lehm(erde) geworden.: ia- bani, [mein] Freund, [dass.]. Werde nicht (auch) [ic]h (, ich) wie er mich zur Ruhe legen und : nicht aufstehn (in), aller Zu[kunft]?aa GilgamiS sagt zu ihm, zu ÜT-napiStim: [„N]un will ich hingehen und ÜT-napiStim, den Fernen, der zu ihm redet, sehn. „Hab' [ich] mich [nicht] gewendet, bin ich nicht gezogen durch alle (die) Länder? Hab* ich [nicht] überschritten schwierige Berge? Bin ich [nicht] gegangen über alle (die) Meere? [Aber mit .] ., G(g)utem sättigte sich mein Antlitz nicht [Ich .] . . te mich selbst mit Drangsal. : Ich füllte mein (eige- nes) Fleisch mit Weh. [Zum Hajuse der . . in gelangte ich nicht und (schon) war meine Kleidung alle geworden. [. . .], die Eule, den Geier, den Löwen, den Panther, den „Heuler", den Hirsch, den Steinbock, Vieh ....[..], ihr [Fleisch] esse ich, ihre Häute ziehe ich [a& . .]. [Mit einem Rieg]el mögen sie ihr Tor verriegeln, mit Asphalt und Erd[pech . . .]. [....] c ] [ ] [ Y [ÜT-napiStim] sagt zu ihm, zu [GilgamlS]: is-sa-ta tur-Rü(oder märu ru)[=] GilgamiS Weh? (oder: Kind .) ka u ummu-ka i-p(b)u-[=] dein [Vater] und deine Mutter . . Li§-du-ma ti-TAß[=]?[; 42:]? ana lil-li §ur-§(s)um-mi[=] zu(m) [; 44:] an(-)da kfog)i(i)m(a) [=]? «™ [; 45:]? hi 1 dil[=]? letzten 10 Zeilen von einer Col. V, nämlich 38: ga?[; 39: §a(-) i[; 43: da?*bi[; 44: la?[; 45: ki-i [= wie oder als [; + Rm 621) mögen sich ganz oder z. T. mit Z. 39 f. von K 8589 1. c. p. 119. — 4 Doch nicht zu ana li)-it „zu den Beinen" oder „Füssen" Epo8. Tafel X— XL 229 Cd. VI. • • • Nickt . [ ] Der grimmige To[d ]•[••]• Machen wir ein Haus für immerdar?: Besieg[elnJ wir für immerdar ? Teiljen] Brüder für immerdar? Ist Hass unter [den Menschen] für immerdar? Erheb/ der Fluss (und) br[ingt] die (Hoch)flut, [. . t] der Kulilu-Vogel den K(fc)il(r)i(a)ppü- Vogel, sieht sein Antlitz der Sonne Antlitz für immerdar? Von Anbeginn an giebt es kein(e) D[auer]. Der Ruhende und der Tote wenn [sie] einander [ . . en], zeichnen sie nicht des Todes Bii[d]. Nachdem der Aufpasser (und) der Zuriegler [einen Menschen] begrüsst haben, veream[meln sich] die Anunnaki, die grossen Götter, se[tzt] mit ihnen Mammitu, die das Schicksal „bildet", die Schick- sale [fest], legen sie Tod oder Leben Atw, (aber) des Todes Tage werden nicht kundgetan tt. Tafel XL Gilgamß sagt zu ihm, zu UT-napiStim, dem Fernen: „Ich schaue dich an, ÜT-napiStim: Deine Maasse sind nicht anders; wie ich (bist) du. veröff. von Haupt 1. c. p. 95 ff. , wozu dessen Bemerkungen in den Bei- trägen zur Assyriologie I, 122 ff. zu Tgl. Darnach ein zusammenhängen- der Text in IV R* Tafel 43 [50] f. und von Haupt 1. c. p. 134 ff. Zu früheren Editionen 8. Bezold Catalogue p. 426 zu K 2252. Zur Ueber- setzung und Interpretation s. zuletzt Haupt in Schrader's k. a. t.1 p. 55 ff. und p. 492 ff., Jensen, Kosmologie p. 367 ff., Alfr. Jeremias, I.e. p. 32 ff. und p. 53 ff. und Zimmern bei Gunkel , Schöpfung und Chaos p. 423 ff. Sonstiges 8. bei Bezold 1. c. Mein Text aus praktischen Gründen im Wesentlichen nach Haupt's „vollständigem Text" 1. c. Vgl. o. p. 166 Anm. 2. Die Nummer der Tafel nach der Unterschrift. 230 Das Gilgamß(Nimrod)-Epos. 4. u at-ta ul Sa-na-ta ki-i ia-ti-ma at-ta 5. gu-um-mur-ka l libbi(-bi) a-na f-pf§ tu-fcu-un-ti 6. [u i-n]a a-Ji2 na-da-at(-ta) 1-li §i-ri-ka 7. [..]?? ? ki-i ta-az-ziz-ma ina puhur iläni ba-la-ta ta§-'-a 8. UT-napi§tim(-tim) arm §a-äu-nia izakara(-ra) a-na (ilu)GilgaraiS 9. lu-up-tf-ka (ilu)Gilgamig a-mat ni-^ir-ti 10. u pi-riS3-ta Sa iläni ka-a-Sa lu-uk-bi-ka 11. (alu)§u(-u)-ri-(ip-)pak alu §a ti-du-§u at-ta 12. [i-na küfa]diA (näru) Pu-rat-ti gak-nu 13. alu §u-u la-bir-ma iläni kir-bu-Su 14. a-na5 §a-kan a-bu-bi ub-Ia libba(-ba)-§u-nu iläni rabüti 15. [Atr]-6a-.sM6 abü-Su-nu (ilu)A-nu-um 16. ma-lik-§a-nu ku-ra-du (ilu)Bil 17. guzalü-gu-nu (ilu)Nin-ife 18. gu-gal-la-Su-nu (ilu)fn-nu-gi 19. (ilu)Nin-igi-azag ilu-bit-a it-ti-§u-nu ta-mi7-ma 20. a-mat-su-nu u-§a-an-na-a a-na k(k)i-ik(fc)-k(k)i-§u 21. k(k)i-ikft)-k(k)i§ kft)i-ik(k)-k(tyiS i-gar igar 22. k(fc)i-ik(k)-k(k)i-§u Si-mi-raa i-ga-ru hi-is-sa-as 23. amilu8 §u-9ru-upö-pa-ku-u mär Ub(p)ar-(ilu)Tu-tu 24. u-^10ur bltu bi-ni11 (i§u)flippu 25. mu§-i§ir mßn(-i) Sf-'-i napSäti 26. [nja^-ak-ku-ra zi-ir-ma na-piS-ti bul-lit 27. [£]u18-li-ma zir-nap-§a-a-ti ka-Ja-ma a-na libbi(-bi) (isu)llippi 28. (i§u)ilippu Sa ta-ba-an-nu-§i at-ta 29. [J]mu(-)w min-du-da mi-na-tu-Sa 30. [?]m14(-)m mit-hur ru-pu-us-sa u mu-rak-Sa 31. [f]15-ma apsl16 §a-a-£i su-ul-lil-Si 32. [a-]na-ku i-di-ma a-zak-ka-ra a-na ilu-bit-a bl-li-ia l Nach IV R' Nichts zu ergänzen. Nach Haitt kann ein Zeichen erg. werden. — 2 Nach Haitt k]i-a-am = „so" möglich. — 3 So, nicht pirista, wohl mit V R 52, 62 f. (bar = bi-ri-is-ti) zu lesen. — 4 Raum genug für [i-na a-h]i mit gleicher Bedeutung. — 5 So bei Delitzsch, Lesestücke9 p. 102 und in IV R«. Wonach ? Haupt [a-n]a. — 6 S. Z. 13. IV Ra [ . . ] Giß -f kit oder mal oder bit. — 7 Oder sib ? Dann ttfi- iunu ta-sib = „wohnte (sass) bei ihnen" oder „hatte gewohnt bez. ge- Das Gilgamß(Nimrod)-Epos. Tafel XI. 231 Und du bist nicht anders; wie ich (bist) du. „Ganz ist dir" das Herz, um Streit zu machen; [und (doch)} liegst du [au]f der Seite, auf deinem Rücken? [..]... wie bist du (hinein)getreten in die Versammlung der Götter (und) hast das Leben gesucht?8 ÜT-napiätim sagt zu ihm, zu Gilgamß: „Ich will dir eröffnen, Gilgamß, etwas Verborgenes und ein Geheimnis der Götter will ich dir künden. ÖOrip(p)ak, eine Stadt, die du kennst, (die) [am üfe]r des Euphrat gelegen ist, diese Stadt ist alt; denn die Götter in ihr die Sturmflut zu machen „brachte hervor" ihr Herz, die grossen Götter. [Darinnen (ist) ihr Vater Anu, ihr Berater der Gewaltige Bei, ihr Herold Ninib, ihr Führer Innugi. Ninigiazag ia hatte mit ihnen geredet und erzählte ihre Rede einem Rohrhaus: „Rohrhaus! Rohrhaus! Wand! Wand! Rohrhaus, höre und Wand, verstehe! (Du) Mensch aus Süru(i)ppak, Kind des Ub(p)ar-Tutu! Zimm're ein Haus, bau' ein Schiff! Lass' fahren Reichtum, suche das Leben ! Hasse [Bjesitz und erhalte das Leben (lebendig)! [BJring hinauf „Lebenssamen" aller (Art) in das Schiff hinein! Das Schiff, das du bauen sollst (, du), seine Maasse [so]Ilen gemessen sein: Einander entsprechend [sojllen sein seine Breite und seine Länge! [B]eim Weltmeer „leg1 es (, es) hin" ! [I]ch(, ich) verstand (es) und sage zu a, meinem Herrn: «essen"? — 8 Vielleicht nur Determinativ und als solches stumm. — 9 Var. -rt-ip. — 10 Oder lies u-kur = „reiss' nieder" (nämlich dein bis- her von dir bewohntes Haus)? Aber dann wäre bit~ka = „dein Haus" zu erwarten. — n Var. -nw. — 12 IV R* na. — 13 IV R1 su (kat). — u Nach HAürT Erg. zu lu möglich, nach IV R* nicht. — 15 Die Spu- ren erinnern nach Haupt an du, nach IV R* Erg. zu i möglich. — 16 Var. ap~8i-i. 232 Das Gügam0(Nimrod>£po8. 33. [a-mu-uy1 bf-li 6a tafe-ba-a at-ta ki-a-am 34. [at-]ta-'-id a-na-ku ip-pu-ug 35. [. . m]*2 lu-pu-ul alu um-ma-nu u gi-bu-tum 36. [ilü]-bit-a pa-a-gu i-pn-ug-ma i-fcab-bi 37. i-zak-ka-ra ana ardi-gu ia-a-tu 38. [a-mi-8]lu at-ta ki-a-am ta-fcab-ba-a£-gu-nu-ti 39. p4]w-di-ma ia-a-si (iJu)Bil i-zi-ir-an-ni-ma 40. ul ug-gab ina a[/i-ku]-nu-ma 41. [anab] k&k-fear (ilu)Bil ul a-gak-kan6 päni-ia-a-ma 42. [ur-r]ad-ma ana aps! it-ti ilu-b[it-a bi-l]i-ia ag-ba-ka 43. [fli k]a-a-gu-nu u-ga-az-na-a[n-k]u-nu-gi nu-uh-§am-ma 44. [bu--ur i]§8uri bu[-']-ur nüni-ma 45. [ ra-i]a-a f-b(p)u-ra-am-ma 46. [i-nu-tna t-na li-la-a~ti mu-ir7] ku-uk-ki 47. [ili ka-a-$u-nu u-ga-az-na-nu-ku ^-nu-Si ga-mu-ta k(fc)i-ba-a-ti. 48. [hnim-mu-u gl-f-ri8] ina na-ma[-a]-r[i] (Folgen etliche 55. gfr-ru ?[ ]#10(-)du-ra 56. dan-nu ina[. ..." Ji]-gi(a)h-tu ub-la 57. ina ha-an-§i ümi(-mi) [a]/-ta-di b(p)u-na-ga 58. ina kan-hi-sa 10 gar ta-a-[a]n g(s)ak-fca-a igäräti-ga 59. 10 gab ta-a-an im-ta-hir k(fc)i-bir mu^-hii-ga 60. ad-di la-an päni ga-a-gi i-sir-gi 61. ur-tag-gi-ib(p)-gi a-na 6-gu 62. ap-ta-ra-as(§)[ u s]ix* a-na 7-gu i Ich vermute das Zeichen im == iidu. Indes scheint, wenigstens nach IV R*, für 3 Zeichen vor tri kein Platz gewesen zu sein. — s Viel- leicht zu rjum zu erg. Davor könnten noch 2 Zeichen gestanden haben. — s Nach Haupt scheint kein Platz für 2 Zeichen gewesen zu sein, wohl aber nach IV R*. — 4 Nach Haupt vielleicht zu it (= id) zu erg. — 6 Nach Haupt aber [in]a zu lesen. — 6 kan ziemlich deutlich; Var. -fca-[. — 7 S. Z. 88 ff. — 8 S. Z. 97. — 9 „Möglicher Weise" nach Haupt nur 4. Aber auf der Tafel, zu der K 3876 (s. Haupt p. 106 ff.) gehörte, mit etwa je 53 Zeilen in Col. I— V, war unsre Zeile 55 die 2te Zeile der 2ten Columne , also die ööte der ganzen Tafel. Wenn sie in K 2602 etc. (Haupt 95 ff.) , mit weniger als 50 Zeilenbreiten pro Columne , die vorvorletzte der ersten Col. ist und in K 8517 (Haupt j>. 114 ff.) mit Das Gügamfi(Nimrod>Epo8. Tafel XI. 233 „[Sie]b, mein Herr, was du so befahlst, hab' ich[(, ich) ehrfurchtsvoll beachtet (und) werde (es) thun. (Aber) [ . . ] . soll ich entgegnen der Stadt, dem Volk und den Aeltesten?« ia tat seinen Mund (auf) und spricht, sagt zu seinem Knechte, mir: „Da, [Menjscb, so sollst du zu ihnen sprechen: [N]achdem (mich) Bei mich verflucht hat, will ich nicht (mehr) wohnen in [eujrer S[tadt] und [auf] den (Erd)boden Bel's mein Antlitz nicht (mehr) „setzen8, sondern zum Weltmeer [binabjfahren (und) bei j[a], meinem [Herr]n, wohnen, (und) er wird [e]uch Ueberfluss [über e]uch reg[nen] lassen, [Beute von VJögeln, Be[u]te von Fischen, [eine Fülle von Vieh, reichliche Feldfrucht, [wann an einem Abend die Gtbieter] der Finsternis [über euch e]uch einen Schmutz-Regen [regnen lassen werden] a. Sobald [Etwas vom Morgen] aufleu[ch]te[te], Zeilenreste9.) der Schwache .[ ]••••> der Starke brachte auf [dem . . . (2?aw)be]darf herbei. Am fünften Tage „[w]arf [ich] seine Vorderansicht hin0: Nach dem Plan waren 120 Ellen hoch seine Wände, war entsprechend, 120 Ellen, die Schrägung seines Dachs. Ich „warf hin* die „ Vordergestalt", zeichnete es (es). Ich . . te es in sechs Teile. Ich teilte [ ] . in sieben Teile. nur ganz wenig, etwa um eine Zeilenbreite, kürzeren Columnen, die vor- letzte der ersten Columne war, muss in beiden Exemplaren eine Reibe von Zeilen der ersten Columne je 2 Verse enthalten haben, etwa so wie in IV R*. Haupt'8 Anordnung und Zählung ist also wenigstens ungefähr richtig» nicht dagegen die in IV R2 befolgte, wonach unsre Zeile 55 als die 55te gezählt wird und zugleich die für K 2602 etc. und K 8517 anzu- nehmende Anordnung der Verse befolgt wird. Das Eine oder das Andere ist nur möglich, nicht Beides zusammen. Uebrigens ist ja auch nach IV R1 unsre Zeile die vorvorletzte einer Tafel mit weniger als 50 Zeilenbreiten pro Columne 1 — 10 Vielleicht pi. — n Nach Haupt viel- leicht nur 1—2 Zeichen zu erg. — 12 Nicht sicher, ob Etwas fehlt. — 18 Kann auch -*]i* 'sein. — 234 Das Gilgam«(Nimrod)-Epos. 63. ^(kJir-bi-is-SM1 ap-ta-ra-as(§) ana 9-gu 64. (i$u) sikkäti mi ina2 kabli-sa lu am-has-si 65. a-mur pa-ri-su u hi-gili-tum ad-di . . . 66. 6 gar ku-up-ri at-ta-bak a-na k(fc)i-i-ri 67. 3 gar iddi [ut-ta-bak] . a-na libbi(-bi) 68. 3 Sar §äbi na-ag (i§u) su-us-sii-ul-ga i-zab-bi-lu gamna 69. f-zi-ib8 aar garani sa t-ku-lu ni-ifc-ku 70. ginä gar gamni [m* u]-pa-az-zi-ru (amilu) malahu 71. a-na nt[si]& ut-ti(a)b-bi-ih alpi 72. ag-gi-i[g]6 [immir]i ümi(-ini)-gam-ma 73. «t7-ri[-^w ku-ru-]ijn-nu gamnu u karanu 74. um-ma-n[a8 a$-ti] ki-ma mi näri-ma 75. i-sin[-nu a£-7cti-ti]« ki-ma9 Qmi(-mi) a-k(fc)i-thn-ma 76. ap(b)10-Hi *ii-tofl pig-ga-ti fca-ti ad-di 77. [ina or-J]iu(ilu) Samag rau[?]-13bi[u]-i (i§u)ilippu gam-rat 78. [as-sti . . . £]a16 gup-gu-ku-ma 79. gi-ir Ilippü kak Mfg16 us-tab-ba-lu Mig u gap-lig. 80. [ ]-li-ku gi-ni-pat-su 81. [mim-ma i-gu-u f17]-§Mn-gi 82. mim-ma i-gu-u f-sf-fn-gi kaspu 83. mim-ma i-g[u-u i18]-§Mn-gi hurä§u 84. mim-ma i-gn[-u i-§Mn18-]gi zir-napgäti ka-la-ma 85. ug-ti-li a[-na] libbi19 (i§u)llippi ka-la kim-ti-ia u sa-lat-ia 86. b(p)u-ul §iri u-ma-am §iri märt uin-ma-a-ni ka-li-gu-nu u- gf-li 87. a-dan-na (ilu)§ama§ ig-ku-nam-ma 88. mu-ir ku-uk-ki ina li-la-a-ti u-ga-az-na(-an)-nu ga-mu-tu k(l<)i-ba-a-ti l Das Original bietet nach Delitzsch , Lesestücke 3 p. 103 und Haipt zu; IV R* hat su. — 2 Vielleicht ausradiert und darum zu strei- chen. — 8 Var. i'Zu-ub. — 4 Zweifelhaft, ob der Raum dafür ausreicht. — 5 = v[s + Mf]s? — 6 Nach IV R1 18. — 7 Kaum kil «= kir oder bab(p). — s Oder n[w? So nach Sp. IL 960 Colli Z. 23 bei Haupt p. 122. — 9 Var. jfct-i? — 10 So, ab + gf[ , nach IV R*. — n So zu erg., weil nach dem von der babyl. Sintfluterzählung abhängigen Bericht des Prieetercodex die Flut im Marbeswän losbricht, der vorhergehende Monat Tisri- Ti(ä)srUu aber dem| Samas gehörte?? AbernachlVR* und Haupt Das Gilgamfs(Nimrod)-Epo8. Tafel XI. 235 Sein Inneres teilte ich in neun Teile. Pflöcke (für) das Wasser schlug ich ihm ein in seiner Mitte. Ich fand eine (Schiffs)stange und warf (Bau)bedarf hin. 6 Saren Erdpech schüttete ich in den Innenraum, 3 Saren Asphalt [schüttete ich] hinein. 3 Saren tragen die Leute, seine „Korbträger", (von) Oel herbei, ausser einem Sar Oel, das . . verzehrte, (und) 2 Saren Oel, [das] der Schiffer barg. Den Lejuten] schlachtete ich Rinder, erschlufg] ich [Lämm]er jeden Tag. Mit Mos[t, (Sesam)we]in, Oel und Traubenwein [tränkte ich] das Vol[k] wie mit Wasser des Flusses und [machtje ein Fes[t ]wie am Tage des Neujahrsfestes, öffnet[e] eine Salben [büchse], legte meine Hand hin. [Im Monajt des grossen SamaS war das Schiff vollendet [Weil sei]n [Stapellauf] schwierig war, lassen sie (nach) oben und (nach) unten bringen ; [ ] . . zwei Drittel davon. [Alles, was ich hatte], lud [ich] darauf. Alles, was ich (an) Silber hatte, lud ich darauf. Alles was ich (an) Gold hat[te], lud [ich] darauf. Alles, was ich an „Lebenssamen* aller (Art) hatt[e, lud ich] darauf. Ich brachte hinauf z[um] Schiff hinein meine Familie und meine Angehörigen insgesammt Vieh des Feldes, Getier des Feldes, die Handwerker(söhne) ins- gesammt brachte ich hinauf. Einen Zeitpunkt hatte ÖamaS festgesetzt: („Wenn) die Gebieter der Finsternis an einem Abend einen ScAmate-Regen regnen lassen werden, vor (ilu) v ! — 12 S. zur Einordnung der vorhergg. Zeichen Haupt's Edition p. 137 Arnn. 17. — 13 Nach Haupt (p. 116) folgt auf K 8517 hinter ra ein wagerechter Keil, also nicht sofort bi. Aber s. p. 137 Z. 76. — u Nicht sicher, dass hier Nichts fehlt. — 15 IV R* ]sY. — 16 fLiPPV -f kak, da (t>t*)KAK = „Pflock" , ein Ideogramm mit unbekannter Lesung für „Schiffspflock" ? — n Erg. nach d. Folg. — 18 S. d. Vorhergehende. IV R1 hat dies ohne Klammern. — io Anders IV R1. Aber 8. Havpt's Edition p. 117 Anm. 11. 236 Das Qilgamff(Nimrod)-Epos. 89. I-ru-ub ana [libbi](-bi) (i$u) llippi-ma pi-lji bäb-ka1 90. a-dan-nu Su-u ik-tal-da 91. mu-ir ku-u[k-k]i ina li-la-a-ti i-za-an-na-nu* 8a-mu-tu k(fc)i- ba-a-ti 92. Sa ümi(-mi) at-ta-*aJ b(p)u-na-§u 93. ümu(-mu) a-na i-tap-lu-si pu-luh-ta i-Si 94. f-ru-ub a-na libbi(-bi) (i§u)flippi-ma ap-ti-hi ba-a-bi 95. a8-na pl-fei-i Sa (i§u)flippi a-na4 P(p)u-zu-ur(-)(ilu)KuR-GAL& (amilu) malahi 96. ikallu at-ta-din a-di bu-§M-Su 97. mim-mu-u Sf-f-ri ina na-raa-ri 98. i-lam-ma i§-tu i-Sid Sami(-l) ur-pa-tum §a-lim-tuni 99. (ilu)Adad ina libbi(-bi)-Sa ir-tam-ma-am-ina 100. (ilu)Nabü u (ilu)Sarru6 il-la-ku ina raaji-ri 101. ü-la-ku guzalf Sadü(-u) u ma-a-tum 102. tar'-k^il-li (ilu)J(ü)ra(-ra)-g(k)al i-na-as-si(a)b 103. il-lak (ilu)Nin-ift mi-ih-ra u-Sar-di 104. (ilu)A-nun-na-ki iS-8u-u d(t)i-pa-ra-a-ti 105. ina nam-ri-ir-ri-Su-nu u-^a-am-ma-tu ma-a-tum 106. Sa (ilu)Adad Su-mur9-ra-as-«u i-ba-'-u Samt 107. [mim]-ma nam-ru ana f-^fw-fli10 ut-tir-ru 108. [ . . ] ? motu kima t-[ ] i^p(b)[u^u] 109. iStin(-ln) flma(-ma) mi-J[u-u ] 110. fca-an-tiS i-zi-kam-nia?[. . . . m]t18 iada(-a) [. . .] 111. ki-ma fcab-ü ili [niSi u-ba]18-'-u[ . .] 112. ul im-mar a-hu a-ha-Su 113. ul u-fo14-ad14-da-a niöi ina Sami(-I) 114. iläni ip-la-hu a-bu-ba-am-ma 115. it-tf-fh-su i-tl-lu-u ana Sami(-f) Sa (ilu)A-nim 116. iläni kima kalbi kun-nu-nu ina ka-ma-a-ti rab-su l Var. (ifu) Üippu = „Schiff". — 2 Var. u-§aaz na-na „lässt oder lassen" regnen. — s So nach Rm. 2. II. 383; vgl. K 8517. — 4 Die Var. diS hierfür vielleicht der „Personenkeil". — 5 Kur-gal = Sadü-rabü (= „der grosse Bergu) = Bil, wie ev. dafür zu lesen. — 6 (ilu)Sarru (= „der König") = Marduk, wie ev. dafür zu lesen. — 7 Nach IV R* das Z. tar sicher. Zur Lesung mit t s. u. d. dritte (?) Version d. Sintfluter- zählung Col. VII Z. 21. — 8 Zur Lesung mit k s. ibidem. — 9 Wohl so, nicht Das Gügamf8(Nimrod>Epos. Tafel XL 237 (dann) tritt ein i[n] das Schiff and verschliees' dein Tor"! Dieser Zeitpunkt kam heran; die Gebieter der Finsternis regnen an einem Abend einen Schtnutt-Regen. Ich blickte auf des Tages Antlitz; (da) bekam ich den Tag anzuschauen Furcht. Ich trat ein in das Schiff und verschluss mein Tor. Dem Befehlshaber des Schiffes, dem Schiffer Puzut-Kur-gal, übergab ich das „Grosshaus" und dessen „Bestand". Sobald Etwas vom Morgen aufleuchtete, da stieg herauf vom „Fundament des Himmels" eine schwarze Wolke. Adad tost darin und Nabu und Sarru gehen voran; es gehen die Herolde (über) Berg und Land. Den Schiffspfahl reisst I(U)rag(k)al heraus; es geht dahin Ninib, lässt einen Angriff folgen. Die Anunnaki erhoben die Fackeln, machen das Land mit ihrem Glänze erglühen. Adad'8 Ungestüm kommt zum Himmel hin, verwandelt [all]es Helle in Fi[nsterni]s. [. .] . das Land wie . [ ] zerschmiss[en]. Einen Tag (lang) [. . tej der Ork[an ], wehte eilends daher und .[. . . die Wassjer [. . .] den Berg, [lassen . .] wie einen Schlachtsturm über die [Menschen kjommen. Nicht sieht „ein Bruder" „seinen Bruder*, nicht werden erkannt die Menschen im Himmel. Die Götter fürchteten die Sturmflut und wichen zurück, stiegen empor zum Himmel des Anu. Die Götter sind niedergeduckt wie ein Hund, hocken in Erstarrung. $i$barra(ä)88u , wie an und für sich auch gelesen werden kann, mit De- utsch, Handwörterbuch p. 672 , da sakarratu = „Stille" oder „Erstar- rung", washier nicht passt. — 10 IVR'nur=[ hinter ana.— n Erhalten nach Haupt ih4([. — 12 Erhalten u]il (Pluralzeichen). — is So las G. Smitil Jetzt nicht mehr erhalten. — 14 Auf Photographie nach Haupt ziemlich deutlich. 238 Das Gilgamflf(Nimrod)-Epos. 117. i-äfa-si (ilu)E-tar 'ki-ma a.lit-ti1 118. u-nam-ba (ilu)Bilit il(än)i* ta-bat rig-ma 119. Omu(-mu) ul-lu-u a-na \ti~it~\i lu-u i-tur-ma 120.' a§-§u8 a-na-ku ina pu-hur4 iläni a^-bu-u lirauttu 121. ki-i afc-bi ina pu-hur4 iläni limuttu 122. ana hul-lu-ufe ni£i-ia fcab-la ak-bi-ma 123. a-na-ku-um-ma ul-la-da ni-§u-u-a-a-ma 124. ki-i märt nüni u-ma-al-la-a tam-ta-ain-ma 125. iläni §u-ut (ilu)A-nun-na-ki ba-ku-u it-ti-§a 126. 6iläni aül-ru aS-bi i-na bi-ki-ti5 127. kat-ma6 Sap-ta-§u-nu ? [. .7J-a b(p)u8-uh-rf-f-ti 128. 6 ur-ri u9 mu-Sa-a-ti 129. il-lak ga-a-ru a-bu-iw *m-hu-n10 i-sap-pan motu 130. si-bu-u ümu(-mu)i-naka-Sa-a-di nit-ta-rak ml-hu-u11 a-bu-bu l^ab-la 131. §a im-dah-§u ki-ma ha-a-a-al-ti 132. i-nu-uh tämtu u§-ha-ri-ir-ma im-hul-lu a-bu-bu ik-lu1* 133. ap-pa-al-sa-ara-ma fima(-ma)la Sa-kin fcu-lu 134. u kiü-lat tl-ni-Sf-f-ti i-tu-ra a-na ti-it-ti 135. ki-nia u-ri rait-hu-rat u-s(S)al-lu 136. ap-ti nap-pa-§a-am-ma urru im-ta-lpt fli dflr ap-pi-ia 137. uk(k)-tam-mi-i§(s)-ma at-ta-§ab a-bak-ki 138. fli dür ap-pi-ia il-la-ka di-ma-a-a 1&9. ap-pa-li-is kib-ra-a-ti pa14-tu tämti 140. a-na 12 ta-a-an i-ti-la-a na-gu-u 141. a-na (§adü15) Ni-§ir i-ti-wid16 (i§u)ilippu l) Var. ma-li-ti = „(zorn)erfüllt(e)" ? ? — 2 = ilu + mah. Var. (ilu)Bi-lü i[/(«n)t]. — 3 Var. sa = „diewcil, da" oder „(ich) dieu. — 4 Var. ma-bar\ ina majiar = „vor". — 5 Var. zwischen der mit iläni su-ut etc. und der mit 8(s)ab-ba sapiäiunu (s. Z. 127) beginnenden Zeile: ina nu-ru-ub(p) ni-is-sa-ti ?[ ]; gewiss Var. für die ganze 126. Nt88ä(a)tu = „Leid", „Weh" und nurub(p) vielleicht tn-Bil- dung von '~r-p = „düster sein", „traurig sein". — 6 Var. 8($)ab-bä; = „glühen" ?? — 7 Nach IV R* nur Platz für 1 Zeichen. — 8 b(p)u gehörte vielleicht zum vorhergehenden Worte. — 9 Möglich, dass hierhinter noch ein Zeichen zu ergänzen; jedenfalls aber wegen Z. 97 ff. und Z. 130 ff. nicht Das Gilgamrt(Nimrod)-Epos. Tafel XI. 239 Es schreit Etar wie eine Gebärende, es klagt die „Herrin der Götter", die Schönstimmige: Der einstmalige Tag, wäre er (doch) „zu Lehm(erde) geworden", da ich in der Götterversammlung Böses befahl! Wie befahl ich in der Götter Versammlung Böses, befahl ich den Schlachtsturm zur Vernichtung meiner Menschen, dass, wenn ich meine Menschen gebäre(n lasse), sie wie Fischbrut das Meer erfüllen ?" Die Götter von den Anunnaki weinen mit ihr, die Götter sind niedergebeugt, sitzen da in Weinen. Bedeckt sind ihre Lippen, .[..].... Sechs Tage und Nächte geht dahin der Wind, die Sturmflut, der Orkan fegt das Land nieder. Wie der 7te Tag herankommt, wird der Orkan, die Sturmflut, der Schlachtsturm (niedergeschlagen, die wie ein(e) . . . gekämpft hatten. Es ward ruhig das Meer und der Unheilsturm ward still, die Sturmflut hörte auf. Da ich den Tag schaute, war die „Stimme gesetzt" und die ganze Menschheit zu (Lehm)erde geworden. Sowie das Tageslicht herangekommen war, betete icA, öffnete ein Luftloch und das Tageslicht fiel auf die „Mauer meiner Nase*, kniete nieder und setze mich, weine, auf die „Mauer meiner Nasea gehen meine Thränen(güsse). Ich schaute hin auf die Räume (int) Bereiche des Meers: Nach 12 (Doppelstunden) steigt eine Insel auf. An den Ni§ir war das Schiff hinangekommen. die Ziffer 7. — 10 Var. : [%]l-ldk sa-a-ru ra-a-du mi-bu-u a[bu-bu]. Ra-a- du = „Regensturz". Das letzte Zeichen in Z. 129 kann num sein. — ii Var. [it(?)-ta(?)]-rik(?) su-u . su-u zu sütu = „Südwind", Synonym von mifrü oder = „eru (der Orkan)? — 12 Var. 4a. — 13 Var. ta-ma-ta = „das Meeru. — u Var. dieser Z. . ]ti a[; dieses a steht auf einem wegge- drückten pa. — 15 Möglich, dass mat vor Nisir, statt = sadü, = mätu d. i. „Land", oder dass es = sadü = „Berg", aber nicht als stummes Deter- minativ. Dann könnte es in Z. 141 heissen: Land Nisir oder (Land) Nisir oder: Berg Nisir und in Z. 142 ff.: Berg des Landes Nisir und: Berg von Nisir. — 16 An und für sich möglich auch ~tü, -ziz, auch -bi. 240 Das Gilgamf*(Nimrod)-Epo8. 142. §adü(-u) (Sadü^Ni-gir (igu)flippu is-bat-ma a-na na-a-£i ul id-dio 143. iStfn(-fn) üma(-ma) Sanä(-a) üma(-ma) §adü(-u) Ni-sir bj-md» 144. 8al-§a flma(-ma) ri-ba-a üma(-iua) §adü(-u) Ni-sir ki-mdc 145. hanSu(-5u) S(s)iSSa(-£a) Sadfl(-u) Ni-gir ki-min 146. sibä(-a) üma(-ma) i-na ka-§a-a-di 147. u-Sf-gi-ma summatu(i^uru) u-ma§-§ir 148. il-lik summatu (i$suru) i-tu-ra-am-ma 149. man-za-zu ul i-pa-a§-5um*-ma iß-si(a)h-ra 150. u-§i-$i-ma ßinüntu (is§uru) u-ma§-§ir 151. il-lik einüntu (is^nro) i-tu-ra-am-ma 152. man-za-zu ul i-pa-a§-8um2-ma is-8i(a)h-ra 153. u-Si-gi-ma a-ri-ba u-ma§-§ir 154. il-lik a-ri-bi-ma ka-ru-ra §a mi i-mur-ma 155. ik-kal i-§a-ah-hi i-tar-ri ul is-si(a)h-ra 156. u-§t-§i-ma a-na irbitti Säri at-ta-fci ni-fea-a 157. aS-kun sur-fcf-nu ina fli zi^ur-rat §adi(-i) 158. 7 u 7 (karpatu) adaguru uk-tin 159. i-na Sap-li-äu-nu at-ta-bak fcanü (i^ujirinu u äsu 160. iläni i-si-nu i-ri-äa 161. iläni i-gi-nu i-ri-§a täba 162. iläni ki-nia zu-um-bi-f Üi bil niki ip-tah-ru 163. ul-tu ul-la-nu-um-ma Bilit-il(ä)ni ina ka-§a-di-§u 164. iS-Si um rabüti §a (ilu)A-nu-um i-pu-§u ki-i §u-hi-§u 165. iläni an-nu-ti lu-u (abnu)8?ibir ki§ädi5-ia a-a am-§i 166. flmi an-nu-ti Iu-u-t*4lj-su-8a-am-ma ana da-ri§ a-a am-§i 167. iläni lil-li-ku-ni a-na sur-kf-ni 168. (ilu)Bfl a-a il-li-ka a-na sur-fcf-ni 169. a§-Su la im-tal-ku-ma iS-ku-nu a-bu-bu 170. u ni§i-ia im-nu-u ana ka-ra-§i l S. p. 289 Anm. 16. — a Var. -itm-. — 8 Geschr. za-kur (= ujc{k^)- nü = Lapis lazuli) + tik = „Nacken" , nach II R 20, 14 zusammen = pbru. Darnach konnte hier ia = „mein" für %(i) der guten Prosa Suffix am Akkusativ sein, was nicht ohne Analogien wäre. Aber da u#Jc#)nü Das GilgamU(Nimrod)-Epos. Tafel XI. 241 Der Berg Nisir fasste das Schiff und Hess (es) nicht schwanken« Einen Tag (lang), einen zweiten Tag, dass. der Berg Nisir dass. • Einen dritten Tag, einen vierten Tag dass. der Berg Nisir dass. . Einen fünften, einen sechsten dass. der Berg Nigir dass. . Als der siebente Tag herankam, liess ich hinaas and Hess eine Taube los. Es ging die Taube fort und kam zurück: Weil kein „Standort" da ist, kehrt sie um. (Dann) liess ich hinaus und liess eine Schwalbe los. Es ging die Schwalbe fort und kam zurück: Weil kein „Standort" da ist, kehrt sie um. (Dann) liess ich hinaus und liess einen Raben los. Es ging der Babe fort und sah das Schwinden des Wassers, frisst, . . t, krachst (aber) kehrt nicht um. (Da) liess ich hinaus nach den vier Winden und opferte ein (Lamm)opfer, machte ein „Schüttopfer" auf dem höchsten Gipfel des Berges. „Sieben und sieben" Adagur-Gefasse stellte ich hin, schüttete unter ihnen „Rohr", Cedernholz und Myrthe hin. Die Götter rochen den Duft, die Götter rochen den angenehmen Duft, die Götter sammelten sich wie Fliegen über dem Opferer. Sobald die „Herrin der Götter" herankam, erhob sie die grossen Intaglio's, die Anu nach ihrem Wunsche gefertigt :„(Ihr) Götter, diese hier! Wenn ich (sogar) den Edelsteinschmuck meines Halses nicht vergessen will, will ich (erst recht) mich dieser Tage erinnern und bis in (ferne) Zukunft nicht vergessen! (Wenn) die Götter an das „Schüttopfer" hinangehen mögen, möge Bei nicht an das „Schüttopfer" hinangehn, weil er sich nicht besann und die Sturmflut machte und meine Menschen zum Strafgericht bestimmte. ein Synonym von fibru (VR29, 45gh), möglich, dass fibir hiiäcK-ia = „Edelsteinschmuck meines Nackens (Halses)" zu lesen. — 4 An und für sich auch a möglich. Mjthen xl Bp«. 16 242 Das GiIgamff(Nimrod)-Epos. 71. ul-tu ul-la-nu-um-ma (ilu)Bil ina ka-äa-di-§u 72. i-mur (i§u)flippu-ma i-tf-ziz (ilu)Bil 73. lib-ba-ti im-ta-li Sa iläni (ilu)I-gi-gi 74. a-a-um-raa u-§i na-piä-ti 75. a-a ib-lut amilu ina ka-ra-§i 76. (ilu)Nin-ib pa-a-Su ipuS-ma ifcabbi 77. izakar(-ar) ana fcu-ra-di (ilu)Bil 78. man-nu-um-ma Sa la ilu-bit-a a-ma-ti i-ban^nfu]2 79. u ilu-bit-a i-df-i-ma ka-la Sip-ri 80. iLü-Bir-a pa-a-§u ipu3-ma ifeabbi 81. izakar(-ar) ana fcu-ra-di (ilu)Bil 82. at-ta ab(p)kalli iläni fcu-ra-du 83. ki-i ki-i la tam-ta-lik-ma a-bu-ba taä-kun 84. bl-ü y-U8 i-mid fci-ta-a-äu 85. bl-ü fcilMa-ti i-mid fcil4-lat-su 86. ru-um-mi a-a ib-ba-ti-ifc Su-du-ud a-a i[rb. .] 87. am-ma-ki6 taS-ku-nu a-bu-ba 88. niäu lit-ba-am-ma niäi li-sa-ah-bi-ir8 89. am-ma-ki6 ta§-ku-nu7 a-bu-ba 90. barbaru lit-ba-am-ma ni§i li-$a-a[h-Jii-tr] 91. am-ma-ki6 taS-ku-nu7 a-bu-ba 92. ku-Sa^-hu liS-äa-kin-ma matu liä(s)-9[. .] 93. •am-ma-ki6 taS-ku-nu7 a-bu-ba 94. (üu)I(U)ra(-ra) lit-ba-am-ma mätu10 HSu-gig 95. a-na-ku ul ap-ta-a pi-ri§la-ti iläni rabüti 96. at-ra(-)^a-ßis §u-na-ta u-§ab-ri-§um-ma pi-ri§12-ti iläni i§-mf 97. i-nin-na-ma mi-lik-Su mil-ku 98. i-lam-ma (ilu)Bil a-na libbi(-bi) (i§u)flippi l Var. fco(?)-an(?). — a Odern[t]? — 8 Var. ar-nt mit gleicher Bed. — 4 Zur Lesung killatu s. Zimmern in d. Z. f. Ässyr. XI, 89. — 5 IV R* tr-[. Zu erg. vielleicht zu irrasip = „werde niedergemetzelt0 oder trra- fyi? = „werde weg-, niedergespült". — 6 Var. -fcu. — 7 Var. -fc[«m]. — Das Gügamfi(Nimrod>Epo8. Tafel XI 243 Sobald Bei herankam, sah er das Schiff und es ergrimmte Bei, ward mit Zorn erfüllt über die Götter, die Igigi. :„Ist (da) Irgendwer, ein Lebewesen, entkommen? Kein Mensch soll im Strafgericht leben bleiben \u Ninib tat seinen Mund (auf) und spricht, sagt zum Gewaltigen Bei: „Wer macht ausser ia „Sachen"? Aber ia kennt jegliche Verrichtung". la tat seinen Mund (auf) und spricht, sagt zu dem Gewaltigen Bei: „Du All weiser der Götter, Gewaltiger! Wie , wie besannst du dich nicht und machtest die Sturm- flut? Bern Sünder leg' seine Sünde auf, dem Frevler leg' seinen Frevel auf! (Aber) mach9 (ihn) los, (dass) er nicht „abgeschnitten" werde; zieh' (ihn heran), (dass) er nicht . . .! Statt, dass du eine Sturmflut machtest, hätte sich doch ein Löwe erhoben und die Menschen ver- mindert ! Statt, dass du eine Sturmflut machtest, hätte sich doch ein „wilder Hund" erhoben und die Menschen vermindert] ! Statt, dass du eine Sturmflut machtest, wäre doch eine Hungersnot gemacht worden und hätte das Land . [. .] ! Statt, dass du eine Sturmflut machtest, hätte sich doch I(U)ra erhoben und das Land hingemetzeUl Ich (, ich) habe nicht ein Geheimnis der Götter eröffnet Den sehr Gescheiten, Traumbilder Hess ich ihn schauen und (so) vernahm er das Geheimnis der Götter". Nun „raten sie seinen Rat" und Bei ging hinauf in das Schiff hinein, 8 IV R1 rü = ai, ru, dil. — 9 Vielleicht zu §i = Um zu ergänzen. Vielleicht auch nach Z. 194 zu erg. — 10 Var. mit =* „Menschen". — n Nach Haupt wohl nicht zu Si = lim zu erg. Anders IV R1. — 19 8, lu-u i-mu-u ki-il iläni na-§i-ma 204. lu-u a-Sib-ma ÜT-napiStim ina ru-u-fci ina pi-i näräti 205. il-fcu-in-ni-ma ina ru-fci ina pi-i näräti u8-tf-§i-bu-in*ni 206. f-nin-na-ma ana ka-a-§a man-nu2 iläni u-p(b)ah-ba-rak- kum-ma 207. ba-la-ta Sa tu-ba-'-u tu-ut-ta-a at-ta 208. ga-na 1 ta-at-til 6 ur-ri u 7 mu-Sa-a-ti 209. ki-ma a§-bu-ma ina bi-rit pu-rl-dl-§u 210.. §it-tu ki-ma im-ba-ri i-nap-pu-uS fli-§u 211. UT-napiStim ana £a-§i-ma izakar(-ar) ana mar-hi-ti-Su 212. am-ri amtlu3 dannu* §a i-ri-§u ba-la-ta 213. Sit-tu ki-ma im-ba-ri i-nap-pu-u§ Üi-Su 214. mar-hi-is-su ana §a-§u-ma izakar(-ar) a-na ÜT-napiStim ru-lfi 215. lu-pu-us-su-ma li-ifc-fcil-ta-a amilu 216. har-ra-ni il-li-ka li-tur ina Sul-mf 217. abullu u-$a?a li?tor a-na ma-ti-§u 218. ÜT-napiStim ana §a-§i-ma izakar(-ar) ana mar-hi-ti-5u 219. rag-ga-at a-mf-lut-tu i-rag-gi-ig-ki 220. ga-na f-pi-i ku-ru-am-ma-ti-§u äi-tak-ka-ni ina rf-§i-§u 221. u ümi(-mi).Sa it-ti-iu ina i-ga-ri (i$u)ilippi-§u 222. Si-i f-pi ku-ru-um-ma-ti-§u is-tak-ka-an ina rl-äi-Su 223. u ümi(-mi) §a it-ti-lu ina i-ga-ri ud-da-aS-§u 224. iä-ta-at ga-pu-§at ku-ru-um-mat-su i Var. ki-ma mit gleicher Bed. — 2 Vax. n]a oder mannu i]a ? — Das Gflgamfg(Nimrod)-Epo8. Tafel XI. 246 ergriff meine Hände und führte (, mich) mich hinauf, • führte mein Weib hinauf und liess (sie) niederknieen an meiner Seite, berührte unsre Schulter, tritt zwischen uns hin (und) segnet uns : „Vormals (war) ÜT-napiStim ein Mensch. Nun sollen ÜT-napiStim und sein Weib sein wie die Götter^ wir und wohnen soll ÜT-napigtim in der Ferne, an der Mündung der Ströme K (Da) nahmen sie mich und in der Ferne an der Mündung der Ströme Hessen sie mich wohnen. Nun (aber) dich, wer von den Göttern wird dich (zu ihnen) ver- sammeln, dass du das Leben findest, das du suchst? Wohlan! Leg' dich nicht (schlafen) 6 Tage und 7 Nächte!" • Sowie er auf seinem Hintern sitzt, bläst ein Schlaf wie ein Wetter gegen ihn hin. ÜT-napigtim spricht zu ihr, zu seinem Weibe: „Sieh den Starken, der das Leben wünschte: Ein Schlaf wie ein Wetter bläst gegen ihn hin". Sein Weib spricht zu ihm, zu ÜT-napiätim, dem Fernen: „Rühr' ihn an und es schrecke auf der Mensch, dass er (auf) dem Wege , den er gegangen , in Gesundheit zu- rückkehre, (durch) das Tor, (durch) das er hinausgegangen, zu seinem Lande zurückkehre" l ÜT-napiStim spricht zu ihr, zu seinem Weibe: „Ist dir das Schlimme des Menschen schlimm? Wohlan ! Backe seine Brote (und) lege (sie) zu seinen Häuptentt ! Und zu der Zeit, da er sich an der Wand seines Schiffes (schla- fen) legte, bück sie (, sie) seine Brote (und) legte (sie) zu seinen Häupten und zu der Zeit, da er sich an der Wand (schlafen) legte, tat sie (sie) ihm (auch) kund: „Sein eines Brot ist angerührt, 8 Vielleicht stummes Determinativ. — 4 Oder 1. (amilu) ü(ß)lu = Mann? 246 Das Gügamß(Nimrod)-Epos. 225. Sanütum(-tum) mu§-Sa-k(fc)at äalultum(-tum) rat-bat 226. rfbütum(-tum) ip(b)-ti-?i ka-man-su 227. hamultum(-tum) §i-ba it-ta-di 228. g^ifttfum^-tum) ba-aS-Jat 229. si-bu-tum ina pi-it-tim-ma il-pu-us-su-ma i^-kil-ta-a* amilti 230. (ilu)Gilgamß a-na §a-Su-ma izakara(-ra) a-na ÜT-napiStitn ru-u-fci 231. an* ni-rt* Sit-tum ir-bu-u 1-li-ia 232. ha-an-ti§ tal-tap-tan-ni-ma ta-ad-di-kan-ni at-ta 233. ÜT-napiStim [a-na §a-Su-ma izakara4](-ra) a-na (ilu)Gil- gamfg 234. [al-ka6 (ilu)Gil]gainß mu-na-a ku-ru-um-ma6-ti-ka 235. [ ] ? lu-u i-dak-ka ka-a-Sa 236. [iS-tat S&-pu-§at7] ku-ru-um-mat-ka. 237. ßanütum(-tum) mu§-Su7-]k(fc)at galultum(-tum) rat-bat 238. rlbütum(-tum) ip(b)-ti-si ka-man-ka 239. [^amultum(-tum) gi-7]pa it-ta-di 240. g(s)ii«ttum1(-tum) ba-a§-Zat 241. fsibütam(-tum)7] ina pi-it-tim-ma al-pu-ut-ka a-na-ku8 242. tMt-[tf-]-*il-ta-a at-ta8 243. [(ilu)G]ilgamfg ana §a-gu-ma izakara(-ra) a-na UT-napi3tim ru-u-fci 244. [aÄ^t]a-i lu-pu-uS ÜT-napiStim a-a-ka-ni9 lul-lik 245. [Sa .]i-ia u9-§ab-bi-tum ik(fc)-k(fc)i-mu 246. [i-na] (bltu)10 rna-a-a-li-ia a-Sib mu-u-tum 247. u a-Sar [ ]?n-kun gu-u mu-tuin-ma -w » - ■ 248. ÜT-napiStim a-na [ga-gu-ma izakara(-r]a) a-na Ue-nimin ma-la-fci l Femininum von tiSu, ans idsu, isHüu. Also Fem. von £(«)is*u, aus §(8)id§u, 8(8)i8äitu? Oder nach fiamultu §(8)a(i)dultu? — 2 Var. i-§f[ d. i. i-t\ykil-ta~a ? ? — 3 Möglich , aber sehr unwahrscheinlich , dass an hier als das Deminativ vor Gottesnamen aufzufassen, also das Ntrif der aefeyr. Name für den Gott des Schlafes wäre. — 4 Zur Erg. s. %. B. o. Z. 218. — 5 Oder ga-na mit gleicher Bed. — 6 Var. -«*-. — 7 Zu d. Ergg. 8. Z. 224 ff. — 8 Ob in einem der uns bekannten Exemplare diese beiden Zeilen vollständig gestanden haben, erscheint ungewiss. In einem Das Qilgami§(Nimrod>£po8. Tafel XI. 247 ein zweites ist ... t, ein drittes ist (ange)feucht(et), ein yierte8 ist weiss (geworden), sein Böstbrod, ein fünftes „wirft graues Haar ab", ein sechtes ist gekocht, ein siebentes — „plötzlich rührte er ihn an und der Mensch schrak auf. Gilgamß sagt zu ihm, zu ÜT-napiStim, dem Fernen: „Einen Zustand der Erstarrung (und) Schlaf ergossen sie über mich; (da) rührtest du mich eilends an und stiessest (du) mich?" ÜT-napiätim [sag]t [zu ihm], zu Gilgamß: „[Wohlan, Gil]gamß, zähle deine Brote! [ ]. sollen dir (, dir) kund werden: Dein [eines] Brot [ist angerührt], [ein zweites ist . .]. t, ein drittes ist (ange)feucht(et), ein yiertes ist weiss (geworden), dein Böstbrod, [ein fünftes] n wirft [graues] Haar abtf, ein sechstes ist gekocht, [ein siebentes] — plötzlich rührte ich (, ich) dich an, (da) 8chr[a]kst du (, du) auf". [G]ilgamß sagt zu ihm, zu ÜT-napiStim, dem Fernen: „[Wi]e soll ich tun, ÜT-napiStim, wohin soll ich gehen, ich, [dessen . .]e . . erfasst hal? [In] meinem Schlafgemach sitzt der Tod und wo [mein ....*,.].. t (eben) er, der Tod". ÜT-napiStim [sag]t zu [ihm], zu Ub-nimin, dem Schiffer: Exemplar (p. 112 bei Haupt) stand nur Z. 241, in einem anderen (p. 129 ibidem): [8%bütum(-tum)] ina pi-ü-tim-ma ti-ül-ti-kil-ta-a at-ta], so wohl auch in einem dritten und vierten (p. 102 u. 130 ibidem). Möglich, dass wenigstens in dem drittgenannten beide Verse (in einer Zeile) standen. Der Text in IV R* ist unmöglich. — 9 Var. ]a'i'ka-a. — 10 Nicht sicher, ob stummes Determinativ. — n Nach IV R* u§, nach Häuft vielleicht u]r-t]as. 248 D»8 Gügamia(Nimrod)-Epos. 249. Ur-nimin ka-a[-rw <*-a tj-]di-ka ni-bi-ru li-zir^ka 250. Sa ina a-hi(-)§a ittallaku(-ku)2 ah-§a zu-um-mf 251. amilu Sa tal-li-ka pa-na-as-su 252. ik-ta-su-u ma-lu-u pa-gar-Su 253. maS-ku-u uk-ta-at-tu-u du-muk Siri-Su 254. li-fci-Su-ma Ur-nimin ana nam-si-f bil-Su-ma 255. ma-lf-Su ina mi kima fl-li lim-si 256. lid-di maS-ki-§u-ma li-bil tam-tum 257. ta-a-bu lu8 z(§)a4-pu zu-inur-Su 258. lu-u ud-du-uS par-si-gu Sa fcafc-fca-di-Su 259. ti-di-fca lu-u la-biS §u-bat bul-ti-Su 260. a-di il-la-ku ana ali5-Su 261. a-di i-kaS-Sa-du ana ur-hi-Su 262. tf-di-fcu Si-pa a-a id-di-ma 1-df-Su 11-diS 263. il-fci-Su-ma Ur-nimin ana nam-si-1 u-bil-Su-nia 264. ma-U-Su 6ina [m]i7 kima ÜMi im-si 265. id-di maSki-ßu-ma8] u*bil tam-tum 266. ta-a-bu is(z)-s(z)a-pi10 zu-mur-Su 267. u-tf-id[-diS par-si-gu Sa]11 feakfcadi-Su 268. tt-di-fca la-biS §u-bat bul-ti-Su 269. a-di i[l-la-ku a-na ali-Su18] 270. a-di i-kaS-Sa-du ana ur-hi-Su 271. [tf-di-fcu Si-pa a-a id-di-ma 1-df-Su18] li-diSu. 272. (ilu)Gilgamß u Ur-nimin ir-ka-bu (i§u)ilippu 273. (i§ü)llippu [gi-il-la id]-d[u]1B-u Su-nu ir-tak-bu l Oder Jcul? Li-hul-ha = „fresse dicha. — 2 Geschr. Du[?]MfS-f- kij. du -f du wäre üalluku. Erg. also zu du[-du-]m(§ = itallaku = „hin und her gehen" , wozu ku phonetisches Complement wäre? Falla Nichts zu ergänzen wäre, könnte du + Mtö einen Singular oder Plural von üalluku repraesentieren. — s Var.: fehlt. — 4 Var. zu. — 5 Var. mäti = „Landtt. — 6 Var. : davor ein unerklärlicher senkrechter Keil. — 7 Erhalten Anfang von a und das Pluralz. S. Z. 255. — 8 Var. tZ. — 9 Erg. nach Z. 256. — 10 Var. -pa und -pu. — n Erg. nach Z. 258. — 12 Erg. nach Z. 260. — is Erg. nach Z. 262. — u Die letzten 3 Zeilen Das Gilgamff(Nimrod)-Epos. Tafel XL 249 „Ur-nimin* die Uferm[auer freu]e sich deiner [nicht], die Ueber- gangsstelle hasse dich! Wer an ihrem Ufer hin und hergeht, soll nach ihrem Ufer lechzen (gelassen werden) ! Der Mensch, vor dem du hergingst, (d)essen Leib ein(e) t (hat), (d)em Häute die Schönheit seines Fleisches vernichtet haben, nimm ihn mit, Ur-nimin, und bring' ihn zum Waschorf and 8ein(e(n)) . . . wasche er mit Wasser (rein) wie Schnee, er werfe ab seine Häute und das Meer bringe (sie) fort! (Als) gut werde sein Körper ge . . t! Erneuert werde die Binde seines Hauptes! Er mög' bekleidet werden mit einem Gewände, seinem Scham- tuch ! Bis dass er zu seiner Stadt hinkommt, bis dass er zu seinem Wege gelangt, soll das Gewand nicht „graues Haar abwerfen a, sondern neu (, neu) verbleiben"! Da nahm ihn Ur-nimin mit und brachte ihn zum Waschorl und er wusch sein(e(n)) . . . mit W[ass]er (rein) wie Schnee, er warf ab [seine] Häute [und] das Meer brachte (sie) fort (Als) gut ward sein Körper ge . . t Es ward erneuert die Binde] seines Hauptes, mit einem Gewände wird er bekleidet, seinem Schamtuch. : „Bis dass er [zu seiner Stadt hinkommt], bis dass er zu seinem Wege gelangt, [soll das Gewand nicht „graues Haar abwerfen u, sondern neu] (, neu) verbleiben"! Gilgamß und Ur-nimin stiegen in's Schiff, [wa]rf[e]n das Schiff [auf die Welle] und sie fuhren dahin. waren wohl auf 3 Copien vorhanden, mit der Einschränkung, dass wenig- stens auf der einen von ihnen (K 2602 etc. ; s. Haupt p. 108) a-di yor ikaSiadu fehlte; auf einem 4ten Exemplar (E 3875; 8. 1. c. p. 113), müssten sie, falls überhaupt oder z. T. darauf vorhanden, in weit weni- ger als einer halben Zeile untergebracht und dann lediglich durch Wie- derholungszeichen angedeutet gewesen sind. Aller Wahrscheinlichkeit nach fehlten sie dort vollständig. — 15 Erg. nach Tafel X, Col. III, 48 mit Jbbemias, Izdubar p. 54 Anm. 99. 250 Das Gilgamfs(Nimrod>Epos. 274. mar-^i-is-su ana ga-gu-ma izakar(-ar) a-na UT-napigtim ru-fei 275. (ilu)Gilgamfg illika(-ka) i-na-ha i-gu-ta 276. mi-na-a ta-ad-dan-na-ma i-ta-ar ana mäti-Su 277. u gu-a ig-gi pa-ri-sa (ilu)Gilgamfg 278. (i«u)flippu ut-tf-ib-W»1 a^-na kft)ib-ri 279. ÜT-napigtim a-na ga-gu-m[a izakara(-ra) a-na] (ilu)Gilgamig 280. (ilu)Gilgamß tal-li-ka ta-na-fca ta-gu-ta 281. mi-na-a ad-dan-nak-kum-ma ta-ta-ar ana raäti-ka 282. lu-u-up-tf (ilu)Gilgamfg a-mat ni-?ir-ti 283. u ? ? [» . /tt8-n]i-bi-ka 284. gam-mu gu-u ki-ma it-ti-it-t[i ina u-ga]-a4-ri 285. 5si-&i6-il-gu klma a-£ttr"-t(t,d)in-nim-jua u-7sa(i)[£-Äa-a/ k(U-k]a 286. gum-ma gam-ma ga-a-gu i-kag-ga-da fca-ta-a-k[a ta-ta-ar ana tnäti-ka*] 287. (ilu)Gilgamfg an-ni-tu ina gf-ml-gu 288. ip-ti r[a9 ] 289. u-rak-ki-is abni kab-tu-f[i ana Stpi-Su] 290. il-du-du-gu-ma ana a[p]sl[-wa i-mu-ur sam-ma\ 291. gu-u il-fei gam-ma-ma is-b[u-ul10 ka-ta-su] 292. u-bat-ti-ifc abni kab-tu-t[a-ma i$-ta-atn ] 293. ^awatum(-tum)12 is-su-k(k)ag-gu a-na pV-ri-gu 294. (ila)Gilgamfg a-na ga-gu-ma izakara(-ra) a-na Ur-nimen ma-la-^u 295. Ub-nimin gam-mu an-nu-u gam-mu ni-wt18-ti 296. ga amilu ina libbi(-bi)-gu i-kag-ga-du nab-bi-su 297 lu-bil-su-ma ana libbi(-bi) Uruk su-pu-ri lu-ga-kil ? ? ?-iwa gam14-ma Ub-tufc l Z. T. erhalten. — 2 In dieser Zeile muss wohl iammu = „Kraut1* erwähnt worden sein wegen iammu sü in der folgenden Zeile, ebenso aber wohl auch der apsü wegen Z. 290 , wonach das Kraut im apsü wächst, was doch Gilgamis von XJT-napistim gesagt sein mass. Aber wie reicht dafür der Raum aus ? — s Zur Erg. s. Z. 10 oben. — 4 Nach Delitzsch, Lesestücke* p. 108 und IV R* Sa (= gar)] könnte auch zk sein. — 6 So nach Delitzsch 1. c. und IV R"; nach Haupt eher Gl. — 6 Vielleicht mur. — 7 S. zur Erg. Z. 291. — 8 Erg. nach Z. 281. — Das Gilgarafi(Nimrod)-Epos. Tafel XI. 251 Sein Weib sagt zu ihm, zu ÜT-napiStim, dem Fernen: „Gilgamß ist fortgegangen, hat sich abgemüht, hat „gezogen". Was wirst du geben, dass er zu seinem Lande zurückkehrt? Hat er doch die (Schißs)stange erhoben, Gilgamß, (aber) bringt das Schiff (nur) dem Ufer näher". ÜT-napiStim [sagt] zu ihm, [zu] Gilgamß: „Gilgamß, du bist fortgegangen, hast dich abgemüht, hast „ge- zogen". Was werde ich dir geben, dass du zu deinem Lande zurück- kehrst? Ich will eröffnen, Gilgamß, etwas Verborgenes und . . . [. will ich] dir künden. Jenes Kraut (ist) wie ein Dornstrauc[h auf dem Ack]er; sein Dorn wird wie (der) einer „Dornrebe" [deijne [Hand] durch- bohren]. Wenn deifne] Hände jenes Kraut erlangen, [wirst du zu deinem Lande zurückkehren a.] Wie Gilgamß dies vernahm, öffnete er den .[ ], band schwer[e] Steine [an seine Füsse] und sie zogen ihn ins W[el]tmeer (hinab) [und er fand das Kraut]. Er (, er) nahm das Kraut und es durchb[ohrte seine Hand]. Er schnitt die schwer[en] Steine los [und einen ], eine/? zweiten warf er nieder zu seinem . . . Gilgamß sagt zu ihm, zu Ur-nimin, dem Schiffer: „Ur-nimtn, dies Kraut ist ein Kraut des . . ., wodurch der Mensch seine Vollkraft erlangt. Ich will es nach Hürden-Erech bringen und will . . . (davon) essen lassen und das Kraut möge er abschneiden! 9 S. Z. 316 (Haupt). — 10 Erg. nach Z. 285. — n 8. zur Erg. Z. 293 und o. Z. 224 f. und Z. 236 f. — is Nach einem Exemplar II und III (resp. = ianütum and Salultum) möglich, nach einem andern tum an- scheinend das erste Zeichen der Zeile; IV R8 bietet I. — is Geschr. (8. Haupt p. 123) in babylonischer Schrift mit dem Zeichen, das assyr. bit, lil (= lü, «fr und hit) und mal entspricht; ni-bit-ti wäre auch = „Name", „Genannter tf, nihiiti = „Verfall" (aus miküti; s. Leumann, Samasäum- ukin Tafel IX Z. 28). — 14 Schwerlich u zu lesen. 252 Da* Gilgam£(Nimrod)-Epo8. 298. äum-Sa §i-i-bu i^-^a-hir amilu 299. a-na-ku lu-kul-ma lu-tur a-na Sa1 9u2-u^-ri-ia-a-ma 300. a-na ßrä kas-pü ik-su-pu ku-sa-pa 301. a-na giläää kas-pü ig-ku-nu nu-bat-ta 302. i-mur-ma p(b)'u-u-ra4 (ilu)Gilgamß §a ka-§u-u mf-§a 303. u-rid a-na libbi(-bi)-im-ma nif i-ra-muk 304. §Iru i-tf-§i-in ni-pi§ äara-mu 305. [. .6]-mti i-lam-ma §am-ma iS-§i 306. ina ta-ri-Su it-ta-di fcu-lul-tum 307. \ina «^w^-mQ-.s^-fwJa (ilu)GilgamfS it-ta-gab i-bak-k[i] 308. [fl]i dür ap-pi-gu il-la-ka di-ma-a-gu 309. ?[.-.] ?(-)§a Ur-nimin ma-la-hu 310. [a-na7] man-ni-ia8 Ur-(i1u)nimin i-na-ha i-da-a-a 311. a-na man-ni-ia8 i-ba-li rfa-mu libbi(-bi)-ia 312. ul ag-ku-un dum-ka a-na ram-ni-ia 313. [ana]9 nfgi Sa ka^-fea-ri du-un-4^a {-tf-pu-ug 314. f-nin-na a-na fgrä kas-pü f-du-u i-na-oi gam-ma 315. ra-a-ta10 ki-i ap-tu-u[-ma a]tf-ta-bak u-nu-tu 316. ut-ta-a a-i-ta11 Sa11 ana itti18-ia i[#-£a]Ä;-nu ana-ku lu- uh-hi-is 317. u (igu)ilippu i-tf-zib ina k(k)ib-ri 318. ana ßrfi k[as-pu18] ik-su-pu ku-sa-pa 319. ana SiläSä kas-pü ig-ku-nu nu-bat-ta 320. ik-gu-du-[ni]m-ma ana libbi(-bi) Uruk su-pu-ri 321. (ilu)Gilgainß a-na ga-gu-ma izakara(-ra) a-[n]a Ur-nimin14 ma-la-hi l Var. : fehlt — 2 Var. jt- (wohinter statt -uj -tj- zu lesen). — 8 S. o. d. A. zu p. 122 Z. 9. — 4 Var. nach Haupt rw, nach IV R* aber Si, was gewiss nicht richtig. — 5- Nur Platz für 2 Zeichen. Bei De- litzsch, Lesestücke3 p. 109 amtlu im Anfang der Zeile. Fehlt in IV R1 und bei Haupt. Wo 6tammt es her? Erg. zu [8al-]mi§ = „ wohlbehal- ten" ? — 6 Delitzsch (Handwörterbuch p. 245) vermutet (nach Z. 137) uktammis. Aber nach Haupt (p. 119) sieht man hinter Ml 3 wagerechte Das Gilgamß(Nimrod)-Epos. Tafel XI. 253 Sein Name (ist): »(Als) Greis, wird der Mensch (wieder) jung", Ich(, ich) will (davon) essen und zu(m Zustand) meiner Jugend zurückkehren!" . ■ * Nach (je) 20 Doppelstunden(strecken) Hessen sie (den Toten) einen Speiserest übrig, nach (je) 30 Doppelstunden(strecken) machten sie eine (Toten)- klage. Da sah GilgamfS eine (Wasser)grube, deren Wasser kalt war, stieg darin hinab und wäscht sich mit Wasser. Eine Schlange roch den Duft des Krauts, kam [ . ] . hinauf und nahm das Kraut weg. Bei seiner Bückkehr „warf er eine Schmähung hin*. [D]a setzt(e) sich Gilgamß nieder und wein[t], [au]f die „Mauer seiner Nase" gehen seine Tränen (güsse). .[. . .1. von Ur-nimin, dem Schiffer. „:[Für] wen, Ur-nimin, haben sich meine Arme abgemüht? Für wen vergeht das Blut meines Innern? Ich habe mir selbst nicht Gutes gethan (und) habe (doch sogar) einem „Erdlöwen* Gutes gemacht Nun nimmt (schon) nach zwanzig Doppelstunden Einer, der (davon) weiss, das Kraut weg, da ich den Wasserlauf öffnete [und] das Gerät hinschüttete. Ich sehe das Wahreeichen, das zu meinem Zeichen ge[macht] ward. Ich soll weichen, indem ich das Schiff am Ufer zurücklasse". Nach (je) zwanzig Do[ppelstunden(strecken)] Hessen sie (den To- ten) einen Speiserest übrig, nach (je) dreissig Doppelstunden (strecken) machten sie eine (Toten)klage. Dann gelangten sie nach Hürden-Erech hinein. Gilgamß sagt zu ihm, z[u] Ur-nimin, dem Schiffer: Keile, also keine Reste von is. — 7 Erg. nach d. f. Z. — 8 ana + man- ni + ia auch auf E 8580 (Häuft p. 150), also wohl -ta zu mannt zu riehen. — 9 Bei Delitzsch 1. c. p. 109 u mit Fragezeichen ; nach Haupt Nichts davon zu erkennen. — 10 Var. tu. — n Auf K 8617 (Haupt p. 119) zwischen t und ana kein Platz für ta und afa. — is Var. it-t[i], — is S. o. Z. 300. — 14 Geschr. in dem Exemplar, auf dem es erhalten, L statt XL. 254 Das GügamfS(Nimrod)-Epos. 322. Mi-ma Ur-JüuJnimin1 ina ili düri Sa Uruk i-tal-lak 323. tl-ml-ln-na &i-i2-ti-ma libitti §u-ub-bi Sam-ma l[ibit]fi*-£u la-a turrat(-rat) 324. u uS-Si-Su la id-du-u 7 m[t/]n4-tal-kl 325. iStin Sar ali(Ki) iStin gar (i$u)kiräti iStin Sar (i§u)*8u-u [pji- t[i-i\r* bit (ilu)IS-tar 326. 3 Sar u pit-ru7 Uruk ut-[tab(p)]-b(p)ak Anhang zu Tafel XI, 11 ff. I8. Bruchstück einer zweiten Version der Sintfluterzählung. ... 1. [. . . .]? lu-u ?[. . .] 2. [. . .]? ki-raa kip-pa-ti §[ami9 u ir$iti(-ti)\ 3. [. . .]lu da-an f-liS u ä[ap-liä] 4. [. . .]? f-pi-fei wa10[. .] 5. [i-ka-sad] a-dan-na Sa a~Sap-pa-rak[-ka] 6. [ana (i$u) ttippi] 1-ru-um-ma bäb (i§u)flippi tlr-[ra] 7. [$u-li ana li]bbi(-bi)-5a jEpo8. Tafel XI— XIL 257 [Jemjals habe ich nicht ein Schiff gemacht .[. .]. [Auf den Erdjboden zeichne [sein] B[i]l[d] ! [Das Bil]d will ich ansehn und das Schiff [will ich bauen]. [. . .]. auf den Erdboden zei[chne ] [. ...]•• das du befahlst [ ] • • • n. Bruchstflcke einer drttten(?) Version der Sintfluterzählung. Tafel XII. Col I. [Am Tage, da ich ein Fangnete im Hause eines(des) Zimmer- manns . . .] • . „GilgamiS! . [ ] Wenn [du] zu [ st], zum Heiligtum . . [ st], [ziehe dir kein] reines Kleid [an], als ob du ein (gewöhnlicher) Bürgersmann wärest und das Haus . . [. .]. Salbfe] dich nicht mit gutem Oel der Schale; (sonst) werden [sie] sich zu seinem Dufte (zu) dir schaaren. Den Bogen stelle nicht auf die Erde; (sonst) werden die vom Bogen Getroffenen dich umringen. Den (Herrecher-)Stab erheb' nicht neuu de[iner] Hand; sonst werden die ikimmu's (vor) dir erbittern. Schuhe schuhe nicht an deine Füsse; — 4 Var. unten Col. II, 29 etc. üma (= tam) allein 1 — 5 Vielleicht zu zib (= $ip, eib etc.) oder bu (= «V, gid, hu, pü) oder Sf zu erg. — 6 Diese Zeile lässt Haupt die 25ste auf K 3475 sein und so fort. Mit welchem Rechte, entzieht sich mir. Unsere Zählung im Anschluss an Haupt p. 57 wird durch nnsre Ergänzung von Col. III nach K 2774 und dem (daran anzu- gliedernden?) es ergänzenden Fragment bestätigt. — 7 Erg. nach Tafel VI, 3 (ittalbisa zakütisu). — 8 = bat, mit, tu, ziz. — 9 Var. ina eig. = „intt. — 10 Auf K 8226 folgen sich die Zeilen 19, 20, 21 in der Reihen- folge 21, 19, 201 — n Haupt bietet ein klares kur, welches auch = hin. Also möglicher Weise ta-kin-ni zu lesen; ta-ii-ni vermutet auch Delitzsch, Handwörterbuch p. 634. J»fta, Mythen u. Bpan. 17 258 ' Das Gilgamfg(Nimrod)-Epos. 23. ri-ig-ma a-na1 lr§itim(-tim) la ta-Sak-kan 24. a£-Sat-ka Sa ta-ram-mu la ta-na-Sik 25. aS-Sat-ka Sa ta-zi-ru la ta-mah-ha§ 26. ma-ra-ka Sa ta-ram-mu la ta-na-Sifc 27. ma-ra-ka Sa ta-zi-ru la ta-mab-has w w ^ 28. ta-(az-)zi-im-ti lr?itim(-tim) i-[§]ab-bat-ka 29. Sa foiMat Sa paiMat um-mu (ilu)Nin-a-zu Sa sajMat 30. b(p)u*da-Sa ü-li-i-tum 9u-ba-a-|/]a8 ul kut-tu-ma Col. II1. 1. i-rat-sa ki-i p(b)u-ri S(s)ap-pa-ti [ul s&d-dSL-at*] • • (Hierzwischen Zeilen mit den Ausgängen: Q?;) ] ?; ]te-nt(d, t); ]?-ru(Sub).) • • • 15. [aS-Sat-su Sa i-ram-mu iS-Sifc8] 16. [aS-Sat-su Sa6] i-zi-ru [im-ha-a§6] 17. m[a-ri-Su S]a6 i-ram-mu i[S-Sik6] 18. ma-r[i-Su S]a8 i-zi-ru im-h[a7-a§6] 19. ta-z[i-im-6]ti fr§itim(-tim) i§-§a-bat-s[u6] 20. Sa *aJ8-lat Sa ?ai8-lat um-mu (ilu)Nin-a-zu Sa ?ai8-lat 21. b(p)u-da-[Sa ll9]-lf-f-ti §u-ba-ta ul kut-tu-[m> 22. i-rat-8[a k9]i-ma p(b)u-ur Sik-ka-ti ul iad-da-[a]f10 23. i-nu(-)?[. .] (ilu)tN-Ki-6am ul-tu fr§itim(-tim) a-na f-[ll-f11] 24. (ilu)Namtä[ru ul i§12]-bat-su a-s13ak-ku ul i§-bat-su fr§i- tim(-t[im) is-bat-s]u 25. ra-bi[-i§ (ilu)Nfrigal12] la pa-du-u ul i§-bat-su fr§itim(-tim) [i8-bat-s]u 26. a-Sar t[a-ha-az z12]i-ka-rf ul im-kut lrsitim(-tim) [i$b(Uli-s]u i S. p. 257 Anm. 9. — 2 Oder m; ni-lat von gleicher Bed. wie Sof- ia*. — - s Var. tu, — 4 S. Anm. 3 zu Col. I. — 5 Erg. nach Z. 22 u. Auch am Schluss von Col. II Z. 1 von K 8225 , vielleicht unsrer Z. zuzu- rechnen, kann a]t (gi]r) gestanden haben. — 6 Erg. nach Col. I, 24 (38) ff. Wieweit und ob überhaupt vor Z. 15 nach den Zeilen vor Col. I, 24 (38) zu erg., nicht zu entscheiden. — 7 Die Spuren bei ÜAvrT gegen diese Das Gügamü(Nimrod)-Epos. Tafel XII. 259 mache kein Geräusch „zur" Erde; dein Weib, das du liebtest, küsse nicht; dein Weib, das du hasstest, schlage nicht; dein Kind, das du liebtest, küsse nicht; dein Kind, das du hasstest, schlage nicht; (sonst) wird dich das Jammern der Erde [pjacken. Die da ruht, die da ruht, die Mutter des Ninazu, die da ruht, (d)eren blendende Schultern von keinem Elei[d]e bedeckt sind, Col. IL (d)eren Brust wie die Schale eine Büchse [nicht . . ist], • • • ]u-pi§; ]du-Su; ]jri-iS; ]s(z)ib(p)-ru-§u ; ]l-tar-ru; ]£[«]-&(/>)# und [sein Weib, das er liebte, hat er geküsst]; [sein Weib, das] er hasste, [hat er geschlagen]; [sein Kind, da]s er liebte, [hat er geküsst]; [sein] Kin[d,-da]s er hasste, hat er ge[schlagen] ; (drum) hat i[hn] das Ja[mme]rn der Erde gepackt. Die da ruht, die da ruht, die Mutter des Ninazu, die da ruht, (d)e[ren beendende Schultern von keinem Kleide bedefekt] sind, (d)e[ren] Brust [w]ie die Schale einer Dose nicht . . [is]t, hat (drum) ge . [. t\ dass Vbani aus der Erde em[porsteige]. (Aber) Namtä[ru hat] ihn (ja) [nicht ge]packt, ein Unglück hat ihn nicht gepackt; die Erde [hat ih]n [gepackt]. Der „Kaue[rera Nerigal's], der nicht loslassende, hat ihn (ja) nicht gepackt; die Erde [hat ih]n [gepackt]. Am Ort der S[chlacht der M]änner ist er (ja) nicht gefallen; die Erde [hat i]hn [gepackt]". ErgäozuDg. — 8 S. Anm. zu Col. I, 29. — 9 Erg. nach Col. I, 30 (44) f. 10 Nach Haupt p. 73 1. c. vielleicht au. Aber was wäre «(«,Z,tM,w)ad(*)- d(t)€Hru für eine Form , die sich auf das Fem. irtu beziehen könnte ? — - n Erg. nach Col. III, 1 u. 8. — 12 Erg. nach Col. III, 2 ff. — 13 S. 0. p. 138 Anm. 2 und u. p. 260 Z. 2. — 14 Nach Haupt 1. c. p. 98 nur Baum für 1 Zeichen 1 17* 260 Das GUgamß(Nimrod-)Epo8. 27. i-nu[. . . an-n]i-i (ilu)Nin-sun ana ardi-Su (ilu)lN-n-&am i-bak-ki 28. a-na [P-kur] bit (ilu)Bil i-di3-Si-Su it-ta-lak 29. a-bu (i[lu)Bi]l üma p(b)u-uk-ku a-na fr?itim(-tim) im-has- an-ni-ma 30. nri-i[k*]-kf-f a-na fr?itim(-tin)) im-hag-an-ni-ma Col IIP. 1. (ilu)lN-Ki-ftam Sa a-na §u-li-i u[m-mu (ilu)Nin-areu t-nw-.w4] 2. (ilu)Namtäru ul i§-bat-su asakku5 u[l i$-bat-su fr§itim(-tim) if-bat-sul] 3. ra-bi-i§ (ilu)Ntrigal la pa-du-u ul i§-b[at8-su frsitim(-tim) if-bat-su4] 4. a-Sar ta-ha-az zi-ka-rf u[l im-fcut lr§itim(-tim) i?-bat-su4] 5. a-bu (ilu)Bil a-mat ul f-p(b)u-w[J ana (ilu)Sin7 i-du?-si-$u it- ta-lak9] 6. a-bu (ilu)Sin üma p(b)u-uk-ku [a-na irsitim(-tim) im-ha§-an- ni-ma8] 7. mi-ik-ki-f ina9 pr§itim(-tim) im-has-an-ni-ma8] 8. (ilu)lN-Ki-6ant Sa a-na Su-lf-f u[m-mu (ilu)Nin-ä-jSU i-wi-.u8] 9. (ilu)Namtäru ul i§-bat-su asak[ku5 ul i§-bat-su ir$itim(-tim) i$-bat-su*\ 10. ra-bi-i§ (ilu)Nirigal la pa[-du-u ul i§-bat-su ir§itim(-tim) if-bat-su*] 11. [a-§ar ta-ha-az zi-ka-rl ul im-fcut lr§itim(-tim) i$-bat-su*\ 12. [a-bu (ilu)Sin a-mat ul f-p(b)u-t/Z a^na ilu-bit-a i-dis-8i-Sü it-ta-lak*] 13. [a-bu ilu-bit-a üma p(b)u-uk-ku a-na fr§itim(-tim) im-has- an-ni-ma8] 14. [mi-ik-kf-i a-na fr§itim(-tim) im-has-an-ni-ma8] l 2 wagerechte Keile hinter na können der Anfang von bit = i sein. I-kur der berühmte Tempel des Bxl in Nippur. Aber 8. Haupt 1. c. p. 98 zu d. Stelle. — 2 Erg. nach Col. III, 7. — s Die rechte Col. von K 8225 schlichst sich direkt an Col. II nach K 2774 an. Gehört es zu demselben Exemplar? Was Haupt (p. 70 1. c.) von dessen Schrift- typus sagt, gilt ja auch von K 2774. Nur scheint nach ihm dessen Schrift Das GHgamtf(Nimrod>Epo8. Tafel XIL 261 • [. die]ses [. .] weint Ninsun aber ihren Knecht a-bani. Zum [fikur], dem Hanse Bel's, geht er alleine hin. : 9 Vater [Bejl! Am Tage, (da) mich ein Fangnetz zur Erde schlug, ein Fan[gg]arn mich zur Erde schlug, Col. III. hat ia-bani, den hinaufzubringen die Mfutter Ninazu's ge . . t hat], Namtäru (ihn) nicht gepackt, ein Unglück [ihn] nich[t gepackt, hat die Erde ihn gepackt], hat der „Kauerer" Nerigal's, der nicht loslassende, [ihn] nicht gep[ackt, hat die Erde ihn gepackt], [ist er] am Ort der Schlacht der Männer nich[t gefallen, hat die Erde ihn gepackt]". Der Vater Bei antwortete] keine Worte. [Zu Sin geht er alleine hin]. : „Vater Sin! Am Tage, (da) mich ein Fangnet* [zur Erde schlug], ein Fanggarn [mich] in [die Erde schlug], hat ia-bani, den hinaufzubringen die Mfutter Ninazu's ge . . t hat], Namtäru (ihn) nicht gepackt, ein Unglü[ck ihn nicht gepackt, hat die Erde ihn gepackt,] hat der „Kauerer" NerigaFs, der nicht loslassende, ihn nicht gepackt, hat die Erde ihn gepackt], [ist er am Ort der Schlacht der Männer nicht gefallen, hat die Erde ihn gepackt]". [Der Vater Sin antwortete keine Worte. Zu ia geht er al- leine hin]. [: „Vater ia\ Am Tage, (da) mich ein Fangnets zur Erde schlug], [ein Fanggarn mich zur Erde schlug] , kleiner und enger zu sein. S. auch die Anm. zu Col. II, 1. — 4 S. CoLII,20u. 23 ff. — 5 Geschr. azag-an; entspricht asdfcku oben Col. II, 24. S. o. p. 188 Anm. 2.-6 Oder hier b[a-at zu erg. ? — 7 S. die f. Zeile und Col. II, 28 f. — s S. Col. II, 28 ff. und diese Col. oben I ff. — 9 So anscheinend nach Haupt's Edition; in Col. II, 30 a*na. 262 Das Gilgamö(Nimrod>Epos. 16. [(ilu)lN-Ki-5am Sa a-na §u-lM urn-ntu (üu)'Nin-a-zu i-tin-.«]^ 172. (ilu)Na[mtaru ul i§-bat-su asakku ul is-bat-su fr§itim(-tim) ip-bat-su]1 18. ra-bi-i? (ilu)Nirigal la pa-du[-u ul i§-bat-su lr§itim(-tim) is-bat-su]1 19. a-§ar ta-ha-az zi-ka-[rl ul im-fcut frsitim(-tim) is-bat-su]1 20. a-bu ilu-bit-a [. . . su iZ-tnt-ma ] 21. a-na fcar-ra-di f[t(d)-li (ilu)Nirigal3 i-Jcab-bi] 22. fcar-ra-du ft(d)-lu (ilu)N[irigal8 »i-mi . . . Mi] 23. lu-man tak-ka-ab(p) [fr§itim(-tim) pi-*i-f-ma4] 24. u-tuk6-ku §a[ (ilu)lx-Ki-fam6 ul-tu irsitim(-timf li-ti-li~ma] 25. a-na a-§*[-.vtt ur-titn *a irsitifn(-tim) li-ik-bi7] 26. fcar-ra-du fj(d)-lu (ilu)Nirigal an ? [. . .] 27. lu-man tak-ka-ab(p) Irsitim(-tim) ip-tf-f-ma 28. u-tuk-ku §a (ilu)lN-Ki-&am ki-i za-fci-fci ul-fu irsitim(-tim) us-U-sa-a* 29. in-ni-id(t,t)-ru-ma xi-ta-bar [. .] §a ? 30. ira-tal-ft9-ku us-ta-an-na-an10 Coh IV. 1. Vi-ba-a fb-ri ki-ba-a fb-ri 2. ur-tim fr§itim(-tim) Sa ta-mu-ru ki-ba-a 3. ul a-fcab-ba-ku fb-ri ul a-fcab-ba-ku 4. Sum-ma ur-tim fr§itim(-tim) §a a-mu-ru a-kab-bi-ka 5. [. jt]ii» ti-Sab bi-ki 6. [Iu-.-^l12] lu-§i-ib-ma lu-ub-ki 7. [ ] ? : min sa tal-pu-tu-ma Iibba(-ba)-ka ih-du-u 8. [ ] ?-ri la-bi-ri kal13 ma-tu i-kalu 9. [ Sa ta15]l-pu-tu-ma libba(-ba)-ka ih-du-u 10. [. t]i f-pi-ri ma-li 1 S. Col.II, 20 u. 23 ff. — 2 So nach Haupt's 8chätzung(!) auf K2774, was zu unsrer Erg. vorzüglich stimmt. — 3 S. zur Erg. Z. 26. — 4 S. zur Erg. Z. 27. — 5 Im Text anscheinend mk. S. aber Havpt 1. c. p. 100. — 6 S. Z. 28. -r 78. Col. IV, 1 f. — 8 So nach Haupt 1. c. p. 100. Ob nicht, statt sa, la zu lesen? Beachte, dass dafür im Text gi§ steht Das Gilgaraö(Nimrod)-Epo8. Tafel XII. 263 [hat ia-bani, den hinaufzubringen die Mutter Ninazu's g$ . . t hat], Na[mtäru (ihn) nicht gepackt, ein Unglück ihn nicht . gepackt, bat die Er.de ihn. gepackt], hat der „Kauerer" Nerigal's, der nicht loslasse[pEpos. Ia1. Be8chwörung8hymnu8 an Gilgamis. Öbvers. 1. (ilu)Gilgamf§ garru git-ma-lu daya(ä)n (ilu)A-nun-n[a-ki] 2. rubü mu§-ta-lu rab-bu sä nisi [(- Pluralz.)] 3. ha-'-it k(k)ib(p)-ra-a-ti sa-tam fr§itim(-tim) bil sapl[äti] 4. daya(ä)na-ta-ma ki-ma ili.ta-bar[-ri] 5. ta-az-za-az ina frsitira(-tim) ta-gam-mar df[-nu] 6. df-in-ka ul in-nin-ni ul ira-ml§ a-ma[t-ka] 7. ta-§al ta-ha-ti ta-da-ni ta-bar-ri u tu§:tl-.s[tVJ 8. (ilu)Sama§ §ip-ta u purussä ka-tuk-ka ip-kid 9. Sarri sakkanakki u rubi mahar-ka kam-su 10. ta-bar-ri tf-rf-ti-§u-nu purussä-üm-nu ta-par-ra-as 11. ana-ku pulänu mär puläni §a ili-Su pulänu (ilu)i§tar-§u pu- Jäntum(-tum) 12. maruStu* im-hu-ra-an-ni-ma dl-na a-na da-an 13. purus8ä(-a) a-na pa-ra-s[i] mahar-ka ak(k)-mis(§) 14. df-ni di-in [purussa-a-a3] ^r[us](-u[s]4) 15. u-suh mur[su litn-nu sa] zumri[~ia] 16. ku§-§id mim-ma lim-n[u sa sTr(än)i-ia u b(p)uäni-ia] 17. limuttu6 §a ina zumri-ia [sir(an)i-ia u b(p)uam-ia (ib)basii(-uy\ 18. ina ümf(-mf) an-ni-i l[i-it-4a-$i-ma ana-Jcu nu-ra lu-mur1] 19. u-sar-ri-ih-k[a ] 20. u-p(b)u-un-ta fllita[(-ta) as-ta-pa-ak-lca*\ 21. afclp(-lp)-ka (inimfru) nik[i ] 22. u-fcar-rib-ka (§ubätu)9 hu§§ä [ ] i Nach Sin. 1371 -f Sm. 1877, veröff. von Haupt Nimrodepos p. 93 f. Zur Uebersetzung siehe Jeremiah 1. c. p. 3 f. Sonst s. noch Bezold, Cata- logue Vol. IV, p. 1482 zu Sm. 1371. — 2 Geschr. §a-oig, auch = an z($)illi und ik(k)k(k)ibu mit ähnlicher oder gleicher Bedeutung wie ma- Histu. — 3 Vielleicht Spuren von a erhalten. — 4 Geschr. ta[r](-m[*]). Zur Erg. s. z. B. Z. 12 f. und IV R2 59 [66] No 1, 5a. — 5 Geschr Sa Das GügamfS(Nimrod)-Epo8. Anhang. 267 Anhang zum Gügamis(Nimrod>Epos. Ia. Be8chwörung8hymnu8 an Gilgamis. Obvers. • « * Gilgamß, vollkommener König, Richter der Anun[naki], der Fürst, der „ausfragende", der gewichtig(st)e der Menschen, der die Weltteile überschaut, Verwalter der Erde, Herr des Unter[en] ! Du bist Richter und prüf[st] wie ein Gott. Du stehst in der Erde, vollendest das Ger[icht], Dein Gericht wird nicht geändert, nicht missachtet [deine] Red[e]. Du fragst aus, untersuchst (und) richtest, du prüfet und bringst zurfecht]. Saraas hat Rechtsspruch und Urteil deiner Hand anvertraut Könige, Landpfleger und Fürsten knien vor dir. Du prüfst ihre „Befehle", urteilst ihr Urteil. Ich, der und der, Sohn des und des, dessen Gott der und der, (d)essen Göttin die und die, „ Schmutz" ist wider mich gekommen und, damit gerichtet werde, ein Urteil geurteilt werd[e], bin ich vor dir niedergekniet Richte mein Gericht, urteifle mein Urteil]! Reiss' heraus die [böse] Kran[kheit meines] Leibes, erwische alles Bös[e meines Fleisches und meiner Muskeln]! Das Böse, das in meinem Leibe, [meinem Fleische und meinen Muskeln (entstanden) ist], m[ög'] an diesem Tage [hinausfahren und ich möge Licht schauen] ! Ich habe d[ir] herrlich gemacht [ ], [habe dir] reines Up(b)untu-Mehl [hingeschüttet], habe dir (Lamm)opfer geopfert, [ ], habe dir ein Festkleid dargebracht [ ], (= gar) + hul. Vielleicht auch lumnu zu lesen. — 6 Z. Erg. s. z. B. IV R» 7 CoLH, 4. — 7 Z. Erg. s. z. B. ibid Z. 7. — 8 Zur Erg. s. IV R* 25 Col. II 18 f. ku-kur-mal nach IV R* 8 Col. III 1 ff. und 8 ff. = u- b(p)untu. S. auch GUg.-Epos Tafel V Col. II (III) Z. 48 o. p. 162, wonach das assyr. Aequivalent von ku-kub-mal auf einen Dental oder Zischlaut ausgeht. — 9 Vielleicht niitzusprechen. 268 Das Gügamiö(Nimrod>Epos. 23. (i§u) ma-tu (i§u) frini (igu)^ ] 24. ma-am-mi ^uräsi täbi [ ] • • • Rev. • • mafcar2 (ilu)A-nun-na-ki [. . : •] Ib.4 Hymnus auf Giigamis oder GilgamiS und JStar? Obvers. 1. }da (ilu)GilgamfS §i-pir man* ?6 [.] hi ? ? 2. ]tup-s(§)ar Bar-sip(Ki) a-§ib A§§ür a-Sib (alu)Arba-il 3. a-s]ib f-kur-rf blt I-moi-mas1 4. I\i-' fcar-tup-pa-a-ti ri-kis lcablf-Su-nu 5. n]amz(s)arl* u-kin-nu ina bir-kf-Sa fcan-tuppä(-pa-)ti9 ina ri-kis kabli-Sa 6. k]a ki-in-ni a-gu-u §a fcaj&adi-ki 7. f]kalli-§u ^a °ägir (mätu)Aggür(Ki) 8. ]? bf-lit §ami(-i) (i§u) §igar ufc(k,g)ni 9. *]^kar (ilu)GilgamiS 10ana dil10 ? [. .] 10. ]?-tu a-na nägir [. . .] 11. i]a[w]-tup-pi [....] • . (Yom Revers Reste aus der Mitte der letzten 5 Zeilen erhalten ; • • na.11 Inschrift des An-a-an. 1 An-a-an12 2 aba(-ba) ki13-su-lu-ku-gara 3 Unuga(-ga) l Oder Teil eines Z.? — 2 Oder pän. — 3 Der Folgeweiser = der ersten Zeile der folgenden Tafel der Serie lautet : in at-tii-nu (ilu)A-nun- na[-M ....]= Beschwörungsformel): Ihr, die Anunna[ki ....]. — 4 Nach Rm. 908, veröff. von Haltt 1. c. p. 89. — 5 Oder niä, oder iSrä (= 20) oder Sarru (= König). — 6 u[s? — 7 Oder Lbar-bar. — 8 Lies u] -f guk + Pluralzeichen? — 9 Geschr. TV?-tuppu ■+ pa + Pluralz.; kann auch als: tup-pa-äti (also gleichfalls tuppäti) aufgefasst werden. — 10 Oder lal. — n Sumerische Inschrift auf einem „cream-colored soap- stone tablet", veröff. von Hilprecht, Babylonian Expedition l, I PL 15 als No. 26. S. dazu Hommel in d. Proceedings of ihe Society of BibHcal Das Gilgamß(Nimrod)-Epos. Anhang. 269 [habe dir] ein . . schiff aas Zedernholz, ein [ ], [habe dir] ein Schwert von gutem Golde [ ] • • • * Rev. • • • vor den Anunnaki [ ] Ib. Hymnus auf GiigamiS oder GiigamiS und IStar? Obvers. ] . Gilgamß das Werk (von) ..[.]... ] Schreiber von Borsippa, wohnend (in) A§§ür, wohnend (in) Arbela^ wohjnend (in) den Tempeln des Hauses EmaSmaä, mä]chtig der Schreibtafel- . . -e der Binde ihrer Hüften, S]chwerter hinstellte in ihren Schoss, Schreibtafelrohre in die Binde ihrer Hüfte, ] . stell' hin die Eönigsmütze deines Hauptes! ] (sein) [PaJIast des Vogts von Assyrien. ] . Herrin des Himmels, des Gewölbes von Lazurstein. TafeJIserie (von) Gilgamtö zu . [. .] ] . . zum Vogt [. . .] ] Schreibtafel[r]oh[r . . . .] • • • in der vorletzten wohl sarrurtu = „Königsherrschaft* zu lesen.) ... na. in8chrift des An-a-an. 1 An-a-an, 2 der Aelteste des Volks 3 von Erech, 4 der Archatology Vol. XVI p. 13 ff., Hilpkecht, Assyriaca p. 101 ff. (Winck- ler, AÜorientalische Forschungen I, 274) und Hilprecht, Babylonian Expedition I, n, 48 Anm. 3. — 12 Lesung zweifelhaft. Nach Hilprecht, Assyriaca p. 103 ff. ist der Name abgekürzt aus an-a-an-gis-duba(-ba), dem Namen eines Sohnes NAB(Äi'Z)-$f-wi-a,8 von Umk-Erech nach 82-7- 1 4, 181 (Keilinschr. Bibliothek III, i, 84 f.) , und sind die Träger beider Namen identisch. Nach Hommel I. c. ist mit dem Urheber unsrer In- schrift identisch Anu-ma-ilu (? oder Ilu-ma-ilu ?) , der Gründer der soge- nannten 2ten Dynastie von Babylon. — 18 Das Zeichen im Text vereinfacht. 270 Das Gilgamß(Nimrod)-Epo8. -gl1 4 dumu BiF-Sl-mi-a, 5 bad Unuga(-ga) 6 nig-dun-dima(- ma) labira\-TB.) 7 (dingir) Gil'-ga-mffi^-gl1 8 ki-bi nf-in-gi-a Hb.6 K 43 etc. Obvers 37 f. Z. 37 in ir§itum(-tum) frsitum(-tum) frsituni(-tum)-ma Z. 38 (ilu)Gilgaraß bil ma-mi-ti6-ku-nu nc.7 K 4338a + K 4358a(!) Col VI, 2 f. 2. (gi§)ma-?-KAL-tuk = 1-lip (ilu)Gilgamß (gi§)ma-gii§-tuk = min min (Es folgt (gtä)nia aba(-ba) = min a-bi d. i. dass. des AeUesten. das Schiff einer Stadt, vielleicht Erech (oder Ki&?), genannt na.8 K 2054 Rev. Col 11, 6 ff. 6. KAL9-ga imin10 = (Uu)(G[i]§-bil4 d. i.)Gil-ga-mf(i)§ 7. KAL9-ga imin10 = mufc-tab-lu 8. KAL*-ga irain10 = a-lik pa-na Ile.11 82—7—14, 509 Obv. 2 von u. [. .] ÜT-napi§tim(-tim) samt älik mahri Sa (ilu)Da-0an ? ? ? ? ? l Zum Genitivsuffix gi s. m. Kosmologie p. 192 Anm. 2. — 2 Geschr. j*ab (nach 83—1—18, 1332 Obv. II, 19 ff.) = assyr. na-a-b(p)u, na-a-ri (= Flus8?), Bil, ti-am-tum (= Meer), i-la-an (die zwei t/u's). Kaum zweifelhaft, ob sumerisch (Nah) oder, was wegen des 2ten Teils des Namens weit besser, assyrisch {B\l) zu lesen. Bed. : „Bei höre!" — 8 So unter der Annahme, dass das assyrische Wort labiru = „alt" ins spätere gelehrte Sumerisch übergegangen ist. „Alt" hiess im Echtsume- rischen sun (geschr. bad) und si, vielleicht darauf zurückgehend: Für assyr. kima labiri-su d. i. „gemäss seinem alten (nämlich Original)" in Unterschriften geschrieben : si -f ki(i) (V R 32, 59) und si -f kim (= gemäss) (III R 2, 43). Dass kim in der Bedeutung ki(i)-mu = sum. gi-i, Das Gilgaml6(Nimrod)-Epos. Anhang. 271 Sohn des Bel-Sfmfa, 5 (der) die Stadtmauer von Erech, 6 ein altes Werk 7 des Gilgamiä, „an ihren Platz zurückgebracht hat". Üb. K 43 etc. Obvers 37 f. Die Erde, die Erde, die Erde (und) Gilgamß (sind) der Herr eures „Schwurst nc. K 4338a + K 4358a(\) Col. VI, 2 f. Schiff des Gilgamfg dass. dass. Vorhergehen in Col. V, getrennt von Z. 2 durch Z. 1, in der wird, die Namen für Schiffe verschiedener anderer Städte.) nd. K 2054 Bev. Col. 11, 6 ff. GilgamfS Krieger Führer He. 82—7—14, 509 Obv. 2 von u. [. . .] ÜT-napistim, der König, der Vorgänger, den Dagan . . . . lehrt Rm. 2, 588 Obv. 28 (Meissner, Supplement p. 25 hinten). Aus 8%-gi konnte durch Assimilation si-ki werden. Also si = labiru = „alt" zwiefach bezeugt. Endlich hat Si-lu = labiru wenigstens in der Bedeu- tung „schwach" die Lesung si. Ein echtsumerischer auf >r(a) ausgehen- der Lautwert von bi-lu nicht bezeugt. Uebrigens ist Brunnow List No. 9456 nach Z. f. Assyr. IV, 432 zu verbessern. — 4 Geschr. giS-bil. 8. o. p. 116 f. Anm. 1. — 5 S. Tallqüist, Maqlü II, p. 4, 54 u. 57. — 6 Var. ma-mit. — 7 Veröff. in II R. 46 und zuletzt von Delitzsch, Leae- stücke » p. 88. — s Veröff. in V R. 30, 6 ff. — 9 Vielleicht Kga (kal -f ga = fyki geschr. Tiernamen nicht sicher. — 9 Wohl nicht lediglich stummes Determinativ, da oben in Z. 11 und 13 nicht Tor Uruk geschrieben. — 10 Geschr. tin-tir(ki). Viel- leicht Tintir zu lesen. — n Geschr. M[f|? — 12 Oder ta[r] = tar, kuU sil, bas? JeiLMn, Mythen n. Epen. 18 M* 274 fa(?) und Atar-feasIS(?). X. Ia(?) und Atar-feasis(?). L1 Cd.ll (VI?). • • • (25.) sßanütu Sa]tt[u ina ka-Sa-di . . . na(-)k(fc,g)an .] (26.) [Salultu] Satt[u ina ka-§a-di] l) Nach E 3399 -f K 3934, copiert und mir freundlichst mitgeteilt von Zimmern. Eine Seite grösstenteils in Lichtdruck veröff. in Bezold's Catalogue V auf Tafel VIII hinten. Auf dieser einen Seite erhalten je ein kleinerer Teil von 2 Columnen und ein grösserer von einer rechts hiervon befindlichen, auf der anderen ein kleinerer einer rechten Columne. Nicht sicher, was Obvers und was Revers, und darum auch die Reihenfolge der Columnen nicht gesichert. Vorausgesetzt indes, dass der Text eine längere Tafelunterschrift trug, könnte sie wegen der Kleinheit der Lücke unten ' links auf der Seite mit den 3 Columnenfragmenten nicht hier, müsste daher auf der anderen gestanden haben, sodass diese der Revers w&re. Nun ist aber der Inhalt dieser Annahme nicht ungünstig t Am Schluss der rechten Columne auf der Seite mit den 8 Columnenfragmen- ten heisst es, dass eine allgemeine Unfruchtbarkeit unter den Menschen entsteht. Dahinter wäre nach dem Vorhergeh. (Z. 21 ff.) eine Bitte um Ab- wendung dieses Verhängnisses und die Abwendung selbst zu erwarten. Und nun berichtet gerade die rechte Columne der anderen Seite, wo ihr Fragment einsetzt, von je 7 Männlein und Weiblein, welche die Gottin Mami (vielleicht unter Mitwirkung einer anderen Göttin, dann wohl der litar) von je 7 Frauen „schön bilden u lässt. Darnach darf man also .diese Col. vorläufig für die 4te der Tafel halten. — Auf den ersten Blick könnte man in dieser Menschenbildung wohl die Schöpfung der ersten Menschen sehen und sie darum doch vor die andere Seite der Tafel ein- ordnen. Aber nach meiner Auffassung ist das wohl unmöglich. ' Man müsste dann, was ja allerdings nicht ausgeschlossen scheint, unter den 14 in Z. 9 genannten Müttern 14 Göttinnen verstehn. Aber in jedem Falle würde diese Erzählung von dem entsprechenden Teil des Berossi- schen Schöpfungsmythus vollständig verschieden sein. Und das spricht doch nicht gerade dafür, dass wir in unserm Mythus wirklich einen von der Urschöpfung des Menschen haben. — Bemerkenswert sind die Opta- tive in Z. 15 ff. des Revers (?), unmittelbar im Anschluss an die Erzäh- lung, in einem durch den Teilungsstrich davon getrennten neuen Ab- schnitt. Da zwischen beiden Teilen kein Redender genannt wird, so ge- hören die Erzählung und die Wünsche oder Weisungen einer und der« selben Person an, einem Gotte oder einem Menschen. Möglich, dass diese in den Zeilen vor Z. (1) des Revers (?) genannt war. Möglich aber auch, V?) und Atar-b&sis(?) L 275 X. Ia(?) und Atar-hasw(?). I. Col. I (VI?). • • • [Als das zweite J]ah[r herankam ]. [Als das dritte] Jah[r herankam], dass sie ausserhalb des Textes zu suchen ist. Denn man darf im Auge behalten, ob die ganze Erzählung nicht vielleicht eine Beschwörungsle- gende ist wie z. B. der Text o. auf p. 38 ff. , herzusagen und hergesagt vor und zu Nutz und Frommen einer Schwangeren, deren Tag und Stunde nicht mehr fern. Z. 15 ff. des Revers würden sich als Anweisun- gen nach bekanntem Schema damit verbinden. — Wie Zimmern mit Fin- digkeit und Scharfsinn erkannt hat , finden sich Z. 17 ff. des Revers in genau oder ungefähr gleicher Gestalt in dem sehr schlecht erhaltenen Text Bu. 91—5—9, 269 Rev. in Z. 20 ff. (s. Cuneiform Texts from Babylmian Tablets, See., in the British Museum Part. VI) wieder. Daraus läset sich mit Zimmern auf einen dem unsrer Tafel ähnlichen Inhalt oder Zweck dieser Tafel schliessen. Und in der Tat wird darin entsprechend den Zz. 11 ff. Rev. unsers Textes in Obv. Z.6ff. die iriitu M ami wohl die sa(? !)-) möglich. — 2 Oder lies n? Aber ein Verbum narü bisher unbekannt und inäri für inär zwar denkbar, aber die Bed. von näru = „erschlagen" passt hier nicht. — s sissitu wie issitu von i$§u = „neu" für *idiu? Oder 1. §idul(8)tu? Cf. ribütu und bamultu. — 4 S. Z. 35. — 5 im könnte an und für sich auch = §äru= „Wind" sein. — 6 Kaum t(d)al zu lesen, idalfra wäre = (es) „verwirrt". — 7 Varianten. Geschr. resp. Tf und Mf-Tf, = resp. (!) sitntu und simätu nach V R 29, 67. Nicht etwa Beide = Beidem, wie die folgende Zeile : nam : sak-rü = simtum : pirii- tum lehrt; denn nam sonst nie = piristu, sowenig wie sak-ru sonst = ss Hmtu. 278 k(?) «nd Atar-fcaste(?). (39.) ni-su i-na 5u-trt(-)k(k)f-<[-*» hal-tarat1] (Es folgen noch die Zeilenanfänge (40)*: sipru3 il-lfu-[u] = Sie [. .]; (42): ti-fr-ti [.]??[ ] = das Gebot [.]••• Herr des Landes [ ]; (44): [.] ta-ia-a-[ru ] (46): [. .] ? ma [. ].) • • • Col. II (V?). » • • (Anfänge zweier Zeilen, nämlich (27): Si-?[ und (28): i?- (29.) HiS (8il[u) Adad zu-un-na-§u u-Sa-fcir] (30.) is-sa-kir Sap-l[i§ ul iS-Sa-a tni-lu ina na-ak-bi] (31.) i[S-S]ur ffclu [w7-pi(-)k(t)I-i8-Su] (32.) p-ni-' irtu9 Sa] (ilu)Nisaba [: muSäti ip(b)-§u-u agäri] (33.) [§iru pal-ku-u u-l]i-id H(d,t)-[ra-nu ib-bal-kit k(k)i-ri-im-§a] (34.) [Sam-mu ul u-§a]-a10 Su-[uu ul '-ru] (35.) [is-$a-kin-ma a-na ni-si a-sa-ku] (36.) [ritnu ku-^ur-ma ul u-si-$ir §trl2-ra] (37.) [ jTfTö (38.) [18Sanütu Sattu i-na ka-Sa-di . . .] na(-)k(k,g)an[.] (39.) [Salultu Sattu i-na] ka-Sa-di (40.) [ni-Su i ] it-tak(fe,g)-ru (41.) [rfbütu Sattu i-na ka-Sa-di . ma z(§)a zi] su ru igfok)-ru-ni (42.) [rap-Sa-tu . . . -Si-na] is-si-fea (43.) [fca-t(d)a iß(§,z) . . it-tal-la-ka, ni-S]u i-na su-fci (44.) [fcamultu Sattu i-na ka-Sa-di i-ri&14]ummi märtu i-da-gal l Raum für Soviel? — 2 Vielleicht im Folg. Mehr zu erg., als oben angenommen. — 8 Geschr. ki. Das Ideogramm hier nicht auffällig, wie Tf und Ml-Tf in Z. 38 zeigen. Zur Lesung 8. auch ftrti , wohl damit parallel, inZ. 42. — i mä = „siehe !"(?) sonst tna-a geschr. — ß Geschr. In. — 6 Die Ergg. im Folg. bis Z. 36 inclusive nach Col. HI, Z. 44 ff. u. 64 ff. Vielleicht vorher z. T. nach Col. III, 37 ff. zu erg. — 7 Oder mü. — s Wohl ein Wort : i8(?)-pi-k(k)i(-i). Dasselbe Wort vielleicht in Z. /*. Assyr. IV, 36 Z. 12 (vor taturri = „Reichtuma(?)) und in Sp. II 265a Rev. Ia(?) und Atar-basfs(?) I. 279 [leben] die Menschen in (von) ...[.]. nahme[nj den Befehl, (41) : l-tar-b(p)u-ma [. .] = gingen hinein [ ]; (43): ma4 bilb mäti [ ] = „Siehe, (der) = [.] barmher[zig .......]; (45) : [.] ? ma sm[ ]; • • Col. II (F?). • • • §ur [= Vogel[oder : schützte[ oder iz-zur[=* verfluchtef. Dann :) Oben [machte Adad seinen Regen teuer], unt[en] wurde er abgesperrt, [erhob keine Hochflut in der Quellhöhlung]. Es [verringerte das Feld [seinen . . .], [stiess die Brust der] Nisaba zurück. : [(In) den Nächten wurden die Fluren weiss.] * * [Das weite Feld ge]bar Sa[lz ; (das) ging hinüber in ihren Busen], [(Grünes) Kraut kam nicht hervo]r, Eor[n . . te nicht]. [Unglück wurde den Menschen bereitet]. [Der Mutterleib war zugebunden und liess kein Kindchen rich- tig werden]. [ ]•[••]. [Als das zweite Jahr herankam ...]..[.]. [Als das dritte Jahr] herankam, [die Menschen ] wurden Feind. [Als das vierte Jahr herankam,] befehdetenf ...]., . . . ten (sie) [ihre weiten . . .], [gingen die Mensche] q [....] auf der Strasse. [Als das fünfte Jahr herankam], wartet die Tochter auf [das Eintreten] der Mutter, Z. 250 (Z. f. Assyr. X, 18 u. Craiq Bei Texte I, 51), wo urahka tf-SiK-fcu = „leeren . . .u im Parallelismus mit umallü pas(S)allu = „füllen . . .u (nach Sanherib Knyundjik IV, 29 pas(s)allu wohl ein kostbares Metall), da is-SiK-ftu ja auch is-pik-ku gelesen werden kann. Dasselbe Wort kann auch im (Ttfy-Epos II, rv, 8 (o. p. 140) vorliegen. — 9 Geschr. gab, auch = trftf. Die Redensart irtu n?ü(?\) bekannt. — 10 Grösstenteils erhal- ten. — n Z. T. erhalten. — ia Zur Lesung s. Col. IV, Z. 19. — 18 Die Ergg. im Folg. bis Z. 52 incl. nach Col. I, 25—39. — u S. Col. I, Z. 31. 280 t&(?) und Atar-^asis(?). (45.) [ummu a-na raärti ul i-p]a-tt bfibi-§a (46.) [zi-ba-ni-it ummi mär] tu i-na-tal1 (47.) [zi-ba-ni-it märti] i'-na-tal1 ummu (48.) [Siwittu8 §attu i-na ka-§a-di il-tak-nu] a-na nap-ta-ni märtu (49.) [anaA . . Sa-tf b(p)u-na] il-tak-nu (50.) [imö-la-ni ma-§u . . . : bitü *i]l-ta-nu §anü(-u) i-ri6-ha-ma (5^.) [ki-i simti : simäti pa-nu-§]i-na kat-mu (52.) [ni-.$tt i-na su-ut(-)k(k)]i~i-zi bal-ta-at — ■■■-■_■ . ^ - . .. ^_ T * - | (53.) 7[bil to-«i-tm-/]i8 A-tar-fca*w amilu9 (54.) [ana 6s/i10-su ilu-bi]t-a ^'"-äu pl-ta-at (55.) [i-ta-m]u it-ti ili-Su (56.) [Mi-Sa10 ilü-bit-a] it-ti-§u la-a i-ta-mu (57.) [u-si-im-ma] bab ili-Su (58.) [. . . t-n]a p(b)u-ut näri il-ta-kan ma-a-a-al-§u (59.) [. . • .]ä?(V) ml-it(t,d)-ra-tu(-)§u(-)^(6)afc(fc^)-rat Col 111 {IV). • • • (Beste einer (2.) [fli r]ig(ri-gi)-ml-§i-na it-ta-d[ir18] (3.) [. .]hu-b(p)u-ri-Si-na la i-?a-ba-*[a 18n*-lt-tu] (4.) [(ilu)B]ilu il-ta-kan pu-feur-[§]u15 (5.) [iz-zak-]ka-ra a-na iläni märi-Su (6.) [. .] ? ta ? [. r]16i-gi-im a-mf-lu-ti (7.) [Ui r]17ig[(ri-gi)-mf-Si-n]17a at-ta-a (di-ir)dir (8.) [. . h]l7u-[b(p)u-ri-§i17-]na la i-$a-ba-ta m-w,8-tu (9.) [1 . .]?-ma §u-ru-bu-u lib-Si (10.) [swr-r]i§ li-§i ri-gim-Si-na namtäru l S. Col. I, 33 f. — 2 Z. T. erhalten. — a S. Col. I, Z. 35. — 4 S. Col. I, Z. 36. — öS. ibid. — 6 S. ibid. Z. 37. — 7 Zu den Ergg. im Folg. bis Z. 56 inclusWe s. Col. III Z. 17 ff. — 8 8. ibid. Z. 17. — 9 Für ein Compositum aus Atar-frasis (?) und amilu sprechen die Composita Jxäbüu-amilu (Gilg. -Epos Taf. I Col. II, 42 o. S. 120) usw., dagegen, dass in Z. 29 u. dafür Atar-fyasis (?) -f Mi eintritt , Mi aber eine Lesung amilu nicht hat und in Z. 21 u. amilu sogar ganz fehlt. Ueber das Wort amilu selbst in Verb, mit Atar^asis (?) s. d. Commentar. — 10 S. Col. III, a(?) und Atar-hasls(?) I. 281 [öf]fnet [die Mutter der Tochter nicht] ihr Tor, blickt [die Tochjter [auf die Wage der Mutter], blickt die Mutter [auf die Wage der Tochter]. [Als das sechste Jahr herankam, leg(t)en sie] die Tochter zum Male [hin], leg(t)en sie [das Kind zum . .] hin; [füllten sich . . . .],: frisst [e]in [Haus] das andere auf und [gemäss dem, was gehörig ist,] „ist [i]hr Antlitz bedeckt", leben [die Menschen in (von) ...].. [Der Einsichtsvolle, Atarhasis, der Mensch, [zu i]ay [seinem Herrn, hin] ist sein Mund geöffnet. [Er sprichjt mit(zu) seinem Ootte, (aber) [ia, sein Herr,] spricht nicht mit(zu) ihm. [Da ging er hinaus] zum Tore seines Gottes, setzt(e) seine Schlafhütte [. . . gegenüber dem Flusse hin. [••••] Col. 111 (IV). • • • Zeile. Dann :) [Ob] ihres Geschreis ward er bet[rübt]. :„[..] ihre . . . soll[en] nicht [. .] erfassen"! [B]il machte [se]ine Versammlung, [sa]gt zu den Göttern, seinen Kindern: „[. .]. . [. das G]eschrei der Menschen. [Ob ihr]es [Gjesch[reis] bin ich betrübt worden. [. . ih]re [.] . [. .] solle» nicht . . erfassen! [Es möge . .] . und Schüttelfieber raög' entstehen, [alsba]ld möge zum Schweigen bringen ihr Geschrei eine Seuche Z. 18. - n Oder lies uzun = „Ohr"? — la S. Z. 7. Die Spuren vor der Lücke sehn aber nicht nach d[ib aus. — is S. Z. 8. Für m kann auch 9(z)aly für 8i auch lim gelesen werden. — u Erhalten lil, gewiss zu (i7u)In-lil = (ilu)BVl zu erg. Auch nach Gilg. -Epos Tafel XI steht ja Eil mit seiner strafenden Strenge gegen Alle in einem Gegensatz zu la (?). — iö S. Z. 37. — 16 S. Z. 2. — n S. Z. 2 f. Nach Zimmern passen die erhaltenen geringen Spuren zu dieser Erg. — is S. Anm. 13. 282 Ia(?) und Atar-Ja8ls(?). (11.) [Ät-m]a mi-hi-f li-zi-fca-gi-na-ti-ma (12.) [mur-§]u MdJKO-' äu-ru-bu-u a-sa-ku (13.) [. .]?-ma §u-ru-bu-u ib-Si (14.) |swr]-riS(ri-i8) i-§i ri-gim-Si-na namtaru (15.) [ki-tn]a mi-^M i-zi-fca-8i-na-ti-ma (16.) [mur]-§u t(d)i(l)-> §u-ru-bu-u a-sa-ku (17.) [bil *]a-§i-im-ti (:)* A-tar-j im-t(d)a-ar = [...]... regnete ; 5 : [ J ri-g[i-i]m-§i-in [.....]. [.] grosse; 7: [. .]? [. .]? a-ml-lu-ti *» [. .] .[..]. sehen [.]...; 10 : [ ] Sa li ? ? ra-am-mu4 = [...]... tost oder möge Adad . . lassen ! ; 12 : (hi-bi-iS5) naru K6-il-li-ka = (zer- afc-bi — [ ] . Quellhöhlung; 14: [l]i-il-li-ik ? -ru = = [in der Qujellhöhlung möge er . . verkürzen ! ; 1 6 : [t*r-]bi-f-tum 17 : [. . . .] aria0 it-tu-uk = [....] möge nicht tröpfeln ! ; • ■ • • Cd. IL • • • . • .]ga a[s(w) . .], darauf:) Am Morgen soll er . . re[gnen] lassen, soll .... in der Nacht [...], soll regnen lassen ..[..]! Das Feld wird mehr machen sein . ., die Stadt . [. . .], das(s) Adad in der Stadt schuf . [. . .]." Sie sprachen und riefen . . [. . .], Hessen Geschrei aufsteigen . [ ]. Nicht fürchteten sie [ ] • » Col. VII. ... Anfang mehrerer Zeilen, dann:) . . [tat] seinen Mund [(auf) und] sagt zu . [ ]: hafte Stelle. — 6 Oeschr. ni, das auch = li. — 7 Falls nicht na zu lesen — and diese Lesung ist sehr bedenklich — 9 lies im Folg. ak-bi — ich sprach, befahl. S. aber Z. 15. — 8 S. d. vorherg. Anm. — 9 Zum Worte aya = späterem ai s. ia o. p. 284 Z. 45, 49, 51. — 10 Oder mü. — n Zum , Worte t8(oder mil)-bi-k{k)u s. o. p. 278 Anm. 8. — 12 S. Z. 14. — 13 Schell hat in s. Transscription: ... u-ul% im Faksimile: [.]? ul. — 14 Nur Soviel zu erg. nach Col. VIII vorletzte Zeile. Myth« «. Spa. 19 290 la(?) und Atar-hasis(?) IL 12. a-na mi-nim tu-uS-mi^-ma n[i . .] 13. u-ub-ba-al ga-ti a-na n[i . .] 14. a-bu-bu Sa ta-ga-ab-b[u-u] 15. ma-an-nu ßu-u a-na-ku [. . .] 16. a-na-ku-ma u-ul-la-da [. . .] .17. §i-bi-ir-§u i-ba-aS-Si dtf)a-[. . .] 18. li-ip(b)-ti-ru §a-u [. . .] 19. w ul-la-ad u ?-[. . .] 20. li-il-li-ku i-na [(jfu)ilippi] 21. ta-ar-ku-ul-li pi-ir[. . . .] 22. li-il-li-[kw ] (Folgen noch Anfänge von 2 Coli VIII. ... (Erhalten noch ein paar Zeichen aus dem Innern der Zeilen, nära- [.]-?-ra ? [. . .] ? a-na ni-§i i-pu-uS [.] *At-ra-am-ba-si-is bi-a-i§u i-pu-u§-m[a] iz-za-kar a-na bf-li-§us XL Der König Ton Kntha.4 Col. L •• » • (Erhalten die Anfange von 4 Zeilen. In Z. 3 steht wohl: df- leicht: utukku pir'i-Su lk(l^,g)imniu pir'i-Su [= der utukku, sein- 5. bil fläti u Sapläti bil (ilu)Ä-nun-n[a-ki] 6. §a mi dal-hu-tf igattü(-u) mi za-ku-ti Ja iSa[ttü(-u)] l Auch ziz möglich, tusziz = „stelltest hin". — 2 Davor scheint > das Personendeterminativ, der senkrechte Keil, erhalten; oder lies davor PI == wa ? ? Atra von einer Radix w-t-r = *ipp. — s Darunter die Unter- schrift, woraus auch zu entnehmen, dass die erste Tafel der Serie mit i-nu-ma ?al-lu (oder ni-lü) a-mi-lum d. i. „Als der (ein) Mensch sich schlafen (oder: zur Buhe) gelegt hatte" begann. Vergl. Gilgamis-Epos XI, 196. — 4 Nach K 6418a und K 5640, copiert von mir nach einer Copie Bezold's. K 5418a veröffentlicht von Winckler, Sammlung von Keilschrifttexten II, 70 f. (mir unbekannt) , der grössere Teil von dessen Der König von Kflthft. 291 „Wozu hast da getötet und . [. . .] ? Ich bringe meine Hand an . [. . .]. Die Sturmflut, die du befiehlst], wer er {auch sei), ich [ ]. Wenn ich erzeuge [. . . .], sein Werk ist da . [ ] . Mögen sie . . en, er [. . . .] und ich erzeuge und .[....] Mögen sie gehen in [das Schiff], den Schiffspfahl . . [ ] . Mögen sie ge[hen ] Zeilen, nämlich li-ir-[ und mat[.) Gol VIII. • • • lieh ]-na u[ = ] . und[ und ]ga-mf-ir [=] ist vollkommen [, dann :) [.]...[...]. den Menschen mache [.] ." Atarhasis tat seinen Mund (auf) u[nd] sagt zu seinem Herrn: XL Der König yon Kuthä. C6L I. ■ • ■ in-äu purussä-ä[u = sein Gericht, s[ein] Urteilf; in Z. 4 viel- Sprössling-, der fk(k,g)immu , sein- Sprössling- [. Dann:) der Herr des was oben ist und des was unten ist, der Herr der Anunn[aki]. Welches trübes Wasser trinkt, reines Wasser nicht trpnkt], 4ter Columne, erg. durch K 5640, von Bezold, Catalogue p. 715 und K 5640 von S. A. Smith, Miscellaneous Assyriern Texte p. 6 f., wozu Delitzsch, Assyr. Wörterbuch p. 457 Anm. 26 zu vergl. Zur Transscrip- tion, Uebersetzung und Erklärung s. Zimmern in d. Zeitschrift f. Assyr. XII, 317 ff. Sonst 8. Bezold, Catalogue p. 715 f. zu K 5418a und p. 734 zu K 5640. Die Ueberschrift vermutungsweise nach Col. IV, 9 ff. -f 24 f. und dem Stil, der an den des gewiss in Kfithä heimischen I(U)ra-Mythus (s. oben p. 56 ff.) erinnert. 19* 292 Der König von Kfithft. 7. ga igi-gal-la-gu riW-Su ummänu* gu-a-tu ik-mu-u 8. ik-gu-du i-na-ru 9. ina nari ul o-sgatir ul tnmziba-am-ma pag-ri u p(b)u-u-ti 10. ina mäti3 ul u-gf-§i-ma ul ajfc-ta-rab-gu 11. gäbi pag-ri is-§ur hur-ri a-ml-lu-ti 12. a-ri-b(p)u pa-nu-Su-un 13. ib-nu-gu-nu-ti-ma ilani rabüti 14. ina fcak-fcar ib-nu-u iläni a-lu-gu 15. Ti-a^ma-tu u-gf-nifc-gu-nu-ti 16. Sa-8ur-Su-nu (ilu)Bf-lit-i-li4 u-ban-ni 17. ina ki-rib gadi(-i) ir-ti5-bu-ma i-tt-it(d)-lu-ma 18. ir-ta-Su-u mi-na-ti 19. sibitti garräni(-ni) at-hu-u gu-pu-u ba-nu-tu 20. 3606 lim a-an um-ma-na-tu-gu-nu 21. an7-ba-ni8-ni8 9 abu-gu-nu garru ummu-gu-nu 22. [gar]-ra-tu (sinnigtu)M{«Li-Li9 23. ahu-gu-nu rabü(-u) a-lik pa-ni-gu-nu m1-ma-an-oab° gum-gu10 24. Sanü(-u) ahu?[n] iri-Du-Du9 gum-gu10 25. SalSu(-Su) afeu H-lul9 gum-gu10 26. ribü(-u) a[hu ud]a-da9 gum-gu10 27. hangu(-gu) [ahu "Jtah9 gum-gu10 28. g(s)[iggu(-gu) ahu ll&]u* gum-gu10 29. [sibü(-u) afeu u] gum-gu10 (Sollen etwa Col. IL ... 5. [.] ra-bi-?u lim-nu-ti gi ? ti[. .] 6. ?12-du-u tf-fn-gu u-ti[r-ro] i Geschrieben sib; sab an und für sich auch möglich. — 9 Geschr. sab. Vielleicht $äbu zu lesen. Dann ist $äbu suatu eine weitere Appo- sition zu igigallasu. S. A. Smith bietet ut. — 8 Meine Copie bietet mtj bez. dil + U. Ob für li kur = motu zu lesen? Das oder die Zeichen im Duplikat nicht im Anfang der Z. 10, standen dort also wohl am Ende yon Z. 9. — 4 Geschr. ni-ni. — 5 Var.: fehlt?. — 6 Vielleicht dafür 6 zu Der König von Küthft. 293 das seinen Weisen, seinen Hirten, — jenes Volk — , bewältigt, erwischt, erschlagen hatte, da ich nicht auf eine Steintafel geschrieben, sie nicht hinterlegt worden war, hatte ich meinen Leib und meinen . . in's Land nicht hinausziehn lassen und war ihm (zum Kampfe) nicht nahe gekommen. Die Krieger mit Leibern von Aasvögeln, Menschen, (d)eren Gesicht(er) Raben, es zeugten sie die grossen Götter und auf dem Boden, (da) die Götter seine Stadt gebaut hatten, säugte sie Tiämat, bildete sie ihr(e) Mutter(leib), die Herrin der Götter, schön. Inmitten des Gebirgs wurden sie gross und wurden sie mannbar und bekamen sie „Maasse". Die 7 Könige, Brüder, herrlich an Schönheit, 360,000 (Krieger waren) ihre Heere. an-ba-ni-ni (war) ihr Vater, der König, ihre Mutter die [Kön]igin mI-li-li. Ihr grosser Bruder, der vor ihnen herzog, mI-ma-an-gab (war) sein Name; der zweite Bruder, f ] mI-du-du (war) sein Name; der dritte Bruder, [ ]-lul (war) sein Name; der vierte B[ruder, d]a-da (war) sein Name; der fünfte [Bruder ]taij (war) sein Name; der s[echste Bruder, r]ü (war) sein Name; [der siebente Bruder, ] (war) sein Name. 3 Zeilen fehlen.) Col. IL • • . [.] böse(n) „Kauerer" ...[..], . . . brac[hte] (er) seine Kunde (zurück). lesen. Doch beachte Anhang I. — i = Ann oder Ilu? Möglich auch, dasB an hier lediglich Determinativ für „Gott". — 8 Lies t-W? -— 9 Viel- leicht alle oder etliche Namen ganz phonetisch zu lesen. — 10 Geschr. MtJ-Ni. — n Ungewiss, Wieviel zu erg. — 12 Vielleicht kir (= pü und ttr) zu lesen. 294 Der Köniß von KQtha. 7. ina [. . J-i al-pfbju-jftf1-*«] 8. ? ? ? ? aä-feul-ma da-mf it-ta-w[i*'] 9. a[l-s]i märi (amilu) bäri u-ma-'[-irsJ 10. 7 ana [pa-a]n 7 (inimiru) p(b)al}ädi al-p(b)u-i[«4] 11. u6[-kin öcanü)8]gubri7 Ülüti 12. a-gal-m[a *] iläni rabüti 13. (ilu)B-tar [(ilu) . .]? (iln)Za-(n)ga-(n)ga (iiu)A-nu-ni-tum 14. (ilu)Nabü9 (ilu)[. . .] (ilu)SamaS fcu-ra-du 15. ? ? [. . .] iläni ana a-la-ki-ia 16. [f)urus8t](-t) ul i-di-na-am-raa 17. ki-a-am afc-bi a-na libbi(-bi)-ia 18. um-ma ln-u a-na-ku-ma 19. a-a-u UK-BAR10 l ] ?" ib(p)-ri 20. a-a-a lik-bar10 [ ] £a-il-tu 21. lul-lik ki-i tur1* kil an ? ?!I-[ft(p)]tt libbi(-bi)-ia 22. u lu-ud-di §a14 parzOU1* ia-a-ti lu-u§-bcrt 23. äattu ma^-ri-tu ina ka-§a-di 24. 2 SuSSi lim ummäni16 u-§i-§i-ma ina libbi-§u-nu 25. iätfn(-fn) baltu ul itüra17(-ra) 26. §anütum(-tum) Sattu ina ka§ädi(-di) 90 lim ki-min 27. äalultum(-tum) Sattu ina ka§ädi(-di) 6018 lim 7 mfat ki-min 28. is-si-hu fn-ni-§u a-ka-la 29. a-Su-nS uS-ta-ni-ifc 30. ki-a-am afe-bi a-na libbi(-bi)-ia ura-ma lu-u a-na-ku-ma 31. a-na pa-li-1 mi-na-a i-zib19 32. a-na-ku Sarru la mu-§al-li-mu mäti-§u Col III. 1. u rl-l-um la mu-£al-li-mu um-ma-ni-Su 2. ki lu-ui§-tak(l£)-k(fc)an-ma : pag-ri u p(b)a-ti lu-§f-$i i 8. Z. 10. — 2 Erhalten su + dil. — s S. Col. III, 19. — 4 Zim- mern bietet ohne Fragezeichen u[t]\ alptd hiesse: „stiess", „schlug** oder „berührte". S. Col. in, 20. — 5 Z. T. erhalten. — 6 S. Col. Ul, 21. — 7 Das Zeichen II R 24, 33a + Pluralzeichen. Lesung nach K 4174 + K 4583 Revers Col. III, 15 (Meissner, Supplement p. 9 hinten), wo das Zeichen = gu-ub-l[u)0). - s S. Col. III, 22. Fehlt vielleicht Nichts. — e Geschr. (üu)pa . pa hier undeutlich; aber s. Col. I1J, 24. — 10 lik-bar = barbaru oder a&ü = „wilder Hund" (d. i. Leopard?). Der König von Küthä. 295 Mit [...]. schlu[g] ich [ihn], te ich and Blut sog er [ein]. I[ch r]ief (und) entb[ot] die (Söhne der) Wahrsager, sieben v[o]r sieben Lämmer . . [.]te ich, st[ellte hin] reine . . -röhre. Da[nn] fragte ich die grossen Götter, Gtar, [. .] ., Za(n)ga(n)ga, AnünTtu, Nabu ,[. . .], SamaS, den Gewaltigen. (Aber) .[....] die Götter „zu meinem Gehen" gaben kein [Urtei]! und (da) sprach ich also zu meinem Innern, nämlich: „Fürwahr ich, welcher . . [ ] . hat geschaut, welcher . . [ ] Zeichendeuter? Ich will hingehn wie ....[.]. meines Herzens(Innern) und den . . von Eisen will ich mir packen!" Als das erste Jahr herankam, liess ich 120,000 (als) Heer(volk) hinausziehn, aber unter ihnen kehrte nicht Einer lebend zurück. Als das zweite Jahr herankam, dass. 90,000 dass. . Als das dritte Jahr herankam, dass. 60,700 dass. . (Da) werde ich . ., werde ich schwach, ward düster, ward betrübt, quälte mich, sprach also zu meinem Innern, nämlich: „Fürwahr ich, was hab' ich für die Regierung übriggelassen? Ich, ein König, der sein Land nicht unversehrt erhält, Col 111. und ein Hirte, der sein Volk nicht unversehrt erhält, wie soll ich . . . und : meinen Leib und meinen . . hinausziehn lassen ? Vielleicht aber bar (1. dil + diä ?) zu einem anderen Z. zu erg.? — n „Kaum Lia nach m. Copie. — 12 Lies märu= „Sohn"? — is Nicht etwa vor b]iS gi zu lesen. — 14 Oder zu lu-ud-di-sa= „will erneuern" zu verbinden? — 10 Geschr. (i7u)bar(?). Oder lies (ilu)Ninib't — 16 So, nicht fäbi, zu lesen nach Anhang I, 2, 4 und 6. — 17 Oder utira = „lies ich zurück- kehren". — 18 Oder 1 zu lesen. — 19 i-ptp zu lesen scheint ausge- schlossen ; denn ifipu im Kai = „zusammenfügen" und in dessen Perman- siv = „zusammengefügt werden". 296 Der König von Kütliä. 3. Sa-lum-mat ni-gi mu-Si rnu-u-tu namtäru a-ru-ur-te 4. [n]a-mur-ra-tu jar-ba-Su ni- ^i-iV -su-u ni-ib-rf-tu 5. [&m-äi-o]J-Su di-lib-tu ma-la ba-§u-u 6. [ana i/i]-Su-nu it-tar-da 7. [i-nin-na li-i$-$]a-kin a-bu-bu 8. ? [ a]-bu-ba päni 9. i-za[k-ka-ra libbifötf-ma t-]fcab-bi 10. iläni [ .]-{-Su 11. tak-ba-nim-ma [ ]-Sa 12. u Sub-Su-a [ ]-Su 13. ta-?(z)ur[ ]di 14. zakmakka Sa rlbüti(-ti) §[atti ]a 15. ina tf-mf-lp Sa ilu-bit-a [ ]pa 16. Sa iläni [. . . .]a 17. nifci zakmukki illüti [...]? 18. ti-rf-i-ti fllä(i)ti ni-[. . .]? 19. al-si märi (amilu) bäri u-m[aJ-i]r3 20. 7 a-na pa-an 7 (immlru) p(b)uhädi al-[p(b)u-/c]a4 21. u-kin (fcanü) guferi5 i[llüt]ift 22. a-Sal-ma [ ]6 iläni r[abüt]i 23. (ilu)IS-tar [(ilu) . . (ilu)Za-(n)ga-(n)ga (ilu)A-nu-ni-tu]7m 24. (ilu)Nabü [(ilu) . . . (ilu)SamaS fcu-ra-d]u8 (Folgen zwei Zeilen , die mit : tur [(= märu = Sohn ?) und : ?[ dehnung, darnach Zeilen mit den Anfängen at?[; it-t[i = des Fein[des.) Col IV. (Zeilen mit den Besten 1: alu §a-a[-Stt == selb [ige] Stadt [; mäch[tige] König [....] vergangenen] ; 4 : iläni [. .]? ti ?[. . .] = [meine] Hand [..]... [.] . sie; darauf:) ' 6. at-ta [S]arru pa-tl-s[i r]ubü lu mam-ma Sa-na-ma 7. Sa flu i-nam-b[u-sw] Sarru-ta tfppuS9(-uS) 8. tup-S(s)i(u)n-[n]10a l-pu-u§-ka narä aS-tur-ka l So oder b(p)il. — 2 Zur Erg. 8. Col. II, 30. — ,'8 S. Col. II, 9. — 4 S. Col. II, 10. — öS. Col. II, 11. — 6 S. Col II, 12. — 7 S. Col. II, 13. — 8 S. Col. II, 14. — 9 Oder ippui = (dass) er ausübe. — 10 Oder Der König von Ktttha. 297 Schrecken(sglanz) der Menschen, Nacht, Tod, Seuche, Erdbeben, [0]rau8en, Schauder, . ., Hunger, [Hungere]not, Drangsal, soviel es (davon) giebt, ist [auf] sie niedergekommen. [Nun möge] eine Sturmflut gemacht [werden], g[ewalliger als die Stu]rmflut der Vorzeit!" Es 8[agt mein Inneres und] spricht: „(Ihr) Götter, [ ] . ., ihr befahlt (mir) und [ ] . und werden zu lassen [ ] . Der Jahresanfang des vierten J[ahres ]. im Gebet (zu) ia [ ] . der Götter [ ] . (Lamm)opfer des Jahresanfangs, reine [. . .] ., „Befehle", reine .[...].. Ich rief (und) e[ntbo]t die (Söhne der) Wahrsager, sieben vor sieben Lämmer . [. . t]e ich, stellte hin r[ein]e . . . -röhre. Dann fragte ich [ ] die g[rosse]n Götter, Etar, [. ., Za(n)ga(n)ga, Anünitju, Nabu [,..., SamaS, den Gewaltig]en. beginnen, darnach vermutlich eine Lücke von unbekannter Aus- mi[t; ni§u la [= die Menschen nicht [; alu nak[-rt = die Stadt Col. IV. 2: a-na ?[ = zu ?[; 3: Sarru dan[-nu . . . .] ul-lu[-u-tt] = der = die Götter [..]...[...]; 5: fca-t[i . Ja ki ?[.] ?-Su-nu-ti „Du, [K]önig, Statthalte[r, Fjürst oder irgend ein Anderer, d[en] ein Gott beruf[en] wird, (dass) du die Königsherrschaft ausübest! Ich hab' dir eine . [.] .-tafel gemacht, hab' dir eine Steintafel geschrieben, lies tuppi Unna = „Tafel aus Elfenbein (eig. Zahn)a? Oder tuppa- iin bez. <«ppa-[«t-ti]a = „ihre Tafel«? 298 Der König von Kütha. 9. i-na K[ü]ti(Ki) ina I-grr-lam 10. i-na pa-pafe (ilu)Nirigal i-zi-bak-ka 11. (abnu)narä an-na-a a-mur-ma 12. ga pi-i (abnu)nari an-na-a gi-nif-ma 13. la tMsi-ib-hu la tMn-nig-gu 14. la ta-pal-lafc la ta-tar-ru-ur 15. ig-da-a-ka lu-u kf-na 16. at-ta ina su-un sinnisti-ka gi-pir lu tipug(-ug) 17. düräni-ka tuk-kil 18. hf-ra-ti-ka mi mul-li 19. pi-sa-an-na-ti-ka gf-im-ka kaspa-ka 20. bugä-ka namkurra-ka 21. [. . . w-]nu-ti-ka gu-rib 22. [. . . rtt-A*]M-us-nia tup(b)-l$a-a-ti f-mid 23. [pag-ri-ka] u-§ur p(b)u-ut-ka Sul-lini 24. [. . . . m]a 1 tu-§i-gu 25. [....]. ma 1 ta-as-nijc-su (Eine Zeile mit Anhang. Lf ... ' [i-na mah-ri-i 3 gu-gi li-mi um-ma-ni u-gf-§i-am-ma]s 1. im-ta-ha-a? ta-ap(b)-da-a u-ul i-zi-[ba ma-nam-ma] 2. i-na ga-ni-i 2 g[u]4-g[i]4 li-mi um-ma-ni u-gf-§i-am-ma 3. im-ta-^a-a§ ta-ap(b)-da-a u-ma-al-li §f-ra 4. i-na ga-al-gi gu-gi li-mi um-ma-na u-gi-gi-am-ma 5. Mi ga pa-na u-wa-at-tf-ir gu-a-ti 6. ig-tu 6 gu-gi li-mi um-ma-ni i-ni-ru 7. im-ta-ha-a? ta-ap-da-a ra-bi-a 1 Var. ii(!) zwischen ti und si. — 2 Veröff. von Scheil im Recueü de Travaux Band XX unter No. XXXV auf p. 11 f. eines mir freundlichst übersandten Separatabzugs. Zur Transscription und Uebersetzung s. p. 12 f. ibidem und Zimmern in d. Zeitschrift f. Assyr. XII p. 317 f., 328 u. 330. Die nahe Verwandtschaft dieses Textes mit dem oben auf Der König von Küthä und Anhang. 299 (sie) in K[ü]thä in ESrrlam in der Kammer NörigaPs dir hinterlegt. Sieh' diese Steintafel an und höre, was gemäss dieser Steintafel ist, und werde nicht . ., werde nicht schwach, fürchte dich nicht, zittere nicht, deine Beine mögen feststehen, mögest du im Schoosse deines Weibes das „Geschäft" verrichten! Mache deine Stadtmauern stark, fülle deine Gräben mit Wasser! Deine Tonnen, dein Eorn, dein Geld, deine Habe, deinen Besitz, [. . .] deine [Gejräte bring9 hinein! [. . füge] zusammen und errichte Innenkammern; schütze [deinen Leib,] erhalte deinen . . .! [(Wem?) . . . ., dan]n geh' nicht zu ihm hinaus; [(wenn) ....]., dann komm9 ihm nicht nahe ! ]ka am Ende.) Anhang. I. • • • [Zuerst liess ich 180,000 (als) Heer(volk) hinausziehn und] er (er)kämpfte eine Niederlage, liess K [einen] üb[rig]. üTtrzweit liess ich 12[0],000 (als) Heer(volk) hinausziehn und er (er)käropfte eine Niederlage, füllte das Feld. Zwdritt liess ich 60,000 (als) Heer(volk) hinausziehn und trefflicher als vorher machte ich es. Nachdem er 360,000 (ah) Heer(volk) erschlagen, eine grosse Niederlage (er)kämpft, p. 290 ff. unabhängig von Zimmern auch von mir erkannt. — s S. zur Erg. Z. 2, 4 und 6 : 6 — (2 -f 1) = 3. Möglich , aber nicht wahr- 8cheinlirh, dass in Z. ß f. von einer 4ten Niederlage die Rede ist. — 4 S. Z. 4. 300 Der König von Küthä und Anhang. 8. a-na-ku fs-^i-J«*1 fn-ni-Si 9. a-ka-fo* a-na-Ji3 a-Su-uS am-ti-ma 10. um-ma a-na-ku K(k)at-ili4 a-na pali-ia mi-nam ub-lam 11. a-na-ku §ar-ru la mu-§a-lim [wa-*]-/t-§u 12. w6 rffl la mu-§a-lim ni-§i-§u 13. ia-a-äi pali(-f) mi-nam ub-lam 14. ki-i lu-u§-tarak(k)-fr(A;)an7-ma 15. pa-ag-ri u um-ma-ni lu-§f-§i 16. a-na hu-ul-lu-u^: $f-ri ak-ka-di-i 17. (amllu) nakra da-an-na id-ki-am-ma (Folgen noch 3 Zeilen mit fehlendem Anfang. In Z. 19 liest sa-pa-nu ? = Jakkadischeu niederwerfen . .) IL 8 (Beste von 5 Zeilen, nämlich : a&-lar-b]a-a£-£[u-nu = ich näherte ihne[n; 3: ]aw-taMa-a§-§u-nu [=] ich stürzte mich auf sie [; 5: ]ina da-mi i-*i&[-&M-wlü =] in Blut tauch[en] sie ein [. 6. ]ina libbi(-bi)-§u-nu 12 (amtlu) sab! ip-par-§u-nin-ni [ 7. ]arka-Su-nu ar-du-ud ah-mut ur-ri-ih [ 8. §]äbi §a-Su-nu ak-Su-su-nu?[ 9. ]§[a]bi Sa-Su-nu u-tlr ?f 10. k]i-a-am afc-bi ana libbi(-bi)-i[a i-3 So vermutlich nach Colli, 28 f. oben p. 294 in der Hauptsache mit Zimmern (1. c. p. 318 und p. 330) gegenüber resp. -ku-ti, -at und -as in der Edition Scheil'b. Dieser giebt die Möglichkeit, in Z. 8 -bi-hu zu lesen, zu, leugnet aber die Möglichkeit, an den 2 anderen Stellen nach Zimmern 's Vorschlag zu a-ka-la und a~na-db zu verbessern. Unsere Le- sung a-na-fri ermöglicht für die letzte Stelle einen Compromiss. — 4 Name des Königs? Oder: ich, die Hand Gottes?? &v = kätu nach Scheil aber nicht sicher. — 5 Nach Scheil'b Edition fehlt Nichts. Vielleicht für ti mat = tnäü zu lesen? S. o. p. 294 Col. II, 32. — s Scheil Sit. Aber 8. o. p. 294 Col. III, 1. — 7 Lies kan-kar? S. oben Col. HI, 2 und Der König von Küthä and Anhang. 