Erſter Abſchnitt. Philoſophie des Plato. 231 der Einheit des Seyns und Nichts u. ſ. f. ſprechen. Bei die- ſem Augdru>k legen wir den Haupt - Accent auf die Einheit. .Da verſchwindet der- Unterſchied, als wenn wir nur von ihm abftra- hirten. Plato hat ſic) den Unterſchied derſelben ebenſo auch zu erhalten geſucht. Der Sophiſt iſt weitere Ausführung des Seyns * und Nichtſeyns: Alle Dinge ſind, haben ovold, ebenſo kommt ihnen auch oöx ö» zu; indem die Dinge verſchieden find, eins das andere des anderen, ſo liegt auch die Beſtimmung des Ne- gativen darin. Er ſagt alſo: Das Seyende hat Theil am Seyn, aber ebenſo auch am Nichtfeyn; das Theilhabende hat - ſo Beides in Einem, dieſes iſt dann aber auch ebenſo verſchie- den vom Seyn und Nidtſeyn. Vorerſt drü>kt Plato im Sophiſten das nähere Bewußtſeyn über die Ideen als abſtrakte Allgemeinheiten aus: Daß fie nur dieß ſind, dabei iſt nicht ſtehen zu bleiben; es iſt der Einheit der Jdee mit ſich ſelbſt entgegen. Plato widerlegt a) das Sinn- liche, 8) die Jdeen. Plato betrachtet daſelbſt die zwei Vorſtel- lungen: 4) „daß das Subſtantielle nur das Körperliche ſey“ (ſpäter Materialismus ), „und nichts Realität habe, als was man mit den Händen greifen könne, Steine und Eichen.“ 2) „Gehen wir zu den Anderen, zu den Freunden der Jdeen. Ihre Vorſtellung iſt, daß das Subftantielle unkörperlich , intel- lektuell ſey; und fie trennen das Feld der Veränderung (78»8- &y) davon ab: -In die Veränderung, Werden (7»8o» ) falle das Sinnliche, = das Allgemeine ſey für ſich. Dieſe ſtellen die Jdeen als unbeweglic< vor, und. ſchen die Beſtimmungen der Aktivität und Paſſivität.“ Plato ſckt entgegen: ,,daß dem wahrhaft Seyenden (rayre&8s öyr1) Bewegung, Leben, Seele und Denken (p00»77015) nicht abgeſprochen werden können, daß der voDg nirgends und in Keinem ſeyn könne, wenn cs unbe- wegt iſt.“ *) Plato hat ein ausdrüFliches Bewußtſeyn, „weiter *) Sophista, p: 246 -- 249 (p. 490 -- 196):