198 Erſter Theil. Griechiſche Philoſophie. aufeinander allenthalben, erſcheint (payzabduera) jedes als ein Vieles. =- Du ſagſt recht, =- I< unterſcheide nun hiernach ei» ner Seits die Schauluſtigen: und Künſteluſtigen und praktiſchen Menſchen, anderer Seits die, von denen die Rede iſt, welche man richtig allein Philoſophen nenut. == Wie meinſt Du das? == Nämlich ſolche , die gern ſchauen und hören (pe&odeduoreg xat ptänxoot), lieben, ſchöne Stimmen und Farben-und Ge- ſtalten zu ſehen und zu hören, und Alles, was aus dergleichen- beſteht; aber des Schönen Natur ſelbſt iſt ihr Gedanke unfähig zu ſchen und zu lieben. == So verhält es ſi<. =“ Die aber vermögen, auf das Schöne ſelbſt zu gehen, und es für ſich (xa aörs) zu ſehen, ſind dieſe nicht ſelten? =- Ja wohl. = Wer nun die ſchönen Dinge“ oder gerechten Handlungen ,„, für ſchön hält, nicht aber die Schönheit“ und die Gerechtigkeit „ſelbſt erfaßt, auch ſie nicht dafür hält (voz/Lw»), nom wenn Jemand ihn auf die Erkenntniß (7»dow, Gedanken) derſelben führt, folgen kann, -- meinſt Du, daß cr das Leben in einem wachen oder einem Traumzuſtande zubringe.“ So find fie die Nicht- Philoſophen, ſie gleichen Träumenden. „Sieh nämli