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EESTES HEFT: DIE ERASMISCHEN ENTSTELLUNGEN DES TEXTES DER APOKALYPSE, NACHGEWIESEN AUS DEM VERLOREN GEGLAUBTEN CODEX REUCHLINS. LEIPZIG, 1861. DÖRFFLING und FRANKE. /O/. Erasmus novi Testamenti serietn, in quo aalus vitae conaiatit, atiae. restituit veritati , id quod omnes pruedicant qui Graeee norunt. Udalr. Zasiua ad Beat. Rhenanum ISSO. tizedby Google Digitiz Digiti zedby Google o© CA «0 ^ •> -> «S ^ «^^H^^v Digiti zedby Google Vorwort. „kh gratulire zu dem gemachten Funde — schrieb mir C. TiscHENDORP im September d. J. — ; Deine wie es scheint schon fertige Arbeit darüber wird eine sehr willkommene Auf- klärung für unsere Textgeschichte geben. Allem Anscheine nach wirst Du damit die in meinem N. T, p. LXXXIII. angedeuteten vestigia summae festinationis des Erasmus ins klarste Licht stellen. Dass ich an sehr vielen Stellen besonders der Apokalypse den Beleg für die recepta aufs bescheidenste Mass zu beschränken gesucht (cum minusc. ut videtur pauc.y cum minusc. vix muUis etc.), gegenüber der fast stehenden Phrase bei Scholz : cum codd. plur rimis^ wirst Du selbst gesehen haben. Das von mir eingehaltene Mass ergab sich aber daraus^ dass sich in solchen Sachen gar leicht das Kind mit d^m Bade ausschütten lässt Ich meine, wenn z. B. von unsern 90 oder lieber nur 60 Minuskeln der Apokalypse 30 oder 40 ausdrücklich gegen die rec. zeugen, so wäre es doch vor* schnell zu erklären, dass die rec. gar keinen Beleg habe, da man bekanntlich in diesen 300 Jahren die Unsitte hatte, die Belege nur gegen die rec, nicht auch für dieselbe zu notiren. Ausserdem nöthigt die Menge der bestimmt bezeugten Solöcismen in diesem Texte den vorsichtigen und auch mit den oft so wunderlichen Fehlern der Handschriften vertrauten Kritiker, Aehnliches bei Erasmus nicht ohne Weiteres auf seine persönliche Rechnung zu setzen. Doch gibt es selbst für Vor- und Bücksicht Grenzen ; was Du auch immer noch über meine Masshaltung hinaus gegen die Erasmische fidea erreicht haben magst, ich werde es vollkommen zu nützen wissen." Digiti zedby Google IV Vorwort. So schrieb mir mein lieber Freund, der Meister der neu- testamentlichen Textkritik. Ich hoffe gegen seine gewichtigen Mahnungen nicht gefehlt zu haben. Mein Verfahren war dieses. Ueberall wo die Vergleichung des wiederaufgefundenen Codex Reuchlin's mit dem erasmischen Texte die Willkür des Erasmus zu Tage brachte, habe ich den Erfindungen dieser Willkür die handschriftliche Bezeugung dennoch nicht abgesprochen, ohne, so weit möglich, das grosse Gebiet der vorhandenen Varianten- Sammlungen zu überblicken, so dass ich der Probehaltigkeit mei- ner Aussagen gewiss sein darf. Als ich, in Leipzig anwesend, meinem verehrten Freunde den Codex selbst zeigte, bestätigte er sofort mein ürtheil über dessen Abkunft aus dem 12. Jahrhundert. Seine Gegenbemer- kung aber, dass die häufige scriptio contmua nicht als ein alter- thümliches Anzeichen gelten könne, hat mich um so eher über- zeugt, als auch mir weitere handschriftliche Studien bestätigt haben, dass jene die Wörter nach Belieben bald trennende bald dicht aneinanderhängende Schreibweise bis in die jüngsten Hand- schriften herabreicht. Es ist eine glückliche Fügung, welche mich in den Stand ge- setzt hat, den herkömmlichen Text der Apokalypse und die Kritik ihres Textes von vielen überlieferten Unrichtigkeiten zu befreien, so wie auch dafür, dass die lutherische Bibelübersetzung mannig- facher Berichtigung bedarf. Beweise zu liefern, welche jeden Wi- derspruch entwaffnen. Möchte dieses erste Heft, mit welchem ich einie Reihe handschriftlicher Beiträge zur Förderung der biblischen Wissenschaft eröffne, wohlwollende Aufnahme finden I Das zweite wird noch andere handschriftliche Hülfsmittel zur Feststellung des Urtextes der Apokalypse und insbesondere der Gestalt, in welcher er Andreas dem Kappadocier vorlag, ans Licht ziehen und die Textkritik von falschen Ueberlieferungen zu be- freien fortfahren. Erlangen, im Oktober 1861. F. Deliteseh. Digiti zedby Google Verbesserungen. S. 6 1. Oekolampad. — S. 28 Z. 20 füge hinzu: wie auch in dem der Compl. [auch diese bat aytoq neunmal]. — S. 89 zu XIV, 8: Das erasmische ^ nohq ist (wie auch einige andere LA des text. rec.) in den Cod. Bavianvs der k. Bibliothek in Berlin übergegangen, der übrigens nichts als eine Abschrift der Complutensis ist. — S. 45 Z. 7 1. xa*. — S. 47 Z. 7 „Jenes", deutlicher : Dieses. — Ebend. Z. 5 V. u. 1. to)q. Digiti zedby Google Digiti zedby Google DIE ENTSTEHUNG DES ERASMISCHEN TEXTES DES NEUEN TESTAMENTS, INSONDERHEIT DER APOKALYPSE. 0/this advtnturofus toork /ragments adhere to tht received ttxt at the present day. Vorrede der von dor Amtrican Bible Union veranstalteten kritischen Aasgabe von 2 Petri, Joh., Jnd. und Apok. 1864. Digiti zedby Google Digiti zedby Google Die erste Druckausgabe des griechischen Neuen Testaments ist die von Complutum, d. i. Alcala. Mit ihr begann der Druck des vom Cardinal Ximenes unternommenen complutensischen Bibel- werks. Sie bildet dessen fünften Band und ist vom 10. Januar 1514 datirt. Der Unternehmer des Bibelwerks wollte nicht, dass ein einzelner Band vor Vollendung des Ganzen ausgegeben würde. Als er aber im Sommer 1517 die Freude hatte, das Ganze voll- endet zu sehen, starb er bald hernach am 8. Nov. dieses Jahres, und die Herausgabe wurde weiterhin auch dadurch verzögert, dass das päpstliche Approbations-Breve bis ins Jahr 1520 auf sich warten liess. Dass das im fernen Westen erschienene kolossale kostspielige Werk, als es nun endlich ans Licht trat, nur langsam und in wenigen Exemplaren nach Mitteleuropa gelangte, lässt sich bei dem damaligen Stande des Buchhandels und der Verkehrsmittel leicht begreifen. In Erasmus' Hände kam es erst im J. 1522. Die complutensische Ausgabe des N. T. war noch im Ent- stehen begriffen, als auch schon Jo. Frobenius in Basel, ein Mann von grossartigem und edlem Unternehmungsgeist, den Plan ge- fasst hatte, die neutestamentliche Schrift in ihrem Grundtext aus seiner schon seit 1491 geschäftigen Officin hervorgehen zu lassen. Er gewann dafür den berühmten und angestaunt gelehrten Eras- mus von Rotterdam, der ohnehin sich schon mit kritischer Prüfung des Vulgata-Textes beschäftigt hatte 0- Obgleich schon mit der im Druck begriffenen Gesammtausgabe der Werke des Hieronymus und anderen Arbeiten belastet, ging Erasmus darauf ein, eine Ausgabe des griechischen Textes des N. T. mit berichtigter latei- nischer Uebersetzung zu veranstalten. Er durchschaute die Wich- tigkeit der Sache und dachte sie sich nicht so schwierig, als er später zu fühlen bekam, und da er nach einem gewohnten Scherze ^) S. den Brief an Jo. Coletus Tom 28. Juli 1511 , /. XU ep. 21 der Londoner Ausgabe der ^nstokte JErasmi, Digiti zedby Google 4 Geschichte des Erasmischen Textes der Apokalypse. die Armuth (Penia) zur Ehehälfte hatte, mochte er auch wohl deshalb das Anerbieten nicht zurückweisen i). Im October 1515 war die Arbeit bereits in Angriff genommen *), und Erasmus machte sofort die unangenehme Erfahrung, dass er die ihm über- lassenen Codices nicht gleich so wie sie waren in die Druckerei geben könne 3). Er musste den Text, der gedruckt werden sollte, mittelst Vergleichung der Codices unter sich und mit der Vulgata erst herrichten, und diese BeschafiFung druckfertigen Manuscripts keuchte mühsam hinter dem eilfertigen Satze und Drucke her. Denn als Frobenius einmal zu drucken begonnen hatte, wurde die Arbeit überstürzt. Schon im Februar oder vielmehr den ersten Tagen des März 1516 war diese der Complutensis vorauseilende Ausgabe des griechischen Textes des N. T, mit Uebersetzung und Annotationen vollendet, denn die Setzer hatten täglich einen Temio d. i. drei Doppelblätter, also, da sie Folio-Format hat, anderthalb Foliobogen fertig gebracht*). Da Erasmus ausserdem am Hiero- nymus und wenigstens an vier andern Büchern arbeitete, so ist es keine Uebertreibung, wenn er in Briefen an Zasius, Caraffa und Pirkheimer klagt, dass er sich kaum Zeit nehmen könne zu essen und dass er unter der Bürde dieser vielen Arbeiten, deren jede einen ganzen Menschen von eisernem Fleisse fordere, schier er- sterbe ^). Er hat es selbst kein Hehl, das N. T. in dieser ersten Aus- gabe sei praecipitatum verius quam editum^ und spricht das Be- dürfniss und Vorhaben einer gründlichen üeberarbeitung oder vielmehr Umarbeitung aus ^). Zu einer solchen ist es aber nie ^) Bhenaniis schreiht an Erasmus unterm 17. April 1515 : Tetii Frobenius No- vum aba ie Teaiatnentum habere, pro quo ianium se daiurum poUicetur, quanium alius quisquam, s. Opp. JErasmi t. III. c, 1537. ed. Lugdun. *) S. den Brief an Ammonius vom 2. Oct. 1515 (nicht 1513), l Vm. ep. 29. Ein Brief des Gerbelius vom 11. Sept. 1515 betrifft noch die Frage, ob der griech. und lat. Text einander in Columnen gegenübergestellt werden soUen oder nicht. ^) Aceesait et illud oneria: arbttrabar Basileae haberi emendata exemplaria, Ea spea quoniam fefelUt, coaetus 8um praeeaatigare Codices , quibui uauri erant zvno- YQnffoiy £pisi. 1. 1. ep, 7. *) Conßeiebatur aimul et excudebatur opus , absolvebatur singulia diebua temio ; aic nunc vocant, I^iat. l. l. *) S. die Stellen der Briefe bei Wetstein in den JProlegomena seiner Ausgabe des N. T., 1. 1. p. 121—123, vergl. auch Stintzing's Ulrich Zasius (Basel, 1857) S. 175. 177. ^) S. den Brief an Pirkheimer vom J. 1517, I^iat l. XXX. ep. 23. Digiti zedby Google Die yier Erasmischcn Ausgaben des N. T. 5 gekommen. Die zweite Ausgabe von 1519, aus welcher Luther tibersetzt hat, blieb weit hinter den hohen Worten zurück, mit denen Erasmus sie angekündigt: sie war ein nur an wenigen Stel- len veränderter Abdruck der ersten mit Beseitigung augenfälliger Druckfehler, aber auch Zulassung neuer, und mit manchen greu- lichen auf Rechnung des vorwitzigen Correctors kommenden Ver- schlechterungen. In den andern drei von 1522, 1527 und 1535 hat Erasmus aus der Complutensis bei weitem nicht den Nutzen gezogen, den er daraus hätte ziehen können; der plumpe Angriff Stunica's, eines der Mitarbeiter an der Complutensis, scheint ihm die dieser gebührende Beachtung ungebührlich verleidet zu haben. Er hat nach diesem Texte den seinigen hie und da, besonders in der Apokalypse, geändert und einige Lesarten desselben am Rande des seinigen angemerkt Aber auch npch durch jene drei späteren Ausgaben ziehen sich Lesarten fort, von denen sein Gewissen ihm s£^en musste, dass sie von aller handschriftlichen Bezeugung ver- lassen seien, nur die Erfindungen einer in das Ueberlieferte hin- einpfuschenden Willkür, welche Eduard Lee und Stunica als un- verantwortlich gerügt haben, ohne den Umfang der Berechtigung ihrer Rüge zu ahnen. Die scblimmen Muthmassungen, welche sich später Kritikern, wie Mill und Wetstein, aufgedrängt haben, sind nur zu begründet. Vor allen andern aber haben Bengel und Matthaei tiefe Blicke in die Leichtfertigkeit gethan, mit welcher Erasmus sich an dem überlieferten Texte vergriffen hat, und Er- sterer hat in seinem Apparatua zu Apoc. 15, 3 das noch heutigen Tages beaohtenswerthe Wort gesprochen: Facessat tandem müera üla crists, quae Codices fere omnes, ceu quadragesimam partetiiy repudiat et unum Erasmi vel Codicem vel Latinismum^ velut ple- rosque omnes Codices^ amplexatur. Es wäre in der That ein Glück gewesen, wenn nicht der erasmische Text, sondern der complu- tensische die. Grundlage des späteren textus receptus geworden wäre. Zahlreiche falsche Angaben auch noch in der neuesten Aus- gabe von Tischendorf, wonach Lesarten, die nichts als theilweise höchst ungeschickte Erfindungen des Erasmus sind, als hand- schriftlich bezeugte notirt werden, wären der neutestamentlichen Textkritik erspart geblieben. Denn wenn, wie ich im Folgenden zeigen werde, der erasmische Text der Apokalypse voll von Feh- lern und Interpolationen ist, welche theilweise in Luthers Ueber- setzung übergegangen sind und grossentheils noch heute (minder vorsichtig als von Bengel, der sich in solchen Fällen der Wendung Digiti zedby Google 6 Geschichte des Erasmischen Textes der Apokalypse. neacio an zu bedienen pflegt) auf venneinüiche, in Wahrheit aber nicht vorhandene handschriftliche Bezeugung zurückgeführt wer-« den: so mag es wohl auch um den erasmischen Text der andern neutestamentlichen Bücher verhältnissmässig nicht viel besser be- stellt sein, obgleich ihm zu diesen mehr handschriftliche Quellen vorlagen, aus denen er aber nicht blos geschöpft, sondern die er auch durch seine Eingriffe getrübt hat ^). Zur Apokalypse hatte er nur einen einzigen Codex, der mit einem Gommentar zugleich den commentirten Text desselben dar- bot. Er war Eigenthum Jo. Beuchlins und dieser hatte ihn nur ungern ausgehändigt. Da die Textstücke hier erst von dem Gom- mentar auszuscheiden und zu einem Ganzen zu verbinden waren, so war unmittelbarer Abdruck unmöglich' *) : der Text der Apo- kalypse musste daraus zuvor ^usanunengeschrieben werden. Dieser Arbeit unterzog sich Erasmus nicht selbst, sondern überliess sie einem Andern ^), Wer es gewesen ist, dem er diese keineswegs leichte und dabei verantwortliche Aufgabe übertrug, sagt er nir- gends. Oekalampad, sein Theseus, wie er ihn naunte, scheint es nicht gewesen zu sein, denn dieser erscheint überall nur neben Gerbelius als Gorrector. Vielleicht Glareanus, der bedeutendste der jüngeren Baseler Humanisten, der ihm so ergeben war, dass er sich seinen Alcibiades nannte^). *) Nur Ein Beispiel, welches mir eben zur Hand ist. In 1 P. 3, 20 boten dem Er. seine Quellen ä;ra| iSixfto, Dafür nahm er schon in Ausg. 2 &na^ e^fdi^tto auf. Tischendorf bemerkt; aine cd? (aed ita et Or i*d Q^ txttd), Videtur ex eonjectura Mraemi fiuxieee. Aber Er. sagt das selbst: euepieor etc., es bedarf also keines mdetur. Und auch das aine cd? beantwortet sich leicht: das and^ il^fdix^ro in patristischen Drucken stammt aus dem erasmischen Texte. Zwischen Aufgabe 2 und 3 hatte Er. aus der Complutensis die Lesart dne^fdix^ro kennen gelernt. Den- noch schreibt er auch noch in Ausg. 5 a;rtt$ i^e6ixito. So hat er häufig seinem selbstgeschaffenen Texte durch eitles Festhalten das trügerische Ansehen hand- schriftlicher Bezeugung Terschafft. ^) Für die Evangelien gab Erasmus einen Cod. des Baseler Predigerordehs- (Dominicaner-)Klosters (s. "Wetstein, Ftolegg. I, p. 44) und für Acta und Briefe einen Cod. der Amerbachs (s. ebend.II, p. 10) in die Druckerei; beide Codd. bewahrt noch, so Irie sie aus den Händen der Setzer gwettet sind, die Baseler Bibliothek. 3) In der Eeaponaio ad annotationea Ed. Lei f 243 fOpp. <.IX, p. 207 ed. Basil.) sagt er: Quoniam Graecia nunquam magnopere plaeuit liber Apocalypaeoa , rarua habetur apud iüoa. Itaque quum cuperemua nihil abeaae noatrae aeditioni, aegre eX' toraimtta ab inclyto viro Joanne Capnione veiuatiaaimum codieem, eommentarioa habentem in hoe opua. Ex eo eontextua verba deacHbenda euravimua, *) S. über ihn Vischer, Geschichte der UniTersitat Basel (1860) S. 194 ss. Digiti zedby Google Die Quelle des £rasimflchen Textes der Apokalypse. 7 Noch jetzt eröffnet jener Cod. BeucMim a. Capnioma mit der Ziffer 1 die Beäe der Minuskeln zur Apokalypse, aber keiner der nacherasmischen Herausgeber des N. T. hat ihn zu sehen bekom- men. Man hat ihn gesucht, aber nirgends gefunden. Dudtm lotet, bemerkt Tischendorf in seinen Prolegomenen 0. Und Tregelles in seinem The Book of Bevelaiion m Oreek (1844) : It ia novo wholly lost. Diesen Codex Beuchlins habe ich in der früher in Mönchs- deggingen und jetzt zu M^yhingen bei Wallerstein aufgestellten Fideicommiss-Bibliothek des fürstlichen Hauses Oettingen-Waller- stein wiederaufgefunden, und der Herr Domänenrath und Archivar Freiherr von Löffelholz, dessen ausgezeichneter Verwaltung die fürstlichen Sammlungen untergeben sind, hat mir mit entgegen- kommender Bereitwilligkeit verstattet, den lange verborgenen Schatz zum Besten der Wissenschaft zu heben. Das Format des Codex ist gross Octav. Er hat festen Einband mit Holzdeckeln, in deren Lederüberzug fantastische Figuren eingepresst sind; und mit messingenen Schliessen. Auf dem vorderen Holzdeckel ist mit Dinte angeschrieben: Apocalypsis pro DM . . 10. EEVCHLIN LL. DOCT. aber der Name 10. EEVCHLIN ist auf die bei näherer- Ansicht noch deutliche Aufschrift BASILIENSI aufgetragen und DMNO oder DKO, wie es scheint, geflissentlich gelöscht, so dass nur noch DM oder DN mit dem Strich darüber ziemlich erkennbar ist. Gehörte der Codex zu den vom Cardinal Nicolaus von Bagusa dem Dominicanerkloster in Basel geschenkten griechischen Hand- schriften? Oder war er ursprünglich ein Geschenk an den Domt- nu8 Basiliemis, welches der Ehrenname des Bischofs von Basel war? — Dass Beuchlin in Basel griechische Handschriften fand und benutzte, ist bekannt; nicht minder, dass er eine Handschrift der Evangelien, Acten und Briefe, welche der Cardinal von Ragusa dem Baseler Dominicaner-Kloster geschenkt und die er von dort entliehen hatte, über 30 Jahre lang behielt, so dass sie erst nach seinem Tode dorthin zurückgelangte*). Diese uns vorliegende >) M, VII, p. GCZXrV, Tgl. p. LXXXm : qui qua devenerit, dudum lotet *) S. darüber Wetstoin, Frokgg. I, p. 43. Digiti zedby Google 3 Geschichte des Erasmischen Textes der Apokalypse. wurde, wie man aus der veränderten Aufschrift schliessen muss, sein Besitzthum. Nachdem er sie aber an Erasmus und Jo. Fro- benius verliehen hatte, hat er sie nie wiederbekommen. Denn auf der Rückseite des ersten der zwei vorgebundenen Papierblätter stehen die Worte : 15 53 der froheniuB zu basell hat mier/s geschenkt woraus ersichtlich, dass Jo.Frobenius nach Reuchlins Tode (1521) den Cod. als herrenloses Eigenthum zurückbehielt und dass sein Sohn Hieronymus^) ihn an den ungenannten Schreiber obiger Zeile *) verschenkte. Reuchlin hatte seine Bibliothek dem Pforz- heimer Stift zu St. Michael vermacht, von dort wurde sie bei drohender Kriegsgefahr nach Basel geschafft und in der dortigen Residenz des Markgrafen von Baden-Durlach aufbewahrt. Ver- geblich forschte Bengel in Basel wie in Pforzheim nach dßxn Cod. Reuchlins, vergeblich suchte ihn Wetstein im Juni 1728 in Basel zu erspähen — wir wissen nun, woher es kam, dass er nicht zu finden war. Er war in der Oetting-Oettingischen Allodialbibliothek verborgen, welche mit dem Absterben dieser Linie 1731 aufgelöst ward. Aus dieser ist er dann in die Oettingen-Wallersteinschen Büchersammlungen übergegangen, welche später zu einer Fidei- commiss-Bibliothek vereinigt wurden »). Der Cod. ist in Quaternionen, d. i. Lagen von je acht Blättern getheilt. Diese Quaternionen sind oben inmitten der ersten Seite mit 5 ^ u. s. w. beziffert*). Die ersten 8 Quaternionen (= 64 Blät- ter) sind von Pergament, die folgenden 3 (3^,1, ta) nebst den er- haltenen zwei Blättern des 12*®° von Baum Wollenpapier; eins dieser Blätter des letzten nur halben Quaternio fehlt und das Schlussblatt ist auf Papier von jüngerer Hand ergänzt. Der Comm. zu Apoc. 22,16 *) S. die Beiträge zur Basler Bachdrackergeschiohte, Basel 1840, 4., wo sich das Genaueste und YoUständigste über die beiden Frobenius findet. ^) Herr Archivar von Löffelholz hat mir Gelegenheit gegeben, die Handschrift des Grafen Ludwig XV. des Aelteren (reg. 1522—1557), der 1548—1555 zu Calw in Würtemberg im Exile zubrachte, und Ludwig XVI. des Jüngeren, seines Soh- nes, zu vergleichen — die Schriftzüge jener Zeile stimmen mit keiner von beiden. 3) Mittheilung des Herrn Archivars von Löffelholz, welcher auch in Petzholds Handbuch deutscher Bibliothekare 1853 einige vorläufige Mittheilungen über den Stand der ihm untergebenen Sammlungen gegeben hat. *) Ebenso ist der Coä, Friderieo'^iuguetanua in der rechten Ecke des oberen Randes nach Lagen von je 8 Blättern beziffert, s. Serapeum 1847 S. 227 f. Digitized by Google Beschreibung des wiedergefundenen Cod. Beuchlins.' Q syio ei^u fj qH^a xat vov dced (t6 yivoc ist mitHothschrift darüber ergänzt) bricht nämlich mit den Worten qiOa rov däd 6 xt toa d-eötr yivog de ab und hier ist ein Blatt (das zweite des Halb-Quatemio, womit der Commentar schliesst), ehe der Cod. eingebunden ward, verloren gegangen. £s folgt dann noch Ein Baumwollenpapier- Blatt, welches den Epilog des Comm. weiterführt, und der Schluss dieses Epilogs ist von jüngerer Hand durch ein Linnenpapier-Blatt ergänzt und das Ende in verschlungenen Zügen mit Telog Tfja na- Qovarja /?t/?Aoi; bezeichnet. Ganz so, in eben diesem festen Ein- band, lag der Cod. Erasmiis und dem von ihm angestellten Ab- schreiber vor, und es darf zu Ehren Beider nicht verschwiegen werden, dass sie sich jedes Eingriffs der eignen Feder enthalten und durchaus schonend damit umgegangen sind. Beuchlin, der den Schatz nur mit Widerstreben aus den Händen gab, hatte es gewiss nicht an dringender Verwarnung vor jedweder Beschä- digung fehlen lassen. Die Minuskelschrift des Codex trägt noch deutliche Spuren der Hervorbildung aus der älteren Uncialschrift und häufig stehen nach Art der dieser eignen Bcriptio continua Wort an Wort ohne alle Trennung. Die Interpunktionszeichen beschränken sich auf Komma und Kolon (ohne Unterscheidung vomPunkte); alsSchluss- zeichen dienen -^ und : — . Jota subseriptum, aber auch Jota ad- scriptum sind ihr fremd. Das Schluss-Sigma kennt sie nicht. Aeltere und jüngere Buchstabenformen, wie r und y, j und 3, c und a laufen durcheinander. Das Jota ausserhalb diphtiiongi • scher Verbindung hat zwei Punkte, z. B. rQtxea, zumal wenn ein Vocal folgt, z. B. €(oi*ov, in welchem Falle die zwei Punkte diakv- Tixdv a/ifielov sind. Der Spiritus steht bei diphthongischen Wort- anfängen gewöhnlich, obwohl nicht immer, vor dem ersten Buch- staben, z. B. avT(S. Die beiden Spiritus und i, ei, t], v sind häufig verwechselt, wie dies infolge der herrschenden Aussprache auch sonst fast in allen biblischen griechischen Handschriften des Mittel- alters und Letzteres schon in den ältesten Uncialen vorkommt, denn der Itacismus der Aussprache reicht bis in die christliche Urzeit zurück. Auf der Vorderseite des ersten Pergamentblattes steht die lateinische Aufschrift: Hippolyti Pont. Ro. In Divi loannü Apo- ealypsim Gommeniariusy vielleicht von der Hand Reuchlins *). Auf 1) Die Yergleichung eines eigenhändigen Briefes Beuchlius an WUibald Pirk- heimer (von Bartholomci 1519) unter den Pirkheimerschen Papieren der Nürnberger Digiti zedby Google 10 Geschiohte des ErasmiMhen Textes der Apokalfpie. der Rückseite ist in Isecker Federzeichnang der h. Hippolytos, auf dem Bischofsatuhle sitzend, abgebildet Er hat die Diptycha in der Hand und schreibt. Auf der einen Tafel stehen die Worte T(d rata eTtvä hcKkrjalaucf. Die Skizze ist offenbar von fähiger Hand und von einigem kunstgeschichtlichen Werth. Auf dem zweiten Pergamentblatt beginnt die Handschrift. Oberhalb einer Arabeske steht der Gebetsraf mlv x6 b d'aog ij/ucSv iletjaay fjfiag afii^. Unterhalb derselben beginnt das Buch mit EQfAfjveia iia ttjv dTtondlvtpiv ludwov lov ^€ol6yov. Oberhalb dieser ersten Zeile ist von anderer Hand der mit Rothschrift^) geschriebene Titel eingezwängt: anomlvxfßig %ov äylov lä) tov ^aoUiyov igiurjvevdi^a Tta^ä %6v ev äylma WQä ^^läv elTtoXlrov noTca qm^aluiv. kvi S. 3 hat eine vorrenchlinische Hand bemerkt: Mc citaitur hypolitus. Nichtsdestoweniger glaubte sich Benchlin im Besitze des Gomm. von Hippolytus zur Apokalypse, und auch der dem alten Einband aufgeklebte neuere Goldtitel benennt das Werk nach „Hypolitus" mit der auf das Alter der Handschrift bezüglichen Angabe: Sa«c:YIIL Es ist aber, wie schon Herr Pfarrer Earrer bei nur flüchtiger Einsicht erkannt hat, der Gomm. zur Apokalypse von Andreas, Erzbischof von Cäsarea in Gappadocien, ebendasselbe Werk^ welches als Supplementband des Gomm. von Ghrysostomus zu den paulinischen Briefen 1696 in Fol. bei Hier. Gommelinus (in Heidelberg) erschien, nebst der schon früher in Ingolstadt 1574 in 4'' erschienenen lat. Uebers. des Theodorus Peltanus zum ersten Male griechisch aus einem Cod. Pcdatmua mit Zuziehung eines Cod. Augustanus und Cod. JBavartcus herauf, von Frid. Sylborg, der aber den Druck dieser seiner mühsamen Arbeit nicht mehr erlebte. Die Angabe Wetsteins H, 742: Codex Joannis Beuch- Uni aive Capntonis, continens Apocahfpsia cum Commentariü Arethae et Andreae erweist sich somit als unrichtig, und der Zweifel Mills §. 1120: Reuchlint exemplar^ commentarüs (^An- dreae aut Arethae) admarginein locupletatum erledigt sich da- hin, dass der God., wie Bengel scharfblickend erkannt hat, nur den Gomm. des Andreas enthält, und nicht in Bandglossen-Form, Stadtbibliothek lässt mich über die Abkunft dieser Inschrift ungeviss, setzt jedoch ausser Zweifel, dass die Worte 10. REVCHLIN LL. DOCT. auf dem Buchdeckel von Keuchlins Hand sind. ^) Das Eoth ist nicht Mennig fmmiumj , sondern höchst wahrscheinlich Zin- nober. Digiti zedby Google Bas Zeitalter des Andreas von Caesarea. 1 1 sondern so, dass er innerhalb der Seite unmittelbar jedem Text- stück folgt. Damit man sich leichter zurechtfinde , ist da wo der Text beginnt ani Rande mit Rothschrift xelfievov (Text) und da wo der Gomm. dazu beginnt igpirpfela beigeschrieben. Der Gomm. zerfällt in 24 Uyot und der Text in 71 durch rothe Titel hervor- gehobene %Eq>aXaia. In andern Handschriften sind es 72, aber in dieser fehlt vor 22, 16 die üeberschrift des Cap. 72. Ob sie vor einem der folgenden Verse stand, lässt sich wegen des hier ver- loren gegangenen Blattes nicht sagen. Erasmus hat sich nirgends darüber geäussert, welchen Ciomm. zur Apokalypse sein Codex enthalte, er redet nur von commm-- taanoli graecanid im Allgemeinen. Wenn er sich aber darüber geäussert hätte, so würde er, der aus Theophylakt von Achrida in Bulgarien einen Vulgariua gemacht und den Psalmen-Gomra. des Semipelagianers Arnobius als Werk des älteren Apologeten her- ausgegeben hat, ohne Zweifel ihn dem Hippolytus zugeschrieben haben, und wenn er in dieser Meinung befangen war, so gereicht ihm das sogar einigermassen zur Entschuldigung, wenn er in den späteren Ausgaben seiner Annotationea zu 8, 7 die flunkernde Be- merkung macht: Ne quü autem contemnat nostirum (exemplar), tantae vetustatia ercUy ut apostolorum aetcUe scriptum tnderi passet. Vielleicht meinte er, die Handschrift sei nahezu aus der Zeit des Hippolytus selbst Der Gommentator sagt aber zu 20, 7. 8 (c. 63): slvai de tavva (rov ytay xal top ^layioy) tivea ftev ayLv^ixa l'^viy vopiltovaiv vns^ ßoQia, aueq naXovfiev ovvixa' n:ia Muhameds ver- ehrte; die Zahl 666 13, 18 auf Muhamed, indem ^ua^xe diesen ZifTerwerth ergebe; das Thier mit den Lammeshömern und der Drachenstimme 13, 11 auf die äjuigcodetg twv fnovaovkiianov d. i. die weltliche Macht der Moslemen, welche oQxavi (Orchan I.) und *) Unvermögend dieses Wort zu entziffern, befragte ich Prof. Fleischer, der mir Folgendes erwiederte : „Es ist mir noch am wahrscheinlichsten , dass in dem Worte das arabische mufahaf steckt (Zeitschr. der BMG. XIII, S. 568 Anm. 1) — mit dem Artikel el-mufs^af vorzugsweise vom Koran — und dass „„die sieben Codices" " die sieben Hauptreoensionen des Korans, el'kirdäth es-seb'a, sind (siehe Nöldecke, Gesch. des Korfins S. 294 ff.). Freilich ist das Wort bei den Muhamme- danern in dieser Bedeutung nicht nachweisbar; unter el-mufsähif kaan. kein Araber etwas Anderes verstehen als die Koran-Codices, nicht die Koran-Becensionen." Digiti zedby Google Die Abkunftszeit des Codex. 