- Erſter Abſchnitt. Philoſophie des Plato. 917 niemals, und durc< die Weiſe des Herumführens wird es nur gut oder böſe.“ *) Dieß iſt näher das Verhältniß , welches Plato in Rückſicht des Innerlichen und Aeußerlichen feſtſeßt. Uns ſind dergleichen Vorſtellungen, daß der Geiſt aus ſich beſtimmt, das. Gute be- ſtimme u. ſ. .f. viel geläufiger; bei Plato aber war es darum zu thun, dieß erſt feſtzuſeßen. | ce. Unterſchiede des Erkennens, Weiſe der Wiſſen- ſchaft überhaupt nach Plato. Die Wahrheit ſezt Plato allein in das, was durc< den Gedanken producirt wird. Die Quelle der Erkenntniß iſt mehrfach; das Gefühl, die Empfindung, das . finnliche Bewußtſeyn iſt Quelle. Das Erſte iſt das ſinnliche > Bewußtſeyn; dieß iſt das Bekannte, von dem wir anfangen. Daß dadurch das Wahre gegeben werde, iſt eine Vorſtellung, der Plato durchaus entgegengeſeßt iſt, als der Lehre der So-' phiſten ; ſo ſahen wir es beim Protagoras. Beim Gefühl kommt leicht Mißverſtand vor. Alles iſt im Gefühl, wie jene plato- niſche zuyio: des Schönen. Das Wahre iſt hier in der Weiſe des Gefühls; das Gefühl als ſolches iſt nur Form. Mit dem Gefühl macht man Willkür zur Beſtimmung des Wahren. Was der wahrhafte Inhalt ſey, iſt niht durc< das Gefühl gegeben; denn da hat aller Inhalt Plas. Auch der höc