301 werde ich(, ich) . ., werde ich schwach, ward düster, quälte mich, ward betrübt und klagte, nämlich : „Ich, Kät-ili, was hab' ich meiner Regierung (hervor- gebracht ? Ich, ein König, der sein [La]nd nicht unversehrt erhält und ein Hirte, der seine Leute nicht unversehrt erhält, was wird mir die Regierung (hervorbringen (und) wie soll ich . . . und meinen Leib und mein (Hoer)volk hinausziehn lassen? Zu vernichten das akkadische Feld hat er den mächtigen Feind in Bewegung gesetzt und man ]gu-uk-ka-ni-a = Jmeine . . - opfer ; in Z. 20 ]ak-ka-di-i II. m]ich i[hnen; 2: a£]-far-ba-a§-Su-n[u = ich nä]herte mich 4 : ]u-§ar-da-a °kul mu9 [=] ich liess fliessen (oder folgen) . . [ ; Dann :) ]unter ihnen entflogen mir 12 Krieger [ ]hinter ihnen her folgte ich, eilte ich, hastete ich, [ Jselbige [K]rieger, ich holte sie ein . [ ]selbige K[r]ieger brachte ich zurück . [ ajiso sprach ich zu meine[m] Innern [ Zimmeen 1. c. p. 318. — - 8 Nach K 8582, veröff. von Haupt, Nimrodepoa p. 78. S. dazu dens. in d. Seiträgen zur Assyriologit I, p. 120. Zur Verwandtschaft dieses Textes mit den vorhergehenden 8. ausser dem In- halt die Redensart in Z. 10. Zu den flieg(!)enden Kriegern s. o. p. 292 Z. 11 f. „Zugehörigkeit zur Izdubarserie" natürlich nicht nur mit Haupt L c. „zweifelhaft", sondern absolut ausgeschlossen. — 9 Eine Lesung zir-mu = „Regenguss" wegen des hebr. tnT wäre problematisch. — 10 Oder lies und ergänze ] ? da-mi i-ti(a)p-[pi(a)-ru = ] . mit Blut sätti[gen sie sich« S. Gilg. Tafel I , Col. II, 40 oben p. 120 f. — n Vielleicht beginnt mit tn-nt[ ein neues Verbum. 302 8. 2 f. Z. 2—4. Commentar. 8. 2 f. Z. 2. S. zu ammatum K 235 + K 3834 (veröff. von King, Magic PI. 23 ff.) Z. 5 f. und Duplicat : ammatia ina libbia uhi&ma klma sibi uktaddidanni = „hat meine . . aus meinem Herzen (Innern) getrie- ben, hat mich wie ein Greis gebeugt". Ammatu muss also Etwas wie „Kraft" heissen. Nach V R 20, 18 f. ab ist id -f suh = ammatum und £(fc)tptr ammatum. Da id auch = imuku = „Kraft", hi$ru aber auch „Stärke" bedeutet (s. dafür Delitzsch Handwörterbuch p. 591 und — gegen Delitzsch — p. 592) , so ist die Bedeutung gut gesichert. Nur dürfte der ki$ru des Berges, auf den ein Fundament gelegt wird (s. De- litzsch 1. c. p. 592), statt „die Festigkeit", „das Feste" des Berges sein. 'Ki$ru bedeutet somit 1) „Festigkeit", 2) „das Feste". Wenn demnach ammatu an unserer Stelle irgendwie die Erde bezeichnen muss und dan- m(f)nM, d. i. „die Feste", ein poetisches Wort für „Erde" ist, so dürfte, wie hifru, ammatu 1) „die Festigkeit", 2) „das Feste" bedeuten. Dazu stimmt hebr. rite« in D^fiDH nilOK (J«s. 6, 4), welches die feste Grund- läge für die Schwelle bezeichnen muss. Ob tVüt^ als Apposition zu rtt(?) in II Sam. 8, 1 (nach Wellhausen) = „Festung"? Z. 4. Mein Vorschlag, mummu als „Mutter" zu deuten (s. m. Kos- mologie^. 322), wurde von mir bereits 1893 durch einen neuen ersetzt bei •Lukas, Die Grundbegriffe in d. Kosmogonien der alten Völker, weshalb Delitzsch' s Polemik dagegen in seinem Weltechöpfungsepos p. 118 unnö- tig war. Mummu hat möglicher Weise dasselbe Ideogramm wie ummänu (s. II R 29 Nr. 1 Rev. add., wo um-ma-[] wegen V R 39, 39 ff. ab, wenn nicht zu ummatu, zu ummänu zu ergänzen ist, und beachte, dass die „sumer." Aussprache des Ideogr. für mummu umun ist). Ia(?) heisst der (die) mummu (Merodachbaladan - Stein Col. III, 5 in Beiträge z. A8syriologie II, 261), und ist der Protector aller Künstler, der ummä- nu1 ay weil selbst allseitiger ummänu (= ßavvrjs ?). Mummu wird daher wie ummatu, dessen Plural ummätu dasselbe Ideogramm wie mummu hat, Yon derselben Wurzel wie ummänu, also }-m-m, herkommen. Ist dem- nach ein ummänu Jeder der (aus und auch ohne Stoff) Formen bildet o (C£ *Ut = „Richtschnur, Kanon", fcflffYöK = „Form, Leisten"), so 8. 2 f. Z. 4. 303 scheint mummu Etwas wie „Form" zu bedeuten; ob nun eine Form, wonach Etwas gemacht wird, wohinein Etwas z. B. gegossen wird, oder „Form" im Sinne von „Gestalt", oder Beides, bleibt zunächst ungewiss. Ia{?) hiesse dann auf dem Merodachbaladan - Stein mummu bän käla d. i. „Form, die Alles bildet" als der, nach dessen Ideen Alles gebildet wird, und Tiämat, von der es auch heisst, dass sie Alles gebildet hat (s. Tafel I c, 9 auf p. 6 und Parallelstellen) aus ähnlichem Grunde, wenn uns auch das Nähere über diese Vorstellung der Babylonier vor der Hand dunkel bleibt. Immerhin mag hierher gehören, dass aus der Tiämat Himmel und Erde geschaffen werden. Höchst beachtenswert ist nun, dass nach Tafel Ib, 17 allem Anscheine nach Mummu zugleich der Sohn des Apsü (und der Tiämat) ist, was auch Damascius weiss : Aus und nach der Form die Form. Noch beachtenswerter ist , dass Damascius mummi-Mtovutg durch vor\xb) ] d. i. „auf ihr Gebrüll hö[rt] nicht [ ] hin"? Z. 6. Delitzsch für su-bi-ka „lasse bringen" (?). Falls von btVuf ist diese Uebersetzung nicht genau. Delitzsch liest auf p. 74 sübika, scheint also an ein Schaf el von abäku zu denken. Z. 7 u. nag(k,k)ba in 6rify.-Epos I, 1 (o. p. HG), falls = „Alles", zeigt, dass nagab, mit b zu lesen. Hebraeisch-aramaeischcs öp3, syr. öp3 (zur Bedeutungsverschiebung vgl. TVfo-lamü bez. lawü) lassen es als möglich erscheinen, dass trotz IV R1 39, 25a (na-ga-ab) das assyr. Wort eigentlich, jedenfalls aber ursprünglich, nal'bu lautete. Aus n-k-b durch Assimilation einerseits qps, andererseits n-gb? Z. 8 u. liiänu iakänu nach uznu iakänu, pänu iakänu, pü iakänu wohl eigentlich „die Zunge setzen", „in eine gewisse Lage bringen". liiänu iitkunu in Bu. 88—5—12, 75 + 76 Col. VII, 40 (s. Beiträge zur 8. 12 f. Z. 8 u.— S. 14 f. Z 54. 319 Assyr. III, 252) jedenfalls Soviel wie „die Zunge (zum Zweck des Sprechens) in eine (bestimmte dazu erforderliche) Lage bringen4*. Hier gewiss das- selbe zum Zweck des Essens und Schmeckens. S. auch u. p. 20 Z. 133. Meine Uebersetzung auf p. 13 also nicht ganz correct und Delitzsch^ „mit lüsterner Zunge" auch nicht. Z. 9 u. ainan bekanntlich eine Getreideart, am Wahrscheinlichsten „Weizen". Nach unsrer Stelle ist es offenbar die feinste Getreideart. An Gerste wird man auch schon deshalb nicht denken dürfen, weil hier- für als Ideogramm §*-pat (d. i. Brodkorn) feststeht (s. 81, 2—4, 147, K 3784 u. Sm. 957 und dazu G. I. S. II, I, 1 , No. 38 ff.). „Brod" schlechthin (Delitzsch) heisst ainan nicht. Dafür hat das Assyr. aklu und kurmatu = pat. S. auch u. p. 20 Z. 134. patäku mit d. Praet. iptifc, e*g- »bilden", „aus Stoff gestalten", scheint kaum von der Zubereitung des Weins , ob nun durch Mischen oder durch Keltern, gebraucht werden zu können. Delitzsch übersetzt es hier, allerdings fragend, mit „brauen". S. auch u. p. 20 Z. 134. Meissner, dem sich Delitzsch anschliesst, folgert (in Z. /". Assyr* VIII, 382) aus S.21 Obv. 1 (veröff. von Scheil, ibidem p. 198): kurun+ (1) Si-Gis-Ni (= Sesam) = kurunnu, dass kurunnu spec. = „Sesamwein". Aber die gen. Stelle lehrt doch vielmehr lediglich, dass kurunnu speciell auch = „Sesamwein", aber eigentlich, ebenso wie karanu, „Wein", „Rausch- trank" überhaupt bedeutet. Beachte auch, dass auf K 133, Z. 19 f. (s. Haupt a. s. k. t., 80) gaS-tin = kurunnu, während karanu = gutin aus gastin. S. auch u. p. 20 Z. 134. Z. 10 u. Zu Delitzsch^: (mögen) [Marduk], ihrem Rächer (?), das Regiment übertragen ! s. o. p. 2 Z. 8. Seine Ergänzung und Lesung [ana Marduk mutir] gimilli-sunu (gegen p. 32 1. c.) kann richtig sein. Z. 11. kudmi = „vor" nach Zimmern. S. auch Delitzsch, Hand- wörterbuch p. 581. Im Sum. nach II R 36, 64 fcudmu = dub-sa(n)g; d.i. „Kopfplatte" ? Also eig. = „Stirn"? Vgl. o. die Anm. zu muttu auf p. 10 Z. 4 o. Z. 12 und Z. 14. S. d. Anm. zu Z. 5 o. Z. 15-S. 14 f. Z. 52. S. d. Anmm. zu S. 4 Z. 1— S. 8 Z. 38 o. 8, 14 f. Z. 53. Delitzsch für ili'a: „mag". Aber ein U'ü = „wollen", das Delitzsch (Handw. p. 364 f.) neben U'ü — „können" an- nimmt, scheint mir nicht erwiesen. Z. 54. Nug(d)immud(\) = Ja(?). S. bereits z.B. Delitzsch, Le- sestücke9 S. 9. Dort stellt Delitzsch diese Gleichung als durchaus frag- los hin, hält es aber gleichwohl 1. c. p. 99 für bemerkenswert, dass ich und Zimmern sie auch für fraglos richtig halten. Warum? Weil Ninib einmal (Assurnasiraplu I, 2) Erstgeborener Nug(d)immudis1 ein anderes Mal (SamSi-Adad I, 15) Erstgeborener Bel's heisse. Als ob babylonische Genealogien den Wert juristischer Urkunden besässen I Wollte Delitzsch nach dem Schema weiter identificieren , dann müsste er — um nur Eins zu nennen — aus den drei Göttern Anu, Bei und Ia(?) einen machen, da Nusku an der von Delitzsch, p. 95 1. c. erwähnten Stelle IV R* 49 320 S. 14 f. Z. 54-56. [56], 35 f. in einem Atemzuge Erzeugter Anu's, Erstgeborener BeVs und Geschöpf 7rt(V)'s genannt wird. Wo Nug(d)immud so erwähnt wird, dass wir auf seine Bedeutung schliessen können , ist damit ia(?) gemeint und darum liegt kein Grund vor, den Namen für so „allgemein" zu halten, dass er auch noch anderen Göttern geeignet haben könnte. Auch Tafel IV, 142 bietet dazu gar keinen Anlass. Z. 55. Delitzsch, der 'ir (nach ihm aus i'ir) liest,: „trat auf den Plan". Die „sachlichen Gründe" Delitzschs für diese Lesung (p. 137 f.) reichen aber nicht aus. Uebrigens ist eine Schreibung wie '-ir für 'fr unmöglich. ' im Anfang eines assyr. Wortes wird nie geschrieben. Schreibungen wie '-u-rw, '-i-ra und '-ir zeigen, dass der Stamm '-'-r und u'uru i'ira und (tjw'tr zu lesen ist. Nach Delitzsch ab{p)k(k)allu = „Gebieter". Wo heisst ab(p)- k{k)allu das? Sargon nennt sich (Cylinder 38) wegen seiner Klugheit Zinnat ab(p)k(k)alli d. i. „etwas einem a. Gleichkommendes " und nach Layard 38, 4 heisst ein weiter Bauch, d. i. aber, da der Bauch Sitz der Intelligenz ist, Soviel wie grosse Klugheit, ebenso, = „etwas (dem) eines a. Gl.a. Also ist ab(p)k(k)allu ein besonders weiser Mann. Daher auch die häufige Verbindung mit adapa (s. ausser Delitzsch Handw. p. 27 auch z. B. IV Rs 58 [65], 24 und o. p. 92, 5 und 7, wonach der weise Adapa ein ab(p)k(k)allu ist). S. auch nun-m* -f tak = imku , müdü, ippUu, &)~ k(k)allu, und I R 35 No. 2, 8 : Nabu ein abip)k(k)al nikläii (= kluger Dinge) gegenüber §amsi-Adad I, 22 u. K 3258 Obv. 17, wonach bez. Ninib und A&sur karas d. i. „Bauch" (s. o.) von nikläti heissen. S. auch die Be- zeichnung ab(p)k(k)al iamni für einen Wahrsager, die Zimmern richtig mit „Oelkundigcr" übersetzt (Ritualtafeln p. 85 Anm. 6). Z. 56. abälu des libbu bekanntlich = „den Entschluss fassen". Die eigentliche Bedeutung dieser Redensart bisher verkannt, abälu heisst sonst „bringen", „hinbringen" und „wegbringen" und darnach muss es auch in Verbindung mit libbu erklärt werden. Nun heisst babäiu „her- vorbringen", „erzeugen", einerseits vom Flursegen, den der Fluss her- vorbringt, andererseits von Gedanken, Gesinnungen usw. : bäbil (so natür- lich) JyitUi bei Sanherib III, 6 = „welche Sünde hervorgebracht hatten", und die davon abgel. Wörter Iribil und biblot — „Erzeugniss" heissen in Verb, mit libbi „Wunsch", „Gedanke", „Gewünschtes", „Gedachtes". Also muss auch abälu in Verbindung mit libbu (oder kabittu) eigentlich „hervorbrin- gen" heissen. Uebrigens heisst biliu von abälu ja auch „Erzeugnis", auch des Leibes (s. o. p. 108 Z. 16). Hiernach ist bltf Form III 2 bei De- litzsch Handw. p. 7 f. — trotz Delitzsch u. auf p. 7 — unter bül einzuordnen: mustabil amät damikti(ni) bei Sargon Cyl. 34 u. Stierinschr. 37 = „der gute Rede erzeugt" usw. — Nach dem Vorangehenden ist nun weiter libbu in der bespr. Verbindung nicht unser „Herz", sondern die ^Bauchhöhle". Denn nach den 1. c. unter blK und karsu von Delitzsch citierten Stellen sind die Gedanken Erzeugnisse des karsu, des Bauches, S. 14 f. Z. 56— 8. 16 f. Z. 70. 321 und des {\)eurru> d. i. des Leibes (= zumru !). Daher karsu anscheinend geradezu = „Verstand" und ähnl., z. B. in Beitr. z. Assyr. HI, 284, 19. S. o. die Anmm. zu kabittu und libbu zu p. 10 Z. 5 o. 8. 16 f. Z. 57. Zu ipSu püu s. o. d. Anm. zu S. 8 Z. 37. Z. 59 ff. S. d. Anmm. zu o. S. 10 Z. 5 u. ff. Z. 65. Delitzsch: Eilt und euer Regiment übertraget flugs ihm. S. die Anm. zu p. 2 Z. 8. Z. 67. Zu urfrasu usardima s. o. S. 10 Z. 9. Z. 68. Delitzsch übersetzt: demüthig vor Lachmu und Lachamu. Syntaktisch soll dem Nichts entgegenstehn. Mir scheint doch, dass, wenn Delitzsch im Recht wäre, alle Syntax aufhörte. Z. 70. Wie hier t-§iR, so wird auf p. 108 Z. 212 u. 217 u. p. 110 Z. 222 u. 227 von Zimmern Bitualtafeln is-si-ir mit äukinu verbunden. Daraus ergiebt sich die Lesung i-Sir. Hier wechselt es mit kamä$u oder kamäsu, ist also anscheinend ein Synonym davon und heisst dann wohl „kniete nieder". Dazu dürfte dann aber aüru = „demütig" oder eig. „sich niederbeugend" nicht gehören, da das doch wohl — nach allgemeiner Annahme — primae w ist. S. o. p. 86 Z. 77 f. u. 7 f. Möglich dass es — bei Zimmern hinter iuhinu; hier zwischen sukinu und naeäzu = „hintreten" — zu •yttp = »grade sein" gehört und „sich aufrichten" heisst. Var. Der, der ina leinsi kämisu ist, beschäftigt sich nach Crüg.-EpoB V, Col. (III) IV, 6 (o. p. 164) mit einem Ruhenden, steht also gebeugt oder kniet oder hockt. Nach Maklü, Tafel VI, 8 befinden sich die 2 fein^i unterhalb des kab-?[, wohl des kabln , d. i. der Taille , oberhalb der (zu- letzt darnach genannten) Füsse, sind also, weil paarweise vorhanden, die Beine mit allem Zubehör oder ein Teil davon. Nun sind sie nach einer für sie charakteristischen Handlung benannt. Also kann der, der diese mit ihnen ausübt, kein sich Beugender sein — denn beim sich Beugen stehn die Beine sogut wie sonst — , muss vielmehr ein Knieender oder Hockender sein. Nach Craig, Belig. Text* I, 5, 19 betet aber der ina kirm kämisu. Also wird feamäsu = „knieen" und somit kinsu der Kör- perteil, womit man kniet, also das Knie oder aber der Unterschenkel sein. S. übrigens zu kin$u noch Meissner Suppl p. 84 f. , Craig Bei. Texte I, 66, 15 f. u. a. St. — Die grosse Aehnlichkeit zwischen Jpamäsu und kamäsu mit jedenfalls verwandter Bedeutung verleitet dazu, kamäsu ge- radezu als eine Spielform von kamäsu anzusehen und ihm demgemäss dessen Bedeutung zuzusprechen. Vgl. Meissner 1. c. p. 84. Und in der Tat befürworten das Stellen wie V R 36, 18 (ik-mi-sa unter ihm und küssten seine Füsse) sehr und Stellen wie kamsu izzazu (= stehen) bei Nebukadnezar II Gr. Inschr. II, 62 sprechen nicht dagegen. Das Stehen kann ja dem kamäsu folgen. Auch sein Ideogramm gam (IV R1 54 [61], 20 u, 22 etc.), falls es nicht das für fcamäsu ist, sonst auch lediglich = „beugen", würde nicht entscheidend hiergegen sprechen. Freilich würde dies eher auf „sich beugen" führen! Aber nach II R 35, 7 hat kamäSu als sumer. Aequivalent hi-gam d. i. „Knie" + „beugen", bei Craig Astr. Texte 58a, Obv. 16 aber gam allein. Das beweist aber nicht absolut. Jörn, Mjttan u. Epem. 21 322 S. 1« f. 2. 70-8, 20 f. Z. 135. Denn dass kamc&u, wenn auch urspr. gewiss mit kamäsu identisch, nicht schlechthin mit kamäsu identificiert werden darf, beweist das phonet. Complement -uä bei Craig 1. c, da als Praeteritum von kamäsu bisher nur ikmis nachweisbar ist. Zimmern übersetzt an unsrer Stelle: „stand gebückt", Delitzsch: „sich verneigend*. Nach s. Handw. p. 336 heisst kamäsu „sich verbeugen" und „niederfallen". Z. 72. S. d. Aum. zu S. 12 Z. 5. Z. 73-8. 18 f. Z. 110. S. die Anmm. zu S. 4 Z. 1— S. 8 Z. 88 o. 8. 18 f. Z. 111-S. 20 f. Z. 124. S. d. Anmm. zu p. 14 Z. 63— p. 16 Z. 66. 8« 20 f. Z. 126. Die Igigi sind die Götter deB Himmels im Gegen- satz zu denen der Erde und unter der Erde. Delitzsch (p. 158 1. c.) scheint sie für eine niedere Klasse von Göttern zu halten. Da tanüfcatu ein Synonym von smtu (von iasü = „rufen, schreien"), rigmu und ikkillu = „Geschrei", „Lärm", „Geräusch" (nicht — gegen Delitzsch — speciell = „Wehgeschrei") ist, heisst näku wohl „schreien", nicht „wehklagen", wie Delitzsch annimmt. mortui wörtlich und genauer etwa = „mit Beschwer" oder „schmerzlich". Z. 127. Nach Delitzsch. Z. 129. Für ik(k,g)saäüni schlägt Zimmern 1. c. „versammelten sich8 vor. Falls k vor £ das Richtige und kiisatu = „Gesammtheit" mit De- litzsch Handw. p. 360 zu Ä— £— 8, sehr empfehlenswert. Z. 131. Zu mtdtii s. o. p. 10 Z. 4 o. Z. 132. inniöku von nasäkut? Das Niphal — was auch Delitzsch nach seiner Uebers. annimmt — kann im Assyr. wenigstens reflexive Be- deutung haben: Das Niphal von imidu = „stellen" heisst auch „skh stellen". Vielleicht ist auch na'butu = „fliehen" darnach zu erklären. Delitzsch, der iäku, ein Synonym von dannu, im Auge hat , übersetzt : stärkten sich(?) Bruder und Bruder durch ihre Gemeinschaf t (?). Z. 163 f. S. o. p. 12 Z. 8 f. Z. 135. matlpu — mit Delitzsch an dieser Stelle gegen Delitzsch Handw. p. 436 — jedenfalls auch Adjectiv, wie doch wohl der Singular U8anni lehrt. Also ist der sirisu • siras (s. Delitzsch 1. c. p. 512) süss und somit „Most" oder sonst ein süsser Trank. An unsrer Stelle aber = kurunnu in Z. 134. Also = „Most" oder „süsser Wein". Nun wird von dem Wort mit Hilfe der Nisbe- Endung ein Berufsname sirasü- sirisü abgeleitet, der auch einen Wahrsager bezeichnet (s. Zimmern Ri- tualtafeln p. 87). Das allgemeinere „Mostmacher" ist da jedenfalls wahr- scheinlicher als „Süssweinmacher". Drum wird es wohl bei m. Uebersetzung „Most" (von Zimmern und Delitzsch wenigstens 1. c. acceptiert) bleiben. U8anni nach Delitzsch für uitanni. Die Erg. von surra- nach Delitzsch schwerlich richtig, da 1) ein Wort 8urru mit 8 (gegen Delitzsch; s. auch dessen Handwörterbuch p. 576) nicht nachweisbar ist und 2) das wirklich vorhandene Wort eurru oder surru nicht „Herz", sondern nur „Leib" heisst : sur-tu (nach II R 8. tt f. Z. 135—2. 323 96, 62) rs kik, welches auch = libbu auch « „Bauchhöhle" (b. o. d. Anm. zu p. 10 Z. 5 o.), und = su *= zurru = „Leib" (IV R* 20 No. 1, 8), also, obwohl an der letztgenannten Stelle neben eumru, wohl — wie man schon vermutet hat — aus eumru. Die von Delitzsch Handw. p. 576 angef. Stellen bestätigen dies: s{ß)urru sumdulu neben karai (Bauch) nikläti bei ÖamSi-Adad 1, 22, und nach mehreren Stellen füllt oder sättigt man (makäru) den z(s)urru mit Wein. — Demnach statt furru etwa ft'n- fur fim- a= „Verstand" zu erg. Z. 186. Gegen die Annahme eines assyr. Hkru neben sikturu wäre angesichts von Formen wie gabarü neben gabrü usw. wohl nichts Durch- schlagendes einzuwenden. Aber da nag, = „trinken", nach V R 30, 26 gh auch = hkru iatü (s. Delitzsch p. 139), dazu auch hier in ders. Redens- art Sikru, nicht sikaru gebraucht wird, so wird einer Deutung: „beim Trinken des Rauschtranks" Delitzschs Deutung: „indem sie sich einen Bausch tranken" (1. c.) vorzuziehen sein. Gegen einen andern Vorschlag Delitzsch^, Hkru als Permansiv zu fassen (p. 139 u. p. 103 1. c), spricht Y R 30, 26 gh. ftofaftf zuw[ru] nach Delitzsch ohne Fragezeichen = „vollgefüllt der Leib". Im Handw. p. 267 scheint ihm d. Bed. zweifelhaft. Das Ideo- gramm ]Sar (= b%) für babäfu (K 4201 bei Meissneb Supplement hinten p. 10) und frab(p)ätu (falls für babäsul) vom Fleisch als schlimmes Dia- goosticon (73—7—22, 1 bei Bezold, Catalogue p. 1698) begünstigen seine und noch mehr unsre Uebersetzung. Aber andererseits zu beachten &itb(p)u8üni(kkd) babibu im Parallelismus mit risüniQcka) = Jauchzen" IV R 17, 1 1 , wo frabibu doch wohl mit Delitzsch Handw. p. 268 zu baböbu = „rufen", und Sanherib Beilino 29: „auf ihre Felder, die hab(p)9üti, goss ich (ia^arratu d. i.) Schweigen aus". Darnach babäfu s „jauchzen", „fröhlich sein oder werden"? Also: wurden die Leiber fröblieh ? Der Leib ist ja Sitz der Gemütsbewegungen. Vielleicht gehört hierzu auch fyabibu, in V R 16, 40 zwischen Ackersmann und eiräiü d. i. „Winzer" erwähnt, mit dem Ideogramm ka (auch = Mund, Rede, sprechen) 4- nun -f- di, wozu balribu, das Attribut Marduk's bei Craio Bei. Texte L, 66, 17 zu vgl. Zu babafu für bab$u s. auch nakkadai für ndkdat bei Zimmehn Rüualiafeln p. 104 Z. 112. Z. 137. „wurden sehr müde" nach Delitzsch gegen m. Kosmolo- gie p. 279. Z. 138. Zu Delitzschs Uebersetzung: „übertrugen das Regiment" s. o. p. 2 Z. 8. Z. 1 nach Delitzsch. Z. 2. Delitzsch für ma^arU abbUu: seine Väter überflügelnd. Da er nach p. 80 + 140 u. Handw. p. 402 ma^äirii liest, sieht er in dem Worte einen Infinitiv. Aber wie kommt er dann zu s. Uebers.? ma^a-rii lidmat in p. 14 Z. 56 lamt sich, gegen Delitzsch Handw. 402, natürlich nicht als Zeuge hierfür verwerten. Denn entweder bedeutete dies aua majori T. = ,um T. zu begegnen" oder makäru stände auch hier für mabris. 21 • 324 S. 20 f. Z. 2— S. 22 U Z. 11. Zu Delitzschs Uebersetzung des Folgenden: „nahm er Platz als Entscheider" 8. o. zu S. 6 Z. 30. Z. 3. Diese und die ff. Zeilen vielleicht — zum Teil mit Zimmern 1. c. — optativisch oder jussivisch zu fassen. S. zum Permansiv mit dieser Bedeutung z. B. o. p. 58 Z. 12 u. p. 248 Z. 257. Z. 4 u. 6. Zu Delitzsch^ Uebersetzung von iimafka mit „dein Regiment" s. o. zu S. 2 Z. 8. Es kann aber zweifelhaft sein, ob iimtu hier das Marduk Bestimmte oder von ihm zu Bestimmende ist sikarka Anu Soviel wie: „dein Gebot ist wie das des Anuu. S. o. p. 98 Z. 6. Z. 7. Oder isHu ütnimma = „von heute aba?. Vielleicht = „von dem Tage (der Zeit) an, wotf (. . ., soll . . .). Zu ümu = „Zeitpunkt", „Moment" s. wohl S. 244 Z. 221 u. 223 und gewiss p. 24 Z. 63. Z. 8. Nach Delitzsch («i) lü gätka in Uebereinstimmung mit m. Kosmologie (: soll in deiner Hand liegen) = sei deiner Hand Werk. Etwas Derartiges wird darunter zu vermuten sein. Aber wie kann man das hineininterpretieren? „In deiner Hand" kann g{Jc)ätka nicht heissen; das hiesse kätukka. Auch st, auf suskü und suspulu bezüglich, befremdet S. 22 f. Z. 9. lä sarär nach Delitzsch (s. auch s. Handw. p. 522) und der herkömmlichen Auffassung = „un widersetzlich u. Allein ohne jede Frage ist saräru der Gegensatz zu känu, sartu zu kinu, was in Zimmern's „unverbrüchlich a zum Ausdruck zu kommen scheint S. aber in Z. 72 „Widersetzlichkeit" für sarräti. Vor Allem zu berücksichtigen Stellen wie VA. Th. 552, Obv. 14 ff. (Reisner, Hymnen p. 13), wonach nu~gi =s lä kinu und = sarru, und Sp. II, 265a Rev. Z. 258 (Z. f. Assyr. X, 18): sarrätu u lä kxnätu. Auch an unsrer Stelle steht ja lä sarär im Parallismus mit kinu und auf p. 36 Z. 25 f. sartu vielleicht mit kittu = „Gerechtigkeit", „Treue". Die Mar ist also die, welche sarrat (K 257 Obv. Z. 54 bei Haupt A. S. K. T. p. 127), als die (in ihrer Liebe) Unbe- ständige (8. (Ttfy-Epos VI, 46 ff. o. p. 168 ff.) und derselbe Stern heisst 8arruy weil der „Unbeständige u , der auch balum = „nicht da" und sa- numma = „ein Anderer" heisst (11 R 49 No. 3), sarräti endlich mit dem Singular sartu (K 257 Obv. 56) und surräti (von Winckleb in AUor. Forsch. H, 30, Z. 20 annähernd richtig mit „Verrat" übersetzt) mit dem Singular surtu (Beiträge z. Assyr. II, p. 201 Z. 40) bedeuten „Treulosig- keiten". Ob sarru ein Beiname des Greises ist (II R 32, 28) als des nicht fest Stehenden, bleibt ungewiss. Gewiss ist es nicht zu kühn, surru, vor Allem in surrü und issuri resp. = „alsbald" oder „sobald als" (De- litzsch Handw. p. 512) hierzu zu stellen. Nach Delitzsch Handw. p. 512 bedeutet es wohl „Augenblick". Also eig. = „Bewegung11 oder „Veränderung"? Zeit ist Bewegung und jeder neue Moment wird durch Veränderung markiert. Z. 10. Uebersetzung nach Zimmern und Delitzsch 11. cc. Zuitö tiiku s. Delitzsch Handw. p. 156. Z. 11. Aehnlich übersetzt in d. Beiträgen z. Assyr. II, 155 von Belser und darnach von Zimmern 1. c. 8. 22 f. Z. 12—19. 325 Z. 12. Unsre Deutung hat keine grammatischen Bedenken gegen sich. Zimmern im Anschluss an Belser in d. Beiträgen z. Assyr. II, 155: „mögen sie daran darben (?), an deiner Stätte sei sie reich" und De- litzsch: „(Ausstattungsfülle) werde, während sie darben, deinem Heilig- thume zu theil". Aber das Masc. kun Prädikat zum Fem. zanänwtu?.? Dass sagu{ü) „Mangel", bez. „Mangel leiden" heisst, ist nicht erwiesen. Und aiar = „während44?? Ein Wort sagü K 2020 Rev. 5 (Meissner SuppL hinten p. 4), weil «= Hbbu u. kab[lüt], wohl = „Gürtel". Z. 18. Besser nach Zimmern: „0 Marduk, da du unser Rächer sein willst (eig. : bist)" ? Z. 14. niddin eigentlich „gaben". Scheint hier wie im Hebr. z.B. VlfD mit Präsensbedeutung gebraucht zu sein. So auch Zimmern 1. c. Qder ist der Sinn: „Wir haben dir gegeben(. Nun soll darum auch etc.)"? Z. 15 nach Zimmern übers. Zu tisamma vgl. o. Tafel II c, .7 f. (o. p. 12), Tafel III, 61 f. u. 119 f. (o. p. 16 u. 18 ff.). Wohl auch sicher an unsrer Stelle Imperativ und nicht etwa Praesens für tuäsamma. De- litzsch für L ina pu^ri „setze dich nieder in Kraft". Warum auch hier diese ganz unmotivierte Neuerung? S. dazu o. zu p. 4.Z.2 q. Z. 16. Delitzsch für nab(p)altü in s. Handw. „unterliegen o. ä.a, 1. c. „unterliegen" ohne Fragezeichen. Das Wort aber mit Sicherheit nur hier nachweisbar, also nicht sicher zu deuten. Vielleicht indes mit na- b(p)altü identisch, das nach II R 27, 48 = ]par = par und dort in einer Gruppe mit und hinter ]par = dag = rapädu = „dahinstürmen" u. ä. (s. dazu o. p. 126 Z. 24). Zu räu als Synonym von näru „erschlagen" (Delitzsch Handw. p. 605) 8. V R 18, 15, wonach aber der Zischlaut — ob s oder 8 — nicht feststeht. S. jedoch V R 41, 21 f. Z. 17. Kaum zu übersetzen: „Der Herr etc.". Z. 18. u auch zwischen Sätzen sicher mit der Bedeutung unseres „und" oder „aber". S. o. p. 66, 8(; 72, 12); 128, 46. An anderen Stellen kann man damit rechnen, dass es in dieser Stellung „(und) auch" oder „und sogar" bedeutet. S. o. p. 26, 69 + 92; 28, 107 + 115+119; 38, 24; 44, 19 + 22; 138, 88 ; 146, 15; 148, 18; 240, 170. Zu u sü im Satz- anfang s. p. 124, 2. „Ausgiessen des Lebens" nach dem Ausgiessen, Yergiessen des Blu- tes, des Lebenselementes mit dem Lebensodem darin. Z. 19. uszizu nur = „stellten", nicht mit Zimmern und Delitzsch „legten" oder gar mit Jensen, Kosmologie = „legten an". Daher zwei- felhaft, ob lübäSu hier wirklich = „Kleid". Ein lubääu, welches nicht „Kleid" bedeutet, dessen genauere Bedeutung aber unbekannt ist, liegt auch auf Bu. 88— 5— 12, 75 + 76 Col. IX, 27 (Beiträge eur Assyr. 111,327) vor. Für lübäsu = „Kleid" an unsrer Stelle spricht aber an-ma = naJbaö sarni d. i. „Kleid des Himmels" und vielleicht auch ma = motu — „Land" (II R 39, 11). Denn offenbar legt Marduk an unsrer Stelle eine Probe von seiner schöpferischen oder demiurgischen Befähigung ab und da könnte das Schaffen oder Bilden gerade eines Kleides symbolisch 326 S. 22 f. Z. 19—29. auf die nachfolgende von Himmel und Erde hindeuten. Und das Him- melskleid (das Kleid der Erde?) steht ja aufrecht. S. auch zu io(-)'tfl p. 108 Z. 11. Z. 21. Delitzsch hat auch hier für Hmtu „Regiment0. S. dazu o. d. Anm. zu 3. 2 Z. 8. „Dein Schicksal", wohl das Marduk bestimmte Schicksal, nämlich seine Fähigkeiten und künftigen Taten. S. o. Tafel III, 138 u. unten Z. 83. Vielleicht aber = „deine SchicksaUbestimmung", „dass von dir bestimmte Schicksal1' = „das was du befiehlst0. S. dazu das Folgende. Zu mdfyrat = „vorne sein" s. nach Delitzsch Handw. p. 401 auch I R 85 No. 2, 2. Z. 22. Zu dbätum u banü s. Z. 24. Bedeutung von liktünu wohl eher: „soll es bestehen bleiben0 $ d. h. die Befehle, das vernichtet und dass geschaffen werde? Vgl. kinu in Verb, mit fttoitu etc. *= „Befehl". Oder bezieht sich das Bestehen- bleiben auf Vernichtung und Schöpfung? Das Ganze ein verkappter Con- ditionalsatz entsprechend einem arabischen Conditionalsats mit Imperativ und Jussiv. S. o. zu S. 12 Z. 7 o. Z. 28. S. zu ipto ptka o. S. 8 Z. 87. Zu lubäiu hier u. in den ff. Zeilen 8. o. zu Z. 19. Z. 24. Die Uebersetzung von tür nar.h Zimmern. Salämu eig. „heil, ganz sein0 hier doch wohl Soviel wie „ganz da sein0. Es müsste denn na'butu in Z. 23 und 25 nicht „ganz vergehen, sodass man Nichts mehr sieht0, sondern nur „zerstört werden0 heissen und darnach o. in Z. 22 dbätu nur „zerstören0 und in Z. 22 u. 26 banü nur „eine Gestalt geben0. Aber das entspricht doch nicht dem Zusammen- hang. Oder ist Marduk nicht auch Schöpfer, sondern nur Bildner? Z. 26. Zu üür s. Z. 24. Z. 28. Mardukma Sarru dem Sinne nach vielleicht mit Zimmern jussivisch: Marduk sei König! S. o. zu S. 20 Z. 3 ff. Z. 29. battu = pa nur ein kürzerer, auch oder notwendiger Weise in eine Verdickung auslaufender Stab , ein Knüppel. Daher ist es ein Synonym von frutaru = ntjh (V R 26, 9 f.). Der lange Stab des Herrschers wie des Hirten heisst iibirru. Zu palü, einer Insignie der Königs würde, s. bereits m. Kosmolo- gie 331 f. Genaueres lehrt Nebukadnbzar A. H. 82, 7—14, 631 Col. III, 10 f. (Beitr. z. Assyr. III, 558) : listilip(b)u palüa, vgl. mit Nkbukadnbzar Z. f. Assyr. II, 129 ff. , Col. II, 5 ff. : lipüa in* iarrüti lUUUp(b)u , da ilip(b)u sonst die Bedeutung „(lang) aufschlössen" hat und ttpu == „Spross", „Nachkomme0 aller Wahrscheinlichkeit nach von diesem tiipu abzuleiten ist. Darnach wäre palü ein Synonym von Hpu und nun ist ja sag-pal- fal — fal aber = palü — als Synonym oder geradezu Ideogramm von liplipu oder liblibbu bezeugt (s. Delitzsch, Kossaeer p. 17). Also wird der palü ein Wurzelschoss oder Aehnliches sein, der mit seinen Verzwei- gungen symbolisch zunächst die Dynastie bezeichnete. Uebrigens wird 8. 98 f. Z. 29—36. 327 itip(b)u jedenfalls zu arab. ^J* gehören (SCJU heisst ein Wurzelschoss de« Getreides) and die Zugehörigkeit von tipu hierzu angenommen ver- hält sich Upu : liblipu von üipu wie fafr* : lülidu von atoZu. Z. 30. Delitzsch für d(t)a-'-i-b(p)u ohne Fragezeichen : „zerschmet- ternde", obwohl er das Verbum d(t)ab(p)u sonst nur an der wegen ihres fragmentarischen Zustandes nicht zu verwertenden Stelle Mdklü I, 98 kennt. 8. dazu auch Proc. of the Soc. of Bibl. Arch. 18, 158 u. jetzt Zimmern BituaÜ. No. 60, 5 u. 40. = „wegschieben", „zurückstossen" ? Z. 31. „Das Leben abschneiden", wohl nicht, weil durch Durch- schneiden der Adern oder der Kehle das Leben vernichtet werden kann, sondern weil man annahm, dass der mit dem Körper des Lebenden fest verbundene Lebensodem im Augenblick des Todes von ihm losgetrennt wurde. Z. 32. „In's Verborgne" nach Z. 132 u. zu verstehn. Z. 33. Delitzsch: „Zum Götterherrn bestimmten ihn die Götter, seine Väter". Derselbe 1. c. p. 121 : Wäre der Sinn : „es setzten fest dem Herrn sein Schicksal die Götter" . . . , so würde der Dichter gesagt haben: isimüma sa Bili simatsu. Gewiss. Simätus ist aber ein Plural. Und bei Delitzsch^ Deutung hätte Hmätui genau dieselbe Function wie bei der von ihm bestrittenen. Denn der Satz hiesse doch eigentlich: „Nachdem die Götter sein Schicksal von einem Bei bestimmt". Uebrigens bezieht sich das „Nachdem . . ." natürlich aufs Vorhergehende. Z. 34: Delitzsch sehr frei: „wünschten ihm Heil und Gelingen zum Weg, den er antrat". Z. 35. ibüm wohl = „schuf, machte", nicht „machte fertig zum Ge- brauch", was es auch sonst nicht heisst. Z. 36. Zu mulmuüum s. m. Kosmologie, p. 332. Zu der dort von mir aufgeworfenen Frage, ob mulmullu vielleicht das Sichelschwert be- zeichne — darnach Zimmern's unter Vorbehalt gegebene Uebersetzung — , weil in einer Darstellung, die man auf dem Kampf der Tiämat mit Mar- duk deutet, der ein Ungeheuer angreifende Gott ein Sichelschwert trägt (s. G. Smith, Chaldäische Genesis hinter p. 90), sei bemerkt, dass sich die Darstellung nicht auf den Kampf mit der Tiämat beziehen kann. Denn das Ungeheuer hat ja ein männliches Glied! Gunkel {Schöpfung und Chaos p. 28) hält dies allerdings für irrelevant und meint , dass es lediglich eine Variante des Schöpfungsmythus zeige oder aus der Zwei- geschlechtigkeit des Ungeheuers zu erklären sei, verkennt damit aber, dass die lediglich weibliche Natur der Tiämat im Gegensatz zu der männ- lichen Apaü's für den Mythus von fundamentaler Bedeutung ist. Also kann das Ungeheuer die Tiämat nicht sein und somit bietet die genannte Darstellung keinen Grund, in der Waffe des Gottes die des Marduk, den mulmullu, zu sehen, womit die Tiämat getötet wird (p. 28 Z. 101 ff.). Und andere Stellen verbieten das kategorisch. Nach Salmanasbae Mo- nolith Rev. 68 werden mulmullu's massenhaft wie ein Regen auf den Feind geworfen. Also „Pfeile" oder „Wurfspiesse11 darunter zu verstehen. 328 8. 22 f. Z. 36—37. Nach Tiglatpileser I Col. VI, 62 erlegt der König 4 Wildochsen mit seinem Bogen, einem sukudu von Eisen und spitzen mulmullü'ß. Darnach kann dem Anscheine nach der m. ein Pfeil nicht sein, ist also in Ueber- einstimmung mit der Tradition ein Wurfspiess, es müsste denn Sukudu statt ein Speer, wie bisher angenommen ward , auch eine Art Pfeil sein und die Stelle so zu verstehen: „mit s. Bogen, und zwar mit einem eiser- nen äukudu-Ffeü und spitzen muZmutfu-Pfeilen". Und durch K 3476 (s. Beitr. z. Assyr. II, 434 Anm.) wird man ganz irre gemacht. Denn dar- nach gehören mulmullu's zu einem Köcher. Indes sind grössere Köcher ja auch für kleine Speere geeignete Behältnisse und V R 46, 26 (der muh mullu eine Waffe in der Hand Marduk's) spricht eher für „Speer". Nun scheint aber — und dass ist für die Tiglatpileser- Stelle von Be- deutung — sukudu z. M. auch ein Pfeil zu sein. Denn wie seinem Syno- nym tartabu entspricht ihm in der Fortsetzung von II R 49 No. 3 [is.u] kak-ban (s. dazu II R 31, 65, nach der Collation von Johns mit dem- selben Ideogramm), und kak dürfte hier = „Waffe" (cf. kakku, II R 43, 26 und Anm. 4 zu p. 24 o.) sein , ban ist hier aber jedenfalls wie sonst „Bo- gen". Also gehört der sukudu-tartafru jedenfalls auch zum Bogen. Und nun ist usu, sonst = „Pfeil", nach V R 28, 79 = sw-fctt[.], also wohl = sukudu \ Wenn nun aber Nichts hindert, in sukudu der Tiglatpileser- Stelle einen Pfeil zu sehen, so giebt es keine Stelle, die für mulmullu die Bedeutung „Speer" fordert. Es kann damit auch eine besondere Art Pfeil gemeint sein, sogut wie mit sukudu und tartafyu, für welchen übrigens Sanherib Gol. Y, 58 ff. eine Bed. „Pfeil" eig. näherlegt als die Bed. „Speer". Unsre Stelle legt hiergegen kein entschiedenes Veto ein. Wie, wenn ustar- kiba, eig. = „lies reiten", sich auf das Auflegen des Pfeils auf den Bo- gen bezöge, das letzte Wort der Zeile matnu zu lesen und = arab. .JU = »Muskel, Sehne" wäre (cf. dann auch sa, auch = „Band", „Sehne", „Muskel" = KUR(auch = mat-)nu) und die Zeile zu übersetzen wäre: „liess einen Pfeil auf der Sehne reiten und stellte ihn (darauf)" nämlich probeweise ? Dabei bleibt allerdings die Uebers. von ukinsu sehr bedenk- lich und seine Bedeutung sehr zweifelhaft, zumal für u-kin-su die Variante U'kin-si vorliegt. Darnach scheint sich das Suffix (mit dativischer Bed. ?) auf kastu zu beziehen. Auf jeden Fall ist unter den erwähnten Umstän- den die enge Verbindung von Bogen und mulmullu an unsrer Stelle neben der von Bogen und mulmullu, sukudu und tartafyu an d. gen. Stellen Tigl. I, vi, 65 ff., II R 49 No. 3 u. Sanh. Col. V, 58 ff. höchst verdächtig. Zu uätarkiba, ukinsu und ma(?)-at(d,tynu s. das Vorherg. Z. 37. (isu) ku -f an, Var. mif-tu, = „Gotteswaffe", wenn nicht wegen IV R2 18 No. 3, 31 f. (: ein hoher mittu usw. ; s. u.) = „hohe Waffe", = bat-«« auch nach II R 19, 57 f. und der eben genannten Stelle, wohl sicher mit m. Kosmologie p. 332 u. 342 zu sprechen mitfu wegen mh t(d)i-su in S. 28 Z. 130. Nach Zimmern 1. c. wegen der zu Z. 36 bespr. Darstellung wohl der doppelte Dreizack. Aber da sich diese nicht auf en Jiamöt-Kampf bezieht, beweist sie Nichts für ihn. Delitzsch : Keule(?). 8. 22 f. Z. 37—41. 329 Ob wegen Z. 180, wonach, wenn Delitzsch^ Auffassung die richtige wäre, mit dem mi$(d)u, d. i. wohl dem mittu unsrer Stelle, das Schädeldach zer- schmettert wird? Allein nach der allein richtigen Erklärung wird es damit gespalten; also wird der mütu wohl eher eine schneidende Waffe sein. Nach II R 19, 57b hat der mitfu eines gewissen Gottes 50 ka'b, d. i. wohl „Zähne" oder „Schneiden" QwVs; cf. hebr. HB und IV R1 20 No. 3, 16?), nach IV R1 18 No. 3, 32 ist er hoch und wird an der Seite getragen , und nach Z. 39 ff. der Stelle ist er das Werk eines Zimmer- manns und hat man zu seiner Anfertigung Holz aus einem Walde mit hohem Holz oder hohen Bäumen nötig. Eine „ Gottes waffe" — falls mittu dag ist — braucht bei den Menschen ihres Gleichen nicht zu haben und daher suchen wir vielleicht vergebens nach den genannten Merkmalen auf eine uns bekannte Waffe zu schliessen. Z. 89. sakänu heisst sonst nur „machen*1, wenn das Object ein Ab- stractum oder etwas nicht Greifbares ist. Daher hier iskun mit „setzte" zu übersetzen und darnach ina pänisu vielleicht = „an sein Antlitz"? Heisst nüra tasdkan in IV R* 14 No. 2 Rev. 18 wegen des vorherg. ina isätika iUiti (vielleicht = mit deinem hellen Feuer) : „machst du Licht" — und nicht etwa „legst du Licht hin" — , kann sakänu natürlich auch an unsrer Stelle „machen" heissen. Z. 41. Zur Auslassung der Praeposiüon vorm Infinitiv s. auch z.B. Z. 48 u. Z. 109 f. u. kirbis Tiämat habe ich in m. Kosmologie (s. p. 301 f.) mit „Mitt- lings- TYämai" übersetzt, indem ich den Ausdruck auf die Spaltung der Tiämat in 2 Hälften bezog. Delitzsch, der der Ansicht ist, dass ich „den schwer verständlichen assyrischen Ausdruck durch einen schlechter- dings unverständlichen, um nicht zu sagen sinnlosen deutschen Ausdruck ersetzt" habe (p. 132 1. c), giebt sich die Mühe, nachzuweisen, dass kirbU Tiämat heissen kann „in's Innere der Tiämat". Als ob ich das nicht be- reits gewusst hätte, als ich meine Kosmologie schrieb! Dagegen könnte, scheint's, nur ein Freund von Künsteleien und Einer, für den die bisher eru- ierten grammat. Regeln nicht existieren, zugeben, das es das mit Delitzsch an den Stellen der Schöpfungslegenden heissen kann, an denen es vor- kommt. Was soll zunächst heissen: „ Tiämat1 s Inneres zu umschliessen" (Tafel IV, 41), was: „Tiämafs Inneres zu verstören" (ibid. Z. 48)? Auf Magenrevolutionen kann das doch nicht gehen und im Sinne von unserem „Gemüt" wird kirim nicht gebraucht, wenn freilich Delitzsch meint, dass das „Innere" Tiämat1 s, der Mittelpunkt ihres physischen und seeli- schen Leben8(!) Tiämafa Person (TOD), ihr „Ich" bezeichne". Dazu kommt nun aber, dass Delitzsch mit seiner Deutung anscheinend in einen Konflikt mit der assyr. Grammatik gerät. Die adverbiale Endung ~i$ ersetzt ja eine Präposition. Werden denn nun aber sulmü und sudlufru je mit Präpositionen verbunden? Es sieht seltsam aus, dass Delitzsch das nach dem bisher von der assyT. Grammatik Bekannten für möglich hält. Einen Ausweg scheint's hier zu geben : Man fasse kirbis als allein stehen- des Adverbium, etwa mit der Bedeutung „ganz und gar", „durch und 330 8. 2* f. Z. 41. durch", weil urspr. u. eigentlich = „in die Mitte", „in das Innere". Aber dabei bliebe es sehr auffallend, dass dieses kirbii in der Schöpfungserzäh- long nur vor Tiämat gebraucht wird und eine Stellung wie in Z. 41 : iuhnü kirbii liömat wäre bei der Auffassung unerhört. Ganz ebenso wie mit den eben bespr. zwei Stellen steht es mit der dritten Stelle (K 8522, vermutlich Stück der letzten Tafel, Rev.5f.): mä ia K(k)irbii- Tiämat Uibbi[ru] etc. = Siehe (?), der K(k)irbii- Tiämat Uibbi[ru] . . ., sein Name sei Nibiru, (d.i.) Packer von (K)kirbi(i), Gesetzt, hier läge die Y üiru- *XXP vor, so wäre, wenn wir korrekt übersetzen wollten, mit Delitzsch zu deuten: der hinüberging oder geht (über etwas Anderes) in das Innere der Tiämat. Gewiss könnte hierfür ana oder ina kirbi stehen, aber der ganze Ausdruck könnte nimmer bedeuten : „der durch Tiämafs Inneres hin- durchdrang". „Hindurchdringen" heisst ibiru sonst nicht (gegen m. eigene frühere Deutung der Stelle) und ibiru mit der Bedeutung „vorübergehen" oder „hinübergehen über" wird mit dem Accusativ construirt. Was aber „der in das Innere der Tiämat hinüberging*4 bedeuten soll, ahne ich nicht. Natürlich kann man für Delitzschs Deutung — was er jedoch auf p. 133 getan hat — nicht V R 21, 41 anführen, wo in der Erklärung unserer Zeile vor kirbu ina erscheint. Dies beweist nur, dass der Erklärer sich kirbis durch ina kirbi erklärte ; dass in seinem Exemplare ina kirbi stand, beweist es ebenso wenig, wie etwa z.B. ai hinter sü in V R 21, 53 f. be- weisen könnte, dass nach einer Recension von K 8522 (der letzten Tafel?) in Z. 12 des Revers statt aiiu süas stand. Uebrigens könnte Uibbi[ru] trotz p. 216 Z. 23 o. anders aufzufassen sein. Weil Marduk die Tiämat itibbiru, darum heisst er Nibiru, als Packer von (K)kirbi(i). Ibiru könnte also wohl etwas Aehnliches wie afyätu heissen. Wir würden demnach darin vermutlich ibiru (== hebr. n3H) =» „bannen**, „bewältigen" zu er- kennen haben. Dazu stimmt das sumerische bu , das ibiru V R 21, 44 entspricht. Denn bu = gid hat die Bedeutung sabätu = „packen" (cf. bü = gid = <[. .] » i[-bi-ru](?) : II R 34, 7), und *(r, wie bu auch ge- lesen werden kann, bedeutet auch J^asäru, d. i. „binden1*. Ein Verbum mit der Bedeutung „bannen" oder „bewältigen** könnte natürlich ebenso wenig mit Präpositionen construirt werden. Und doch scheint mir jetzt eine im Wesentlichen bereits von Delitzsch lc. p. 133 vorgetragene ein- fache Lösung der Schwierigkeiten möglich , die der Grammatik und der Vernunft keinen Zwang antut. Festzuhalten ist jedenfalls, dass kirbii und Tiämat ein Ganzes bilden und Soviel wie Tiämat allein bedeuten. Feststeht ferner, das -w in kirbis nicht eine Praeposition mit streng lo- kaler Bedeutung vertreten kann. Feststeht endlich, dass die Verbindung von kirbu mit Tiämat oder tämtu geläufig ist (s. z. B. o. p. 40 Z. 11 1). Also wird kirbii Tiämat höchst wahrscheinlich =» kirib Tiämat =» lia- mat allein sein. Nun hat Delitzsch (1. c. p. 145) die Vermutung aus- gesprochen , dass Jcablui und mikui vor Tiämat (o. S. 24 Z. 65 und o. S. 10 Z. 10) Soviel wie fMblu bez. miku ia sind. Allein wo wir gerade in unsern Texten eine Endung -s in besonders auffallender Art sonst als Aequivalent für eine Praeposition finden, wird man versuchen müssen, S. 22 f. Z. 41— S. 24 f. Z. 46. 331 diese Endung überall einheitlich zu erklären, anstatt noch eine 2te neue und befremdliche Erklärung dafür aufzubringen. Und anderererseits haben wir in Z. 109 f. diese Endung, ohne dass dort ein Genitiv folgte, aber auch ohne dass dort von einem Ersatz einer Fraeposition mit loka- ler Bedeutung die Rede sein könnte: napsätui itiru heisst Soviel wie napsäti itiru und napariudii lä li'i Soviel wie napariudu lä Wi. Also ist hier -s eine Nota Accusativi ! Aber wie das? Nun, bekanntlich führt ana-an auch den Akkusativ ein, wie b im Aramaeischen und Aethiopi- schen (s. z. B. ASSurbanaplu V, 120; tftty.-Epos XI, 206 o. p. 244 usw.; 8. auch die Anm. zu S. 58 Z. 9) und für das rein lokale ana tritt ja häufig •« ein! Die Annahme, dass dies nun auch das Akknsativ-afta ver- tritt, ist gewiss nicht zu kühn. Darnach fasse ich mit Delitzsch hrbii Tiämat an allen Stellen als Akkusativ von kirbi J»öma*==„ZVäma*- Mitte" und gebe meine alte Deutung preis. Wir hätten also in gewissen Fällen im As8yr. eine 2te Akkusativendung -£! Wenn das richtig ist, stände for- mell Nichts mehr der Annahme im Wege , dass ibiru 1. s. c. in Verb, mit kirbis Tiämat doch „durchschreiten" heisst. 8. 24 1. Z. 42. ustisöita == „Hess es d. v. W. e." Soviel wie: spannte es rings um sie herum aus. Delitzschs „postierte vier Welt- gegenden" ergründe ich nicht, auch nicht seine Bemerkung dazu auf p. 142 f. : „Um Missverständnissen vorzubeugen , schien es mir gerathen, irbitli sdrS durch vier Weltgegenden, nicht durch vier Winde wiederzu- geben". Man könnte nach Z. 43 unter dem Netze die vier Winde ver- stehen und übersetzen: „Hess die vier Winde (Platz) ergreifen (s. p. 30 Z. 139) .... Den Südwind . . . brachte er als Netz an ihre Seite hinan . . .". Aber JbiAt abifu Anim in Z. 44 spricht dagegen. Denn die 4 Winde als Geschenk Anu'B zu denken will Einem nicht behagen. Und vgl. o. Z. 41 und S. 32 Z. 1 ! Z. 44. Bei Delitzsch fällt idui unter den Tisch. Nach seinem Commentar (p. 143) bezieht es sich (gegen m. Kosmologie) auf die vier Winde. Aber kann sich idui auf einen Plural beziehen? Z. 45. iära limna fasst auch Zimmern als Glosse auf. Ich kann es nur als interpretierende Apposition zu im^ulla betrachten. Nach Delitzsch mihä = „Südsturm". Möglich, da das Ideogramm für den „Südwind" auch das für mifiü ist. Wahrscheinlicher aber ist es, dass das Ideogramm zunächst nur einen Orkan überhaupt (= miftö), dann, weil dieser vor allem aus dem Süden kam, den „Südsturm" und „Süd- wind" bezeichnete. S. Delitzsch Handw. p. 397. Z. 46. im-tabtaba und im-imina vielleicht nicht = „die vier Winde" und „die sieben Winde" (m. Kosmologie, p. 283 und Zimmern, p. 411), je- denfalls ist, wie auch Delitzsch erkannt hat, unter „Wind -f 4" und „Wind -f 7" nur je ein — aber vielleicht aus 4 bez. 7 vereinigten Winden zusammengesetzter — Wind zu verstehen, da diese mit den vorher und nachher genannten zusammen sieben Winde ausmachen (Z. 47)1 Was aber „Vierwind" und „Siebenwind" heissen soll, läset sich nicht sicher sagen. Die Zahlen 4 und 7 mögen auf die ältere Siebenzahl und jüngere 332 S. 24 f. Z. 46—49. Vierzahl der Weltteile (8. m. Kosmologie, p. 163 ff.) Bezog nehmen. Arba'u = 4 ist ja ein Wort für „Welt" (Sargon, Prunkinschrift , 14; Bronceinschrift, 21 f. ; Annalen, 5 etc. und vielleicht anch in — kibrät arba'i). Für im-8UHa(?), falls assyrisch zu lesen, nach II R 28, 50 u. 33, 75 wohl sifyltu einzusetzen , von safiü , das unter Z. 68 u. besprochen wird. Delitzsch für imsufrai?) „Zerstörungswind". Aber isü, das dem Ideo- gramm für sufra entspricht, bedeutet — übrigens in Uebereinstimmung mit dem zu Grunde liegenden Bilde: 2 sich kreuzende Fäden — „verwirren", „durch einander bringen", „verstörcn", aber nicht „zerstören". Das ist doch etwas ganz Anderes. ' Die in Anm. 5 zu S. 24 als auch möglich erwähnte Lesung Delitzsch^ (iära) lä ialma wohl ausgeschlossen. Denn das könnte doch wohl nur heissen: „einen nicht unversehrten Wind". Einem im-nu-silima könnte im Assyrischen auch iära lä muiaüima entsprechen = „einen nicht un- versehrt erhaltenden Wind", was doch wohl ein etwas matter Aus- druck wäre. Z. 48. Zu kirbis Tiämat s. o. S. 22 Z. 41. Zur Erg. einer Praeposition vorm Inf. (= verwirren lassen) s. ibidem. Zu tibü = „sich erheben" s. Anm. zu S. 4 Z. 5u. Z. 49. Delitzsch für abäba „Donnerkeü(?)u, in Z. 75 gar ohne Frage. An dieser merkwürdigen Deutung, merkwürdig, weil doch abübu sonst auch nach Delitzsch fraglos entweder = „Sturm" oder = „Sturm- flut" ist, ist wieder die o. zu Z. 36 bespr. missverstandene Darstellung schuld. — In m. Kosmologie p. 387 hatte ich darauf Gewicht gelegt, dass mar-tu einerseits = abübu, andrerseits mit im = „Wind" zusammen = „West- wind" und daraus geschlossen, das abübu, das Wort für die Sintflut, nicht eigentlich „Sturmflut" bedeute, sondern zunächst nur „Sturm". Dieses Argument wird hinfällig, seitdem es sich herausgestellt hat, dass das Zeichen tu in den beiden Ideogrammen auf 2 verschiedene alte Formen zurückgeht (s. Jensen in Keüinschr. Bibl. III, i, 37 unten). Ausser die- sem Argument wüsste ich nun aber kein entscheidendes Argument für meine frühere sich mit Delitzsch^ in s. Handw. p. 4 im Wesentlichen deckende Auffassung anzuführen. Jedenfalls kommt man an allen Stellen, wo abübu auftritt, mit „Sturmflut" oder Aehnlichem aus und braucht nicht die Bedeutung „Sturm" dazu. Es verdient dabei hervorgehoben zu werden, dass 1) die Ideogramme für „Sturm", „Wind" usw. nicht mit denen für abübu wechseln; 2) eins der Ideogramme für abübu aus denen für „Wasser" „Schiff14 und abübu{\) besteht; 8) aber, dass die Götter, die ,;Herr des abübu11 oder „auf dem abübu reitend" oder gar abübu ge- nannt werden (resp. Adad: IV R» 28 No. 2 Z. 4; Nerigal: III R 38 No. l,0bv. 2; IV R*26,2u. 11 ;2Wm&: SamSi-Adad Col. I, 10), gerade auch die Haupturheber der Sintflut sind, und dass Marduk, dessen Waffe der abübu ist und der im Sumerischen sogar amaru = abübu heisst — 8. a- ma-ru = abübu z. B. K 5983 bei Bezold Catalogue p. 753, o-«a-(TU d. i. nach 88—1—18, 1330 Col. IV, 26)uru ebenfalls = abübu, übrigens auch z.B. Gudea B. V 37: amaru mi-ka-ni = seine Schlacht - Sturmflut d.i. S. 24 f. Z. 49—59. 333 abüb tamfrari, und A-ma(i sie nach Brunn ow List No. 11566)-ru = 3fardu& Y R 46, 33, und vgl. ^(?)-roa-ru-ulfc-Jfcam == Marduk : K 9270 bei Bezold 1. c. p. 998, wozu doch wohl gewiss nicht a-wia-RU-fcam = sofort(?) in VA. Th. 244 Col. II, 7 ff. — wenigstens als Herold auch an der Sintflut beteiligt ist, und dass Btl — und das kommt hier wohl vor Allem in Betracht — , der ja wenigstens später mit ihm verschmolzen wurde, als Berater der Götter der eigentliche Urheber der Sintflut ist. Unter diesen Umstan- den halte ich jetzt die Bed. „Sturmflut" für allein berechtigt. Z. 50. Da iakänu nicht = „machen" von Concretis, sondern nur = „setzen", „in eine Lage bringen" u. ä., so dürfte siknu eig. nur „Setz- ung", „Legung", dann etwas „Hingesetztes", „Hingelegtes", also hier als Apposition zu einem Concretum wohl „Gegenstand" bedeuten, nicht, wie allgemein angenommen wird, „Machwerk". Darnach eine Reihe von Stellen mit siknu gegen Delitzsch Handw. p. 659 f. zu verstehen: äikinsu von einem Tempel (Nebukadnezar Qrotef. II, 23) = „das von ihm Hinge- setzte" und daher sein Bau; sikin kätlya in V R 3, 136 und 4, 104 = „der von meiner Hand (Hin-)Eingesetzte" (= mein tiaknu) ; ki p% siknisunu bei Assarhaddon V, 42 = „entsprechend ihrer Stellung" (nämlich der Art, wie, dem Platz, wo sie hingesetzt waren); ebenso auch Silrinsu in f 0 (abari) asnan 8a klma z\r kissi bez. siim safcbari Hkinsu nus{8)uku bei Sanherib in I R 44, (II,) 72 und I R 7 No. E (s. dazu Meissner-Rost Bauinsckr. Sarih. 58) = „kostbarer asnan - Stein , (dessen Setzung d. h.) der gesetzt, angeordnet war wie Gurkenkörner bez. sabbaru- Getreide". Ebenso sikittu bei ABBurbanaplu Nebo-Inschr. 13 = „das von Etwas Hingelegte", bei Sargon Prunkinschr. 13 aber „Stellung", „Lage (im Ver- hältnis zu Anderen)". Darnach dürften auch sikin napisti und siknat na- pisti ss. Lebewesen" eig. bedeuten „Lebensgegenstand", „Etwas Hinge- setztes mit Leben". Ueber siknu in V R 60 Col. I, 10 + 14 und m, 21 habe ich keine feste Meinung. Dass es dort „Bildnis" heisst, scheint mir gegen Delitzsch 1. c. durchaus nicht sicher. Z. 51. irbit nasmadi = „Viergespann" nach Zimmern, im Sinne von „4 Anspanntiere". Z. 52. 8\8% nach Zimmern erg. Z. 53. Delitzsch ohne Fragezeichen: Ihre Zähne voll Geifer, schaumbedeckt. Z. 54. lamdu genauer = „haben gelernt." Z. 55. Delitzsch ohne Fragezeichen : [Und Marduk stand auf ihm], der Schlachtgewaltige. Z. 56. Delitzsch : Links [und rechts schauend ?), aufthuend seinen Sinn. Aber ipattü, wie D. auf p. 82 liest, ist Plural- oder Relativform 1 Z. 59. Delitzsch übersetzt ustisirma [barransa(?)] ähnlich wie ich ustiür ma[lak(?)8Ü] : Geradeaus fuhr auf sie er los. Ganz ähnlich vor ihm Zimmern 1. c. : „Gerade aus zog er". Er erg. also wie ich das Fron, suff. -SU. Allein Dgl. kann der eigentliche Sinn der Redensart nicht sein. sut% iuru wird in Crilgamii-E^os V, i, 5 und süsuru in Eecueil de travaux XVI, 178, 14 mit frarränu = „Strasse", „Weg" fraglos in der Bedeu- 334 8. 24 f. Z. 69—68 f. tung: „zurechtmachen'1 verbunden: parallel damit steht an der ersten Stelle tubbu — „gut machen". Also bezieht sich die Redensart eigentlich auf die Instandsetzung einer Strasse und heisst dann „hinziehen", weil der Zug des Heeres die Instandsetzung der Heerstrasse zur notwendi- gen Voraussetzung hat, ward also urspr. nur von dem marschierenden Feldherrn gebraucht, ganz wie urfru surdü (s. o. zu S. 10 Z. 9). Aller- dings ist diese urspr. Bedeutung dem Assyrer schon abhanden gekommen. Sonst könnte er nicht auch sutisuru kibsu = „hintreten" (Salmanassar Jkoncetore VI, 3) sagen. Zu urfydu uiardfima s. o. zu S. 10 Z. 9. Z. 60. Zu 8a ag-]gat erg. wohl auch Delitzsch nach s. Uehers. zu schlies8en. iskun eigentlich „setzte". Z. 61. Zimmern und Delitzsch denken ebenfalls (aber ohne Skru- pel) für ukallu an die Wurzel blD. Das u kann durch das / veranlasster „überhängender" Vokal sein. Cf. lükulu in S. 102 Z. 7 ; inattalu in S. 130 Z. 24; (aftulu in S. 130 Z. 26;) iüalu in S. 140 Z. 12. Jedenfalls zeigt diese Zeile wohl, dass Marduk wie nach Z. 62 in der Hand so auch im Munde ein feiendes zauberkräftiges Amulett trägt. Z. 62. Delitzsch (der laktussu für rittussu liest) hat für rittu „Faust" statt „Hand", Zimmern „Finger". Nach Delitzsch (Handtc. p. 385) be- deutet es im Singular „Hand" und im Plural „Finger" ! Zur Lesung rittu 8. z. B. Peiser, Babyl. Verträge p. 243: Hilprecht). Rittu = kappu — „Hand" auch V R 28, 23 f. ? Z. 63. Zu ina ümisu = „da", „damals" hier, wo ümi keinenfalls Plural von ümu sein kann, also dies im Singular geradezu = „Zeitpunkt", 8. o. S. 20 Z. 7. Z. 63 f. Delitzsch im Anschluss an m. Uebersetzung für id(t,t)ul- lüsu „schauten auf ihn". Zimmern stellt dies nur zur Auswahl , neben „pries(en)", wonach iduilu nach ihm zu daiälu zu stellen wäre. Aber Beides ist doch sehr bedenklich. Die correcte Form von natcdu mit der Bedeutung : „schauten auf ihn" wäre ittulüsu. Ein Verbum dälu mit dem Praesens idut[lu) und der Bedeutung „umhergehen", „umherstreifen", Oppos. scdälu = „ruhen", „schlafen", bei Reisner Hymnen p. 54, 2 -f 4 (VA. Th. 573); 83, 32 (V A. Th. 584); IV R* 30*, 16: min sa kima silib ali äafcumü ina muH idu[Uu] at[tä] = „(dasselbe; d. i.) ein böser Teu- fel(?) , der wie ein „Fuchs der Stadt" lautlos(I) (s. zu S. 86 Z. 27) in der Nacht umherstreifcht] , (bist) d[u]" und an den von Delitzsch Handw. p. 216 unter b"H(ü) — »eine Schlinge legen", „nachstellen" (was zu strei- chen) genannten Stellen. Diese Bedeutung erklärt das Ideogramm dd-du «= „gehen-gehen" ! Nach V R 29, 35 bezeichnet daya(ä)hm wohl ein Geldstück, entweder als das „cursierende", d. h. unter den Menschen hin- und hergehende, oder, was weniger wahrscheinlich, als da«, weil rund, herumlaufende. S. bereit« m. Kosmologie p. 334 und auch Muss-Arnolt Handwörterbuch p. 247. S. U f. Z. 65-S. 26 f. Z 68. 335 Z. 65. kabhts Tiämat nach Delitzsch (1. c. p. 145) = kablu ia liatnat. S. aber d. Anm. zu kirbis Tiämat o. in S. 22 Z. 41. Darnach (u)s in kdblus gewissermaassen eine Nota Accusativi, nicht Adverbialendung. kabluä Tiämat in gleicher Bed. zu nehmen wie kirbii Tiämat verbietet wohl die f. Zeile, da mik(k)isu doch offenbar parallel mit fcabluS. ibarri genauer „prüft", „betrachtet". Z. 66, Zu mtfc(Ä> s. o. S. 10 Z. 10. Z. 67. isü = „verwirren", auch von einer Schnur, entsprechend seinem Ideogramm (urspr. 2 einander kreuzende Zeichen für „Schnur"). S. IV R* 6, 16, wo Jcä isä gegen Delitzsch Handw. p. 143 nicht „ein vernichtendes Garn", sondern eine kreuz und queer gelegte Schnur. Ob ma-lak- hier Soviel wie milku, eig. „Rat", ist, also zu der Wur- zel m- l—k gehört oder zu ' — J— h und „Gang" bedeutet, was ich in m, Kosmologie unentschieden Hess, bleibt zweifelhaft. Delitzsch nimmt Letzteres an. Aber s. Z. 68. S. 26 f. Z. 68. si^a(ä)ti gewiss Fermansiv für regulaeres sifygt. sufoü heisst in <&urpu II, 80 (= IV R 51, 28) anscheinend „abräumen" oder „wegnehmen" (pasiüru kunna usdfrbü = hat er einen (vor einer Gottheit) aufgestellten Tisch ...?). Darnach scheint su/faü an den andern von Delitzsch Handto. p. 493 citierten Stellen = „ausräumen" vom unbe- weglichen und „herausschaffen" oder „von ihrem Platze losmachen" von beweglichen Dingen zu sein. Ein Kai davon müsste, falls es vorkäme, darnach also etwa bedeuten: „sich von seinem Platz entfernen, losmachen" und „sich entleeren". Delitzsch trennt nun von diesem suf^ü — das er „zerstören", „vertilgen" deutet (s. auch äuf^äti , nach Z. für Assyr. XIV 182 f. für subbati, in Z. für Assyr. V, 79, 32) — , ein sa(t%ü « „abtrünnig werden" und von beiden das «Jü der Contracte, das indes jedenfalls von einem sihü = „abtrünnig werden" nicht abzuspalten wäre. Es scheint aber nach dem Gesegten , dass dies letztere das Kai zu jenem suf&ü ist und etwa die eig. Bedeutung : „sich losmachen" oder „sich entfernen von" hat. Damach meine Uebersetzung von si^a{ä)ti oben im Text. Aber nun lässt sich andererseits ein *«Jw = „verwirren" oder besser „verwirrt sein" nicht leugnen. Denn einerseits wird in Z. für Keilschr. II, 83, Z. 5. ittinisfyi durch iddalafo erklärt und andererseits in II R 28, 50 und II R 33, 75 im + dem Ideogr. für isü (=r „verwirren") durch siffiiu, und diese Gruppe bedeutet nach Z. 46 o. wohl „Wirbelwind" bez. ein „alles durch einander werfender Wind". Zu diesem sa(%)bü liesse sich nun aber sehr wohl einerseits sujjbü ziehen (Bed. dann : „wild durch einander wer- fen", „in wüste Unordnung bringen"), andererseits das *$«, wozu sifru = „Aufstand" gehört, da sich das ja sehr wohl durch „Wirren" wieder- geben liesse, ferner safoü in Verbindung mit saptu (Surpu II, 64 «s IV R 51,7b) und, falls so zu lesen, mit pulu bei G.Smith Assurbanipal p. 117, 8 (wirre Lippen, wirrer Mund), endlich aber s%ba(ä)ti an unsrer Stelle, was ich in m. Kosmologie auch getan habe. Und nun haben wir wohl an ver- schiedenen einander parallelen Stellen eine T-Bildung, einmal wechselnd mit dem Kai von «&ö, wo eine Bedeutung „im Geiste verwirrt werde*" 336 8. 26 U Z. 68—90. vorzüglich passt. S. o. S. 294 Z. 28 , S. 298 Z. 13 , S. 300 Z. 8 o. Dar- nach möchte ich meiner früheren Deutung von si^a{a)ti gegenüber meiner auf p. 27 aufgestellten den Vorzug geben. Delitzsch : schwindet. ipsüsu nach Delitzsch = sein Denken. Aber wo heisst ipiätu „Denken" — trotzdem dass es wohl zu aflftrj zu stellen ist? Z. 69. Zu u 8. o. die Anm. zu S. 22 Z. 18. Darnach möglich, dass u hier lediglich = „und" und Satzcopula ist. Z. 70. asaridu besser Akkusativ oder Nominativ. isü auch intransitiv? Sonst igt hier Permansi v = „wird etc.". Z. 71. utäri für uiär wie azzazi für azzaz auf p. 140 Z. 16. Z. 72. Uebersetzung von lullä im Anschluss an Delitzsch. Dass lullü in Gtfy.-Epos I Col. IV, 6 + 13 + 19 (o. p. 126) = „Geilheit", „Saft- und Kraftfülle", scheint sicher. „Kraftstrotzende" Lippe(n), insofern Tiämat ihrem Angreifer mit kühner Rede entgegentritt? ukal wohl genauer = „entgegenhalten", „darbieten". S. o. S. 96 Z. 29 ff. Zu sarräti = „Treulosigkeiten" s. o. zu S. 22 Z. 9. „Treulosigkei- ten entgegenhalten" natürlich = „sich von Jemandem lossagen". Z. 73. Delitzsch^ Verbindung von bilum mit iläni (Herr der Götter) auch möglich ; die Prosodie spricht für unsre Auffassung. S. auch Z. 75. Zu tibü s. o. z. S. 4 Z. 5 u. Z. 74. Das „von" in Z. 74 nach Delitzsch. Z. 75. Zu abübu s. o. S. 24 Z. 49. Z. 76. Uebers. von sa ikmilu nach Delitzsch. Z. 77. Uebers. von rd]bäti und nasäti nach Zimmern. Z. 78. Zu Übilu libbäjki s. o. zu S. 14 Z. 56. Darnach übilu eig. „hervorgebracht hat". Zu dikü s. o. S. 6, 26. di-ki für dik\ seltene Schreibung wie asi für as% S. 204 Z. 9. Z. 81. Zu bä'iru s. S. 6 Z. 31. Z. 82. Zu paras anüli eig. = „Gebot der <4nuschaft*' s. o. S. 20 Z. 4 u. 6. Zu anütu = „^nuschaft" und weiter „göttliche Würde" s. o. S# 8 Z. 35. Z. 85. Nach Delitzsch gegen m. Kosmologie und Zimmern bild- lich für: . . . möge, bez. mögen kampfbereit gemacht werden. Das Bild hergenommen vom Anschirren der Pferde an den (Streit)wagen. Z. 88. Zu maj}f)üti8 Uimi s. Delitzsch, Handw. p. 397. uscmni eig.: änderte. Z. 89. Delitzsch in d. Uebers. (nach m. Kosmologie, in der ich eine Lesung ilis für Üiia vermutete): „wild und laut". Aber i-li(i)-ia scheint ja sicher. Also liegt wohl ein Permansiv vor mit der eig. Bedeu- tung: steigt auf. Zimmern deshalb: sich aufbäumend (?). Aber Tiämat ist kein Tier, sondern hat nach d. f. Zeile nur 2 Beine. Z. 90. sursis = „bis auf die Wurzel" oder auch „in der Wurzel" oder „von der Wurzel her" ? Entweder abgeschliffene Münze = „durch und durch" oder sursu bedeutet das obere oder untere Ende der Beine. S. 26 f. Z. 90—92. 337 Zu malmalis s. Delitzsch Handtc. p. 414 f. Nach den dort angef. Stellen (beachte d. erstgen. Stelle) = „in gleichartiger, gleichmässiger Weise" von 2 Gegenständen, nicht eig. „in 2 gleiche Teile". Falls mala „gleich- wie" heissen sollte (s. S. 1 14 Z. 20 u. 23), wohl eigentlich = „in gleich-gleicher Art". Da hier itrura zu lesen und darnach mit Zimmern und Delitzsch (aber s. s. Handtv. p. 415 gegen p. 715) „erzitterten" zu übersetzen, be- zieht sich m. an unsrer Stelle auf d. gleichmassige Zittern sowohl des rechten als auch des linken Beins. Zu itrura (mit t) in Verb, mit isdä- s. Winokler, Altar. Forsch. II p. 28 Z. 2 u., wo für Sur wohl is zu lesen ist. isdu = „Fundament" bekannt Zum isdu und den i&dä- eines Men- schen 8. Delitzsch Handw.ip. 142. VR50, 15 f. wird ur, auch = iidu, durch sipu = „Fuss" und „Bein" übersetzt und das ähnliche Zeichen für isdu, das mit dem Namen Aragubgunü, hat die sumerische Lesung gir und sipu entspricht im Sumer. gir. Weiter ist id (= Arm) -f- ur = misriti = „Gliedmaassen", welches auch = id + 5u (= Hand) + gir (= Fuss). Also muss ur auch = „Bein" sein. Nun aber ist seltsamer Weise auch der Dual von isdu für „Fundament" eines Hauses im Ge- brauch, wie der Dual von Asu für dessen Spitze. Das deutet unmissver- ständlich darauf, dass gerade isdu = ur „Bein" bedeutet. Vgl. litu == UR, da auch litu = „Beine" (s. S. 114 Z. 12), und die archaischen Formen der beiden Zeichen ur und gir = isdu. Nach den „2 Fundamen- ten" des Körpers unter Geringschätzung des Duals das Fundament des Hauses benannt u. durch einen Dual ausgedrückt und darnach wieder auch dessen Spitze, wenn nicht der Dual von rlsu (s. dazu o. p. 88 Z. 18) auf die 2 Gesichtshälften Bezug nimmt. In der Tat paest die Bed. „Bein" sowohl an unsrer Stelle (wie der Parallelstelle bei Winckler 1. c.) und in K 5418a Col. IV, 16 (o. p. 298 Z. 15) ganz vorzüglich. Uebrigens wird ur = isdu, wie auch = sünu und utlu, das Bein mit der zugehörigen Hinterbacke bezeichnen. Z. 91 . „Hinwerfen" von einer Zauberformel von dem „Hinwerfen" der damit verbundenen „Besprengung" oder Soviel wie „mit dem Munde hin- werfen" = „aussprechen". Z. 92. S. zu u p. 22 Z. 18. äu'ulu u. A. möglichst verschwommen mit „aufbieten" übersetzt, worunter sich wohl noch kaum Jemand Etwas gedacht hat. Zimmern fragend: lassen erklingen; Delitzsch: rufen (zu den Waffen). Da hier das su'ulu der Waffen von Seiten der Götter im Parallelismus mit der Beschwörung der Tiämat steht, diese aber jedenfalls den Zweck hat, sie zu schützen und zu feien, so scheint meine Uebersetzung „feien" (eig.: „befragen"?) angebracht zu sein. Möglich, dass su'ulu «-Bildung von '-'-J, und dann hiesse es eigentlich „binden lassen*. Wenn sifyiri V R 28, 37 u. 24, 2 nach Zimmern gewiss = siru = Morgen = *yrx6 und baf^üläti wohl mit ba'üläti identisch ist, ferner fiadir II R 28, 10 (vor itanamdar) und bei Craig Astr. Texis p. 32, 6 + 33, 1 ff. (mit adir in Z. 20 ib. wechselnd) wohl zu adäru gehört und sicher '-ba-ab-tum (V R 52, 49) und mu- JeiiMn, Mjthen n Epen. 22 338 8. 86 f. Z. 92—96. frabbü in der Bilingue HammurabbCs Col. IV, 1 2 (s. Keilinschr. Bibl. III, 1, 117) zu a&ätu, kann sufyfyulu oder süfiulu von den Waffen (TlGLATPl- leser I Col. I, 87) mit un8erm su'ulu identisch sein. Das Su'ulu geschieht stets vor Beginn der Schlacht, jedenfalls, wenn meine Deutung richtig ist, durch einen Spruch, Waffensegen. Z. 93. Zu aö(p)k(k)allu s. zu p. 14 Z. 55. Z. 94. t(d)aläb(p)u = ataitu nach II R 35, 56. Dazu vielleicht t{d)alb(p)u V R 29, 34, Bezeichnung einer Münze, vielleicht als die be- ständig in Bewegung befindliche. S. o. zu dälu in S. 24 Z. 63 f. Wenn dies, f(d)aläb(p)u der Grundbed. nach = „gehen", „sich vorwärts bewe- gen". Möglicher Weise auch identisch mit d-l-b, wovon dullubu „drang- salieren" usw. (mit d nach IV R* 54 [61], 22!). Dann wohl eigentlich = „nahe herankommen" oder ähnlich. Vgl. das parallele kitrubu und 8unhu = „Mangel", „Hungersnot" zu sanäku = „nahe herankommen". Delitzschs Lesung ü-Ub-bu (von tibü) unwahrscheinlich schon wegen der Grundbedeutung „sich «erheben u von tibü) denn von einem sich Erheben der 2 Streitenden kann in diesem Stadium des Kampfes keine Rede mehr sein. Z. 95. Mit der herkömmlichen Uebersetzung von suparruru (aus- breiten ; so auch nach Delitzsch Handw. p. 684) stösst man überall an. Was heisst, ihre Richtigkeit vorausgesetzt, „sein Netz oder seinen Fall- strick wie einen (Hirten)stab über sein Land ausbreiten" (Tiglatpil. VII, 57 f.)? Wie kann man durch Ausbreitung eines Netzes zum Himmel hin Vögel fangen (V R 50, 43)? Inwiefern ist der supüru, einigermassen = tarbasu (s. S. 128 Z. 36), ein „ausgebreiteter" tarbasu d. i. „Hof" um das Haus (III R 64, 13 = Craio Astr. Texte p. 3, 14)? Denn tarbasu iuparruru hier doch wohl Glosse zu s[upüru\ das in dem Texte hier zum ersten Male erwähnt wird. Wie kann endlich der Mond wie ein Speer oder Pfeil (mulmullu] 8. o. zu S. 22 Z. 36) ausgebreitet werden (III R 64, 7)? Nach IV R* 26, 23 wird nun das situ iuparrurtu „gerade aus- gestreckt". Das führt auf eine modificicrte Bed. „(aus)strecken" auch für suparruru, die fast überall sehr gut passen würde, auch in III R 64, 7: denn es kann sich dort ja um eine durch vorgelagerte Wolken , durch den Horizont oder durch eine Mondfinsternis oder optische Verhältnisse unbekannter Art reducierte Mondform handeln. Nur III R 64, 13 kann hiermit noch nicht recht befriedigend erklärt werden. Denn was ist ein (hin) gestreckt er „Hof" um den Mond ? Da wir indes nichts Sicheres über den „Hof" um den Mond zu sagen wissen — dass das unser „Hofa um den Mond ist, scheint nicht sicher — und lediglich der supüru um den Mond, nicht aber jeder supüru ein tarbasu suparruru zu sein braucht, so hebt diese Stelle unsre Deutung nicht auf. Möglich dass hier supar- ruru eine von Suparrurtu „Netz" denominierte Bedeutung: „netzartig mit einem Gitter oder Zaun versehen" hat. Eine etwa vermutete Bedeutung „ringsherum anbringen" würde ebensowenig allen Stellen gerecht werden wie eine Bed. „in die Erde stecken". Zimmern's „Da spannte aus" und Delitzsch^ „Weit ausgedehnt" treffen also wohl das Richtige. Z. 96. sabit arkäti eig. „der das hinten Befindliche einnahm". 8. 26 f. Z. 96—8. 28 f. Z. 109. 339 panussu könnte auch für panussa= „vor sie" stehn. S. z. B. S. 240 Z. 163 f. und wohl auch sofort die unsrer Stelle f. Zeile. Z. 97. Möglich auch wegen der Var. -su: Da öffnete er (Nachdem -er geöffnet) den Mund der (jn sa) Tiämat nach seinem Können. la'äti wohl Form katä\a)latu von li'ü = „können". So auch De- litzsch. Z. 98. ana lä nach Delitzsch = „bevor". Möglich, aber ohne Analogie. Z. 99. Die Winde sollen TiämaVs Bauch aufblähen und runden und so für Marduk's Demiurgenkünste praeparieren. Delitzsch übersetzt: Die furchtbaren Winde belasteten ihren Bauch« Aber „belasten" im Sinne von „schwer liegen auf" heisst sinu nicht. Das ii demnach das überhängende u wie z. B. in ukallu in Z. 61 o. oder re- lativisch wie vielleicht in S. 38 Z. 30 o. Z. 100. Zimmern übers, ohne Bedenken; „dass die Besinnung ihr schwand" und Delitzsch liest inni-fraz und übersetzt: „die Besinnung ward ihr geraubt". Beides ohne Fragezeichen. Aber afcäzu heisst „fassen" und Ubbu „Herz" oder „Inneres". Wegen näkädu „sich ängstigen" (oder concreter = „klopfen* vom Herzen? S. p. 198 Z. 18) mag innikud ge- lesen und „ward ängstlich" übersetzt werden. Aber die n-Formt Nach dem Zusammenhang erwartet man: „ihr Inneres sich ausdehnte". 8. 28 f. Z. 101. Nach Delitzsch issuk = „griff zum" ohne Frage- zeichen; Jensen Kosmol. und Zimmern 1. c. vermutungsweise bez. „packte fest" und „fasste". Aber wo heisst nasäku oder nazäku etc. „greifen"? Sicher ist nasäku = „legen', „setzen", „werfen" (s. einige Stellen bei Delitzsch Eandw. p. 472 und Meissner Supplement p. 67). Dasselbe Wort = „fallen", „stürzen". S. o. S. 46 Z. 4 -f 7 o. und S. 114 Z. 28, 30,32(,iStorpttTafel IV Z. 67, wo suss(?)uk vielleicht für Sussuk = „zu Fall bringen") sowie Meissner 1. c. Identisch mit nasäku ist nasäku. S. dazu Delitzsch Handw. p. 486. An manchen Stellen bleibt der Zischlaut, ob 8 oder «, unbestimmbar. So o. p. 32 Z. 5 und tftty.-Epos XII i, 18 o. pl 256 sowie Boissier, Documents p. 27 Z. 15(6). Weiteres 8. u. zu S. 108 Z. 11. Falls hier dieses nasäku vorliegt, würde es etwa „senken" oder „hinuntersto88en" oder „werfen" heissen müssen, wenn mulmuüu = „Speer", oder „werfen", wenn dies = „Pfeil". Zu mulmullu s. S. 22 Z. 36. Z. 102. libba hier vielleicht mit Zimmern besser, wie sonst ja oft, Synonym von kirbu = „Inneres". S. o. S. 10 Z. 5 o. zu libbui. Z. 104. üi-sa besser = „auf sie" (Tiämat). Z. 106. Delitzsch: „ihre Macht zerbrochen, ihre Kraft aufgelöst war". Wenn sich eine derartige seltsame Uebersetzung nur beweisen liesse! In unserer Zeile sind die Ungeheuer der Tiämat genannt, in der folgenden ihre (der Tiämat) göttlichen Kinder. Uebrigens könnte Z. 106 noch zum Vordersatz gehören. Z. 107. Zu u S. o. S. 22 Z. 18. Z. 109. Ist unsre Uebersetzung von usisüma (nach Zimmern und 22* 340 8. 28 f. Z. 109—114. Delitzsch) richtig, dahinter napsälisunu = „ihr Leben" zu erg. oder das folgende napiätus gehört dem Sinne nach sogut zu uiisüma wie zu ($iru. Zum Akkusativ napiätus 8. o. d. Anm. zu kirbis Tiämat in S. 22 Z. 41. Zur Unterdrückung von ana vor dem Infinitiv s. o. ibidem. Z. 1 10. Zu nita lamü s. Delitzsch Handw. p. 460. Die Bedeu- tung von nUu unbestimmbar. Nach Delitzsch 1. c. = „Hemmung". Aber das vorausgesetzte Grundwort ni'ü heisst nach p. 309 o. nicht „hem- men". Jedenfalls nita lamü Soviel wie lamü allein. Zum Akkusativ naparsudis s. o. die Anm. zu kirbii Tiämat in S. 22 Z. 41. W-'-i könnte für Wü, 3. Fers. Flur. Permansivi stehn. S. aibi für aibu auf p. 238 Z. 126. Sonst ist es ein Infinitiv. S. zur dann anzuneh- menden Unterdrückung von ana davor Z. 109 o. und o. S. 22 Z. 41. Z. 111. Zimmerk's und Delitzsch^: „er nahm sie gefangen" für isirSunüti ungenau. Z. 112. usbu Permansiv (dann Analogiebildung nach d. Praeteri- tum; cf. das Permansiv ipus) oder Praesens, für ussdbu, oder Präteri- tum, für üsibu. Z. 113. tup(b)käti = „Räume", spec. „Welträume" nach m. Kos- mologie p. 163 ff. und p. 240. Delitzsch nach altem Brauch : Weltge- genden. Zu dem in m. Kosmol. 11. cc. Verwerteten ist noch hinzuzufü- gen: In K 7861 (s. Bezold Catalogue p. 880) steht der üb d. i. tup(b)ku oder tup(b)uktu einer Stadt parallel mit Palast oder dieser liegt nach dem Text darin und nach S. 298 Z. 22 o. werden tup(b)käti in einer Stadt oder einem Palaste errichtet oder aufgestellt zur Sicherung vor feindlichem Angriff, also wohl verborgene Gelasse. Weiter bedeutet üb + gib-mi d. i. „üb des Schattens" kub(p)ü d. i. „Laube" oder Dgl. (II R 39, 51 ; 8. o. p. 40 Z. 17). Also „Schatten-Raum" oder „Schatten-Gelass" oder Dgl. Endlich ist (s. II R 35, 43) üb der erste Teil eines Ideo- gramms für ib(p)ratu = „Wohnraum" oder ähnlich, ib(p)ratum hat bei Reisneb Hymnen p. 92a Z. 6 als Ideogramm kisal-gur und als hisallu der Versammlung der Götter wird in Beitr. z. Assyr. III, 258, 29 der Up(b)8ukkina, die Kammer, bezeichnet, in der sich die Götter unter Mar- duk's Yorsitz versammeln. Dazu noch, dass der erste Teil des Namens doch wohl das üb = tup(b)uktu ist und der folgende das Su, das mit Gl — „Rohr" zusammen auch = dem oben genannten kub(p)ü = üb -f giI-mi = „Laube" oder Dgl. (s. o. p. 40 Z. 17). Darnach tup{b)uktu sicher ein umschlossener Raum. Da von den klagenden Tönen der Taube das Verbum damämu ge- braucht wird, mag dumämu eher „Wimmern", „Gewimmer" als „Heulen" bedeuten oder wenigstens auch das Erstere. Z. 114. Nach Delitzsch Handw. p. 636 sirtu = „Sünde" oder „Strafe". Indes nach der von ihm für letztere Bed. angef. Stelle IV R1 54, 3b (es möge sich beruhigen, besänftigen^) dein S:,rtu\) ist dies weit eher = „Zorn" u. Dgl., etwa „der sich betätigende Zorn" und ebenso in S. 28 f. Z. 114—126. 341 Güg.-Epos I, v, 20 (s. o. p. 130). Damit will ich garnicht leugnen, dafis es auch „Strafe" bedeutet. Nur ist diese Bedeutung gewiss secundär und nie ohne die andere. Kein göttlicher Zorn ohne Strafe. Wenn sirtu auch = „Sünde", könnte man wegen der urspr. Bed. im Zweifel sein, wie wegen der von annu mit demselben Aequivalent nam-taga = „Strafe41 und „Sünde", wenn nicht für tag die Bedeutung „schlagen", „anrühren" fest- stände und ein Yerbum ininu mit der Bedeutung „zürnen", oder „seinen Zorn betätigen" vorläge (s. Meissner Supplement p.- 11; Johns , Deeds No. 640 Obv. 17: möge ihm trotz des gesprochenen Gebets wieder zürnen). Darnach annu und wohl auch sirtu zunächst der „betätigte Zorn", dann dessen Ursache, „die Missetat"? Zu kis(8)ukku = kilu — „Gefängnis" 8. V R 47, 56a (Delitzsch, Handw. p. 343). Z. 115. Zu u s. o. S. 22 Z. 18. nabniti hier vielleicht nicht = „Geschöpf* sondern eig. = „Form", also „(Geschöpf)arttt. Darnach wäre die Elfzahl zu verstehen. S. zu nab- nitu o. die Anm. zu mummu in S. 2 Z. 4 und zur Elfzahl o. S. 6 Z. 22. Z. 116. milla = „Rotte"(?) nach Zimmern. Z. 117. Delitzsch für ittadi sirriti: „brachte er Drangsale" ohne Fragezeichen; auf p. 147 erklärt er den Ausdruck ittadi sirr'üi für schwer und m. Uebersetzung für gut passend. Aus den in m. Kosmologie, p. 165 angeführten zwei Stellen ergiebt sich, dass sie die allein richtige ist. Diese und unsere Stelle fehlen in Delitzschs Handwörterbuch, p. 576 (doch 8. p. 575). Dort figuriert statt sirritu = „Seil, Zügel" (s. auch Assar- haddon Send8chirli Obv. 24 und die Abbildung) ein sirritu = „Stab, Scep- ter", das aber nicht existiert. Z. 118. Gesichert ist für tukuntu nur eine Bedeutung „Kampf" oder „Angriff4'. Also wohl auch hier so zu übersetzen. Falls doch [ikb]us zu lesen, „trat nieder" zu übersetzen. Z. 119. Zu u s. o. S. 22 Z. 18. Z. 120. Da du(?)ga = mätu „sterben" und näru „erschlagen" und speciell = mütu = „Tod" (K 2061 Col. II, 18), wird der Gott Du(J)ga ein Todesgott, also vielleicht Nerigal sein. Das beweist K 4195, wonach der Planet Mars-JVeru/aJ sein Stern ist. Darnach wäre also auch h ingu ge- tötet worden. Nebenbei sei bemerkt, dass Delitzsch^ für den Namen ver- mutete Lesung Kugga (1. c. p. 84; Handw. p. 396) an II R 59, 31d keine Stütze hat. Denn dort steht nicht ku-ba, sondern dib-ba. S. Jensen in Z. f. Keilschrift. II, 422. Z. 123. isädu nach Delitzsch „besiegt (hatte)". Aber sädu nach y R 28, 1 =« näru = „töten", „erschlagen", wie auch Delitzsch p. 488 s. Handw. richtig deutet. Z. 124. mutta'du nach Delitzsch = „stolz". Aber s. o. Anm. zu na'du S. 8 Z. 38. Zimmern und Delitzsch wie ich in m. Kosmologie für usäpü suri~ iam „zu . . . gemacht'-. Aber „zu Etwas machen" heisst süpü sonst nicht. Z. 126. Zu Nug(d)immud s. o. S. 14 Z. 54. 342 S. 28 f. Z. 127- S. 30 f. Z. 136. Z. 127. 8. zu iläni kamüti o. p. 34 Z. 13 und wohl auch IV R* 21* 16 oben links. Nach dieser Stelle in der Unterwelt interniert? Z. 129. Falls isid-sa zu lesen, isdu = „Fundament" im Sinne von „Beine"? S. o. zu S. 26 Z. 90. Delitzsch^ „unteren Teil" scheint Aehnliches andeuten zu sollen. Aber um das Schadeldach zu spalten, tritt man nicht auf die Beine. Zimmern: „Leib". Aber das heisst isdu wenigstens nicht. Las er anders? Gewiss nur freie Uebersetzung. Z. 130. Zu mit(d)u, falls = mtttu, s. o. zu S. 22 Z. 37. Zu nuttü = „spalten" s. Zimmern. Delitzsch^ „zerschmetterte" ungenau. Zu den Stellen bei Delitzsch Handw. p. 487 s. noch die auch von Zimmern angef., Addit. zu IV R* 56, K 2482 etc. Z. 3, und E 8466, 4 (bei Winckler, AUorienl Forsch. II, 28). Aus der ersten Stelle, wonach der Kopf von einem patru (= „Degen" oder „Schwert" und nicht „Dolch", wie noch Zimmern und Delitzsch meinen) durch nutiü entzweigehauen wird, resultiert die Bedeutung des Verbums aufs Bestimmteste. Nach IV R* 26, 38 heisst Bilgi, der Feuergott, der munaiti hoher Berge. Geht das auf Feuerberge? muf^u früher gewöhnlich (s. zuletzt Meissner in der Z. f. Assyr. VIII, 76) mit „Hirn" übersetzt, weil = rfü = Xa = „Mark". Annähernd richtig Zimmern: Schädel. Da muftbu auch = („Oberteil" und =) „auf", und ferner einen Teil eines Hauses (Additions zu IV R*, 16, Zeile 12) und eines Schiffs (Gilg.-Ej>o& XI, 59; 8. o. p. 232) bezeichnet, so wird es speciell das „Schädeldach", zunächst aber, wenn nicht in 2ter Linie, „Dach" überhaupt bezeichnen. Cf. siru 1) = „Rücken" (= hebr. ini =s Dach), 2) = „Oberteil" und weiter = „auf". Sumerischen Ursprungs ist muj&u natürlich nicht. S. übrigens bereits Delitzsch, Handw. p. 398. Die sum. Lesung seines Ideogramms kennen wir nicht. Z. 132. Also wird das Blut der Tiämat nach dem fernen Süden entführt. Sah man in der igvd'Qcc ftdlaaca das Blut der Tiämat, sodass dessen rote Färbung z. M. 60 alt wie das babylonische Schöpfungsepos wäre? Man darf hierzu wohl auch an die Wasser des Todes erinnern, die Gilgamis auf seiner Seefahrt zur „Mündung der Ströme" trifft (o. p. 220 Z. 50 und p. 222 Z. 3). Denn offenbar lässt Marduk das Blut der Tiämat nach dem Süden in entlegene Gegenden entführen, um es unschäd- lich zu machen. Z. 134. sunu als Akkusativsuffix auf sidi oder als Nominativ auf abbüsu in Z. 133 bezüglich. 8. 30 f. Z. 135. inüfy vielleicht , aber kaum, = „ward besänftigt". salamius vielleicht einfach Akkusativ von salamtu nach d. Anm. zu kirbis Tiämat in S. 22 Z. 41. Z. 136. Meine Uebersetzung von (siru) Mp(b)u steht und fallt mit der Annahme, dass siru = „Fleisch" Determinativ ist. Delitzsch (.den Körper . . . theilend) scheint es mit „Körper" zu übersetzen. Ein Wort küp(b)u II R 17, 13b und 35d (= Haupt, a. s. k. t. 83, 13 und 89, 35) in Verb, mit is(s^s)b(\)u (mit b gegen Delitzsch Handw. p. 110 nach S. 30 f. Z. 136-139. 34$ S. A. Smith, Mise. Texte 22, 9 + 10 v. u.). Vgl. auch II R 47, 50 f. c d. isbu küp(b)u nach diesen Stellen wohl eine Frühgeburt (an beiden Stellen : (in) einem nicht vollendeten Monat) und isbu ist jedenfalls irgend etwas lebensfähig Geborenes, aber nicht Neugeborenes überhaupt (wie Delitzsch, Handw. p. 110 meint). Denn die Geburt eines isbu an sich ist ein böses Omen (S. A. Smith 1. c). Vgl. auch; den Personennamen Is{z,s)b{p)u Johns Deeds No. 85 Rev. 4; No. 90 Rev. 9. Ob küp(b)u, das damit ver- bunden wird, vermutlich als eig. Permansivparticipium, ein unentwickeltes, unförmliches Wesen mit wenig entwickelten Gliedmassen, Fleischklumpen, Rumpf ohne Gliedmassen? Dgl. vermutet auch Zimmern. Dessen Ideo- gramme nach der o. cit. Stelle II R 17, 13 und 82—9—18, 4159 Rev. 23 ff. bei Meissner Suppl 31 (cf. S*. 82 f) ü-ut und u-ut-kit(I), die resp. auch = inb äamsi « „Sonnenuntergang" und = kummu, sit(d??) äamsi = „Sonnenaufgang" und sxdänu = „Glühen" (s. o. p. 76 Z. 7). Möglich, aber nicht wahrscheinlich, dass an unsrer Stelle ein anderes Wort anzunehmen. Jedenfalls nach dem Zusammenhang tau -f- küp(b)u am Wahrscheinlichsten der Rumpf der Tiämat u-za-a-zu = uzcCazu. Die Radix ist natürlich z--z, nicht (Delitzsch) z-w-z. Daher zutuen, uzaHz und uzataz. Zum „überhängenden" u s. die Anm. zu S. 24 Z. 61 ? Aber hier hinter z ist es auffallig. Und doch kann. hier an einen Plural kaum gedacht werden. Denn was wäre dann Subject ? Die Götter ? Aber die sind zuletzt in Z. 64 genannt worden. Indes in Tafel V, 11 bezieht sich -sa auf die zuletzt in unsrer Tafel IV Z. 140 genannte Tiämat. Mit einem zäzu „strotzend", „kraftstrotzend" o. ä. (vgl. Delitzsch Handw. p. 572) wäre hier Nichts zu machen. Z. 137. nünu auch Wort für eine Waffe (s. m. Kosmologie, p. 343). Delitzsch: gleich einem Fisch. Was würde der Vergleich besagen? So leicht wie? ana sinäsu (oder lies ana sitU&u oder sittinsu??), eig. wohl „2mala, = „in 2 Teile« auch K 2852 + K 9662 Col. IV, 9 (bei Winckler Altar. Forsch. II p. 42), ebenso wie auf K 3082 (ibidem p. 46 Anm.) adi äinäsu, sonst auch = „2mal". S. auch Gilg. -Epos XI, Z. 61 ff. o. p. 232 ff. Z. 138. Delitzsch verlangt 1. c. p. 147 wegen -t«f(-)&* die Ueber- setzung: „aus der einen Hälfte von ihr machte er"; mislusia soll die Bedeutung von ina misliSa haben. Aber heisst: (Etwas) aus (Etwas) machen iakänu ina? An binütus(-)su in Z. 143, das er einfach wie W- nüisu übersetzt, nimmt Delitzsch keinen Anstoss! sakänu nach Delitzsch hier = „machte". Aber „machen" von konkreten Dingen im Sinne von „herstellen" heisst sdkänu, wie schon be- merkt, nicht (8. S. 24 Z. 50). Hier genauer = „hinsetzen". usallil gewiss so, wie geschehn, zu fassen. Delitzsch: „deckte er den Himmel". Aber der entsteht ja doch erst jetzt, sullulu auch = „hinlegen" (K 196 Obv. Col. 1, 24 bei Pinches, Text* p. 12 und (7%-Epos XI, 31), von salälu „sich hinlegen", aber nur vom der Länge nach Hin- legen eines Fundaments und eines Schiffs (beim Bau?). Z. 139. iadädu eig. „ziehen". 344 S. 30 f. Z. 139— 144 f. parhu vielleicht auch eine „Sperre" anderer Art. massaru Plural nach Zimmern wegen Z. 140. uSasbit eig. „Hess (einen Platz) einnehmen". S. o. S. 26 Z. 96. Z. 141. i-bir wohl von t&trw „überschreiten" nach Hommel in Neue hirchl. Zeitschr. 1891 S. 91 gegen m. Kosmologie. S. dann zur Verb, mit samt Craig Bei Texts I, 1, 15 (D. T. 109 Obv.). Aber wenn bei Winckler Altor. Forsch. II, 38 Z. 1 1 und 40, 28 abir für abri in Verbindung mit a\}U erscheint, so könnte hier ibir, grade auch in Verb, mit t£»i|-, wohl auch für ibri = „prüfte", „betrachtete" stehn. Für „besah" = iffitamma könnte auch vielleicht „durchstreifte" eingesetzt werden. S. zum möglicher Weise anzunehmenden Verbum Jiätu „durchstreifen" eine Reihe von Stellen unter J^ädu I med. j und fiüiu II med. j bei Delitzsch Handw. 273 f. mit den resp. Bedd. „die Aufsicht führen" etc. und „niederwerfen", welche letztere aber für das zweite Wort resp. das Wort nicht nachweisbar ist. Es sind vielmehr anzunehmen im Assy- rischen 1) ein frädu med. j = „geben" (so nach Delitzsch), vielleicht 2) ein gelegentlich vor u mit d geschriebenes Jiätu med. j = „durchstrei- fen" (davon dann bäü(d)u = „Nachtwächter", baya(ä)tn, Synonym von mutta- gisu = „der umherziehende Besichtigungsbeamte"?) und 3) ein damit wohl eigentlich identisches bätu = „genau besehen", ,,prüfen"(!). Mög- lich auch, dass hätu nur diese letztere Bedeutung hat. Die Stellen, für die man die zweite Bed. in Anspruch nehmen könnte (VE 13, 11: mi-cz- du-du d.i. eig. „in der Nacht hin und hergehend" = }}äidu\ Assurnasir- aplü I, 51 und Salmanassar Monolith Rev. 71) fügen sich auch sehr gut der dritten. Der J}äid(t)u hiesse dann so als der „Aufpassende", „Besichtigende". Zu hätu I und II oder zum zweiten von beiden gehört auch tMl in Ezra 4, 12 und die Bedeutung ist dort „besichtigen", nicht etwa weder „einreissen" noch „legen (aus Baumaterial aufbauen)" ; gegen Fraen- kel in Z. A. T. W. XIX 180 u. Or. Lit. II, 172. bätu also vielleicht an- nähernd mit dalu synonym (s. hierzu o. S. 24 Z. 63). Daher dann baya(ä)titu || daya(ä)litu Maklü III, 3 f. Z. 142. ustamfoir = „stellte sich gegenüber" mit Hommel, 1. c. p. 91, gegen m. Kosmologie , Zimmern und Delitz.sch(: angesichts des Apsü richtete er die Wohnung Nudimmud's). Ustamfiir in IV R* 26, Nr. 5, 12 u. 17 = „begegnete". S. dazu auch p. 120 Z. 43. Oder kann Sutamburu auch active Bedeutung haben? Wenn das, was wäre dann hier das Object dazu, da doch subat Nug(d)immud gewiss Apposition zu apsi? Zu Nug(d)immud s. o. S. 14 Z. 54. Z. 143. Zimmern und Delitzsch übersetzen binütu ähnlich wie ich mit „Bau". Der Zusammenhang scheint eine derartige Bedeutung zu verlangen ; aber sonst heisst binütu „Geschöpf", „Erzeugnis". Indes nabnltu vereinigt ja auch beide Bedeutungen in sich und die Bedeutung von binäti, gewiss Plural von binütu, setzt für dieses wohl eine Bed. wie „Gestalt" voraus. j. — Z. 144 f. Hara-Esara kann nicht den Himmel bezeichnen. Nach S. 30 f. Z. 144—2. 345 Z. 138 und Z. 141 ist ja der Himmel bereits errichtet! Mir scheint es nach wie vor (s. m. Kosmologie, p. 195 ff. u. 185 ff.) das Wahrschein- lichste, dass Isara eine poetische Bezeichnung für die Erde ist. Man könnte indes die Vermutung aussprechen, dass das Wort der Name des Götterpalastes im Himmel ist. Aber Ja(?) , dessen Stadt(l) nach Z. 146 Isara ist, wohnt nicht im Himmel und Isara ist doch s= ikur, das, weil eig. = „Berghaus", = „Himmel" schlechthin oder (und so meist) = „Erde" (so gewiss auch o. S. 50 Z. 41 u. an d. Parallelstellen). isara in Z. 145 2tes Object von usramma in Z. 146 nach Zimmern. Z. 146. Ia nur provisorische Aussprache des ilü (= Gott) + bit -f a geschriebenen Namens für den Beherrscher des Oceans. Nach dem 'Abs des Damascius möchte man auf einen Namen Ao(ü) oder A für ihn schliessen. Möglich, dass ilu-bit-a einerseits eine Art Ideogramm volks- etymologischen Ursprungs mit der Bedeutung „Gott des Hauses des Wassers", andererseits aber auch phonetisch zu lesen ist. Dann wäre (ilu) Ia zu lesen. Die mehrfache Schreibung ilu-a-bit (s. z. B. Delitzsch, 1. c. p. 94, Anm. 2) , könnte , falls kein Versehen anzunehmen , mit De- litzsch für eine bereits früher vermutete Aussprache Ae sprechen. Delitzsch für mafyäzisun Je nach Bezirken". Aber wo heisst mafcüzu „Bezirk"? us ram-ma für usrammä wie im-ma S. 58 Z. 18 für imtnä, ustamma S. 210 Z. 11 für ustamma etc. Z. 1. manzaza nach Delitzsch Singular. an für ana nach Zimmern. Z. 2. Zu Sternen als Ebenbildern der Götter m. Kosmol. p. 146 ff. Zu den (\x-)masi- Gestirnen s ibidem p. 47 ff. Dass damit wirklich Tierkreisgestirne gemeint sind, bestätigen jetzt die Texte bei Kugler Ba- bylon. Mondrechnung p. 72 Mitte u. p. 146 f. Siehe dazu Kugler 11. cc. Aber was sind die lu-maS's bei Zimmern Eitualtafeln p. 126 Z. 21? Hier scheint doch von Sternen keine Rede sein zu können. Wenn aber die (LU-)wrtst-Gestirne ihren Namen von Schafen irgend welcher Art haben, können die lu-ma§'s bei Zimmern 1. c. echte und rechte Schafe sein und der oder die ihnen dort folgenden sib-bi-i wegen des sumer. sib = „Hirte" ein Hirte oder Hirten, die während der Beschwörungsceremonien rechts und links vom Palasttorc aufgestellt werden. Man hat zu beachten, dass im Vorherg. gerade ein Schaf und ein Lamm oder Zicklein erwähnt wer- den. Wenigstens das Letztere wird geschlachtet. Sehr wohl möglich, dass lu-maS Etwas wie Leitschaf. Jedenfalls ist mos nach Sc. Ia, 1 f. = b(p)itrü und asaridu und asaridu = „Erster", „Führer", b(p)ürü aber, gerade von Tieren geltend, auch Schafen (Delitzsch Handw. 184 f.), nach II R 6, 35 = sumer. nam-ena-aga d. i. „die Herrschaft ausübend". Dass b(p)itrü „fett" bedeutet (Delitzsch 1. c), ist nicht erwiesen , täte auch Nichts zur Sache. Denn die stärksten Tiere sind auch die Führer. Wenn nun die Tierkreisgestirne „Führerschafe" sind, der Widder aber im Tierkreis einmal als erstes im neuen Jahre aus den Strahlen der Sonne hervortrat und sich so an der Spitze der Tierkreisgestirne befand, 346 9. 30 f. Z. 2-5. so ist der Gedanke nicht zu umgehen, dass er zu eben dieser Zeit als „erstes Führerschaft in Aufnahme kam. S. schon m. Kosmologie p. 61 f. und zum Vgl. der Sterne mit Schafen ibid. p. 98 u. p. 114. Wenn diese Gestirne „hingestellt wurden", hat man sich darunter nicht nur Lieh tpunktcompl exe , sondern offenbar lebende Wesen und Ge- genstände gedacht Z. 3. uaddi nach Delitzsch „setzte ein". Aber wo heisst es das? uddü von idü = „wissen, kennen, erkennen lassen", also „kundtun, kenn- zeichnen/. Ein davon verschiedenes uddü= „bestimmen" (von JTTl) scheint mir gegen Delitzsch Handw. p. 232 nicht gesichert. fit», falls so zu lesen, vielleicht das enclitische mi (s. dazu Delitzsch Handw. p. 387). Dann bildete das folgende isräta u(m)assir mit der fraglosen Bedeutung: „zeichnete die (Stern)bilderu eine figura etymologica. Ein Wort misratu als Ableitung von isiru sehr bedenklich. Falls doch mis{8^yrata zu lesen, wäre vielleicht mit Satce an tTHTia z« den- ken, wofür aber vielleicht ffibfö zo lesen, falls es nicht etwa wegen Hiob 9, 9 zu O^TO in Hiob 37, 9 zu stellen. Möglich, dass misräta ein Plural von misru = „Grenze" (so Delitzsch, Handwörterbuch p. 422), und dann wäre „zeichnete die Grenzen* zu übers. Zu isu(%)rtu = „Bild" s. Delitzsch Handw. p. 309. Delitzsch 1. c. : teilte Abschnitte ab. Wie will er das begründen? Oder übersetzt er nur frei? Z. 4. ta-a-an möglicher Weise mitzulesen und dies sogar recht wahrscheinlich, wie auch das damit wechselnde aan jedenfalls im späteren Babylonisch kein ungelesenes Ideogramm war, sondern mitgelesen ward. Das beweist das im Babylonischen damit wechselnde ' (lies wolil a') das lautgesetzlich älterem an entsprechen kann (s. Jensen in Z. f. Assyr. VII, 177 f.). S. fürs Assyrische z. B. Johns Deeds No. 436, Rev. 9, No. 502, Obv. 6 u. No. 612 Rev. 1. Ja, auch gerade für x ta-a-an = „je xu erscheint eine Form ohne n (s. Z. f. Assyr. 1. c. p. 177). Und der Zusammenhang verlangt hier ja gerade eine Bedeutung wie „je drei". Ueber eine ev. Be- deutung „je" für ta-a-an habe ich mir noch kein Urteil bilden können. Stellte Marduh also 3 x 12 Sterne hin? Vgl. Diodob, II, 30. Das „je" liegt ja im Assyr. vielleicht nicht ausgedrückt, aber der Zusammen- hang scheint eine Ilebersetzung „je drei" zu verlangen. Delitzsch: „Zwölf Monate Hess er durch drei Sterne theilen". Wenn auch Delitzsch es für unmöglich hält, dass ein Begriff wie „er setzte ein" auf Z. 2 und Z. 4 durch das nämliche Wort wiedergegeben worden sei (so auf p. 1501. c.!), so ist das doch wohl eine kaum vermeid- liche Annahme: Von za'cusuQ) konnte zunächst nur ein usza'iz gebildet werden; usziz kann kaum zu zd'äzu gehören, das jedenfalls nirgends mit Bestimmtheit als Yerbum mediae w auftritt. Z. 5. Delitzsch ohne Fragezeichen: Vom Tage, da das Jahr be- ginnt, bis zum Schlusstag. Wo heisst usuräti „Schlusstag"? Nach De- litzsch Handw. p. 122 soll allerdings im Assyrischen ein Wort usurtu = „Umschrankung, Schranke" existieren. Aber es giebt nur ein Wort 8. 30 f. Z. 5-11. 547 usuriu = „Bild", „Zeichnung". Zu diesem usuriu, wenn es Synonym toxi simlu = „Schicksal", s. S. 92 Z. 3. Z. 6. Zu Nibiru = Jupiterplanet s. p. 36 Z. 6 und m. Kosmolo- gie p. 128 f. Damach manzaz Nibiri d. i. „Standort des Jupiter" der Tierkreis oder die Jupiterbahn? Für riksisun, das Zimmern und Delitzsch nach m. Kosmologie wie ich oben übersetzen, wohl besser: „sie alle"; denn für riksu ist eine Bed. „Schranke" oder „Grenze" nicht belegbar. S. zu riksu p. 38 Z. 18 u. 19 und o. die Anm. zu app(bb)unäma auf S. 6 Z. 22. riksu eig. = „Band". Cf. arab. «.^b = »er ganz". Z. 8. Zum Standort des 2tä und des Ia(?) — Nordpol des Aequa- tors und r\ Argus — s. m. Kosmologie p. 16 ff. Es ist mir indes etwas fraglich geworden, ob ich mit meinen dortigen Ausführungen Recht habe. Jedenfalls befinden sich aber die 2 „Standorter" bez. im Norden und Sü- den des Himmels. Von neuen für unsre Stelle wichtigen Texten beachte vor Allem Kino Magic No. 62 Obv. 17: Ia(?y, Anu- und 2H J-Sterne, d.i. Süd-, Aequatorial- oder Ekliptikal- und Nordsterne? ittisu vielleicht mit Delitzsch = an seiner Seite (neben ihm). Z. 10. sigäru als Synonym von sikkuru genauer » „Riegel"? uddannina vielleicht = „machte gewaltig". Z. 11. kabittu nach p. 10 Z. 5 o. = „Bauch", „Inneres des Bauches", nur vielleicht auch == „Leber". -Sa kann sich in Ermangelung eines anderen Femininums im Gesichtsfelde nur auf die Tiämat beziehen. Also: im Bauche der Tiämat, deren eine Körperhälfte ja zum Himmel gemacht ward. Wie der Himmel oder ein Teil davon der Bauch der Tiämat, so ist der Bauch des Menschen ein samämu, ein „Himmel" (s. Z. für Keilschr. II, 35 f.). Demnach kabittu nicht „Mitte" (m. Kosmologie und o. im Text) oder gar ,,Schwerpunkt"(?) (Delitzsch). Die Schöpfungs- legenden haben bekanntlich bereits erhebliche Zeit vor Newton bestanden. Wenn iläti (s. sofort) den Nordpol (der Ekliptik oder des Aequators) einschliesst, mag man sich darin den Nabel der Tiämat gedacht haben. Darnach dann vielleicht zu verstehen, dass nab = nab, wohl = „Pol", d. i. „Nordpol" (s. m. Kosmologie p. 20 ff.) , zugleich eine Bezeichnung der Tiämat ist (83-1-18, 1332 Obv. II, 22 in Proe. of (he Soc. of Bibl. Arch. Dec. 1888 PL V). Nur zufälliger Weise ist im Arabischen J^j- 1) = Bauch, 2) = Leber, 3) aber auch = medium coeli und treffen die Araber mit den Babyloniern darin zusammen, dass sie einen oberen Teil des Himmels mit einem "na vergleichen. — Zimmern ver- bindet kabitti sama und deutet: „Mitte des Himmels". Allerdings bietet z. B. VA. Th. 663 Obv. 5 bei Reisner Hymnen p. 145 sa-ma-' =s „Himmel". Aber in unserm Text wäre eine ähnliche Form seltsam. Es scheint kaum zweifelhaft zu Bein, dass Üäti zu ila(ä)t Sami zu stellen ist. In m. Kosmologie, p. 15 f., nahm ich dafür die Bedeutung „Ze- nith" in Anspruch, da es = sum. an-pa = „Gipfel des Himmels" and 348 S. 30 f. Z. 11. im Gegensatz zu iiid Sami = „Grund des Himmels" steht. Delitzsch deutet es wie ich als „Höhe des Himmels", aber im Sinne von „Süden". Indess wenn auch die Himmelskörper im Süden eulminieren, mit welchem Rechte kann der Süden „Himmelshöhe" genannt werden? Delitzsch erklärt folgerichtig isid Samt, da es im Gegensatz zu Hat Samt steht, für den Norden. Nach IV R2 28, 24 u. 26 wird bei einem Gewitter die Sonne finster oder bewölkt sich(!) im „Grunde, Fundament des Himmels", — wo sie nach IV R* 20 No. 2 Obv. 1 f. u. V R 50, 7 f. auch aufgeht, — und verschwindet der Mond und zwar der Mond als Nannaru cL h. als das im Westen wiedererscheinende Neulicht des Mondes (nach IV R2 5, 40 f. Nannaru = ut-sib, das sonst = askaru = „Neulicht"!) in „der Höhe" oder den „Höhn des Himmels". Vgl. Reihneb Hymnen p. 128, Rev. 36 ff. Ganz analog unsre Stelle; denn offenbar gehören Z. 11 u. 12 eng zu- sammen. Darnach könnte man im Fundament des Himmels den Osten, in dessen Höhn oder Höhe den Westen sehn. Und nun wechselt oder geht parallel mit ultu sttän adi sil{l)än d. i. „von Ost bis West" ultu iiid sami adi ila(ä)t samt. Aber wie kann man den Osten bez. Westen des Himmels Fundament bez Höhe(n) nennen? Solange es dafür keinen ersichtlichen Grund giebt, müssen wir anscheinend anders schliessen, d. h. im Grunde beim Alten bleiben. Wenn die Sonne nicht nur im Fundament des Himmels aufleuchtet (1. c), sondern auch beim Aufgange aus dem Fundament des Himmels herausgeht, dorthin, wo Himmel und Erde finster sind(?) (V R 50, 8 : ana ima samü u irsitum nanduru i$[tu isi]d Sami ina [a&ka] ; vgl. Delitzsch, Handwörterbuch p. 79 unter emu\ so muss, falls isid Sami „Osten" nicht sein kann, es den Horizont und ev. einen darun- ter befindlichen Teil des Himmels bezeichnen. Wenn andererseits der Mond, und zwar speciell das Neulicht, in der Höhe des Himmels ver- schwindet und mit dieser der Westen nicht gemeint sein könnte, kann damit auch nicht lediglich der Zenith bezeichnet sein — denn im Zenith kann das Neulicht nicht stehn — , vielmehr nur eine bestimmte Zone oder Gegend über dem Horizont oder, da isid s. und ila(ä)t S. polare Gegen- sätze bezeichnen, der ganze Himmel über dem Horizont. Es müsste denn sein, dass in IV R* 28 und an unsrer Stelle Nannaru den Mond schlechthin bezeichnet. Dafür könnte die o. gen. Stelle bei Reisner sprechen, wonach Sin schlechthin im Hat sami steht, dagegen aber grade diese Stelle, da dort im Sumerischen dem Sin Si-in-ki d. i. doch wohl der „unten bef. Sin" entspricht. Wenn nun aber in Nebukadnezak's Steinplatteninschr. X, 13 f. und bei Neriglissar II, 87 (iStu iiid samt adi ila(ä)t samt ima Samas az{s)ü — „vom Fundament des H. bis zu den Höhn (oder der Höhe) des H., wo (immer) die Sonne aufgeht") mit dem so umgrenzten oder doch begrenzten Gebiet fraglos die ganze oUovusvrj gemeint ist (cf. auch IV R* 9, 42), müssen doch — beachte istu und adi — mit isid i. und Üa(ä)t s. Grenzen oder Grenzpunkte gemeint sein , zwischen denen sich der ganze Himmel über der Erde erstreckt. Und darnach wäre ila(ä)t Samt doch = „Zenith", wenn nicht etwa der Nordpol. Aber nach dem o. Bemerkten kann es doch wohl auch Ersteres nicht sein. Unter 8. 30 f. Z. 11—14. 