13 a^uoqdti (Amurath oder Mur&d II.) begründet haben i); die fünf gefallenen Könige 17; 10 auf so viel mnselmanisch-türkische Herrscher, und der Eine noch seiende auf äfiogart}. Sultan Murad U. kam 1412 zur Regierung. Dass der Glossator nicht Murad I. meint, sieht man aus der Erwähnung Tamerlans, welche den Sieg desselben über Bajezid 1402 voraussetzt. Der Codex war also im 15. Jahrh. im Besitz eines unter türkischer Tyrannei seufzenden Christen, und ist allem Anschein nach einige Jahr- hunderte früher geschrieben, etwa im 12*®° oder auch schon 11*®", denn von zwei auffällig ähnlichen Schriftproben bei Montfaucon ist die eine vom J. 984, die andere vom J. 1045 »). Der Schreiber war ein schlecht unterrichteter und wenig gewissenhafter Lohn- schreiber, der besonders gegen Ende einen erstaunlichen Beweis seiner Gedankenlosigkeit liefert, indem er da die Blätter der Ori- ginalhandschrift, die in Unordnung gerathen, hinter einander ab- schreibt, ohne sich durch die schroffe Zusammenhangslosigkeit irre machen zu lassen. Der Nimbus, mit welchem Erasmus diesen Codex Reuchlins umgab, beruht also auf Uebertreibung und Yerkennung seines wahren Alters und Werthes. Aber das ist noch nicht das Schlimmste. Unter den neuesten Kritikern hat Tregelles *) einen tieferen Blick in Erasmus' Werkstatt zu thun gesucht, jedoch wie das nicht anders mö^ch war nur auf Grund combinatorischer Muthmassun- gen. Der Sachverhalt ist grösstentheils ein anderer, als dieser englische Forscher muthmasst, aber ein nicht minder schlimmer. The one M8* — sagt Tregelles — ofwhich he had the use appears to have been in a muiilated condttion. Aber es f^lt nur ein ein- ziges Blatte übrigens ist die Handschrift durchaus unversehrt und ganz und gar nicht, wie auch Bengel meinte, vetastaie exesa. It contained the Greek teoßt mth a commentary interspersedj and he had to separate the worda of the teoct aa well as he could. Diese ^) Die Glosse lautet: xa* toi'TO to d-vqCov rialv ^ aniQwöti'G tCiv fiovtrovXftaruy aTTo rov OQxavk xal ijrot (?) tov dfiüt()dr* ' xcd rour vioia airtStv. xal toXa XotnoZa iv Ol fiq^av. Wir übersetzen : Und dieses Tbier sind die Emar^fs (türkisch nach dem Arabischen : Oberherrschaften oder Dynastien) der Moslemen yon Orehan und Amurath sowohl für ihre Kinder als die üehiigen während sie herrschten/' Orehan und Amnrath gelten dem Glossator als die zwei Lammshömer des die Sprache eines Drachens redenden Thieres. *) Palaeographia Qraeca p. 282 VI und p. 293 II. 3) The Book ofSevelatton in Oreeh p. XIII s. Digiti zedby Google 14 Gesdifclite des ürasmischen Textes der Apokalypse. Sonderang, die Era&mus dem Abschreiber überliess, war leicht, denn Text und Commentar sind durch die Beischrift Tcei^evov und kQfiriveia abgegrenzt; auch ist das erste Textwort durch rothe Schreibung oder Färbung des ersten Buchstabens hervorgehoben. Jn not a few placea he clearly tooh the commentary for the text, cmd ihus tnserted readinge found in no Oreek M8. Dieses Ein- setzen handschriftlich unbezeugter Lesarten fällt dem Erasmus wirklich zur Last, aber in Verwechselung von Worten des Com- mentars mit Textworten (woraus auch Mattbaei die Entstehung falscher Lesarten zu erklären liebt) hat er nur in Einem Falle (s. zu 21, 24) seinen Anlass, wo der Schreiber des Codex selbst Comm. und Text i^einandergewirrt hat; im Uebrigen war fiir den, der den Text aus dem Comm. ausschrieb, eine solche Verwech- selung, zumBl in Beihalt der Vulgata, leicht vermeidlich. Where Ms manuacript was aüogether illegale, he appears to have reUed on the Latin Vulgatej and to have supplied words in the Oreek by retranalating them from it. Dass Erasmus den Text der Hand- schrift häufig nach der Vulgata geändert hat, ist wahr, aber nir- gends war es ünleserlichkeit des Codex, welche ihn dazu nöthigte. Nur von o a0%^Q 22, 16 an musste er zu der kecken Aushülfe greifen, von welcher Tregelles dann weiter redet, das Fehlende aus dem Lateinischen der Vulgata ins Griechische zu übersetzen. Er hat dies nicht verhehlt, und doch hat er, nachdem ihm die Complutensis zugänglich geworden war, diese seine griechische Uebersetzung des Schlusses der Apokalypse nicht zurückgezogen! Das ist mit wissenschaftlicher Gewissenhaftigkeit nicht vereinbar. Und auch wie viel im Codex fehlte und von ihm ergänzt werden musste, hat er nie offen gestanden. In den Annotaiiones seiner Ausgabe sagt er: nownulla verba^ in der von ihm später unter- drückten ersten Apologia gegen Ed. Lee (1520): unua atque alter versus y in dem Liber quo respondet annotationibus Eduardi Lei: perpauca und hier erklärt er den Ausfall von et si quis diminu- erit etc. (v. 19), als ob nur dies die im Cod. nicht vorgefundenen Worte seien, daraus dass der Schreiber mit den Augen von dem vorausgegangenen in libro isto auf das folgende abgeirrt sei und was dazwischen liegt übersehen und weggelassen habe, also aus der häufigen Veranlassung von Textlücken durch o^iowrelevra. Er sagt sensimus scribam per eam occaaionem errasse , und doch fehlt das betreffende Blatt im Manuscript, und er konnte also nichts sehen und merken 1 Wir wollen zu seiher Ehre glauben. Digitized by Google Die Ungevisflenhaftigkeit des Erasmus. 15 dass er überhaupt das Manuscript auf diesen Defekt hin nicht näher angesehen und nur sich selber etwas vorphantasirt hat, denn sonst wäre jene Flunkerei eine bewusste Fälschung des Sachverhalts. Aber leider legt uns Erasmus diesen Argwohn nur zu nahe. Denn a* a. 0. ruft er seinem Gegner Ed. Lee entgegen: Oa impudens! ühi corrigo Oraeca quae bene hcAentt Aut uhi rejicio noatra tantum ex Gfraeoarutn leo^üme, si nihil accedat airgu- merUarumf An quod tria verba aemel aS^edj quae certum erat abesse, idcirco corrigo Oraecos codieesf üeis tria verba wollen wir als eine nicht zu pressende Redensart nehmen, aber die folgende GoUation wird zeigen, dass Erasmus das Bewusstsein haben musste, nicht allein den ganzen Schluss der Apokalypse von 6 aaxrjQ an graecisirt, sondern auch an nicht wenig andern Stellen von ihm selber Graecisirtes dem vorgefundenen griechischen Texte aufgedrungen zu haben. Er hatte Lee gegenüber kein reines Ge- wissen, weshalb er den öffentlichen Angriff Lee's unter Bedingun- gen zortickzuhalten suchte, zu denen er sich sonst nicht herbei- gelassen haben würdet). Wir sind weit entfernt, Erasmus gegenüber auf die Seite Lee's, und noch weiter entfernt, auf die Seite Stunica's treten zu wollen, welche Beide, zumal der Letztere, mit unverständigem Eifer und unedlen Waffen für den Vulgata-Text kämpften ; wir erkennen viehnehr dankbar die Verdienste an, virelche Erasmus mit und ohne seine Absicht der kirchlichen Reformation, der evan- gelischen Freiheit und der wissenschaltlichen Forschung geleistet, aber daß darf uns nicht hindern, in Betreff der Apokalypse den zugleich mit dem Codex Eeuchlini über drei Jahrhunderte lang begrabenen wahren Sachverhalt zu entiiüUen — die GoUation, die wir nun fplgen lassen, wird in unwidersprechlicher Gewissheit herausstellen, dass Erasmus, als er den Text der Apokalypse für die Ausgabe von 1516 druckfertig machte, nur die Abschrift des Godex, ohne diesen selbst zu vergleichen, vor sich gehabt hat; dass der Abschreiber ihn an vielen Stellen falsch gelesen und auch sonst Ungenauigkeiten und Flüchtigkeitsfehler sich hat zu Schulden kommen lassen; dass Erasmus auch bei Besor- gung seiner späteren Ausgaben des N. T. den Godex Reuchlins, obwohl er in Frobenius' Händen verblieben war, nicht herzu- 1) S. ^ist 1. Xyn, ep. 2 (I%omae Zupaeto) und ygL die DarsteUung Erhards in Ersch u. Gruben Encykl., Art. JSrasmus S. 171. Digiti zedby Google 16 Geschichte des Erasmischen Textes der Apokalypse. genommea und selbsteigner Vergleichung gewürdigt hat; dass er Schreibfehler des Codex entfernt, aber dafür auch nicht wenig SpracMehler in den Text gebracht hat, ohne sie je aus seinem Texte zu entfernen — kurz dass er dem textus receptus der Apo- kalypse eine Grundlage gegeben, deren Fehlerhaftigkeit und Will- kürlichkeit und Unverlässigkeit von schlimmen Folgen gewesen sind. Es ist Erasmus' Schuld, dass Luthers Uebersetzung: ^^das Thier das gewesen ist und nicht isty vnewofd es doch ist^^ Apok. 17, 8 einen Text wiedergiebt, der nur auf einem Lesefehler beruht; es ist seine Schuld, dass die neutestamentUche Textkritik bis heute von ihm erfundene Lesarten wie handschriftlich bezeugte registrirt, weil er nie offen bekannt, was er vorgefunden und was er hinein- corrigirt habe; es ist seine Schuld, dass die Exegese bis heute vermeintlich alte Varianten bespricht und auslegt, welche erst im J. 1515/16 in Basel sich in den ohnehin mehr als ein anderes neu- testamentliches Buch mit .Varianten belasteten Text der Apoka- lypse eingeschlichen haben. Denn der von der erasmischen Grund- lage nie unabhängig gewordene te;xtus receptus hat solche Lesarten in. nicht geringer Zahl bis auf Griesbach und Scholz beibehalten. Erst Lachmann, Tischendorf und Tregelles haben (in der Apoka- lypse nach Bengels epochemachendem Vorgang) mit diesem textus receptus, der auch über Erasmus hinaus noch eine an Charlatane- rien reiche Geschichte hat, zu grossem Gewinne der Wissenschaft gründlich gebrochen, und da man bis vor Kurzem nicht mehr als drei Üncial-Handschriften zur Apokalypse hatte, den Cod. Alexan- drmits, Vaticanus No. 2066 ^) und JEphraemiy welcher letzte über- dies an erheblichen Lücken leidet, so ist der von Tischendorf ans Licht gezogene Codex Binaiticas besonders för die Feststellung des wahren Textes der Apokalypse mit hoffnungsvoller Freude zu begrüssen. *) Nicht zu verwechseln mit dem viel älteren Cod. Fä^. No. 1209, der mit Hebr. 9, 14 abbricht und in welchem die Apokalypse von sehr später Hand ergänzt ist (No. 91 der Minuskeln zur Apokalypse). Digiti zedby Google DER ERASMISCHE TEXT DER APOKALYPSE (1516) VEEGLICHEN MIT DEM ZU GBUNDE LIEGENDEN CODEX REUCHLINS. NuUtu oeeurrit ApocalypHetu tarn segregatua liber, quam ia , quem Eraamua produxit. Bbnobl. Digiti zedby Google Digiti zedby Google •er liteli AnOKAATTIS TOr AHOY IQANNOY TOT ©EOAOrOT. In seiner Bezweifelimg der Abkunft der Apokalypse von Johannes dem Evangelisten beruft sich ER. öfter auf diesen Titel, z. B. gegen Stunica: In pervetusto codice^ quo utebar, non erat asscriptus titulus loannis evangelistae y sed loannis Theologt, und de Symholo apost, : In vetusttssimo codice Oraeco, quem dixisses ante mille annos scriptum, titulus habehatur Apocalypsis loannis Theologi. Abge- sehen von der Nichtigkeit dieser Stütze seines Zweifels hätte er wissen können, dass dieser Titel von jüngerer Hand als der Cod. selbst, und zwar von der Hand eines Unwissenden, beigeschrieben ist, denn er lautet weiter iQjUTjvevd^Ga (sie) /ca^ä vl. s. w., s. oben S. 10. CAPITEL I. 1. AnOKA^rmS IH20Y XPI2T0r, r> edorABv avrt^ o d'sog det^ai rolg dovXoig ävTov, a deZ yeveGd-ai ev Taxei. Kai Barj- fÄOvev ttTCOöxeiXag ßtä toü ayyekov ävtCfC, rqi dovlq) avrov iiodwrjy Die Worte irjoov XQ^^'^ov Koavprj sind im Cod. abgekürzt und oberhalb des Abkürzungsstrichs accentuirt. Nach ^v steht Semikolon. Den Spiritus dvrqi setzt der Cod. fast durchweg bei Diphthongen ebenso, schreibt aber ovtcü und bringt das Jota subscr. überhaupt nirgends in Anwendung. Cod. richtig dei^ai (wie auch ER. in den Annotationes), aber änbüTrjhxgy was ER. verbessert hat. 2. ög ef.iaqTVQrjaE %6v Xoyov tov d^eov xai rijv (xaqrtvqiav IH20Y XPI2T0Y, oaccre höe. Genau so der Cod.: oaate elde, aber damit nicht abbrechend. ER. bemerkt .in den Annot,: quin hoc loco quiddam additum comperio in Graecis codicibusj quod in latinis penitus non invenitur Kai arivd etat nai artva XQ^ yeviaS'ai [xerä rama. Das sind die im Cod. auf oaaTB elde folgenden Worte. ER. hatte hier das Recht, von Graeci Codices zu reden, da nicht allein der Reuchlinische Cod. diesen Zusatz darbot, sondern auch Valla in seinen von ER. 1505 in Paris Digiti zedby Google 20 Kritik des Erasmischen Textes der Apokalypse. herausgegebenen Adnotationes in Latinam Novi testamenti interpre- tationem ex collatione Graecorum exemplarium ihn als handschriftlich bezeugt. 3. ^lomdgiog 6 dvayivcoaxcov , aal 6t OKOvorveg rovg koyovg TTjg 7tQoq)r}%eiag j Y.ai TtjQovvreg xd iv dvry ysyQa^i^iiva, 6 ydg :iaiQdg iyyvg, Der Codex interpungirt richtiger, hat aber dvayivoaxwv und yeyga^iha, 4. ItodwTjg Tcug ema. ixxkfjataig raig iv tj] datd'ah- fnog, xat biTiveg dvvov s^sxdvuaav. Tcal xoiffovf^ai jtaaai ai g>vlai r^g yijgy vai lAfi^v, Auch der Cod. macht einen Punkt hinter w^ehiv und i^exiv- Tioav, was von ER. uncorrigirt gelassen worden ist, und mit Recht, denn es kann incorrekt fftr i^eAewticfav geschrieben sein, aber auch von iyxewiüiv herkommen *)• 8. Eyoi h^ü TO. a. xat ro. c5. aq%ri xal zekog liyu o xv^og 6 MV xat h rjv xat 6 eqf]i^6(ABi¥og 6 Ttavroxgdrfog, Der Cod. schreibt to ä xat z6 w und fährt fort: ä^x^ xat TiXog^ Xtyei xä 6 6ä' 6 wV . . Der Abschireiber des ER. hat die beiden Ab- breviaturen zusammen für xvQiog gelesen. Das 6 xv^iog m erasmi- sehen Text ist also ohne handschriftliche Stütze (obachon Alter aus 34 die LA. liyet a xcQiüg notirt) und Luthers Uebersetzung: spricht der HErr (för: spricht Oott der HErr) beruht ledigUiA auf einem Lesefehler. 9. Eydg vfuov xat avyxoiviovog ip Ty MttpEi xat iv TT) ßaaileiif xat ijtof^iovrj IH2GY XPI2T0Y, iye- voitirjv iv TT] vjfpii) TtaTf-Ui} dtd rov loyov zov ü^^ov xat rfjv ^la^zvQiav m20YXFI2T0Y. Das xat in o xat ädeXq^o^ ist folgendermassen entstanden. Da wo ein neues auszulegendea Tertstftck der Apokail^pse beginnt, steht im Codex immer ein in verschlungenen Zügen geschriebenes xslpievov (Text) an der Seite. Von diesem xjufxevov i«t auf dem* Pergament- blatte, dessen Rand hier abgeschnitten ist, nur der Schriftzug von x übrig geblieben, der dicht neben den ersten die Zeile seh liessenden neuen Textworten iyta iiö 6 steht. Dieses x hat ER. oder sein Ab- schreiber für xai angesehen*, die LA. 6 xat dS^hpog (wonach Luther: der auch ewer Bruder) beruht also auf dem baarsten Missverstand. T. bemerkt zwar 5* (^= Ob Sz) add xat c. test perpauc. Aber wetehes wären denn diese wenigen Zeugen oder gar, wie Bindseil bemerkt, „vielen Codd.^' f Das xai verdankt der Text nur der Hudelei des ER. *) Im heutigen Griechisch ist vom weiblichen Sticken xtvrtiv und xivtCluv gleich üblich. Digiti zedby Google 22 Ki-itik des Erasniischou Textes der Apokalypse. 10. EfEvofifjp h nvBiü^a%t h ttj xvQicnty ri(.U^, aal ijniovaa OTticio fiQv fpmri]P fteydkTjv cog adXniyyog 11. Isyovarig. Eyai iifii ro a nat rd lo^ 6 tt^ütoq xal a eoya- Tog, xat o ßkiTteig yQccifßov iig ßißi^tov, Tcat yti^iif/ov xalg eyydtjaiaig, talg iv äot(jc iig k'ipeaov, yial iig af.ivqfi^r}v, xat iig neqyafxov, xai hg dvceteiQagy ycal eig aaqSeig^ xat iig q)tXcedelq>iav, i^ai iig kaodi'xeiav. Das Xeyovaia des Cod. hat ER. richtig i» leyovarjg umgeschrie- ben; auch giebt er hier treu das iyoi ic/^i'i to ä xal %o w wieder, nur dass er aus den Strichen Gireumflexe macht. Die Interpunktion des Cod. ist hier wie anderwärts weit logischer, z. B. ixxlriffiaig' iig stpeaov. Auch aocentuirt er neben tpiXadelq}i(xv richtig hxodUßiav. Der Accentfehler laodiyceiav kommt also auf Rechnung des ER. Was aber die Hauptsache, ER. hat eTtva des Cod. yerschleudert, und die Worte Talg iv äaia stehen nicht im Cod., sondern sind ein Flick des ER. nach quae simt in Asta der Vulgata. 12. Kai iTtioTQeipa ßkerceiv rijv epwvrjv. ^ig ildkrjae iuev ifiov. aal iTtunqixpag iidop iTtra h>%vtag XQVOag, Genau nach dem Cod., der aber falsch xQvaäg schreibt. 13. Tcal iv f.iia(p tcov XvxvXcov iifeotov vt(^.avd-Qoi7tov, ivdedv- fievov Ttodr^y Kai fceql'e^coa^uvov nqog roig /tiaOTolg J^iovrjv xQvarjv. Abgesehen von dem mit Recht Corrigirten xQvaijv hat ER. die LA. des Cod. o^iowv vlöv av&QCJTtov willkürlich geändert. Die Aen- derung' vi^ la:g nahe und wirklich lesen so andere Andreas-Texte, aber viov hat selbst By und uneer Cod. hat ofioiog viog avd-qcijtov auch 14, 14., wo ER. es in Ausg. 1 unverändert gelassen hat. 14. H de necpakri avTovy tmxi ai rQ'tx^g lev^ial, coaet eqiov Xevicdv cog xüov. wxt bi otpd'aX/nol ovtov dg qfko^ ^vQog, 15. Aal Ol Ttodag avzoS optoiot x cjg iv xainivqf ^ra- nvQcopiivoi, Kai rj g)iovr] dwov dg qxov^ vSavcov tvoUxov, Cod. ungenau neTtvQOfiivoi, wie auch in Ausg. 5 der AnnoL ge- druckt ist, in den flbrigen TC€7tvQWfÄ€VOi. Die Bern, lautet: JVon erat nobis par exemplarium copia in hoc opere, quod Apocalypm vix repe- riatur addita in ullis graecorum voluminibus. In his sane quos viderim codicibus scriptum erat dg iv 7caf4,lv(p TtejtVQo^ivoiy und bezieht sich auf sicut in Camino ardenti der Vulgata. 16. Kai ix^v iv Ty ße^i^ avuov %fi«^^ düTeQag hczd, xai in Tov acofiaTog ävrov ^fupaitf diarofdog o^i'a inTCOQevofievtj, ycai fj (iifjig avTov, dg 6 fjhog q)aivei iv dvvd^iei dwov. Auch der Cod. hat o^ta und ein Komma nach ^ otpig dvTOv (aber consequenter Weise auch nach tov arofiarog dvTOv)^ dagegen Digiti zedby Google Capitel IL 23 ist ^ofi^aia ein Fehler, au dem er keiaen Theil hat, und nicht iv dvvdf.t€c ävTov findet sich in ihm, sondern iv ttj dvvdfu-i ävrov. Der grieeh. Artikel ist Brasmus' schwächste Seite. 17. Tiat ove Itdov dv^ov eiteaa ftQog vovg modag dvrov log vsTiQog, xat BTted-rpiev ti/tf de^'edv dvrov %BiQia in ifii kiycov fioi. Mij e0i(ov anzumerken ist | im ^iüiff tüv hmd h}xvio}v,. Der Cod. bat ini xäv ertrd Ivxnüv, woraus ER. im Hinblick auf in media der Vulg. das unsagbare und dennoch bis in Ausg. 5 fest- gehaltene inl ^Uüffi gemacht hat. Digitized by VjOOQIC 24 Kritik des Erasmischen Textes der Apokalypse. 2. ßaaTcieou.. Cod. ßeam^ai | Die Worte tuxI indqaaag zovg Xeyowag kavtovg ajtofnokovg elvm fehlen Teraehentlich im Codex. ER. hat sie ans dem Lat. der Vulg. ins Griechische übersetzt: xal ineiQoatü Tovg gxxaHOvrag elvai aTroatäkavg und T. bemerkt daza : c, min ut vdtr mu. Richtiger Bengel: ^E7tai((daw Erusmua sine uUo codice. Denn in Wirklichkeit ist jener ganze so lautende Satz von aller bandschrifllichen Bezeugung v^lassen; in^i^ata (ftlr eTtai- Qaaag) und qxxoycovrag (ftlr Xiyovtag) sind Erfindungen des ER. . 3. ißaTCTiaag.. So der Cod., wie auch And*. In den Annoi. macht ER. die CojajectHr a7t€7t€fiffjagj worüber er gegen Stunica sagt: /n ApocaJ^n non suppetebcU nobis nist urdcum exemplar^ sed vetusiissimum quod nobis exbibuit exindus ille literarum keros Joannes Retichlinus, Illic additum erat xat ißaTtriffag, Indico mihi videri mendum^ quod in. cofnmentariis nuUa esset menUo de baptismo, Stunica docet, in Jihodiensi fuisee ißacvacctg^ id est tuUsti. Debemus hoc Rho- diensi cocUcit tametsi in Latinis codicibus nihil esty quod huic Graeccte lectioni respondeaL Es entspricht ja aber das sustinuisti der Yulg. | xal vTtOfiayip^ ^X^ig ^ccl Siä to ovofid (tiov, TUiMmionMxg'mi ovnixfjiv)- xag,* T. bemerkt darüber: c. test pauc. Aber dieses hoi ov TLeKfiTpcag ist nichts weiter als Erasmus' griech. Uebers. des et non defecisti der Vulgata, wie er es auch in seiner eignen latein. Uebers. wiedergiebt. Er verstand nicht , dass das et non defecisti der Vulgata die Uebers. von xat ov y(,eyL07tiaYjag sei, wie et sustinuisti von xai eßaaraoag, und flickte deshalb jene unnöthigen Worte an, welche ganz und gar nicht, wie Mill §. 1 109 und Beugel meineu, eine in den Text gerathene Rand- glosse sind. Die Uebers. Luthers, der sein irüheres und hasttettffet (geteuffet) später schon selbst nach yuxl ißaazaaag der erasmischen Ausgaben 3 — 5 verbesserthat, ist sonach nocL weiter zu purificiren. Der Cod. bot Folgendes: nai vTtOfiovipf €%bio dia t6 avaptd fiov' ^at xoTticaiaa d. i. xcxrm^iWao:, woftir sich anderwärts kal ovx iiiomaaag als Text des Andreas findet 5i eQXOfial aoi T(i%€i . , Wetstein, Prole^g. p. 158, zweifelt an aller handschriftlicher Gewähr dieses tAxbi, und mit Recht; der Cod. hat laxü, was nichts anderes als das auch von Yalla bezeugte zaxv. Auf dieses falsch verstandene xc^äi unseres Cod. geht das erasmische rax£t zurück, welches selbst der gegen* ER. misstrauische Bengel aufgenommen hat, obwohl man griechisch sich gar nicht so aus- drücken kann, sondern entweder i;(x%v oder ev Tfx%Bi sagen muss | fdevavorjaeig . . Der Cod. hat ineuavoijata, was sicher s. v. a. fisva- vorjürig ist, denn i steht ebenso häufig für ij als für ei und zuweilen für v. Digiti zedby Google Capitel IL 25 8. Tfjg eKxXfjalag a^iv^aicov . . Cod. z^g i/adr-ataa fiviflfaiwv, wie 5, 2 Toa g>Qayidaa und 11, 18 doiloiaov*). 9. TCTcax'icev . . So der Cod. statt mcüxeiav (Ausg. 4. 5.). 10. iVa TtaQaxkrrs, wxt e^ere y^-kixpw mit der üebers.: ut ten- teminij et habebitis tribulationem (ganz wie Vulg.). Dieses na^ct^^^ ist vielleicht vom Abschreiber verschuldet, der die abbrevirte Figur des u vergessen hatte, denn der Cod. bietet deutlich TteigadTJze, wie auch seit Ausg. 2 (1519) bericfatigit ist, und ebenso deutlich xal t'xs^e (nicht ?^€T^) I 45Taq>avov zrjg y^g . . Ein von ER/ selbst hinten an- gezeigter Druckfehler ohne Anlass im Cod. 13. OTiov Kozoixei 6 a&Tovag wozu T.: ^ (= Gb Sz) xar. o aa. c, min mu syr aeth. Wieder ein Nachülssigkeitsfehler des Abschrei- bers des ER. , denn der Cöd. hat onov 6 aavavag xaroiKel. Sind es wirklich minusculi multiy welche, zufällig mit jenem Nachlässigkeits- fehler zusammentreffend, die andere Wortstellung bezeugen? Syr. und Aethr beweisen daftlr nichts | ev jaig rjiiiqong ificug . . Für die»Qi LA. (Ausg. 1 — 5), nach Reuss §. 400 ein> charakteristisches ICena- zeichen des erasraisehen Textes, wird bei T. nur 91** citirt, gewiss eine schwache Stütze. Matthaei bemerkt : Efiaig per Erasmum in- vectum contra omnem omnino Codicum ßdem. Und er hat Recht. Denn der Reuchlinisehe Cod. hat avalg und Erasmus' Abschreiber hat das zu dem a mittelst Ligatur herübergezogene v für ein jn angesehen. Die erasmische LA. beruht also nur auf Blödsicht und Luthers: Vnd in meinen tagen auf Irreführung durch diese Blödsicht. Die zweite Hand in 91 (supplemenäun cod, Vgt, B.) ist also ohne Zweifel eine naeherasmische, und man sieht daran, dass der erasmische Text der Apokalypse aueh in Handschriften hineingepfuscht worden ist. 15. (i fiiaü . . So der Cod. Aus dem Comm. lässt sich nic^ ersehen, wie Andreas gelesen. 16. ^o^g>auf richtig für das verstandlose ^(xpaia des Cod. 17. o ovdeig eyvcj et juij 6 hxfißavwv . . Diese Worte fehlen im Cod. und £R. hat sie aus quod nemo &cit nisi qui accipit der Vulg. ins Griechische übersetzt Und doch bemerkt T. : g (= Gb Sz) syvio c. min mu. Diese minusculi ntuUi existiren nicht. Jene» syvio für oiöev ist ein Nothbehelf des ER. und aus. der Variantenliste zu streichen. 18. T^g ev SvazeiQaig hc^tjoiag . . Der Cod. hat sowohl hier als V. 24 d^azuqmay obwphi 1, 11 dva-celqaa. *) Auch 35 (Alter, Nov. Test. II, p. 92) und 32 (verglichen von Matth.) haben 1, 11 ilq ftvfjvav nach bekannter Irrung. Digiti zedby Google 26 Kritik des Erasmischen Textes der Apokalypse. 30. oliya ort iSg.. Der Cod. hat diX ixta iMttä aov, zrjv yvvaixa. ER. hat diesen Hiatus ausgefällt. Das iag statt dipeig oder dq)^yLag (Comm. diprpfxtta) kommt also auf seine Rechnung. Dennoch hem. T.: g* (= Gb Sz) eag e, min mu. Sonderbares Zusammentreffen „vieler Minnskeln^^ mit einer Uebersetznngsprobe des ER. ! | le^aßeX . . Hinten angezeigter Druckfehler für da^ in die späteren Ausgaben aufgenommene ie^aßrjL Der Cod. schreibt ie^dßel | diddaxeiv xai TtXavSa^at . . Diese Infinitive hat ER. zugleich mit seinem sag ein. geschwärzt, denn der Cod. hat xal dtödoKtei xcd Ttkavarai. Und doch bemerkt T. wieder, dass viele Minuskeln diddaxeiv Ttai ickavaaS-at lesen. In patristischen Drucken kommt es aus dem iextus rec. her- übergenommen vor, aber auch in Handschriften? — 21. xofi 6v ^eravariasv. . Codex richtig (wie Ausg. 2) fierevorjaev, der Absehreiber hat falsch gelesen. 84. vfiiiv de Xiyo) xal loiTCÖlg TÖlg iv &v(XTeiqaig . . Cod. v^lv de Xiyo} zola koiTtoia . . ER. l^t nach der Vulgata, in welcher sich neben ceteris die LA. et ceteria findet, geändert und Luthers Uebers.: Euch aber sage ich und den andern beruht also auf erasmischer Willkür, der hier wieder die ihr zur andern Natur gewordene Ver- schleuderung des Art. (xai Xomoig für aal röig XoiTtoig) begegnet iBt. indess citirt T. fttr dieses ungriechische xal loiTtolg „viele Mi- nuskeln" I T« ßct&i] . . Cod. richtig tcc ßd^tj. lil, 1. (hl TO ovoiia ixecg orc ^(o^g • • Dieses ^(ofjg {^wrjaX welches hinten als Druckfehler angezeigt wird, ist ein unverbessert gebliebener Fehler des Cod. Dieser Rest übrigens: (in ovo^ia ex^ia ohne TO, welches ER. oder wahrscheinlicher sein «ich hier in den Scbriftzttgen'nicht zurechtfindender Abschreiber eingesetzt hat. T. ci- tirt für dieses ro „viele Minuskeln". 2. aTtjQfj^oV'. Cod. richtig OTrjQi^ov, wie auch ER. in der Druck- fehleranzeige verbessert. Solche aus dem Itacismus der Aussprache hervorgegangene Fehler wollen wir weiterhin auf sich beruhen lassen | &lieiXei OTtod-aväiv. 6v ydq ivQixd aov eqya TVsnkriQofieva.. Diese Worte gind vom Schreiber des Cod. weggelassen und am Rande er- gänzt, aber statt s^eUiov oder sf^eXkev hat der Abschreiber des ER. irrig gellet gelesen. Die Ergänzung hat diese Gestalt: d e^ieil dTCo&avqv ov ydg evqiTtd aov (a mit der Ligatur von ov) eqya tcb- Tthjqo (mit übergeschriebenem fAv), Die erasmisehe LA. ^iXkeiy fllr welche min pm citirt werden , beruht also auf einem Lesefehler aus dem J. 1515/16, den ER. bis in Ausg. 5 festgehalten hat. 3. ij^oj irtl ae . . Dieses btcL oe hat der Cod. nicht, aber Vulg. Digiti zedby Google Capitel m. 27 veniam ad te. Das Richtige zu treffen war hier für EB. leicht, denn eTci ae folgt bald hernach. 5. Die Worte «x r^ ßlßlov Ttjg ?c«)^e xat bi-io'koyifiva %b ovofia dvTov sind im Cod. leichtfertig weggelasaen und auch nicht ergUnat. ER. hat sie aus dem Lat. tibersetzt: ex (ohne r^g, was schön WetstQin gerügt hat) ßißkov Tijg ^o)^g, Ticcl i^o^okoyrioofnai vb ovo/iia dvTOv. Und dieses e§Cifiokoyi]üof,iai aus Erasmus' Feder sollen wieder, wie T. bem., „viele Minuskeln^' vertreten!? Es ist nur ein falscher Sdiein, den ER. seinem üebersetzungsversuche gegeben, indem er ihn bis. in Ausg. 5 festgehalten. 7. 6 exoiv Tfjv ideida roxi daßld, 6 dvolycov, xai ovdeig xXsiet, yxxl ydeisi, xal ovdeig dvoiyei . . Cod. 6 exfov Trjv ydeWa tov ääd b dyoiycjv, xai 6v6ei0 xleisi' ycal Kleiwv^ xai oväeia dvoLyai, Dieses xat ydeitov hat ER. im Hinblick auf die Vulg. in Ttalxleiei abgeändert, was er um so weniger hätte thun sollen, als nach seiner eignen An- gabe auch Valla es bestätigt, denn er fand im gricch. Texte: xleiaei dvTTjv (was auch Matth. aus mehreren Codd. notirt, wahrscheinlich dem Sinne nach s. v. a. riyv &vQav} ii fii] 6 dvoiycjv. aal ydeiant ytal ovddg dvoi^ei. Später machte ER. in den Annot. den Zusatz; Cum Vallae lectione consentiebat Hispaniense (exemplar). Ne quis autem contemnat nostrumy tantae vetustatis^erat^ ut apostolorum ^tetate scriptum videri posset. Ist das nicht um so unverantwortlichere Wind- beutelei, da er den Text seines vermeintlich uralten Cod. nicht einmal unverändert wiedergegeben hat? Je höher er von diesem dachte, desto verwerflicher ist seine Willkür. 8. (hl (.iv^iqäv exeig ävvxxjLuv . . Cod. i'x^i, 9. TÄv keyovTwv dvxovg • . Cod. kavzova \ Idov TtoiYfiix) . . Cod. Y,al Ttoitjao} I %va rj^cooiv Aal TVQoaxvvrjacjatv , . Cod. ivec ij§w y.al 7tqoiT}ivvrfiovoiv. 11. Idov tQXo^aL raxv . • Cod. ohne Idov. 12. i^eldij . . So mit Circumflex bis in Ausg« 5 auf Anlasa einer falsch gelesenen Ligatur im Cod. | Kai t6 ovoiia Ttjg Ttoleopg %ov ^€ov fiov . . Diese Worte fehlen im Cod. 14. Tada kiyai. l4(xipf . . D6r hier wieder schlecht gelesene Cod. richtig : zdda Xeyei 6 dfirpf (Ausg. 4. 5.). 15. o(palov ipvxQog sl'rjg iij ^eaTog*- Dieses Satzglied fehlt im Cod. im Texte, findet sich aber zu Anfang des Comm.: b S^eo- loyoa q)rjat rqrjyoqioo' LO(peikov xpvxQoa ^a, ij ^aarog. Wahr- scheinlich hat es ER., weil er es in der Abschrift des Cod. nicht vorfand, frei übersetzt; indess kommt das Optative airjg wirklich als Digiti zedby Google 28 Kritik des Erasmischen Textes der Apokalypse. handschriftliche Variante vor, wenn auch nicht in „vielen" Mi- nuskeln *). 18. xovilovQiov , . In den Emend. heisst es : lege xoHov^iov, Der Cod. aber schreibt sowohl im Schrifttext als im Comm. ycovXlov- ■ IV, 5. Y,ai ix fov x^QOPOv ixTtoQevovTO . . Cod. nur rov S-^ovov emoQevovrai, denn so, nicht hiTtoQSvovco (eine Unfprm fttr i^STtOQ- evovTo), will iyjtOQSVOv mit übergeschriebenem r gelesen sein, da z. B. auch deUwTat öfter dsUw mit übergeschriebenem r abgekürzt wird. I ai hat . . So Ausg. 1 — 5, Cod. aber « eloL 8. tv nad^ kavzo lixov . . Cod. U%o)v = €%oy, jenes üxov ist ein« erasHHsche Schöpfung | dvaTtrsQvyag . . So ER. in Ausg. 1 — 5. Cod. dva TtTeglyaü ohne Gravis auf dem dva \ ayiog^ ayiog^ ayiog . . In den Anfiot, bemerkt ER. : In Laurentianis codicibusy ut ipse indieaty sanctus novies repeUtwr, At in meis ter duntaxat positum erat Valla sagt nämlich: Quid causae est cur cum graed Codices omnes habent novies sanctus: latini habeant omnino ter et m^sterium illud ter trium qui est numents ordinum angelorum perdantf In einigen Min. findet sich wirklieh ayiog neunmal , z. B. in 33 und demgemäss im Texte Alters. 