Erſter Abſchnitt, Philoſophie der Plato. 207 thuſtasmus, der hier eine mächtige, Alles überwiegende Richtung auf die Jdee hat; = Bewußtſeyn, Wiſſen des Idealen, nicht Anſchauen, nicht der Enthufiasmus der Bruſt, der Empfindung. Er ſagt: „Er müſſe die Natur der göttlichen und menſchlichen Seele auseinanderlegen, um den Eros zu zeigen.“ =- „Das Erſte iſt, daß die Seele unſterblich iſt. Denn was ſich ſelbſt bewegt, ift unſterblich , unvergänglich ; was aber feine Bewegung von ei- nem Anderen hat, iſt vergänglich. Was ſich ſelbſt bewegt, iſt Princip; denn es hat ja ſeinen Urſprung und Anfang in ihm felbſt und von keinem Anderen. Und ebenſo wenig kann es aufhören, fich zu bewegen; denn nur das hört auf, was ſeine Bewegung aus einem Anderen hat.“ *) Plato entwielt alſo zuerſt den einfachen Begriff der Seele als des ſich ſelbſt Bewe- genden, die inſofern Moment des Geiſtes. Das eigentliche Le- ben des Geiſtes an und für ſich iſt das Bewußtſeyn der Abſo- lutheit und Freiheit des I