349 solchen Umständen kann ich nur noch die Vermutung aussprechen, dass das „von — bis" in der Redensart in praegnanterer Art „von dem Ende von bis zum entgegengesetzten Ende oder Punkte von" bedeutet. Unter die* ser Annahme könnten wir für isid sami bei der Bedeutung „unterer Teil des H.", d. h. der unter dem Horizont, und für üa(ä)t s. bei der Bed. „oberer Teil d. H.", d. h. der über dem Horizont , stehen bleiben. Aber das wäre jedenfalls eine Hülfsannahme, auf die man lieber verzichtet, und gewiss ist, dass nur die Himmelsgrenzen auch die Erde umgrenzen, die mit den Erdgrenzen identisch sind, also der Horizont, und dass somit Alles, nur nicht unsre Anschauung und unser kosmisches System, der Deutung: „Osten" und „Westen" das Wort redet. Andere Stellen, wie p. 32 Z. 19 oder Gtlg. -Epos XI, 98 (o. p. 236) oder Zimmern Ritualtafeln p. 102 Z. 101 bringen keine Entscheidung. Aus den Ideogrammen für ila(ä)t samt können wir auch Nichts mit Sicherheit schliessen. an-pa, das gewöhnliche Ideogramm, bedeutet, wie schon oben bemerkt, „Gipfel oder Spitze des Himmels", wie pa = appu vom Feuer dessen „Spitze" im Gegensatz zu dessen üdu. Aber si -f bad, das nach der Stelle bei Reisner = Hat samt, ist nach II R 32, 11 = situm mit unbekannter Bedeutung. Das Ideogramm müsste man in erster Linie „Hörn der Stadt- mauer" deuten. Was wäre das? Ein spitzer Vorsprung? Eine Zinne? Als was wäre darnach der Hat samt gedacht? Ein drittes Ideogramm an-pa-ku existiert gegen Delitzsch Handw. p. 64 nicht. An der dafür von ihm cit. Stelle IV R 9, 40 ist ku natürlich s ana in Z. 42. Z. 12. Zu Nannaru = „Neumond" im Sinne von „Neulicht" s. m. Kosmologie p. 102. „Mond" schlechthin heisst das, wie schon gesagt, nicht, gegen Delitzsch. Der Mond erscheint zum allerersten Mal in der Gestalt, in der er allmonatlich nach vorheriger Unsichtbarkeit aufleuchtet 1 uitlpä vielleicht = „schuf". S. m. Kosmologie p. 328 u. Delitzsch, Handwört. p. 236. iutäpü nach p. 2 Z. 10 o. , IV R» 25, 45 und auch wohl IV R* 3, 22 mit intransitiver Bedeutung. ik(k)tl(i)pa gewiss zu jcäpn, nach Delitzsch Handw. p. 583 wohl = „glauben", „anvertrauen". Z. 13. Zu uaddi (nach Delitzsch — „setzte ein") s. o. zu Z. 3. suknat rotm, nach Zimmern „Nachtkörper", nach d. Anm. zu p. 24 Z. 50 zu beurteilen. ümi(i) hier nach Zimmern = „Zeit". S. o. p. 20 Z. 7. Möglicher Weise = „Tag", oder „Tage". Z. 14. Delitzsch für agü nach altem Brauch: „Krone". Was ein agü des Mondgottes ist , zeigt das Relief auf V R p. 60. Der agü eigentlich ein um den Kopf gewickeltes „Tuch". Daher = rxksu d. i. „etwas Gebundenes" (V R 28, 19) und daher hat er auch dasselbe Ideo- gramm wie iibbu = „Hüftentuch". S. dazu die Anm. zu S. 84, 54 f. Delitzsch für u-sir „teile ab"(?). S. o. die Anm. zu mi{?yis(8, e)-ra-ta in Z. 3. Hat man an surru =» „gross machen" zu denken ? S. dazu Sam- suiluna Col. III, 21 bei Winckler in Keilinschr. Bibl. III, I, 132 nach Hommel? Also „vergrös8erte ihn an der oder durch die (Königs)mütze?". 350 S. 30 f. Z. 14-8. 84 1 Z. 1 ff. Die Tage des ganzen oder fast ganzen Vollmonds sind ja nach babyl. Vor- stellung die der herrlichen, grossartigen Königsmütze. Zimmern: bildete (als Vollmond), aber fragend. uf$uru vom Bilden eines Körpers? Und ina vor agi? 8. 32 f. Z. 16 f. Der Infinitiv mit Imperativbedeutung wie im Hebraeischen der Infin. absolutus? Auch Zimmern hält nabäta in Z. 16 für einen Infinitiv. Ihn nach dem oben zu S. 22 Z. 41 Bemerkten aufzu- fassen hält schwer. Z. 17. Oder zum Inf. iumiula zu erg.? Z. 18. Zu sutamburat s. S. 30 Z. 142. Z. 19. Zu i&d samx s. die Bern, zu üäH in S. 30 Z. 11. Z. 21. Sutakrubu nach S. 24 Z. 44 transitiv ; Craig Astr. Texte 58a Rev. 13 — falls dort us-tafc-rib zu lesen — entscheidet nicht für eine in- trans. BecL Uebrigens mag der Form trans. u. in trän 8. Bed. zukommen. Z. 22. Zu Sutamburat s. 8. 30 Z. 142. Z. 23. si-um für sfü ? Beachte das folg. bayi, da i€ü ein Synonym von bWü. Darnach &a-'-t für &**'*? Vgl. o. S. 58, Z. 4; S. 88 Z. 82 u. Delitzsch Assyr. Gramm. S. 270. Zur Unterdrückung von ana vorm Inf. s. o. S. 22. Z. 41. Zu wessen Wege, falls hier das feminine -sa nicht nrisbräucblich für su steht? Z. 24. Zu 8u]takribama 8. o. Z. 21. Z. 3. na'ädu oder nödw eig. „sich fürchten vor". S. o. zu S. 8 Z. 38. Zu nadu = „anstaunen" s. auch p. 176 Z. 188. Z. 5. Zu na8äku = „niederstellen , -setzen , -legen" s. o. zu S. 28 Z. 101; in Verb, mit kaMu auch S. 256 Z. 18. Z. 9. gisgallu = „Platz", genauer „Standort" (vgl. o. p. 30 Z. 1 u. 6) nach S* 267: gisgal = manzazu. S. Delitzsch, Handwörterbuch p. 202. Vgl. auch sumer. gti-gal = famü „Stuhl"? Z. 10. ultu = „aus", „von" oder = „nachdem". slmätisa wäre „seine Schicksale" und würde sich auf den Bogen- Stern beziehen. Unter diesen Schicksalen wäre der Inhalt von Z. 7 ff. zu verstehen. 8. 34 f. Z. 1 ff. Delitzsch liest die sumerischen Ehrennamen Mar- dwJb's assyrisch und überträgt sie demgemäss in der Uebersetzung ins Deutsche. Das kam von seiner nun überwundenen Sumerophobie her. Wie konnte Delitzsch (p. 151 f. I.e.) bestreiten, dass die verschiedenen Namenreihen freie Erklärungen je eines Namens an ihrer Spitze sind, also, da sie nicht nach einem assyr. Namen hin convergieren, voraus- setzen, dass dieser ein nichtassyrischer ist? Die Unmöglichkeit von De- litzsch^ Auffassung, wonach diese Namen nur die Hauptnamen, aber assy- risch zu lesen sind, zeigt namentlich auch Z. 21 des Obv., wo dem Namen Sa(gayeu, dessen nächstliegende Erklärung müdü libbi ist, unmittelbar müdi libbi iläni folgt. Wozu dies, wenn 8a(ga)-zu müdi libbi (iläni) ge- sprochen ward? Das ist auch Delitzsch bedenklich gewesen. In Folge 8. 84 f. Z. l~8 f. 351 dessen ward der sumer. Name von ihm einfach beiseite geschoben and in der Transcription unterdrückt, und in einer Anmerkung zum Text heisst's dann : die erstere Erklärung hat der Schreiber von K 8522 dem Ideogr. selbst gleich beigeschrieben. Aber eine Glosse in einem poetischen Texte, dazu zu einem ganz unmissverständlichen Ausdruck? Dgl. wäre doch höchst sonderbar (s. o. p. 24 Z. 45). Also muss man zugeben, dass dieses Ideogramm — und damit die anderen — einen Anspruch darauf erheben kann, mitgelesen zu werden, und demgemäss, da nicht assyrisch, sume- risch zu lesen ist. Z. 2. ukinnu etymologische Spielerei mit sumer. ukkin in Z. I ? Z. 4. apäti nach Beitr. z. Assyr. II, 259 Z. 21 (Merodachbaladan- Stein) parallel mit nisi = „Menschen" und nach V R 21, 5 = ukkin = pufrru = „Versammlung", „Schaar", also gewiss = „Menschheit". Nach Zimmern, gemäss persönlicher Mitteilung, eig. = „die Blöden", im Sinne von „Menschheit". Er vgl. z. B. IV R* 29* 4 C Rev. Col. II, 28: %nu apätu xnu asälu = „. . . Augen, trübe Augen". Delitzsch auch „Menschen", aber auf Grund irriger Schlüsse (Handwörterbuch, p. 111): Ein Wort aptu mit der Bedeutung „Wohnung" existiert nicht und apäti = „Men- schen" ist kein Plural davon. Aptu bedeutet ein „Loch" in der Mauer,* im Dach usw. S. u. die Anm. zu takkab(p)u in (rtfy.-Epos XII, Col. LH, 23 + 27 auf p. 262 o. Auch zwischen apäti und ukkin in Z. 1 besteht eine Verbindung durch eine etymologische Spielerei : apäti = sumer. ukkin. Der „Zornestag" der Tag, an dem Tiämat und Helfershelfer ver- nichtet und bezwungen wurden. Z. 5. Delitzsch^ „Träger" für unser mu-kir beruht auf seiner unrichtigen Lesung mu-kil trotz V R2I, 11. Oder ist dort zu ka-a-l[u] oder ka-a-J\um] zu verbessern?? mukil würde „der darreicht(e) , hin- hä(ie)lt" heissen können. S. o. p. 96 Z. 29 ff. Nach V R 21, 28 und Z. 7 unsres Textes liegt in V R 21, 11 eine Erg. zu ka-a-n[u] nahe. Aber muktn = „der festsetzt(e)" kann man an unsrer Stelle nicht lesen. iililtu = „Reinigung" (und damit „Entsühnung") nach Zimmern und Delitzsch. Z. 6. iäru fäbu hier der „Lebensodem". S. Z. 9. magäru heisst „zu Willen sein" (s. auch Delitzsch, Handw. p. 392), nicht „Gnade" (ders. im Weltschöpfungsepos). Z. 7. simru = „Wunsch", „Gewünschtes", falls zu samäru == „wünschen". Cf. Z. 6. Sein Ideogramm azag in V R 21, 21 eig. = „glän- zend". Also Soviel wie „Schönes"? Delitzsch: „Fülle" ohne Frage- zeichen. kubuüü auch Stele Nabonid's IX, 19 u. V R 39, 26. Die Participia haben auch praeteritale Bedeutung. Also vielleicht: Hess und: bestimmte. Z. 8 f. Die Praeterita utnru und ntsinu , weil sich ihr Inhalt auf bestimmte Ereignisse der Vergangenheit oder alle bis zum Augenblick der Namensnennung beobachteten, nicht auf allgemein und jederzeit zu beob- achtende Tatsachen einer bestimmten Kategorie bezieht. 352 S. 34 f. Z. 9—10. Z. 9. isinu gewöhnlich „riechen". Vgl. najwiu. S. p. 10 Z. 5 o. Z. 10. it'udu Synonym von dalälu. S. o. zu S. 8 Z. 38. Udlula dalilxm übersetzte ich in m. Kosmologie mit „er möge ihn preisen**. Dass dies verglichen mit Delitzsch^ „mögen sie — gehor- samen ihm in Gehorsam** nicht (mit Delitzsch 1. c. p. 156) so „ganz falsch** war, zeigt jetzt auch King Magic PL 47 Z. 67 (vgl. PL 41 Z. 23): daliltka ana nUi rapsäti ludlul = „will ich deine dalilu's den zahlrei- chen Menschen ...!** Hier ist Delitzsch's Deutung unmöglich. Ferner an der von Delitzsch nicht beachteten Stelle bei Hammürabi Bilingue Col. II, 12 f., wo dalillka sirütim lidlula = „mögen deine grossen dalilu' s ...!** im Parallelismus mit tanadätika rabiätim lislanida = „mögen deine grossen Furchtbarkeiten als furchtbar hinstellen oder mit Furcht davon reden !** Also dalilu fraglos etwas an der Gottheit zu Verehrendes ; dalälu aber muss wegen der zuerst genannten Stelle (ana !) entweder bedeu- ten: „als furchtbar, gross oder ä. hinstellen, preisen" oder „Jemandem gegen- über Furcht vor oder Bewunderung für Etwas oder Dgl. durch irgend Etwas bekunden**. Nun kann dalilu schwerlich etwas Anderes als ein alter erstarrter Infinitiv der Form Fa' äl mit Substantivbedeutung sein wie 8alimu „das sich gnädige Zuwenden", neben dem — auch mit Infinitiv- bedeutung: Assarhaddon Sendschirli Rev. 47 — ein neuer durch Laut- wandelneigungen unbeeinflusster Infinitiv dalälu mit rein infinitivischer Bedeutung aufkam. Denn als Form Fall wäre das Wort rätselhaft Aber dann hätten wir eine urspr. Form Fa'äl mit passiver Bedeutung, was unerhört wäre. Vielleicht nehmen wir mit Recht an, dass sich diese erst aus der Verbindung dalili-su d — J— l entwickelt hat. Dies hiesse urspr. etwa „ihn verehren verehren", dalilu wäre hier also wie im Hebr. und wie auch sonst im Assyr. ein Infinitivus absolutus. Dann betrachtete man ihn in dieser Verbindung als Object , das nun , da sich ja der Sinn der ganzen Redensart nicht änderte, passive Bed. bekommen musste. — Keine der Stellen bei Delitzsch Handw. p. 219 und Kino Magic (s. p. 146 f.) spricht entscheidend für oder gegen etwa : „Furcht bekunden** oder „als furchtbar preisen", das Ideogramm ka-tab = dalilu wegen ka, auch = „Rede", „reden", eher für Letzteres. Nun aber bedeutet dullu von dalälu „Arbeit", „Mühe**, „Schmerz** (s. für letztere Bed. die 2 ersten Stellen unter dullu bei Delitzsch Handw. p. 219; die letzte dieser bei- den o. p. 138 Z. 40) und assyr. paläfyu = „fürchten, verehren** entspricht aram. nbfe, das auch „arbeiten** heisst. Al60 dürfte dalälu wohl eher Etwas wie „fürchten", „Furcht bekunden" als „preisen" und Dgl. heissen. Gewiss hierzu mit Delitzsch dallu = „erbärmlich" u. Dgl. (cf. hebr. Vi), Synonym von unnuiu „geschwächt" (V R 23, 27), und duüulu „ge- schwächt, geschädigt" (s. d. Stellen bei Delitzsch Handw. p. 219, Beitr. e. Assyr. III, 252, Z. 13 und Saroon Cylinder 4: insütu = „Schwäche" im Parallelismus mit fyibiltu), von dulluluf Synonym von babäluf wozu frubbulu, parallel ulälu und iniu (Z. f. Assyr. IV, 30 Z. 21). „Arbeiten", „(den Herrn) fürchten", „elend und schwach sein" gehören ja eng zu- sammen. S. 34 f. Z. 11— 19. 353 Z. 11. Die Namen Marduk's erhalten in diesem Text zuerst eine Erklärung, die sich möglichst genau an ihre eigentliche Bedeutung an- schliesst. Aga in Aga-azag heisst agü = „Königsmütze". Man vermu- tet daher zunächst, da lisarrifyu azag entsprechen könnte, dass Uiarri^u ab(p)räti Erklärung von Aga-azag und demgemäss ab(p)räti die Ueber- setzung von aga sein soll, also „Königsmützen" bedeutet. Dies wäre dann zu hebr. n&fct = „Kopfbinde" und assyr. apäru = „Binde" (V B 28, 9 gh) zu stellen. Gegen jene Uebersetzung legt zwar K 9966 (s. Be- zold, Catalogue, p. 1053) keinen Protest ein. Dort heisst BeUt [die Herr]in(?) der ap(b)räti; und in Z. 8 auf p. 16 von Pinches* Texte, sowie in unserem Text könnte ap(b)räti im Sinne von „Königsmützenträger" zu nehmen sein. Indes in Um. 354 (s. Meissner Supplement p. 22 hinten und p. 3 vorne) ist ab(p)rätum ein Synonym von kullatum, gimratum, beide = „Gesammtheit", und kimtu „Familie", und auf E 8665 (s. Meiss- ner 1. c. p. 14) wird es unmittelbar hinter astapUru = „Gesinde" genannt. Also giebt es ein ab{p)rätum wohl mit der Bedeutung: eine „Gemeinschaft, Summe" von Menschen, speciell „Familie", „Verwandtschaft", das sehr wohl an unsrer Stelle vorliegen könnte und hier dann jedenfalls die Menschheit sofort nach der Schöpfung oder die spätere umfasst. Wurzel *On un^ Bedeutung eigentlich „Genossenschaften)? Zimmern's Ueber- setzung („Welt"?) und Delitzsch^ („Wesen" ohne Fragezeichen) hätten also annähernd das Richtige getroffen. Z. 12. „Toten", falls mitu auch als Substantiv flectiert werden kann. Sonst lies : den Toten. Z. 13. an für ana nach Zimmern. Zu iläni kamüti s. o. p. 28 Z. 127 und wohl IV1 R 21*, 16 o. 1. Z. 14. usassiku eig. = „Hess niederlegen" nach Zimmern u. Delitzsch. uäassiku von nasäku = naiaku (s. o. zu S. 28 p. 101) oder durch Dissi- milation aus usaihku. Z. 15. Bezieht sich -sunu = „sie" in ana pa-di-§unu = „um sie zu erlö8en"(?) auf die in Z. 14 genannten Götter oder auf die Menschen und dann auf eine zukünftige — wie gemeinte? — Erlösung? Eschato- logie?? Zimmern's „an ihrer Statt" unbeweisbar. Delitzsch verzichtet auf eine Erklärung. Z. 16. ia batü ittisu eig. : „bei dem ist". Z. 17. amätusu die Worte, z.B. die Beschwörungsformeln, die er die Menschen lehrte, oder die Worte, die er bei einer bestimmten Gele- genheit an die Menschen richtete? Falls auf K 3364 (s. Delitzsch 1. c. p. 54 f.) wirklich Worte vorliegen , die an den Menschen nach seiner Schöpfung gerichtet wurden, mögen die gemeint sein. Delitzsch: seine Thaten. Atnätu kann indes höchstens „Ereignis", aber so wenig wie *D*T „Tat" bedeuten. Aber vielleicht amätu-su „das, was man von ihm spricht" ? ? Z. 19. päsina liüabb(pp)al nach Delitzsch: „künde ihr Mund". Jonen, Mythen u. Epen. 23 354 S. 34/. Z. 19—8. 36 f. Z. 27. Wie will er das rechtfertigen ? Am Wahrscheinlichsten littabbal zu lesen von abälu primae tv = „bringe hervor". S. o. zu S. 14 Z. 56. S. 36 f. Z. 20. issubu = „herausriss" aus ihrem Aufenthaltsort (undjrertrieb). Nach der Anm. zu S. 12 Z. 7 u. wohl bestimmt na-gab mit b zu lesen. Sind in dem Verse böse Geister gemeint, die durch Beschwörungen aus dem Körper getrieben werden bez. bis zum Augenblick der Namensgebung wurden? Z. 21. Lies statt „Herz" „Innere" nach den Anmm. zu S. 10 Z. 5 o. Z. 22. usisü nach Zimmern, wie sonst asü auch „entkommen" heisst, eig. „entrinnen lässt". Ebenso Delitzsch. Z. 23. mukin jMtyri kann heissen : „der die Versammlung (Concre- tum) aufstellt" oder „der sie (Abstractum) bestimmt, festsetzt", also hier wohl Letzteres. Zimmern demgemäss: „der den Götterrat beruft". mutib eig. „der gut macht". Z. 25. Delitzschs „Regierer in Wahrheit und Recht" falsch. Denn stUimru heisst nicht „regieren", auch nicht an den von Delitzsch Handw. p. 311 genannten Stellen, wo es vielmehr wie sonst = „in Ordnung halten oder bringen". Richtig aufgefasst am zuletzt gen. 0. p. 312. Z. 26. Zu sarru, dem Gegensatz von kknu, s. o. zu S. 22 Z. 9. Nach unsrer Stelle sartu gewiss auch Gegensatz von kittu '= „Gerechtigkeit". Siehe auch die mir von Zimmern gen. Stellen äurjm lll, 12; 79—7—8, 103 (s. Bezold Catalogue p. 1708) und Craig Bei Texts II, 9 Z. 25 f. sar4u hier geschr. sar-^u wie sarru III R 57, 63 SAR-rt*. S. hierzu II R 49, 35. Z. 27. Zu tibü = „aufstehn" s. o. p. 4 Z. 5 u. ; „aufstehn lä68t" wohl alle Morgen. Marduk ist ja der Gott der Frühsonne. Für eine Bestimmung der vielfach ventilierten Bedeutung der syno- nymen Wurzeln § — k—tn — m und s—fr—r—r mit den Ableitungen Sa- kutnmu usw., suharru usw. kommen vor Allem in Betracht Stellen wie Öt7^.-Epo8 XI, 132 (s. o. p. 238), wo usfyarir (vom Sturme gesagt) || inQfo = „ruhte" (vom Meere ges.) und iklu(a) = „hörte auf" (von der Sturmflut gesagt). Darnach muss dies dem Sinne nach = „hörte auf", „ward ruhig" oder Dgl. sein. Ferner Stellen, nach denen über verwüstete Landschaften äabarratu oder iakummatu ausgegossen wird (Sanherib Bellino 29; V R 3, 3), wonach diese Wörter „Ruinen", „Trümmerstaub" u. Dgl. oder — „Öde", „Schweigen" u. Dgl. bedeuten, womit man dann V R 6, 101 ff. vgl. kann. Ferner IV R2 30* 16a, wonach der Fuchs in der Nacht sa- kumis also „leise" hin- und hergeht (idu\llu\). S. o. zu p. 24 Z. 63. Fer- ner IV R* 13, 58: ina müsi masil bitu ina 8ukamu[mi] = „um Mitter- nacht, wenn das Haus finster" oder „ruhig, stille ist", womit II R 21, 18: gukammumu vom Tage (oder Sturme?) zu vgl. Aus diesen und allen sonstigen Stellen zusammen ergiebt sich gegen meine frühere und gegen Delitzsch^ Ansicht in s. Handw. p. 650 u. p. 686 für suframmumu und sü^arruru eine Bedeutung „still, ruhig sein und werden", „erstarren, starr, regungslos werden". Beachte auch noch, dass sig und sig-sig = äubarruru und sukammumu, sig aber auch = pasäfyu „zur Ruhe kommen" 8. 36 f. Z. 27—5. 355 und sig-sig auch = narätu = „regungslos, unbeweglich seina(!). S. dazu o. S. 246 Z. 231. Vgl. Z. 28. Darnach in IV R* 30 No. l,s6 ana sisxtika ui- kamammu = „schweigen still hei deinem Ruf", und die sühu sajcummu, deren nägiru d. i. Aufseher Isum, der Bevollmächtigte NerigaVs, nach IV R* 2 Z. 24 ist, die stille Strasse im Totenreiche. Vollständige Synonyma brauchen die beiden Verba nicht zu sein und sind es anscheinend auch nicht. Denn während man für sukammumu wohl mit „still sein" allein auskommt, muss für sufrarruru auch eine Bedeutung wie etwa „erstarren11 angenommen werden an Stellen wie o. p. 120 Z. 45 u. 47 u. p. 164, 16. . Z. 28. Das sumer. Wort für ukkusu ist bad-du (HR 35, 58c), das auch s=s nisü = „sich entfernen" und bisu sowie rijcu s= „fern sein" u. „sich entfernen«. S. zu den 3 Wörtern Maklü V, 166 f. + 170 ff. Zu m. Uebersetzung stimmt, dass akäsu ein Synonym von aläku „gehen" und dälu „umher-, hin- und hergehen" (s. o. zu S. 24 Z. 63) ist und IV R1 16, 6 u. 8 mit dälu wechselt. Also ukkusu eig. „gehen lassen" und die 2 Wörter akäsu bei Delitzsch Handle, p. 58 f. gehören unter eine Rubrik. S. bereits Zimmern Surpu p. 56 und vorher m. Kosmologie p. 363. De- litzsch wohl wegen des Ideogramms: „Beender". Aber bad = til hat die Bedeutung „zu Ende kommen", nicht bad-du. Bei diesem Tatbe- stande hält Delitzsch (p. 157 1. c.) für ukkusu die Bedeutung „ein Ende machen" für sicher nachgewiesen. Z. 28. suf}a(u)rratu, nicht sumurratu, zu lesen, falls in Z. 27 richtig safeummatu erg., da sd^a\u)rratu ein Syn. von safrummatu. S. die Anm. zu Z. 27. — Zum Ausdruck mukkis suba(u)rratu s. Z. 27. S. zu sap[b)üti: sami (Himmel) sapü{u) und sapü sa irpi(ti) (= Wolke) III R 64, 10 u. 11, irpitum sapitum IV R» 5, 34a, sapat iklüum (= Fin- sternis) o. p. 206 Z. 11, 48, 24 usw. und irpit sapüti HI R 64, 11. De- litzsch^ Deutung von sapü: „dicht sein" (s. s. Handw. p. 678) könnte an der erstgenannten Stelle (der Himmel sapü{u)) scheitern. Eine Bedeu- tung „Angreifer" für ein Wort sa(ä)bü ist durch p. 637 des Handwörter- buch?* nicht erwiesen. Z. 29. Sollte etwa für Sal-Sis Si-IiS, dann = „sechstens" (so über- setzt auch Zimmern), zu lesen sein? sal und §i lassen sich ja ganlicht so schwer mit einander verwechseln. Jedenfalls ist die letzte Zahl vor der in unsrer Zeile „fünftens" in Z. 19 auf p. 34. Zu s(\)issu, nicht siäsuy = 6 8. o. S. 78 Z. 3. näsib = heraus-, losreissend aus ihren Wohnsitzen. Z. 30. a-di doch gewiss nicht = „Schar" oder ähnlich und dar- nach oben p. 4 Z. 4 u. und Parallelstellen zu verstehen. Z. 31. Nach K2107 (bei Delitzsch Weltsch. p. 155) Z. 21: nrötft napfuir raggUf) raggu, weil hier dem Sinne nach Plural, wohl auch als Subst. gebraucht. Z. 4. Für lü sabit auch „mög' gepackt werden" möglich. Z. 5. mä führt nach herkömmlicher Annahme lediglich die direkte Rede ein, wie umma. Allein es steht ja nicht nur im Anfang einer Mit- teilung, sondern auch vor deren «einzelnen Stücken. Da es fraglos ein 23* 356 fit 36 f. Z. 5— II. hinweisendes enklitisches irü giebt (s. o. p. 80, Z. 14, p. 82 Z. 26 -f 32 u. p. 112 Z. 27 + 30) und mit ma-tnä als Suffix mi und mi wechselt, liegt es nahe, das mä an der Satzspitze jenem hinweisenden ml und damit der Bedeutung nach hehr. P13PI gleichzusetzen. Zu kirbis Tiämat s. o. p. 22 Z. 41. Zu ütbbiru, vielleicht doch = „über-, durchschreitet oder -schritt11, falls nicht eigentlich =■ „band, fesselte" oder „packte*1, s. o. zu ders. Stelle. Marduk überschreitet täglich das Ostmeer als der Gott der Frühsonne, wie der andere Sonnengott Samas (S. 216 Z. 23). anäf}U = „sich abquälen", „abmühen" und dabei „ermüden", „er- matten", „erschlaffen" und „seufzen", „stöhnen". Dazu mäna^tu = „Müh- sal" (Gtfy.-Epos I, 8 o. p. 116) und „Ermattung", „Erschlaffung" (San- herib III, 79, bei Delitzsch Handw. unter na^u, und V R 47, 41, wonach es eine „Krankheit" bezeichnet; und wohl auch III R 4 No. 4, 49 statt nafftu oder andfrtu zu lesen). Die beiden Verba anafru „seufzen" und anäfru „erschlaffen" nach Delitzsch gehören also zusammen. — lä inübu, wie nach Anm. 10 zum Text vielleicht zu erg., hiesse: nicht ruhte. Z. 6. Zu Nibiru s. o. p. 30 Z. 6. S. zu kirbi{s) o. p. 22 Z. 41. Darnach kann nun kirbi — kaum kirbis zu erg. — allein gewiss nicht etwa die Tiämat bezeichnen. Was aber statt dessen, ist zweifelhaft. Nibiru ist ja nach dieser unsrer Stelle (und o. p. 30 Z. 6 etc.) der Jupiter , bez. Marduk als Jupiter - Planet. Heisst er als solcher Halter der Mitte (?), nämlich der Ekliptik, mit der die Jupiterbahn einen kleineren Winkel als alle anderen Planetenbahnen bildet?? Z. 8. Zu d. Sternen als Schafen s. o. zu p. 30 Z. 2. Z. 9. nisirtu, jedenfalls das Leben bezeichnend, würde eigentlich „Schatz" bedeuten. Delitzsch Handw. p. 478 vgl. mit Recht napistu äkartu = „das kostbare Leben". karü eigentlich = oder auch = „kurz machen". Jedenfalls k-rü = „kurz sein" (Sp. I. 131 übv. 7 in Z. f. Assyr. VI, 241; Oppos. urruku „verlängern" in Z. 8) und kurrü = „verkürzen" (Z. f. Assyr. IV, 32, 12 im Parallelismus mit urruku). Vgl. die Stellen bei Delitzsch unter JVD H- Hierzu ferner kurlti und arrakäti (gewiss = „lange") II R 60, 17. Darnach karü gewiss auch an unsrer Stelle gegen Delitzsch und die herrschende Meinung mit Jensen in Z. f. Assyr. VI, 350 zu syr. yi3 (Brünnow ib. IV, 24). Und da nach V R 21, 66 f. säfru dasselbe Ideogramm wie karü hat, wird sukku in Verbindung mit napistu, eben- falls gegen die herrschende Meinung, auch gegen Zimmern und De- litzsch und gegen unsre frühere Annahme, „verkürzen" heissen. Daher II R 46, 7 f. ein langes Schiff vor einem si-ik(k$)-tum d. i. wohl „kurzem" erwähnt. Ein sujeku = „bedrängen" (Delitzsch Handw. p. 492) wäre also ebenso hinfällig wie ein karü = „in Not bringen" (ibid. p. 352). Z. 11. ukiali vielleicht, wie geschehn, zu übersetzen, falls uktali für uktalli steht. Ein uktali könnte zur Not für uktäl von b*D stehn. 8. 86 L Z. 11— S. 38 f. Z. 18. 357 Dann wäre zu erklären „halte es nicht (aufrecht)". Delitzsch ohne jedes Fragezeichen: gelte dies und höre nicht auf, bleibe ewig in Kraft! Vor solcher Kühnheit verstummt die Kritik. Z. 12. airu „Stätte" hier „die Erde". S. m. Kosmologie, p. 8 f. u» 160 f. Delitzsch, der: „Himmelssaalf!)" übersetzt und meine (und damit Zimmern's) Deutung für ausserordentlich übereilt erklärt (p. 158), ver- gisst die von mir angeführte Stelle auf K 48 , gegen deren Beweiskraft nicht anzukommen ist. Weiter scheint es Delitzsch ausserordentlich übereilt, dass ich den assyr. Commentator von K 8522 für einen sehr schlechten Philologen erklärt habe. Ist Einer, der z. B. assyr. iuisu = „sein Name", also ein aus zwei Wörtern bestehendes Wort, durch ein „sumerisches" Wort, nämlich bil wiedergiebt (V R 21,47), ein sehr schlechter Philo- loge oder nicht? danni(i)na = „Feste" ebenso = „Erde" oder deren Unterbau. S. m. Kosmologie p. 161 u. o. die Anm. zu ammatu p. 2 Z. 2. Z. 13. Delitzschs „Weltenherr" für bll mätäti unerlaubt, da mä- täti = „Länder" und nichts Anderes, was Delitzsch recht wohl weiss. Der Name „Herr der Länder" allein beweist, dass airu nicht den Himmel bezeichnet. Delitzsch^ Uebersetzung sollte seine Deutung von airu retten. Z. 14. Lies wohl sicher nagab-. S. o. p. 12 Z. 7u. Uebersetzung der Zeile nach (Zimmern u.) Delitzsch. Z. 15. Zu kabittu = „Bauch" und nicht „Leber" in Ausdrücken für Gemütsbewegungen s. o. S. 10 Z. 5 o. S. 38 f. Z. 16. Zu mä = „siehe"(?) s. o. zu S. 36 Z. 5. Ableitungen der Wurzel i— r — J (s. die Stellen bei Delitzsch, Handw. p. 689 f.) einerseits im Parall. und in Verbindung mit Wörtern für „gross" etc., andererseits für „schön", „glänzend". Also die Wurzel wohl = „herrlich, grossartig sein" oder ähnlich. So hier Zimmern und Delitzsch, nach dem die Z. übersetzt ist. Z. 18. Zu riksu = „Gesamnitheit" s. o. zu app(bb)unäma in p. 6 Z. 22 und zu S. 30 Z. 6. Delitzsch ganz ähnlich „Summa"(?). li-bilj von Delitzsch auf p. 91 libil, auf p. 159 vermutungsweise libil, Übel gelesen, nach ihm auf p. 114 ohne Fragezeichen = „habe er inne". Auf p. 159 urteilt er weniger sicher. Auch meine Uebersetzung — darnach Zimmern's — wird, nach dem zu p. 14 Z. 56 über abälu = „hervorbringen" Bemerkten, zu modificieren sein. Darnach heisst sütabulu in \r R 39, 36, bei Sargon Cylinder 34 und Stierinschr. 37 und somit auch in K 2801 Obv. 2 (Beilr. z. Assyr. III, 228), in Verbindung mit amätu, an letzterer Stelle mit amät kibiti = „Befehlsworte", ebenso in Verb, mit tiriti Rm. 105 Col. I (bei Delitzsch Handw. p. 7), vom allweisen Ia(?) geltend(l), und in Sm. 954, Obv. 24 ff., „hervorbringen", also wohl auch hier abälu in Verbindung mit parsu und üabbulu in Z. 19 in Verbindung mit tiriti. S. dazu noch Craig Eeligious Texts I, 35, 8 : muttabbil paras Bilüti und o. S. 48 Z. 14. Das passt auch weit besser zur Gleichstellung 358 8. 88 f. Z. 18—23. des Mardük mit Ia(?). Oder abälu hier eigentlich = „(geschäftig) hand- haben", „bewegen"? S. zu p. 178 f. Z. 198. Z. 19. Zu Httabbal = „bringe hervor"(?) s. d. vorh. Anm. Delitzsch (8. auch s. Handw. 113) liest darnach sicher fälschlich Uttappai u. über- setzt darum jedenfalls auch irrig „thue er kund". Z. 20 f. a-an, dann gespr. a-an, vielleicht mitzulesen. S. o. S. 30 Z. 4. Die Erklärung von Z. 20 f. wohl von Delitzsch „angebahnt" (vgl. auf p. 116 1. c. seine Bemerkung zu Tafel 1, 1 f.). Nur ist dazu gegen Delitzsch (p. 112 und p. 160) zu bemerken, dass kein Grund zu der Annahme vorliegt, dass der Name Fünfzig von Ia(?) an Marduk abgetreten wird. Abgetreten wird Marduk überhaupt kein Name (8. Z. 17; man müsste denn kima lesen und „statt" übersetzen, was nicht ernstlich in Betracht kommen kann) und ia(?)'s Zahlenname ist „Vierzig", „Fünfzig" dagegen Zahlenname BeVs und Ninib(?ys. S. V R 37, Col. II, 11, 17 u. 18, und Sm. 747, Rev. Z. 2 v. u. bei Delitzsch 1. c. p. 59. Wenn Marduk wirklich auch „Fünfzig" hiess, verdankte er den Namen wohl in Wahrheit zunächst seiner Identifizierung mit Bei. Uebrigens übersetzt Delitzsch mit Unrecht : die Fünfzigzahl seiner Namen. „Fünf- zigzahl" heisst fyansä nicht. Marduk wäre nach dem Dichter die Zahl 60 als Name verliehen und dadurch „sein Weg" hervorragend gemacht, weil sie auf die gewaltige Zahl 50 seiner Ehrennamen hindeutete, in Wirklichkeit aber, weil sie der Name BeVs und die nächsthöchste als Name gebrauchte Zahl war. Für diese Auffassung von Z. 21 entscheidet wohl Sm. 747, Rev. 2 v. u., wo: L = bansä, L = Bei Glosse zu dem Text von Z. 21 ist. Grammatisch zu rechtfertigen ist aber auch eine Ueber- setzung: „Nach (ä) dem(n) Namen der 50 grossen Götter nannten sie seine 50 Namen" (vgl. m. Kosmologie p. 299), und da die grossen Götter 50 an Zahl sind (so nach der sumer. Version von VA. Th. 415 Rev. 22, während allerdings die assyr.-babyl. Version L mit Jtnmsai^ sonst = 5, übersetzt; 8. Reisner, Sum.-babyl. Hymnen p. 92), und da wir einen Namen 50 für Marduk sonst nicht kennen, so darf auch unsere frühere Auffassung Be- rücksichtigung finden. Es ist ja möglich, dass die Assyro-Babylonier selbst über den Sinn von Z. 20 f. verschiedener Ansicht waren. Uebrigens vgl. zum Text noch das von Zimmern in d. Z. f. Assyr. XII, 401 f. publi- cierte Fragm. 80—7—19, 288. usätvru alkaUu wohl „zeichneten ihn ausa. Vgl. Delitzsch 1. c. p. 136 zu Tafel II, c, 6 u. d. Parallelstellen. Z. 22. „Festhalten" im Sinne von „sich erinnern an?" Vgl. afräzu = „lernen". Zimmern dafür „vernehmen", was sich auch nicht bestäti- gen lässt. Delitzsch wagt: Die Herzen in die Höhe (ohne Fragezeichen)! Auf p. 160 hält er diese Uebersetzung nur für möglich. mabrü vielleicht mit Delitzsch der „Erstlebende", der „Urmensch", da mäfyrü anscheinend nur den zeitlich Ersten oder Früheren bezeichnet. Z. 28. Zum mudü, dem bevorzugten Mitwisser göttlicher Dinge 8. z. B. V R 33, Col. VIH Z. 26 ff., V R 46, 60 (mit Delitzsch) und die Anm. 8. 88 f. Z. 23—2. 359 zu %kk(kk)ib(p)u auf p. 60 Z. 25 o. Vater und Sohn im f. Vers gewiss auch solche wudü's. Uebers. von mitluku, eig. „sich beraten**, nach Zimmern und De- litzsch. Z. 24. Zu u s. o, p. 22 Z. 18. Z. 25. Der Hirte und der Hüter (= Hirte) gewiss der König. S. Z. 27: sein Land! Delitzsch sieht in lipattä, das er = lippattä setzt, eine n-Form — „werde es kundgethan**, da sonst dunkel bleibe, wer Sub- ject ist. Kann's nicht der Vater in Z. 24 sein? Z. 26. Delitzsch: „Freuen möge man sich . . . strotzen machen . . .** Aber „man** kann nicht durch die 3. Pers. Sing, ausgedrückt werden. HERR geschr. mit einem Ideogramm für den Namen Bei = „Herr**, als Ausdruck dafür, dass der, der. Herr (der Götter) ist, zugleich auch einen Namen hat, der „Herr" bedeutet. Z. 28. Delitzsch für inat „unbeugsam ist**. Aber s.o. zu S.6Z.34. Z. 29. Für ustipil hat Delitzsch : hat gefällt. In s. Handw. p. 514 übers, er supilu mit „vergewaltigen**. Die dort angef. Stellen zeigen deut- lich, dass es ein Synonym von inü = „ändern** (darum auch = „vertau- schen** ; so z. B. mit Rost bei Tiolatpileser Platt eninschr. I, 3) ist. Daher hat es auch das Ideogramm bal mit ihm gemein! Z. 30. Zum überhängenden u in ikküimmuma s. o. zu S. 26 Z. 99. Vielleicht kennzeichnet es hier den Vordersatz als dem Sinne nach ab- hängig. Z. 31. Oder übersetze: tritt ihm seinem Grimme k. G. entg.? So scheint Delitzsch zu construieren und das a in uzza&u befürwortet dies. Z. 32. rültu libbasu eig. „sein fernes Herz**. Cf. Sag-lal-sud, d. i. „Herz -?- fern** = riminü „barmherzig". Delitzsch: grossmütig ist sein Herz. Z. 33. Zur sehr zweifelhaften Ergänzung und Deutung von i-ba-[~a§] s. K 84, 22 (s. Delitzsch, Handwörterbuch unter b--s): sunkunu . . . lä tuba'asa: „macht euren Namen nicht stinkend**, Meissner Suppl. p. 22(?) u. hebr. flfcO. Z. 1. ittu eig. und zugleich = „glänzend**, „strahlend** oder „rein**. Möglich, dass mit Jastrow Relig. of Babylonia p. 444 f. „das glänzende Haue** zu deuten und darunter der Himmel zu verstehen. Aber gegen diese Auffassung spricht ina asri Mim. Es müsste denn darunter das Weltmeer verstanden werden, für das aber ein Ausdruck wie asru doch etwas seltsam wäre. Nun gipfelt aber der erste Abschnitt unsres Textes — Z. 1—16 — in der Erwähnung des itfardufc-Tempels von Babylon und Marduk gilt der Text. Es scheint daher wahrscheinlich, dass das heilige Haus, mit dem er anhebt, eben dies Haus ist. S. die Bern, zu Z. 12 ff. am Ende. Z. 2. banü ist im Folgenden, nur um ohne Vorurteil dem Wortlaut des Originals gerecht zu werden, überall mit „bauen** übersetzt. Man 360 S- 38 f. Z. 2—8. 40 f. Z. 12 ff. hat sich darunter wohl „aus Stoff bilden" vorzustellen, wenn nicht „schaffen" aus Nichts. S. o. S. 22, Z. 22 + 26. Z. 3. Ziegelsteine hingelegt zum Trocknen, Brennen oder beim Häu- serbau? Nach dem Folg. wohl Ersteres anzunehmen. Zu nalbantu s. Keilinschr. Bibl. III, 1, p. 209 die Notiz zu p. 56, Col. II, 12 (Anm. **), Craig Bei. Texte I, 78, (18 + ?) 20 und V R 31, ö. Zimmern und Delitzsch, Handw. p. 370 : „Ziegelbau". Aber das kann es (wie auch nalba{a)nu Sanherib Constantin. Z. 62) nicht heissen, 1) wegen des Determinatus isu = „Holz" vor seinem Ideogramm, 2) wegen s. Ableitung von labänu = „platt hinlegen" z. B. „Ziegel" (also Werk- zeug zum Ziegelstreichen), und 3), weil die Bed. in den Telloh-Texten nicht angebracht ist. Meissner und Rost Bauinschriften Sanheribs p. 57 entscheiden sich für meine Auffassung. Z. 5. azalulu nach VA. Th. 244 , Rev. III, 24 f. (siehe Reisner's Edition in Z. f. Assyr. IX, 162 f.) = nammaitum und = zir mandum, '-d% bei Johns, Deeds No. 248 Rev. 11. Eine Transcription bMO^i mit *i vorne, wie sie Oppert in den Comptes rendus vom 10. Juni 1898 p. 415 nach Bu. 83— 5- 12, 619 (s. Cuneiform Texls front Babyl. lablets Heft IV) vorschlagt, ist nicht sicher. Ist der Tempel dieses Namens in Vers 12 und 13 der Tempel des Marduk in Babylon, also ders. wie der in Z. 14 genannte, Ä. 40 f. Z. 12—17. 361 oder ein Tempel Ia(?)'s, des Vaters Marduk'*, in Iridu, oder ein Teil des Kosmos? Jedenfalls ist dessen Inhaber Lugal-du-azaga nach IV R* 57 [64], 25 wohl Marduk oder ein Doppelgänger von ihm und sein Name vielleicht geradezu Marduk zu lesen, sonst Lugal-du-azaga oder Lugal- du-ku, vielleicht auch assyrisch-babylonisch Sar-du-azaga (oder -ku). Bed. des Compositums : König oder Herr des Du-azaga (oder -ku), der Kammer des Marduk im Osten der späteren Erde und im Tempel Ei(s)akküa in Babylon. S. dazu m. Kosmologie p. 234 ff. — Nach Z. 12 ff. waren also Babylon und iridu bei ihrer Schöpfung wohl vom Meere umgeben. Denn die eig. Erde ward nach Z. 18 erst später gemacht. Die Wohnsitze Mar- duk'* von Babylon, des Weltbildners, und seines Vaters la sind also die ältesten der Welt, vor Himmel und Erde geschaffen! Z. 15. Ist Marduk Subject zu i(t)pus? Oder darf hier in ipui eine — in der gesprochenen Sprache in späterer Zeit gewiss durchgeführte — Verkürzung aus ipusu angenommen werden? Dann hiesse es hier: „Die Götter, die Anunnaki machten sie zusammen a. Z. 16. $iru nach seinem Ideogramm eig. „gross". Also eig. = „in grosser Art". Vgl. zu Z. 15 f. Inschr. Samsuiluna's I Z. 8 f. in K. B. III, i, 130. Z. 17. Nach Gilg.-Epos VII(?) Col. I, 47 ff. (s. o. p. 186) kann man einen amu aus Holz machen (nach IV R* 23, No. 1 Rev. Col. IV, 1 + 23 f. hinstellen und tragen ?). In Surpu Tafel VIII, 36 ist mit amu ver- bunden silum, das nach V R 37, Col. I, 19 Etwas bezeichnet, das der Gärtner in Gebrauch hat. Das Ideogramm von amu ist an unserer Stelle gi(= Rohr)-DiR, anderswo gi-a-dir (s. Delitzsch, Handtc. unter amu). Der amu kann also auch aus Rohr verfertigt werden. Andererseits ist nach der eben citierten Stelle auch gi-a-su-a = amu, und gi-§u(-a) = f}isa, kup(b)ü, pattü und sutukku (s. Brünnow, List No. 2533 ff.). Da gi-a-dir == gi-dir, so wird wohl auch gi-a-su-a = gi-bu-a sein, sodass die eben genannten Wörter frisu, kup(b)ü, pattü und Sutukku als Synonyma von amu zu gelten hätten, umsomehr als fyisum als vom Gärtner gebraucht an der oben citierten Stelle (V R 37 Col. I) unmittelbar hinter silum er- wähnt wird, das an einer oben citirten Stelle mit amu verbunden er- scheint. Nun wissen wir, dass der sutukku (= gi-pat-ut; cf. gi-pat = pat[-tu-u]: II R 22, 6, welches ja ein Synonym von sutukku) eine Räumlichkeit in einem Hause (Tempel) ist (V R 51, 69 f.), und dass ein anderes Ideogramm für kup(b)ü ub-gi§-mi ist, d. i. „Raum des Schattens" (HR 39, 51 ab; s.o. p. 340). Daraus schliesse ich, dass bisu und kup(b)ü, pattü und sutukku und demnach auch amu zumeist aus Rohr hergestellte schattige Gelasse, also z. B. Lauben, Baldachine usw. bezeichnen. In er- freulicher Weise wird dies bestätigt dadurch, dass gi-pa (mit der Lesung sig) nach H R 39, 54 ab ein anderes sumer. Wort für kup(b)ü ist, wäh- rend gi-sig (aus Su + lu; siehe Ol + §ü = b%su) = kikkisu und = bussu, zwei Wörtern für „Rohrhaus". Dazu stimmt Alles, was wir von amu zu sagen wussten. Da die Schöpfung des Himmels sonst in diesem Text nicht berichtet wird, so vermute ich gewiss mit Recht, dass mit dem 362 S. 40 f. Z. 17—25. ■ Baldachin der Himmel gemeint ist , demnach mit dem (nach Z. 18) neben den Baldachin hingeschütteten Erdreich die Erde. Sollte hier ina pän „gegenüber" heissen? Indes ist diese An- nahme nicht nötig. Der Himmel liegt ja dem Wasser auch seitwärts vorgelagert. Z. 18. „baute Erde" im Sinne von „baute Etwas aus Erde"?? Aber das sofort Folgende! Somit wohl = „schuf oder „bildete4* (so auch Zimmern), vielleicht aus dem Stoff des Wassers. Nach V R 10, 2 itti vielleicht auch = „(auf die) Seite vonu. Mit der gewöhnlichen Bed. „(zusammen) mit" komme ich hier nicht aus. Auch Zimmern hat „neben". Cf. hebr. fi&t Zu amu s. Z. 17. Z. 19. Also die Menschen geschaffen nicht um ihrer selbst, sondern um der Götter willen, damit sie den Göttern die Erde wohnlich machen, namentlich naturlich durch Errichtung von Tempeln. Schwerlich Vers 19 mit Vers 18 zu verknüpfen. Dagegen spricht, dass auch in unserm Text dem Anschein nach von Anfang an immer je 2 Verse näher zusammen- gehören. Z. 21. Zur Menschen schaffenden, bez. bildenden Aruru d.i. Bellt s. z. B. o. p. 120 Z. 30 ff., (p. 238, 123,) p. 275, p. 286 Z. 1 ff. und m. Kos- mologie p. 294 Anm. 1 (und p. 514). „Menschensame" nach dieser Stelle offenbar nicht „Same, aus dem Menschen hervorgehn". Denn wo die Menschen als solche schon da sind oder doch gebildet werden, ist Same, aus dem sie sich erst entwickeln sollen, ein unmotivierter Luxus. Somit Same hier, wie sonst, soviel wie „Abkömmlinge" und z\r amilüti = Qlg 133. Darnach S. 100 Z. 12 zu TT - t verstehen : Adapa heisst „Mensch", „der Mensch", vielleicht im Gegensatz zu seinem göttlichen Herrn ia(V), aber nicht etwa als der Urmensch. Dem entsprechend heisst der nach Zimmern (Z. f. Assyr. XIV p. 277) und mir (oben p. 276) mit Adapa möglicher Weise identische Atar-^asls(?) amUu d. i. „Mensch" (oben p. 280, 53; 282, 17). Hiernach zir-napsäti (u. p. 230 Z. 27 u. p. 234 Z. 84) = „Lebewesen", weil = „Same von Leb(ewes)en". Z. 22. Zu Sikin napiäti eig. = „Gegenstände (Dinge) mit Leben" 8. 0. zu S. 24 Z. 50. Z. 23. Zu Sakänu nicht allgemein = „machen" 8. 0. ibid. Falls ina nicht vorhanden, zu deuten: „legte (ihnen) einen Ort, eine Stätte, hin". Z. 24. D. h.: gab ihnen durch „gutes Nennen" „gute d. i. passende oder schöne oder glückbringende etc. Namen". Z. 25. asm zu ffltjn? gi-51-kak = (u)dittu eig. = „Rohr-Korn-maehen", d. i. „Rohr, das Korn macht". Nach Delitzsch, Handwörterbuch, p: 31 „Rohrstengel". Hier scheint es wie Jcanä collectivischen Sinn zu haben. kisu (mit k wegen des syrischen r^Ä-JD = Holz) ist ein Synonym von Jciitu = „Wald" (II R 23, 45 ef), scheint sich aber nicht genau damit S. 40 f. Z. 25—8. 42 f. Z. 2. 363 zu decken , da unten Z. 29 ausserdem noch fcliätu (und kirätu) genannt werden, dazu kisu in unserem Texte das Ideogramm u. sumer. Aequiva- lent giS-tir-bu-ga bat, während das Ideogramm von ktitu lediglich Gifi- tir ist. Da sich nach Inschriften Sanherib's Tiere , die a-dan (= a-lap = „Rind"?) kiii heissen, in Rohrpflanzungen aufhalten (siehe Meissner- Rost , Bauinschriften Sanherib's , p. 16) , so mag kisu etwa „Unterholz" bedeuten, wie es in sumpfigen Gegenden wächst. Dazu stimmt, dass es hier mit Rohr und Halm(en) der Wiese zusammen genannt wird. Z. 27. Dass apu im Wesentlichen dasselbe bedeutet wie kanü = „Rohr", zeigt auch unser Text, indem in Z. 25 assyr. Jcanä sum. giS-gi entspricht, das in Z. 27 und 32 = apu. Z. 28. Fraglich, von wo an die Substantiva im Folg. mit denen in Z. 27 coordiniert sind statt mit denen in Z. 30. püru = „Wildkalb" mit p, nicht b (gegen Delitzsch Handw. p. 169), einerseits wegen piru neben p(b)üru, namentlich in altbabylonischen Per- sonennamen, und wegen II R 29 No. 4, wo in Z. 62 ff. rechts dem Sumer. 3 mal wohl dasselbe Wort püru oder büru entsprach, und zwar, nach dem sumer. a-mar(l) zu schliessen, in Z. 62 unser Wort, in Z. 63 aber nach dem Sumerischen püru mit p (wohl = Schale). Z. 30. Für „Gazellenbock" vielleicht „wilde Ziegenbock" einzusetzen (mit Delitzsch Handw. p. 683). Das Ideogramm für s(s)apparu ist näm- lich das für „Ziegenbock41 4- bar und bar ist das Ideogramm auch für afiü = „feindlich", „fremd41. Vgl. lik-bar = afrü = barbaru (== „wil- der Hund"; 8. dazu p. 136 Z. 2 u.) gegenüber lik-ku (= „Haushund"). Andererseits ist aber bar auch ein Ideogramm für sabitu , die Gazelle (Sc. 4), sodass das in Rede stehende Ideogramm immerhin einen „Bock der Gazelle" bezeichnen könnte. Z. 31. Für „im Bereich" vielleicht „an der Grenze (des Meeres)** zu setzen. Z. 32. Zu apu s. o. Z. 27. Zu nu s. Anm. 5 zum Text. Z. 20. Nach II R 57, 35 ist ZKftu(?) ein Name des Ninib in sei- ner Eigenschaft als ramku d. i. „Gewaschener", sonst = „Priester", oder als des Gottes des sich Waschens (s. zu p. 48, 18). S. Z. 23 unten. Z. 23. rifyü eigentlich „(be)giessen". S. dazu Maklü VIF, 26 und die ff. und vorherg. Verse: Darnach ist das rifyu eine siptu d. i. „Be- sprengung" und dient das Schöpfwerk zum rifyü der Erde, damit sie dann den Samen aufnehmen könne. Nach V R 22, 44 ist ri^ütu = A, sonst 366 & 44 f. Z. 23—8. 48 f. Z. 13. = „Wasser". Also rtfttitu eig. die „Ausgiessung", dann das „Ausge- gossene", allerdings auch vom männlichen Samen, aber, wie unsre Stelle zeigt, nicht von ihm allein, gegen Delitzsch Handtc. p. 6 1 6 , der rifyütu mit „Beischlaf" übersetzt. S. übrigens auch Reisner, Hymnen 133, 13, wonach die Anunnaki rifyütu der Göttin Antu sind. Zu diesem rifiü ge- wiss ferner auch rufon, das bekannte Synonym von kispu, ru'tu (= Spei- chel, Geifer) usw. rtfoU = „beischlafen" eig. also „begiessen". Somit jedenfalls T\1T\ II und III und Form II 1 von Hin I bei Delitzsch (s. dazu die Stellen in der Maklü-Sene bei Tallqvist) unter eine Rubrik zu bringen und gewiss auch Form I 1 und I 2 von T\tT\ I» da hier rif}ü oder raf}ü durchaus die Bed. „gi essen" haben kann. Und auch für die ver- mutliche Form IV, 1 des Verbums lässt sich II R 47, 27 sehr wohl mit einer Bed. wie „hingegossen werden" auskommen. Also wohl rifiü I — III = „aus-, hin-, begiessen" und rifrütu demnach = „Flüssigkeit", dann auch der männliche Same. Zum Geschäft des TisftuQ) s. zu Z. 20. 8. 46 f. Z. 2 o. ^usfyit (falls so zu lesen ; statt b aber auch t und statt f auch d und t möglich) vielleicht = „lass losreissen". Die Wolke als Schild? mibü auch hier möglicher Weise spec. = „Südwind", „Südsturm" wie o. S. 24 Z. 45. Z. 3o. Das Lebenssiegel ein Talisman? Z. 4 o. Zu uskamma von nasäku s. o. p. 28 Z. 101. Z. 5 ff. o. S. Z. 2 ff. o. Z. 8 f. Möglich, dass diese Geschichte — falls es sich hier um ein getötetes Wassertier handelt — ebenso wie o. S. 28 Z. 132 die rote Fär- bung des erythrae'ischen Meeres erklären soll. Z. 3. u. Zu akap(b)u = „sich nähern"(?) s. Delitzsch Handw. p. 58. Ob mit p oder b zu lesen, nicht sicher: III R 38 No. 1, 15 bietet ukkipa, aber Winckler Altor. Forsch II, 36, 32 ukkuba. Wenn akäp(b)u mit dem Akkusativ construiert werden sollte, wäre es nicht sicher, wer, ob Bei oder Zu, hier Subject ist. Z. 4 u. Reine oder strahlende Wasser sind zugleich „heilig". Z. 5u. „Tun der Herrschaft" = „was er als Herr tut". Zu Bilütu = HERRschaft s. o. S. 38 Z. 26. Z. 8 u. und 8. 48 Z. 10. Zu Dur-an-ki s. ra. Kosmologie p. 485. Z. 9 u. und 8. 48 Z. 11. ukijc^su nach Harper = „Neid", nach Delitzsch Handw. p. 124 = „heftiges Verlangen" u. ä. Leider nur hier bezeugt. S. aber jetzt Zimmern Bitualtafeln p. 216 Z. 20 u. 38. Für „fasste er" nach der Form auch „ward gefasst" (Harper und Delitzsch 1. c.) möglich. 6. 48 f. Z. 13. bamämu nach Meissner und Rost in d. Beiträgen I. Assyr. III, 359 Synonym von afiäzu (fassen) und nach Ersterem, Sup- plement p. 39, von nasü (tragen) und likü (nehmen; an unsrer Stelle). Auch in d. Beitr. z. Assyr. III, 260, 2 f. steht es parallel mit likü. Meist r # steht es in Verb, mit Abstractis, so mit tiriti = „Befehle" (z.B. an 8. 48 f. Z. 13—18. 367 uii8rer St.), parsi, dass. (z. B. V R 43, 36), mmifcu(?) „Weisheit" (Ckaio Belig. Texte I, 29, 4), iukämu (Rm. 669, 2; wegen Z. f. -4**yr. IV, 252, 10 u. 12 wohl auch — „Klugheit" oder ähnlich) und ummanütu = „Kunst" (Beitr. z. Assyr. III, 250 Z. 27). Diese Verbindungen würden zu der Annahme, dass bamämu „halten", „besitzen" oder Dgl. heisst, wohl passen. Und bamämu in Verb, mit dem Concretum irtu = „Brust" bei Haupt A. S. K. T. 129 Z. 22 mit „packen" zu übersetzen wäre durchaus sinnge- mäss. Andererseits muss aber hervorgehoben werden, dass Nebö-Nabü, der bämimu parsi (V R 43, 36), zugleich (II R 64, 48a) der bammu schlecht- hin ist und dass II R 57, 26 f. hämim -f- parsi durch mi allein, ein Ideo- gramm für parsu ausgedrückt wird , sonach die Begriffe von parsu und bamämu allem Anscheine nach im Wesentlichen in einander enthalten sind. Darnach müsste bamämu mit m. Kosmologie p. 163 ff. (vgl. auch Delitzsch Handw. p. 282) etwa „befehlen" heissen. Und in der Tat finden wir in Z. f. Assyr. V, 78, 16 fcammat in Verb, mit kabtat =» „ist angesehn" und sarrat „ist Königin" und bammä(a)mu muss ein Synonym von „König" oder „Herr" sein, also eig. doch wohl „Befehler" bedeuten. Vgl. auch, falls dies zu bilu = „beherrschen", lu-bi-li in Z. 14 in Verb, mit parsi. Möglich ist es nun nach den oben cit. Stellen wohl, dass bamämu wirklich mit Meissner und Rost eig. „halten" oder „packen" heisst. Dann müsste sich aber aus der Verbindung mit parsu oder Wör- tern ähnlicher Bed. für bam&mu ^e neue nicht anzuzweifelnde Bed. „be- fehlen" entwickelt haben, was eig. nicht grade wahrscheinlich ist. Mög- lich indes auch, dass die Bed. „befehlen", „gebieten", mit dem Akkusativ dessen, das und über das man gebietet, für alle Stellen ausser A: S. K. T. 129 Z. 22, und für diese ein anderes ^amämtt anzunehmen ist. Wie ist nun das Wort in IV R* 33, 1 1 f. zu deuten , wonach im Monat TiXri ana * (d.i. dem?) Bei die parsi frummu (doch wohl für ftummumu)? Heisst bummumu „befehlen, gebieten lassen"? Also „in dem man (nämlich die Götter) Bei die Befehle gebieten lässt" und ana mit p. 331 o. Nota Accusativi ? . Z. 14. lu-uk-kin — falls so und nicht lukkin oder lukki zu lesen — kaum für lükln = „ich will hinstellen". Doch 8. li-ik-hi für Jtjfci Z. f. Assyr. V, 78, 12. lu'bi-li vielleicht für lübü = „ich will hervorbringen". S. o. p. 14 Z. 56 u. p. 38 Z. 18. Aber s. auch Z. f. Assyr. V, 79 Z. 6: sa kullat sarrüii taJÄ-il = „der du jegliche Königsherrschaft beherrschst". Z. 18. ramäku bisher mit „ausgiessen" übersetzt. Allein in Gilg. Tafel XI, 303 (s. o. p. 252) passt das nicht. Dort erwarten wir eine Bed. „sich waschen". Und nun setzt sich das Ideogr. des Wortes aus su und dem für ufrulu = syr. KbnK „Lauge" zusammen! In der Tat passt die Bed. „sich waschen" überall, auch an unsrer Stelle, vortrefflich. rummuku und surmuku als Causative aber natürlich = „waschen". Das Verbum mit doppeltem Accusativ (Acc. auch des Stoffes, womit gewaschen wird wie aram. gno im Mand). ramkut der Priester, also nicht ein „Aus- 368 S. 48 f. Z. 18-33. giesser" sondern ein einmal „Reingewaschener" oder fortgesetzt „Sich- waschender", aber wegen des sofort zu bespr. pasisu weit eher das Erstere, und dessen Synonym (beide = Mi) paiisu ein einmal „Gesalbter", also = rP©73, möglicher Weise auch — da luh sowohl = misü = „waschen" als mch. = paitiu — = „Gewaschener", aber mit Oel. Salben und Waschen heiligt also, weil es reinigt. Darnach die Ceremonie des Salbens im A. T. zu versteh n. Z. 19. Harpkb 1. c: „sich niederlässt auf dem Thron, seine Krone aufsetzend". Aber safyätu heisst nicht „sich niederlassen". Delitzsch Handle, p. 650: „abgezogen auf dem Thron sein Diadem lag". Das scheint möglich, wenn auch sabätu = „abreissen", „abziehen" in Verbin- dung mit agü nicht bezeugt ist und nach der Prosodie safytuma enger mit ina kussi zusammengehört. Für „gestiegen ist" und „aufgesetzt hat" auch „steigt" und „aufsetzt" möglich. Z. 21. Zu HERRschaft s. o. p. 38 Z. 26. „Hinwerfen" » „aussprechen". Auch ein Fluch wird „hingeworfen". S. Gilg. XI, 306 (o. p. 252). S. auch o. S. 26 Z. 91. Z. 22. -US8U sonst bekanntlich temporale Adverbialendung (ümussu = täglich, arfyussu = monatlich). Doch gewiss nicht (sadü) U8-s\u d. i. : (Berg) Ü8s[u zu lesen?? Vielleicht = *sadüt-8u = „sein . ." und ia- dütu Soviel wie sadü = „Berg"?? Jedenfalls fliegt Zu zu einem Berge hin. S. 50 Z. 45. iksu von kasü = „packen", „festnehmen"? Harper 1. c. und De- litzsch, Handw. 342: „verbarg sich". Aber wo bed. kasü das? Denn in p. 104 Z. 17 u. heisst es das gewiss nicht. Uebrigens giebt es wohl gegen Delitzsch I.e. p. 342 nur ein kasü = „packen", und in einer Ableitung, aber nur in dieser (kusUu ein Kleidungsstück ; vielleicht gehurt indes kussü = „Stuhl", „Tron" auch hierzu), = „bedecken", vielleicht der urspr. Bedeutung. Doch 8. die Bern, zu p. 248, Z. 252. Z. 23. ittatbak eig. = „ward ergossen". Zu 8aba(u)rratu s. o. p. 36 Z. 28. Zu sakin külu = „wird es stille" s. o. p. 4 Z. 10. Z. 25. Wenn die namurrutu sogut wie der tiamrirru niederwirft (Sargon Annalm 138 f.; V R 1, 84) und die Waffen sogut namurratu haben (AmURNASiraplu II, 119 etc.) wie namrirru verbreiten (IV R* 18 No. 3 Obv. Col. I 30) , dürfte Ersteres ein Synonym von Letzterem , also gegen Delitzsch Handw. p. 427 = „Glanz", und zwar wegen des Ideo- gramms im-oal = „grosse Furchtbarkeit" für namrirru von schrecklichem Glänze zu verstehen sein. Also gegen Delitzsch 1. c. nicht zu maräru „bitter sein", sondern zu namäru. S. jetzt dess. Lesestücke4 p. 177. Z. 30. Zur Annahme einer Bed. „Menschen" ausser der Bed. „Wohn- plätze" für d(t)ad\t)mi sehe ich gegen Delitzsch Handw. p. 211 keinen Grund. Z. 33. Es muss hier nachgeholt werden, was in die Anm. IOzuS. 48 nicht mehr nachträglich eingeschoben werden konnte, dass wir die ent- & 48 f. Z. 33— S. 54 f. Z. 2 u. 369 gültige Aussprache des Id. im für den Gewittergott Adad einem Funde der Herren Belck und Lehmann verdanken. Uebrigens bleibt Bämän (wohl für Btfimän) die eigentliche Aussprache des Ideogramms u für ihn, wie sich aus den von Johns (Deeds) veröff. Texten ergiebt. Z. 35. t(d)äpinu, Syn. von karradu = „gewaltig", wegen seines Ideogramms ut-al-kut (II R 61, 62), auch = ümu = „Tag" -f #d)ä- pinu, eig. = „gewaltig von Licht"; das gewaltige Licht aber ist ein Ge- genstand der Furcht. Zu tni' s. o. p. 6 Z. 16. Hier wohl intransitiv. Möglicher Weise mit Delitzsch, Eandw. p. 460 für tnm' und dann Nif al mit der Bed. „zurückgestossen werden". Dann auch in K 155 Rev. 14 (s. o. zu p. 6 Z. 16) so aufzufassen. Z. 40. Zu k(k)ib(p)ratu = tup(b)uTdu eig. = Weltraum, Raum, ge- nauer der 4te Teil des Erdraums, aber nicht „Himmels-, Weltgegend" (so noch Delitzsch Handw. p. 315), s. m. Kosmologie p. 167 ff. u. auch o. p. 28 Z. 113. Möglicherweise \ kibrat irbitti = „Räume" der „Vier" = der „Welt". S. bereits o. zu S. 24 Z. 46. Wenigstens erscheint ein Femi- ninum einer Cardinalzahl als Attribut zu einem Femininum auffallend. 8. 50 f. Z. 41. Also Ekur auch nach dieser Stelle wohl = „Erde". Denn Städte eines Gottes im Himmel sind doch nicht gut denkbar. S. m. Kosmologie p. 185 ff. u. o. zu Esara in p. 30 Z. 144. Z. 42. S. zu s-r-h o. p. 84 Z. 11. Z. 43. Falls in S. 62 Z. 20 hinter Ipula zu kibitu zu erg., kann dies in Verbindung mit Ipula kaum „Befehl" heissen (also weder: „be- antwortete den Befehl" noch „gab Antwort mit dem Befehl"), da dort im Vorhergehenden, wenigstens soweit erhalten, keiner ausgesprochen ist und hier keiner im Folgenden, müsste also an beiden Stellen (gegen Habper) „Rede" heissen. apälu sonst = „antworten" ; aber vielleicht heisst es wie PÜ* auch „zu reden anheben", so vielleicht IV R« 60* [67] B Obv. Z. 8. apälu sonst nicht mit dem Accusativ des zu Beantwortenden, gewiss auch o. S. 260 Z. 5 nicht. Also in d. Redensart apälu kibitu Letzteres ver- mutlich die Antwort. Z. 46. kam = „wie" nach Harper. Vgl. auch arab. ^jf. kam dagegen wird zu sprechen sein, wo eine Verkürzung von kiäm = „so" vorliegt (Craio Eelig. Texte I, 17, 15). Vgl. tämtu aus tiämtu. Z. 48 f. S. o. Z. 21 f. Z. 51. „Wie Erde (Lehmerde) — nicht etwa Kot! — geachtet werden" = „vergehen", „vernichtet werden" wie die irdischen Dinge, die beim Vergehen zu Erde werden. Z. 58- S. 62 f. Z. 74. S. S. 48 Z. 35— S. 50 Z. 51. S. 52 f. Z. 79— Z. 95. S. ibidem. S. 64 f. Z. (4): Nin-igi-azag = /a(?). Z. 2u. Lugalbanda, dessen Gemahlin Ninsun, nach d. Gilgamis- Epos (Taf. VI, 192; s. o. p. 176) Gott des Königs Gilgamis von Erech und nach IV R* 35 No. 8, 1 f. + 5 f. des Königs Singasid von derselben Janm, Mythan v. Ep«n. 24 370 8. 54 f. Z. 2 u.— 15 f. Stadt, also ein dort verehrter Gott, wie V R46, 27 ausdrücklich bezeugt: Denn darnach ist er der BU von Kulab und Kullaba-Kul(l)ab nach V R 41, 14 = Illab (vor Illak = t/ruJfc-Erech erwähnt) und nach II R 50, 53 [I]l-la-ab = Uruk. Kullab eig. ein Teil von Erech? Wenn somit der Gott bei Reisneb, Hymnen p. 134, 11 f. und 136, 23 ff. (I s. die vor- hergeht Zeilen) der Herr von I§nun(n)a - Jinunndki heisst, scheint die Stadt Erech dessen Hauptstadt zu sein, also Ununnaki nicht = UnUiai (s. Anm. zu K. B. III, 1 p. 137). S. aber einen Kii betitelten Aufsatz von mir in Z. f. Assyr. XV. Nach II R 60, 4 heisst der Herr von ISnuna JBilum d.i. HERR. Also wird dies der semitische Name des Gottes Lugalbanda sein. Dem entspricht der sumerische Name. Denn banda mit dem Ideogramm TUR, auch = „klein" bez. „kleiner", deutet in zahlreichen Compositen (s. meine Kosmologie p. 78 f. und die Steinnamen Kvmina und Kvminabanda) „zunächst nach Etwas kommend" aus, sodass Lugalbanda „den nach dem Könige Kommenden" bezeichnet. Nach diesem kommt nach babylonischer Rangordnung aber der Herrl Sind also die beiden Zti-Legenden Bruchstücke eines Mythus, so wäre der Gott, der den Zu bewältigte, kein Andrer wie der von ihm Beraubte, nämlich Bei. Vgl. die Anm. 3 u. zu S. 54, wonach Marduk den Zu einmal bezwungen hat. Denn Marduk ist ja auch ein Bei. Indes vgl. o. S. 104 f. Z. 10 u. 12 f. unten. Uebrigens wird man, die Berechtigung zu einer Fusion der 2 Legenden vorausgesetzt oder nicht, annehmen dürfen, dass die Fassung der 2ten Legende aus Erech, einem Hauptsitz des Lugalbanda, stammt, der Heimat wohl auch des Gilgamis-Epos. Weil Lugalbanda ein Bei ist, begiebt er sich zum Berge Säbu, Denn der Berg [S]äbu ist nach II R 51 Z. 1 ein Berg des Bei. Z. 4. Es giebt auch einen Stein Namens säbu (I R 44, 83), der vielleicht mit dem Bergnamen Säbu identisch ist. Dass aber nicht etwa iadi säht als „Berg des säbu-Steins" aufzufassen ist, zeigt I R 51, 1: ]a-bu. Z. 12. sa amät libbiiu = „Einer der Worte seines Innern" d. i. „Jemand , der die Worte seines Innern d. i. seine (geheimen) Gedanken kennt", also ein „Vertrauter von ihm"? S. o. p. 128 Z. 41. Z. 14. Für Herzen 1. Innern. S. zu S. 10 Z. 5 o. u[i, falls so zu lesen, zu ustabal '= „erzeugt" zu erg.? S. o. p. 88 Z. 18. Z. 15 f. Wenn lä simäti sicher „Ungehörigkeit" heisst, so heisst simtu, Plur. simäti, „Gehörigkeit", „das Gehörige", „Zubehör". Damit kommt man überall aus. Dass schliesslich simtu nicht weit von der Bed. „Schmuck" ist, mag sein: Was für mich gehörig ist, schmückt mich und was mich schmückt, eignet sich für mich. Aber das beweist nicht, dass diese Bcd. die ursprüngliche ist. Dass simtu nicht nur = „Schmuck", „Zierde", zeigen z. ü. p. 138 Z. 30 f. u. p. 168 Z. 27 f.: Speis und Trank simtu eines Gottes bez. Königs. Hier kann es nur heissen „das was zukommt". Darnach auch ussumu eig. „gehörig, geziemend machen" und asämu „so sein". Gewiss gehört zu dieser Radix auch simanu (bei De- s. 54 f. z. i5— s. ser. z. 29. 371 litzscii Handw. p. 491 z. T. unten D10 gestellt) und bed. dass. wie «mtu. Cf. lidänu von (w)alädu und atZannu von HIPI- Statt lu-up-pu-us lies natürlich iu-j9tt-u£t Z. 23. äarä wohl sicher zu arü primae 1 und dann so zu über- setzen wie geschehen. Z. 25 f. ana simäti könnte auch „gemäss dem , was gehörig ist" also „nach Gebühr" heissen. Z. 27. Sim = Siris eine Weingottheit: II R 56, 17 (5im liakOal), IV R 8, 12; III R 68, 25 ff.; «tra(t)i = „Mosta etc. 8. 56 f. Z. 28. maiü vom Weine und von Metallen , also nicht = „keltern" (Delitzsch, Handw. p. 396). In El-Amarna London No. 8 Z. 38 (K. B. V p. 36) kann hitna sa irü mazü kaum etwas Anderes heissen, denn: „als ob es mit Kupfer gemischt wäre" (so auch Winckleb 1. c.) oder „als ob es gemischtes Kupfer wäre". Demgemäss ist kaspam mo- ziam bei Golenischeff Tablettes cappadociennes No. 2, 1 f. sicher = „legiertes Silber" im Gegensatz zu kaspam zarubatn in No. 3, I f. etc. ibid. = kaspam sarupam = „reines Silber" (s. Jensen in Z. f. Assyr. IX, 67). Also namzltu ein Behälter zum Mischen des Weines. Ein Sy- nonym von namzltu ist k(k)akk(kk)ullu wie k(k)akk(kk)ultu. Mit einem nicht zu öffnenden k(k)akk(kk)ultu kann man den Daemon bedecken, der durch das Loch des Daches aus- und eingeht(?) (Addit. zu IV R' 16, S. 8 Z. 1 1 ff. rechts). Also wird der k(k)akk(kk)ultu oben wohl nicht schmäler wie unten zu denken sein , wenigstens aber so breit , dass er leicht auch umgekehrt steht, und, falls die Daemonen nicht kleiner wie die Menschen gedacht wurden, vielleicht eine obere Oeffnung mindestens von der Breite eines Menschen haben, somit wohl auch der namzltu. Also wohl = „Mischkrug". Was ist nun aber k(k)akk(kk)ulU si in K 11185 (Meiss- ner Suppl p. 16 h.)? si hier „Auge"? Also der kQc)akk(lck)uUu des Auges die Tränendrüse ? §1 doch gewiss nicht missbräuchlich für int* = „Quelle" oder inu = „Wein"?? Aber s. doch Züricher Vokabular Rev. 15 f. Vgl. zu IV R* 16 Addit. Reisner Hymnen p. 2, 61 u. 4, 23 (k(k)akk(kk)ullu katimtu kiribsu mannu ilammad). Z. 29. lamsissa Hesse auf ein Wort lamsit(dj)u oder lamsis(z,f)u schliessen (von einem sonst unbekanntem quadrilitteralen Verbum?). Falls nimsis8a zu lesen, was doch äusserst wahrscheinlich, liegt ein Werkzeug oder specieller Gefäss zum Waschen vor. Für unsre Lesung und Deutung spricht auch das Ideogramm ]-di für (lam bcz.)ninmtu. Denn duk-bir- si-di = nam^a(ä)ru (II R 83, 10), das bei Beuteaufzählungen wiederholt mit dem nirtnaku zusammengenannt wird (s. Delitzsch Handw. p. 405) und II R 33, 10 hinter narmaku und narmaktu erscheint, ramäku be- deutet aber (s. o. zu p. 48 Z. 18) „sich waschen". Indes ist nach Rm. 358 (Meissner Suppl. p. 22 h.) der namfraru für „Rauschtrank" und wird dort (vgl. unsre Stelle!) unmittelbar vor namzltu und vor namäsu sa Hzbi genannt, das nach Delitzsch Handw. 395 (vgl. p. 405) dasselbe Ideogramm wie namfyaru hat. Also ]di = lam-Mu ein Synonym von namzltu, doch kein Waschgefäss, und dann nicht zu nimsitu zu verbessern? 24» 372 S. M f. & 29-8. 58 f. Z. 16. Oder beide Möglichkeiten mit der Annahme zu vereinigen, dass es zwar ein „Waschgefäss" ist, aber zum Waschen d.h. „Taufen" des Weins?? mirm im Sum. = tni , hier vor kaspu wegen kaspu misü der Con- tracte und Ml = ratnku und pasliu (s. o. p. 48 Z. 18) sowie = iüu (rein) gewiss für misü d. i. „gewaschen", also jedenfalls „rein", entweder innerlich rein d. i. „an vermischt" oder äusserlich = „sauber". Ein nim~ situ = „Wa8chktibeitt aus sauberem Silber und Gold wäre etwas Zweck- entsprechendes. Z. 31. Erg. zu riiäti ganz unsicher. Das entsprechende sumer. ]Sim-m1(-gak) mir sonst nicht bekannt. Vgl. III R 68, 25 u. Sie. Z. 2 o. Zum fryäru-Holz s. Delitzsch Handw. p. 376. Z. 6. Zu tibü 8. o. p. 4 Z. 5 u. manzazu eigentlich nur „Ort, wo man steht, bez. stehen bleibt, Halt macht". 8. 58 f. Z. 4. Für siisu lies wohl 8usu oder stsu. S. o. zu p. 36 Z. 29. Zu ba'amma, falls für bu'amma, s. o. p. 32 Z. 23. Z. 5. Möglicher Weise zu lesendes %abba zu hebr. ap, dem Namen eines Maasses, zu stellen, wäre kühn, aber möglich. Z. 8. Zu bub(p)ur- s. o. p. 6. Z. 9. Z. 9. ubla(mma) nach p. 14 Z. 56 o. in Verb, mit libbu besser „hervorbrachte", ana dahinter (s. auch o. S. 230 Z. 14) darf nicht irre führen. Vgl. nadänu ana -f Infinitiv, wo ein logischer Accusativ vorliegt (s. die Stellen bei Delitzsch Handw. p. 451 u. auch V R 7, 45). ana ist hier also Nota Accusativi. S. zu o. p. 22 Z. 41. Z. 12 f. vielleicht Fortsetzung des Nachsatzes in Z. 11: sollen sie ergrimmen etc. Jedenfalls hier ein Permansiv ohne lü mit jussivischer Bed. Vgl. o. p. 248 Z. 257 Var. und Zimmern Ritualtafeln p. 110 f. Z.7. Z. 13. Zu tibü s. o. p. 4 Z. 5 u. Z. 14 f. Ein la-mi stände für lami. S. z. B. o. p. 56 Z. 29 mi-su = misü oder p. 26 Z. 78 Z. 16. Der as(s)innu bekanntlich im Dienste der Istar. Sein Ideo- gramm ist ur-sal, d. i. vermutlich eigentlich „weiblicher Hund". Mit Rücksicht auf abs = „Kinaede" schlägt mir Dr. Küchler dieselbe Bed. für assinnu vor. Aus p. 86 Z. 12 könnte man aber schliessen, dass sich der assinnu durch eine eigenartige angeborene Körperbeschaffenheit aus- zeichnete, und aus p. 62, 9 f. sogut auf nicht angeborene Fehler an seinen Ge- schlechtsteilen wie auf Unregelmässigkeiten seines Geschlechtslebens. Die Feindschaft der assinnu's gegen Anu und Iitar oder Letztere oder Ersteren allein (o. p. 62 Z. 9) könnte aus gegen sie verübten Gewalttätigkeiten wie Verstümmelungen erklärt werden. Jeremias Izdubar-Nimrod p. 59 Anm. *** scheint in dem assinnu wie in dem Jcurgarü einen Eunuchen zu sehen. Aber in Roscher's Lexicon III p. 262 Z. 28 übersetzt er assinnu mit „Götterdiener". Harper hält Beide für Eunuchen. Delitzsch Handw. p. 110: Diener einer Gottheit. Jedenfalls, wenn an unsrer Stelle asinnii zu lesen , asinnu ein irgendwie weiblicher Mensch und das be- S. 58 f. Z. 16 -S. 60 f. Z. 14. 373 stätigt o. S. 62 Z. 9 f. Nach einem Londoner Fragment (Delitzsch Handw. p. 414) spielt der assinnu auf der Flöte. Daher mit Delitzsch zu isinnu = „Fest" ? Dies eig. „Musikfest" and assinnu eig. „der Spiel- mann"? Form *assänu? Falls dann direkt von isinnu abgeleitet, vgl. sy*- K3Ö0 = „Schiffer4* von »n^BÖ »Schiff«. Z. 17. nikisu — falls so zu lesen — kann für näkäsu stehen. Z. 18. ü(d)lu hat als Ideogramm kal und ein kleiner kal heisst batülUy das ist aber „Jüngling". Also ist it(d)lu = „Mann". Dass es je etwas Anderes , nämlich „Herr" (: Delitzsch Handw. p. 25) bedeute, ist unerweislich. Dem entsprechend hat es auch nie ts mit der Bed. „Herr" als Ideogramm. Also if{d)lüiu = „Mannheit", „Männlichkeit". Zu asinnu s. Z. 16. im-ma für immä. S. o. S. 30 Z. 146, auch Z. 14 f. o. etc. Z. 19. S. zu ]akla Z. 16 u. Z. 24. Z. 26. Zu ümu rabü 8. o. p. 6 Z. 18 f. 8. 60 f. Z. 6. Zu it(d)lu s. o. p. 58 Z. 18. ardatu ist der Gegensatz oder das Correlat zu '$(d)lu und die 6o- iöftu, die Jungfrau, ist nach ihrem Ideogramm eine kleine ardatu. Also, wenn Gegensatz zu it(d)luy = „ausgewachsenes Mädchen", nicht „Sklavin". Z. 10. tä(a)bi(i)r wegen des damit parallelen Verbums tatabat doch wohl zu t&ifM-^an = „festnehmen". So oder doch ähnlich auch Harter und Meissner Suppl p. 2. S. d. f. Anm. Ein tuabbitinni Maklü III, HO vor tubbirinni in Verbindung mit lauter Wörtern für „packen" u. Dgl. Daher unwahrscheinlich, dass es dort zu abätu „vernichten" gehört. 0. S. 68 Z. 25 geht das itabutu eines Bergs der Besitznahme voraus. Also kann das hier nicht „ver- nichten" heissen (gegen Delitzsch Handw. p. 13), wird vielmehr eine Handlung anzeigen, durch die diese Besitznahme symbolisch angedeutet wird , also etwa „ergreifen". Dieses abätu liegt jedenfalls auch MaJclü II, 151 + 162 und V, 11 ( || kussurul) vor. abbuttu = „Fessel" bestätigt dies, ubbitu in Surpu VII, 24, mit Zimmern wohl = „fesselten", also für ubbitu. S. die vorhergeh. Anm. Z. 13. ztmu eigl. = „Glanz", „glänzendes Aussehen", „glänzende Erscheinung", dann „Gesicht", „Mieneu, aber nicht = „Gestalt" (Har- per). Also nimmt I(U)ra das Aussehen oder nur die Miene bez. das Gesicht eines Löwen oder eines Hundes an. Diese Auslegung scheint sicher. Aber tassakin müsste eigentlich „wurdest gesetzt, gelegt" heissen. „Setzest dir" kann es unmöglich bedeuten. „Du wurdest d. h. dein Kör- per wurde so zurechtgelegt, in eine solche Gestalt gebracht, dass er wie ein Löwe aussah"? S. zu siknu o. S. 24 Z. 50. Z. 14. Ausser ittku = „vorrücken", „weiter ziehen" etc. ein itifcu 9 t (oder ittku) = ratnü, sonst = „sich lösen, lockern", und = Sibiru, sonst = „zerbrechen", vorhanden. S. V R47, 49, wo itiku (oder itiku) im Parallg mit rummü durch diese beiden Verba erklärt wird. Dort mit dem Subst. labänu verbunden, wie IV R* 29 No. 3, 6, wo es im Parall. mit ma^äsu 374 S. 60 f. Z. 14-25. steht. Dort hat es als sum. Aequivalent ra-ak, sonst = rapäsu = „zer- schlagen" und rabäsu „niederspülen", labänu nach seinem Ideogramm sa-tik „Halsmuskel". Also itiku (oder itiku) hiernach = „durchschlagen", „durchbrechen" oder wegen des Synonyms rummü „gewaltsam auseinander- bringen, lösen". Nach Sargon Cylinder 20 heisst innitka(mma) kaum etwas Anderes als „herausgerissen wurden", sodass itiku ein Syn. von nasaf^u wäre. Das stimmt zum Obigen. Z. 17. „Vor dem Heere" = vor ihm herziehend? „Böses erfassen lassen" = „Böses zu tun veranlassen". Z. 19. Vor la hinter [säb]a (?) hat Harper in s. Transscription Nichts. Aber die Photographie und s. Copie geben gleichermas6en den Rest eines rechten oberen Keils davor. Z. 21. Delitzsch vermutet hier nach Harper 1. c. p. 434 i-nik. Das könnte aber schwerlich auf *yänik zurückgehn. Z. 22. Für Tin-tir vielleicht besser Bäbili = Babylon zu lesen. Z. 24. „aufgerichtet" natürlich = „gezückt". Mit dem patru spaltet man den „Schädel" (Addit. zu IV R' 56 [63] p. 10 unten rechts). Also ist das kein „Dolch" oder nicht nur ein „Dolch", Bondern, bez. sondern auch ein „Schwert" oder „Degen" oder ein recht ansehnliches Messer. Z. 25. Ein Wort ikk(kk)ib(p)u im Assyr. mit dem Ideogramm §a- OIG (d. i. eig. „etwas Krankes, Unangenehmes"), — das auch = tnarustu == „Krankheit, Elend, Ungemach", eig. = „Schmutz", und = an zilli mit gleicher Bed., — = „Elend" oder „Schmutz" und nicht „Missetat", (gegen Delitzsch Handw. p. 52 auch Saxherib III, 23 : ich liess ihn zu seinem Elend oder Schmutz zurückkehren). Ferner wohl = „Schmutz" an ff. Stellen: Maklü V, 80 (Rauch, Schmutz des Himmels); Z. f. Assyr. IV, 254 Z. 11 (der müsu, d. i. wohl die stinkende Absonderung der Vorhaut, genannt oder im Parall. mit „Schmutz der Götter"); wo es in Verb, mit akälu = „essen" und ipisu = „machen" erscheint (IV R8 10, 33 u. 46 — pa- rallel geht an eil ukabbisu = „auf Unreines getreten bin" — ; Surpu II, 5 + 70 + 96; Haupt A.S.K. T. 119 Z. 7 u. 9); auch vielleicht Stele Nabo- nid's II, 33 ff. (wo sipir Marduk sa sillati ikk(kk)ib(p)su = „Marduk's Auftrag zu plündern (?? so nach Winckler) (ist, war) sein Schmutz d.i. Greuel" sein mag , wenn nicht : „der Sendung Marduk1 s , dessen Greuel HUatu ist"; vgl. dann zu iipir naSpar in Col. V, 17); endlich in dem, so- weit ich weiss, unveröff. Text K 166 (wo „krankes oder schmutziges Mehl", kirn k{Jk)ib(p)ti^ Schmutz der Götter, und Mehl von bitterem Korn oder bitteres Kornmehl Schmutz der ikimmu's, wie auch die Totengei- ster heissen, genannt würde). „Schuld" oder „Sünde" oder Dgl. heisst hier ikk(kk)ib( p)u jedenfalls nirgends. Aber mit jener Bedeutung, deren Sphaere jedenfalls durch das Ideogramm und die Synonyme gesichert ist, scheint man an mehreren Stellen absolut nicht auszukommen, so an unsrer Stelle, so Beitr. g. Assyr. III, 230, 30, wo sich Assarhaddon „den, der den ikkibu der Götter Bei, Sin, Samas und Adad hält", nennt. Die Lösung dieser Schwierigkeit bieten Stellen wie V R 33 Col. VIII Z. 30 ff. 8. 60 f. Z. 25-8. 62 f. Z 6. 375 und vorhergg., Zimmern Ritualtafeln p. 156 Z. 2 o. und E 7628 letzte Z. (8. Bezold Catalogue p. 864) vgl. mit Stellen wie K 9736 Unterschrift (Bezold 1. c. p. 1035) und V R 46 Z. 60. Darnach heisst auch V R33 als eine Tafel, die ein Kundiger dem Kundigen offenbaren soll, aber ein nicht Kundiger nicht sehen darf, ein 8a-gig, = marustu, an züli oder %Uk(k1c)%b{p)u , der Götter Nabu (des Schreibgottes!), des Marduk, des Samas und des Adad, der Wahrsagegötter (vgl. Zimmern 1. c. p. 118, 41 f. und vorhergg.). Also ist ein ikk(kk)ib(p)u auch Etwas, das unter der Ob- hut eines Gottes steht, oder Etwas, das der Gott nicht profanieren lässt. Somit ikkibu einerseits ein fpft andererseits ein tt*lb, Etwas, was man nicht antasten darf. Damach versteht man nun unsre Stelle aufs Beste: die Schutzbefohlenen sind als solche unantastbar und sind Schützlinge, weil unantastbar. Und Assarhaddon „hält" (nach Beitr. z. Assyr. HE, 230, 30) den ikk(kk)ib(p)u verschiedener Götter, weil er ihn vor Profa- nierung schützt. Mit diesem ik. mögen wie an unsrer Stelle ihnen ge- weihte Menschen, mögen auch heilige Stätten gemeint sein. II R 60, 13 mag das Wort — im Parallelismus mit mimmü = „Besitz" — „unantast- bares Eigentum" heissen. Radix primae n? Vielleicht liegt an der cit Stelle der Nabonidstele das zugehörige Verbum vor = »war ihm greulich". Unsere Uebersetzung ,,Vorrecht(?)" auf p. 61, 25 beruhte auf unzutreffenden Combinationen. Z. 26. S. Z. 24. S. 62 f. Z. 28. u(= gl -f lu) -munnu auch Sanherib V, 78. Nach dieser Stelle fliesst es. Nach V R 41, 53 ist sum. ]LU-tnu-«n = „Bluta, nach V R 41, 50 ]§ul ebenfalls, nach Haupt A.S.K.T. p.82,24 (II R 17, 24) sumer. (Si + LU)-ttiu-tm aber = assyr. sülu. Also jeden- falls sum. (Si + Lu)-mtt-un und somit assyr. (Si -f Lv)-mun*nu = „Blut" und ein munnu = „Eingeweide" o. ä. (Delitzsch Handw. p. 419) zu tilgen. Die seltsame Schreibung — denn in assyrischen Texten ist si -f lu sonst nicht Lautzeichen für u — bleibt unerklärt; vielleicht schliesst sie sich an die spätsumerische an. Dass wirklich umun und umunnu zu sprechen und nicht etwa nach dem sumer. Lautwert von (äi + Lu) $a, zeigt gegen meine frühere Annahme mit anscheinender Sicherheit II R 47, 54: u (Winkelhaken) mit der Glosse u(Winkelhaken)-mu-im = dämu (folgt gur(?\)~un = dämu, wozu V R 41, 52: [cj)u-rU'Un = dämu zu vgl.). Denn wenngleich wohl auch der Winkelhaken im Sumer. auch den Laut- wert 8a hat (Sb. 366), so ist eine solche Lesung doch fürs Assyrische unerweislich. Z. 30. „Sein Herz ward gepackt" wohl Soviel wie : „Etwas machte Eindruck auf ihn". Aehnlich unser „packen". S. auch o. p. 98 Z. 20. Z. 2. Für „des Herrn" vielleicht „welche der Herr" zu setzen. Z. 3. Zu abübu = „Sturmflut" s. S. 24 Z. 49. Z. 6. Für v-fra-a-tu wohl doch mit Meissner gegen Delitzsch Sandte, p. 41 samhäti zu lesen. Denn wie hier die kizrtti, die v-f}äti und die tymmäti, so werden bekanntlich II R 32, 31 ff. äa-am-ka-tum und 376 S. 62 f. Z. 6—8. üamuktum, barmatum und ftarimtutn, kazratum und kizrüum, alle = kab- kit(!)[ (s. V R 42, 63), hinter einander genannt. Darnach der Singular von v-fra-a-tu dem Anschein nach = Ham-Jca-tu, also fam-fta-tu zu lesen. Für den seltsamen Wechsel von k mit fy wäre dann auf Anm. 2 bei Meissner, AÜbabyl. Privatreckt p. 107 f. zu verweisen , wo indes Vieles anders als wie er annimmt aufzufassen ist, und iambatu-samkatu-sarnuktu könnte eig. das Femininum von satn^u - samufotu = „üppig" sein. Unerklär- lich war aber bisher das lange a fraglos auch im Singular (z. B. o. p. 138, 40), das gewiss auch Delitzsch von einer Lesung samfrätu abge- halten hat. Allein dies ist garnicht ohne Parallelen. V R 12, 9 liest man asiätu = „Weib" (doch gewiss nicht Plural) , o. p. 202 Z. 4 nissä- tum als Singular, in Z. f. Assyr. V, 79 Z. 28 baftu isriti für baüu isWati, bei Johns Deeds No. 115 Rev. Ecke Abu-basti und in No. 433 Rev. 8 ga-bastiy aber in No. 16 Rev. Ecke Hu-ba-sa-a-ti, und vielleicht beruht auch das merkwürdige lange a von kalläiu (neben kallätu: II R 29, 75 f.) auf Dehnung eines in der Form begründeten kurzen a. Vielleicht sind das Spuren einer allgemeinen Dehnung des a im Femin. Singularis und vielleicht ist sie durch dessen Betonung veranlasst. Für sambätu, aisätu and kallätu (alle 3 Frauenbezeichnungen) könnte man aber an eine Ana- logiebildung nach afrätu und imitu „Schwiegermutter" denken. Dass die 3 Wörter kizrtti etc. z. Mindesten annähernd Gleiches be- zeichnen, zeigt ihr o. angef. gemeinsames Ideogramm. Dass damit Huren und zwar Hierodulen gemeint sind, scheint zweifellos. Aber wie unter- scheidet sich davon die kadistu-istaritu = sumer. nu-gig\ die doch auch eine Hierodule ist? Z. 7. imnü Jcätn8s[iri] eig. „ihren Händen bestimmte". Z. 8. Möglich dass s(S)utü und s(S)utätu noch abhängig von dl in Z. 6, also dass zu übersetzen wäre: der Beduinen und Beduinenfrauen, die Feuerbrände(?) werfen. Denn das schon in alter Zeit Erech nahe dem Euphrat eine starke Araberbevölkerung hatte, wäre sehr wohl .denk- bar. Damit könnten in einem Zusammenhang stehn die Verehrung der namentlich auch in Erech heimischen Istar bei den Suti (III R 66, Obv. 31a und Rev. 17 ff. Col. f.), der Scheich von Erech neben dem Könige (o. p. 268 unten und 270, IIc; vgl. p. 136 Z. 1 o.), Nimrod, der Kuftite (aus Arabien oder Afrika?), dem auch Erech gehört. iaruräti = „Feuerbrände "(?) nach Harper 1. c. wegen K 3476 Obv., wo es nach ihm und Delitzsch Handle, p. 138 im Parallelismus mit kiläti steht, das aber, schon weil dies, nicht = „Verbrennungen" (Harper u. De- litzsch Handw.) sein kann, sondern etwas concretes Brennendes oder Ver- branntes sein muss: Nach 82—8—16, 1 Rev. 12 (S. A. Smith Miscell. Texts p. 26) ist ki-bil = gibil = Jtfttfu, nach K 4174 + K 4583 Rev. rechte Col. Z. 8 f. (Meissner Suppl. p. 9) oi + gibil = sumer. gigibil = assyr. gibil[lu\ und kilü[tu]} und nach einem Vokabular in Constanti- nopel giS = „Holz" + bil = „Feuer" 1) = gibil und fclütu, 2)*=gtigibü und issu kabbu = „loderndes Holz", 3) = gibil und issu irru d. i. „brennen- des Holz" (Z. /. Assyr. IX, 220; vgl. Delitzsch Handw. p. 120 unter 8. 62 f. Z. 8— 11. 377 tpu). Also besteht der gibillu = kilütu aus „Rohr" oder Holz und ver- brennt. Demnach = „Fackel" oder „Feuerbrand" oder Dgl. Vgl. auch gi-bil-lal = t(d)ipäru ss „Fackel". Aber was heisst kilütu bei Reis- ner Hymnen p. 122 Obv. 17? Hier liegt doch wohl ein anderes Wort (küütu?) vor: btt k(k)ilütu = „Haus der ..."== idina = „Feld" oder „Wüste". Doch gewiss nicht „Haus des Lagerfeuers" ? Allerdings „wer- fen" nach unsrer Stelle grade die Beduinen iaruräti. Oder „Haus des Feuerbrandes", von der Hitze? Z. 9. kurgarü auch sonst wie hier mit assinnu oder isinnu zusammen- genannt (II R 31, 84 f. ; 32, 21 f.) , im Dienste der Iitar (s. auch Craig Bei Texte I, 55, 9), und zwar dauernd (Johns, Deeds No. 160 Rev. 12). Aus unsrer Stelle folgt, dass der kurgarü wie der assinnu ein Mensch mit charakteristischem, unnatürlichem geschlechtlichem Verhalten ist und wohl — daher seine Feindschaft gegen Iitar — in ihrem Dienste verge- waltigt, also wohl verstümmelt ist. Mehr lässt sich nicht sagen. S. die Anm. zu asinnii o. p. 58 Z. 16. Zu isin[ni] s. die vorherg. Anm. Sicher = dem sonst damit zu- sammengenannten assinnu. Z. 10. Weniger wahrscheinlich im Anschluss an Harpeb: die um die Leute Iitar fürchten zu machen, ihre M . . . . hatten. Z. 11. Zu patru s. o. p. 60 Z. 24. naglabu von galäbu, das im Pa*el „schneiden" im Allg. heissen soll. Allein dessen Ideogramme bez. sumerische Aequivalente (isu) dubbin-tar und (isu) dubbin-ag-a = „(Instrument) Nagel oder Eralle - schneiden" weisen auf „kratzen" oder „ritzen" hin. Ein Synonym von gullubu ist masäru ; wenigstens hat dies das Ideogramm dubbin. Daher wohl V R 14 Z. 61 : Sa ina aiägi MA§-ru, d. i. wohl mai-ru (vor maS-tu in Z. 67 g(k)al- Hp)u-)y = „(ein Kleid, Tuch,) das durch einen Dornstrauch geritzt ist", und tamiaru, ein Synonym von dirratu (V R 32, 48), ein Werkzeug zum Anspornen eines Pferdes, das es ritzt (s. o. p. 170 Z. 54). Daher gullubu ia muttati (s. Delitzsch Handw. p. 436) wohl „einritzen von der Stirn", da muttu nach o. p. 316 zu p. 10 Z. 4 o. wohl eigentlich „Stirn". Darnach (s. übrigens schon annähernd Richtiges bei Meissner Beitr. z. altbabyl. Prir vatr. p. 152) ritzte man den Sklaven ein Mal, das den Besitzer andeutete, an der Stirne ein. Zu vgl. damit sind die religiösen Stirnzeichen, die den Inhaber als Besitztum und Diener eines bestimmten Gottes kennzeich- nen, wozu das Kainszeichen (Stade), wohl = in(x)> zu rechnen. Dieser Gebrauch auch in Assyrien: Assurbänaplu lässt 2 seiner Brüder gullubu zur „Grossbruderschaft", d.h. irgend einer hohen priesterlichen Würde, vor 2 Göttern (K 891 Obv. 16 f. in K. B. H p. 262). Darunter darf man also nicht etwa die Tonsur verstehn. Ich vermute, dass galäbu zu syr. C]b5 = „einmeisseln" zu stellen ist. naglabu ist daher ein Instrument zum „Einschneiden", „Einritzen". Damit steht in Einklang, dass dubbin (= masäru etc.) auch = t'm/ü, einem Instrument des gurguru, des „Kupfer- tischlers" d.i. eines Kupferbearbeiters, womit er schneidet (V. A.Th. 251 378 8. «2 f. Z. 11-16. Rev. 19 bei Abel-Winckler, Keüschrifttextt p. 61). Ein „naglabu des Fleisches", ein „Fleischmesser" oder besser „Fleischritzmesser", ist durch II R 24, 60 f. zwar nicht bezeugt(!), aber wo der naglabu genannt wird (s. De- litzsch Handw. p. 196), dient er zur Verstümmelung oder Verwundung oder zu irgend welcher Beschädigung des Körpers, z. B. zum Zeichen äusserster Ver- zweiflung. Wir werden darin somit nur ein (Fleisch)messer zum Ritzen und Einschneiden sehen dürfen, nie ein Scheermesser (Delitzsch, Handw. p. 196), trotz des aramaeischen ab} = „abrasieren". Im Aramaeischen giebt es ein fcObtta = „Geissei". Es scheint kein Grund vorzuliegen, dies mit einem von dem soeben bespr. naglabu zu unterscheidenden naglabu zu jdentificieren. Sehr wohl möglich, dass die 2 Wörter urverwandt. S. jetzt Schulthess Homonyme Wurzeln im Syrischen p. 8 f. und d. Nachträge dazu. Zu naglabu neben patru s. gir(!)-5u-i = naglabu (II R 24, 60), da gir allein = patru, iu-i aber = gallabu d. i. der „Ritzer". Ein ande- res naglabu, mit dem Ideogramm mas-ka, bezeichnet einen Körperteil (s. II R 24, 61 und, gegen Delitzsch, Bu. 91, 5—9, 290 Z. 18 ff., cit. von diesem in Beür. z. Assyr. IV p. 86), nach Oefele die „Weichen". Mit dem kuppü kann man Augen durchbohren (V R 56, 54). S..zu d. Worte noch nach Delitzsch Handw. p. 196 u. p. 580 Sargon Anna- hn Z. 136. suriu (wofür allerdings auch zurtu gelesen werden könnte) kann (so Harper) mit *[£ = „Kiesel-" oder „Feuerstein" zusammenhängen, womit man auch schneidet (Exodus 4, 25). Daher meine Uebersetzung (dann für surrtu). Falls ni = „Kieselstein", wäre es demnach auch wohl „Kieselstein". Dienen alle diese Werkzeuge zur Verstümmelung, „um die Leute fürchten zu machen", und stehen deren Träger darum im Gegensatz zu den kurgar ü's und asstnnu's, deren möglicher Weise anzunehmende Ver- stümmelung ihr Werk wäre? Z. 12. Für „Leber" „Bauch" einzusetzen nach der Anm. zu o. p. 10 Z. 5 o. Z. 13. ik(k,g)8u wegen seines Ideogramms kal etwa „gewaltig" oder „widerstehend" und „zum Widerstand fähig". Nach unsrer Stelle dann wohl von Einem, der seine Kraft und Gewalt betätigt. Aber unsere Stelle, die sofort zu nennende Stelle bei Nebukadnezar und die häufige Verbindung von nakru mit aksu lassen Delitzsch^ Uebersetzung mit „böse" (Handw. p. 17) auch als sehr ansprechend erscheinen. Indes der Feindselige oder Böse pflegt ja gewaltsam zu sein. Die Bedeutung und Lesung des ganzen Ausdrucks lä babil (und nicht bäni) päni (Nebukadnezar ed. Ball. III, 30; s. Beitr. z. Assyr. III, 541) steht fest; es muss „freundlich", „gut" oder Dgl. heissen. oa- bälu nur = „erzeugen", auch von Gedanken. Aber wie ergiebt „erzeugend + Antlitz" „freundlich" ? Ist hier ein 2tes pänu anzunehmen ? ? Z. 16. masä'u = kar (auch 83—1—18, 1330 Rev. IV, 24) und kar auch s= ildmu = „wegreissen" und in Bu, 88—5—12, 75 + 76 + K 152 Obv. (5) 8. 62 f. Z. 16—8. 64 i. Z. 20. 379 (Beitr, z. Assyr. III, 240) hat niasä'u fraglos dieselbe Bedeutung, mussu'u bei Craig Bei Texts II, 19, 15 und an anderen Stellen (z. B. an einer von Meissner Suppl p. 60 angef.) fraglos = „salben" oder „streichen" zu TtfffC- Also wohl = „wegreissen" über „wegstreichen" hinweg. Zur ganzen Z. vgl. Craig Bei Texts I, 6, 9 und Zimmern BüuaU. 182 Anm. 12. Z. 17. Anerkannt ist, dass lapätu auch „berühren" heisst. Sein Ideogramm bedeutet auch ma^äsu „schlagen", und nadü „werfen". Man wird daher mit ähnlichen Bedd. für lapätu überall auszukommen suchen, was in der Tat durchaus möglich. Eine Bed. „verkehren", „zu Grunde richten" ist nicht erweisbar (gegen Delitzsch Handw. p. 382). Hebr. n&b darf nicht irre fühen. lipit käti = „Händewerk" eig. „das von den Händen Angerührte" usw. Also ustalpitu eig. „schlagen gelassen wor- den warB. Z. 18. t-na-#t könnte auch für inaft = „ermattete" oder innab „ermattet" stehn. Z. 20. „Der grosse Gott", da eine Gottheit von Dürüu (s. d. Folg.), vielleicht eine Göttin und zwar Aya. S. Beitr. e. Assyr. III, 238, 42 u. 282« Vielleicht aber mit Hommel, namentlich wegen V R 65, 14 (Dir = Dur- t7u, die Stadt Anü's) = Anu. Zu ipula hib[itu] s. o. p. 50 Z. 43. S. 64 f. Z. 21 o. namü bisher meist mit „Ruine" übersetzt. Möglich, dass das auch richtig. Jedenfalls aber heisst es auch „Wüste", ja nur Feld: Nach Recueil de travaux XVI, p. 178 Z. 11 wird eine Stadt in der Wüste im namü gebaut und nach Salmanassar Monolith Rev. 99 füllt der König die Oberfläche des namü (auf dem Schlachtfelde) mit Leichen. Nach G. Smith Assurbanipal 81 Z. 9 werden die oder der namü eines Landes verwüstet, in einem Text in Konstantinopel (Beitr. z. Assyr. IV, 92) wird der namü der Stadt Larsa genannt etc. Darnach namü jedenfalls (so auch Delitzsch am oben angef. 0. p. 94) = rtft und die eig. Be- deutung 1) Trift, Wüste, und dann 2) wohl ein wüster Platz, wo Nichts wächst (Sanüerib Bat tan 6!), wie z. B. eine Ruine, und (gegen Delitzsch ?) 1. c. nur ein namü im Assyr. anzunehmen.» Zu namü = „Wüste" 8. be- reits Peiser in K. B. I, 173, 99. Z. 23 o. Zu frub(p)ur- 8. o. zu p. 6 Z. 9. Z. 18. ganünu nach Z. f. Assyr. IV, 256, 1 f. anscheinend ein Sy- nonym von simäku = „Kammer" oder Dgl. und im Syr. K313Ä (welches Zimmern vergleicht) = „thalamus". In 81—7—27, 200 Rev. 21 (Meiss- ner Suppl. p. 27 h.) wird ein ganünu vor mit(t,d)ru wohl als dessen Sy- nonym genannt; ob ein anderes Wort wie das genannte, nicht auszu- machen. Dasselbe gilt von ^a-NUN bei Craig Bei Texts II, 2, 19. Z. 19. Zum „überhängenden" u in nicht relativischem apassaftu vgl. o. zu p. 24 Z. 61 und dazu wohl p. 30 Z. 136, jedenfalls aber p. 204 Z. 7u. und p. 216 Z 22. Z. 20. ubbilanni muss für ubbalanni stehn. Einfluss des l 380 8. 64 f. Z. 21 u.— 28 u. Z. 21 u. usatyrabi wie utäri o. p. 26 Z. 71 und azzazi p. 140 Z. 16. Z. 27 u. tak(k,g)li(\)mu nach VK 11, 1 f. Synonym von nindabü mit dem Ideogramm pat -f einem für IStar. Da pat = kurmatu = „Brot" (8. o. p. 74 Z. 6 u. p. 244 ff.), anscheinend = „Brot oder Back- werk der l8taru. Dazu stimmt zunächst die Etymologie, nindabü soll zu 2*73 gehören und demgemäss ein „freiwilliges Opfer" sein. Aber das verbietet schon die Nebenform nidbü (Nebukadnezar Crrotefend 1, 14). Auch mü8Ste einem nindabü ein nindabü zu Grunde liegen, das aber nicht existiert. Und jedenfalls kann nindabü kein „freiwilliges Opfer" sein; denn es wird sogut wie das satukku, das ständige Opfer, festge- setzt Nun ist nia\s)aba eine Getreideart (s. o. p. 120 Z. 37) und nt(n)- dabü = nidbü könnte deshalb sehr gut bedeuten: Etwas zu dieser Ge- treideart in Beziehung Stehendes, daraus Gemachtes. Beachte ferner pat = kurmatu unmittelbar mit nindabü oder taklimu verbunden Craig BeL Texts I, 15, 18. Nach unsrer Stelle und der dazu in Anm. 8 unter dem Text angeführten sowie Craig, Ed. Texts I, 35, 6 (u. 36, 1) wird es als Opfer verbrannt oder angebrannt. Dazu, dass Nusku-Nusku, der Feuer- gott , nach Mdklü 11, (2 u.) 126 die nindabü' s der Igigi besorgt, und die iak(Jc)Uml ver- oder anbrennen lässt (Craig 1. c). Nun aber giebt es ein Wort kamänu = illitum = „Kuchen" (s. Gilg. XI, 226 + 238 o. p. 246), = hebr. "po und r&n, wovon Ersteres doch gewiss zu tVO und Arw-w-t* d. i. kuw(w)ü (8. Vorrede p. XI), also eig. das „Angesengte", „Geröstete", und y\Di welches übrigens nicht aus dem Assyr* entlehnt zu sein braucht, ist die hebr. Bezeichnung gerade für das Backwerk, das man der Himmels- königin bäckt! Aus Allem folgt die Identität des nindabü - tak(k)lu{i)ntu d. i. „Brots , Backwerks der Istaru hiermit. Cf. Gilg. VI, 68 u. 72 ff. o. p. 170. Nun darf man auch in Erwägung ziehen, ob faft(&)K(t)mu, statt zu der y7 k—l — m zu gehören (darnach nach Delitzsch Handtc. p. 333 = Erzeigung[?]), vielmehr ein takUmu von kalü „verbrennen" = hebr. nbp repraesentiert. Die Form wäre allerdings ungewöhnlich. Denn 1 als letzter Radical erscheint im Assyr. sonst nicht als m(tc). Aber da am(to)urrikänu nach nächstens von Fr. Küchler herauszugebenden Tex- ten und seinem Ideogramm =- „Gelbsucht" und dies darum natürlich = *ppT»(0» stände die Form nicht ganz isoliert. Z. 28 u. raggu wohl zu hebr. $i, also genau = „bösetf, „schlimm", y wäre hinter ^ zu g geworden wie vor r zu J in sxfvru (Mitteil. Jensen's an Zimmern vom 11. Sept. 1893 und Meissner in Z. f. Assyr. IX, 273 Anm. 3). „Der das Haupt des Königs hochhält" im Parallelismus oder im Gegensatz (s. Z. 23 ff.) zu dem Gottesfür cht igen (Z. 27) gewiss der, wel- cher dem Könige dient, als der, welcher durch seine Dienste und Treue dessen Macht und darum dessen Zuversicht und Stolz erhöht? Cf. mukii ris limuttim S. 104 Z. 13 u. 8. 66 f. Z. 29-9. 381 8« 66 f. Z. 29. Es giebt ein parkannu = „Riegel" oder Dgl. (j&wrpu VIII, 59). Möglich, dass das hier vorliegt. Vgl. Z. 30. Z. 30. Zu ub-sw s. Craig Bei Texte I, 77, 28 (Raum oder Gegen- stand in einem Hause); II, 8 Rev. 1 (man schläft darin, oder darauf); Gilg. VI, 193 o. p. 176 und E 191 Rev. Col. III 35 (10) nach der Gopie Dr. Küchler' 8 (Aufenthaltsort des Mädchens). Darnach fraglos „Schlaf- zimmer" oder „Schlafbett". Gilg. VI, 193 spricht für „Schlafzimmer", aber die Aehnlichkeit mit irsu, auf das es sogar zurückgehn könnte, aber nicht muss (cf. ifi,^ im Arab.), für „Bett**. — Falls urii-iina zu lesen, mag in diesem Verse von Mädchen und dann in Z. 29 von Männern die Rede gewesen sein. Z. 1. §ul-pa-1 der Jupiterstern und sein Gott Marduk. Ob dieser Ö. auch von dem Stern getrennt verehrt wurde, weiss ich nicht. mafrätu vom iarüru auch in No. 167 Rev. Z. 10 bei Thompson Beports. Z. 4. Zu taräru s. o. S. 26 Z. 90. Z. 7. Zu ü(u)Ju, gegen Delitzsch Handw. p. 65, für sich allein = „Oel" und nicht erst in Verbindung mit Samnu 8. V R 28, 26 : ü(u)lu = 8a-man(?) und Craig Bei TexU II, 7, 10 : ü(u)lu u (und) famni. Die Etymologie von Delitzsch (soll eig. „das Höchste** d.h. „das Vorzüg- lichste** heissen) dürfte ausgeschlossen sein. Dagegen halte ich einen Zusammenhang mit armenischem tut = „Oel** für sogut möglich wie einen zwischen armenischem eievin = „Ceder" und assyr. erinu (eventuell aus *er(e)mn-) usw. ü(u)lu dürfte sich also von samnu lediglich im Be- griff8umfang unterscheiden und ü(u)lu durch das hinzugesetzte iatnnu eingeengt werden. Schwerlich Asyndese und ü\u)lu iamni = ü(u)lu u Samnu. Z. 9. Eine neue ausführliche Erörterung über Stibartu - Subartu würde uns zu weit führen. Nur in Kürze Folgendes: Was die Lesung des Namens anbelangt , so erhellt sie aus dem in Anm. 5 zu S. 66 Be- merkten mit höchster Wahrscheinlichkeit. Da das sumerische Grundwort sich in Su -f bar = ajxü d. h. „das fremde Suu zerlegt, Hesse sich höch- stens noch — in Uebereinstimmung mit einer früher von mir geäusserten Ansicht — eine übrigens sehr unwahrscheinliche Aussprache Sü a&ttu, als Uebersetzung von Su-bar, verteidigen. Eine Lesung Suritu, EvqCa zu Liebe, ist undenkbar, bar hat nicht den Lautwert ri. Die Schreibung Su -f Ü)IN bedeutet gewiss „Su der Wüste** und mag im Sumerischen, statt, was wahrscheinlicher, Su-idin, Su-ri oder Su-ru gesprochen worden sein; aber für's Assyrische steht diese Lesung keineswegs fest und ist jedenfalls vollständig unerweisbar. Dass in Su-fDix (din jedenfalls auch und zugleich Ideogramm ist und „Wüste**, „Trift** bedeutet, zeigt wohl auch II R 32, 24 , wonach astu ein Wort für „Weib** in der Wüste ist. Denn aMi ist ein Britannisches Wort für „Weib** (Jensen in d. Z. f. Assyr. XIV p. 173 f.) und Müanni deckt sich ja z. T. mit Su-tom- Subartu. Wenn zwar in El-Amarna Berlin No. 42, 17 (K. B. V p. 178) 382 8. 66 f. Z. 9—13. Su-ri mit Su-ba-ri in No. 52 Rev. 7 (ib. p. 210) wechselt, so liegt doch die Annahme eines Versehens am Nächsten und lässt sich daraus schon deshalb nicht auf ein Suri — Su-bah4u schliessen. Und bessere Gründe für diese Lesung Suri giebt es nicht. — Nach Tiglatpileser I Col. III, 1 ist Subartu in der Nähe von Haiti und östlich davon zu suchen; nach Sm. 954 Rev. 3 f. (s. o. p. 307 f.) steht es als das Nordland im Gegensatz zum Südland Elam ; weiter deckt es sich bekanntlich wenigstens zum Teil mit Mitanni, dessen Gebiet jedenfalls einen Teil von Nordmesopotamien umfasst; endlich zeigt sein eines „Ideogramm „Su der Wüste", dass es wenigstens im Wesentlichen ein ebenes Land ist. Also wird damit vor Allem Nordmesopotamien oder Mesopotamien überhaupt gemeint sein. Daher in Babylonien auch für Assyrien gebraucht. S. zuerst Jensen in Z. f. Assyr. VIII p. 234 und zuletzt Thompson Reports No. 62 Obvers4: aninu (wir) Subartu. Das seltsame „König von Aman und Subartu" in III R 60, 67 f. scheint Subartu aber bis an die Grenze von Aman d. i. Südelam (s. m. Aufsatz Kis in Z. f. Assyr. XV) hinzurücken. Aber dem widerspräche doch Alles, was wir sonst darüber wissen. Uebersetze daher 1. c. wohl: „König von Anian (im Süden I) oder von Subartu (im Nor- den)a. Damit ist jede Schwierigkeit gehoben und sonderbaren Theorien über „Suri* der Weg versperrt. Vgl. zuletzt Weissbach in Z. D. M. G. 1899 p. 662 ff. Z. 11. Kossaeer geht auf die Kossaeer im Zagros - Gebirge östlich vom Tigris oder auf deren Volksgenossen in Babylonien, aus denen die dritte Dynastie von Babylon hervorging. Z. 13. Nach 81-7-27, 22 (s. Proc. Soc Bibl Arch. V, 74) liegen Subartu und Gu(ü)tü beide östlich vom Westlande bez. hinter, d. i. nördlich von Babylonien und Elam. Nach Sargon Annalen des Saals XIV, 8 u. 23 sowie den Parallelstellen muss Gutlum einmal wenigstens auch Urartu- Armenien nebst Nachbarstaaten eingeschlossen haben. Nach Assarhaddon Prisma A und C II, 27 f. sind die Mannaeer südöstlich vom Vansee Ku- taeer. Nach der Stele Nabonid's IV, 14 f. zerstörten Gutaeer — viel- leicht von Arrabba, südöstlich vom eigentlichen Assyrien, — das Heiligtum der Anunit in Sippar. Nach Craig Astron. Texts 72 Z. 8 Rev. wird der Feind Gutium und Elam „fressen". Nach V R 1 2 No. 6 liegt jenes nahe der Route von der Stadt Assür nach Babylonien (s. m. Aufsatz Kis in d. Z. /". Assyr. XV). Also, da Subartu das Land zwischen Euphrat und Tigris nördlich von Babylonien, Gutlum etwa — in der Hauptsache in Ueber- einstimmung mit der herrschenden Ansicht — im engeren oder weiteren Sinne das Land östlich vom Tigris und nördlich oder nordöstlich von Babylonien: Westlich vom Euphrat das Westland, zwischen Euphrat und Tigris Subartu, östlich vom Tigris Gutlum. Östlich vom Tigris liegt gleichcrmaassen der Berg Nisir (Nimus) Assurnasiraplü's, südlich vom unteren Zab, und der Sintflutberg des Berossus, der Bibel(V!), der Syrer und der Araber, und eine Grenzbestimmung für Gutlum bringt daher keine Entscheidung darüber, ob wirklich der Berg Nisir bei Asst'RNA- siraplu II, 34 der Sintflutberg Nisir in Gutlum ist oder dieser auch nach 8. 66 f. Z. IS— 23. 383 älterer Ansicht im Nordwesten von Niniveh lag. Das Wahrscheinlichste scheint dies Letztere zu sein. Vgl. Schrader K. G. F. p. 271 Anm, * u. 294 f., Winckleb Gesch. Sl usw. Z. 14. Lullubu südöstlich vom eigentlichen Assyrien, nordwestlich von Elam. Z. 17. Akkadier Soviel wie semitischer Babylonier. S. Lehmann Samassumukin I p. 73. Zu tibü s. o. p. 4 Z. 5 u. Z. 18. Zu nagbu = „Gesammtheit" s. o. p. 12 Z. 7 u. Z. 20. Eig.: „sei weit genug für das, was deine Bauchhöhle füllt" oder „für Alles , was in deiner Bauchhöhle" d. i. „verwirkliche deinen Wunsch, Plan". Ein masü = „finden" (so auch Delitzsch Handw. 421) existiert im Assyr. nicht. Vielmehr ist Delitzsch' s fctstD mit seinem HW (&R3?) identisch. Zu „Fülle der Bauchhöhle" s. o. p. 320 zu bibhU libbi usw. Z. 21. Hi-hi nach II R 51, 19 ein Berg oder Gebirge des „West- landes", nach Chronik P. Col. I, 8 (s. Journ. of the E. Asiat Soc. 1894 p. 811) nicht etwa nur mythisch. Pinches giebt dafür in seiner Ueber- setzung (p. 816 1. c.) Amurrü = „Westlandu, scheint also — und ver- mutlich mit Recht — in Hi-hi eine Variante des Ideogramms für Amurrü in II R 48, 12 und II R 50, 59, mit der Lesung Tidnu, zu sehen. Oder dachte er nur an II R 51, 19? Nach Z. 27 u. und II R 51, 3 ff. a— d (das Hasur- oder Jawirrw-Gebirge, das Cederngebirge, zwischen dem Haiti änu, dem Cedern-, und dem Libnänu , dem Cyprcssengebirge, erwähnt) könnte (s. Z. 27 u.) das IJi-Hi-Gebirge in der Gegend von Phoenicien liegen, wofür auch der o. erwähnte Passus von Chronik P. (Kadasman-Harbi scheint die Beduinen von Ost bis West bis nach IJi-hi hin zu schlagen) angeführt werden könnte. Aber dass dieser nach eben dieser Stelle zur Sicherung des Landes oder Berges IJi-hi darin „Brunnen öffnete", legt es sehr nahe, dass es hier wenigstens einen Teil der Wüste oder die Wüste westlich von Babylonien bezeichnet. „Das Antlitz setzen" = „ihm eine gewisse Lage , Richtung geben" entsprechend der befolgten Absicht oder dem erstrebten Ziele. Z. 22. Die Zwitternatur „der Sieben" — sowohl Einheit als auch Siebenheit — , zeigt sich vielleicht an der Apposition im Singular. Indes falls lä ianän die Geltung eines Genitive hätte, müsste das Wort, wovon es abhängt, trotz pluraler Bedeutung im Singular stehn. Z. 23. sapäsu oder sabäsu, und sapäsu oder sabä&u, in Majclü I, 133 (IV R* 49, 45) und VI, 55 sowie IV Rf 57, 55 vom Staube der Füsse, ist zum Mindesten ein Aergernis. Parallel geht an der ersten Stelle das Abschneiden der Kleidschnur (s. o. p. 365). 8abas\s,l,m,n)u oder sapa» s(stl,m,n)u in Gilg. XI, 224 (und 236) höchst wahrscheinlich (wie auch Delitzsch Handw. p. 639 vermutet) = „umrühren" oder „anrühren* vom Brotteig (s. o. p. 244 ff.). An unsrer Stelle sapäsu oder sapäsu doch wohl irgendwie Soviel wie „dahinstürmen". Also sapäsu oder sapäsu, mit 384 S. «6 f. Z. 23—8. 68 f. Z. 10. pt wirklich „aufwühlen", insbesondere auch vom Staube, auch ohne ein Object? Auf Rm. 279, 4, 6 und 8 (Z. f. Assyr. IX, 408) erscheint ein £o-jpt-t«(;,*), in Z. 4 mit irsita als Object, vielleicht auf einen Körperteil bezüglich. Vielleicht dasselbe Wort. Z. 24. Zum Berge Jji-m s. Z. 21 o. 8. 68 f. Z. 25. Zu itabat = „packte" s. o. p. 60 Z. 10. Z. 26. Zum Berge gi-Hi s. Z. 21 o. Z. 27. Zu uktappira s. ukappira in V R 6, 29, von der gewaltsa- men Entfernung der kupfernen „Hürner" des Turmtempels von Susa, und kapäru (mit k) = tak mit der Lesung Jos, welches auch = sxbiru „zerbrechen", auf 83—1—18, 1335 Rev. Col.HI, 7 (Proc. Soc. BibL Arch. Dec. 1888). Dazu ffi)uNriri (IV R» 56 [63], Col. III, 47), vom Abschnei- den oder Losmachen der Zelttaue? Gewiss ein anderes kapäru = ut = babbar (sonst = „weiss" etc.), vom „Mehl" gesagt, 82—9-18, 4159 Obv. II, 11 bei Meissner Suppl p. 80. Z. 6. Zu mindi s. (m. Kosmologie p. 403 f. u. vor Allem) Zimmern in Z. f. Assyr. IX p. 104 ff., wonach es auch = „wenn etwa". In K. B. V No. 3, Obv. Z. 20 scheint es „nachdem" zu heissen. In Sanherib Bavian Z. 40 passt diese Bedeutung auch, aber ebenfalls „in Folge dessen", ist jedoch mit „wenn etwa" Nichts anzufangen. Möglich, dass es auch hier so zu übersetzen ist. Z. 7. libbi nach o. p. 316 f. wohl eig. = „mein Inneres". agug, Permansiv, wohl Analogiebildung nach dem Praeteritum igug. Cf. das Permansiv ipus o. p. 38 Z. 1, 4 ff. Z. 8. Mit dieser Stelle — worauf mich Zimmern aufmerksam macht — zu vgl. Müteil der Vorderas Ges. 1898 p. 228 Z. 10 u. Z. 16 lü-nim (Cf. II R 44, 12) annlu ultu libbi p(b)itkisu lä ana niki &fa-[a] etc. und kl Sa lu-nim annlu ultu p{b)it}ci8u si-lu-[a\ Darnach hier mit Zimmern u-sil-li von üü zu lesen. pitku eig. „das Gemachte", der „Bau", und nach seinem Ideogramm im-kak (V R 42, 30) etwas aus Lehm Gebautes. Cf. pitiktu = im-ag-a (= aus Lehm Gemachtes) für eine aus Lehm gemachte Mauer um ein Feld (8. Delitzsch Handw. p. 555 zu Rm 122 Obv. 26 f.). Also pitku eine (Hürden)mauer aus Lehm ? biilcu, falls so zu lesen wäre, würde eigent- lich „Durchschnitt" heissen müssen. Z. 9. imtik(k)i in El- Am ar na London 9, 18 (K. B. V p. 32) wohl „gleichgültig" oder „lässig" sein oder Dgl. Auf p. 96 Z. 33 o. ist mikü, von einem Befehl, Etwas wie ihn „nicht zur Ausführung bringen" oder ihn „nicht beachten" oder „vergessen". Gegensatz dort sabätu = „fest- halten". Darnach vermute ich , dass an unsrer Stelle umak für umakki zu lesen ist = „nicht lässig werde" oder ähnlich, makü bei Delitzsch Handw. p. 407 mag hierzu zu stellen sein, und vielleicht auch, falls nicht zu dkü gehörig, tnikütu = „Schwäche" (?) (II R 47, 20), schwerlich aber mikü bei Delitzsch 1. c. Z. 10. umassä vielleicht Soviel wie „schone". Kaum zu mussü 6. 