9. Kai orav daiaovaiv rä ^dSa . . Genau nach dem Cod. , der ddüovaiv, nicht dcoacoaiv gelesen sein will und hier auch das v eq>eh^ hat, wogegen v. 10 ßdlXovaiv und 3, 4 TteqmaTfflovoiv nicht dem Cod. gemäss ist. Der Text des ER. ist auch hierin , wie der Cod. selbst, ohne Princip. Am wenigsten wollen wirs ihm verargen, dass er das v eq)Bh(.. nicht gteichmässig überall auch vor folg. Consonanten gesetzt hat, was eine Eigenthümlichkeit der jetzigen Cyprler i«t. 10. Ttat /VQooTivvovaiv , . Coä, tcat TtQoffTcvvrjOovoiV' Jenes Prae- sens, welches auch in 91 eincorrigirt ist, beruht also auf fahrlässiger Abschrift. Von Ausg. 2 (1519) an ist das v eq)ehL gelöscht. Die LA. nQoaytvvovai ist also dem Cod. noch um einen Buchstaben weiter entfremdet. V, 3. xal ovdelg tjdvvcxTO ev Tqt dvgavfp. ovds iul irjg y%, yjxi VTcmdrcj Tfjg yr^g avoi^ac t6 ßißliov, ovöi ßkeiteiv avro . . Dieses ytal VTtoytdrw möchte kaum irgend welche handschr. Gewähr für sich aufzuweisen haben. Der Cod. hat ovdi vTto^Ävco rrjo yrfl^ aber als *) Die Constr. von QipiXtiv mit dem Indio, ist im Hellenistischen die übliche, die mit dem Optat. ist selten (Ps. 119, 5. LXX). *♦) Noch jetzt fiir xoJlili'^»ov von eiper Art Backwerk üblich. Digiti zedby Google Capitel V. 29 letzte Worte des ganzen Satzes. ER. hat sie aus. dieser nachschlep- penden Stellung in die Mitte des Satzes gerückt und zugleich ohne Noth ovdi in ytat verwandelt, 4. Kai e^hxiov TtoAAa.. T. bemerkt: 5- TtoUa c. min mu. Aber der Cod. bot dem ER. ycat eidaiov ^oXkoi, nnd dieses (auch sonst in Codd. vorkommende) falsch geschriebene Ttokv verwandelte er auf eigne Faust in Ttoilä \ xat dvayvcovat.. So der Cod., wie auch andere Andreas-Texte. 5. dvoi^at t6 ßißliov. nuxt Xvoat rag eTtra aipQayidag dvTov . . So (mit dieser Aoc. und Interp.) der «rasmische Text. Cod. avoi^ai t6 ßißkiov xat zäa jctä. ohne xal Xvoat (kvaai). 6. vä aTceOTakfieva . . Eine diesem Cod. eigenthümliche. LA. 7. ytal T/kS-e xal 6ilr]q>£ to ßißkiov hc vijg de^iag . . Cod.. eikrjqfcv exy und an der Seite ist + to ßißXiov von jüngerer Hand schwarz beigeschrieben. 8. '^vfiiaf^driov . , Cod. dvf^idTCJV, aber mit übergeschriebe- nem jiU. 10. Hat iTtoirjaag rifiag . . Cod. ävTOVOj was ER. willl^ürlich geändert hat, obwohl er es in den Annot, als LA. Valla's notirt. Die Uebers. Luthers beruht also hier auf erasmischer Willkür. T. bemerkt c. }mn. Möglich dass sich dieses '^fAag aus der Vulgata in eiui^ Mi- nuskeln eingeschlichen, aber in welche ? Die ,,sefar vielen Codd.^' bei Bindseil sind aus der Luft gegriffen. Alle bis jetzt glaubhaft ver- glichenen Codd. haben avvovgy was von bekannter Wichtigkeit für die Auffassung der 24 TtqeoßvTBqoL \ ßaoilevaofiev . . Cod. ßaaikev^ aovaiVy was ER., dem Luther folgt, naeh der Yulgata geändert hat, obwohl er auch aus Valla wissen konnte, dass der griech. Text nicht regndbimus^ sondern regnabunt laute. Bindaeil greift hier wieder „viele Codd,^^ aus der Luft nnd auch T. macht die nnbelegte Bem.: e, mfn mu. In den patristischen Drucken stammt dieses ßaailevaofiev aus «dem erasmischen Texte. 11. yuxi TÜv J^vitav. aal 7tQ€aßvT€Qcav. wxt xiXiaßeg xikvadtav keyovreg'* Cod. mal tcov ^(owV xai ;^fAiad«(r ;jtXea5ce>v keyowaa. ER. hat sich hier begnügt, nur xal nqeffßvTeqiov (ohne räv) nach et seniorum der Yulg. einzuschalten, damit zufrieden, dass die LA, des Cod. nicht so stark von der Vulg. abweiche , wie die LA. ^v- Qiddeg /nvqiddcov, x^^^ddeg xi'Xiddwv, welche nach Valla die *^raeca veritas ist. 12. a^iog iauv dqvlov rö iaq>ayfiivov . . Cod. a^iov (abgekürzt) iffzl TO dqviov xb iGq>ayiÄiv(ov {sie), Ausg. 2 : ä^iov iativ d^iov to Digiti zedby Google 30 Kritik des Erasmischen Textes der Apokalypse. äaqxxy^iivov (sicj wie die AMlna). Der im Cod. deutlich stehende Artikel fehlt anch noch in Ausg. 5. 13. Kai %ct iv dvToig Ttavra, rjyiovaa klyovueg.. Cod. inter- pimgirt ebenso, aber das abgeklirzte Xsyovt (mit übergeschriebenem t) ist falsch XeyovTBg oder vielmehr, wie im Drackfehlerverzeichniss verbessert wird, Xeyovcag ftlr Xeyovta gelesen | nov mtivcov . . Cod. TÜV dlfSvOV dfJLTJv. 14. 'Kat Ol eiTcoaiTiaaaQeg TtqeaßvTBqoi . . Cod. nur o\ jcQsaß. Die Ziffer hat ER. eingesetzt. Die min mu, womit dieser Zusatz des ER. gestützt wird — welche wären es? Auch hier ist die Luthersche Uebers. von einer erasmischen Interpolati<>n zu befreien | yiat trtqo- aexvvTjaav t^civti iig rovg ditavag roiv äicivcov. • Cod. nur xai Ttqoa. Die Worte ^covri (ungriechisch für r<^ Ciovti, was schon Bg. u. Wetst. gerügt haben) iig Tovg tctL, von Mill §. IUI und Tregelles irrig für eine Randglosse (vgl. 4, 10) gehalten, hat ER. aus der Ynlg. ange- flickt. T. aber bemerkt: g (= Gb Sz) add ^cüvtl etg %ovg aiiovag TCüv ai(üvo)v c, min mu. Richtiger Wetstein : contra omnes Codices Qraecos, Die „vielen Minuskeln" existiren nicht. Die Worte: den der da lebet von emgkeit zu ewigkeit bei Luther müssen gestrichen werden. Talia additamenta — sagt Bengel — deposdto timore resecare pium est. VI, 1. ^ev hc Ttüv a(pqayid(jt}v . . Cod. nur in zciSv aq>Qayl6(ov. ER. hat fehlerhaft &/ statt ^iav eingeschoben [ wg g>cov^g . . So der Cod., was ER. in den Ännot. gegen die LA. Valla's wg q>(x)vrj*) mit Nostri Codices hahebant q)a)vi]g notirt, denn er liebt es, von dem Einen Cod. im Plural zu reden | eqxov yjxI ßXerce . . Cod. nur liQx^% ^^^^ dieses rxxl ßXeTte ist Interpolation des ER. aus 7>eni et vide der Vulg. Indess findet sich auch sonst ytal l'ös und wohl auch ytai ßXeJte. Auch V. 3. 6. 7 hat ER. ytal ßXine gegen den Cod. beigeschrieben. 4. Ttv^^og . . Cod. durchweg incorrekt nvqdg \ oltzo Ttjg ytjg . . So der Cod. | aqxx^ioai . . Cod. ocpd^wai. 6. XQid'rjg . . Cod. xQid-cuv» 9» zag rpvxccg ziov iaepecyfievuv . . Cod. tdov dvd-^oiTtcov tcov iüq)ay^ivojv mit abgekürztem dvd^qtiittjv. In den späteren Ausgaben ^eiV Anhot. beiöerkt ER.: Hispaniensis aeditio addity tcov dvd'QCOTtcov T&v iawqotyiGfxivcjv, id est, hominum signatorum. Aber der complut. *) Die schwer yerständliche Bemerkung des Y alla lautet : voce legendum est q>iav^ aive tanquam vox ettbaudteeet. Sie bezieht sich auf die Uebers. der Yulgata: et audivi unufn de im animalibus dieetttem (so lesen alte Codd. der Yulgata, nicht dieeni) tanquam vocem tonitrui, und fordert yo;r/} (nicht qtwvTj). Digiti itizedby Google Capitol YII. 3 1 Text hat aacpayia/neviov, woraus ER. kurzweg eQq>QayiOf,uvctyv macht. 11. yuxl sdodTjoav exdazaig arolal levxat ycal i^^idifj dvToig, iva ava7tavö(awcti - . Wieder eine von ER. gräcisirte Stelle, welche T. durch das Zeugniss „vieler Minuskeln'^ stützt. Cod. xot edadT] avToia iva dvaTtavaovrcUy eine Lücke, die ER. aasgefallt hat. Seilte wirklieb der von ER, erfundene Text hinterdrein „viele Minuskeln^' für sich haben? { nkrjQiieovcai . . Nichts als ein Lesefehler oder wie Bengel urtheilt, der auch hier seinen Tiefblick bewährt: eine Cor- rectur nach compieantur der Vulg. , die aber wieder min mu für sich haben soll. Die Variante ist fernerhin auszumerzen. Auch des ER. Cod. hat Ttkfj^ciacoaiv {TtkrjQoiaco mit übergeschriebenem a) mit folg. 12. xat hdev oz€ ijvoi^e . . Cod. Ttat eidov xai avs ^voi^e \ Tuxi lä&v aeiOfioQ • . Cod. xat aeia^bo» 18. iog avTCTJ ßdUsi . . Cod. wg avxsl (undeutlich) ßdisi | vTtd f.tsydlov dve^ov . . So der Cod. 14. zat ovQavog . . Cod. ycat 6 ovQovoa. 15. zat öl %iUaQ%oi> xat bi dvvarot . . Cod. hat dieses xal oi dwarot nicht, es ist die erasmische lieber», des et fortes der Vulg. Die Handschriften bieten yuxl oi iaxvQol und die min pm , welche für das erasmische ycal oi dwazol Zeugniss ablegen, sind ohne Wirk- lichkeit. VH, 1. Tovg Teaaagag dvi/dovg . .. Cod. gedankenlos rova ä dyyilava. 2. däiKrpfai . . So fehlerhaft in Ausg. 1 — 3. Cod. d6ix^a mit übergeschriebenem ai* i. äxQi oq)Qayi^Cf)/,iev . . So Ausg. 1 — 5, wieder ein Flüchtig- keitsfehler. Der Oad. hat so deutlich als möglich axfi OipQayiacoftev. 5. iyc (pv^g ydd . . Cod. Sad (d. i. davld) , w^s wir nur bei- spielsweise als Unwissenheitsprobe des Lohnsckreibers dieses Cod. anführen. 6. vaq)^alifi . . So Ausg. 1—5. Cod. vecpd^alelfi. 7. laaxdq . . Cod. iaadxctg (Paroxytonon) und im Commentar iadxd'ak^(ov avTwv, wonach Luther übersetzt hat. Vm, 1. Tjf^uiSQiov . . Cod. '^^lOQiov, im Comm. aber richtig fj^uojqiov, 3. %va dcoajj . . Cod. iva dcoaei. 5. t6 hßavioTov . . So Ausg. 1 — 5. Cod. abbrevirt vov hßa- viüTov I "Kai iyifitosv ovto . . Cod. abbrevirt dvTov. Der Abschreiber hat beide Mal die in zwei schrägen Strichen bestehende Abbreviatur von ov nicht beachtet. 6. ytal eTCTCL ayyeXoi.. Cod. ebenso: xot ^ ayyeXot. T. bem.: g (cs= Gb Sz) om Ol c. min mu. Wenigstens also mit And^ 7. Die Worte tijg y^g yuxteKafj tuxIto tqitov fehlen im Cod., wie auch in andern Andreas-Texten. 9. t6 tqItov Tüiv yccia^drwv . . So der Cod. ohne das später von ER. aus Aldina u. Complut. aufgenommene zcov iv ifi d'akdaai] \ di€q)'9'dq9jaev . . Cod. distpd^dqiaav. 10. cTtl Tag TtTjydg vddztav . . Cod. züv vddvwv' Das twv ist fahriässig weggelassen. Und doch bemerkt T.: c. min mu! 11. xae yiverai vo zqitov iig aipivd^ov . . Cod. xal ylvezai to TfiTOP Tüiv vddvtov iia axpiv&ov. Dw Text ist hier fahrlässig ab- geschrieben. T. bem. richtig: g (= Gb Sz) om %wv vdarwv ex errore ut vdtr I xat noUjol dvd^QOJTtcov . . Cod. räv dv&Q(6n;o}v. Wieder Digiti zedby Google Caitttel IX. 33 eine von den vielen Artikel- VerBchleudemngen. T. bem.: g (= 6b Sz) om tiav c» mm vix mu \ dne&cmv . « Cod. abbrevirt: anid-avw, 12. xat iTth^Tj^. Cod. fakcii xore ^if^;^ | %va axoria-diij^. Cod. riebtig: Um mtaipufd^. Die falache Accentuation des ER. geht durch alle 5 Ausgaben. ^ 13. dyyelov TtiVfofihcfV ht fi&Hw^QccPiafiwi . • Cod. genau so, Hioht aerov. Und sowohl im Text als Comm. durchweg f^^ovQa- viagiOTi (nicht fueaovgavTj^iXTi), eine bei T. nicht bemerkte Variante*). Die Erasmische Ausg. 2 corrigirt hinten an allen Stellen f.iemyvQa- vrfö^iaxLy und diese monströse Zwitterfbrm zwischen fueaovQavlaficeTL und (.ieaov^avri(.t(m liest man in Ausg. 3 — 5, | oveA ^ctl Tnig mtroi- ycovaiv . . In den Annot. : Vae Vße LaurenÜanus codex additUt r^ig, id est ter, mens habehat toXg et Ms tcmiwn hahebat vae. Diese Bemerkung ist confus, denn sie setzt voraua, dass Yalla t^ fftr %oig vorfand^ aber er fand dicentis voce magna ter kiyovrog q>on^ ^eydh] TQtg, wie ER. aus der Complut. hätte ersehen können. | TQeiuiv . . Bo Ausgabe 1 — 3. Cod. richtig T^iiip. IX) 4. €%ovGtv TTjv^ . Cod. ebenso f aber owc €%ovmv^ das ovk ist fahrlässig weggelassen. 5. ßaaaviad-rpMvrm. . Cod, ßaca^^iadi^ovvai. DerConjunctiv (Ausg. 1 — 5) stammt von ER. I. tfjTi^ovai.. Cod. richtig wie Ausg. 2: trfcfyrovaw \ ova ivQfffJovGi^ . . Cod. oii fiij ev^T^ataaiv, was der Abschreiber nicht zu erkennen vermocht hat, J iTetdvf.ii^&vai • • Cod. richtig eTtt^fii^ aovaiv I q)evyu . . So der Cod. In Ausg. 2 wird daftlr hinten nach der Aldina gj^v^ex:«* corrigirt, 10. "Kai xivfQa rpr ev toiq ov^cüg dvzüv . . Cod. ohne ^y. II. &VQna havT^ . . Cod. richtig ovtü \ dßßadiav . . Cod. dßßaöiüv* 13. Tov xQvaov ivaijtiov.. Cod. rov (abbrevirt) ivciTVtov.^Erst in Ausg. 4. 5 ist der verschleuderte Artikel aufgenommen. 14. r^ &cz(p dyykhfiy og li%mf xrf» aaXTttyya . . Cod. bixiov, was ER. in seiner Weise als allzu solök entfernt hat Aber T. bem.: c. min mu. Welches wären diese? Bei Aretas und in der Catene stammt das og h%€(v) aus dem text reo. Die LA« z^ s%owi findet sich, aber og elx^ ^^t von ER. aus der Luft gegriffen. *) Sie findet sich auch sonst und ist bemerkenswerth , denn noch heute kann man griechisch sagen: 6 ^hoq fitaüVQavß^H, die Sonne steht in der Mitte des Himmels. 8 Digiti zedby Google 34 Kritik des Erasmisehen Textes der Apokalypse. ' 15- aTtoytfvelvbMJiv . . Aueh Cod. a7toKTi[Ptoüiv itftt v» lÄ. noal o agi^jitog (nqatev^taTtav . . Cod. tüv ar^at. Wieder ein Artikel verscbleodert^ der auch inAiisg. 5 noch fehlt. | dvo (.iv- ^ddeg. . Cod. diOftvQtddea , aber das dia ist ra^irt. ' Es ist ER., welcher das auch von Valla bestätigte ^vQidöeg nach victes milies der Yulg^ in dm /nvQidSig verwandelt hat, aber stilischweigend, ohne es zu BBgeu. I xai ij'Jievoet . . Cod* rjxovaa* ER. hat auch hier willktlrHch geschadet. 17. TtvQivovQ . . Cod* TtvQirovg» 18. djtexcdvSijaav . . So der Cod:, aber Ausg. 2 monströs: aTrsn^dv^ae (hvtther: ward ertödet). 19. ai ydq i^ovaiai dvTtov iv rqt arof-icerv dvxtov eiffiv.* Cod. ebenso, aber iativ, was ER. zu verbessern sieh eingebildet hat. Xy 1. Tcat iiöop akköv ayyelotf - . Cod. xal iidov ayyekov \ ertl Tfjq YjetpaXrig . . Cod. ifti Ttja 7t€> . Cod. ^leHrj aaXniQELv, ER. aber hat sein f.iliXei bis in Ausg. 5 festgehalten, 9. diX iv axdftarl aov - . Cod. dX! iv rtS aro^iari aov. Wieder hat ER. hier einen Artikel verschleudert. 10. T(^ OT6ix(ni fiov . . Cöd. irrig to aTOficcri ^(fv \ fj xoiXia fiov . . Cod. richtig ^ nodla fiov» . '^ *) Das yTilgärgriecMsche gebraxiclit diminutivisch ßi,ßX(o¥, fiißXi;aQtov jmä ßtßlMQaxi, (== ß$ßXMQdxvov) ; auch ßtßXidgkOv der Aldina ist zulässig. Digiti zedby Google Capitel Xr. 35 11. ßaaiUvüt . . Cod. ßacrihvaei (mft et Btati; /). XI, 1: xoft idodi] fioi ^dkaftiog öf:iötog ^dßdo) , leycov i'y^iQai xal ^uTQfjaov., So der Cod. (mit deii fehlerhaften Sehreffitingen idti&Yi und ^yrjqai) ohne Kai ekstrptBi o ayyekog vw Hyiof. 2. vr^ ^iod-ev Töv Pcetiv^i Sa der Cod.,' wahrend der CJomm. des Andreas die LA. rr/v e^w&ev voraussetzt. Dfe Schreibung TfjV eatod^ev (z. B. bei Alter trotz seines Cod: 38) ist aus der oberfläch- lichen Meinung- entstanden , 'dass der Gegensatz ron mßalM ^^oj sie fordere. Danach Luther: den ihhern Chor des Tempels. \ vcai ^ifj dvTfjv liiSTQrjorjg, ymI ido&tj . . Cod. ^etQrjaio oti eöci&rj* Jene« nal (Ausg. 1 — 3) ist eine Von ER. gesehaflfene Variante. 4. at 3vo eiaiat ycat dvo Ivxvicti . . Cod. nur ai ovo Ivyvvai, aber am Rande ist xal ß elaim (statt eXcuai) mit Rothschrift b'ei- geschrieben, was ER. wiedergiebt, a'ber mit der falschen Accentuirung shxiai. Die Weglassung des Art., wonach Luther: zn^een Olebewme tmd zwo Fackeln, kommt hier auf Rechnung des Cod. 5. d^ihj . . Cod. MXei -\ ^ai iirl$ d-iXiß dSixijttai : . Cod. xat iJTig dvTövg d-skec ddrjx^rjoac. Die Weglassung des ai;rorg in Aus- gabe 1 u. 2 beruht also auf Fahrlässigkeit.* 7. To 9riqtov dvaßaivov . . Cod. ra dvaßalvov. ' Wieder ein Ar- tikel verpufft. I ytal ccTtoTcravet dvxovg . . Der Cod. hat diese Worte nicht; die Futurform aTroxrofrel (Ausg. 1 — 5) statt aTtö^evn ist erasmisch. 8* ^Ttl r^g TtkaTslag Ttolewg . . Cod. zTJg TtSXecüG. Schon wie- der ein Artikel verpufft. 9. TiCct ßliipoDaiv . . Cod, Tcal'ßkefcovmv \yXcdtT(ov.. Cod. hier yXwaaüv \ Hinter yXwaaüv: zä nTw^iaröc SvzcüVy yjclI ol iz zcov idriiv f)f.iiqag rqeig xat ^fiuav . . Ebenso hinter yXcoGGcSv der Cod., aber rqeta rjiLtiav ohne ytcci \ dtpiövCi" So der Cod. IrfAniBg. 2 wird dafür hinten nach Aid. dq)rjaovGL corrigirt. | hg (xvrj^iaxa». Cod. ha 10. pfa^öi;^^.. Cod, j^alqovaiv \ ivq)qavovwaL - ' Cod. evq)qat- vovtm, Offfenbar hat hier ER. verschönernd, wie er meinte, einge- griffen und der Cod. Leicestrensis (14), welcher dieses evipqccpovvcai bietet (wie er auch in v. 9 auffällig m!t dem erasm. Texte stimmt), macht sich dadurch verdächtig. 11- km Tovg TtSdag-. Cod. V7td, wie derCod. Guelpherbitanus (30), was aber sprachlich unmöglich; nur im oder elg war hier statthaft. 12. '/Ml rfKovoav q)(ovfjv ^sydXrjv . . Cod. ical ri^voa (piovrja 3* Digiti zedby Google 36 Kritik des ErasmisclieB Textes der Apokalypse. ^isydlr^c. ER« hat kier i%n Cod. ganz so willkflcHeb oorrigiit; wie Alter seinen Cod. 33, dessen LA. rjxovca er anter den vitia Terieich- net. I Ifyoveav.. Cod. Xsyovaija* 17. 6 äv Kai 6 ipf Tcat 6 iQxopt&fos*» Cod. nnr 6 uh xal 6 ^. ER. hat das e^egetisck verwerfUche; obwohl auch handschriftlich vorkommende 6 iqxofji&fog nach dem gangbaren Yolgata-^Text und nach Valla eingefügt; Vaila selbst las in d«r Yolg. nur q%d es et qm eras (wie z. B. auch Cod. Erlang. 428) ohne et qui venturue es, \ dvva(,dv oov*^ Cod. tv^v Svv&fiiv oov, ER. hat hier wieder einen Art. preisgegeben. 18. ToXq ayioig %ai volg g)oßovfiev(Hg . . Cod. ohne naL ZU) 1. ami^v dwdexa . . Cod. deyuxdvoy was ER. willkürlich entfernt hat 3. diadi^fÄCtra.. So der Cod. ohne Ergänzung, denn auoh der Glossator, der öiadi^cera von den TurbaneA (q>aK,v(AiÖ€g) der Mn- hammedaner erklärt, kennt hiTa nicht. In Ansg« 2 wird daflir hinten diadiyxaTa STträ corrlgirt, mit Aid. nach Vulgata; die griech. Codd. bieten mit wenigen Ausnahmen die Wortstellung cTtTa diaätj^ara, "5. 7toifiev€iv.. So Ausg. 1. 2. Cod. Ttoifiaiveiif* 7. iTToUfirjoav * . Cod. fftt^firjam^ was der Abschreiber des ER. falsch gelesen oder ER. verbessert hat. 9. oipig*. 8o ohne 6 der Cod. wie auch And^. Id. zateßli^&rj o zaTtjyoQCüv dvTovg ivoiTtiov rov d'eov fifisQag wxt wxtog.. So der Cod. Die Worte 6 KorijyoQog {xcezi^ywQ) tcov Adehpciv fif,uov sind übersprungen und es ist die Schuld des Einen Cod. Reuchlins, dass sie auch in Luthers Uebers, sich vermissen lassen. 12- oval töig xaTOi:KovaL tt/p yr/if %ai zrjv d'eAaaaav . . Cod. genau so, nur dass de hinter m}al mit Zinnober übergeschrieben ist. In dieser Foruaj oval de xoia xaroi^ovai r^v yrji» iMti vrji» ^äXaoaav erscheint dieses Satzglied im Comm. 13. xal 0T€ lidov b dqaxMv.. So Ausg. 1. 2 gedankenlos für eidev des Cod. | eöicj^a-^ So Ausg. 1. 2 gedankenlos £ür idifo^e des Cod. Die Figur des e im Cod. hat den Abschreiber häufig beirrt. 14. dvo TweQvyeg»» Cod. al dvo Ttt^f- Dieses al hat ER. ge- strichen. I IW TtijaTai iig xrpf e^fiav eig to^ roTtov avvfjg . . Die Worte hg ttjv eqrjfiov hat ER. ergänzt; der Cod. hat sie, wie auch AndP, nicht. Die Conntruction Hva Tcsravai ist wie 13, 17 Sya/cij Tia dvvatai, 14, 13 ij/a dpaTtamovrai. 15. iva TttyvofiGfpoQfjTOP Ttoirjarj . . Cod. iW TavxtjVf wie in Aus- gabe 2 nach der Aldina hinten verbessert wird. Digiti zedby Google Capitel Xm. 37 17. Tal(Sp ävrov . • Dieses eldov i«t aus der Feder des ER., wie im Altersehen Texte ans der Feder Alters. Alle drei Codd. Alters boten nur xat piiav. Und wenn sich auch %ai eldov ^iav in einigen Codd. findet, so doch gewiss nicht in ,, vielen^' | xofi id'av^idaS't] ev ohj r^ yrjoTcioio toü Stj^Iov . . 8o der Cod., wie auch andere Andreas-Texte. 4- aal ft^oa€}ivvf]acev top S^oKovra og ideoxev i^avaiav Tijt dTjQiip, xat TtQoaeKvvTjOav ro dirjqiov Xayoweg** Cod. versehentlich nur (xat id-avfi&adT] iv olrj rHj y^ OTctato xov ^qLov) Xiyowea» Was vorausgeht, hat ER. naoh der Yulg. ergänzt und ist Alles eras- miscfa, wenn stdi auch das und jenes, wie kaum anders möglich, handscbriftlieh belegen läset. | rlg övpoctcci . . Cod. ycal via dvparai» 5. zofi edodi] avT<^ ato^ia kdXop ^tsydXa xal ßkaaq)rjfuag nai siodnrj ävTtTi i^ovaia*. Cod. nur xal iSoSif] dvTtS e^ovüia» Das Uebfige bat ER. aus der Yulg. ergänz und dieses durch alle 5 Ausgg. laufende MXov kommt allein auf seine Rechnung. | Tvoirjaai (ohne TtoXe/iov) . . So der Cod. nnd so wirklich Andreas nach seinem Comm. 7. aal iSodT] ävT(p Ttokepiop Ttoitjaeti fietd^rwp etyiwp tmxI viMflai dvTovg.. Diese Worte sind im Cod. am Rande mit rother Dhite beigeschrieben, aber nicht vt:K^aai, sondern ptyLTjaei^ 8. Tov dqvlov eüq)ayia(.i€vov ano xaraßolrjg Koa^iov . . Welch ein Griechisch! Der Codex, dessen Text ER. hier verballhornt hat, bietet die interessante, bei Matth., aber nicht bei T. notirte LA. rov €aq>^ceyitffiipov. In Ausg. 2 wird itf(payio^ivov hinten in ietpay^tepov corrigirt, naeh der Aldina, denn von wiederholter Collation des Codex zeigt sich bei ER. überall kerne Spur. 10. eiTtg dixficckioaiav ovvdyuy iig dixficckwaiav vndyei* eivig *) Um 80 mehr als audh das Vulgärgriechische neben aQxrat noch jetzt ^ a^xoi'^^a sagt. Digiti zedby Google 38 Kritik des Erasmischen Textes der Apokalypse. €v fia'jK/aiQff oiTtoKrevu - • Der Cod. hat den Nachsäte iig dij^iakioalav V7t&^€L nicht EB* bat ihn ergänzt^ und zwar indem er die von VaUa tiberlieferte LA. IWig ax^i dcxfictltüalav vTtdyat dazu verwandt hat. In den Ärmot. begnügt er^sich aber zu. bemerken: Laurentius secusjeffit. 11. ai.iQia QiQviov . . So der Text des Cod., wogegen im Comm. dqviu}, 18. TovQ wxTOüiovnag iv ävTTJ . . Cod. Tovfi ev dvt^ zaroi- xovvzaa, 14. leyw^^' Cod. leyov. 16. iva doiajj .«. Cod. iva doicßi. 17. -ei ^lij S k'xt^v To XJf^QCLyiA^x rj.vö ovo^a tov x^tjqIov • . Cod. ai fLTj ^ apav %o xaqaypLa %o ovofia tov dTjQiaV' ER. hat hier, zwie- fach eingegriffen. 18. 6 ax^^ wv vovv xp7)(fi0dtu} roy iQi&fxov tov d'tj^lov . . So der Cod. In Ausg. 2. 3 ist gegen den Cod. tov von 'vov agt^w weg- gelassen, aber in Ausg. 4. 5 wiederhergestellt. .| xaLo aQiO'fidg.ävTov. X^?^ . Cod. Kai 6 aQi&fidg dvTov aoriv, x^g- .XlVy 1. aOTog.* Ausg. 2 ecrirwg. Cod. aa^tüg \ zao So der Cod., aber -u&aQL^ovttov ^ wie in Ausjg. 2 berichtigt ist. 3. dt axardv Taaaaqdxovca zaaaaQag xi^^idöag . . Cod. ai hccctöv Digiti zedby Google CapitelZIV. 39 Jiö xiktddeff; Hi^i* wo der Cod. nicht ^, pudern hc^^ov «chmbt, hat ,auch ERc die Hundert nicht we§;f^ela8»ea. ' 5- .evK ivQd&f] öolog . . Cod. richtig ovx BVQid^nj äohns \ ivioTtiQ»/ Tov d'qrmcm tov ^£oti .> Dieser Ansatz, findet si^h nicht im Cod. und auch nicht, obwohl ao angegeben wird, in min mu. Die Vermuthnng Matthaei's: quodfortasse Erasmus ad Vulgatam laLßnxerii ist richtig. Auch in der Vulgata sind die Worte ein. nicht authentischer Zusatz. Und ia Luthejrs üqberset^ung \%i ,yßir dem stuel Gottes'\. wie nun er- wiesen, ein Echo er^smischer Willkür, , 6- ivayyeXia^xi fovg :^aS^^ovs Tovg Kmomyvvr^ iicl Tr^g ytjQ . . Genau nach dem Cod., welcher diese Ver^^ckung zw^er LA. bietet. I, q>^jQadijve^. Ausg, 3 — .^ (foße^^vs.. Cod. foßi^rjT^ \ TtqoonLvvrpev^ . . Cod. TtQo^^wyrjaat^ \ xai d^akccöaav . . Cod. xat 8. xai ailog ayyehoQ . . Cod* .xot MU^oa d^vre^oa HyyeXoa \ tTteaev eTteoe ßaßvX^v fj noidg ^ /Luy^^tj . . Cod. efgeasp t^^aev fj ^isydlrj ßaßvXwv, was ER. schöner auszudrücken im gut befunden. | Ttcofra i'xhfj.. Cod. rcdwa zä edvri' Der Abschreiber hat hier das abgekürzte 7tav%a {utav mit übergeschriebenem z) verkannt und der erasmischen Artikel- Verschleuderung in die Hände gearbeitet. d, Y.ai TQiTOQ ayyeXog . . Cod. iml akloa ayyekoa ,| elrig ro^j ^r^Qiq) TtQoüKvvel.. Cod. ro d-tjQioVy was ER., obwohl sofort xat rrjy iixovcc dvTOv folgt, zu ändern beliebt hat. 10. Tov xeK£Qaafiivov «x^aTOi;.. Cod. xeQaofuvov mit :über- geschriebenem x£. In den Annot. falsch: xex€Qaf4€Vov \ eviotzlov dyyekijv tu)v dylwv xal evioTtiov rov dqviov • * Cod. nur eviomov TOV ccQvlov. Das üebrige ist erasmisches Griechisch. II. Kai kaTVvog tov ßa4javiöf.iov dvtüv avaßaivEL hg diüva duoviov.. Cod. mit anderer (von ER. geänderter) Wortstellung xal X. T. ßaa^ avT^ elg duova aiaivcov dvaßaivei \ ot Ttqoö'^wovvTeg rtjß d'rjQl(^ Kai Ttjv iuova äviov . . Cod. ro d^rjQLDv- Jene'Mischung von Dativ und Acc. ist also hier zum zweiten Male (s. v. 9) von ER. un- tergeschoben; nur 20^ 4 bietet sie der Cod. selbst* 14. xad^rifievosofioiogviogäp&QiSTtov»' So der Cod. Seit Aus- gabe 2 ist viip substituirt. 15. xofi aklog ayyßXog i^^ld'ev ex zov vaov • . Cod. ex tov ovQavov, wonach auch Andreas auslegt. Der Abschreiber des ER. hat die Abkürzung falsch gelesen und dieser Lesefehler ist in Luthers \jGheTB^tz\xns{Vndein ander Engel ging aus dem Tempel) übergegangen Digiti zedby Google 40 Kritik des Erasmischen Textes der Apokalypse. und wandert ncmh jetzt ven einer Ausgabe des iientedt. Teiites m die andere. Allerdings findet srcli ^x tov väov in Handschriften ^ es ist aber eine Gorrectnr aus v. 17 uud keinesfaüs die LA. des Andreas. | rikd-e aot ^ ä^a . . Wieder ein Plttehtigkeitrfeliler ; der God. hat so deutlich als möglich f^Xd^a aov rj t&qa und zwar rihd'taov nach der häufigen scriptio cofäinua, 16. xcft eßaXev 6 xad^^ievog im rrjv i^cpilirjv rbv d^irtavov ävTov BTtt jrjv yrjv.. Codi xal eßvQ(f aal xoxxtV^ . . Cod; 7toQg)VQav ycal x&aivov \ x&i ftagya^itaig . . Cod. nach einer auch heutzutage bei UngebHdeten noeh. vorkommenden Schreibung fia^a^iTea \ xal aKod-xxQ^rjrog tioq- vBMcg Bv^ . . Ced. xai tcc äxd^aiQva vf^ Tto^eiag dvr^. In dem Subst. ayiad^d^Tjg haben schon Bengel, Wetstein und Mattha^i eine Chimäre erkannt. Denn man sagt dxaS^aqarrjg und axa-^'^x^aio^ aber dxa'^QVtjg ist eine Bildung des Elra^mus '^). 6.' "uwv fi€^Tv^(av IH20Y , . Cod, nur tüv fux^uQiüv. 8. Snfjqiov o eideg . . Wieder eiivArtikel zu wenig. Der Cod. hat W vhj^ioPj das to ist, weil hier der zu -commeutirende Schrift text wieder begiimt, mit Ziknober emgefasst, was den Abschreiber beirrt l»t, I vTtdyei . . Cod. vTtäyetv \ «ai ^avft eauv c. mew vix mu. In Wahrheit aber ist dieses ungriechisch**) mit dem v.ßn, verbundene yuxmäq eev€ (iaAüsg. 2 eingeklammert) eine Sch^p&iBg des ER. , deren Entstehui^ schon Bengel divinatorisch durchschaut hat. Der Oed.Mt nämlich xed 7td^ eavt mit etwas abgerücktem eoti , aber unzweideutiger Acceatuation und deutlichem a des yra^, älsa xert TtAqsß^t. Sonach beruht Luthers Uebersetsnng: das Thier, das es gewesen isiy und nicht- ist f wiewol es doch ist^ welcher die meisten nachreformatorisohen üebersetzangeti (.z. B. -die schwedische: vnldcffuret, som hafver warii^ aeh teke är^ ä-ndock det är) folgen, auf einem^ Lesefehler, welciher. der Wahrheit «tt ElM'en ^auscörrigirt werden ni«S8, denn die „vielen <^odioes'S *) So wird also Alter nur durch die Brille des erasmischen Textes aus £J3 xoU dxaO-a^Ttiroq TtoQVfCaq herausgelesen haben. *'*) xa(n(^ mit "V. ßn, widerstrebt nooh beutigen Tige» dei» hellDBiscfaen Sprach- gefühl ; eher noch ist xalroi icriv erträglich. Digiti zedby Google Capitei xvin. 43 welch« Bindseil für dieises ytaiTtcQ wieibol aitfflhrt; exiaiiren nichl. Bis auf den heutigea Tag hat hier EB« 3ie Beutest. Textkritik ge- täuscht, nachdem c^r zuvor vielleicbt j»elb»t durdi deinea Abgebreiher getäuscht worden ist*). 10. xort o eJg ievi . « Cod. bessere xat o €10 iariv. 13. oux ehxßov . . Cod. o^tvo). shxßev. 13* dicedidtiaovGiv, 1". bemerfßt hieau: 5:<=e Gb Sz) dm<)f(W- aovaiv c. min mu. Aber die Entstehung dieses von fiß. bis i& Ausg. 5 festgehaltenen Monstrums beruht auf lächerlicher Beschränktheit des Abschreibers. Der Cod. hat öiaoiVy Was vea ält^;«F und jüngerer Hand erfit roth, dann schwarz mittelst tibergeschriebeiibem 66 so. cor- rigirt ist, dass diöoaaiv gelesen werden soll. Der Abschreiber hat diese drei Elemente zu Einem G^tnzen zusammenoonjecturirt) von dessen w und ov das Wort des Cod. nicht die entfernteste Sj^ur ent- hält. Das Füt. dtdwGVJ ist bekanotlich nur homeris<6h. 14. YXrjtoly.al iKke^vei xat Ttiazol.. Cod. yJi/rjTol avi, 16i ini ^b S'i^Qiov., Cod. aeoi vo ^rjfiov. Wfeder eine eigea- mäehtige Aenderung naeh in. hestia der Vulg. und §psgen den Comm. des Andreas; Indess behauptet Maresius (DeAntichristolQiO): Emen- dcUissimi Codices plerique omnesy Stepfuuiorum nommaüm^ habend etzL Eine Unwahrheit ist Mutter der andent**). | ^alyni^^^» Der Cod. hat diese Worte nicht. ER. hat sie nach et nudam der Yulg. eingefügt. 17- a^qi rsXeadfj tos ^ruintra rev S'cav., Cod. anders: axQi 'Be^a^amfcai 4h iAyol xov S-eov, Was hier ER. bewogea hat^ den vom Cod.