188 Erſter Theil. Griechiſche Philoſophie. . bei Tennemann und. Anderen eine ſteife Zurückführung. der pla- toniſchen Philoſophie auf die Formen unſerer vormaligen Me- taphyſik, z. B. der Urſachen, der Beweiſe vom Daſeyn Gottes, *) Von einfachen Begriffen ſpricht Plato* ſo: „Ihre lette Wahrheit iſt Gott, jene ſind abhängige, vorübergehende Mo- mente, ihre Wahrheit haben ſie in Gott;“ und von dieſem ſpricht er zuerſt, 'ſo iſt er eine Vorſtellung. Um . die Philoſophie Plato's aus ſeinen Dialogen aufzu- faſſen, muß das, was der Vorſtellung angehört, insbeſondere wo er für die Darſtellung einer philoſophiſchen Idee zu Mythen ſeine Zuflucht nimmt, von der philoſophiſchen Idee ſelbſt unter- ſchieden werden, =- und dieſe freie Weiſe des platoniſchen Vor- trags, von den. tiefſten dialektiſchen Unterſuchungen zur Vorſtel- lung und Bildern, zur Schilderung von Scenen der Unterre- dung geiſtreicher Menſchen, auch von Naturſcenen überzugehen. Die mythiſche Darſtellung der Philoſopheme wird von Plato gerühmt; dieß hängt mit der Form ſeiner Darſtellung zuſammen. Er läßt den Sokrates von gegebenen Veranlaſſun» gen ausgehen, von den beſtimmten Vorſtellungen der Judivi- duen, von dem Kreiſe ihrer Jdeen; ſo geht die Manier der Vor- ſtellung (der Mythus) und die ä