68 f. Z. 10—8. 70 f. Z. 5. 385 „waschen", „säubern" im Sinne etwa von „entsühnen" oder „für unschul- dig erklären". Z. 11. na'ru = „brüllend" nach Delitzsch Handw. p. 439. Mög- licher Weise allgemein = in irgend einer Weise „klagend". Beachte ntru = unninu = „Jammern", „Flehen" u. Dgl. V R 21, 60. Z. 14. Lies a-a inna = „möge, soll er nicht ändern" ? Aber tnna für inä wäre auffallig. Z. 19. Zu mindima s. o. Z. 6. S. 70 f. Z. 25. isakan vielleicht = „wird (setzen) legen". Z. 27. „In Zukunft" sonst = urkis. Zu ev. baH 8. o. p. 32 Z. 23 u. p. 58 Z. 4. Z. 29. Zu Upu vielleicht von nbl ß. o. p. 326 f. 7 Upu% und zwar des Vaterhauses, auch Surpu III, 6 u. Craig Bei. Texte II, 4, 26. Nach Zimmern Surpu p. 13 (Verwandtschafts-)Glied. Nach Delitzsch (zuletzt Handw. p. 376?) hat die Ziffer 7 vor Upu die Lesung lip und liegt das Wort liplipu vor. Aber ein Lautwert lip für VII nicht bezeugt. Was es mit den 1 oder 7, bez. 1 bis 7 Upu1 8 auf sich hat, weiss ich nicht. Z. 30. Wie zu einem namü, so werden Städte durch Zerstörung zu einem karmu gemacht, namü — aria und namüiu = UB-ri, also wohl ar-rt (II R 35, 37), karmu aber = ar (S*. 310). Also wohl karmu Sy- nonym von namü und demnach, wenn namü = „Wüste", „Wüstenei" (o. zu p. 64 Z. 21), fcarmtt etwas ganz Aehnliches. Möglich, dass es, wie dies Wort, auch = „Ruine", „Trümmerhaufen". Sadü vielleicht , entsprechend seiner Etymologie — cf. hebr. rrfD und syr. K^3^ = „Trift" zu aeth. dabr = „Berg" — , noch gelegentlich = „Feld", das hoch über dem Flusse liegende Land. Cf. p. 104 Z. 16 u.; p. 108 Z. 18; p. 110 Z. 18 und p. 120 Z. 2 usw.? So dann vielleicht hier, falls unsere Lesung richtig. Z. 33. Statt niaaba wegen nindabü (s. o. zu p. 64 Z. 27 u.) und der sumerischen Lesung nidaba des Ideogramms auch nidaba möglich. Nach dieser Stelle und anderen müsste nisaba das Hauptgetreide von Babylo- nien sein, also Weizen. Andererseits macht aber auch ainan als offen- bar edelste Getreideart auf eine Identification mit dem Weizen Anspruch (s. o. p. 20, 134). Ob darunter je eine Art Weizen , etwa die mit und die ohne Grannen, zu verstehen ist? Z. 1. Zu tanittu von nä'ädu s. o. p. 8 Z. 38. Z. 2 f. „Zum Setzen des Antlitzes" s. o. p. 66 Z. 21. Z. 5. kammu oder frammu nach Tafel XXXV, 17 bei Lehmann, Samassumukin = „Schriftstück", „Text" oder Dgl. (denn hier rühmt sich Ä8iurbänaplu , dass er einen kunstvollen kammu oder frammu in sumeri- scher Sprache lesen konnte) und bü-kat = sumer. ka-am nach 83 — 1 — 18, 1330 Obv. Col. I, 7 f. {Proc. of Soc. Bibl Areh. Dec. 1888) = assyr. fca- am-mtt wie auch = t(d)upp(bb)u , sonst = Schrifttafel. Dass hier dies Wort vorliegt, zeigt das ka-$ir davor. Denn Su-kat hat (s. d. eben gen. Text Z. 16) auch die Lesung ka^äru. Also wird kafäru, eigentlich = JttMn, Mythen tu Bpen. 25 386 8. 70 f. Z. 5—8. 72 f. Z. 14. „binden", „zusammenfügen", die Tätigkeit sein, wodurch ein kammu zu- standekommt, also „verfassen" oder Dgl. Z, 6. iat(t,d) muH nach IV R2 26, 18 f. = mi-v-na (vielleicht, da labäru sowohl = u = «', als auch = Bf, welches auch = «w, sun^na zu lesen), dies aber auch = kasätu (Haupt a. s. k. t. 84 f. = II R 17, 66), und kasätu nach II R 32, 26 doch wohl zu ders. Wurzel, wozu kus[su] ib. Z. 29 und taksät[um] ibid. Z. 32 gehören, also = „Kälte" oder Aehn- lichem. Somit sat(t,d) müsi wohl = „Kälte der Nacht". Möglich, dass dieses sat(fyd) auch in sat(t,d)(-)urri (lies nach sa-at-tu-ri bei Zimmern Ritualtafeln p. 100, 69 u. p. 106, 149 sat-urri??), dem Namen der 3ten Nachtwache, steckt. Eine Bedeutung „Tageskühle" dafür liesse sich ja- wohl verteidigen. Liegt aber mit Zimmern dies selbe Wort an den eben genannten Stellen vor, dann wäre diese Etymologie aufzugeben. Was Delitzsch in s. Handw. p. 632 und p. 642 über sat(t,d) müsi und 8at(J,d) urri sagt — nach ihm bez. = „Dauer der Nacht" und „sich erheben des Tages(Morgen)licht8u — , ist jedenfalls hinfällig : Im Assyrischen existiert ebensowenig ein $attu = „Weile, Dauer, Ewigkeit" wie ein iadü = „hoch- seinu: ana satti = »(für) immerdar" jedenfalls aus „istu satti ana satUa = „von Jahr zu Jahr" abgekürzt (s. o. p. 168, 47 : satta ana satti) und für das wirkliche Vorhandensein eines Verbums sadü = „hoch sein*, „sich erheben" hat Delitzsch keinen Beweis geliefert. Z. 6. munattu gewiss (so auch Delitzsch Handw, p. 419) das- selbe munattu, das nach V R 28, 34 ff. und V R 24, 1 (s. Delitzsch 1. c.) = [JtftQO ümi, welches doch wohl wegen des an den zwei Stellen Fol- genden Qirri = sir^i-ri, ]i-ri = namäru d. i. „hell werden" und ?]Ä- i-ri = musuma) zu [ti-]ib ümi = „Aufstehen des Tages" zu erg. Also wohl = „Morgen". Darf an eine Ableitung von Q1D = „schlafen" ge- dacht werden, sodass munattu = munämatu (V R 28, 34) „die Zeit des leichten Schlummers wäre"? Cf. dann V R 10, 70 f. Z. 9. imdafrar mit einer Bed. „angenehm sein" — so wegen Z. 10 übersetzt — sonst nicht bezeugt. Aber bezeugt ist wenigstens das Per- mansiv mafrir mit dieser Bedeutung (IV R2 32, 10, 19, 27 usw.). Indes heisst dies eigentlich: „wird angenommen". 8. 78 f. Z. 11 und 13. Zu na'ädu s. o. p. 8 Z. 38. Z. 13. Z. 13 f. sprechen von den Göttern. Vgl. Z. 11. Darauf folgen in Z. 15—17 die Könige; darauf in Z. 18 f. die Sänger, dann in Z. 20—22 die „Tafelschreiber". Das also ist die babylonische Rang- und Standordnung. Statt liktammira vielleicht ligtatnmira = „möge vollständig wer- den" zu lesen (ugdammira in Qilg. X Col. IV, 8 (o. p. 222) wohl = „hatte alle gemacht" d. h. „vollständig verbraucht"). Aber 8. V R -1, 51 : kummuru bigallum. Z. 14. fumsuku nach den Stellen bei Delitzsch Handw. p. 420 und anderen Stellen in Verb, mit Wörtern für Tribut = „abschaffen", „aufhören lassen" oder „verweigern", „nicht geben" oder vielleicht „igno- 8. 72 f. Z. 14—20. 387 rieren", „sich nicht kümmern um"; in Verbindung mit Wörtern für Bild- werke und Urkunden (wie z. B. auch in No. 1 auf PI. I von Hilprecht Babyl. Expedition I, wo usazaküni = usa(m)saküni) „zerstören" oder „fortschaffen", „beseitigen" oder „ändern" oder „verächtlich behandeln"; in Verbindung mit Wörtern für „Befehle" u. Dgl. (s. auch oben p. 92 Z.7; Winckler, Altor lorsch. II, 30, 25; JoHNß, Deeds No. 640, 14 + 16: hier mit z statt & mit Angleichung an das m) „aufheben" oder „än- dern" oder „ignorieren". Man könnte daher zwischen „abschaffen" bez. „fortschaffen" und „ignorieren", „verachten" u. Dgl. schwanken, mus- suk(k)at in IV R* 60* C. Obv. 15 (= B. übv. 35), falls hierhergehörig, könnte als Beweis für die letztere Bedeutung gelten. Denn dort könnte Etwas stehn wie: „Was in seinem Inneren verächtlich ist, verächtlich an- gesehen wird". Allein sumsuku ist ein Causativ und „ignorieren" sich als Solches zu denken fällt schwer und mussukat — falls zu sumsuku gehörig — könnte ja auch heissen: „beiseite geschoben ist". Ich ziehe daher eine Bedeutung „weg-, abschaffen" oder ähnlich vor. Und dass ich das mit Hecht tue, zeigt wohl Z. f. Assyr. V, 80, 21: sumsiki, parallel süsl = „lass' herausfahren", in Verb, mit büUu = „Sünde", wo an und für sich ja eine Bed. wie „übersieh!" sehr gut passen würde, und Z. 11 ibidem, wo sumsuku im Parallelismus mit zummü = „entbehren lassen" oder „lechzen lassen nach". Also nicht mit Delitzsch Handtc. p. 420 = „zurückhalten". Was lisamsiku in Beitr. z. Assyr. III, 234, 20 heisst, weiss ich aber nicht. Ob wirklich — dem Zusammenhange sehr ange- messen — mit Meissner u. Rost „fördern" ? Dann eigentlich „weiter bringen, fortbringen"? Mit einer der oben für sumsuku vorgeschlagenen Bedeutungen ohne Nuance ist hier kaum auszukommen. Bezieht sich nun das Fortschaffen an unsrer Stelle auf die Tafel mit dem Gesänge oder ihn selbst, dann hier Soviel wie „nicht mehr singen lassen"? Z. 15. S. die erste Anm. zu Z. 13. Zu kibrätiy Synonym von tup(b)u$äti, s. o. p. 26 Z. 113. Z. 16. Zu tanittu von na'ädu s. o. p. 8 Z. 38. Z. 18. Ob zammiru oder zammiru zu sprechen, zweifelhaft, da es zweifelhaft, ob die Berufsnamen jeweilig die Form Jcatfal oder katfäl haben. Eine Form katfäl zeigt babbätu. S. ba-db-ba-a-tim 79—2 — 1, 1, Col. II, 2 (Z. f. Assyr. II, 126) und andere Stellen. Z. 18. sarabu = „schreien", wie von Musikinstrumenten (s. u. zu Ulisu in Gilg. IV, vi, 36 o. p. 158), so auch wohl vom Singen: sak, sur und i-ltj- sowohl = zamäru als auch = saräfyu. Zu imäti für imät vgl. z. B. azzazi für azzaz o. p. 140 Z. 16. Zu siptu s. die Stellen unter sibtu bei Delitzsch Eandw. 638. Darnach 2 mal mit purussü = „Urteil" verbunden, also gewiss = BfcTD „Strafgericht". Ein sibtu 1) = „Stab", 2) = „Tötung", a) „Blutbad", b) „Seuche" (Delitzsch Handw. p. 638) scheint somit auszumerzen zu sein (dagegen äabbüu wohl = tt^TTO)- Z. 20. Zu ikdbbit = „wird geehrt sein" vgl. kdbtu „(hoch)ange- sehn", eig. = „gewichtig". 25* 388 S. 72 f. Z. 21— S. U f. Z. 15. Z. 21. a£trtu doch nicht etwa eigentlich, und so hier, = „Versamm- lung", zu asäru, einem Synonym von pakädu (s. u. zu o. S. 92 Z. 18) (und = muri), sodass asirtu = „Tempel" eigentlich „(das Haus der) Versamm- lung** wäre ? Vgl. Kntfta eig. = „Versammlung11 auch =s „Synagoge** und KMFDD = „Versammlung** etc., wovon arab. j^uJLT = „Synagoge** und „Kirche**. Jedenfalls könnte asirtu «= „Tempel" zu asäru = „ver- sammeln** oder „mustern** gehören. Cf. die oben gen. Analoga und arab. «jokJL = „Moschee**, eig. = „das versammelnde (Gebetshaus)**. ummänu hier vielleicht das Wort für „Künstler** etc., das auch z. B. Priester und Sänger bezeichnet (Beitr. z. Assyr. III, 250 Z. 26 f. und vor- hergehende)? Also dann „Versammlung der ummänu's" statt „Tempel des Volk(8heer)s** ? Z. 23. Zu agug o. p. 68 Z. 7. Z. 25. Zu patru s. o. p. 342 zu p. 28 Z. 130 und schon Winck- ler AUor. Forsch. I p. 164. Zu Siptu s. o. Z. 18. saknassu für Saknatsu vielleicht auch: „ist auf ihn gelegt**. Z. 26. Oder a. m. lisidkin == „möge für immer hingelegt werden**, nämlich die Tafel mit dem Gesang? S. o. p. 13 f. Z. 27. Zu na'ädu s. o. p. 8 Z. 38. Z. 28. atnäru hier vielleicht einfach „sehn**, „ansehn**. 8. 74 f. Z. 2. Zur ßed. des Namens Iris-kigal d. i. „Herr(in) der Unterwelt** s. Anm. 1 zu S. 82. Dazu ferner Reisner Hymnen p. 86 Z. 8 u. p. 134 Z. 20 f., wonach Ir-ri-is = i-ri\4s] der Gewaltige, der Herr wohl der Erde heisst. Hierzu gehört wohl nicht iristu, vermutlich = „die weise (Frau)**. S. dazu o. p. 286, 8 u. 16. Z. 6 o. kurum(m)atu hat als Ideogramm pat; man bäckt es (Gtlg. XI, 220, 222, 224, 234, 236 o. p. 244 ff.) und Gerste wird als if-PAT d. i. pat- Korn bezeichnet (Z. f. Assyr. III, 239 ff. ; o. p. 319 zu S. 12 Z. 9 u.). Also = „Speise** überhaupt oder spec. „Gebackenes**, „Brot**. Da nun aber in dem Ideogramm für nindabü d. i. „etwas zur Kornart nidaba in Beziehung Stehendes" gerade wieder pat erscheint (s. o. zu p. 64 Z. 27 u.), so dürfte die Bedeutung „Brot** oder „Backwerk** für kurummatu ge- sichert sein. Möglich, dass es, wie gar = aklu, auch „Speise** über- haupt heisst. Indes scheint sein Ideogramm pat aus u und gar zusammen- gesetzt zu sein (so schon in archaischer Schrift: Thüreau - Dangin , Re- cherches p. 45) , also eine besondere Gattung von aklu zu bezeichnen, demnach jedenfalls von Haus aus nicht „Speise" überhaupt zu bedeuten. Z. 8 o. Zu siru = „gross, gewaltig** s. o. p. 40 Z. 16. Z. 15. Zu nafräsu in Verb, mit bakü s. itf^usu = Stä-iil (sonst = damämu = „wimmern** oder „heulen'*) IV R* 27, 39 und Reisner, Hym- nen p. 57, 36 im Parall. mit bakü und IV R« 54 [61] 19 f.: tuwi&«*(*,s) und uttabas(z,s) an einer analogen Stelle, wo also wohl nanfvus und tUta- fras zu lesen. S. u. p. 78 Z. 15, wo uita^as unabhängig von mir von Jerehias Hölle p. 18 richtig mit „schluchzte** übersetzt ist. 8. 74 f. Z. 4— S. 76 f. Z. 7. 389 Z. 4 u. 8 u. Zu t&ti s. o. p. 4 Z. 5 u. Z. 10 u. imnu eig. „zählte". gub(p)üfy für gubb{pp)u]} oder kubb(pp)utj, ? Bedeutung etwa „ver- steckt sich", „duckt sich nieder"? Z. 11 u. Zu tibü s. o. p. 4 Z. 5 u. 8. 76 f. Z. S. ftafatonnt für baltäni? Z. 5. Mutab(p)rigu zu baräku „blitzen" = „Blitzer" (cf. dann ittanabrik) oder zu paraku „Bosheit, Gewalt u. Dgl. ausüben" = „Uebel- täter" oder Dgl. (cf. dann ittanaprik)? Falls = „Blitzer", vielleicht ein Meteor. S. zu S. 130 Z. 28. Z. 6. Sarabdü zu ä(sjj)a{%)rrdbdu == §(8&)a(i)nabäu(u) II R 32, 56 ? Dies hier durch mu-nchgi[.] von äfa'J $ar-?[t'J d. i. „Verläumder" getrennt. Repräsentiert also der Sarabdü im Gefolge des Höllenfürsten vielleicht einen duißolog - KM^ b#a? Bäbisu oder ifaoipu eig. der „Kauerer", dann der „Aufpasser". Zum rä(a)bi(i)$u des Nerigal, d.i. Isum, s. auch o. p. 66 Z. 7 u. 21, p. 66 Z. 13 u. 16, p. 70 Z. 4, p. 259 Z. 25 u. Parallelstellen. Eine Dar- stellung dieses Gottes auf einem Siegelcylinder veröff. von Hayes Ward im Journal of ihe Ar eh. Inst, of America Vol. III No. 1 auf p. 9 eines Sepa- ratabzugs. Darnach führt seine Gemahlin vielleicht einen Hund an der Kette. Aufpasser und KsQßegogl J\J))iria\ttt) zu tarädu „ver-, zurücktreiben", „verjagen"?? Falls für I-LV-tu Id\t)ib(p)tu zu lesen, vgl. adäbu (Delitzsch Handw. p. 20 f.), irgend eine gewaltsame Handlung. Z. 7. Binnu nach II R 28, 24 Name einer bestimmten Krankheit, und zwar wegen seines Ideogramms, der Muskeln (binnu = sa-at-nim = sasmtu = 8a-at-gal = maikadu = sa-gig : 1. c. 13 ff.). Allerdings ist nach IV R1 60* C Rev. 10 assyr. sak(k)ik(k)k(k)u , doch wohl = sumer. sa-gig = binnu (s. o.), Bezeichnung der kranken Muskeln selbst. Aber das an unsrer Stelle folgende Wort (s. sofort) lehrt, dass der Name Binnu mit dem oben bespr. identisch ist. Vgl. nun ferner 5[<]-m-ntt = 8t~ib(p)(\)-tu II R 35, 41 (hinter fra-a-tu = mursu = „Krankheit" und l[i]'(\)-bu = ummu und = Junta, für fyuntu von jiamätu, = „Fieber"), II R 27, 64 f., wonach yib(p)tu von einer Krankheit gebraucht wird, und endlich binnu = mihtu bei Craig Astron. Texte p. 5 auf K 6051 Z. 10. S. sofort zu Mi- $#. Also binnu und 8tb(p)tu Krankheiten, vermutlich mit Fieber. Dage- gen spricht nicht deren Anwendung in den assyr. Contracten. Denn an den in Betracht kommenden Stellen können sehr wohl Fluchformeln vor- liegen. Also z. B. in Johns Deeds No. 257 Rev. Z. 6 sib(p)tu binnu ana miat üm[\] = „(mög' ihm) Fieber (und) Fieberglut 100 Tage lang (werden)"? Ob das hier und an anderen Stellen damit parallele sartu dasselbe ist, das sonst „Unbeständigkeit" heisst (s. o. p. 36 Z. 26), und darum auch, und so hier, „schwankende Gesundheit" bedeutet? Möglich natürlich , dass sib(p)tu und binnu in juristischen Urkunden juristische Termini sind, aber nicht wahrscheinlich. Auch in Thompson Beporte No. 200 Obv. Z. 4 liegt gewiss der Krankheitsname binnu vor. 390 S* 7« f. Z. 7. Sidänu nach IV R* 19, 15 f. {Surpu Tafel VII) = sak-nigin, nach V R 21, 6 aber = sa-ad-mgin. Vorhergeht hier rapädu = sa-nigin (vgl. auch das folg. o. erwähnte sassatu). Da nun rapädu nach II R 28, 25 = sa-at-gal, welches nach dem o. Bern, wenigstens ungefähr Soviel wie binnu (s. o.), so ist zweifellos sidänu ebenfalls ein Krankheitsname, hat gegen Delitzsch Handw. p. 564 nicht die Bedeutung „Jagdnetz", „Fangnetz" und verdankt das Zeichen nigin in seinem Ideogramm, sonst auch — sädu „jagen", nur einem assyrischen Wortspiel. Das so durch ein Wortspiel hervorgerufene sumcr. nigin = sidänu auch durch u-ut- kit ausgedrückt. S. 82—9—18, 4159 Rev. Z. 24 ff. bei Meissner Suppl. p. 31 und dazu o. p. 843. Wir werden sidänu von dem Worte sädu (wozu vielleicht arab. ^L^ = „Kupfer, Erza und ..tj^ua = „Erz, Gold") ableiten müssen, für das ich seinerzeit (Z. f. Assyr. I, 255 f.) eine Be- deutung „glühen", auch vom Kupfer gesagt, erschloss. S. dazu die Stellen bei Delitzsch Handw. p. 564, El-Amarna Berlin 1, 17 (K. B. V p. 8), wo ussiddu = „haben geglüht oder geschmolzen" (vgl. in K. B. V p. 24 El-Amarna Berlin 7 Rev. 25), Maklü Tafel I, 91 und Tafel IV, 15 (sädu vom Antlitz), K 3714 bei Bezold Catalogue p. 557 und K 12026 bei Meiss- ner Supplement p. 17 hinten. Hierzu stimmt nun vorzüglich, dass issa- nüdu vom Gesicht nach K 61 Col. 1, 28, 47 und 38 mit Fr. Küchler = lik, da dies auch = bultu = „Scham". Also S(s)ldänu gewiss auch = „(Fieber-)Glut". Ob sidänu = sak-nigin, in IV R* 19, 15 f. , das- selbe Wort ist, lässt sich nicht sagen. Passen würde auch dort, wo es sich um Krankheiten oder eine Krankheit handelt, das eben bespr. Wort. Zur Bed. von sidänu s. übrigens bereits Zimmern Surpu p. 60 oben. Mikit(ttd) nach der Bern, zu Binnu in dieser Z. Synonym davon, also eine Art „Fieber" oder allgemein = „Fieber". S. dazu Thompson Reports No. 195 Obv. Z. 6 f. (gewaltiges miktu hervorgerufen durch Annä- herung des Planeten Mars an den Jupiter; Mars der Stern des Seuchen- gottes Nerigal), ferner Zimmern Bitualtafeln p. 152 Z. 5 und Anm. dazu. Gewiss zu mikit(ttd) isäti = „Feuerstellc"(?), einem Beinamen des Planeten Mars. S. mutatis mutandis m. Kosmologie p. 117 u. 123 und Delitzsch, Handw. p. 424. Also Mikit aus Mikit isäti abgekürzt ? ? Uebrigens scheint es mir immer wahrscheinlicher, dass dies — gegen m. frühere und die herrschende Meinung — nicht „Feuerstelle" u. Dgl., sondern „Feuerfäll" und ein nach der Ansicht der Babylonier dadurch hervorgerufenes „Fieber" bedeutet. Darnach hätte Samassumukin seinen Tod nicht auf dem Scheiterhaufen, sondern durch Fieber gefunden, was auch besser dazu passt, dass nach V R 4, 46 ff. die Götter ihn in mikit girrt (Syn. von iSätu) geworfen haben. Vgl. dazu ibid. 3, 125 u. 4, 60. Also auch Mikit isäti als Name des Planeten Mars, des Sterns des Fiebergottes Ne- rigal, = „Fieber"? Oder = „Feuerfall", und dachte man sich den Stern als ein Feuer , das sich von einem grossen himmlischen Feuer losgelöst hatte und in niedere Regionen hinuntergefallen war? Auch mikit m% u isäti (IV R* 50, 42b = Majclü III, 101) dürfte anders wie bisher, näm- S. 76 f. Z. 7— 11. 391 lieh als „Feuer- und Wasserfall", d. L „gefallenes Feuer und Wasser", als Erreger von Fieber und Schüttelfrost, zu verstehen sein: Nach der gen. Stelle und der ihr vorhergeh. Zeile macht der elamitische(?) Sin (s- III R 55, 24) durch mikit mi u isäti dem Körper den Garaus und nach IV R 9, 49 u. 51 hält Sin Feuer und Wasser, lässt es also wohl auch zur Erde fallen. Hält Sin, der Mondgott, Feuer und Wasser als kalter Lichtgott im Gegensatz zur heissen Sonne? Hiernach scheint es noch wahrscheinlicher, dass miktu = „Fieber" wirklich aus mijcit iiäti ver- kürzt ist. BÜ-ub{p)ri oder BiUarri = „Herr des . . .". Möglich, dass letzte- rer Lesung der Vorzug zu geben und arru zu arirt* = „brennend" (und zu iaruräti o. |p. 62 Z. 8?) etc., zu *nn (Delitzsch Handw. p. 138), zu stellen ist. Also „Herr der Glut"? Vgl. die vorherg. Namen und mikit girrt (Synonym von iiätu) ariri V R 4, 51. Will man bei ub(p)ru bleiben, kann man es mit ab{p)ru = „Holzstoss zum Anzünden" oder „Scheiterhaufen" combinieren. Z. 8. Ummu natürlich zu ummu „Hitze", auch „Fieberhitze" (IV Rs 8, 2 und IV R* 26, 32). S. auch o. die Bern, zu Sinnu. Libu ebenso sicher = ft'&u, das IV Rf 8, 2 auf ummu folgt und II R 35, 39 f. ihm wie iuntu (von bamätu) gleichgesetzt wird (vorausgeht murfu ?= „Krankheit"), und natürlich ebenfalls = „Fieberhitze*4 ist, nicht aber (so Delitzsch Handw. 364) = „Drangsal, Plage". Wurzel 3J-fc, wie ich längst behauptet habe. Zur Bedeutung „Fieberhitze*1 s. z. B. auch in R 60, 39 (la-BAR-tum und li'bu) und IV R« 1* Col. III, 24 (labäfi bez. la-BAK-tum mit li'bu verknüpft), da ta-BAR-to und labä$u wie auch das mit diesen häufig verbundene afrfiazu Fieberdaemonen bezeichnen (Theol. Literaturz. 1895 Sp. 331). Die 14 Kumpane des Feuer- und Seuchengottes also wohl fast zur Hälfte Personifikationen von fieberhaften Krankheiten. Z. 10. atü (ätü) nach V R 32, 28 = 5i(?)-gab, Si-gab auch = amäru usw. = „sehen" und atü Syn. von amäru. Also atü eigentlich „Einer, der ausschaut", ein ftfci. S. das Wort auch Strassmaier Ne- bukadnezar No. 52, 20. Sollte gegen Delitzsch Handw. p. 156 V R 32, 28d etwa [(amilu) n]t-gab zu lesen sein, wäre der atü mit dem ni-gab der Unterwelt (o. p. 80 Z. 13 f. etc.) identisch und dafür a(a)tü zu lesen. S. dann zu dieser Lesung, mit Zimmern, namentlich Reisner No. 43 Obv. 18, wonach ni-gab allein = atü. Z. 1 1 . Im Assyr. giebt's wohl zum Mindesten 2 Wörter uppu, eines mit ähnlicher Bedeutung wie lilis(b)u = „Tamburin" (s. u. zu Gilg. V Col. VI, 36 o. p. 158) und ein uppu als Synonym von u. A. auch niptü (Gerät zum Öffnen der Tür), musüü (eig. „dasjenige welches [das, was die Tür verschließet,] in die Höhe hebt") und namzajpu (II R 23, 49 f.). Vgl. hierzu V R 13, 8 ff., No. 2282 bei Bkünnow List (mud-sak-kul = sulbü = „Riegel") und V R 31, 40 (uj>(&)(?)-p(&)t* = pi-WM- dieses uppu hat nun das Ideogramm mud = sum. mud und dieses mud == 392 &• 76 f. Z. 11. up[pu] ist nach Y R 26, 41 f. ein Teil einer Palme, besteht somit, als solcher, ans Holz oder Rinde oder Blättern oder Blüten oder Früchten oder Wurzeln, demnach, da eben dieses uppu auch ein Teil der Tür mit Zubehör sein kann, aus Holz, wenn nicht aus — Bast. Nach II R 48, 49 giebt es ein uppu von dbu, afyu aber hat als Ideogramm u, sonst = „Kraut", also dass auch Kräuter uppu zu haben scheinen. Wäre afru wirklich = „Kraut", wäre die Bedeutung „Bast" für uppu = mud natür- lich gesichert. Zu beachten ist nun auch II R 55, 83, wonach die Biht- üi den Namen Mud-kisda d. L „die mit(?) dem mud Gebundene" trägt, woraus hervorzugehen scheint, dass mud, also vielleicht auch uppu, etwas Geschmeidiges, also nicht aus Holz ist. Vgl. nun hierzu miz(e)db sa uppiti = „mizafr vom uppitu" oder »mizab des uppüuu V R 32, 40 f. b, da mizafr nach 1. c. Col. a = misirru (von isiru = „ein-, umschliessen", urspr. = „binden") d. i. doch wohl „Gürtel" (s. auch Gilg. II, rv, 5 o. p. 140), mizdfy also = hebr. HTB (so auch Zimmern)! Und dass auch uppu = „Gürtel", „Bauchbinde", könnte auch V R 31, 27 lehren, wonach die Schwangere eine „Tochter des uppuu , d. h. „Eine , die einen uppu trägt (hat)", heisst. S. dazu auch K 4241 Obv. 4 bei Meissner Suppl. p. 11 hinten und cf. die 2 Bedeutungen von J**^ etc.: „binden" und „schwanger sein". Vgl. hierzu aber Schulthess Homonyme Wurzeln p. 25 f. Nach K „4378" Col. VI, 62 hat assyr. nambaau , doch wohl ein Instrument zum Schlagen, als Ideogramm (i?u) bi-is = gis(8)allu + Ideo- gramm für „Esel", nach derselben Zeile aber kann der bi-is Teil eines mud = uppu oder daraus gemacht sein. Das würde auch zu uppu = „Bast" stimmen. Nur ist die Bedeutung von gis{s)allu nicht mit Sicher- heit festzustellen und darum auch die von namfycksu nicht, so sehr die Etymologie für „Peitsche" spricht. Und Zweifel an unsrer Deutung von bi-is -f „Esel" = namjyjqu muss uns erwecken, dass bi-is + TAB-TAB-ma 1. c. Z. 63 wohl = gisru uppi (oder lies t8faz)(-)ruppi ?), gisru aber nach II R 23, 51 und II R 33, 8 doch gewiss irgend eine Art Riegel ist. Aber nach 11 R 16, 22 f. (vor dem gehenden Rinde, oder das Antlitz eines gehen- den Rindes ina uppi tarappis) scheint man mit dem uppu in der Tat prügeln zu können. Denn rapäsu wird auch vom „dreschen" gebraucht und narpusu (also Zerschlagenheit, Gedroschenheit) ist nach V R 17, 33 f. ein Synonym von mänafytu = „Ermüdung" (s. o. zu p. 36 Z. 5). Aber ob nun uppu hiernach wirklich ein Werkzeug zum Schlagen ist oder eine Art Riegel, aus Bast könnte Beides sein. Nun giebt es noch ein uppu = napfyaru (V R 31, 5). Wenn riksu, eig. = das „Gebundene", 1) auch „Binde", 2) „Gesammtheit" bedeutet (o. p. 347), so Hesse sich auch zwischen den beiden uppu, dem vermutlich = „Bast" und „Binde" oder Aehnlichem und dem = napfraru, sehr leicht eine Brücke schlagen, wenn wir ein '-p-jp mit einer ungefähren Bedeutung wie „binden" oder „umfassen" oder Dgl. annehmen dürften. Und nun heisst ja uppitu nach d. o. Bemerkten „Gürtel" und apäpu bedeutet etwa „festnehmen" (K 188, 15), apäpu = sinu „Sandale" (V R 28, 80 u. 82) und das bekannte appatu „Zügel". Ich glaube also, dass uppu zu einer Radix apäpu = „binden", auch „um- S. 76 f. Z. 11-«. 78 U Z. 22. 393 binden" (= hebr. gjfca; s. Delitzsch Handw. p. 114) gehört, mit der eigentlichen Bedeutung „das Bindende", und daher einerseits „Bast", ande- rerseits „Tau" oder Dgl., weil aus Bast oder weil lediglich ein Werkzeug zum Binden, bedeutet, und so auch ein Tau, womit die Tür zugehalten wird. Zu ubbi für uppi s. Z. 18 : In für p\ usw. Z. 12. Zu atü s. o. Z. 10. Z. 14. burri Pf el von barü = „sehen", „nachsehen", „prüfen" mit intensiver Bedeutung? Z. 17. Zu tibü s. o. p. 4 Z. 5 u. S. 78 f. Z. 21 o. Für „Herz" L „Inneres" nach p. 316 f. lifulanni mit „freue sich meiner" zu übersetzen, was nach dem uns bekannten Sprachgebrauch zunächst in Betracht käme, während unsre Uebersetzung oben im Text nach ihm falsch ist, scheint mir jetzt doch nicht unangebracht. Der Sinn könnte sein : „du sollst deine Freude an mir haben". Namtäru spielt in der Geschichte ja offenbar den Verräter für Nerigal gegen Ertskigal. Denn urspr. ihr Botschafter steckt er ja im Folgenden mit ihm unter einer Decke. Möglich, dass -anni, wie sonst auch, ziemlich bedeutungsloses Suffix. Z. 1. b[d]~a-ba, falls so zu lesen, gewiss, wie sonst, = „Tor". Z. 2—7. S. o. p. 76 Z. 5—8. Z. 8. Oder: schnitt er ab. Z. 9. Man vermisst vor Natntära ana oder erwartet vielmehr ana Namtäri. Lies daher wohl statt ilu vor Natntära an für ana. Natn- tära hat ja auch sonst in diesem Texte kein (ilu) vor sich, ebensowenig wie IrUkigal. Das spricht auch dagegen, (ilu) Natntära zu lesen und dies als Nominativ und Subjekt aufzufassen. Warum aber heisst es nicht an(a) Namtäri wie auf p. 76 Z. 13 ? Z. 10. lasämu sonst vom munteren, raschen Laufen. Z. 14. Ist tadükanni mit ü correct? Dann Praeteritum, weil Z. 14 als Bedingungssatz gedacht? „Wenn du mich nicht erschlägst, will ich etc.a?. Z. 15. Zu uttajxas s. o. S. 74 Z. 15. Z. 20. Zu kapäru = „abwischen" s. Jensen in Sunday School Times 1897 p. 179 o. links und Zimmern in d. G. G. Am. 1898 p. 819. S. auch seine Ritualtafeln p. 92, wozu ich übrigens bemerken möchte, dass mir für kapäru nur diese, nicht auch eine davon abgeleitete Bedeu- tung „sühnen" erweislich zu sein scheint und ich darum auch hebr. "iBD nicht für ein assyr. Lehnwort halten kann. Z. 21 u. Nach Obvers Stück II o. (p. 74) lediglich der Wunsch, dass er vor ihrem Boten aufstehe? S. Rev. Stück I, 16 f. o. p. 76 und o. p. 74 Z. 4 und Z. 11 u. Z. 22. D. h. „bis jetzt"? Dahinter zu erg.: „werde ich tun"? Oder mit Zimmern : jetzt (sei es) so ! ? adü(\) = Jetzt" nach Delitzsch Handw. p. 24. Zu kinanna = „so" 8. Winckler in K. B. V No. 50 Z. 6 und den Index p. 18*. 394 s< so r. z. 2—14. 8. 80 f. Z. 2 f. „Setzte ihr Ohr" = „gab ihm eine bestimmte .Lage", „richtete esa. Z. 4. Zu IrkcUla s. in m. Kosmologie die auf p. 525 dort gen. Stellen. Z. 7. Sehr wohl möglich, dass zummü für summü steht und dann für ein bisher angenommenes Verbum zummü mit einer Bed. wie „ent- behren lassen" (Perm. eig. „entbehren gemacht werden") summü mit der Bed. „dürsten, lechzen machen" einzusetzen ist. Vgl. zu'unu wohl für su'unu, zufrörü für sü^ärü (II R 36, 53) u. A. Z. 8. Oder aklu hier = „Brot" ? Z. 10. subätu mit dem Hauptideogramm ku fraglos = „Kleid" oder „Kleidung". Aber das dürfte nicht die eigentliche oder doch nicht immer seine Bedeutung sein. Denn nach V R 14, 32 ff. ist maS-lu (d. i. nach V R 28, 56 mos- oder bar-d(ttt)i(a)b) Soviel wie subätu und dem- nach zufolge V R 15, 26 (vgl. V R 14, 52 und dazu V R 15, 10 ff.) (ku)maS-lu-8a-ku in V R 14, 43 eig. „subätu des lubüsuu (demgemäss sa lu-[ in der rechten Columne zu sa lu\büst\ zu erg.). Wenn somit lubüsu = „Kleidung", muss subätu auch noch etwas Anderes als dies bedeuten. Und nun hat kitü (oder kitü), ein Kleidungsstoff (s. IV Rs 57, 13; nach m. Vermutung = syr. 'nap), als Determinativ ku, was beweist, dass ku auch den Stoff, das Zeug bezeichnet, woraus die Kleider gemacht werden. Darnach erklärt sich wohl V R 14, 43 (wie auch V R 14, 52): Stoß für Kleidung, und darnach ist nun auch die f. Zeile zu verstehen, die von einem (ku) maS-lu für ein „Bild" handelt im Unterschiede von dem für Kleidung (cf. ib. Z. 53 u. V R 15, 12). Also Leinewand, Tuch, um darauf zu sticken, malen oder sonstwie Bilder darzustellen, doch kaum ein Kleid für eine Statue. Ferner vgl. V R 28, 38 f., wonach, vor und hinter Wör- tern für allerlei Binden, alluru = subät bilütim, da illurtu = „Fessel" oder „Bande" ist. Daraus scheint doch zu folgen, dass subätu auch ein „Tuch zum Umbinden" sein kann. Weiter dürfte kusiü in V R 28, 25 (= Kopfbinde, Tuch, das um den Kopf gewickelt wird) = kusimü (spr. dann kusiwü) in V R 28, 9 sein. Dies heisst aber 1. c. tidiku und ti~ diku wird wiederum durch subätu erklärt (Cfilg. XI, 259, 268 o. p. 248). Ferner kann man den Kopf mit einem subätu bedecken (Reisner Hymnen p. 131 Z. 50). Usw. Also subätu gewiss auch = „Tuch". An unsrer Stelle aber doch wohl besser statt „Flügeltuch" „Flügelkleid" zu über- setzen. Z. 11. Zu sapäfiu nach Zimmern auch us(s)app%ba V R 6, 80. Bedeutung vielleicht mit Delitzsch „ausbreiten", naspüfr in IV R* 39, 36 natürlich, was übrigens auch Delitzsch (Handw p. 679) zur Wahl stellt, mit Lautübergang von s vor p in s (s. Jensen in Z. f. Assyr. XIV, 182 f.), zu sapäf}u. Z. 13 f. u. 21. Zu pitü(?) s. zu ätü o. p. 76 Z. 10. Z. 14. Zum hinweisenden mi s. S. 82 Z. 26 u. 32 u. S. 112 Z. 27 u. 30. 8. 80 f. Z. 18—8. 82 L Z. 33. 395 Z. 18. sippu nach K 4256 Obv. (Meissner Suppl. p. 11 hinten) und II R 48 ef 67 auch = sumer. zik(o), = späterem eib. Damach könnte sippu Lehnwort aus dem Sumerischen sein. usabalkat eig. = „bring' ich auf die andere Seite0 (nämlich der Schwelle), gegen Delitzsch Handw. p. 175: „reisse los". Es ist nicht recht verständlich, warum Delitzsch 1. c. nicht bei der alten für nabaU kuiu erschlossenen Bed. : „hinübergehen ", „auf die andere Seite gehen" geblieben ist. Sein Ideogramm bal, auch = inü u. = nakäru == „an- ders sein" (8. p. 315) hätte allein schon dazu mahnen sollen. Z. 22. Oder, da ütar auch Appellativum = „Göttin", „grossen Göttin" ? Z. 23. So zu übersetzen, falls tanadä auch für feminines Hanadia stehen kann. Sonst müsste tanaä\t)a8si 2 P. S. fem. gen des Praesens von einem n-d(t)-i sein. S. 82 f. Z. 26. Zu dem hinweisenden ml s. o. S. 80 Z. 14. Z. 27. kippü Synonym von milultu. S. 82—8—16, 1 Col. IV, 7 f. u. II R 33, 18 f. milultu (von %lilu\ gegen Delitzsch Handw. p. 414) = „ausgelassene Freude", „Lust", wie Delitzsch am ang. Orte richtig annimmt. Nach seinem einen, mit Kl beginnenden, Ideogramme auch ein Ort. So IV R* 28*, 68. Weiter nach zwei mit einem Ideogramm für Istar schliessenden Ideogrammen für kippü dies ein „Freudenort der Istaru, also wohl eine Stätte geschlechtlicher Freuden. Und zwar wohl ein Gemach. Denn kippü dürfte mit dem oben p. 340 u. p. 361 bespro- chenen kupü mit den Ideogrammen: „Raum des Schattens" etc. verwandt sein und sein Ideogramm KU + hul (II R 3U, 57 ; s. auch II R 33, 19) könnte, da KU auch = z(s)aratu = „Zelt" (Sc. 168), „Zelt (oder ähnlich) der Freude" heissen. Beachte, dass ku = z(s)aratu nach der cit. Stelle wohl = Su, und J-KU-a = I-iu-a (an und für sich auch I-dur-a mög- lieh, aber weniger wahrscheinlich) d. i. £ua-Haus Name der Kammer Mar- duk'a in seinem Tempel zu Babylon ist. Also eine „Freudenkammer". Z. 29. Zur Erläuterung von Anm. 2 zu dieser Zeile, dass nach King im Orig. ]= erhalten ist und für die vermutete Erg. zu m ich ver- antwortlich bin. Z. 31. Vielleicht noch besser: „Was hat ihr Inneres (s. dazu o. p. 316 f.) mir hervorgebracht?", nach o. p. 316 f. und p. 320 f. = „Was hat sie gegen mich ersonnen?". Zu kdbiitu = „Bauch" s. o. p. 316 f. Dazu auch noch El-Amama Berlin 93 Z. 10 (K. B. V p. 284), wo batnu = "jtpl als Glosse zu pantü mit sonstigem kabittu wechselt. Uebrigens will ich nicht leugnen, dass kabittu als Ursprungsort der Gedanken die „Leber" einschliesst. Aber „Leber" schlechthin ist es als solcher nicht. Falls -anni in üblanni Pron. suff. der ersten Person — s. o. — , ist die Erg. idkanni noch zweifelhafter, als angedeutet. Z. 32. Zu dem hinweisenden m% s. o. S. 80 Z. 14. Z. 33. akali hier, wie sonst, vielleicht = „Brote". S. o. S. 74Z.6o. 396 8. 82 f. Z. 84-45. Z. 34. Zu #(d)Ju 8. o. p. 58 Z. 18. birtu besser „die Buhle", entsprechend fräiru = „der Buhle" (s. o. p. 314). Z. 85. Zu ardaiu == „Mädchen" s. o. p. 60 Z. 6. sünu, wie utfu und litu, als Synonym von wdä bez. i&du — alle 4 = 8umer. ur — eig. = „Beine", von den Füssen bis zu den Hinterbacken, diese eingeschlossen. S. zu isdu o. p. 837 u. zu litu o. p. 88 Z. 28. Vgl. p. 126 Z. 9 u. 16. Erg. in der Uebersetzung : fortgerissen wurden? Oder ina = „in" und dann anders zu erg. Z. 86. Dass mit dem „zarten Kleinen" Tammüz gemeint ist, ist durchaus nicht sicher. ina lä ümi-su eig. = „in seinen Nicht-Tagen" d. i. „in seiner Nicht- Zeit" d. i. „zur Unzeit". Z. 38. uppissima nach Delitzsch (Handw. 116) = „bemächtige dich ihrer" und zu uppusu in den Contracten gehörig, das nach Delitzsch bedeuten soll „in Besitz bekommen". Das Letztere ist möglich, aber nicht sicher. Peisek's „(einen) Handel abschliessen über Etwas" (S. K. B. IV p. 101 Z. 10 u. usw.) wäre wohl noch besser am Platz. upp{pb)usu bedeutet aber p. 120 Z. 36 vielleicht entweder „versehen mit" (ist versehen mit) oder „lang machen" (ist von langem Haupthaar) oder „herrichten", up- pusu scheint in Maklü II, 80 und VII, 103 wie das Kai ipisu „(allerlei Zaubergebräuche) an Jemandem ausüben", „Jemandem antun" zu bedeu- ten und upu(ü)Su bei ASSurnasiraplu III, 125 (cf. 8. Standardinschr. 12) für uppusu im Sinne von iplsu zu stehn. Also spricht Allerlei für up- pusu mit der Bedeutung „tun", „antun" oder Dgl. Z. 40. Kütü Stadt NerigaVs, des Gebieters im Totenreiche, und hier von diesem gebraucht. Z. 42. masü sonst „weit sein". S. dazu auch o. p. 66 Z. 20. Falls hier dasselbe Verbum vorliegt, mutassü = „weit machen" = „lockern" und dann „los machen"? Darnach mussü in Gilg. I, IV, 12 und 18 (o. p. 126) zu verstehen? Jedenfalls wechselt damit sdfyätu d. i. „ausziehen" ib. UI, 42 auf p. 124. Delitzsch Handw. p. 422 mit Fragezeichen: „sich breit machen", im Sinne von „sich gross und breit hinstellen" = „sich erdreisten". Z. 42 f. Zu agü s. o. p. 30 Z. 14. Jcakjpadu gemäss seiner Etymologie — = ^P^P — eigentlich, und so meist, = „Scheitel", der „mit Haaren bedeckte Teil des Kopfes". Vgl. auch das gewiss aus dem Assyr. stammende armenische gagaf-n, auch = „Scheitel". Daher ina kakkadisu = „vollständig", eigentlich: „in seine(r) Kopfspitze (hinein)" und ina kakkad (ilu) iddisi sa arfhi (Johns Deeds No. 53 Obv. 3, No. 57 Obv. 5 f. u. No. 106 Obv. 5) = „genau, pünktlich bei Neomonie des Monats". Z. 45. Zu umtasi s. Z. 42. Z. 45 f. inz(s)äbati vielleicht mit Delitzsch Handw. p 477 spec. = „Ohrringe", falls nämlich lulmü = anz(s)abtu (II E 40, 40) mit lw 8. 82 1 Z. 45-8. 84 1. Z. 60. 397 Umtu (IV R2 59 [66] No. 2, 18) verwandt ist und dies wirklich = „Ring" wäre. Aber das ist nicht notwendig. Z. 48 f. Die Lesung irimmatu für (afom)SAB-gi mit Delitzsch Handw» p. 134 nach II R 37, 56, wonach (aJmu)8AB-:gi = irimmatu* Dass (abnu) SAB-gi = Mmmatu „Halskette" bed., scheint absolut sicher. Vgl. auch illuku, tiknu und 8(z?)udüru vor irimmaiu II R 37 1. c, da illuku bez. t'tfuftu und sudüru = milammü (= das Glänzende) und = igizaggu (nach Haupt A. S. K. T. p. 127 Z. 39 f. aus Stein) durch V R 28, 65 ff. als Wörter für ein Kleidungsstück oder einen Schmuck, und tijvnu durch die Stellen bei Delitzsch Handw. p. 713 als eines für „Schmuck" oder Aehnliches gesichert sind (also illuku und igizaggu gegen Delitzsch Handw. wohl nicht zugleich = Prachtgewand). Beachtenswert ist auch, dass II R 40, 39 irimmatu vor an$(z)abtu = „Ohrgehänge" erscheint. Gleichwohl giebt die Lesung irimmatu zu Bedenken Anläse. Nach II R 40, 38 f. ist nämlich irimmatu ein Synonym von ipirru, und nach Scheil Textes ilamitessimitiques I, 78, Z. 9 und p. 120 irimtu wohl eines von ipirtu. Nach einer treffenden Vermutung Scheil's 1. c. bedeutet aber irimtu „gebrannte Ziegelsteine". Also scheint irimmatu dasselbe zu be- deuten. Allein andererseits wird ipartu und wohl auch irimtu als Syno- nym von nafrlaptu von einem Kleidungsstück (Hemd) gebraucht (V R 28, 68 u. 78), und ein Synonym von diesen ist atabi JtiSädi d. i. a. des Nackens (1. c. Z. 71), und wiederum werden tdhlubu und taftlubtu zur Bezeichnung der Verschalung aus gebrannten Ziegeln gebraucht. Ob daher irim{ma)tu7 weil eig. = „Umkleidung", sowohl die des Halses als auch die eines Hau- ses aus harten Steinen bedeutet? Die El-Amarna- Tafeln kennen wenig- stens noch ein anderes Wort für ein Halsband mit Steinen, nämlich maninnu. S. hierzu die Bern, zu tikku = „Nacken" in Gilg. VI, 169 o. p. 176. Die Halsketten der IStar vielleicht die verschiedenen Parallelbogen des Regenbogens. Cf. Gilg.-Epos XI, 164 ff. o. p. 240 und den Schlussact der biblischen Sintfluterzählung. S. 84 f. Z. 51. Zu umta$i s. oben Z. 42. Z. 51 f. Zu dudittu mit dem Flur, dudinäti 8. ausser Delitzsch Handw. p. 211 Surpu (ed. Zimmern) VIII, 45 und Meissner Suppl. p. 31. Zu den dort cit. Stellen noch El-Amarna London 16, 41 hinzu- zufügen. Ein Brustschmuck der Frauen, (für Vornehme) auch aus Gold, Silber oder Elfenbein. Sein Determinativ isu = „Holz" dürfte zeigen, dass es auch wenigstens z. T. aus Holz bestehen konnte. Z. 54 + 57 + 60. Zu umtatf s. o. Z. 42. Z. 54 f. Der sibbu war ein „Hüften-, Taillentuch". So erklärt sich das Ideogramm mir, das er mit agü = „Kopftuch", „Turban", „Königs- mütze" gemein hat, und dessen sumer. Aequivalent a-gi (II R 34, 65), das hiernach natürlich mit aga = agü identisch ist. S. o. p. 30 f. Z. 14. Z. 60 f. Zu fubätu, auch = „Tuch", s. o. p. 80 Z. 10. Das subät bulti oder balti nach dem Vorherg. offenbar das einzige Kleidungsstück , das hier die Mar und nach Gilg. XI, 259 -f 268 Gilga- mis anhat, also etwa ein Hemd oder ein Tuch, das nur die Schamteile 398 S. 84 f. Z. 60—04. bedeckt. Dass buitu auch die Scham teile bezeichnet, das scheint Sanhe- rib Col. VI, 1, wonach buitu oder baltu allem Anscheine nach ein einzelner (hervorstehender) männlicher Körperteil ist , sicherzustellen. Somit könnte fubät bu(a)U% ein Tuch um die Hüften sein. Dagegen spricht aber 1), dass der Iitar nach Z. 54 f. bereits ein Hüftentuch (der sibbu) abge- nommen ist, und 2), dass sie nach Oilg. VI, 31 o. p. 168 wenigstens ein Hemd anhat. Demnach bezeichnet subät bu(a)lti vielleicht ein wirkliches Kleid und bu(a)Uu in dieser Verbindung vielleicht nicht lediglich die eigentliche Scham. Fraglos bastu und baltu = „Kraftfülle", „Ueberkraft", „Lebenskraft" und Dgl. S. Delitzsch Handle, p. 1 77 zu baltu y zu bastu = lik IV R1 57, 56, El-Amarna London No. 15 Z. 5, El-Amarna Ber- lin No. 72, 5 etc. (K. B. V p. 130 und 126 usw.), wechselnd mit kal-ga ss= dunnu (dannatu oder danänu) = „Macht", „Stärke" in El-Amarna London No. 12, 3 (1. c. p. 126) etc., und auch Kino Magic No. 19, 24. Vgl. Meissner Suppl. p. 22. Mit demselben Ideogramm lik geschrieben wird buitu, gewiss = bustu (Delitzsch Handw. p. 169), und man ist daher gegen Delitzsch geneigt, für beide Wörter denselben Stamm anzuneh- men. Indes ist bustu an den 2 von Delitzsch gen. Stellen doch mit diesem wohl fraglos = „Scham", „Scheu" und buitu an den ebendort gen. Stellen wohl dasselbe, wenn es auch nicht ausgeschlossen ist, dass es hier die Bedeutung von baltu hat. Da für BAL-to auch buitu gelesen werden kann, so bleibt die Möglichkeit, dass an verschiedenen für baltu in An- spruch genommenen Stellen buitu mit der Bedeutung „Kraftfülle4' einzu- setzen ist. Unter allen Umständen halte ich bastu-baltu für verwandt mit buUu-bultu. Beachte arab. ~+&* 1) = „leben", 2) = „sich schämen". Das Blut im Gesicht ein Symptom des Lebens und der Lebensfülle wie der Scham. Z. 63. ullänu eig. „die ferne und fernste Vergangenheit", „der Anfang der Zeit", nach seiner Etymologie wohl eig. „Eingang" (cf. syr. b£ und arab. j^); Oppositum und dann auch Synonym säti, zunächst = „ferne Zukunft", eig. = „Ausgänge", Plural von sUu. Also = „Anfang". Somit is'tu ullänu(mma) = „von Anfang an", „gleich Anfangs" und als Conjunction „sobald als". Darnach unten Rev. Z. 6, Gilg. X Col. VI, 82 und XI, 163 -h 171 (s. o. p. 228 p. 240 u. p. 242) zu verstehen, fer- ner III R 65, 7—25 + 31 (wenn ein Weib gebiert und sein, nämlich des Neugeborenen, Kopf von vorne herein voll grauer (weisser) Haare ist . . .), gegen Delitzsch Handw. p. 65. Darnach — in Uebereinstimmung mit Delitzsch — auch an unsrer Stelle. Aus der Bedeutung „vor (Jeman- dem)" für ullänu entwickelt sich die weitere: „ohne Jemandes Hülfe". Vgl. Delitzsch 1. c. Z. 64. Ein ra'äbu mit der Bed. „toben" u. ähnlich ist mir gegen Delitzsch Handw, p. 601 zweifelhaft. Von dessen Synonymen in II R 35, 33 ff. ist uggatu = „Zorn" fraglich, mamlu sonst ein Adjcctiv, das wegen seines Ideogramms „massig" u. Dgl. heissen muss, a\p)ajiru sonst nicht S. 84 f. Z. 64-8. 86 f. Z. 2. 39Ö bekannt, und ummulu, dessen 4tes Synonym, könnte nach V R 47, 29 z. B. „zusammengeschrumpft", „ausgemergelt" und nach IV R* 55 [60], 10 allerdings dasselbe, aber möglicher Weise auch das Gegenteil bedeuten. Also absolut keine Sicherheit. Eine Wurzel r-J-b(p) liegt Haupt A. S. K. T. 83, 25 (II R 17) vor in ra-ib(pytum , mit leider unbekannter Bed. und mit dem Ideogramm „Wolle" oder „(graues bez. weisses) Haar" + „schlagen". In No. 71 Z. 6 bei Knudtzon Gebete steht nun aber ra'b(p)u zwischen iabsu (= zornig) und uUuiu (= „betrübt", „verdriesslich" oder ä.) und in einem mir von Zimmern mitgeteilten unveröff. Text K 2764 ra'bäku zwischen uSSusäku („bin betrübt" oder ä.) und zinaku (= bin zornig). Also dürfte ra'äbu etwas wie „zürnen" oder „betrübt sein", somit, weil wegen Z. 41 o. wohl das Gegenteil von $adü, Letzteres bedeuten. Das passt auch V R 47, 29, wo ummulu, das Synonym von ra'äbu, sehr wohl „traurig", „finster", „verdriesslich" oder Dgl. heissen könnte. Z. 68. idilu - uddulu sonst nur = „zuriegeln", „verriegeln". S. 86 f. Z. 73. Oder besser: Krankheit des Inneren auf ihr Inneres. Z. 77. Zu pürti und nicht bürti 8. o. zu p. 40 Z. 28. safrlu bez. sabfuQ) und asru bekanntlich Synonyma (mit der unge- fähren Bedeutung „demütig, ehrfurchtsvoll"). Also scheinen die paralle- len Verba isaf}bit{tyd) und uiara an unsrer Stelle mit jenen Adjectiven verwandt, scheint somit iäabü(t) zu lesen zu sein. Ein safrätu mit t nun frag- los = „bange sein" (Delitzsch Handw. p. 651). Also vielleicht, eigent- lich = „sich ducken" und darum hier sich „niederbeugen"? Andererseits aber Sabätu mit f = „bespringen" bei Zimmern Ritualtafeln p. 216 Z. 36 und dies wie äabäfu = „steigen" 1. c. mit t im Praet. (ufoittu), aber so- bätu = „bange sein" stets mit u. Somit spricht Mehr dafür , dass sa- £ö£u = „bespringen" mit Delitzsch (Handw. p. 649) eig. = „bestei- gen" und mit wurzelhaftem t zu sprechen ist. aääru primae w Synonym von safyäpu „niederwerfen", „nieder- strecken" ; tüsäru = labän appi = „das Flattmachen der Nase" = iiQ06xvv$ivy aber auch = siru = „Ebene", „Feld", gewiss als das „Platte". Also asäru wohl eigentlich „sich platt hinwerfen". Vgl. Delitzsch Handw. p. 247 f. Z. 78 f. Zu ardatum und ü(d)lu s. o. p. 60 Z. 6. Z. 1. appu heisst sonst nur „Nase" — auch in der Redensart appu labänu = „die Nase platt machen", indem man sich auf das Ant- litz niederwirft — , also gewiss auch hier. Zu arpu s. auch vv-pu = §u-su-bu bei Delitzsch Handw. p. 112 (wofür arpu zu lesen nach IV R2 28, 23 f. : Su-su-bu = itirup(b)) und K 890 Obv. 7 in Beitr. z. Assyr. II, 634. arpu, kaum arbu, wegen irpu, irpitu und urpatu = „Wolke". Z. 2. Zu karru s. zunächst Delitzsch Handw. p. 356 und, da Synonyma davon von der Wurzel '-r-s gebildet werden, unter dieser Wur- zel ib. p. 139 f. und m. Kosmologie p. 16 f. S. zu karru mit der unge- fähren Bed. „Trauergewand" (so auch Haeper an unsrer Stelle), „Büsser- gewand oder -tuch" namentlich V R 28, 10 (karru = subät otftri«, wohl 400 8. 86 f. Z. 2. = „Trauertuch") und o. p. 94 Z. 15 + 23 und p. 96, 6 , ferner Rm 2, 588 Obv. 6, wonach bar = baiämu auch = gar, da baiämu nach Winck- lee Altar. Forsch. II, p. 44 = sakjcü = pfc, andererseits, dass kar 1) = karru (IV R1 1, 10 f.), 2) = baiämu (83, 1—18, 1330 Rev. Col. IV, 22 in Proc. Soc. Bibl. Arch. Dec. 1888) , endlich karru = [iak(?)]ku V R 28, 29 hinter [subäf] adirti. Nach II R 7, 44 + 30, 23 befindet sich der (karru =) subäi ariiti — uräsu = urrusu „oben", nach II R 7, 37 -+- 39 wegen seiner mit sak = „Kopf" zusammengesetzten Ideogramme mit grosser Wahrscheinlichkeit am oder auf dem Kopfe (doch könnte in sak das assyr. idfcku = pfe, ein Synonym von karru stecken; vgl. sak mit hineingesetztem Mi = „dunkel", „schwarz" = adirtu, vielleicht das dunkle, n&mlich Tuch oder Kleid, zu subät adirtu(i), dem Synonym von karru) ; nach II R 47, 16 wird der karru gebunden (sumer. kisda = „binden"); und nach II R 20, 42 ist er — falls dort sik + dil mit der Glosse mu- ud-ru = agü — = agü, d. i. nach o. p. 349 u. ein, vielleicht um Kopf oder Taille gebundenes Tuch. Vgl. auch in Z. 22 von II R 47 die Glosse kisda = ag% iarrüti „Königsmütze" zu musir-kiida in Z. 16 ibid. und V R 46, 47: musir-küda = nlru raksu = „gebundener niru", sonst = „Joch" und wohl auch „Halskette". Nach einer Stelle bei Winckler AUor, Forsch. II, 28 bezeichnet idiku die Art, wie man den basämu, und nach Nabofolassar edd. Strassmaier und Hilprecht III, 1 k(fc)anänu die Art, wie man den tidiku anlegt oder festmacht; k(k)annu aber ist nach p. 365 oben eine um die Taille gebundene Schnur. Nach II R SO, 2 hat der basämu ein ilitum d. i. einen „oberen" Teil, der aber nach dem Ideogramm (gar-ki-guba) unten zu sitzen scheint, und nach II R 62, 61 f. (s. ib. Z. 63 und II R 30, 3) einen unteren Teil, iapütum (s. auch De- litzsch Handtc. p. 680), der nach dem Ideogramm (oben oder) auf dem Nacken (tik) zu sitzen scheint. Wenn dann »akku, das Synonym von baiämu und karru, auch ein Getreidesack ist, scheint das Trauerkleid in einem Sacktuch oder Sack bestanden zu haben, das über den Kopf ge- worfen und um die Taille herum mit einer Schnur festgebunden wurde. Für Letzteres spricht auch die Sitte der Hebraeer, die den pte um die Hüften banden. Möglich, dass inguru, nach V R 28, 33 = karru und [iak(?y]ku, dies für die Assyrer beweist, falls es nämlich zu n^H = »>um~ gürten" (auch vom pfO gebraucht) gehört. — Nach Sargon Annalen Z. 201 wird aruitu „hell oder glänzend" gemacht, nach IV R* 4, 41 u. 43 soll der musir = ruiiu (= urrusu: V R 11, 49) erglänzen wie lauteres (rei- nes) Silber, nachdem er offenbar vorher schmutzig gewesen ist, und wie abgewischtes (poliertes) Kupfer abgewischt (poliert) worden (vgl. V R 47, 28), und nach Knudtzon Gebete II p. 38 ff. gehört es sich, dass des Opferschauers Kleider nicht arSäti sind. Also dürften das subät ariiti und damit der karru in der Regel schmutzig gewesen sein. Dazu doch wohl mariu = „schmutzig"? Vgl. amurrikänu = „Gelbsucht" = TlpT* neben arku (o. p. 380) und "plÖmB = (tc)arju 8(i)amnu. Dass hier dasselbe Wort malü vorliegt, das Delitzsch Handw. 8. 86 f. Z. 2— 11. 401 p. 411 zweifelnd mit „Beule", „Geschwulst" übersetzt, ist sicher. Vgl. diese Stelle mit o. p. 94, 15 f. : [. . . ma(?)]-J[a](?)-a(?) \u\Sti88i8u karra [uäctfbas$u(?) . . . ; K 8743 (s. p. XVIII der Vorbemerkungen) : ]malä ul- tasüsu [..].. karra ultappi[ssu] ; o. p. 138 Z. 41 f. : usassä mala pagars[a] (= hab' ihren Leib malü tragen lassen!) altabbis(ma) maiki JkaZ(wenn nicht lab)bimma (hab' sie mit Hunde-(wenn nicht Löwen-)haut bekleidet) und o. p. 248 Z. 252 f. : iktasü malü pagarsu tnaskü uktattü dumulc sirisu (vgl. ibid. Z. 255 ff. und S. 226 Z. 32). Diese Stellen scheinen insge- sammt Protest gegen die herkömmliche, auch von mir, wenn auch mit Skrupeln, für unsre Stelle aeeeptierte Deutung einzulegen und zu zeigen, dass malü etwas Aehnliches wie karru (Trauergewand oder Trauertuch) und masku = „Haut" bedeutet, zugleich auch, dass masku an den letzt- genannten Stellen = „(Tier)haut" oder „Fell", nicht etwa eine „Haut- krankheit" (wie noch Delitzsch Handw. p. 431 annimmt). Dann ver- stände es sich, warum malü, wie sein Synonym uplu (ublü) (also auch dies nicht mit Delitzsch 1. c. p. 7 vielleicht = „Beule", Geschwulst"), bei Haupt A. S. K. T. 86 f. (II R 17) Z. 63 = sik (= Wolle, Haar) + dub ist und hinter allerlei unangenehmen Dingen vor einem alten Schuh er- wähnt wird, malü wäre also nach den oben citierten Stellen ein Klei- dungsstück des Trauernden und des Verkommenen, das dieser ausser dem Fell oder der Haut, also darunter getragen hätte. Qügamis erhielte dann nach o. p. 248 Z. 265 ff. für die abgelegten Häute wohl ein neues Kleid , während seine Kopfbinde „erneuert", aber nach Z. 264 1. c. das malü genannte Kleidungsstück weiss gewaschen würde. Vielleicht wäre deshalb malü ein schmutziges Kleid oder Tuch. Das sik = „Wolle, Haar" in seinem Ideogramm Hesse dann darauf schliessen, dass es aus Wolle oder Haaren bestand. Nun werden aber die mali des Gilgamis in (Ttty-Epos XI, 264 ff. , nachdem sie gewaschen , garnicht mehr erwähnt, wogegen dort von seinen Häuten gesagt wird, dass sie in's Meer gewor- fen werden. Ob also die malt durch das Waschen verschwinden? Wenn sie dann ein Symbol der Trauer und Zerknirschung sind, möchte man darunter durch aufgestreute Asche oder Erde gebildeten „Schmutz" ver- stehn. Dazu könnte das dub in ihrem Ideogramm (sik-dub) gut passen; denn ein dub bedeutet auch s'apäku = „hinschütten" vom Staube, Erdstaub. Was soll aber dann sik, sonst = „Haar, Wolle", bedeuten, da die mali ja vom ganzen Körper, nicht etwa nur vom Kopfe getragen werden? Falls eine unsrer Erklärungen von malü richtig ist, gehört es wohl zu malü = „voll sein". Auch für das mit einer Hautkrankheit Behaftetsein wird ja malü gebraucht (Zimmern Rüualt. p. 118, 32). Z. 4. dimä- Dual: 2 Tränenströme der 2 Augen. Z. 6. Zu ullänumma s. o. zu p. 84 Z. 63. Z. 7—10. S. Z. 77—79 o. Z. 11. Zu zikru in Verb, mit banü 8. Gilg. I, H, 31—33 und H, v, 44 o. p. 120 u. 142. Das „im Herzen (1. dafür nach p. 316 f.: Innern) Schaffen bez. Bilden des zikru" geht nach unsrer Stelle und Gilg. I, n, 33 dem Schaffen voraus, bedeutet also „mit der Phantasie im Geiste schaffen" Jauen, Mythen u. Ep«n. 26 402 8. 86 £ Z. 11—8. 88 L Z. 26. and zikru demnach das entworfene Bfld. Da es nach Güg. II, v, 44 auch von einem Flosse gilt, kann es nicht „Mann" heissen, sondern mnas all- gemein „Bild" bedeuten oder nach Güg. I, n, 31 — 33 , wonach ia-6om(?) wohl ein zikru des Gilgamis und des Anu, des Himmels- und daher (!) Kriegsherrn, „Ebenbild". Vermutlich steht es in dieser Bedeutung auch Maklü U, 125 (Girru, der Feuergott, das Feuer, darnach das Eben- bild, Abbild der Götter) und in K 128 Obv. Z. 12 (in m. Kosmologie p. 472: Darnach der kakkab-mtin das Abbild des Nimb am Himmel). zikru = „Ebenbild", „Bild" gewiss zu zikru = „Name" : Der Name einer Sache und einer Person ruft deren Bild in uns hervor. Oder, was damit verwandt ist: Mit dem Namen werden diese wie mit deren Abbild darge- stellt, mundlich und in Stein und Ton. Dgl. mag die Verbindung herstellen. Z. 12. Zu assinnu s. o. zu p. 58 Z. 16. Z. 13. Zum „Setzen des Antlitzes" s. o. p. 66 Z. 21. Z. 16. Zu libbu und kabittu s. o. p. 316 f. Z. 17. D. h.: „lass sie schwören bei". 8. 88 f. Z. 18. Zu iafcü = „hoch sein" vom Haupte s. Delitzsch Eandxc. p. 684. Vgl. rksän ilätum = „von hohen Häuptern" II R 30, 14 ff., Asin üiätim in d. Inschr. Samsuiüjna's IV, 16 (s. K. B. III, 132), parallel mit [rtyätitn u fr[u]<2 libbim (= Jauchzen und Freude). Also „die Häup- ter hochhalten" wohl vom Frohen, Mutigen und Stolzen. „Haupter" (Dual !) für „Haupt" nach p. 337 o. — Eine an und für sich mögliche Lesung iuktn (könnte „stelle hin" heissen) wäre keiner hier passenden Deutung fähig. Ein Intransitivum sukin, aber ohne risika, hiesse be- kanntlich: „falle demütig nieder". Zu uzna Sukun s. o. p. 80 Z. 2. Z. 21. UK(-aa) kann ideographische Schreibung für üda(~ga)y sün^sa) und utul(-sa) und phonetische für ur(-sa) sein, ur-ia bedeutete „ihre Scham" (o. p. 126 Z. 9 u. 16) und isda-sa, wie sün-ia und uiul-ia (o. p. 82 Z. 35), „ihre Beine". Beide Deutungen scheinen möglich. Die her- kömmliche Lesung sün-ia ist also ebenso wenig gesichert wie die her- kömmliche Deutung „ihre Lende" richtig. Am Wahrscheinlichsten „ihre Beine" zu übersetzen und sün-ia oder utul-sa zu lesen. Z. 23. Zur „grossen Verwünschung" s. o. p. 186 f. Z. 8 (5). Z. 24. Zu ipinnu bez. (isu) apin = ipinnu und nartabu = „Schöpf- werk" 8. Delitzsch Uandw. p. 618 unter nartabu, Hilprecht Babyl. Ex- pedition IX p. 40 Anm. zu Z. 2 und vgl. Delitzsch Handto, p. 114. Aber IV RJ 56 [63], 56 muss ein nart(d?)ab(p?)u eine andere Bedeutung haben. Eine Bed. „Eimer" für ipinnu, die ich einst annahm, ist nicht erweislich. Was die Speisen (Brote?) der Schöpfwerke sind, weiss ich aber nicht. Aus dem Fluss geschöpfte ekelhafte Speisereste? Oder keine Speisen? Z. 25. Ein frabattu (aus Stein) mit gutem Oel gefüllt El-Amama London No. 6, 24 + 50 in K. B. V p. 86. Also soll er, statt Wasser, nur Oel zum Trinken bekommen? Z. 26. Der Schatten (auf) der Stadtmauer & kein Schatten? 8. 88 1. Z. 27—34. 403 Z. 27. Als die Steinplatte vielleicht die Schwelle einer Tür oder eines Stadttors zu denken. Die Steinplatte soll wohl sein Sitz sein, weil hart, oder seine Wohnung, weil eine St. keine W. ist. Z. 28. Es giebt ein z{s)amü, von einer Stadtmauer gesagt (Züricher Vokabular Col. IV, 24). S. dazu K 4256 Obv. (Meissner Suppl p. 10 h.) und II R 48 e f 56 ff. , wo z{s)amü hinter sippu = „Schwelle" erscheint bez. zu ergänzen ist. Dies hier anzunehmen verbietet das f. limbasu. Da sakru u $amü gelesen und dies „der Trunkene und der Durstige" heissen kann, wird zu erklären sein: „Der Trunkene und der Durstige mögen deine Utu schlagen". Zu lit-ka vgl. ana Ut \Jt -napistim = „zur Utu des \jT-napi§tim" Gilg. IX Col. I, 6 o. p. 202 und ana Ut a^ätisa (= „ihrer Schwester" ; vom einen Auge im Verhältnis zum anderen) Additions zu IV R 29* 4 G Rev. Col. I, Z. 19 auf p. 8 hinten. Darnach ana Ut Soviel wie „zu hin", also Soviel wie ana allein. Vgl. ina Ut Istar o. p. 114 Z. 12. Hiernach befindet sich die Utu anscheinend an oder bei einer Person. Nach K 2148 etc. Obv. 19 und Rev. 23 (Z. f. Assyr. IX, 121 u. 123) ist Utu ein Körperteil eines Gottes, also wohl auch eines Menschen, und nach Surpu III, 30 auch der eines Tieres und zwar ein äusserer, da man ihn schlagen kann; nach Gilg. VIII, Col. V (VI), 7 u. 14 (o. p. 198 ff.) und Parallelstellen (Dual Uta-, Uta-) ein paarweise vorhandener. Also kann das Wort kaum etwas Anderes als die Beine oder auch specieller die Hinterbeine oder den Hintersten allein bezeichnen. Das stimmt nun zu- nächst sehr gut zu Winckler Altar. Forsch. II, 32, 31 (tadä Utka = „warfst deine Beine hin" = „warfst Dich nieder"), ferner aber zu dem Ideogramm ur für den Utu (oder Utu bez. Udu) einer Stadtmauer (Haupt, a. s. k. T. 120, 13 f.), da ur ja auch das Ideogramm für isdu, isda- isdä- = „Fundament" und „Beine" (s. o. p. 337). Bei dieser Bedeu- tung versteht sich nun auch, dass ana Ut Soviel wie ana allein ist : Wer zu den Beinen Jemandes hingeht, geht zu ihm selbst hin. Gewiss ist Uta = „Beine" dasselbe Wort wie Utu =* „Kraft", „Stärke". Die Beine sind als die den übrigen Körper tragenden dessen Fundament (i$du\) und darum seine „Stärke". — Warum sollen sie gerade Trunkene und Durstige schlagen ? Vgl. p. 188 f. oben. Z. 31 f. Schlagen und Klopfen, um Lärm zu machen und die Anun- naki (s. zu o. p. 228 f. Z. 35 ff.) herauszubringen. Z. 32. zu'unu nach Sc 292 = tak, welches auch = mafyä$u. Also hier wegen Z. 31 gewiss za'ina als Imperativ davon für regelrechtes euHna aufzufassen. S. o. p. 90 Z. 48. Anders Delitzsch Handto. p. 565, der hier ein, indes nicht festzustellendes, Verbum yij = „zerstören" an- nimmt. Z. 33. kus8ü auch = „Stuhl" schlechthin. Z. 34. ina ma^ria = „von mir weg", nach Jeremias am o. p. 80 in Anm. 1 cit. Orte, falls in Z. 38 und ff. die Ausführung des in Z. 34 Befohlenen erzählt wird. Möglich aber, dass „(nimm sie mit) vor mich hin" zu übersetzen ist und die Erzählung auch zwischen Z. 38 und Z. 39 26* 404 8. 88 f. Z. 34— S. 90 f. Z. 51. eine Lücke hat, also dass Etar vor ihrem Austritt aus der Unterwelt noch vor Ereskigal gebracht worden wäre, ina ma^ria mu&ste nach Je- bemias eigentlich „von vor mir44, „von Angesichts meiner44 heissen. Aber „vor44 bez. „Angesichte44 der Ereskigal befindet sich War in der Unter- welt doch eigentlich nicht. Z. 36—38. S. Z. 31—34. Z. 39—8. 90 Z. 45. S. o. p. 82 ff. Z. 42— «0. 8. 90 t, Z. 45. Hierhinter scheint eine Locke in der Erzählung zu sein, in der etwa zu ergänzen wäre, dass Iitar im 7ten Tor, bevor sie es verlassen hat (Orpheus and Earydice!), zurückgehalten wird, vielleicht weil Ereskigal mittlerweile anderen Sinnes geworden ist. Aber wer redet in Z. 46 ff. ? Ia(?) zu dem inzwischen freigelassenen Asü(?)sunamir9 der ihm von dem Geschehenen Mitteilung gemacht hat? Z. 11 ff. o. ! Z. 47. ana fuhrt hier den Akkusativ ein. S. p. 331. Zu batnir s. o. zu p. 6 Z. 31. Statt „Buhle ihrer Jugend" eig. „ihr Buhle der Jagend44 d. i. „ihr jugendlicher Buhle" zu deuten ? Vgl. Chüg. VI, 46 o. p. 168. Z. 48. Zu ramäku 8. o. p. 48, 18. Zur Form rammik für rummik s. o. p. 88 Z. 32. Zimmern spricht die Vermutung aus, dass der wagerechte Keil hin- ter fäbu nach IV B der Anfangskeil von si§ = pasäsu = „salben" ist. Z. 49. bwiü eig. das „(schrecklich) strahlende". Z. 50. Zu sambäti s. o. zu p. 62, 6. lind'a zu pfi? Oder vielleicht zu nVu oder n?ü = „zurückwei- chen", „zurückgestossen werden", und dann würde die Aussprache n?ü statt ni'u wahrscheinlicher. Aber was wäre dann hier der Sinn? kabittu = „Bauch" nach p. 316 f. Z. 51. Büüi anderwärts als Gattin Alald's das passive, weibliche und irdische Princip der Welt im Gegensatz zum activen, männlichen, himmlischen (s. m. Kosmologie p. 225 u. 272 ff.). Hier als Schwester des Flötenspielers Tammüz, des fröhlichen Gottes der Frühlingslust und Früh- lingspracht, vielleicht eine Göttin des regungslosen, finsteren Todesschwei- gens ? In II R 60, 27a + 26b - wird eine Göttin B(P)ulala als Königin von pa-an genannt. Ist das unsere Bili(()li? Aus Bulalu konnte laut- gesetzlich Bü'ilu werden. Cf. pitiku für *putäku etc. B{P)ulala ist Königin der Stadt pa-an ; sumerischem pa-an entspricht im Assyr. parsu ; Par oder Tarn oder Lab oder JJi8-8u(ü) ist wohl ein Name des Totenreiches und BUili wohnt wenigstens darin, und vielleicht wird ein pa-an = parju als ein Teil des Totenreiches oder dieses selbst in Z. 54 gerade in Ver- bindung mit ihr genannt. Darum scheint die Gleichnng Bilüi = BukUa nicht unmöglich. Mit dem elamitischen Gottesnamen BÜala-Büala dürfte aber der andere Name nur zufälliger Weise ungefähr übereinstimmen. Stellen für iukuttu s. bei Delitzsch, Handw. p. 660, der das Wort indes mit „Ausrüstung", „Prunk" übersetzt. Aber IV R* 28, 25 f. (vgl. 23 f.) und Sm. 954 Obv. 19 f. zeigen , dass sukuttu eig. das „Hingelegte" S. 90 f. Z. 51—8. 92 f. Z. 3. 405 ißt , und zwar wegen dessen Ideogramm gil-sa, das auch = därätu d. i. „(ferne) Zukunft", „das für die (ferne) Zukunft Hingelegte". Also = „Schatz " und daher ist es kostbar und steht im Parallelismus und in Coordination mit makkuru (s. ausser den Stellen bei Delitzsch auch Beitr. z. Assyr. III, 236, 86; Reisner, Hymnen p. 61 Z. 22 ff.; 84, 9). Z. 53. Zu ikkülu s. o. zu S. 44 Z. 3. Darnach hier wohl von den Flötentönen des Tammüe. Zu sukuUu 8. Z. 51. Z. 54. parsu nach meiner früheren Ansicht von zwiefacher Bed, ( 1) = Gebot, 2) = Gemach). Derselben Ansicht sind Meissner und Rost (Bauinschriften Sanherib's p. 18 f.). Aber nach Delitzsch , dem ich mich mit Reserve anschliesse, liegt an allen von diesen Gelehrten gen. Stellen nur parsu = „Gebot" vor, und pa-an-pa-an = parakku II R 35, 15 beweist wegen des sumer. pa-an = parsu nicht für's Gegenteil, da pa-an-pa-an nach der Anlage des Vokabulars , in dem es genannt wird, ein assyr. Wort ist, also panpan, nicht aber garza-garza zu sprechen ist. Allerdings giebt es ein par-?u = par-pu-u als Name für Grab oder Unterwelt, welches eigentlich „Kammer" oder „das Kammerige (sc. Haus?)" bedeuten könnte. Aber dafür steht die Lesung nicht fest. S. zu o. Z. 51. Z. 55. fyabälu nach seinem Ideogramm nam-tik-ak-a ein Synonym von dullulu = „fürchten machen" oder „plagen", „Mühsal oder Schmer- zen verursachen" oder „schwächen" (s. o. p. 352 zu dalcdu), fyibiltu steht im Parallelismus mit insütu „Schwäche" (Delitzsch Handw. p. 267) und fyubbulu mit ulälu „Schwächling" und insu mit gleicher Bedeutung (Z. f. Assyr. IV, 30, 21), also fyabälu etwa = „hart mitnehmen", „zusetzen", „plagen", „Abbruch tun", nicht gerade „ruinieren". Z. 56 f. -ni in illanni möglicher Weise Pronomen suff. der ersten Person. Dann: „Wann . . mir spielt". Zu der auf p. 91 in der Ueber- setzung vertretenen Ansicht s. p. 92 Z. 20. Z. 56. Lazurstein und „Graustein" auch z. B. o. p. 142 Z. 47 f. u. p. 208 Z. 48 u. 50 zusammengenannt. Die Etymologie, wonach der sämtu-Stein ein „Grau- bez. Braunstein" wäre, ist unsicher. Es scheint damit der Malachit gemeint zu sein. S. mutatis mutandis Jensen in Z. f. Assyr. X, 368 ff. Z. 58. Bilili fürchtet die Auferstehung der Toten in Folge des Flötenspiels (Orpheus) und daher Vereinsamung im Totenreiche. Als Schluss dieser Erzählung lässt sich wohl ergänzen, dass EreSkigal in gleicher Besorgnis für das Schweigen des Tammüz die Istar losgiebt. (Orpheus und Eurydice). S. 92 f. Z. 3. Weil ein „weites Ohr", „grossen Verstand". usurtu von isiru = ■tf* „ein Bild von Etwas machen", „zeichnen", daher „Bild, Zeichnung", auch die magische Figur (in's Aramäische hin- übergegangen und dort zu fetmiX geworden), nach verschiedenen Stellen ein Synonym von itmtu. S. z. B. Craig Eelig. Text* I, 75, 16 ff., wo [*i]ffiä- tum iämu || mit usuräti ussuru und [8i]mat balätu mit [u]surat baläfu, 406 S. 92 f. Z. 3—10. Salmanassar Monolith Obv. 1 f . , wo musim iimäti mit musir isurät [Samt u ir?itim](-tim) verbunden, Reisneb, Hymnen 119, 27 n. 29, wo bU parsika (das Haus deiner Gebote) parallel mit al (Stadt) usuräüka. Zu beachten auch, dass dieselbe Mami-Bilit, die die „Gestalten" (usuräti) der Menschen gestaltet, als solche das „Schicksal" bildet (o. p. 228 Z. 37 und p. 286 Z. 11 ff.). Darnach usurtu, weil = „Bild", auch das im Geiste Vorgebildete und daher das Beschlossene, von Allem, was noch nicht ist, aber werden soll. Vgl. unser Idee aus \Öea und das oben p. 302 ff. zu mummu Bemerkte. Diese Bedeutung des Wortes usurtu kann auch an unsrer Stelle vorliegen. Dann zu erklären : die Schicksale des Landes zu offenbaren. Widrigenfalls wüsste ich mir nicht recht zu helfen. Auf Entdeckungsreisen des Adapa kann sich der Ausdruck doch wohl kaum beziehen. Z. 4. därü an und für sich nur = „in (ferner) Zukunft gesche- hend, vorhanden", „bis in (ferne) Zukunft dauernd", aber weiter wohl auch = „ewig". So dann wohl auch hier. Doch ist das nicht sicher. balätam därä, das sich der König Nebukadnezar ausser Sättigung mit Lebensfülle oder Dgl. wünscht, bei Nebukadnezar (Borsippa n, 20 und I R 52 No. 4, Col. II 16) kann jedenfalls Nichts mehr als ein sehr langes Leben bedeuten. In andern Texten gehen seine Wünsche jedenfalls nicht darüber hinaus. Möglich, dass den Babyloniern ein „ewig" in unserm Sinne garnicht geläufig war. Man beachte übrigens , dass an unsrer Stelle nicht balätu därü , sondern napistu däritu steht : balätu ist das „Lebendigsein", napistu aber der „Lebenshauch". Nach babylonischer Vorstellung hört das balätu auf, wenn sich im Tode die napistu von dem Körper trennt, besteht aber die napistu auch nach dem Tode als ikimmu weiter. Vielleicht ist das für ein Verständnis unsrer Stelle wichtig. Zu Weisheit und Leben vgl. die beiden Bäume im biblischen Pa- radiese. Z. 5 + 7. Zu ap(b)kallu s. o. p. 320. Z. 6. Zu rid-di, falls so zu lesen, s. Nabonid Stele IV, 39, wonach lä äfyiz rida\tt)i wohl = „der keinen Verstand besass". Also Adapa die personifizierte eoyiul Vgl. rit( allerdings wohl mit der Lesung kiOb)- GAL = kisibkattum vor apkallum V R 13, 34 u. A. Z. 7. Zu iumsuku s. o. zu p. 72 Z. 14. Z. 9. Zu paslsu s. o. zu p. 48 Z. 18. Z. 10. Zu nubatimmu s. Zimmern in Z. D. M. G. 1899 Z. 115 ff. So gesichert mir mit Zimmern 1. c. ein Zusammenhang des assyr. nufra- Ummu mit syr. bez. aram. fctfQinns erscheint, so möchte ich doch ver- muten, dass nubatimmu zum Mindesten nicht einen „Bäcker" schlechthin bezeichnet. Denn 1) ist das Ideogramm mu für ihn nicht auch das für ipü = „backen"; 2) hat der mu des Tempels (t)s\s)akkila nach II R56, 16 den Namen Minä-ikul~bUi d. i. scheint's „ Was-h a t-mein-Herr-gegessen ?". Wer kraft seines Amts oder bei Ausübung seines Berufs so fragt, ist ein Arzt oder ein Verkäufer, der den Preis für von ihm gelieferte Speise einfordert, und nun folgt 1. c. ein Minä-isti-biU = „Was -hat(?)- mein- 8. 92 f. Z. 10—13. 407 Herr-getrnnken?" und darnach ein JfufctJ-ro* -?-?-£(<*>' (lies &a-to-f» » des Lebens? Aber das scheint nicht dazustehn), d. i. „Einer, der Wasser des . . . darreicht oder hält", und ein Nädtn-mi-gäti d. i „Einer, der Handwasser giebt" (vgl. dazu Z. 9 in unserem Text^, also 2 Beamte, die Wasser darreichen, und mu, das Ideogramm für nufatfimtnu, hat auch die Bedeutung „geben"! Hieraus würde man zunächst schliessen, dass der mu wenigstens auch ein Verkäufer oder Verabfolger von Speisen war. Nun möge man weiter wenigstens bedenken, dass Ninib, ein Gott des Ackerbaus, aber auch der Heilkunde, der „Ober-MU" beisst (II R 57, 73), und dass man sich ihn auf Grund hiervon jedenfalls eher als den Oberspeisen- oder Brot Spender, denn als Oberbäcker denken möchte — nach der Anm. zu p. 64 Z. 27 u. hätte auf dessen Amt eher Nusku Anspruch — , und dass in der Liste II R 31, No. 5 hinter dem Ober-MU und dem mu sofort der „Oberspeisen(brot)geber" folgt. Endlich giebt es nach Rm. 838 Rev. 16 (s. Delitzsch Handw. p. 459, mit Johns, gegen Meissneb Suppl p. 21 hinten) einen mu-bit-uzu(I) d. i. einen „mu des Fleischhauses" = nuhatim b%t na-as(z,s)-r%, und weiter nach demselben Texte bei Meissner 1. c. Z. 17 einen mu-lal-ku-ku — sa muttojbß, d. i. einen mu, der mit Honig, vielleicht aber nach den Stellen bei Delitzsch Handw. p. 436 mit Sü8srahm zu tun hat, also — lal = malü und iäfcalu — ihn wohl einfüllt oder zuwägt Wenn also ein mu einerseits wohl ein Arzt oder ein Verkäufer von Speisen ist, andererseits auch mit Fleisch und Honig oder Rahm zu tun haben kann, so mag er nur ein Bäcker sein — der Fleisch-MU wäre dann vielleicht ein Pastetenbäcker und der Honig-MU ein Conditor. Wahrscheinlicher aber scheint es mir, dass er ganz allgemein ein „Speisemeister" ist, vielleicht gar einer mit ärztlichen Funktionen, der als solcher darüber zu wachen hatte, dass Speisen und Getränke im Palaste und im Tempel bekömmlich und nicht gesundheits- widrig waren. In R 338 (s. o.) folgt nun der mu auf einen (Menschen)arzt und einen „Esel"- Arzt, und an unsrer Stelle scheint Adapa als nufra- timtnu wenigstens ausser dem Brot oder der Speise auch das Wasser von Iridu zu bereiten, wenn nicht auch die Tafel zu decken und für sie die Fische zu fangen. Das würde sehr gut zu unsrer Auffassung stimmen« Vgl. schon Jensen in Z. f. Keilschriftforschung I, p. 317 f. , wo sie aber nur mit unzulänglichen Gründen gestützt werden konnte. Z. 12. In der Uebersetzung fehlt irrtümlicher Weise am Ende der Zeile: täglich. Z. 13 f. Zu passüru = „Tisch" s. zuletzt Zimmern Büualtafeln p. 94. Vielleicht bezeichnet es nie eine „Schüssel", wohl aber nicht nur „Tisch*, sondern ganz allgemein Etwas und Alles, worauf man Speisen stellt, und daher einerseits auch ein auf dem Kopf getragenes Brett, andererseits eine auf den Fussboden gelegte Matte als Unterlage für Schüsseln etc. Hierzu das arab. j3, eine Platte aus Palmblättern? paisüru wohl für *pairu wie makkuru für *makru. S. passüru sa fatfcadi (II R 46, 45) und mis-g(lc)aggudü eig. = „Kopfholz" — ff(k)aggu4 Lehnwort 408 8. 9t f. Z. 13—16. aas dem Assyrischen, mit a vor d gegenüber a im Assyr., entsprechend dem o in Hp^tp — = paiiüru (II B 23, 18) , and andererseits Assab- haddon VI, 36 f. und ASSurbÄnaplu 3, 90 f., wonach man beim Essen ma paiiüru placiert wird, püru = paiiüru (II R 23, 27) erweist keine BedL „Schüssel". Denn püru bedeutet ja wohl auch „Stein", nicht nur „Schüssel41 u. &. (Reisneb Hymnen p. 60, 12). Bedenklicher aber ist bi-bur cL L „Wein(Rauschtrank)-BüR" mit dem Determinativ i$u = paiiüru (II R 46, 41) wegen des arab. .*3b> das auch eine grössere Schale für Wein bezeichnen soll. — d\t)is(i)kü = paiiüru (II R 23, 22) doch gewiss nicht = griechischem 8Co%og. Zum „Binden " und „Auflösen" = Decken und Abräumen eines Tisches s. Zimmern Ritualtafeln p. 94. Z. 15. mubfyuru eig. = „entgegen-, gegenüberstellen, -bringen". Hier scheint es „lenken" oder „rudern" zu bedeuten. Aber welche Brücke fuhrt zu dieser Bedeutung? Vgl. zunächst mabirtum als Namen oder doch Bezeichnung eines Schiffes (in K 4378 Col. VI 11 f.) = (gii)ma- GAB-ru-tik und (0M ) m a-gab-ri-a-ni \ II R 27, 43 -f 46: (gis) Wagen-sV^» = „mabäru, von einem Wagen" und ru-tik, dass., von mdfjirtu gesagt ; II R 80, 8 f. : (gis) twa-RU-RU-TiK = iäkü (sonst = hoch sein) , von einem Schiff, und a-RU-TiK-KU-MAL-MAL, dasselbe, von mafcrtu geltend; ru-tik = nakäru, das auch = nitn = Uü — „hoch sein", (II R 24, 36 f.) und ru-tik = üü (II R 62, 59) ; endlich gi = mafyäru (II R 36, 21 f. und IV R* 10, 50 f.), während gi auch „wenden". Darnach scheint mo&ön«, wenn von einem Gefährt geltend, eig. entweder „in die Höhe bringen " oder „wenden" bez. „lenken" zu heissen. Die erste Bed. wäre in Verb, mit „Wagen" unverständlich, könnte allerdings in Verb, mit einem Schiff Soviel wie „flott machen0 oder „auf die hohe See, oder auf's Wasser bringen" besagen. Eher daher = „lenken", „steuern" oder wegen der Grundbedeutung von mdfyäru = resp. „ gegen den Feind" bez. „gegen die Wellen richten , (auf den Wellen ; §akü !) fahren lassen11, muföuru bei Tiglatpileser III Thontafel Rev. 23 hilft uns nicht. Denn dort kann tnuftfruru allerdings „richten", „wenden", indes auch „gegenüber an- bringen" heissen. Aber gab- gab = turrusu (V R 50, 17 f.) gegenüber qab-ri = mafyäru etc. kann für eine „Bedeutung" „richten", „lenken" sprechen, zumal gab auch = dakü und pifrü, vielleicht = „lenken", von einem Schiff. S. sofort die Bern, zu dakütu. da(ä)kütu von däku = „töten"? Dann = „das Schlachten"? Oder zu dakü-dikü es „stossen", „treiben", und zwar hier von dem Wilde — = Jagd — , oder von einem eben genannten Schiff, also = „rudern" oder „vorwärts stossen"? Vgl. gab = pifyü (II R 11, 45) und = dakü (II R 27, 17), da jptftu vielleicht = „lenken" vom Schiff (o. p. 236, 95). Durch Rudern und Stossen wird ja das Schiff zugleich gelenkt. Eine Form dakütu würde sich zu der bezeugten Form dikütu = das „Inbe- wegungsetzen" wie tabu zu tibü usw. verhalten können, dikütu natürlich — gegen Delitzsch Handw. p. 216 — wegen des Infinitivs dikü eine Bildung mit dem Suffix -ütu} keine Form fCUu oder filatu. 8. 92 f. Z. 17—18. 409 Z. 17. ma-a-a-lu, vielleicht = maya(ä)lu, jedenfalls natürlich von der Wurzel bKD-nf/u = „ruhen", „sich znr Ruhe, sich schlafen legen", für urspr. *manha(ä)lu und nicht von der Radix y*Q oder blfc (so De- litzsch Handw. p. 406), betrachtet man durchgehends als ein Synonym von inu = „Bett". Und in der Tat wird in einem Vokabular (II R 23, 52 + 55) iriu als ein Synonym von ma'((y)a(ä)lu = ki-na sicher jedenfalls auch, wenn nicht nur, ein „Ort, Raum zum Ruhen, Schlafen", also eine Schlaf- kammer, ein Schlafraum u. Dgl. Möglich, dass es auch = „Schlaf- stätte" im Sinne von „Bett" oder dass es 2 Wörter ma-a-a-lu, eins mit langem und eins mit kurzem 2tem a, gab. Dafür spricht die oben er- wähnte Gleichung iriu = ma-a-a-lu. Indes wissen wir ja, dass die Assyro - babylonier es in den Vokabularen mit ihren Gleichungen nicht so genau nehmen. Z. 18. Nach o. p. 268 Z. 8 scheint der Himmel ein iigäru von Lazurstein genannt zu werden. Also dürfte iigäru auch allgemein = „Bau" oder speciell = „Gewölbe", „Wölbung", „gewölbter Bau" sein. Vgl. o. p. 40 Z. 17 und den Commentar dazu. Darnach ügäru eines Gottes — 8. K 2022 Col. I, 45 — ein von ihm bewohnter Tempel oder Raum? S. dazu Beitr. z. Assyr. II S. 260 Z. 4, vielleicht etliche der bei Delitzsch Handw. p. 640 genannten Stellen und Meissner Suppl. p. 92, wo sigäru mit „Adyton" übersetzt wird. Darnach könnte Delitzsch mit seiner Deutung „Käfig" für iigäru Recht haben. Somit iigäru 1) das Verschliessende, d. i. „der Riegel", und 2) das „Verschlossene", d. i. der Käfig und das Adyton? Welches von beiden liegt nun hier vor? aiäru nach K 7331 Rev. Z. 6 (Meissner Suppl S. 13) = igi-gab- ag-a = „Augenöffnen machen", und igi-gab = „sehen". L. c. steht dessen Particip in einem Fach mit pähidu = „Aufseher1* zusammen und nach K 4587 Obv. 6 (Meissner 1. c.) ist pakädu = a-ia-[, d. i. doch ge- wiss = aiä[ru]. Also aiäru statt = „begnadigen" (Delitzsch Handw. p. 148) gewiss = „Acht geben auf. S. hierzu ferner Craig Relig. Text 8 I, 10, 3; II, 18, 28 (vorherg. sänikat von sanafcu, einem Synonym von 410 ' 8. *2 f« Z. 18—20. pakädu, und ri'äta zu rf ü = Hirte) ; JJeür. *. Assyr. m, 228 Z. 9 (ä&r ]j j?ä$tä); Jfec. de travaux XVI, 177 Z. 4. pakädu betest weiter auch „auf- bewahren" und ist so auch ein Synonym von sanähu, etwa = „ein- schliessen" (Delitzsch Handw, p. 504). S. K 4687 Obv. 7 bei Meiss- ner Suppl. p. 13: pafrädu = sanä[kü\ und die Gleichung asäri == sa- näku bei Delitzsch Handw. p. 148. Darnach auch sutisuru bei San- 3ERIB Col. VI, 28 im Parallelismus mit pakädu und sanafcu zu unserm asäru. Dazu natürlich dann auch isura bei Sanherib V, 30, täsur in IV R* 30, 4 (par. pabrukal) und innissiru in IV R 33, 46 (wogegen Reisner Hymnen 1, 14 natürlich nicht anzuführen ist). Möglich das* a(t)sirtu = „Tempel" dazu zu ziehen (s. o. zu p. 72 Z. 21), sowie is(fr)t(a)r- tu = Igigi (K 2100 Col. IV, 5), das dann etwa „Versammlung" und Soviel wie pufyru (o. p. 36 Z. 23) bedeutete. Was Delitzsch also von Verbalformen unter 2 Verben ntifct anführt, ist z.T. unter eine Rubrik zu bringen, und dieses asäru heisst zunächst „Acht geben auf', „mustern" u. ähnlich, und was er 1. c. p. 148 sonst noch unter »TOtf I und II be- spricht, — vor Allem der Gottesname Aisur — , ist anderswo unterzu- bringen. Ob dieses eben besprochene asäru aber an unserer Stelle vor- liegt, weiss ich nicht. Unpassend ist es hier nicht: Adapa wäre der Hüter von Iridu, während Ia(?) der Ruhe pflegte, oder er inspirierte täglich das Adyton(?) von Iridu. Z. 19. Was besagt der Name „Neulicht-Uf ermauer" ? Sichelförmige den Hafen umschliessende Ufermauer? (isu) iabbitum oder saftbütum geschr. (ist*) ma = ilippu + 2a(g) + ha. S. K „4378" Col.V, 10 (Delitzsch Lesestücke* ?. 88; : hinter baris- tum = „ein am Schiffspfahl festliegendes Schiff" (s. zu p. 236 Z. 102). Vgl. dazu V R 15, 44: (ku) §a(g)-ha = safy-[bi-tum] oder saft-[ftu-«] (s. Zimmern Büualt. p. 159 Anm. 11), genannt zwischen nib[ütu] = „Binde" oder Dgl. und kar[rü] und urä[sü] = „Trauerkleid" oder ,,-tuch" (s. o. zu p. 86 Z. 2). Also ist so&ftu oder saffottu etwas aus (grobem?) Zeug Gefertigtes , vielleicht ein Tuch. Nach Zimmern BituaUafeln p. 158, 12 legt man einen Kranken darauf und nach Craig Relig. Texte I, 17, 17 scheint man ihn damit bekleiden zu können. Darnach = „Kleid" oder „Tuchtf. S. dazu noch IV R 29* 4 C Rev. Col. II, 7. Nach IV R» 25, 16 giebt es einen §A(G)-HA-Stuhl für einen Gott. Ist das etwa ein Stuhl mit einem Baldachin aus Tuch darüber oder ein mit Tuch überzogener Stuhl? Somit das §A(o)-HA-Schiff ein Schiff mit Tuch, entweder ein Segelschiff oder ein Schiff mit Baldachin oder einer (Segel)tuchdecke ? Z. 20. Der Wind treibt Adapa in's Meer, das sich südlich von Babylonien befindet , ist also kein Südwind und schon darum nicht etwa derselbe Wind, der ihn nach p. 94, 2 und 96, 16 untertaucht. Zu izücanni s. o. p. 90 Z. 56 f. nijälpü nach 111 R 58, 42 (ni-ik-il-pu-u = aläku ; so auch Delitzsch Handw. p. 586) und Reisner Hymnen p. 4, 32 ff. (parallel mit aläku) ein Synonym von diesem. Auf K 2725 (Bezold Catalogut p. 469) tritt S. 92 f. Z. 20— 8. 96 f. Z. 26. 411 es andererseits für i&i'rt* „über Etwas hinübergehen" in IV R* 1, 30 ein. Also nicht ganz allgemein = „gehen", aber auch nicht speciell =» „über- schreiten". Etwa = „über Etwas dahinziehen". S. Delitzsch Handle* p. 586. Z. . 21. Zu gimussu = paHsu = „Ruderstange" 8. K „4378" Col. VI, 59. Zu mußburu 8. Z. 15. S. 94 f. S. zu dem f. Stück p. XVII f. der Vorrede. Z. 4. Wohl uf&u, und nicht dftfyu oder «&&u, zu lesen wegen sumer. u-fiu = ru'tu (S* 85), falls hier ein Synonym von ruHu gemeint ist. Der Geifer des Südwinds wäre dann der Schaum des Meeres. Z. 5 f. „Deinen Flügel" wohl besser wie „Deine FL". S. o. p. 168 Z. 49 f. Z. 6. „wurde zerbrochen" nach Delitzsch Am/r. Grammatik p. 233. Man erwartet „zerbrach er", schon wegen kappasa. Indes s. z. B. den Nominativ sukkala in Z. 10. Wäre kappasa Dual, stände ittisbir für ittisbira. Z. 10. Ilab(p)rat, der Götterbote, vielleicht ein „Flügelgott" ? Cf. hebr. -Qg und m^K und assyr. abru o. p. 106 Z. 27 u. 108 Z. 56. Z. 13. Zu tibü s. o. p. 306. Z. 15. I]a-a(?) gewiss zu mala zu erg. S. dazu o. p. 86 Z. 2. Zu karru s. o. ibidem. Z. 16. isakkaniu vielleicht = „legt ihm auf". Z. 20. Tamüz der Gott der Frühlingsvegetation und -zeugungskraft, der Liebes- und Lebenslust. Giszida = Ningiszida (s. Anm. 10 unter dem Text) wohl ein „Gott des unvergänglichen Baumes" oder „der unvergäng- lichen Bäume" und als solcher auch ein Vegetationsgott. Darum Genosse des Tamüz, und darum sein Monat der nach dem Monate des Tamüs folgende Abu (IV R 33 unten links). S. ThcoL Literatur*. 1896 Sp. 70 f. Z. 21. Zu it(d)lu = „Mann" s. o. zu p. 58 Z. 18. Z. 22. Zu vermutlichem kä = „so" (= rb-fcO; vgl. Hakpek 1. c. p. 422) s. VA. Th. 244 Col. I, 8 (Z. f. Assyr. IX, 159) , wonach iginzu, das nach Z. 4 = kiäm = „so", = Si 4- lu + kä, entweder = u + kä = „und so" oder mit p. 100 Z. 14 — si lü kä = si lü kiäm. Vgl. Z. 24 unsres Textes. imäta würde eigentlich heissen: „wirst du behandelt". Vgl. in Z. 24 ipsiku, eig. = „bin ich gemacht". S. 96 f. Z. 26. Mit issinifrbu hier und in Z. 10 derselben Seite vgl. issib in Z. 30 von S. 98 und isifr in Z. 4 ders. S. Vielleicht gehört dazu auch si(t)frätf IV R' 27, 24, das „Erstaunliches" heissen könnte, und höchst wahrscheinlich si(t)$tf = „in . . er Weise" in IV R1 20, 35, in Verbindung mit einem Verbum mit der Bedeutung „sehen", gewiss na- tälUy wo es kaum etwas Anderes als etwa „freudig" oder „ehrfurchtsvoll" oder „staunend" heissen kann. Von diesen Bedeutungen werden aber durch issifr in S. 96 Z. 30 die beiden ersten ausgeschlossen, während 412 8. 96 L Z. 26—8. 98 f. Z. 23, allerdings in S. 96 Z. 26 iL 10 tsstmft&i* sehr wohl „freuten sich" heissen könnte, und „Freude" wäre auch für 9%(i^äii in IV R* 27, 24 keine un- passende Bedeutung, wo es sich um die Pracht eines Tempels und eines Sterns handelt. Zu ?ayafr o. p. 208 Z. 51 s. diese Stelle. damku bezieht sich anerkannter Maassen wie sein Synonym banü auf das erfreuliche äussere Aussehen und wird dann auch von Hand- lungen und Taten sowie Zuständen gebraucht. Nach Delitzsch Handle. p. 221 f. bedeutet es „hell, licht, rein, fromm, freundlich, gnädig". Aber auch ein Schwein ist damku (II R 6, 38), das doch gewiss auch in Ba- bylonien weder hell, licht noch rein etc. war. Man wird damku also nicht nur von der Farbe, sondern auch von der Form brauchen. Das durch seine Farbe und das durch seine Form Erfreuende ist „schön" oder 2iü »gut". Das also ist die Uebersetzung von damku und banü. Also (8. die Stellen bei Delitzsch 1. c.) „schöne Hände", „schönes, gutes, Gold", „schone, gute, Träume", „schöne, gute, Vorzeichen", „ein schönes Kleid", „schöne Krieger", „schöne, gute Werke", „ein schönes Schwein" (weil fett oder gut gewachsen), die Dattelpalme der „schöne Baum" u. A. Z. 27. Zu banüii s. die vorherg. Erörterung. Es kann zweifelhaft sein, ob banüti hier Plural des Adj. ist oder das Subst, das auch Ckaig Bei Texte II, 19 Z. 11 (Schönheit der Männer) vorliegt. Wenn dies, eig. zu übersetzen „Antlitz der Schönheit". Statt „ein schönes A." auch „das seh. A." möglich. Sinn jedenfalls: werden sie machen, dass Anu dich freundlich ansieht. Z. 32. bissas für *pitsas wie tisu für *idsu (neu) und siSsu für Hdsu, Suiiu für *iudiu (!/6)- Z. 33. Zu mikü s. o. p. 384. Z. 36. Falls hier Ubir für isbiru stehen sollte (cf. o. p. 94 Z. 6), = „Adföapa, der des S. Fl. z. , lass(t) ihn zu mir bringen!". Eigenste Worte des Boten oder des Anu, von ihm wiederholt. Z. 3—10. S. dazu S. 94 Z 20— S. 96 Z. 26. Z. 9 >und< in der Uebers. müsste eig. in ( ) stehn. Z. 15. Nach meiner Uebers. müsste ina für ana stehn (wie oft) und mmlu = musälu sein, wie z. B. pitiku = *putäku ist und vielleicht Bili(i)U mit Buläla identisch ist (o. p. 90, 51). Z. 18. täru = „Erbarmen" nach V R 21, 55. la ia-SA-ar könnte = lä tazar, für lä tazzar, = „verfluche nicht" sein. 8. 98 f. Z. 19. Zu damikta s. o. p. 96 Z. 26. Z. 20. Zu iwabat (wozu vielleicht libbasu = „sein Inneres" Sub- jeet) 8. o. p. 62 Z. 30. Z. 21. amilütu eig. Abstr actum , == „ Menschlichkeit tt, dann = „Menschheit". Zu banita 8. o. zu damjpu. Z. 22. ukillinsi aus ukallim -f si. Z. 23. Ob iakänu mit doppeltem Akkus, ronstruiert werden und dann „machen zu" bedeuten kann, wird mir zweifelhaft. Nebckadnezar Bortrippa I, 18 kann, schon weil nicht sicher zu erklären, hierfür Nichts 8. 98 f. Z. 23-8. 100 f. Z 18. 413 beweisen. Nach der Deutung von iskunsu in unserm Verse richtet sich die von kab{p)m, nach II R 23, 23 = paiiüru = „Tisch" (worauf auch Harper 1. c. p. 423 hinweist).. Also: „stellte ihm einen Tisch hin"? Vgl. dann unten Stück III Z. 10, wo tubarü wohl = „Versorgung tf. S. u. die Anm. zu der Stelle. Ein anderes kabruf zu käbäru = „dick sein", eig. = „dick". S. zur Bed. II R 16, 50 (ohne Essen wird sie käbru — pa- rallel irat = „wird sie schwanger" — , also „dick"), das Ideogramm kil = kur, welches auch = kabätu = „schwer sein", kdbartu als Synonym von imüku „Kraft" (II R 43, 8) und kubru in Sargon Prunkinschrift 163, wonach Cedern vom kubru, also vom Umfang, nicht vom Durchmesser, von 12 Ellen in Sargons Palast zu Säulen verarbeitet worden. Demnach kabru „umfangreich", „massig", „massiv" und ähnlich und nicht „gross" (s. Delitzsch Bandw p. 814 f.). kabtu = „schwer" auch = „ansehn- lich", „hochgeehrt". Darnach hier kabru mit ähnlicher Bedeutung? -Hu in iskun-su nach dem logischen Genus von amilütu in Z. 21. Einen Namen Soviel wie Ruhm machen? Vgl. o. p. 158 Z. 42, aber auch o. p. 108 Z. 16. Z. 30 u. Z. 4. Zu i?(?)%b s. o. p. 96 Z. 26. Zu Z. 6 8. o. p. 20 Z. 4 u. 6. Oder: wer macht „grösser"? Sinn jedenfalls: Sein Befehl ist so unverbrüchlich wie der Ahu'b. 8. 100 Z. 7. Zu üid und üa(ä)t sami s. o. zu S. 30 Z. 11. Dazu, dass der Feuergott Nuskuy der Bote des Bei, der Sohn des SOsten Mo- natstages (IV R* 23, 3 f.), also die Neumondsichel — daher seine Verehrung in der Mondstadt Harr an — , als Ideogramm an-pa-ku hat = „im Hat Sami sitzend, wohnend"! Z. 9 f. iskun für iskunu? Z. 10. Subaru nach Delitzsch Handw. p. 184 oben rechts wohl ein Synonym von zäninütu = „reichliche Versorgung". Vgl. o. Stück II, Rev. 23 u. die Anm. dazu. Z. 12. Zu zir amilüti s. o. S. 40 Z. 21 und S. 92 Z. 6. Also auch nach dieser Zeile ist Adapa nicht der „Urmensch". Zu zir amilüti 8. noch IV R* 5, 17 f. (Zimmern). Z. 13. Zu kappt s. o. S. 94 Z. 5. Z. 14. S. zu S. 94 Z. 22 sowie IV R1 13, 43 u. 23 No. 2 Rev. 5. Z. 15 f. Für „machen" vielleicht „legen" einzusetzen. Z. 18. Zu tdbü s. o. p. 306. Zu simmu als einem Synonym von mursu s. Delitzsch Handw. p. 503. Sein Ideogramm auch oder — 8. u. — vielmehr nur gig = mursu und der simmu wird nach Stellen bei Delitzsch 1. c. in den Leib, Körper, gelegt. Also jedenfalls auch allgemein = „Krankheit" oder ähn- lich. Dass simmu auch speciell „Blindheit" bedeutet, ist unbeweisbar: Obwohl es IV R* 29* No. 4 C Rev. 14 von einer Augenkrankheit gebraucht wird, kann es dort ja durchaus ganz allgemein „Krankheit" heissen und in IVR"29* No. 4 C Rev. 10 braucht ka vor gig nicht Bestandteil dea Ideogramms für simmu zu sein, und kann es nicht sein, da es als Ideo- 414 & 100 f. 2. 18-6. 104 f. Z. 10 o. gramm für einen Körperteil natürlich nicht „Auge", aber auch nicht „Ge- sicht" (s. zu p. 86 Z. 1), sondern nur „Nase" oder „Mund" oder „Zahn" bedeuten kann. Z. 21. pip)üdu bezeichnet anderswo einen, paarweise vorhandenen, Körperteil. S. Güg. XI, 201 auf p. 244 und Gilg. XII, I, 30; II, 21 auf p. 258, ferner IV R 22, 30. Nach der crstgen. Stelle berührt Bei den p(b)üdu des knieenden VT-napistim und seiner Frau. Deshalb schlägt mir Dr. Küchler die Bedeutung „Schulter" vor. Das würde IV R 22 1. c. sehr gut passen, wo es hinter den Körperteilen appu = „Nase", ]fyä£tf)», [napi$(?y]ta = „Kehle" und vor irium = „Brust**, siläni = „Rippen" und [samaftjbu = „Grossherz" oder „grosses Inneres** genannt wird, da die Aufzählung der Körperteile offenbar in der Richtung von oben nach unten erfolgt. Beachte aber ferner, dass libittu, das Ideo- gramm für „Ziegelstein**, auch das für p(b)üdu ist, andererseits aber das für „Nacken** mit diesem zusammen das für isin-siru = $\ru = „Rücken1* (IV R 22, 30; II R 48, 62). Darnach siru = „Nacken" + pip&u, und somit dies der eigentliche Rücken, siru aber dieser + dem „Nacken"? Der Dual von p(b)üdu bezeichnete dann je eine Hälfte des durch das Rückgrat in 2 Hälften geteilten Rückens. Diese Bedeutung würde auch IV R 22, 30 passen und dazu könnte schliesslich auch das Ideogramm stimmen: Der Rücken wäre wie der Ziegelstein als „der Platte" bezeich- net oder geradezu wegen seiner im Wesentlichen rechteckigen Fläche als Ziegelstein. Vorausgesetzt, dass diese Deutung richtig wäre, wäre viel- leicht büdu zu lesen und *tP2- Jsju zu vgl. Z. 2. istu vielleicht = „nachdem**. S. 102 f. Z. 3 u. 7. libba vielleicht = „Inneres**. S. o. p. 316 f. Z. 7. Zum überhängenden u in lükulu s. o. p. 24 Z. Gl. Z. 8. Zu i-li — für Uli — s. die f. Zeile. Z. 9. Der appu eines Baumes auch bei Delitzsch, Handw. p. 1 14 erwähnt. Gegensatz isdu, eig. = „Grundlage**, „unterster Teil** (IV R* 15*, 15; Add. zu IV R« 56 [63] auf p. 11 Z. 19 unten, wo ka, sonst = appu = „Nase**, auch für dieses appu gebraucht wird); wie ila(ä)t samt (8. o. p. 347 ff.) = an + pa , dem Ideogramm von appu , Gegensatz von iüd samt (s. ib.). Der isdu eines Baumes seine Wurzel (IV R* 26, 43). Also appu sein „Gipfel**. Möglich, dass es mit appu = „Nase** eigent- lich identisch. a-kal für akkal auch o. p. 82 Z. 33. Ebenso ta-kal für takkal u. Z. 11. inb[a], falls so zu lesen, wegen Z. 7 die Brut der Schlange? S. 104 f. Z. 10 o. basisu kaum = „Verstand (Delitzsch Handw, p. 285), sondern jedenfalls auch, und vermutlich, ebenso wie uznu(i) , nur = „Ohr**. S. vor Allem Recucil XXII Note LIV von Scheil, aber auch o. p. 126 Z. 29 (gegen unsre dortige Erklärung), Sargon Cyl. 38: pü ftasisi = „mit offenem Ohr** usw. Daher kann nun auch Atar-Yi, weil pi = „Ohr", sehr wohl mit Zimmebn Atar-baeisu gelesen werden. S. 8. 104 f. Z. 10 o.— 8. 106 f. Z. 27. 415 p. 276 Anm. und Zimmern Z. f. Assyr. XIV p. 277 u. 409. Atar-frasisu also eig. = „von trefflichem Ohr". Z. 11 o. Zn ta-kal s. Z. 9 o. Z. 12 o. tnamitu in der Magie vom bösen Schwur. Zur Bed. von nabalkutu 8. o. p. 80 Z. 18. Warum hier das Prae- teritum? Zur Andeutung einer bestimmten Erwartung, = „Wahrlich, es wird sonst . . ." ? Vgl. lü 4- Praeteritum zum Ausdruck des Wun- sches, ibbalkitu und ibäru Plurale zu gisparru + mamU oder Singulare und mamU Apposition ? Zu -u im unabhängigen Singular (in der Frage) s. Surpu II, 5 ff. Z. 16 o. kirbi(i)tu = „Inneres", wie kirbu, vielleicht o. p. 234 Z. 68 und gewiss bei Reisner Hymnen 4, 24 u. 28 , wohl als Complementärbe- griff von af}ätiy und darum (hier) vielleicht Plural fem. gen. von kirbü = „das im Inneren Befindliche". Zur ev. Bed. „Mitte" wäre d. Anm. zu p. 86 Z. 6 zu beachten. Z. 17 o. bilatsu vielleicht = „ihr Erzeugnis". S. o. p. 320. Z. 7. sapäf}u sonst = gewaltsam sprengen, zerstückeln, auflösen u. ä. Z. 10 u. amasäa (oder lies cibarsa?) auch V R 16, 28 u. Z. /". Assyr, IV, 257, 24. In Z. 10 f. u. vielleicht Verba zu ergänzen. Z. 13 u. Eig.: „der das Haupt der Bö(t)sheit hochhält". Gegensatz mukil m damiktim (Zimmern Ritualt. 153 Anm. 5). Nach mir nicht zu- gänglichen Texten (altbabyl. Briefen) besagt, wie mir Zimmern mitteilt, der Ausdruck eigentlich Soviel wie „der das Bösem ausgesetzte Haupt Anderer hochhält", d. h. „der dem Haupte Anderer Böses bereitet". Vgl. o. p. 64 Z. 28 u. Z. 16 u. In sadü itiku in Verb, mit urf^u aläku (vgl. S. 106 Z. 80, S. 108 Z. 18 u. S. 110 Z. 18) der Berg im Gegensatz zu den Wegen in der Ebene? Oder sadü seiner Etymologie entsprechend auch, und so hier, = „Gefilde" ? S. o. z. S. 70 Z. 30. Z. 17 u. Zu kasü = „festnehmen" u. ä. s. Delitzsch Handw. p. 342. Schwerlich = „verstecken". S. p. 48 Z. 22. kutassü = „packen lassen"? S. p. 106 Z. 31. S. IOC f. Z. 24. nurüb von irtbu = „hineingehn"? Cf. müraht, muipalu, munämatu, andererseits die Substantiva der Form tuf*ul(t)u und §uful(ä)tu und Z. 26. Ein anderes nu-ru-ub(p), o. p. 238 Anm. 5, könnte zu '-r-p = „düster sein" gehören. Nach Delitzsch Handw. p. 481 viel- leicht = „Fetzen". Möglich, aber sehr unsicher. Z. 25. Zu kutum s. o. p. 116 Z. 4. Z. 27. Bei Tiglatpileser I Col. VII, 57 wird ein nubälu des Kö- nigs mit einem urinnu, einem Synonym von iibirru = „Hirtenstab", ver- glichen. Das dort damit verbundene Verbum ist supamuru, das nament- lich auch von einem Netze gebraucht wird (Delitzsch Handw. p. 684 und Anmm. zu o. p. 26 Z. 95 u. p. 122 Z. 10). Eben dieses Verbum an der letztgenannten Stelle in Verb, mit nu-b(p)al-lu und hier muss dies ein Gerät sein, das man zum Einfangen des Wildes am Boden befestigt 416 8. 106 f. Z. 27—8. 108 f. Z. 11. Also nubäiu mit Delitzsch Handw. p. 444 = „Netz", „Fallstrick" oder Dgl.? Das passt auch Tiol. I, VII, 57 sehr wohl(: dessen Fangnetz sich wie ein Hirtenstab über sein Land hinstreckte, d. h. der das von ihm eroberte Land gütig wie ein Hirte sein Vieh behandelte). Aber was ist das „Netz" eines Adlers? Nach Delitzsch Handw. p. 444 n. im Plu- ral vielleicht «= „Fänge". Dass ein deutsches „Fang" einerseits = „Falle", andererseits = „Klaue" eines Adlers, spricht sehr für diese Erklärung. Nach 88, 1—18, 1330 Col. III, 16 (Proc. of the Soc. of. Bibl Arch. Dec. 1888) ist gab = du -= nu~b(p)al-lu und Jiamädu vom §i d. i. dem Aage oder Gesicht gesagt, und nach Z. 7 ibidem = napälu und nasa^u (sonst = herausreissen) , ebenfalls vom §i gesagt, nubbulu oder nuppulu (also nuppulu?) bedeutet aber „ausstechen" oder „herausreissen11, von den Augen (Delitzsch Handw. p. 444). Also nupallu ein Instrument dazu ? Das würde sich mit der Bedeutung „(Adler)klaue" sehr wohl vereinigen lassen. Hierzu vielleicht auch das Kriegsgerät napilu (s. Delitzsch Handw. 474). Ein nupallu verhielte sich zu nubaüu wie napälu zu nabälu (trockenes Land) usw. Also nub(p)allu eig. das Instrument zum Auskratzen oder Ausstechen der Augen, dann die Vogelklaue und weiter ein Fangwerkzeug irgend welcher Art? Oder haben wir 2 verschiedene Wörter anzuneh- men, ein nubälu-nuballu = „Netz" u. Dgl. und ein nupallu = „Kralle" ? Z. 28. Zu suttatu 8. schon Delitzsch Handw. p. 696 f. Nach o. p. 170 Z. 52 wird der suttatu für den Löwenfang gegraben. Also = „Grube" oder „Fallgrube". Z. 30. S. p. 104 Z. 16 u. Z. 38. nirid für nürid wie vielleicht irid u. irid für rid o. p. 220 Z. 41 u. p. 188 Z. 29 und sicher ihir für üfcir. Z. 39. Zu atar fymsa s. o. p. 104 Z. 10 o. Z. 40. Zu mindi s. o. p. 68 Z. 6. Auch bei Thompson Reports No. 268 Rev. 7 mindima wohl = „wenn etwa". Z. 46. Doch wohl isnCa zu sprechen und dies zu sanü = „wieder sein" oder „wieder tun" (Delitzsch Handw. p. 674): Zur Constr. s. o. S. 22 Z. 24 u. 26. Z. 47. Zu kutum 8. o. Z. 25. 8. 108 f. Z. 49. Z. 49 Klagerufe ? Z. 51. Bezeugt nur sutlumu = „geben", „verleihen". Z. 54. Zu „dein Zorn" = „der auf dir ruhende Zorn" s. o. p. 28 Z. 114. Z. 55. Den Zorn des Satnas, der sich durch Strafen betätigt. Z. 56. Zu nuballu s. o. zu S. 106, Z. 27. Z. 57. Zu suttatu s. o. zu S. 106 Z. 28. Z. 11 f. igdamru eig. „haben vollständig gemacht", also „haben in Vollständigkeit gegeben" oder „haben zu Ende gebracht" d. h. alle geopfert. Nach V R 47, 37 maisakku = surkinu, von saräfcu = dub, auch = iapäku und tabäku, also hiernach ein „Giess- oder Schüttopfer" gegen S. 108 f. Z. 11. 417 Delitzsch Handw. p. 727( : wahrscheinlich Räucheropfer). Nach S* 89 ist nun aber „sumerisches" ni'S(s)äk(g) = assyr. nikü = „Giessopfer", spec. „Blutopfer", wenn nicht „Opferer", und = nis(s)akku, und nis(§)dkku bezeichnet (s. II R 32, 7) einen Priester, vielleicht eine bestimmte Art Priester. Also wohl nur ein Wort nis(s)akku = „Opferer". S. auch 82-*- 9—18, 4159 Rev. 33 (Meissner Suppl p. 31): nis($)ak-r\Hü = sum. nt-a(af)a%), eher = „der erste, Ober-Opferer" als „das erste Opfer" (e8 folgen ausser nikü 3 Wörter für angesehene Personen). Demnach masiakku gewiss eine m-Bildung von einem nasäku, wozu nis(i)akhu. Und wenn nasäku sogut wie nasäku = „fallen" und „fallen lassen" etc. (o. p. 339) , dürften nis(s)akku und massakku dazu und weiter zu *p5 usw. = „ausgiessen" zu stellen sein. Vgl. arab. g)uwJui. Gewiss wird nastku = „Fürst" eigentlich „der Ausgiesser, Opferer" sein, also zu eben diesem nasäku gehören (und nicht etwa mit Delitzsch Handw, p. 472 „der Eingesetzte" bedeuten), sogut wie hebraeisches yvcfr Beachte die weiteren Aequivalente kabtum, asaridu und sakkanakku, die 82 — 9 — 18, 4159 1. c. für nis(8)ak(g) giebt. Somit Nebukadnezar I nach VR 55,11 der nasik sarräni als ihr „Opferpriester" und nicht als der, welcher sie einsetzt (Delitzsch). Dass sa-'-t-lu eine Ableitung von sa'älu, scheint mit Delitzsch (Handw. p. 634) fraglich. Denn sa-'-il-tu hat nach Delitzsch V R 13, 49 dasselbe Ideogramm (fN = „Herr" -f Mf-Li) wie «o-'-t-ftt und nach Z. 51 1. c. auch das Ideogramm „Mensch" -f- ma , scheint also trotz des t kein Femininum zu sein, also kein Femininum zu ia-'-ulu, dem- nach ein Compositum von sa und (')iftu und somit sa-'-t-Zu(t) dement- sprechend eins aus sa und (')ilu. Indes könnten diese Ideogramme doch auch Spielereien sein oder nur eine vermutete, herausgetiftelte , nicht aber die wirkliche, eigentliche Bedeutung der Wörter anzeigen: sa heiBSt auch „der, welcher besitzt, zu schaffen hat mit" und beides AMfLU wie In können das bedeuten. Jedenfalls muss sich nun die Funktion des £o-'*f-Zif(t) eng mit der des barü, des „Schauers", Wahrsagers, berühren. Deitn beide werden mehrfach neben einander genannt (s. ausser unsrer Stelle IV R* 22 No. 2, 8 ff. ; 60* [67] B Obv. 6 f. ; V R 13, 47 f.). und da wäre ein Wort mit der Bedeutung „Frager", „Befrager" nicht so ganz unangebracht. S. o. p. 294 Z. 9 u. 12, p. 296 Z. 19 u. 22 usw. Aus den Ideogrammen lässt sich aber vielleicht Folgendes entnehmen: Nach V R 13, 50 scheint [h]ar-ra-aS ein Ideogramm für sa-'-ü-tu zu sein und nach der f. Z. ist amilü + ma ein Ideogr. dafür. Nun ist har-ra-a§ (urras?) ein Wort für samü, (auch) = „Himmel", und uräsu ist nach V R 28, 59 f. ein — allerdings assyrisches — Synonym von kamt „(Trauer)- gewand" (s. o. p. 86 Z. 2) , an -f ma aber bedeutet sogut wie an + tik nalbai sami = „Kleid des ? , d. i. wohl des Himmels" (II R 50, 31 u. V R 39, 46; II R 47, 34 f.), während tik sogut wie ma = motu = „Land" (H R 39, 11 + 13). Dazu, dass KU = mu = subätu — „Tuch, Kleid" und lubüsu = „Kleid" (V R 14, 35 u. V R 15, 26). Sind also ®ab- Jenata, Mythen u. Epen. 27 418 S. 108 1. Z. 11—13. ra-aS and ma in den Ideogrammen für ia^-ütu = „Kleid" und nen die Ideogramme hierfür ihn nach seiner Tracht? iar+Ju und Sa-- il-tu dann = „der Trager des (>7« oder £)ütuu ? Und das Insekt ia-*-*4u nach dessen äusserer Aehnlicbkeit mit ihm benannt? Und nun beachte man, dass in V R 28, 54 f. fa-kum-ma oder ialamma = kmafrusiü und Sutüru als Kleidernamen unmittelbar hinter KV-mafy-um = ndfboH = ia- täru genannt werden , in V R 28, 2 f. (s. ib. Z. 22) aber min (d. L fubät) '-U und min (d. L puoöt) Jci-ti *a(-)'-K vor lam^usiü und als Synonyma von etUumbüy welche wieder = idkumma oder ialamma und iatüru. Also nalbasu = ma offenbar = ?u&äJ ki-ti sa(-)'-Jt, d. i. „Tuch (Kleid) von Leinewand(?) des «o-'-t-Jt* oder des (der) '-tott. Darnach hatte der $a-'-i-lu(\) wie der äsipu (V R 51, 47) vielleicht linnene Kleider getragen und hätte mit grosser Wahrscheinlichkeit seinen Namen von seiner Tracht, also dass ein Zusammenhang mit ia'älu ausgeschlossen wäre. Zu den Funktionen des ia'üu 8. auch El-Amarna London 5 Z. 26 (ein ia'üu der Adler). S. zu iaHlu noch Zimmern in d. G. 6. A. 1898 p. 825. Z. 12. as(z$)lu = {-DIB, lu = dib und = udu mit der Bedeutung immiru = „Schaf" Oberhaupt, also as{B^)lu anscheinend Synonym von immiru. Nach Tiglatpileser I Col. YII JS — falls es dort Apposition zu pubädu — Soviel wie p(b)u^ädu = „Lamm", allerdings speciell von „Wildjungen"; und zur Bedeutung „Lamm" passt, dass die Feinde wie as(z^)Ü niedergemetzelt werden (Delitzsch Handle, p. 36 f.). Aber nach Zimmern BituaUafdn p. 216 Z. 36 ff. ist der a*(*,?)