- dargebotenen Text zu änd^n, ist räthselhaft. T. bemerict auch hier: g (== Gb Sa) ra ^fiara c. min mü. Auch schoÄ^Maresius a. a. 0. beha»ptet: sie lego in correctioribus Codicibus, Wir sagen mit Matthaei: Qius ejusmodi Codices «ww» ^dmireiuri Man bringe erst Beweise. XVni, 1. onUoi/ clyyelmf . . Cod. nur ayyekov^^ • 2. xai sycQa^sv ev lax^^^ ^^^ f^^^^J] • • ^® Ausgäbe 1 — 5. Cod. aber ganz deutlich ohne Möglichkeit der Irrung: yatl tKqc^Bv (hier schliesst eine Zeile) iaxv^ ^w^ij fieydhj. T* bemerkt -hier: g (= Gb Sz) ev laxvi q)tomj ^eyaXij^ e. test perpauc. Aber- dieses iv laxireL (wie in Ausg. 1— 4» incoirekt ftir ia;(pü gedmokt ist) ist die srasmische Uebersetzung. des bis jetzt memes Wissioja» ift grieohischen Codd. noch- nkht nachgewiesen^a in fortkudine der VoJ^ata. -Seidel, ■*) Ebenso wivd sitdis wofai mit 83 veriialten, der angeUieh itaffuf^ i'ffrixi bietet. **) Alter hat aus 33 im to &fi^iov, aber es fragt sich,, o^errishttg g*ieseB. Digiti zedby Google 44 Kritik des Erasmischon Textes der Apokalypse. welcher laj^i liest (media hcäa, wie eres nennt) ^ hat sich hier wie 2, 5 in Erasinns' Nete grfangen. \ xal iyivevü ytoeayixrp^rjQiauß dai- fi€»€i}v, TMxl fpvXetKLrj TtwfVOQ nvevpuiToq dKa&dqrov, xori q>vletKfi nav- Tog oQvlov chta&dQTov xal (xefjuatjf^ievov . . Die Worte xal qwhrAij TcavTog OQvlov chuxSiiQVov xal hat ER. nach et custodia omnis volucris immundae ei der Vulg. eingesohaltet Der Cod. hat sie nicht und anch de> Gemmentar des Andreas fordert sie. nicht. Die Fom oQvtav statt oqvirrv (wie in Ausg. 2 nach Aid. eorrigirt wird) kommt anf Bedmang des ER.*) 8. ort ix Tov fiirov rov dvfiov . . Cod. ort Ac toü ih:fiov tov oivov I Ttsftcoxe . . Cod. Tt^TtoKs I zou at^rpKw . . 8o anch der Codex von dem vnlgären o axQrpfog. 4. B^ekd-ers 6 laog (Jitm.. So der Cod. ohne e^ «vt^^ was erst in Au9g. 2 ans Aid. hineineorrigirt wird.. f tvaptii X&ßtjfce, h, tüv TtXt]" ycov avT^g . . Der Cod. hat zn IWr fi^ XaßtfSB am Rande die Vor JW einzufügende rothe Beisohrift ycai i% rcSv fthj^itiv ctvTtiö* Des ER. Ahschreiher, sich darein nicht finden könnend, hat mit Weglassnng dea xai die Worte lyitiiv TtXrjyäv ävr^g an nnrechter Stelle eingef(%t. 9. ort TjAüXovd^eav . . Cod. au hfoUn^dvfjaav. Jenes ist nach Wetstein und Griesbach eine auch sonst in Handschr. vorkommende A^ndernng nach pervenerunt der Vnlgata. In unserem tewt. reo, aber ist diese LA. nichts als Conjectur des ER. 7. liB^dacnia awy ßaeaviO^ov xai Tti^og.. So der Cod.; xai nivd'og (was anch in Complnt. fehlt) ist am Rande ergftast In Aus- gabe 2 hinten wird bemerkt: y^ffciaome* alias 'soaomov dave, \ avi hf Tfj TuxQSiff dvT^g kSyei.. Cod. xope, nioßöv* Mit v. 8. beginnt die anf BanmwoHenpapier geschriebene Hälfte des Cod.« und das erste Blatt i»t hie und da durch Reibung beschädigt. Aber ein achtsamer Blick erkennt unschwer durt q)6ßov, 11. xcet 7tevd'(W0i iv eeewois.. Genau so (auch Tterd-ovai statt Ttev&ovGiv) der Cod. | otc vov /o^ov otü%i3v ivdelg äyo^d^et ovx 9Tt. yofjtog xifvaov . . Cod. interpungirt «yoga^i' of;xm yo^ov^ denn yoft fiiit schräger Abkäraungslinie ist yo^ov, nicht yopiofF zu lesen. *) Im heutig^i Gfiecfaisch ist nebea o^cor dlerdings auch das (zweisylbig gespreohene)«f^M>r üUioh. Digiti zedby Google Gapitfil xvin. 45 12. Ttodfv^ov.. So 4er Cod» In Ausg. .2 wird bint^ die LA. der Aid. Ttog^ffcts notirt. [ ^iSiVoy.. So der Cod., woaaeh Luther: allerlei TfdnenhoUz \ xSxov*. So anoh noch in Ausg. 2, wo eafiiaien corrigirt wird. Cod, ricbtig xahiov. Die Worte xai oiy^exot; und xal ftaqfiOQOv fehlen im Cod. und Bind erst in Anisg. 4. 5 dingefigl. Luther kennt sie nicht. 18. KOi pvQov . . Cod* aal fiv^ov \ tuxI ^&v . . Cod. yuxi ^idfäv. 14. yfm ^ oftfi^ai Tvjg iTti&vfiiag Trjg '^n)%fjg oav anfiX&ov otTte aov, xai Ttawa xä XiTtofäy ncai ro kufiTt^ etTsSjjXdf&f aTto aw.. Die Fehler ^ onw^t und drtijX^w^ haben keinen Anlass im Cod., welcher deutlich oTtiaqa und äftrjh9'&f schreibt* (Mfenbar woHte ER. das zweite a7triX&ev wegen des plur. Subj. mdnrild'ov eorrigiren; die Correctur hat aber das erstere betroffen. Anch noch Ausg. 2 mud 3. sinnlos fj OTttiqa — aTt^ld-ay, wodurch sich Luther nicht hat Mtqu lassen. Cod. beide Mal ccTcrjld'ev, das zweite Mal abbrevirt. 16. ycal i^xqvüio^ivri . . Cod. ohne.xa^ | ^i(f ui^ '^^ifj^dd-Tj . . Cod. ^ua aqa iqtj^iidTj» 17. xaivav'ffaiTTjV'd'dXaaaavi^d^oin^eg.. Welches Qrieehisch^ ER. hat den Text des Codex xal vavrai xioa Xvxvov ov (irj (parnq iv üol evi, welche deutlich im Cod. stehen, versehentlich weggelassen > was anch dem Schreiber des Cod. Ä widerfahren ist. Sonderbar, dass sie ER« nicht aus Vulg. ergänzt hat. Später ab^ hat er sie aus der Complut. aufgenomm^. Luther selbst hat sie. nie übers, (s. Bindseü). | (ueywTdysg . . Ebenso aec. der Cod. XIX» 2. eyiQivev Trpf.. So der Cod. 6. yuxl ijAovaa ^ünfrjv.. Cod. mit roth übergeschriebenen wa» Digiti zedby Google 46 Kritik des Erasmischcn Textes* der Apokalypse. 8. dfMxiiSfX&vA iattvTioif aylwv.. Ood. iau* 9. ycal kiyei ftoi MctxdQioii- So der Cod. ohne y^xp&v, wa« iB litttheFS Uebers. von-fremder Hand nach Ausg. 4. 5 eingefügt wor- den ist^ I iiaof . . Cod. iioi. Der Text des ER. hält sich also in Setzung oder Weglassnng des v iq)ehi. nicht genau an den Cod. 10. E(.i7iBaa . . In Ausg. 2 beseitigter Druckfehler flir eTteaa des Codfc I rüv ccS^hpwv aov, xal tüv exopttov.. So der Cod. und hie- nach L/ftther: deinep- Brüder ^ vnd dere, die das zeugnis Jhesu haben. In Ausgv 4. 5 hat BR. dieses xat getilgt, für welches bei Mill auch der üb^rhau^t, wie Bg. nachgewiesen, vielfach mit des Eß. Cod. zusam- menstimmende Cod, Petavü' 3 notirt wird | r^ fta^vQiav tov IH20Y.. Cod. ohne tov. 11. levTtog., Cod. sonderbar levtKoa (im COmmentar dagegen 12. (og q)ld^ TVVQog . . Cod. ohne tag. 15. statoEaarj,. Cod. nard^r]**). 16. €7tt TOV f.ir]Qdv . . Cod. irrig eTtl tcov firjQor» 17. h fjlicp . . Cod. iv tw tjUcj. Wieder hat ER. den' Art. weg- gclaBsen^ | oQvioig (Ausg. 2 ogvotoig)" Cod. oQvioia. Die Form o^ov kennen wir schon als erasmisch 1 7teTfo(.iivotg , . Cod. nttofu- voig» ER. hat der Consequenz halber auch hier die im Cod. häufigere gemeraübliehe Form von TterdtJ TtsTio vorgezogen | deCze xal ovvd- yea&e, . Dieses ytcci evvdyetfS^e nach devte ist erasmisches Griechisch. Cod. nur d^re hg t6 demvov tov /aeydlov d-eov, T. bem. zwar: g (= Gb Sä) xort üvvayeü^B c. min aliq. Aber welches wären diese „einigen Mifiuskeln**? Unter den vollständigen und durchaus ver- glichenen 28 Minuskeln bietet keine einzige dieses xat awdysa&e. Es ist die erasmische Uebers. des et congregamini der Vulg. Ifife ßaoihefov xai ^tAto^x^^^ • • ^'^ Worte xcci (od^ag) xi^t^d^ Xiov fehlen im Cod. wie auch im Andreas-Cod. Matthaei's (bezeichnet , *) An der Seite ist hier die Glosse beigeschrieben : Ttfgt ror^ •^oi/vixordxov ßaadfwq , will sagen : über den allerfriedsamsten König (Christus den Friede- fiirsten). ♦) Der uAter türkischer Herrschaft lebende spätere Besitzer des Cod. hat hier die Glosse beigesohrieb'en : e nwttXfiftoa «^/«ra« ivtivd^tv Jtdrtwp r'iav i&vwv tmv anurtwf ^*o» (das ist :) xQv^KÜiv, aaQcuuvdv naX jttgaöiv, Wal^scheinlich ist xar€^ A.tjft.o(T schlechte Schreibung für xarilv/ioa und dieses = xaralvftoa (wie man in ganz Griechenland gemeinhin xatfßairttv für xaraßafrfty sagt) s. ▼. a> xatdXvffn; Auflösung, Vernichtung, Verderben, in welchem Sinne xataXvfioq noct jetzt im Mundd des peloponnesischen Volkes vorkommt. ' ^ * Digiti zedby Google Capitel XX. 47 o) ; ER. hat &ie lach et caime» tiihvmorvm der Vnlg. eiiigefftgt'-| eti avTto {sie).. Druckfehler (erst in Ausg. 4. 5 berichtigt) ftlr e^r Sbtwv des Cod. ( xae ad^aa^ Ttdmcov iXBv&iqiov . . Cod. ohne Ttävrtijv, was ER. nach omnium liberorum der Vulg. eingesetzt hat. 81. iv T7j ^ofifaia xäihjftevov ^ * Cod. voS yta^fiivoVy' wieder eine Auslassung des Art., worin Eß. oder sein Abschreiber so stark ist I vg hcTtoQevojtihf] . . Cod. rrj i^el&övat]. Jenes ging dem ER. nicht in den Kopf, zumal im Hinblick auf qui.procedit der Vülg. DennOeh bem; T. : g («= Gb Sz) eKTtoQevöfievrj c min mu. Diese vielen' Minuskern sind in Wirküchkeit nicht vorhanden | rtavta o^ved . . Co^ Ttavta (tvov mit r darüber) ta oQP$a, Wieder infolge flüchtiger Lesung ein Artikel verschleudert, während hier oQvecc des Cod. nicht in o^ia verändert ist; XXy 3. (Tcetavag,. So accentuirt der Cod. 3. ycjöil edf]aev dvTov, xal i(Tq)Q(iyta€v , . So der Cod. | iVft /x'^ TtXavrjüy ra e&vrj sTt . . Cod. ohne m. 4. sTuid'iaav . . Cod. incorrekt äxddTjactv \ KQl/na,. Cod. richtig ycQi/ia\ TteTvleKia/iiipiov.. So ER. durch alle 5 Ausgg. Cod. richtig Ttert^lenafieiHav \ Yxxi oi tiveg ov 7VQoaexijV7i(tav t^ ^Q^Vy ovte t^v iiKova dvTov . . So (mit der falschen Schreibung oi toiveg) der Cod. 5. Ol de XoiTtol., Cod. xai bi XoitvoI \ dve^rjaav.. Cod. dve- aTTjaav, was der Abschreiber nicht recht gelesen oder ER. nach der Vulg. umgesetzt hat. Nun ist zwar sZrjaav ^= vixerunt handsrehrift- lich bezeugt, aber über aveCfjaav sagt T. schwerlich richtig: g (= Gb Sz) ave^rjaav c mifi pm. Ich fftrchte , dass diese rninuseuU permulti sieh nicht nachweisen lassen. Das iZrjaav lieferte dem ER. die Vtilg. und das av der Cod., die LA. ist also, wie wir nun wissen können, ein Mischling | etog releadij ra xilia ^rt] Sxqc. Das nadihink^nde axQi kommt von dem Sclä-iftsetzer durch Schuld defS fahrlMsigen Correktors. Und doch ist dieses axQi durch nHe fttnf Ausgaben bis ins Jahr 1535 mit seltsamer Zähigkeit stehen geblieben, und Aldus und Colinaeus habeln es nachgedruckt. Matthaei bemerkt ebenso scharfsinnig als witzig: Ergo quinque typothetae cum sexto Erasmo errarunt Luther: bis das tausend jar volendet wurden^ mit Ignorirung des äx^i) aher leider auch des ra. Der Codex hat unzweideutig deutlich: üxQi relsaS^ tct xihtx evr], was ER. somit in eeog — äxQt verpfuscht hat. 7. o aatavdg,, Co* hier 6 ecutavSxr. 8. iv reaaaQaiv yopvtaig . . Cod. tv TiöaQoXv yioviaia \ hg Tto- Isf^iov . . So der Cod. ohne tov. Digiti zedby Google 48 Kritik des ErasmiBeben Textes der Apokalypse. 0. ano Tov d'ßov ix t&S ov^ai'ov • . Cod. ht 90v 9eov aTto %ov 10. iiQTovg duSvag vüv auay%^.. Der God, läast dieBO Worte weg, aber der Cdmm. ist ihnen gUnstig. 12. xa2 itdtyif rovg wx^vg fwxQoig utal fteydlovg eorwrag . . Die Wort^ fiixifovg ^al fuyälovg fehlen im Texte -des Cod., finden sich aber im Comm. | iv^ijtiop tov d-eov * • So d^ Cod. mit abge- kflrztem @v \ xai ßißXiov aUo ^ix^.. Anqh diese Worte, im Comm. vorausgesetzt, fehlen im Texte des Cod., so dass o iam t^a %u}Tp keinen rechten Anschluss hat Ueberhanpt ist diese Handschrift von 20, 7 — 12 an mit dem Comm. an diesen Versen ein Beispiel der gedanken- und gewissenlosesten Lohnschreiberei. Denn der Schrei* bar hatte hier die Blätter der älteren Handschrift, ans der er ab- schrieb, in Verwirmag gebracht, schreibt aber nichtsdestoweniger die unordentlich einander folgenden continuirlich ab, so dass er mitten in der Zeile aus dem Comm^ zu einem Verse in den zu dem andern geräth. 14. ovxdg eCTiv 6 devTeQog dwarog . . Im Cod. fehlen diese Worte, ohne dass durch den Comm. hier eine Textlftcke bemerklich wftrde. 15. yeyQccfifdhog . . Cod. iyeyQa^i^evoa d, i. kyytyqaf.ifihfog. Im Comm. aber ist yßygaf^evoi geschrieben. XXIf S. xat iyci iwävprjg Itdov xijv nohv %rjv ayiav ieqovca" Mj^ xaLVfjv Ttaraßaivovoccp,. Die Worte iyco ludwi/jg lidov hat ER. gegen das Zeugniss des Cod. auci der Vulg. ego Joannes vidi einge- fügt. Der Text des Cod. lautet: xat TijV noh» Tf]v ayiuv llfjfiy 'mivrpf iiday xaraßalvovaop \ xeaoafifj/iivrjv . . Cod. irrig xal xoa^if]- ^evtfp (wogegen 21, 19 richtig x&u)Ofii}fi€ViH). 3. Tuxl dwog 6 ^eog lotai f^er dwiHv ^eög dvrdiv . . Dieses &edg dvToiv ist wieder ein Zusatz aus der Vulg., den der Cod. nicht kennt. 4L xai 6. d-dvavog wx IWai.. Cod. ovn earai m | ovre Tto^og Qvx KoTai tTt., Umgekehrt hat hier der Cod. nur cnm koTat ohne kri. Die Vulg. hat ultra in beiden Sätzen. •. xal hni ^or yeyave^ iya> ei^i to d xal ro c5.. Cod. xal Imi fiov yiywa to, ä xat tö^ ü^^ was ER. nach der Vulg. abgeändert hat^ trotz dem, dass auch Valla diese LA. iiTti fioi yifywa %o a xal To (a (hier wieder mit der Complot. aosammentreffend) als Urtext be- zeugt. Wenn ER. in den Annot, sagt: Noater codex oonsentiebat cum vulgata horum temporum aediHone, so. scheint er (mildest beurtheilt) Digiti zedby Google^ Capitel XXI. 49 vergeaeen^'Za habea^ dass der abscliriftlfche Text de» Ood.ror der Correctnr aad^s lautete,- ais iraeh ihr. | ^x >r^ TVtjy^ vderarog .«. Wieder einmal der Art. weggelaeseo. Cod. rov Sdavoo. 7. xal eaofiaL dw<^ ^6g, xat ^v^rog earere ^ovbviig.. Wieder Aenderuug nach der Yolgata. Der <)od. hat yuxl eeof-taiivrä^ -3^09 xal avTol ea&vrai fioi vloL An dem o viog «ieht man, wie selileelit ER. gräcisirt. Nichtsdestoweniger wird bemerkt: g praem.o t* min lU vdtr pm. Wahrscheinlich hatte der Abschreiber des ER. falsch eaorcal (aoi et iioi abgeschrieben, woraus £B., der gerade Ib. Setzung des Artikels sehr unknndig ist, eüveti fxot o viog maehle. 8. dsilmg de^.' ^i> der Cod.,. aber mü roth ttbengeschriefoetieoi abgekflrattem Tola, \ xal dTtünmg xal BßdBhvy^h^kg . >. God* iMtt dmOTOia ißdeXvyfiivour. Das xal hat ER* nach de« Ynlg. dngefligt. | xal g>aQficc}UHg.. So der Cod., aber in Anag. 2 ist dacana ^fficat^ei gemacht und bis in Aosg. 5 beibehalten, wieder angeblieh c. min muy in. der That aber ohne handschriftliche OewlUir nach demselben rei- nen Belieben, wonach 22, X^ ipaQ/uccKoi stehen geUieben^ j tpsvSeei,. Cod. richtig accentuirend : ^evddau 9. Tcal ril&ev TtQog fie lig tuhf hmä dyyikwp.*, . Dieses jtfog /tee ist die Erfindung des ER« G^ nur xai ^I&sp sla.Täv mrä äyfehov. Matthaei fragt in Betreff der „vielen Jilinuakekt^^, die auch flUr dieses TtQog |U€ angeAihrt werden: Otffus ergo hi recttmonis^suntf und ant- wortet ironisch: Roterodammsis credOfOut BaaileenH».' 'j , 10. Tifp^ nohv Ti}v fieydhjVy v^ ayica^Ufowral^fi . . Cod. zr/v ndki» TTjv fiayaXiv xal ayiav U^. . 11. TiiAiioxanff} laanidi • • Genau, so der CodoK^ ab«r richtig accentuirend laaTtySi. ' , ' lg. TtvhcSai . , So hier (aber TtvhätHv mt v) und: .d2| 14 der Cod.; anderwärts bietet er die üblichere Fprm TOflüpag^^vläPag. 13. ßoQa.. So nach dem Ood. In Auag« 2 wisd dafito hinten ßo^^a corrigirt | äno ft&njfißqi&g jtvXüvBg zqelgy äno^ dvaptäv nv ^veg t^eig* . Cod. »na dviffiü^^, TCvXävea r^sia* mto^fmHjpißfiae, ^vlävae r^la, was ER. nach der Ynlg« umgestelU haW. 14. xal TÜ%og '^g rtoXeog^. Wieder eine fialsche Wegiaßsosg des Art. Der God.^hat xal T£i Tijg fiföhofg und. roth darüber iro (den Art.) und %o^ {als Ergänzung des «si), was 4er. Abschreiber des ER. nicht verstanden hat | exov . . Cod. exo)v \ xal iv dvTÖlg ovofiara tcSv äcodexa aTtoOTdlcov . . Die Worte xaljv dvToig fehlen versehentlich im Texte dee.Cod.,. aber am Rande ist roth beigQschrieben xai Bjtav mit T darüber und über dem t ein Circumflex, was der paläograpbisch . Digiti zedby Google 50 Kritik des Erasmischen Textes der Apokalypse. fiiigeftbte Abseiireiber des ER. falaoh gdesen hat. Uebrigens steht anoh 'noch iß dabei «sd da die rotheit Beieehriftea des Ood» von gleich- zeitiger oder gkieher Hand mit der Textschrift sind, so ist die voll- stAadfge LA« des Cod. ytal in dvtiov SM&ia ovdfiaTa raiv dtideKa M. s: w. Aueh die Yulg. hat zireimal duodecim, wovon aber ER., Weil ibtn das eine als tautolo^seh erscheinen miisste, Umgang gen(>m- metihat. 16. xal %6 fi^Kog dvvov voffovvov bgviv oaevrov xat to nld- Tog,. IMese Worte fehlen im Cod. und sind die erasmische Uebers. von et longttudo €ftiB tantaest quania et latüudo der Vnlg. Anch noch in Ausg. 2 «tebt avtov statt avv^g, wird aber hinten corrigirt. Statt des ftngriechisefaen erasmischen oaovTov haben die Handschriften MOPy was auch ER. später nach ALd. n. Gompi. anfgenommen, ohne aber sein -s^bstgeschaflTenes voaovrm^ iaviv aufzugeben. 17. ^h^ ärd^QdiTvovy ii ioxtv CLyyiXov., Cod. schembar o iatip äyyikov vo ftetfov, aber nur infolge einer (vom Abschreilier des ER. erkannten) faisehen Bezeiclinung des Anfangs des Comm., der mit to fievQGP vov ßdd-ovg zu beginnen hat. 18l KaiMidüiv,, Cod. xahadiiv. ae. S^BWctrog.. Cod. 6 ^mtoa, was ER. bcibehatten durfte*) | tified^ög.. Cod. dfis&vaog, so deutlich, dass jenes eher ein Druck- ais Iiesefehler sein dürfte, aber ein von ER. zähe festgehaltener. 81. diaq>an^g.. Cod. Sketvyi^g. T. bem. gf (« Gb Sz) dicujpavrjg c; fnh% mu. Aber welekes wären diese vielen Minuskeln? Ich halte diaq>avrig (ein ftbliches Beiwort zu v^log) fttr ein (sei es bewusstes oder^vnbewusstes) eraenuschee Quidproquo. 23. iq)iüTiaev avTjj.. Walv'scheinlich durch das vorausgegangene avTTi veTMilasst, denn der Cod. bat deutlich av%r{p. A4. x«rt TO l'^Mj f «5«' (fot^ltpfiinav iv t^ qn^rl av^g ne^Ttan^ ffotmi yal Ol ßaoileig rijg yrjg g>i^ov0i tr/v do^av dvTcüv hg dvrrjv.. Cod. sonderbar: ycai tA edytj tüv am^efiSvcin^, viS (ohne iv) g^wvi dvt^ ne^nmrrfiovoi* %Gt ihdnj, äiet ro5 forroff Stvr^a xcti ol ßaai- leie TTfi y^a g>iQ&vai tiJv io^ ^kftijv slg dvtip^ Dex Beisebiäft auMge beginnt mit Ttat rdt e'-Svr] der Text {xeifisvov) und mit dem zweiten tfi i'^^nj dtr Comm. {igfAtjvela) ^ aber das ist, wie andere Andreas-Texte zeigen, CooIusiob des Schreiber«. Mit den Worten: *) Maa schreibt jetzt allgemein Jh^varoq, aber auch- der beste hellenisclie Lexiko- gfaph der Ifeuzeit^ Byzantios, erklärt die Sdureibung Ppwtoq mit Terweisung auf das honeriBch« f Ivaro? {(Sa richtiger. Digiti zedby Google Capitel XXn. 51 ytai ta edyrj tcSv aiotofiivujv TfTß q)toTi avrijg ftsiftTtaTi^ovaiv schliesst, auf das Folgende überleitend , der Comm. zu 21, 23 mid dann folgt der Text von 21, 24 — 36, beginnend: xort Tt^iftctr'/jaQvoi tä tdyrj iiä zpv fUTog avrijg. Den ER. trifft hwr nur der Vor- wurf, die Oonfasion des^ Cod« nicht mit HttUb der Vulg. entwirrt xn haben ; T. bemerkt hier wieder zu Ttal va edvrj rüv aco^o/^ivcov u. s. w. c. testpaue. Aber in Wahrheit ist di^se LA. ohne alle handschrifit- liche Bezeugung, und dass wir in Luther« Uebers. lesen : Vnd die Heiden y die da selig werden u. s. w. beruht auf der nun enthüttten Confusion der Worte des Andreas und des Apokalyptikers in dem Cod, Reuchlitd, 2$. xat Ttvktüveg . . Cod. xat 6i Ttvlävaa, mit abgekürztem xcr*, aber vollkommen deutlich. ER. hat hier wieder einen unentbehr- lichen Artikel verschleudert. SA. Diesen ganzen Vers hat ER. in Ausg. 1 — 3 weggelassen, weil der Abschreiber ihn übersehen hat, dadurch irregeleitet, dass die Band, welche sowohl die Anfänge ^es Textes als des Oomm. mit Zinnober bezeichnet, hier unglüeklicher Weise das yiat von v. 27 staft des Tcal v. 26 geröthet und das 7ieL(.ievov (Text) eine Zeile zu tief beigeschrieben hat. Der Cod. hat v. 26 vollständig; -mi oHcovai Tfjv So^av y.at rt/v r^tr^v tüv i^vüv hü avvfpf. Dass ER. hier nicht aus der Vulg. ergänzt hat, mag daher kommen, dass ihm v. 26 in Verhältniss zu v. 24 als tsutologisch erschien. Die erasmische Leichtfertigkeit ist der Grund, dass dieser v. 26 in allen Original- ausgaben der Lutherschcn Uebers. fehlt. Bindseil hat ihn aus einer neuern Ausgabe angenommen. 27. YXHVovv.. Cod. ybotvtav, was in motvor (wie im Comm.) um- zusetzen war; die LA; xotvtov ist eine von ER. geschaffene. XHTT, 8. yuxTova&efia . . Dieses Wort, für welches wieder tnin mu zeugen sollen, und welches bis Griesbach und Scholz un- veräusserlicher Bestandtheii des teactua receptus geworden und von da auch in wTi^€i., Cod. q>amäi | itg tovg dicHv^g tcov «kJ^cov.» Cod. iig dvTOva («rig für ^o^a) diüvag züy äioivwv (wie dieses Wort durchweg fakeh accentniFt wird). . 8. Kai iytü ii$dvveg 6 ßkeTtiav fMvva^ mti dx&vcDV. tmxI oti JjKovoa ycai eßle^y ^eaa.. Ebenso der Cod., jedoch ilä, was falsch in Icodweg (wofür von Ausg. 2 an richtig liooannjg) aasge- schrieben ist, und ohne das schlechte Komma nach %m%£f^ 9. ovvdovkog aov yccQ iifii.. Dieses yccQ (wozuT, gpraem yaq c, lest pmc) hat £B. eingeflickt | %ai x&v ddehfiiv 04yv n^o^tjTciv, xae TiüP tijQevPviüv . . Auch diese beiden ytal hat ER. eiogesetzt und dagegen, was ihm so oft; begegnet, den syntaktisch erforderlichen Art. vor Ttge^rfvcav weggelassen. Cod. evvdovloa aov iifd ziov ddskqxSv aov J^^op ^qoq>tjffüvy %üy %f)fövv%u}P, 10. ym keyu fioi . . Cod. ohne yocxi \ om xcuQog iyyvg. iativ . • Wieder eine der yielea erasmischen Unterschlagungen ,d^ Artikels. Cod. &ii 6 TMxtQoa' * 11. Die Satze yaxi 6 ^rtüv ^vntüaaxo t'uixai 6 dmaiog dixat- iodTfiio iri sind von ER. ans der Vulg. (et qui in ^ordibus ^t sordescat gdhuc, et quijustm est jusüßcetui^ adhue) übersetzt Der Cod« hat hier nur: o dd'ixcov, ddixvjodiia t%i' luxi o ayioa dynxfj^/uup au. Es ist mir unbegreiflich, wie T. zu dem erasmischen ^v:rrüv ^7tta0d:fta bemerken kann c. min mu; denn seit Wetsteia, weljcher bemerkt: contra scriptos omnes Codices Oraecos ist der Sachverhalt kein, anderer geworjien. Dieses^ ^vTtuMjdTCQ i^t ohnehin ungriechisch^ denn, wie schon Bengel bemerkt hat, bed. zwar ^vTvdio schmszig sein, ^vTtoio aber beschmuzen. Auch- die Angabe, dai&B äixauoxh^ co Yon min ut vdtrpaue vertreten werde, dürfte eich kaum bestiMiigen. Die Hand- schriften haben alle 6 ^vnaqog ^vszafeud^i^vu} {i^tTtapS-^ia) und diiMuoavvfjv TtoiTjadzo). ER. hat dfiBjusiißceiur d^u ihm vorliegenden Vulgata-Textes übers., wofür sieb aber auch die hA. jusiitiani faciat (z. B. in Cod. Erlang. 428) flndet. Auoh hier also hat ER. die neueste Textkritik bis heute irregeleitet. 13. Eytü €4^ To. a. xtu m co . « Cod. eyio %b a ttal to H \ dqxi} nccl teXog, 6 TtQwzog wxi la^oevog. . Auch hier wieder eine zu rügende Weglassung des Art. Cod. xai 6 hüxcnoa. 14. (Kx^dqtoi Ol Ttoiovvreg zag ivrolag dvTov . . So der Cod. und so auch Valla. Schon dieser vermuthet richtig, dass der Vulg. Digiti zedby Google Capitel XXII. 53 die LA. bt TiXvvovieg zag axokag zu Grunde liegt ER. wiederiiolt das, enthält gich. aber hier des Eingri^ in den Text des Cod. 15. E^(a di 6« Tcvveg,. Ged. ohne dl 18. eyd h^i ^lC,a ytm ro yivog tov Saßid.. Dies die letzten Textworte, welche der God. bot, und selbst in diesen noch lässt sich ER. eine Weglassung des Art zusehnlden kommen, denn der God. sehreibt: iyto elftu i^ ^/^or Tcal %o yivog (mit Rothschrift übergeschrie- ben) xov -(Säd. Mit den die Auslegung dieser Aussage Jesu begin- nenden Worten ^iJ^a rov davld o xqiaroe wo d^eda' yevoa de brechen Sohrifttext und Auslegung ab, das folgende Blatt beginnt mitten in dem Epiloge, mit welchem Andreas rUckfolickend schiiesst, mit den Worten t^ t€ ohyonloTiov ytal avAviqwv havcMOBiotf (p. 113 Z. 6 der Sylburg'schen Aasgabe). Es ist also gerade ein Blatt verloren gegangen, welches Text und Auslegung von o aat^Q 6 htfiTtqog o TtQdüvog h\B zu Ende enthielt. Sechs Verse oder genauer: fOnf Verse nebst dem Bruehtheil von v. 16 hat ER. aus der Vulg. dureh eigne Uebers. ins Griechische ergänzt. ER. sagt das selbst in den Anriet. von 1515 (in der 1516 erschienenen 1. Ausg.): Quamquam in calce hujus libri nonnulla verha reperi apud nostros^ quae dberant in Graeeis exemplctribti^y ea tarnen ex latinie adjecimus. Testatur cHvus Hieron^usj Apocalypsim ne sua quidem aetatefuisse receptam a Oraeeis. Dass er da in der Mehrzahl von griechischen Handschriften redet, während ihm doch (wie er allerdings anderwärts bekennt) nur Eine zugänglich war, und dass er die Sache so darstellt, als ob die MangelhaPtigkeit des griechischen Textes eine Folge der Hintansetzung der Apokalypse bei den Griechen sei , während die Mangelhaftigkeit des ihm voi4 le- genden Textes doch nur in einem zufälligen Defekte seiner Einen Handschrift ihreu Grund hatte, das ist beides nicht der Wahrheit gemäss. Eine noch speeiellere Erklärung des Mangels gibt er gegen Ed. Lee § 243 (bei Wetstein, Prolegg.'p. 126): In calce vero seriba- Tum incuria deerant haeci Et st quis diminuerit de verbis libri Frophetiae kujus, auferet Dens partem ejus de U-bro Vitae et de Civitate sancta^ et de his quae scripta sunt in lihro isto. Sensimus autem scribam per eam occaetonem errasse^ quod quum bis ponatur: in librv isto^ ille ad posterius oculos deftexerit, reliciis quae sunt in medio. Siquidem adnuUum lapidem fteqnenUus impingunt libra- rfiV Diibium non erat^ quin essent ömissa^ et erant perpauca, ' Proinde nos^ ne hiaret lacuna^ ex nostris Ijatinis supplevimus Oraeca, Qucfd ipsum tarnen noluimus latere lectorem , fa^si in AnnotoManibu^ quid a nobis esset factum, ut si quid dissiderent verba nostra ab his, quae Digiti zedby Google 54 Kritik des Erasmisclien Textes der Apokalypse. posuisset auctor hujua operis, lecter näciue exemplar restkueret Hier erklärt ErasmHS das Fehlen des Schlusses daraus, dam der Schreiber von dem iv T(p ßißXlq) rovrqt ▼. 18 zu den gleichlaateoden Schlnss- Worten des vi 19 abgeirrt sei. Aber das ist, wie nun die wiederauf- gefnndene Handschrift zeigt, nichts als eine nur etwa damü, dass er selbst sie gar nicht darauf hin angesehen, zu entschuldigende Ver- MUung des wahren Sachverhalts, da ja das ganze Blatt in' der Hand- schrift fehlt und er also schon von o dffrrjq kctfiTtqog xat d^&Qivog an, wie schöfl dieses stflmperhafte Griechisch beweist, als Ergänzer ein- treten musste. Warum hat er nicht offen gestanden, wo der apoka- lyptische Text der Handsehrilt abbrach? Warum sagt er nur so all- gemein, dass perpauca gefehlt hAtten? — Wir wollen ihm nicht mit Wetstein dieses perpauca zxm Vorwurf machen, deim Lotze in seiner neuen Ausgabe der Proj^^tomejia Wetsteins (Rotterdam 1831. 4) mag Recht haben, dass auch 5 Verse mit dem Bruohtheil eines 6^*^ allen- falls perpauca heissen k^nen. Aber es sieht wirklieh wie abgeht- Hebe Terkieinemng des Sachverhalts aus, wenn Erasmus in der Apologia gegen Ed. Lee (Änverp, 1520) sagt: In calce Apocalypsis in exemplariy quodtum nobis erat unicum^ nam ialiher apud Oraecos rarus est inventu , deerat unus atque alter versus, Eos nos addidimus secuti Latmos Codices, Et erant e^'usmodi, ut ex his quaepraecesserant possent reponi. Oum igkur Basileam mitterem recognütun exemplar, scripsi amki»^ ui ex editione Aldina restituerent eum locum, Nam mihi nendum emtHxn erat hoc opus, Id ita^ ut jussi, factum est. Der Ausdruck unus atque aUer vereus ist offenbar zu niedrig gegriffen, obgleich er in Ver- gleich mit nonnulla verba, wie er in den Annotationes sagt, und in Vergleich mit perpauca noch das verhältnissmässig offenste Greständ- niss ist. üeber die Aldina aber d. i. die 1518 von An^eas Asulanus, dem Schwiegervater des Aldus, in Venedig besorgte Ausgabe der griechischen Bibel, mochte Erasmus sich wirklich in der Täuschung befinden, dass da der Text der Apokalypse nach Handschriften revidirt sei, während dort nur sein eigner Text wieder abgedruckt war und also aus dieser Ausgabe der authentische Schluss der Apokalypse in die zweite Erasmische Ausgabe des N. T., die 1519 in Basel erschien, nicht übertragen werden konnte, denn in dieser finden sich von o daTtjQ XafiTtQog xal oQ^irog an noch dieselben era«mischen Ueber- setznngsfehler, wie in der editioprineeps von 1516; die einzige Variante ist aq>BijBi statt d^oa^Bi, und gerade diese Variante stammt nicht ailB der Aldina. Digiti zedby Google Capitel XXTI. 55 [Der von SJrasmus übersetate Sehlttsa der Apokalypse.] 16 extar. 6 davijQ Xaiass^og, %ai vq&qivos . . Di^ Weglassitiig des Ari vor hx^in^og ist ein Jäpraduschnitzer, der seit 4er vierten Ausgabe durch die ümwaudluiig in o h^inQog yuti OQd-^vog (wo es Bioht 6 o^Qivdg zu hassen braucht) beseitigt ist. Aber warum hat ER. sein selbsterfnsdeaes if^fipog der Complutensis zum Trot« fest- gehalten? Er hätte ja auch schon aus 2, 28 sich erinoem können, dass der Apokalyptiker /r^caiVog^. nicht i^^^vog sa^. So lesen denn auch hier aUe Codd.» obwohl T. bem. : ^ (=3 6b Sz) oQ&^vog c. mm pauc. Aber welche wären das? Jktatthaei weiss darauf Antwort lu geben, indem er p. 308, aus Wetsteins Schweigen einen Sehhiss zie- hend, B und 14 Minuskeln herzählt. Aber B hat jt^oiveg und die 14 Minuskeln bieten ohne Zweifel auch nichts Auderes» Die Antwort Matthaei's ist nur Ironie a^of das ar^. e Mentie^ denn er ahiMte wohl, wie viel EB. in den texL rec. hioeinstylisirt habe. 17. xat t6 7fv€vpta aal ^ vvfiifnj keyavatp, ikd-i* ^al 6 omp^iov iiTTotM, il&i, xat 6 difpMVy iX&ezM, nal 6 d^iXtov, htt(,tßavt%tj. ro vdwQ ^ctf^gd«i^a)^,.. Welche Interpunktion! und welches Griechisch: dieses iro vdm^ ^ejTJgl Uebrigens sind il3'4, klS-sno^ htptßavirto zwar sprachriel^g, aber nicht johanaeisch, sondern erasmisch (statt ^QXOVy igx^&to, kaßhw). Dennoch ekirt T. Ar alles Breies min vix mu. Ich glaube behaupten zu dita'fen, dass nicht eine einzige Handschrift dieser erasmisehen Sfylistruug zu HüUb kommt. 