186 Erſter Theil. Griechiſche Philoſophie. finden. Es ift Unbequemlichkeit für's Ueberſchen; es ift kein Maaßſtab, .ob der Gegenſtand erſchöpft iſt oder nicht. Es iſt Ein Geiſt darin, beſtimmter Standpunkt der Philoſophie; der Geiſt tritt aber nicht in der beſtimmten Form hervor, die wir fordern. Die philoſophiſche Bildung Plato's war dazu noch nicht reif. Es iſt noh nicht die Zeit und die allgemeine Bil- dung für eigentliche wiſſenſchaftliche Werke. Die Jdee war noch friſch, neu; zur wiſſenſchaftlichen ſyſtematiſchen Darſtellung ift dieß erſt bei Ariſtoteles gediehen. Dieſer Mangel Plato's iſt dann auch Mangel in Anſehung der konkreten Beſtimmung der Jdee ſelbſt. Eine weſentliche Verſchiedenheit der Elemente in der Dar- flellung der platoniſchen Philoſophie in ſeinen Dialogen iſt, daß die bloßen Vorſtellungen vom Weſen, und . das begreifende Er- kennen deſſelben (in Weiſe der Vorſtellung und ſpekulativ zu ſprechen) dann überhaupt ſelbſt in einer yungebundeneren Weiſe vermiſcht iſt, beſonders in jener Weiſe zu einer mythiſchen Dar- ftellung fortzugehen; = eine Vermiſchung, welche in dieſem Anfange der eigentlichen Wiſſenſchaft in ihrer wahren Geſtalt nothwendig iſt. Plato's erhabener Geiſt, der eine Anſchauung oder Vorſtellung des Geiſtes hatte, durc