?u geschlechtsreif und älter wie ein pufrädu = „Lamm". Darnach as(z,?)lu ganz allgemein ein Junges von hörnertragenden Tieren oder gar auch noch allgemeiner die- ses selbst, wohl sicher mit Ausnahme des Rindes (s. IV R 20, 27)? De- litzsch^ „Wildu (1. c.) ist wohl zu umfassend, Zimmebn's „Wildschaf" (1. c.) zu speciell. Nach Zimmern, der sich asli in Tiql. I Col. VII 13 als Coordination zu pufrädi denkt, aslu = „alter Wildwidder11, im Gegen- satz zu pubädu, dem Jungen Wildwidder". tub libbi eig. „das Gutmachen und das Gut gemacht werden des Herzens bez. Inneren". Ebenso hin libbi eig. „Beständiggemachtheit d. i. Beständigkeit des Herzens" und fyud libbi = „ Freudiggemach theit = Freude des Herzens". Z. 14 f. Oder: Zeugens. S. Z. 16. Z. 16. Zu bütu = „Erzeugnis" s. o. p. 320. Hier also Leibes- frucht, wohl im Weibe, möglicher Weise indes vom männlichen Samen. Das Yerbum nasäfru = „herausreissen" befürwortet Ersteres. S. u. S. 110 Z. 16. Zu iuma iakänu s. o. p. 98 Z. 23. Wenn iakänu in Yerb. mit Concretis nicht „machen" heissen kann (vgl. o. p. 333), dürfte iumu hier in Yerb. damit „Name", „Ruhm", nicht „Sohn" heissen. Freilich wird der Name durch den Sohn „gemacht" d. h. erhalten. Z. 18. S. o. p. 104 Z. 16 u. S. 110 f. Z. lOo.-S. 112 f. Z. 21. 419 8. 110 f. Z. 10 o. Erg. zu [ta-na-«(*)]a-am = „wünschst" von *na- 9(g)ämu zu *t0(£,9)mati* „Wunsch", „Absicht"? Z. 12 ff. o. S. o. S. 108 Z. 14 ff. Z. 18. S. o. p. 104 Z. 16 u. Z. 2 ff. Ein Traum Itana's. Z. S und 5 u. Zu nirib bäbi ohne Praep. davor vgl. TttOJn flTO. Z. 6 u. In K 2970 etc. Rev. Col. I, 25 (Add. zu IV R1 29*) be- zeichnet kifirtu poetisch das Augenlid, wenn nicht vielleicht die Augen- braue. Damach hier: ich öffnete die Augenlider? Gf. d. f. Z. Dann musste ki&rta Dual sein, was wohl möglich wäre. Z. 7 u. Dass ein frön* mit Praeter, iffir eine Tätigkeit der Augen bezeichnet, zeigt sein Ideogramm und fiiäru = amäru II R 35, 20. Viel- leicht bez. es aber eine besondere Modification. Wenn gä'tru = „der Buhle" und birtu „die Buhle" desselben Stammes sind (so Delitzsch Handw. p. 275), mag die eigentliche Bedeutung sein „lüstern, verliebt ansehen". Aber das ist doch sehr unsicher. Einmal bedeutet nämlich das Verbum fyäru, wozu JyäHru und bvrtu gehören, nach dessen Ideogramm (II R 36, 14 ab) „eine Buble bekommen", und bämiru (geschr. Jo-Mi(f)-ru und babi-ru: K 890 Obv. 6, Rev. 18 + 22 in Beitr. z. Assyr- n» 684» cf. labt neben la-T&i, spr. lawi) weist doch wohl auf eine Radix mediae *\ hin, die also von bäru, dem Synonym von amäru, verschieden wäre. Zu asakip s. o. p. 306. Könnte auch „stürze nieder" heissen. Z. 9u. rutfunu einerseits = gal = „gross" (Sc 11), andererseits (als Adjectiv bez. Participium oder Infinitiv) nach K 4587 Obv. (Meiss- ner SuppL p. 13 hinten) = banü („schön" oder „schön sein") und mussü („gewaschen" oder „waschen"). Daher meine Uebersetzung. Z. 11 f. u. Die Löwen würden wobl zeigen, dass in Z. 8 f. Istar ge- meint ist. S. p. 114 Z. 11 f. Zu Löwen der Istar 8. z. B. Stele Nabo- nid's III, 15 u. 31. Sie selbst wird als Löwin gedacht und heisst darum Labatum (K 2100 Col. 11, 22). Vgl. Sm. 954 Obv. 14. Z. 12 u. Zu tibü 8. o. p. 306. Z. 12 gehört wohl noch zum Traume. Z. 13 u. Zu ajfltaltamma von nikiltü vgl. Gilg. IX Col. I, 13(?) und namentlich Gilg. XI, 229 + 242 (o. p. 202 u. p. 246). Das nikiltü ist hiernach die erste erwähnenswerte Handlung eines plötzlich in Folge eines Anstosses Erwachenden, bedeutet also „auffahren", „aufschrecken" oder „erwachen". Die zuerst citierte Stelle schliesst aber diese letztere Be- deutung aus. Beachte das an unsrer Stelle folgende attarur[u]. Ein Zusammenhang mit galädu = „sich fürchten", „erschrecken" und galätu (sowie kalätu; s. o. p. 35 Anm. 3) mit gleicher Bedeutung, = syrischem tSSp, ist höchst wahrscheinlich. Statt nikiltü auch nigiitü oder nikiltü möglich. S. auch Delitzsch Handw. p. 725. 8. 112 f. Z. 18 u. 21. Zu noffas) kappt s. o. p. 102 Anm. 27* In diesen Zeilen ina %l% wohl besser = „auf". 420 S. 112 f. Z. 19— S. 114 f. Z. 23. Z. 19 u. 22. Statt: Arme wohl besser: Seiten zu übersetzen. Z. 25. Jfc* exclamativ = „wie"! auch IV R* 60* [67] C Rev. 18? kl babil dort: „wie übel geht es ihm"? k% in der Frage wohl auch o. p. 230 Z. 7, und doppeltes ki mit dieser Bedeutung o. p. 200 Z. 35 und Parallelstellen? Vgl. a&i = „wieu in K 890 Ohv. Z. 4 (Beitr. s. Assyr. II p. 634): afö 2ä nadäkü — „wie sollte ich nicht liegen"? Z. 26. Zu j&fcur 8. o. p. 50 Z. 41. Z. 27 u. 30. Zu mi = „da" s. o. p. 80 Z. 14. Z. 30 u. 32. S. zu kl(\) o. Z. 25. 8. 114 f. Z. 12. Zu tau s. o. p. 88 Z. 28. Z. 13 ff. S. p. 112 Z. 18 ff. Z. 18, 21 u. 24. Zu ki s. o. p. 112 Z. 25. Z. 20. Der Zusammenhang erfordert für mala eine Bedeutung wie „gleich wie". II R 60, 19: mal b(p)üsi masläku = „ich bin gleich ge- worden . . ein . . (ein Vogel) u scheint mal das in der Tat zu bedeuten. Ver- mutlich ist es das Wort mälu = „Fülle", „Inhalt0 : Das, was einer ande- ren Sache gleich ist an Volumen, füllt es ganz aus. Vgl. arab. A bei Vergleichen. S. zu diesem mala (mala) auch K 56 Col. II, 17 (Haupt A. S. K. T. p. 73 u. II R 14) , wo es nach Delitzsch Handw. p. 409 = „im Vergleich zutf. Auch das von Delitzsch 1. c. p. 408 mit „für*, „zum Zweck von" übersetzte mala (mala) könnte eben dieses Wort sein. Endlich hierzu vielleicht malmalii „gleichmässigu (o. p. 26 Z. 90), das dann eigentlich „in der Art von Fülle (Ausfüllung) der Fülle" = „genau ausfüllend" oder „in gleich und gleicher Art" bedeutete. Der „Hof" eines Hauses liegt also auch hiernach um dieses herum. Vgl. o. p. 78 Z. 8 u. den tarbcqu, der den Mond umgiebt. Z. 22. Nach II R 27, 53 ku-gig d. i. „krankes ku" oder „KU ist krank" = musarü marus = „kranker musarüu (dann marus für *ma- rusu) oder „m. ist krank". Hier musarü also nicht, wie sonst meist, = „Inschrift" oder „Garten" u. ä. ku sonst, wenn es ein Substantivum be- zeichnet, vor allem 1) = „Tuch", „Kleid", 2) = „Mehl", 3) = „Waffe" und 4) = anus(l). Wegen der folg. Zeile 23 vermute ich, dass hier Kr = „Mehl" und demnach musarü entweder dasselbe oder etwas aus Mehl Bereitetes ist. „Krankes Mehl", geschr. ku-gig = assyr. kirn &($)«jp(&)tt, wird auch in K 166 genannt (o. p. 374). Also wird an einem musarü mit genannter Bed. nicht zu zweifeln sein. Ein musarü = „Inschrift" und ein musarü = „Garten", „Park" können an unserer Stelle nicht ge- meint sein, da er ja kleiner als ein b(p)uginnu = ,,(Brot)korb" sein muss. Z. 23. S. zu mala Z. 20. b(p)uginnu = sussulu, == „Korb" nach Meissner in Z. f. Assyr. IU, 419. S. zu sussulu Gilg. XI, 68 (o. p. 234), wo diese Bedeutung ge- gen meine frühere Ansicht doch sehr wohl zu halten ist. Genauer würde — darnach auch m. Uebersetzung — b(p)uginnu „Brotkorb" sein, wenn nach 80, 11 — 12, 9 Col. III, 7 mit Meissner Suppl. p. 23 und wahrschein- lich auch meiner nachmals collationierten Copie hab mit hineingesetztem S. 114 f. Z. 23— S. 116 ff. 421 Sa = gar = b(p)uginnu Sa Sa = gar d. i. ak(ä)U == „Essen" oder „Brod" wäre. Allein Beünnow (List No. 10290) las für beide Sa Mi und in K „4378" Col. IV Z. 31 f. steht nach Johns klar: hab mit Mi darin = b(p)uginnu und = sussullu. Dabei kann aber buginnu sa Sa = akli in 80, 11 — 12, 9 doch richtig sein. Liest doch Johns 1. c. Z. 30 hab mit Mi darin = b(p)uninnuy welches nach 80, 11 — 12, 9 Col. III, 4, wenn sa ml = „von Wasser", = hab mit a darin. Wie ein solcher ,,(Brot)korb" aussah, zeigt Z. 10 auf p. 90 bei Scheil Textes elam.-stmü. Hiernach hat er — von der Seite gesehen — die Gestalt einer uskaru-askaru, d. h. einer Neumondsichel , wie sie auf PL 18 ibidem abgebildet ist. Vermut- lich ward er wie der kudurru auf dem Kopfe getragen. Also die Welt jetzt wie, und so gross wie ein Korb, von oben ge- sehen, mit einem (runden) Mehlhaufen oder Brotteig oder Fladen darin. Bekanntlich erscheint die Erdoberfläche von oben gesehen concav. Z. 26. : So klein ist es geworden. Z. 27. ul sonst nicht mit dem Imperativ construiert, also Üi schwer- lich Imperativ, vielmehr für Uli wie dkal o. S. 82 Z. 33 für akkal, täkal o. S. 104 Z. 11 für takkal usw. kibsu iakänu eig. „den Tritt setzen oder machen", daher entweder = „treten" oder nach külu iakänu (s. o. p. 4, 10) „den Tritt ruhen lassen" = „stillstehen", „einhalten". Wegen des Folg. Letzteres vorzu- ziehen. S. auch Oilg. I, in, 27 o. p. 122. Z. 28. Zu nasäku = „fallen" s. o. p. 339. Itana lässt also den Adler los und fällt herunter und wegen des oben p. 102 Vermuteten wohl in Folge dessen der Adler mit ihm. Z. 29. mitfyuru = „übereinstimmen" oder ähnlich in Gilg. XI, 30 u. 58 f. (o. p. 230 ff.) nach Haupt. Ist das richtig und hier anwendbar, be- zöge sich's vielleicht auf das gleichzeitige Fallen oder auf die gleiche Fallgeschwindigkeit des Adlers und Itana's. S. zu p. 230 Z. 30. Zu Z. 30—33 s. Z. 28 f. Z. 34 berichtete wohl vom Aufschlagen Itanä's. Z. 36. taräku (s. dazu die Stellen bei Delitzsch Handw. p. 714) =5 dub, welches auch = napäsu = „zerschlagen"; tak = mafyäsu (= schlagen) auch = nabäsu, und taräku bildet mit mafyäsu eine Gruppe V R 19, 26 ff. Also scheint taräku „(zer)schlagen" zu bedeuten. In Ver- bindung mit ktn{n)azu = „Peitsche" (I) kann es aber nur „schlagen" heissen. taräku wird nun bekanntlich auch vom „Herzen" = libbu eines Erschreckten und Mutlosen, auch eines Vogeljungen, gebraucht. Daher dann mit Dr. Küciiler wohl = „klopfen", oder, falls libbu auch in die- ser Verbindung = „Inneres", von der fühlbaren, in Pochen u. Dgl. be- stehenden Erregung des Inneren überhaupt. S. zu taräku auch noch o. p. 238 Z. 130. Hiernach Delitzsch Handw. p. 714 zu modifizieren. S. 116 ff. Zu Inhalt und Zweck des Gilgamis-„Epos" s* vorläufig Jensen in d. Theol. Literaturzeitung 1901 Spalte 34. Darnach soll es im Wesentlichen über Leben und Tod und über das Jenseits belehren. 422 8- W«l. Dem entsprechen die Hauptfigur des sogen. Epos und deren Heimat Erech, deren Königstadt, stellt mit ihren 7 „Innenräumen" (m. Kosmologie p. 170 ff.) die 7 Innenräume des Totenreiches (ibidem p. 175 u. p. 232) dar und der König Gilgamii, nach dem das „Epos* genannt ist, wird Richter der Anunnaki (s. o. p. 266, 1 u. Tgl. o. p. 142, 42), in der Unter- welt (o. p. 88, 33 u. 37 u. p. 228, 36), die nach diesen Stellen selbst Richter, und zwar im Totenreiche, sind. Gilgamii war also wohl der Oberrichter im Totenreiche. Auf dieses deutet auch sein Name hin. Gü ist nämlich (IV R 1, 42 f.) der Statthalter, Unterkönig der Unterwelt und jenes Name bedeutet somit: dieser 9fGil tut das und da«", vielleicht „schenkt". Denn das babylonische Vokabular 82—5—22, 915, das für giS-tu-bab die Le- sung Gilgamii giebt, übersetzt mas-tab-ba = tu'ämu mit tu-ma-m[u]: also kann auch das Gilgamii des Vokabulars einem urspr. Gü*gayii — Gürha'ii entsprechen. Nur ist uns ein Sinnwert fräsu für bak = gamii noch nicht bezeugt. Mit dem oben angedeuteten Charakter des Werks hängt zusammen der darin berichtete Mauerbau, der Bau an der Mauer von Erech, welche derjenigen der Unterwelt entspricht (s. oben); die Schilderung der aus- gelassenen Liebes- und Lebenslust BU-kuüati(?yia(?ybani(?ya (s. zu dem Namen u. zu p. 120 Z. 35) auf Tafel I ; sein Traum von dem Totenreiche und seinem Eintritt darin in Tafel II (s. Vorrede p. X f. und p. 188 ff.); die Vorbereitungen zum Zuge nach der von Humbaba gehüteten hohen Ceder des Bei, gewiss dem Lebensbaume des biblischen Paradieses im Osten, vielleicht nördlich von Elam, und dieser Zug selbst in Tafel II— V, der vermutlich in Folge jenes beängstigenden Traumes unternommen ward; die Liebe der I&tar zu dem wohl durch den Lebensbaum verjüngten und mit üppiger Lebenskraft erfüllten Gilgamii und die Sendung des gewiss Tod hauchenden himmlischen Sturmdaemons ( ! alü) in Tafel VI ; die wohl damit zusammenhängende (p. 174, 143 f.), mysteriöse Erkrankung BU-kulla- H(?yia(7ybani(?yB in Tafel VII ; die Reise GilgamWs zu seinem Ahn Ut- napiiHm (dem Lebens-ÜT 1), um durch ihn das Leben )-bani(?) auch nach dieser Stelle als gewaltiger Krieger gedacht. S. zu Z. 33 o. Z. 36. uppus vielleicht = „ist behandelt", „zurechtgemacht". S. o. p. 82 Z. 38. Z. 37. Da sik (= Wolle u. Haar) + Sit = t*(t)t(d,.*)fcw, so kann man daran denken, vor ]tik(k) i oder i zu erg. Doch legt syr. Kp*tP = „Locke" es nahe, sik-Sit idku zu lesen, sodass das Aequivalent von sik-Sit wohl nicht für unsre Z. in Betracht käme. Vgl. zu unsrer Stelle V R 19, 7 : sik (= Wolle oder Haar) tul- tul = banäbu Sa pir(l)-tim (natürlich nicht tam-tim, wie Delitzsch Handw. p. 283 meint). Die von uns (s. schon m. Kosmologie p. 325) für franäbu angen. Bed. vielleicht nicht richtig : Nach V R 19, 6 f. nämlich sowohl sik-sud-sud als auch sik-tul-tcl — banäbu und andererseits nach H R 34 No. 6 (cf. K 4362 Obv.) sowohl tul als auch süd-sud == timiru (vom Erdstaub gesagt), nach Delitzsch Handw, p. 710 = „ver- scharren", und süd-sud nach IV R 9, 19 f. = „bebartet sein", tul aber auch = „bedecken", auch von Pflanzen, da oiSimmar-tut-tul nach V R 26, 44 das subäiu d. i. „Kleid" oder „Tuch" einer Palme , also deren 426 8. 120 f. Z. 87-8. 122 f. Z. 18. Rinde oder Laub ist. Darnach könnte franäbu bed.: „(mit Haar, bez. Laub oder Grün bedeckt sein, sich) bedecken", was überall sehr gut passt. Zu nisaba-nidaba 8. o. zu p. 70 Z. 33 u. p. 64 Z. 27 u. Z. 38. Gira ein Flurengott, speciell auch ein Gott der Tiere des Feldes. S. m. Kosmologie p. 480 f. Offenbar ein Doppelgänger des B\l- kutlati(?yia(?)banH?). S. o. p. 428. Z. 40. it(t,d)i{a)ppa(i)r nach Col. IV, 4 hier etwa Soviel wie isaii = „trinkt". Falls demnach mit Delitzsch Handw. p. 115 von ipiru = u-a, das auch = zanänu, und mit i(i)p(b)ru = „Anteil von Korn", ver- wandt, mit Delitzsch 1. c. = „mit Etwas (reichlich) versorgen", oder sa „sättigen". S. Taf. III Col. II, 6 o. p. 146 und Nebukadkezar Grosse Inschrift I, 67 (wo tusUbbiru vielleicht für tustippiru: „Gemäss deinem „Guten", womit du sie alle sättigst"?). Ferner s. Craig Ästr. Texts p. 15 Rev. 7 etc. Z. 41 u. 48. Für „Herz" 1. „Inneres". S. p. 316 f. Z. 42. fyäbilu in Verb, mit sayadu „Jäger" wegen nafrbalu = „Fangnetz", „Fanggarn" oder Dgl. (= kannu „Strick" und Dgl. [o. p. 365] : II R 22, 28 f.; K 4241 + K 4556 Obv. 11 f. bei Meissner SuppL p. 11) doch gewiss hierzu und zu b^n „Strick", aber nicht zu frabälu „übel tun" (o. p. 90 Z. 55), und daher eig. „Fänger" oder Dgl. — Zur vielleicht nicht echt- babylon. -assyrischen Verbindung mit amtlu 8. u. Col. III, 18 (imü(u)k-amUu) , Col. IV, 6 (lullü-amilu) , Col. V, 14 (^ddi'ua-amUu) etc. Z. 43. Zu iutamburu s. o. p. 30 Z. 142. Z. 45 u. 47. Zu iutafyruru u. kufarruru s. o. zu p. 36 Z. 27 f. Z. 48. Zu arpu s. o. p. 86 Z. 1. Z. 49. Zur Form nissätu s. zu o. p. 62 Z. 6. nissä(a)tu hier vom Schmerz wie sicher auch z. B. p. 226 Z. 29. Eine Bed. „Wehklage" (Delitzsch Handw. p. 472) nicht gesichert. S. zu o. p. 140 Z. 4. Z. 2. Zu it{d)lu s. p. 58 Z. 18. Sadü nach Z. 34 o., p., 128 Z. 3 usw. = „Feld"? S. o. zu p. 70 Z. 30 u. p. 104 Z. 16 u. 8. 122 f. Z. 4. Zu kisru Sa Anim s. o. p. 120 Z. 33 u. 35. imüka- Dual, wie sonst imükän, wegen der Zweiheit der Arme. Z. 5. Zu Sadü 8. o: p. 120 Z. 2. Z. 10. Zu nüballu s. o. p. 106 Z. 27. Zu suparruru s. o. zu p. 26 Z. 95 u. p. 116 Z. 9. Z. 11. Indem man auf den Berg hinaufgeht (ilü), entkommt man. Cf. arab. Lp = „sich retten", zu Lp, „eine Erhebung", worauf man mich einmal aufmerksam machte, und assyr. nagü „Insel". Z. 12. Zu nadänu ana = „(Etwas) gestatten" 8. zu S. 58 Z. 9, dazu noch p. 154 Z. 47 o. „Tun des Feldes" = „das, was man dort tut", hier wohl = Jagen". Z. 16. S. Z. 4 o. Z. 18. i-muk entweder zu imüku „Kraft" oder zu imjct* mit dem S. 122 f. Z. 18— S. 126 f. Z. 8. 427 Status absolutus und constructus imujc (V R 43, 87 ; cf. das Femin. itnufyu bei Reisner Hymnen 135, 4). Zur Verb, mit amilu s. o. zu Gol. II, 42. Z. 19. Zu 8amba(ä)t 8. o. p. 62 Z. 6. Z. 22. „Die Ueberkraft eines Weibes nehmen" nach dem Zusammen- bang anscheinend (s. auch Gol. III Z. 42 und Gol. IV 9 f., 16 f.) Soviel wie „für sie entbrennen". Aber nach der eig. Bed. der Phrase müsste es doch heisBen: „die Geschlechtssäfte des Weibes zum Ausflugs zwingen oder drängen", also „sie begatten". S. o. p. 166 Z. 8, u. Maklü III, 10, wo- nach „den kuzbu eines Weibes nehmen" Soviel heisst wie „ihr die Ge- schlechtsfülle nehmen", und zwar hier ohne Begattung. Eine Nichtbe- achtung der Zeitfolge nicht unmöglich. Vgl. p. 126 Z. 12 ff. u. 18 ff. Wenn das, kann kuzbu likü die nächstliegende Bed. haben. Z. 24. Die Bed. von nakätu nach hebr. mQ}, der sonstigen Bed. des Stammes im Assyr. und dem Zusammenhang erschlossen. Darnach nakätu hier also eigentlich = „für einen Unbekannten halten"? Oder eig. = Jemandem gegenüber „anders sein wie sonst" oder „sich wie ein Fremder verhalten"? Z. 27. Zur Ergänzung und Deutung des Ergänzten s. o. p. 114 Z. 27. 8. 124 f. Z. 29—39. S. o. S. 120 Z. 2— S. 122 Z. 12. Z. 40, Z. 42 u. Z. 44 f. S. o. S. 122 Z. 19, Z. 22, Z. 24 u. Z. 19. Z. 46. Zu ftarränu iutisuru s. o. p. 24 Z. 59. Z. 48. ana vübisunu ütasbüni scheint eine Figura etymologica zu sein. Ein v$b(p)u auch V R 47, 43b. Nach Delitzsch Eandw. p. 245 an beiden Stellen = „Hinterhalt". Indes lässt dessen Synonym aspu-aSpu an letzterer Stelle an eine Lesung uipu denken, sodass ein Zusammen- hang mit asäbu ausgeschlossen erschiene. Vgl. zu unsrer Stelle ana subti usisib ASSurnasiraplu Gol. II, 71. Ein usbu (wenn nicht uspu) wohl auch in Taf. VI Z. 30, o. S. 168. Z. 1. Für „Herz" 1. „Inneres". S. p. 316 f. Z. 2. u iü vielleicht: „und auch er" oder auch nur „und er". S. zu i* Sü p. 126 Z. 29 usw., auch Delitzsch Eandw. p. 1. üütu nach Form und sonstiger Anwendung nur = „Ausgeburt", nicht etwa = „Geburtsort", wie nach Gol. III, 2 und Parallelstellen an- genommen werden könnte. Was soll das hier? Kann Z. 2 besagen, dass Bil-kuUati(?yj a-bani(? ) als der Erzeuger des Pflanzenwuchses auf dem Felde gilt (Zimmern)? Zu iadü 8. dieselben Stellen. 8. 126 f. Z. 5. Für „Herz" 1. „Inneres". S. p. 316 f. Z. 6 u. 8. Zu $ambä(a)t s. o. p. 62 Z. 6. Zu lullü-amilu 8. o. p. 120 Z. 42. Z. 7. gabaltu kann sehr wohl für kabaltu = „Mitte" stehn. Z. 8. rummü = „losmachen" doch wohl hier Soviel wie „aus seiner Umhüllung losmachen" = „entblössen". S. zu o. p. 222 Z. 9. kirimmu oder (bez. und) kisimmu nach Haupt a. s. k. t. 85 = II R 17, 40 ff. ein Körperteil oder ein Kleidungsstück einer Schwangeren, das „losgelassen", „gelöst", „gelockert" und nicht in Ordnung sein kann. 428 8. 126 f. Z. 8—15. Ihm entspricht in Z. 36 ff. der tulü und Vorlage für jVO? — = „Gesell- schaft", und k(k)arü andererseits = „zu einer Gesellschaft vereinigen"?? Z. 46. Zu i(id)lu s. o. p. 58 Z. 18. Z. 1. Fall 8 — was sehr unwahrscheinlich — doch mi-dan-nu zu lesen, wäre dazu mi(n)dinu, ein wildes Tier (Delitzsch Handw. p. 394), su stellen. Z. 3. S. o. p. 120 Z. 34 u. 2, auch p. 124 Z. 2. Z. 6. Zu Urük supüri s. o. p. 116 Z. 9. Z. 7. Der rotofru oder nibfru — falls es nicht 2 verschiedene Wör- ter mit diesen oder je einer dieser Formen giebt — ist ein Synonym von apäu „das Gebundene" und mig(kjc)ru (V R 28, 41 f.), während mug(k}fc)rv ss sünu, riksu und isü, Tüchern zum Binden (ib. 5 ff.). Er wird vor Sa- mos ausgestreckt, ist also ein Strick oder Tuch oder ein Teppich und der nibifru (wohl = Fries: Abel in K. B. II, 139) wird rings um den Palast wie ein Kranz angebracht. Also als Kleidungsstück eins, womit man umbindet, irgend ein Tuch am Körper? Z. 10. binütu sonst nur in der Bedeutung „das Gestaltete" vorlie- gend; aber nabnUu heisst ja auch „Gestalt" mit und ohne ausfüllenden Stoff. Z. 11. zu- -na = „sind beladen", falls es (hier und) u. in Z. 17 für pt'una steht, was ja nicht unmöglich. Vgl. o. zu zummü in p. 80 Z. 7 (eufrarü für fufrarü II R 36, 53), Sin-sar-uzur (für ufttr) bei Johns Deeds No. 2 Rev. 2 usw. uz($)aHn an den von Delitzsch Handw. p. 249 gen. Stellen ist ja auch zweideutig, kann aber auch u$aHn sein und nach dem Zu- sammenhang „belud" heissen. Z. 12. Zu ma-a-a-lu 8. o. p. 92 Z. 17. S. 130 f. Z. 13. Zu fradü baläfa 8. ausser Taf. IX, i, 14 noch Z. f. Assyr. V, 80, 12: fyadä $a balfüti. Z. 14. Zu bädi-'ua^)amilu s. o. S. 120 Z. 42 u. p. 222 Z. 17. Z. 16. Zu q(d)Mu s. o. p. 58 Z. 18. Zu bu(a)ltu s. o. zu S. 84 Z. 60. Also in der Bedeutung „Vollkraft" vielleicht nur baüu, nicht auch bultu zu lesen. 8. 190 f. Z. 17—8. 132 f. Z. 33. 431 Z. 17. Zu «u-'-na 8. S. 128 Z. 11. Z. 20. Zu ftrtfi s. o. p. 28 Z. 114. Z. 22. = „haben ihn verstandig gemacht". Vgl. o. S. 126 Z. 29. Z. 23. Zu iadü = „Berg" 8. o. S. 120 Z. 2. Z. 24. Zu tnoftato 8. o. zu p. 24 Z. 61. „Deine Traumbilder" natürlich „solche, die dich darstellen" oder „Träume, in denen von dir die Bede ist". Sollte iuttu zu arab. .jL = „Götzenbild" gehören, also eigentlich „Bild" bedeuten?- Z. 25. Zu tibü o. p. 306. paiäru hier und in Tafel VI, 210 (s. p. 178), wie diese Stellen allein schon zeigen, nicht = „deuten", wie niDB — denn die Deutung des Trau- mes f ol g t ja jedenfalls an unsrer Stelle dessen paiäru und wird von Jemand anders gegeben als von dem päüru ; wohl dagegen , wie es scheint , in Z. f. Ä88yr. IV, 26, 38 und in V R 30, 13, wo mi-gal-zu = „einen grossen Befehl erkennen"(?) = iuttu paiäru. Von der Grundbedeutung „(auf)lö. sen" ausgehend, darf man unter iuttu paiäru vielleicht zunächst das Auf- lösen, Zerlegen des Traumbildes in seine Einzelerscheinungen verstehen, mit und ohne daran geknüpfte Deutung. Z. 28. Zur Hecrschaar Anu's 8. o. S. 120 Z. 33 + 35 u. S. 122 Z. 4 und Parallelstellen. Die „Heerschaar AnuW ist nach Z. 27 und Z. 39 gewiss ein Stern. Sterne sind also Krieger des Anu, des Himmelsherrn, und Anu auch ein Kriegsgott. Darnach ist das kl 90b Anim u Dagän = „als Krieger Anu's und Dagaris* (nicht mit Delitzsch Eandw. p. 558 == „nach dem Willen A. und 2).") bei Sargon zu verstehen ; darnach 0. S. 120, 33 u. 35, wonach Bilkullati(?yia'bani{?) einerseits ein Ebenbild des Anu, andererseits eine Heerschaar Nintb's, des Kriegsgottes, heisst; darnach andererseits 83—1—18, 1332 Obv. Col. II, 25 ff. (iVoc. of the Soc. of Bibl Arch. 1888 Dec): mulu = kakkabu (Stern), ?(e)abbu und ütru, auch von Gestirnen gebraucht; Craig Atiron, Texte p. 11 Z. 15: (kakkabu) f(e)abbu ; endlich V R 32, 5 f. : f(z)a-ba : munu und tfjt)a-ba kakkabu: dasselbe. Man wird nun von vorne herein geneigt sein, unter dem fallenden schweren Stern eine Sternschnuppe bez. einen Meteoriten zu verstehen, und das bestätigt wohl die letztgenannte Stelle. Denn darnach dürfte der Stern genannt ${z)a-ba = muttabriku, gewiss für muttabrifcu, = [gir-~\ri (gir = baräku)t d. i. „der Blitzer", sein. Ein blitzender Stern kann aber doch kaum etwas Anderes als eine Sternschnuppe sein. S. auch 0. S. 76 p. 5, wonach wohl ein Muttabriku im Gefolge NcrigaFs ist, des Totschlägers par excellence. Bekanntlich sind auch nach althebraei- scher Vorstellung die Sterne Krieger. Denn nach dem Deborah-Liede kämpfen sie von ihren Bahnen herab mit Sissera, natürlich als Krieger Jahveh's, des tflttäS TYlTP. Eine meiner Ansicht nach bedeutsame Pa- rallele zwischen babylonischen und hebraeischen Vorstellungen, die sicher nicht auf Entlehnung beruht. Z. 35. Zu bapäpu s. 0. zu S. 126 Z. 15. Z. 36 und 8. 132 f. Z. 44, 28, 33. *itUamaf}buru K 61, I, 2 u. 432 S. 130 f. Z. 36— S. 136 f. Z. 3 o. K 71b III, 67 (von Fr. Küchler copiert) wohl vom „Annehmen" der Speisen durch die Verdauungsorgane. 8. 132 Z. 40 + 47. Zu %(k)isru sa Anim s. o. zu S. 130 Z. 28. Z. 21. ianitu ursprünglich wohl mit Delitzsch Handw. p. 675 = „andere" (dann vielleicht sänitu zu lesen). Aber , wie Tafel V Col. (III) IV Z. 13 (8. o. S. 164) zeigt, hier auch = „altera" im Sinne von „zweite" in der Reihe, ebenso wie ianütu. Vermutlich liegt hier eine Contamination mit 8ia'bani(?) nach Tafel VIII Col. (II oder) III bereits tot ist. aber nach „Tafel II" Col. III und IV noch lebt; in Tafel VII nicht, weil Col. II von „Tafel II" selbst nicht bei der Annahme, dass uns eine Reihe von überleitenden Versen fehlt , unmöglich die Fortsetzung von Tafel VII Col. I sein kann. Also ist „Tafel II" zwischen Tafel I und Tafel VI ein- zufügen. Nun aber handeln unsre Tafeln „III — V" alle 3 vom Zuge nach der Ceder des Humbaba, von dem in unsrer „Tafel II" höchstens in Col. V die Rede ist (s. dazu u.). Somit wird unsre Tafel II vor diese 3 einzu- ordnen, also wirklich Tafel II, und werden daher diese wirklich Tafel III— V sein. 8. 186 Z. 1 o. Wer dieser Greis ist, ist nicht klar, sibu auch, wie o ~ ipt und tSAJwr = »Aeltester". Sehr wohl möglich, dass mit dem sibu ein „Aeltester" oder der abu =s „Vater" von Erech gemeint ist. S. dazo o. p. 268 ff. Z. 2 o. Er weint über seinen Freund, wohl weil dieser sich in Sehnsucht nach seinem Felde und seinen Tieren verzehrt und dahinsiecht. Dessen Unzufriedenheit mit seiner neuen Lage erhellt aus Col. Ulf. Z. 3 o. namba könnte eine Form *nab'u von ndbü sein, das, wie nubätu == „(Toten-)Klage" wohl feeigt (s. S. 162 Z. 44 f.), nicht nur im Piel „klagen41 heisst. Zu vermutlichem namba der lallafxti 8. II R 32, 17 f. : lattaru hinter munambü mit i-lu als gemeinsamem Bestandteil ihrer Ideo- gramme. Fraglich ist aber, ob man von lallartu (= Klageweib) den Pia- 8. 136 f. Z. 3 o.— S. 188 f. Z. 26. 433 ral lallarlti bilden und demgemäss so abtrennen darf, wie im Text ge- schehen. Das regelmässige Praesens von ipisu lautet bekanntlich ippui, wo- für aber auch eine Analogiebildung nach der Normalpraesensform mit a in 2ter Silbe erscheint. Von der aus könnte immerhin unter Einwirkung des i der ersten Silbe ippis gebildet sein. Vgl. lütippiS Nebukadnezar Grosse Inschr. II, 1. Z. 7. Zu tibü s. o. p. 306. Z. 2 u. barbaru, geschr. lik-bar, nach seinem Ideogramm und Syn- onym ahü ein „fremder" „Hund", d. h. ein fremdes, nicht einheimisches, mit dem Hunde verwandtes Tier. Denn bar ist das Ideogramm für ajü. Dieses bar mit gleicher Bedeutung vielleicht auch in dem Ideo- gramm für Bergziegenbock im Unterschiede von dem für den zahmen Ziegenbock (s. o. zu S. 40 Z. 30). Also „wilder" „Hund", nicht canis domesticus. Weil stereotyp mit dem Löwen zusammen erwähnt, wird es schwerlich den Schakal bezeichnen, sondern wohl den Leoparden oder den Tiger oder sonst ein Tier aus dieser Sippe. Der Löwe ist ja nach seinem Ideogramm auch ein „Hund", und zwar ein grosser, barbaru mag zu birbirru „gewaltiger, furchtbarer Glanz" gehören. Glanz und Schrecklich- keit gehen mit einander. Arab. ^ j = „Löwe" — eig. Brüller — mag im letzten Grunde dazu gehören, falls diese Etymologie hinfallig. Trotz seines Synonyms aftü = „der wilde, fremde (sc. Hund)" steht griech. ßdffßaQog natürlich abseits. Im Unterschiede von lik-bar mag lik-kü (cf. ku = „sitzen", „wohnen") den Haushund als „sesshaften Hund" be- zeichnen. Z. 6 u. Zu Uruk supüri s. zu p. 116 Z. 9. 8. 138 ff. Hiervor also mit S. X f. der Vorbemm. S. 186 ff. CoL III einzuordnen. 8. 188 f. Z. 26. asakku mit dem Ideogramm azag-an wechselt fraglos mit iklitu = „Finsternis". S. IV R» 39 [44 u. 45] Rev. 21 f., Tiglatpileser I Col. VIII, 67 f. , Btcueil de Travaux XVI p. 179 Z. 24 gegenüber IV R* 12 Rev. 26, IV R2 38 [41], 6 ff . Vgl. Belser in den Beitr. z. Assyr. II, 153 f. Daher asakku aklu — „düsteres asakkutt in Beitr. z. Assyr. III, 240 Z. 3. Andererseits asakku (zur Lesung mit 8 und nicht 8 s. jetzt o. p. 282 Z. 12, 16, 28) oftmals parallel mit namtäru „(tötliche) Seuche1* und mursu „Krankheit". S. dazu z. B. Delitzsch Handtc. p. 144 und dazu die eben gen. Stellen o. p. 282. Aber dass es deshalb nicht gerade ein Krankheitsdämon bez. eine Krankheit selbst ist, lehren K 2852 4 K 9662 Col. II, 3 (bei Winckler Altor. Forsch. II, 32), wonach ein Unglückstag eine Ausgeburt des asakku - Dämons ist und IV R* 1, Col. I, 48— Col. II, 4 ff. Denn darnach (Z. 48 ff.: sei es eine faBARtu etc. *d. i. ein Fieber etc; Z. 51 ff.: sei es eine Hierodule, die . . . etc.; Z. 66 ff. : sei es „gegen den Hunger, den ich habe, möchte ich Brot essen" usw.) um- fasst das in Zz. 4, 6, 8 und 10 genannte asakku die verschiedensten Arten menschlicher Leiden, bedeutet also ganz allgemein Unglück, Leid u. Dgl., Je&Mn, Mythe* n. Epen. 28 434 S. 138 f. Z. 26-35 1 und wegen V R 46, 28, wonach das „Leichengestirn" die Leiche oder der Korper des asakku heisst, ein „tätliches oder wenigstens ein verderbliches Unglück*. Hebr. *jtjn == „Finsternis" und = „Unglück" erlaubt es, die beiden asakku zu identificieren. Vermutlich asakku mit *jtjn verwandt; zu s für zu erwartendes i vgl. sakäpu = l^tJ (o. p. 306). Sumer. o-stp(k) und azag-AX = o#alfcu wären auch deshalb schon Kunstwörter nach assyr. Vorbilde. Z. 28. Zu ifftu uUänumma s. o. zu S. 84 Z. 63. Z. 29. Zu Hambät 8. o. zu p. 62 Z. 6. Z. 30 f. Zu simtu s. o. zu S. 54 Z. 15. Z. 31. Zu fcurunnw s. o. zu S. 12 Z. 9 u. Z. 32. rata, eig. „gross", hier natürlich Soviel wie „grossartig". S. u. Z. 35. Z. 33. Zu damjcu s. o. S. 96 Z. 26. Z. 34. Ueber talimu s. zuletzt Winckler ^ftor. Forsch. II p. 193 ff. Darnach soll es nicht „Zwillingsbruder" (so nach Delitzsch Sandte. p. 707 f.) heissen , sondern den Bruder bezeichnen , welcher neben dem eigentlichen Erben des Reichs zum Tronfolger oder doch zum Erben eines eigenen Königtums bestimmt ist. Diese Erklärung scheitert schon daran, dass nach Col. 13 Z. 6 auf Seite A des Obelisk's Mani&usus (Scheil Textes elam.-sSmü. I PL 3) Tam-ma = Talimu als Name vor- kommt, und zwar höchst wahrscheinlich für eine Person aus dem Volk. Aber auch einen Tronfolger wird man nicht mit einem Namen genannt haben, der ihn als solchen bezeichnete. Vgl. den Personennamen Habü- tatimi-usur U R 64, 17. Dass talimu aber nicht = „Zwillingsbruder", ist und war schon längst fraglos. Zu einer richtigeren Auffassung Fol- gendes: Wenn Istar sogut die talimtu des Samai ist (Z. f. Assyr. V, 79,6) wie dieser ihr talimu (II R 66 No. 1, 3), wenn sich Assurbänaplu und Samaisumukin gegenseitig talimu nennen, kann das Wort kein einseiti- ges, sondern muss ein gegenseitiges Verhältnis bezeichnen. Für ein wei- teres Verständnis des Wortes scheint wichtig: 1) unsre Stelle: ibri tali- mika\ 2) Rm. 345 (Meissner Suppl. p. 22): talimu hinter ru'a = „Freund, Genosse"; 3) das Ideogramm und sumerische Aequivalent tam = tarn für das Wort, da dam + tam (V R 12, 6) = ftä'tru = „Buhle*, während dam = „Ehemann" ; 4) das sumer. Aequivalent ang (= am oder im) -f u -f- dil (auch = ru) für talimtu (Sm 954 Obv. 21 f.), da amg auch = „lieben" und uru auch = „Bruder". Darnach talimu etwa der Bruder als der, den, oder als der Bruder, den man lieb hat, mit dem man in beson- ders inniger Freundschaft und Liebe verbunden ist? Daher sein Ideo- gramm dil -dil (IV R» 13, 53 f.) — cf. II R 64, 17 f. — , das auch = mübar[i8] = übereinstimmend (V R 40, 4) ? Zu sutlumu = „geben«, und dann dies eig. „zugesellen", „beigeben"? dil auch Ideogramm für na- dänul Dass talimu = „Bruder" mit keiner Einschränkung, auch durch O^fi im Samarit, = „Bruder" schlechthin, nahegelegt. Z. 35 f. Zu maya(ä)lu o. p. 92 Z. 17. S. 138 f. Z. B6— Ö. 140 f. Z. 8. 435 Z. 36. fctmnä nach Delitzsch Handw. p. 337 f. = „sorgsam be- wahren, zubereiten" u. ä. Die häufige Verbindung mit kinis = „in ge- höriger Weise" dürfte diese Bed. wohl etwas zu „so machen, wie es sein soll", also „tadellos machen", modifizieren, taknü dann eigentlich „Tadel- losigkeit". Z. 37. asäbu = „wohnen", „sitzen" als Intransitivum nicht mit dem Akkusativ dessen, wo man wohnt oder worauf man sitzt, verbunden, und Subtu trotz kussü = iubtu (II R 23, 71), das nach o. p. 409 (ma-a- a-lu ss traft*) zu beurteilen sein wird, sonst nicht = „Sitz" oder gar „Stuhl". Also — beachte auch das Adj. nifrtal — iubtu aiäbu wohl figura etymologica = „ein Sitzen sitzen". „Sitz" zur Linken des Königs. Z. 39. usab für uiabbi nach bekannten Analogieen (Delitzsch Gramm, p. 95 ; V R 65, II, 9 : uirnal für uSmalli usw.) ? S. auch oben p. 68 Z. 9. Zu damämu s. o. S. 28 Z. 113. Z. 40. Zu sambäti s. o. p. 62 Z. 6. Zu dulluy eig. = „Arbeit", „Mühe", dann ein Synonym von murfu, 8. Sm. 949 Obv. 15 bei Delitzsch Handw. p. 219 (Craiq Rd. lest* II, 3), auch hier mit malü verbunden. Also etwa = „Leid", Mühsal", „Schmerz". Vgl. o. p. 352. Z. 41. arhika = „hinter dir" oder „nach dir" brachylogisch = „nachdem sie mit dir zu tun gehabt"? Cf. arab. 4Üüu- Zu mala s. o. zu S. 86 Z. 2. Darnach hier zu übersetzen: „habe ihren Leib malü tragen lassen". Z. 42. Bei meiner hypothetischen Lesung labbi dachte ich an syr. «•Hbtt K3RD (Löwenkrankheit) und KfWHK = „elephantiasis". Da aber masku hier nach o. p. 401 zu p. 86 Z. 2 keine Krankheit ist, son- dern als Kleidung dient, ist „Hundehaut", — also maäki kaibi — , der Deu- tung „Löwenhaut" = maski labbi vorzuziehen. Zu rapädu s. o. p. 126 Z. 24. Das Freudenmädchen treibt sich also, ausgestossen aus der mensch- lichen Gesellschaft, in ärmlicher Kleidung, in Not und Entbehrung auf dem Felde umher. 8. 140 f. Z. 44. „Bande" (des Herzens bez. des Inneren) wegen des Folgenden = „eingefressener, festgewurzelter Groll"? Cf. k((c)i$irtu IIB 28, 8, wohl = „Groll", von kcqäru „festbinden", und kä$ir ikkQ$)imuY'R 4, 38, da ikkimu vielleicht zu nakämu , das vielleicht = „zürnen" (Z. f, Assyr. V, 79, 31), sowie IV R 8, Z. 10 (ftsir libbi). Z. 3. Den iapru oder sapru eines „wilden Hundes" beissen nach Tafel VI, 63 (o. p. 170) die Hunde. Nach V R 50, 48 f. wird vom Unglücksdämon die i(8)appartu = su (= Haut) + mtosub (= Haar), d. i. mit Delitzsch Handw. p. 683 jedenfalls das „Fell", des ${s)apparu d. i. des Bergziegenbocks (oder des Gazellenbocks?) gepackt. Also i(8)ap- 28« 436 8. 140 f. Z. 3—13. ru wohl dasselbe. Dass ia-par an unsrer Stelle eben dies Wort ist, dies also sapru mit $ heisst, zeigt wohl kimmatsu in der f. Zeile. 8. dies. Z. 4. nussusu vom £(&,£)tmfftatu auch Maklü VI, (m,) 81 ; vom Schwanz und vom pnt-tu, also wegen der Bed. von k(kg)immatu wohl vom pirtu ss „Haupthaar", II R 20, 41 f. Dieses nussu.su nach dieser Stelle = dub-dub-bu und nach Z. 43 ibidem von H{,d)urruku gebraucht, dub aber auch = „schlagen", speciell auch = taräku (o. zu p. 114 Z. 36). Darnach scheint nussusu ein Synonym von tnafräsu, wofür auch Z. 3 an nnsrer Stelle, falls richtig ergänzt, da im Parallelismus mit Z. 4, sprechen würde. Vgl. ferner ad-du = nissaiu IV Rf 19, 13 f., ad-du = nazäzu II R 20, 29, nizzaiu = nissaiu ibid. Z. 32 und nazäzu sa &tpt (vom Zerschlagen) ibid. Z. 30. Also nasäsu auch hiernach = „schlagen" und zwar specieller auch = „zerschlagen" und nissaiu = „Schmerz" eig. = „Zerschlagung" ? Aber wozu „schlägt" man sein eigenes Haar für Jeman- den (Majclü 1. c.) ? „Schlagen" vom eigenen Schwänze könnte kaum etwas Anderes als „mit ihm heftig wedeln" sein. Also nussusu vom Haar es „schütteln"? k{k^)immatu nach dieser Stelle, Taf. VI, 2 (o. p. 166) und Ma&ü VI, 81 Bestandteil des Körpers oder der Kleidung, nach IV B* 27, 6 f. und V R 26, 44 eines Baumes. Nach der vorletzten Stelle entstehen die Blüten oder Zweiglein am himmaiu des Baumes. Also ist dies wohl die Krone und demnach am Menschen das (Haupt)haar. Weiter kommt in Betracht (s. o. zu nussusu), dass nussusu sowohl vom himmaiu als auch vom pirtu = „Haupthaar" gilt, und wohl auch, dass ein ganz ähnliches Ideogramm wie das für kimmatu mit dem für §ärtu = „Haar" und HpäÜ = „Wolle" zusammen die Bed. „Haar" hat (S* 1 Col. HI, 19 und Haupt a. s. k. t. 82 f. (II R 17) Z. 6). Also ki^yimmatu gewiss = „Haar" oder „Haupthaar". Z. 5. mxsirru „Gerät zum Umschliessen", nach V R 32, 40 = mi- tafr, gewiss mit Zimmern (als Lehnwort) = hebr. ntö = »Gürtel0. Darnach misiru in II R 17 (Haupt a. 8. k. t. 87) Z. 64, = su-1-ib-ib-ba, wohl dasselbe. Vgl. King Magic No. 53 Z. 17: su-f-iB der Taille und -ib = kablu = „Taille". Zu dessen Synonymen uppu und uppitu s. o. zu p. 76 Z. 11. Z. 7. Dass islln in unveröff. Texten = „pisste", bereits längst von Bezold erkannt (nach einer vor vielen Jahren erfolgten persönlichen Mitteilung an mich). Da es zu sxnäii und D^TD gehört, scheint hebr. ■priOT) in T*p!l "pniDtt Lehnwort aus dem Assyr. zu sein. Z. 8. Zu tf-SiK-fcu 8. o. p. 278 Anm. 8. Z. 10. Das Vorhergehende jedenfalls eine Verwünschung. Aber- mals eine der Hure durch Bil-kullati(Y)-ia-bani(?)? Vgl. p. 186 ff. Col. HI und p. 138 Z. 29. Z. 12. Zu iUalu mit überhäng, u s. o. zu p. 24 Z. 61. Z. 13. Oder kabta(a)ti zu kabitiu = „Bauch" als Ort und Ur- sprungsort der Gedanken? 8. 140 L Z. 16-8. 142 f. Z. 7. 437 Z. 16. Zu a**a*t mit -t s. p. 64 Z. 21 u. Z. 24. Hierhinter also nach p. X f. der Vorbemm. Col. IV auf S. 188 ff. einzuordnen, welche somit die Fortsetzung des Traumes (s. Z. 14 ff.) ent- halten dürfte. Z. 44. Zu patru 8. o. p. 72 Z. 25. 8. 142 f. Z. 46 o. Ifö&u Planet überhaupt oder speciell der Gud-uik Jfarradu-Planet = Merkur. S. m. Kosmologie Index und zur richtigen Bestimmung des Gud-ud- Planeten Epping Astronomisches aus Baby- lon p. 112. Z. 42. Ein Richter der Anunnaki (dazu o. p. 88 Z. 31 ff.) nach o. p. 266 Z. 1 Gilgamis, aber gewiss erst nach s. Tode. Also hier nach I R 4, XIII, Z. 1 ff. wohl äatnas, der Richter der Anunnaki(? I), zu verstehn. Z. 44. Zu eikru banü ina libbi s. o. zu p. 86 Z. 11. Darnach hier zu erklären: „er stellte sich den oder einen Fluss vor". Welchen Fluss? Falls im Vorherg. bereits vom Zuge gegen Humbaba und zu dessen Ce- der die Rede war, mag, da diese Ceder der Lebensbaum des Paradieses ist, mit dem Fluss dessen Fluss gemeint sein. Also, weil im Osten, der Uk(k,g)nü'Cho&8ve8y von dessen Wasser allein laut Herodot I, 188 die persischen Könige tranken? Z. 46 u. Zu pasiüru s. o. p. 92 Z. 13. . Zum Üammaku-Eolz s. Sanherib Kuyundjik 4, 3; Layard 62, 684. K 165 Obv. Z. 6 (Meissner Suppl. p. 3 hinten) und El-Amarna Berlin No. 26 IV, 6 (ein li§ d. i. „Napf" aus üammaku). Z. 47 f. Die ungefähre Bed. von mallatu ergiebt sich aus unsrer Stelle: ein Behälter für Honig und Butter, den man — gewiss zu Opfer- zwecken — auf einen Tisch stellt, Weiter zu beachten: mallatum = masirru = tulü = (isu) liS + x in K „4878" Col. UI, 47 ff. .und. (isu) LiS-Ni-gfö d. i. „Öl(Salben)-salb-Li8u = napsastu. napsastu-napfaltu aber = „Salben-Napf , -Schüssel". Auch IV R» 57 [64] 7b? Vgl. ib. Z. 8 + 15a. Also li§ = itjcurtu wohl auch = „Napf" und die itkurtu einer Wage (V R 26, 15) die „Wagschale", mallatu für *maVatu zu malü = „füllen" ? umaüi und umialli an unsrer Stelle! Z. 47. Zu sämiu s. 0. p. 90 Z. 56. Z. 48. Zu uk(k,g)nü s. ibidem. bi(i)-mi-tu wohl bemetu zu sprechen und = „Butter", nicht „Rahm" (so auch Delitzsch Handw. p. 280), oder doch auch = „Butter", schon wegen des syr. (aus dem Babyl. entlehnten) KPIKn = „Butter". Z. 49. Zu su'unu oder zu'unu s. 0. p. 128 Z. 11. Z. 7. Humbaba nach allgemeiner, sicher richtiger, Annahme ein elamitischer Name, zusammengesetzt mit dem elamitischen Gottesnamen Humba-Humban etc. (s. dazu Jensen in W. Z. K. M. VI, 56 ff.). Dem entsprechend liegt der Cedernwald mit der von Humbaba bewachten hohen Ceder, in dem er haust, im Osten. S. II R 50, 65. Dieser Cedernwald ist das Allerheiligste der Irnini-Istar (0. p. 160 Z. 6). Es scheint daher die bisher blos auf die Aehnlichkeit der beiden Namen Humbaba und Koufaßos gegründete Annahme, dass die damit bezeichneten Personen 438 S. 142 f. Z. 7-8. 148 f. Z. U. urspr. dieselben sind, sehr verführerisch : gumbaba wohl der Schirmer auch der Irnini-Btar, und Kopßaßog der Wächter der Zt^axovl%% vermutlich als einer ursprünglichen IHar- Astarte, wie schon ihr Name nahelegt (s. Lu- CIAN Dt syria dea 19 ff.). Zu Hu(m)baba der Gott Gu-öo-oa in III R 66 Obv. b Z. 7? Vgl. dazu aber auch die Göttin Kasbaba (ib. Rev. d Z. 17 vl sonst). 8. 144 f. Z. 4. i?$ur hier wie in Tafel IV, vi. 41 wohl im Condi- tionalsatz und daher mit der Bedeutung unseres Praesens. S. u. zu Z. 9 f. und Delitzsch Grammatik p. 359. Vielleicht hier im Vordersatz. Z. 6. Zum Cedernwalde s. zu p. 142 Z. 7 und Tafel V Col. 1, 1 ff. o. p. 158 ff Z. 9. Oder ubla (Grundbed. „brachte") hier eig. = „brachte hinein", nämlich in den Kampf, also „riskierte" ? Zum Praeteritum s. Z. 4. Könnte auch Praesens sein. Z. 10. Möglich, dass -inni Pron. suff. der ersten Person. Dann natürlich im Anfang der Zeile kein ni zu erg. Zum Praeteritum nipfid s. o. Z. 4 u. Z. 9. Z. 15. Nin-sunt nicht Ningul] nach Reisner Hymnen p. 136, 21 (Nin-sun mit phonet. Complement na). Nach II R 59, 24 f. Gemahlin des Lugal-banda, des Bei von Erech, wozu o. zu p. 54 Z. 2 u. p. 176 Z. 192 zu sehen. 8. 146 f. Z. 18. Zu kä\a)tussu s. vielleicht sadussu o. p. 48 Z 22 und Parallelstellen. Z. 20. Zu Nm-sun 8. o. zu S. 144 Z. 15. Z. 3 f. Zu simtu s. o. zu S. 54 Z. 15 f. Z. 5. Zu agü s. zu p. 30 Z. 14. Z. 6. Zu ipiru vielleicht = „sättigen", wenn nicht = „versorgen", 8. o. zu p. 120 Z. 40. Zur Endung -(a)ni s. o. p. 90 Z. 55 ff., p. 92 Z. 20. Z. 7. Für uru oder üru s. die bekannten Belegstellen bei Delitzsch Handtc. p. 130. In IV R* 16, 64 wird der uru als ein Teil oder Zube- hör eines Hauses genannt, über den hinweg oder auf den hinübergehend man in's Haus hineingelangt, und zwar zwischen Teilen der Tür und des Türrahmens und dem „Loch" oder Fenster. Also ist er wohl ein Teil des Hauses. Nach IV R* 1*, 58 geht man hinüber auf oder zu dem uru, um in's Haus zu kommen. Darnach wäre der uru vielleicht ein Raum im Hause hinter der Tür, zu dem man durch Ueberschreitung der Schwelle gelangt, also ein Flur, oder wahrscheinlicher — der Söller des Hauses, das flache Dach, auf das man von dem Dach des anstossenden Hauses aus gelangen kann. Nun aber kann er auch hoch sein (IV R* 1, 25). Also ist Letzteres gemeint. Und das passt vorzüglich an unsrer Stelle und Ckaig Eelig. Text* I, 66, 15, wonach man auf den uru hinaufgeht S. auch die im Index zu Zimmern 's RituaUaftln p. 220 genannten Stellen. Zum Opfer auf dem Dache s. Jebemias 19, 13; 32,29 u. Zefhakia 1, 5. Z. 10. Für „Herz" wohl auch hier „Inneres" zu lesen. S. p. 316 f. Z. 12 und 8. 148 f. Z. 17 u. 1. Zu ffumbaba s. o. p. 142 Z. 7. Z. 14. rdktibu ausser = „reiten" ja auch = „fahren" und (Berge) S. 146 f. Z. 14— S. 150 f. Z. 40. 439 „hinaufsteigen" (s. Delitzsch Handw. p. 619). Der Weg zu Humbaba, in, wenn nicht nördlich von Elam, führt üher's und durch's Gebirge. Z. 16 u. Zum Cedernwalde 8. o. p. 144 Z. 6. S. 148 f. Z. 18. Oder u = „und". Z. 40 u. 7. Zu irakkab b. p. 146 Z. 14. S. 150 f. Z. 12. Zu gumbaba s. o. p. 142 Z. 7. Z. 36. Zu §irku = „Geschenk" s. Zimmern Ritualtafdn 178 Z. (9) u. (11) etc. Z. 37 u. 39. nin-an-ra (= sumer. nin-äHngirai+a)) in diesen Zeilen = intu nach II R 7, 20, V R 15, 29 und K 247, dem Revers von II R 26 No. 3. Bed. des Ideogramms : „Gottesherrin", „Herrin einer Gottheit". Zu fcw's d. i. „Herren" einer Gottheit s. 82-8—16, 1 Obv. bei Smith MisceU. Texte p. 25 und die Königsinschriften aus Telloh (K. B. III, 1 p. 66 u. 68 No. 7 Ib bis, und II), vielleicht auch o. p. 188 Z. 42. Darun- ter werden natürlich (Ober)priester, also unter nin-an-ra's = inlti auch wohl „(Ober)priesterinnen" zu verstehen sein. Dass das hier gemeint ist, zeigt wohl das f. kaJdäti in Z. 37. Vgl. Maklü VI, 26 f. + 37 f. Jeden- falls eine nin-an-ra = intu nach Craio Astr. lexts 30 Z. 28 eine Königs- tochter. Vermutlich hierzu initu in in R 4 No. 7, 2. Dann wäre die Mutter Sargon's des Ersten eine Priesterin oder „Herrin" gewesen, nin- an-ra — dann mit der Bedeutung „göttliche Herrin" ? — aber auch wohl = „Herrin" von einer „Göttin**. S. Z. f. Assyr. V, 80, 18, wo es doch wohl as inütu bezw. bilütu oder intütu bezw. biltütu, schwerlich = intu = Priesterin. Darnach hier = „Göttin"? S. Z. 40. Z. 37. Jcaidu ausser an den bereits Delitzsch, Handw. 598, be- kannten Stellen noch Maklü 11. s. cc. und Beitr. z. Assyr. III, 250 Z. 13. kasdu gilt darnach von Priesterinnen (, vornehmen Frauen oder Göttinnen), einem Tempel(, der auch kusudu sein kann,) und heiligen Satzungen, also wohl von lauter heiligen Personen und Sachen. V R 28, 3 f. wird allum sb kasdu zwischen misi = stru und mm » bar-su erwähnt, dies misu kann zu misu = „gewaschen, rein" gehören und wird dies auch wohl, da dessen Synonym bar-su dasjenige porsu — = „Gebot" — bezeichnen könnte, das auch = Mf, auch = „gewaschen", „rein", und in B. z. Assyr. 1. c. koidu als Attribut hat. Ferner ist , wie nach dieser Stelle in V R 28 oüu von JcoSdu, so xllu ein Synonym von Jcuddusu = „rein", „heilig" und wohl auch von kusudu (TiglatpIleser I Col. VII Z. 90). Also kos* du wohl sicher ein Synonym von illu = „rein, heilig" (nach Delitzsch Handw. 1. c. = „herrlich, erhaben"). Es zwingt sich daher auf, dass Jcaidu für *kadsu steht, wobei nur befremdlich wäre, dass neben kuddusu Jpu&uäu für kussudu vorliegt. Doch könnte sich diese Bildung an Jcaidu anlehnen. Darnach könnte kadistu, die „Venuspriesterin", „Hierodule", nach ihrem sumerischen Aequivalent „die nicht Schmutzige", das Femini- num zu kaidu sein. Vielleicht dann mit Zimmern ga-\l-ditiu = „Eigen- schaft einer kadistu" (V R 25, 10) statt gadildütu gasdütu zu lesen. Z. 40. märai iläni, falls kein Compositum — also Plural von marat-ili = „Gottestochter" — , = „Tochter der Götter". Vermutlich Erste- I 440 8. 150 f. Z. 40-8. 154 f. Z. 50 o. res und || initi, also von göttlichen Gottestöchtern oder menschlichen, und dann wohl Priesterinnen. Z. 45. Zu stiftu = „Begehr1' s. m. Kosmologie p. 440 f. Nach den dort genannten Stellen sä&u etwa = „begehren" oder sich „freuen an" und sufrfyu wohl ein Synonym yon sullü = „bitten". Darnach wäre 8ü$h = „Begehr", während durch o. p. 240 Z. 164 — das Anfertigen geschieht gemäss dem sufyu — eine Bed. „Freude" ausgeschlossen wird. Zu sä^u med. j, wohl = „staunen", s. o. p. 96 Z. 26. Anders Delitzsch Handle. p. 565 f. S. o. p. 208 Z. 51 und p. 240 Z. 164. Z. 48. Zu kisti irini s. o. p. 144 Z. 6. Z. 17 und S. 152 f. Z. 23. wpar nach V R 28, 46 = ndklam p% = „Gerät zum Bedecken des Mundes". Dazu mukll sipri = „Halter des äipru" = p(b)usmu vor nap(b)samu V R 28, 87 -+- 92, da nap(b)samu = mdfcsaru ia pt = „Gerät zum Binden des Mundes" (V R 47, 40 f.), also mit Delitzsch Handw. p. 532 gewiss = „Zaum und Gebiss" o. ä. Somit ispar, V R28, 46 unter allerlei Wörtern für „Binden" und Dgl. genannt, ohne Zweifel mit ähnlicher Bed. Gewiss zu sapäru = „regieren" (Form miksadu : cf. ikribu usw.) u. syr. fcHOBK — „Halfter", das Lehnwort aus dem Assyrischen sein müsste, wie direkt oder indirekt neupersisches efsär = pehlev. afsär mit gleicher Bedeutung. Ferner dazu gewiss arab. .Uu, mit ähnl. Bed. ; also Ju, = „reisen" davon denominiert und eig. = „den Zügel anlegen"? Endlich hierzu auch wohl ufparu, eine Insignie der Eönigswürde, das also auch ein „Zaum" wäre. Hält doch der König den sirritu s „Zügel" seiner Untertanen. Darnach an unsrer Stelle ispar = iipar = „Zaum" ? Nach IV R* 34 Z. 1,5 etc. : iipar , gewiss = sume- rischem ai- oder ii-b(p)ar, = „Entscheidung", für Sargon, und Thomp- son Reports No. 276 Z. 2 : iipar Bauillü (s. V R 44, 19) aber wohl eher jenes {spar in IV R* 34, also = „Entscheidung". Z. 18. Zu ffumbaba s. o, p. 142 Z. 7. S. 152 f. Z. 21. Zum Cedernwalde 8. o. p. 144 Z. 6. Z. 40. duppuru = „vertreiben" gesichert, nicht aber dapäru. S. o. zu p. 6 Z. 19. 8. 154 f. Z. 41 u. 43. Zu itlu s. o. p. 58 Z. 18. Z. 43. Zu ullänumma 8. o. p. 84 Z. 63. Zu ba~ni s. o. zu damiktu in p. 96 Z. 26. Z. 44. Isfrara = i&ar. Zu Wfl-a-a-a/ s. o. p. 92 Z. 17. Z. 47 o. Zu nadänu ana s. o. p. 122 Z. 12. Z. 48 o. Oder issabtu = „wurden gepackt" ? Zu tisbtUu, ohne ein Wort für „Weg" = „einen Weg einschlagen", 8. Delitzsch Handw. p. 561. Z. 49 o. kubbutu eigentlich „schwer machen". Z. 50 o. i-na-u$ doch wohl für inäs, als Analogiebildung nach inüs und dem regelmässigen Verbum oder als archaische Form. Cf. die „kappa- docischen" Täfelchen und spec. in L. 9 (Delitzsch Beitr. z. Eni*, u. S. 154 f. Z. 50 o.-S. 166 f. Z. 5. 441 Erkl. d. kappad. Keilschr. p. 240) i&aumu. Vielleicht repraesentiert üurru im Praesens älteres *üauru. Z. 45 u. Zu Humbaba 8. o. p. 142 Z. 7. » Z. 46 u. Zar hohen Geder 8. p. 156 a. p. 160 Z. 7 ff., auch p. 186 Z. 42. Z. 6. tutfuru eig. „losgelassen". Z. 7. S. o. p. 128 Z. 8. S. 156 f. Z. 1 u. 5. Statt „ erhalten" besser „unversehrt erhalten". Die hohe, von Humbaba bewachte, gewiss heilige Geder des Bei = „Herr" (s. o. p. 154 Z. 46 u., p. 160 Z. 7 ff. u. p. 186 Z. 42) offenbar das eigentliche Ziel des Zuges, der gegen Humbaba nur als deren Wächter geht. Gewiss ein Lebensbaum, dessen Genuss vermutlich Körper-, Mannes- und Lebenskraft verleiht und darum Schönheit (p. 166 Z. 6). Da sich diese Oder im Cedernwalde im Osten von Babylonien befindet (s. o. zu p. 142 Z. 7 und p. 144 Z. 6) und Humbaba, ihr Wächter, ein Elamiter ist (o. zu p. 142 Z. 7), mit dem Bei, dem Herrn der Geder, gewiss der elamitische Bei, nämlich (In)Suünak, gemeint, der II R 57, 48 mit dem assyrischen Ninib schlechthin identifiziert und ideographisch als der Gedern-^Ttntb bezeich- net wird (vgl. Scheil Textes ilam.-semit. p. 59 ff.), genauer als der „Ce- dern-Wasch-Mm 6", „der Ninib des Waschgeschäfts, genauer des Geschäfts des sich Waschens, mit der Ceder" (vgl. II R 57, 35 u. o. p. 44 Z. 20 u. 23). Vgl. 83—1 — 18, 1830 Rev. Col. III, 35, wonach dessen Ideogramm suh auch für den elamitischen (Iri)Susinak gebraucht werden kann. Der „Wasch-iVtnto" ist aber wohl der sich im Ostmeer beim Aufgehen waschende Sonnengott (s. o. p. 48 Z. 17 f.). Ninib ist ja die aufgehende Sonne, Der im Meere sich waschende Sonnengott gewinnt aber dadurch neues Leben und Ninib ist wie seine Gemahlin Gula eine Heil- und Lebens- gottheit (I R 17, 9; K 128 Obv. Z. 6 usw.), und so weist wohl auch die eigentumliche ideographische Bezeichnung des elamitischen Nin%b'(In)£u- sinak darauf hin, dass die Geder des elamitischen Bei = „Herr" ein Lebensbaum ist. Das würde auch bestehen bleiben, wenn der Waschort des Cedem-Ninib nicht das Meer im Osten, sondern z. B. irgend ein Fluss wäre. Denn fraglos ist ja Ninib ein Lebensspender und, wo immer er sich auch waschen mag, geschieht das, da nicht zur Heiligung — denn jeder Gott ist als solcher heilig — , kaum zu einem andern Zwecke, als zur Neubelebung und Reinigung von lebenzerstörenden Stoffen. Vielleicht ist als der Ort, wo sich der elamitische Cedern-Ninib wäscht, ein Fluss des Cedernwaldes mit der Lebensceder zu denken, also der Paradieses- strom, vielleicht der Ghoaspes (s. zu o. p 142 Z. 44). Der Fluss, in dem sich der assyrisch-babylonische „Wasch-2Vtm6" vermutlich wäscht (o. p. 44 Z. 23), braucht kein Fluss auf der Erde, sondern kann das Meer um die Erde sein, das IV R* 1, 30 und anderswo in der Tat näru „Fluss" ge- nannt zu werden scheint. — Die hohe Ceder ein Lebensbaum, weil immer- grün, zugleich auch, weil hoch, also alt. Wie sie das Vorbild des Lebens- baumes im biblischen Paradiese sein dürfte, so darf man sie auch in der hohen Geder im Gottesgarten(?) (Ezechiel 31) wiederfinden. Wenn diese 442 8. 156 f. Z. 1—31. urspr. der schönste Baum darin ist (1. c. Z. 8), so wäre damit wohl ausgespro- chen, dass der wichtigste Baum im Paradiese, der Baum des Lebens, wenig- stens nach einer^Vorstellung eine Ceder war — eine weitere schlagende Pa- rallele zwischen der Ceder des Humbaba und dem biblischen Lebensbaum. Z. 2 u. 5. pufyäti genauer „Gegenstand der Furcht". Z. 3. Zu gumbaba s. o. p. 142 Z. 7. Zu rigmu, d. Synonym von ikkülu, s. o. p. 44 Z. 3 u. p. 90 Z. 53. Zu abübu = „Sturmflut" s. o. p. 24 Z. 49. Bed. von fraglichem ri-um-ma nach dem Vorberg, und Folg. und hebr.-aram. fttt sowie arab. ^j geraten. napissu = *napü-8u zu lesen? S. zu p. 126 Z. 10. Z. 6. Oder statt „indem" „und" zu übersetzen. Zu luMu (sprich lu'atu?) s. ausser u. Col. VI Z. 37 auch IV R* 29, 38 u. Mafrlü I, 102 (u. 105??): an ersterer Stelle luJ[tu] in Verbin- dung mit tnangu, wie unten in Col. VI, an letzterer „füllen mit luHu" im Parallelismus mit „schwächen der Kräfte" und „packen der Kniee"; fer- ner V R 47, 48, wonach es eine „Krankheit" ist, wie nach V R 47, 41 ippiru-manafrtu = „Ermüdung", „Erschlaffung". Also gewiss zu fa'ü = „kümmerlich, schwach, klein" und daher gewiss auch zu riKb-tfetb = „er- müden" und arab. ^^|. Nach Delitzsch Handw. p. 366 = „Unrein- heit", „Krankheit". Z. 28. mangu nach d. o. Bern, ein Synonym von luHu = „Schwäche" und mungu nach IV R* 28* No. 3, 12 eine Krankheit, vielleicht auch im weiteren Sinne, des Fleisches. Wohl für maggu bez. muggu. Darnach V R 56 Z. 45 zu verstehen : „seine, des tnakü, d. i. des Geschwächten (s. o. zu p. 68 Z. 9) Hand möge tnagägu „zu" dem schwachen Bewohner seiner Stadt, d. h. möge (selbst) gegen ihn zu schwach sein !" ? Ein Äquivalent für tnagägu ist tik-bim (II R 20, 52), das wohl nach K 4359 (Rev. zu II R 25 No. 2) = f^anäku, sonst = „ersticken". Falls die zwei tnagägu identisch, die eigentliche Bed.: „bewegungsunfähig sein und machen", z. B. „durch Ersticken"? Bei Assurnasiraplu I, 90 u. II, 72 muggugu = „einmauern" oder, bez. und dadurch „ersticken". Ob maJcäku Nebü- kadnezar Senkere II, 5 lüerber gehört (Delitzsch Handw. p. 423), zweifelhaft. Z. 30. Sonstige Stellen für pis(z#)nu$u bei Delitzsch Handw. p. 518 und Meissner Suppl p. 75. Z. 31. Zu dem hier möglicher Weise zu erg. Jyamü 8. die 2 Stellen unter T\XSF\ II bei Delitzsch Handw. p. 281 und die unter XMÜTi bei Meissner Suppl p. 39. Darnach (die Stelle in K 6082 Col. IV, 14 kann ich hier nicht einsehen) bezeichnet es im Permansiv eine Handlung oder einen Gemüts- oder körperlichen Zustand des vor einem Fürsten in Ehr- furcht Ersterbenden, also entweder „niederfallen" und Aehnliches oder auch „voll Ehrfurcht, Furcht sein" oder „von Furcht starr oder gelähmt sein" („zittern" wäre wohl Zuviel) oder Aehnliches. Nach Tafel V Col. IV, "9 (p. 164) tritt durch Vorübergehen eines Gottes ein Jyamü des Fleisches 8. 156 f. Z. 31— 8. 160 f. Z. 5. 443 eines Schlafenden, der einen schweren Traum hat, ein. Also bezeichnet das Permansiv von J^amü einen Zustand des Körpers, und zwar speciell einen allgemeinen des Fleisches, eines Erschreckten und sich Fürchtenden, demnach wohl „(von Furcht, Schrecken) gelähmt sein". Vgl. auch Craig Belig. Texte I, 9 Z. 17 ((von Furcht) ist sein Volk gelähmt) und vielleicht auch tfr-Mi-tfu in IV R» 3, 14. 8. 158 f. Z. 36. Der litlsu (UUsu?) ist nach V R 32, 58 ff., erg. durch K 4547, aus Leder bez. Haut oder Kupfer (oder Bronze), nach Craig Bei. Texte I p. 83 Z. 9 etc. aus Bronze. Er wird wohl geschlagen (Reisner Hymnen 144, 4), worauf auch sein mit dub, auch = „schlagen", zusammengesetzses Ideogramm hinweisen könnte, und vermutlich beim reli- giösen Gesänge des kalü gebraucht (Reisner 1. c. 47, Rev. 14 f. und vor- hergg. Zeilen), daher wohl der Gott Jo(?) als kalü II R 58, 61 das Ideogramm an = Gott + dub hat. Nach Craig Astr. Texte p. 44 Obv. 16 kann der lilisu einen Ton von sich geben. Also dürfte lilisu wie sein Synonym uppu ein Tamburin oder Aehnliches sein, dub ist bekanntlich ja auch = balangu- balaggu = fceftfc = „Pauke", und dürfte darum auch wohl nicht von 3 , 6|h und v_k> = „Pauke" zu trennen sein. Vgl. hierzu noch V R 26, 6 f., wo auf eine kippat balangi = dub eine kippatu von düb-di folgt, das auch = saräfou = „schreien" u. ä. Z. 37. Zu mangu s. o. p. 156 Z. 28. Die Form mungu IV R* 28* No. 3, 12 schützt vor einer Lesung raggu, die man mit Tallqvist in Maklü IV, 2 für man-£u annehmen muss. [S. zu mungu ferner K 6482 bei Be- zold Catalogue p. 790.] Zu lu'tu s. o. p. 156 Z. 6. Zu tibü 8. o. p. 306. Z. 39. Zu abälu vom „Herzen" (Innern) s. o. p. 316 f., p. 320 f, u. p. 357 f. Z. 40. Da pttkudu doch wohl = „Acht gebend" (s. o. Tafel III Col. I, 10 f. auf p. 144!), so dürfte üballu oder üpattu zu abälu (s. Z.39) gehören, also wohl üballu zu sprechen sein, und „denkend", wenn nicht „geschäftig", „tätig11 und Dgl. bedeuten. Z. 41. Zum Praeteritum in einem Conditionalsatz s. p. 144 Z. 4 ff. Z. 42. sumu hier doch gewiss = „Ruhm". Anders o. p. 108 Z. 16 u. p. 110 Z. 14? Z. 1. inappattu für inabbätfu-inabätu: stimmloses p aus stimmhaf- tem b durch Einfluss des stimmlosen t oder t} und tu für tu geschrieben, weil tu tu gesprochen ward. 8. 160 f. Z. 2. Zur hohen Ceder 8. zu o. p. 156 Z. 1. Z. 4. Zu Humbäba s. o. p. 142 Z. 7. „Hohen Tritts" bedeutet wohl irgendwie „stolzen Gangs". An und für sich auch die Lesung iäkin kibsu möglich. Aber das Messe (s. o. p. 114 Z. 27) „den Tritt hinsetzend" d. h. „anhaltend". Oder heisst sakänu kibsu auch „Tritt machen" = „gehen"? Z, 5. Zu Misuru vom Wege s. o. p. 24 Z. 59. 444 8. 160 f. Z. 6— 11 f. Z. 6. Zum Cedernberg als Wohnsitz der Götter Tgl. die Cedern im Garten Gottes (Ezecbiel 31, 8), der auf einem Berge liegt (Ezechiel 28, 13 ff.). parak wohl als Apposition zu verstehen, obwohl eig., d.h. sonst, nur von gebauten Götter- und Königskammern gebraucht. I(T)rnini(a) nach Craig Relig. Texte I, 67, 23 und Reisner Hym- nen p. 109, 66 etc. = Istar, rcsp. mit ihr identifiziert. Nach 83—1—18, 1330, Rev. Col. III, 25 f., K 2100 Obv. Col. II, 30 etc. hat Istar auch den Namen Innin-Innin(a). Wäre Irnina die ursprüngliche Form — was möglich — , könnte man an einen Zusammenhang mit irinu = „Ccder" denken und an eine Deutung: „unsre (liebe) Cedertf. Irnini wohnt ja im Gedernwalde. Die babylonische Göttin Istar-Irnini auf elamitischem Ge- biet mag die von Kudurnanfrundi um 2280 vor Chr. aus Erech entführte Nanai-*AnaUu-AnahUa sein, die hier im Tempel (I)ana wohnte, und es ist vielleicht nicht zufallig, dass der Zug nach dem Allerheiligsten der Irnini-Iitar von Erech aus unternommen wird. Möglich, dass dabei auch beabsichtigt war, sie nach Erech zurückzuführen. Z. 9. Zu fyitlup und bitlupat s. fraläpu bei Delitzsch Handtc. p. 277 f. Dort aber unter I, 2 mit Bed. 2 einzuordnen. Zu gissu 8., ausser den 2 Stellen bei Delitzsch Handle, p. 203, Z. f. Assyr. X p. 199 Z. 15 (hinter ittittum, gewiss = ütittu = ^ntf) und K 883 Z. 15 bez. Rev. 1 (in Beut. z. Assyr. II, 633 und Craig Bei Texte I, 26): gisu mit a-HAR-finnu verbunden wie an den zuerst gen. Stellen. Ebendort alle drei o. gen. Pflanzennamen zusammen erwähnt Nach denselben Stellen wächst der gissu dort, wo auch der ütittu wächst, und ist so hoch, dass man zwischen gissi wie zwischen Bäumen marschie- ren kann, und nach K 883 Rev. 1 zerbricht man ihn. Also ist er ein kleiner Baum oder ein Strauch. Z. 10. Für (isu) §im lies nach Sargon Cypern Rev. 16 und Rm. 367 + 83—1—18, 461a Rev. 10 (Meissner Suppl p. 23) riföu. Zu den Wör- tern, deren Ideogramme Sim enthalten, gehören unter anderen ösu, gewiss mit Meissner Suppl p. 12 = „Myrtbe", buräsu = „Cypresse", oder ein Sehnlicher Baum (vielleicht nach dem Syrischen „Wachholder"), dupränu = „Wachholder", tnurru, gewiss mit Meissner 1. c. p. 60 = „Myrrhe". Darnach scheint der rikku urspr. ein immergrüner (Fr. Küchler), oder ein harziger (Rost Tiglatpileser p. 129) oder ein (wohl)riechender Baum oder Strauch zu sein. Da aber die trwu-Ceder kein SiM-Baum zu sein scheint, ist eher nur an einen so beschaffenen niedrigeren Baum oder Strauch zu denken. In der Tat werden bei Ahsarhaddon VI, 15 rij#i von Bäumen unterschieden. Vielleicht mit Zimmern Busspsalmen p. 37 zu pTS Also = „immergrüne Pflanze". Vgl. dann zur Bildung o. p. 327. Sumerischen Ursprungs braucht das Wort nicht zu sein, da dessen sumer. Aequivalent nach Rm. 367 -f 83—1—18, 461a Obv. 12 f. (Sim + Sal und Iim-mG-la = 8i-mis~s'a~lu-u) sim ist. Z. 11 f. Zu ana 8. p. 44 Z. 11. 8. 160 f. Col. II— S. 162 f. Z. 44 f. 445 Co). II. Zu Humbaba s. 0. p. 142 Z. 7. Z. 89. & erwähnt. Nach dieser Stelle — vermutlich unter lauter Gegenständen aus Leder — gewiss aus Leder, 8. 170 £;Z. 64—74. 461 also, da nach unsrer Stelle ein dem Pferde Schmerz bereitendes Werk- zeug, höchst wahrscheinlich etwas Aehnliches wie ist(d)abbu. Das bestä- tigt sein Synonym tamiaru 1. c. , da masäru nach p. 377 o. gewiss ein Synonym von galäbu - gullubu = „ritzen". Also ein die Haut ritzendes Werkzeug aus Leder, somit wohl eine Geissei, und nicht mit Delitzsch Qandu). p. 229 ein zur Ausrüstung des Pferdes gehöriger Gegenstand. Z. 56. Aufwühlung des Wassers und dann davon zu trinken? Oder Aufregung des Bluts durch übermässiges Jagen und dann zu trinken, und in Folge dessen Hirnschlag?? S. die f. Zeile. Z. 58. Uebersetzung von tdb(p)ula nach der von utulla in der Var. ; sonst wohl noch nicht gefunden. Könnte auch Adjectiv oder Apposition zu ri'ft sein. Z. 59. Zu tumru s. o. p. 164 Z. 20. Z. 61. Zu barbaru s. o. p. 136 Z. 2 u. Z. 63. Zu 8(s)ap(b)ru s. o. p. 140 Z. 3. Z. 64, 68 u. 70. I(i)8ullänu Appellativ oder Nomen proprium. Z. 65. Die Bedeutung „Strauss" für sugurü nur nach dieser Stelle geraten. Nach IV R 7 Col. I, 48 und Col. II, 18 ff. kam bisher für jri- kur(?)tu dieselbe Bed. in Betracht, falls nicht die Bed. „Dattelblütenrispe". Allein nach IV R' 4 Gol. IV, 25 f. wird die pikur(?)tu allem Anscheine nach aus 3 Teilen zusammengedreht und dürfte somit irgend eine Schnur oder Dgl. sein. Sonach mit Zimmern Surpu p. 58 dafür pi-tü-tu zu lesen? Und darum zu b^MD = „Schnur" zu stellen? Dann gewiss, mit Zimmern 1. c , = pitiltu in Maklü II, 153 u. 164. Somit wird iugurü für eine Bedeutung „Strauss" frei. Z. 66. Zu pasteru s. o. p. 92 Z. 13. Z. 69. ba(u)rd(t)atu oder murd(t)atu nach dieser Stelle und Z. 72 ff. u. wohl eine leckere Speise und speciell „Backwerk". Vgl. hierzu o. zu p. 64 Z. 27 u. (Brot der Mar und das Röstbrot, "pp, der Himmelsköni- gin). Ein Wort fra(u)rd(t)atu oder murd\t)atu nach Sb 160 = tüm-ib = tum und nach V R 36, 40 = u = b(p)uru. Zu dieser letzten Gleichung ist zu berücksichtigen, dass ihr die Gleichungen u = b(p)uru = nifrlu und = nufjfoulum folgen, da nubfoulu wegen nafrälu sa H'im (Sm. 896 in Z. f. Assyr. IV p. 160) und des syr. bfß = „sieben" ebendies und ntfrlu dann etwa „Brot aus durchgesiebtem Mehl", „ausgesichtetes Brot" heissen könnte, und, dass u -f gar (= Speise, Brot), nämlich pat, „Brot" bedeu- tet (p. 74 Z. 6 o.) S. auch die Anm. 8 zu p. 170 Z. 74. [Zu nafyälu s. noch IV R* 57, 4 und Zimmern Eitualtafdn No. 59.] Z. 73. Oder statt „Speisen", „Brote" zu übers. Da pi(t)öäti und 4(%)rriti jedenfalls nicht Coordinationen zu dem ganz allgemeinen ak(ä)l\ sind und, weil feminini generis, Adjectiva dazu nicht sein können, so dürften sie als Genitiva davon abhängig sein. Vielleicht also, dass damit die Verfertigerinnen gewisser Speisen gemeint sind, also Kuchenbäckerinnen oder Dgl. Z. 74. hi8fu sonst mit der Bedeutung „Kälte", aber auch „Schnee" 29* 462 S. 170 f. Z. 74-S. 172 f. Z. 96. (V B 24, 9 f. bcdpü und fcus(v) = Mm = „Schnee**). Möglich, dass das auch hier anzunehmen ist. Man könnte ja an Gefrorenes denken. Das folg. ilpitu, falls = „Diestel", lasst an hebr. "pp denken. Aber was ist Speise von '„Dornen und Diesteln"? Ist das etwa irgendwie höhnisch gemeint? Ungeniessbare Speise? ilpitu II R 23 (Z. 36) zwischen asägu und b{p)u^uUu, Wörtern für Dornarten und Dgl., genannt und in der ähnlichen Liste Rm. 346 (Meiss- ner Suppl. p. 22) hinter asägu. Nach seinen 2 Ideogrammen: u -f gug und u-tir + tie ein „ Kraut **. Darnach liegt die Deutung auf einen dornahn- lichen Strauch oder ein irgendwie dem ähnliches Kraut nahe. Dafür könnte man auch K 4174 -f K 4583 (Meissner Suppl p. 8 hinten) Obv. 17 anführen, wo ein ä\t)ad(t)aru nur durch mit(t,d)ru von ilpitu getrennt erscheint; denn das könnte das hebr. TTYl sein. Endlich beachte, dass u + oug auch = „Mangel", „Hungersnot" ist , da ja Dornen , Diesteln und Dergl. mit geringer Nahrung zufrieden, also „Hungerpflanzen" sind. Vgl. unsere „Hungerblume". Darnach könnte man in kum vor ilpitu hebr. pp sehn. "VTVTl pp (Genesis 3, 18; Hosea 10, 8)! Allein die Ideo- gramme für ilpitu sind auch die für urbatu und aus urbäti werden Schiffe gemacht (Salmanassar Monolith Col. II, 77), und wie die urbatu — so heisst es von dem hochgewachsenen Manne und dem breitgebauten — legt ihn die Kopfkrankheit bez. eine andere Krankheit hin. Darnach könnte ur- batu mit Delitzsch Handw. p. 128 eine Schilf art sein, wenn nicht etwa eine Weidenart oder Dgl. «= rQ"\9* Andererseits ist das Ideogramm u- tie + tir, das auch = ilpitu, auch » ailu (K 4174 + K 4583 Obv. 10) «Je» E und das erinnert an hebr. bl&K = JJl Man wird da zu keiner Ent- scheidung kommen können. Vgl. hierzu Meissner Suppl. p. 8 vorne, wonach ilpitu = „Dorngestrüpp". Zu ku(?ytum-mu 8. Anm. 8 zu S. 170. Z. 76. Ist datta(ä)li zu lesen und dies wegen daläiu, wohl = „fürchten**, „Furcht zeigen** (o. p. 852), eig. = „der Furchtsame** ? Z. 78. mif&u — mit üü verbunden — zu mufjfyu „Dach** („Scha- deldach**) (s. zu o. p. 232 Z. 59)? 8. 172 f. Z. 85 f. und 90 f. Zu pisäti und irriti s. o. p. 170 Z. 73. Z. 89. a-ba-la vielleicht zu u-t(f,d)a&(j>)-&(p)t7-annt in Z. 176 u. und dann zu bltf = „trauern**. Möglich wäre auch ein Zusammenhang mit b^K; dann etwa = „wahrhaftig**, „wirklich**. Zu k(k)arü s. o. zu p. 128 Z. 43 u. 47. Z. 94 u. 96. Im Assyrischen 8 Wörter alü, 1) das alü an unsrer Stelle, = güd-an-na = „Himmelsstier** oder „Stier des Anu", was, da Anu der Himmelsherr, im Grunde gleichwertig ist, 2) ein alü = gal-lü, welches auch = mifoü = „Sturmwind** oder „Südwind**, 3) ein alü = o-lal, häufig zwischen utuleku und ikimmu genannt. S. zu den 8 alü*% Delitzsch Handw. p. 60. Da utukku .und ikimmu Synonyma sind, das Ideogramm für „Stier**, gud, auch ikimmu gelesen wird (IV R* 1* 14 ff.), 8. 172 f. Z. 94—104» 453 und derselbe Dämon alpu =* „Stier" und ikimmu genannt wird (ibidem Z. 15), so dürfte der „ Himmelsstier u = diu jedenfalls mit dem dritten diu identisch sein. Wenn ferner die Namen der dem dritten atü ver- wandten Dämonen ikimmu und utukku auch Bezeichnungen für den vom Körper losgetrennten Lebenshauch des Verstorbenen, sie selbst also Hauch- wesen sind (b. o. p. 262 Z. 28), demnach auch wohl der Ste a/tf, so wird auch der 2te, der Sturm-atö , mit den beiden andern oftl's identisch sein. Sonach mit Delitzsch Handw. p. 60 alle drei identisch, wenn auch daraus nicht folgt, dass der alü, also auch unser „ Himmelsstier ", ein Wolken-, sondern vielmehr, dass er ein Sturmdämon ist Daher die 7 durch sein Auftreten hervorgerufenen Spreujahre Z. 104 u. Z. 111 und daher das „Anblasen" p. 174 Z. 140 u. 143. — Die Sturmdämonen also als wutschnaubende Stiere gedacht. Winde bez. Stürme bringen aber Krankheiten oder Krankheiten fahren als Winde daher (s. Delitzsch Handw, p. 252 f.), und auch der Schlaf, der Bruder des Todes, wird durch Anblasen hervorgerufen (o. p. 244 Z. 210 u. 213). Daher dürfte der „Himmelsstier" als Krankheitsdämon zu denken sein. Nunmehr ver- stehen wir, woher die geheimnisvolle (p. 258 Z. 24 f. u. und Parallelstellen) Krankheit Bil-kullati^)Ia-baniQy% kommt: Der „Himmelsstier" hat ihn angeweht. Zu von Anu gesandten Hauch- und Winddämpnen 8. z. B. IV R* 1, Col. 1, 1 ff. Da dieselben als Krankheiten 1. c. auch als Ausgeburt der Erdkigal, der Königin der Erde, bezeichnet werden, versteht man, wie nach p. 258 Z. 24 u. und den Parallelstellen Bil-kullati(?yia-bani(?ys Tod auf eine Einwirkung der Erde zurückgeführt werden kann. Wenn nach IV R* 58 [65] die Fieberkrankheit fa-BAB-iu „Tochter des Anuu heisst, könnte der „Himmel 88 tier" ein Fieberdämon sein. Aller Wahrscheinlichkeit nach ist der „Himmelsstier" ein Krankheitsdämon besonderer Art, da er vermut- lich die Wirkung des Lebensbaumes, von dem Oilgamis und £il-kullati(?y larbanMy) genossen haben, aufheben soll. — Hiernach in Z. 95 wohl eine Bezeichnung für „Krankheit" oder eine bestimmte Krankheit zu erg. Z. 104. Ein Wort pü nach V R 42, 23 und Z. f. Assyr. VIII, 198 = in-bul-bul. An ersterer Stelle sowohl wie an letzterer bald hinter itium erwähnt, das wegen IV R* 3, 49 f. und Addit (vgl. Zimmern in G. 0. A. 1898 p. 814), seines Ideogramms in-nu-bi und, weil V R 42, 19 unmittelbar hinter tibnu = in-ntj genannt, wenigstens etwas Strohartiges ist. Da diesen beiden in im Ideogramm mit pü gemein ist, dürfte auch dies nicht weit hiervon abliegen. So schon Meissner, Suppl. p. 74 f. Daher wohl auch seine Verbindung mit SI-bar = „Getreide" in MaJUü V, 11. Nach Maklü V, 57 und VI, 31 ist das pü besonders leicht wegzublasen, pü wird daher „Spreu" oder Dgl. bedeuten, vielleicht Stroh, das bei der Ernte auf dem Felde- geblieben ist, und fif pi V R 42, 23 mit solchem Stroh vermischter Lehm zum Häuserbau. S. fif tibni und fö UH V R 42, 18 f. Zu TT1S) = „wehen" ? Cf. rPÖ- „Spreujahre" könnten in unserm Falle Jahre sein , in denen kein Halm vom Felde kommt, weil 454 S* 178 & Z. 104— S. 176 f. Z. 169. der Himmelsstier die Felder niedergetreten und, als Sturmwind, zerzaust und so das Korn unbrauchbar gemacht hat Z. 105. pufrburu = „sammeln" nicht nur von lebenden Wesen, wie V R 6, 3 lehrt. S. Z. 112. Nach o. p. 278 Z. 34 sowie p. 284 Z. 49 u. 59 (äu-u im Parallelis- mus mit iammu) li-u = „Getreide" als Ideogramm U mit phonetischem Compl. u anzusehen, also stets sü zu lesen?? Z. 109 ff. Beachte o. p. 116 Z. 10. Darnach Korn und Heu von Istar im Sutummu von Erech, d.i. ihrem Tempel tanna, aufgehäuft? Also dieser auch ein Getreidesilo für Misswachsjahre? Die Richtigkeit meiner Ergänzungen vorausgesetzt! Z. 111. Zu pü s. Z. 104. Z. 112. Zu uptabfrir s. Z. 105. S. 174 f. Z. 122. ifüdamma kaum zu ?ädu „glühend (rot) werden0 (o. zu p. 76 Z. 7). Zu alü 8. o. p. 172 Z. 94. Z. 128 u. 130. Statt mi(i)at = 100 auch mi möglich. S. Zehn- pfund in Beitr. z. Assyr. I, 534. Zu itlu s. o. p. 58 Z. 18. Z. 183. kablu könnte hier auch „Mitte" heissen. Z. 184 u. 146. Zu alü s. o. p. 174 Z. 94. Z. 140 u. 143. nip§u doch wohl zu napäsu = „blasen". S. dazu o. zu S. 126 Z. 10. Nach den Bemm. zu alü o. zu p. 172 Z. 94 bläst dieser die gegen ihn Kämpfenden an. Vielleicht fallen in Folge dessen die 200 Männer in Z. 141 und Bil-kullati(?)-Ia-bani(?) in Z. 144. Z. 141. S. Z. 128. Möglich, ja sogar recht wahrscheinlich ist es — cf. das Aramaeische und das Hebräers che — , dass 200 im Assyrischen durch den Dual von 100, also etwa mitän, ausgedrückt wurde. Zu üän 8. o. S. 118 Z. 1. Z. 147. Zu kubru s. o. S. 98 Z. 28. Z. 150. Zu Sarafru etwa = „herrlich sein" s. o. zu p. 38 Z. 16. Vielleicht eigentlich „auffallend, hervorragend sein" (vgl. Delitzsch Handw. p. 689 f.)? S. 176 f. Z. 169. Nach El-Amarna Berlin No. 21 Z. 35 ff. (K. B. V p. 48 f.) ist der maninnu für den tikku eines Menschen bestimmt (möge der m. 100,000 Jahre lang für den tikku meines Bruders passen!). Nach El-Amarna Berlin No. 25 Col. I, 33 (K. B. V p. 394) besteht dieser ma- ninnu aus Lapislazuli, nach Z. 34 ibid. aus Gold, nach El-Amarna Ber- lin No. 26 Col. 1, 12 f. (1. c. p. 400) aus in Gold gefassten Edelsteinen und Goldschekeln(l), nach El-Amarna Berlin No. 21 Z. 35 ff. (1. c.) und No. 25 Col. m, 57 (K. B. V, 398) sowie El-Amarna London No. 8, 81 (K. B. V p. 40 f.) aus Lapislazuli und Gold, nach El-A. Berlin No. 26 Col. II, 6 f. (K. B. V p. 401) aus Lapislazuli und einer anderen Edelsteinart, nach El-A. London No. 8 Z. 82 f. (1. c. p. 40 f.) aus Gold und einer Edelsteinart. Nach El-A. Berlin No. 26 Col. IT, 6 ff. (1. c. p. 401) be- steht er aus 35 + 35 Stücken (resp. aus Lapislazuli und einer anderen. S. 176 f. Z. 169—181. 455 Edelsteinart) + einer „Mitte" aus einer noch anderen Art, in Gold ge- fasst, and nach El-A. London No. 8, 81 ff. (1. c. p. 40) aus 20 + 19 Stücken (resp. aus Lapislazuli und Gold) + einer „Mitte" aus Lapisla- zuli, in Gold gefasst, und aus 40 + 42 Stücken (resp. aus Gold und einer Edelsteinart) mit einer „Mitte" aus eben dieser Art, in Gold gefasst. Die gleiche oder annähernd gleiche Anzahl der Stücke aus verschiedenen Stoffen lässt uns sofort daran denken, dass dieser maninnu durch eine Reihe von Stücken aus 2 Stoffen gebildet wird, in der sich abgesehen von einer Stelle — wohl der „Mitte" — immer zwischen je zwei Stücken -aus dem einen Stoff eins aus einem anderen befindet, und wegen der grossen Anzahl der Stücke an eine Kette für den Hals. Somit würde an dem Pferde-mantnni* in El-A. Berlin No. 26, Gol. 1, 12 (1. c. p. 400), mit 88 in Gold gefassten Edelsteinstücken und 44 Goldschekeln, immer auf je 2 Edelsteinstücke 1 Goldschekel folgen. Die „Mitte" des maninnu wäre demnach ein zu unterst hängendes Stück daran. Aus der Bedeu- tung von maninnu dürfte sich auch dessen Etymologie ergeben. Es kann sehr wohl eine Form fdlänu oder failänu von manu = „zählen* mit der Bedeutung „Zähler", „Zählinstrument" sein, sonach eigentlich eine „Zählschnur", einen „Rosenkranz" bezeichnen. Wenn dann der maninnu für den tikku passen soll, muss tikku = „Hals" sein, und nun begreift man, warum das Ideogramm für „Hals", „Nacken" im Assyr. die Lesung tik hat. Das ist also ein assyrischer Lautwert. Möglich, dass dies tikku ausser an unsrer Stelle, an der o. citierten von El-Amarna Berlin No. 21 und in EhA. Berlin No. 28 Col. II, 2 (1. c. p. 391) auch bei San- herib (Prisma I, 68 und Btllino 21) vorliegt. Nach diesen Stellen wird der Wagen des Königs auf schwierigem Terrain auf oder mit tikkäti ge- tragen. Delitzsch (Handw. p. 705) denkt an HOf), möglicher Weise mit Recht. Doch würde auch hier „Nacken" passen. Z. 170, 177 usw. Zu alü s. p. 172 Z. 94.; Z. 174. i-fri-ma Versehen des Setzers, nach Erledigung der letzten Revision, für i-li-ma. Z. 176. ut(t,d)ab(p)b(p)il möglicher Weise mit Delitzsch Handw. p. 7 = „hat in Trauer versetzt". S. o. Z. 89. Z. 179 u. 186. Zum „rechten Stück" eines Tiers s. Zimmebn Rüual- tafeln p. 95. Z. 180. Oder statt „an ihr Gesicht" „vor sie" zu erklären? Z. 181 ff. lü mit folg. nicht angeschmolzenen Praeteritum hier offenbar zur Bezeichnung eines unerfüllbaren Wunsches oder einer irrealen Conditio. Vgl. Güg. Tafel VII, I 47 ff. (o. p. 186), Tafel XI, 119 (o. p. 238) und IV R» 60* [67] B 83 u. C 13, wo lü idt, wenn nicht = „wüsste ich", = „hätte ich gewus8t". Uebrigens mögen hier in Z. 181 ff. 3 Wunschsätze anzu- nehmen sein. Dann in Z. 183: „könnte seine Eingeweide etc.". Z. 181. dkkaH doch gewiss = „dich", aus an = b als Nota accu- sativi (8. o. p. 331 ) + käsi. So analysiert auch Boissieb das Wort in d. Revue semitique 1899 p. 364. Danach ayü&i = „mich" = an -f iäü. 466 S. 176 f. Z. 183—187. Z. 183. irru nach IIR44,f4 ein „Fleischten* des Körpers? Nach II R 21, 19 und IV Rf 22, 35 etc. hat es das Ideogramm Sa(g) = „Herz6 oder „Inneres". Nach der letzten Stelle — in einem Texte, in dem eine Reihe von Körperteilen in der Richtung von oben nach unten aufgezählt wird — befindet es sich wohl in gleicher Höhe wie die, oder unter- halb der Rippen und kann katnu = sumer. sig d. i. „dünna(!) sein. (Zu fatnu = „dünn" s. K 3860 bei Bezold Catalogue p. 571, wo kabbar „dick" vom Haupthaar im Gegensatz zu Jcattan steht, V R 14, 32 : „feine Wolle", V R 28, 13 und 81 : ein feines (dünnes) Tuch und Nebukadnb- zar Berlin-London Col. I, 21 in Z. f. Assyr. I, 340 u. Beitr. m. Assyr- III, 551: eine dünne Mauer.) Nach HI R 65, 33 befindet sich das irru als Körperteil im Innern oder Herzen, also wohl in der Bauchhöhle, eines Neugeborenen. Nach H R 44, 4 liegt es von den in II R 44 No. 3 Ob- vers (gh) und Rev. (ef) aufgezählten inneren Teilen des Tieres allein oder doch mit anderen Teilen zusammen am weitesten nach hinten, vielleicht hinter der Niere. Nach II R 21, 19 (irru sä^irütt) kann es oder ein Teil davon — cf. II R 44, 3 f. : irru verschieden von i. 8. — als eine Mehrheit aufgefasst werden, die „herumgeht0, „sich um etwas herum be- findet" oder vielleicht „in Windungen verläuft". Nach unsrer Stelle end- lich läs8t es sich aufhängen. Also ein wohl hinten bez. unten in der Bauchhöhle liegender mehrgliedriger oder doch nicht einheitlicher Teil des Körpers , der auch dünn sein kann oder stets dünn ist und sich um Etwas herum befindet oder doch in seinen einzelnen Teilen verschieden gerichtet ist. Das dürfte auf die „Eingeweide0 oder speciell die „Ge- därme0 hindeuten. So übersetzt auch Boissier in der Revue semtique 1899 p. 364. Seltsam widerspricht dem aber anscheinend II R 47, 54, wonach irru vielleicht = dämu = umun (p. 375) = „Blut". Aber das« es an den oben genannten Stellen das nicht heissen kann, ist absolut sicher. Vielleicht irru eig. das „Innere0 und darum auch in weitherziger Art = „Blut0 im Innern des Körpers? Z. 184 f. Zu kiziriti, sambäti und barimäti s. o. p. 62 Z. 6. Z. 187. umtnäna hier wegen des folg. k(ft)is(8)k(k)itt% und des zu- sammenfassenden muri ummäni in Z. 188 gewiss nicht = „Volk0. Zu k(k)is(8)k(k)ittü. Ein k(k)is(8)k(k)ütü = sumer. giSkinti = jün- gerem muSkinti — nach dem sumer. Aequivalent . mit i in 2ter Silbe 1 — scheint nach VA. Th. 251 Obv. 25 (s. Winckler-Abel Keüschrifttexte p. 60) und 82— -6— 22, 574 (Meissner Suppl p. 27 hinten) sicher ein Werkzeug zu sein, nach L* Col. I, 24 (Lehmann, jSamasiumukin II Tafel XXXV) dasselbe oder ein anderes jedenfalls ungefähr gleichlautendes Wort ein Werkzeug, spec. eine Waffe, oder Jemand, der Schilde verfertigt (s. die dort f. Zeile) oder handhabt ; doch ist Letzteres nach der Stelle unwahr- scheinlich. Denn der König rühmt sich hier, mit dem Schilde umgehen oder ihn anfertigen zu können wie (ein) k(f;)is(i)k(k)iUü. Ersteres dürfte aber nicht besonders schwer gewesen sein. Nach unserer Stelle bedeu- tet dies Wort etwas Aehnliches wie ummänu „Werkmeister0, „Künst- ler0 oder Etwas, wodurch ein Handwerker, der speciell Hörner verarbei- S. 176 f. Z. 187—190. 457 tot, näher definiert wird, möglicher Weise ein Werkzeug oder eine Waffe. Nun aber werden in V R 6, 89 und 7, 3 k(k)itk(k)ittü'8 in engster Ver- bindung mit ummänu% als ein Bestandteil des Heeres das eine Mal vor, das andere Mal hinter diesen als Letzte genannt und ]k(k)ittüis vor um* manu'* und Pionieren in K 2852 III, 18 (Wincklek AUor. Forsch, II, 38). Also dürfte der k(k)itk(k)iUü ein bestimmter das Heer begleitender Hand- werker oder „Handwerker" überhaupt sein und, falls Ersteres, weil im Unterschiede von allen andern Handwerkern genannt, ein Waffenhandwer- ker. Nun erwähnt Aiiurbänaplu an den o. gen. Stellen (V R 6 und 7), wo er die ummänufs und k(k)itk(k)iUu,% als Bestandteil des feindlichen Heeres besonders nennt, als eigentliche Krieger nur Bogen- und Schildträ- ger. Darnach könnte Jb., falls es keine allgemeinere Bedeutung hätte, spec. den Verfertiger von Bogen und, her., oder Schild bezeichnen. Das Wort zu dem o. bespr. ft(£)M(*)ft(£)tttü zu stellen (was auch Zimmern, bei Lehmann 1. c. II, 68, getan hat), legt schon die Lautähnlichkeit nahe. Dazu die Verbindung beider Wörter mit ummänu. Endlich bedenke man, dass der k(k)itk(k)ittü vielleicht gerade ein Bogen- und, bez. oder Schildhand- werker ist, an unsrer Stelle — an der k(k)is(s)k(k)ütü erscheint — , die Handwerker zur Besichtigung der Hörner des Stiers herbeigerufen werden, Bogen aber auch aus Hörn hergestellt werden können. Darnach könnte k{k)is{8)k(k)iUü oder k{k)iik(k)ittü — Letzteres aus Ersterem durch Ein- fluss der 2ten Silbe? — zunächst einen Bogen oder Schild, dann als Nisbe-Bildung davon einen Bogen- oder Schild- oder Bogen- und Schild- handwerker, wenn nicht Waffenkünstler überhaupt, bezeichnen. Zur Ety- mologie des Wortes 8. V R 36, 59, wonach K\T-az(8)-b{p)uru = k(k)is(Sy kikyittü, und die o. cit. Stelle bei Lehmann SamaSsumukin, wonach z{8,$)a- bäru eine an oder von k(}c)i8(8)k(^)itiüy8 ausgeübte Tätigkeit ist. Also ein azbur von kit, und somit kis in kiskittü sicher = Gi5 „Holz", also kiäkittü sicher Jemand, der mit dem KiT-Holz zu tun hat oder dieses selbst Z. 188. Zu Jcubru 8. o. zu p. 98 Z. 23. Zu na'ädu etg. = „fürchten" vgl. o. p. 315. An dieser unsrer Stelle wechselt nu'udu mit na'ädu und in Haupt A. S. K. T. 124, 1 mit ttWu, auch = „Ehrfurcht haben vor" (nicht „preisen", wie Delitzsch Handw. p. 437 will). Also nu'udu wohl einigermassen oder ganz den. Bed. wie natädu, nicht etwa causativer oder deklarativer Bed. u. = „fürch- ten machen* oder „als furchtbar hinstellen". Die Handwerkersöhne, da das Handwerk vom Vater auf den Sohn übergeht, die Handwerker selber. Z. 189. fopku sonst z. B. von der „Aufschüttung11, worauf das Gebäude steht. Hier eine Partie am Kopf, worin die Hörner festsitzen?? Unsre Uebersetzung „Masse" lediglich nach dem Zusammenhang geraten. Z. 190. sin-nu muss doch wohl eine Zahl und dann = iinä « 2 — vgl. die Varr. — sein, es müsste denn sein, dass ubäni Dual ist. Aber der wird doch in nicht wissenschaftlicher Rede beim Substantivum fast nur von paarweise vorhandenen Körperteilen gebraucht. Doch vgl. auch subbän in Z. f.Assyr. IV, 362 und BeUr. z. Assyr. III, 246 Z. 20, wo — 8. dazu Meiss- 458 8. 176 f. Z. 190—192. neb und Rost — eine Dualbedeutung durchaus nicht ausgeschlossen ist. Andrerseits ist ubünu, soweit dies ersichtlich, sonst fem. generis und so- mit könnte sinnu nicht = 2 sein. Lies vielleicht sunnu als Form fttlu == Vi? „Hälfte" heisst aber sonst miilu. Jedenfalls, was auch immer §i(u)nnu heisst, scheint es sich aber um „2 Finger" zu handeln. Zimmern : „Im Hinblick auf die beiden Varianten scheint es mir das Rationellste, anzunehmen, dass das babylonische Original, von dem dieses Exemplar abgeschrieben, mn-nu-u ma-ni-i bot, und der assyrische Schreiber aus Versehen das ma als ba las. Sunnü mane: das Zwiefache einer Mine*. Z. 191. Sum. gur = assyr. gurru nach K „4378" Col. VI, 20. fibit = „Inhalt" auch nach Delitzsch, Handw. p. 562. Z. 192. Zu Lugalbanda, dem Bei vom Erech und von Itnunnak, s. o. zu p. 54 Z. 2. Dazu noch Folgendes : Nach V R 46, 27 gehört das Tar-Jti^aJ-Gestirn , das ist aber nach Opfert's (und meiner) Vermutung das Hahnengestirn, dem Bei von Kulldb, dem Lugalbanda. Andererseits nennen sieht 4 Könige von Isnunnak, dessen Herr dieser Lugalbanda heisst, Lieblinge der Gottheit Dar(!) (Radau, Early Babyl. History p. 433 f. ; so gegen Pognon, Pinchks und Radau 1. c. p. 433 zu lesen; vgl. Thu- reau-Dangin Becherches p. 9). dar — ngunuu von gu = „Vogel" ? — ist aber auch ein Vogelname (= tarru, ittidü, taditütu, kakabänu und burrumtu: II R 37, 32a— c, 15 f.f— h; IV R* 11, 47 f. = Reisner J3ym- nen 62, 23 f. ; Sc 64; 83, 1—18, 1332 Col. IV, 2 f.), also wohl für die Vögel, über die der Hahn, der „König der DAR-tar-Vögel", König ist, somit die Hühner. Und nun entspricht nach einer alten Vermutung Delitzschs (Siu- dien p. 107) kakabänu, das ein Synonym von tarru, allem Anscheine nach syrischem fcC^pp; das aber bezeichnet das Rebhuhn. Hiernach ist die Gottheit Dar von länunnah gewiss die Gemahlin des Tar lug al- Lugalbanda, also Ninsun, und wird, wie dieser als Hahn — dass gerade als Haus- hahn, wissen wir aber nicht — , als Huhn verehrt worden sein. Das aber giebt uns einen weiteren Fingerzeig für die Erklärung des Zü-Lugalbanda- Mythus (o. p. 46 ff.) und zum Verständnis des Wesens des 2ten der bei- den Götter und dessen Gemahlin: Der Hahn, der den Tag ankündigt, ist der Sonne heilig, ein Licht- und Sonnenvogel. Darnach dürfte Lugal- banda-Bil eigentlich nicht die Frühsonne sein, sondern das Tageslicht, wie es vor Sonnenaufgang erscheint. Seine Gemahlin Nituun ist darnach wohl auch eine Lichtgottheit, und zwar am Wahrscheinlichsten eine des Frühlichts. Wenn auch Bil(-Lugalbanda) , dem Morgens beim Waschen vom Sturmvogel Zu - die Schicksalstafeln geraubt werden (o. p. 48 Z. 17 ff.), sicherlich die Ostsonne ist, die sich im Ostmeer wäscht, oder das schein- bar dem Ostmeer entsteigende Frühlicht, so könnte doch in den Zu- Lu- galbanda-Nythus — Zu ein Sturmvogelgott und dem Lugalbanda der Hahn heilig — eine Tierfabel hineinspielen. Die Salbe dem Lugalbanda, dem Gotte der Frühe, zur allmorgendlichen Salbung und Waschung ge- schenkt? [An unsrer Deutung des Gottesnamens Dar kann uns natür- lich nicht irre machen K2100 Col. IV Z. 18, wonach dar mit der Lesung usan (= neuelamitischem zanal) im Elamitischen = „Göttin". Denn S. 176 f. Z. 192— 8. 186 f. Z. 49. 459 „König oder Herr der Göttinnen" wäre gewiss ein sonderbarer Name für den Sterngott Tarlugal- LugaTbanda. Uebrigens ist das Ideogramm dab für Göttin auffallend und sonst nicht bezeugt, es müsste denn in Nin- DAK-an-wa = Iitar als Stern (II R 59, 20) vorliegen. Vgl. dazu Nin- mul-DAX-a = Aya II R 57, 25.] Z. 193. Zu ur(?H« s. o. zu p. 66 Z. 30. frammüti vielleicht zu bammu = „Befehler", „Herrscher". S. dazu o. zu p. 48 Z. 13. „seiner" == Lugalbanda's oder Qilgamifs ; bezieht sich das Hinein- bringen auf das Öl (Fett), ist natürlich Ersteres gemeint. Z. 196. Oder: fahren. 8. 178 f. Z. 197. Zu Ü(d)lu s. o. p. 58 Z. 18. Z. 198. Nach Delitzsch Handw. p. 231 itabbulu « „führen", „leiten", „verwalten". Seine Ideogramme du-du (auch = lah) und lah- lah deuten auf eine Bewegung hin, also auf eine Bedeutung „bewegen", „in Bewegung, Tätigkeit, Betrieb setzen" oder Dgl. Nach Maklü II, 84 und III, 98 ißt nun aber itabbulu ein Wort von allgemeiner Bedeutung für die Tätigkeit der Hände. Darnach etwa = „tätig", „geschäftig sein". Somit (s. die Stellen bei Delitzsch 1. c.) Nebo der, welcher das Messrohr bewegt, d. h. mit ihm tätig ist, es gebraucht, die Götter tätig im Himmel and auf Erden, die Palastgeräte im Palast in Tätigkeit, d. h. im Gebrauch, und ein Netz ein in Bewegung befindliches genannt im Unterschiede von einem befestigten. Sonach muttabbilüti bez. muttabbiläU des Palastes Personen, die im Palaste tätig sind , also Palastbeamte oder Palastdiener bez. -dienerinnen. Vgl. o. zu p. 38 Z. 18 u. zu p. 158 Z. 40. Z. 200 u. 202. Zu damku , dem Synonym von banü, 8. o. zu p. 96 Z. 26. Wie für damku, so kommt man für banü mit einer Bed. „schön" oder ähnlich aus, und dem entsprechend steht es mit den Bedd. des zu- gehörigen Verbums. Dass banü =* „erleuchten", nicht sicher. Vermut- lich h eiset banü als Derivat von banü = formare eig. „formosus" d. h. „Form habend" und ist das Verbum banü = „schön sein" Secundärbil- dung von diesem Adjectiv banü. Z. 200, 202 u. 208. Zu it(d)lu s. 0. p. 58 Z. 18. Z. 201 u. 203. Zu farub s. zu o. p. 38 Z. 16. Z. 208. Zu ma-a-a-al s. o. p. 92 Z. 17. Z. 210. Zu tibü s. o. p. 4 Z. 5 u. Z. paiäru s. p. 130 Z. 25. Z. 1. Zu apu(?)nama vgl. o. p. 312 f. S. 184 f. Z. 32. Zu falbu s. o. p. 160 Z. 39. 8. 186 f. Z. 37 + 49. Für pOsu s. die Stellen bei Delitzsch Handw. p. 547. Darnach ist es ein Gerät von Eisen und zwar wohl eine Waffe, nach unsrer Stelle dem Anscheine ein Werkzeug, mit dem man Holz be- arbeitet, also eine Axt. Und nun wird (s. Delitzsch 1. c.) einmal 1 päiu unmittelbar hinter 5 ftoptnnw's, d» i. A exten, genannt und arab. _($ bedeutet „Axt". Dazu kommt nun , dass auch assyr. pastu (pästu ?) ge- 460 S. 186 f. Z. 37—50. wiss eine Axt bedeutet und zwar wohl eine zweischneidige. Denn dessen Ideogramm ist : „Kupfer" + (Sin) sün -f taba(-ba) = 2 , es hat einen Schaft ans Rohr (IV R* 6, 40), und sein Ideogramm vermehrt um „Bronze11 + kuI bezeichnet eine Waffe, frutpalü , womit man den Schädel spalten kann (K 8676 bei Meissner Suppl. p. 15 und I R 7, No. IX d). Darnach dies sowie pastu gewiss eine Doppelaxt (s. Meissner in Z. f. Assyr. VIII, 76 ff.). Dies wohl der Grund, weshalb in K 8676 iunnu = „Kupfer" + Xun unmittelbar hinter ^asinnu = „Axt" erscheint. Gewiss gehört — vielleicht als Lehnwort aus dem Assyr. — zu pastu syr. fctftolD = »Axt*. Das u für a vor s bez. s Hesse an einen EinfluBs des i denken. Cf. iubtu für &ibtu, uiparu u. isparu (p. 440) und Z. f. Assyr. XIV p. 182 f. Zu bustu neben bastu, vermutlich 2 verschiedenen Wörtern, s. o. p. 398. Z. 39. Zu balbu s. o. S. 184 Z. 32. Z. 40. basal uzni natürlich = bi&it uzni (wie selbstverständlich schon wegen seines Ideogramms gegen Delitzsch Handw. p. 38 u. p. 183 statt birit uzni zu lesen ist ; übrigens ausdrücklich bezeugt durch Reisnek Hymnen p. 102 Z. 22). Bedeutung also „Verstand", eig. aber: „Etwas, was des Ohrs ist", „Bestand des Ohrs", d. i. „Etwas, was im Ohre, dem Organ der Intelligenz ist", d. i. „Intelligenz". Z. 41. Zu ana 8. o. p. 44 Z. 11. nasaku nach Delitzsch Handw. p. 473 einmal im Parallelismus mit na'ädu, das nach p. 315 o. und der Anm. zu p. 176 Z. 188 = „furchten", „anstaunen". Hier handelt es sich um eine hervorragend schöne, gewal- tig grosse Tür, mit der Gilgamiä in einer Entfernung von 20 Doppel- stunden irgend Etwas getan hat. Das kann nur „sehen" im Allg. oder eine besondere Art des Sehens, Ansehens sein, also wegen nasku, etwa == „kostbar", „ausgezeichnet" oder ähnlich, da es sich um eine besonders schöne Tür handelt, und wegen des oben erwähnten Parallelismus, nur „mit Staunen betrachten0, nicht etwa „rühmen" (Delitzsch), nasku würde also eig. „bewundert" heissen und in K 4815, 2 f. (s. Delitzsch 1. c.) hiesse es: bewundere dich nicht selbst Z. 42. Zur hohen Ceder s. o. p. 156 Z. 1 ff. u. p. 158 Z. 1 ff. Z. 43. aj}ä möglicher Weiße auch = „seltsam", „fremdartig". S. zu. afrti Delitzsch Handw. p. 41. Z. 45. *o-&t-ru nach II R 21, 10 = (isü) üd-sir-oal d.i. „grosser UD-snt", also, da ud-sik = askaru = „Neumondsichel", ein „Werkzeug oder doch Gegenstand von der Gestalt der Neumondsichel", also wohl ein Bogen oder Dgl. Vgl. o. p. 92 Z. 19. Demgemäss safyirtum vom gespann- ten Bogen gebraucht (Delitzsch Handw. p. 495). Darnach sa-frir- an unsrer Stelle — denn so wird doch wohl zu lesen sein — der Bogen an einer oben gerundeten Tür? Z. 46. Gewiss nicht zu übersetzen „ich habe dich gemacht, habe dich getragen (aisä -f- JW)B: Gilgamis sieht anscheinend die Tür zum ersten Male. Z. 47, 49 u. 50. Zu lü mit folg., nicht damit verschmolzenem, Prae- teritum s. o. p. 176 Z. 181 ff. 8. 186 f. Z. 47—8. 188 f. Z. 38. 461 Z. 47 f. Zu dum$u s. o. p. 166 Z. 6 und p. 96 Z. 26. Z. 50. Zu antu 8. o. p. 861 f. Z. 1 ff. nach Anm. 9 unterm Text and p. X f. der Vorbemerkungen vor Tafel II Col. 111b (o. p. 138 ff.) einzuordnen. Die Erwähnung des Jägers in Z. 4 (1) lässt vermuten, dass die Zz. 1—3 — Teil eines Fluchs — an den Jäger gerichtet sind, der die Hure auf das Feld hinausgebracht und damit indirekt Bil-kullati(?yiabani(?) elend gemacht hat. Darnach in Z. 4 (1) etwa zu ergänzen zu : [Nachdem er] den Jäger [hatte hören lassen] die Fülle seines „Herzens" (Innern). Z. 5 f. Zu Sambätu s. o. p. 62 Z. 6. Z. 5. Zu ubla 8. o. p. 14 Z. 56. Z. 7. Möglich, dass vor kur, auch = mat, H zu erg., wie auch Zimmern vorschlägt. Dann übers.: „[. . ein Schijcksal, das nicht etc.". Z. 8. Zur grossen Verwünschung 8. o. p. 88 Z. 23. Z. 9. Eine Göttin Ntn-HAR-Bil mir nicht bekannt! Zu tibü s. o. p. 306. Z. 12. Zu ardatu s. p. 60 Z. 6. Zu suj&ü s. o. p. 335 f. und Hilprecht Assyriaca p. 54 f. (vgl. dazu auch Scheil Textes Ham.-sim. I p. 101 Z. 14), wonach es, z. B., wenn von einer Grenze gebraucht, „ändern" heissen soll. Indes die Ände- rung z. B. von richtigen Grenzen ist mit einer Verwirrung gleichbedeutend. S. 188 f. Z. 14. Zu but/ulu und baläiu = far-iar, gegen Delitzsch Handw. p. 176, = „mischen" s. ausser der bekannten Stelle IV R1 14 No. 2 Rev. Z. 16 f. Sanherib Konsi. Z. 84 (Pfeiler aus Bronze, deren 6ter Teil (darin) gemischtes Zinn war), Nabopolassar edd. Strassmatjer und Hilprecht Col. III, 12 f. (Lehm, billat, d. i. gemischt mit Wein) und Majßü VIII Z. 8 u. 10 (Asphalt, mit Gips, Lehm, mit Talg gemischt). Z. 18 f. Vgl o. S. 88 Z. 26 f. Z. 18. Für: Sitzplatz lies mit p. 403 oben wohl: Wohnung. „Mö- gest du auf dem Wege wohnen!", weil man dort nicht wohnen kann, „mögest du wohnungslos sein!". Z. 21. S. o. S. 88 Z. 28. Z. 27 ft. also nach Anm. 4 zum Text und p. X f. der Vorbemerkun- gen hinter Tafel II Col. IVa (o. p. 140 f.) einzuordnen, als Fortsetzung eines Traums 2K/-fcu//oti(?)-ia&an»(?)'8. Z. 29 ff. S. o. p. 80 Z. 4 ff. Z. 29. Für eine Cohortativpartikel t auch vor dem Imperativ s. Delitzsch Handw. p. 47 : t sa-a und t 8% in einem Londoner Fragm. und i(-)rid o. p. 220, 41. Vermutlich aber t?ä, isi und irid zu lesen, nach Analogie von nxrid für nürid o. p. 106 Z. 38 usw. Zu arädu mit Pron. suff. 8. z. B. Sargon Annalen Z. 93. Z. 37. kummusUy nach II R 35, 18 Synonym von raibu = „schreck* lieh" und Dgl, vielleicht eig. = „zum Niederknieen veranlassend" (s. zu o. p. 16 Z. 70). Daher m. Uebers. Vielleicht = „werden zum Nieder- knieen veranlasst", wobei agü dessen Träger verträte. Z. 38. £pt, Synonym von ia , in Verb. . mit agi vielleicht „Königs- 462 &• 188 f« Z. 38—43. mützenbesitzer" = „König(e)". Oder erg. zu nä]süt agi = Träger von Königsmützen? Z. 39. Zu §umü, einem Fleischstück, s. Zimmern Ritualtafeln p. 95. Eine Wurzel iamü mit einer Bed. „brennen", „anzünden" oder Dgl. be- zeugt. S. Delitzsch Handw. p. 668. Darnach dieses im Kai wie im Piel (Sunmü) Synonym von kamätu, kabäbu und sababu, etwa = „glühen". Nach V R 28, 88 ist nun su-u-u = ium-mu-u. Also giebt es im Assyr. eine Radix primae *, med. ic und tertiae infirmae mit einer der oben angen. Bedeutungen oder einer ähnlichen, und diese könnte arab. ^ayä, - ,ibra- ten" entsprechen. Dafür Hesse sich auch anführen, dass an der letztge- nannten Stelle hu-u-u (von einer Radix mediae w, = hebr. JTO = »an- sengen") = Jcumü, vom Feuer gesagt, vorhergeht. Darnach dürfte iamü genauer „ansengen", „rösten" heissen und sumü in Verb, mit Fleisch im Parallelismus mit „Gebackenem", „Geröstetes", „Gebratenes". Z. 42. inu = „Herr" bekannt. Zu inu = „Priesterherr" s. o. zu p. 160 Z. 37. Das Vorhergehende spricht für entere, Z. 43 f. für letz- tere Bedeutung, lagaru in Coordination mit inu entscheidet nicht Mög- lich, dass inu, wie die ff. Substantiva, Plural. Sumer. labar = assyr. lagaru nach K 4226 + K 4567 (Meissner Suppt. p. 10 hinten) = assyr. sukkallu, sogut wie sumer. lagar und tibir. Ein sükkallu ist der Bote, Botschafter und Bevollmächtigte, labar ist nach V R 19, 44 und 44, 16 = ardu = „Knecht", libir ist aber einerseits =zna(ä)gi(i)ru, etwa „Vogt", der von einem Anderen, einem Könige oder Gotte, abhängig ist, andererseits = kal-Jö (Haupt a. s. k. t. 118 Obv. 13 f., Rev. 1 f., 9 f. und 11 f., Reisner Hymnen 68, 5 f.), kal-Iü aber, falls nicht KAL-/u, = „Knecht". Daraus dürfte sich für lagaru in Verbindung mit inu eine Bedeutung „Diener" ergeben ; ob speciell Tempel- oder Prie- sterdiener, bleibt dabei unsicher, wird aber durch die fremde Herkunft des Wortes wohl befürwortet. Jedenfalls spricht diese für eine mehr specielle Bedeutung des Wortes. Vgl. die Bemm. zu kallü in p. 228 Z. 35. Z. 43. isipp(bb?)u bekanntlich ein Synonym von ramku = „Gewasche- ner" (o. zu p. 48 Z. 18 u. p. 92 Z. 9) und pasisu = „Gesalbter" (ibi- dem), sowie a-si-pu = „Beschwörer", 3 Priesternamen, bezeichnet also einen Priester. Deren sumerisches Aequivalent isib hat auch die Bedeutung illu = „rein" oder „heilig", und ausserdem mit Sicherheit nur noch die Bedd. parsu = „göttlicher Befehl", „Orakel" und iiptu „Besprengung", „Beschwörung", die ja beide rein und heilig sind, bez. sein müssen. Vgl. hierzu auch o. p. 92, 9: Als Reiner an den Händen und pasisu hat Adapa Acht auf die göttlichen Gebote von Iridu. Darnach üippu gewiss eigent- lich nur der „Gewaschene", „Reine", „Heilige" und deshalb erst „Prie- ster" und vielleicht spec. auch „Beschwörer". Dass auch die assyrische Wurzel '-£p den Begriff der Reinheit zum Ausdruck bringt, zeigen ussupu und iü&upu, die als Synonyma von ullulu bez. Supardü, beide = „hell, rein machen", bezeugt sind (Surpu VIII, 24, vgl. Beitr. js. Assyr, III, 238 Z.40; Cbaig Bei. Text* II, 16 Z. 12 und I R 36 No. 2, 5). Darnach 8. 