18. evf.ifict^vQovfi£ci yaQ Tvatm mcevopvi VMglofovg n^&qir]- velag ßißliov vovtov, eitiq int^tSfij fi^bg r&woL kniiki^^u o ^eog iu ävTÖr Tag ftXrjyag rag yeyfafiftipag iv ßtßUif Tovnpy . ; Das erasmische 6nechisdi chasakterisirt sich hier wieder durch die Ar- tikelflucht. Das dem omni audiei^H der Yulgata folgende fr«m cmov- aifvi ist sprachlich zulässig und findet sich wii^Uch statt des be^eug- teren Ttavrl t^ cUovovti m OompU And^ und Afid^ (bei Matthaei), dagegen ist Tovg koyovg ft^fv/vsiag ßkßkUw 'sovtqv »0iistr(ys und iv ßißXiifi TovTfpy wenn ^ sich auch in.dem Sinne von „in dem Buche da^' vertheidigen lässt, doek ohne bandsohriftliche Stütze > obwohl aueh hier bemerkt wird: ^(c» Gb Sz) tm tw c. min paue.- Ebenso ist iTtiHLdjj nach h statt, kjtid^ nach im vou handschriftlidier Be- stätigung verlassen , wie denn auch bei T. keine notirt wird. Aber zu avfi^aQVVQovfieii wird wieder bemerkt: 5" (= Gb 8z) avfJif.iaQTv- QOVfLiai V, min vix mu. Welche wären das? Bentley (bei Tischendorf selbst, Prolegg, p. XCV) s^gt: nullus quod sciam. Es ist ja nur die möglichst treue üebersetzung des contestor der Vulgata, aber eine Digiti zedby Google 56 Kritik des Erasmischen TejLtes der Apokalypse. fehl^egrifltefie,' denn Wetstein b^mei-kt i4chtig, das« die Vulgata schon diweiiilBcbe fm^vQÜ, wekhes auch hier alle seit der Comphitensis rergHeheiieii'Haadschriften bieten^ mit contestor übersetzt. Viele lieber- Setzungen siichen das avftfia^vQGVfMuln» auf das avv genau wieder- augeben, z. B; die engMaohe: For I also testify, ohne va wi«sen, dass 08 kein johaoneieehes , sondern eio erasmisehes Wort ist, welches von ihnen- alao gepresst wh*d. 19. Tcah eia^ ti^m^ &nd vcov Xüfixrv ßißkov tSjg n:Qoqrr]Teiag iHxvtTjg. ^^m^ffy^i o ^eog rd fti^g avrav otTcb ßißlov tioJjgy xat Ttokeii^gäytag, Jtai-väv yey^fifjiivoft^ iv ßißklq* Tovrq}.. Wieder nteht ^reuiger als seehs-^solci^e Weglassungea des Art.: ßißlov statt T^g ßißkevi eiTto ßißhüv ^^^ff ^^ ^o %rig ßißißv vrjg ^iOTjg, Ttakswg (Symg fttr i:^ nSkemg vijg ceyl&g uad iv ßcßkiq) TovTt^ für ev t(^ ßißXicffrr^T(^*)' Und wozu dieser unschöne und sinulose Wechsel von ßißkog und ßißXlot^f • Zwar bemerkt T. zu dem ersi&ä ßißlov : g (ms Qb Sz) ßcßlev e, min vix muj aber eher möchte sich zu aTto Tüv ivlev t^g ^(o^' irgendwo (vgl. Matthaei p. 309) die Variante arto v^g ßlßl^ t^ ^<^VS finden , jedorii ist auch das nn wahrschein- lieh, weil sich wähl ßißh^v fttr ßtßkiovy aber nicht z^g für tov er- warten IttBBt. Di« von £B. schlecht ttb^setzte I^A. der Vulgata lautet also 'Wohl 4tbe«all in den Bandsehriften: aifd tov ßtßiim) %i^g tto^g- Ebenso zisd zir beanstanden die Bemerkiiingen : g (=>=3^Gb Sz) aqxxiQr] c. nun ut $ßdtr paue imd g (ssas-G^ öz) cc^iQrjtfei c. min ut vdtr pauc, Beid^ V^rbaHormen sind Erfindttngen des ER., die «r mit angewissen- hafter ZäW^eit später festgelMdten hat, während er anfai^s AUes n^ für\eioein Versueh erklärte^ aus d^n gangbaren Vulgata-Text den griechilKben Wortlaut des Urteictes wiederherzustellen. Statt a^pmgi^u ist in die Ausgabe 2 (1519) äg)elei aulgenommen; ebenso das idiesen Test des Ausgabe 2 wiedergebende N; T. von G^rbeiius (1^21, #. Ja Aiäsg. 3 (1522) aber, deien Text die Sippe der Bebel- seheB Avsgg. von 1524 an ^(s. Renss %* 401) wiedersieht, Ausg. 4 (1&27> niid'Ansg. 5 (1535) hat £R< sein s^hsterfundenes afdi^ei wiedierhergt&st611t, und^ zwar ohne Variante. Und alle Uebersetzungs- fßMer> stehen trotz dei^ unterdess erschienenen Oomplutensis auch n»ch m diesen drei letztea- Ausgab^, da wo^ ausnahmsweise etwas *) In den Qod. Corsendoncensis (s. Wetstein, Prolegg, I, p. 45 jind Alter, Nov, TeatH^^. 560) hat Erasmus hineingeschrieben: nal rovtM ßißXdit e/^i^o-a/ri/y iv rfl 3fvri{^(f, ix6oan tijq xouv^(: dM$^xriq xrX. Also auch^hier rovto} ß^Uto ohne Artikel! Digiti zedby Google Capitcl XXII. 57 geändert ist, nur halb entfernt, wie oTtd ßißlov r^g ^w^ff fttr ijco ßißXov ^0fjgj oder mit einer andern Ineorrektheit vertauscht, wie hc T?jg TVoXetjg ayiag ftir Ttoleiog äylag, oder gar monströs gesteigert, wie V. 18 iäv st tig imridf^ und v. 19 iav ¥i tig dtpai^^, wo ER. das sav der Complut mit seinem h zasammengejoefat hat. Alles Andere lautet in Ausg» ^ — 5 von v. 16 csrtr. an ganz so wie in Ausg. 1 ohne Beiscbrift irgend einer Variante. Das ist in der Tfaat unver- antwortlich I 28. Xsyst b fia^Tvgdiv ravra, val i'Q%of.i(xi tctxv, a/ifjv, val, €^mfKv^Qie IH20Y. Hiezu bemerkt ER. in den Annot,: Etiam venio cito] val eqxo^txi %ctxv. Nae e^t eonßrmantts. At idem adverhium mox repetitur^ graecißy pat M^ov Tilgte IrjtroVf id est, etiam veni dne Jesu. Seine ungenannte Quelle sind hiebei Yalla's Adnotätione»^ welehe mit den Worten sdiliessen : Qraect non solum ante verbum vento est etiam : sed et ante verbum veni vategxoixoti raxv äfirjv. vai efyev xtJpic itjaod. Diesen Vers hat also ER. nicht tbersetzt, sondern nach Valla's Mit- theilung und zwar, was ihm zur Ehre gereicht, mit deny nicht von der Vulgata, wohl aber gegen die Vulgata nach Laurentius hand- schriftlich bezeugten zweiten vtcl aufgenommen, welches von da auch in Luthers Uebersetzung ttbergegangen ist 21. ^ X(iQtg Tov nvQLOv fj^üv IH20Y XP£2T0Y fxaxa Ttav- TCJV vf4üiv. uä^ii^v: nach der Vulg. Chratia Domini nostri lesu Christi cum Omnibus vobis^ Amen. Blicken wir auf die nun vollzogene Vergleichung des erasmischen Textes mit seiner Quellenhaudschrift zurück, so hat sich nicht nur das leidige Ergebniss herausgestellt, dassErasmus den vorgefundenen Text nur sehr fehlerhaft wiedergegeben, ohne ihn später mittelst erneuerter Collation, so wie es seine Schuldigkeit gewesen wäre, zu berichtigen, sondern auch dass von den eigenthümlichen erasraiechen Lesarten viele, welche auf falscher Lesung und fahrlässiger Abschrift beruhen, in die Stephaniaoa von 1550 und die Elzeviriana von 1624 übergegangen und so zu Bestandtheilen des textus receptus geworden sind. Die Geschichte des neutestaiAentlichen Testes ist ein trauriges Gewebe von UnwissenschaftHchkeit, Charlatauerie und Buchdruck«!^- puffen; die nach 1650 begonnene Kritik, welche strengere Anfor- derungen an sich stellte, ist heute noch nicht fertig mit Entlarvung und Beseitigung der von früherer Pfuscherei dem überlieferten Texte bewusst und unbewusst angethanen Fälschungen. Noch im J. 1602 Digiti zedby Google 58 Kritik des Erasinischen Textes der Apokalypse. veranstaltete Erasmus Sohmid auf Kosten des Bisehofis von Hi^risscis und Athos {^!AYtov oQogX Kamen« Nikephoros, eine filr Griecheiriand bestimmte Auagabe des N. T., in weleher der Sefainss der Apokalypse mH den erasmischen Sprachfeiilem ro väfOQ ^ta^gy iv ßißkitfi züvrip, aTto TÜP I6ye)v ßißkov Ttjg nqoq)., utzo ßißlov TVjg toiijg nnd noch einmal Iv ßißUff) %om(^ abgedruckt ist. Und auch in der Cambridger Ausgabe von 1847, welche jetzt die in Griecihenland gelesenste ist, schliesst die Apokalypse noch mit dem erasmischen Uebersetzungs- speeimen sammt jenen sprachlichen Unmöglichkeiten , welche Eras- mus dem Apokalyptiker auf^efof^det bat. Dass der grosse Humanist gerade soii^r epochemachendsten Arbeit, der. Herausgabe der neu- testamentUchen Schrift, sich nicht mit ganzem Herzen und nicht mit gewisAAuhafterer Sorgfalt und hiuterbaltloserer Ehrlichkeit gewidmet bat, das ist ein Unrecht gewesen, dessen schlimme Folgen sich bis heute in alle auf dem textua receptus ruhende Uebersetzungen, auch unsere Lnthersche^ hineinerstrecken und in allen Zweigen der Theo- logie fbrtwucfaern. Um das Bild des apokalyptischen Textes des Reuchlinischen Codex zu vervollständigen, lassen wir nun, da die Ausgabe des Erasmus von 1516 in Weniger Händen ist, eine nachträgliche Ver- gleichung dieses Textes mit dem Tischendorflschen von 1859 folgen, wobei wir nicht nur von Cap. 1 und anderem sattsam Besprochenen absehen , sondern auch handgreifliche Schreibfehler des Schreibers, welche kritisch bedeutungslos sind, nicht minder aber auch die Ab- weichungen des Codex von Tischendöifs durchgängiger Setzung des V iq)ehLvcfTiyibv auch vor consonaatisch anlautenden Wörtern über- gehen*). II, 1 /^uo-wy 2 xai xov xonov aov 5 ixTri/rroixaa 7 iv fiioia tov naga- ddeov tov' &v ( — ^oi;) % oldd (Tov t« fyyet xal Ttfv 9-U\fftv nai r^y Titm/iav \ jtXoviTsüa ^ d { ßiobfxgftfftiotif t(uv ktyovttav 10 idwf.ftikkii ßaXivp i^ vftmv 6 d^d- ßek^a 12 o«da ixt ^ya aov xcU nov xocroixfSo' 14 dlX* fx^ I ^'^* ^X^^ I ^ ''^^ ßaXd* I T^A ^ctytiv ( — nai) 16 fitttwofiaov ( — oiv) 17 dwan) avroi aynv | nXa/ydrou ifiova 21 fitofrinim'^ij ixt^a no^ihioüs avr^ff xeti 6t ft^TtvmjatV 22* iSov {iyw superscr.) ^Xkw 24 ßdBni 25 <»/ftij 5 • ^f«r 18 ö Icttm' ^ tm oi^ xo» inf tJj jrfj 14 fXtyov «/w^v. VI^ 2 ^» awr« 4 ^;r* «iVw 5 ti}v rfitTjr ir^^ayiSa \ in aino» 7 ^fxtMHfei tpoHrtf¥ Töv tttd(ftov Cfiioif Xfyovfftw 8 indvf» ( — etiirof') | i^tyveia a/rmrTJyya« ^;ri Tor rfrci^Tov r^c yijir j xai A» ^eWr« pä6 (-«- neu) 10 xa* ^x^oy | ajio rewr 11 dnontfwt9&fM • 12 xai ff^aito« fdyaa fyhtto | 17 (^«Aifi'if ( — 0A17) 14 «ilMr- (Tnfiivov U 9I ßtytetdvt9 nal ol 7gXov(F»o$ tuil oi /Ml»a^/o« xo» xd^'^ovXwF- xa« 7ra(r iXiv&-f(^oa 16 i;r» to? ^fOftn'« VH, 4 ^^ /«AmdokT 8 dad (h. e. S«viS imprudenter pro ^^oid) 8 ?a/9oi>- Xutv I ßtvuxfiXp 9 — xae (pvXtäv \ 7if{}fßfßX^iß*i90i U tjitmv \ ixl Tt^wnannv avtSv 12 Tiu«> aiwviOVy df%i^ 18 T«yf< (-« lial) nai nofhtif 14' xi fft« nlda*t 15 ^»» To» ^^orov 16 di^it^9ov9tv (— f»*) wd* /i*f/ »An; 17 ^dif^^ffc« ^» Cw- YULl, 2 xas ffdoy (— tm*/? bttc^ äyyiXovff oV 5 xow iy^patto 9>fi»rai xcm ßuovtal xai d«rT(ia7tai xcU anüfHiff 7 o 7t^tato Av/«>/a« 0»^ imTgwv vov 0v Tf(r»v i^ov9*aw nX^asu tov ovvÖ¥ tva ^ ßQixV vftöa iv rcikr '^/d^ewr ainwv t9floA axftov ißXriO-fiaav ( — /wer airtov) 10 ^«yowtra* If tw oi>¥m \%- ouad (superscr. i^) tola xatfHxovai xi^v yfjv xal t-tpF d-cUav^otp f- 6 l'/ory 18 tov üiJiJtv» 15 offict) c^ yitraMOff ix xoii ax6fwxo4 »«iVr«iT'. XIQ) 1 ovofia ßAMs^riiiiws 2 xac (ra^ro supvrser.) ro &fiQi»v o tufov o/focosr ( — 171») T^oeu^Ar« 7- i«« TfcUrap ifrvXtpr iml Y^A99Wf utiü ^(hßOf; { — xa» Xfjtov) 8 x«i 7tqn(in\fVTi(rüvaw «i'rw | ow 01*» ^^^/C^^^'^^** f » ovofiotta h^tij -ßißX» r^ü tutfjir 19 h fiaxcUQot 12 xat noui \ iV» ^i^oaxw^Md»- 18. »aTaßaivNv i* rov övvöv ti0 rffv j^iif 14 tUop» t» S^(ji4ii a ^^^ -15 ck»m iiv fx^ 9(fS)94tvv^(f^iai t*]v fhova 16 de^mq o (superscc »ml) iifl xti'fi furommv uvriHf.' XIV, 3 xa* adovaw wtr wdrit' 4 VTzdyri 6 xa* tISov äyyfXov xttiäfAtvov iv f*nrnvQai4ajtt€iT* \ neu mv ^Svoif -7 i^fy^vta, \ ^.oi^ f^c x^itf^Mtr ( — niirov) 8- oT* /x Tow ofVev T^ff TtOQvtima atir^e- 11 /d^fvtyfta.{ — to) 12 «J« ol T^^onj*- TC4T Tce? ^t^ro^io«' x<»«- tJ^v-niariy W (nil praeter-ea) 18 Aej^ouenfO' /»o» | «va afo^ai''- o-ervat 1 -rce ^ llj^y« ciUoA»4'^fi 14 t/tav inl vrjfF 3c»iped'^vQov xai xoxwov 13 xa^ x»rvdfio)/4ov xal &VfiiMfta xal iiii^ov 14 Xafijtqd dnijXS-fv dno (MV xal ovxex« Ol* /«17 tvQ^na avru 17 xal nd^ta» 24 alfia. XIX, 1 xa« /<«xd xaHxa ijMovaa jpmviiv oxXov noiXov iv ro> ovw» Xtynvxwv to akXfiX^via* 47 ««»xi/^/W xa« fi Sola xal ^ zi^fiti x [ iv fnaov^avinfiati' (i^t ubique) 18 ßaadiotv xal ad^naa hx^i^ov (pro iaxvQfi»*') | ^k»^ aa^xair iXtv&iQfav xai dovXtav notl foxf^äip nai fttydXwv 19 xoi^aeu ji^ffiov 29 k«»» fitjd foitmt 6 xpfvSoTZQogfi^jTia \ ßXi^&ijaovfat \ tr^y xtuoftivjif h tQi d-eloK XXy 1 f^if nXdda 2 top S^dxovta tov oqtiy tov a^/oiei' | it^iß^Xo^. tta* aw€a/ifda 8 xfü ftttd taxtta öd aifi0a%fiii 12' fx^vad tf tfixos fifya | a i iM^a^ tfot€if*6v viarwT CoMfi>la>«'. • ' i . Wir haben nun die Vergleicbiing de3 Codex Benchlins sowohl mit der erasmiachen Grundlegung des textus receptus als mit der letzten Gestalt des Textes Tischendorfs Yollständig vollzogen, so dass die Kritik auch aus dem Stillschweigen der Tergleichung sichere Schlüsse ziehen kann, wie z. B. dass dieser Andreas-Text 9, 5 Ttaiatj bietet und somit die LA. nki^^nj nicht And®"**' fttr sich kut. Denn auch nach dieser Seite hin bedarf dar kriti^e Apparat zur Apokalypse vielfacher Berichtigung, welche theilweise schon durch die gegen- wärtige Einftlhrung des And' (Andreas ReucHlin^ in die Reihe der Zeugen ermöglicht ist. Digiti zedby Google Q2 ^^ Aldina und ihr Yerhältniss zum Erosmischen Texte. Die Ald&n u4 Uir Veiiältiiiw na Ertmlschen Texte. Um aber tinser' Bhd der Anfänge äet neutestamentlichen Textgeschichte seit 1516 zu ToHendötf , ftussen wir scfaUeflslich nocli die Aldina oder Asnlana tob 1518 ins Ange. In der Vorrede dieser griechischen Biböl A. und 1^. T. sagt Andreas Asnlantis: egio multie titoHkaimia exemplaribtM eoUatUy mdhibita etiam ^uoritnt^m entditissiinorum honunum cura Biblia fut vulgo appellantj graece cuncta descripsi, K^ere Auskunft g(eH er nicht. "Was ^e ApdcafypSö betritt, vo ist der erasmische Text von 151^ zu Grunde gelegt, imd es ist ananerkennen, dasa 1) manche Fehler desselben Terbessert Sind, a. B. der sehUmmste^d, 4 t^'rwfq ovn f;fovffWf iyo £R. in Ausg. 1 ohne Schuld jseines Cod* m'nt ausgelassen hatte. Vorzugsweise bemerkenswerth sind noch 8, 11 ^jriS-ctPov statt dni&avfv (wo der Absehreiber den £R. d!as »niBttr mit sehnigem AbktrzuAgsstrieh falsdi wieder- gegeben hat), IS^ % iinpütyfthim* 'fÜT das aus iffif^aytfff/Ut'orvAt» €od. yerbalhomte i^etji^fttvov; 14, 7 Tg^wFtnfyritfatf für TTQomtwffiat^c (auch nooh Ausgabe 2), 19, 8 NcU o 'Utagroq statt ktUw riragtoc, 1€, 11 Mmiy f& ÜUeiB^r, 18, 21 (aq fivk&¥ fMiym f&r /fly>a (auch noch Ausg. 3 und weiter) , 19^ 10 Im^w für ffizifea (Ansg. 2 fntwa), 21, 19 x^^^^ ^^ xaXxtdwr (auch neeh Ausg. 2), tl, 28 iv^»- rt&tv ^ttift für «tTJ (auch nooh Attsg. 2). Die meisten der Terbssserien, theilweise auch in Ausg. 2 noch ToxkommendMi Fehler sind aus Ausg. 8- entfernt. 19^ben diesen Fehlerrerbesserüngen sind aber in der Aldina sieht allein manche handgreifliche Fehler der Ausg, 1 ^stehen gebtieben, sonden aneh 2) ebenso viA Druckfel^ker gegen des erasmisehen Text hereingekommen. Die scUiramsten sind A>lgende : 1, 8 *Ey^ rlft* xai to. S. t6. ä», 1, 11 *£y(a dfu ro öi. TO oi, 2, 14 TÖi iv ßa)Mx, 2, 17 liftl kaftßdrotv, 5, 6 ir fifvw toxi <^Qpvov (I) icmv n(}f4TßiTiQhFomiei^ehre, Syntax,- ßpsaohgebraueh oder Gutdüjiken vorgenommen ßcin können, ^ndeie aber sich ol^e 'handschriftliche Autorität nicht erklären lassen. Wir stellen sie ohne zu scheiden zusammen. Die meisten hat ]£R. in Ausgabe 3 aufgenommen, deren wesentlicher Unterschied yon Ausgabe "2 eben in dJesön Aenderungen nach da: Aldina besteht; schon in Ausg. 2 sind In dem Falden^enwiehMs hinten mehrere Verbessernngen der Aldina tiieüs a(soe^i]rt, theils wenigstrae mit «At<«r als Varianten notirtf)* lUe von BR. in Aus- gabe 3 au%enomni£ne]i JiA. halben wir Tpin mit * bezeichnet, die bereits in Aus- gabe 2 ncceptirten mit *♦. t) Uebrigens unterscheidet sich der Text der Ausgabe 2 von Ausgabe 1 ausser handgreiflichen neuen Fehlern und unbedeutenden Fehlerverbesserungen nur durch folgende bemerkenswerthe Abweichungen : 1, 4 o ^r (statt oq) , 5, 12 'ä^iöv iariv d^Hop TO do^a^fjiivov (ein Druckfehler, der sich zufällig auch in der Aldina findet), 18, 18 dgb&fiov (olme vor, was erst in Ausg. 4 wiederhergestellt ist), 14, 1 htaq (Ausgabe 3 wieder hoq), 14, 14 öftoi,oq viw (statt vloq)^ 17, 8 (xal jitg ifftiv) in Klammem, 21, 8 ffiag^iaxiva^ (statt ipag/iaxolq) y 22, 19 dguhZ, Alle diese Ab- Digiti zedby Google Die Aldina und ihr Yerhältiriss zani Erasmisclien Texte. ^ * Sj^ add^ rwv ip t^ BaXanati . . Sinp&doij * 8, 11 add. 6 iail,^v»o<;) '. ' 8, 13. 14, 6 ftiffovQavTjfiati' , aber 19^ 17 fifcovfftwtjaftun, EH. hat in Ausg. 3 zweimal /Afaov^avfja/nart, einmal 19, 17 /itaovftavißfuirt. ' Die Ausgabe 2 im I'ehlerTeczeichniss hinten substituirt. überall juttroit^a" 9, 5 ßatrowt^FB-uai ** 9, 6 qieviftou 10, 2. 8. 9. 10 /9»i9A^^i müssen, auf dem W^a text- und spräcbgeschichtlicher Untersuchung sichrere kritische Entscheidungsgründe zu gewinnen. Die vielen einzelnen Hand- schriften stehen nicht zusammenhangslos da, eine jede hat ihre eigenthümliche Stellung im Ganzen der Textgeschichte und die Benutzung muss, um nicht prindplos zu verfahren, von dem ituvor ermittelten Gesammtcharakter ausgeben. Hiebt Digiti zedby Google Yoirede. V minder bedarf die neutestemenüiche Textkritik , um sicher zu gehen, yieler noch kaum begonnener spracbgeschiebtUdier Untersuchimgen ttber das Gepri^e der Gräcität, wdcbe $ieb von den neutestamentlichen Schriftstellern erwarten l&sst. Sie bedarf solcher hinsichtlich des Sprachgebrauchs , wie z. B. ob Apoc. I, 13 ikatno$g oder (jkaCo$g zu lesen ist, nur hand- schriftlich und sprachgeschichtlich zugleich (^tschieden werden kann^). Sie bedarf solcher auch hinsichtlich der W(»tf(nrmen« Dass die neutestamentliche Gräcität in der Schreibung bereits durdi den sogen. Itadsinus der Aussprache bestimmt wurde, lässt sich nach den ältesten Handschriften yermuthen und aus gleichzeitigen Inschriften, so wie aus den in die Sprache der Talmude und des Midrasch übergegangenen griechischen Be- standtheilen beweisen. Aber ob diese Gräcität eine solche Musterkarte dialektischer Sonderbarkeiten, vulgärer Entstel- lungen und gesetzloser Raritäten gewesen ist, wie sie nach den neuesten Texten gewesen zu sein scheint, ist noch sehr die Frage. Welches spraehgeschichtliche Recht kann Tischen- dorf z. B. für €Xx. auch vor consonantisch anlautenden Wörtern hat allerdings die Sijtte der ältesten Handschriften für sich,, aber keine ist gleich consequent und es fragt sich, ob nicht weitere handschriftliche Beobachtung und sprachgeschichtliche Unter- suchung auf festere Principien führen werden , deren Mangel durch jene Consequenz einstweilen nur verhüllt wird. Dess- gleichen heischt das Jota subscriptum (in Uncialen und häufig noch auch in alten Minuskeln adscriptum) noch manche Spe- cialuntersuchung ; die jetzt übliche Schreibung CcSov statt l^tfoy hat z. B. keineswegs das einstimmige Zeugniss der Alten für sich, wir werden ihre unvermittelte Einführung also nicht ohne Weiteres hinnehmen können*). Und wie viel solche^ Special- untersuchungen vernothwendigt nun vollends die AccentuationI Auch hier müssen überall handschriftliche, sprachgeschicht- liche und sprachgesetzliche Gründe gegen einander abgewogen 1) Zwar sagen Kuenen und Cobet: Noium esiy apud serös demum Üraeculos eam consueiudinem (scribendi ^qJ esse natamy aber wird sie nicht durch die Umschreibung Rhodusy Pyrrhus u. dgl. bestätigt? 2) Für die Schreibung C^ov spricht nach Autenrieth's Untersuchung indirekt eine Stelle bei Theognostus , Canones in Gramer 's Anecdota Oxon. p. 108, 12, wogegen für ^(^ov ausdrücklich sprechen Etymol. M. 413, 24 (vgl. SchoL zu II. Z 407) mit demßeleg aus Simonides o ^toliav xaxiatov extTjftni ßCov; Theognostus, Clan, 130, 17; die iSpimerismi bei Gramer, Anecdota Oxon. II p. 371 , 19. 23 : ZStlON yivitai naqa xo Cv^ • TZQüa-- yqaifexai, Jf xo t und Ghoeroboscus orth, 216, 3. Demgemass schwankt die Schreibung, neben i(oa findet sich Cf*iia als Variante und die Frage, welche Schreibung im neutest. Texte den Vorzug yerdiene, lässt sich also nicht blos aus dem Gesichtspunkt des unserer grammatischen Ein- sicht nach sprachlich Richtigen entscheiden. Digiti zedby Google VHI Vorrede. werden. So z. B. Apok. IV, 3—8. V, 11, wo die LA mvxU^ &ey, nvnXo&ePf m>»Xnd'ev darcheinandergehen ; VI, 15. XVIII, 23, wo in den Handschriften meist fbeyiOtdye^^) , nnr selten fßfSyKTTäpeg , nirgends meines Wissens (leylmapeg accentuirt wird; III, 12. X, 1, wo die Handschriften mit seltenen Aus- nahmen (nvlov (ftvloi, nicht (nSXop (n9loi acoentuiren; Y, 1 etc., wo ^ie Paroxytonirung c^qayimp mindestens gleich so Stade als (rq)Qayi(np vertreten ist; I, 8. 11. XXI, 6. XXII, 13, wo die in den neuen Texten beliebte Schreibung to A sich in Handschriften (wie B und Monao. 211) zwar findet, aber die Schreibung to m ungleich häufiger ist^). Wir sagen das Alles nicht, um die grossartigen itext- kritischen Leistungen der Neuzeit zu bemäkeln, sondern nur um zu zeigen, welche Theilung der Arbeit die riesig ange- wachsene Aufgabe heischt und wie ihrer fortschreitenden Lö- sung durch viele eigens angestellte Specialuntersuchungen in die Hände gearbeitet werden muss. Ein kleiner Beitrag zu der so vielrerzweigten tausendfältigen Arbeit ist auch dieser unser zweiter textkritischer Versuch — möge er den berufe- nen Meistern einige Gibeoniten- Dienste leisten! Erlangen, den 2a October 1862. P.D. 1) Aach Honac. 211 und gewiss auch B haben fjnyuxravig ; ebenso accentnirt Laskaris, Morellus hat es beibehalten, Gramer hat es wie auch atpQayCaiv geändert. 2) Wenn man accentniren will, ist allerdings nach Aroadius ne^l tov. ßißliov i^ p. 143, 10 ed. Schmidt und Job. Alex. p. 7 ctf 2u schrei- ben , aber die Schreibung mit Strich ist die bei den alten Grammatikern selbst Übliche, ausgenommen nur Etym. Gud. p. 600, 13 ed. Sturtz, wo aber ^ mit Autenrieth als Fehler für ü anzusehen ist Vereinzelt steht Laskans mit der die volle Aussprache wiedergebenden LA ^ fAiya da. Digiti zedby Google I. A PEW NOTES, ON CODEX REÜCHLINI OP THE APOCALTPSR TOaETHEE WITH A COLLATION OP IT'S TEXT WITH THE €OMfiON EDITIONS. BT S. P. TREGELLES LL. D. Dr. Delitzsch's discorery and Identification of the MS. used by ERASMÜS for his ediüon of the Book of Revelation naturally interested me very deeply; and as there were a few points with regard to which I wished to obtain informa- tion, which was not contained in Dr. Delitzsch*s Handschrift" Uche Funde ^ I was desirous of seeing the MS. myself and thus forming my^ own judgment. In making application to Dr. Delitzsch for information as to where the MS< now is and whether I could have access to it , I was at once asked to come to Erlangen and examine it there, as it was still in his hands; having been entrusted to him for some time by the Prince ofOettingen- Wallerstein and his iibrarian. This led to my risiting Erlangen in the latter part of July and the beginning of August 1862. I found that Dr. Delitzsch had hhnself recollated the MS. in Jan. 1862, after it had been thus placed in his hands-, 80 that he had some corrections and additions to make to the collation previously published. *By his permission I colla- ted it also with the common Greek Text, so that I think that few places, if any, can remain about which a critical student can be in doubt. The discovery of this MS. Qnables us to speak with cer- tainty of the readings in the Erasmian text: we know'now 1 Digiti zedby Google 2 Notes on Codex Reuchlini. with exactitude whether certain readings have any authority in their favour or not. In this manner many things wliich häd been matters of inference and conjecture have become points of critical certainty. To me this is the more interesting from my having endeavoured many years ago to form and to ex- press a jadgment with regard to points of inquiry respecting this MS., then unknown. The MS. appears to me to belong to the twelfth Cen- tury; perhaps in the time of ER., when Palaeography was but little imderstood, others would hare ascribed to it a very high antiquity, as we know that'he did.*) In looking at the concloaions at which I arrived with re- gard to this MS. many years ago and which I published in 1844 — conclusions which I drew from the Erasmian text, and from what was in record with regard to the then lost MS. — I iSnd remarkably little to change, even though ex- pressions inay require to be modified. I Said of the MS.: ,,It contained the Greek text with a Commentary interspersed , and he had to separate the words of the text as well as he could.'^ This is just what I should now say, tbough I shoald add that there is a notification in general in the MS., where each portion of text b^ns, and where the Commentary commences. These marks up to chap. IX, 20 are generally in block; the remainder is habi- tually in red. But though this would facüitate the laboor of ER. and hi6 asaistants, it would not do erery thing for them. In making my coUation I did some smali portiou by caodle- light, and then I found that it is by no means easy always to see the red marks. As it must hare been about Jahuary 1516 that ER. and his assistants were using this MS. at Basel, and as their tkne was fully occupied, we can have no doubt that they must have often used it by candlß-light, and they would then find the same difficutty tbat I did in distinguishing the marks. ^ Also occasionally the text and commentary are so inter- nuxed that from ihe MS. itself we could not separate them. *) Tke drawiag «t the beginoiag is certamlj inteaded for St. John; he 19 wnüng iiTtais [ htra ix | nXnaL Digiti zedby Google By ß. P. Tregelles. 8 Ulis is cotnparatirely easy to us who are femiliat #itti the Greek N. Teöt., but it was not so to ER. or to any one eise in that agö. They could only employ the Latin Vulgate in their aid. The following are instances of the mixture of text and commentary: 'Chap. XX, 13 is thus introduced: ßtßXoc, T^fT ^eö^c ifTTip ^ tä %&v ayltAP iy^^iyqctTtt^^ ,op6^aTa' Kai edoa^ev ii d^aXatr&a TOvtT iv aiToicT ,peicQovcr' Kai o S-dpäTocr xal S ädtic, sdcaxap tova icelfii ,iv avTota pexQOvcT' Kai ix^Cd^ficrap i'scatrTotr xi ta ,eQya avx&p' exatTTOP (pv (Tco[ia ei(T äireq äpaXvevat> iq^ß^p The marks in the margin are inr^^, aß also are the JTin the third of these lines, and ex in the fifth: it would thus seem as if xa& edcoxep to pexqovtr had not been part of the text. _ Chap* XXI, 21: yaqhov t^v ;foi; t^p dla^yuap rrfi(rA(i€PO$' Käi ^ yitXw$^'kc Tjjö* n6X€iA(T, X9^<^^^^ xa&aqop Aq vaX^ ,d'iavyfia' tov na^adetyiiaTl r^p äxqißeiap t&v rffir äpm noXecäfr äf^a&iSp TtaQaiTtfjtrai dv dipcet^'' This is one of the places in which there is no note in the öiargiü to öhew the distinction of text and commentary*). In other places there is confusiöh from portions of text being so marked as if anew citation begari, where in fact there is only a continuation of the same. The confusion in chap. XXI, 24 has beeil fully pointed out by Professor Delitzsch. The citation which begins XX, 9 is in a wrong order; other places (such as XIX, 11) are not more marked than are the citations from other parts of Scripture which are in- troduced into the commentary. So too XX, i- and some other places**). These are sufficient proofs of the condusion at which I arrived long ago as to the intricacy of the labour carried out by ER., when he had to use this MS. in h^tste *) [But the K of Kai rj is coloured red. DeL] **) The distinction between text and commentary is so incorrecüy marked at XXI, 26 that the whole verse is excluded fro'm the tett;^ hence Erasmus at first omitted itl 1* Digiti zedby Google 4 Notes on Codex Reuehlini. and wben there was not even any proper Urne for the reri- sion of the proof-sheets. I also Said: ,,The one MS. of which he had the use ap- pears to have been m a mutilated condition^^: this statement I should now oorrect hy sajmg that is was only mutilated at the end, but that in various plaees the citations wereso giyen that parts of sentences were omitted; and thus ER. might well suppose that he could ouly supply them either by extracting from the commentary or by retranslation from the Vulgate, and thus he did Supplement the MS. in several plaees, much in the same way as he did the last six verses. In such plaees he had only the Latin Yulgate as bis guide, and as he found that the MS. several times omitted clauses ,which ought certainly to be received as parts of the sacred text, he might naturally conclude that in other plaees where the Yulgate as he had it contained words or sentences not in this copy, that they ought to be supplied; and thus he unconsciouiBly introduced additions to the Greek Text The following are instances of ER* having supplemented his MS. by retranslation from the Yulgate, where the MS. wrongly or rightly has nothing to answer to that which ER. supplied. Chap. n, 2 he found nothing to answer to et tentasH eos qui se dicuni apostolos €9se; and thus his »iserted reading is his Greek and not the words of St. John. — n, 3 xai o^ nixfMptaq was an ErasiQian Supplement to meet ei non defecisti. — n, 17 ^^quod nemo seit msi qui accipit^^ as the MS. supplied no- thing to answer to these words, ER. introduced his own re- translation. — m, 5 so as to the words de libro vitae et con- fiiebor nomen ejus. So w. 12 & 15. lY, 3. 