Erſter Abſchnitt. Philoſophie des Plato. 211 fteht ihr da die wahre Wiſſenſchaft. Da fieht fie das, was iſt (es öv); und lebt in der Betrachtung des Wahren, indem fie dem in fich zurükführenden Kreiſe“ „von ZIdeen) „folgt. Jn die- ſem Kreiſen“ (der Götter) „ſchaut fie (auf) die Gerechtigkeit, die Mäßigkeit (069p0009»17) und die Wiſſenſchaft, nicht von dem, was wir Dinge nennen, ſondern was in Wahrheit an und für fich ſelbſt iſt (rs övrwg 3»). Dieß iſt nun ſo als ein Geſchehenes ausgedrükt. „Wenn die Seele aus dieſer Beſchauung zurück- kommt, ſo ftellt der Fuhrmann die Pferde an die Krippe, ſpeiſt fie mit Ambroffa und tränkt fie mit Nektar. Dieß iſt das Le- „ben der Götter. Andere Seelen aber durch Fehler des Fuhr- manns oder der Pferde gerathen in Tumult, treten aus jenen himmliſchen Gegenden , hören auf, die Wahrheit zu ſehen, und , Rähren fich vom Futter der Meinung, und fallen auf die Erdez und je nachdem eine mehr oder weniger geſchen, in einen um ſo höheren oder geringeren Stand kommt fte hier. In dieſem Zuſtande aber behält fie eine Erinnerung deſſen, was fie geſe- hen; und wenn fie etwas Schönes, Gerechtes u. ſ. f. erbliät, ſo geräth fie außer fich, in Enthuftasmus. Die Flügel gewinnen Kraft; und die Seele exinnert ſich ihres ehemaligen Zuſtandes, in welchem ſie aber niht etwas Schönes, etwas Gerechtes u. ſ. f. erbli>te, ſondern die Schönheit und Gerechtigkeit ſelbſt.“ *) Das Leben der Götter iſt alſo für die Seele; in dem einzelnen Sc