1SS f. Z. 43— S. 1Ä0 f. Z. 8 Mitte. 463 durfte asäpu — 8. Täb-asäp-Marduk — eig. „reinigen" bedeuten, somit asipu, der Beschwörer, dann äsipu zu lesen, eig. „Reiniger", wenn nicht als Aequivalent von isib = ramku und paSisu , dann asipu zu sprechen, „Gereinigter", „Reiner". Ob — vorausgesetzt, dass asäpu , aiipu und Sipiu echt assyr. Wörter sind — isippu rein assyrisch ist, muss vorläufig zweifelhaft bleiben. Vielleicht ist es das und geht sumer. üib darauf zurück ; vielleicht aber spiegelt es dieses sumerische Wort wieder, dessen Zusammenhang mit asäpu dann fragloser als seine Entstehungsge- schichte wäre. Zu mabbü s. Delitzsch Handw. p. 397. Z. 44. Zu paMu s. o. zu p. 48 Z. 18 u. p. 92 Z. 9. Das Wort ausser hier und an den von Delitzsch Handw, p. 550 f. citierten Stellen auch noch — neben dem synonymen ramku — Beitr. z. Assyr. III, 250 Z. 20, pafts-apsi bei Meissner Beitr. z. altbab. Privatrecht No. 98 Z. 27 ff. Vorher wird ein täilu, auch ein Priester (o. p. 108 Z. 11), genannt. Ein paiti-apsÄ kann doch wohl nur ein mit Wasser aus dem „Weltmeer" Ge- salbter sein. Da das pasäsu sonst nur mit Oel geschieht, so dürfte man im Cultus das heilige Wasser des Oceans wie kostbares Oel gewertet und wie solches verwendet haben. Möglich, dass mit dem apsü der paiis- op«i's ein in den Tempeln aufgestellter apsü gemeint ist. S. dazu K. B. III, I p. 13 Anm. ff. Z. 45. Zu Itana s. o. p. 100 ff. Vermutlich oder doch vielleicht kam er bei seinem o. p. 1 1 4 f. berichteten Sturze um und starb so, ohne vorher einen Nachkommen zu erhalten. Zu Gira 8. o. zu p. 120 Z. 138. Als ein Gott des Lebens und der Fruchtbarkeit muss er alljährlich einmal sterben, wie Tam(m)üzf Ningitt- zida usw. III R 55, 53 ff, IV R 33, 44 u. Z. f. Assyr. VI, 244 Z. 52 ff.! S. 190 f. Z. 47. Belit-siri = „Herrin des Gefildes". Die Göttin also eine chthonische Gottheit, die vielleicht auch nur zeitweilig im Toten- reiche weilt. Nach den in Anm. 2 zu p. 190 gen. Stellen ist sie eine Göttin des Weins bez. des himmlischen Weins. Zu einer anderen „Herrin des Gefildes", Airatu, s. Jensen in Z. f. Assyr. XI S. 302 ff. Zu kamäsu 8. o. zu p. 16 Z. 70. Z. 48. *&tanas(s)ü nach Tafel II Col. III, 28 o. p. 138 jedenfalls auch = „rufen", „schreien", aber hier doch wohl sicher, wie sonst auch, = „lesen". Vermutlich führt die Bllit-siri das Totenregister -und liest ihrer Königin täglich die Liste der Neuangekommenen vor. Z. 1 Mitte, tabinu nach II R 19, 41 f. und V R 40, 33 = IT + bad (= dum), also = „Seite" der Mauer, d. i. „das ausserhalb der Mauer" Befindliche? Jedenfalls bedeutet idäti der Stadt das, was ausser- halb der Stadt liegt. Nach K 5410a (Zimmern) tritt das Schaf auf einen tabinu ittu. \\ mit tabinu hier r%tu = „Weide". Also t. als Synonym von ritu (8. IV R* 23, 9: käbis riti iUüiml) die ausserhalb der Stadtmauer befindliche Flur? Z. 3 Mitte, irtu ia mi nach Reisner Hymnen p. 101, 7 f. (wonach ein Haus im trat m% gebaut wird) jedenfalls = irat kigalli (= „Brust des 464 8. 190 f. Z. 3 Mitte -8. 196 f. Z. 11 n. Baugrundes": Nebukadnezar VIII, 60 usw.) und iupul m\ (Tiefe de« Wassers : ibid. VII, 60). Diese Brust ist die Brust der (Mutter) Erde, der das Grundwasser entquillt. An dieser Deutung ist Herr Dr. Küchleb mitbeteiligt. Z. 4 Mitte, kuiaüu in IV E» 61 [68] 24 mit pänälu verbanden („Ich, Jftar, bin vor dir und in deinem kuiaüu. Fürchte dich nicht zu gehen". So natürlich gegen Delitzsch Handle, p. 330). Die Stelle be- fürwortet für kutallu eine Bedeutung „Röcken". Dazu passt vortrefflich IV R» 46 [53] Obv. 17 ff. : die kipu\ da sie sich fürchteten wichen ana kuialli (rückwärts); St&assmaier Nabonidus 233, 3: wichen ana ku- taüi', IV B* 45 [52], 20: ihr ganzes Land wurde in ihrem kuialli — also: Bücken — zurückgelassen (als nämlich Hungersnot ausbrach). Vgl. fer- ner K 11889 bei Bezold Catalogue p. 1202: Wenn bei einem isbu (s. dazu o. p. 343 o.) die Augen ina kuialh , also hinten , angebracht sind. Darum steht also in II B 48, 50 ff. kutallu mit arkäiu (Hinterseite, -teil) und isift-sfru = „Rückgrat" zusammen. Somit ist der xkal kutalH des Saoherib ein „Hinterpalast". Natürlich ist syr. VÖtTO = „Hinterteil eines Schiffes" dasselbe Wort, vielleicht auch br6 = ttbrVD = „Wand". T Z. 50 u. Nach einem unveröff. Text (Zimmern) zu erg. zu [sa Urti-ia it-ta-al-I\a-ku kälu war-[?]a- dass assyr. lah im Altelami- tischen dem Nah- des neuelamitischen Namens Nahhundi entspricht. Wie zlr-napisti ein „Same von einem Lebewesen" ist (p. 234 Z. 84), so könnte Pär- oder Läfy-napi§ti bedeuten ein „Sprössling von einem Lebewesen0 oder „dem Leben(shaucb)u, nämlich wohl dem göttlichen. Möglich scheint auch eine Deutung „Sprössling mit Leben(shauch)". In beiden Fallen könnte der Name mit der Unsterblichkeit seines Trägers zusammenhängen. Z. 8 ff. Zum Praeteritum in Conditionalsätzen s. o. p. 144 Z. 4 und 10 und p. 158 Z. 41. Vielleicht aber hier zu übers.: „Wenn ich (sonst) . . . gelangte etc., erhob ich etc.". S. auch zu o. p. 198 Z. 5. Z. 10. Zum ev. Dual von risu s. o. p. 337. Z. 13. Zu nik(k)%ltü s. o. zu p. 110 Z. 13 u. Z. 14. Zu badü balätu s. o. p. 130 Z. 13. Z. 16. Nach o. zu p. 100 Z. 7 ist der Götterbote Nusku die Neu- mondsichel, nach dem kossaeischen Vokabular Nusku = Nerigal, und nach IV R 33, 33 der, in diesem Falle 28ste, Monatstag, an dem der Mond unsichtbar wird, ein Totenfeiertag für Nerigal, nach Z. 30 ibidem aber der vorhergehende Tag ein Freudenfesttag für ihn. Also ist Neri- S. 202 f. Z. 16— 8. 204 f. Z. 4. 467 gal auch die Mondsichel oder speciell die des abnehmenden Mondes. Damit ist sein Charakter als Totengott erklärt, damit der Mythus von ihm und JEreikigal (o. p. 74 ff.): Der Mond als Nerigal verschwindet nahe dem östlichen Horizont und geht in die Unterwelt hinab, um nach deren Durchwanderung als Nusku im Westen wiederzuerscheinen. Vgl. die Rolle des 'Eqpifc als ^wgoffoptf täru Soviel wie misirru pafäru (1. c.) =• „den Gürtel lösen"? Vgl. fci- rimmu rumtnü o. p. 126 Z. 8! Z. 10. bummusu in El-Amarna Berlin 8 Rev. 2 (K. B. V p. 26) wohl mit Zimmern und sufymu$u in K 82 Obv. 12 (Beür. z. Assyr. I, 242) wohl mit S. A. Smith und Delitzsch = „vergewaltigen", indes mög- licher Weise = „ausziehen" oder „ausplündern". Der in Z. 11 aufge- richtete Mastbaum lässt für Z. 10 auf Herrichtung eines Segels und dann wegen Z. 9, falls so, wie oben vorgeschlagen, zu deuten, auf Her- stellung eines Segels aus einem ausgezogenen Kleidungsstück schliessen. Z. 11. Dass karü ein Behälter für Getreide, also etwa eine Tonne ist, nicht etwa, wie ich früher meinte, wegen des syr. 8VO ein Getreide- haufen, scheint (s. Delitzsch Handw. p. 353) aus 111 R 61, 12 u. 62, 9 hervorzugehn. Aber daneben wird man gegen Delitzsch 1. c. mit Fog- non Wadi Brxs8a p. 72 f. ein anderes karü bez. ein Wort $arü , und zwar wegen Col. VII Z. 26 der archaischen Inschrift vom Wadi Brissa (2 kari von hochgewachsenen Cedern) mit der Bedeutung „Mastbaum" anzunehmen haben. Für dieses karü liest man anderswo bei Nebukad- nezar (Gr. Inschr. IV, 8) karü, sodass auch an unsrer Stelle und in H R 62, 75 — wo gur, sonst = karü = „Tonne{?)", = karü des Schiffes — dieses Jcarü = „Mast" gemeint sein kann. Falls die Schrei- bung mit k der Etymologie entspricht, wohl zu TVYip- MVHp = »Bad* ken", vermutlich mit Delitzsch Handw. p. 596 == assyr. käritu. Z. 13. Für: Herzen lies: Inneren. S. p. 316 f. c Z. 15. Zu sut abni s. Col. II, 29. Z. 16. Man denkt für la(-)K{-la.*ia an Etwas wie „Einer, den ich nicht kenne" oder „Einer, der nicht zu meinem Gesinde gehört". Statt ia an und für sich auch die Lesung V möglich. Aber wie wäre dann zu deuten? Ist etwa zu verbessern zu la Bi-la-sa = „Einer, der nicht sein, nämlich des Schiffes, Herr ist" ? Z. 17 ff. ia-u (tyt*? vgl. Jäoer in Beür. z. Assyr. L, 465 f.) doch S. 222 f. Z. 17 ff.— 8. 226 f. Z. 30. 475 nicht zu a-a-um, Genitiv o-o-t, = „Weha (Surpu IV, 64(?!) und Reisneb Hymnen 84, 26 und 28) ? Dann dieses ia~u zu a-a-« wie ia*u = „wer?" (3fafciä VIII, 97) zu a-a-tt und ia-umma zu a-a-t*mma. Zu einem ia-u- amilu s=s „Weh-Mensch", wäre ^ocfr-'ua-amlfo = „Wehfroh-Mensch", von Gilgamis gebraucht, zu vgl. (o. p. 130 Z. 14). Der Ausdruck nähme auf den augenblicklichen Zustand Oilgamifs Bezug oder gälte vom Menschen überhaupt. Bei dieser Erklärung wäre unsre Ergänzung von Z. 20 natür- lich nicht möglich. — Nach II R 29 No. 3, 33 und einem diesen Text ergänzenden Fragment a-ta-w wohl ein Synonym von rubü = „Vorneh- mer" und Dgl. Darnach hier zu übersetzen: „Der (dort) kommt, ist der Mensch nicht ein Edler etc.u?? Z. 43 bis S. 226 f. Z. 22. S. o. p. 198 Z. 7— S. 200 Z. 37. S. 226 f. Z. 23 f. Zu XJT-napistitn s. o. zu p. 202 Z. 6. Z. 24. Möglich, dass anumma, mit einem Accent, auch „sofort" heissen kann. Zu beachten scheint wenigstens , dass nach VA. Th. 244 (s. Z. f. Assyr. IX, 159 ff.) Col. II, 8 f. a~ma-ru-kam einerseits = anumma, andererseits = lä tiggum , doch wohl , mit Mimation , = lä tiggi d. i. „zögere nicht", dass it-kü nach Z. 10 ib. = anumma, aber nach Z. 16 f. ibid. = luman u. laman = „sofort" (o. p. 262 Z. 23 u. 27) , und dass ud-nami-kam nach Col. I, 83 ibid. = „kleiner Befehl", nach 34 f. aber = matum kabü d. i. „wann? sagen", und von einem Befehle gilt. VgL unser: Wann wird's denn? Z. 25. sabäru , weil = „herumgehen" (vgl. IV R* 60, II 43 f. = Mäklü III, 102 f. : (so schnell) wie sich dies Siegel herumdreht , möge dein Antlitz rot und (wieder) fahl werden), auch = „umhergehen" ? Cf. "IHO. aläku mit dem Akkusativ auch Craig Bei. Texts I, 17, 5 und o. p. 190 Z. 50 u. und p. 200 Z. 26 u. Parallelstellen nach der Bern, zu der erstgen. Stelle. Z. 29. Erg. zu [at]tizik für attazik von nazäku? Cf. Surpu IV, 63 f. : najsäku in Verb, mit düibtu und nissä(a)tu. Vgl. unsre Stelle. nazäku bedeutet nach jener Stelle und denen bei Delitzsch Handw. p. 457 etwa „drangsalieren" oder „drangsaliert werden". dalabu = „in Not sein" mit d wegen IV R* 54 [61], 22, wo gewiss nicht du-lul-su, sondern du-lubiu zu lesen. Nach II R 35, 56 ef ein d(t)aläb(p)u = aläku, zwischen fyäsu = „eilen" und rapadu mit ähnlicher Bed. (s. o. zu p. 126 Z. 24), also gewiss ein Synonym von aläku = „gehen", gegen Delitzsch Handw. p. 69. Da gerade rapädu von Gil- gamis's eiliger Wanderung zu Uy-napistim gebraucht wird, so mag an unsrer Stelle dieses Verbum vorliegen. Doch spricht nis8ä(a)tu im folg. Parallelvers — vgl. die o. cit. Stelle Surpu IV, 63 f. — für unsre Ueber- setzung im Text. Vielleicht beide Verba identisch. Grundbed. dann etwa „sich abhetzen". Zu nis8ätu 8. o. zu p. 62 Z. 6 u. p. 140 Z. 4. Z. 30. Zu sabU s. o. p. 210 Z. 1. Zum „Allewerden" der Kleidung s. ibid. Z. 6. 476 8. 226 f. Z. 31—42. Z. 31. käsu ist wegen des Folg. gewiss der hebraeische Vogelname 013 mit zweifelhafter Bedeutung. büsu oder jpüft* nach II R 37, 33 , HR 40, 31 und V R 47, 25 = tflwr Jurrt. Nach o. p. 292 Z. 1 1 f. haben Krieger mit Leibern von issur Jjturri Rabengesichter und nach der oben zuerst citierten Stelle hat b(p)ü?u das Ideogramm hu + U (bez., zusammengelesen, nam) 4- sab -f us + hu, äribu = „Rabe" aber nach IV R* 3, 70 f. auch das Ideogr. hü + li (bez. nam) -+- sab -f- hü. Darnach b(p)üsu vielleicht ein dem Raben verwandter oder ihm irgendwie ähnlicher Vogel. Nach II R 60, 19c (mal b(p)ü$i mailaku = „ich bin gleich wie (o. zu p. 114 Z. 20) ein b(p)üsu gewor- den") und den vorhergehh. Zz. 14 f. scheint dieser Vogel besonders gehässig zu sein. Das spräche auch für einen Raubvogel. Nun wechselt bei ASSurnasiraplu burru vielleicht mit pagru = „Leichnam" (Col. I, 109 etc.). Also bedeutet fcurru event. ebenfalls „Leichnam", wenn nicht „Aas", und ist somit der mit dem Raben verwandte oder ihm ähnliche, wohl beson- ders gefrässige Vogel mit den Namen issur Jmrri oder b(p)üsu ein „Aas- vogel", also etwa ein „Rabe" oder ein „Geier", und falls Gilgamls auch dessen „Häute" als Ersatz für seine Kleidung abgezogen hat, Letzteres. Das Oben Bemerkte wäre hinfällig, falls das bei ASSürnasiraplü mit jMujru wechselnde Ideogramm, No 290 bei Delitzsch Lesestücke 8, nicht eine Var. für habrud, sonst = fcurru = „Höhle", wäre und nicht missbräuch- lich auch für ein zweites Jiurru gebraucht werden könnte. Dann gäbe es nur ein Jurrt* = „Höhle", issur tyurri wäre mit Delitzsch Handtc. p. 292 = „Höhlenvogel" und das nam- sab in seinem Ideogramm bezeich- nete ihn lediglich als einen Vogel (vgl. nam-sab-dar-hu = tarnt = „Henne" II R 37, 32). Der mindi(i)nu nach II R 6, 6 = [ ]gug und dies -f **d» nac^ d. f. Z. = dumämu von damätnu = „wimmern", „heulen" und Dgl. (o. p. 28 Z. 113). Also der mindinu wohl auch ein „Heuler". Ein Zu- sammenhang mit matü = „wehklagen" u. ähnlich (s. o. p. 44 Z. 2), wozu wohl auch mat(d)änu = a-Si (Form fd länu ; ein Synonym davon garränu von garäru), scheint unmöglich. Es müsste denn durch Einfluss der tönen- den Konsonanten m und n aus *mitinu oder *mittinu für *mü'änu oder • • • • *mat'änu midinu (I R 28, 23!) oder *middinu und daraus mindinu ge- worden sein. Z. 32. Die Häute gewiss zur Bekleidung verwendet. S. o. Z. 30 und p. 210 Z. 6. Z. 42. suräummu gilt nach V R 32, 25 vom sikaru = „Rausch- trank", als ein Synonym von kadütu, das nach V R 27, 7 ff. vom Rausch- trank, sikänu, Meere und Flusse gilt, und nach V R 32, 24 ist kadü (doch gewiss von ders. Wurzel) des sikänu = siknu ia näri d. i. „Satz des Flusses", nach Sanherib Kuyundjik II 85 (gegen Delitzsch tiandtc. p. 659) = „Schlamm" (: das wegen des Schlamms etc.). Also fcadütu und somit auch sursummu wohl = „Schlamm" oder ähnlich. Hierzu stimmt, dass der erste Teil ihres Ideogramms im = „Lehm" ist, dass nach V R 32, 26 t(d)i-du ein Synonym von leadütu ist — denn darin 8. 226 f. Z. 42-8. 228 f. Z. 33. 477 dürfen wir das bekannte titu = „Lehm" (lies also mit Delitzsch Handw. p. 581 ti-tum?) sehn — , und dass rusumiu, von derselben Wurzel wie sursummu, „Sumpf1', „Morast" oder „Schlamm" bedeutet. S. dazu auch G. Smith Assurbanipal p. 192, 13, wo siknu in Verb, mit rusumtu er- scheint. Unter kadüt Sikari = iursummu, wozu noch K2611 Obv. Col. I, Z. 16 nach Küchler's Copie zu vgl., dürfte darnach mit Küchler „Hefea oder der „Satz" des Weins zu verstehen sein. Z. 43. Zu kukku s. Tafel XI, 46 (o. p. 232). Vermutlich liegt hier aber nur ein Homonym von dem dort genannten kukku vor. ' S. 228 f. Z. 26 ff. Z. 26 a entweder = „Für immer bauen wir ein Haus" oder Frage. Da Ersteres ausgeschlossen, kommt nur Letzteres in Betracht, und darum auch das Folgende bis ?. 31 als Fragen aufzufassen. Z. 28. zi-ru-tum nach allgemeiner Annahme zu zäru = „hassen". Wenn diese richtig sein sollte, könnte es nur bedeuten „Zustand, Eigen- schaft eines Gehassten", also „Gehasstheit", nicht aber „Hassen", und der Plural ziräti — falls dies ein Plural und zu zäru zu rechnen — könnte kein Plural davon sein, zi-ru-ti in IV R* 57 [64], 37 sträubt sich nicht gegen eine Bedeutung „Gehasstheit". Der Personenname Zirütu (Zirütt) — 8. Bezold Catalogue p. 2213 — zeigt aber, dass es jeden- falls auch ein ebenso lautendes Wort mit einer anderen Bedeutung giebt. Vielleicht unser ei-ru-tu, wie der gleichgeschriebene Personenname — cf. den Personennamen Zarütx III R 48, 64 — , zu zäru „Erzeuger", also = „Zeugung8tätigkeitu, wie zäninütu zu zäninu. zi-ru-ti in IV R* 57 [64], 37 mag dann Plural von einem zxru = „verhasst" sein. Z. 29. issä in Verbindung mit näru und milu (s. II R 26, 53 ff. : nasü sä mllim\ II R 47, 52: mllu ana mäJti innissä) nlsu = „Hochflut": V R 22, 40; nasü von agü, Synonym von mllu: Sanherlb Bellino 46; Rm. 618 bei Bezold Catalogue p. 1627: inuma Puraitu issä) lässt an ein Praeteritum von naiü denken. Aber wie wäre hier ein Praeteritum gegenüber den vorhergehh. und nachfolgenden Praesensformen zu erklä- ren? Ist hier daher nicht gegen jede Wahrscheinlichkeit is-sa-a Nomen proprium mit dem Determinativ näru davor, so können wir die Vermutung nicht abweisen, dass isSä hier ein ungewöhnliches Praesens ist, das an izzaz und iddan von nazäzu und nadänu Analogien haben würde. Vgl. Haupt in Beitr. zur Assyr. I, 77, der, übrigens aus unzulänglichen Grün- den, für ein issu in Gilg. XI, 104 (o. p. 236) und Gilg. XII, vi, 4 (o. p. 264) praesentische Bedeutung annimmt. Z. 30. kulilu als Vogelname II R 37, 61, k(k)i-hkY-pü als solcher II R 37, 5 genannt. Also sicher mit Jeremias Izdubar p. 53 diese bei- den hier gemeint. Z. 31. -Sa muss sich doch wohl auf eins der beiden Substantiva in Z. 30 beziehen, also dass deren eines fem. generis sein könnte, Z. 32. Zu ultu ullänumma 8. o. p. 84 Z. 63. Z. 33. salin, wie man hier lesen könnte, wäre für uns unverständ- lich und mllu, wie man auch lesen könnte, = „der als Gefangener Weg- geführte, der Erbeutete", gäbe hier keinen Sinn. Da das Zeichen für 478 S. 228 f. Z. 33—35. f{z)ar auch sar (o. zu p. 36 Z. 26) und das für zuk auch suk gelesen werden kann, vielleicht sal auch = ?al und dann hier sallu zu lesen = „der im Schlafe oder Tode Ruhende". Das folg. mitum empfiehlt die Lesung. $cUmu wie usurtu (o. zu S. 92 Z. 3) Soviel wie das Bestimmte, Be- schlossene? Geht das hier — s. Z. 39 — auch auf die Dauer des Todes? Z. 35. Ein kallü nach Haupt A. S. K. T. 118 Obv. Z. 13 f., Rev. 1 f., 9 f. , 11 f. und Reisner Hymnen p. 68 Z. 5 f. = libir; Itbir nach E 4226 + E 4567 (Meissner Suppl. p. 10 L) Synonym von labar, lagar und sukkal-sukkallu] labar aber nach V R 19, 44 u. 44, 15 = ardu „Knecht", sukkallu = „Botschafter", „Stellvertreter44, und labar sowie lagar = kalü (II R 32, 15; II R 21, 42 f.). Also (\)kaüü-kalü ein Stell- vertreter, Knecht und Dgl. Andererseits libir, das = kallü, nach V R 16, 35(?), Haupt A. S. K. T. 98 f. (II R 18), 47 f. und IV R 26, 8, und wohl auch II R 59, 8 = nä(a)gi(i)ru (s. schon Zimmern Busspsalmen p. 60 f.), das ist aber irgend ein Aufseher, Vogt und Dgl., ein über Etwas Gesetz- ter ; und der Gott Isum-V ksanga (1. Sigsanga = mäbis-risi oder kak£adi d. L „Schläger des Haupts oder Scheitels" ? Cf. Isum = täbifju na'idu = „der furchtbare Schlächter4*), der nä(a)gi(%)ru, ist auch ein ra(ä)b%{%)sv, ein „Kauerer", „Aufpasser*1. Also kallü wohl speciell ein Diener und Bevollmächtigter, der über Etwas gesetzt ist, und somit wohl mit unaerm kallü einerseits der Beamtenname kallü (bei Delitzsch Handw. p. 330), andererseits Jcallu (gattu) — lies kQc)allü? — = „Sklave", „Knecht" (bei Delitzsch 1. c. p. 585) identisch. Nach II R 21, 40 ist nun auch sumeri- sches mulu = a&syr. kalü, das (s. o;) auch = kallü. Andererseits aber entspricht dem Daemonennamen Tf(= gal)-LAL = gal/ü im Neusumeri- schen mulla. Das giebt an die Hand, auch dieses GAL-tö mit unaerm kallü zu identificieren. S. dazu zunächst Reisner Hymnen p. 68, 5 ff. : Itbir = GAL-tö vor t((= gaiy lal = gal-Iü. Und nun befindet sich nach unsrer Stelle der kallü in der Unterwelt (s. u.) und begrüsst den eintre- tenden Toten , hausen nach Reisner p. 68 Z. 5 ff. sowohl der libir = gal-Iü wie der Ti-lal = gal-Iü im Totenreiche (s. p. 67 ibidem = IV R* 30 No. 2, 36 ff), hat nach Haupt A. S. K. T. 118 Rev. Z. 11 f. der oder ein libir = kallü seinen Platz an einem Tore, vermutlich der Unterwelt (vgl. dort Obv. Z. 12), und wird der in die Unterwelt Eintretende nach Craig Eelig. Texts I, 79 Z. 9, nachdem er das bäbu k[amü(?)] d. i. das Aussen-, Strassentor(l) passiert hat und in ein anderes Tor eingetreten ist, den Händen grosser tJ-lal's d. i. GAL-tö's überantwortet. Also dürften damit wohl sicher kallü's = „Aufpasser" und Dgl. gemeint sein und diese somit zu derselben Kategorie wie der kallü (oder die kallü's?) an unsrer Stelle gehören. Also der kallü wie der ikimmu und utukku im Toten- reiche heimisch und Diener NerigaVz, wie vielleicht alle Daemonen. Hinter (amilu) i hat Haupt ein klares Bf, wozu er in d. Beitr. i. 48syr. I, 118 Nichts zu bemerken hat, also dass es wohl ausgeschlossen erscheint, dass im Original statt Bf nu, also (amilu) i-nu = „Herr* — hier dann inu mit kallü, wie o. p. 188 Z. 42 mit dessen Synonym lagaru 8. 228 f. Z. 36-37. 479 (o. p. 478) verbunden — zu lesen ist, was ausser mir auch Zimmern ver- mutet hat. Ein Ideogramm i-Bi ist unbekannt; ein Wort i-bi oder i-bat ebenfalls. Diese an und für sich möglichen Lesungen kommen also vor- läufig nicht in Betracht. Ein (amilu) i-zie, wie auch gelesen werden dürfte, könnte „Zürnender" bedeuten. Aber — . f-ftf, wie ja auch gelesen wer- den kann, könnte der Status absolutus und constructus von fttf(t)tfu, einem Synonym von samt = „König", sein. Also vielleicht: der beaufsichti- gende „Diener", „Knecht" und der „König", „Fürst". Indes hat Ui(i)Uu sonst nie amilu als Determinativ vor sich und die Status absolutus- oder constructus-Form wäre, falls sie sich nicht atif eine bestimmte Per- sönlichkeit bezöge , also gewissermassen ein Nomen proprium ausdrückte, höchst ungewöhnlich. Nun aber kann Bf auch in dil und u zerlegt wer- den, könnte tdilu, geschr. i-dil-u, „Zuriegler" bedeuten, steht ein kattü, der hier vor unserm i-Bf genannt wird, nach Haupt A. S. K. T. 118 Rev. 11 f. an einem Tore, und gehn die in' 8 Totenreich Eintretenden nach Cbaio Eelig. Texte I, 79 Z. 9 f. aus den Händen der kaUü's in die des Oberpförtners der Unterwelt über. Also könnte der hinter dem kallü ge- nannte t-Bf in der Tat ein idilu, d. i. ein „Zuriegler11, vermutlich der eben genannte Oberpförtner sein. Zu ikrubu in diesem Zusammenhang s. Craig Eelig. Texte I, 79, Z. 12? Wo findet die Begrüssung statt, wenn nicht die Segnung? Schon die oben stehenden Ausführungen lassen erkennen, dass dies in der Unter- welt geschieht, und zwar mit einem Toten, dass demnach karäbu hier, wie sonst, „begrüssen", heisst, und dass in der Lücke in unsrer Zeile hinter ana vielleicht der Genitiv von mxtu = „Toter" zu ergänzen ist. Und die folg. Zeile bestätigt dies aufs Schönste. Denn nach Craig Eelig. Text* I, 79 Z. 12 wird der in das Totenreich Eintretende auch vor die Anunnaki geführt und diese hausen dort auch nach o. p. 88 Z. 33 ff. Das ist nun aber — s. u. zu Z. 38 f. — für die babyl. Lehre von Tod, Leben und Auferstehung von fundamentaler Bedeutung. Z. 36. Zu den Anunnaki s. die vorherg. Bern. Z. 37. Also auch die Göttin Mammitu wenigstens zeitweise in der Unterwelt ? Nach unsrer Stelle bestimmt sie mit den Anunnaki zusammen das Schicksal, nach o. p. 286 Z. 11 u. 14 tut dies Mami-Büit, nach II R 55, 8 Bilit. Darnach Mammitu — Mami? Bedenklich ist nur, dass diese das Schicksal der Neugeborenen oder Ungeborenen, jene das der Toten bestimmt. Indes Bilit- Mami ist ja eine Göttin der Erde, also eine chthonische Gottheit, und somit könnte sich ihr Wirkungskreis auch über die Unterwelt und ihre Bewohner erstrecken. Dazu wäre es ja be- greiflich, wenn die Göttin, die den Lebenden das Schicksal bestimmt, auch an dem der Toten Anteil nähme und es beeinfiusste. Mit MammÜu Mumitu II R 60 Z. 3 nur vielleicht identisch. Doch beachte, dass diese nach dieser Stelle vielleicht Königin von Kis oder KU ist, und andererseits, worauf mich Zimmern aufmerksam macht, Nin-mafy == Bi- 480 8. 228 f. Z. 37—8. »SO & Z. 5. lü-Mami nach IV R* 53 [60], 29 d und Reifer Hymnen p. 31. Co eine Göttin von Kit ist. „Das Schicksal bilden11, weil dies ein „Gebilde", etwas im Geiste der Götter „Gebildetes", ein ufurtu ist O. zu p. 92 Z. 3. Wenn Mammitu und die Anunnaki das Schicksal nicht ganz nach Willkür bestimmen, was unwahrscheinlich, dürfte es sich nach dem Erden- leben des Gestorbenen richten. Somit müssten sie zugleich Toten rieht er sein. Darnach dürfte o. p. *w Z. 33 ff. zu verstehen sein : Die im r,ge- rechten(V) Palast" — palais de justice — im Totenreiche wohnenden Anunnaki werden herausgeholt, um darüber zu entscheiden, was mit der Iitar zu geschehen hat. Und wenn dann Gilgamis Richter der Anunnaki ist (o. p. 260 Z. 1), dürfte er als solcher Ober rieht er im Toten- reiche sein. Z. 38. Statt „legen hin" auch „machen1* möglich. Kaum, etwa mit p. 234 Z. 87, iakänu = „bestimmen", „festsetzen". Denn auch hier heisst es eig. nur „machen". Statt „Tod oder Leben" eher „Tod und Leben" zu übersetzen. Eine Auferstehung sofort nach dem Eintritt in's Totenreich wohl nicht anzu- nehmen. Man mü8ste denn an eine Seelenwanderung geglaubt haben, wovon sonst Nichts bekannt ist. Daher wohl eher: legen sie die Urkun- den^) mit der Schicksalsbestimmung über den Tod und das einmal darauf folgende Leben hin; nämlich, an einen Aufbewahrungsort, in ein Archiv? Jedenfalls lehren dieser und der vorherg. Vers, dass 1) die Toten nicht alle das gleiche Schicksal erwartet — denn sonst brauchte kein Schicksal für sie bestimmt zu werden — , und 2) dass es sich bei dessen Bestimmung um Leben und (resp. oder) Tod handelt. Also können die Toten wieder auferstehen, wieder dem Leben zurückgegeben werden. Ob jeder einzelne, ob nur auserwählte von ihnen, ob einzeln, ob bei einer allgemeinen Auferstehung der Toten , ob auf dem Wege der Seelen Wanderung, bleibt unbestimmt. Z. 39. uddü könnte auch active Bedeutung haben: „machen nicht kund", nämlich die Anunnaki und Mammitu. uddü, als Fiel von $*r* — so gegen Delitzsch p. 232 u. 305 — , könnte an und für sich auch „bestimmen" oder „werden bestimmt" heissen. Aber hier scheint dies, mit Delitzsch 11. cc. nicht in Betracht kommen zu können. Die Schick- sal8be8timmer , wenn sie über Tod und später darauf folgendes Leben entschieden, mussten doch wohl vor Allem des Ersteren Dauer bestimmen. Z. 1 f. Zu VT-napistim s. o. zu p. 202 Z. 6. 8. 230 f. Z. 4. „und du" als Ergänzung zu „deine Maasse" (eig. deine Zahlen) Soviel wie „dein Aussehn", „deine gesamte Erscheinung" oder „dein gesamtes Verhalten, Auftreten". Z. 5. gummuru, vom libbu gesagt, sonst auch im Zusammenhang = „vollständig ergeben sein". S. Beitr. z. A&syr. II p. 566 Z. 16 (Johns Deeds No. 646 Z. 13) und p. 568, sowie Meissner Suppl p. 26. gimir libbi bei Nebukadnezab Gr. Inschr. I, 37 kann „Ergebenheit des „Her- 8. 230 f. Z. 5—13. 481 zens"" bedeuten, aber auch „das ganze Herz", und an den vorher er- wähnten Stellen braucht das „Ergebensein" nicht in gummuru schlechthin zu liegen. Auch möglich, dass es dort einfach = „in seiner Ganzheit (Jemandem, bez. bei Jemandem) sein". Somit hier entweder: „Ganz ist dir das, nämlich dein, Herz" d. h. „dein Herz ist ganz", nämlich „ganz fertig, fähig oder Dgl." oder „ganz ist dir das , nämlich mein, oder mein Herz, d. h. ist dir ganz zugetan". Aber was sollte im letzteren Falle das darauf Folgende? Z. 6. Zu ina oft» nadü s. vielleicht Haupt A. S. K. T. 86 f. (II R 17) Z. 9 f., falls dort (vgl. IT = afiu im Sumerischen) ia ]ina a-fyi-su nadü zu lesen ist, und vgl. bei Delitzsch Handw. p. 39 f. die Redensart afru nadü. Im Widerspruch mit der Männlichkeit seiner Erscheinung pflegt UT-napistim der Ruhe. Z. 7. Zu U = „wie?" s. zu o. S. 112 Z. 25. Zur Zeile vgl. o. p. 204 Z. 4 u. Z. 8. Zu Vn-napiMim s. o. zu p. 202 Z. 6. Z. 9 f. amät ni$irti eig. = „Rede der Verborgenheit". Zu piriitu = „Geheimnis" s. Jensen in d. Theol. IMeraturz. 1899 Sp. 33. Zu die- sem und nitfrtu s. Zimmern Bitualtafeln p. 89. Vgl. aber u. zu Z. 195 f. Z. 11. Die Richtigkeit unsrer Ergänzung von Z. 31 vorausgesetzt, sollte das Sintflutfahrzeug wohl wegen seines durch seine Grösse verur- sachten Tiefgangs am Meere gebaut werden, also nicht am Euphrat, an dem Surippak laut der folgenden Zeile lag. Das scheint anzuzeigen, dass die Stadt UT-napt&im's nahe beim Meere, wenn nicht am Meere und am Euphrat gelegen war. Da es nicht unwahrscheinlich ist, dass der UT~napistitn-Atarbasis der Sintflut aus Surippak (p. 242 Z. 196) mit Adapa-Atarhasis von Iridu (p. 92 Z. 8, 11 und 16) identisch ist (p. 276), so könnte man vermuten , dass Surippak z. T. mit Iridu identisch , falls nicht ein Teil davon ist. Iridu lag aber wohl an der „Mündung der zwei Ströme" (IV R* 15*, 53 ff.), also am Euphrat und am Meere. Es ist von vorne herein wahrscheinlich, dass LTT-najpwfr*m, der Günstling la{?)% in einer von dessen Städten, und darum naheliegend, dass er in seiner hei- ligsten Stadt iridu wohnte. Nach 82—8-16, 1 Col. I, Z. 2 von u. (S. A. Smith Miscell. Texts p. 26) wird &urup(p)ak zwischen NüN-pi (1. Appi?) vielleicht in Südbabylonien (Jensen in Z. f. Assyr. XV, 210 Anm.), Üri und Kulldba in Südbabylonien (1. c. p. 211), Ku auch in Südbabylonien (1. c. p. 253) einer- und Aratta in Südbabylonien (1. c. 214) andererseits erwähnt, lag also wirklich wohl ebendort, und dürfte darum gegen G. Hopfmann's Vermutung mit SfD^o bei Babylon (s. Nöldeke in Z. D. M. G. XXV, 679) nicht zu identifizieren sein. AccQay%- dafür bei Berossus scheint ans 2APAIIX- entstellt zu sein. Z. 13. Weniger naheliegend: diese Stadt war schon alt, da etc. Denn es scheint wahrscheinlicher, dass \]T~napistim das ganze hohe Alter der Stadt, als ihr Alter zur Zeit der Flut meint. fa-BiR von labäru „alt Jensen, Mythen «. Epen. 31 482 8. 230 f. Z. 13-17. sein" zu trennen, scheint ganz annötig und lä bir, wie man wohl lesen möchte, mit dem uns bekannten Assyrisch anerklärbar. Nach der Grammatik kirbüSu kaum zu iläni, somit eher zum Fol- genden, nach der Prosodie eher zu üäni. Also : „die Götter in der Stadt8 oder „die Sturmflut in der Stadt" oder der Beschluss, sie zu machen, wird in der Stadt gefasst. Z. 14. Zu ana 8. o. zu p. 58 Z. 9. Warum die Sintflut oder die Sturmflut, die sich zu einer Sintflut aus wach st ? Nach Z. 183 ff. wohl als Strafe für von den Menschen be- gangene Sünden. Vgl. unten p. 274 ff. und p. 288 ff. Falls der Zorn der Götter zunächst gegen ÜT-nopifttm gerichtet gewesen sein sollte, könnte man den Adapa-Mythus o. p. 92 ff. und die Sintflutgeschichte mit einander combinieren: Adapa, der Atarbasim, hat des Südwinds Flügel zerbrochen und über UT-napistim-AtarfraHsu, der vielleicht mit ihm iden- tisch ist (o. p. 276), bricht in Folge eines Südsturms (s. auch Z. 109 u. 129 f.) eine Sturmflut herein. Zu äbübu s. o. zu p. 24 Z. 49. Zu libbu abälu 8. o. zu p. 14 Z. 56. Z. 17. Zu guzalü als Jemandem; und, soweit wir wissen, speciell einem Gotte, „der im Auftrage eines Anderen vorangeht, an der Spitze steht oder geht" s. m. Kosmologie p. 389 ff. Vor Allem kommt hierfür in Betracht, dass die Sieben nach IV R* 1*, 9 f. guzalü1 8 der Ercslagal, aber nach Z. 7 f. ibidem Boten Namtäru'B, des Boten und Stellvertreters der Ere&kigal sind; dass Nabu und Samt, d. i. Marduk, sonst auch Götterboten, nach p. 236 Z. 100 f. bei der Sintflut als guzalü'8 voran- gehen, und dass Ninib, nach unsrer Stelle ein guzalü der Götter, nach II R 57, 27 ein Jfimim parsi d. i. ein „Befehler von Befehlen" ist, wie nach V R 43, 36 Nabu, ein Götterbote. Vgl. auch IV R* 54 [61], 21 u. 43 (und Add.): G(g)uzalü hob damkäti = (ein) Guzalü, der Gates befiehlt Damach guzalü etwa = „Bote" oder „Herold". So auch Zimmern bei Gunkel Schöpfung p. 423. Andererseits zu beachten , dass an unsrer Stelle dem Berater Bei der guzalü Ninib, auf Rm. 338 aber (Meissner Suppl. p. 21) ein mäli[ku] einem guzalü und einer guzaU\iu] (vgl. III R 68, 9 f. u. II R 59, 25) folgt, und dass derselbe Ninib, der an unsrer Stelle als guzalü der Götter auftritt, bei A§§urnasiraplu I, 2 als ihr Berater erscheint. Darnach scheint der guzalü ein Berater zu sein. Aber das Berateramt schliesst das des Herolds und Boten nicht aus. Ist doch. Nusku, der Bote des Bei, zugleich der Berater der Götter, guzalü wird, wie sukkallu und seine Synonyme, einen hohen Würdenträger bezeichnen, der den König zwar berät, aber seinen Willen auszuführen und zu ver- künden hat. Zur vermuteten Etymologie „Tronträger", dass das, was wir von den Functionen eines guzalü wissen, sie wenigstens nicht bestätigt lal in guza-lal = guzalü allerdings = nasü in der Bedeutung „tragen0 (z. B. vom Schwerte) und „erheben" (von den Augen). Aber „tragen" oder „erheben" von einem Trone müsste doch wohl il oder gut lauten. Wegen lal =• karnü, kasü und samädu könnte die Bed. „Tronanfasser", „Tron- 8. 280 f. Z. 17—27. 483 halter" sein. Was würde das besagen? Könnte damit Jemand gemeint sein, der als hoher Würdenträger den Tron anzufassen berechtigt ist und seine Würde durch dessen Anfassen kennzeichnet? Z. 18. gugallu auch z. 6. o. p. 48 Z. 33. In-nu-gi nach K 1451 Rev. ein Herr der Erde, und — seinem Namen entsprechend, der aber vielleicht falsch gedeutet — ein bU la t[a-ri] = „Herr ohne Erbarmen" oder „Herr ohne Rückkehr". Letzteres wegen des Namens irsit lä täri = „Land ohne Bückkehr", schwerlich „Land ohne Erbarmen", für die Unterwelt (o. p. 80 Z. 1 u. p. 86 Z. 6) wahr- scheinlicher. Nach III R 68, 7 ist tn-nu-gi ein guzalü (s. zu Z. 17 o.) des Bei, der auch Herr der Länder ist, und nach III R 68, 11 ist eine Tochter von ihm eine Magd des Gottes von Duazag, im Osten der Erde (m. Kosmologie p. 234 ff.). Also In-nu-gi jedenfalls ein chthonischer Gott, der in der Erde sein Reich hat. Somit beschliessen das allgemeine(?) Verderben der Menschheit Anu, der Himmelsherr, Bei, vielleicht als Repraesentant des sumerischen Inlil, des „Herrn der Luft", wenn nicht als „Herr der Länder", Ninib, der Sonnengott, und Innugi, der Herr in der Erde, also die Herren der ge- samten Welt oberhalb des Weltmeers. Nur ia(?), der Herr des Wassers und des Oceans, durch dessen Element das allgemeine Verderben herbei- geführt werden sollte, geht seine eigenen Wege und durchkreuzt die Be- schlüsse der anderen Götter. Z. 20 ff. Zu kikkisu s. p. 361 unten. Z. 21. Diese und die ff. Worte, wie Z. 23 lehrt, nur an UT-napis- tim gerichtet, nach Haupt's sonderbarer Uebersetzung in Beitr. z. Assyr. I p. 123 Anm. * und Delitzsch Handle, p. 327 f. aber an alle Menschen. Bei dieser Auffassung wären u. A. Z. 38 ff., wonach das Volk und die A ehesten keine Ahnung von der bevorstehenden Flut haben, schlechterdings unver- ständlich. Delitzsch muss dazu, um seine Uebersetzung herauszubrin- gen, igäru die Bed. „Steinbau" beilegen, die es nicht hat, und Haupt zu demselben Zwecke eine Bed. „Ansiedlung", die ebenso durchaus in der Luft hängt. Was er zu diesem Behufe mit kikkisu macht, möge man 1. c. nachlesen. In Wirklichkeit redet Ia(?) seine Worte zur Wand eines Rohrhauses, die sie vermutlich dem dahinterliegenden Ut- napisttm im Traume (p. 242 Z. 196) weitersagt. Vgl. die Rolle des Schilfrohrs in der Geschichte von Midas und seinem Barbier. Z. 24. Wenn ugur zu lesen, dies zu naggaru = „Zimmermann". Cf. zum vorauszusetzenden Stamm hiervon fcO*0 „Axt". Falls dies dazu T IT gehört, wäre syr. vrtä =" „Zimmermann" bestimmt aus dem Assyr. entlehnt. Also soll VT-napistim nach dieser Zeile ein Fahrzeug bauen, das zugleich ein Schiff und ein Haus ist. Dies heisst in Z. 96 sogar ein „Palast" oder „Grosshaus". Vgl. das zu Z. 58 f. Bemerkte. Z. 27. Zu zir-napiäti (Plural von zir napütt) 8. o. zu p. 40 Z. 21. Also eigentlich „Samen (Plural) von einem Lebewesen". 31* 484 8. 280 f. Z. 29—30. Z. 29 f. Nach Haupt Nimrodepos p. 115 und 121 und IV Rf 43 [50] (vgl. Haupt in Beitr. z. Assyr. I, p. 125 ff.) könnte vor u in Z. 29 das Zei- chen für niru = 600 und in Z. 30 Mi = 100 gestanden haben. Da nun das Permansi v, gegen meine sehr zuversichtliche Erklärung in m. Kosmo- logie p. 398, auch ohne lü davor einen Wunsch oder Befehl ausdrücken kann (o. zu p. 58 Z. 12 f.), hier vielleicht doch, trotz p. 398 ff. m. Kos- mologie, zu übersetzen : „so und so viele (600) Ellen sollen gemessen wer- den seine Zahlen, so und so viele (x 100) Ellen soll . . . sein . . .*. Aber minäti scheint doch, weil eig. „Zahlen", allgemein „Maasse" zu be- deuten, nicht die Ausdehnung in einer bestimmten Richtung! Und nach den Stellen, an denen es sonst vorkommt, und seiner Etymologie könnte es , wenn doch , höchstens „Länge" heissen ; aber die Länge des Schiffes würde nach eben jener Erklärung in Z. 30 angegeben! Oder minäti „(die Zahlen für) Länge und Breite" zusammen und dann Z. 30 Erläu- terung zu Z. 29 ? Ersteres wäre aber sehr fraglich, weil dann Z. 29 nur eine ganz unbestimmte und unverwertbare Angabe enthielte. Vielleicht Z. 29 und Z. 30 nicht über einen Kamm zu scheren und in Z. 29 mit Zimmern [f\ü minduda zu lesen = „sollen gemessen werden", aber in Z. 30 [x] miat ammatu = „[x] hundert Ellen" zu lesen. Z. 30. Fraglos mitbn(a)ris = „zusammen". Weiter mitfrurtu in Z f. Assyr. IV, 26, 36 — im Parallelismus mit kullatsina tinisiti — wohl = „Gesamtheit (der Menschen)". Ferner mitfyuru bei Craig Astr. Text* 63, 22 = „sich zugleich ereignen" (wenn ein Blitz nach den 4(? !) Himmels- richtungen blitzt, werden Regen und Hochflut zugleich auftreten). Darnach mitjiuru von 2 Himmelskörpern (Craig 1. c. p. 56, 1 3 etc. =±= „zugleich am Bimmel stehn". Also fraglos mitfiuru etwa = „(Etwas) zugleich sein" oder „tun". In Beiträge z. Assyr. III p. 236 Z. 23 AI pi iitin müfiuru allem Anscheine nach „genau übereinstimmen" von Vorzeichen, und mit Delitzsch Handw. p. 405 mitha(ä)ru und mitfiurtu resp. = „überein- stimmend" und „Uehereinstimmung", falls nicht mit Delitzsch nur Letz- teres anzunehmen ist. Nur wäre lisänu mitfyurti in IV R' 19, 46, wie Z. 48 ibid. zeigt, von Menschen zu verstehen, also = „die mit überein- stimmender Sprache", d. h. alle mit gleicher Sprache, nämlich alle Aasyro- Babylonier, und lisänu afiüu aimi lä mit^urti bei Sargon (Cyl. 72; Stierinschr. 92 f.) = „die von fremder Zunge, von nicht übereinstimmender Rede". Also kann auch an unsrer Stelle mitfiuru — im Wesentlichen mit Haupt — bedeuten : „übereinstimmen". In Z. 59 auf p. 232 würde es aber, wie oben p. 114 Z. 29, 31, 33 u. 35, falls wir diese Bed. zu Grunde legen, bedeuten: „mit etwas Anderem übereinstimmen", „ihm (genau) ent- sprechen". Darnach blickt das mitfiuru hier vielleicht auf Z. 29 zurück; vielleicht deutet es indes Gleichheit von Länge und Breite an — aber nach dem zu Z. 58 f. Bern, war die Breite des Fahrzeugs von seiner Länge verschieden — , vielleicht auch nur ein bestimmtes harmonisches Verhältnis zwischen Länge und Breite, sodass es Soviel wie „zueinander passen" wäre. — mit^ur wäre als Singular ohne erkennbares Subject, wird also Plural sein und aus euphonischen Gründen — vor folg. ru — 8. 230 f. Z. 80-8. 232 f. Z. 46. 485 für mitfruru stehen. Vgl. schon bei Tigl. I. Col. VII Z. 64 ipus für ipusu vor folgendem sissu. Z. 31. Zu imu = „Ort" und ima = „am Ort von, wo" s. De- litzsch Handw. p. 79. IV R* 59 [66] , 8 kann es nur „in" oder „bei" heissen (ima bäbi kami = im oder beim Strassentor). Vgl., mit Lotz, im bei Tiglatpileseb I. Col. VI Z. 83. sullil, eig. = „lass (wie z. B. einen ruhenden Menschen) auf dem Boden liegen", hier wohl von der Kiellegung und dem Bau des liegenden Schiffes. Vgl. salölu von zusammenstürzenden Gebäuden (I R 27 No. 2, 3) und sullulu vom Hinlegen des Fundaments eines Gebäudes (Pinches Texte p. 12 Z. 24). Zum ganzen Vers 8. o. zu Z. 11. 8. 232 f. Z. 34. ifudu eig. „Furcht , Ehrfurcht haben , bekunden vor". 8. o. zu p. 8 Z. 38. Z. 39. Falls in-di~ma richtig, dürfte an indum-indum-undu>undi(?) (s. Winckle» in K. B. V 8*) = „als" zu denken sein. Möglich, dass izlranni zu lesen, als Praeteritum von zäru = „hassen". Aber das könnte nur „gehasst hat", kaum, was hier doch nur angemessen wäre, „Hass gegen mich gefasst hat" heissen. Z. 41. Zu pänu iakänu 8. o. p. 66 Z. 21. Z. 46. mu-tr, = „Gebieter" oder „ Sender", muss wohl ein Singular sein. Dies befürwortet us'aznana in Z. 91 ; und usazna(n)nu in Z. 88 spricht nicht dagegen, da hier das -u — in einem dem Sinne nach abhän- gigen Satze — statt pluralische, relativische Bedeutung haben könnte, wie in usaznannu bei Zimmern Ritualtafeln p. 216 Z. 16, während das u in izannanu in Z. 91 das „überhängende" u sein könnte. S. p. 64 Z. 19. Nach S*> 1 Col. III, 7 ein lu, das = daläfru, auch = „trüben", und = adäru = „dunkel sein" (Züricher Vokabular III, 29), == gug = kukku. Also kukku, da am Abend gesendet, möglicher Weise = „Finster- nis". Dazu wäre dann sumerisches kukki = „Finsternis" (V R 23, 16 ff.) und kuga — falls nicht etwa gi-ga zu lesen — = „Sonnenuntergang" (II R 39, 18) zu stellen. S. Haupt in d. Johns Hopkins Universüy Cir- culars VIII No. 69 p. 18. Aber ein Lehnwort mit einer so alltäglichen Bedeutung wie „Finsternis" mutet Einen doch seltsam an. Ein kukku, das nach Addit. zu II R 49 No. 3 (K 263) eine Mehlart zu sein scheint (TAVpinnu = kukku üli-t\i ?] ; s. zu tappinnu auch Zimmern Rüualtafeln p. 182 Anm. 11), kommt, falls dieser Schein nicht trugt, natürlich kaum in Betracht. Liegt in K 263 aber ein anderes TAPptnnu vor — und das Ideogramm dieses TAYpinnu geht nicht auf U aus, wie das für die Mehl- art tappinnu, befürwortet das also — , dann könnte dort auf dessen Syno- nym kukku, statt azag-t[i], azag-a[n] = asakku (o. zu p. 138 Z. 26) = „Unglück" oder „Finsternis" folgen und so die für kukku an unsrer Stelle vermutete Bedeutung bestätigen, kukku auf p. 226 Z. 43, in unklarem Zusammenhange, muss natürlich unberücksichtigt bleiben. Wer wäre oder wären der oder die „Sender" oder „Gebieter" der Finsternis" ? [Der merkwürdige Umstand, dass nach E 263 Twpinnu, das jedenfalls auch 486 8. 232 1. Z. 46-57. eine Mehlart , vielleicht = kukku ilUH = .reines kukku* oder „kukku von Reinem", oder von Kuchen , Röstbrot (o. zu p. 64 Z. 27 u. und zu p. 246 Z. 226) ist , in K 166 aber Wrfti-Mehl mit bitterem tappt*** im Parallelismus steht, und nach unsrer Stelle der Sender von kukku kibäü regnet, scheint es doch zu befürworten, dass kukku an unsrer Stelle „(rei- nes) Mehl" irgend welcher Art ist. Darnach dann kibäti in Z. 47 für „schmutziges Mehl"? Nach K 166 ist fcfcu-Mehl „Schmutz der Götter" und bitteres tappinnu „Schmutz der Dämonen"! Ware, falls die o. vorgeschl. Deutung richtig sein sollte, unter dem Mehl an unsrer Stelle kein Kornmehl zu verstehen, also etwa Reif?] Nach dieser Stelle wäre also die Finsternis vielleicht nicht nur „Nicht-Licht", sondern ein Stoff wie dieses. Vgl. o. p. 164 Z. 16. Z. 47. Zu samütu = „Regen8 s. ausser den Stellen bei Delitzsch Handw. p. 668 (Delitzsch übers, aber „Himmel") auch noch Reisneb Hymnen p. 39 Z. 8, wo es = im und || rädu = „Regensturz11 mit glei- chem Ideogramm. Uebrigens auch iamü — vgl. arab. |^* — = „Regen**. S. V R 19, 22 f. k(k)ibätf-k(k)ipäti nach II R 39, 60 und V R 39, 28 = gig-ba, während k(k)ib(p)tu nach K 166 (s. zu p. 60 Z. 25) = gig-ba, nach V R 39, 27 = gig, nach II R 39, 59 aber wohl == Sa-gig (= Etwas, das gig ist), das sonst = ikk(kk)ib( p)u, und dasselbe kibtu in K 166 in Verbindung mit ikkibu steht. Also kibtu gewiss ein Synonym von diesem, das nach den Bemm. zu o. p. 60 Z. 25 eig. = „Schmutz", dann = „Elend", „Greuel". Da gig, das = kibtu, auch = maruMu, eig. = „Schmutz", dann = „Unheil" u. Dgl., könnte man für unsre Stelle zwischen diesen beiden Bedeutungen schwanken. Indes da der Regen ein äusser- lich und sofort erkennbares besonderes Merkmal haben muss, ist Ersteres vorzuziehen. Nach p. 236 Z. 91 ff. könnte der kibäti - Regen sehr wohl ein schreckliches Phaenomen gewesen sein. Also der^Segen der Götter — nicht etwa schon nach dieser Stelle die Zeit zum an Bord Gehen — soll durch ein böses Phaenomen angekündigt werden? S. o. zu kukku in Z. 46. Z. 56. bisibtu vielleicht = „Bedarf", „das zu Etwas Notwendige", weil eig. das „Begehrte" (Sanherib Canst. 78; Assarhaddon V, 24), nach herkömmlicher Auffassung. Z. 67. „Hinwerfen" = „zeichnen" oder im Kopf „entwerfen*? S. Z. 60. Zu büni = „Gesichtszüge", „Antlitz" oder Dgl. s. Delitzsch Handw. p. 179. Dessen Ideogramme in K 2034 (Meissner Suppl. p. 4 h.) machen diese Bedeutung fraglos. Darnach bünu hier „Antlitz" = „Vorderan- sicht" des Schiffes oder Schiffshauses? Indes nach Kebukadnezak Gwr- ttivinschr. von Wadi Brissa Col. IX 38 ff. bünu gewiss = „Wuchs", „Gestalt", kaum etwa = „Aussehen". Diese Bed. vielleicht auch in K 2034 registriert. Denn bünu suslusu dort in Z. 12 nach pitiHi 8uslu[l(8)ti] in IV R» 4 Z. 26 (s. o. zu p. 170 Z. 65), = „eine dreifache Schnur", wohl oder doch vielleicht = „Etwas, das dreifach an Form ist", indem es 8. 232 f. Z. 57—60. 487 nach 3 Richtungen hin Form bat, also ein Cubus. Somit bünu wohl auch = „Form" und darum diese Bed. hier doch wohl eher als die im Text gegebene anzunehmen. Z. 58. iak-ka-a statt sakä „sind hoch" wäre befremdlich. Doch vgl. o. zu p. 48 Z. 14. Z. 59. Zu imtabir s. o. zu Z. 80. k{k)ib(p)ru zu k(k)ib(p)ru = „Ufer" und dies dann, da auch vom Dache gebraucht, eig. = „geneigte Fläche", „Schrägung"? Bedenklich macht, dass k(}c)ib(p)ru auch = „Uferschlamm" (z. B. Zimmern Ritual- tafeln p. 112 Z. 9; V R 27 Z. 12, wo es zwischen kadütu d.i. „Schlamm" des Flusses — s. o. zu p. 226 Z. 42 — und rutti näri „Schaum des Flu8se8u genannt wird). Indes braucht das nicht die urspr. Bedeutung des Wortes zu sein. Schwerlich zu kabäru „dick, umfangreich sein11 (o. zu p. 98 Z. 23 und p. 176 Z. 183). Zu muftbu s. o. zu p. 28 Z. 130. Das Fahrzeug hat also ein „Schä- deldach", vielleicht eine schädeldachförmige Kuppel , wie die biblische Arche ein *ini, ein „Rückendach", = zu'ru = «in* der El -Amanta- Tafeln. Die oder einige Maasse der babylonischen Arche somit vor der Hand aus Z. 58 f. ebenso wenig wie aus Z. 29 f. zu erschliessen. Ein neuer Text kommt uns zu Hülfe. Wie Johns entdeckt hat, enthält No. 777 seiner Deeds (Vol. II) die Maasse der Arche, hinter ihnen die Namen der von UTnapistim mit in die Arche genommenen Tierarten. Vgl. u. zu Z. 86. Dass diese gemeint sind, geht nach meiner Ansicht bestimmt daraus her- vor, dass deren Liste mit der Taube, der Schwalbe und dem Raben (nao(? !)-ga(hu)) abschließet, also gerade den Vögeln, die UTnapistim in dieser Reihenfolge nach Z. 147 ff. aussendet. Damit aber ist zugleich be- wiesen, dass die in No. 777 bei Johns an erster Stelle genannten riesi- gen Maasse — unmöglich die eines realen Gebäudes — die der Arche sein müssen. Diese sind: 390 Ellen Länge, 150 Ellen Breite, 660 Ellen siddu, 410 grosse 8uklum(-E\\er\) pütu, 788 grosse suklum (- Ellen) Höhe. So unverständlich diese Angaben in ihrer Gesamtheit zunächst sind — meinen wir doch z. B. sicher zu wissen, dass siddu die „Langseite", pütu aber die „Front" bedeutet; aber was sollen nun die Maasse hierfür neben denen für Länge und Breite? — so ersieht man daraus doch mit Sicher- heit Länge und Breite des Fahrzeugs oder eines Hauptteils davon. Deren Verhältnis zu einander ist ungefähr das von 5 zu 2, in Ueberein- stimmung mit Berossus (5 Stadien zu 2 Stadien), gegenüber den 300 Ellen Länge und 50 Ellen Breite der biblischen Arche. Möglich, dass, wie auch Johns annimmt, das „Schiffshaus" oder „Hausschiff" als ein Haus auf einem Schiffe oder Flosse gedacht ward. Dann bezögen sich die ersten 2 Angaben auf das Haus, die 2 folgenden auf das Schiff und die letzte — als Maass für die Höhe des ganzen Baus doch sogut wie undenk- bar — auf die nur eines Turms auf dem Gebäude. Freilich , wozu der Turm? War ein Mastbaum so lang? Z. 60. Zu addi s. Z. 67. 488 8. 2S2 C Z. 60— 8. 2UL Z. 64. län päm == „Vordergestalt" = „Vorderansicht"? Aber warum nicht auch die Seitenansicht? Doch schwerlich = „Vorgestalt" im Sinne von „Form", „Gestalt", die Tor ihrer Ausführung als „Vorbild" bereits im Geiste existiert. Könnte davon aber nadü gebraucht werden? Zu ifiru, auch hier = „zeichnen", 8. p. 256 f. Z. 14 f. o. Z. 61. Zu urtaggib s. mit Meissner in Z. f. Assyr. VII, 21 r(?)i7- gubu auf 82-7—14, 864 Col. III f. Z. 25 (ibid. p. 28). Darnach ist ein Haus ri'tfUgubu, wenn es sich in gutem Zustande befindet Andererseits zu beachten rukbxti als Teil eines Hauses, zwischen tim („Dach, Söller"; o. zu p. 146 Z. 7) und apäti (oder aptätt) = „Fenster*', „Löcher" (s. zu p. 262 Z. 23) erwähnt , bei Zimmern Ritual tafeln p. 148 Z. 20; rakäbu = üb (= gusüru), das auch = üru, II R 33, 12 (nach Brünnow List p. 240 und Delitzsch Handw. p. 620) und rukbu = ]lr (= gusüru), vielleicht = diesem allein, auf einem Fragment (s. Delitzsch 1. c) , hin- ter ur (= gusüru) = üru und urü und i = bitu. Also hat rukbu irgend- wie mit dem üru = „Söller" zu tun, und, da nach den babylonischen Contracten das sanü des üru zum Instandhalten eines Hauses gehört (s. z. B. die Stellen bei Tallqvist Contracte Nabu-naids p. 50 f. und Fei- ser Verträge p. 3d4), nach der o. cit. Stelle aber ebenso das riy)ügubu eines Ilauses, so dürfte (HR 37, 22!) r{'/)ügubu für ritkubu stehen, also in Z. 61 von der Bedachung des Schiffes die Rede sein. Beachte dazu, dass rakäbu einerseits auch = sumerischem hi-mr (II R 33, 11 ), das zugleich rifiütu, auch = „männlicher Same" (o. p. 365 f. ; II R 48, 24), bedeutet, und wohl ferner äbu a=s „Vater** (V R 16, 13 f.), andererseits = sumer. an-ta-na = „oben liegen" (II R 33, 14), während %D*\ im Syrischen auch vom Beischlaf en gebraucht wird und salälu dieselbe Bedeutung hat, sullulu aber „als Decke. Dach auflegen" heisst. Also rutaggubu wohl = „bedachen", und, da ana 6-iu nach dem o. zu p. 30 Z. 137 Bemerkten gewiss auch „6 mal" heissen kann (s. Z. 62 f.), ist das Fahrzeug wohl nach Zeile 61 mit 6 Decken bez. Dächern versehen. S. Z. 62 f! Z. 62 u. 8. 234 f. Z. 63. pitrusu heisst „absperren" und einp(b)itru$u oder ein p(b)itruzu ist nicht bezeugt. Also „ich sperrte 7 bez. 9mal (s. zu Z. 61) ab", nämlich durch 7 bez. 9 Wände? Das stimmt vorzuglich zu Z. 61 und zu Z. 64. S. diese Zeile. Zu paräsu = „absperren" s. IV Rf 30* Z. 30 (ein abgesperrter Ort) und IV R* 28* Z. 44 (eine Stadt, der das Getreide abgesperrt ward). 8. 234 f. Z. 63. Zu kirbitu oder Hrbitu s. o. zu p. 104 Z. 16 o. Hier also gewiss ein innerster Teil des Schiffes, wohl der, in dem sich Ui-napistim nebst Familie und die anderen Menschen aufhalten. Also 6 Dächer, vermutlich 7 Aussen wände und 9 Wände im Inneren hatte daß Schiff. Vielleicht waren zwischen den einzelnen Wänden grössere Zwischenräume, vielleicht auch zwischen den einzelnen Dächern. Dann hätte die Arche mindestens 16 oder 16 + 5 Abteilungen gehabt. Z. 64. Pflöcke zum Verschluss von Löchern, durch die das Schiff von unten her mit Wasser gespeist wurde? Bei unsrer Auffassung von S. 284 f. Z. 64—68. 489 Z. 61 ff., wonach das Schiff nach Möglichkeit gegen die Aussenwelt abge- sperrt war, wären diese nicht befremdlich: Die kleinen Wasserlöcher ermöglichten die Wasserzufuhr, ohne dass man auch nur eine Hand aus dem Schiffe herauszustrecken brauchte. Z. 65. &M?t#tt, wie vielleicht in Z. 56, „Baubedarf' zu eventuellen Reparaturen wahrend der Fahrt? Oder „Lebensmittel", deren Mitnahme sonst nicht erw&hnt wird? Z. 66. Das mit k(k)iri an unsrer Stelle wechselnde u •+ A-r = gib findet sich V R 44, 55 in dem Namen Knecht + i (Haus) -f gib 4- azag = „Knecht des Nerigal" und in einem Contracte in Liverpool (6ter Grien- talistencongress II, 1 hinten p. 162 No. 170 Z. 5) in dem Namen „Knecht des Gottes gib-azag". Also 1- gib- azag wohl = gib -azag, dies somit eig. der Name eines Tempels des Nerigal und gib möglicher Weise Be- zeichnung für einen Tempel oder einen Teil davon. Hebr. *pp = „Wand" u.Gen. 6, 14 haben für unser k(k)iru an eine Bedeutung „Aussenwand" denken lassen. Der Name gib-azag (von glänzendem gib?) spricht nicht dagegen. Aber begiesst oder beschüttet man ein Schiff an der Aussenwand mit Erdpech, um es zu dichten? Denn darum könnte es sich dann doch nur handeln. Nun wird das nach dem Erdpech und Asphalt erwähnte Oel fraglos „geborgen", also in's Schiff hineingebracht, und auch das vor- her erwähnte Jiisijitu scheint sich auf Etwas zu beziehen, das UT-najris- tim mit in's Schiff nimmt, und so scheinen drum auch Erdpech und As- phalt verladen zu werden, vielleicht für möglicher Weise nötige Repara- turen. Da ist nun zu beachten, dass pfS, = libbu und kabittu = „Inne- res", „Bauch", auch = kir ist, und ein kib (lit mit sag = libbu darin), welches auch = libbu, auch die Lesung k(k)lru hat. Wenn dann an unsrer Stelle ana k{k)ir% im Parallelismus mit ana libbi steht und es aus sachlichen Gründen naheliegt, in k(k)iru Etwas i m Schiffe zu sehen, worin hineingeschüttet wird, so scheint es nicht unwahrscheinlich, dass es, statt im Gegensatz zu libbu zu stehen, vielmehr Aehnliches bezeichnet. k(k)iru wäre also das Innere spec. eines Gebäudes oder eines Schiffes, und, wenn hier dafür u-at = gir und k{k)iru eintritt, dürfte dies — auch in dem Tempelnamen (i-)gib-azag — diese specielle Bedeutung haben, weniger wahrscheinlich eine Ideogrammverwechslung anzunehmen sein. Z. 68. nä8 mssulsa Apposition im Singular zum Plural säht, weil eine Status-constructus -Verbindung, smsulsa incorrect für sussul(l)isa. Zu 8U88ul(l)u s. o. p. 114 Z. 23 zu b(p)uginnu. Darnach näs sussulli hier eig. =* „Korbträgeru, %avr\(p6Qog} da man aber Öl nicht in Körben zu tragen pflegt, allgemein = „Lastträger"? Es sei denn, dass sich das in Körben getragene Ol in Krügen oder Schläuchen befand. Grade eine Bedeutung „Korb" wird für sussullu = b(p)uginnu eigentlich nur durch das hebr. £*«£ Xsy. miobo (Jerem. 6, 9) wirklich nahegelegt, falls dies „Körbe" bedeutet; das ist aber garnicht so sicher. Dies könnte recht wohl „Kübel" oder Dg!., ja, wie man auch wohl annimmt, „Ranken* bedeuten. Hat nach o. zu p. 114 Z. 23 die Neumondsichel die Gestalt 490 8. 2S4 f. Z. 6S— 76. eines p(b)uginnu, sieht nach o. p. 114 Z. 23 die ferne Erde — das Land mit dem Meere ringsherum — ans wie ein p(b)uginnu mit Etwas darin, und wird gemäss unserer Stelle, jedenfalls nach der nächstliegenden Inter- pretation, öl direkt in sussuIIu'b getragen, dann könnte sussuüu-p(b)u- gmnu wenigstens auch einen „Trog", „Kübel" and DgL bezeichnen. Dass damit aber auch ein Behälter aus „Rohr**, also wohl ein Korb, ge- meint ist, zeigt mit Meissner Suppl. p. 73 ]ussulut eine Bezeichnung für einen Gegenstand aus Rohr in Sp. III, 6, und der Vergleich der Neumond- eichel mit einem p(b)uginnu, da dieser darnach glänzend oder gelblich oder weiss aussehen kann. Also bleibt es wohl bei der MEissKER'schen Zusammenstellung von sussullu mit rvftobo. Z. 69. Zu izib-izub s. o. zu akla p. 216 Z. 23. Darnach von glei- cher Grundbedeutung wie lateinisches sine = „ohneu. nikku möglicher, aber nicht gerade wahrscheinlicher Weise für *nikyu = „Gussopfer", wie man anzunehmen pflegt. Z. 70. Öl zum Einreiben für den oder die Schiffer? Doch nicht zur Glättung der Wellen?? Nach Strahsmaier Nabonidus No. 180 er- hält der kipu eines Schiffes 2 ka Ol, während dessen pibü (s. zu Z. 95) Geld (Silber) bekommt. Z. 69 f. vielleicht Erläuterung zu Z. 68 , sodass die 2 + 1 zuletzt genannten Sarcn Öl die Z. 68 genannten 3 wären. Dann wäre „(und)" in Z. 70 zu streichen und, falls darin kein ia zu erg. sein sollte, mafa$M Plural oder upazziru stände für upazzir (o. zu p. 64 Z. 19). Z. 72. Nach einer Mitteilung Zimmern's steht auf einem mir unbe- kannten Duplikat hinter asgis in der Tat wenigstens lu-ardu-mi§ d. i. „Schafe" oder wohl besser „männliche Schafe", „Widder". Z. 73. Zu sirisu s. o. zu p. 20 Z. 135 und p. 54 Z. 27. Zu kurunnu s. o. zu p. 12 Z. 9 u. Z. 75. Nach einer Mitt. Zimmern's auf einem unveröff. Duplikat hier i~sin-na ip-pu-su = „ein Fest machen sie". ak(k)itu, gewöhnlich das „Neujahrsfest" im Nisan, nach V R 43, 34 wohl auch eines im Tun. Denn dieser hat hiernach wohl den Namen [<<4]fcft oder Ära}) \a\kit. Somit scheint man auch einen Jahresanfang zur Zeit der Herbsttag- und -nachtgleiche gekannt zu haben, im Monat des Samai. Z. 76. Nach 83—1-18, 1330 Col. I, 5 f. u-kan = iakan bez. sa- man = 8{s)ikkatu bez. sappatu. Dass diese beiden Synonyma, zeigt auch G%.-Epos XII Col. II, 1 vgl. mit Col. II, 22 (o. p. 258). u-kan = «(*)**- katu nach K 10040, 3 ff. , bei Meissner Suppl. p. 16 hinten (cf. p. 93 vorne), wegen des Determinativs duk = karpatu davor ein Gefäss, nach ders. Stelle zum Salben , nach IV R" 55 [62] ,23+28 auch aus Holz, wenigstens auch aus anderem Stoff wie aus Ton, und zwar für Öl oder Fett. Also ein Salbentopf oder eine Salbenbüchse bez. ein Behälter von deren Grösse und Gestalt überhaupt. In der Tat wird damit auch noch etwas Anderes bezeichnet. Der u-kan- d.i. Sa-kan- oder -man-lal, der Samallü d. i. der Lehrling (s. Jensen in K. B. III i p. 123 Anm. * B. 234 f. Z. 76-86. 491 und vgl. Z. f. Asßyr. VII p. 205), ist der näi Msi d. i. der „Träger des Beutels" (Zeitschr. f. Assyr. IV, 81 Z. 27 und dazu Brünnow ibid. p. 23), also, da lal = nasü „tragen", anscheinend u-kan und darum sikkatu und bez. oder s(s)appatu = „Beutel". Und nun heisst einerseits die sikkatu II R 34 No. 8, 41 ein oiw akru d. i. kostbarer asü und ist tiü nach V R 28, 5 — 7 ein Synonym von riksu und sünu = „Binde", und hat andererseits sikkatu oder sikkatu nach V R 15, 23 als Ideo- gramm ku-tu-kiSda(-da) d. i. „gebundener ku-tu", ist aber tu auch = takältu d. i. „Behälter", z. B. aus Leder, und = sünu, saptum und sap- [patum?] (83—1—18, 1330 Col. II, 28 u. 30), und ist kü Ideogramm und Determinativ für Zeug, Tuch oder Kleidung. Also ist sikkatu wohl sicher zugleich ein zubindbarer oder umbindbarer „Geldbeutel", eine „Geld- katze", oder ein „Beutel" überhaupt. Die Grundbedeutung mag die von T\j-takältu, nämlich „Behälter" sein. Z. 76. „Legt er die Hand hin", weil er fertig ist? Z. 79. KAK-Mfg = bäni = „Bauleute" (Delitzsch Handw. p. 178)? Z. 80. Nach Haupt in Beitr. z. Assyr. I p. 127 soll in dieser Zeile vom Tiefgang der babylonischen Arche die Rede sein. Nach ihm sollen dieser Zeile zufolge */, der Bordwand „im Wasser gegangen sein". Z. 84. Zu zir-napsäti s. o. p. 230 Z. 27. Nimmt also Ut -napistim nach dieser Stelle nur Alles, was er an „Lebenssamen" „hatte", somit nur Haustiere und vor der Ankündigung der Katastrophe gefangene Tiere mit in's Schiff? S. aber zu Z. 86. Z. 86. Nach No. 777 bei Johns Deeds II (s. dazu o. zu Z. 58 f.) nimmt Ur-napistim folgende Tiere mit : Kamele, Dromedare, Pferde, Maul- tiere, GiB-NUNA-Escl, Esel, Eselinnen, Stuten, Rinder, Wildrinder, sal-si- sal-hu's, weisse(?) Wildrinder(?) , Schafe, weisse(?) Schafe, NiM-Schafe, Ziegen, zu-Zicklein, kleine Zicklein, Zicklein oder Lämmer, Hirsche, Ga- zellen, Wildesel, Hasen, Gazellenjunge; fcwrifcü-Vugel, tu(? !)-kil- Vögel, ut- tak-, wohl nach II R 37, 13 taro-&7- Vögel, marratur Vögel, p(6)tt*(t,d)ri-TAR (8üki?y\öge\, Tauben, Schwalben und u-nag(? !)- ga - Vögel d. h. Raben. Diese Liste stimmt bis auf eine unwesentliche Differenz mit der Tierliste in II R 44 No. 3 überein, nach der sie, bez. John's Copie, wie jene nach ihr zu verbessern ist, was ich oben für die Uebersetzung bereits getan habe. UT-napiätim nimmt also nach dieser Liste ausser Vögeln nur Gras und Kraut fressende Säugetiere mit in die Arche, in Uebereinstimmung mit p. 254 Z. 9 nach meiner sehr naheliegenden Ergänzung und nicht im Widerspruche mit Berossus in der Ursprache (£&a nxr^vk %a\ terQa- nodoc). Die Zicklein und Gazellenjungen sowie die Lämmer, — falls lu -f sc-kar = uniku oder etwa lu-nim dies heisst — gewiss zu Opferzwecken. Junge von anderen Tieren fehlen ja in der Liste. Seltsamer Weise fehlt der Hund. Dem Princip — nur Gras und Kraut fressende Säugetiere — zu Liebe? Zu märt s. o. zu p. 176 Z. 188. ummänu hier vermutlich im weitesten Sinne (o. zu p. 72 Z. 21 und Zimmern Rüualtafeln p. 118 Z. 19). Nicht nur die Leute, die das Schiff 492 8. 234 f. Z. 86— S. 286 f. Z. 95. gebaut hatten, sondern vermutlich Vertreter und Kundige aller Fertig- keiten, Künste und Wissenschaften werden mitgenommen und so diese selbst vorm Untergang bewahrt. Unsere Zeile soll vermutlich erklären, wie dies ermöglicht worden ist. Berossus, der ausser Xisuthros nur sein Weib und seine Kinder nebst seinen oder ihrer aller besten Freunden ge- rettet werden lässt, führt, um Dgl. begreiflich zu machen, bekanntlich die Rettung wichtiger Lehren darauf zurück, dass Xisuthros in Sippar Ur- kunden darüber vergrub. Falls unsre Erklärung von ummänu an unsrer Stelle richtig ist, versteht man, wie der bärü als Nachkomme des Königs ln~mi~dur-an-ki gelten konnte, wenn dieser mit#ZiMMERNder'£vfeav£os(?) des Berossus, der 7te König vor der Flut, ist (Ritualiafein p. 116 Anm. a und 118 Z. 23.) Auffallender Weise wird hier die Mitnahme von Lebensmitteln für Menschen und Tiere nicht erwähnt. Möglich, aber unwahrscheinlich, dass davon in Z. 65 die Rede war. Falls, oder da in II R 44 No. 3 eine Liste der mitgenommenen lebenden Tiere vorliegt (s. o. zu dieser Zeile), dürften in dem ihr Vorhergehenden wohl die Vegetabilien , Getränke und Fleischteile genannt sein, womit sich ÜT-napwfr'ro für seine Fahrt versah. Von der Pflanzenliste sind erhalten : ausser ein paar fragmentarischen Namen die Gurke, die kleine Gurke, die tigilü-GurkQ und die Pflanze, die den jt^M- Stoff (Leinwand?) liefert oder dieser selber. Darauf folgen Wasser, Wein, „ Rauschtrank a, dann 10 Weinsorten (darunter der Königs- trank?), und hierauf eine Liste von Fleischteilen. Diese könnte uns an unserer Ansicht über die Natur der ganzen Liste irre machen, falls wir nicht annehmen dürften, dass der babylonische Noah sich für seine Fahrt gerade so wie ein Schiffer wenigstens auch mit gesalzenem Fleisch ver- sah. Eine ausschliessliche Ernährung seiner zahlreichen Fahrgäste mit frischem Fleisch hätte durch den dazu nötigen weit grösseren Raum für lebende Tiere und das für sie erforderliche Futter weit grössere Pro- portionen für die Arche bedingt. Z. 87. Oder: setzte fest (machte). Z. 88 und 8. 236 f. Z. 91. S. Z. 4G f. 8. 236 f. Z. 92. Bei Delitzsch Handw. p. 179 ümu hier = „Stunn", mit der weiteren Annahme, dass bünu hier = „Bildung", „Anfang". Mit dieser, die unerweislich ist, fällt die andere. Uebrigens fängt der Sturm ja erst am nächsten Morgen an. Auch attari zu lesen möglich. Das gäbe aber keinen Sinn, wenn man nicht annehmen dürfte, dass dies für attarri und dies wieder für attarar = „zitterte" steht. Aber — . Und taräru mit dem Akkusativ? attafal würde mit itaplusu im f. Vers im Parallelismus stehn. Zu bünu s. o. Z. 57. Das „Antlitz des Tages" der Himmel? Wenn „Mienen des Tages" zu deuten, diese jedenfalls am Himmel. Z. 93. Oder „als ich den Tag, d. h. nach dem Himmel, schaute, bekam ich Furcht"? S. Z. 133. Z. 95. pibä vom Schiff (= gab = du) auch 83—1—18, 1330 Rev. Col III, 6 (vgl. II R 11, 45), und ein Schiffs-j>i(i)Jü an der o. zu Z, 70 8. 236 f. Z. 95—102. 493 citierten Stelle erwähnt, pijiü hiernach die oder eine charakteristische Handlung, die ein Schiffer an dem Schiffe vollzieht, gab = du nun auch = dakü (II R 27, 17) und dakütu nach p. 92 Z. 15 (s. p. 408 u.) viel- leicht = „rudern und steuern", oder wegen gab -gab = turrusu (s. zu miibburu p. 92 Z. 15), = „richten1*, = „steuern" allein. Also jpijü wohl mit Delitzsch Handw. p. 519 = „steuern" und der pifyü (pibü) der „Steuermann" und Kapitän. Zweifelhaft, oh hier das Substantivum oder der Infinitiv (dann = „um zu steuern"), vorliegt. Gegen Ersteres spricht das doppelte ana, gegen Letzteres das §a vor piffi. Nicht sicher, ob P[p)uj?ur-KüR-GAL(^il) Name oder Praedikat des Schiffers, da di§ davor in der Var. wegen des damit anscheinend wech- selnden ana weit eher = ana als der Personenkeil. S. zu o. p. 216 Z. 28. Z. 96. Zum „Grossbaus" s. o. Z. 24. Dessen „Bestand" gewiss »das, was darin ist, war". S. zu o. p. 186 Z. 40. Z. 98. Zu isid samt 8. zu o. p. 30 Z. 11 und o. p. 100 Z. 7. Z. 101. Zu guzali s. zu o. Z. 17. Z. 102. Der tarkullu eines Schiffs hat das Ideogramm {isu) ma (= ilippu) + muk (Sb 284) und das sumerische Aequivalent dim- oder tim-g{k)ul (ibid.). Da nun nach K „4378" etc. Col. VI, 71 ff. ir-tar = ir-tim und dies = majjrahi und ä\t)immu, auch für ein Schiffszube- hör, Synonymen von markasu (K „4378" Col. VI 32 f.) , werden tar und d(t)im in tarkullu und d\t)img(k)ul wohl den Zeichen tar und tim in ir-tar und ir-tim entsprechen und wird die Bedeutung jener beiden Wörter mit der von mdfrrasu = d\t)immu ~ (isu) ir-tim = (isu) ib-tar verwandt sein, selbst wenn ir-tar wegen seines assyr. Aequivalents irkü ir-kud gelesen werden sollte. Nun werden aber der tarkullu und der markasu eines Schiffs, = tim, bei Winckler Altor. Forsch. II, 12 Z. 11 f. zusammen erwähnt. Also dürfte der d\t)img(k)ul bez. tarkullu eines Schiffes in der Tat eine Art ä\t)immu sein. Es entspricht nun aber tarkullu auf K 4629 Obv. II 26 f. bei Reisner Hymnen p. 134 sumerischem dim-gal. Also ist der tarkullu ein grosser dim-a\t)immu = majirasu und markasu, und -kullu in tarkullu — sumer. gula = „gross" = sumer. gal. Mit der Bedeutung der Wörter maforasu, markasu und a\t)immu dürfen wir somit auch die von tarkullu zu erringen hoffen, timmu oder dimmu (nach II R 7, 30 cd vermutlich timmu , nach Strassmaier Nabonidus No. 91 Obv. 1 + Rev. 1 vielleicht dimmu) bedeutet nun aber bekanntlich auch „Säule", „Obelisk" und ist ein Synonym von gasisu (II R 22, 11), fraglos = „Stange" oder „Pfahl", und ein dim — aus, oder wenigstens auch aus Holz — mit anderem Ideogramm ist nach S»> 335 und V R 26, 61 = makütu, wegen talm. Kni3t3 = „Mastbaum", wozu man es ja auch be- reits gestellt hat, gewiss mit derselben oder ähnl. Bed., also als Teil eines Brunnens gewiss = „Brunnenmast" oder vielleicht „Brunnenpfeiler" aus Stein, und somit wohl auch, wenn aus Ziegelsteinen gebaut (Nebukadne- zar Gr. Inschr. V, 7 ; V R 34, 38), „Pfeiler" zu irgend einem Gebrauch. Nach Sanherib Kuyundjik 4, 31 werden ja tarsäti statt der makäti und (aus ?) 494 B. 236 f. Z. 102. gismajtffi d. L „Grosshölzer" der Brunnen angefertigt. Darnach d(t)immu irgend ein „Pfahl", „Pfeiler*4 oder Dgl. Nach II R 22, 12 und Rm 353 (Meissner Suppl. p. 22 hinten) braucht der ku-ut = aslaku einen kleinen d\t)immu. Der aslaku ist nach seinem Ideogramm Einer, der mit kc d. i. „Kleidung" bez. „Kleidungsstoff" oder „Mehl" zu schaffen hat. ct bedeutet auch „weiss". K 11890 (s. Meissner Suppl. p. 16 hinten) nennt den nimsü = [.] ? + UT(-ra) , d. i. babbara = „weiss", des aslaku, uusü hei88t aber „waschen". Also wird der aslaku ein „Weissmacher" Ton Zeug d. i. „Bleicher" oder besser „Wäscher" sein und sein d(tyimmu ist dann der „Waschpfahl", wie sein barru (Sanherib IV, 57) der Wäschergraben. Vgl. zu aslaku Meissner Suppl. p. 19. — d(t)immu's schlechthin sind, wie oben gesagt, markasu und ma^rasu, bez. zu rakäsu = „binden" and barasu, das Delitzsch Handw. p. 292 f. mit „fest zusammenhalten" und ahnlich übersetzt. Aber das heisst fcaräsu nicht. In V R 42 No. 3 Obv. findet sich in einer Gruppe foaräsu mit zakäpu zusammen , zakäpu hat hier in Z. 60 als sumer. Aequivalent kak, frurruiu vom Schiife(?!) aber V R 18, 31 tih + kak-kak und mafirasu, sonst = (isu) TIM, V R 18, 25 (isu) TiM-KAK-a. Endlich ist zag-pa(!) nach IV R 21, 17 u. 19 = assyr. za- käpu, nach V R 18, 13 aber zag-[]a§ — wofür wohl, trotzdem dass Pinches in Z. f. Keilschr. I p. 346 Nichts daran auszusetzen findet, zag-pa zu lesen — = fcaräsu. Darnach darf man vermuten, dass £a- räsu, wenigstens, wenn = kak und = tim, ein Synonym von zakäpu ist. In der Tat passt das für frurrusu Sargon Stierinschrift 42 und Assar- haddon Col. VI, 16 vortrefflich: es würde sich hier einfach um „pflan- zen" handeln. Darnach wäre nun aber mäbrasu ein Werkzeug zum Auf- stellen oder Einpflanzen oder etwas Aufgestelltes, Aufgerichtetes bez. Eingepflanztes. Und nun ist ja dessen Synonym ä\t)immu ein „Pfahl", „Pfeiler" oder Dgl. Das bestätigt nun aber der Gebrauch von tarkuüu, dem grossen tim. Sowohl nach unsrer Stelle des Gilgamis-Epos als auch nach III R 68, 6 wie nach Winckler Altar. Forsch. II p. 12 Z. 12 wird der tarkuüu herausgerissen (nasa^u) , nasa^u aber ist ja das Wort für das Herausreissen der Wurzeln, auch von Pfeilern, nasabäti (I R 27 No. 2, 33), und, was man herausreissen kann, ist, sofern es sich um Werke von Menschenhand bandelt, vorher eingelassen oder eingeschlagen worden. Also dürften tnafyras'u, markasu, d{t)immu und tarkullu eines Schiffs Pfahle, Masten oder Dgl. sein, die eingelassen werden, die aber durch den Sturm (unsre Stelle und Winckler Altar. Forsch. 1. s. c.) oder durch den Schiffer und zwar den „grossen" Schiffer (HI R 68, 5) herausge- rissen werden. Da nun aber markasu fraglos zu raläsu = „binden", „festbinden" gehört — s. am eben ang. Orte bei Winckler markasmna lipfur = „möge ihr markasu lösen" — , so ist auch noch die Bedingung zu stellen , dass der den 4 Wörtern gemeinsame Begriff ein Binden oder Gebundenwerden zulässt oder erheischt, markasu heisst sonst die „Binde* des Hauptes (K 8827 bei Meissner Suppl. p. 15 hinten), der Riegel der Tür, jedenfalls als das „Verbindende", nämlich von Tür und Türrahmen oder Wand, und darnach könnte, im Wesentlichen mit Delitzsch Handw. 8. 236 f. Z. 1012. 495 p. 622, der Königspalast bei Nebukadnezar (Gr. Inschr. VII, 37; Gro- tefend III, 28) der tnarkasu des Landes und der Menschen als das Macht- centrum heissen, das es bez. sie zusammenhält. Vgl. auch Reisner Hymnen p. 49 Z. 8, wonach ein Gott tnarkasu des Landes ist, ASsurnasir- aplu Gol. I, 2 f. und §amsi-Adad Col. I, 3 f. , wonach Ninib den tnar- kasu des Himmels und der Erde hält, Beiträge z. Assyr. III, 238, 47, wonach der Tempel I-barsag-gal-kurkura der tnarkasu Himmels und der Erde heisst, dann als der, der Götter und Menschen vereint, oder, weil er an den Himmel stösst (vgl. Z. f. Assyr. X p. 294 Z. 1), und ASsurbanap- lu I, 24, wonach das bü-ridüti, das „Kronprinzenpalais" (eig. Haus der Nachfolgerschaft ; o. zu p. 10 Z. 9), als Palast des Herrschers tnarkasu, also Gentrum, des Königtums, der Herrschaft, heissen wurde. Darnach wären also der markasu, der ma^rasu, der ä\t)immu und der tarkullu ein „Schiffspfahl" oder „Mast", der zum Anbinden und Verbinden dient. Das kann nur der Pfahl sein, an den das am Ufer oder auf dem Strande liegende Schiff gebunden ist, nicht aber, trotz dim (aber ein anderes Zeichen wie tim = d\t)immu\) = tnakütu = KfllDti = „Mastbaum", der „Mast- baum", für den ja auch bereits das Wort karü (o. zu p. 222 Z. 11) vor- liegt. Darnach reisst der Schiffer den Pfahl heraus, wenn er in See stechen will, um ihn mit an Bord zu nehmen. In unserm Text wird das von I{U)ra, in dem Text bei Winckler von phoenicischen Göttern be- sorgt. Aehnliches wird nach diesem Text (s. o.) erreicht durch „Lösen" des tnarkasu, doch wohl von seinem Taue. Vgl. zu pafäru und rutntnü o. p. 222 Z. 9 und p. 126 Z. 8 (und 16). Vortrefflich stimmt hierzu nun Majclü III, 134, wo nach Zimmern in Gott. Gel. Am. 1898, 818 zu (a- a\r-kul-la-sa = „sein, des Schiffs (s. Z. 128), tarkullu" zu lesen ist und vorhergeht ]batik asaUa, d. i. nach Meissner Suppl. 19 = „]der sein Tau kappt", wenn nicht „sein Tau ist gekappt". Darnach an dieser Stelle vor ta-a]r-kul-la-ia gewiss na-sih zu erg. Nach dem Gesagten dürfte £w- rusu vom Schiffe(?!) (V R 18, 31) bedeuten „am Pfahl festbinden", und genau sogut Denominativ, nämlich von mafyrasu, sein, wie zukjcupu = „pfählen" von zakipu, und Jtaristum (II R 46, 9) dürfte ein am Pfahl festliegendes Schiff sein. Vorhergeht tibitum, ein eintauchendes d. h. in's Wasser hinabgelassenes(?) Schiff. Es erübrigt noch die Ausdrücke „tar- kullu des Landes" oder „des Himmels" zu erklären, die den Göttern Ninib und Gunura als Attribute beigelegt werden (II R 57, 56 u. 59 und K 4629 Obv. II, 26 f. bei Reisner Hymnen p. 134). Man wird daran denken müssen, dass Himmel und Erde sich nach babylonischer Vorstel- lung über dem Wasser wölben, also bei consequentem Denken als schwim- mend vorgestellt werden mussten. Die genannten Götter waren also wohl die Pfähle oder Hüter der Pfähle, an denen Himmel und Erde festlagen. Darnach wird auch bil tarkulli, eine Bezeichnung BiYs (IV R* 23, 18), zu verstehen sein. Das lässt nun aber den Schluss zu, dass wir es auch in den oben genannten Ausdrücken markas mäti usw. mit ähnlichen Vor- stellungen zu tun haben. Also die Königsburg der festeingerammte Schiffs- pfahl, durch den Land und Leute festgehalten werden, damit sie nicht, 496 8. 236 f. Z. 102—116. wie ein Schiff von Wind und Wellen, umhergetrieben werden? und darnach das Uebrige? Beachtenswert ist hierfür namentlich, dass der- selbe Ninib, der nach den o. gen. Stellen den markasu des Himmels nnd der Erde hält, der tarkullu sowohl des Himmels als auch der Erde heisst. Eine solche Deutung würde auch dem Umstände gerecht werden, dass Ninib gerade die Sonne am östlichen, aber auch westlichen, Horizonte ist : Die auf dem Niveau des Weltmeeres erscheinende Sonne hält den, und ist der Pfahl , an dem Himmel und Erde, die auf jenem schwimmen, festliegen. I(U)rag(k)al, ■=» „der grosse t(u)r" , Nebenname und Parallelfigur des Nerigaly des Seuchen- und Todesgottes, = J( U)ra (o. p. 50 ff.). Z. 103. Ninib als Gott des Krieges und Kampfes und darum des Angriffs (II R 57, 34 ; III R 67, 66) lässt den Angriff auf das Schiff fol- gen, mifyru = kablu nach den eben gen. Stellen. ridü nur = „folgen" nach o. zu p. 10 Z. 9. Z. 104. Unter den Fackeln der Erdgötter wird vielleicht nur Wetter- leuchten am Horizonte zu verstehen sein. Denn den Blitz mit hörbarem Donner schleudert sonst Adad, der Wettergott. Die Fackeln tragen die Anunnahi vielleicht als Götter des sonnen- und lichtlosen Reiches, in ihrer Eigenschaft als Richter (o. zu p. 228 Z. 36). Die Fackel der Ge- rechtigkeit ! Z. 106. Falls i-ba-'-u zu bäJu „kommen" (Delitzsch Handw. p. 167 f.) gehört — und ein Kai zu 6u'ti = „suchen" ist nicht bezeugt — muss Sumur(?)ra88u wohl Plural sein , wie z. ß. bidäti. Dafür spricht auch uttirru in Z. 107, das allerdings für uitir stehen könnte (s. zu o. p. 64 Z. 19), aber dort mit viel grösserer Wahrscheinlichkeit Plural ist. Z. 109. Zu mtyü s. Z. 129 f. Z. 112. D, i. Einer den Andern, TT!» tPfct Z. 114. Zu abübu s. o. zu p. 24 Z. 49. Z. 115. ittibsu möglicher Weise zu na^äsu = „weinen", „schluch- zen" (o. zu p. 74 Z. 15). Indes wird das Weinen der Götter bestimmt in Z. 125 f. erwähnt. Doch könnten mit den dort genannten andere wie hier gemeint sein. S. zu Z. 125. Z. 116. Ein kamätu = „Umschliessung", „Umfassungsmauer41 gegen Delitzsch Handw. p. 334 nicht erweislich, ebenso wenig übrigens wie ein 8%birtu mit dieser Bedeutung, wie Delitzsch glaubt, kamätu finden wir II R 30, 38 zwischen aj}ätu „Aussenseite" und itiätu, offenbar mit itätu identisch, das Delitzsch Handw. p. 154 mit „Seiten" oder, wenn prae- positionell gebraucht, in der Hauptsache richtig mit „ringsum" übersetzt. Deshalb dürfte kamätu — vielleicht als Plural fem. gencris einer «-Bil- dung, wie af}äti und itäti und wie iläti, sapläti, kirbiti und andere Be- zeichnungen für Räume nach ihrer Lage — „Aussenraum", „das was draussen ist" bedeuten. Dies bestätigen vollständig die sumerischen Äequivalente von bäbu katnü, einerseits = ka (= Tor) -f bar, das ja auch = kamätu (K 246 Col. 111, 16), andrerseits = ka (= Tor) + an-aI-a-an (II R 34, 67; IV R* 13, 65 f.). Denn an-aS-a-an ist ja nach II R 62, 71 = 8. 236 f. Z. 116—8. 238 f. Z. 132. 497 iulü, wie Z. 69 ff. zeigen, für sulü (Jensen in Z. f. Assyr. XIV, 182 f.) = „Strasse", bäbu kamü ist also das „Strassentor", eigentlich aber das „äussere Tor". Möglich, dass hier das hierzu gehörige kamäti vorliegt. Aber aussen wovor sässen dann die Götter, die sich doch in den Himmel geflüchtet haben? Ein kamü heisst nun ja Jemanden „packen", „fest- nehmen", sodass er sich nicht rühren kann. Vielleicht gehört unser ka- mätu hierzu als Form fäalatu oder fdälatu oder als Plural einer Form fdlaiu oder fdalatu und bedeutet eig. „Gepacktheit", also „Erstarrung". Vgl. o. p. 126 Z. 26 etc. 8. 238 f. Z. 117. Die Variante ma-U-ti nach o. zu p. 86 Z. 2 zu erklären? „Mit einem schmutzigen Kleide" oder „mit Schmutz bedeckt" zum Zeichen der Trauer? Z. 118. Zu rigmu s. o. p. 156 Z. 3 und Haupt bei Schkader K. A. T.» p. 73. Z. 119. Ein Wort udmu mit d. Bed. Generation (zu admu „Kind" und admänu „Wohnstätte") gegen Haupt bei Delitzsch Handw. p. 25 f. nicht nachweisbar. Zu UT-mu in Z. 133 unten s. die Bern. dazu. Zu lü mit nicht damit verschmolzenem Praeteritum s. o. zu p. 176 Z. 181 ff. „Zu Lehmerdc werden" vom Menschen = „verwesen", in übertra- genem Sinne also wohl = „vergehen", „zu Grunde gehen", „zunichte werden". Der Ausdruck spielt natürlich auf die in der Sintflut unter- gehende Menschheit an: „Wäre doch statt meiner Menschen jener Tag etc.!". Denn: „Wäre jener Tag (sofort nach seinem Entstehen wieder) vergangen, so hätte auch das Unheil über die Menschen nicht beschlossen werden können.". Vgl. aber *q "rb*itf DT» "DY* Hiob III, 3. Darnach viel- mehr zu übersetzen : „Möchte doch, was leider nicht möglich, etc. !", also Z. 119 ein Fluch? Z. 121. kl kann hier wegen des folg. akbi (und nicht dfcbü) nicht relativisch, muss also fragend oder ausrufend (o. zu p. 112 Z. 25) sein. Also wohl: „Wie befahl ich?" im Sinne von: „Wie kam es, dass ich be- fahl?" oder: „Wie konnte ich befehlen?". Vgl. zu o. p. 200 f. Z. 14 ff. Z. 123. ullada Kai oder Pie). S. dazu o. zu p. 2 Z. 4. ni-su-u-a a~ma ist wohl nisuyäma zu sprechen. Vgl. Jäger in d. Beitr. z. Jssyr. I, 463 ff. Z. 125. „Die Götter der Anunnaki" gewiss nicht die Igigi als Götter über die Anunnaki. Denn diese sind ja selbst Götter. Zu erklä- ren : „(Etliche) Götter von den Anunnaki" ? Also : „Sogar unterirdische Götter, Totenrichter"? S. o. Z. 104. Z. 126. Zu asru s. o. zu p. 16 Z. 70 und p. 86 Z. 77. asbi für asbu hat seinen Grund wohl in d. folg. * von ina. Man sprach wohl asbina. Zu nu{ü)rup(b) in d. Variante s. o. p. 106 Z. 24. Z. 127. Zu katämu von den Lippen s. o. p. 26 Z. 98. Z. 129 f. u. 132. Zu abübu s. o. Z. 14 und u. zu p. 268 Z. 23. Z. 129 f. Statt „Orkan" auch „Südwind" denkbar. Die Flut wird JmM, Mjthtn n. Epta. 32 498 S. 238 f. Z. 129—135. ja vom Meere her in's Land hineingetrieben. S. o. zu Z. 14. Zu mifrü von allen 4 Winden s. K 4174 + K 4583 bei Meissner Suppl p. 8 unten rechts, zu tm£w = „Südwind" auch zu o. p. 24 Z. 45. Z. 130. Zu taräku = „schlagen" s. o. zu p. 114 Z. 36. Hier wohl mit Dr. Küchler genauer „niederschlagen". Vgl. die f. Z. Z. 131. Ein Wort haya(d)ltu im Plural auch bei Craig Bd. Teds II, 19, 19, in Verbindung mit ariüti, also dies wohl = „Schwangere" und baya(ä)läti = „Kreisende" zu hebr. ^fl, wie das davorstehende ifcila. Bestätigt durch K 890 Obv. 7 f. (Beitr. z. Assyr. II, 634), wo „am Tage von bi'lu-ia-a" — also = „meines Kreisens"; cf. das hebr. Subst. V»n — im Parall. mit „am Tage (l)ulädia == meines Gebarens". Dazu natür- lich iffilu bei Salm anassar Monolith Col. I 9, wo mit dem Hebraeischen fyälu in %b%lu — „Schmerzen wie eine Kreisende bekommen" nämlich vor Furcht, nicht mit Delitzsch Handw. p. 274 f. = „beben". Aber das oben genannte faaya(ä)ltu scheint an unsrer Stelle doch recht unange- bracht. Wenn daher mit Delitzsch Handw. p. 275 fiia(ä)länu (für ba~ ya(ä)länu) in K 10 Obv. 22 und K 528, 8 wirklich „Krieger" heisst, könnte fcaya{ä)ltu an unsrer Stelle mit Delitzsch 1. c. sehr wohl „Kriegs- heer" heissen. So schon Haupt bei Schrader K. A. Ta p. 74. Z. 132. Zu usfrarir s. o. p. 354 f. Z. 133. Zu üT-wa = üma , nicht = ud-ma = „Geschlecht", eig. ^Schöpfung", vgl. o. zu Z. 119. Eine Schreibung tatn-ma für ein täma, wie man hier auch wohl liest, indem man darin eine Form ohne t für tämtu sieht, wäre ja nicht unerhört. Aber sonst ist ein tämu = „Meeru nicht nachweisbar und wie hier in Verb, mit TAM-twa findet sich ja o. in Z. 93 naplusu bestimmt in Verb, mit ümu. „Da ich den Tag schaute0 hier aber — da er ja Nichts von dem ausserhalb der Arche sehen kann (Z. 136) — Soviel wie „da ich ihn erlebte", „da ich an diesem Tage auf- wachte" ? Zu 8 akin külu s. o. p. 4 Z. 10. Es war ringsum kein menschlicher Laut zu hören ; Z. 134. denn — so das u zu übersetzen?; cf. Tu..- die ganze Menschheit war „zu Lehmerde geworden", d. h. hatte das Leben verloren und war verwest. Z. 135. Meine Uebersctzung äusserst prekär, da für kima aller- dings auch in Verbindung mit dem Permansiv eine Bed. „sobald als" ge- sichert ist (p. 244 Z. 209), aber für urru = „Tageslicht" sonst nie ti-ru erscheint, mitburu sonst nicht „herankommen" sondern nur eig. „an Je- manden hinantreten, Jemandem gegenübertreten" und darum „Jemanden angehn", „empfangen" und „übereinstimmen" (o. zu Z. 59) heisst, und usallu für usalli = „betete" jedenfalls ungewöhnlich, wenn auch nicht unmöglich wäre. S. umtattu o. p. 126 Z. 28. Aber, da urru fem. generis ist (Craig Astr. Texts p. 94 Z. G u. 18 u. sonst) , so spricht wenigstens ein Grund dafür, dass u-ri hier für urri steht und mitfrurai zum Verbum hat, während das i in u-ri hinter kima hiergegen spricht, da das auf Abhängigkeit von kima hindeutet. Formell richtig wäre eine Construc- 8. 238 f. Z. 135-140. 499 tion: Wie oder anstatt üru war übereinstimmend us(s)allu. üru = „Dach, Söller" (o. zu p. 146 Z. 7 u. zu p. 232 Z. 61), urü = „Stall" (Delitzsch Handw. p. 130) und ein urü gilt vom Felde (II R 30, 10), usallu = „Sumpf" (ef. mit Brockelmann syr. tfbo*täO- Aber was 8°M hierz. B. : „Wie ein Söller oder statt eines Söllers war tiberstimmend ein oder der Sumpf" ? Delitzsch^ „an Stelle der Umhegungen war alles Ein Marschboden" ist natürlich unmöglich: „Umhegung" heisst urü nicht und wird niemals für menschliche Niederlassungen gebraucht, und im Sumpf konnte die Arche nicht schwimmen. Vielleicht zu übersetzen: Stall bez. urü des Feldes und Sumpf waren gleich geworden. Aber wie konnte ÜT-nopwWm das in seiner Arche sehn, zumal die Erde mit Wasser bedeckt war? Vielleicht bezieht sich indes mit^urat auf kullat tinisiti in Z. 134. Aber in diesem Falle wäre ich wenigstens V. 135 gegenüber vollkommen ratlos, es wäre denn, dass usallu wie tittu in Z. 134 und vielleicht Jcarasu in Z. 170 u. 175 den „Matsch" bezeichnete, zu dem die Menschheit gewor- den war, und zu übersetzen wäre: war (nämlich die ganze Menschheit) wie das «rü-Feld gleichfalls zu „Matsch" geworden. Das konnte ÜT-wa- pistim aus der Totenstille ringsum schliessen, ohne es zu sehen. Z. 136 u. 138. Zu appuy nur = „Nase", s. o. zu p. 86 Z. 1. „Stadt-, Ringmauer der Nase" wohl = „Wangen". Z. 137. Zu uk{k)tamm%8{8) s. o. p. 321 f. Z. 138. Zum Dual rftma- s. o. zu p. 86 Z. 4 und p. 122 Z. 4. Z. 139. Zu kibräti s. o. zu p. 48 Z. 40. Oder pet-tu = „an der Grenze". Z. 140. In der Sintflutgeschichte bestimmt die 7 -Zahl Zeitraum und Zeitgrenzen der Ereignisse: Am 7ten Tage wird das Meer wieder ruhig und an einem 7ten Tage darnach wird die Taube hinausgeschickt. Offenbar ist dies der 2 x 7 = 14te Tag nach Beginn der Sintflut. Dann aber müssen vor dem ersten Tage in Z. 143 7 Tage verstrichen sein. Bis zum Herankommen des 7ten Tages in Z. 130 sind's aber erst 6. Vgl. auch Z. 128. Also liegt zwischen diesem und dem ersten in Z. 143, d.h. zwischen dem Tage, wo der Sturm aufhört und UT-napittim Umschau hält (und die Insel sieht?), und dem Tage, an dem die Arche fcstläuft, ein Tag. Das muss aber berichtet worden sein. Nun findet sich in Z. 140 eine Zahl, und zwar 12, und der Tag hat 12 Doppclstunden und ana, das vor 12 steht, kann vor Zeitangaben wohl „nach", jedenfalls aber vor Strecken- und Entfcrnungsangaben „nach" und (so und so) „weit" heissen (o. zu p. 44 Z. 11). Daher hier gewiss zu übersetzen: „Nach zwölf, nämlich Doppelstunden, bez. durchfahrenen Doppelstundenstrecken", oder: „In einer Entfernung von etc." Diese 12 Doppelstunden = 1 Tag sind also der Tag, der zwischen dem Beginn des 7ten Tages nach dem An- fang, der Flut und dem ersten Tage in Z. 143 vergeht. Eine Entschei- dung für eine der 2 bez. 3 eben vorgeschlagenen Deutungen hängt davon ab, ob man dem Schiffer des UT-napistim zutrauen will und kann, dass er, nachdem der Wind aufgehört, in 24 Stunden sein gewaltiges Schiff eine Strecke vorwärtsrudern oder -stossen kann, wie sie von einem Fuss- 32* 500 S. 238 f. Z. 140— S. 240 f. Z. 155. ganger in 24 Stunden durchmessen wird, oder nicht. Kann man das nicht — und das scheint den Vorzug zu verdienen — dann gelangt das Schiff nicht zur Insel „nach" Zurücklegung von „12 Doppelstundenstrecken*, sondern ist dort „nach" Verlauf von weiteren „12 Doppelstunden", ver- mutlich lediglich in Folge des Zurückfliessens des Wassers, ohne dass es sich nach Beginn des 7ten Tages erheblich von der Stelle bewegt hätte. Nach dem eben Bern, kann eine Variante XIV für XII in unserm Verse, auf 81—2—4, 460, nach einer Mitt. Zimmern's von Haupt veröff. in den Proc. Amer. Or. Soc. 1893 p. XI, nicht ursprünglich sein. Z. 141. Zur Lage des Nisir — wenn nicht Nimm, wie auch gele- sen werden könnte, — 8. o. p. 382 f. üibi wäre „steht auf", „erhebt sich" (p. 306), itiziz könnte zur Not „stand still" heissen. Beides würde hier aber nicht passen, imtdu nach II R 35, 5 „Synonym", vielleicht in weiterem Sinne, von aldku = „gehen* (1 vgl. o. zu p. 126 Z. 24), und nach V R 40, 10 und 83—1—18, 1330 Col. IV Z. 10 = Tf, auch = „sich nähern". Daher meine Lesung üimid und dessen Deutung. Dasselbe imidu wohl auch in astronomischen Tex- ten (III R 52 Z. 16; III R 57 Z. 5; vgl. die an beiden Stellen vorher- gehh. Zz.). Zu „war hinangekommen" und nicht „kam hinan" s. den Schluss der vorletzten Anm. 8. 240 f. Z. 142. Zu nadänu ana s. zu o. p. 58 Z. 9 u. p. 154 Z. 47 o. Z. 149 u. 152. ipassumma für ibassumma wohl nicht ungenaue Schreibung, sondern p für b durch Einfluss des s. S. Z. f. Assyr. XIV p. 182 f. Zum -m als Zeichen der Relation s. o. p. 38 Z. 30. Z. 154. k(g?)urruru nach K 191 etc. Col. I, 13 (Copie von Dr. Küch- leb) von. kaltem Wasser, wohl = „(auf den Kopf) herunter laufen lassen", „gicssen". Darnach karüru des Wassers an unsrer Stelle = dessen „Herunterlaufen", „Ablaufen" oder „Herunter-, Abgelaufensein" V Das o. gen. kurruru erinnert allerdings wegen dessen Verbindung gerade mit kaltem Wasser an Tlp-Jä „kalt sein", doch scheint diese Bed. in K 191 1. c. nicht recht angebracht und darum diese Stelle für eine Erklä- rung unsrer Stelle allerdings beachtenswert zu sein. Die Deutung „Ab- trocknung" für karüru (Delitzsch Handw. p. 598) ist aber auch mög- lich, wenn allerdings nicht so sicher, wie D. meint. Z. 155. Möglich, dass sahü = „im Schlamm waten" (so auch De- litzsch Handw. p. 649) , falls nämlich sajiü = „Schwein" dazu gehört, also semitischen Ursprungs ist. Aber dagegen spricht die sumerische Form oder Nebenform des Wortes si-ifi (II R 6, 21), es müsste denn sein, dass eine ältere Form sah oder ähnlich aus dem Assyr.-babyl. stammt. Zu tarn vielleicht = „krächzen" s. m. Kosmologie p. 436 f. Jeden- falls werden in K 2051 Col. II hinter einander aufgezählt eine mutarritu, eine mu8(z)ap(b)irtu , mit demselben Ideogramm, eine kirrtktu, eine sam- mirtu und eine närtu (Z. f. Keilschr. II, 300 u. 413). Von diesen Wör- tern bezeichnen die letzten 2 jedenfalls Sängerinnen, erinnert mus(£)a- jHj))irtu an 8(z)abdm für s-p-r = „zwitschern" (vgl. auch 8(e)ab(p)äru von 8. 240 f. Z. 155—158. 501 Frauen I R 21, 75 f.) und kirriktu an kurkü (natürlich wegen des Ideo- gramms kur-gi -f nu so zu lesen, also nicht etwa mit Delitzsch Handw. p. 435 auch mat(ßat-mad-)kü möglich), einen Vogelnamen, gewiss richtig mit 8WVO identifiziert, und an die Vogelnamen kurukku und karakku (II R 37, 17). Also dürfte auch das mit muz(s)ap(b)irtu synonyme tnutarritu ein Verbum tarü mit einer Bedeutung wie s{z)abäru = „zwitschern41 vor- aussetzen. Z. 157. surklnu oder surkinu scheint wegen saräku = dub, auch = sapaku und tabäku , d. i. „hinschütten , ausgiessen", und seines Syno- nyms mussakku oder massakku , von nasäku = giessen (o. p. 416 f.), sicher ein „Schutt"- oder „Giessopfer" zu sein. Nun scheint es aber, dass saräku nur von trockenen Dingen gebraucht wird. S. namentlich Zimmern Eitualtafeln p. 98 Z. 35 (von Cypressenholz und Mehl), p. 100 Z. 53 u. p. 102 Z. 110 (Von Cypressenholz, Cedernholz und Mehl), p. 116 Z. 5 Mitte (von Mehl), p. 122 Z. 29 und p. 124 Z. 12 (von Datteln und Mehl), p. 124 Z. 17 (von Cypressenholz und KUR-KÜR-Kraut) usw. Zu- gleich aber ersieht man aus diesen Stellen (s. Zimmern 1. c. p. 223), dass saräku gerade von dem Hinschütten auf die Räucherpfannc ge- braucht wird. Wenn daher auch surkinu eigentlich „Schüttopfer" heisst, so ist es doch sehr wohl möglich, dass dieses Schüttopfer der herkömm- lichen Ansicht entsprechend (s Delitzsch Handw. p. 727) ein Rauchopfer und an unsrer Stelle das, dessen Duft nach p. 160 ff. die Götter an- zieht, ist. Z. 158. 7 und 7 = 2 x 7 = 14 oder „je 7", nämlich für jeden Gott. Wegen der heiligen Zahl 14 wohl Ersteres. S. o. p. 170 Z. 52. Dem adaguru-Gef äss , wegen seines Determinativs specieller -Krug, -Topf, entspricht V R 42, 17 duk (= Topf) + bar, das wieder nach Z. 16 ibidem = sütu, welches seinerseits wieder nach Z. 14 f. ebendort = duk-guda(-da) = kubbuttu, wohl mit bb und nicht pp (gegen De- litzsch Handw. p. 348) , wegen gud = kabätu. Da vor diesem ein duk-sa(= n*0)-GiDA(-DA) genannter Topf = kubbuttu (s. V R 39, 19 if.) genannt wird, gid aber auch = „lang" und gud auch = fc-ru = „kurz sein" (8. o. p. 356), so dürfte der duk-guda = sütu = duk-bar = ada- guru damit zunächst als ein kurzer Topf bezeichnet sein. Beachte die sumer. Aussprache banda oder bandis 11. cc. für duk -f bar oder bau allein, da banda sonst = TUR = „klein". Seltsam erscheint nur, dass dem kubbuttu, der in V R 42 Z. 13 als „etwas Langes" bezeichnet wird, in V R 39, 19 „[. . ] nicht lang" entspricht. Aber da nach Delitzsch Handw. p. 348 ein Londoner Fragment für Sa-gid-da in V R 42, 13 nu-gid-da bietet, so wird jenes entweder falsch copiert (aber V R 42, 24: duk-sa-gida(-da) = kuba~gua\'iydu\) oder eine falsche Schreibung, viel- leicht auf Grund einer falschen Etymologie — nig-gid-da für nu-gid-da — , sein. Sonach wäre der kubbuttu als ein „nicht langer Topf" wohl mit dem „kurzen Topf", dem adaguru, identisch. Weiter ist nun ja nach dem o. JJem duk-bar = adaguru = sütu, bar aber nach Sc lb Z. 36 u. 37 sicher (wie auch Delitzsch Handw. p. 432 ergänzt) = mis[lu~\ d. i. 502 8. 240 f. Z. 158-164. „Hälfte" und mislä[nü] , ein sütu aber nach V R 37, 49 = sin = bäy welches mit dieser Aussprache auch = mislu = Hälfte (ib. Z. 44). Also dürfte sütu und somit adaguru wie ein „Kurztopf" so auch ein „Halb- topf" sein. Delitzschs Ansicht, dass es eine Räucherpfanne ist (Handw. p. 21), scheitert schon daran, dass IV R* 57 [64], 4 und 60 [67], 17u.20 das Hinsetzen des Räucherbeckens bez. Hinlegen des Räucherwerks and das Hinstellen des adaguru-Gaf ksses getrennt von einander, und zwar in verschiedener Reihenfolge vorgeschrieben werden, vollends aber daran, dass nach Zimmern Bituaäafeln p. 124 Z. 10 bei einer Beschwörung Rauschtrank und darum nach p. 146 ib. Z. 10 und IV Ra 60, 20 Rausch- trank und Wein in das adaguru - Gefäss geschüttet werden. Also ist es eine Alt Spendegerät, wie ich auch schon in m. Kosmologie p. 438 vermutete. Z. 159. ina saplisunu kann nur heissen : „unter ihnen, sie" und nicht mit Delitzsch Handw. p. 21 „in ihre Vertiefung" oder nach p. 680 bei ihm „auf ihre untere Fläche, ihren Boden". Das wäre ohne jede Parallel- stelle. Denn wie Nabonid Annalen III, 11, das Delitzsch als Zeugen für sich aufruft, dafür zeugen soll, erklärt Delitzsch nicht. Hiernach müsste doch gerade bei Zugrundelegung von Delitzsch^ Lesung sapfa den Raum unter der Erdoberftache(V) , also darnach saplu an unserer Stelle den Raum unter den adaguru-Gefassen bezeichnen, — wie auch wir annehmen. In die Gcfässe wird vermutlich das wißti-Opfer (Z. 156) getan, (Kalmus)rohr , Cedernholz und Myrthenzweige aber werden, viel- leicht als oder für ein surkinu (Z. 157), darunter gelegt, um durch ihren Duft die Götter herbeizuziehen. Was für eine Art Rohr? Jedenfalls eine wohlriechende. ä8u geschr. Sim + gir. (isu) sim-gir nach Rm 367 -f 83—1—1!?, 461a, 10 (8. Meissner Suppl. p. 23 hinten) = äsu, nach Meissner I.e. p. 12 vorne gewiss = 808 = „Myrthc". Z. 162. Oder üi = „zu hin«? Z. 163. Zu ultu ullänumma s. o. p. 84 Z. 63. Eig. : „sofort bei ihrem Anlangen«. Z. 164. Die nim's, welche die Herrin der Götter erhebt, oder Etwas davon doch gewiss identisch mit dem in Z. 165 genannten Halsschmuck, vielleicht wenigstens z. T. aus Lazurstein. nim vom „HAR-Stein" gesagt heisst nakäru (II R24, No. 3 Obv. 36), nak(k)äru aber wird bei Reisner Hym- nen p. 60, 1 2 vom Behauen der Steine gebraucht ; denn nach dieser Stelle macht der b(p)urg(k)ullu-xby)y\# durch nakäru die Steine, genannt p(b)üru} für ein Haus fertig, nim ist sonst auch = ilü und sahn = „hoch". Ferner ist. sub + tik u. A. = sakü :, auch = „hoch", (II R 30, 8 f.) und = ilü , von einem Stein gesagt (II R 62, 59), aber auch = nakäru, von einem Steine gesagt (II R 24, 37). Endlich ist xa, wie = „Stein", so auch = ilü, von einem Steine gesagt (II R 30, 24), und na -f kak, d. i. „bearbeiteter Stein", = na-ru bedeutet eine Steintafel mit eingemeisselter Inschrift. Darnach dürfte „hoch", „erhaben" von einem Steine Soviel bedeuten wie mit „erhabener oder vertiefter Arbeit". Dar- S. 240 f. Z. 164—165. 503 nach wären auch die „nim -Steine" des Halsschmucks wohl Steine bez. Steinchen mit Reliefs, oder Intaglio's, also geschnittene Steine. Dazu fugt sich nun vortrefflich, dass nim = nakäru grade vom HAB-Stein gilt, g ar aber auch Ideogramm für usurtu = „Bild", ob nun ein gezeichnetes oder eingeritztes oder sonst wie hergestelltes ist. Die Lesung von nim natürlich sehr zweifelhaft. Möglich, dass dem Ideogramm eine Ableitung von »7«, möglich auch, dass ihm eine von nakäru entspricht. Zu sü^u s. o. p. 150 Z. 45. Z. 165. lü sonst als Schwurpartikel (= „bei") nicht nachweisbar, braucht daher gegen Jeremtas und Delitzsch Handw. p. 374 nicht als solche anerkannt zu werden. Unsere Uebersetzung entspricht dem sonsti- gen Gebrauch und den Anforderungen der Stelle. Sinn: „Sowahr etc.". Am Nächsten liegt nach diesem Verse allein eine Lesung: uk(k,g)nü Jcisädia = „Lazurstein meines Halses, Nackens". Damit wäre dann wohl ein einzelner Stein, vermutlich das Mittel- und zu unterst hängende, wohl besonders wertvolle, Stück (kablw, s. o. zu p. 176 Z. 169) eines Halsschmucks gemeint. Sollten aber in Z. 165 mit dem tak-za-kur des Halses die in Z. 164 genannten xiM-Steine(?) insgesamt gemeint sein — und das drängt sich doch auf — , dann müsste bei einer liesung uk(k,g)nü dies pluralische oder, obwohl auf Einzelstücke bezüglich, collective Bedeutung haben — was immerhin nicht gewöhnlich wäre — , oder eine andere Lesung gewählt werden. Vielleicht dann sib(p)ru — zur Lesung mit b 8. II R 20 Col. I u. und II o. — , da dies ein Synonym von uknü = tak- za-kür (V R 29, 43 u. 45), und sicher auch ein Geschmeide aus Edel- steinen, speciell Lazursteinen , grade auch für den Hals bezeichnet. S. II R 20, 14 ff.: sibru = tak-za-kur + tik (= Hals) oder + hi-a ( = viele) oder + hi-a -f gvski ( = viele + Gold). Vgl. auch II R 37, 57 f., wonach tak (= Stein) + nuncs — tak + xunus aber = irimmatu = „Halskette" oder „Halsschmuck" ; s. o. zu p. 82 Z. 48 }- tik (= Hals) = nlrUj auch = „Joch", also wohl ein Halsgeschmeide , tak + nvxus 4- tub-tub (klein-klein) aber = sibri(-)i-[ti ?]