5. Y, 6. 11. Chi^. Y, 14 ER. here found in the Yulgate viffinU quatuar ^eaiares^ and supposing that the ombsion of the num^al was an error of the MS., he supplied it. At the end of the yerse the Yulgate has. adoraverunt viventem in secuta seculorum, and this led ER. to add to nqoirexiyfiffap such Greek words as he thought wöuld answer to the Latin. From this being in the MS. the end of a citation ER. might the more easily suppose that part of th^ text was omitted. ^ In YI, 1. 3. 5. 7 Digiti zedby Google By S. P« Tregelles. 5 ihe ei vide of fhe recent Yulgäte misled ER. into supplying ■what he thought deflcient. — VI,' U singulae siolae albae, et dictum est illis had nothing to answer to them in the MS. , and thus ER, filled up the sentence. Similarly in v. 16. — VII, 17 ihe conclading clause of the verse is not in the MS., being omitted at the end of a citation; ER. did not supplj it at first, though it was afterwards done by him out of XXI, 4: this place however might suggest to him that the ends of cited passages are not always given fuUy in the MS., so th^t he might supply as he did at the end of chap. V. — XIV, 5 ante thronum Dei was the authority for the addition made to ihe Greek: this too might seem correct, for this is also at the end of a quotation. It is difScuIt without examinatioQ of the MS. to under- stand how completely the portions of the text are introduced as quotations: thus (especiidly in the earlier part) thereoccurrs f^irty sevefral times. Some times words are repeated, being found at the end of one citation and the beginning of another: an instahce of this is xccl ßaaXelq htrd ehiv XVn, 10. The prior conclusion at which I had arrived was : „where his MS. was illegible, he appears to have relied on the Latin Vulgate and to have supplied words in the Greek by retrans- lation from it"; now that I know the MS., the only change that I should make in this statelnent would be by saying (instead of illegible) „where his MS. omitted parts of what he believed to be the sacred text, he appears to have relied on the Latin Vulgate" etc. The following are additional instances of this: XTTT, 4 where the MS. supplied nothing to answer to Et adoraverunt draconem, qui dedit potestatem bestiae^ et adoraverunt bestiam. — Xm, 5 similarly as to Et datum est ei os loquens magna et blasphemias XHI, 10 in captivitatem vadet — XTV, 16 super nubem falcem suam. — XXI, 16 et longitudo ejus tanta est quanta et latitudo. — XXII, 11 et qui in sordibusest sardescat adhup^ et qui justus est justificetur adhuc. The mode in which ER. supplied the defect in his MS. by retranslation has produced the unhappy result that his Greek words have been taken for those of the apostle, who thus has appeared to use them in very erroneous senses. Digiti zedby Google ß Notes on Code:^ Benchlini. l have no dQubt thi^t EB. tibought tb^t iii t^us filling uf tbe real or supposed defects of the MS. , he wa^ actiog qui^ß properly as Editor; for two thipgs however he is reprehen- Bible in coimection wiüi this procedure: first tbat he did not distincäy in every case specify what he had J;huß ^tead^iced, and al80 thatr he .did not subsequenüy repiore with care all tb^t; was bis own, wben he had tbe opportunity of iising othpr MSS, He sbould have done this himself instßad of aJlowing hiß readings to remain a$ parts of the t^t, wherß they have con- Jinaed to hß commonly repnnted for xnore tban 300 ^ears. The instancßs whic^ I have given and^ others that migbt be added sufSciently sbew, how true a concluaion I formed when I Said that „he appears to have relied pn the J^atin Vulgate and to have suppHed words in th^GrVek by retrans- lating tbezn from it^S I shovüd however attribnte to this cause an^ not to bis having followed tbe oopu;qentary ratber tbcm the text tbe fact that ,,be insertßd readings fouqd ip qq GreekMS". Spmetimes however ER. di^ s^pply out of tbe Cpmnientfi^ry words not fpund i^ tbe Tezt; Ihe foUowing are instanoes: XX, 10 etg %ovg aiwpqg ifmy a^au/mp XX, 12 xcu ßißXitOv aXXo i/peci^x^' XX, 14 ovtog etrtip devtSQog S^aravog I sbould consider tbese as sp^cimens of the way in w^ptich Text and Conimenta,ry are in^rmingled, of whicb I bave be- före spoken: but it was thraugh the Latiq Vulgate that ER. knew that tbese were.portiqns of Text. In IX, 20 f^ which is omitted a prima manu is supplied above by a later band: a,s far as I can recolletct the form of the letters in the corrections of ER. in one of tbe MSS. at Basel, I thixik that this imi was added by bim. It remi^ins then, that while ER. did what he thought best under the circumstai^ces, and what no, doubt he would have done in editing any ordinary work, l^e i^trpduced incorreot readi];^s into the book . of Revelation . by bis retransla^ions, also at ümes by wrongly reading the MS. bie^fore hjui^: one i,n- stance of this kind des^rveis to he specially nientiojiied again aliho' pointe4 out by Dr. Delitzsch. In U^ 13 he has iy t^ ^(jbiqmg iiipcTg, a stränge reading and OQe whic]^. h9ß ^9 ^uj^o^t Digiti zedby Google fromtl^aHS. yrUchhas ipaf(r, Tbis znuat b^vi^ beeo wrongly copied by Erasmus's assistont, or eise it we^ incorrectly »et up by the printer's compositor. But for tbia Brasmian ßfi>ai,g Ti* ßchendorf cite^ 91**. Now 91 iß the Supplement of the Codex Yaticanus; in looking l^owever at itereadings aspubU$bed by FQrd^,3 thiB correction or change by a later hwd is not there* I have tlius no dpubt that 91 ** i9 a ipisprint in TisQhendorf for 9? **. 92 is the number of referepce which J used in idW to designate in the ^^evelation the Codex Montfortiaou« at Bubiin (which I was the first to employ at aU for critical purposes) ; Tischendorf and others have similarly since adop- ted my designation ; in looking at the collation of 92 as pu« blished by Barrett I see that ifjktxjg is th^e given a^ tbe rea- ding in the margin.. J)x. Belitz^ch rigbüy f^ays tbait tbiiei readiiig is a proof that the Erafunian text was employed by the writer of the marginal correction. 92 is the MS.^ lamous as that which was brought forward for the purpose of üompelling Erasmus to insert the passage of the three heavenly witnesses (which he had promised to do if it were shewn bim in any Greek copy). In this MS. the Gospels j^elong to aboat the end of the fifteenth Century ; the Acts and the Epistles are some what later, while the Apocalypse was added about the year 15.80 mostly from the Codex Leicestrensis , while that MS. and this were both in the possession of William Chark. The oc- currence of ifiatg in the margin shews, that the copyist made some use at least of the printed Erasmian text. At times the coincidence of the reading in the Commen- tary with that in the Yulgate seem to have led Erasmus to doubt whether he did rightly in adhering to bis one MS. Thus on XXn, 14 he says* Beati qui lavant stolas suas, Longe aliud Graeci (jkaxdq$oi ol Jtöiovpreg Tag ivroXag avtov, id est^ beati qui faciunt mandata ejus, Interpres legisse videiur ol nXipovteg Tag CToXdg. Sed unde quodsequitur in sanguine agtii? Ncm id quidem apud Graecos prorsus non legitur. Had ER. known that in sanguine agni is not found in the older Latin MSS., he might have been ready to have adopted the reading in this passage so approved by modern criticism as tbe true and ancient, that it may be confidently quoted as such. Digiti zedby Google 8 Notes on Codex Renchüni by Tregelles. The variations of Erasmns from bis MS. shew, how easily variaus readings can be introdoced: few copyists would at once have brought in so matny. While we blame Erasmus^s want of accuracy, we mußt remember, bow he was not allowed proper time for executing ihis work, and also that the minute examination of GreekMSiS. was a new occupation to him, and one to which he could not when about his flftieth year at once adapt himself. He was then far more fltted for writing hii^ Colloquies and Epistles ihan he was for the weary work of collatii;ig, which involves such labour of eye and brain, and which demands such un- flagging attention. Tö the dif&culties connected with such studies may be applied the words of Erasmus himself on anoth^ subject : Qui mihi non credit^ faciat licet ipse periclum: Mox fuerit studiis aequior iUe meis. Digiti zedby Google n. COIiLATION OF CODE^ BSÜCHLINI OF THE APOGALTPSS WITH TSE TEXT OF STEPHENS (166&) AS BEPBINTED BT HB. SCBIVENEB (CilBUBCK 1890), WUE BEFERENCE TO THE VABIATIONS OF TEE ELZEVIR EDITION 1634. {SaTerAl.of the rMdings are spedfled aa «greeing wltb one or hotk of tboae t^cto, whera criücal Editors differ.] >***ws/*/v\/v*/s^ I, 4 anp (ßv (om tav) 5 f« aYanfie(Ti(Av non eqietnvqq \ o neqmatfuiv ejt& Twv mta 2 xonov trov \ ov Svyij fiaffta^at (sie) xaxovtr xa& ovx eitn omissis verbis intermediis 3 xcc& Eßanticac xai vitofA. exsitr dta (om xui) \ deest xai ov xexijb^xa^ 5 taxet (sie pro taxv) 8 exxXfi(ria(r[ivqpamp 10 ßalBiv ei v^itav o 6iaßoXog\ exete 13 ta eqycc aov xai (non omissa) | rntTtiv }iov (om xai) ep taitr fi[A€Qm(r eyalc \ o caxavaa xaxoixBi 14 on (non om)| &f xtA ßaXax 15 f^KToi (non om) 16 iketccyoijtrop (om oi;i/)| Digiti zedby Google 10 Collation of Codex Reuddini Qog>auc 17 ^ayetv ano tov fjtayva \ desunt o ovSetc usq Aa/Lb«- ßaviAv 18 troiG* BP dvarei^Kr 20 oXtya (am oti eag) tfip yvpuixa $^aßaX ttiv Xeyovtrap \ xai dida(Txe$ »at nXavctxai €[aov(F \ 22 syco omissum, sed supra adscriptum * | ex vanv sqywy amfov 24 vih^v de Xey^ TO$(r Xwnoic \ deest xai ante ovswec \ ov ßdXio. in, 1 Ta ejtra nvevgiata \ ou opofia (om fo) | teXov usq fj ^ecTTO^ 16 ^eorroo JY, 2 «71^* rav &qq:ifßv 3 (ieest «c%^ a xc^^ii^voq ^v \ ofko^^^r ^ßiocc.ei Cyba^ay^' i^^fiQJ^qi sfä | ^qopavff sfö nqßffßvt^jqovg [-deest ea)ifiv deeet K(u ex \ c^ j?i^v. %a eTj;%a 7 wer «rF'^QWTrocr 8 ey Kf^ ßavfß e^dfiv I i^o^ea: 10 p*, xd Ttqetrßvi^qpi \ 7v,qo^xvyfi(rov~ 0W [ ßiicUqvm. y, 3 PV<^^ i^TT^^w«» fflcr jrqcr post w^« (sie) ßXmeip avxo 4 «^z (ojn «r 1 deest /i*a»i^ |. deest xw ßX^e 2 vixfitrei 3 i:iyi/ (ry(j. fiji? ße^^Qc^y I 4eß$t a^af ßXme.,k7tv,qo^«4a fffff C f ^M^^i?^»»' 2 deest ai;roi' 6 xa« (om 0*) t ccyreXo^ Oi> e%ovz6(f 7 a#/*a«^f (om w) 9 deest ri^ pf %% Aoic^drorf | di^^u^cay 10 iroi^ f;(f<)(Tf«K 11 ^0 ^Q^toy tmy vifiprtap \ 790X^0$ Tmv c^vaty 12 ifm nl^f^ 13 «rae* €^r^elov [ lAsaw^yurfunt^ \ ovai biS.taotam | cctiaip^Bu^. 1$, 2 deesf ex %ov g>Qftn^(T ^ nai^OQ 4 deec^ ^i^Atit^l 4ßeat tqy ^^ov [ deest awoiii/ St fdo^. anif 9#(r | ßai^^i^^coM- faf 6 ot; ffrf evq/ftrminv | jp^;^£« o ^ai^. 7 flocrrey^in'a« 9 xa» ig jpiai^ «^w^ ntSQvymf av%i»y bis sopipt. * 10 ««^ « 13 • « ojrjf^ia^'' l i ^eqce^my 14 9 «if«v t^P min. \ irotwr d ^yy. 15 o« ^ (^^J"- 1 deest xa« i;|E«ee(»^ 16 vwp (num^eviAmmp \ i^ii^QMh^^\ ifxovccc (om xaO 18 i'/ra rcay tQimp vapzmp 19 a« /(i^ c^JS^* ff^t. a:vti»p BP tm OvoikcaifM cnnmp ß^fr '^ v^£^t;oßovfA.\ Xn, 1 xcu frahiPii (om i;) | aateqfßv dexadvo S4A€ya(r TtvqofT I SutdiKJkcerix (om eTrrcr) 4 deest avrov \ d^est riit^ ovqapov ( f)«^!} 5 qaßdäk (om «i^) 6x:i>Uaa 18 o ag^gige cevvov eirr»^ %$<. XIV, 1 aqyioi^ etrwwff (oiu ro) | 9f»d xtlMÖeff \ icaiO(Ae^ vov en$ ira»M ifa%m%(Bv 3 ovdeia fidvrato | a« ^xa^oi^ ^d ;^iiUa* «leo* 4 deest «icn»^ posterioris ovv^of sKTit^ o ovx evqaAii äoXott' aiHo^oi yaq €iir$p absque ^vmtiov tov d^qQvov tov &eßv 6 deest aXloy I ike(TüVQap$(^(mu 6 evayyeXitnu tovtr xa&nfkevovff tw€ xctfOixovMzatr 7 nq^cemc absque avfov \ d-ceXaawtc 8 aJUioff ößwenoo' ayyeXoc \ 17 fjkeyalfi ßaßvlMy (absque ^ TtQhq) | deest %av dvfiov I navta za ed'Pi^ 9 hui cdJliKr a^y^koc 10 deest %mv 4xymp c^^yeXiöp xa& epoauQp 11 Hff ampa (sie) mmptap apa- ßa^pei I xuqayyi^ (om ro) 12 «»de i|r vnop^pn \ cmI«. posterius non om. | deest zov d'cov 13 apccjitwaopzai \ ta de eqya (abs- que avT^p') 14 ofioioo* t;ioG' 15 e^fiJ^ep e» tov avpov | ikeyaJlai %H y^Ff I ^i^e cov fi fift^a (om tov) d-egiffai 16 deest rfv i^..vo if(«7r. oi^TOi; e;r# 17 ayyeloa post ot^^aycoj nonpost aiUoir 18 om o ante «;(09i/ et deest rfi add. rubro supra | xü& na^etfii 19 i^m* ^4P* , iidwtmp** 14 aril^fo» or^ eulextUfi 16 a eufi^cr ird^ifro ^-^ qiop I «9^ntf«0j»€i>flfi^ 16 deest xm y^itp^p \ avf^p xavcavtnp 17 axQi tek€(r9ifffOPtai o# ^o;^oi. XVin^ 2 xai e;e^a$ei' ia%vqa ^mpij pi^^y. | deest xäi^vkttk^ nttpx^ oqp^'ü ixx^aqtov d «x rov dVfAöv to^ o^pov \ n^Ttoke \ 4U €[A7Toq0t' avt^c 4 .deest ^ avtfitr \ sx ttop 7tXi]y eavToicr 12 ovtä (laQjra*- qitüv 1 7ro^9)i;^oi; | »deest xcci tnf^ixov \ xoxtpov | deest xm ^tcqiiixQov 13 xai -^vfi^ocfifa i4k av ^ evq^itreiff 16 deest xa$ He^äpveCi \ ßvcr- avp^p I xox^pop (om xa&) xe^i^aia^Bim bp x^P^^ I ^q^f^^ 19 dee^t xiaiopteg xai nepdvvpteg \ sqijfim&ii 20 mi^ avt'tpf 22 deest s^cm ante q)mpvi xid-aqwimp. XIX, 1 gxapijp absque mg \ deest /j^ayalfip | ^opttap t6 aUaß,ov^a 3 deest avrjjo' 4 enetfap \ oi xd 5 deest Ac^^^^val iftM* supra rubro a primik manu 6 cBßC rubro supra | Xeyopsacl deest art;^«( 7 a^^JUfio^My j dmiup ff^p (Sik^tap ävrov | yvp^i abaque awon 9 deest yqaifßop | deest rot; ^r^/Aoi; 10 e7veoix\ mMjfpi^p c^P xa$ rmp exnnrwp f f y /dtt^. (om rot;) U["» maypi}g s$d0P | xmpijPß add €m^oi/ 3 aerrai f*er- avTCftr absque ^aog avT»p 4 nqpoc ov% etna^ (absque er#) € yeyopa | iieest e^^Ai eifi« | d^cr» absque avtm 7 sea« ttvrac €(TOPTci& ikoi vioi 8 deiXoic de, tote supra rubro | amctoitf (om »a#) eßdeXvyfiepoitr \ g>aQ(Aaxo$P€ff tfeic 14 xai xei T^tf nolecag exodp (sie, To et xo(F rubro sujwra add) [ deest xai tp avToi&, in marg. adscriptum rubro xai &i avj:wp iß 16 deest xai ro [ifjxog avTiig tocFovtop ecnip offop xai to nXatog \ €P add ante tüh xa» Xaiidu I ctadinv iß x^^^adwv 17 Qfid niffiap 20 jfifgciUioGrl era- %oc (sie) I aiiedvcoc 21 ^/9 (naQyaqiTai \ vaXoc diavy^c 23 fpai- vaKriv (om bp) avvfi \ xai ta edvfi ttop ffmU^ofAepcitp (om er) tio ^WTi avtiiff nsqinar^trovcFi' ta (rubro) e&pii dia vov 9«- Digiti zedby Google 1^ Collation of Codex ReueliliBi with the common tezt. XQC av%ifl* xat Ol ßaciXwr w^0 yfiff^ej^opci %np düiav (om xof XXn, 2 mata [Affva eva examov anodidarrfc (om vat^^ },vx^op (sie) xa& ^wvotr ^h^v \ q>mvisi 8 STtetra 9 (fvydovioa' cov (om yao) €&[h, (om xai) %&ky ad^j^y \ n^wpfittav (om xai) %tüv TijQovyrdßy 10 deedt xcü ante ilc^^e^ 11 desmiit «a# o (fVTrioi^ usq d$nai(od^tm m 13 «p^i» (om «#f*f) to ä 15 e^a» (om da) o^ «i;i'£(r ( 9fm (om o#) nro^i^o« 16 Tavxa (om &ri) ^aiv vixolaittav o fittfdt 17 vixfovTi 20 ^nv yvvaixa (— aov) U^aß^X t^v leyovaav ^ ^Qy^v avrwv 23 (^€vv(ov 2i ov ßaXfo, ly j 2—3 €711 TOI/ S^i^ovov xad^nEvoa ofioioa ( — xai o xad^svoa) 4 «<^ TiQsapyK^ova (— ..Tovff)L 6 deest «f ante ^aXaaaa 7. w*' «ypcr. y,. 4 xfft exXaiov ( — f/w) ß (ati^afff \ deeat ««* oipd^aXf/tovs e7i;Ta\ T« TOü *i; nvsvfiajfx t« a;re(rTail/i£Va 8 xi^a^aa 9' Xttßdiv, 10 ßaaiXsv- aovatv 13 «y avroio navta rixovoa X^yoput | toi/ ^qovov, VI, 2 y»xg| £^ijf^to&ri 18 «Jc^afoy | o^ttiiT£9 (pro ßUnorreg) 19 «*p«{oy | igrif^ta^ 2Ö «;r' «vTi^y 23 (paQf^eifft^ /. /'•'[- ' ' i / XIX, 4 jE^A j-ov j^^#yflv.64eff^ ««^«ofi'TiTij» .«^Ipy «ff/foü 11 «yf- "* XX, '3 x^^'^'^ ( — ^^ ^«) bx*^^^'^ (— ^«) 8 Tov yföy xtti ( — Tov) fiayrny 10 ottoi; non seq. yae« 14' deesi ^ it^yij %ov nvqog^ XXI, 3 fCTTCKi fi€j avTOfv ß ^OMT« ( — avTu) 10 «tf' o^off 11 deest ttiff A*^« 12. f;|foi/(rrt bis 27 xoivoiv (sie) jcai^ notovv* XXH, 2 noiovy 5 ovx fCTot cxcf xat jjf^etay ovaf f/öi/atv Ai/;|fvoy (sie) xa« (p(OToa riliov \ (ftotiel 4iafT^0' i4 7rt>tclei(r^ ' lg xitt -^o^yo» Die üm^nglicHkeit dieses Naclitrags erklär); Sich zum guten Theil daraus , dass hier nun auch die in Heft I' ausführlicher beVpro;chen/e^ und dort YomTerzelchniSsVähsic'htlicli ausgeschlossenen \^arianteif aufglom- men sind.' "Ueb^rigens aber' Ibedari' die CoUation in &eft I nocl\ fok^ender Böridhtigüiagen : ' 11, 20 steheri die helden Variianlen iü' falsclier' Aufein- anderfolge. Hinter II, 15 is^ \öt nQiaßvtSQoi die Versziffer 1^ ausge- fallen. Hinter XIV, 18 ist diie Yerszitfer 19 zu sireiclien. IX^VI; 2.' fehlt hinter, «yoiirf der Trennungsstrich. ' %i\ ,'"2 isi ' Vijff yi?^ iü irivyiiv zu verwandeln. XVIII, 4 ist Cvyxoi'ütovrjaiJTe mit ßineni Gamma zu lösen. XXr, 8 hat der Cöd. richtig^aAoi^ nicht iJi^Aw. ' " ' * ;' ' I . .V ' , • . , . n *,"l « .V. f . . .. •. ; ' .. ! • . . I . ; .. X. ^"^l V^»\, . V ' .■•.!». .s»\ 'V , ' -. I ' ' , I .1 » ) »• ■ • ' f » « r' • » >o 1., 1 »-. ^ M .I.V. I • ■ ..>:-.. ..j w '. ,.. ' .. » . . i . i' ' l • •. ' ' Ml 1 1 . . . «'. . . •. I } • .• > « • • 1 . • ' I *. -■ f . 1 •. ' 1 . \ . • ■ . Digiti zedby Google TSRBESäEBNDE UND SRGAKZENDE BEMEBEüNCfEN zu Heft I. Seite 7t S. meij^^Qi^ Aufsatz ,^Uebei: 4ea Cod. Eeuchlins, seine Wiederaaiffindung und textgeschichtlicbe Wichtigkeit*' im.Sempeutai 18g2 Nr,.;?. , . .' ' S, p, $Iur der Led^rrücken des Cod. ist. restaurirt, die HqIz- deckel (mit eingepressten fantastischen Figuren) ^ deren vordere^ (Jen, Namen iReuchlJw's. tö^t, sind ctlt. .... S. 10. Das Titelbild hat die Beischrift Ep. Romanüs Hip- polyius^ es ist aber von griechisicher Hand und Tregellps erkennf darin richtiger den ap der Apokalypse schreit)enden h. Johannes. Ebend. Sylburg's Ausgabe des Andreas erschien Heidelberg 1596 (nicht 1696) und Peltanus' Uebers. des Andreas Ingolstadt 1584 (nicht 1574, wie auch Gramer in der Catena angibt); die Bibliotheken in Augsburg und üpsala besitzen Exemplare des letzteren. S, 11. „In Cod. Beuchl, fehlt vor 22, 16 die üebeijschrift deß Cap. 72". Richtiger: es fehlt die Capitelbezeicbnung, denn die In halts angabe Onoac ^fj (falsch für ^) exxXtidia xaf zaey av%n TTm TTQp^f^Aoiyyf«^ (falsch für TT^ocx.) j^y xv evdp^ov en^ ^fxyfiap XT^^ ist vorhanden, obwohl ohne überschriftliche Hervor- hebung. Es sind also faktisch 72 xeq>aXaia. Auchßirch, Variae U{CU ad iegpU ApoecUypseos p. IX u. XTTT redet von E[andschnften, ip. den^ der.Conam» des A^dr^aa nur 71 oder nur 70 Capp.. hat, ajber auch da ist es gewiss nur Irrung, erzeugt du^ch die ge^en ^Jade abi^ehmende Sorgfalt der Schreiber. S. \^\ Weit^ej;? Uptprsucl^ungen. über das Igeitaltex des Are- thas habcA miph (Iberzeugt,^ dasa dieser nicht Zeitgenosse d^s Digiti zedby Google 20 Verbesserangen und Ergftnsnngen Andreas gewesen isü, sondern fast fbnf Jahrhunderte später um 925 zur Zeit .des Ghalifats das Erzbisthum des cappadocischen Caesarea inne hatte, welches er mit v^; %a% «fie xmffaQeiaQ als seinen Amtsb^eich bezeichnet, s. darüber meine ausführliche Abhandlung in der Lutherischen Zeitschrift 1863 Heft !• S. IS. Dass der Cod. aus dem 12. Jahrh. stammt, ist von Tischendorf und auch von Trc^geilas bestätigt, vgl. dagegen Mat- thaei im Allgem. Liter. Anzeiger 1800 iNr. 180: „Sollte ihn (den Code^ ReuchUn's) ein ünparteiisdier Keiner in die Hände be- kommen, welches aber nicht zu vermuthen ist, so würde er aus Gründen behaupten und sagen: ^^Scriptus est See. XIV out JTF." S. 19. Die erste Ausgabe des ERASHUS hat den Druck- fehler lOANNOY. S. 21 zu t, 7. . Der Cod.. hat, was hier bemerkt sein s'ollte, nicht oi//€Ta^ wie ER., sondern oipovrai. .. . .ß. 26 zu H, 24 hinzuzufügen: xai Oiiivsq. /Dieses xai hat ER. gegen den Cod. eingesetzt. — III, l %a 7tvtvna%a. Cod. %a ejira 7ri>. , S. 28 zu III, 16: ovze xpvxQog' avte T^exrtög. Cod. ovze Zs(TTö(T 0VT€ xpvxQO(T. — IV, 2 — S: xai i xa&fifiePog ^v. Diese im Cod. fehlenden Worte hat ER. eingesetzt. S. 29 zu V, 5: „ohne xaihvcaiK Das xat ist zu streichen. — V, 6 xai eidov xai ^äov. Dieses xai^ idov hat ER: einjgesetzt. Die tA %a a7ie(TTaX[isva habe ich unterdess au6h in andern Andreas -Cödd. gefunden. S. 31 zu VI, il: yflieYänante 7tXijQ(a(Toytoß fernerhin aus- zumerzen" oder doch nur mit Are *** zu notiren. — Ebendas. „mit folg. €Ti xqovov fbixqov^^^ lies: mit vorausgehendem eri XQ» (A. — VI, 14 ist die Bemerkung zu streichen, der Artikel fehlt wirklich im Cod. — VI, 16 neaevs. Cod. incoitekt Trecfra«. -^ VII, 1 x^aTovv%eq. Cod. x^atowi mit derselben Abbreviatur wie eerircöT, also xqaTovpvag* — VH, 4 QfiS x^^^^^^^' Cod^^' Qfi3 x^Xiix^ccff. * . S. 32 zu VH, 11: jBTtecxay. Cod. otäT mit dem schrägen Abkürzungsstrich, wonaeh enecroy gelesen sein will, da die Ab- birev. von ap die Form eines übergeschriebenen er hat. — Vlll, 6 exopteg. Cod/o^exoyteo'. Die Weglassung des Artikels kommt auf Erasmus* Rechnung,' vgl. zu dessen Unsicherheit in Setzung des griech. Artikels Scrivener, Plain Introduction p. 295. Digiti zedby Google zum ersten Heft. 21 S. S4 zu IX, 15: xa& fifiegav. Diese Worte fehlen im Cod. und sind von ER. eingefügt. — IX, .20 za eidmXa. Hier ist der Art. dem text. receptus ohne Erasmus' SchuM abhandep gekommen. — ^X, 4 Xleyovcrav fjboi. Cod. ohne [loi X, '8 ayyelov. Cod. tov afyeXov. S. 35 zu XI, 2: Cod.Reuchl. hatfx/JaA« eli^ev. — XI, 9. „Hinter yXmctrcöv'' lies yloßtrcov. S. 36 zu XII, 15: lies 7tozafioq>OQ^oy. S. 38 zu XIII, 16: ^ erti rcov fiercoTtcop. Statt ij hat der Cod. mit übergeschr. xa&j welches dem o aubstitukt ]sv}vß. S. 39 zu XIV, 12: (ode V7t oiAOVfj, Cod. omJ« ^ vnofjbopij. Wieder Jiat ER. den Art. preisgegeben. S. 41 zu XVI, 14: Der Acut unterhalb des dem coi/ ent- sprechenden Rogens setzt ausser Zweifel, dass die LA des Cod. ia^kiftav ist. S. 42 zu XVlI, 4 accentuire: aHa&aqzriroq. S. 44 Z. 5 ist xa^und Z. % et z;u streichen'. — XVIlI, 3 lies olvov mit Lenis.' — XVIII, 9 accentuire: xaqnov. S- 45 zu XIXj^9: a)^^/l.Jl^a»ffred'a. Cod. abbrevirt,- aber yollkomineli deutlich ayctU^fOfiev. ^ , ; , S. 48 zu XXI, 2 genauer: ER. hat. nach der Vulg. eyco waj^$ eingeftigt und eidoy nach egp lounnes vidi umgestellt. , S. 49 zu XXI, 11 : tfi^ do^av tov &eov. ^ So der Cod. und am Rande mit Rothjschrift Tijy g)(ATil^ov(Tap avTfjp, — Ebend. xQvtrtaXX^l^om. Cod. xQVfftaXiCoyrij wogegen 4, 6 xqv- axaXXf»* S. 61 zuXXi,.'29' „die LA xoiv(ov% lies xojLvovif. — Ebend. Z. 6 V. u. lies: Mt. 2.6, 74. , . . . S* 52 zu XXTT, 8 lies o%f. (statt are). S. 53 zu XXn, 15: xat naqpoi. So ohne older Cod. S».56 Z 5. For 1 cUso iestify übers, keine engl. Uebers^ sondern die Revised Version der American BibJe Union (.1854). S. 64, (Paginaziffer faLsch 46) füge als LA der Aldin?i hinzu: 21 y 25 oyx€z$ effzai (f;re^). Digiti zedby Google DIE VOif teRASMUS ERFUNDENEM LESARTEN UND fflRB VORGEBLICHE RANDSCHRltTLlGHE BEZEUGUNG. *§. 1. Cod. Lambecii I (Hm. Apoc. 33) imd Cod. La^b^cii XXXIV • (IßsL Apoc. 34) als yorgeblidie Zeugen ifär erasqdsobJB Lesartei.' Unter die Handschrifteil, weleb6' älB Zeugen för erasmi- sche LA citirt werden, gehört die das ganze A; und N. T. enthaltende Pergam^ilhandschrift in Fol. (^Cod. Lambecii /), aus welcher Professor Alt^ in Wien 1786— '87 * das N. T. mit Varianten anderer Handschriften der Kais; Bibliothek heraus- gegeben hat. Dieser Alter*sche Text enthält wie anderwärts so auch in der Apokalypse nicht wenig LA,' w^che, wie der God, Reuchlin's gezeigt hat, nur durch Erasmus' Wiüktir zu Sestandtheilen des textne rec. geworden sind. In HeftI sprach ich den Verdacht aus, dass Alter in diesen Fällen den Te^t des Cod. Lambecii 1 nicht treu wiedergegeben habe. Unterdess bin ich durch huldvolle Vermittelürig de)5 kgl. bäyierischen Staatsministeriums des Innern und durch auss^ordeiitliche * Vergünstigung der kaiserlichen Bibliötheks-Verwdtun^ in den Stand gesetzt worden, die Haupthandschrift Alterns zu colla- tioniren, und mein Verdacht hat Isich düfbhWe^ alä \^ohlbe- gründet bestätigt Ich stelle einige der wichtigsten Beispiele hier zusammen. Auf die von Alter aufgenommenen erasmi- schen LA lasse ich unter 33, der^ üblichen Ziffer des Cod. unter den Minuskeln der Apokalypse , die wirkliche LA des tetztereb folgen. Digiti zedby Google ViitgtUibhe iMiidstlmftlioh« BMvegtukig BMääMOiv* LbtotenC 23 n, 17 ovie^ ^.yv^^^^Mo^Sii^ etdey (sie). n, 24 xäi on$peg, 33 onipeg absque xa«. • lEii'! Ot$ T0 «iro/Mt «jrbf^i 39'W| ^p^»a& *X^^ • VmV6ixcw«5, 33 oi «^oyi«5» m :i Vni, ll^aai9«ai^^(dfi^Aj/^.d37rMjikarcMfPci«k^ ■iX^ 10 iMT^ M^KT^.f Vi 33 im»' löeüt^^ (absqüa! f»«); 'r; •> ' V EK^16 xtei^a^otiäft^. B3 ;iri»ovo\o&^ absque .i9tti^ m :> :.: > '>!.» • • >X,-4'ttv$''9)itt^trl; ^ftiin9ii»i ' 38 >o€U habet;'..'. - *» >» ^•' '■ "' ' X^^ 8ui'X^i^k JccyftlBv^ 88 ir* x^(iBüfiiyfeiav*> : » ) 29) 9 ß^U^inaiii^ 33.(ät)airi '3») ßi^omv. ' XIV , 9 Mt» 'ci^7«io9- a|?f « r^»»K* ^ > ' XVn^ 4 l^m crie«i^«i;i^^x:o^i'33^. titt\«sra^£fiar^; - /. vXVII, d^^K9v 4^ *(l«5i' 83 Ml *?e^vö ^iteff. ) • f«» XVH^ 13 d:idd(aitPoi;: i .' •' ^ XVQ/ 16 einri' kir ^^iom^ 33. lecLin^ ^N;^ovü > ^ \.\\„ ■ ' • ■' XVinv6 9x#Xoi;A^'tfttJ^^^38'€«(»X;^^(j&V. . -.::, 'u;';.n XX, 5 €rv«(if(rttv toi^ 33 nt)n babetk * < . > ; :;'- .- ^- • • •'.' '•; ■ /••.;•*.•• ■; ' ■ '/ '■■ >. <; . . .. •; • ' . Idh habe ab'sichtiich nut Beispiele ' solcher <: LA geMröfalt, welche voii allev «Üanidsohiäflliöbto B^ztogiüiiig uhd aia^l audh von. 33 verksseoe' reine Schöpfimgenv des £Rrsitid^)imt Aua- sehhiis' solcher 9' die sidi rer^inBeltiue uüd. day ^bec nicht in 83' findem Dieise) Handschrift ist in zivei Coliunben^geftclffieböii. iadäd Apokalypse «sind die äusseren €öluihhen voh dreiBlät^ tero abgeMimtton (XIII) 5 lilspoV -^ :XIY, 8 ^fU)u. itM^l; Xy^ 7««^ji«oti«-- XVII, 2 /»eö? fl$.incL; XVIII, 10 «5*^ -^ XIX)"15> avvov4 -ev mcl.)v und ftusserdeea ^Mdt :dast-. letzte BlttM;^ indem desOod. XX, X nki« Jlix9^aWa» abbticht Deis E^h^ I^nde hat Alter aus Oad^Limbecil d4 (Min^ Apot^, 34) i^gänat. Diese Handschrift habe zwar ich nicht verglichen, aber LA wie 16, l'nai f(k6i)fhi ttXX\!>i) ix röv »v&iä^t^^iov, 22, 18 €^0» €&fi& und SS*; IT '^te/ii^^/rdi'¥i^W> (füfa^arco)^ sind auch iäeit. öhAi Zweifel gegen den' Text aci%en!6A]:inie(ii6 {itaathiana. Digiti zedby Google 24 VorgtbUbhA^haadtclu^MidvBBflieiigtiiig eiMäilsefaer LeiMie»; §. 2. Die Baseler Handflolififtm als 'Ztfnges geg«n ^enbinische ^ ^ ' Lesarten. - Die LA na9€i9fad-efkmiliüy Mi. 2&,^ 74 findet eil^h IM keiner der beiden JBaseleY dodd^^ > deren ^H^ (JCn. Ewi l) Acten Epp., Ew., der «ndere.(Min; EYy^'2)jiuP)dißiEtn /enthält: beide hal)ena0mad6/i»iKirfi;eiv.. iOie LA uma^^^^x^^ 1 P» 3, 20 bat keiper. der ^d Beaetet CQd4. , welehe> ^e eathol. Briefe enthalten: zwei haben a;r^e^«x^o>.6inef.(darvAiterKach'8che Cöd.) analS ed€%e%o. Diu:ch Henm D. BÖU in Basel /der die Codd. zu diesem 2^veeke> für mich eing^ehen hat, besitze ich auch eine. Absjshrifli uml ein ^Facsimile des. in Mn/:EYY. d (nach jetziger Bibliothek -»Ghifire: A.tN«>III, \X) eiiigeschrie- benen Fragfnents. Apok. 111^.3* (von nm^ «a) ^ IV; 8 (bis eao^sv sie),' welches alä Hr. 15 UDter. depi Minuskeln der Apokalypse eiafgeführt wird. Eine Beischrift am Rande be- zeichnet es. r als ßübfßafop in^ßi^fia asr^eifjemov ^olpyov. Offenbar ist es eine ^eckisehe Qai^d^. welchexdi^ses Stück eilfertig hingeschriebe^a^ ägenthümi^ehiist.ill^, daäs si^ das «9 ganz yerscbmälit und durchweg o schreibt (^fang noiay OQay if^o). Mein nächstes Interesse an diesem EragMent' be- stand in der ^age, ob Vielleicht' Erasmüs ^der seine Mit- arbeiter irgend ^elc^hen Gebrauch davon gemacht h^ben. Das .firgebniss war ein negatives. Aus. diesen E^ragment hättb ER« den Urtext der in Cod. Reuchl. fehlenden Worte 3, 5 de Uhro idtae et confifebor rionien i^us entndhmqtii können; ' in deren Graecisirnng er. nicht sehr glüdklioh gewesen ist -Er hat es aber nidit benützt; obsehon es ihm in zweifelhaften Fällen, wo er nach der Vulg. ändern zu müssem^laubte, gute Dienste leisten konnte. In dem Einen FaUe-, wo es nÄeh.der mir vorliegenden Absehrift eine eras^sche LA begünstigt ^ .nämlich 3, 7 xi«i xXsiet^ xai 0viBH ibvi;'«^,. ist das Zusammehtreffeü zufällig^; die LA ist eine nahetiegeiide Correatur,' die ausser vielleicht in 38 sonst nirgends vorkommt. . * / i '' •• . • - . • • . * . ■' ' : ■. $.3. Das, Supplement des Codex Vatfcaniis a^s vorge^blicker ^ . . Zenge lür. enuEwselte Leparto . ^.... Tiscbendorf fifthrt als Zeugen fiir die erasmische LA «j^ %mq flfieqa^ egmig 2, 13 die zweite Hand in 91, d. h. dem Digiti zedby Google Vorgebliche hand^cluriftliche Bezeugang etfaBtoiecber Iiesarton. 25 Siipplemenfe des berühmten. Cod. Vai. 1209 t^Qy der bekimntr Höh init Hebr. 9^ 14 abbricht Aber Herr D. Bronn ^ Seeretl^ deB InstHuto di Cgtrispohdenza drcheologica^ aehreibimir: ^^Da« Supplement .des God. Vat 1209 hat gar keine zweite Hand innd Apok. H, 13 ist bei ev taig 9f*e^f& €k aig gar nicht e^kw^ übei3g6aehrieben.^^ Se&nOch ciikt Tisebendorf 91 ^* auch für die von ER. geschaffene LA 7tQ009Ci}^v(n 4, 10« Offeiatbar wattet hier ein* Irrthum ob, s. darüber die Notes on Codex ReuehUni Von Tregelles. '^ . Dacr^ Supplement zu B ist frei von aller Einwirkung des ^asönaehen Textes. Der van SiU aus dem Lat gräcisirte Schluss lautet dort nach der durch Herrn D. Brunn für mich genommenen Abschrift: i aatfiQ 6 \ XafATtqog, o rtQwiyog' xaixQ XOV xa$ dvxpwy eqxead-ta. b \ d-aloav, Xaßeriä vd(OQ tanig dcn- Qsap. I MaQTVQ(o eyca nauzl axovovti xovg \ Xoyovg xt^g nqo^fi" 4iiiag vüff ßißMov vowav, \jeay tig em^ &€ atma, eni^tre' .%€tt BJt I ecvtop^ .0 d-g tag &rva. Twltiyag %iig y^Hf^V' {iii^M^g €y fmmßißJUm TQVtoa: nm eav \ %ig atp^i/q ano tmp ijoyd^v .rot; ß^- ßl$öv I Tijg itqßfpv[veuxg %av%ing. c^^sli^ Q 9'g \ ro t'^J^Qg av%ov^ unö %9V Svkav tifg'iwfig || nai ^K.tr^g nolAtag t^g ay'iceg^ %ü»v 'ys\YQaf$iA€ymy et^'zm ßißla$ vovfm' i^^_\_o iAaQvvQ40y,tc(vra^ .pcu €^aikai zaxv. \ jimv vai ef^xov ne iV q X^Q^^ ^^^ ^ \^P XV, fkeva naviutp %mv ayttop* (xfMiv: t .' '§.4. Der Codex Leioestrensis als vorgebÜGber Zeuge fsr eras- ' ' mische Lesarten. ' ^ Auf Grund der CoUation lUP's hatte sich in Qete eff diesem Godex die Meinung gebildet, dass er laitiniAiri^, und im Sin* blick auf Apok. XI, 9, wo er nach Mill to mf^fia av%mv k^& -o^ e» tmy. ed^ptov .fjfAeQog bieten soll) neigte ich mich der •yermuthung zu, dass er unter Einwirkung des aus ,dem Cod^ Jäeucblin's geöossenen erasmischen * Textes .geschrieben, sei. Id dieser Vermuthung ward ich nicht wenig durch Milfs An- ,gabe beirtärkt, däss er Apök. XI, 10 evq^qapovvrai. lese, eine LA, welche eine reine Erfindung des ER., ist, denn alle übrigen HandsefaHften bieten entweder ' ewfiqmyovtm oder ev der onit dem' God: Montfi!»rtiAnti's gespielt wbrdeoa ist, dessen Teit den^ LeipestroBsis, wenigstsias .thc&äi^eise , aur Grundlage zu haben scheint. Dieser enthält erasmisdhe Mar- ginallesarten , so wie in Cod. Butler 2 des British Miisecim ib bei Scrivener) die erasmische LA Xni^ 10 «ifnc «eij^ailai- Way ifififayeh €iim%iml(Amap t^rtv^^^Ton 2 weiter Hand hineiift- torrigirt ist- ' ' ^ * . , -: Sv 5. Der Text dte ArethaÄ ate ^ötgebHelieir Zeage f6it öfM- niische Lesarten. ' " In der Reihe dei' kritischen Äutoritftten eredlQinen inTt- isebendoriT'is Apparat ztir Apokalyplse durchweg Jrß^ und ceu. Mit e(X^ ist die ron Cramer in Oxford « herausgegäbane €ate 1840) geoieiqtv aber diese i8[t ans derKdhe der Zeugen zu streiehen, denn ihr appkaL Text ist aus keiner Handschrift, «r .ist nur' ein tAbdrupk;. des Ab- drucks des- ersten Arethas -Druckes. Gramer jiat den apokal. Text nicht einmal aus der ed, pHneeps des Areliias, soa(i(}ern aus deren Abdruck von Morellus (Paris 1630) entnommen; nur an uagief&hr ;aebn Stellen hM et d^ Morellisdien Tecst zu verbessern gesucht, . ajber übrigens gibt er ihn sklavisch wieder. So accentuirt z. B. Mor. I, 11 AaodUslav und Cr. ivählt voh' diesen zwei Aocenteti 'nicht gltiekUch'ded letzteren und schreibt MtadiH^taP\ in XVli^ i gibt er em tmp iidorwl^ YtölX^r ^tsü ttäp noiXmv^ weil bei Mor.. die»es Zweite t«^ Vom Setzer übersehen worden istv in XVHI, ö» B^n^evm 4 Ö^og , weil bei Mor. sich dieser Druckfehler Jar ^u^q/ii0ye90«^ •findet u. IS. w. Gradier hat 'die Scbolien des Aretiiasy ^ie sib HoreÜus abgi^ruekt hat, ans €od. Baroco. 3 verdieneüieh eo*- g&tizt, den apokal' Text aber gibt, er nicht aus dem Cod., sbüdem wo er von MorelluB abweicht, thut er esr ohne allb B^üfidung. Diese cai^ aiso ist («nsgenidie hbi^ugcftonunentei SdliOlien) fortan aus •denl kritlsi^hea Apparat .xuent^dtteii« • Digiti zedby Google Törg^bliche bandöchriftiiehe Beaeugttög öpaaml^cher Lejftxt^fi, 2T Bei Text de& Aj?e«has Akgegeix irt ^von kritisdiiBr^ Bd- ^öülaög. In Öarstellung desselben ist aber nicht der MoreUl- sehet! Ausgabe au folgen, iondem auf die Veroaedelr M* pr*f»* cep^ ^m 1532 ÄWüct:ztig6heil , weldhe Tlsch^ndorf imziigäög- lich gewesön au sein scheint. Zwar bat Morellus (wad schea !Riöh; SiMön rügt) den Vleroneser Arethas uäd des^ea üeber- seteungvonHenteniüs kurzweg^in die Drutikerei gegebwa, aber doch enthält sein so handwerksmassiger Abdi-uck mcht wenig ünzuffiUige niid zufällige Abweichungen, so dass Are'tet tnoHt ohne Vorsieht nadi seiner Ausgabe cith4 ^werden kann, z. B* m, 7, wo Mor.:(und Crann) die Veroneser LA des Areaiäs verstümmelt hat; VII, 8, wo .Ver. ü^&r^ffBfav, Mor. (Cittm*) (y^^aritrudficv., SU; 11^ wo Ver. xe^^mt», Mor, (Cr.) n^^am ^o\ Xni, 16, wo Ver. dwtrwtr^py Mor. (Cr.). JuK/wiriif} XlVv, 18, wo Mor. die in Ver. fehlend^i Worte Ava\nvan(wnp9m sagt er in der Vorrede, natraf^ %^ t^$ee^%v fw^^affkcdkutp 7t€CP t^p hp dtvt6d7pi;m(TiicfTö^p, -eitivU a'eqm^i ttv, «Mc«#a^g«w ctii^ißdü^J Hietiaoh lässt sich, ^umal bei dem' reih praktischen Zwecke der Herausgabe) voraussetzen, dass Laskaris sieh mandhe mit kritischer Treue nach unserem^ BegriÖe nnvereiov bare EingrüBfe in den Text der Handschrift erlaubt hat. I»e Eaii. Bibliothek in Paris besifat einen früher medieeisctien Codex deö Oecmnenius zu Act. u^ Epp, und des Arethas aut Apoc*i welchen Peter Meriel aus Constanti nach sriner eigenen iAs); XI, 9 TQ€i€^^nt fifMöu im Cod. SyrleU and Jf attbaei's o[; Digiti zedby Google Vorgebliche hahdsehrifyiche fieswugung eitasmischer Lesacften. 29 obagem durch viele Beispiele, weldie diese» Zufall ausecWiee* sen, bekräffigten ürtheil. §. 6. Der Codex Palatinus als S6li;einbarer Zrage fOr erasmi- ^ scbe Lesarten. . Unter die ausgezeichrietsten kritischen LeistungeiL älterer Zeit gehört Friedr. Sjlburg'^ Ausgabe des Andreas zur ApOt kalypse, Heidelberg bei Gommelinus iö96. 6oI. Seine vQued-' lenhandschrift war ein Cad. Pälatinils , neben welchan .ihm ein Cod. Auguistanus- und die. von-Dav. Hö^chel gereii^hten ^a* rianten eines Cod* Bavaricus TOilmgeaa. Dem Öod. Aüg^ gibt er ein Alter von tinge&hr 400, dem Palat. von nur: IjOO JahreA, so dass ihm also jaier'um 1190, dieser i\m^l490 geaoh!riebien ersbheint*). ; . . Wo sich jener Cod, Palat. jetzt befinde, bin ich durch die Güte der Herren Prof. Fessler und D. Brunn in. Rom zu, h^ antwor,ten im. Stande. Es ist Cod. Palat 346 des Yatican, nach dem Catabg eine aus 86 Blatt»») in Fol. bestehende Papier- handschrift aus dem lö.Jahrh. (eben nach jener Schätzuqg Sylburg's). Der Titel, derjselben apdqe^v JXQxieTtmxSn^v idqtg'^ caQCiag xaTtTtadomag xtL ist genau der von Sylbürg geg^beHÖ und die Identität wird dadurch ausser all^ Zweifel geaetsst^ dass sie Apok, XX, 15 die Formen evQe&^ und qt^/JAqAi} bie- tet, welche Sylb. nur mit Jota siibscr. versehen hat. Man kann schon aus diesem Beispierersehen, wie treu Sylb. sich an seirie Handschrift gehalten hat Deiliioch iat er in Darstellung des apok. Textes zuweilen von ihr abgewichen, wie IV j 11 'xvqie (p xv^og); V, 6 €(rq>aY'fi>€POP (p e^pqfffiO^ fkepoif)'^ IX, 18 tmexTupxhj (p -lycray)^ X, 7 «/^y/^A^imca (p evfi^yeXKTs) , und einmal so , dass er die LA seiner Quelle mit einer von ER. erfundenen vertauscht: I, 5 ano tov & (»v XIV, 16 TOV Sq^navov in Scriveners d\ XX, 5 ot dB Xoinoi in 35; XXI, 10 Triv fjieyaXfjv triv ayiav in Cod. Palatinus (AndP). Sie sind sehr vereinzelt und, insoweit sie auf Zeugnissen e sileniio be- ruhen , werthlos. *) Danach sind Lücke, Eihl. S. 469 und Tischendorf, Prolegg. p. CCLXIV vx beriehügen. Digiti zedby Google 80 Vorgebliche handachfiftliehfi Beifeugtzag ezaaimsaliQir Lesartcik {p cffso i (Apy* Aber er sagt das überall in den ABmerkün-» gen, und wir haben hier einen eirigeötoAdenen Beteg für das, was sonst in Druckausgaben der Kirchenväter stillschweigend gQsdi^e^, nämlich Veränderung de& handsfibiif^lich , voi^ge* ftindenen Textes nach dem. text. rec. Gelegentlich bemerken wir, dass Sylb. in anderer Weise wider Wülea die neutestamentliehe Kritik mannigfach beirrt hat^ Quae in Palatinum ex An'gustana a ngibis sunt inserta^ sagt er, et quae ah e&äem Augmtano absuht, ea f ] a nobis inekwa sunt. Die zwiefache' Bedcptung dieser Klammem, welche sieb erst duYCh die Noten näher bestimmt.», hai manch^Iei Jjxmi* geu in Tischendorfd Apparat herbeigeführt, z. B. in, 17, wo T. bemerkt: Anätt om x..ieX*, während Aug. xm €Xse$i/og (sie) hat,' Pal. aber diese Worte wegläfist; XTTTy 4, wo T. bem.: Anda om x. ngotrex. r. d^ijQ*, während yielmehr Pal^ nicht Aug. diese Worte wegiässt; XUS, 1, wo T. bem. Anda em%4 d-e. ^.^ während Aug; xto ttaSto. fjft&tpi hat, BaL abeir das alles (ind. x«) wegiässt; XXI, 8, wo T. bem.:.: prae^ miBSQ And»^ während vielmehr Pal. o dsvzegag Siopcaag bietet, Aug. aber a. wegiässt; XXI, II,- wo T. bem-: Andti eir^pmem stf § ^ yvufi i^w aqytov xrX.j während (was Sylb; hier bemerklich^ zu machen rergesseä bat) < nur Pal. meht Aug« diese Worte* des Gbmm^ wie Textworte der Apok. < hinstellt} XXII, Ji, . wo Ti j^em,: . ö add eva c. ^M4, währ|^d eva in Aug. fehlt >UDd dagegen. in PaL sidi findet.. Nachdesfi ieh den Cod. Aug. im Somiher 1861 und zum zweiten Mal im Winter 1861/62 collationirt habe , ist mir ein umfängliches Verzeich- niss solcher Verwechselungen erwachsen; überhaupt sind die Angaben And^^ An4v^ Anäonm einer durchgreifeaden Revision und, da dr^ der. vier Andres -Coudd. niot^t als Ani^o^tn gelteii können, vielfacher Erweiterung bedüi^. Digiti zedby Google VI DER (JOi)EX AWStANÜS/ .Dieser €odex, früher Be^tafidtiMil der Stadtbibliotb^ voil Augsburg uod eld solcher auf der Intieii^eite d^s Lederdec^ls^, welcher mil den Figuren de«: FlDEff, CAJBITAS,. BPBÖy POH* TITUDO v^ri^iert ist und die Jahnsohl 156^ Hebst dem ineki^ Änäei»geschlungenen Anagramm CH aufweist, mit dem Emblem des Fiobtenzapfißns versehen, ist jetzt Nr^ 544 der Mdnchner griech; Codd. und wird als solcher in it. Y des Hardtfsefaäh CaUüogUs dieser Codices Graeci d^r Kgl. Hof^^pd Staatebiblio^ tfaek beschrieben. Er enthält An^treas' {Jomm. eur Apokalypse PeltatüQs benutzte ihn bei seiner la|. Uebersetzongt, Sylburg bei eeiner Hemusgabe des griecti. Textest dieses Commentarsf. David Hösdbel verglich ihn mit dem Cod. EUivaricus ond^tnig in «ttosen die Variant€$n ein, welche er Sylburg dann ab^ schriftlich mitfeeilte. Bengel zuerst zo^ ihn für Tex&ritik der Apokalypse zu ^Rathe und bezeichnete ihn zum Unterschiede von andern ihm* vorgelegenen Augsburger Godd. Bis Aug. 7 odep auch aum Unter^cläiede vom Cod. Palatiniss (An^r. 2) vXB'Andr^lJ Matäiaei gab eine lat; Beschreibung davon im Allgem, Litter» Anzeiger IdOO Nr. 180.' Scholz sagt von sich^. loca selecia coniuli und reihte ihn den Minuskeln der Apoka« lypse als Nr. 88 ein;. Die Handschrift ist in 4. auf Balanl^woDenpapier geschrien ben>; Teider fehlt ihr das erste Blatt, es ist aus dem Godeoc Byrleti, über welchen weiterhin die Rede Beim wird, ergiüiist Bengel sagt, sie enthalte kein certum aeiatU suae indicbim» Aber «uf S; 838 findet sieh naiUen tmt^r räthQelhdkep^ Cb^ Digiti zedby Google 32 I^er Codex Angastanus. kritzel eine Inschrift in verschlungenen Zügen, welche deut- lich die Worte fjiKdy av&evrov xai ßafnXetag (layövfjX auf- zeigt, wonach sie der Bibliothek Manuel des Paläologen (t 1424) angehört iau haben scheint und Scholz' Angabe, dass sie sec. XIV geschrieben sei, richtiger als die frühere Sylburg's sein . dürfte. Auf derselben letzten Seite der Handschrift findet sich ein Klostername iiovvi JinETO{l^^Kl^AKA , mit dem ich nur etwa das Monasterium S. Mariae de Pesaca bei Mont- faucon , Palaeogr. p. 113 zu co|nbinireu weiss. Auf S. 159 fin- det sich in sonderbarster hochgestelzier Schrift ein Doppel- name, der vielleicht Avdqovixoq AydQafiedtog zu lesen ist, aber sicher bin ich in Betreff tles letzteren Namens nur des A und diog. Ausser diesen drei räthselhaften Anzeichen ihrer iGeschkbte enthält die . Handischrift noch ein viertes. iQuer übeiT dea Rand von S< 4J^ liest man: f tag f^cre^^agag ed($(Pe tdß^ßUot^ tovko %f^%$9t&, eig totpjcikinä^ xal el%iq %o ^(neQBiOij$C(iipfüg nßqi t^^ &tC(tg TQiüdog' xai t6 f^mp^m &pa94(ui%t..: -r- Aus einer, gleichen Inschrift in CoA Grj. MoQ. 501^ ]6t,ei?sichtliQh, ;das&. dieser Jo. Marmaras^t ^benr diesem: Cod. 508 noöh. zehn audert^ avifiaipovffa nQoq xvqiop (« nqoq xp di^Xovffa) xaxaßo^tnp (äffte yepeffd-ai ffVPteXeiap. Ein recht instructiver Beleg aber dafür, dass die wahre andreanische Textgestalt der Apokalypse noch jenseit r und a liegt, ist XXI, 13. Dort hat «, nachdem die vier Himmels- gegenden genannt sind, noch den glossematischen nachhin- *) Von hier an gebrauche ich a = Cod. Aug.; 6= Cod. Bav.; .c = Cod. Coislin..; o = Cod. SS. Synodi 67 bei Matthaei; f> = Cod. Palat. ; r = Cod. ReuchlinfiT^f = Cod. Syrleti. 3 Digiti zedby Google 34 Der Codex Aag^stanus. kenden Satz xai ano ^(nfft^ßQuxg nvlrnveg vQcig. In s ist er klüglich weggelassen. Aus r, welcher mit der LA iiecrmßqiaq statt votov allein steht, sieht man wie er entstanden ist. In dem Prototyp von a war ano fAeaijiißQtag eine beigeschriebene Glosse, welche der Abschreiber für eine ergänzte Weglas- sung hielt und woraus er gedank*fenlos , als ob es fünf Hirn- melsgegenden gebe, ein fünftes Satzglied formirte. In r hat (iea>^f^ßQiag das ursprünglidie yoTov verdrängt, die Glosse ist zur LA geworden. Digiti zedby Google vn. DER CODEX STRLETI UND COD. VATICANTJS 656. Im Cod. Aug. bilden Text und Comm. ein Continuum, in diesem Cod.. Syrleti umgibt der Comm. des Andreas den apok. Text in Marginalform. Er ist unter den Handschriften der Kgl. Münchener Hof- und Staatsbibliothek Cod. Gr. 248, unter den Minuskeln der Apok. Nr. 79. Unter den drei Codd., welche Peltanus bei seiner Uebersetzung benutzte, ist es Cod. Ducalis alter. Die Angabe von Scholz: coli a Fr. Sylburg be- ruht auf einer Verwechselung mit dem Augustanus. Dagegen ist desselben Angabe: descr. aMatihaeio vielleicht richtig-, denn im J. 1813 wurde dieser Cod., wie Hardt bemerkt, Matthaei zugeschickt. Ob und wo er ihn aber beschrieben, weiss ich nicht zu sagen. Dieser Cod. kam in die damals im Entstehen begriffene herzoglich bayerische Bibliothek als ein Geschenk Giuglielmo Sirleto's, welcher Bibliothecar des Vatican war und 1565 Cardinal, 1572 (f 1585) Cardinal -Bibliothecar oder Protector des Yatioan wurde*). Ein Inschriftblatt des Cod. sagt, dass Syrletus diese Explanaüones Andreae Arehiepiscopi Caesareensis in Apoc. habe abschreiben lassen ex exemplari pervetusto Va- Hcänae Bihlioihecae. Dieses Original ist der auf BaumwoUen- papier geschriebene Cod. Gr. Vatic. 656 (sec. XHI nach dem CataL). Hier finden sich wie in Cod. Syrleti die LA I, 1 d*' ayyeXov (ohne tov) ; I, 2 vov Xoyov ohne tov d'eov^ I, 5 Xv- *) 8. Serapeom 1846 Nr. 68 u. 72 und über Sirleto's eigne Bibliothek Andr. Schott, Bispanäae Bihüoiheca (1608) p. 82. 3^ Digiti zedby Google 30 I)er Codex Syrlcü und Codex Vaticanas, GapTi\ I, 6 ßatrdeig xai leqeig] I, 11 eig dvat€iQa\ I, 13 [laZoigj obwohl I, 20 extr. nicht ertra exxkrjfnai ohne €i(T$p, sondern mit €i(ri9/*). Diese Collation verdanke ich Herrn Prof. Fessler in Rom. Und Herr Dr. Brunn hat mir Aufschrift, Anfang und Schluas des Cod. Vat. 656 copirt; die Identität des Textes mit Cod. Syrleti wird dadurch ausser allen Zweifel gestellt. In beiden Codd. lautet die (sonst sehr variirende) Aufschrift: Tov ev ayioig narqog fjfKop avdqeov aqxieniaxonov xaiQayidog\ VII, 15 xaraaxfiyiaffei^ XI, 1 xai (ptdvri Xeyovaa.^ XI, 4 e7it> tfig yiys'; XI, 8 add eaaei .. aTa(pa\ XI, 13 e^Mpaßoi y€vofi€Poi edfaxav\ XHI, 13 post iva add ev nXayfi\ XIV, 6 ante evay^ y€Xi(ra(Td-air add eQXOfieyop] XVI, 9 xavfiaTi (leyali»] XVI, 13 post ßarqaxoi add exwoq€vd'€v%a\ XVIU, 4 iva'ikri ßlaß^te\ *) Der Abschreiber hat das eiaiv versehentlich oder willkürlich weg- gelassen; es findet sich in Barocc. 48 (Min. Apoc. 28, S cri veners it), der, wie ich ermittelt za haben glaube, aus eben jenem Cod. Vat, 656 abgeschrieben ist. ♦♦) Palaeogr. p. 101 vgl. 91. Digiti zedby Google Der Codex Syrleti und Codex Vaticanus, 37 XVIII, 10 (Ttfixoyreg] XVIII, 18 s. gleiche Weglassüng per ho- moeotel; XVIII, 22 s. ähnliche Weglassung, aber mit Ergänzung Eines Gliedes, welches a nicht hat; XX , 8 xav tov yrny xai fiayioy^ XXI, 17 T€(T(TaQaxoyva Teaaaqüav mit unterhalb ver- bindendem Halbkreis (vy^iv) u. s. w. In VI, 13 hat a ßaXXei mit übergeschriebenem anoy s ctnoßaXkei^ in XVII, 11 setzt a nach Qvx etmy hinzu ovä" oXcog^ s lässt es weg; in XXI, 19 hat er das in a bei o devteQog tibergeschr. Xid^og'^ in XXI, 18 verwandelt er a xqv<^^op xad^a^op ofioiop v€X(a (tibergeschr. a) xad^aqtä conjecturell in ^f^t/cr«« xad^ecQca o(ioia y vaXoa xa&, üeberhaupt zeigt sich neben sklavischer Abhängigkeit auch (bes. im letzten Drittel der Äpok.) eine gewisse Freiheit, z. B. III, 5 a nach dem Comm. ßißXov twp X^^vxmvy s ß. Trjg £«fly$; VI, 10, wo adetmoTfig ^/üm»i/ . . xai ovx exäixeig, s aber weder fi(i(op noch ovx hat; XIII, 3. 8 a eo^qccy., s «erya/.; XIX>, 1 a (wie r) xto t« &€<» ijficopy s rov d-eov ly/ur.; XIX, 5 a aiveixe %ov &€oy, s aiv. t(o &€(o\ ebend. a xai ot (iixqot xat Ol peycckoiy s ohne correlatives doppeltes xai] XIX, 8 a xa- &aQOP xai laptnqov y s ohne xai\ XIX, 10, wo a TipeVfia Tijg aXfiO^eiccg im Text, Ttp. vrig TTQo^fjzeiag am Räude hat und s sich richtig für letzteres entschieden 3 XX, S a ra ed^vqy s narca ra edvfj; XXI, 13, wo s die schon besprochene Glosse xai ccmo (letTrjfiß^iag xrA. weglässt; XXI, 23 ^ Xvx^og avrov, s richtig avTfig. Aber überall ist dör Text von a die Grund- lage, von welcher s ausgeht. Auch XXII, 6, wo ^ aXtid-iPoi xai TtitXTOi tag ex Tfjg aXfi&eiag nqofpiqoihevov hat, ist diese Ineinanderwirrung von Worten des Johannes und Andreas durch den so fortlaufend wie in a geschriebenen Text beider veranlasst. Einen selbständigen Werth hat s nicht, wohl aber als Abschrifli des in Zwillingsverhältniss zu a stehenden Cod. Vat. 656. Digiti zedby Google vm, DER CODEX BAVABICÜS. Dieser Codex, dessen Andreas -Text bei Tischendorf nach der durch Höschel an Sylburg mitgetheilten CoIIation als And^ erscheint^ ist ein ursprünglicher Bestandtheil der ElectoraUs BibHoiheca Sereniss. utriusq. Bavariae Ducum und jetzt Cod. Mbnac. Graee. 23, auf Linnenpapier in Gross -Folio auf 415 Blättern geschrieben, ein Sammelband von patristischen Schrif- ten von zwei verschiedenen Händen. Die ibinder sdiöae und sorgfältige Hand beginnt f. 287 a mit einer Schrift Gregors, von Nyssa. Die erste Hand ist nach der Unterschrift »of^v^hw Tov pawrXiefog xmv (lovqjjkovQetop eyevifjiu (in Venedig) 1542. Dieser Komelios Nawphews aus der Familie Murmuris kommt auch bei Montfaucon, Palaeogr. p. 90. 97 als Schreiber mehrerer Codd. vor. Der zweite Theil von der anderen Hand mit dem Andreas hat keine solche Unterschrift. Ich vermuthe, dass Widmanstadt diesen unsem Cod. von awei Griechen nach Yenediger Codd."*") hat abschreiben lassen und dass er dann in die ba^er. Hofbibliothek überging. Es ist Cod, PeUani Du- calis primus; Peltan gab ihn nach einer eingeschriebenen Be- merkung am 11. Jan. 1554 zurück. Scholz hat ihn als Nr. 81 den Minuskeln der Apokalypse eingereiht, indem er ii^rig be- merkt, die überall dem Andreas beigeschriebenen Varianten seien von Peltanus. Sie sind von Höschel, welcher zu dieser Vergleidiung von b und a durch Sylburg veranlasst war. Leider hat er die Varianten nicht nur beigeschrieben, sondern theilweise auch die ursprüngliche LA hinwegcorrigirt. Und *) Die Marciana besitzt nach Graeca D, Marci Bibl. (1740) p. 258 s. 292 8. zwei Codd. mit dem Comm. des Andreas. Digiti zedby Google Der Codex BavaricnB. 39 die substituirten LA sind nicht immer in a vorgefunden, son- dern hie und da auch von ER. erfunden, wie XI, 9 ßXeipov- (Tiv^ Xin, 10 eitig aixß(*^f^^(y^cti> (WrayBi m:X,\ XVI, 7 alXov ex\ XVIII, 2 SV toxvi^ einmal (XVI, 13 exnoqevofi^epa) eine selbsterfundene. Der Schreiber des Cod. zeichnet sich nicht durch Sorg- samkeit aus. Dass er promiscue eidoy und idop^ ßißXidaqiov und ßißka^idiop, nvqqoq und nvqoq, xoxxipov und xoxipoy^ xQVXTTaiXog und xQWTzaXog schreibt und das y ey^ehc, häufig vor Consonanten stehen lässt, häufig auch weglässt, ist keine ihm vorzuwerfende Inconsequenz; zuweilen trifft er merkwür- dig mit A zusammen, wie I, 11 eig fivQvav^ XTTT, 14 eixopay^ XXI, 9 (wie auch *) %i»y yegjboprmy. Er schreibt aber auch I, 11 n8\l)ov\ ni, 7 i^iXadel^&a (für iy yd.); V, 8 ^valag\ VI, 9 nmtiip\ Vn, 5 QOV^$fi'^ XII, 12 mjqyol^vTeg ftir cxfi- vovyT€g\ XVni, 16 ßvff&iev] XIX, 8 y)v(T(nvov, was aber wie auch ^vg>ifib corrigirt ist, und lässt sich sonst allerlei In- correctheiten zuschulden kommen, obwohl nicht solche Aben- teuerlichkeiten wie der von Alter verglichene Andreas-Codex Nr. 36* Mit dieser zur Zeit mir nur mittelbar bekannten Mi- nuskel 36 und r bildet b Eine Sippe; zuweilen gd>t er auch aufföllig mit s zusammen, da wo dieser von a abweicht. Ihm eigenthümlich sind nur wenig LA, wie II, 15 ofiouog o iJbitrco\ n, 23 iaxpa ammv\ VII, 17 ^eXer, XXI, 21 aJ^ etfj/* für apa eh. Mit 36 gemeinsam hat er 11, 20 exm xa%a aov noXv und X, 11 die falsche Schreibung da^Fm. Mit r I, 7 el^exev- %imp\ n, 2 ßatna^m (was vulgärer als ßa(TTa(Tai)\ XI, 4 die Weglasßung von xai al /? eXcucw^ Xu, 15 ipcc vavr^p (wie auch p und Aldina). Mit 36' und r zugleich IX, 6 gievyer^ XI, 7 die Weglassung von xa$ anoxtepei avtovq'^ XI, 15 eyepopTO etc» Mit s XIX, 14 etpiTtnoi noXXot (equis insidentes muUi) , XXI, 5 xaiponoim. Es sind das nur Beispiele. Die Gesammtvergleichung lehrt, dass b mit r und k Eine Sippe bildet; r steht an Alter und Autorität am höchsten, 36 steht an Alter, aber nicht Autorität über 2», aber b ist eben nur eine Abschrifb aus dem 16. Jahrh. und steht hierin mit s auf gleicher Linie. Ihren Quellenbandschriften gegenüber sind b und s werthlos« Digiti zedby Google IX. DER CODEX COISUNIANÜS 224 UND CODEX LAMBECn 248. . Den von Montfaucon, Bihlioth. Coisliniana p. 274—279 beschriebenen Pariser. Cod. Coislioiaaus (Andc) kenne ich aus Tischendorf's CoUation, die fer mir freundsohafUich zur Verftigung gestellt hat; den Wiener Cod. Lambecii 248 (Nes- selii 307) seiher zu vergleichen und so Alter's Collation viel- fach zu berichtigen ward mir durch hohe Vermittelung er- möglicht. Letzterer Cod. ist in 4. auf Pergament mit kleiner abkürzungsvoller Schrift gesehrieben, offenbar von keinem Lohnschreiber , sondern aus eignem Bedürfiaiss zu eignem Bedarf: ein Sammelband von Schriften gegen Häretiker vom buntesten Inhalt, voran der Brief des Euthymios über die Häresien seines Vaterlandes, besonders Bogomiien und Mes- sahaner, zuletzt Leo's Brief an Flavian. Auf den Brief Leo's folgt dann f. 149 ^ Andreas' Comm. zur Apok., ohne das prologische Widmungsschreiben sofort mit Erklärung des Worts Anoxalvipig beginnend, ganz so wie in Cod. Coislinianus. Diese beiden HandsCh;*iften bilden Ein Paar. Der apok. Text, den sie geben, hat einen von den bis hieher beschrie- benen Codd. wesentlich verschiedenen Chi^akter. Er bildet Eine Sippe mit dem Arethas-Texte bei Laskaris und ist mehr arethäisch als andreanisch. So hat z. B. XVII, 17 Andreas wie J axqi teke(T9iiifToytat, Arethas dagegen wie^^x^^ treAeo'^cd- mv gelesen; beide Codd. haben letztere LA. In XIX, 15 hat Andr. QOfi^am o^eia, Are. q. dttTvofiog o^eia gelesen und so lesen jene beide. Andere Beispiele: XVH, 8 Andr. xai Digiti zedby Google Der Codex Coielinitfnus und Cod. Lambecii 248. 41 naqetrup, Are. (nach Andreas' Comm;) x. naqectai, ebenso c u. 248; XXI, 1 Andr. na^fiX^ev ^ kte. anfii^ov, ebenso c, fast so 248 anviXd'ev\ XXI, 15 Andr. e^%e xakafioy, Are. eix^ ff^TQOP xaX., ebenso c u. 248; XXII-, 2 Andr. eprevd-ey xai €Pt€v&€P, Are. €yT€v&ep x. exet&ev, ebenso c, wogegen 248 hier wie Andr.; XXII, 6 Andr. rwv ayitov 7tqoq)ffcmv, Are. 7^0 V nrevfiaTmy %mv nqo^fitwv, c u. 248, beide LA mischend: Tooy nvevfiaTtap taav ayttöP 7tQog>ijToop. Eine andere sich aufdrängende Beobachtung ist die, dass 248 aus Coisl. entweder unmittelbar oder mit ihm aus Einem Exemplare geflossen ist. Das Er^tere ist mir wahrscheinlicher. Der Coisl. , welcher sich eine Zeit lang im Kloster der Ana- stasia Pharmakolytria bei Galatitza befand, ist älter, als der in Constantinopel gekaufte 248. Dass er Original für 248 war, zeigen Spuren wie folgende. In V, 8 liest 248 nqocevxat ohne al^ c hat al in inarg.; XV, 3 hat 248 [i(av(Teog (nicht -ft>s) wie c*; XVIII, 2 schliesst c mit Erweiterung des Textes aus dem Comm. xat ^vXaxti nuvroq oqve^v uxa&aqxov xai ^pvXaxfi naPTog &riqiov axa&aqrov xai ^eiianifiepov , 248 eben- so, aber confus x. ^vX, n. oqv. axad^. x, (i€[jbt(r. x, tpvX. nav^ rog •d^fjQtov xai (i€(iiafi[i€POv ] XVIII, 3 hat c wie Are. nentä^ xaffi, 248 SQCundär ne7ii;wxa(n\ XXII, 2 liest c, wie auch Are. nach seinem Comm. wirklich gelesen, mit einem aus dem vorausgegangenen Comm. deis Andr. hereingezogenen Worte xaxaYYsXXetai €iq &€qaneiap, 248 hat dieses unjohanneische xaTaYY^iJ^^cti, weggelassen. Der Schreiber von 248 folgt also c nicht ohne Reflexion, aber die Abhängigkeit liegt zu Tage. Beide lassen X, 10 oxe etpayop avTo und XVI, 18 eyepszo weg; haben XII, 4 nach xara^ayi^ den Zusatz avvoy XIV, 5 nach afioüfioi yaq €i(rip den Zusatz ovtoi ei&ip oi axoXovd^ovp- tag Tdo aqptcai XIV, 19 die Wortstellung ztjp Xfjpop tf^p (leya- XfiP Tov dv^ov zov d'eov und XVII, 13 exovci yv(ö/*ijv ; IX, 11 die Schreibung äßßaadcipj XIII, 10 die Form anoxteppei u. s. w. Dabei ist zu bemerken, dass 248 in den letzten Capp. der Apok. freier von c wird; der Eindruck, dass er diesen abschreibt, bleibt da nicht der gleiche wie früher. In Fassung der Capitelüberschriften geht c wörtlich mit Are. zusammen. Dagegen hat 248 das Eigenthümliche, dass der apok. Text in Parcellen (Verse) getheilt ist, deren Be- Digiti zedby Google 42 ]>cr Codex CosilinianuB und Cod. Lambectt 348. zifferung, bei 100 angelangt, wieder von yorn anhebt. Er zerf&Ut in 100 (bis VI, 8 incL) + 100 (bis XVI, 9 incL) + 100 (bis XXTIy 6 nictoi «• ah/i&ivoi) + 14 (von xa» o «o* o &Bo^ an) solcher Verse, wobei jedoch sonderbar, dass im ersten Hundert f. 149 ^^ ohne abzusehenden Grund sofort von 66 zu 94 übergesprungen wird. Der Gomm. ist in Marginal- gestalt und wird gemäss jener Tbeilung mit gleichen rothen Buchstabenziffern auf den Text bezogen. Digiti zedby Google X. ÜBERSICHT ÜBEB DIE ANDBEAS- CODICES DES VATICAN. Durch die Güte der Herreh Dr. Brunn und Prof. Fessler in Rom bin ich in den Stand gesetzt, folgende Uebersicht über die Andreas-Codd. des Vatican zu geben. Die VcUicana im engern Sinne enthält 1) Cod. Vai. 370 fol membran. Saec. XllL In diesem Cod. findet sich unter Anderem von p. 149 an der Comm. des Andreas mit vorausgehendem Capitelverzeichniss und Prolog. 2) Cod. Vat. 542 fol membran. äi, 6839 = 1331. Auf den Titel p. 265 ANJPEOY APXIEnilKOnOY KAUA- PEIA2 TH2 KAnnAJ0KIA2 folgt der Prolog KYPIQ MOY AJEAOß KAI 2YAAEIT0YPrn. 3) Cod. Vat. 656 oct homhyc. Saec, Älll s. XIV ineuntis., ohne Unterschrift mit am- vag Tdo^y aifapoüp a^Miiv schliessend, das Original des Codex Syrleti und Min. Apoc. 28. Beiläufig sei noch bemerkt, dass zwar Cod. Vat. 1904, bei Scholz Min. Apoc. 68, nach dessen Angabe einen Theil des apokalyptischen TexteB mit Scholien des Areäias enthält, dass aber Ced. Vat. 764 kein Manuscript, sondern die gedruckte Vetoneser Catene des Oikumenios zu den Epp. und Arethas zur Apok. (1532) ist. Die Palatina enthält nur Cod. PcUat. 346 fol. chartac. Saec. XV ^ die Quellenhandschrift der Sylburgischen Ausgabe des Andreas, in der äusseren Anlage so verschieden von Cod. Vat. 656, wie p von s. Die Reginensis enthält Cod. Reg. 68^ *) Die Handreichung des Ersteren wurde mir durch meinen Gollegeo Herrn Prof. Keil in Erlangen, die des Letzteren durch Herrn Abt und Prof. Haneberg in München vermittelt. Digiti zedby Google 44 Uebersicht über die Andreas •Codices des Vatican. beginnend Ex tmy oixovfiepiw rm iiaxaqtm eniaxonm rqixxtig &e(T(TaXiag &eoq>iX(a<; nenovriikevtap eig xriv anoxaXvxpiP itaapvov Tov d'eokayov avpoxpig c%olixfi (leta xrX., ganz so wie in Cod. Coisl. 