. Nach II R 20, 16 f. kann der sibru auch aus Gold bestehen. Dass daran kein Lazurstein zu sein braucht, scheint die Zeile hiervor, mit einem Ideogramm für sibru ohne za-kur darin, zu lehren. Also sibru Lapislazuli, dann ein Halsschmuck daraus, endlich jeder Halsschmuck, oder zunächst dies Letztere und darum auch = Lapislazuli ? Neides wird begreiflich , wenn man daran denkt , dass wenigstens zur El-Amarna-7jeit der Lazurstein für Halsketten besonders beliebt gewesen zu sein scheint (o. zu p. 170 Z. 169). Ob der sip(b)ru vorne an einem Meteor und einem Pfeil(!) (m. Kosmologie p. 154, 157, 159 f. und 505), vermutlich = „Spitze" u. Dgl. , dasselbe Wort ist, er- scheint mir jetzt doch zweifelhaft. — Ob der Halsschmuck der Bellt ähn- lich wie die Halsketten der Istar (o. p. H2 ff. Z. 48 f. u. p. 88 Z. 43) zu denken und darunter — Anu, der Himmelsherr, hat ihn laut Z. 164 ge- macht und Belit erhebt ihn ! — , im Hinblick auf den Scbluss der bibli- schen Sintfluterzählung der Regenbogen zu verstehen ist? Erscheint die- ser also doch auch nach der babylonischen Version nach der Sintflut? 504 B. 240 L Z. 165—170. Dann wurden Genesis 9 Z. 12 ff. vielleicht doch ein Echo von unseren Zz. 164 ff. sein ! Z. 167 f. Zu surkinu s. o. Z. 157. Z. 169. lä imtalku von Bil mit Anspielung auf seine Funktion als mäliku = „Berater" der Götter (s. Z. 16 o.). Vgl. unten Z. 197. Zu abübu 8. o. zu Z. 14 und unten zu p. 268 Z. 23. Z. 170. Das Pseudoideogramm von karasu — „Lauch" nach S* 1 Obv. II, 4 auch = purussü. Darnach wegen des Synonyms von purussü, nämlich siptu = „Strafgericht", kar[asu] in S* 1 Obv. II, 3 (V R 38, 59) ein anderes karasu mit einer Bedeutung wie „Strafgericht", das dann auch hier, wie IV R* 22 No. 2, 21 und IV R* 54 [61], 41 in der Ver- bindung pü karasi anzunehmen wäre? Dass karasu an der vorletzten Stelle das Ideogramm hat, das sonst „Feldlager" bezeichnet, ki + dan mit mit darin, darf nicht irre machen, denn „Feldlager" heisst es hier und an den 2 anderen Stellen, natürlich trotz des Stadtnamens P[B)u-sa- o-dan mit mit darin bei Johns Decds II No. 899 Col. I, 8 — vielleicht Busä-stdi zu lesen — , gewiss nicht. Möglich, dass es hier, auch mit Delitzsch Handw. p. 356, = „Verderben". Berücksichtigung verdient Folgendes: In IV R* 22 No. 2, 17 ff. haben wir als Parallel verse : „Wie ein Rind liegt er in seinem . . .;" und „wie ein Schaf wird er mit sei- nem Harn und Kot benetzt." und dahinter: „Im Munde des karasu liegt er [. . .]", und in IV R* 54 [61], 41 f. : „Im Munde des karasu oder der karasu' s liegt dein Knecht; lass ihn aufstehen aus deinem Zorn, reiss ihn heraus (itrasiu) aus dem naritu !". narittu aber findet sich in Z. (. Assyr. IV S. 252 Z. 20, 22 und 24 in folg. ähnlichem Zusammenhange: „Er liegt im Schwall der Flut und die Flut ist über ihn . [. .]; das Ufer ist ihm fern, weit von ihm das Lan[d] ; er steht im narittu, er wird fest(zurück)gehalten im Sumpf. Ergreife seine Hand, dass dein Knecht nicht versinke(?); lass ihn aufstehen aus „seinem Zorn" (s. o. zu p. 108 Z. 54), bring7 ihn empor aus dem narittu lu. Darnach ist narittu- naritu ein „Sumpf", „Morast", in dem man stecken bleibt (s. zu p. 246 Z. 231), und somit karasu vielleicht etwas Achnliches — pü karasi also die durch das Einsinken bewirkte Oeffnung im Morast — , demnach hier etwa = „Matsch", — sit venia verbo — , von den verwesenden und zer- flieesenden Leichen gebraucht. Möglich, dass es dann zu syr. fcttTl]? gehört, das „Misthaufen" bedeuten soll, und zu arab. ^j,< = „Mist und Urin der Schafe". Sehr bemerkenswert ist auch für diese Etymologie, dass an der o. cit. Stelle IV R2 22 No. 2 einem Verse mit tabastänu mit derselben Bed. (Delitzsch Handw. p. 165) einer mit karasu an ent- sprechender Stelle folgt. Ob nun in 82—8—16, 1 Rev. Z. 3 u. 4: Kl + dan + mit (bez. genannt baddu und idimmü) = karas = karasu 2 Sy- nonyma von verschiedener Bedeutung anzunehmen sind, das bekannte ka~ ras'u = „Heerlager" und ein anderes mit der oben vorgeschlagenen Be- deutung? Vorhergeht der ki-dan, nach Z. 1 = pitru, wohl =» „Ruine, Trümmerhaufen" (s. zu Z. 325 f. u.), und mit = bat bedeutet „tot". 8. 240 f. Z. 170-S. 242 f. Z. 194. 505 Darnach karasu speciell ein „Trümmerhaufen" von Aas, Leichen, also ein „Haufe verwesender Körper", eigentlich aber „Mist" ? S. o. zu Z. 134 f., u. vgl. Z. 175. S. 242 f. Z. 171. Zu ultu ullänumma s. o. p. 84 Z. 63. Z. 173. Oder „mit Zorn der J^t-Götter = göttlichem Zorne"?? Z. 174. ayumma sonst = „Irgendwer". Ob es auch = „Wer?", also = ayu = „Wer?" mit bedeutungslosem oder verstärkendem -ma sein kann? S. Z. 178. Oder übers, im Anschluss an Delitzsch Handw. p. 237: „Irgend- wer, eine Seele, ist doch entkommen!"? Z. 175. Zu karasu vielleicht = „Matsch", „Morast" 8. o. zu Z. 170. Darnach ina karasi vielleicht = im das Wasser bedeckenden Leichen- matsch". Z. 178. Kann mannumma wie ayumma „Irgendwer" heissen, also dass hier zu übers, wäre: „Macht Irgendwer etc.?"? S. o. zu p. 44 Z. 5. „Sachen" im Sinne von unserem „Geschichten"? Oder einfach — „Dinge" im Sinne von „Etwas", oder, und das scheint noch besser, eig. — „Worte" und darum = „Gedanken", die als „Worte des Bauches" gelten? S. dazu z. B. das Citat auf p. 320 unten und Delitzsch Handw. p. 7 Col. a. banü = „machen" schlechthin und im allgemeinen Sinne sonst nicht bezeugt. Denn, was Delitzsch Handw. p. 178 dafür ausser unsrer Stelle anführt: la ba-ai J}ititi (Sanherir Prisma III, 6), ist nach p. 320 unten lä bäbil liitiii zu lesen. Seiner Grundbedeutung „bauen, bilden" gemäss hier wohl = „erlinden", wie o. in p. 4 Z. 8 u. und Parallelstellen = „ planen". Eig. dann = „im Geiste (Bauche) bilden". Cf. p. 320 f. und p. 405 f. Also amäii banü etwa Soviel wie „Gedanken, Einfälle, z.B. auch listige, bekommen" ? Z. 179. Oder: „Kennt doch etc.". „Verrichtung", „Geschäft" gewiss Soviel wie „Tun". Z. 182. Zu ab(p)k(k)allu s. o. p. 320. Z. 183. Zu ki s. o. zu p. 112 Z. 25 und o. Z. 121. Sinn wohl „Wie war es möglich, dass Du Dich nicht besannst?" oder „Wie kam es, dass etc.?". Vgl. o. zu p. 200 Z. 14 ff. Zu abübu s. o. zu Z. 14 u. unten zu p. 268 Z. 23. Z. 186. Wovon soll er losgemacht werden? „abgeschnitten" = „vernichtet werde" ? Zu sadadu = „heranziehen" s. Delitzsch Handw. p. 641. „Zieh ihn heran zu dir"?? Z. 187, 189, 191 u. 193. Wenn taskun die correcte Form ist und das -m in taskunu überhängender Vokal (o. zu p. 24 Z. 61), ammaku{%) vermutlich = „warum?". Dann: „Warum machtest etc.?". Zu abübu s. o. zu Z. 14 u. unten zu p. 268 Z. 23. Z. 188, 190, 192 und 194. Für unerfüllbare Wünsche sonst Prae- teritum mit nicht angeschmolzenem lü im Gebrauch (o. zu p. 176 Z. 181 ff.). 506 S. 242 f. Z. 188-S. 244 f. Z 205. litbä etc. eig. „möge sich erheben !" etc. Also, falls ammdku{i) = „warum?1', „möge statt der (einer) Sturmflut (künftig) etc. !"? Z. 188 u. 190. Zu tibü s. o. p. 306. Z. 190. Zu barbaru s. o. zu p. 136 Z. 2 u. Z. 194. Zu I(U)ra s. o. S. 56 ff. Z. 195 f. Zu piiistu s. o. Z. 10. Uebrigens ist es mir, so absolut gesichert die Bedeutung „Geheimnis" für pi-Kis-tu bleibt, trotz bar = bi-ri'is-tu (V R 52, 62 f.) und bar auch = paräsu (II 11 30, 37) mehr als zweifelhaft geworden, ob piristu eine etymologisch berechtigte Form ist. Schon paräsu sa pi-ms-H (II 11 28, 71 u. Add.) spricht dagegen. Dieses paräsu ist nun aber = sumerischem teuda, das auch = paräsu = „absperren", und was für eine Etymologie wäre passender für ein Wort mit der Bed. „Geheimnis" als eine Ableitung von diesem paräsu'? Also piris(\)iu wohl eig. das „Abgesperrte", „Unzugängliche": biristu, mit s für s vor t, wäre dann nach Z. /'. Assyr. XIV, 182 f. zu beurteilen. Z. 196. Zu atra-basis, einem Beinamen oder besser einem Praedi- kat des UT-napiitim, = Swov&qos, s. o. p. 104 Z. 10 o. Zum ganzen Verse s. o. Z. 19 ff. Z. 197. milku könnte für malku stehn oder mit V R I, 121 (miliku Var. für imliku) für imliku und der Sinn des Satzes sein: „Da, nun reden bez. redeten sie ihm zu". „Raten sie seinen Rat" Anspielung auf Z. 183? Die Götter raten ihm, da er sich nicht beraten hat? milku wäre, falls Praeteritum, aus imliku entstanden zur Erleichterung der Aussprache. 8. 244 f. Z. 199. ka-ti-ia nach dem Zusammenhang eher = „meine Hand". Vgl zu -ia am Akkusativ des Singulars Delitzsch Gramm, p. 199. Z. 200. Zu ustak{k)mis(s) s. o. p. 321 f. Z. 201. Zu p(b)üdu vielleicht = „Rücken", mit dem Hals und darum auch mit den Schultern, s. o. zu p. 100 Z. 21. Ein p{b)ütu als ein Wort für einen Körperteil nicht gesichert. Nach o. p. 292 Z. 9 uud p. 294 Z. 2 könnte es ein Synonym von pagru = „Körper" sein, aber nach p. 300 Z. 15 scheint es dort „Volk" zu bedeuten, falls dort mit Scheil's Publication wirklich um-ma-ni zu lesen ist. Aber ob hier nicht gegen Scheil statt dessen ra-ma-ni = „meinen Leib" = „mich selbst", als mit dem damit coordinierten pagri und mit p(b)üti auf p. 292 und p. 294 gleichbedeutend, zu lesen ist? Nun ist, wie im, auch = ramänn, so bar , auch = pagru und p(b)üdu , zugleich = zumru (S« 287 und 11 R 30, 45 ff.), und zaü — p{b)üdu und = p(b)ütu (V R 29, 55 f.). Al>«» dürfte ein p(b)ütu oder j;(6)ürf« wohl in der Tat ein Synonym von pagru = „Leib" sein. Möglich, dass dieses p(b)ütu oder p(b)üdu hier vorliegt. Z. 202 etc. Zu \]T-najnstim s. o. zu p. 202 Z. 6. Z. 202. Eigentlich : „Menschlichkeit", „Eigenschaft eines Menschen". Z. 204 f. Unter „Mündung der Ströme" versteht man hier allgemein die von Euphrat und Tigris. Mit deren Mündung ist sonst deren eigent- liche Einmündung in den persischen Meerbusen gemeint, könnte hier aber {ina rükil, d.h. doch wohl fern von Uabylonicn, uicht etwa nur vom 8. 244 f. Z. 204—208. 507 Landungsort der Arche ; 8. o. p. 22G Z. 24 und unten Z. 214 etc.) natürlich höchstens die Gegend gemeint sein, wo dieser in den indischen Ocean übergeht. Ein solcher Doppelsinn wäre aber seltsam, dazu die abenteuerliche Wanderung und gefährliche Meerfahrt des Gilgamis unverständlich, falls er schliesslich nur in Gegenden anlangte, die schon im grauesten Alter- tume den ßabyloniern bekannt waren. Ich glaube daher, dass die „Mün- dung der Ströme", vermutlich jenseits des Oceans, jedenfalls aber weit von der bekannten Welt entfernt im Ocean, ein mythischer Begriff ist. Vgl. o. zu p. 202 f. Z. 1 f. u., p. 206 Z. 46, p. 208 Z. 48 ff., p. 210 Z. 1. Wenn wir uns die „Mündung der Ströme", wo der selige UT-napistim wohnt, darnach vielleicht jenseits von Südarabien, von Erech aus, und im Westen zu denken haben, dann kann man nicht umhin, sich an das Ely- sium, den Ort der Seligen, auch im Westen der Erde gesucht, und die ebendorthin gelegten Inseln der Seligen im Okeanos zu erinnern und zu vermuten, dass die Strasse von Gibraltar das Vorbild der „Mündung der Ströme" ist. Nach der Anordnung der Völkertafel liegt ntrttf im äusser- sten Westen des Japhetidengebiets , ebenso westlich wie, oder westlicher, als tPtrtn in Spanien, also in Nordwestafrika oder westlich davon, so- dass ein, gewiss bereits vermuteter, Zusammenhang zwischen ihm und dem griechischen Elysium sehr wohl bestehen kann und darum ein Grund mehr dafür spricht, dass das Elysium urspr. nur im Westen gesucht wurde, somit weiter unsere o. geäusserte Vermutung über dessen babylo- nisches Pendant nicht unstatthaft ist. Uebrigens bietet die babylonische Mythologie eine genaue Parallele zu den 2 Lokalisierungen des Elysiums, in der Erde und im Westen: Tamüz und {Nin)Giszida^ nach anderen Texten während ihres Fernseins von der Erde in der Unterwelt, halten sich nach o. p. 94 ff. Z. 18 ff. und p. 96 f. Z. 2 ff. am Tore Anu'a, des Himmelsherrn, vermutlich im (Osten oder) Westen, jedenfalls aber nicht in der Erde, auf. [Nach einer Mitt. Zimmern's ist zur „Mündung der Ströme" der mir unbekannte Vortrag von Uommel über die „Insel der Seligen", München 1901, zu vergleichen.] Z. 206. ana doch gewiss Nota aecusativi, sodass ana käsa = akkäsi. S. dazu o. p. 176 Z. 181. pufchuru sonst nur = „(ver)sammeln", was hier unbrauchbar, nicht aber mit Delitzsch Handle, p. 520 auch = „Kraft verleihen". Nach o. ]). 204 Z. 4 u. f und o. Z. 7 gleichwohl ein Zusammenhang mit pufyfruru naheliegend. = „zu einer Versammlung berufen, in sie aufnehmen44 und denominiert von pufaru? Eine Wurzel bahäru (s. dazu Delitzsch Handw. p. 170) vermutlich mit Dr. Küculeh = „kalt werden", und ein pufyru oder bufrru nach 82—9—18, 4159 (ol. II, 8 (Meissner Suppl. p. 30 h.) = ut = babbar, auch = „weiss", hier zwischen Samas und namäru = „hell sein, werden" vom Tage erwähnt, also vermutlich für irgend etwas Helles. Aber Beides scheint hier nicht verwertbar. Z. 207. tultä eig. „siehst", „zu sehen bekommst". Z. 208. Zu ga-na s. ija-nu -- al-kam = „wohlan" Haupt a. 8. K. T. 508 S. 244 f. Z. 208-213. 119, 22 f. ; darnach ist die für gana mit Recht vermutete Bedeutung „wohlan" wohl sicher. Vgl. Zimmern Busspsalmen p. 40. S. u. Z. 220. Z. 209. Nach unsrer Stelle ist dt-RiT p(b)uAdi —p(b)uridu für *p{b)u- rädu; ein urspr. p(b)urldu natürlich eine unmögliche Form — ein Kör- perteil, auf dem man sitzen kann, nach einer mittlerweile veröff. Notiz Scheil's (Note LIV im Mecueil XXII, auf p. 15 eines Separatabzugs) kommt der Urin aus dem bi-nn p(b)uridi und II R 37, 47 wird dies zwischen kalitu „Niere", isku „Hode" und trissuru „Scham" genannt. Also anscheinend = „ Hinterster1' und = „Schamgegend", „Scham teile" oder penis. V R 31, 43 : 6t-RiT pi(i)ridu zeigt, dass M-rit pur\di) mit ;>, zu lesen. Zu pirxdu lür urspr. *purädu vgl. pitiku, für *putäku, und misilu, wohl für musälu (o. zu p. 96 Z. 15). Auch purtdu allein ein Körperteil, oder Körperteile, der, oder die, geöffnet werden kann oder können. S. Delitzsch Handu?. p. 538. Darnach ist ein Entfliehen un- möglich , wenn eine Gottheit ihren puridu oder ihre puridWs öffnet. So- mit wegen der ungefähren Bed. von bi-nrr puridi(i) puridu allein sicher = „Beinu oder „Beine"; so auch V R 55, 21. Zum „Oeffnen der Keine" s. o. zu p. 126 Z. 9 und Haupt A. S. K. T. p. 118 Rev. Z. 6 u. 8. Darnach &t-RiT puridi, weil = „Hinterster" oder „Schamteile" oder penis, sicher birit puridi zu lesen und == „(das, was) zwischen den Beinen", „die Ge- gend zwischen den Beinen", wozu auch die Hinterspalte gehört. Ein nur anscheinend anderes Wort p(b)urldu hat als Ideogramm gir (= sipu) 4- fap-iial, auch pap-iial allein (IV R* 5, 46 f. ; So 303). giu-pab-hal auch = itittuku = „vorwärts-, fortrücken" (IV R 17, 11 f.), pap-hal auch = italluku , gir vor Allem = „Fuss", „Bein". Also p(b)uridu als Bezeichnung eines Göttcrhoten IV R* 5, 47 Etwas wie „Geher". Dies ver- mutlich auch die eig. Bed. des Vogelnamens p(b)uridu = silingu oder pilüigu (II R37, 8 u. 58). puridu = „Bein" also offenbar eig. = „Ge- her" und mit p(b)uridu = „Bote" und Dgl. identisch, dies also urspr. puridu gesprochen. Wie purtdu = „Bote", später im Babylonischen wohl b url du und weiter biridu — cf. oben birit piridi — gesprochen, vermut- lich in arabisch-persischem ju.j = „Courier" fortlebt, so dürfte es von dem Verbum parädu abzuleiten sein, das im Assyr. zwar wohl nur = „ängstlich sein" u. ä. (gegen Meissner Suppl. p. 77 f.), aber gewiss syr. *T1Ö = „fliehen" entspricht, wozu auch TUD = „Maultier". Z. 210 und 213. Zum Blasen des Schlafs 8. p. 452 f. zu alü. Viel- leicht auch nach 0. p. 1 04 Z. 3 ff. der Schlaf durch einen Wind herbei- geführt. Ans dem Grubenopfer in Z. 48 auf p 162, nach der Bern, zu p. 252 Z. 315 vielleicht einem Totenopfer, darf man möglicher Weise schliessen, dass als Urheber des zugcblasencn Schlafes dahinwehendc Totengeister gelten. Z. 212 f. gewiss Spott. Z. 213. GilgamU sollte also nach Z. 208 6 Tage und 7 Nächte nicht r schlafen, um zu genesen oder das ewige Leben zu erlangen-, denn t (1) vor dem Practeritum heisst nur „nicht'4. Das ist eine von einem voll- S. 244 f. Z. 213-224. 509 ständig Erschöpften schlechthin nicht zu erfüllende, übrigens auch selt- same Forderung, diese somit wohl nur ein brutaler Kniff, ein Scherz, den sich Ux-napüfttwi mit Gilgamis gestattet. UT-napistim geriert sich so, als ob er Gilgamis helfen und sein Sehnen befriedigen wolle und könne, hat aber jedenfalls nicht die Absicht, und vermutlich auch nicht die Macht, es zu tun. Z. 215 ff. llT-napistini'a Weib aber hat Mitleid mit Gilgamis und bittet darum ihren Mann, ihn aufzuwecken. Das geschieht alsbald (kan- tig p. 246 Z. 232) und nach Z. 221 und Z. 223 gewiss so schnell, dass zwischen Einschlafen und Aufwachen keine Zeit verging, Gilgamis also gar nicht schlief und somit UT-napistim1 8 Forderung vielleicht doch er- füllte. Dass er gleichwohl die Unsterblichkeit nicht erlangte, lag wohl daran oder musste und konnte sich Gilgamis damit erklären, dass sie nicht die einzige Bedingung war. Z. 215. Zu nik(k)iltü s. o. zu p. 110 Z. 13 u. Z. 219. D.h. (mit Delitzsch Handw. p. 611) etwa: „das mensch- liche Wehe tut dir wehe"? Oder raggat vor folg. Vokal für raggatu? amilütu mit -u darnach! Dann raggat amilütu = „die böse Menschheit" oder „der böse Mensch", nämlich Gilgamis? Aber was bed. dann iraggig-ki? „wird dir (noch einmal) böse sein" d. h. „misf allen, ärger- lich sein"? Z. 220. Zu gana s. o. Z. 208. Z. 220, 222 (224). Zu kurummatu = „Brot" s. o. zu p. 74 Z. 6o. Dass wir hier, gegen die herrschende Meinung, einen Plural haben, zeigt das Folgende : munä =■■ „zähle" in Z. 234 und der Plural t dakka = idä -f- ka in Z. 235. Beachte auch kurummälisu in Zz. 220 u. 222 gegenüber kurummatsu in Z. *224 und kurmmnätika in Z. 234 mit der Var. kurum- mitika gegenüber kurummatka in Z. 236. Z. 221 u. 223. ümu hier schwerlich = „Tag", sondern gewiss = „Zeit". Denn offenbar (s. Z. 232) ist Gilgamis in demselben Momente wieder aufgeweckt, also auch sein Brot gebacken worden, in dem er ein- schlief. S. zu Z. 215 ff. ümu also geradezu auch = „Moment". Zu ümu = „Zeit" s. o. zu p. 20 Z. 7. Oder : „einschlief". Z. 223. Zu uddassu vgl. Z. 235. „ihm" nach dem Folgenden UT-napistim. Z. 224. Da es sich um mehrere Brote handelt (s. zu Z. 220), istat nicht = „an erster Stelle" (Delitzsch Handw. p. 153; Gramm. § 77 p. §207), sondern = „eines". Zu sapusat s. o zu p. G6 Z. 23. Ausser der Lesung sap{b)u-8(s)at kommt wegen des Wortes sap{b)ulu auch die Lesung sap(b)u-lat in Be- tracht, und diese wird, worauf mich Zimmern aufmerksam macht, durch II R 30, No. 5, 66 (sim mit gar darin -+- ud(V)-du-a = sap(b)ulu) und IV R» 55 [62], 29 sowie IV R* 56 [63], 55 (Sim mit gar darin in Verb, mit Korn oder daraus Bereiteten) sogar recht nahe gelegt. sab(p)ulu gilt in Z. f. Assyr. IX p. 220 Z. 12 v. u. von Holz, nach seinem dort ge- brauchten sumerischen Äquivalent von abgeschnittenem Holz, nach Z. 9- 510 S. 244 f. Z. 224. v. u. ibid. von Holz, das im Sumerischen lafy genannt wird, also, da die- sem Iah ut entspricht, vielleicht von Holz, das die Sonne becinflusst hat, oder somienfarbig ist, also vielleicht von weissem, sonnengeblcichtem oder trockenem Holz. Nun ist aber nach demselben Text eine andere assy- rische Bezeichnung für Za£-IIolz, = sab(p)uluy kisittu (s. zur Lesung 83, 1 — 18, 1335 Obv. Col. II Z. 15 ff.), dies aber gleichbedeutend mit it$u irru (s. zu p. 62 Z. 8) = „brennendes Holz", wenn nicht auch „Holz, das man brennt", „Brennholz". Ferner finden wir kisittu in II R 23, 40 hinter und in einer Rubrik mit allerlei Wörtern für Dornarten wieder. Also dürfte dieses — gegen Delitzsch Handw. p. 342 — und damit das 8äb(p)ulu-llo\z trockenes, abgeschnittenes Holz und Reisig zum Brennen bezeichnen, sab(p)ulu allein also vielleicht „trocken", falls nicht „abge- schnitten". 83—1—18, 1335 Obv. Col. II Z. 15, wonach sat>(p)u[ allein = kut mit der Lesung kut , spricht für Letzteres, 82 — 9 — 18, 4150 Obv. 40 (Meissner Suppl. p. 30 h>), wonach ut = lafr allein = sa-b{p)u[, für Ersteres, hierfür auch II R 30, 65 f. (ratbu = „feucht" unmittelbar vor äab(p)ulu) und vielleicht auch V R 19, 25 u. 82-9—18, 4159, 36 und 41 f. , wonach einerseits lab au('h = &m»ä von einem „Kochtopf (tiw- märu, Synonym zum d(t)ikaru\ s. zu p. 264 Z. 11 u.), also wohl nach o. zu p. 188 Z. 39 „aufs Feuer setzen" heisst, andererseits ut = Ja£i,a(i»J, t und a = aba[, da dies vielleicht zu abäsu = XÖy* zu erg. ist (zu as- syr. flJ^R = hehr. etc. fc^i s. i(i)bsu = „trocken" in ElAmarna Lon- • don No. 3 Z. 33: K. B. V p. 18). Darnach xab(p)ulu wohl in der Tat =s „trocken" und dessen Etymologie vielleicht durch nä(a)ba(ä)lu und tä\a)ba(a)iu -bin = „ trockenes Land ", „Festland" bestimmt. Dieses sab{p)ulu — ein anderes in Rm 2. III. 149, 12 f. bei Boissier Docu- ments I p. 32 und wohl auch in K 191 etc. Col. II Z. 35 für einen Teil eines Tieres — gilt nun II R 30, 66 von sim mit gar darin, das wegen dieses gar, auch = „Brot", und nach den o. cit. Stellen IV R2 55 [62], 29 und IV R* 56 [63], 55 zu schlicssen, etwas Brotartiges oder Dgl. be- zeichnet. Vgl. auch II R 30 Z. 64 : Sim mit gar darin 4- pad-pad-da, da pat auch = kurummatu = „Brot" (o. zu p. 74 Z. 6 o.). Nach II R 30, 43 u. 45 ist sib(p)u sowohl = sim -f- dem Ideogr. für „Gold" als auch =s im = „Lehm + diesem Ideogramm. Also bezeichnet sim gewiss etwas Ähnliches wie im, somit, da „Gold-Lehm" wohl eine Goldpaste, ir- gend welcher Art ist, irgend eine pasten-, teigartige Masse, folglich mit gar, auch = „Brot", darin, wohl entweder „Brotteig" schlechthin, oder eine Paste für Brot, also Sauerteig oder Hefe. Nun wird das durch Sim mit gar darin Ausgedrückte nach den o. gen. Stellen in IV R neben Korn als Wegzehrung oder zu deren Bereitung mit auf den Weg gege- ben. Also kann damit kaum Brotteig schlechthin, sondern muss wohl Sauerteig oder Brothefe gemeint sein (vgl. o. p. 476 f.). Somit werden • in II R 30, 66 f. wohl feuchter und trockner Sauerteig zusammengenannt. Wenn nun an unsrer Stelle dem Brote, das sab(p)ustu oder sab(p)ultu ist, fast unmittelbar, in Z. 225 p. 246, feuchtes Brot folgt, so liegt, wie S. 244 f. Z. 224—8. 246 f. Z. 227. 511 Zimmern meint, die letztere Lesung allerdings sehr nahe. Indes hat es doch — s. u. zu Z. 229 — sehr den Anschein, als ob in Z. 224 ff. Brote in verschiedenen Stadien vor und nach dem Backen aufgezählt wurden, und wenn dieser Schein nicht trügt, dürfte für das Verbum in Z. 224 eine Bedeutung „ist trocken u nicht passen. Es kommt hinzu, dass in II R 30 Z. 30, in einer Liste, die, soweit wir sie verstehen, in der Haupt- sache Wörter für allerlei Pasten, Pulver und Dgl. aufzählt, ein Wort subisi genannt wird, das sehr wohl zu einem Verbum mit einer Spielform sap{b)äs(s)u gehören und somit unsere alte Deutung und Lesung von sa-(p)bu-8(s^myn)at in Z. 224 bestätigen kann. Vgl. die Spielformen sabäsu, sabäsu, sabäsu und sapäsu (Delitzsch Handw. p. 638) für ein und dasselbe Verbum mit der Bedeutung „zürnend abwenden, zürnen". S. 246 f. Z. 225 ff. sanütum , salultum etc. nach istat in Z. 224 zu erklären. Z. 225. ratbat wohl von frischem, noch feuchtem Brode. S. u. Z. 220. kamänu in Verbindung mit aklu> = „Brod", und = etwas Brodartigem bei Zimmern BitualL No. 66 Z. 9 und in Beitr. z. Assyr. II p. 636 Z. 35. Nach Craig Belig. Texts I, 15, 20 kann es gesalzen sein : Jcatnän tumri (s. zu tumri o. p. 447 f.) , wie ahlu = „Brod" oder „Speise" (IV R 32, 30 a etc.). Nach II R 7, 51 ff. und V R 39, 14 ff. beginnen Ideogramme dafür mit Sa, auch = aklu. Also gewiss eine Art Brod, und zwar nach 3en von diesen Ideogrammen vielleicht von be- stimmter Grösse oder doch bestimmtem Mehlinhalt. Nach II R 34, 38 = Mitum, das hebraeischem n^n = „Kuchen" und spec. „Opferkuchen" T - entsprechen könnte, jedenfalls trotz Craig Bei. Texts I, 15, 20 wegen V R 52, 52 f. (u-§im(-bi) = akalu illu) nicht zu illu = „rein", „hell" von bbn gehört, und dieses nin ist ein Synonym von ■pQ. Also Jcamänu wohl sicher = po = „Kuchen" irgendwelcher Art. Da das „Röstbrod", „Brod zum Rösten", = nindabü als „Brod der Istar" bezeichnet wird (o. p. 380) und die D^D der Himmelskönigin geopfert werden, wie ka- man tumri der Istar (Craig Belig. Texts I p. 15 Z. 20), dürfte kamänu = •pD nach seinem Zweck so als das „Röstbrod" bezeichnet sein und zu *fca«?w-rfiD (s. o. zu p. 188 Z. 39) gehören. Hebr. 'pp mit doppeltem to gegenüber assyr. kamänu (kawänu) spricht gegen Entlehnung des hebr. Wortes aus dem Assyrisch - babylonischen , was für die Geschichte des israelitischen Gottesdienstes wichtig ist. Nur das 4te Brod scheint ein kaviänu zu heissen und dies ist weiss. Was bedeutet aber „weiss werden" grade vom „Röstbrot"? Liegt ein anderes Wort pisü oder ein W. bisü vor? Oder „weiss werden" von Brod = „schimmelig werden"? S. u. Z. 227. siba nadü, „ein graues Haar oder graue Haare oder Wolle abwerfen", Zeichen des Alters. Daher in Z. 262 u. 271 dessen Gegensatz im Parallelismus mit „neu bleiben" von einem Kleidungsstück. Also ge- wiss Soviel wie „alt werden". Zur Redensart s. noch Craig Bei. Texts II, 11, 2. Was soll die aber hier? Einfach und schlechthin = „alt wer- 512 8. 246 f. Z. 227—231. den", wie vom Zeuge so vom Brot? Oder wörtlich zu nehmen und, wenn vom Zeuge gebraucht, = „(durch den Gebrauch) Wolle verlieren (und fadenscheinig werden)", und auf altes Brod tibertragen = „abbröckeln", „bröckelig werden"? Oder deutet sie auf das Verschwinden des Schim- mels in Folge vollständiger Austrocknung hin? Z. 223. Lesung bas-mat auch möglich, aber dessen nächstliegende Bedcut. „ist gebildet, gemacht" scheint nicht so angemessen wie „ist ge- kocht", oder — mit II Sam 13, 8 — „ist gebacken" = bas-lat. S. aber u. Z. 229. Warum wird das 7te „Brod" nicht charakterisiert? Oder besteht dies darin, dass Gilgamis aufgeweckt wird? Das Aufwecken ge- schah ja vorgeblich zum Zweck der Lebens Verleihung. S. u. Zu nik(k)iltü s. o. p. 110 Z. 13 u. Sind wenigstens 6 von den 7 gebackenen Broten leibhaftige, sinnen- fällige Brote, wie zwar nicht Z. 234, wohl aber Z. 222 b, gegen Z. 235, zu zeigen scheint? Was ist ihr Zweck und erfüllen sie ihn? Vielleicht haben wir es hier mit irgend einem Hokuspokus zu tun, der Gilgami* vorgegaukelt wird. Das weisse 4te und alte 5tc Brod lassen nun an „Brote" denken, die langes Leben verleihen, darum das feuchte dritte an eines, das Säfte der Jugend und Manneskraft giebt. Das 7tc, falls in der Aufweckung aus dem Schlafe bestehend, würde dann symbolisch die Neubelebung andeuten. Dann wiese das Gekocht- oder Gebackensein des 6ten Brots vielleicht auf die Keife oder Ucberreife des Körpers im Mannes- alter oder hohen Alter hin und deshalb ein Angerührtsein des ersten auf die Zeugung und Empfängnis. Das führt dann aber darauf, dass musiu- k(k)at, das vom 2ten Brote gilt, zu mu~s(z)uk-1catu in IV II» 21)* 4 C Rct. 2 gehört, das hier im Parallelismus mit b(?l)aristu = „Gebärende" (s. zu p. 28G Z. 15) steht. Zum Wechsel von * mit 8 vor ti wäre dann Z. f\ Assyr. XIV, 182 f. (Jensen) zu beachten. Ist das 2te Brot dann mut- sufcu, weil es bereits aus dein „Backofen" genommen ist? Somit scheinen die 6 Brote, in je einem Stadium des Entstehens und Vergehens, auf ent- sprechende Stadien des Menschenlebens und das 7te auf eine Neubele- bung oder Auferstehung hinzudeuten. Nur das baslat des Otcn Brotes hindert anscheinend eine sich aufdrängende Annahme , dass die Reihen- folge der Brote der der Lebensstadien entspricht, aber nur, wenn wir es, ohne dafür eine Belegstelle zu haben, mit „ist gebacken" übersetzen. Nichts hindert aber, ihm hier seine sonstige Bed. „ist gekocht" zu ge- ben: Altes Brod wird aufgekocht. Das Gesagte bedürfte aber mehr als einer Modifikation, falls sich für Z 224 eine Lesung sab(p)ulat mit einer Bedeutung „ist trocken", statt der oben im Text vorgezogenen Lesung sapuiat = „ist angerührt", bewähren sollte. S. o. zu dieser Zeile. Wenn das, was wir o. zu p. 210 Z. 1 über Gilgamis und Odyssens gesagt haben, im Kern richtig ist, spiegelt sich die zaubernde Gattin \jT-napuftini8 vielleicht in der Odyssee als die Zauberin Kirke wieder. Z. 231. narätu = sig und sigsig öfters im Parallelismus mit räbu med. wau. S. Sm. 954 Obv. 44 und 4G; Reisner Hymnen p. 6, 17 und. 19; 7, 13 u. 15; cf. Haupt A. S.K.T. p. 127 Z. 50, wo einunddasselbe S. 246 & Z. 231— 245. 513 sumer. sig-sig mit irubüni, i^isüni und inarrudüni übersetzt wird. Also räbu ein Synonym von narätu. räbu nun aber = neusumer. dub und dub-dub, auch — pasä^yu und näfru = „zur Ruhe kommen" etc.; räbu auch im Parall. mit nafru (IV R 8, 2 f. u. 5 f.) ; und sig-sig oder sig, = narätu, auch = Ableitungen von «Mjarrwru und «uftamifiumu = „stille, starr werden", «t^ aber auch = pasäfyu ( Brunn ow List No. 5584: K 4225 Dupl. 10 f. ; o. p. 354 f.). Also narätu und räbu gewiss ähnlicher Bed. und bäiu oder frasü oder frisu oder fiisü in tftwwm, deren Synonym nach Haüft A. S. K. T. p. 127 Z. 50, gewiss zu hebr. TMOH = „schweigen", „untätig sein", somit als frasü (oder hisü) anzusetzen. Istar wühlt also die Meere auf, bringt aber die Berge zur Ruhe (II R 66 No. 1,5), macht den Himmel stille, bringt die Erde zur Ruhe (Sm. 954 Obv. 44 u. 46) usw. Nun aber wird narätu auch von den Füssen und Händen gebraucht (0. Smith Assurbanipal 125, 69; Craig Bei Texte I, 5 Z. 8), an letzte- rer Stelle im Parallelismus mit anäfru = „ermatten0 von den Lippen. Also narätu auch = „bewegungslos werden", „still stehen". Darum das Permansiv-Participium nurrufu von einer besonders schweren Lanze (L4 Col. I, 22 bei Lehmann Samaiiumukin II Tafel XXXV) = „bewegungs- los (gemacht)", „unbeweglich" und nurrufu in Verbindung mit ipis sar- rüti, iarräni und kibräti (V R 3, 58 u. 6, 72; G. Smith 1. c. 136, 71; Salmanassar Troninschr. III, 7) = „zur Untätigkeit zwingen" u. ä. Darum narittu-narltu = „Sumpf", „Morast" als der unbewegliche, steife, im Gegensatz zum fliessenden Wasser (s. o. zu Z. 170). Hiernach De- litzsch Handw. p. 481 f. zu ändern. Da narätu nach Reisneb Hymnen 6, 19 etc. intrans. und sonst nicht transit. Bed., an unsrer Stelle schwerlich mit Delitzsch 1. c. p. 48*2 annirif als Niphal zu lesen. Eine Bedeutung „Regungslosigkeit" würde hier für ni-bit wegen des folg. sittu sehr gut passen und nirif für nirti wäre nicht weiter bedenklich. Ein nirif, geschr. m-rt-t'T, findet sich wohl bei Johns Deeds II No. 784. Zu rifcü nur = „giessen" s. o. p. 365 f. Wer hat ergossen ? Götter der Unterwelt? ikimmu's? S. o. zu Z. 210. Z. 232. taddikanni (-Bildung von dakü-dikü. Zu dakü-dikü eig. nur = „8tossentt, „in Bewegung setzenu(l) s. die Stellen bei Delitzsch Handw. p. 216 f., o. p. 6 Z. 26, p. 62 Z. 9, p. 92 Z. 15. Z. 234 ff. S. o. Z. 220 ff. Z. 235. idakka = idä-ka. S. Z. 223. Also die Brode werden dem, zu dessen Häupten sie liegen (Z. 222), nur „kundgemacht", nicht etwa gezeigt. Wären sie wirklich sichtbar, so wäre der Ausdruck seltsam. Somit sind die 6 Brote wohl sowenig wie das siebente in dem einem Momente wirklich hergestellt, sondern nur im Geiste „gebildet" worden (o. p. 405 f. und zu Z. 178 o.). UT-napistim's Weib hat sie sich lediglich ausgedacht. Sie sind für sie da, wenn auch nur in der Idee, und für GilgamU sollen sie die Kraft von wirklichen Lebensbroten haben oder wenigstens soll er glauben, dass sie die haben. Z. 244. Zu akka'% und aikä(ni) s. Delitzsch Handw. p. 53 und 48. Z. 245. Ein hier schwerlich anzunehmendes ikk(kk)imu nach II R Jmimb, Mythen u. Epen. 33 514 B. 246 f. Z. 245—8, 248 f. Z. 252. 47, 12 mit Delitzsch Handw. p. 57 vielleicht = „parteiisch". Ein Sub- stantiv tfcfc($fc)trou nach V R 4, 88 wohl = „Groll" (s. zu p. 140 Z. 44), falls nicht, da das damit verbundene kasäru auch = „planen" (V R 3, 81 ; III R 38 No. 1 Rev. 1 ?), = „Rache" (cf. DpD) oder „Böses". Dies Wort liegt hier vielleicht vor. ikkimu in II R 16, 53 wegen des sumer. ihm entspr. mudan-kar gegen Delitzsch Handw. p. 57 wohl Verbum. Ein Verbum liegt an unsrer Stelle schwerlich vor. Falls ikimmu = „Toten- geist" assyr. Ursprungs sein und zu akämu gehören sollte (s. zu p. 256, 21), ikkimu vielleicht von derselben Wurzel und gleicher Bedeutung. Nach der Bern, zu Z. 210 hat Gilgamii ja vielleicht eben ein Totengeist angeblasen und, nach seiner Meinung wenigstens, durch Schlaf um seine Neubelebung gebracht. S. Z. 246 f. Z. 246. Zu mayalu s. o. zu p. 92 Z. 17. Zum Determinativ oder Regens „Haus" davor 8. z. B. Johns Deeds No. 340, 8 (es folgt hier ein „Waschhaus" oder eine „Waschstube", bit rimki) und o. p. 280 Z. 58. 8. 248 f. Z. 249. „freue sich deiner!" vielleicht im Sinne von „freue sich deiner Ankunft!" S. o. p. 82 Z. 41 etc. Zu nibiru s. o. zu p. 216 Z. 21. Oder lies tizir-ka = „verfluche dich!"? Z. 250. -Sa wohl für -iu wie z. B. u. Z. 298 (vgl. Delitzsch in Beitr. z. Assyr. II, 252). sa etc. gewiss von Einem, der mit dem Schilfe „hin und hergeht" und vergeblich zu landen versucht. Zu zummü 8. o. p. 80 Z. 7. Zum Permansiv mit optativer Bed. 8. o. zu p. 58 Z. 12 f. zummi könnte auch Imperativ sein. Dann lies und übersetze : . . . tattallaku . . . = „der du . . . hin und hergehst, lasse . . .*. Was soll der Fluch? Oder ist dies eine Drohung für den Fall, dass Ur-nimin das ihm im Folg. Geheissene nicht tut, also eine Drohung, dass er auf seinen Fahrten niemals aas Ufer oder speciell nicht wieder das Festland erreichen soll? Oder doch ein Fluch, dafür, dass er ihm Gilgamis, der ihm lästig ist, zugeführt hat? Vgl. Z. 277 ff. u. Z. 316 ff. Z. 251. D.h. „hierhin führtest"? Z. 252. Zu kasü = „packen" s. Delitzsch Handw. p. 842. Ein Verbum kasü mit d. Bed. „bedecken" nicht bezeugt (s. o. zu p. 48 Z. 22 und p. 104 Z. 17 u.). kusitu = ku-maS-lu (V R 14, 87 ; o. zu p. 80 Z. 10) scheint trotz «pi^OID ein Tuch , kusiu(ü) = agü (V R 28, 24 f.) mit Delitzsch Handw. p. 342 eine Kopfbinde, kusitnü oder kusiwü, nach o. zu p. 64 Z. 27 u. wohl oder doch vielleicht zu kusiu(ü) (Y 10D 0* nac^ V R 28, 9 zwar ein Kleid zu bezeichnen, ist aber ja vielleicht gegen o. p. 394 (zu p. 80 Z. 10) nur ein Derivat von husiu> falls überhaupt dazu gehörig. Somit können diese 3 Wörter kein kasü = „bedecken", neben einem, damit dann eigentlich identischen, kasü = „packen", „binden" erweisen, kussü = „Stuhl", „Tron" lässt allerdings, namentlich wegen V R 15, 12 (gu-za von irgend welchem Zeugstoff) an eine Etymologie „der Bedeckte" denken (also „der mit Zeug Ueberzogene", schwerlich „der 8. 248 f. Z. 252—8. 250 f. Z. 281. 515 mit einem Baldachin Versehene"), doch legt kuzau = kussü (II R, 23, 2) ein Wort für den behaupteten sumer. Ursprung des Wortes ein. Somit iktasü am Wahrscheinlichsten = „haben gepackt", „sich festgesetzt an". Ist die Uebersetzung richtig, dann ist malü, mit o. p. 401, wohl sicher = „Schmutz" ; widrigenfalls bleibt die Wahl zwischen „Schmutz" und „schmutzigem Kleid". Z. 253 u. 256. Zu maikü (masku? masku + uktattü tnaikuwufctaUü gespr.? vgl. zu Z. 310 f.) s. o. p. 401 u. zu p. 138 Z. 42 sowie p. 226 Z. 32. Z. 253. Zu dumku s. zu o. p. 164 Z. 6. Z. 254. namsü könnte an und für sich auch ein „Waschkessel" sein. Maklü VIII, 56 etc. Aber der wäre hier doch wohl überflüssig, da die Waschung ja am Meere geschieht. Ein nimsü genanntes Gerät des Wäschers (aslaku; o. zu Z. 102) in K 11890 (Meissner Suppl p. 16 h.). Z. 255. ülu = „glänzend" nach V R 24, 9 f. = fralpü und &«*(«,*)> gewiss für kutfu, Wörtern für „Kälte", also = „Eis" oder „Schnee"? Wenn tnati- (s. dazu Z. 252) Singular, möglich, zu übersetzen: „wasche er, dass es (er, sie) wie rein wird". Z. 257. Zur Var. ohne lü s. o. zu p. 58 Z. 12. Nach Z. 266 haben wir hier ein Verbum zapü} allenfalls auch (s. o. zu p. 80 Z. 7) ?apü. Das könnte, nach herkömmlicher Annahme, — b durch s zu j>\ cf. hebr. HBS — zu ?ubbü = „besehen" (Delitzsch Handw. p. 558) gehören. Dann : „als gut werde besehen". Passt das ? Delitzsch (1. c. 723) bezweifelt dies. Z. 258. „erneuert" wohl im Sinne von „durch eine neue ersetzt". „Binde" wohl = „Kopftuch". Von Wunden des ChilgatniS ist uns Nichts bekannt. Z. 259. Zu ?ubät bulti s. o. p. 397 f. Z. 262. Zu sipa nadü s. o. Z. 227. Z. 263 ff. S. Z. 254 ff. S. 250 f. Z. 275 und 280. „gezogen" wie Einer, der Schweres zieht? Weni- ger wahrscheinlich zu hebr. tftti „umherstreifen", da dies sonst im Assyr. nicht bezeugt, und gewiss auch nicht zu gleichfalls im Assyr. nicht bezeugtem WO = „rudern", da das Schiff anscheinend nicht gerudert, sondern vor- wärtsgestossen wird (p. 220 Z. 45 : Schiffsstangen von 60 Ellen I). De- litzsch bezeichnet eine von ihm vorgeschlagene Lesung ikadda bez. tdfcadda, statt isüfa bez. taSufa, mit einer vermuteten Bed. „ist bez. bist still geworden", mit Recht als ganz unsicher (Handw. p. 580). — Gehen diese Verse auf die Mühsale vor der Ankunft bei VT-napistim oder auf solche nach der Abfahrt von seinem Ufer? S. u. zu Z. 277 f. Z. 276 u. 281. Dass trotz des hebr. ■jFP »)£(!) so zu übersetzen, zeigt das Folgende ganz klar! Z. 277 f. Ur-nimin und Qilgamis können sich also nicht aus der Brandung herausarbeiten , oder werden , nach vielleicht langer nutzloser Fahrt, an das Gestade UT-napi&im's zurückgetrieben. Dies ist wenig- stens das Wahrscheinlichste. Man könnte auch vermuten, dass die Beiden 33* 516 S. 250 f. Z. 277—292. nach Z. 277 f. gleich nach der Abfahrt zurückfahren, wie sie das Weib des UT-napistim zu diesem sprechen hören, und somit zu übersetzen ist: Da erhob er etc. und brachte etc. Aber dieser Auffassung ist der son- stige Gebrauch von u #ü, wonach damit gleichzeitige Handlungen und Er- eignisse eingeführt zu werden pflegen, nicht günstig. S. V R 3, 96; o. p. 124 Z. 2; p. 126 Z. 29; p. 198 Z. 17; p. 212 Z. 17. S. o. zu Z. 275. Z. 285. Zu aHARfc'nnw, einer Dornart, s. auch o, zu p. 160 Z. 9. Sein Ideogramm das für „Rebstock" -f gib, auch = „Dorn" und „Schwert", „Degen" (II R 45, 59). Nach Craig Bei. Texte I, p. 26 Z. 1 Rev. kann die Pflanze — so nach Meissner — zerzupft werden. Zur Lesung und Etymologie des Namens zu beachten : Der Pflanzenname b(m)a(u)rt(t,d)innu auf einem Londoner Fragm. (Delitzsch Handw. p. 289); amurrikänu ss „Gelbsucht" = »ppTi (o. p. 380), doch gewiss ±= ÄDpintt (G- Hoff- mann Auszüge p. 27); mafsu = arsu, gewiss aus *tcar8u (o. p. 400 u.); *p©n*Vö = Ardf^samnu aus * Warf^uSamnu. Hiernach kann assyr.-babyl. w als erster Radikal vor r als zweitem erhalten bleiben (cf. naw(m)äru = *Y13) und zu am oder m werden und somit au\nt(t,d)innu neben damit vermutlich identischem HAR{(czeichnet, und an der in Rede stehenden Stelle rätu1* oder ein rätu für die Anunnaki, unter der Erde, und Ia(?), auch unter der Erde , mit Honig etc. , vielleicht lauter flüssigen Substanzen , gefüllt werden, so wird man nach bekannten Analogien vermuten dürfen, dass auch hier rätu eine künstliche Vertiefung in der Erde ist, wie der p(b)üru o. p. 162 Z. 46 (u. 48), in den das Opfermehl vielleicht für Samas, wenn nicht wenigstens a u c h für eine chthonische Gottheit, die Bti-kullaXiQyia- &ant(?) den Schlaf bringen soll (o. zu Z. 210), geschüttet wird. Darnach p(b)üru wohl =s rätu und somit rätu an unsrer Stelle sicher = p(b)üru in Z. 302, also sicher = „Graben" und „Grube", vielleicht nur eine mit Wasser darin, da es ja recht wohl denkbar ist, dass man die Gruben für die Unterirdischen bis zum Grundwasser grub. Ob es im Assyrischen noch ein anderes rätu gab, geht uns hier Nichts an, ist übrigens mit den Stellen bei Delitzsch Handw. p. 603 nicht zu entscheiden, räfu in K 55 Obv. 22 und K 8676 Rev. Z. 7 (Meissner Suppl p. 3 und 15 hinten) dürfte allerdings ein anderes Wort sein. Z. 315. Man erwartet attabahu. Lies daher ]?-taf}u? Sein Gerät im Boot, worunter das Wunderkraut verpackt war? Z. 316. Die Bed. von a-i-ta nach arab. x^| = „Zeichen" und dem Folg. geraten. Zu ittu = „Zeichen" s. o. zu p. 214 Z. 17. luftfiis schwerlich zu n-fis = „schluchzen" und Dgl. (o. zu p. 74 Z. 15). Aber in welcher Weise soll Gilgamis weichen? Zurückweichen vom Meere? Jedenfalls verläset er ja das Schiff. Also der Verlust des Wunderkrauts ein Zeichen dafür, dass er das Schiff und das Wasser ver- lassen soll ? Also kennt er dessen wahre Kraft trotz Z. 295 f. und 298 f. doch? Oder errät er die Bedeutung des vermeintlichen oder wirklichen Zeichens nur zufällig? Aber wodurch? Schliesst er aus dem Raube auf den Zorn der Götter und getraut er sich deshalb nicht wieder aufs Wasser zurück? Z. 317. Oder: Und so liess er denn das Schiff am Ufer zurück?? Z. 318 f. S. o. zu p. 162 Z. 44 f. und zu Z. 300 f. Z. 320. Zu Uruk supüri s. o. zu p. 116 Z. 9. 8. 254 f. Z. 323. Zu timinnu s. o. p. 116 Z. 11. Zu })ätu s. o. p. 30 Z. 141. Z. 324. Die 7 muntalku's erinnern an die 7 „Innenräume" von Erech. S. o. p. 422 und zu p. 116 Z. 9. Z. 325 f. Die Bedeutung „heiliger Bezirk" für pitru lediglich gera- ten. Besser scheint folgende Erklärung: Nach 82—8 — 16, 1 Rev.' 1 Kl- 520 6. »4 f. Z. 325—9. kal = pitittd)™, nach I! B 52, 73 aber = ntVIüiu, das = „Trümmer- haufen" (eig. das Eingestürzte). Vgl. Delitzsch Handw. p. 450. Also pitru dasselbe? Darnach sollen im Falle, dass die Mauer von Erech noch nicht fertig ist , ein 8ar von der bewohnten Stadt , ein Sar von den Gärten, einer von dem verfallenen Teil des i&ar-Tempels, also 3 Saren und dazu die Ruinen von Erech als Unterbau für die Stadtmauer hinge- schüttet werden? Z. 2. Dass es ein assyr. Wort kippatu giebt, das syr. KDBD entspricht, scheint fraglos. Nach V R 86, 31 ist u = 6uru, auch für eine Höhlung und Vertiefung, = kippatu, und V R 26, 5 f. wird eine kippatu des alü, = it-lal, und des balangu erwähnt, und lal ist auch = „wägen", balangu aber nach o. zu p. 158 Z. 36 = „Pauke". Im Syrischen aber bedeutet tfHBD auch eine Schale , z. B. auch eine Wag- schale. Somit kippat balangi wohl ein „Schallbecken" irgend welcher Art. Dieses kippatu mag auch bei Craio Bei. Texte II, 13, 7 vorliegen: die kippat kigalli, die der chthonische Gott Inmisara „hält", vielleicht die Höhlung des Baugrundes. Doch s. u. Auch Himmel und Erde haben kippäti oder einen kippatu. S. Delitzsch Handw. p. 340, ferner Z. f. Assyr. IV, 25, Z. 6: kippa(ä)t mätäti, Craig Bei Texts I, 60 Z. 16: *tp- pa(ä)t irsiti (und Z. f. Assyr. IV, 32, Z. 14 : (sag-gul =) kippa{ä)t(?) Samt ?). Bei Craig 1. c. I, 22 Z. 3 (Beitr. z. Assyr. II, 628) liest man kippa(a)t irbittim. Darnach scheint Delitzsch^ und die ältere Uebersetzung von kip-pa-at mit „Enden" und Zusammenstellung mit tVWSD fraglos. Doch scheint Haupt's Deutung von kippatu als „Wölbung", nach dem aram. RPB3 (Schrader K. A. T.1 p. 69), um so weniger zu beanstanden zu sein, als dasselbe aram. Wort nach dem o. Angeführten ja mit verwandten Bedd. im Assyr. vorliegt, kippatu also sowohl etwas Concaves als auch etwas Convexes zu bezeichnen. Und kippa(ä)t irbittim spricht durchaus nicht dagegen, da dies nach dem o. zu p. 24 Z. 46 u. p. 48 Z. 40 Bern, ja eher „kippat von 4a als „4 kippa(ä)tu und vermutlich „kippat der Welt", = Erde, heisst. Vgl. o. kippat mätäti und kippat irsitim. Darnach auch die Erde gewölbt gedacht (vgl. m. Kosmologie p. 247 und Tafel III) und somit kippat kigalli an der o. cit. Stelle vielleicht = „Wölbung der Unterwelt"? [Zu arba'u = „Welt" s. auch noch, falls richtig gelesen und transscribiert , Col. I Z. 20 der babyl. Inschr. Samsuilüna's bei Winckler Untersuchungen p. 141 und in K. B. III I p. 130, wo ar(?yba einem kalama-ni = „sein Land" der sumer. Uebersetzung (Z. f. Assyr. III S. 154) entspricht.] Z. 4. Vielleicht -i pi-Jji abzutrennen und pi-fti zu pifyu o. in Z. 95 p. 236. Z. 7. Lies für „Getreide" besser „Korn". Z. 8. Zu märi ummäni s. o. zu p. 234 Z. 86. Z. 9. Eine Schreibung u-rik-m! für urkiti, also mit Mi als Plural- zeichen, in diesem Text vielleicht befremdlich. Wird doch in der vor- herg. Zeile als solches Mfs gebraucht. L. daher 4ir}citu-mi, sodass mi die 8. 2*4 f. Z. 9-8. 256 f. Z. 1. 521 Enclitica ma-mi-m+mu (o. p. 216 Z. 23) wäre? Zur wohl richtigen Erg. zu 1r[fru] s. o. zu p. 234 Z. 86. irfru Stande für arfyu. Zu arä^u = „fressen" s. Delitzsch Handw. p. 132 und e. p. 276 Z. 37 u. p. 280 Z. 50. Z. 10. „das Tor bewachen" hier doch wohl Soviel wie „sich inner- halb des Tores halten". Vgl. unser „das Bett, Zimmer, Haus hüten" und sigäru aunsuru V R 8, 29 u. 9, 1 1 1 . Z. 11. Zu (d)Atra-J}asis s. o.'p. 242 Z. 196. 8. 256 f. Z. 14 ff. o. Vgl. o. p. 232 Z. 60. Z. 1. UT-ma + p(b)ukku an unsrer Stelle, aber auf p. 260 Z. 29 und 0 ut + p{b)ukkut erlauben an und für sich wohl, auf ein Wort tarn- bukku-tammabukku zu schliessen. Da aber hiermit mikkü im Parallelis- mus steht (1- c. Z. 30. und 7) und nach V R 26, 10 f. und II R 44, 29 f. mikkü ein Synonym von p(b)ukku oder p(b)uklu ist (s. Haupt in Beitr. z. Ansyr. I, 74 + 99), nach II R 22, 9 f. aber von pakätum (oder päkatum), so erhellt, dass 1) nicht p(b)uklu, sondern pukku zu lesen ist, und 2) UT-ma oder ut davor ein Wort für sich ist, also die sonderbare Variante tamma- bukku für tambukku nicht geschluckt zu werden braucht. pa(ä)1ca(a)tu nach II R 22, 19 ein Netz oder ein ähnliches Gerät zum Fangen, mikkü, und pukku, nach V R 26, 10 f. + 13 vielleicht ein „bindendes Gerät" (s. II R 48, 28 ff.) und nach V R 26, 10 ff. wohl ein Synonym von a-TAK-fum, viel- leicht = a^azium und dann zu dfyäzu = „packen". Also ein mikkü (mit Delitzsch Handw. p. 461) und ein pukku — „ Fangnetz u oder „Fang- garn", also auch die synonymen Wörter pukku und mikkü auf unsrer Tafel. Für deren Identität lässt sich zum Ueberfluss noch anführen, dass mikkü — pa(ä)kä(a)tu nach II R 22, 18 f. und 9 f. (s. Delitzsch Handw. p. 461) „niederwerfend" ist, pukku und mikkü auf unsrer Tafel aber zur Erde schlagen. S. p. 260 Z. 29 f. Das relativische „da ich" ist nicht unbedenklich. Denn bei dieser Bedeut. erwartet man die Relativform des Verbums und wäre somit nur Iü-i-p(b)[u möglich Aber was wäre das? An RIM = ipü (s. Brünnow List No. 10178) scheint trotz giS-rim = pukku schwerlich gedacht werden zu dürfen. Denn i-pu-u = rim scheint nach der eben citierten Stelle „backen" zu bedeuten, da es darnach wohl von Sa, auch = „Brod", ge- braucht wird. Aber nach der dort vorhergehenden Zeile giebt es wohl noch ein 2tes ipü = rim und nach den folgenden Zeilen ist dies Ideogramm mit gleicher sumer. Lesung, also nach V R 26, 13 der Lesung hur, = kurru und küru, nach V R 26, 10 ff. wohl einem Synonym von pukku und mikkü. Ist hier also doch i-jw, aber mit u dahinter zu lesen, also doch eine Relativform, und bezeichnet dieses ipü etwa die Handlung, wodurch der pukku zustande kommt, oder das durch den Gebrauch des pukku er- zielte Resultat? Also: „Am Tage, da er oder sie einen pukku . . . te oder . . . ten" oder „da ein pukku niederwarf oder Dgl." (s. p. 260 Z. 29)? Oder lies: i-p[u-ni] = „mich niederwarf" oder i-p[u-sü] = „ihn nieder- warf"? Wenn nun ipü = „backen" = kur\ pat, auch = kur, = kurum- matu = „Brot" (o. zu p. 74 Z. 6 o.) ; karümu ein Synonym von safräpu 522 S. 256 f. Z. 1— 11 ff. s »(platt) niederwerfen" ist and gab = du sowohl ipü = „backen** vom Brod (II R 48, 48; 83—1—18, 1330 Col. III, 4), als auch labönu = „platt niederwerfen (und formen)", speciell von Ziegelsteinen, bedeutet so dürfte ipü = fcwr, auch = küru, einem Synonym von pukku und von mikkü, der auch musahfyiptu — „niederwerfend" (s. o. zu pukku) ist, wirklich auch „platt niederwerfen" heissen, somit an unsrer Stelle ein i-pu-ni oder -su jedenfalls angebracht sein. Dann wäre die Bed. „backen" für ipü sekundär und hebr. - aramäisches nDK, das „backen" schlechthin heisst, könnte Lehnwort aus dem Assyrischen sein. Darauf drängt ja die assyrische Form hin. Denn das i in ipü weist auf ein ur- sprüngliches h oder p im Anlaut hin, während ein t vor p für ursprüng- liches ya ohne Analogie wäre. Öder lü-i-p[u-su] = „ich (er, sie) machten)* zu 1. ? In jedem Falle bleibt aber lü in einem Relativsatze seltsam. Für „ich" „er" oder „sie" zu lesen, falls diese Zeile nicht eine Fort- setzung der Rede Gilgamis's am Schluss von Tafel XI enthält. Z. 1 bezieht sich, wie immer auch am Schluss zu ergänzen ist, ge- wiss auf das p. 260 Z. 29 f. erwähnte Ereignis , das sich am Todestage ifu's(l), durch die nach Haupt A. S. K. T. 93 (II R 18) Z. 21 ff. und IV R« 16, 67 und Addit. dazu auf p. 3 hinten (an der einen und an der andern Seite des Hauses, im mubfru = „Dach", im oder am musirtuQ), im oder am birru — Fenster (? s. Meissner-Rost Bauinschr. Sanheribs p. 26), am Grabe, im oder am Luftloch) böse Geister hineinkommen, sehen usw. können, 8. 262 f. Z. 23—4. 529 „Löcher". Wenn dann bei Sargon bU bil(l)äni als Bezeichnung des btt appäti in der Sprache des Ifotft-Landes genannt wird, Tftn aber im Hebraeischen die Lichtöffnung in der Mauer bezeichnet, so dürfte das viel erörterte appäti einfach wie aptäti ein Plural von dem eben be- sprochenen aptu sein, wie asitäti neben asiäti von asxtu, bit appäU also „Fenster-, Lichtöffnungen - Haus u bedeuten. Somit giebt es gegen De- litzsch Handw. p. 111 kein aptu mit der Bed. „Wohnung" (s. auch o. zu p. 34 Z. 4), sondern nur eines = „Loch" u. ä. Damit ist aber auch die Bedeutung von takkab(p)u = ab-lal = aptu bestimmt Also auch = „Loch". Und nun darf daran erinnert werden, dass nach der o. gen. Stelle Y R 47, 46 der Totengeist (genannt 8u4umy wohl mit Delitzsch = der „Heraufgeholte") aus seinem aptu hervorkommt, nach unsrer Stelle aber der Totengeist Bil-kuUati(?yia-bam(?yB aus dem takkab(p)u der Erde. Ein Zusammenhang mit 2pa möglich, da ha für ha stehen kann (s. z. B. o. zu karü in p. 222 Z. 11). u = buru = paläiu in naplaMu = takkab{p)u ist ja nach V R 36, 37 auch = nakäb(p)u. Andererseits aber ein nakäpu mit p (Reisner Hymnen p. 55, 15) nach K 2034 (Meissner Suppl. p. 4 h.) = ru-tik , das auch = nakäru von einem Steine (Y R 19, 13). Indes b! = nakbu auch = nakäru (II R 26 No. 1 Add.). Also „Loch". Das Loch oder „ein Loch"? Nach dem aptu des sulü (V R 47, 46) eher Ersteres. Aber das Loch des Totengeistes doch wohl beim Grabe. Indes bei dem scheint sich — ist er doch bei dem Meeresgott Ia(?) — Gilgamis an unsrer Stelle ja nicht zu befinden und ihm gleichwohl sofort nach seiner an diesen gerichteten Klage der Freund zu erscheinen. Also doch ein Loch, irgendwo, oder ist dies Loch der Eingang zur Unterwelt, jenseits des Oceans, ihm nahe und daher nahe dem Bereiche Ja(?)'s, in dem sich Gilgamis laut unsrer Stelle be- findet ? ? Hat er sich nach dem Vorhergehenden, trotz tntu auf p. 260 Z. 28, das ja auch „Behausung" im weitesten Sinne bedeutet, auch nicht der Reihe nach zu den Tempeln der Gottheiten Ninsun, Bei, Sin und IaC?) sondern zu ihren Bereichen begeben ? Zuerst nach dem Osten, wo die Ninsun erscheint (o. zu p. 54 Z. 2 u. p. 176 Z. 192), dann, zu- rückwandernd, zum in der Erde hausenden Bei, dann, weiter nach Westen ziehend, zum Mondgotte Sin, der im Westen wiedererscheint, und zuletzt zu io(?), dem Gotte des Oceans am Rande der Erde?? Dann wären die Schauplätze der ve%vla in der Odyssee und der im Gilgamiä ~ EpoB die gleichen oder doch im Wesentlichen gleich (s. o. zu p. 210 Z. 1 u. 10). Kühn, aber möglich. Z. 24 u. 28. Zu utukku, dem Synonym von ikimmu, 8. o. zu p. 256 Z. 21. Z. 25, 2 u. 4. Gesichert ist für urtu nur eine Bedeutung „Gebot". Also entspricht es hier wohl parsu o. p. 82 Z. 38 und Z. 44, 47 etc. Gemeint ist natürlich „das, was in der Erde Gesetz ist", „was dort vor- geschrieben ist", also im Grunde genommen vielleicht Soviel wie die dort herrschenden Sitten (Delitzsch Handw. p. 51). GilgamU befasst darunter Mythen n. Epem. 34 530 8. 262 t. Z. 25-8. 264 f. Z. 3 o. natürlich vor Allem die Bestimmungen, die in der Erde über Tod and Leben gelten. Z. 28. „wie ein Wind", weil der utukku ein Wind ist. S. o. zu p. 256 Z. 21, auch zu p. 172 Z. 94, p. 164 Z. 49 ff. und p. 244 Z. 210. Z. 2. Fraglich, ob sich ia auf irsitu „Erde" oder auf urtu bezieht Letzteres wohl nur möglich, wenn urtu hier ein geschriebenes Gesetz (s. zu istaknu o. p. 228 Z. 38) ist oder Soviel wie „Sitte", „das, was üblich ist" bedeutet. Z. 3 unmöglich dem Sinne nach negierend. Z. 4 f.l Z. 7 u. 9. Was hat Gilgamis zu seiner Freude berührt? Wann? und wozu? Nach Z. 10 die Erde? Beziehen sichZ. 7 u. 9 auf das einst- mals fröhliche Erdenleben (HlgamuPs? 8. 264 f. Z. 11 f. napalsubtu nach II R 23, 8 ein niedriger Stuhl, auf dem man also hockt. Somit napalsufyu „hocken", „sich nieder- kauern". Daher einerseits = KU, auch = „sitzen" (Sc 270), anderer- seits = ki-lal = „Erde -f niedrig sein(?)a (V R 16, 44). An letzterer Stelle — wo es hinter tnttu = „Totenreich" und künru = „Grab" ge- nannt wird — ist es aber nach unserer Stelle vielleicht das Totenreich oder das Grab, als der Ort, wo man hockt, also „Ort des lal". Vielleicht die „Hockergräber" zu vgl. Z. 1 o. Zu Surinnu = ,,Pfeiler"(?) s. Delitzsch Handw. p. 691. Zu dieser Deutung veranlasst der Umstand, dass er aufgerichtet oder aufgepflanzt wird (K 891 Obv. 5). Vielleicht zu sirü =• u5, auch = imldu, auch = „aufstellen", wozu TMP etc. „Säule'*. Cf. «tri«, ein Syno- nym von zilppu (VR 26, 25 u. 27), von zajcäpu „aufrichten" — also öf- kak (auch = ru) = Hrü (V R 26, 25) Pseudoideogramm ? — und «V- rinnu, nach II R 32, 77 (Delitzsch Handw. p. 691) auch vom Getreide? Dieses surinnu könnte hier vorliegen. Z. 3 o. etc. Das Sübject von ta(ä)mur nach o. Col. IV Z. 2 gewiss B\ l- kullatHyyia-banitf) , also das von atatnar Gilgamis. Eine umgekehrte Annahme bereitet jedenfalls Schwierigkeiten, atatnar kann: „sehe ich*, „sah ich" und „werde ich sehen" heissen. Letztere Bed. vorausgesetzt, könnte der Inhalt von Col. V Schluss und Col. VI nur eine Wiederholung von Etwas sein, das dem Gilgamis eben vorher von seinem Freunde mit- geteilt worden wäre. Aber wozu diese, wenn nicht in Form einer Klage ? Eine solche haben wir hier aber nicht. Denn in Z. 1 ff. handelt es sich jedenfalls nicht um Beklagenswertes. Sonach scheint der Passus sich auf Neues zu beziehen, das Gilgamis' wirklich jetzt sieht oder eben sah. In letzterem Falle wäre er in der Unterwelt gewesen, in ersterem be- fände er sich jetzt darin. Da der Inhalt des Gesehenen, nach den Pcrmansiv- und Pracsensformen zu schliessen, eher als gegenwärtig denn als vergangen anzusehen ist, dürfte der praesentischen Fassung von ata- tnar der Vorzug zu geben sein. Also dürfte sich Gilgamis am Schluss des Epos in der Unterwelt befinden: Die Sonne ist gestorben. Von Gil- gamis Ja Freunde aber heisst es zu gleicher Zeit: tamur „da hast ge- 8. 264 f. Z. 3 o.— 8. 266 f. Z. 3. 531 sehen". Also sieht er jetzt nicht, verweilt also nicht bei dem so Sprechen- den in der Unterwelt, ist somit aller Wahrscheinlichkeit nach aufer- standen: Das tierische und wohl auch das Pflanzenleben ist wieder er- wacht. S. o. p. 422 f. Z. 2 Mitte. Zu lutnan s. o. zu p. 262 Z. 23 u. 27. Z. 1 Mitte. Lies, falls an-bar richtig, mu-ti pareiUi = „Eisen- tod« =» „Tod durch Eisen«?? Z. 1 u. S. zu maya(ä)lu o. p. 92 Z. 17. Z. 2 u. Nach p. 290 Z. 6 trinken in der Erde gezeugte ifa'mmti's trübes Wasser und kein reines. Z. 8 f. Zu ikiJcfg)immu s. o. zu p. 256 Z. 21. Z. 11 u. sukulu = „Jemanden oder Etwas essen lassen", sükulat d\t)i^ari also wohl Etwas im Topfe, das (schon einmal) zum Essen vor- gesetzt worden, aber nicht oder doch nicht ganz aufgegessen worden ist. d(Ö*fcaru, nach V R 61 Col. V, 16 — (karpatu) kam (= ä\t)Ucaru oder ummaru) ml iiri = „Fleischbrühe« — = »Topf«, wie auch Delitzsch Handw. p. 228 annimmt. Vermutlich, wie auch Zimmern annimmt, = syr. jmp, also vielleicht speciell = „Kochtopf". Ob die Erg. zu [di-]ka-ru = maltü rabü auf K 4411 (II R 44 No. 8) zutreffend ist, wonach dikaru vielleicht wenigstens auch „ein grosses Trinkgerät" wäre, dürfte gegen De- litzsch Handw. p. 228 wohl nicht sicher sein. Zu kusiptu s. o. zu p. 162 Z. 44. 8. 266 f. Z. 1. Zu daya(a)n Änunnaki s. o. zu p. 228 Z. 36 f. und unten Z. 3 ff., auch unten zu p. 290 Z. 5. Z. 2. mustälu hier vom Richter Gilgamis, wie in Z, f. Assyr. IV p. 27 Z. 29 und vermutlich oder wohl sicher auch IV R* 60, 31 vom Richter Samas. id'älu im Kai sonst „fragen" und in unserm Text unten in Z. 7 eine Tätigkeit des richtenden Gilgamis, also sicher = „ausfra- gen". Auch situlu einfach = „fragen" : K 507, 9 (s. Delitzsch Handw m p. 633), El-Amarna Berlin No. 24 Obv 9 und 46 (K. B. V p. 50 u. 54) und wohl auch V R 9, 69. Daher vermutlich auch situlu vom Richter = „ausfragen" und ein als mustälu gepriesener Richter einer, der nur nach vorherigem Ausfragen sein darum gerechtes Urteil fällt. Anderer- seits muStälu = Sa-kuia (Inneres(Herz)-ruhig) , auch = muntalku , ge- wiss eigentlich =» „sich fragend", d. h. „mit sich zu Rate gehend", „über- legend", „vorsichtig", „klug" (Jensen in Z. f. Keilschr. I p. 307), aber ge- wiss nicht = „Entscheider41 (Delitzsch Handw. p. 683). Möglich, dass muitäiu nur jene Bed. hat. Zu rdbbu 8. o. p. 815 f. Z. 3. Zu bätu s. o. zu p. 30 Z. 141. Zu kibratu, dem Synonym von tup(b)uktu, s. o. zu p. 28 Z. 113, p. 48 Z. 40, p. 254 Z. 2. Was für „Weltteile" sind gemeint? Solche auf oder solche unter der Erde oder Beides? S. irsitim und sapläti im sofort Folg. und Z. 5. iatammu nach Rm. 838 (Meissner Suppl. p. 21), wie auch iahnu = 34* 532 8. 2«6 f. Z. 3—16. „Statthalter", = sumer. Sa (= minari), nach 82—9—18, 4169, 47 (ib. p. 30) aber = ut, das nach diesem Text auch = kipu = „Statthalter" u. Dgl., ferner = Mnu und kayanu = „beständig". Also satammu gewiss ahn- licher Function wie die 2 o. gen. Beamten. irsitim = der ganzen Erde oder nur der oberen Erde oder nur der Unterwelt? Nach Sapläti im Folg. zu urteilen wohl der ganzen Erde oder nur der Unterwelt. Also ist Gilgamis auch Richter der ganzen Erde oder nur der Unterwelt. S. Z. 6 und p. 270 Nr. IIb. Z. 4. Eine Bed. „entscheiden" ist für barü gegen Delitzsch Handw. p. 182 durchaus unerweislich. An den von ihm dafür angeführten Stellen hat es seine sonstige Bed. „sehen", „besehen", „prüfen". Z. 5. „trittst auf die Erde" oder „stehst in oder auf der Erde" ? Nach Sm. 954, 4 (istarxtum ina irsiti ina uzuziki, sicher = f., wenn du auf die Erde trittst) Ersteres naheliegend. Indes wird Gilgamis ja schon im Vorhergeh. in seiner richterlichen Tätigkeit geschildert, die doch mit dem Betreten der Erde erst beginnen könnte. Also scheint „stehst in oder auf der Erde" vorzuziehen zu sein. Falls „auf der Erde", wo steht er dann, dass alle Lebenden ihn sehen können? Als Sonne am Hori- zont? Aber in diesem Hymnus ist Gilgamis nach Z. 2 u. 4 Mensch und wird in Z. 8 von SatnaS unterschieden. Somit scheint „stehst in der Erde" besser zu sein. Z. 6. Zu inü s. o. zu p. 6 Z. 34. Z. 7. Zu sa'älu s. o. Z. 2. tab&fi für tafyU (s. o. Z. 3) wie tadäni für tadän. S. z. B. o. zu p. 64 Z. 21 u. Das überhängende t also nach vorhergehendem a beliebt. Zu barü 8. o. Z. 4. sutwuru eig. „zurechtbringen", ohne Object, wie hier, auch Z. f. Assyr. IV, 27 Z. 26 vom gerechten, unbestechlichen Richter, gewiss für dinu sutisuru (Beitr. z. Assyr. II p. 203 Z. 10) = „eine Rechtssache in richtiger Weise erledigen", indem man dem Recht zum Siege verhilft und das Unrecht nicht aufkommen lässt. Daher dinu zukkü (= „für gerecht erklären"; = syr. v^T; gegen Delitzsch Handle, p. 260 u. links) in Verb, mit sutisuru V R 24, 45 f. Z. 8. Samas als Richter Himmels und der Erde. Zu sipfu = Et© 8. zu p. 72 Z. 18. Z. 9 u. 13. Zu kamäsu und l^amäsu s. o. p. 321 f. Z. 9. Auf der Erde oder in der Unterwelt? Z. 10. Ürtu eig. = „Befehl", dann der göttliche Befehl, das Omen, das man, und specicll der bärü, vor Allem aus der Beschaffenheit der Eingeweide entnimmt. Also hier wohl dasselbe gemeint: GUgamii als Allwissender entnimmt aus den Omina, was die Götter über den Menschen beschlossen haben, deutet sie, und urteilt darnach. Z. 12. „Schmutz" = „Krankheit", „Elend" u. ä. S. o. p. 374 f. Z. 16. kuisuduj zu kasädu, eig. doch wohl nur = „erreichen", vielleicht auch „zu erreichen suchen" (so wohl III R 37, 59 und V R 47, 8. 266 f. Z. 16—8. 268 f. Z. 28. 533 42) und „fangen" (so Sanherib Prisma VI, 19 und Bavian 42), schwer- lich direkt = „(ver)folgenu, wie Delitzsch Handtc. p. 358 f. will , und darum auch nicht etwa hier. In El - Amanta London No. 2 Z. 35 (K. B. V p. 16) 8 eh eint es „zurückkehren, abziehn lassen" zu bedeuten, be- deutet dann aber wohl eigentlich: „das Ziel erreichen lassen11. Z. 19. Zu Saräfru s. o. p. 38 Z. 16. Z. 20. Zu up(b)untu s. o. p. 162 Z. 48. 8. 268 f. Z. 28. (isu) ma-tu nach 81—1-18, 1330 Col. IV Z.25, wonach tu (= uru) — abübu und subtu (cf. ]ur, = gusüru, = iabätu ia abübi auf K 4359), anscheinend ein „Sturmflut - Schiff". Was wäre das? sabätu nach II R 27, 53 (und V R 16, 83?) aber auch vom Winde und nach der ersten Stelle = sumer. ri-a> auch = „wehen" (zäku). Darnach abübu = „Sturmflut" gewiss „das vom Winde in's Land hinein Gewehte" und iabätu = „vor sich her wehen, treiben", somit (isu) ma-tu wohl „das vom Winde getriebene Schiff, Segelschiff'. Dafür spricht auch Maklü III, 124, wonach ein Zauberschiffchen, genannt (isu) ma-tu, von selbst, d. h. ohne von Menschen bewegt zu werden, von einem Ufer zum anderen hinüberfahren zu können scheint. Da nach Maklü III Z. 128 Sin, der Mondgott, ein solches Zauberschiff anfertigen lässt, dürfte es von der Seite gesehen die Gestalt der Mondsichel haben, dürften also dessen Bordrand und dessen Boden geschweift sein, oder wenigstens sein können. Nach 81—1—18, 1330 Col. IV Z. 26 ist ma-BU oder ma-si-ru die assyr. Lesung von (isu) ma-tu. Nach derselben Stelle ist dessen sumer. Aus- sprache ma-gur. Darnach besteht, scheint's, kein Zusammenhang zwischen dem sumer. und dem assyr. Worte. Doch erinnert das tna in mo-BU an sumerisches ma = Schiff. Nach Zimmern Bitualtafeln p. 196 Anm. ß ist Sar = i(s)ar und s(s)ir ein Ideogramm auch für sabätu und dies be- deutet wohl „reinfegen". Sir oder sir bez. sir oder sir aber entspricht assyrischem tarädu = „vertreiben" (IV R 21, 28 f.). Also sabätu = „(weg) fegen" auch wohl = sir. Dies sabätu aber vielleicht dasselbe, das, vom Winde geltend, „vor sich her wehen, fegen" heisst. Also nicht ma- b(p)u, sondern ma-si-ru = (isu) ma-tu zu lesen, mit derselben Bed. : „vom Winde getriebenes Schiff", die auch dessen Ideogramm hat? Nach Maklü III, 124, 129, 133 f. und II R 60, 8 ist (isu) ma-tu, wie ilippu „Schiff", fem. generis. [Ich glaube jetzt bestimmt behaupten zu können, dass weder ma-bu noch ma-si-ru die richtige Lesung für (isu) ma-tu ist. Nach Scheil Textes elam.-sbnü. Tafel 17 Col. IV, 10 f. hat die Mond- sichel, wie die Gestalt eines uskaru , d. i. einer Sichel bez. irgend eines sichelförmigen Gegenstandes , und eines b(p)uginnu (s. dazu o. p. 420 f.), so auch die eines ma-g(k)ur-ru genannten Gegenstandes (gewiss so, nicht mit Scheil 1. c. p. 90 ma-zu-ru zu lesen), worin ich schon oben zu S. 202 Z. 16 ein Wort für ein Schiff vermutete, ma-kur-ru ist aber nach K 8239 bei Meissner Suppl. p. 14 h. (s. dazu eine Bern, zu No. II c auf p. 270) eine Bezeichnung für ein Schiff, deren sumer. Aequivalent dort nach einer Copie von Johns und der von Meissner recht wohl (isu) ma-tu gewe- sen sein kann. Wenn aber dies im Sumer. die Lesung ma-gur hat, so 534 S. 268 f. Z. 23—1 ff. o. dürfte für ma-li-ru auf 83, 1 — 18, 1S30 einfach morltur-ru zu lesen und so die o. vermisste Beziehung zwischen dem sumer. ma-gur und dem Dun entsprechenden assyr. ma-x herzustellen sein. Aus dem neuen Text bei Scheil ergiebt sich also, dass der (ist*) ma-tu wirklich, wie oben ver- mutet, von der Seite gesehen die Gestalt der Mondsichel hatte.] Ein Schiff des Gilgamis II R 46 Z. 2 erwähnt. Hieraus weniger als aus dieser unsrer Stelle in Verbindung mit Sanherib Kuyundjik II, 33 f., wonach Sanherib dem /o(?), dem Herrn des Meeres, ausser ande- ren Dingen (darunter einem goldenen Fisch , aus ia(?)'s Bereich) auch goldene Schiffe als Opfer in's Meer wirft, lässt sich schliessen, dass GH- gamii in der Funktion, auf Grund deren er in unserm Hymnus angerufen wird, also in seiner Tätigkeit als Richter, sich auch in oder auf dem Wasser aufhalten oder darüber hinfahren muss, also als Mensch (Z. 2 u. 4) eines Schiffs bedarf. Das hat er aber für eine Tätigkeit auf der Erde nicht nötig, jedenfalls wäre dafür ein anderes Beförderungsmittel notwendiger. Somit dürfte er auf einem Schiff entweder über den himmlischen Ocean fahren — aber der Sonnengott fährt auf einem Wagen durch den Himmel — oder den Ocean im Osten oder Westen der Welt durchqueren, um vom Totenreiche zum Bereiche des Lebens und des Lichts oder von diesem zu jenem zu gelangen. Zum Schiff des GilgamiS ist auch an die in K 164 Z. 44 (Rev. Z. 13), Beitr. s. Assyr. n, 636, mit der „grossen Göttin* und Gilgamis" zusammen erwähnten Schiffer zu erinnern. Z. 24. Ein matnmu(ü) aus Gold als Weihgeschenk vielleicht auch bei Craig Belig. Text* II, 13, 19 erwähnt. Meine unter Vorbehalt gege- bene Uebersetzung „Schwert" beruht auf schwachen, nicht erwähnens- werten Gründen. Zu Anm. 3. Dass die Beschwörung, die auf unsern an Gügamis, den Richter der Anunnaki, gerichteten Hymnus folgt, sich an die Anun- naki wendet, spricht ebenfalls dafür, dass GilgamiS als deren Richter, wie sie, in der Erde haust. Z. 1 ff. o. Gilt das Folgende nach Z. 1 und Z. 9 von Gilgamis? Darnach wäre Gilgamis in Borsippa neben Nabu als Schreiber verehrt worden? Vgl. o. p. 116 Z. 8, wonach er wenigstens die Geschichte seiner „Mühsal" niedergeschrieben hat oder niederschreiben liess. Zu einer ver- mutlich auch aus unserem Text — s. Z. 3 — zu entnehmenden Verbin- dung zwischen Bilit und Gilgamis vor Allem zu beachten K 164 Z. 43 f. und 46 f. (Beitr. z. Assyr. II, 636): je ein Opfertisch vor Beiden zuge- rüstet und ein Krug vor Beide hingestellt. Die Veranlassung zu dieser Verknüpfung liegt vielleicht in der Einheit ihres Wirkungsgebiets: Gii- gamiä ist der Oberrichter der Unterwelt (p. 422 o.) und BÜü die Herrin der Erde, auch dessen, was in der Erde ist (zu p. 228 Z. 37 und p. 292 Z. 16 etc.). Anderes , so den Namen Sa-us-ka(\) der Göttin Istar von Ninivch, vielleicht = „die von Erech" (Z. f. Assyr. VII p. 179 ff.), Ge- nesis X, 10 ff. und damit Zusammengehöriges wage ich hier noch nicht zu verwerten. S. 268 f. Z. 3 o.— 2 u. 535 Z. 3 o. I-ma§-ma5, Tempel der Bilü in Niniveh (II R 66, No. II, 1 und V R 10, 25 ff.). Z. 4. kartuppäti natürlich nicht zu kartabbu-kardubu = „Pferde- knecht" (El-Amarna: K. B. V S. 13*). Vielleicht kar dasselbe Wort, dass in ku-kar (s. Z. 9) steckt. Oder zu kar = kamt, das mit Meiss- ner und Rost Bauinschriften Sanheribs p. 28 auch = „Griff" ? Diese Bedeutung für kar wohl gesichert durch El-Amarna Berlin No. 25 Col. II, 56 in E. B. V p. 397 (ein Spiegel, dessen kar das Bild einer Frau von Elfenbein). S. auch Meissner Suppl. p. 51. Also Jcartuppu ein „Tafelgriff", ein Griff, womit man die ungebrannte Tafel aus Ton beim Schreiben oder sonst anfasst? kartuppäti in der Binde ihrer Taillen, d.h. solche, die in ihren Hüfttüchern getragen werden? S. Z. 5. Z. 5 f. Kann ukin „legte" heissen ? Ob es , wenn von Tontafeln und Tribut etc. gebraucht, nicht bez. „stellte auf" und „setzte fest", „be- stimmte" heisst oder „machte fest", „legte fest hin"?? Wenn es die erstgen. Bed. hat, dann hat es sie sicher auch hier. Z. 7. Der Vogt (s. o. zu kallü p. 228 Z. 35 und p. 258 Z. 25 u.) von Assyrien der König? Z. 8. Zu sigäru, vielleicht auch = „Gewölbe", s. o. zu p. 92 Z. 18, und zum Himmel als einem Gewölbe o. zu amu p. 408 Z. 17 und zu kippatu p. 254 Z. 2. uk(k£)nü ohne das Determinativ „Stein" davor auch = „lazurstein- farbig", „blau" (Delitzsch Handle, p. 58). So vielleicht auch hier? Also des blauen Gewölbes? Z. 9. Zu ku-kar = „Serie" oder „Geschichte" s. Bezold in d. Proc. of the Soc. of BM. Arch. 1888 p. 47. Nach K 8179 Col. I, 10, K 13132 Col. Vn, 1 und K 8957 Col. II, 5 (bei Johns Doomsday Book Tafel XII, XIV u. XV) sind KU-KAR-Schafe im Gegensatz zu nu-Si-lal- Scbafen, nach Johns nicht besichtigten Schafen, wohl für den Census besichtigte und registrierte, gebuchte Schafe. Also ku-kar, da es ja von Schriftwerken gilt, hiernach „Buchung", „Registrierung" oder „Buch", „Register", das „Gebuchte", „Registrierte". Nach III R 54, 40 und 43 f. sind gewisse astrologische Deutungen „des ku-kar", eine andere aber eines mit Namen genannten bestimmten Mannes. Also hiernach ku-kar gewiss etwas Concretes, in diesem Fall wohl ein allgemein bekannter und aner- kannter Codex. Sonach ku-kar wohl ein Schriftstück oder eine Sam- ■ lung von Schriftstücken, deren Inhalt ein für allemal festgelegt und mass- geblich ist, also ein Codex, bez. eine Tafelserie mit einem textus reeep- tus? Darnach KU-KAR-Schafe solche, die in der offiziellen Liste regi- striert sind? Die poetischen ku-kar genannten Erzeugnisse (s. Haupt Nimrodepos p. 90 Z. 18 f. und p. 92 Z. 23 f.; Rm 618 bei Bezold Ca- alogue p. 1627), wären deshalb wohl cum grano salis „kanonische Bücher". Zu diesen gehört, vielleicht nach unsrer Stelle, jedenfalls aber nach Haupt 11. cc. auch das Gilgamis- „Epos". Z. 2 u. aba im Assyr. = abu „Vater", sibit „Greis" und nasiku 536 8. 268 f. Z. 2 u.— S. 272 f. Z. 6. „Fürst", „Scheich* etc. In No. II c auf p. 270 erscheint ein Schiff Gü- gamiä's unmittelbar vor einem des abu. Also ist mit dem aba von Erech gewiss ein abu gemeint. Zu einem nada = abu der Stadt4* s. Obelisk ManiStusü's D 12, 4 bei Scheil Textes üam.-semüiques. Ferner zu be- rücksichtigen „ada (= abu) von Jamutbala und nada von Amurrü", die Titel Kudurmdbuk's. „Vater des Volks" vermutlich nach dessen Alter, also = „Aeltester". S. o. zu p. 136 Z. 1 o. 8. 270 f. Z. 6 f. o. Zu Gilgamis als Erbauer der Stadtmauer von Erech 8. o. p. 116 Z. 9. Z. 7 o. Die Schreibung (t/u) giS,- bil -[ga - mi5 auch auf K 8239 als Variante von (ilu) oil-TV-gamis auf K „4378". S. u. zu Z. 2. Z. 37 f. Zu Erde und Gilgamis s. o. p. 266 Z. 1 ff. Z. 38. „Herr eures Schwurs" = „Einer, der Euch Etwas geschwo- ren hat", in diesem Falle Böses? „eures" bezieht sich nach dem hier nicht mitgeteilten Folgenden auf Zauberer und Zauberinnen, von deren bösen Werken der Beschwörer, wohl durch Eingebung GügamiS's und der Erde, zu wissen erklärt. Wie hat er davon erfahren? Z. 2. S. o. zu p. 268 Z. 23. Wie Zimmern gesehen hat, ist K 8239 (bei Meissner Suppl. p. 14 h.) ein Duplikat zu K 4338 a + K 4358 a („K 4378") und mit Zimmern so- nach vor unsrer Zeile : (giS)ma ki-ang Kis(ki) = ilippu narämtu Kisi, )ur, mit der Grundbedeutung „Gesamtheit" giebt, das dann auch, so in den eben besprochenen Fällen wie in när(u) frub(p)ur (o. p. 307), die Bed. „Welt-Allu hätte, entweder nur im Sinne von „ganze Erde" (so in Sm. 2013, im Ausdruck ummu fyub(p)ur und in nur Ju6(p)«r), oder zugleich im Sinne von „ganze Welt mit Himmel und Erde" (so dann in ummu bub(p)ur und vielleicht in nur hub(p)ur). Dann wäre bubursina } 2 oder wohl sicher 3 mal grade von den Menschen (o. p. 58 Z. 8 ; p. 64 Z. 23 und an unsern Stellen und der Parallelstelle p. 284 Z. 41), = „ihre Gesamtheit". Dazu würde dann nicht oder doch schwerlich gubur = „Mesopotamien" (o. p. 308 f.) ge- hören können. Ich muss gestehen, dass mir diese Lösung sehr zusagt und ganz einwandfrei scheint. Mit meiner früheren Erklärung von ummu Hubur müsste natürlich auch meine Deutung von Opo?(a>)xa auf p. 308 aufgegeben werden. Ni-Si-f« nisltu zu lesen und wegen des hebr. nV3 mit „ Vergessenheit u zu übersetzen? Dasselbe Wort dann mit Delitzsch Handle, p. 486 V R 31, 30? Darnach die ganze Zeile = „ihrer aller [. .] soll nicht ver- gessen werden"? Z. 3. Diese Zeile doch wohl wie Z. 8 und p. 284 Z. 41 Worte BeFs und nicht Teil der Erzählung. Z. 9. surubbü in IV R» 15*, 38 und in unserm Text, auf p. 282 in Z. 12, 16, 28, mit t{d)i(i)'ü = „Sumpftieber" oder Dgl. (s. zu p. 282 Z. 12) verbunden und nach der ersten Stelle = Sag-gig d.i. „Krankheit des Innern", ist also eine Krankheit. Demgemäss und da die Derivata des Stammes s-r-b nach ihren Ideogrammen und dem Zusammenhang, in dem 542 S. 280 f. Z. 9—8. 282 f. Z 12. sie sich finden, auch den Begriff „Kälte" bezeichnen, wohl = „Schüttel- frost", „Fieberfrost11, „kaltes Fieber" und Dgl. Vgl. Delitzsch Handw. p. 689. Z. 10. Erg. zu surris nach Zimmern 1. c. Bed. von tisi (s. dazu p. 282 Z. 14) nach dem Zusammenhang er- raten. Eine Stütze dafür kann K 4195 sein, wonach (s. Dklitsch Handw. p. 565) si, ausser = karnu, öufrarruru und aramu, auch = situ, da sufrurruru nach o. p. 354 f. ja „stille werden" heisst. Ein assyrisches ftftt mit einer Bed. „verheeren" „vernichten" (Delitzsch Handw. \. c.) könnte, gegen Zimmern 1. c. p. 290, an unsrer Stelle schwerlich vorliegen, ist übrigens auch gegen Delitzsch 1. c. mit dem von ihm Vorgebrachten nicht nachweisbar: Wenn Assurnasiraplu und Salmanassar II. erzählen: „Wagen oder Reitpferde (des Feindes) apt"*, so liegt dafür eine Deutung „vernichtete ich" gewiss nicht am Nächsten ; statt eines Verbums $u'u haben wir in IV R 31 Rev. Z. 32 u. 36 (s. o. p. 88) gewiss ein Verbum su'tmu; si der Sonne = ut-tu d. i. „Sonnenuntergang11 (V R 30, 21) kann doch kaum „Vernichtung der Sonne" bedeuten ; nur ein {rittt, das De- litzsch zu dieser Radix feps stellt, mag zu einer solchen Radix mit einer Bedeutung „verheeren" gehören und „ Verheerung tt bedeuten. Aber auch das ist durchaus nicht sicher. 8Uu in Sm. 787 + Sm. 949 Obv. 12 (Craig Bei. Texte II, 3) bezieht sich aller Wahrscheinlichkeit nach auf ein körperliches Leiden, ebenso auch auf p. 152 in Z. 12 bei Zimmern iW- tualtafeln, und kann alles Erdenkliche zur Grundbedeutung haben, und das situ genannte Insekt ist jedenfalls nicht deshalb ein verheerendes, weil es auch urbatu heisst. Denn das Wort urbatu, womit Delitzsch urbatu = sUu identificiert, heisst gegen p. 126 seines Handw. jedenfalls sonst nicht „Verheerung", sondern ist 1) dasselbe urbatu, das Delitzsch auf p. 128 1. c. bucht (s. dazu o. p. 452), und bedeutet — was Delitzsch aber nicht wissen konnte — 2) nach Thompson Reports No. 205 und K 4166 dasselbe wie bikitu d. i. „Weinen". Mag sein, dass in afp von Pferden und Wagen und ?i von der untergehenden Sonne dasselbe Ver- bum steckt, wie in situ = si, das vielleicht = „Schweigen", und dass dieses Verbum dann allgemein „zur Ruhe, Untätigkeit bringen, zwingen" heisst. Das könnte sogar in situ, einer Bezeichnung für ein körperliches Leiden, stecken. [Für das o. bespr. situ *= si = liest Brünnow mit Strassmaier (Lisi No. 3404) situ, eine Lesung, die wegen si-bad = situ (s. dazu p. 349 Mitte) berechtigt zu sein scheint. Indes bietet auch meine Copie si-x-tu ohne Fragezeichen. Zu sUu von einem körperlichen Leiden s. mit Zimmern wohl auch si-ta-a-ti in Verb, mit sa-rab-a-ti mit dem Verbum itanakkaläni „fressen mich (auf)" oder „haben mich (auf-) gefressen" in K 1292. S. zu sarabäti o. zu p. 198 Z. II.] 8. 282 f. Z. 11. Erg. zu [ki-m]a nach Zimmern. Also die Krankheiten „wehen daher" wie ein mifrü. Vgl. o. p. 452 f. zu alü = mifyü. Z. 12. Zu t(d)i(i)ü = „Fieber" s. schon Delitzsch Handw. p. 297. Als S. 282 f. Z. 12— S. 28* f. Z. 6. 543 ein Name für eine offenbar höchst mörderische und in Babylonien gras- sierende Krankheit wohl = Malaria. Bartel's Ausführungen darüber in Z. /*. Assyr. VIII, 179 ff., wonach es die Rose, Erysipelas, bezeichnet, beruhen auf falschen Deutungen. Zu surub(b)ü s. o. p. 280 Z. 9. Zu a8ak(k)u s. o. p. 433 f. Z. 13—16. S. S. 280 ff. Z. 9 ff. Z. 17 f. S. p. 280 Z. 53 f. Z. 23 u. 25. uttazama wohl zu taz(z)imtu = „Wehklage", „Jam- mern". Das dürfte El-Amarna Berlin No. 24 Rev. 67 in K. B. V p. 62 {tazzimti in Verb, mit uttaza[m) sichern, uüazzam heisst in den El- Amarna -T*f ein Etwas wie „zürnen" (so Winckler in K. B. V) oder „klagen". Gegen letztere Bed. spricht kaum dessen Verbindung mit itti (Berlin 22 Rev. 21 in K. B. p. 44), dafür die Bed. von taz{z)imtu. Also nach unsrer Stelle und den JEtf--4marna-Tafeln wohl = „zu Klagen, Nörge- leien und Dgl. veranlasst werden". Z. 27. Zu tibnü- für tabnü- s. o. zu p. 162 Z. 48. Z. 28. S. o. zu Z. 12. Z. 30. Nach Zimmern. Z. 38. Mit iinäti = „sie" gewiss die Menschen gemeint. S. 284 f. Z. 40 f. S. p. 280 Z. 2 ff. Z. 43 u. 53. Zu misu = „wenig sein" s. Winckler in K. B. V S. 21*. misu = „klein an Zahl", von einem Heere, im Gegensatz zu mä'du = „gross an Zahl" bei Thompson Reports No. 272 Z. 12 Obv. Z. 45 ff. und Z. 55 ff. S. o. zu p. 278 Z. 30 ff. Z. 49 u. 51. Zu ia für aia s. o. zu p. 222 Z. 17. S. 286 f. Z. 2. Nach Zimmern. Z. 3. Hinter istu ist von mir irrtümlicher Weise -ma ausgelassen Worden. Z. 4 ff. Zur Bildung des Menschen aus Lehms tücken, auf die hier zum Mindesten hingedeutet wird, 8. den o. p. 275 gen. Text Obv. Z. 17, o. p. 120 Z. 34 und Hiob 33, 6. Z. 6. Oder, da libittu im Singular sonst jedenfalls meistens „Zie- gelsteine, Ziegelwerk" heisst, hier so zu übersetzen? Wozu diese oder der Ziegelstein? Um darauf zu gebären? Wenn dies, dann beachte Spiegelberg's Ausführungen zu Exodus 1, 16 in Z. f. Assyr. XIV p. 269 ff. Wenn aber die je 7 Lehmstücke hier nur als Symbole oder Vorbil- der figurieren sollten (s. u. zu Z. 9 f.), könnte oder könnten der Zie- gelstein oder die Ziegelsteine ein Symbol für die Mami-Bllit und deren Repraesentant sein. Vgl. dazu dann No. 27 bei Zimmern Ritttaltafeln und Sp. 131 Obv. Z. 15 ff. in Z. /. Assyr. VI p. 242 etc. S. zu Z. 13 u. [Zufällig stosse ich noch auf III R 68, Z. 15. Darnach ist „glänzender oder blauer, vielleicht blauglaziertcr, Ziegelstein" oder „die Göttin mit einem solchen Ziegelstein" ein Name der Mami-Bllit, der Ziegelstein in unserm Stück also wohl wirklich ihr Symbol oder ein Symbol ihrer * Function als Menschenbildnerin. Der Ziegelstein ev. ihr Symbol, weil 544 8. 28« U Z. 6—8. aus dem Stoff ihrer Erde, vielleicht als dem Stoff, ans dem sie Menschen bildet, gemacht ? Und ist er blau wegen der scheinbar blauen Farbe des reinen Wassers ihrer Erde, vielleicht, weil sie damit den Lehm anrührt, um daraus Menschen zu bilden? Z. 7. app(bb)unnatu nach 83—1—18, 1330 Col. II, 9 = durf das nach diesem Text auch = turru, riksu, napfuaru, kälüma, izimtum und kuUatum, also „Band" u. Aehnliches und „Gesamtheit11 bedeutet. Vgl. o. p. 312. Mit der ap(b)unnatu hier daher vielleicht eine „Leibbinde* der unten genannten Mami-Bilit gemeint. S. o. p. 364 f., und p. 391 f., wonach diese einen uppu, d. L eine „Leibbinde", um den Leib trägt, so- wie V R 15, 46, wonach die iristu, in Z. 16 u. Bezeichnung der Mami, einen k(k)annu, nach p. 364 f. eine Kleidschnur, um den Leib trägt. Lies daher im Anschluss an Zimmern für lu-H-Si Hp-H-ü? Und ist dann dies = „sie öffnete ihr", nämlich der unten genannten Göttin Manri- Bilit, die Binde oder die Schnur um den Leib? Aber wer wäre diese „sie" neben der Mami-Bilit ? Aruru, eine Doppelgängerin der Mami, die auch Menschen aus Lehm macht (o. p. 40 Z. 21 ; p. 120 Z. 33 ff.) ? Wäre diese mit -sa in Z. 13 gemeint? Oder bezöge sich -st auf ap- (b)unnaiu ? Z. 8. Statt „sie" auch „er" (dann damit nach Z. 1 vielleicht Ia(?) gemeint) möglich. Mit iristu hier und in Z. 16 wegen fräriMu in Z. 15 und fiäristu hinter tristu in V R 15 Z. 46 f. gewiss eben dieses Wort gemeint, iristu unten in Z. 16 und in gleichem oder doch ähnlichem Zusammenhang in Bu. 91—5—9, 269 Obv. 6 (s. dazu o. p. 275) eine Bezeichnung der Mami- Bilit. Die Bed. des Wortes läset sich mit einiger Sicherheit erschliessen. Ein Femin. eines mit irisu = „Bräutigam" (II R 36, 39 ; o. p. 108 Z. 51) verwandten Hrsu könnte „Braut" heissen. Das dürfte aber schwerlich die Bedeutung von unserm iristu sein. Denn die Menschenmutter konnte gewiss kaum als Braut gedacht werden. Oder zu /ruf = „Königin*1, aber auch „König" (o. p. 82 Anm. 1 und zu p. 74 Z. 2), wozu vielleicht auch ursänu = „Gewaltiger11 ? Oder , und das scheint mir bei Weitem das Beste zu sein, Femininum von irsu = „weise"? tritt hat ja als Ideo- gramm gal-an-zu (II R 39, 35; IV R* 15, 31 — s. Addit.), und Su-gal- an-zu, also „die mit weisen Händen", ist ja ein Name der Mamt-Btht (HR 55, 30), und wirklich kann, so scheint's, das sumerische Aequivalent von iristu in V R 15 Z. 46, nach d. o. Bern, wohl unseres' iristu, gal- an-zu gewesen sein. Vgl. dazu Pinches in Z. f. Kcilschr. II, 266. Nun heißßt aber Bilit-Mami Su-galanzu als „Tüpferin"; denn dies bedeutet nach II R 26, 12 f. (vgl. V R 32, 18 f.) pa^aru = „Töpfer**, und «war nach der törichten Erklärung des an pabaru, puföuru und napfraru den- kenden assyrischen Gelehrten : sa mu-di-i ha-la (so gewiss gegen II R'und Brünnow IAst. No. 7203 zu lesen, da nach m. Collation sehr wohl so gelesen werden kann), d. i. „von oder als von Einem, der Alles weiss" geltend, während doch die Bed. „ weise von Händen" d. i. „geschickt" ganiicht abzuweisen ist. Ganz ähnlich ist der Name Hur-gal-zu (II R 6. 2S6 f. Z. 8—10. 545 65, 36) für BilUrMami zu deuten: „weise im Bilden" d. h. nach Z. 11 u. 14 unten gewiss im Bilden, Entwerfen der Bilder der Menschen. Hier- nach scheint mir kaum ein Zweifel darüber bestehen zu können, dass BUü-Mami iri&tu heisst als die Weise und spec. als die weise, geschickte Bildnerin der Menschen. Und das wird nun noch dadurch bestätigt, dass sie in unserem Text und dem o. auf p. 275 gen. diese Bezeichnung ge- rade bei einem Geburts- und bei einem Schöpfungsakt führt, also wohl als eine im Bilden und Gebären oder, bez. und darum, im Entbinden erfahrene und geschickte Frau. Mit höchster Wahrscheinlichkeit ist nun iritti Plural von eben diesem Wort und sind sonach damit „weise Frauen" im Ge- folge der Bllit-Mami gemeint, die unter Leitung und nach Anweisung der Göttin Menschen bilden, wenn nicht gebären, falls nicht etwa mensch- liche Wehmütter oder Frauen schlechthin. Allein eine Bedeutung „Bräute" scheint hier — wenn wir uns gegen den durch Z. 16 erhobenen Ein- spruch abstumpfen — nicht ganz ausgeschlossen, würde aber durch das folgende mutiti, falls = „Gattinnen", eher zweifelhaft, als dass sie da- durch bestätigt würde. mutiti sieht wie ein Plural von mutu = „Ehemann" aus und scheint „Ehefrauen" zu bedeuten. Ein Femininum von mutu kommt aber sonst ebensowenig vor, wie eines von iriäu = „Bräutigam". Nun ist mudü bekanntlich ein Synonym von irsu. Ob es da zu kühn ist, in mutiti des- sen femininen Plural muditi — aus mudäti — zu sehn ? Neben den ver- schiedenen sprachlichen oder orthographischen Besonderheiten unseres Textes (ta(a)nis%ti für tinisiti o. p. 282, 23 u. 25; ia für aia o. p. 284 Z. 49 u. 51 ; Hnasana doch wohl = „sie" in Z. 12 f. u. ; weitgehende Vernach- lässigung der Konsonantenverdopplung, die auf ein hohes Alter der Vor- lage hinzuweisen scheint) könnte ein ti für di nicht besonders anfallen. Schreibt man doch noch im Neubabylonischen z. B. sa-tu-um für etymo- logisches iadüm und a-ti für adi. Z. 9 f. ubannä nach sasurru bäniat amilüti (o. p. 275), unten Z. 11 und p. 292 Z. 16 zu urteilen wohl Praedikat von äasuräti. Zu bunnü „schön machen", „schön bilden" 8. o. zu p. 178 Z. 200 und die Stellen bei Delitzsch Handw. p. 180 unter bunnü = „hell etc. machen". Die 7 Männlein und 7 Weiblein anscheinend aus den je 7 Lehm- stücken gebildet. Aber wozu dann die Mutterleiber oder Mütter mit Mutterleibern? Ob die 14 Lehmstücke vielleicht als Symbole oder Mo- delle dienen, die die Kraft haben, die sie anschauenden Frauen schwan- ger zu machen oder wenigstens deren Keim auszubilden? Damit wäre dann wohl fast notwendiger Weise vermacht, dass der zwischen den je 7 Lehmstücken liegende Ziegelstein die Bilit-Mami symbolisch darstellt. S. o. zu Z. 6. Doch werden zur Formung der je 7 Lehmstücke viel- leicht deshalb iamrräti herbeigerufen, weil dies (s. sofort) Frauen sind, die schon einmal geboren haben und darum sachverständig {irsiti-muätt) sind. Dann fällt die eben angedeutete Schwierigkeit weg. In der Tat macht nach p. 292 Z. 16 BMit sogar bereits Geborene als deren iasurru /«m, Mythen n. Ep«a. 35 546 S. 286 t Z. 9—16. schön. Doch könnte sie dort so als diejenige genannt sein, die sie auch geboren hat. Z. 9 a. 11. iasurru nach Delitzsch Handw. p. 677 vielleicht = „Mut- terleib", dann vielleicht auch == „Leibesfrucht". Nach IV R" 18* No. 6, 14 erweitert oder verbreitert die gebärende oder gebären sollende Eselin ihren iasurruf sonach dies = „Gebärmutter", „Mutterleib" oder „Mut- termund". Gleiche Möglichkeiten bestehen für IV R 6, 14. Wenn ab- nam, sonst = „Aehre", nach V R 29, 68 metaphorisch für iasurru steht, bezeichnet es natürlich Ersteres von Beidem: In der Aehre entwickelt sich das Korn, wie im Mutterleib das Kind. Diese Bed. erscheint bei unvoreingenommener Auffassung auch auf p. 292 in Z. 16 durchaus an- gemessen. Denn darnach wäre Bilü9 die Göttin der Empfängnis, der Entwicklung des Keims und der Geburt, die Menschenmutter, der „Mut- terleib", d. i. die Mutter, der dort genannten Krieger. In der Tat wird eben diese unten in Z. 11 iaswrru und nach o. p. 275 wohl sogar der iasurru, der die Menschen bildet oder gebildet hat, genannt Darnach iaswrru „Mutterleib" und darum auch „Mutter", aber sonst nirgends = foetus, also auch hier nicht. Sind nun die 2 x 7 Mütter oder Mut- terleiber die irsiti mutiti in Z. 8 ? Da BUit-Mami 1) iristu und 2) iasurru heisst (s. o.), lässt sich gegen eine solche Annahme Nichts einwenden. Z. 11. Der das „Schicksal bildende" iasurru ist nach dem o. zu Z. 9 und zu o. p. 228 Z. 37 Bern. BÜit-Mami. S. u. Z. 14. Zum „Bilden" des Schicksals siehe zu o. p. 92 Z. 3. Das „Schicksal" des Menschen umfasst nach unsrer Stelle wohl auch Vorausbestimmungen über seine Gestalt. S. u. Z. 14. Z. 12 f. si{?}naian(a) wohl Plural von iäia, iäü, für und neben Hast (?;o. p. 148 Z. 20), wie iunaiunu (K 525 Obv. Z. 20 bei S. A. Smith Asurbanvpal III S. 10 hinten; s. dazu auch Delitzsch in Beitr. z. As- syr. II p. 61) von iäiu, für und neben iuaiu. Worauf bezieht sich dann der weibliche Plural? Auf die Mütter bez. Mutterleiber, durch deren „Vollendung" sich auch der foetus gut entwickelt? Oder nimmt er niii in Z. 14 vorweg? Letzteres das Wahrscheinlichste. II, 1 von k-l-l sonst, so weit ich weiss, nicht sicher bezeugt. Z. 13. Vor welcher „sie"? Doch wohl vor Bitü-Mami. Was ist dann aber unter dem Subject iasurru zu verstehn , unter dem wir uns doch auch Bilü-Mami zu denken haben? Der Ziegelstein als Symbol des iasurru und damit der Bilü-Mami (o. zu Z. 6)? Aber das scheint doch etwas künstlich. Ob daher matyru hier mit Zimmkkn, der aber diese Stelle im Uebrigen anders und kaum richtig auffasst, = „Gegen- stück" und mit Delitzsch Handw. p. 403 dafür vielleicht mtftrtt zu lesen? Dann Messe ma{i)bruia (m!) „zu ihrem Gegenstück" und Mamu bildete hier die 14 Menschen nach ihrem Bilde! Genesis 1, 26 f.!t Z. 14 u. 16. Sumerisches Mami natürlich wie Mama und Ama (II R 55, 39 ff. ; s. zu Z. 15) Lallwort und = „Mutter", „Mama". Zu dessen Correlat pap = „Vater", „Papa" s. II R 32, 59" und 82—9—18, 4154 -f 4155 Col. I, 16 (Meissner Suppl. p. 28). ft. 886 t Z. 14-17. 547 Z. 14. usurtu hier wohl Synonym von ümtu in Z. 11. S. o. zu p. 92 Z. 8. Nach dem o. Bemerkten besagt Z. 14 also wohl mit anderen Worten dasselbe wie Z. 11 ff. Der Hergang bei dieser Menschenschöpfung dürfte sonach mit höchster Wahrscheinlichkeit folgender sein: Der Gott tatf), der Gott der Beschwörung, der zugleich Menschen zu schaffen im Stande ist (o. p. 86 Z. 11 f.; vgl. m. Kosmol p. 293 f.), sagt der Göttin Mami-Bilü eine Beschwörung vor, und sie spricht sie über einem Stück Lehm aus. Dann kneift sie 14 Stücke davon ab, legt 7 davon zur Rechten, 7 zur Linken und zwischen sie einen Ziegelstein hin, diesen als ihr Symbol oder als eines, das auf einen Geburtsakt hinweist, wegen Z. 15 nicht etwa nur als Scheidestein, löst sich ihre Binde und ruft 2x7 erfahrene Frauen, die bereits geboren haben, herbei. Diese bilden aus den 14 Lehmstücken oder in ihrem Leibe, mit den 14 Lehmstücken vor Augen, ebensoviele Menschen, 7 männliche aus oder nach den rechts, 7 weibliche aus oder nach den links liegenden, Mami-Bilit aber vollendet diese Men- schen „ihr zum Bilde". Z. 15. Hier beginnt, wie auch der Teilungsstrich zeigt, etwas Neues, nämlich eine Anweisung für Gebärende. Vgl. o. p. 275 f. Von welchem Zeitpunkt ab sind die 7 Tage zu rechnen ? Von dem mutmaasslichen 7ten Tage vor dem Eintritt der Geburt ab ? Zum Ziegelstein s. o. zu Z. 6. Z. 15 u. 18. Nach diesen Stellen scheint äliitu die schwangere Frau schon 7 Tage vor der Geburt bezeichnen zu können. Somit hier =» eine Frau, die gebären soll? Z. 15 u. 17. Die fyä(a)ristu hier doch gewiss dieselbe wie die älittu : bit älitti bäristi in Z. 15 = btt häriiti in Z. 17. Also kann meine Uebersetzung „Wehemutter" auf p. 287, bei der ich mich aber, glaube ich, nur im Ausdruck vergriffen habe, nicht richtig sein. Ich hatte, so- weit mir erinnerlich, dabei ein Synonym von „Gebärende" = älittu im Sinn. Zu dieser Bed. des Wortes s. auch V R 18, 27 f. (vgl. Pinches in Z. f. Keilschr. I, 348), wonach a-kur-dagal-i-na — dagal aber auch = „Mutter" und „Mutterleib" — = Jjirsu der Göttin Aru-Irua oder Ammä. Denn jene ist ja eine Parallelgestalt der Bllit, der Menschen- mutter, und Ammä nach II R 55, 39 ff. mit Mami-Bilit identisch, und ihr Name bedeute^ zudem, als das sumerische ama, „Mutter". Darnach gilt b&ristu von einer Schwangeren oder speciell einer, die gebären soll. Vgl. Zimmern 1. c. p. 292. Somit ist Dieser gewiss im Recht, wenn er in IV R* 58 [65] Z. 33 &ar-sa-Di8[ im Parallelismus mit ta-ra-a~[, das er zu ta-ro-a[-ft] = „Schwangere" vervollständigt, zu bar-8o>a-\ti\ ergänzt. ftwrrusu in Z. 19 kann nun aber nicht etwa „schwanger machen" heissen. Also muss J}ärx8tUj von einer Frau, die gebären soll, sie als eine be- zeichnen, die gebiert oder gebären soll, und Jyurrusu „gebären", „zur Welt bringen". Dieses bätrütu liegt wohl auch in IV R' 29* 4 C Rev. 2 vor, und nicht das auf p. 495 besprochene bariitu. S. die Bern, zu roui- 35* 648 8. 286 f. Z. 15—8. 390 f. Z. 6. iukat auf p. 246 in Z. 225 o. p. 512. Ob arabisches , 2j>i ein Mädchen bezeichnen soll, das zum ersten Mal schwanger ge- worden ißt , kann natürlich nicht beweisen , dass bäri&tu speciell eine „Erstgebärende11 bezeichnet. Z. 16. Diese Zeile nach dem o. zu Z. 6 Bemerkten Apposition zu Z. 15? Zu irütu s. o. zu Z. 8. Z. 17. Möglich, dass §(s)ap(b)8U zu sabäsu etc. = „zürnen*. Z. 18. akki = dk% und dies wie k% sowohl = „wie" als auch = „wann", „wenn"? Cf. akka'i~akkat/i(akka*i)? Z. 19. Zu burruiu 8. o. zu Z. 15. 8. 288 f. Z. 5 und Z. 18 u. Zu rigmu b. o. p. 280 Z. 2. S. 290 f. Z. 14. Zu atotött s. o. p. 882 f. and den Nachtrag dazu, p. 482 und zu p. 268 Z. 23. Z. 16 und Z. 19. Oder „gebäre" oder „zur Geburt bringe0. Z. 21. Zu tarkullu s. o. zu p. 236 Z. 102. Col. VIII Zu A(a)tram-fya8%8 s. o. p. 414 f. Z. 4. Zu utukku und ikimmu s. o. p. 256 Z. 21 u. p. 262 Z. 24 u. 28. Vermutlich hier pluralisch zu fassen und darunter das in Z. 6 ff. genannte Volk oder Heer, wohl von Totengeistern, zu verstehen. S. die ff. Zeilen und p. 292 Z. 5. Z. 5. Die Anunnaki machen nach V R 51, 39 |das belebende Was- ser der Beschwörung rein. Somit dürfte, was auch immer nun bedeutet, das Anfangs-a ihres sumerischen Namens, A-nuna-k(J)i, das Wort a = „Wasser" sein, wie man schon vermutet hat (Hommel Semitische Völker p. 369). Wenn nun das „reine" Wasser aus dem apsü im Himmel und unter der Erde kommt (vgl. den Nachtrag zu p. 2 Z. 3 f.), die Anunnaki aber unter der Erde hausen, dürften sie es sein, die das Wasser in der Erde reinigen, oder dieses reine Wasser des Lebens selbst. Daher (vgl. Alfr. Jeremias Hölle p. 22) dürfte das Wasser des Lebens, mit dem Istar in der Unterwelt besprengt wird (o. p. 88 Z. 31 ff), aus dem Pa- laste der Anunnaki stammen, aus dem diese vorher herausgeführt wer- den. Als die Götter des Lebenswassers sind sie wohl auch die Richter, die im Totenreiche über Tod und Leben bestimmen (o. p. 479 f.) und unter den Fackeln der Anunnaki (p. 286 Z. 104) , wohl dem Wetter- leuchten, dürfte man das Blinken ihrer reinen und glänzenden Wasser zu verstehen haben. Z. 6. Also ein unreines Volk, falls in Z. 7 von p. 292 ummänu iuatu, oder ein einzelner Unreiner, falls dort etwa säbu iuatu zu lesen. Im ersteren bei Weitem wahrscheinlichsten Falle zu beachten, dass die dann mit dem Volke identischen Krieger in Z. 11 auf p. 292 nach Z. 15 ibidem mit dem schmutzigen Wasser der Tiämat genährt worden sind. 8. 290 f. Z. 6— S. 292 f. Z. 10. 549 & d. Nachtrag zu p. 2 Z. 3 f. Möglich , dass hier in Z. 6 statt iiattü üta = „getrunken haben" zu lesen and dass dies sich auf dasselbe be- sieht wie Z. 15 auf p. 292. Vgl Z. 11 f. und Z. 15 f. auf p. 292. Zu mi daJfyüti iiattü 8. o. zu p. 170 Z. 56. Das trübe Wasser hier im Gegensatz zu dem reinen Wasser der in Z. 5 genannten Anwmaki? S. 292 f. Z. 7. Statt ummänu an und für sich auch säbu möglich« Meine Lesung beruht auf Folgendem: Unter dem oder denen, welcher oder welche „seinen Hirten" d. i. König erschlagen haben, ist natürlich ein Volk zu verstehn. Das verbietet sich nicht etwa durch p. 298 f. Z. 1 ff. (wo vielleicht es für er zu lesen) und scheint durch p. 296 f. Z. 6 o. (-iunu = sie) bestätigt zu werden. Also bezieht sich das Singularsuffix -su in Z. 10 auf eine Mehrheit. Vgl. p. 300 Z. 1 ff. in No. II. Somit sucht man in dem dem Suffix Vorausgehenden und es Erläuternden irgend einen ausdrücklichen Hinweis darauf, dass es eine Mehrheit umfasst Der aber könnte nur in sab gefunden werden, falls dies nicht, mit der Lesung säbu = „Krieger", Apposition zum Vorgehenden wäre, sondern, mit der Le- sung ummänu = „Volk", Regens des Relativsatzes. Weiter dürften doch die in Z. 11 ff. erwähnten Krieger mit Raben(?)gesichtern, welche TidmcU, das schmutzige Salzwasser, gesäugt hat, mit jenem Volk, das trübes Wasser trinkt, gewiss identisch sein, sodass also sab% = „die Krieger" etc. in Z. 11 ff. Erläuterung zu dem unmittelbar vorhergehenden Singular -su in Z. 10 wäre. Dieser plötzliche Wechsel von Singular und Plural wäre sehr hart, falls nicht der Singular im Vorhergehenden als ein Plural dem Sinne nach gekennzeichnet worden wäre. Somit ergiebt sich auch hieraus die Wahrscheinlichkeit, dass sab in Z. 7 mit der Lesung ummänu Re- gens des Relativsatzes ist. Allerdings ist seine Stellung ungewöhnlich und anstössig, aber vielleicht mit Absicht gewählt, um durch Nennung des blutbefleckten Volks unmittelbar hinter dem von ihm erschlagenen Hirten die Grauenhaftigkeit der Bluttat hervorzuheben. Zu Hirte und Volk 8. p. 294 Z. 1 in unserm Text und vgl. p. 300 Z. 12. Z. 9. Das in der Transscription als fraglich Gegebene halte ich jetzt für sicher. Vgl. u. p. 296 ff. Z. 6 ff. Nach dieser Stelle soll die im Nerigäl-Tempel hinterlegte Steintafel den schützen, der darin genannt wird. Weil der König dort keine Steintafel hinterlegt hatte, war er nicht gefeit und konnte darum auch nicht den Kampf wagen. Dass er das nicht getan hatte, spricht eher dagegen, als dafür, dass er König von Küthä ist. Allein p. 296 ff. Z. 8 ff. und p. 298 Z. 24 f., wonach der in seiner Stadt eingeschlossene König anscheinend eine in Küthä aufbewahrte Steintafel lesen kann, machen das doch wohl sicher — es müsste denn sein, dass der in unserm Texte Erzählende mit dem in Col. IV zunächst Angeredeten nicht identisch ist. Zu p(b)ütu = „Körper" s. o. zu p. 244 Z. 201. Z. 10. Oder: aus dem Lande, nämlich: meinem. Zu aktarab s. p. 800 Z. 1 f. von No. II. Zu -Sit s, zu ummänu in Z. 7. 550 B. 2*2 f. Z. 11—14. Z. 11 f. Mit den ?ö&i's wäre also nach o. zu Z. 7 wohl das in Z. 7 genannte ummänu gemeint, also das Volk, gegen das der König nachher seine Heere ausziehn lässt. Vgl. auch den verwandten Text No. II auf p. 300, nach dem die bekämpften Krieger fliegen(I), also Vögel oder vogelähnlich sind. Dieser Text würde übrigens eine naheliegende Annahme verbieten, dass Z. 11 f. nicht wörtlich zu nehmen sind, son- dern, statt etwa auf mythologische und Fabelwesen, lediglich auf ein fremdes und darum natürlich scheusslich aussehendes Volk, vielleicht mit stark gekrümmter Nase, gehn. Möglich aber, dass dem Mythus von die- sen Vögeln eine getrübte Ueberlieferung von einem derartigen Volk zu Grunde liegt (vgl Zimmern 1. c. p. 326). Das wäre selbst dann ein- wandfrei, wenn der Mythus in der uns vorliegenden Gestalt, wie Z. 4 ff. und p. 80 Z. 10 + p. 188 Z. 34 sehr nahe legen, unter den vogelähn- lichen Kriegern Totengeister verstände. Z. 11. Zu mur burri s. zu 6(/>)ü*u o. p. 226 Z. 31. Ich glaube jetzt, dass wir zur Deutung „ Höhlen vögel" zurückkehren müssen: Die Krieger haben Leiber grade von Höh le n vögeln, weil sie dem dunklen Innern der Erde entsprossen sind (Z. 14 und zu Z. 11 fi.). Z. 12. Trotz (p. 86 Z. 1(?),) p. 120 Z. 48 und K 890 Obv. 7 in Beitr. z. Assyr. U, 634 wegen Z. 11 &ribu\ zu lesen und „Raben" zu übersetzen , statt „düster sindtf , das doch wohl arpu heissen müsste ? Zu Totengeistern, die hier nach dem zu Z. 11 f. Bern, doch wohl gemeint sind, würden düstere Gesichter allerdings vorzüglich passen. Nach p. 140 Z. 17 ist ja wohl auch des Höllenfürsten Antlitz finster. S. den Nach- trag zu dieser Stelle. Z. 13. Sind die grossen Götter, welche die vermutlichen Toten- geister gezeugt haben , die Anunnaki, „die grossen Gotter", von deren Herrn die in Z. 4 genannten vielleicht mit Jenen identischen Totengeister nach Z. 4 f. anscheinend abstammen ? Z. 14. Offenbar bezeichnen ibnü- in Z. 13, uiiniß- in Z. 15, ubanni- in Z. 16 und irtibü- etc. in Z. 17 f. nach einander folgende Stadien der Entwicklung. Also kann sich ibnü in Z. 14, falls man nicht anneh- men darf, dass es die chronologische Reihenfolge unterbricht, wohl nur entweder auf eine zwischen ibnü in Z. 13 und usinik in Z. 15 liegende Entwicklungsstufe beziehen oder muss sich mit seinem Anhang an den Satz mit uiinik oder den mit ibnü in Z. 13 anlehnen. Da die zuerst genannte Alternative unmöglich scheint, wird man ibnü üäni alusu als Relativsatz zu ina kakkar anzusehen haben, es müsste denn sein, dass Z. 14 Z. 13 näher erläuterte. Also so, wie auf p. 293 geschehn, zu übersetzen, oder: „in dem Erdboden, den die Götter zu seiner Stadt ge- baut hatten", wobei es in beiden Fällen nicht sicher wäre, ob wir Z. 14 mit Z. 15 oder mit Z. 13 zu verbinden hätten, wenn auch Letzteres wahr- scheinlicher sein würde, oder zu übersetzen: „auf (in) dem Erdboden zeugten (sie) die Götter, in seiner Stadt"? Am Besten scheint mir, vor- ausgesetzt, dass a-lu-su wirklich alu = „Stadt" enthält, jetzt die Fas- sung: „es zeugten sie die grossen Götter in dem Erdboden, den die 8. 