224 ; es folgt wie dort ein Verzeich- niss der xe^aXaia und der Comm. des Andreas läuft von f. 12 bis 70, wo der Cod. schliesst Die Ottohomana enthält Cod. Otiob. 283 cJiart. (ex coäd, J. Ang. Ducis ab AUaemps): Tov €v ayioig nqg ihküp apdqeov aq%ieni,en andrea- nischen Text vertritt unter diesen am meisten A; die arethäi- sche Textklasse aber, welcher unter den bis hieher bespro- chenen Codd. c und Lambecii 248 angehören, repräsentirt B. Leider kennen wir den Text dieser Unöialhandschrift immer noch nicht sicher. Um so erfreulicher war mir die Entdeckung, dass unter den Münchener Handschriften , die mir durch Herrn Oberbibliothekar Prof. HALM mit grösster Liberalität zu ein- gehender Untersuchung überlassen wurden, eine solche sei, welche dergestalt mit ß Einen Text bietet, dass sich da, wo Tischendorf und Mai differiren, aus ihr meistens errathen lässt, auf wessen Seite die richtige Lesung sei. Wir sagten, dass der Text von ^ im Grossen und Ganzen arethäisch sei. Oben in Cap. IX haben wir sieben charak- teristische LA des Arethas zusammengestellt. Alle diese findeö sich in B und ebenso in Cod. Mon, Gr. 211 (Min. Apoc. 82). Wir fügen hier noch fünf andere LA des Arethas hinzu: Xin, 4 Tiq dvpccTog, ebenso 211, ^ xai rig dvyavog\ XHI, 11 xeQceta ohne dvo, ebenso 211, aber nicht B] XHI, 14 xai nlava %ovg eiiovg, ebenso 211, aber nicht B\ XES, 1 die Digiti zedby Google 46 ^CT Cod. Monacensis und der Cod. Vaticanus. Wortstellung xai iq dwaybiq^xai. fj do^a, ebenso 211 und B-^ XXI, 24 nach do^ap der Zusatz xai Tifibfip, ebenso 211 und P. Man sieht daraus, dass 211 den arethäischen Textcharakter hie und da treuer bewahrt hat als B, Die Uebereinstimmung beider Handschriften springt in die Augen, aber sie ist nicht so sklavisch, dass 211 als Abschrift von B erschiene. Wir stellen nun noch ein zweites Dutzend von LA zu- sammen, die sich dadurch als aretl^äisch kennzeichnen, dass sie meistens sämmtliche Andreas - Codd. gegen sich haben. In allen diesen zwölf Stellen finden sich diese arethäische LA in B und desgleichen in 211 wieder. Es sind folgende: n, 14 edida^e xov ßaXax (genau so 211, 5 ohne ror); XI, 19 xai fivoix^''i ib. om xai ae^triiog] XTT, 6 exr^e^oKUP] XIY, 4 OTiov €av\ XVI, 1 die Wortstellung iibeyak^q ^atv^g] ib. om ex vov vaov] XIX, 19 top jioXeiiop'^ XX, 3 die Wortstellung Xv&ijpai av%ov\ XX, 7 xai ibe%a\ XXI, 4 an^XS-ev^ XXU, 14 noiovv%i rag wtoXag avvov. In mehreren dieser Stellen steht B neben A und C allein. Dass ein Zusammenhang zwischen B und den Commentaren zur Apok. stattfindet, beweist die ihm gleichfalls mit 211 gemeinsame LA XIX, 12 opoiMcva ^£* yqafjkfiepa xai ovoyba )^ßyQafi(ieyop. Tischendorf hat diese LA aufgenommen , sie kann aber nicht ursprünglich sein , denn sie ist aus den Comm. hervorgegangen) welche von dem Einen wesentiichen ^^men Christi seine ökonomischen Na- men, wie Hirt, Licht, Leben, unterscheiden. Der Arethas- Text des Laskaris hat diese LA nicht, sie findet sich aber in den arethäisch gefärbten c und Lambecii 248, desgleichen in , p und Cod. Vat. 579 (Min. Apoc* 38) , welcher aus ein^m Andreas -Comm. oder einer Catene geschöpft ist, denn auf XVII, 3 folgt dort der von Andreas anticipativ citirte Vers XVn, 18, so dass er also zweimal, am unrechten und am rechten Orte, vorkommt*). Der Münchener Codex ist eine Pergamenthandschrift in gr. Quart, von Hardt aus dem XI. Jahrh. datirt; wir setzen *) Die YOä Tregelles in Horno's Introduciion p. 211 iiotirte LA I, 6 inoiTjüiv fjfiiv ßafuXiutp scheint den Scholienworten (des Arethas oder Oikumenios) ßaailBiav tkaiv edmf^atno ihre Entstehung su verdanken* Digiti zedby Google Der Cod. Monacensie und der Cod. Vaticanus* 47 ihn in das XIIL Jahrb., denn er hat. gleiches Aussehen mit den Handschriften von Theodoros Hagiopetrita (d. i. aus dem grossen Gebirgsdorfe Hagios Petros nahe der Grenze von Tzakonien und Arkadien), über welche wir in Heft lU zu sprechen Gelegenheit haben werden. Er setzt v €q>€lx. gros- sentheils auch vor Consonanten: I, 2 efiaqvvQfitTey %ov\ 1,19 Hciv xai\ I, 20 €i(nv xa$, ganz wie i&, aber eine spätere Hand hat es fast überall so consequent getilgt, dass sie es sogar I, 20 extp. nicht verschont hat. Er schreibt häufig idojf^ idev, weshalb ihm sogar VI, 1 tdev für tde untergelaufen ist, was ab6r die spätere Hand so consequent in eiiov , eidev ver- wandelt hat, dass sogar H, 2 das ursprüngliche Ufa (für outu) zu eidov geworden ist*). Dass der Schreiber nicht B vor sich hat, sondern mit B .Einen Prototyp, zeigen Varianten wie n, 14 ^ edtda^ev ßaXax, 211 edtdaiev (mit radirtem v) ZOP ßalax'^ V, 1 J9 xaTeatpqayiqAeyop, 211 xm str^Q.-^ VH, 14 B enXvvav, 211 enXatvvav\ IX, 12 J9 eqxovtai, 211 eqx^ar^ Et, 16 ^ iTmtxov, 211 irmov (ebenso v. 17) ; X, 7 ^ xai zeXetrd^, 211 xa§ ereixo&fi] XI, i B xa& itntixei 6 ayy^^, 211 om ; ibid. B iienqiCB^ 211 /iter^i(rov; XI^ 13 i? efi^oßoi, 211 ep g>oßm, wahrsch. aus ENOOBOI, wie C hat, entstan* den; Xm, 10 B emg eig a$Xf^. VTtayfi , eiTig ev fictx» anomevei ie$ avTOv ev /lm^x* anoxvavxhjpai^ 211 eivig ex^i mxf^aXtoffiap vnayei' evcig €p ybaxaiqa, du avvop anox%apd^pai\ XVI, 18 B eyevoPTO, 211 yeyopatnp] XVHI, 7 B xad^im, 211 xa&mg\ XVm, 24 B a^jM, 211 aifMXTa] XXI, 20 B aiiedvnog, 211 apbe&vaog. Viele solcher Varianten werden sich aufheben, *) Ein handgreifliches Beispiel für die secunda manus ist IX, 1, wo dem I^ov ein £ vorgeflickt ist; D. Autenrieth hat sich die Mühe genommen, den Cod. in Betreff dieser Formen i^ov und eiSov genau zu untersuchen und ist mit mir zu gleichem Resultate ge- kommen, dass die Form ei^ov in der Apok. immer unter verdäch- tigenden Umständen erscheint, und dass in den allermeisten Fällen offenbar eine Correctur stattgefunden hat. In Apostelgeschichte und Briefen ist die Form eiSov von erster Hand Überwiegend, aber ich finde hier wesentlich gleiche Erscheinung, wie in der Apok«, denn die LA erster Hand Act. 4, 20 ido(uv\ 7, 34 (tJou/) iSov\ 7, 55 Mf£; 13, 36 td€ (bald darauf aber uSe*)\ Jac. 5, 11 i6eti sind hier ebenso abgeändert wie dort. Digiti zedby Google 48 Der Cod. Monacensis und der Cod. Vaticanus. wenn wir den Text von B erst genauer kennen. Solcherlei Beispiele aber bei sonstiger Uebereinstimmung im Eigenthüm- liebsten zeigen, dass beide Schreiber nicht ohne kritische Selbstbethätigung Eine und dieselbe alte Musterhandschrift wiedergeben ; Gedankenlosigkeiten laufen beiden unter, aber dem von 211, der zu den gebildetsten gehört, nicht solche Incorrectheiten wie dem von B. Ich habe 211 vollständig mit dem Texte Mai's coUationirt und die sämmtliciien Differenzen zwischen I^scheqdorf und Mai erwogen; der hier mir zugemessene Raum ist aber zu kurz, um weiter in Einzelheiten einzugehen. Künftige For- scher werden, wenn einmal der noch in hundert Fällen un- bekannte wahre Text von B vorliegt, die keineswegs sklavi- sehe, aber um so gewicht vollere Gleichartigkeit der. Textge- stalt beider Handschrifben erst recht constatiren können. Der Cod. Mon. 211 enthält auch die Acten und Briefe. Welches günstige Vorurtheil für den Text dieser ergibt sich aus dem So charakterhaften Text der Apokalypse! Merkwürdig übri- gens, dass die Apok. in 211 mit den Worten ksyei fia^tv^tAP tavta vai abscbliesst. Dahinter steht das Schlusszeichen und unterhalb einer Arabeske folgt Dorotheos' HomiUe über die siebzig Jünger. Der* ebenso mit leyB^ fjuxqtvqoiy tavra von schliessende Cod. Borgianu^ 4 bei Birch hat dahinter wenig- stens aiMfiP. Der Joannes Theotokites, welcher im J. 1274 den 'Praxapostolos (Praxis d. i. Acta und Apostolos d. i. apo- stolische Briefe) dieses Cod. de^s N. T. geschrieben hat und dort bei Birch negligens ne dicam linguam ignorans scriba heisst, ist, wenn anders dieses Urtheil richtig ist, mit dem Schreiber unseres Co(J. keinesfalls Eine Person, Digiti zedby Google xn. , Ül^ERBLIGE ÜBER DIE ANDBEANISGHE, ARETHÄISCHE UND GEMISCHTE! ODEE INDIFFERENTE TEXTSIPPB. Um unser Ergobniss zu erproben, haben wir die von Scriyener in dem Anhange seines Werks über den Cod, Att giensis (1859) verglichenen Minuskeln der Apok. in grossbrir tannischen Bibliotheken durchmustert: a) Lanibeth 118^ (nach Scrivener Min. Apok. 93): arethä- ischer Text. . *b) Butler 2 \Ädditio^al MS. 11837 des British Museun^j nach Scn Min. Apoo. 04) : noch au^geprägtei^ßr arethäischer Text, wie Nr. 1 meist mit B gehend, c) Harleian 5678 (im British Museum, Min, Appc. 81); interpolirt aus Andreas und Arethas, z. B« XVIU, 14 add ovte xpvxaQ ap&Qcanioy tov Xoutav efiTj^oqevCfi (aus Andreas), XIX, 9 post x€xi.^fiif€Poi add xai dq ye xm amovzeg (og de^ (aus Arethas). d) Harleian b718 (Min. Apoc. ^, der sog. Sinaiticus^ weil durch Dr. Covel in einer Cäpelle des Sinai gefunden):, indif- ferent und von keinerlei sonderlichem Werthe. ^) Harkian 5613 (Min. Apoc. 29): arethäischer Text wie in a, aber fehlerhaft. /■) Leicestrensis (Min* Apoc. 14) :. eine in textueller wie gra- phischer Hinsicht merkwürdig §ig^nthümliche Handschrift, w^- che ein geretteter jüngster Rest iroscotischer griechischer Ge- lehrsamkeit zu sein scheint. g) Parham 17 (in Parham Park, Sussex, Min. Apoc. Ö5): arethäischer Text, ringsum von Schollen des Arethas um- geben. Digiti zedby Google 50 Öie drei Textsippen der Apokalypse. Ä) Parham 2 (nach Scr. Min. Apoc. 96) : andreanischer Text, z. B. VI, 9 tmv avd^Qcontav xtnv etrjp.; X, 4 xai (Aera xavra Yqa(p€i,q\ XVIII, 3 €k tov dvfiov tov oivov, i) Additional MS. 17469 des British Museum (nach Scr. Älin. Apoc. 9T) : arethäischer hie und da (wie XXII, 6 rtpev- ybartav rtav nqo(pifi%mv yv(OQi(Teee tfoi) nach Arethas' Comm. ge- modelter Text. k) Liher Canonicus 34 (der Bödlejana, nach Scr. Min. Apoc. 98): Geschreibsel eines Idioten rom J. 1515/16. /) ffarleian 5537 (Min* Apoc. 7) : aaidreanlscher Text vom J. 1087 mit hereingenommenen ganzen Stücken des Comm. von Andreas, z. B. I, 5 h}a'apTi xai Ttav Tfig agiaQTiag xth- d(op Xovaavti t^ exxvtret xtk. • /») Mediomontams 1461 (in Hiddle-Hill, Wö"r*c?estershire, Min. Apoc. 81): arethaisdierText, gAnz so wie iil Cöislüi. ((f) und Lumbecii 248 (ö. oben Oäfp. IX). n) Barocc. 48 (der Bödlejana, Min. Apoe. 28): andreani- sfeher Text gleicher QuWle ^e Cod. Syrleti (s. obett Cap. VII). Nur beispielsweise haben wir unsere Kriterien' gerade ätif diese 13 Codd. augewendet, von denen uns Scrii^ener's musterhafte Collationön vorliegen. WJi^ bömferfcen riü!r noch, dass auch die von uns verglichene Min. Apoc. 33' entschieden der airetböischen Textsippe angehört. Charakteristisch ist die LA IV, d Ofiomi; e^aatg tJtpbct^aySvptop. Ebenso' jS, Mom 211 und nur wenig änderi» det Aretha-stext) des Las&ai* o(iö§(öi; (TQixtrei (Tpaqaydtvw. Vielleicht ^ hat auch Wer Laskaris ein- gegrififen , wie anderwärts , wo er Erasmus oder eigenem Takte (wie %: B. auch XXI, 25 ev ttvvri für exsi) folgt. In- dess gibt uns sein Text dennoch ein ziemlich treues Bild der arethäischen Textrecension; Wenn abei* einmal die Commen- tare ' des Andreas und Arethas kritische Bearbeiter geftitiden haben werden — Pharmakidis in seiner Ausgabe, Athen 1845, wiederholt nur die Texte rbö Sylburg uhd'MoreHüs — so werden sich jene Kriterien weit? schärfer fassen und (Siche- rer hancBiöben lassen. Digiti zedby Google xm. A!fHAlf& I: BÖS SIEBEN VOW THEODO&OS DEM HAGIOPE- a?&ITEN GESCHRIEBENEN MINtlSKELN. Unter dea aur Zeil bekannten neutest Minuskeln sind sieben, welche ein gewisser QeodcnQog o l^ionev^zfig auf der Grenze des 13. und 14. Jahrh. geschrieben hat. Eine dersel- ben wird, wie wir S. 47 angedeutet haben, in unserA Studien über die complutensische Polyglotte, die wir in Heft III nie- zulegen gedenken, eine hohe Bedeutung erlangen. Die sie- ben' Minuskeki' sind folgende : 1) Miri. tvv. 74 (ha Oxford, Christ -Church), das' ganze If. If. aüsgen. Äpötalypsö, ohne Jahrz'ahl; . ' 2) Min. -Em 90',* der sog. Codex Fabri, nicht von Theo- döros' unmittelbar geschrieben , aber abgeschrieben aus einer Originalhanyschrift desselben, welche am Schlüsse der Ew. töfti J. 1293 datirt ist, das ganze N. T. (Ew. Paul. Act. Cath.} ausgen. die Apokalypse; 3) Min. Evv. 234 (Nr. 1 der Codd. Regii in Copenhagen, beschriebet und collationirt von Hensler 1784), das ^anze N. T. (Act. Paul. Cath. Ew.) ausgen. die Apokalypse, ge- schrieben Im J. 1278; *) Mtyi. Evv: an (dtaefr der Codd. Natiiani in Venedig)', nur aife Uvv., wie es scheint y geschrieben im J. 1301; ' 6) Der sogen. Codex Theodori (collätionkt von Scrivener, der ihn vom Buchhändler Pickering, dem dermäligen Besitzer, ^lädebnt hätte), das ganze N. T. ausgen. die Apokalypse, ge- döhrieben im J. 1295; ' 6) Btirheif 2ML (im BriibishMnseüth, von Serivener coUaiäö- nirt), nui* die EVv:, Vom' J. fö92, ^oiai floeh kommt* 4 • Digiti zedby Google 52 Anhang I. Die sieben von Theodoros 7) ein Synaxarion der Moskauer Synodal -Typographie- Bibliothek, Cod. XXVI fol. (s. Matthaei's NoiiHa t II, p.285), geschrieben im J. 1295 , mit der Unterschrift : S^eov lleoviievog, exovta 6 äyMTiezQiTfjg , erovg ^(dy. Bisher galt es als selbstverständlich, dass S ayionevQkiig den vom Berge Athos bezeithne, und diese Ansicht scheint sich sogar dadurch zu bestätigen, dass zwei der obigen Hand- schriften (Nr. 1 und 7) aus dem Pantokrator - Kloster des Berges Athos stammen. Aber der Berg Athos heisst nicht ^ äyla nizqa, sondern %o ayiov oqog (tov äd^tavoq) und der vom Berge Athos heisst nicht ayionetqlTvig , sondern äyio^el- Tfig i&rioqkfigy ^uiyionecqltai heissen, wie ich in der Luther. Zeitschrift 1863 Heft 2 zeigen werde, die Bewohner des alten jetzt städtischen Gebirgsdorfs Hagios Petros, eines wohlhabenden, betriebsamen und intelligenten Orts in dem arkadischen Di- strict Kynuria. Georgios A. Bakalopulos, Professor am Gymnasium in Athen, beschreibt es in seinem Handbuch der Geographie {2T0ix^i(adiig TTohTixif^ (lad^fiarixii xai fpvaixii yecoyqcc^ia) 1857 S. 41 — 42 folgendermassen: Tov vö^iov l^qxaöiag, t^s inaqx^ag Kvvovqldg eTtlqfijkog nohg elvai o "^ytog Jlirqog' avTfi elvai noXig oqeivti, xe^iiipfi naqä rovg dvT$xovg nqono- dag TOV MccXeßov , xoqvy^g tov Jldqvcavog, xaTuqqvTog xal xaTaifVTog änb di&tpoqa on(aqo(p6qa xal aXka divdqa, xal hxovffa ä^ioXoyop d'qibOTixbp cxoXeiov, inlOKUkov oiiiApviaop vuov, xal ix 3495 xaTolxmi^ oyofAaatßp öiä to ipikeqyov xal ^ €plX6lkOVd« .S5 IHv€ie AffmUie afiud SmoUam. Non fisuMe dixerkn, ^uaüium tabih rem mihi pepererit coifäüo non occurrente et ad nnmus existenie^ qui atisculiareij u$ ega recognoscerem^^ Hinckelmann starb am ll.Febir. 169&. Die Ecbea aehei- nesi tut seioe ocieDiali^che Bibdioibak, m. welcher der 'Codex Ffthri gehi^rte, »u.viel gefoudert zu haben; geniiig «rst ina J. 1715, gegen Ende des Jahres, kamen die sämmtiieben ßU- abj^ aus den Händen der Familie in den Beskz dß^ 9iit einer :», 1743) p. 93. S^. 246. 3) Mpisiolae tir^rum dbcitinm sd Jak, Christoph, mvlftam^ ^o\. VIII Nr. 139. 4) In der ^ea eitirten Sataunkihg a. a« 0. Nr. ISO. Digiti zedby Google 56 I>or wiederaufjgeftukdene Codex FaM. bibliothek oder fiir die Remen^tranten-Bibliothek erkauft oder ertanscht hat, wahrscheinlich für die Biblieiheea ecckskie fira- iemiiatis Remönsiraniium BeßrnMtorum , die er als sein quasi Eigenthum ansehen mochte^). In dem 1849 erschienenen Catalog leteterer Bibliothek ') findet sich als Nr. 186 aufgeführt: Teskmentum Növum Grae- cum, scriptum manu Jacobi Fabri Davefntriensis) ^ 2 voll Die Noöz ist dürftig, aber hinreichend, um uns über den bisher unbekannten Verbleib des Cod. Fabri nicht länger in Zweifel zu lassen. Einem Briefe des jetzigen Vorstehers der Remon- stranten-Bibliothek, Prof. Tidemann, an Herrn Bertheau ent- nehmen wir, dass der Cod. sehr zierlich und leicht lesbar ge- schrieben und aufs beste erhalten ist; im Texte und am Rande sind verschiedene Lesarten angemerkt, ausserdem sind CState aus den Vätern und für den täglichen Gebrauch die kirch- Kchen Perikopen beigeschrieben. Die ganze Handschrift mit Einschluss dieser Beigaben ist das Werk Jacob Fabri's. Der Hinckelmann'sche Catalog nennt ihn Johannes, Wetstein dagegen vorbenamt ihn Jacob. Scholz schwankt zwischen Jacob und Johannes, Tischendorf entschei- det sich für Johannes. Aber der Vorname Johannes beruht auf Irrthum. Der Schreiber des Cod. ist weder der Domini- caner Johannes Faber von Constanz (vicäriur in SpirituaUbus Consiantiensis) ^ noch Jacobus Faber Stapulensis, sondern Jac. Fabri aus Deventer (geb. 1472, noch am Leben 1517), der sowohl zu Jac. Faber aus Etaples als zu Erasmus, mit dem er zusammen die Schule in Deventer unter Segius' Rectorat besucht hatte, in freundschaftlichem Verhältniss stand*). Dieser Jac. Fabri Daventriensis schrieb das N. T. (ausgen. die Apok.) aus einer Handschrift ab, welche, wie die mitab- 1) Näheres läset sich vielleicht aus Wetstein*s textkritischem Brief- wechsel ermitteln, den die Remonstranten-Bibliothek unter Kr. 314 aufbewahrt. 2) CtUalogus van de Handschriften en Boeken, \beh09rende toi de Bi~ bliöiheek des Bemonstranisch-Oerefarmeerde Kerk te Amsterdam^ opgesMi d&or P. Sckekema. Amsterd. 1849, 8®. VIII u. 115 S^ten. 3) unter den Briefen des Erasmus findet sich wenigstens einer an ihn-, datirt 21. Nov. 1517 (p* 1644 A der grossas Ausg.). Digiti zedby Google Der wiederanfgefimdeiie Codex Fabri. 57 geschriebene Unterschrift der Ew. zeigt, im J. 1293 (tf«a) von Q^oiiAfjfi^ i ävayptitnfig o dyionevqhffg geschrieben war, und collationirte die Ew. dann mit einer alten Handschrift Wessels, ebendeijenigen , welche (i^ach Wetstein's Angabe) dieser vom Papst Sixtus lY. zum Geschenk erhalten hatte. Aus einer dritten Quellenhandschrift, im Besitze eines hollän- dischen Eloster-Guardians , entnahm Faber den zweiten Text des Briefs Judä, denn diesen Brief enthält sein Codex zweimal. . Uet)er diese drei Quellenhandschriften wissen wir zur Zeit nichts Sicheres zu sagen. Wenn sie einmal aufgefunden wer- den, so Wird der Cod. Fabri aus der Reihe der neutestament- liehen Minuskeh[i verschwinden müssen. Mit Recht freuen wir uns der WiederaufBndung immer neuer Handschriften; wir sollten aber darüber nicht vergessen, dass ein grosser Theil der alten bis auf den' heutigen Tag nur dem Namen und der Ziffer nach bekannt ist, und dass nicht wenige, deren Be> Schreibung ein Kritiker dem andern nachschreibt, sogar erst von neuem aufgeAinden werden müssen. Dies ist uns mit dem Cod. Reuchlini und durch die Vermittelung unseres Freundes Bertheau nnit dem Cod. Fabri geghickt. Beispielsweise frag» wir: wo ist der Cöd. Seidelianus des ganzen N. T. zu finden, welcher unter den Minuskeln der Acta mit 42 (Paul. 48. Apoc. 13) bezeichnet ist? Scrivener verweist auf die Gymnasial- Bibliothek in Frankfürt a/0. , wohin er aUerdmgs nach un- zweifelhaften Aussagen und Spuren im J. 1748 gekommen ist. Aber dort wird man Um jeitzt vei^eblich suchen — diese für eine gewisse Textgestalt höchst wichtige Handschrift ist wie verloren und muss erst wieder entdeckt werden. Digiti zedby Google Anhang Ht: ETWAS ÜBER DIE BOTHEN FARBSTOFFE DER NEUTBSTAMENTLICHEN HANDSCHRIFTEN. Ifii Hefl> I habe kh daa im Cq^eiK Reuchlui'» Terwendete Both durchwieg Zinnoli^.er gßnaniit leh M^to ^ß au^ Men- nige neonen kdiioeA; diOBe ßciz^ichmiAg w^e aber ung^o^u gewesen. B^ Plivius jisii minitf«» gei»Qinwm^ N^ipe deß Zin^ üobers und dßr MeiKUlge» Aber gewußrem jSprfl^^bgebraucbo »«cb, welcher acbon im Mittelalt;eir Mob aiipeUldete, ist dn»^ frori; Name dets Schi^efelqueiekiBilbera u^d m^m Name ^eß /otben Bleiojtyds. Prot voa Gprup beba^deltid eb;i wenig abga^ch^btes Roth 4le6 Codf Beuchlin'8 mit Salpeterisäure. Wjürß es Monnige, $p hätte e$ ßieb in der S.tlpetersä\%re tbeUweise lösen ipüs/ien und das Rückständige wlire brana geworidi^. pies gesfob/ah aber nicht. Die Salpeteprsäure,. diß ^i^ dem Yenwh gedient hiMite, enthielt keine Spur vw 31^1 -JBß .ei:gab sieh ajso^ wie Heft Z S. 10 gesagt ist, dass der rothe Farbstoff höchst wahrschein- lich Zinnober sei. Dagegen stellte sich das Roth , in welchem die eusebischen Eanones in Cod. Mon. 211 gemalt sind, als Mennige, so wie das Grün der Säulenemfassung als Eupfer- farbe heraus. Noch eingehendere Untersuchung stellte Prof. Martius mit einer käuflich erworbenen alten Handschrift des früheren Fordiheimer Capucinerklosters an. Auch hier stellte sich her- aus, dass das Roth weder ein Pflao^enpigment noch jene Blei- Verbindung sei, welche im Unterschiede vom Zinnober minium heisst, sondern eben jene vorzugsweise aus Zinnober bereitete Digiti zedby Google Ueher jdi& rdüusn Fajrbatofie tier neateBi. Handflchnfteä* '59 ro*hB Dinte, welofee riibrica hies» und deren Recepiie) wie sie sich in Coä. Monac, germ, 821 finden, er seinem Aufsatase über „die xothe Dinte der früheren Jahrhjmdette^' in dem Archiv der Phfiffmacie Bd. 160 Heft 2 einverleibt hat. Aufweinen andern rothen Farbstoff führten mich meine Studien über die compli:JÄnsische Polyglotte. Dem N T. ist hier unter Anderem Eusebius* Brief an Karpian vorausge- schickt, welcher den Vorbericht äu seiner Evangelien-Harmonie enthält- Die Buehatabenziffer-Bezeichnung von «(!) — ? (10), mittelst welcher diese Evatngehen- Harmonie den to oder so vielten Abschnitt mit den parallelen Abschnitten in der Ck>- iumne des so oder so vielten der 10 canones combiniren heifist, wird ihrer Färbung nach in dem handschriftlichen Texte jenes Briefi^ bald mit dm (im^) mtn^ßäqewg oder i^d^^^v x^^f*^" Tog (so im Cod. {rehlimms)^)^ bald durch iiA (rolf) ^Xav^f^ txezcidmet; In dem cömplntensiscfaen Texte des Briefes aber lesen wir siiatt dieser Farbenbeseichnungen die bis j^zt in keiner Handschrift naeh^ewiefiene di& %o9 Xaxä^ wahrschein- Meh eise Aenderung des Demetrios Dukas, des Mitari)eifter8 an der Polyglotte von Alcala, in welcher frdlich iMeäe Doppel- zlffem fehlen (z. B. bei Mfc. 1, 1 eine schwarze 1, edne rothe 3, wonach )nan die Parallelen dieses ersten Abschnittes des Hatth. im drüten Kanon zu sudien hat). In dem Streite über die complutensische Polyglotte f^nd man jenes Xa^ä anfangs sinnlos. Aber schon Hensler war ^ines Besseren belehrt, obgleich seine Angabe , dass Xax^ dolorem ex purpureo mgrum bezeichne, sehr ungenau ist Im heutigen iGriechenland ist die Benennung nicht mehr gel^äuob- lich, aber es kann nicht lange her sein, dass sie ausser Brauch gekommen ist. Sie bezeichnet, wie wir vorerst im AUgemei- ußB bemerken, einen dem Carmiesin nkbt sehr naehslebende» rotben Farbstoff. Ihre älteste Spur ist die Erwähnung eines inniBirarabisG^eQ kaxxog %^tfjb»airiyog in Arrians Periplus des rothen Meeres. Später findet sie sich in den mannigfachsten Formen, über welche man sich aus Du Fresne und aus Ko- 1) NiMsh MitliheiluAg des Prof. v. Stein tu Göttingen, vgl. Tischendorfs Jnßp4(i^0 p, 25 mid 8ei»e Prokgff. mx ed. VII p. LXXIV b. Digiti zedby Google .60 Ueber die rothen Faibstoffe der neuteet Hutdaehiiften. raiV (Kofu^') rermiBohtea Sehriften C!^axva) Bd. IV S. 476 'und Bd. V 8. 151^) unterrichten kann. Die Form toS Xaxä ist G ^^'^ ^^^ Xoi(y) flektirt wird, ganz ßo wie das von rlßaqi^s^otfyA^i^v her- kommende vulgärgriechiscbe o ^paq&q (der Fischer). Es liegt nahe genug, i^xä^ und „Lack^^ mit einander zu vei^leichen. Diese Vergleichung ist auch richtig; nur ver- stehen wir unter Lack gewöhnlich ein Harz, während bei hx- Xäg an einen Farbstoff zu denken ist. Der Sachverhalt ist nämlich dieser. Auf gewissen Gewächsen, wie dem Gummi- laokbatim^ der ficus religiosa u. dgL findet sich eine mit coc- €uf eacH (wovon der Carmesin) und cocous Weis (woTon der .minder kostbare rothe Farbstoff der sogen. Scharlacheiche, welcher jetzt in Griechenland nutvoxdxxi heisst, früher voy^roy) verwandte Schildlaus coccus lacca (iranz. coehemüe laque\ wel- che durch ihren Stich den Ausfluss eines harzigen Pflanzen- safles veranlasst, in welchen sie (nämlich das weibliehe träch- tige Thier) sich einbettet, und in dem sie, während die junge Brut durch kleine Löcher des Harzes entschlüpft, begraben bleibt Dieses in die Harzmasse, welche den Zweig über-, krustet^), begrabene Insekt, theilt dem Harze den roth'en Farbstoff mit, welcher «ich in Wasser löst, während das Harz ungelöst zurückbleibt, imd dessen Lösung man in neuerer Zeit durch einen Zusatz von kohlensaurem Natron erleichtert. Dieser rothe Farbstoff kommt noch jetzt im Handel unter dem Namen lac-äye oder lac-Iac (d. i. aus dem Harzlack gewon- nener Farblack) im Handel vor. Das Wort ist indisch ; Lack geht auf das Sanskritwort läkschä oder räkscM zurück. Die genannte Münchner Handschrift, aus der mir Prof. Martins abschriftliche Auszüge Schmeller's mitzutheilen die Gllte ge- habt hat, enthält auch Recepte zur Anfertigung dieses Lack- roths. Es heisst dort paris rot oder color parisiensis, Wüdu machen — lautet das erste Hecept ^ sdiim rem paris rat, so 1 ) Diese Kachweisung verdanke ich Herrn Prof. Themistoklis Wimpos {BifATtog) in Athen. 2) ÜDsere indische Rohwaaren - Sammlung in Eriangen entbült einen solchen mit gummi iacea Kbenogeneü Zweig von ficw religiosa. Digiti zedby Google lieber die rothen Farbstoffe der neutest. Handschriften. 61 must zu dem ersten ein laug machen aus waydaschen und nim ayn species dy haisset lagga, damit man das losch (Rothleder) verht, das soll zerstossen zu khunem pulver sein u. s. w. Man sieht daraus , dass mau den zerstosseneu Eörnerlack (d. i. das von den Zweigen abgenommene Harz lacca in granis^ mit Weid- aschen-Lauge kochte und diese Flüssigkeit mit Alaun nie- derschlug. Ausführlicher wird dies Alles mein Aufsatz über die rothen Farbstoffe der Alten in der Deutsch-Morgenl. Zeitschrift 1863, 2 erörtern. Digiti zedby Google INHALTSVERZEICHNISS. Seite I. A few notes'on Codex Reuchlini hy S. P. Tregelles . . ♦ 1 II. CoUalion of Codex Reuchlini wilh ihe common edilions by the same, . . i * 9 III. Vervollständigung der CoUation des Cod. Reuchlini mit Tischendorfs Text . 17 IV. Verbessernde und ergänzende Bemerkungen zu Heft I . . 19 V. Die von Erasmus erfundenen Lesarten und ihre vorgebliche Bezeugung • 22 1. durch Min. Apoc. 33 und 34 22 2. durch die Baseler Handschriften ' 24 3. durch das Supplement des Cod. Yatic. 1209 24 4. durch Cod. Leicestrensis 25 5. durch den Text des Arethas 26 6. durch Sylburgs Cod. Palatinus 29 VI. Der Codex Augustanus 31 VII. Der Codex Syrleti und Cod. Vaticanus 656 35 VIII. Der Codex Bavaricus 38 IX. Der Codex Coislinianus und Codex Lambecii 248 ... 40 X. üebersicht über die Andreas-Codices des Vatican ... * 43 XI. Der Cod. Monacensis 211*) un«l der Cod. Vat. 2066 {B der Apokal.) 45 XII. Ueberblick über die andreanische, arethäische und indif- ferente Textsippe .' • . * «49 *) Das Original des lithographirten Facslmile hat Herr stod. theol. Ferdr. Keerl München angefertigt. Digiti zedby Google tnhaltsyerzeichniss. 63 Seite Xin. Anhang I. Die von Theodor dem Hagiopetriten geschrie- benen Minuskeln 51 XIV. Anhang IL Der wiederaafgefiiAdeDe Codex Fabri ... 54 XV. Anhang III. Die rothen Farbstoffe der Hi^ndschriften . • 58 Berichtigung. S. 39 Z. 6 V. u. ist versehentlich statt 36 einmal k (die Chiffre, mit welcher Mim Apoc. 86 als loflarii »r. XXVI in meinen Collationen be- zeichnet ist) stehen geblieben. Digiti zedby Google In demselben Verlage erschien: HANBSCHBIFLICHE FUNDE VON FRANZ DELITZSCH. ERSTES HEFT: Die Erasmischen EntsteUuiig^ de« Texles der Apokalypse, nachgewiesen aus dem verloren geglaubten Codex Reuchlin's. Nebst einem Facsimile des Cod. Revchlin'«. 1861. gr. 8. 1 Thlr. Der erste Theil erzählt die Entstehung des Erasmischen Textes des Neuen Testaments (1516), insonderiieit der Apokalypse, der zweite ver- gleicht den Erasmischen Text der Apokalypse nebst der daraus entstan- denen Lutherischen Uebersetznng mit dem zu Grunde liegenden wieder- anfgefiindenen Codex Renchlin's. Ein Anhang beleuchtet das Wechsel- verhältniss der Aldina (1518) und des Erasmischen Textes. Prock von Junge $i Sohn in Erlaagett. Digiti zedby Google Digiti zedby Google Digiti zedby Google Digiti zedby Google Digiti ze'dby Google Digiti zedby Google Digiti zedby Google