292 f. Z. 14—19. 551 Götter zu seiner Stadt gebaut hatten" za liegen. Die Gezeugten sind ja nach den Bemm. zu Z. 11 f. vielleicht Krieger mit Leibern von] „Höhlen- vögeln", die in der Erde hausen, ja vermutlich Totengeister I Wessen Stadt? In der Stadt des in Z. 10 mit -äu Gemeinten, das also doch einen Einzelnen bezeichnete? Oder blickt hier -§u, wie in Z. 10, auf ein ummänu in Z. 7 zurück? Oder auf den in Z. 7 ge- nannten Hirten des Volks der Höhlenvogelkrieger ? Oder etwa auf bil Anunnaki in Z. 5?? Oder ist tt-lu-iu anders, als wie oben vorgeschla- gen, aufzufassen und bedeutet es vielleicht garnicht einmal „(in, zu) sei- ne(r) Stadt" ? Z. 15. Tiämat säugt die Totengeister als Repraesentantin des toten Salzmeers. S. den Nachtrag zu p. 2 Z. 3 f. Z. 16. Zu Sasurru und bunnü s. o. zu p. 286 Z. 9. Gewiss be- zieht sich hier das bunnü hinter äünuku in Z. 15 auf die Ausbildung des Körpers nach der Geburt. Dass die in der Erde gezeugten Totengeister Bilit-ili, d. i. die Belit> zur Mutter haben, beweist allein schon, dass diese auch als die Herrin dessen gilt, was unter der Erde ist. S. zu p. 228 Z. 37. Z. 17. Das Gebirge vielleicht das „Ostgebirge", das für die Baby- lonier das Gebirge war. Nach IV R* 15, 24 sind auch die „bösen Sie- ben", die der Unterwelt entstammen, im Gebirge des Ostens gross ge- worden. Zu irtibü für irtäbü s. o. zu p. 162 Z. 48 und o. p. 282 Z. 27: tibnü- für tabnü-. itit(d)lu gewiss zu U(d)lu = „Mann" (o. zu p. 58 Z. 18). Z. 18. Zu minäti = „Proportionen", „proportionierte, schöne Ge- stalt" 8. auch o. p. 228 Z. 3. Z. 19. Sind die 7 „Könige", d. i. nach Z. 21 ff. Königssöhne, Prin- zen, etwa dieselben wie die Krieger, von denen in Z. 11 ff. die Rede ist? Da von Beiden gesagt wird, dass sie schön sind, (Z. 16 u. Z. 19), lässt sich's in Erwägung ziehen. Indes 1) sind 7 Könige kein Volk oder Heer, als welches die Krieger in Z. 7 nach unsrer gut begründeten Vermutung be- zeichnet sein sollen, und 2) sollen, die Krieger nach Z. 13 von den Göttern gezeugt worden sein, die 7 Könige aber nach Z. 21 nur einen und zwar wohl irdischen Vater haben. Das aber wäre nicht mit einander zu vereinigen, falls, was doch sehr wahrscheinlich ist, die Krieger als Totengeister zu denken wären. Wenn dann dieselbe Zahl 360,000, die in Z. 20 die Summe ihrer, der Könige, Krieger, wenn nicht Heere, angiebt, auf p. 29ö Z. 6 die Anzahl der von den Vogelkriegern Erschlagenen ist, so dürfte diese Zahl sich an den beiden Stellen auf Einunddasselbe be- ziehn und dürften also die 7 „Könige" mit den 360,000 Kriegern oder Heeren von den Vogelkriegern verschieden, ja die ihnen zuerst entgegen- sandten Truppenführer sein. Vgl. auch die Bern, zu Z. 20. atfyü hier Plural, wie auch V R 31, 34. mpü Singular in einer Apposition zu einem Plural, weil Regens eines Genitivs (banütu). 552 S. 2Ö2f. Z. 20—23. Z. 20. Doch nicht „360,000 (waren) ihre Heere"? Vgl p. 294 Z. 24 ff. und p. 298 Z. — - 1, 2, 4 und 6 , und Tiglatpilesbr I GoL Y Z. 87. Diese 360,000 nach d. o. Bern, wohl dieselben wie die auf p. 293 in Z. 6 genannten. Z. 21 an-ba-ni-ni, vielleicht Ilu-bä*%ni oder Anu-bänlni (= Gott oder Anu ist unser Erzeuger) zu sprechen, nach Hommel in den Proc Soc. Bibl Arch. 1899 p. 115 der historische König An-nu-ba-ni-ni von Lulubu in der von Scheil im Recueü XIV p. 100 ff. und in s. TexUs ilam.-semü. I p. 67 f. mitgeteilten Inschrift. Da der in unsrer Zeile ge- nannte König offenbar derselbe ist, wie der, welcher in unserm Text erzählt, so würde schon aus der HoMMEL'schen Annahme folgen, dass die Residenz die- ses Königs von derjenigen des im Schlussteil des Textes angeredeten Herr- schers Ton Küthä (s. p. 291 unten und die Bern, zu o. Z. 9) verschie- den ist. Die Namen in Z. 22 ff. befürworten aber oder erlauben wenig- stens die Annahme, dass der Name des Königs rein ideographisch ge- schrieben ist. Wenn dies, lautete er vielleicht Hu( oder Anuyustabarri =s „ein Gott, oder Ann, ist erschienen". Vgl. den Namen des ältesten Bruders in Z. 23 und seine Schreibung. Allein man kann an = üu auch als Determinativ für „Gott", hier wie so oft für einen König, ba als Ideogramm von käsu — „schenken" ansehen und für ni-ni i-U, den ganzen Namen somit Kä'is- oder KU- oder lifcfs*- oder Tc^U-üi lesen. Und das dürfte das Richtige sein. Denn nach dem o. zu dieser Z. und dem zu Z. 19 Bern, ist der in No. I auf p. 298 ff. redende König unser König an-ba-ni-ni, jener aber nennt sich in Z. 10 auf p. 300 Su(?)-tft, also, da Sü und ba ähnliche Zeichen sind und Su nicht sicher ist, vielleicht ba-iK, und das wäre eine andere Schreibung für (an)ba-ni-ni mit einer Le- sung Kä'is- (oder KU- etc.) %-li\ Trifft dies zu, so wäre eine Identifizierung des so genannten Königs unseres Texts mit dem Könige Anu-bänini (oder Nuba-i-li?) von Lulubu nicht möglich und könnte somit auch der in un- serem Texte Redende ein König von Küthä sein. Ein Name RMi-iJi bei Meissner AUbabyl Privalrccht No. 8 Z. 11 (und No. 110 Z. 26). Z. 22 ff. Das gemeinsame Ml in den 8 Namen in Z. 22—24 scheint ein und dasselbe Wort zu bezeichnen und darum ein Ideogramm mit vielleicht sumerischer Lesung zu sein. Dann wäre es gewiss Mi = nU und üib = par$u „(göttlicher) Befehl". Z. 22. Darnach, da Li auch = ittu, Mf-Li-Li = MuüikUpar$i « „Eine , die die (göttlichen) Gebote rein , heilig sein lässt , d. h. sie vor Profanierung, d. i. Uebertretung bewahrt oder sie selbst beachtet und ausführt« ? Cf. tangammafou mullil parsi $a Iridi IV R' 30* 18. Süüi (Genitiv) oben p. 170 Z. 57 klingt mit seinen 2 letzten Silben vermut- lich nur zufällig an. Z. 23. Vor den Brüdern oder den Kriegern, wahrscheinlich vor Letzteren, in jedem Falle als Oberfeldherr. S. u. zu seinem Namen. Nach o. zu Z. 22 ff. MI-ma-an-gab „Einer, der die (göttlichen) Befehle erklärt, deutet"? Zu qab, auch = „öffnen«, = „erklären8 s. K. B. IU p. 46 f. Z. 49 und vgl. V E 30, 13 : MtyaJ-w = suttu pasäru S. 292 1 Z. 23-8. 294 f. Z. 12 fi. 553 (einen Traum deuten). Der MJ-ma-an-gab Genannte zieht vor den Trap- pen her, nach Aüurnaairaplu III, 20 tat dies auch ein fcörü, ein Wahr- sager, der die göttlichen Befehle erforscht, indem er die Vorzeichen deu- tet. Darnach scheint unsere Deutung des Namens richtig zu sein. Z. 24. Ferner nach dem zu Z. 22 ff Bern., da du -du auch = üabbulu = „bewegen, handhaben" (o. zu p. 178 Z. 198), wegen Cbaig Bei Texte I 35, 8 (muttabbil parae Bilüti) ]m!-du-dü = ]muttdbü partf = ]der die (göttlichen) Befehle handhabt? Nach dem o. zu p. 19 ff. Bern, gehört in die Lücke vor der 2ten Columne wohl ein Text mit ähnlichem Inhalt wie der von No. I auf p. 298 ff. oder eben dieser hinein: Zuerst l&sst der König 360,000, erst später die auf p. 294 genannten 270,700 gegen den Feind ziehn. Z. 5. Zu ra(ä)bi(i)?u s. o. zu p. 258 Z. 25 u. Mit den „bösen Kauerern" nach dem zu p. 290 Z. 4 und dem zu p. 292 Z. 11 f. Bern, gewiss die feindlichen, als Totengeister gedachten Vogelkrieger oder de- ren Führer gemeint. Z. 6. Subject wohl ein Bote, der von der Vernichtung der 60,000 (p. 298 Z. 4) berichtete. fin-Su vielleicht „Kunde von ihm", vielleicht dem Heere. 8. 294 f. Z. 7. Zu lapätu s. o. p. 62 Z. 17. Z. 8. afyul, nach Jensen in Z. f. Assyr. XIV p. 182, für asfrul == »ich durchbohrte"? Dann hätte der König den Ueberbringer der Hiobspost getötet. Z. 9. Zu „Söhne der Wahrsager" s. o. zu p. 176 Z. 188 und p. 232 Z. 86. Zu bärü 8. Zimmern Ritualtafeln p. 82 ff. Z. 10. 7 Wahrsager vor je einem Lamm? Oder 7 Lämmer ge- genüber 7 anderen Lämmern?. Z. 11. Zu gufrlu 8. auch bei Zimmern 1. c. den Index. Möglich, dass es etwas aus Rohr Verfertigtes bezeichnet. Z. 12 ff. Die Enden der Zeilen 12—14, wie mir Zimmern mitteilt, als Zeilenenden auch in einem von Boissier in der Revue simitique 1898 p. 357 ff. in Transcription veröff. fragmentarischen Text in Col. I Z. 11 ff. Qra- büti, ]bit, lies natürlich (n)ga (tlu) A-nu-ni-tum und ]ku-ra-du). Vgl. auch u-ma-'-ir in der folgenden Zeile und Z. 9 in unserm Text. Der von Boissier veröff. Torso handelt von kriegerischen Ereignissen zur Zeit Naräm-Sin's und erinnert in seinem Tenor, wie an unsern Text und dessen Paralleltexte, so an die I( £/>a-Legende (p. 56 ff. o.). Beachte vor Allem Jeiäm afäbi ana libbiya] in Col. I seines Rev. Z. 2 gegenüber o. p. 66 Z. 8, p. 72 Z. 12, Z. 17 u. 30 unten und p. 300 Z. 10 u. An- scheinend liegt also, im Zusammenhang mit dem verwandten Inhalt, eine Verwandtschaft des Styls vor. Da aber der Inhalt nur verwandt, aber im Einzelnen ganz verschieden ist, so müssen die 3 gleichen Zeilen, die sich aus den oben erwähnten 3 gleichen Zeilenenden erschliessen lassen, in einem der beiden Texte Citat aus dem anderen, wenn nicht in beiden aus einem dritten sein. Der von Boissier veröff. Text, der vonEreig- 554 8. 2*4 f. Z. 12 ff.— 2. rissen zur Zeit Naräm-Siri'B berichtet, ist gewiss sehr ,#alt, vielleicht so alt wie dieser König selbst, und darum unser Text vielleicht auch. Z. 13. Za{n)ga(n)ga Parallelfigur des Ninib. Anunitu die im Tempel (i-)Xih-mai verehrte Iiiar von Akkad. Da (I~)vL-ma8 auch der Name des Tempels der Istar-Nanai von Erech ist, stammt der Kult der Anunitu vielleicht daher. Ob auch ihr Name , ist zweifelhafter. Z. 15 f. D. h. entschieden nicht, dass ich selbst gehen sollte. Vgl. o. S. 292 p. 9 f. Z. 16. Oder lies idmamma = „richteten sie" statt idinamma für iddtnamma? Z. 17, 21 u. 30. Zu libbu s. o. p. 316 f. Z. 20. Zu ia-il-tu 8. o. zu p. 108 Z. 11. Z. 23 ff. Das erste, 2te u. 3te Jahr nach dem o. p. 553 Bemerkten vielleicht das erste etc. Jahr einer neuen Serie von Kriegen gegen die Dämonen, nicht der Kämpfe gegen sie überhaupt. Die auf p. 298 ff. in No. I des Anhangs geschilderten Kämpfe, die den an unsrer Stelle er- wähnten vorangehn sollen, finden ja übrigens nicht in einem ersten, 2ten und dritten Jahre statt. Z. 24 ff. Doch nicht 120,000 bez. 90,000 und 60,700 Heere ? S. zu o. p. 292 Z. 20. Z. 28. Zu issiftu vgl. p. 298 Z. 13 und p. 300 Z. 8 o. Entweder von 8%}y& tertiae waw, falls nicht mit -u für -i, oder von einem asäfyu. Im enteren Falle würde es für *a8tafri (sifyitul) stehen und bedeuten: „werde (ward) ich verstört" (o. zu p. 26 Z. 68), im letzteren vielleicht mit ia{8)8ubtu (II R 47, 10 und III R 60, 72 +- 86) zusammengehören und etwa „Verzweiflung" oder „Trauer11 bedeuten. S. Delitzsch Hanau. p. 108. Zu issifru, falls für is8ibi-*a$tabi , s. umtaftu p. 126 Z. 28 o. ; falls für t88%b, upaiiabu o. p. 64 Z. 19. Zu innisu s. tinnissu o. p. 298 Z. 13 und inntii p. 300 Z. 8 o. Könnte zu einem unbekannten niäü tertiae waw oder auch jod gehören. Eher zu bekanntem inisu und u hier und in Z. 13 auf p. 298 durch das den Vokal u begünstigende § veranlasst. Vgl. Jensen in Z f. Assyr. XIV p. 182 f. und o. zu p. 186 Z. 37. akala wohl zu akälu == „düster sein" und dann Praesens, für afc- kala (vgl. o. p. 102 Z. 9 etc.), da das zugehörige Praeteritum nach Beür. z. Assyr. III p. 248 Anm. *ff xkü lautet. Z. 29. Zu uita(ä)nib s. o. zu p. 36 Z. 5. Z. 31. palü hier vielleicht „Dynastie". Zu dem Worte s. o. p. 326 f. und zu dieser Zeile vgl. p. 300 Z. 10 u. 13. Oder i-zib für izzib {izzdb) — „werde ich übrig lassen"? Aber s. p. 300 Z. 10 u. 13. Z. 2. Zu ki s. o. zu p. 112 Z. 25, p. 288 Z. 121, p. 242 Z. 183. Ütakkunu von fakänu kann in Verbindung mit Abstractis „machen" heissen. Hier daher vielleicht = „handeln"? Also: «wie soll ich han- deln?"? 8. 294 f. Z. 2-8, 296 1 Z. 6 u. 555 Zu p(b)titu =s nLeiba s. o. zu p. 244 Z. 201. Zimmern 1. c. p. 825 aus nicht angegebenen Gründen offenbar ebenso (: In eigener Person will ich ausziehen 1). Oder: „soll ich . . . hinausziehn lassen ?" oder: „ich will etc."? 8. 296 & Z. 3 o. Oder: „Schreckensglanz" der Menschen der Nacht? Unter diesen waren dann die Feinde, die in Z. 11 f. auf p. 292 genannten Krieger mit Leibern von Höhlenvögeln(?), Menschen mit Rabengesichtern(?), zu verstehen, und somit unter -8unu in Z. 6 unten des Redenden eigenes Volk. Indes gehören „amilüti mit Vogelleibern" zu den ni*u, den „Men- schen", schlechthin ? Aber muH ! arurtu in Majdü V, 75 f. und 77 f. in Verbindung mit Wörtern für „Schmerz" und „Schrecken". S. auch IV R* 21* No. 2 Obv. 17 und 19, wo birittu, für pirid&u, parallel mit arurtu. Also dies jedenfalls, mit Delitzsch Handxo. p. 138, = „Zittern". Dies wegen seines Ideogramms im -f im — im ja auch = „Furchtbarkeit" — das arurtu, wonach Adad zufolge III R 67, 45 an-im ■+- im heisst, wohl als der, welcher die Creatur zittern macht Ein anderes arurtu nach Delitzsch Handxo. p. 138 vielleicht = „Dürre" oder „Brand", aber wegen seiner Stellung zwischen sunku, bubütu und &uätyu in IV R* 39, Rand und des Wechsels von ar- ralu mit nibAtu in III R 41, 34 und 1 Michaux IV, 17 eher = „Hun- gersnot)", wohl von aräru = „brennen". Vgl. unser „brennender Hun- ger". Eine Bed. „Erdbeben" für arurtu nicht bezeugt. Hier somit wohl = „Zittern" oder „Hungersnot". — Kaum arur-iu zu lesen. Denn aräru ausser vielleicht in der figura etymologica arurtu aräru sonst nicht mit doppeltem Akkusativ construiert. Und Wer oder Was wäre mit -su ge- meint? Z. 4 o. namurratu eig. wie ialummatu „Schreckensglanz". S. o. zu p. 48 Z. 25. Z. 5 o. Zu dilibtu mit d s. o. zu p. 226 Z. 29. Z. 6 o. Zu -tunu s. o. zu Z. 3. Z. 7 f. o. Zu abübu s. o. p. 332 f., zu p. 230 Z. 14 und zu p. 268 Z. 23. Kann der so wie in Z. 7 f. Sprechende ein menschlicher König sein? Oder ist abübu in Z. 7 nicht wörtlich zu nehmen und wie in abub tambari (Tiglatpileseb I. Gol. V, 43) zu verstehen? Die Sturmflut soll doch wohl über die Dämonen hereinbrechen. Z. 9. Zu libbu s. o. p. 316 f. Z. 14. Zu ribüti s. o. p. 294 Z 23 ff. Z. 18. tiriti = „Befehle" auch von den Orakeln der Götter, hier von denen, die sich aus der Eingeweideschau ergeben. Z. 19 ff. S. o. p. 294 f. Z. 9 ff. Z. 6u. Wer ist der Redende und Wer der zunächst Angeredete? Ist Ersterer ein Gott oder etwa ein Priester? Richtet sich dessen Rede an Ikts- üi(?) von Col. I ff. und dessen Nachfolger oder bestehen zwischen Jenem und dem Angeredeten keine Beziehungen? Jedenfalls dürfte aus Z. 11 f. und 556 8. 296 1 Z. 6 u.— S, 298 U Z. 19. Z. 24 unsrer Gol. folgen, das» dar zunächst Angeredete König von Küthä ist, damit aber nicht, dass dies auch von Ifctf-tfi(?) gilt „irgend ein Anderer11 = Jeder Andere". Z. 8. tupsmna, falls so zu lesen, Compositum aus tuppu und ünnu = „Elfenbein11 (El- Amor na), und = „Elfenbeintafel" ? Oder ist -sinnu sumerischen Ursprungs und gehört es zu stn =5 iufttu mit dem Ideogramm für „Kupfer" (83—1—18. 1885 CoL I, 10) = assyr. sinnu mit dem Ideo- gramm für „Bronze", das auch -> su^tu (82-9—18, 4159 Rev. 13 f. bei Meissner SuppL p. 81 hinten und V B 23, 18)? Da der sufUu nach V R 47, 27 f. poliert oder abgewischt, und dadurch rein wird, so könnte iufrtu ein Synonym von irü = „Kupfer" sein, allein auch „Grünspan* am Kupfer bedeuten und hierfür spricht syr. fetrifTlÜ mit dieser Beden- düng. Wiederum bezeichnet aber üt-ka-bab = zdbar, das = „Bronze" und ss §uj}tu und sinnu, nach den 0. citierten Texten bei Meissner SuppL und in V B 23 auch üluy ibbu und namru = „glänzend" und ünsin, wenn nicht fan-sun, ist nach V B 26, 14 und V B 51, 37 = ibbu. Dar- nach ist 8tn~nti, wenn freilich wohl auch = „Grünspan", dem Anscheine nach eigentlich = „glänzend" und dann weiter = „Kupfer" oder „Bronze" und darum tupsinnu vielleicht eine „Platte aus Kupfer oder Bronze". Warum die feiende, in der Stadt des Nerigal niederzulegende Tafel ge- rade aus Kupfer hätte sein müssen, wäre leicht erklärlich, falls dies überhaupt einer Erklärung bedürfte. Das rote Kupfer wäre dann das Metall des Feuergottes Nerigal gewesen, dessen Planet der rote Mars war. In der Tat sind ja aber 2 Bronzeplatten, die mit den sogenannten Hadesreliefs, gefunden worden, die vermutlich, wie die Tafeln mit den I(Z7)ra-Texten, Schutztafeln waren (s. Kino in Z. f. Assyr. XI p. 53). S. 298 f. Z. 11. amäru wohl auch und so hier = „lesen" schlecht- hin, im Unterschiede von sasü, eigentlich = „rufen" und dann = »»laut lesen", so in der Verbindung mit jenem Verbum. S. die Stellen bei Delitzsch Handw. p. 89. Z. 13. S. 0. p. 294 Z. 28. Z. 15. Gegensatz zu Z. 14 b. Zu iidu 8. 0. p. 26 Z. 90. Z. 16. Zu sünu 8. 0. zu p. 82 Z. 35. Delitzsch liest (Handw. p. 491) H-tu und sieht darin üttu = „Schlaf". Aber da sünu gegen Delitzsch ibidem nicht „Gegend zu Füssen oder zur Seite" eines Mannes oder Weibes, sondern nur „Beine" heisst, ist seine Fassung kaum möglich. Zu sipru vom Beischlaf vgl. o. p. 126 Z. 13 u. 19. Z. 19. Der pisan-pisannu genannte Behälter kann aus Ton (V B 42,34) oder Holz (VR26, 61), und ein ihm ähnlicher, afai-no*(*)a&ii genannter, aus Rohr (II R 33, 6) bestehen. Deren Ideogramm kann bekanntlich sogut RIT wie rit mit A = „Wasser" darin sein. Nach Reisner Hymnen p. 181 Z. 52 hat der pisannu einen Deckel. Also wird damit wenigstens auch ein hölzerner oder tönerner Wasserbehälter mit Deckel, und da er nach unsrer Stelle für eine Belagerung gefüllt in 8. 238 f. Z. 19-S. 300 f. Z. 17. 557 die Stadt hineingebracht wird, gewiss* ein grosser Behälter, somit eine hölzerne Tonne oder ein tönerner xföog bezeichnet. Z. 22. Zu tupkati s. o. zu p. 28 Z. 113. Z. 23. S. o. zu p. 244 Z. 201 und vgl. o. p. 292 Z. 9, p. 294 Z. 2 und p. 300 Z. 15. Z. 24 f. Wer ist der „er1' in diesen Zeilen? Nach dem o. zu p. 290 ff. Z. 5 ff. Bemerkten vielleicht das Dämonenheer , falls nämlich der in Col. IV zunächst Angeredete der Ifeis-t?i(?) der Coli. I ff. ist. Falls dies nicht der Fall sein sollte, müsste mit dem „er" irgend ein Feind gemeint sein. Anhang I. Das Folgende nach dem o. zu p. 292 Z. 20 Bemerkten wohl zwischen Col. I und Col. II des vorhergehenden Textes einzureihen. Z. — 1, 2, 4 u. 6. Gewiss nicht 180,000 etc. Heere. S. o. p. 292 Z. 20 u. p. 294 Z. 24 ff. Z. — 1, 2 u. 4. Oder ergänze in Z. — 1 [ina mafyri arfri oder ümi] = „im ersten Monat** oder „am ersten Tage" und ist darnach in Z. 2 und 4 „im oder am 2ten bez. dritten" zu übersetzen? Z. 1, 3 und 6. Lies für „er" „es", nämlich das p. 290 ff. beschrie- bene Dämonenheer? Z. 5. suatu doch nicht etwa = „Heer" und Dgl. und dann Jcima iuaH o. in p. 6 Z. 22 und an den Parallelstellen = „wie ein Heer"? 8. 300 f. Z. 8 f. o. S. o. p. 294 Z. 28 f. u. p. 298 Z. 13. Z. 9 o. Zu ev. anabi s. o. zu p. 266 Z. 7, p. 62 Z. 18 etc. Zu amfi s. o. zu p. 44 Z. 2. Z. 10 o. Für K(Jc)ät'üi lies nach d. zu p. 292 Z. 21 Bemerkten vermutlich Tku-ili oder ähnlich. Sollte indes unsere frühere Lesung Be- stand haben, vgl. Zimmern Bitualtafeln p. 152 No. 45 Z. 5 und die Amn. 2 dazu, wonach „Hand Gottes" irgend eine Krankheit oder irgend ein Missgeschick andeutet. Nach H R 35, 41 f. (vgl. K 4219 Rev. bei Meissner Suppl. p. 10 hinten) ist Jcät-ili bez. iu-dingira-ku aus sumeri- schem m-dingira ein Synonym von binnu und ?&CP)tu, also nach o. p. 389 vermutlich irgend eine fieberhafte Krankheit. Eine derartige Bezeich- nung für den König in unserm Mythus wäre aber seltsam, trotz p. 296 Z. 3 ff. Uebrigen8 ist zu %dt-ili als Bezeichnung für eine fieberhafte Krank- heit noch an El-Amarna London 5 Z. 13 und 87 (K. B. V p. 80 ff.) zu erinnern, wo es heisst, dass die „Hand NerigaFs" alle Gyprioten getötet hat bez. in Gypern „ist", da Nerigal ja der Fiebergott ist. S. auch den Nachtrag zu p. 389. Z. 10 o. u. 13. Zu palü s. o. p. 294 Z. 31. Zu dbälu ss „hervorbringen" 8. o. p. 320 f. Z. 13. Viel besser scheint: ich, meine Regierung, was hat sie her- vorgebracht ? Z. 14. S. o. zu p. 294 Z. 2. Z. 15. S. o. zu p. 244 Z. 201. Darnach für um-ma-ni gewiss ra- ma-ni = „mich selbst" („meinen Körper") zu lesen. Z. 17. Zu dakü-äikü s. o. zu p. 246 Z. 232. 558 8. 800 U TL 1 f.— 10 o. Z. 1 f. Nämlich im Kampfe. S. o. p. 292 Z. 10. Z. 6. Also, wahrscheinlich geflügelte Krieger, somit wohl Dämonen. Vgl. o. p. 292 Z. 11. Z. 10 iL S. o. zu p. 294 Z. 12 ff. Der Inhalt von p. 290 ff. + Anhang I (und II) scheint also zu sein: Ein Dämonenvolk oder -heer, ursprünglich vielleicht ein Fremdvolk oder -heer, mit düsteren(?) Gesichtern und Leibern von Höhlenvögeln, von den grossen Göttern, den Anunnaki(? ?), erzeugt, von der Herrin der Götter, der Mutter Erde, geboren, von der Tiämat gesäugt, von der Herrin der Götter ausgebildet, im Gebirge, vielleicht im Ostgebirge, gross gewor- den, hat seinen Hirten, d. i. König, erschlagen. Ein anderer König, wohl einer des Namens lUs(?yili, dessen Gattin Mf-Li-u (Mullilat-parfip)) heisst, und der 7 Söhne besitzt, hat Grund, aas Dämonenvolk zu bekäm- pfen, zieht aber nicht selbst in den Kampf, da keine ihn feiende Schutz- tafel, wohl in Küthä im Tempel (J-)§it-lam, niedergelegt ist. Er lässt daher unter eines Anderen Befehl nach einander 180,000, 120,000 und 60,000, = 360,000, dann 120,000, 90,000 und 60,700 Krieger, kaum eben- soviele Heere, gegen die Dämonen ausziehen, aber alle werden bis auf den letzten Mann, falls nicht wenigstens die 60,000 bis auf einen, der de- ren Vernichtung meldet, von den Dämonen niedergemetzelt Der König befragt, verzweifelnd und mutlos, wie nach der Vernichtung der 360,000, so nach der der 270,700, die Götter. Die Antwort auf die 2te Anfrage ist verloren. Nach einer Lücke folgt eine Mitteilung an alle gegenwärtigen und zukünftigen Herrscher oder vielleicht speciell denjenigen, beziehungs- weise diejenigen von Küthä, dass im Tempel (I-)Sit-lam in Küthä viel- leicht eine Bronzetafel, jedenfalls aber eine Steintafel mit Inschrift zum Schutze für sie hinterlegt sei. Das ist also vielleicht nur eine Nutzan- wendung aus der Geschichte (vgl. Büdde in Theol. Literaturz. 1901 Sp. 236), aus der sich dann schliessen lässt, dass I$fs(?)-tft schliesslich sein Leben durch eine in Küthä niedergelegte Steintafel gefeit hat und dann selbst gegen die Dämonen ausgezogen ist und sie besiegt, oder, ohne sie niedergelegt zu haben, selbst den Kampf mit ihnen aufgenommen hat und dabei getötet worden ist. Möglich aber, dass mit dem in Col. IV Z. 6 f. zunächst angeredeten Könige 2$i£(?)-üt selbst gemeint ist. Dann wäre wenigstens auch für ihn und seine Nachfolger eine Schutztafel hinterlegt worden, vielleicht zum Schutz gegen jeden Feind, vielleicht gegen das noch unbesiegte Dämonenheer. Nachträge. Zu S« 2 f. Z. 3 f. Wenn ans dem apsü unter der Erde die Flüsse mit Süsswasser gespeist werden und aus dem himmlischen apsü der Süss- wasserregen herabkommt, wenn dieses Süsswasser im Himmel und auf wie unter der Erde Leben Bpendet (o. p. 88 Z. 19, 34, 88; o. p. 98 Z. 26 f.; II R 61, 26 f., 31 etc.) ; andererseits das Meer = tidrntu nur Salzwasser enthält und „Wasser des Todes" (o. p. 220 Z. 60; p. 222 Z. 8; vgl. das „tote Meer"?), so scheint es selbstverständlich, dass der Urvater Apsü nur das Leben erzeugende Süsswasser, die Urmutter Tiämat aber nur das tote Salzwasser ist. Somit sind im Anfang Süss- und Salzwasser ungeschieden oder vermischen sich fortdauernd zum Zweck der Zeugung, und aus ihrer Vermischung entstehen die Götter: Die reinen, heiligen, ewig lebenden Götter haben das reine, heilige, Leben spendende Süsswasser zum Vater. Sie, die Lichtwesen, entspriessen dem reinen, hellen Wasser, wie Sonne, Mond und Sterne und alles kosmische Licht alltäglich aus dem apsü emporsteigen und wie dem reinen Wasser be- ständig das reflectierte Licht entströmt. Die mit einander vermischten oder sich fortwährend mit einander vermischenden Wasser des Apsü und der Tiämat trennt der Weltbildner durch die 2 Teile der Tiämat und schiebt Riegel oder einen Riegel vor und stellt Wächter hin, damit ihre Wasser nicht in den apsü des Himmels(t) eindringen (p. 30 Z. 139 f.). Damit trennt er das Lebensprinzip und das des Todes von einander. Ganz analog werden in der Genesis, Cap. I, durch die räkVa, den Himmel, das Süsswasser im Himmel und das Salzwasser des Meeres von einander geschieden, nachdem sie vorher vereinigt gewesen. Also Apsü ist das gesamte Süsswasser. Daher sipat apsi eine Beschwörung und Besprengung mit Süsswasser, und la(?)t der Gott der heiligen Besprengung, wohnt in lridu, an der Mündung der 2 Ströme, weil diese dort münden, nicht, weil dort das Meer beginnt Daher der im napsü Gesalbte" ein mit „Süsswasser Gesalbter" (p. 188 Z. 44; auch Salomo wird mit Süsswasser — aus dem von dem heiligen Berge kom- 560 S. 2 £ Z. 3—11. menden Gihon — „gesalbt", und zwar zum Könige: I Könige 1, 33 f.; 38 f.; 45). Daher Tamüz, der Qott des durch das Susswasser erzeugten und unterhaltenen grünen Pflanzenwuchses ursprünglich der Tamüz, das „echte Kind", des apsü, Dumüzi-abzu, genannt (Güdea BCol. IX Z. 2; II R 56, 33) usw. Apsü = sumerischem äbzu soll „Haus, Behältnis der Weisheit" bedeuten (IV R* 5 2 [5 9], 34). Das passt zu der Weisheit sei- nes Beherrschers 2a(?) und könnte daher die Etymologie, wenigstens für den 2ten Teil des Namens, richtig sein. Dann wäre der Name aber, wie wohl auch sein Begriff, gelehrter Speculation entsprungen. Der apsü wohl „Haus der Weisheit", weil anscheinend aus ihm alltäglich und aus seinem reinen Wasser ununterbrochen das Licht emporsteigt, welches Wissen und Erkennen der Dinge bedingt [Da, wie a-ab-ba, so äb(ä) = tämtu ist, so könnte apsü-abzu recht wohl das „Meer von su, er. = der Weisheit" bedeuten, aba = tämtu wird ja — begreiflicher Weise; da es ein anderes Wort für „Meer", „See" im Assyrischen nicht giebt — geradezu auch vom apsü gebraucht : V R 51, 77 f., wonach Gur, die Ge- bieterin des apsü, die Herrin des grossen aba, bez. im grossen tämtu heisst. Vgl IV Rf 29* IV C Rev. 1 f., Surpu VIII, 67 (,V-V1, 190) und Kino Magie No. 61, Rev. 6, wo a-ab-ba (= tämtu) täm(a)tu(i) rapastu, „das Meer, das weite Meer11, bez. „das weite Meer der Meere0 (?), — wie, so- weit ich weiss, das Salzmeer nicht genannt wird, — gewiss das Süsswas- sermeer unter der Erde bezeichnet. Aber das archaische tiämtu wird, wohl entsprechend seiner ursprünglichen, wie gewiss der mythologischen Bedeutung von Tiämat, nur für das Salzmeer gebraucht — Nach K 2107 Obv. Z. 16 (s. Delitzsch W eltschöpf ungstpos p. 155) soll zu, mit der Glosse sud, auch rufru bedeuten können, und sud, auch = röJbu, kann auch die abgeschliffene Aussprache sü haben (II R 48, 22). Ob daher abtu-apsü in Wirklichkeit „das ferne Meer" bedeutet ? Der apsü befindet sich ja im Gegensatz zu dem an's Land stossenden Salzmeer im „fernen Himmel" und tief unten in der Erde, wie auch das „ferne Land" der Toten.] Tiämat also im Gegensatz zum Apsü das salzige als das leblose d. h. kein Leben spendende Wasser, gewiss ursprünglich, weil dies nicht trinkbar ist, nicht den Durst stillt und darum nicht beleben kann. Darum saugt sie Totengeister, Dämonen (o. p. 292 Z. 15). Ihr Name, = Dinn, d. h. der Form, nicht aber der Bedeutung nach, vielleicht zu arabischem ^J « „stinken", falls die assyrische Bedeutung die ursprüngliche und die Bed. „stinken" für das arabische Wort keine abgeleitete ist. Vgl. jUÄJLj! 8«a^JI = „das stinkende Meeru für das tote Meer, mit Salzwasser, obwohl dies sowenig „stinken" soll wie das Meer. Zu S. 2 f. Z. 6. Weil Süss- und Salzwasser noch nicht getrennt waren, also Süsswasserpflanzen noch nicht wachsen konnten ? Oder, weil noch kein Land existierte? Zu S. 2 f. Z. 11 und der Anm. dazu. Falls o-Ä- in S. 36 Z. 30 doch „Schaar" bedeuten sollte (s. die Anm. dazu und cf. suppufo* in Verb. 8. 2 f. Z. 11— S. 6 f. Z. 20 f. 561 mit Ülatu und jw$ru!)} könnte hier und in S. 4 Z. 4 unten und deren ParallelsteUen eben dies Wort vorliegen: „Schaaren wurden gross", bez. „die Schaaren, die Lafomu und La^ämu geschaffen". Diese letzteren und die ersteren Schaaren wären dann dieselben. Lafymu und Lahämu im Verse vor adi irbü I adl bei Sargon 1. c. (seit fernen Tagen, bez. Zeiten, der (dem, den) adi des Neumondes, bez. Mondes) kann wegen E 669, 10 ff. (s. Beiträge z. Ässyr. II, 37; Delitzsch Handw. p. 24): sa ümi sa Samas Aya lä hansüni = „die sich in den Tagen bez. der Zeit des Samas und der Aya nicht gebeugt hatten" (Jyansuni nach vielen Analo- gien für kansüni) , was auch immer adl heissen mag , schwerlich etwas Anderes heissen als : Tage , bez. Zeiten , des Mondes oder speciell Neu- mondes, d. h. Tage, bez. Zeiten, die ihm gehören, oder zu ihm in irgend einer sonstigen Beziehung stehn. Tage, bez. Zeiten, des Mondes, resp. der Sonne, sind gewiss, gegen die herrschenden Meinungen (s. Delitzsch Handw. p. 24 und Winckler Altor. Forsch. II p. 372) die Zeiten, in denen nach dem Monde , bez. der Sonne gerechnet wird , also Zeiten des Mondjahrs oder der Rechnung allein nach dem Mondlauf, bez. des Sonnenjahrs. Nach Letzterem wäre also nach Ansicht der Assyrer nicht von Anfang an, doch aber schon seit alter Zeit gerechnet worden. Dar- nach könnte adi allerdings „Zeit" oder „Zeiten" heissen, nicht aber „lange Zeit, bez. Zeiten". Das passt indess an unserer Stelle schon wegen des folg. irbü nicht. [Zu dem o. besprochenen adi s. o. p. 80 Z. 12 f. und den Nachtrag zu p. 30 Z. 3. Darnach dürfte es fraglos Etwas wie „Bestimmung", oder „Zeitrechnung" bedeuten.] Zu 8. 4 f. Z. 2 u. und Anm. 1 dazu, püfj/ru sitkunu nach den Bemm. zu S. 22 Z. 39 und S. 24 Z. 50 eig. = „ein Versammeln machen" = „(sich) versammeln" oder „eine Schaar, Versammlung aufstellen". Zu S. 4 f. Z. 4 u. und der Anm. dazu. S. den Nachtrag zu p. 2 Z. 11. Zu S. 6 f. Z. 9 und der Anm. dazu. Zu Hubur 8. zu p. 280 Z. 3. Darnach die auf p. 308 vorgetragene Etymologie von 'Opoqiia wohl auf- zugeben. S. den Nachtrag zu S. 24 Z. 49. Zu S. 6 f. Z. 16 und Anm. 2 dazu. Zu nt'-'-u s. munxbu in Ver- bindung mit irtu Tiglatpileser I. Col. I, 68, das sicher = munVu (s. zu p. 26 Z. 92 und den Nachtrag dazu), und wohl auch munxbu bei Tiglatpileser I. Col. IV, 47, Sam§i-adad Col. IV, 23 und Sargon Prunk- inschr. Z. 13. Darnach der Stamm gewiss fett} Zu S. 6 f. Z. 19 und der Anm. zu ümu. Zu ümu = „Tag" „Tag- wesen" und = „Sturm" s. jetzt das im Nachtrag zu p. 24 Z. 49 zu abubu Bemerkte. Dies bestätigt in eindringlichster Weise unsre Ansicht über ümu: Der Tag ist ein Sturm, weil das Licht stürmisch dahinflutet. Zu S. 6 f. Z. 20 f. Die Apposition zu einem Plural im Assyr. meist im Singular, wenn aus Regens und Rectum bestehend. Darnach Z. 21 wohl noch Apposition zu dem der Z. 20 Vorhergehenden. Doch können singularische Status -construetus- Verbindungen auch ausserhalb der Ap- Jwmi, Mytken n. Ep«L 36 562 S. 6 f. Z. 20-S. 20 f. Z. 132. Position pluralische Bedeutung haben : Tiglatpileseb I. Col. IV, 30 f. (dägil pän Aisur = Untertanen Assur's). Zu S. 8 f. Z. 37 f. Das Feuer gewiss das Feuer und Licht der feindlichen Götter, das durch das Wasser der Tiämai und ihrer Partei beruhigt , d. h. ausgelöscht werden soll. Der Kampf Marduk** gegen Tiämat ist ja ein Kampf der Lichtflut gegen die Wasserfluten, nicht ge- gen die Finsternis. Vgl. Zimmern bei Gunkel Schöpfung p. 404 Anm. 5 und s. unten den Nachtrag zu S. 24 Z. 49. Zu S. 8 f. Z. 38 und Anm. 1 dazu. Nöldeke leugnet die Zugehö- rigkeit von j^Ij zu Nähi(i)d'Anähita. Zu 8. 10 f. Z. 5 o. und der Anm. 1 dazu. Zu kabittu = „Bauch" (mit Leber) s. auch El-Amarna Berlin No. 93 Z. 10 (K. B. V p. 284), wo damit päntü (= „das Vordere", wohl = Si in den medicinischen Texten) = batnu -pa wechselt. Zu S. 10 f. Z. 1 u. Marduk wird allgemein für einen Sonnengott, speciell den der aufgehenden Sonne und den der Frühlingssonne erklärt. Wohl mit Unrecht. Nach Berossus macht er ja auch die Sonne, kann also, falls Berossus richtig überliefert, nicht die Sonne sein. Berossus wird seeundiert von IV R1 57 [64] Z. 35, wonach Marduk nur wie die Sonne erhellt, und von V R 43, 54 ff., wonach er offenbar als der Amar-ut — amar =■ püru = „Junges" — märi samiu d. i. ein „Sonnen- kind" oder „Sonnensohn" der Götter, aber nicht „Sonne" schlechthin ist oder so gedeutet wird. Andererseits ist er fraglos ein Lichtgott, worauf ja schon sein Fest zu Frühlingsanfang hinweist, weiter sein Attribut ümu namru „heller Tag" (Winckler Unters, p. 156 No. 6), endlich sein Name Lugal-udda = „Herr des Tages oder des Lichts" (II R 55, 45) u. A. m. Darnach dürfte Marduk, wenn nicht die Sonne selbst, das Licht sein, unabhängig von der Sonne und ohne sie existierend. Zu dieser Auf- fassung stimmt vorzüglich ausser Anderem, dass das Tier des Lugalbanda der Hahn ist , der Vogel des Lichts , (p. 458). Denn dieser Gott ist ja aller Wahrscheinlichkeit nach ein Doppelgänger des Bll- Marduk (p. 370). Somit wäre nach assyr. - babylonischer Vorstellung das Licht vor den Lichtkörpern dagewesen, wie nach Genesis 1, und nicht die Sonne, son- dern das Licht der Bezwinger des Urwassers und der Weltbildner. Zu £• 12 f. Z. 9 o. banü = „schaffen" auch hier vielleicht = „er- sinnen" oder „beschliessen" (o. zu p. 242 Z. 178). Zu S. 12 f. Z. 10 u. Erg. nach S.20 Z. 137 lUi-ü-llis) = „es jauchze"? Vgl. zu p. 20 Z. 136. Darnach das folgende Wort [kar-]su-äu-nu = „ihr Bauch"? Zu S. 20 f. Z. 129 und der Anm. dazu. ik(kg)$asüni vielleicht im Anschluss an Zimmern wegen kiiüatu , eig. = „Masse" etc. , = „sie drängten sich zu einer grossen Masse , einem grossen Haufen zu- sammen". Zu S. 20 f. Z. 132 und der Anm. dazu. S. zu p. 256 Z. 16 u. S. 20 f. Z. 137— S. U t. Z 49. 563 Zu S. 20 f. Z. 137. S. d. Nachtr. zn p. 12 Z. 10 u. Darnach zu ?-?-?-sVt«n i-ti-tJ-pis] = „es jauchzte ihr Bauch(?)tf zu erg. ? Zu S. 20 f. Z. 8 und der Anm. dazu, kätu auch = „Werk"? Also: 8% lü g(k)ätka = „das sei dein Werk" ? Vgl. die Anm. zu p. 300 Z. 10 o. Zu S. 22 f. Z. 29 und der Anm. 2 dazu. Zu palü = Zfpu eigentlich ss „Wurzelschoss" 8. auch K 2020 Rev. Z. 17 ff., wonach iritnu, zik(?\)pu (= Scho8s) und pi(%)lü Synonyma sind, da sab + gl sowohl = pifu, Synonym von zikpu, als auch = pi(t)lü und lipu ist ! Zu S. 22 f. Z. 36 und der Anm. zu mulmullu. Der mulmullu = „Pfeil" Marduk% mit dem er die Tiämat tötet, ist nach dem Nachtrag zu S. 24 Z. 49 gewiss urspr. als ein einzelner Lichtstrahl gedacht worden. Zu S. 22 f. Z. 39 f. Zu Blitz und Feuer s. den Nachtrag zu p. 8 Z. 37 und zu p. 24 Z. 49. Zu S. 24 f. Z. 42: Nichts von ihrer Wassermasse! Zu S. 24 f. Z. 49 u. d. Anm. dazu. Alle abübu-Götter sind grosse Licht- götter: Adad ist der Blitzgott, Nerigal die heisse Sommersonne (Z. f. Assyr. VI p. 244 Z. 53 f., III R 55, 37 (u. 53 ff.), der Planet Mars und die Alt- (und die Neu)mondsichel (o. zu p. 202 Z. 16), Ninib die auf- und die untergehende Sonne, Marduk der Gott des Lichts (s. o. den Nachtrag zu p. 10 Z. 1 u.). Dies kann schwerlich zufällig sein und ist nicht zufällig. Denn namrvru oder namrirru = „ Lichtglanz tf hat nach Tiglatpileser I Col. I, 6 und Salmanassar Obelisk Z. 6 als Ideogramm AN-MA-TXJ d. i. = „oben" oder „Himmel" oder „Gott" -f- ma-tu , abübu aber auch : a ss „Wasser" + ma-tu und tu bedeutet wohl „vor sich her- treiben", bezeichnet aber jedenfalls eine charakteristische Wirkung der Sturmflut (o. zu p. 268 Z. 23). Also ist der die Erde überflutende Lichtglanz am Himmel , der niederfegt (V R 1 , 84) , wie die Sturmflut, wohl sicher als eine Flut, „Lichtflut" gedacht werden, so gut wie der Tag als ein Sturm (o. zu p. 6 Z. 19). In der Tat wird der namrirru der Sonne wellig, genau so wie bewegtes Wasser, dargestellt (Sc heil Textes Ham.sbnit I p. 90 Z. 12 und Tafel 18). Das Licht hat Wellen, muss nach Ansicht der Assyro-Babylonier Wellen haben, weil es flutet, sich flutend er gi es st. Die assyr.-babylonische Wellentheorie des Lichts hat also mit der modernen Wellenthoorie nur den Namen gemein. Was Delitzsch Schriftsystem p. 129 f. sagt, ist somit nicht dasselbe wie das, was ich oben gesagt habe. Wenn nun Marduk1», des Licht-, nicht des Sonnengottes (o. Nachtrag zu p. 10 Z. 1 u.) Waffe der abübu = „Sturm- flut" ist, so dürfte damit ursprünglich da« Licht oder Etwas davon, also eigentlich er selbst oder ein Teil von ihm, gemeint sein und der Pfeil, womit die Tiämat getötet wird (p. 28 Z. 101 f.), ein Lichtstrahl. Das Licht lässt uns nach der Nacht die Welt mit ihren Teilen sehen, bringt sie mit ihren Einzelheiten zum Vorschein, das Licht ist daher der Welt- bildner. Damit ist zusammenzustellen, dass Gott nach Genesis 1 zuerst das Licht schuf. Der Kampf Marduk' 8 gegen die Tiämat ist also ein Kampf der Lichtflut gegen die Wasserflut — Flut gegen Mut. Eine höchst merkwürdige Parallele hierzu ist, dass die Sintflut durch die 36* 564 8. 24 f. Z. 49—8. 30 f. Z. 140. grossen Lichtgötter, abübu - Starmflatgötter , eingeleitet wird (S. 236 Z. 99 ff.) Marduk als Gott des a&tftii, d. i. der Lichtflut, hebst nun — nicht ganz mit Recht : denn amaru ist eigentlich die Wasserfiat — Amaru and A(Y)marukkam, woneben, da -m unwesentliches Suffix, ein *Amaruka existiert haben muss. Beachte Z. f. Assyr. IV p. 244 Z. 5 and 7? Er kämpft gegen die Wasserflut, die abübu der TYomot. Denn die kämpfende Tiämat erscheint sicher als eine dahinstürmende Wasser- flut. Ist es da zu kühn, trotz mehrfacher Misserfolge einen neuen Er- klärungsversuch für Opo?(a>)*« = (&aXat& d. i. nach Robertson Smith ) Sa fit s- Tiämat bei Berossus zu wagen and darin ein Amaruka = atmbu zu sehen V Uebrigens könnte a-ma-ru-kam = anumma „jetzt , sofort". abb(pp)uUum und lä tiggum „zögere nicht" (?) in Z. f. Assyr. IX p. IGo gegen p. 333 o. dasselbe Wort sein und seine eigentliche Bedeutung „(schnell wie) die Sturmflut". Zu S. 24 f. Z. 52. Ergänzung von sisi wegen der Singulare räfüsu und mupparia bedenklich. Aber Z. 53 ff. Zu S. 26 f. Z. 68 und Anm. 1 dazu. S. auch zu p. 186 Z. 13. Zu S. 26 f. Z. 90 und Anm. 3 dazu. Vgl auch die archaische Form des Zeichens für isdu (Thukeau-dangin Recherche* I, No. 309), die offen- bar die Beine mit Gesäss oder, besser noch, ein einzelnes Bein darstellt Zu S. 26 f. Z. 92 und Anm. 2 dazu. Zu su'ulu = iu^uiu Tgl. noch muntyu für munVu (s. o. den Nachtrag zu S. 6 Z. 16), müfyi neben miTi = „Salz" (V R 31, 8; s. o. zu p. 164 Z. 20), Nabü-^ammi für Nabu- ammi (woneben Nabi-immi) = „Nabu ist mein Verwandter (? !)" (Strass- maier Nabochod. p. 18 f.), und aus älterer Zeit Hammurabi für Amwut- rabi = „von grosser Familie, Verwandtschaft" (cf. z. B. Ammisatukta (zadugga) = „von feststehender, d. h. nicht aussterbender, Familie") und tardbmanni für tara'manni in El-Amarna London No. 2 Z. 34 (K.B. V, 16). Zu S. 26 f. Z. 95 u. Anm. S. zu p. 116 Z. 9. Zu 8. 28 f. Z. 113 und Anm. 1 dazu. Zur Bedeutung von tu- j){b)uktu = kibratu s. jetzt auch Recueil XXIII p. 4 Z. 9 eines Separat- abzugs (Scheil), wo parakku — „Kammern" mit kibräH in K 2606 Obv. Z. 16 (Beitr. z. Assyr, II p. 461) wechselt! S. u. p. 584 o. Zu S. 28 f. Z. 134. Nach und mit Zimmern ist das Wort sidu oder sidü gewiss aus dem Wörterbuch zu streichen und dafür, da (mit Pinches , gegen Jensen in Z. f Assyr. I, 59 Anm.) Si-di = igi-sa in II R 39, 58 = assyr. igisü = „Geschenk", igisü einzusetzen, t in 5i- Di-f also phonetisches Complement dazu. Zu 8. 30 f. Z. 136. ibannä vielleicht = „ersinnt4*. S. zu p. 242 Z. 178. Zu S. 30 f. Z. 138 und Anm. 1 dazu. Oder im Anschluss an De- litzsch 1. c. : „setzte in, d. h. bestehend in oder gemacht aus, ihrer Hälfte hin und machte zur Decke den Himmel"? Zu S. 30 f. Z. 139 f. Ob der parku, worunter nicht nur ein Rie- gel verstanden zu werden braucht (s. Winckleb AUor. Forsch. II, 303 8. 30 f. Z. 139—6. 565 Z. 4), sondern der Bed. von paräku gemäss (s. V R. 4, 125 ; IV R* 29* 4 C Addit.) auch eine absperrende Erhöbung, eine „Sperre", der supuk iami, der „Himmelsdamm44 (? o. p. 467 f.) ist? Hiergegen spricht aber das Verbum sadädu , sonst = „ziehen", nicht einmal mit der Bed. „schieben" bezeugt. Jedenfalls dient der parku zur Absperrung des Meer es (der Wasser der liämatl) vom Himmel und soll verhindern, dass es, das tote Wasser, nicht in den Himmel, den Wohnsitz der Götter, eindringt, nicht etwa, dass es daraus entweicht. Denn im Himmel befindet sich ja kein Meerwasser, sondern nur apsü- Wasser (o. Nachtrag zu p. 2 Z. 3 f.). Zu S. 30 f. Z. 143 f. Oder: „Dann maass ab der Herr nach der Gestalt des apsü und errichtete etc."? Zu S. 30 f. Z. 144 f. u. Anm. 1 dazu. Nach IV R* 30 No. 2 Obv. 18 u. Rev. 6 ist Ka-di eine Gottheit der Unterwelt, nach V R 31, 30 ist sie identisch mit der „Schlange" — einem chthonischen Tier — , nach Scheil Textes elam.-semit. p. 91 Z. 23 (vgl. dazu ibid. Tafel 16 ff. oben) ist die „Schlange" ein miru = „Kind", wenn nicht, wie Zimmern zur Er- wägung vorschlägt, ein sipru = ein „Sendung" der Gottheit Ka-di, und nach V R 46, 29 ist das Sternbild der Schlange eines oder das der Eres- higal, der Königin der Unterwelt, endlich ist diese Schlange, die Gottheit Ka-di, nach VR 52, 19 f. und HR 59, 21 ein rabisu, d.i. „Aufpasser", „Vogt", von Isara. Wenn sonach dies kein Tempelname ist, sondern einen Teil des Kosmos bezeichnet, kann damit nur die Erde gemeint sein. Aber auch im entgegengesetzten Falle. Denn ein Tempel f§ara würde das kosmische Isara darstellen und dessen Götterpersonal dem Personal dieses isara entsprechen, also die Schlangengottheit auch in einem Tem- pel iiara darauf schliessen lassen, dass Iiara, wenn = „Himmel" oder = „Erde", Letzteres ist. Ganz dasselbe ergiebt sich auch daraus, dass die Erdgöttin Bilit die Kraftfülle von hara heisst (IV R8 27, 26), ob dies hier nun ein Tempel oder der so genannte Teil des Kosmos ist. Zu S. 30 f. Z. 146 u. Anm. 1 dazu. Ilu-a-bit aber auch = Nabu. S. Recueil XX p. 7 eines Separatabzugs Z. 17 etc. und Scheil ibidem p. 11 Anm. 1. Zu S. 30 f. Z. 2 und Anm. 2 dazu. Zu den s(ß)ib-bi-i bei Zimmern 1. c. s. s(s~)ib-bi bei Tiglatpileser I. Col. II, 76, vielleicht und am Wahr- scheinlichsten Bezeichnung eines Bergtiers, möglicher Weise aber = „Hirte". Zu S. 30 f. Z. 3 und Anm. 1 dazu. Dagegen Hesse sich ein Kai KTl (s. Delitzsch Handw. p. 232) als Secundärbildung von uddü (zu $*p) denken, und eine Verbindung adi Nannari (s o. Nachtrag zu p. 2 Z. 11) neben Vers 12 f. auf unsrer Seite befürwortet dies und spricht für ein Verbum adü mit der Bedeutung „bestimmen, kennzeichnen" und ein glei- ches Substantiv mit der Bed. „Bestimmung", speciell „Zeitbestimmung". Dann könnte adü = „Vertrag" (zu Gunsten Jemandes) dasselbe Wort sein. Zu S. 30 f. Z. 6 und d. Anm. 1 dazu. Oder ist nach Z. 1 f. der Standort des Wibiru der Jupiterplanet selbst? 566 S. 30 f. Z. U— 8. 44«. Zu S. 30 f. Z. 11 und den Anmerkungen dazu. S. den Nachtrag zu p. 204 f. Z. 4 ff. o. Zu 8. 36 f. Z. 27 f. und Anmm. dazu. Vgl die Anm. zu f»-n#?) in Z. 231 auf p. 246. Zu S. 36 f. Z. 28 u. Anm.l dazu. Zu ukkusu syr. tJsfc = „vertreiben" ? Zu S. 36 f. Z. 30 und Anm. dazu. S. d. Nachtrag zu p. 2 Z. 11. Zu S. 36 f. Z. 4. risu arkät nach Zimmern, wegen Sabgon Cy- linder Z. 66, wo ina risi u arkäti = „vorne und hinten", = „Urzeit und Endzeit". Möglicher Weise, in der Hauptsache mit ihm, = „Anfang und iEnde", oder „Vorderseite und Rückseite", „Vorderteil und Hinterteil0 von rgend Etwas im Räume. Zu 9. 38 f. Z. 32 und d. Anm. dazu, libbu rüku auch bei Reisneb Hymnen p. 5 Z. 13 und p. 130 Z. 7. Darnach kaum = „mitleidig", son- dern eher = „von fester Gesinnung". Nach K 2107 (bei Delitzsch Weltschöpfung p. 155) libbu rüku [ = sag-zu = Inneres -f wissen. Doch zeigt die Glosse sud zu zu wohl, dass der Verfasser von K 2107 zu = rüku nicht als Ideogramm, mit der Grundbedeutung „ wissen, ken- nen", betrachtete, sud ja =» rüku = „fern". Zu S. 38 f. Z. 8. Der aprö-Ocean mit Süsswasser unter, wie auch jenseits der Erde und über dem Himmel (o. Nachtrag zu p. 2 Z. 3 f.) war noch nicht da, wohl aber das Salzmeer (p. 40 Z. 10 f.). Zu 8. 40 f. Z. 11 und der Anm. dazu. Oder i-nu hier = „Quelle"? Aber was bedeutete: (da) die Quelle im Meer ein Wasserlauf war? Ist aus dieser Quelle — falls so zu deuten — der apsü mit Süsswasser (o. p. 38 Z. 8) hervorgegangen? Oder i-nu hier wegen V R 22, 36 f. (a- dan, auch = milu = „Hochflut", = t-nu), = „Hochflut", „Hochwasser4? Was bedeutete Z. 11 dann? „(als) die jetzige Hochflut im Meere noch ein (kleiner) Wasserlauf war"? Zu rätu nur = „Brunnen" „Wassergrube" „Wasserlauf" s. auch o. zu p. 252 Z. 315. Zu rätu auch von einem grossen Flusse s. das Ideo- gramm a-rat für den Purattu-Euphrat. Da in Z. 8 der apsü mit Süsswasser noch nicht vorhanden ist, in Z. 13 aber seine Existenz vorausgesetzt wird und rätu1 8 nur mit Süss- wasser gefüllt sind, so scheint, wie auch immer zu übersetzen ist, Z. 11 von dem Ursprung des apsü zu handeln. Möglich, dass nach diesem Schöpf ungsmythus das reine Süsswasser durch das reine Licht des Licht- gottes Marduk (o. Nachtrag zu p. 10 Z. 1 u.) aus dem Salzwasser ge- schaffen ward, falls nicht durch die Anunnaki, die Götter des Süss Was- sers. S. den Nachtrag zu Z. 15. Zu S. 40 f. Z. 15 und der Anm. dazu. Da die Anunnaki die Göt- ter des reinen, heiligen und reinigenden, heiligenden Süsswassers sind (o. zu p. 290 Z. 5), so dürfte hier auf sie die Entstehung der heiligen Städte Babylon und Iridu mit (i)s(8)akila im apsü zurückgeführt werden, also ipus für r pu.su stehn. Zu S. 44 ff. Auch diese Geschichte soll wohl, wie die Schöpfungs« S. 44 IT.— S. 54 f. Z. 27. 567 geschiente Inutna ilti, den Ansprach Btl-MarduVs (s. p. 46 Z. 1 o.) auf die Weltherrschaft oder doch die Herrschaft über Babylonien (p. 44 Z. 22) begründen : Ein Lab-öw, vielleicht eine gewaltige Schlange aus dem Meere, möglicher Weise eine personifizierte Sturmflut oder Sintflut, hat in der Vorzeit, aber, als die Menschen bereits auf der Erde waren (p. 44 Z. 1 ff.), das Land heimgesucht. Bil tötet das Tier und wird so gemäss Z. 22 König des Landes, d. i. vielleicht der ganzen Erde. Das Tier erschien vermutlich im „Jahre der — mit ihm identischen — grossen wütenden Schlange", wozu Z. 'f. Assyr. IV p. 369 Z. 5 (4) zu sehen. Uebrigens braucht ihr Besieger Bil nicht Bil-Marduk, sondern kann der „alte Bilu, der Herr der Länder, von Z. 7 sein. Zu S. 46 ff* Auch der Zü-Mythus scheint, falls Lugalbanda oder Marduk als Bezwinger des Zu zu gelten hat (s. p. 54 Anm. 3 und die Anm. zu p. 54 Z. 2 u.) die Weltherrschaft Bil- Marduk1 8 erklären zu sollen: Dem Göttervater Bil werden die Schicksalstafeln von Zu geraubt. Jener verspricht demjenigen den Vorrang unter den Göttern, der den Sturmvogel tötet. Wenn das Marduk-Lugalbanda gelungen sein sollte, hätte er also erst dadurch die Weltherrschaft erworben. Darnach wäre unter dem Göttervater Bil in unserm Mythus, der in ihm zu Anfang der Herr der Götter ist, gegen p. 370 Mitte nicht BU- Marduk, sondern der ursprünglich davon unterschiedene „alte Bil" zu verstehen. Vgl. übrigens bereits Jastrow Religion of Babyl. and Assyr. p. 538 ff. Dass Zu ein „Sturmvogel" ist, ergiebt sich ja aus seinem Ideogramm und seiner Etymo- logie (= fcCFlY) Zu heisst aber auch noch im Assyrischen „Sturm", näm- lich in zi-i uzni V R 47, 10, einem Synonym von der Ohrenkrankheit amiru, gewiss „Ohrensausen". Cf. IV R* 1*, 2, wo imbullu ämirüti trotz des Ideogramms §i-gab für ämirüti gewiss = „sausende Stürme". Also Zu gewiss in Uebereinstimmung mit der allgemeinen Annahme ein perso- nifizierter Sturm. Marduk' 8 Sieg über die stürmisch erregte Tiämat (und ApsüT) bedeutet den Sieg der Lichtflut über die Salzwasserflut (und das Süsswasser ?). Da dürfte es naheliegen, dass der #ö- Mythus Marduk, den Lichtgott, als Bezwinger der Luftflut feiern soll. Zu 8. 54 U Z. 2 u. und Anm. 2 dazu. Nach dem eben Bemerkten wäre diese Anm. nicht zutreffend. Jedenfalls aber wäre Lugalbanda wohl zum Berge Säbu geflogen aus einem Grunde, der damit zusammenhängt, dass dies der Berg des von Zu beraubten Bil war. S. den folgenden Nachtrag. Zu S. 54 f. Z. 21. Ina könnte == ln(a) = „Herr" = BÜ sein, Nin-gu-in-na ist nach II R 55, 11 die Bilit ili, die „Herrin der Götter". Also Ina und Ninguina gewiss Bil, der Herr des £ö&u-Berges (o. zu p. 54 Z. 2 u.), und Bilit, seine Gemahlin. Zu S. 54 f. Z. 27 und der Anm. dazu. Zu Sim == Siris , einer Weingöttin, s. auch II R 56 Z. 17, wonach der: „Was hat mein Herr getrunken ?" genannte Gott wohl ein Sim von (I-)sak+la heisst. S. Brün- now, List No. 8927. Beachte ferner IV R" 14 No. 2, Rev. 20 f., wonach der Feuergott Bilyi Genosse oder Freund der Nin-ka-si-Siris ist* 568 S. U f. Z. 29-8. 68 1 Z 6. Zu 9. 56 f. Z. 29 und der Anm. 1 dazu. S. auch masitu, für Wein, in Beitr. e. Aseyr. II, 636 Z. 45 f. Zu S. 58 f. Z. 8. Zu bub(p)ur s. auch zu p. 280 Z. 3. Zu 8. 60 f. Z. 10 und der Anm. 1 dazu, ta-bi-ir, dessen a bei ei- ner Ableitung von einem ^yn befremdlich, doch nicht für tabär = „fingst*? Aber die Verbindung mit tatdbat befürwortet jene Etymologie. Zu S. 60 f. Z. 10 u. der Anm. 2 dazu. S. auch Addit. zu IV R' 56 [63] p. 11 oben links: ubbutu \\ subbutu. Zu S. 60 Z. Z. 14 und Anm. Zu labänu = „Halsmuskel" 8. Tigl. I Col. III, 49 f. (die Wagen legte ich auf die Halsmuskeln). Vgl. die Anm. zu p. 176 Z. 169. Zu S. 62 f. Z. 6 und d. Anm. 1 dazu, ft für k im Assyr. auch wohl in franäsu für Jcanäsu (s. zu franäsu Delitzsch Handw. p. 284) und in sutamkuris für sutamkuris = „gegenübertretend" bei Tiglatpileser I Col. I Z. 55. Derselbe Tiglatpileser schreibt ja andererseits für ' & in usatylu für u&a'ilu (o. p. 338 o.) und mun%u für munVu (Nachtrag zu p. 6 Z. 16), schreibt auch svDnunu für s'uznunu (Col. I, 43). Zu S. 62 f. Z. 6 ff. Oder von kizriti in dieser Zeile an bis Z. 12 eingeschlossen Alles von dl in Z. 6 abhängig? Also: der Stadt der Dir- nen etc. , der Beduinen etc. , der Eunuchen (?) etc. , der Degenträ- ger etc. ? Dagegen spräche 1) Z. 13 , welche sich dann anakoluthisch auf Z. 5 zurückbezöge, und 2) Z. 8 f., wonach dann Beduinen, die fana eingestürzt hätten, in Erech gewohnt hätten. Indes enthält das Anako- luth keinen zwingenden Gegengrund nnd die Beduinen können ja die Herren und Eroberer von Erech gewesen sein, also der Statthalter in Z. 13 ein fremder Herr, nämlich ein Beduinenscheich. Beachte Z. 14. Zu S. 62 f. Z. 9 u. den Anmm. dazu. Nach der vorhergeh. Anm. hätten also die Beduinen, die Feuerbrände geworfen haben, nicht aber die Eunuchen und Einäden (?) lana eingestossen, diese also nichts Feind- seliges gegen Istar verübt. Zu S. 62 f. Z. 11. Z. 11 muss wohl Apposition zu Z. 9 sein. In einer Apposition mit Regens und Rectum steht jenes der Regel nach auch hinter . einem Plural im Singular. Ob näS patri ausserhalb der Apposition Plural sein kann, scheint, falls nicht eine Compositum anzu- nehmen ist, fraglich. Doch siehe den Nachtrag zu S. 6 Z. 20 f. Zu 8* 64 f. Z. 23 o. und der Anm. dazu. Zu frub(p)w s. auch o. zu p. 280 Z. 3. Zu S. 68 f, Z. 6 und d. Anm. dazu. Thureau-Danoin behauptet in den Comptes rendus 1901 auf p. 9 eines Separatabzugs, dass ganam, auch = mindi, „fürwahr" heisst. Ich halte dies für richtig. Denn das passt für Letzteres überall — auch o. p. 106 Z. 40! — vortrefflich, erklärt, warum es nach VA. Th. 244 (Z. f. Assyr. IX p. 169) ein Synonym u. A. von kiäm „so", si-lürkä = „das ist wahrlich so" (o. zu p. 100 Z. 14) und der Verstärkungspartikel app{bb)una (o. p. 312 f.) ist, und macht eine gute Etymologie möglich. Denn mindi, wie die ursprüngliche Form des S. 68 f. Z. 6-8, 84 f. Z. 64. 569 Wortes gelautet haben dürfte, kann zu *tnadü „wissen" gehören und für ein müdi-middi = „wisse" stehen. Dann müsste aber ein Zusammen- hang mit D^DÄ-DTtJ preisgegeben werden. Zu 8. 70 f. Z. 5 und der Anm. dazu. Dieselbe Zeichengruppe, su- kat, die 1. c. = kammu und tuppu, nach K „4378" Col. III, 53 = pas- iüru = „Tisch". Cf. unser Tafel aus tabula. Zu S« 72 f. Z. 13. „Jener Gesang" gewiss ein Lobpreis der im Vorhergeh. geschilderten furchtbaren Taten J(ü)ra?s. Deren Lobpreis schützt also vor ihnen. Zu Schutztafeln s. auch o. p. 292 Z. 9 und p. 296 ff. Z. 8 ff. und die Schlussbemerkung zu No. XI. Zu S. 76 f, Z. 2. Hiernach ta (?) der Vater sogut des Feuergottes Nerigal wie des Lichtgottes Marduk: Aus dem Wasser, dem Bereich Ia(?)'s, jenseits der Erde, steigt des Morgens und des Abends das kos- mische Feuer und das kosmische Licht empor. Daher auch der mit Nerigal verwandte Feuergott Bilgi Kind des apsüy des Süsswassermeeres (IV R* 14, No. 2 Rev. Z. 9). Zu S. 76 f. Z. 7 und der Anm. zu binnu. sib(p)tu binnu ana miat üm\ bedeutet wohl: „(Im Falle dass sich bei der gekauften Person) Fieber und Dgl. (einstellt), (kann der Kauf) nach 100 Tagen (rückgängig gemacht (werden)". Darnach die anderen Stellen mit sib(p)tu , binnu und sartu (wohl = Unrichtigkeit, körperlicher Fehler) in juristischen Texten zu be- urteilen. Binnu an unsrer Stelle vor Sldänu, doch wohl fraglos eigent- lich = „Glut", binnu = sib(p)tu = äudingiräku in II R 35, 41 f. un- mittelbar hinter ummu = „Fieberglut", und W[nnu] sowie Suding[iräku] direkt hinter tf[bu] = „Fieberglut« und im[mu ?] = „heiss" in K 4219 bei Meissner Suppl. p. 10 h. dürften ein gewichtiges Wort für unsere Deutung von 8%b(p)tu und binnu und damit von tniktu sprechen. Ande- rerseits ist aber sibit pi bei Sgheil, Textes klam.-s&mü. I p. 110 Z. 38 = „Stummheit", eig. = „Gepacktheit des Mundes", sodass sibtu allein „Schwäche", z. B. in Folge von Fieber, und Dgl. bedeuten könnte, und mikfu, das Synonym von binnu = sibtu, könnte auch „Fallen" schlecht- hin and darum „Neigung zum Fallen", z. B. in Folge von durch Fieber hervorgerufener Schwäche bedeuten. Dgl. Bedeutungen von sibtu und miktu und darum von binnu würden in den juristischen Urkunden noch besser passen, zumal neben dem parallelen sartu, das sehr wohl „Unsi- cherheit im Gebrauch der Glieder" bedeuten könnte. Cf. sarru = „Greis" II R 32, 28. S. dazu o. zu p. 22 Z. 9, p. 36 Z. 26 und Johns JÜeeds No. 94 Obv. Z 2 f., No. 105 Rev. Z. 2, No. 307 Rev. Z. 13. Zu S. 76 f. Z. 7 und der Anm. zu Mikit, Schluss. Beachte das auf IV, R* 50, 42 Folgende: „Zauberin! (So rasch) wie sich dieses Siegel herumdreht, möge dein Antlitz erglühen und fahl werden!" Zu 8. 84 f. Z. 64 und Anm. Zu amälu s. ummulu von Sternen in K 6051, 16 f. bei Craig Astron. Texts p. 5. Das Verbum bezieht sich darnach wohl auf die äussere Erscheinung, bedeutet also wegen V R 47, 29 ( dütum ummuUum ist glänzend geworden ) wohl „trübe , fahl sein 570 8. 84 f. Z. 64— S. 90 f. Z. 56. oder machen". Vgl. Vdä = „sich gramen" (?) , vielleicht eigentlich = „welken". Somit dürfte ra'äbu in der Tat eine ähnliche Bed. haben. Zu S. 88 f. Z. 32 und 36. Ein PA-Stein wird auch z. B. bei Craig Ed. Texte I, 80, 9, 13 (Zimmern Ritualt. p. 112 Z. 8 u. 12) erwähnt. Zu S. 88 f. Z. 33 u. 37. S. die Anm. zu p. 290 Z. 5. Zu S. 90 f. Z. 49 und 56 und den Anmm. dazu, sämu gilt auch vom Golde (Strassmaier Nabonidus No. 4, 6 und 8), kann also dann nicht „dunkelfarbig" oder „grau" oder Dgl., sondern muss „braun", „rot" oder „gelb" heissen. sämu ist nun aber ein Synonym von püü (Thomp- son Reports No. 87; cf. 83—1 -18, 1331 Col. IV 9 f. und II R 26, 44 ff.), das nach V R 19, 19 (vgl. Brünnow's List No. 3491) von Wein gesagt wird; ferner ist ad(t)ämu nach V R 28, 39 f. Soviel wie ein lubäru sämu und n^jt im Hebr. = „rot" und „(rot)braun", adämatu aber im Assyr. = ,.dunkelrotes Blut"; endlich bezeichnet za-kur (= uknü, auch = dunkelblau) + dir, auch = sämu, argamannu, den roten Purpur, za- kur + mi (= schwarz, dunkel) = takiltu (von akälu = dunkel sein) aber den dunkelvioletten Purpur. Also muss sämu = „rot" oder „braun", „braunrot" = q^^ sein. Vgl. Zehnpfund in d. Beut. z. Assyr. I p. 507 T Anm. und Sayce in den JVoc. Soc. Bibl. Arch. V p. 154. Darnach ist ein sämu genanntes Wildschwein wohl ein braunes Wildschwein und ein Jtalbu sämu ein brauner Hund (II R 6, 22 u. 41), und ein „Schreckens- glanztuch" genanntes Tuch in IV R* 30* 4 ein rotes Tuch, und der Pla- net Mars als Mikit isät = „Gefallenes von Feuer" = dir , = sämu, weil feuerrot, und sämtu bei Zimmern RituaUafeln S. 102 Z. 101 „Mor- genrot". Der sämtu- Stein hat als Ideogramm tak + gug, gug aber wechselt in K 4152 + K 4183 Rev. 18 f(f). mit dir = sämu. Also Scheint sämtu das Femininum von sämu = „rot" zu sein und — gegen unsre bisherige Ansicht — einen roten oder braunen Stein zu bezeichnen, vielleicht, weil aus Afrika bezogen (II R 51, 17), Porphyr. Als roter Stein bringt er daher im Edelsteingarten Reben, gewiss mit roten Beeren, hervor (o. p. 208 Z. 48 f.) und als solcher wird er so oft mit dem blauen Lapislazuli zusammen genannt. — Mit sämu ist J}ti§8ü bez. rus\s)ü ganz oder z. T. gleichbedeutend (V R 28, 39). Daher fruräsu fyussü „rotes oder braunes Goldu etc. (s. Stellen für bussü bei Delitzsch Handw. p. 295) und dasselbe bedeutet also auch fruräsu russü. Daher inbi rus- süti „rotglänzende Früchte", zlrnl russüti „rotglänzende Gesichtszüge", bigallu russü, die bisiti sadim, „feurig glänzende Fülle", von Edelsteinen aus den Bergen, usw. (Stellen bei Delitzsch Handto. p. 627 f.), daher ru§ = Jiuisü und russü auch = „wütend" — der Wütende ist rot im Gesicht — , daher im-rus = rasubbatu wohl eigentlich die Furchtbarkeit des Feuers nnd des Wütenden, der rot vor Wut ist. Ist doch der Feuergott Girru rasubbu und entsendet doch der Feuergott Nerigal ra- subbatu (8. zu r-s-b Delitzsch Handw. p. 623). Somit r-s-6 wohl zu C|flH Demnach ein (nubätu) r(b)ussü in Z. 49 gewiss ein rotes Kleid. Ein 8. 90 f. Z. 49— S. 120 f. Z. 35. 571 rotes Kleid und eine blaue Flöte, wie sonst so oft Rotstein und Lazur- stein zusammen erscheinen. Zu S. 92 f. Z. 3 und der Anm. 2 dazu. Zu usurtu als Synonym von iinUu 8. auch IV R* 23, 21 f.: usurtu \\ parau = „Befehl". Zu S. 92 f. Z. 6. „schuf ihn unter den Menschen" zeigt ebenso wie Anderes, dass Adapa nicht der „Urmensch" ist. S. p. 100 Z. 12 o. Zu S. 92 f. Z. 8. Zu atra frasisa s. zu p. 104 Z. 10 o. Zu S. 92 f. Z. 10 und der Anm. dazu. Nach dem Nachtrag zu S. 54 Z. 27 ist Minä-isti (tfo-ti ?) - biß der 5im d. L Weinbereiter von (I)sakila. Darnach ist der mü = nu^atimmu jedenfalls auch ein Brot- bereiter. Zu S. 92 f. Z. 13 f. und der Anm. 1 dazu. Nach dem Nachtrag zu S. 70 Z. 5 ist pasiüru etwas Aehnliches wie eine Tafel zum Schreiben. Zu S. 92 f. Z. 17 und der Anm. dazu. Nach Thompson Reports No. 231 Z. 1 f. ist in der Verbindung „ma\y)alu des Gewaltigen" mit dem Gewaltigen Nerigal, der Gott der Toten und der Unterwelt, gemeint. Zu S. 94 f. Z. 20 und der Anm dazu. S. p. 507. Zu 8. 96 f. Z. 29 ff. und 8. 98 f. Z. 24 ff. S. hierzu zuletzt Budde in der Iheol. Literatur z. 1901 Sp. 236 f. * Zu 8. 100 f. Z. 2 etc. Für nasru hier und im Folgendem nach dem neuen u. p. 582 ff. veröffentlichten Iiana-Text dessen Synonym irü zu lesen. S. dazu vielleicht K 1547 Rev. Z. 20 (Beitr. z. Assyr. II, 445). Zu 8. 102 f. Das hier, in p. 102 u. und p. 103 o., Gesagte wird durch den neuen u. p. 582 f. mitgeteilten neuen Text bestätigt, wonach der Adler in der Grube Speise erhält und dadurch neue Kräfte be- kommt. Zu 8. 108 unten. Das dort über die Einordnung von K 2606 Ge- sagte nach p. 581 f. u. zu modificieren. Zu 8. 108 f. Z. 1 1 und der Anm. 3 dazu. In El - Amanta London No. 5 Z. 26 doch nicht amilüti sa i-li natri d.i. „Leute, die über die Adler (Geier) gesetzt sind" zu lesen? Zu 8. HO f. Z. 16. Zu ina libbi = „durch" s. o. p. 250 Z. 296. Zu S. 116 ff. und der Anm. dazu (8. 422 o.). Da gi§-bil auch = abu „Vater" (II R 32, 60), mit gis-bil in der Gruppe für Gilgamii gi§-tu wechselt und tu auch wohl = abu (II R 62, 21), so ist eine ent- fernte Möglichkeit vorhanden, dass der Name: „der Vater gamis" be- deutet. Zu 8. 116 f. Z. 1 und der Anm. dazu. Da nach dem Nachtrag zu p. 2 Z. 3 f. der apsü nur aus Süss was 8 er besteht, so muss Crilgamis das Kraut zur Beruhigung des Meeres unter diesem, also wohl doch im nakbu geholt haben. Somit nak(g)bu in unsrer Zeile vielleicht doch der najpbu in der Tiefe. Oder der apsü bei Utnapistim der 'Äxeavoe-Fluss ? Zu 8. 118 f. Z. 9 u. 22. Ein jedenfalls anderes p(b)ukku p. 256 Z. 1 etc. Zu 8. 120 f. Z. 35 und der Anm. I dazu. Zimmern erinnert für ki-kak in /n-ki-kak an ki-kak = birütu = „Tiefe" II R 44, 75. Die- 572 S. 120 f. Z. 35— S. 148 f. Z. 46. 868 ki-kak, 1. c. unter ki-oal, auch = „Baugrube", = birätu erwähnt, wird nun zwar zunächst das „Bau - Untere" bezeichnen (kak = bauen), könnte aber natürlich auch für bi(i)rütu = „Tiefe" überhaupt gebraucht worden sein. Lies daher BU-bi(i)rüH ? Also „Ia-bani?" ein „Herr der Tiefe", aus der die Fruchtbarkeit kommt (p. 124 Z. 2!)? Und bezeich- net ki-§ar in der Variante In-ki-Sab die Tiefe als den „Ort der Üp- pigkeit" (= asar nufrsi) ? An unsrer Auffassung von „la-bani"'s Natur und Charakter würde hierdurch Nichts geändert. Zu S. 120 f. Z. 40 und der Anm. dazu. Zu iplru s. auch Craio Bei Texts II, 21 Z. 9. Zu 8. 122 f. Z. 24 u. d. Anm. dazu. In El-Amarna Berlin No. 8 Rev. 10 (8. dazu Zimmern in Z. f. Assyr. V, 149) bedeutet sum-su inakkiru-ka „sein Name, d. h. wohl die Bezeichnung, ein Ausdruck wie „Bote", „Gesandter", wird dir unbekannt, bez. fremd, werden". Also nakäru auf p. 122 Z. 24 = „sich wie ein Fremder vorhalten"? Zu 8. 126 f. Z. 8 und der Anm. 2 dazu. S. zu diesem Worte auch Craig Bei. Texts II p. 21 Rev. Z. 3: du hast ihn an deinem Busen grossgezogen. Zu S. 126 f. Z. 9 und Anm. 1 dazu. S. auch Haupt A. S. K. T. p. 118 Rev. Z. 6 u. 8. Zu S. 140 f. Z. 17 ff. Da Bil-kullati(?)-ia-bani(?) von der Unter- welt geträumt hat, ist unter dem Manne mit finsterem Antliz wohl der Höllenfürst Nerigal zu verstehen. Daher auch seine Adlerklauen. Denn die Dämonen und Totengeister in der Unterwelt sind ja vogelähnlich und vielleicht auch finsteren Antlitzes (o. p. 80 Z. 10 ; p. 188 Z. 28 ; p. 292 Z. 11 f.). Zu 8. 142 f. Z. 47 f. und der Anm. dazu, mallatu ist nach „K 4378" Col. III (Delitzsch Assyr. Les* p. 87) ein Synonym von ma- ftrru, dies von tulü, und dies entspricht sumerischem lis* -f x, li§ aber ist das Ideogramm für itkuru und itkuriu, und auch der Tisch (passüru) hat eine itkuriu (1. c). Wenn also die mallatu nach unsrer Stelle ge- füllt wird, so kann die itkuriu eines Tisches nur dessen Platte, vielleicht speciell eine ein wenig vertiefte sein und darnach wäre mallatu wohl ein mehr breiter als tiefer Napf, also etwa ein Teller. Darnach wäre der grosse lis, die mdkaltu des Wahrsagers (Zimmern Ritualtafeln p. 89), worauf geschrieben wird (Schwarzer Stein Assarhaddon's III, 19 ff.), wohl ein grosser Teller oder eine Tafel (mit Ständer?), wohl dazu be- stimmt, um darauf, vielleicht mit mysteriösen und nur vom Wahrsager zu deutenden Zeichen, zu schreiben (akälu). Zu 8, 148 f. Z. 18. Oder lies mam-ma lim-nu = „jedweden Bö- sen"? Falls unsre Lesung auf p. 148 die richtige ist, soll GUgamis das Böse vielleicht mit der Kraft der heiligen Ceder vernichten. Zu S. 148 f. Z. 20. Zu ev. siasi s. zu si(?)nasan(a) p. 286 Z. 12 f. Zu S. 148 f. Z. 4(k Nach dem Nachtrag zu p. 236 Z. 102 buriu vielleicht speciell ein „Steilberg". S. 148 f. Z. 3-S. 160 f. Z. 6. 573 Zu S. 14S f. Z. 3. Das ana stt Samsi ginge wohl auf den Zag nach Osten zum Lebensbaume hin. Zu 8. 150 f. Z. 37 und der Anm. dazu. Zimmern's Lesung gas- dütu = „Eigenschaft einer Jcädütu" wird stark gestützt durch aääütu von assatu = „Weibschaft". Zu S. 150 f. Z. 49. Lies natürlich, falls eine Form von arj^u zu lesen, ar-J[t)-* = „Monat[e". Zu S. 150 f. Z. 49 f. Die Richtigkeit der Ergg. in diesen Zz. (und o. in Z. 13 ff.) vorausgesetzt, geht auch aus ihnen hervor, dass Humbaba weit entfernt von Erecb wohnt. Zu S. 156 f. Z. 1 ff. und der Anm. zu Z. I und 5. Zur hohen Ce- der des elamitischen Bei, nämlich des Susinak-lnsuSinak (d. i. sumerisches(l) ln-Su8in-ak(i) = „Herr von Susa"!), s. auch III R 67, 68, wonach die- ser als der Ce&ern-Ninib der Ninib des Rufens (kültu) ist. Denn diesem Rufen des Ninib entspricht in unserem Text vielleicht das Gebrüll des Wächters der Ccder. In der Genesis findet es sich vielleicht wieder als die bip des beim Tages- d. i. Morgenwinde in seinem Garten lustwan- delnden (vgl. p. 1G0 Z. 4) Jahveh (Genesis 3, 8), welche, wie das Gebrüll Humbaba' % die, welche sich der Ceder nahen, Adam und Eva erschreckt, die vom verbotenen Baume gegessen: Die niiT blp „beim Tageswinde" ist vielleicht eigentlich die des Morgenwindes oder das Rauschen und Brausen der Bäume im Morgenwinde. Zu 8. 160 f. Z. 6. Da der Gedernberg, der Wohnsitz der Götter, im Osten liegt und vermutlich auf ihm der Choaspes, der Fluss von Susa, oder einer seiner Nebenflüsse entspringt (s. zu p. 142 Z. 44 und p. 156 Z. 1), darf dazu an den Borg von Baytötav-*Bagastänam-Ue\nBtan mit der grossen Dariusinscbrift erinnert worden, an dem der Choaspes vorüberfliesst. Denn * Bagastänam bedeutet „Götterstätte" und der Berg von * Bagastänam gehört zum Gebiet des Choaspes. Bemerkenswert ist vielleicht auch, dass der Fels von * Bagastänam die äusserste Südostklippe eines Gebirgszuges Namens Tabt-i-bostän , d. i. „Tron des Gartens", ist (Billebbeck Sandschak Suleimania p. 91 Anm. 1). Oder ist der Göt- terberg der Elvend, von dem ein grösserer Nebenfluss des Choaspes herunterkommt?? Zu altpersischen Götterstätten auf dem Elvend und bei Behistun s. Jcsti Geschichte Irans im Grundriss der iran. Phil p. 427. Zu S. 160 f. Z. 6 und der Anm. 3 dazu. Nach King Magic No. 4 Z. 11 ist Irnina auch ein Beiname der Damkina, des Mi-Tf bez. Tf = simtu, d. i. „Zubehör", des apsü, d. i. des Süsswasseroceans (o. zu p. 2 Z. 3 f.), und der Herrin des Lebens (II R 55, 55 f., 58). Diese hat nach II R 55, 62 f.; III R 67, 23 f. und III R 68, 10 f. (t) 2 Namen mit der Btlü, der Doppelgängerin der Istar , gemein. Endlich ist das Ideogramm für Irnina-Innina auch = mus = zimu = „Glanz", dessen anderes Ideogramm suh, lediglich die gunierte Form von jenem ersteren Ideogramm, auch das für den Wasch-i^mt, Tti-nv, ist (83—1-18, 1330 574 8. 160 i. Z. 6— S, 170 f. Z. 58. Col. III, 25 ff.). Decken sich somit die Irnina-Iüar und die Irntna- Damkina zum Teil und bezeichnet Irnina die Istar als eine Göttin des leinen , glänzenden , Lehen spendenden Süsswassers , die dann auf dem Götterberge an der Quelle eines heiligen Stromes (des Choaspes? s. zu p. 156 Z. 1 u. 5) gewohnt hätte? Ardvi-füra-Anähitai Zu S. 160 f. Z. 10. Ist 8amanu der gleichlautende Krankheitsname (dazu Delitzsch Handw. p. 503)? Dann wäre hier von einem SiM-Ge- wächs die Rede, das gegen eine bestimmte Krankheit gebraucht wurde oder diese hervorrief. Unter der Lebensconiphere, der Ceder, dann die Krankheitsconiphere. Cf. (isu) liu-gig = „Krankheits-SiM" Rm 367 Obv. 9 bei Meissneb Suppl p. 23 hinten, und II R 23, 26. Dies heisst nach der letzten Stelle auch is tanütim d. i. (s. zu o. p. 72 Z. 16) „Furcht- barkeitsbaum*1. Möglich daher, dass auch der 8amanu-&m ein solcher ist und also Krankheit erregt. Vielleicht soll er die Ceder schützen, sogut wie der gissu darunter, der möglicher Weise eine Dornart ist, und ver- hindern, dass sich Jemand unter ihren „guten Schatten" begiebt. Zu S, 166 f. Z. 1. Oder lili hier, wie sonst (s. Zimmern Ritualt. p. 221), = „Zeug", „Kleider". Vielleicht Alles, was Gilgamis anhat und trägt, die Waffen eingeschlossen. Zu S. 166 f. Z. 11 und der Anm. dazu. ümi(u)iu wohl speciell = „ Metallglanz". Deshalb II R 30, 42 hinter „Grünspan4* genannt? Zu S. 166 f. Z. 13. Die Uebersetzung von sammatu nach Anderen wegen des hebräischen U^*ßü- Allein, da sammu\ mit s, im Assyr. nicht nur „Kraut**, heisst, sondern auch Medicin(l) und gewiss zu ara- bischem .£ gehört, so dürfte hebr.-aramäisch-arabisches "T30 auf dieses assyr. sammu als Lehnwort zurückgehn, sammatu mit * also Nichts da- mit zu tun haben. Ein echthebr. dem assyr. sammu entsprechendes Wort dürfte ja wegen des arab. ^ im Hebr. nach den Lautgesetzen nur als DTD (Plur. D^Ete) erscheinen. Oleich wohl bleibt für sammatu eine ahn- liehe Bedeutung wie die von mir gewählte recht naheliegend. Gehört es zu samanu p. 160 Z. 10? Aber 8. o. den Nachtrag dazu. Oder vgl. (isu) 8amm\ in Z. f. Assyr. IV p. 247 Z. 28. Zu 8. 170 f. Z. 56 und der Anm. dazu. Nach p. 290 Z. 6 daläfiu hier wohl wirklich vom Aufwühlen des Wassers. Stirbt das Pferd dann in Folge des Trinkens von schmutzigem Wasser? Zu S. 170 f. Z. 58 und der Anm. dazu. Nach Tiqlatpileser I. Col. I, 30 und A§§ubnasiraplu Col. 1 , 21 ist lit-ku ein Titel der Könige, nach III R 68, 22 lit-ku-gal, = grosser lit-ku, eine Bezeich- nung für 2 Gottheiten nach ihrem Amte, deren eine Ingara(i)j d. i. „Herr des gara?' heisst, während eine „Herrin des garai", Ni(n)gara{8) mit Namen, nach III R 69, 63 f. die Gattin des Stiergottes Har (s. dazu III R 68, 64) ist. Nun ist nach V R 12, 40 u-tul[ die Lesung von lit-ku und, wie in unsrer Zeile ittulla, so steht in V R 12 No. 4, 88 u~tul-la[ in Verb, mit ri'ü =s „Hirte". Also dürfte für lit-ku = utul[, eine Be- . 8. 170 f. Z. 58— S. 202 f. Z. 1 f. u. 575 Zeichnung für den König und für 2 Götter, die vollständige Lesung utullu sein und dies auf dessen bez. deren Hirtenamt hindeuten. 8. schon Zeitschr. für Ä88yr. III p. 201. Vielleicht ist utullu ein absolutes Synonym von ri'ü, vielleicht hat dessen Ideogramm mit Delitzsch Handw. p. 439 in IV R* 1, 40 f. gradezu die Lesung ri'%. Vgl. auch II R 32, 51, selbst wenn dort mit Brünnow List in der ersten Col. lit-lu und nicht lit-ku stehn sollte. Darnach in K 2001 Obv. 1 1 (Craig Bei Texte I, 15) rä'itnat utulli von der Istar mit unsrer Stelle = „die den oder die Hirten liebt", nicht „die Heerde", und man kann fragen, ob es, mit Delitzsch 1. c, überhaupt ein utullu = „Heerde" giebt. Ob sowohl IV R* 1, 41 als auch V R 12, 38 utul läti = „Hirt der Wildkühe" zu lesen ist? Die 2 Zeichengruppen hierfür enthalten ja an erster Stelle das Ideogramm lit für „Wildkuh" und „ Wildstier " 1 Darnach auch lit-ku = utullu viel- leicht speciell ein „Rinderhirt" und somit auch tab( dem Berge des 2tä, bedeuten kann, Ka- lypso aber die Tochter des Adas ist. S. die Nachträge zu p. 202 ff. Z. 1 ff. u. Zu S. 210 f, Z. 13 und der Anm. dazu. Auch hier mxndkma nach dem Nachtrag zu p. 68 Z. 6 = „fürwahr"? Zu 8. 220 f. Z. 49 u. cL Anmerkungen dazu. Nach Jebemias EöUe u. Paradies p. 24 soll diese Z. besagen, dass die beiden Fahrenden einen Weg von 45 Tagen in 3en zurücklegen. Aber 3 Tage hiesse doch wohl nur sa{i)läM ütni, Oder ist zu übersetzen : „Einen Weg von te er am dritten Tage" und, gegen o. p. 576, anzunehmen, dass man sich die Wasser des Todes — jenseits der Strasse von Gibraltar? — 45 normale Tagesfahrten von der phoenicischen Küste entfernt dachte? Zu 8. 222 f. Z. 16 und Anm. Übersetze vielleicht: „und Einer, der nicht meine Geräte oder, Kleider (Nachtr. zu o. p. 166 Z. 1) hat, fahrt [im Schiff]" oder: „und ohne meine Geräte (nämlich die von Gü- gamii zerstörten sut abni und urnu) fahrt [der Schiffer oder Ur-niminu] ? Zu 8« 230 f. Z. 11 und der Anm. dazu. Da der apsü, bei dem das Schiff nach Z. 81 vermutlich auf Stapel gelegt werden soll , nach dem Nachtrag zu p. 2 Z. 3 f. nur Süsswasser enthält, so kann er, da schwer- lich einen Fluss oder dessen Wasser, nur das Meer bei der Einmündung des Euphrat und Tigris bezeichnen. Zu S. 230 f. Z. 18 und der Anm. 2 dazu. In^nthgi nach Surpu IV, 82 „Herr von Graben und Kanal", die mit Wasser aus der Erde gespeist werden. Das kann also auch dafür angeführt werden, dass er ein chtho- nischer Gott ist. Zu S. 230 f. Z. 31 und den Anmm. dazu. S. d. Nachtrag zu Z. 11 oben. Zu 8. 282 f, Z. 39. Bei ist der Herr der Erdoberfläche. Darum soll VinapisHm seine angebliche Flucht von der Erde zum Weltmeer unter und jenseits der Erde mit dessen Hass motivieren. Zu 8t 234 f. Z. 77. Erg. mit Zimmern nach IV R» 55 [62], 31 37* 580 S. 234 f. Z. 77-S, 244 f. Z. 224. zu \la-d\m Samai räbl = vor Verschwinden der Sonne. Zu rabü s. m. Kosmologie p. 15 und 226 Anm. Zu 8. 236 f. Z. 99 ff. Die Götter, die bei der Sintflut zusammen- wirken, sind wohl nicht zufälliger Weise lauter Lichtgötter ersten Ban- ges. Das hängt wohl damit zusammen, dass, wie das Wasser, so das Licht sich als eine Flut über das Land ergiesst (o. Nachtr. zu p. 24 Z. 49): Als Lichtflutgötter wirken sie mit bei der Wasserflut Daher sind die meisten von ihnen abübu- Götter (o. zu p. 24 Z. 49). Zuerst kommt der Donnerer und Blitzer Adad, der aber zunächst nur donnert, dann Nabu, dessen Stern der Merkur, und der Lichtgott Sarru-Marduk, dann der Feuergott Jiüyra-Nerigal, dann der Sonnengott Ninib, endlich die Annunahi, die Götter der unterirdischen hellen Wasser (zu o. p. 290, 6), mit ihren Fackeln, wohl dem Wetterleuchten. Wie hier Lichtflutgötter die Wasserflut einleiten, so wird die Weltbildung durch die Bezwingung der Wasserflut durch die Lichtflut eingeleitet. Zu S. 236 f. Z. 102 und der Anm. 1 dazu. Zu baräiu — „auf-, ein pflanzen" = dim vgl. auch ditn = fatnäfu (Sc 280) einerseits, und Tiol. L Gol. III, 48 f. und IV, 14 f. (Berge oder ein Berg, die bez. der wie der *t£pp, die aufwärts gerichtete Klinge, eines Schwerts äamfu) andererseits, da ja zakäpu nach p. 494 ein Synonym von fraräSu. Also samäfu von einem Berge wohl eig. = „grade einpflanzen" und somit fyursu, von dessen Synonym frarääu, = „Berg" eig. ein „Eingepflanzter", „Aufwärtsgerich- teteru d. h. „steiler Berg44. Zu 8, 238 f. Z. 131 und d. Anm. dazu. Wegen des arabischen \jas£ = „Geburtsschmerzen haben", zu mdbä$u, wovon ündaftfu in unserem Verse, frayaltu hier doch = „Kreissende"? Zu S. 240 f. Z. 157. zUcJcuratu hier doch nicht wie sonst stets = „Tempelturm" oder „Turmtempel"? Der Ni$ir war aber jedenfalls ein heiliger Berg und auf dem wäre ein Tempel nicht deplaciert gewesen. Falls der Ni$ir erst durch seine Verknüpfung mit der Sintflut heilig ge- worden sein sollte, wäre der Tempel ja allerdings ein Anachronismus. Aber was machte das aus ? Und übrigens könnte der Berg ja schon vor- her ein Götter- oder Gottesberg gewesen sein. Zu S. 244 f. Z. 204 f. und d. Anm. dazu. S. den Nachtrag zu p. 202 f. Z. 1 f. u. Zu S. 244 f. Z. 224 und der Anm. 2 dazu. Zu abälu „trocken sein" vielleicht auch gegen Delitzsch Uandw. p. 514 muibil, vom Feuer- gott, der heissen Sonne, als Vernichter des saftigen Pflanzen wuchses, bei Sakgon Cylinder Z. 61, und ubbulu vom Getreide II R 16, 88. muibil dann für *mui\bil, wie muSziz für muiiziz. Aber ubbulu (uppulu1?) von Baumpflanzungen scheint bei Craig Relig. Texte I, 54, 25 auf die Zer- störung durch Insekten (zirziru's) zu gehen. Vgl. auch Reisner Hymnen p. 73, 4. Andererseits ubb(pp)ulüti in K 183 Bev. 2 (Beitr. #. Assyr. I p. 618) wohl mit Zimmern = „die Ausgedörrten, Ausgemergelten4', da dessen Verbum ussatminu wohl mit ihm » „haben Fett angesetzt". S, 250 U Z. 284 f. Nachtrag zum Text des Itana-Mythus. 581 Zu 8. 250 f. Z. 284 f. and der Anm. zu Z. 286. Zu der Dornpflanze als Schreckmittel s. IV R* 30* Z. 8 und K 626 Z. 12 (Lehmann, &*- maiiumukin Tafel XLIV) — ein Dornzweig zur &itotQ gewiss mit Scheil zu marj}is[su = „sein Weib" zu ergänzen, in der bis auf 13 Zeilenanfänge weggebrochenen 2ten Columne des Scheil'- schen Fragments lässt an [mar-tyi-is-su in K 8563 Obv.(?) (s. Harper'b Edition 1. c. p. 451) denken. Sollten diese beiden Textstücke näher zu- sammengehören, wäre das letztere wirklich der Obvers von K 8563 und vor p. 110 Stück III oben einzuordnen. Aber die sich hieraus nach dem unten Bemerkten ergebende Consequenz, dass zwischen Obvers und Re- vers von K 8563 der ganze Inhalt von Col. III — VI oder VIII des Scheil'- schen Texts und noch Mehr einzuordnen wäre, mahnt zur Zurückhaltung. Leider kann ich nicht mehr in Erfahrung bringen, ob eine solche An- nahme mit der Grösse von K 8563 + verlorenem Ergänzungsstück, soweit sie festzustellen ist, vereinbar wäre. Gegen diese Vermutung spricht aber auch der Inhalt von dem vermeintlichen Obvers des Textes. Denn nach dessen 6ter und 7ter Zeile: ((ilu) itana £(?)ar-n*[ = Itana der (?) Kö- nig(?)[ und ikimmuiu[ = sein TotengeistQ scheint Itana in diesem Teil des Textes schon tot zu sein, während er auf der Rückseite (o. p. 110 ff. Z. 2 ff.) am Leben ist. Somit scheint diese der Obvers, die andere Seite aber der Revers zu sein etc. Für die Einordnung von Col. I f. des neuen Bruchstücks ist zu beachten : Es ist wahrscheinlich , dass der Verstüm- melung des Adlers (o. p. 108 f. oben) seine Rettung durch Itana bald folgt und auch bald darnach erzählt wird. Diese ward auf der Scheil'- schen Tafel wohl erst in einer 8ten oder 6ten Columne berichtet, jeden- falls wird erst in ihr von seiner Erstarkung nach seiner Rettung er- zählt. Es ist darum unwahrscheinlich, dass die Verstümmelung des Adlers und, was der voranging, vor Col. I des ScHEiL'schen Textes anzusetzen ist. Somit dürften p. 100 Z. 2 — p. 108 Z. 18 zwischen Col. I oder II und Col. VI bez. VIII des neuen Textes einzuordnen sein und damit viel- 582 Nachtrag zum Text des Itana-Mythus. leicht auch, gegen o. p. 103 unten, zwischen E 2606 Obvers und Revers, vorausgesetzt nämlich, dass auf K 8578 Obvers in Z. 1 (o. p. 108 Z. 1) wirklich [it-]hu( = nasru oder irü) ptfu [tpttiamma ana (ilu)£ama8 oi/tfo ikabbi . . .] zu lesen und diese Zeile mit dem Folgeweiser von K 2606 iden- tisch ist. Eine Entscheidung hierüber hängt von der Grösse von K 2606 + verlorenem Ergänzungsstück ab. Leider kann ich die nicht mehr fest- stellen. Darnach wäre, unter der einwandfreien Voraussetzung, dass Col. I des ScHEii/schen Textes wirklich dessen erste Columne ist, die Beiben- Der Scheil'sche Text + K 2606. • • 2. [. . id«]-du-u iläni [ ] 3. [.] bar (.) $i-ru* si-ru ul(-)[ ] 4. ina päni-§u id-du-u iläni [ ] 5. [.].* u-kin-nu fä-ba ut(^)6-[ ] 6. [. .] lu-u rf-f-um6-äi-na [ ] 7. [I7-t]a-na lu-u i-d(t)in-Si-na f- .[ ] 8. §i-bir-r[w .] 9. (1) ra-bu-tum (ilu) Anunoaki9 Sa-i-mu Si-im-tim 10. (2) uä-bu im-li-ku mi-li-ik10 Sa ma-a-ta-am 11. (3) ba-nu-u ki-ib(p)-ra-tim §a-ki-na n §i-ki-it-tim 12. (4) roa4lf-rii a-na ni-Si i-lu I-gi-gu " 13. (5) i-zi-nam a-na ni-Si i-§i-mu 14. (6) Sar-ra-am la iS-ku-nu iu-lu ni-§i f-bi-a-tim 15. (7) i-na ^-;«15-tdm la ka-a?-ra-at ku-ub(p)-äum mf-a-nu 16. (8) u ha-ad-du-um u^(g,k)18-ni-arara la ?(z)a-ap(b)-ra-at l K 2606 Obvers Z. 2— 8. — 2 S. Z. 4. — s SoHabpbb p.46ll.c Auf der Photographie p. 505 nicht zu erkennen. — 4 Nach Harpbb lu. — 5 Oder o8(z,$)? — 6 Nach Harper dub. Aber nach der Photographie doch wohl um. — 7 Falls so zu erg. , davor höchstens der Personenkeil, nicht aber (ilu) zu erg. — 8 Col. I des ScHEiL'schen Textes ; schliesst sich direkt an Stück a an. Z. 9 — 18 inclusive im Wesentlichen mit Z. 9 — 18 in Col. 1 von K 2606 identisch. — 9 Geschr. A-nun-na. E 2606 hat A-nun (mit einem Keil zuviel?) -na-H. — 10 K 2606 : imtaüiku müiksun*{ Der Scheil'sche Text + K 2606. 583 folge aller jetzt bekannten Fragmente des Itona-Mythus die folgende: a) K 2606 Obvers und Col. I des ScHEii/schen Texte; b) Col. II davon und vielleicht, aber unwahrscheinlicher Weise, K 8563 Obvers(?) auf p. 451 von Beür. z. Äsayr. II ; c) oben p. 100 f. Z. 2 — p. 108 f. Z. 18 ; viel- leicht d) K 2606 letzte Zeile (ba-nu-ta-ma ug(= nü?)-ta-ka-a$-8u[ = und „Gutheit" . . . ihm[); e) o. p. 108 f. Z. 1— p. 110 f. Z. 19; f) letzte Columne des ScHEiL'schen Textes; g) oben p. 110 f. Z. 2— p. 114 f. Z. 36; vielleicht h) K 8563 Obvers(?)} der dann dessen Revers wäre. Der Scheiische Text + K 2606. • • • a. [. . . hatt]en die Götter [ge]legt [ ] [.]. Schlange Schlange nicht [ ] Vor ihn(m) hatten die Götter gelegt [ ], hatten [.]. gestellt, das Innere .[ ]. „[. .] möge sein ihr Hirte [ J [lt]ana möchte (er) ihnen (ge)geben (haben) . [ ] Hirtensta[b ]u b. Die grossen Anunnaki, die das Schicksal bestimmen, hatten sich hingesetzt, hatten den Rat des Landes geraten. Die die Bäume bauen, „das Gestellte hinstellen a, die den Menschen . . .(,) die Götter, die Igigi, hatten den Menschen . . . bestimmt, hatten keinen König über die Menschen der ruhigen Wohnsitze gesetzt Damals war eine Königsbinde, eine Königsmütze nicht „*u- sammengefiigt* worden und ein Scepter von Lazurstein war nicht ge . . t worden. = rieten ihren Rat. — n Auf K 2606 dafür 8[a]-hin ? Harper bietet -im. Lies har, auch = fcm?? — 12 So — mah(?) — Scheil. Auf K 2606 liest Harper [. ]- ik-, wohl mit Recht. — 13 K 2606 hat käli-iu-nu (ilu) Igig%[= alle Igigi[ — 14 Scheil hat aber ka ohne Fragezeichen. — 15 Geschr. PI. Doch gewiss nicht si-ma-tim zu lesen und ina simätim = „nach den Schicksalen"? Auf K 2606 beginnt die entsprechende Zeile mit ina ümisuma = „damals1*. — iß So nach K 2606: (abnü) «A;(fc^)nä. Vgl. Schein 1. c p. 1. •— 584 Nachtrag zum Text deB Itana-Mythus. 17. (9) la ba-nu-u iS-ti-ni-iS pa-ra-ak-ku1 18.(10) Si-bi-ti2 ba-bu ud-du-lu i-lu darodf-nim 19.(11) fca-ad-du-um mf-a-nu-um ku-ub(p)-Sum u Si-bi-ir-ru 20.(12) ku-ud-mi-i§ A-ni-im i-na Sa-ma-i Sa-ak-nu 21.(13) u-ul i-ba-aS-Si rai-it-lu-ku ni-Si-w»4 22.(14) [.*]-rttfl-tum i-na Sa-ma-i ur7-da-am • • • c.8 19. ala (ilu) Igigi Su-tas-ku-ru [ ] 20. (Ua) IS-tar rf-i-a [ina sami(-t) • u-6a-'] 21. u Sarra i-Sf-' i-[na ma-a-ti] 22. (ilu) In-ni-na ri-i[-a ina Sarol(-i) u-ba-'] 23. u Sarra i-Si[-' i-na ma-a-ti] 24. (ilu) Bil i-ha-at pa-rak-ki Sami(-f)[ u ma-a-ti] 25. iS-tf-ni-'-f-ma v\l*-l-a ina §ami(-\]] 26. ina ma-a-ti Sarra [w-fta-* ] 27. Sarru10-u-tu [ ] 28. ub-lam-ma [libba-Sü a-na ] 29. üäni mäti [ ] 30. [.]diS-diS Su dil[ ] • • d. ti • • 1. sa-am-na-am wa-ar-fea-am u-Si-ti-ga Su-ut-ta-pu1*. . .] 2. f-ru-u ma-fei-ir u-ku-ul-ta-am ki-ma ni-Si-im na-ia18-ri 3. f-mu-ga-am i-Su 4. i-ru-u [pi-i-Su] i-pu-Sa-am-ma a-na t-ta-na-ma iz-za-ga-ar-Su 5. ib-ri[ ]-ra-nu a-na-[&K u] at-ta i E 2606: la band kib(p)räti Utxnii[ = Nicht waren (?) zusam- men (?) Räume gebaut[. — 2 K 2606 : (ilu) Si-bit-tum. — 8 Scheil aber ab. Indes bietet K 2606 in Z. 17 f. : (ilu) Sibittum ili ummäm udilu[ ili dadmi udilu[ und statt Scheil's da-ab-nim üm-ma-nim zu lesen dürfte doch ausgeschlossen sein, ummänu = „Volk". — 4 Scheil aber Sa. — 5 Eine Ergänzung zu [8ar]rütum = „Königsherrschaft" scheint mit vz-d(f)a-am am Ende der Zeile unvereinbar. — 6 Oder L iub. — Der ScheiTsche Text + K 2606. 585 Nicht waren zusammen heilige Gemächer gebaut worden ; die Sieben hatten das(die) Tor(e) vor den (Menschen in den) Wohnplätzen verriegelt. Scepter, Königsbinde, Königsmütze und Hirtenstab lagen vor Anu im Himmel. Nicht giebt es Beratung der Menschen; [.]. . war aus dem Himmel heruntergekommen. . • Die Stadt hatten die Igigi [mit ] umgeben. ßtar [sucht im Himmel] einen Hirten und sieht sich i[m Lande] nach einem Könige um. Innina [sucht im Himmel] einen Hirt[en] und sieht [sich im Lande] nach einem Könige um. Bei besieht die heiligen Gemächer von Himmel [und Land], schaut nach einem Hfirten im Himmel] aus, [sucht] im Lande einen König [ ,] (das) Königtum [ ] [Sein Inneres] brachte hervor, [. . . zu . . en]; die Götter des Landes [ ] [•]•••[ ] • . • d. • • • Den achten Monat liess er vorübergehen ; [(dann) ging er wieder hin zu] der Pallgru[be]. (Da) hatte der Adler, der (die) Nahrung empfangen hatteQ wie ein brüllender Löwe (,) Kraft bekommen. Der Adler tat [seinen Mund] (auf) und spricht zu ihm, zu ttana : „Mein Freund [. . .] wir sind [. .]., ich und du. 7 Schwerlich lik zu lesen. — 8 K 2606 Obvers Z. 19—30. — 9 Har- per schraffiertes a. — 10 Oder lies Sarra u-tu = „sah, fand einen König" ? Zu u-tu s. «-tu o. p. 104 Z. 6 gerade im Jtana-Mythus. Indes spricht, mit Zimmern, der Mangel eines Zwischenraums zwischen Sarru und u-tu für eine Lesung üarrütu. — n Letzte Columne des ScHEiL'schen Textes. — 12 Zur Ergänzung 8. o. p. 106 Z. 28 und p. 108 Z. 57. — 13 Aber Scheu, ra. 586 Der ScheiTsche Text + K 2606. 6. /feil-bi[ ] 7. I-ta-na [ ] a-na 1-ru-u iz-za-ga-ar-Su 8. i-[ ] ka-ti-im-ti 1 So — KI(?) — SCHEIL. Anmerkungen zu S. 582 ff. 8. 582 f. Z. 3. Oder $i-ru = „gross" oder „Rücken". Die Schlange im Itana-MythuB (o. p. 100 ff. Z. 2 ff.) spricht für „Schlange'-. S. 582 f. Z. 7. Oder, da i-din für iddin und erst recht lü i-din für liddin doch bedenklich, = „möge ihr id{t,i)i(i)nu sein!"? Ein derartiges Wort mir aber unbekannt. Kann lü vor dem Imperativ stehen und zu übersetzen sein: „gieb ihnen!"? Zu lü-i-din, falls = „möchte er ihnen gegeben haben *, „hätte er ihnen doch gegeben" oder = „wenn er ihnen gegeben hätte" s. o. zu p. 176 Z. 181 ff. Oder ist zu übersetzen: „möchte er sie gerichtet haben!", falls nicht gar: „möchte er sie richten!"? S. 582 f. Z. 10. usbu für ütibu. Vgl. urdam in Z. 22, falls für üridam. S. 582 f. Z. 11. banü hier wegen Z. 17 und der Variante dazu fraglos = „bauen" oder „bilden", also auch IV R» 56 [63], 12, und nicht = „erleuchten" (gegen Delitzsch Handw. p. 180), was es jeden- falls nie heisst. Nach Z. 17 und der Var. dazu — darnach kibratu — parakku — und o. zu p. 48 Z. 40 mit den kibräti hier wohl „Räume", „Gemächer" für die Könige gemeint. Möglich , dass kibratu auch sonst =' „Königsgemach" und dass z. B. „Könige der kibräti? (s. Delitzsch Handw. p. 315) So- viel wie „Könige äsib parakki" (ibidem p. 541) ist. Zu kibratu, dem Synonym von tup(b)katu, = „Raum" b. o. zu p. 28 Z. 113.. Ist unter dem „Hingestellten"* der König als iaknu, „Hingestellter", „Angestellter", der Götter zu verstehen? Oder etwa = „Bau"? S. p. 48, Z. 39 f. und Parallelstellen. Falls sikiüu ein Synonym von kibratu sein sollte, dürfte es aber schwerlich mit SnFDtJ identifiziert werden. Die 2 auf einen Plural bezüglichen Singulare mit nachfolgendem Genitiv vielleicht als deren Substantivum vorangehende Appositionen nach Delitzsch Gramm, p. 328 zu beurteilen. Doch vgl. auch das selbstän- dige dägil pän Ai§ur bei Tiglatpileser I. Col. IV, 30, und die Nach- träge zu o. p. 6 Z. 20 f. und 62 Z. 6 ff. Oder ist Z. 11 (f. ?) Apposition zu Anunnaki in Z. 9? S. 582 f. Z. 13. Vgl. zu i-zi-nam, vielleicht für t-si-nam, den Anfang des 7fana-Mythus : diu t-pt-[ (Beitr. z. Assyr. II p. 463). S. 582 f. Z. 14. ibiätim Plural von ibltu, das nach II R 43, 14 = iuUu nij}iu. Diese Stelle zieht auch Scheil 1. c. p. 7 (des Separatab- zugs) heran. S. 582 f. Z. 15. i~na ü-'a-tim = „in selbiger Zeit" und i(i)nu = „Zeit* fem. generis? Aber inanna = Jetzt", falls = %na-annä\ Oder i-na Anmerkungen zu 8. 588 f. Z. 3—8. 584 f. Z. 22 o. 587 Befiehl [ ] !« ttana [ ], spricht zu ihm, zum Adler: „.[ ] verborgene(n). äi-'a-tim == „zur Zeit von Selbigem", wie inüfot = „damals" eig. = „zu dessen Zeit"? Oder lies Hpitim für etymologisches 8ip(b)äHm? In diesem Falle zu übersetzen: „Aus Wolle war etc". kasäru sonst vom Zusammenfügen von Mauern u. Dgl. Aber s. auch o. p. 2 Z. 6. Zu kub(p)su s. V R 28, 24 und 31 und zu mianu vgl. mit Scheu, minu = agü V R 28 Z. 15 f. 8. 584 f. Z. 17. Vgl. o. Z. 11. Zu der Bed. „zugleich" für istinii s. Delitzsch Handw. p. 153. Darnach istiniS hier Soviel wie „gleichzeitig"? Mit „zusammen" lasst sich hier Nichts anfangen. Schwerlich lä iitiniä = „zusammen nicht" = „insgesammt nicht". „heilige Gemächer" für den König. S. 584 f. Z. 18. Welche Sieben ? Die bösen Sieben ? Oder, da V -f II mit flu davor die Igigi bezeichnet, damit die in K 2606 Z. 19 hinter den Sieben genannten Igigi gemeint? Allerdings sind diese nach Addit. zu II R 39 No. 2 Obv. wohl 8 an der Zahl (]VIII = {ilu) V[H] ; es folgen die Anunnak[i] = ]IX), aber nach Reisner Hymnen p. 92 Z. 23 sind die vor den Anunnaki genannten „Schicksalsgötter" 7 an der Zahl und damit könnten die wohl auch nach unserem Texte Schicksale bestim- menden Igigi gemeint sein. Zur Differenz in der Zählung, dass die Anun- naki nach dem oben erwähnten II R 39 No. 2 Obv. ergänzenden Text ver- mutlich 9, aber nach Reisneb L c. Z. 24 f. 300 + 600 = 900 an der Zahl sind ! S. auch II R 25, 68 f. Welches Tor oder welche Tore? Das oder die des oder eines Pa- lastes? Weil kein König darin war? Oder ihr, der Sieben Tor, sodass die Menschen keinen Zutritt zu ihnen hatten ? Also keinen Zutritt zum Himmel, der ihnen etwa früher freigestanden hatte? Falls daänim zu lesen, dies nach den Vers 18 entsprechenden Versen im Paralleltext für dadtnim. Oder vielleicht mit Zimmern da-ad-mi zu lesen ? Nach dieser Stelle gegen o. zu p. 48 Z. 30 mit Delitzsch Handw. p. 211 dadmi doch wohl geradezu = „Menschen". Oder, falls das Tor oder die Tore am Himmel zu denken, dadmi auch hier = „menschliche Wohnstätten" ? S. 584 f. Z. 19 o. Zu mianu und kub(p)$u s. o. zu Z. 15. S. 584 f. Z. 20 o. Zu kudmis s. o. zu p. 12 Z. 11 und zu p. 22 Z. 41. S. 584 f. Z. 20 u. 22 o. samü wegen samai aus *samäu ? Cf. 1**. S, 584 f. Z. 22 o. Fall 8 [sar-]rt*-tem etc. zu lesen wäre, könnte 588 Anmerkungen zu 8« 584 f. Z. 22 o. —2. wohl nur übersetzt werden : — da kam das Königtum . vom Himmel herunter. S. 584f. Z. 19 iL Welche Stadt? Die Stadt der Igigi, also den Him- mel? Übersetze dann vielleicht „Stadt der Igigiu. 8. zu Igigi die Bern, zu SibiH in Z. 18 o. auf p. 587. S. 584 f. Z. 22 u. Innina anderer Name für Iitar in Z. 20. S. zu o. p. 160 Z. 6 und den Nachtrag dazu. S. 584 f. Z. 24. Zu fröfu s. o. zu p. 30 Z. 141. 8. 584 f. Z. 28. Zu libbu abälu s. o. zu p. 14 Z. 56. 8. 584 f. Z. 1. 8. zu iuttatu o. zu p. 106 Z. 28. S. 584 f. Z. 2. Zum „brüllenden Löwen" s. o. p. 68 Z. 1 1 und De- litzsch Handw. p. 439 f. Gewiss ist nCru (ibid. p. 440 b) bei Sanherib Kuyunäjik 4, 23, in Verbindung mit mit*, Dasselbe. Der Vergleich zum Folgenden oder Vorhergehenden zu ziehen? Der neue durch K 2606 ergänzte Text bringt auf die Vermutung, dass itana oder sein zukünftiger Sohn (o. p. 108 f. Z. 14 ff.; p. HO Z. 12 ff. o.) von Bei zum (ersten ?) Könige der königsloson Erde oder de« königslosen Landes ausersehen worden ist. Heisst es in K 8563 auf p. 451 in Beür. z. Ä8syr. 11,451 (ilu) Itana sarru [= „Itana, der| Königa[, dann hätte er die Königswürde auch wirklich erlangt. Doch ist eine Lesung ür-ru nicht unmöglich; das aber bedeutet „Kindchen" und damit könnte das Kind Itana1» gemeint sein, dessen Geburt sich, nach oben p. 584 f. Z. 1 wohl um Mehr als 8 Monate, verzögert zu haben, und um deren Willen und zu deren Herbeiführung sich itana mit dem Adler zur Geburtsgöttin Istar emporzuschwingen scheint (o. p. 103). Hierbei kommt es — 8. o. p. 114 ff. — zu einem fürchterlichen Sturz, wobei Itana ver- mutlich verunglückt. Ob sein Kind geboren und später König wird, wis- sen wir nicht. Auf K 8563 Revers(?) (1. c. p. 451) ist itana vermutlich tot. Dieses Stück lautet: 1. [. .] nü?[; 2. [mar-J]*-w-M4 a~na 8a-$u~m[a iz~za-kar ana . . .] = sein [We]ib [spricht] zu ihm [, zu . . .] ; 3. [.]ak- tu ia-a-H büu u-[ = [.]. . mir(mich) Haus . [; 4. kima J(*?)-ta-n» mu-ti xu[ = wie Itana (?) den Tod(? der Mann? mein Mann??) . [; 5. fcfma ka-a-ii [.]?«[ = wie du (dich) [.]..[ f 6. (üu) i-ta-na s(?)ar-ru [= itana Q der(?) König [ oder(?) . . .8tr-ru[ = . . . das(?) Kindchen [; 7. i-k(g)im-mu-Su ? [. .]? [= sein Totengeist .[. .] . [; 8. u Kp-sViir ina biti ??? [= und möge im Hause lösen . . .[; 9. «n? [ ] Kp(?)[; 10. u? ta[ = und. .[. „Druckfehlerverzeichnis". Lies: S. 4 Z. 6 o.: a-ma-tum. — Ibid. Z. 4 u.: a-di. — 8. 10 Z. 8: abi-*u. — S. 14 Z. 54: Nu-g(d)im-mud. — 8. 26 Z. 90: it-ru-ra. — 8. 28 Z. 116: mi-il-la. — S. 29 Z. 120: Duga. - 8. 41 Z. 22: , vor: auf. — Ibid. Z. 25 : Gras. — Ibid. Z. 28 : sein Junges vor :; , das Lamm. — S. 44 Z. 7: (ilu) vor Bll. - 8. 46 Z. 24: lab-W. — 8.54 Z. 4: Sadl(-i). — Ibid. Z. 15 f. : lu-pu-u$. — - 8. 56 Anm. 2 : ww-*i-i-fo*ro. — Ibid. Anm.5: ipul. . — 8. 62 Z. 12: a-na. — Ibid. Z. 16: ki-i. — S. 86 Z. 10: a-fci [. — S. 88. Anm. 2: Ikallu-kinu. - S. 92 Z. 4: napiStu(-tu). — 8. 93 Z. 12: er täglich. — S. 97 Z 9: (und). — S. 110 Z.6: li-pu-ui. — 8. 112 Z. 80: ki-i. - S. 119 Z. 1: (sind) Gott. — 8. 126 Z. 25: slri. - S. 146 Z.8: SamaS. — S. 159 Z. 40: achtsamer. — S. 168 Z. 38: na-Si-Xa. — 8. 171 Z. 64: Iäullänu. — 8. 176 Z. 174: i-li-ma. — S. 177 oben: Tafel VI. — 8. 190 Anm. 2: 29 f. — S. 204 Anm. 1 : amilu. — 8. 205 Z. 16: (sind) Gott. — Ibid. Z. 21: die zu. — 8. 213 Z. 34: Gesichtszüge. — 8. 216 Anm. 1: des Ia(?). — S. 222 Z. 3: '[..]. — S. 231 Z. 7: gesucht. — S. 239 Z. 119: „Der. — S. 241 Z. 155: , (aber). — S. 243 Z. 179: „Ver- richtung". — Ibid. Z. 195: grossen Götter. - S. 246 Z. 238: ip(b)-tf-si — S. 247 Z. 229 : kein „ , aber " hinter : auf. — 8. 248 Anm. 2 : geht — 8. 255 Z. 323 f. : ihr für : sein. — S. 257 Z. 21 : (sonst). — S. 259 Z- 1: einer. — S. 260 Z. 14: im-fea*-. — S.276 Z.35: Sii*tu. — S. 277 Z.9 v. u.: inär. — 8. 280 Z. 48: Siiirtu. — 8. 294 Z. 16: purussi. — 8. 299 Z. 6: er. — 8. 300 f. oben: Der König von Kütha, Anhang. — S. 310 Mitte: Adad für Itammän. — S. 327 Z. 3: liplipu. — S. 349 Z. 3 : Bei für : Unter. — S. 426 Z. 6 : 423. — S. 444 Z. 14 : Anähüa. — S. 461: vor suföü: Z. 13. — S. 539 Z. 19 v. u.: zi iunu. 6öttingen , Druck der Dieterich'scben Univ.-Buchdruckerei (W. Fr. Kaestner). Verlag von Beuther & Reichard in Berlin W. 9. Eeilinschriftliche Bibliothek. Sammlang von assyrischen and babylonischen Texten in Umschrift und Übersetzung in Verbindung mit den Dr.Dr.fi. Abel, G. Bezold, P. Jensen, F. E. PeUer, H. Winckler herausgegeben von Eberhard Sehrader. Von dieser Sammlung liegen nunmehr vor: Band I : Historische Texte des altassyrischen Reiches Mk. 9. — „ II: Historische Texte des neuassyrischen Reiches „12.— „ m, Hälfte 1 : Historische Texte altbabylonischer Herrscher „ 8. — „ III, Hälfte 2 : Historische Texte des neubaby Io- nischen Reiches „ 6. — „ IV: Texte juristischen und geschäftlichen Inhalts „13. — „ V: Die Thontafeln von TeU-el-Amarna „ 20. — (zugleich in englischer Ausgabe erschienen 1) „ VI, Teill: Assyrisch-babylonische Mythen u.Epen „ 30. — [Band VI, Teil II: Religiöse und verwandte Texte, befindet sich in Vorbereitung.] Ausführliche Prospekte versendet die Verlagshandlung stets kostenfrei. Einleitung in die Litteratnr des alten Testaments. Von S. B. Driver, D. D. Regina Prof. d. Hebr. u. Canonici» an der Christ Choren in Oxford. Nach der fünften vom Verfasser für die deutsche Bearbeitung durchgesehenen und vielfach erweiterten englischen Ausgabe Über- setzt und mit ergänzenden Anmerkungen # herausgegeben von Dr. J. W. Rothstein, Lio. n. ao. Professor der Theologie a. d. Unirersit&t sn Halle. Gr. 8°. XXIV, 620 Seiten. Mk. 10.—, in solidem Halbfranzband geb. Mk. 12.—. Verlag von Reuther & Reichard in Berlin W. 9. Hebraeisch und Semitisch. Prolegomena und Grundlinien einer Geschichte der semitischen Sprachen nebst einem Exkurs über die vorjosuanische Sprache Israels und die Pentateuchquelle PC. von Eduard Koenig. 1901. Or. 8°. VIII, 128 Seiten Mk. 4.—. Über die Herkunft der hebräischen Accente von Franz Praetorius. 1901. Gr. 8°. VI, 54 Seiten Mk. 4.—. ZZZZZ. in Schwarz- und Rotdruck. =r DAS TARGUM ZU JOSUA in jemenischer Überlieferung von Franz Praetorius. 1899. Gr. 8°. VIII, 48 Seiten Mk. 3.-. DAS TARGUM ZUM BUCH DER RICHTER in jemenischer Überlieferung von demselben. 1900. gr. 8°. VI, 62 Seiten Mk. 4.—. Homonyme Wurzeln im Syrischen. Ein Beitrag zur semitischen Lexikographie ▼on Friedrich SchuKhess. 1900. Gr. 8°. XÜ, 104 Seiten Mk. 4.-. 2044 054 091 921 The borrower must return this item on or before ine last date stamped below. If anolher user places a recall for this itern. the borrower will be notified of ihe need for an earlier return. Non-receipt ofoverdtie notices does not exempl the bonvwcr from overduefines. Andmer-Harvard Theological Library Cambridge. MA 02U8 617-495-5788 Please handle with care. Tliank you For helping to preservc library collections at Harvard.